Drahtwerk Waidhaus GmbH
Johann-Schmidt-Straße 20, 92726 Waidhaus, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ursula Dr. Pahls seit 6.2.2026 | Geschäftsführer |
Jürgen Eiglmeier seit 3.6.2025 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Christian PahlsPahls Verwaltung GmbH+3 | 95.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Drahtwerk Waidhaus GmbHWaidhausJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKSZu dem vollständigen Jahresabschluss, der in der Gesellschafterversammlung am 12. Dezember 2024 festgestellt wurde, und dem Lagebericht, wurde der nachfolgende Bestätigungsvermerk erteilt: "Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Drahtwerk Waidhaus GmbH: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Drahtwerk Waidhaus GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Drahtwerk Waidhaus GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Bamberg, den 21. November 2024 dhpg
GmbH
Riedhammer, Wirtschaftsprüfer Wagner, Wirtschaftsprüfer BESCHLUSSFASSUNG ÜBER DIE FESTSTELLUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND ÜBER DIE VERWENDUNG DES JAHRESABSCHLUSSES FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023 Die Gesellschafterversammlung vom 12. Dezember 2024 hat den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 festgestellt und beschlossen, dass der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 in voller Höhe auf neue Rechnung vorgetragen wird. BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023(Vorjahr zum Vergleich)AKTIVSEITE
PASSIVSEITE
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2023(Vorjahr zum Vergleich)
ANHANG ZUM 31. DEZEMBER 2023(§ 284 ff. HGB)I. Allgemeine Hinweise Das Unternehmen führt die Firma "Drahtwerk Waidhaus GmbH" und hat ihren Sitz in Waidhaus. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Weiden i.d.Opf. unter der Nummer HRB 1103 eingetragen. Der Jahresabschluss ist unter Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes erstellt worden. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich beibehalten worden. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Gliederung der Bilanz erfolgt unter Anwendung des § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung gliedert sich in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 1 und 2 HGB). 1. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände und Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, einschließlich Nebenkosten, vermindert um die planmäßigen sowie gegebenenfalls außerplanmäßigen Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Es kommt die lineare Abschreibungsmethode zum Ansatz. Die Zugänge von beweglichen Wirtschaftsgütern werden pro rata temporis abgeschrieben. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- und Herstellungskosten bis EURO 250,00 werden sofort aufwandswirksam erfasst. Für Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- und Herstellungskosten von EURO 250,00 bis EURO 1.000,00 wird ein steuerlicher Sammelposten nach § 6 Abs. 2a EStG gebildet und in die Handelsbilanz übernommen. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. 2. Umlaufvermögen und Rechnungsabgrenzungsposten a) Vorräte Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten. Schwer- bzw. ungängige Posten werden entsprechend wertberichtigt. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt getrennt nach Materialanteil und Fertigungskosten. Die Herstellungskosten umfassen - neben den Material- und Fertigungseinzelkosten - auch angemessene Teile der Gemeinkosten. Zinsen für das Fremdkapital werden nicht aktiviert. Wertminderungen bei Altbeständen werden durch entsprechende Abschläge Rechnung getragen. b) Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und flüssigen Mittel werden grundsätzlich zum Nennbetrag angesetzt. Die vorgenommenen Einzel- und Pauschalwertberichtigungen entsprechen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung. Auf fremde Währung lautende Forderungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr sind gegebenenfalls mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag angesetzt. c) Rechnungsabgrenzungsposten Ausgaben vor dem Bilanzstichtag werden soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen, aktivisch als Rechnungsabgrenzungsposten erfasst. 3. Rückstellungen Die Pensionsrückstellungen werden anhand von Richttafeln aus dem Jahr 2018 von Prof. Dr. Klaus Heubeck unter Anwendung der "Projected Unit Credit Method" ermittelt. Die Abzinsung erfolgt pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Rechnungszins beträgt 1,82 %. Bei der Berechnung wurde ein Gehaltstrend von 0,00 % p.a. und ein Rententrend von 2,00 % p.a. zugrunde gelegt. Die sonstigen Rückstellungen sind mit einem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Sie sind der Höhe nach so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung tragen. 4. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr sind gegebenenfalls mit dem Devisenkassamittelkursen am Abschlussstichtag angesetzt. III. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Als Anschaffungs- oder Herstellungskosten sind die historischen Werte angesetzt. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem nachfolgenden Anlagespiegel ersichtlich. ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS UND DER WERTBERICHTIGUNG IN DER ZEIT VOM 1. JANUAR BIS ZUM 31. DEZEMBER 2023
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Aufgliederung und Fristigkeit stellen sich wie folgt dar:
3. Pensionsrückstellungen Es besteht zum Bilanzstichtag eine rechnerische Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 HGB n.F. in Höhe von EURO 28.540,00. 4. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
5. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in voller Höhe Gesellschafter. 6. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Stichtag bestanden, wie im Vorjahr, keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die von Bedeutung für die Finanzlage waren. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EURO 418.518,17 (im Vorjahr EURO 88.509,11) sowie Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EURO 4,10 (im Vorjahr EURO 0,01) enthalten. 2. Personalaufwand Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EURO 87.222,89 (im Vorjahr EURO 41.123,35) enthalten. 3. Finanzergebnis Das Finanzergebnis stellt sich wie folgt dar:
In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind wie im Vorjahr keine Erträge aus der Abzinsung enthalten. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung in Höhe von EURO 14.151,00 (im Vorjahr EURO 14.532,00) vorhanden. Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen EURO 259.274,71 (im Vorjahr EURO 36.034,38) verbundene Unternehmen. V. Sonstige Angaben 1. Geschäftsführung Als Geschäftsführer bestellt sind:
Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Für frühere Mitglieder der Geschäftsführung sind Pensionsrückstellungen in Höhe von EURO 758.560,00 (im Vorjahr EURO 797.836,00) gebildet. 2. Aufgliederung der durchschnittlichen Arbeitnehmerzahl
3. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Auf die Angabe des Gesamthonorars des Abschlussprüfers wird unter Bezugnahme auf § 288 Abs. 2 HGB verzichtet. 4. Ergebnisverwendung Der Jahresfehlbetrag in Höhe von EURO 214.293,39 wird auf neue Rechnung vorgetragen. 5. Unterzeichnung des Jahresabschlusses (§ 245 HGB)
Waidhaus, den 21. November 2024 Christian Pahls, Geschäftsführer LAGEBERICHT ZUM 31. DEZEMBER 2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Drahtwerk Waidhaus GmbH befasst sich mit der Entwicklung, der Herstellung und dem Vertrieb von Drähten und Litzen aus Nichtedelmetallen sowie deren Beschichtung mit Silber, Zinn und Nickel. Bedient werden hauptsächlich marktführende Spezialkabelwerke, die in anspruchsvollen Märkten und Anwendungsfeldern zum Teil global aktiv sind. Drahtwerk Waidhaus GmbH konzipiert kundenspezifische Problemlösungen, die auftragsbezogen gefertigt und in ihren elektrischen und mechanischen Eigenschaften auf die Kundenbedürfnisse abgestimmt sind. 2. Forschung und Entwicklung Grundlage für unseren Erfolg ist ein profundes Fertigungs- und Prozesswissen, dass wir kontinuierlich verbessern und ausbauen. Der lösungsorientierte Einsatz dieses Wissens ermöglicht es uns, unsere Kunden mit innovativen und kostenoptimierten Produkten zu beliefern. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2023, nach ersten Berechnungen um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Für das Welthandelsvolumen prognostiziert der IWF für das Jahr 2023 lediglich ein Wachstum von 2,2 %. Der gesamte Bereich der Elektroindustrie zeigte ein erneutes Wachstum der Produktionsleistung von 6 % allerdings mit bereits rückläufigem Auftragseingang. 2. Umsatzentwicklung Im Vergleich zum Vorjahr sind die Umsätze im Geschäftsjahr von TEUR 17.528 um TEUR 1.008 auf TEUR 16.520 im Geschäftsjahr 2023 gesunken. Dies ist die Folge unserer Preiserhöhungen im 4. Quartal 2022, aufgrund dessen einige unserer Kunden ihre Aufträge anderweitig platziert haben, und auf die konjunkturelle Abkühlung im 3. Quartal 2023. Trotz der Anstrengung zur Gewinnung von Neukunden und laufenden Bemusterungen zu neuen Projekten konnte dem Umsatzrückgang nicht entgegengewirkt werden. 3. Kursentwicklungen Die Entwicklung der Metallnotierungen ist maßgeblich für die Gesellschaft. Kupfer notierte zum Bilanzstichtag bei 7,6699 EUR/kg, (im Vorjahr 8,01 EUR/kg), Silber bei 805 EUR/kg zum Bilanzstichtag (im Vorjahr 839 EUR/kg), Zinn notierte zum Bilanzstichtag 22,79 EUR/kg (im Vorjahr 23,25 EUR/kg), Nickel notierte zum Bilanzstichtag mit 14,75 EUR/kg (im Vorjahr 28,52 EUR/kg). Kupfer veränderte sich gegenüber dem Vorjahr um knapp -2 %. Silber zeigte einen Verlust um ca. 4 %, Zinn fiel gegenüber dem Vorjahr um ca. 2 %. Nickel veränderte sich um über 52 % gegenüber dem Vorjahr. Die EURO/Dollar-Relation veränderte sich im Berichtszeitraum mit 0,9049 USD/EUR zu 0,9376 USD/EUR zum 31. Dezember 2023. 4. Ertragslage Das Rohergebnis in Höhe von TEUR 6.542 (Vorjahr TEUR 5.784) ist leicht gestiegen. Allerdings wurde es abermals durch die hohen Energiekosten belastet, welche nur in einem geringen Umfang an die Kunden weitergegeben werden konnten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von TEUR 1.588 im Vorjahr auf TEUR 1.577 zum Bilanzstichtag gesunken. Es wurden unverändert hohe Ausgaben in Wartung und Reparaturen von Anlagen getätigt. Zwar wurde Ende Oktober das neue ERP-System fertiggestellt und in Betrieb genommen, bis dahin waren jedoch weiterhin hohe Aufwendungen im Bereich der IT nötig, um die Ablösung des bestehenden ERP-System ohne größere Probleme durchführen zu können. Die Personalkosten sind zum Vorjahr um TEUR 144 angestiegen. Im ersten und zweiten Quartal wurde weiterhin Personal aufgebaut, zum einen um frei gewordene Stellen wieder zu besetzen, zum anderen um Personal in Maschinengruppen mit Engpassmaschinen aufzubauen. Ab September wurde Kurzarbeit eingeführt und im Oktober wurde, im Rahmen von Umstrukturierungen, Personal drastisch abgebaut, sodass im 4. Quartal die Personalkosten bereits signifikant gesunken sind. Das Ergebnis vor Steuern beträgt TEUR -471 (im Vorjahr TEUR -830). Dieses Ergebnis entspricht nicht den Erwartungen, da wir ein ausgeglichenes Ergebnis angestrebt hatten. Eine Ursache dafür liegt in den Umarbeitungspreisen und dem Produkt-Mix. Diese wurden zu Corona-Zeiten gesenkt, um Aufträge zu erhalten, sind aber nur schwer wieder auf das vorherige Niveau zu bringen. Auch die hohen Personalkosten bis Oktober 2023 haben das Ergebnis belastet. Hinzu kommen nach wie vor hohe Instandhaltungskosten für den Maschinenpark. Die Materialaufwandsquote beläuft sich auf 59,2 % und ist somit gegenüber dem Vorjahreszeitraum (69,5 %) gesunken. Die Summe der Abschreibungen auf das Anlagevermögen beträgt im Berichtsjahr TEUR 189 (im Vorjahr TEUR 183). Mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2023 sind wir im Hinblick auf das Ergebnis nicht zufrieden. Trotzdem sind wir überzeugt, dass sowohl die enthaltenen Aufwendungen in den Maschinenpark sowie die bereits durchgeführten und noch geplanten Umstrukturierungsmaßnahmen bereits im kommenden Geschäftsjahr positive Ergebnisse bringen werden. 5. Finanzlage Die Finanzlage der Gesellschaft ist weiterhin zufriedenstellend. Der Bestand der flüssigen Mittel erhöhte sich zum Bilanzstichtag von TEUR 163 im Vorjahr auf TEUR 264, die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten lagen zum 31. Dezember 2022 bei TEUR 453 (im Vorjahr TEUR 707). Kreditlinien der Banken bestehen weiterhin. Der "Praktiker"-Cashflow (Jahresüberschuss zuzüglich Abschreibungen und unter Berücksichtigung der Veränderung der Pensionsrückstellungen) lag bei TEUR -210 (im Vorjahr TEUR -609). 6. Vermögenslage Die Bilanzsumme beträgt TEUR 8.305 (im Vorjahr TEUR 9.999). Aufgrund der geringen Neuinvestitionen und nach planmäßigen Abschreibungen hat sich das Anlagevermögen im Berichtsjahr von TEUR 1.223 um TEUR 61 zum Vorjahr auf TEUR 1.162 verringert. Die Vorräte betragen zum Bilanzstichtag TEUR 5.244 (im Vorjahr TEUR 6.943). Der Abbau der Bestände resultiert einerseits aus dem Abbau von Ladenhütern, die entweder den Kunden neu angeboten und auch abgenommen wurden, andererseits wurden Lagerbestände an Schrott verkauft. Natürlich spielt auch der Rückgang der Metallnotierungen eine große Rolle, da dies in der Bewertung der Metalle berücksichtigt wurde. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind verglichen mit dem Vorjahr geringfügig von TEUR 1.660 auf TEUR 1.629 gesunken. Das Eigenkapital beträgt nach Kündigung des Ergebnisabführungsvertrages zum 18. Oktober 2023 am Bilanzstichtag TEUR 3.118 (im Vorjahr TEUR 3.332). Die Rückstellungen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 1.204 und sind gegenüber dem Vorjahr (TEUR 1.648) um TEUR 444 gesunken. Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf TEUR 3.983 (im Vorjahr TEUR 5.019). Davon entfallen auf die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 2.916 (im Vorjahr TEUR 2.889). 7. Investitionen Die Zugänge zu den Sachanlagen betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 128 (im Vorjahr TEUR 44). Investiert wurde im Wesentlichen in Ersatzbeschaffungen für Betriebs- und Geschäftsausstattungen. Eine Vielzahl von werterhaltenden Aufwendungen durch die Erneuerung von wesentlichen Anlagenkomponenten ist erfolgt, diese sind allerdings nicht aktivierbar und belasten somit das operative Ergebnis. 8. Umweltschutz Den Anforderungen des Umweltschutzes wird durch die Zertifizierung des Unternehmens nach DIN ISO 14001 Rechnung getragen. Hierbei wird besonderes Augenmerk auf den effizienten Energieeinsatz gelegt. Weitere Projekte zur Energie- und Kosteneinsparung wurden realisiert. Weitere wesentliche Projekte sind konzipiert und werden schrittweise umgesetzt. 9. Personalwesen Der Mitarbeiterstand betrug im Jahresdurchschnitt 107 Personen (im Vorjahr 117). In dieser Zahl sind auch Beschäftigte enthalten, die im Rahmen von Projekten - auf EUR 520,00 Grundlage oder teilzeitbeschäftigt - eingesetzt werden. Durch die Reorganisation des gesamten Unternehmens wurden alle Schlüsselpositionen der Organisation besetzt. III. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Branchenspezifische Risiken: Mittlerweile ist das Geschäft auf eine Reihe von Hauptkunden aus unterschiedlichen Branchen verteilt. Die konjunkturelle Lage macht sich jedoch in fast allen Branchen bemerkbar. Die Energiekosten und gesamtwirtschaftlichen Risiken für die Konjunktur sind in den Vordergrund getreten. Wir versuchen rückläufige Umsätze in einzelnen Segmenten durch eine breitere Kunden- und Produktbasis auszugleichen. Die Anstrengungen im Vertrieb wurden fortgesetzt. Es wird aktuell an einer neuen Kalkulation gearbeitet, um sowohl Verlust- als auch Gewinnpotentiale sichtbar zu machen und diese Erkenntnisse entsprechend einzusetzen. Es wurden weiterhin Anstrengungen unternommen, um für andere Marktsegmente, außerhalb der Elektrotechnik, Feinstdrähte und Litzen, insbesondere aus Legierungen, zu entwickeln. Diese Entwicklung steht allerdings erst am Anfang. Ertragsorientierte Risiken: Die Gesellschaft ist hinsichtlich der Schwankungen der Metallpreise bei den Rohstoffen einem Preisänderungsrisiko ausgesetzt, welches sich auch im Ergebnis niederschlagen kann. Daher werden Metallverkäufe an Kunden umfassend durch entsprechende Gegengeschäfte gedeckt. Weiterhin wird der Produkt- und Kundenmix aktiv beeinflusst, um negativen Effekten so weit wie möglich entgegenzuwirken. Finanzwirtschaftliche Risiken: Ein umfassendes, monatliches Berichtswesen sichert, dass die Geschäftsführung über mögliche Risiken regelmäßig und zeitnah informiert wird, um unmittelbar erforderliche Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Finanzielle Risiken werden durch eine proaktive Überwachung der Zahlungsfähigkeit und ein aktives Forderungsmanagement minimiert. Neben der monatlichen Bewertung der Liquidität, auf Grundlage einer entsprechenden Finanzplanung, verfügt die Gesellschaft über einen hohen Bestand an werthaltigen Roh- und Halbfertig-Beständen, auf die, bei Bedarf, kurzfristig zurückgegriffen werden kann, um die Liquidität zu gewährleisten. Die Liquidität wird durch präventiv bestehende Kreditlinien abgesichert. Die Liquiditätslage ist unverändert zufriedenstellend. 2. Chancenbericht Kundenumfeld Die nationale und internationale Kundenbasis der Gesellschaft konnte abermals erweitert werden. Zudem sind die durchschnittlichen Erlöse pro Kg angestiegen. Dies ist den ergriffenen Maßnahmen im Bereich der Beistellung und des Produktmix geschuldet. Der Anteil an Sonderprodukten mit höherer Wertschöpfung konnte weiter ausgebaut werden. In diesem Segment gibt es noch erhebliche Potentiale, die nicht ausgeschöpft sind. Weiterhin laufen bei einer hohen Anzahl von Kunden Bemusterungen und Freigaben von Produkten, die zukünftig weiteres Wachstum versprechen. Fertigungsumfeld Mit Einführung des neuen ERP-System wurden vorhandene Mess- und Steuerungsmaßnahmen in der Fertigung implementiert und verbessert. Durch die Wartung und Instandhaltung des Maschinenparks konnten die Durchlaufgeschwindigkeiten in der Produktion gesteigert und dementsprechend die Ausbringung erhöht werden. Durch diese Steigerung der Produktivität kann die vorhandene Kapazität, sowohl die Maschinen als auch das Personal, optimiert und verbessert werden. Dadurch werden Engpässe vermieden und Liefertermine weitestgehend eingehalten, bzw. verkürzt. IV. Prognosebericht Mit notariellem Vertrag vom 18. Oktober 2023 und mit Wirkung zu diesem Datum hat die DW Beteiligungs GmbH ihre Anteile an der Drahtwerk Waidhaus GmbH an die Pahls Besitz GmbH verkauft. Zu diesem Datum wurde auch der bestehende Ergebnisabführungsvertrag gekündigt. Die Gesellschaft erzielte zum 31. Dezember 2023 ein negatives Ergebnis in Höhe von TEUR 438 nach einem auch negativen Ergebnis von TEUR 761 zum 31. Dezember 2022. Die ursprüngliche Planung für das Jahr 2023 wurde im Hinblick auf den Auftragseingang zunächst übertroffen. Die eingeführten Energiezuschläge an die Kunden wurden beibehalten. Weiterhin werden Kunden und Produkte analysiert, um unwirtschaftliche Produkte zu reduzieren. Der Fokus liegt auf profitablen Produkten, um die vorhandene maschinelle und personelle Kapazität gewinnbringend einzusetzen. Durch die gesteigerten Durchlaufgeschwindigkeiten in der Produktion werden jedoch die dadurch verursachten hohen Instandhaltungskosten das operative Ergebnis zunächst belasten. Mittel- und langfristig wird sich dadurch die wirtschaftliche Lage des Unternehmens wesentlich verbessern. Die konjunkturelle Entwicklung, vor dem Hintergrund der unverändert hohen Energiekosten und der politischen Rahmenbedingungen, bereitet Sorgen. Dem dadurch eventuell verursachten Auftragsrückgang wirken wir durch vermehrte Anstrengungen zu weiteren Einsparungen bei den Personalkosten und dem Energieverbrauch entgegen. Durch die Verbesserung der Kalkulation und die Intensivierung unserer Vertriebsaktivitäten versuchen wir ein neues produktives Produktmix zu gestalten und die gegebenen Möglichkeiten optimal zu nutzen. Es wurden zahlreiche Mitarbeiter entlassen, sowohl im Fertigungsbereich als auch in der Verwaltung. Die noch vorhandenen Mitarbeiter werden gefördert und weiterhin qualifiziert, um einen effektiven und produktiven Personalstamm zu erhalten. Die Entwicklung von Sonderprodukten, die eine deutlich höhere Wertschöpfung haben, wird gezielt fortgesetzt. Zusammenfassend erwarten wir daher geplant rückläufige Mengen und daraus resultierend leicht niedrigere Umsätze, jedoch steigende Durchschnittspreise und ein angestrebt ausgeglichenes Ergebnis.
Waidhaus, im November 2024 |
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