Mitteldeutsche Netzgesellschaft Gas mbH

Industriestraße 10, 06184 Kabelsketal, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 5894
Vorher
MITGAS Verteilernetz GmbHMITGAS Verteilnetz GmbH
Eingetragen
14.12.2006
Branche
Speichern von Gas zu VersorgungszweckenBau von Versorgungseinrichtungen für Elektrizität und TelekommunikationGashandel durch Rohrleitungen
Gegenstand
Planung, Erwerb, Betrieb, Vermarktung sowie Bau, Wartung und Instandhaltung und sonstige Nutzung von Transport-, Verteilungs- und Speicherungssystemen sowie von Zähl- und Messsystemen für Gas, Wärme, elektrische Energie und von Telekommunikationsanlagen und sonstigen Anlagen der Informationsübertragung; Errichtung von Transport-, Verteilungs- und Speicherungssystemen sowie von Zählund Messsystemen für Gas, Wärme, elektrische Energie und von Telekommunikationsanlagen und sonstigen Anlagen der Informationsübertragung durch Dritte; jede Art der Beschaffung und der gewerblichen Nutzung von Gas, Wärme und elektrische Energie; Erbringung und Vermarktung von Leistungen und Diensten auf den Gebieten der Verteilung von Gas, Wärme und elektrischer Energie sowie der Versorgung mit Telekommunikation.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Kai Richter
seit 17.12.2025
Geschäftsführer
Christian Rosin
seit 2.6.2025
Prokura
Lutz Eckenroth
seit 17.3.2025
Geschäftsführer
René Seidel
seit 21.7.2023
Prokura
Uwe Fährmann
seit 8.8.2022
Prokura
Maik Erbert
seit 27.12.2012
Prokura
Dirk Hünlich
seit 27.12.2012
Prokura
Ulf Aleit
seit 27.12.2012
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert24.60% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (6)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
MITGAS Mitteldeutsche Gasversorgung GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Mitteldeutsche Netzgesellschaft Gas mbH

Halle (Saale)

Jahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht zum 31. Dezember 2023

Grundlagen des Unternehmens

Unternehmenszweck

Die Mitteldeutsche Netzgesellschaft Gas mbH (MITNETZ GAS), Halle (Saale), ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der MITGAS Mitteldeutsche Gasversorgung GmbH (MITGAS), Halle (Saale). MITNETZ GAS nimmt die Aufgaben des Verteilernetzbetreibers wahr.

Die wesentliche Geschäftstätigkeit der MITNETZ GAS besteht darin, die gepachteten Gasverteilernetze zu betreiben, instand zu halten, bedarfsgerecht auszubauen, zu vermarkten sowie den diskriminierungsfreien Netzzugang und die Netznutzung sicher zu stellen.

Wirtschaftsbericht

Allgemeine Wirtschafts- und Branchenentwicklung

Deutsche Wirtschaft schrumpft.

Die Wirtschaftsleistung in Deutschland ist im Jahr 2023 zurückgegangen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank laut ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes 2023 um 0,3 % zum Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die weiterhin hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. [Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 15. Januar 2024]

Erdgasverbrauch weiter gesunken.

Die Entwicklungen in der Gaswirtschaft waren auch 2023 gekennzeichnet durch die Folgen des Angriffskrieges auf die Ukraine, ein immer noch vergleichsweise hohes Preisniveau, Einsparmaßnahmen sowie der gedämpften Konjunktur. Diese Entwicklung ließ sich über alle Monate des Jahres 2023 hinweg beobachten. Nach ersten Berechnungen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft e. V. (BDEW) nahm der Erdgasverbrauch 2023 in Deutschland um 4,3 % auf 813 Mrd. kWh ab. Die Erdgasversorgung war durch mehr Lieferungen aus westeuropäischen Quellen und LNG-Bezug durchgängig gesichert. [BDEW Jahresbericht 18. Dezember 2023]

Gesetzlicher Ordnungsrahmen.

Folgende Änderungen sind von besonderer Bedeutung für die MITNETZ GAS.

Das "Gesetz zur Anpassung des Energiewirtschaftsgesetzes an unionsrechtliche Vorgaben und zur Änderung weiterer energierechtlicher Vorschriften" ist am 29. Dezember 2023 in Kraft getreten. Inhaltlich setzt es vorrangig das Urteil des EuGH vom 2. September 2021 um, indem insbesondere die Zuständigkeiten bei der Ausgestaltung der Netzzugangs- und Netzentgeltregulierung an die unionsrechtlichen Vorgaben angepasst werden. Das Gesetz schafft den Rechtsrahmen für die Regulierung der Netzbetreiber durch eine unabhängigere Regulierungsbehörde. Mit dem Gesetz werden zugleich weitere notwendige Änderungen im Energiewirtschaftsrecht verbunden, wie die Ausweitung des Bündelungsgebotes zur Nutzung bereits vorhandener Infrastruktur, eine stärkere Digitalisierung sowie Regelungen zur Genehmigung des Wasserstoff-Kernnetzes durch die Bundesnetzagentur. Daneben tritt auch die gesetzliche Grundlage für die Planung und Genehmigung eines Wasserstoff-Kernnetzes in Kraft. Zudem regelt das Gesetz, dass die Errichtung und der Betrieb von Anlagen zur Erzeugung und zum Transport von Wärme aus Erneuerbaren Energien, von erforderlichen Nebenanlagen sowie von sämtlichen Wärmenetzen im überragenden öffentlichen Interesse stehen.

Die gesetzliche Gaspreisbremse endete am 31.12.2023.

Geschäftsentwicklung im Jahr 2023

Gasmangellage und Auswirkungen auf das Erdgasnetz.

Im Zuge der nach wie vor bestehenden Gasmangellage (Notfallplan Gas mit ausgerufener Alarmstufe durch die Bundesregierung) wurden die bereits im Jahr 2022 ergriffenen umfangreichen Maßnahmen und erarbeiteten Notfallpläne aufrechterhalten, um im Falle des Eintretens der Notfallstufe gut vorbereitet und gerüstet zu sein.

Netzausbau und Betrieb.

Bei der Bewirtschaftung des Gasverteilernetzes lag das Hauptaugenmerk der MITNETZ GAS auf einem stets störungsfreien Betrieb unter Einhaltung der notwendigen sicherheitstechnischen Anforderungen. Schwerpunkte des Netzausbaus waren neben dem Anschluss von Netzkunden die Fortführung der Maßnahmen aus der DBI-Rohrnetzstudie. So wurden u.a. im Bereich Rositz ca. 3,3 km Hochdruckleitung neu verlegt und die Übernahmeregelanlage bei Altenburg erneuert. Durch die Erneuerung der entsprechenden Stahlrohrleitungen konnte auch weiterhin ein sicherer und störungsarmer Betrieb gewährleistet werden.

Im Geschäftsjahr 2023 war ein deutlicher Rückgang von Netzanschlussaufträgen zu verzeichnen.

Wasserstoffnetz.

Ein aktueller Gasnetzgebietstransformationsplan (GTP) wurde von der Initiative H2vorOrt des DVGW und dem VKU erarbeitet. Dabei wurde der perspektivische Wasserstoffbedarf der aktuellen Erdgasindustriekunden über eine Wasserstoffbedarfsabfrage ermittelt. Daneben nahm MITNETZ GAS an der Gemeinschaftsstudie Wasserstoffnetz Mitteldeutschland 2.0 teil und ist Partner für das Folgeprojekt BLWH2 (Bad Lauchstädt Wärme und Wasserstoff) im Reallabor Bad Lauchstädt.

Das Projekt Green Bridge der MITNETZ GAS zum Aufbau einer Wasserstoff-Wertschöpfungskette soll dazu beitragen, unter Beteiligung weiterer Partner die hierfür notwendige regionale Wasserstoffinfrastruktur zu entwickeln.

Integriertes Managementsystem (IMS).

Im April 2023 erfolgte bei MITNETZ GAS durch die Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Qualitätssicherungssystemen (DQS) ein Überwachungsaudit zum IMS, welches erfolgreich bestanden wurde. Das IMS umfasst die Bereiche Arbeitsschutzmanagementsystem nach ISO 45001, Umweltschutzmanagementsystem nach ISO 14001 und Energiemanagementsystem nach ISO 50001. Die DQS ist die im E.ON-Konzern mit der IMS-Zertifizierung beauftragte Gesellschaft.

Technisches Sicherheitsmanagement - GAS (TSM).

Die zuletzt im Juni 2022 von der DVGW Service & Consult GmbH bei MITNETZ GAS anhand der Leitfäden für die Anwendungsregel G1000 durchgeführte TSM-Überprüfung der organisatorischen und technischen Sicherheit, bleibt bis 2028 gültig.

Chancen- und risikobasierte Assetbewirtschaftung (AMMS).

Im Mai 2023 erfolgte bei MITNETZ GAS durch die TÜV SÜD PSB Pte Ltd (PSB Singapore) ein Überwachungsaudit innerhalb des bestehenden Zertifikates gemäß der internationalen Norm ISO 55001, welches erfolgreich bestanden wurde.

Qualitäts-Managementsystem (QMS).

Im Juni 2023 erfolgte bei MITNETZ GAS durch die DQS GmbH ein Wiederholungsaudit innerhalb des bestehenden Zertifikates gemäß der internationalen Norm ISO 9001, welches erfolgreich bestanden wurde.

Umsetzung des IT-Sicherheitskatalogs der BNetzA gemäß § 11 Abs. 1a EnWG.

Die Verpflichtung zum Betrieb und zur Zertifizierung eines Informationssicherheits-Managementsystems (ISMS) nach "IT-Sicherheitskatalog gem. § 11 Abs. 1a EnWG (08/2015)" der BNetzA wurde fristgerecht umgesetzt und gegenüber der BNetzA nachgewiesen. Die Zertifizierung konnte im November 2023 durch ein erfolgreiches Wiederholungsaudit bestätigt werden.

Entwicklung Biogaseinspeisung.

Im Jahr 2023 waren unverändert 14 Biogaseinspeiseanlagen an das Netz der MITNETZ GAS angeschlossen. Drei weitere Anlagen befanden sich im Bau, darunter die BGEA Neichen, welche im Jahr 2023 neu beauftragt wurde. Zudem gab es 9 Netzanschlussanfragen.

Regulatorische Entwicklungen/Netzentgelte.

Auf der Grundlage der Hinweise der Bundesnetzagentur für die Entgeltbildung zum 15. Oktober 2022 und der von den vorgelagerten Verteilernetzbetreibern angezeigten Preisentwicklung wurden die Netzentgelte für das Jahr 2023 kalkuliert und im Internet veröffentlicht. Die Netzentgelte erhöhten sich im Vergleich zu 2022 für Haushaltskunden um ca. 34 % und für Gewerbe- und Industriekunden im Durchschnitt um etwa 35 %.

Der Bundesgerichtshof hat mit Beschluss vom 26. Januar 2021 den von der Bundesnetzagentur festgelegten generellen sektoralen Produktivitätsfaktor für die dritte Regulierungsperiode in einem Musterverfahren bestätigt. Derzeit werden zur abschließenden Klärung der Rechtsfragen noch weitere Musterverfahren beim Bundesgerichtshof bzw. vor dem Bundesverfassungsgericht geführt. Im Beschwerdeverfahren von MITNETZ GAS hat das Oberlandesgericht Düsseldorf mit Beschluss vom 11. Januar 2023 die Beschwerde zurückgewiesen und die Rechtsbeschwerde zum Bundesgerichtshof nicht zugelassen. MITNETZ GAS hat dagegen fristgemäß beim Bundesgerichtshof die Nichtzulassungsbeschwerde eingelegt und begründet. Eine Entscheidung dazu steht noch aus. Die Daten zur Berechnung des generellen sektoralen Produktivitätsfaktors für die 4. Regulierungsperiode wurden durch die Bundesnetzagentur im Jahr 2022 erhoben. Die Konsultation der Festlegung des generellen sektoralen Produktivitätsfaktors für Betreiber von Gasversorgungsnetzen für die 4. Regulierungsperiode in Höhe von 0,75 % wurde am 6. September 2023 eingeleitet mit einer Fristsetzung zur Stellungnahme durch die Netzbetreiber bis zum 4. Oktober 2023. Die Bundesnetzagentur hat eventuelle Auswirkungen des Beschlusses des Bundesgerichtshofes vom 26. September 2023 zum Effizienzvergleich Gas der 3. Regulierungsperiode in der Berechnung des generellen sektoralen Produktivitätsfaktors zu prüfen und zu berücksichtigen.

Die Bundesnetzagentur hat mit Beschluss vom 12. Oktober 2021 die Eigenkapitalzinssätze für Alt- und Neuanlagen für die 4. Regulierungsperiode festgelegt. Sie betragen 5,07 % für Neuanlagen und 3,51 % für Altanlagen. MITNETZ GAS hat gegen diese Festlegung eine Beschwerde beim Oberlandesgericht Düsseldorf eingelegt. Das Verfahren wird nicht aktiv geführt. In den geführten Musterbeschwerdeverfahren hat das Oberlandesgericht mit Beschluss vom 30. August 2023 die festgelegten Zinssätze der Bundesnetzagentur aufgehoben. Die Bundesnetzagentur hat gegen die Entscheidung des Oberlandesgerichtes fristgerecht die Rechtsbeschwerde beim Bundesgerichthof eingelegt.

Die Konsultation zum Effizienzvergleich der 4. Regulierungsperiode startete am 16. Dezember 2022 mit einer Fristsetzung zur Stellungnahme durch die Netzbetreibern bis zum 27. Januar 2023. Am 22. Juni 2023 veröffentlichte die Bundesnetzagentur den Anhörungsentwurf des Gutachtens zum Effizienzvergleich der Verteilnetzbetreiber Gas der 4. Regulierungsperiode. Hierzu konnten die Netzbetreiber bis zum 21. Juli 2023 Stellungnahmen zum eigenen Effizienzwert sowie den Inhalten des Gutachtens einreichen. Die Bundesnetzagentur hat eventuelle Auswirkungen des Beschlusses des Bundesgerichtshofes vom 26. September 2023 zum Effizienzvergleich Gas der 3. Regulierungsperiode zu berücksichtigen.

Um den Ausbau der Energienetze zu gewährleisten und die Investitionsfähigkeit der Netzbetreiber auch in einem Kapitalmarktumfeld mit steigenden Zinsen sicherzustellen, hat die Bundesnetzagentur mit Beschluss vom 14. August 2023 für Neuanlagen ab dem 1. Januar 2024 höhere kalkulatorische Fremdkapitalzinssätze (Planansatz für 2024: 4,17 % statt 2,03 %) beim Kapitalkostenaufschlag festgelegt. Außerdem hat sie im November ein Verfahren für eine Festlegung von Regelungen für die Bestimmung des kalkulatorischen Eigenkapitalzinssatzes für Neuanlagen im Kapitalkostenaufschlag nach § 21 Abs. 3 S. 4 Nr. 1 a) EnWG-E i.V.m. § 29 Abs. 1 EnWG eingeleitet (Planansatz 2024: 7,09 % statt 5,07 %). Danach kann die Bundesnetzagentur zur Bestimmung betriebsnotwendiger Netzkosten für die Netzentgeltermittlung hinsichtlich des Zugangs zu den Gasversorgungsnetzen im Wege der Festlegung Entscheidungen zu einer angemessenen, wettbewerbsfähigen und risikoangepassten kalkulatorischen Eigenkapitalverzinsung treffen.

Forschung, Entwicklung und Innovation.

Für eine klimafreundliche Energieversorgung spielt Wasserstoff als zukunftsweisender Energieträger eine wichtige Rolle. Um einen sicheren Betrieb von Wasserstoffverteilnetzen zu gewährleisten, testet MITNETZ GAS im Projekt H2-Infra daher in Bitterfeld-Wolfen Anwendungstechnik für Haushalte und Gewerbe auf Wasserstoffeignung. Im Jahr 2023 wurde dazu u. a. eine reine Wasserstofftherme in Betrieb genommen. Zudem wurde ein Komponentenprüfstand auf dem Testfeld installiert, mit welchem Bauteile unter realitätsnahen Betriebsbedingungen für den Einsatz mit Wasserstoff getestet werden. Auf dem Wasserstofftestfeld wurden anwendungsorientierte Weiterbildungsmaßnahmen für Monteure und Ingenieure im praktischen Arbeiten mit Wasserstoff durchgeführt.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Leistungsindikatoren.

Im Hinblick auf die Unternehmensziele nutzt MITNETZ GAS zur Steuerung der Unternehmensaktivitäten verschiedene Kennzahlen. Als wesentliche Steuerungsgrößen im finanzbezogenen Bereich werden das Ergebnis nach Steuern, das betriebliche Ergebnis nach IFRS und die Höhe der weiterberechneten Investitionen an Netzeigentümer verwendet. Im nicht finanzbezogenen Bereich werden vorrangig die Biogaseinspeisekapazität und die Netzabsatzmengen verwendet.

Ergebnis nach Steuern, betriebliches Ergebnis nach IFRS.

Der Jahresüberschuss nach HGB wird durch Hinzurechnung der Aufwendungen aus Gewinnabführung auf das Ergebnis nach Steuern und durch Abzug der Zinserträge und Hinzurechnung des Zinsaufwandes sowie durch Hinzurechnung der Ansatz- und Bewertungsanpassungen (HGB/IFRS) auf das betriebliche Ergebnis nach IFRS übergeleitet.

Die Ansatz- und Bewertungsanpassungen bei der Überleitung vom Jahresüberschuss nach HGB zum betrieblichen Ergebnis nach IFRS von -5.412 T€ betreffen im Wesentlichen die Eliminierung der Rückstellung für das Regulierungskonto (nicht ansatzfähig). Im IFRS-Abschluss kommen andererseits höhere Abschreibungen auf Sachanlagen zum Ansatz. Das Ergebnis nach Steuern beträgt im Geschäftsjahr 2023 17.401 T€ (Vorjahr: 6.327 T€), das betriebliche Ergebnis nach IFRS 21.308 T€ (Vorjahr: 1.033 T€).

In ihrer Prognose für 2023 war MITNETZ GAS von einem Ergebnis nach Steuern in Höhe von 10.000 T€ und einem betrieblichen Ergebnis nach IFRS in Höhe von 11.600 T€ ausgegangen. Das Ergebnis nach Steuern lag somit über Planniveau. Auf Grund höherer Umsatzerlöse aus Netznutzung, nicht ansatzfähiger Aufwendungen aus Zuführungen zu den Rückstellungen für das Regulierungskonto und Kosten für das vorgelagerte Netz lag das betriebliche Ergebnis nach IFRS über der Prognose.

Weiterberechnete Investitionen an Netzeigentümer.

Die weiterberechneten Investitionen an Netzeigentümer betrugen im Geschäftsjahr 27.694 T€ (Vorjahr: 28.567 T€) und lagen damit unter dem für das Geschäftsjahr 2023 prognostizierten Investitionswert (35.000 T€). Hauptursache hierfür waren ein weiterer Rückgang im Gas-Hausanschlussgeschäft sowie zeitliche Verzögerungen bei zwei Anschlussprojekten von Biogas-Anlagen welche Anfang 2024 fertiggestellt werden.

Biogaseinspeisekapazität.

Die Einspeisekapazität der BGEA Zörbig wurde um 2.000 m 3 /h erhöht. Die im Netzgebiet vertraglich vereinbarte Biogaseinspeisekapazität aller 14 Biogasanlagen beträgt daher nun 14.990 m 3 /h (Plan: steigende Einspeisekapazität; Vorjahr: 12.990 m 3 /h).

Netzabsatzmengen.

Die Netzabsatzmengen, für die MITNETZ GAS ein Niveau von 14.997 GWh prognostiziert hatte, bilden im nicht finanzbezogenen Bereich einen weiteren wichtigen Leistungsindikator. Insbesondere stellt dieser für Erlösentwicklungen sowie für den Aufwand der Netzführung zur Gewährleistung der Netzsicherheit eine wichtige Kennzahl dar. Im Berichtszeitraum beträgt die Netzabsatzmenge 12.739 GWh (Vorjahr: 13.748 GWh). Die Minderung gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf Einsparmaßnahmen der Netzkunden zurückzuführen.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage.

Die Bilanzsumme der MITNETZ GAS beträgt zum 31. Dezember 2023 64.460 T€ (Vorjahr: 53.299 T€). Die Aktivseite beinhaltet Anlagevermögen in Höhe von 301 T€ (Vorjahr: 428 T€), Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 60.152 T€ (Vorjahr: 49.637 T€), Vorräte in Höhe von 2.102 T€ (Vorjahr: 1.426 T€) und einen Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 1.905 T€ (Vorjahr: 1.808 T€). Den Aktivposten stehen auf der Passivseite ein unverändertes Eigenkapital von 25 T€ (Vorjahr: 25 T€), Rückstellungen in Höhe von 16.224 T€ (Vorjahr: 12.189 T€), Verbindlichkeiten in Höhe von 21.302 T€ (Vorjahr: 11.728 T€) und ein Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 26.909 T€ (Vorjahr: 29.357 T€) gegenüber.

Die Zunahme der Vorräte um 676 T€ ergibt sich insbesondere aus den stichtagsbedingt gestiegenen unfertigen Erzeugnissen von 1.872 T€ (Vorjahr: 1.043 T€). Die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 14.334 T€ auf 15.012 T€ ist ebenfalls stichtagsbedingt und resultiert hauptsächlich aus der gestiegenen Nutzung der Gasnetze und auf 9.633 T€ valutierenden Forderungen aus der Mehr-/Mindermengenabrechnung. Dem gegenüber standen geringere Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen von 44.954 T€ (Vorjahr: 48.764 T€), welche sich insbesondere durch die Abnahme der Forderungen aus der Cash-Pool Vereinbarung reduziert haben.

Auf der Passivseite zeigt sich die Erhöhung der Bilanzsumme im Wesentlichen in der Erhöhung der Rückstellungen um 4.035 T€, hauptsächlich verursacht durch um 4.312 T€ gestiegene Regulierungskonto-Rückstellungen. Zudem haben sich die Verbindlichkeiten um 9.574 T€ auf 21.302 T€ erhöht. Diese Zunahme ergibt sich insbesondere aus um 1.052 T€ stichtagbedingt gestiegene Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, aus um 1.111 T€ gestiegenen sonstigen Verbindlichkeiten, wofür hauptsächlich höhere Steuerverbindlichkeiten ursächlich gewesen sind, und aus deutlich zugenommenen Verbundverbindlichkeiten von 10.840 T€ (Vorjahr: 3.694 T€). Die Steigerung der Verbundverbindlichkeiten korrespondiert mit den gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und resultiert im Wesentlichen aus der Mehr-/Mindermengenabrechnung.

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um 11.161 T€ bzw. 20,9 % gestiegen.

Finanzlage.

Zur Steuerung der Vermögens- und Finanzlage führt MITNETZ GAS eine effiziente Finanzplanung durch. Der allgemeine Finanzierungsbedarf wurde überwiegend aus dem Cashflow aus der laufenden Tätigkeit in Höhe von 10.627 T€ (Vorjahr: 2.942 T€) gedeckt. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit, der insbesondere die Veränderung der Finanzforderungen gegenüber dem Gesellschafter und die Zinserträge enthält, betrug 6.828 T€ (Vorjahr: 3.443 T€). Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit, der die Ergebnisabführung des Jahres 2023 und die gezahlten Zinsen erfasst, beläuft sich im Geschäftsjahr auf -17.455 T€ (Vorjahr: -6.385 T€). Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit gesichert.

Mit dem Gesellschafter besteht eine Cash-Management-Vereinbarung, aus der sich zum Bilanzstichtag Finanzforderungen von 42.683 T€ (Vorjahr: 47.831 T€) ergeben, die die mit diesen Forderungen aufgerechnete Ergebnisabführung von 17.453 T€ enthalten. Darüber hinaus gewährleistet diese Vereinbarung gemäß Wirtschaftsplan einen Dispositionsrahmen von 10,0 Mio. €. Aufgrund dieser Vereinbarung weist die MITNETZ GAS nach wie vor keinen Finanzmittelbestand in ihrer Bilanz aus.

Ertragslage.

MITNETZ GAS erzielte im Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse in Höhe von 234.215 T€ (Vorjahr: 174.179 T€). Umsatzerhöhend wirkten Erlöse aus der Netznutzung infolge der gestiegenen Preise, denen gegenläufig geringere Netzabsatzmengen gegenüberstehen, periodenfremde Erlöse durch die Realisation von Vorjahresmindermengen und aus der energiewirtschaftlichen Abgrenzung (3.242 T€) sowie erfolgsneutrale Erlöse aus der Mehr- und Mindermengenabrechnung gegenüber den Lieferanten. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 8.651 T€ gesunken, insbesondere aufgrund der gegenüber dem Vorjahr geringeren Auflösungen von Rückstellungen (394 T€; Vorjahr: 9.212 T€). Es ergaben sich Bestandserhöhungen an unfertigen Leistungen in Höhe von 829 T€. Den gestiegenen Gesamterträgen stehen ein um 41.568 T€ gestiegener Materialaufwand in Höhe von 195.099 T€ (Vorjahr: 153.531 T€), im Wesentlichen infolge höherer Aufwendungen von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen (Gas- und Strombezug für den Betriebsverbrauch und die Mehr- und Mindermengenabrechnung) gegenüber. Die Personalaufwendungen haben sich von 12.650 T€ auf 13.942 T€ erhöht, was im Wesentlichen auf Lohnsteigerungen und die Erhöhung der Mitarbeiterzahlen im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen ist. Das Zinsergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 1.672 T€ auf 1.505 T€ verbessert, was im Wesentlichen in gestiegenen Zinserträgen infolge höherer Zinssätze im Rahmen der Cash-Pool-Vereinbarung begründet ist. Das Ergebnis nach Steuern der MITNETZ GAS im Geschäftsjahr 2023 beträgt 17.401 T€ (Vorjahr: 6.327 T€) und erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr hauptsächlich aufgrund gestiegener Umsatzerlöse aus der Netznutzung, denen insbesondere geringere Erträge aus der Rückstellungsauflösung (394 T€; Vorjahr: 9.212 T€) gegenüberstehen.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft war auch im Geschäftsjahr 2023 stabil.

Mitarbeiter

Personalbestand.

Zum 31. Dezember 2023 arbeiteten bei MITNETZ GAS 228 Beschäftigte (Vorjahr: 220 Beschäftigte), davon 13 in Teilzeit. Das entspricht einer Anzahl von 223,78 Mitarbeiteräquivalenten. Darin sind auch Mitarbeiter enthalten, die sich in einem einheitlichen Arbeitsverhältnis zur MITNETZ STROM befinden.

Berufliche Erstausbildung und duale Studiengänge.

Zum 31. Dezember 2023 befanden sich 33 junge Menschen in der beruflichen Erstausbildung oder einem dualen Studiengang bei MITNETZ GAS.

Rechnungsmäßiges Unbundling

Rechnungsmäßiges Unbundling.

Auf der Grundlage des § 6b Absatz 3 des EnWG führt MITNETZ GAS getrennte Konten in den Tätigkeitsbereichen "Gasverteilung" und "andere Tätigkeiten innerhalb des Gassektors". Für den Tätigkeitsbereich "Gasverteilung" hat MITNETZ GAS gemäß § 6b Absatz 3 EnWG einen Tätigkeitsabschluss erstellt.

Im Tätigkeitsbereich "Gasverteilung" werden die jeweiligen Geschäftsvorfälle der MITNETZ GAS im Zusammenhang mit den gepachteten Gasverteilernetzen sowie Betriebsführungsverträgen erfasst und in den Tätigkeitsabschluss aufgenommen.

Auf Basis der Kostenrechnung von MITNETZ GAS wurden wesentliche Aufwendungen und Erträge direkt den Tätigkeitsbereichen zugeordnet. In Fällen, in denen dies nicht möglich war oder mit unverhältnismäßig hohem Aufwand verbunden gewesen wäre, erfolgte die Zuordnung unter Anwendung sachgerechter Schlüssel.

In der Bilanz wurde eine direkte Zuordnung wesentlicher Aktiv- und Passivpositionen vorgenommen. In Fällen, in denen dies nicht möglich war oder mit unverhältnismäßig hohem Aufwand verbunden gewesen wäre, erfolgte die Zuordnung unter Anwendung sachgerechter Schlüssel.

Das Ergebnis nach Steuern der Tätigkeit Gasverteilung von 16.565 T€ (Vorjahr: 5.871 T€) verbesserte sich im Wesentlichen um 59.201 T€ durch gestiegene Umsatzerlöse. Dem gegenüber standen höhere Materialaufwendungen von 193.501 T€ (Vorjahr: 152.410 T€) sowie um 8.777 T€ gesunkene sonstige betriebliche Erträge.

Chancen- und Risikomanagement

MITNETZ GAS ist in das Chancen- und Risikomanagement des E.ON-Konzern über die Muttergesellschaft MITGAS integriert. Chancen und Risiken werden in einem "Chancen- und Risikoatlas" erfasst, nach möglicher Schadenshöhe (finanziell oder ergebnismindernd) sowie Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet und kontinuierlich überwacht. Das Chancen- und Risikomanagement gewährleistet somit einerseits, dass frühzeitig Risiken und deren finanzielle Folgen erkannt und bewertet sowie gegebenenfalls geeignete Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Andererseits können gewonnene Erkenntnisse über Chancen zeitnah in Entscheidungsprozesse einfließen.

Die Risiken bei MITNETZ GAS lassen sich wie folgt strukturieren:

Operative Risiken.

Operative Risiken erfassen negative Effekte aus der spezifischen inhaltlichen und prozessualen Geschäftstätigkeit. Wesentliches Beispiel hierfür sind ungeplante Unterbrechungen beim Betrieb der Gasverteilernetze. Die systematische Wartung von Netzen und netzbezogenen Anlagen sowie die kontinuierliche Optimierung entsprechender Prozesse beugen Störungen vor und sind Basis für eine hohe Versorgungssicherheit der Kunden.

Umfeldrisiken.

Die Risikosituation wird durch den Wandel der Rahmenbedingungen im energiepolitischen sowie rechtlichen und regulatorischen Umfeld, insbesondere durch die Veränderungen des politischen Ordnungsrahmens beeinflusst.

Marktrisiken.

Marktrisiken sind Risiken aus Veränderungen der Rahmenbedingungen von Märkten (Konjunkturentwicklung, Wettbewerberverhalten o. ä.), insbesondere Risiken unerwarteter Preis- oder Mengenveränderungen, welche ergebnismindernd wirken.

Finanzmarkt-/Kreditrisiken.

Wenn Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht oder nicht fristgemäß nachkommen, können Kreditrisiken entstehen. Auf Basis individueller Bonitätsprüfungen begrenzt MITNETZ GAS entstehende Kreditrisiken unter anderem durch eine entsprechende Gestaltung von Lieferantenrahmenverträgen und Zahlungsbedingungen sowie durch ein stringentes Forderungsmanagement.

Im Zusammenhang mit Unternehmensinsolvenzen und entsprechenden Insolvenzanfechtungen nach § 129 ff. Insolvenzordnung (InsO) können Insolvenzverwalter gemäß § 133 InsO von Kunden geleistete Zahlungen rückwirkend für den Zeitraum von bis zu zehn Jahren vor Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens anfechten. Bei Erfolg dieser Anfechtung sind die erhaltenen Zahlungen, hoch verzinst, in vollem Umfang an die Insolvenzmasse zu zahlen. Dieses Risiko kann nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden.

Risikoportfolio.

Im "Chancen- und Risikoatlas" werden wesentliche Chancen und Risiken der MITNETZ GAS dargestellt. Als Wesentlichkeitsgrenze für die Darstellung wurde eine erwartete Schadenshöhe von 3 Mio. € definiert. Grundsätzlich werden im Risiko-Portfolio nur Risiken dargestellt, die weder in der Planung noch durch bilanzielle Vorsorgemaßnahmen berücksichtigt worden sind.

Die wesentlichen Risiken im Berichtsjahr 2023 waren:

- Umfeldrisiko Ausfall eines wesentlichen Betriebsmittels

Durch den Ausfall einer Einspeisung im Gebiet von MITNETZ GAS kann es zu größeren Störungen und Versorgungsausfällen kommen. Zusätzlich sind Folgeschäden an eigenen Anlagen möglich. Dieser Sachverhalt kann auch bei Sabotageakten an Anlagen, wichtigen Leitungen oder Stationen auftreten. Die Wirkung bei Sabotageakten ist die gleiche wie bei Störungen. Dieses Risiko wird mit einer Schadenshöhe von 4 Mio. € und einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit (10 bis 20 %) bewertet.

- Umfeldrisiko Versorgungssicherheit (Jahrhundertereignis)

Durch den möglichen Ausfall oder die Fehlfunktion eines Betriebsmittels kann es zum vollständigen Verlust des Betriebsmittels und damit verbunden zu Versorgungsunterbrechungen kommen, für die Gegenmaßnahmen einzuleiten sind. Bei Netzanlagen mit einem Alter größer der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer besteht das Risiko, dass ein Teil dieser Anlagen höhere Ausfälle bzw. entsprechende technische Probleme verursachen kann. Im Rahmen von Untersuchungen zur Altersstruktur wurden alle Anlagen mit einem Alter oberhalb der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bewertet und entsprechende Maßnahmen zur Risikosteuerung bzw. -vorbeugung entwickelt. Diese reichen vom Vorhalten von Handlungsanweisungen zur Störungsbeherrschung in der Schaltleitung und Schulungsprogrammen über die Kürzung des Kontrollturnus für bekannte Anlagen an kritischen Netzpunkten bis zur Untersuchung von Ereignissen zur Gewinnung von Erkenntnissen und Rückschlüssen für baugleiche Betriebsmittel und danach der gezielte Austausch gefährdeter Betriebsmittel sowie einer Erhöhung der Aufwendungen für konkret betroffene und auffällige Betriebsmittelgruppen.

Zudem kann es durch außergewöhnliche elementare Naturkräfte (Naturereignisse/-katastrophen) zur Beschädigung und zum Ausfall von Betriebsmitteln und Anlagen in Stromnetzen kommen, welche nach menschlichem Ermessen und Erfahrung nahezu unvorhersehbar sind (beispielsweise so genannte "Jahrhunderthochwasser" oder schwere Stürme/Orkane/Blizzards). Zusätzlich kann die Versorgungsicherheit durch Handlungen Dritter beeinträchtigt werden (gravierende Beschädigung, Sabotage usw.).

Die Risikoposition wird mit einer Schadenshöhe von ca. 4 Mio. € und einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit (1 bis 10 %) bewertet.

- Operatives Risiko Fehlhandlung beim Bedienen

Durch Fehlhandlungen beim Bedienen kann es zu Störungen wesentlicher Netzelemente wie Gasdruckregelanlagen, Übernahmeregelanlagen oder Biogaseinspeiseanlagen bis hin zu deren teilweisen Zerstörung kommen. Zur Minimierung dieses Risikos werden die operativ tätigen Mitarbeiter der MITNETZ GAS zur Bedienung von Netzanlagen umfangreich geschult.

Dieses Risiko wird mit einer Schadenshöhe von 3 Mio. € und einer niedrigen Eintrittswahrscheinlichkeit (>1 bis 10 %) bewertet.

Chancen.

Um im Spannungsfeld zwischen Verlustrisiken und Gewinnchancen weiterhin erfolgreich zu sein, ist die Wahrnehmung unternehmerischer Chancen wichtiger Bestandteil unserer strategischen Aufstellung. Diese ergeben sich über das planmäßige Wachstum der bestehenden Geschäftsfelder hinaus auch in der Klärung derzeit offener regulatorischer Sachverhalte.

Gesamte Chancen- und Risikolage.

Es ergeben sich durch Energiewende und die in diesem Zusammenhang stehenden politischen Aktivitäten für MITNETZ GAS sowohl Chancen als auch Risiken. Weder durch Einzelrisiken noch durch aggregierte Positionen bestanden für MITNETZ GAS Risiken im Berichtszeitraum, die den Fortbestand des Unternehmens gefährdeten.

In Folge der weiterhin volatilen Situation an den Energiemärkten sowie einer anhaltend hohen Nachfrage im preislich stark unter Druck stehenden Markt zur Beschaffung von Leistungen und Material ist auch für das Geschäftsjahr 2024 mit verstärkten Auswirkungen für das Risikomanagement zu rechnen. Den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Risiken sind für das Geschäftsjahr 2024 aktuell nicht erkennbar.

Prognosebericht

Konjunktureller Ausblick.

Für das Jahr 2024 rechnen Experten mit einem Wirtschaftswachstum zwischen null und einem Prozent. Ursachen sehen die Ökonomen in der hohen Inflation, die auf dem Konsum lastet, gestiegenen Zinsen, welche die Bauwirtschaft und Investitionen ausbremsen sowie einer weiterhin schwächelnden Weltkonjunktur. [Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung Jahresgutachten 2023/2024, 8. November 2023; ifo Institut, Pressemitteilung 14. Dezember 2023]

Gesetzlicher Ordnungsrahmen.

Der Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur soll in einer ersten Stufe mit der Planung und Errichtung eines Wasserstoff-Kernnetzes begonnen werden. Die gesetzliche Grundlage hierfür wird zukünftig § 28r EnWG darstellen. Außerdem soll mit dem "Dritten Gesetz zur Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG)" der regulatorische Rahmen für den Wasserstoff-Netzhochlauf geschaffen werden. Das Gesetz setzt auf den zuvor für das Kernnetz festgelegten Regelungen auf und etabliert die Rahmenbedingungen für die Finanzierung des Wasserstoff-Kernnetzes. Außerdem beinhaltet es eine fortlaufende Netzentwicklungsplanung für Wasserstoff und Gas ab dem Jahr 2025.

Das Gesetz zur Anpassung des Energiewirtschaftsgesetzes an unionsrechtliche Vorgaben und zur Änderung weiterer energierechtlicher Vorschriften regelt, dass die Netzzugangsverordnung (GasNZV) am 31. Dezember 2025 sowie die Netzentgeltverordnung (GasNEV) zum 31. Dezember 2027 und die Anreizregulierungsverordnung (ARegV) am 31. Dezember 2028 außer Kraft treten.

Netzentgelte 2024.

uf der Grundlage der Hinweise der Bundesnetzagentur für die Entgeltbildung vom 13. September 2023 und der von den vorgelagerten Netzbetreibern angezeigten Preisentwicklung wurden die Netzentgelte für das Jahr 2024 kalkuliert und im Internet veröffentlicht. Danach sinken die Netzentgelte im Vergleich zu 2023 für Haushaltskunden im Durchschnitt um ca. 8 % und für Gewerbe- und Industriekunden im Durchschnitt um ca. 11 %.

Regulatorischer Ausblick.

Die Verfahren zur Festlegung der Erlösobergrenzen sowie des generellen sektoralen Produktivitätsfaktors für die 4. Regulierungsperiode von 2023 bis 2027 sollten im Jahr 2023 abgeschlossen werden. Der Abschluss der Verfahren verzögert sich jedoch und ist im Jahr 2024 zu erwarten.

Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom 2. September 2021 muss Deutschland sein Energierecht umfangreich ändern und die Rolle der Bundesnetzagentur neu definieren. In Deutschland wurden nach Ansicht des Gerichtshofes die Vorgaben der EU-Richtlinien nicht ordnungsgemäß umgesetzt, so dass die Unabhängigkeit der Regulierungsbehörden und deren Entscheidungsbefugnisse im Bereich der Energieregulierung nicht mit den EU-Vorgaben in Einklang stehen. Bis zur Anpassung gelten die bisherigen Regelungen fort.

Für das Jahr 2024 plant die Bundesnetzagentur die Evaluierung der Anreizregulierung offiziell zu starten.

Konzessionsverträge und Entflechtungen.

Der Verlust von Konzessionsverträgen zwischen MITGAS und Kommunen wird die Netzstruktur der MITNETZ GAS in den Folgejahren auch weiterhin verändern und Einfluss auf den Betrieb der gepachteten Verteilernetze haben. Auch für die folgenden Jahre werden Netzabgänge erwartet.

Bautätigkeit.

Die Erneuerung von Hochdruckleitungen, entsprechend den Erkenntnissen aus der DBI-Rohrnetzstudie, wie auch die Erneuerung von Stahlniederdruck- und Stahlmitteldruckleitungen, werden im Jahr 2024 unverändert fortgeführt

Entsprechend den erarbeiteten Netzkonzepten werden die begonnen Maßnahmen zum Umbau der offenen Niederdrucknetze weitergeführt.

Finanzielle Leistungsindikatoren.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet MITNETZ GAS ein Ergebnis nach Steuern nach HGB in Höhe von ca. 2.100 T€ sowie ein betriebliches Ergebnis nach IFRS in Höhe von ca. 3.700 T€. Des Weiteren werden für das Jahr 2024 weiterberechnete Investitionen an Netzeigentümer von rund 38.000 T€ prognostiziert.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die MITNETZ GAS prognostiziert einen gleichbleibenden Netzabsatz für das Jahr 2024 auf ein Niveau von ca. 12,8 TWh.

Entwicklung Biogas.

Aufgrund der Leistungserhöhung der Biogaseinspeiseanlage in Zörbig und der zu erwartenden Inbetriebnahmen der drei derzeit im Bau befindlichen Anlagen in Ballenstedt, Osmünde und Neichen sowie der 9 Netzanschlussanfragen mit einer Gesamt-Einspeisekapazität von 6.945 m 3 /h, ist mit einer leicht steigenden Einspeisekapazität zu rechnen.

Der Lagebericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen zur Entwicklung von MITNETZ GAS. Diese Aussagen sind ausschließlich Erwartungen, die auf heutigen Annahmen und Einschätzungen beruhen. Auch wenn die Geschäftsführung davon überzeugt ist, dass diese getroffenen Annahmen und Planungen zutreffend sind, können die tatsächliche Entwicklung und die tatsächlichen Ergebnisse in der Zukunft hiervon aufgrund der Vielzahl von internen und externen Faktoren abweichen.

 

Halle (Saale), 16. Februar 2024

Geschäftsführung

Dirk Sattur, Technischer Geschäftsführer

Christine Janssen, Kaufmännische Geschäftsführerin

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
Anlagevermögen
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 128 167
Technische Anlagen und Maschinen 173 261
301 428
301 428
Umlaufvermögen
Vorräte
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.872 1.043
Geleistete Anzahlungen 230 383
2.102 1.426
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15.012 678
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 44.954 48.764
Sonstige Vermögensgegenstände 186 195
60.152 49.637
62.254 51.063
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 1.905 1.808
64.460 53.299

Passiva

31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 25 25
25 25
Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 4.068 4.048
Sonstige Rückstellungen 12.156 8.141
16.224 12.189
Verbindlichkeiten
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.083 818
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.790 6.738
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.840 3.694
Sonstige Verbindlichkeiten 1.589 478
davon aus Steuern (1.369) (379)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (0) (7)
21.302 11.728
Passive Rechnungsabgrenzungsposten 26.909 29.357
64.460 53.299

Gewinn- und Verlustrechnung

2023
T€
2022
T€
Umsatzerlöse 234.215 174.179
Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 829 -263
Sonstige betriebliche Erträge 970 9.621
Materialaufwand
Aufwendungen für Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -62.360 -23.751
Aufwendungen für bezogene Leistungen -132.739 -129.780
-195.099 -153.531
Personalaufwand
Löhne und Gehälter -11.262 -10.004
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.680 -2.646
davon für Altersversorgung (-615) (-706)
-13.942 -12.650
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -127 -127
-127 -127
Sonstige betriebliche Aufwendungen -10.950 -10.735
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.590 -1
davon aus verbundenen Unternehmen (1.548) (-37)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -85 -166
Ergebnis nach Steuern 17.401 6.327
Sonstige Steuern 52 47
Aufwendungen aus Gewinnabführung -17.453 -6.374
Jahresüberschuss 0 0

Anhang

Allgemeines

Die wirtschaftliche Tätigkeit der Mitteldeutschen Netzgesellschaft Gas mbH mit Sitz in Halle (Saale) (im Folgenden auch kurz "MITNETZ GAS" genannt), erstreckt sich im Wesentlichen auf das Betreiben, die Instandhaltung, den Ausbau sowie die Vermarktung der gepachteten Gasverteilernetze sowie die Sicherstellung des diskriminierungsfreien Netzzugangs und die Netznutzung. Die MITNETZ GAS ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 und 4 HGB und im Handelsregister des Amtsgerichts Stendal unter der Nummer HRB 5894 eingetragen.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 wurden die Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften - unter Beachtung der Regelungen des GmbHG und des EnWG - angewendet.

Soweit Angaben wahlweise in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang vorgenommen werden können, erfolgen diese Angaben überwiegend in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung. Der Jahresabschluss wird in Euro (€) aufgestellt. Die Beträge werden in Tausend Euro (T€) angegeben. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewendet.

Die MITNETZ GAS wird analog dem Vorjahr in den Konzernabschluss der E.ON SE, Essen, einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird wie im Vorjahr gleichzeitig für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis aufgestellt. Der Konzernabschluss wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Seit Inkrafttreten des DiRUG (Gesetz zur Umsetzung der Digitalisierungsrichtlinie) zum 1. August 2022 werden Jahresabschlüsse für Geschäftsjahre beginnend nach dem 31. Dezember 2021 im Unternehmensregister veröffentlicht (www.unternehmensregister.de).

Zwischen der MITNETZ GAS als Organgesellschaft und der MITGAS Mitteldeutsche Gasversorgung GmbH, Halle (Saale), (im Folgenden auch kurz "MITGAS" genannt) als Organträger besteht ein Gewinnabführungsvertrag und somit eine körperschaftsteuerliche und gewerbesteuerliche Organschaft. Die Ermittlung und ein ggf. erforderlicher Ansatz latenter Steuern erfolgen auf der Ebene des Organträgers.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Aktiva

Zugänge zu den Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB.

Die Abschreibungen erfolgen auf der Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Bezogen auf den überwiegenden Anteil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden den planmäßigen Abschreibungen folgende Nutzungsdauern zu Grunde gelegt:

Jahre
Gebäude 6
Technische Anlagen und Maschinen
Stationen 6 - 15

Geringwertige Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu 250,00 € werden im Jahr der Anschaffung grundsätzlich aufwandswirksam erfasst.

Darüber hinaus werden außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen vorgenommen, soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände voraussichtlich dauerhaft unter dem Buchwert liegen. Im Falle des Wegfalls der Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen Zuschreibungen, die bei abnutzbaren Vermögensgegenständen des Anlagevermögens unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen ermittelt werden.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die geleisteten Anzahlungen sind zum Nennwert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet. Alle erkennbaren Einzelrisiken wurden durch angemessene Abschläge berücksichtigt. Innerhalb der Forderungen aus Netznutzung sind erhaltene Abschlagszahlungen mit dem abgegrenzten, noch nicht abgelesenen Verbrauch der Kunden verrechnet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für Folgejahre darstellen.

Passiva

Das Eigenkapital ist zum Nennwert bilanziert.

Bei der Bemessung der Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen. Der Wertansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Kostensteigerungen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie die sonstigen Rückstellungen für Vorruhestand, Jubiläen und Sterbegeld wurden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen unter Berücksichtigung der Heubeck-Richttafeln 2018 G - die eine generationenabhängige Lebenserwartung berücksichtigen - nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit-Methode) bewertet. Der Rückstellung für Vorruhestand liegt der Personalentwicklungsplan der Gesellschaft bis 2028 zugrunde. Soweit das Austrittsdatum noch nicht feststeht, wurde ein durchschnittliches Austrittsdatum angenommen.

Die Pensionsrückstellungen werden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, abgezinst. Zwischen dem 10- Jahresdurchschnittszinssatz zum 31. Dezember 2023 (1,82 %, im Vorjahr: 1,78 %) und dem 7-Jahresdurchschnittszinssatz zum 31. Dezember 2023 (1,74 %; im Vorjahr: 1,44 %) ergibt sich bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 53 T€ (Vorjahr: 264 T€), der grundsätzlich ausschüttungsgesperrt - aber nicht abführungsgesperrt - ist.

Die für die Pensionsrückstellungen zugrunde gelegten Lohn- und Gehaltssteigerungen lagen zwischen 0 % und 2,95 % (im Vorjahr: zwischen 0 % und 2,75 %). Für Renten wurden Steigerungsraten zwischen 0 % und 2,20 % (im Vorjahr: zwischen 0 % und 2,00 %)angenommen.

Das Wahlrecht nach Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB wurde nicht in Anspruch genommen. Alle mittelbaren Pensionsverpflichtungen wurden in Höhe ihrer Unterdeckung bilanziert. Dabei wurde das Kassenvermögen der Unterstützungskasse vom Verpflichtungswert abgesetzt.

Die mittel- und langfristigen sonstigen Rückstellungen wurden entsprechend ihrer Restlaufzeit mit dem von der Deutschen Bundesbank zum 31. Dezember 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB). Zur Anwendung kamen Zinssätze zwischen 0,99 % und 1,18 % (im Vorjahr zwischen 0,43 % und 1,44 %). Geschätzte künftige Kostensteigerungen wurden berücksichtigt.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden nicht abgezinst. Ergebnisse aus der Änderung des Abzinsungssatzes oder aus einer geänderten Restlaufzeit werden im Zinsergebnis ausgewiesen.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag und erhaltene Anzahlungen mit dem Nennwert passiviert.

Vereinnahmte Baukostenzuschüsse und Hausanschlusskosten werden im passiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen und ratierlich über einen Gesamtzeitraum von 20 Jahren zugunsten der Umsatzerlöse aufgelöst.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Das Anlagevermögen entwickelte sich im Geschäftsjahr wie folgt:

Buchwerte

31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
Immaterielle Vermögensgegenstände
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 128 167
Technische Anlagen und Maschinen 173 261
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 0
301 428
Anlagevermögen 301 428

Anschaffungs- oder Herstellungskosten

Vortrag zum 01.01.2023
T€
Zugänge
T€
Umbuchungen
T€
Abgänge
T€
Stand am 31.12.2023
T€
Immaterielle Vermögensgegenstände
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 284 0 0 0 284
Technische Anlagen und Maschinen 535 0 0 0 535
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 0 0 0 0
819 0 0 0 819
Anlagevermögen 819 0 0 0 819

Kumulierte Abschreibungen

Vortrag zum 01.01.2023
T€
Abschreibungen
T€
Zuschreibungen
T€
Umbuchungen
T€
Abgänge
T€
Stand am 31.12.2023
T€
Immaterielle Vermögensgegenstände
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 117 39 0 0 0 156
Technische Anlagen und Maschinen 274 88 0 0 0 362
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 0 0 0 0 0
391 127 0 0 0 518
Anlagevermögen 391 127 0 0 0 518

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind abgegrenzte Forderungen aus Netznutzung von 33.511 T€ (im Vorjahr: 27.381 T€) enthalten, denen erhaltene Anzahlungen in Höhe von 23.642 T€ (im Vorjahr: 19.705 T€) gegenüber stehen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
Finanzforderungen 42.683 47.831
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.271 933
44.954 48.764

Alle gleichartigen Forderungen und Verbindlichkeiten gegen bzw. gegenüber verbundenen Unternehmen, bei denen Gläubiger und Schuldner identisch sind und die die gleiche Fristigkeit aufweisen, werden saldiert ausgewiesen.

Die Forderungen gegen den Gesellschafter MITGAS betragen 42.683 T€ (im Vorjahr: 47.831 T€). Sie betreffen in voller Höhe Finanzforderungen aus Cashpool. Im Berichtsjahr wurde die Verbindlichkeit aus dem Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von 17.453 T€ mit der Cashpool-Forderung in Höhe von 60.136 T€ aufgerechnet.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten mit 153 T€ Energiesteueransprüche (im Vorjahr: 144 T€ Energiesteueransprüche).

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben analog dem Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Eigenkapital

Die Anteile am Stammkapital der MITNETZ GAS werden zu 100 % von MITGAS gehalten.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus dem Personalbereich, regulatorische Verpflichtungen, Abrechnungsverpflichtungen und Verpflichtungen aus ausstehenden Rechnungen sowie andere ungewisse Verbindlichkeiten.

Verbindlichkeiten

31.12.2023
T€
Restlaufzeit ≤ 1 Jahr
T€
Restlaufzeit > 1 Jahr
T€
31.12.2022
T€
Restlaufzeit ≤ 1 Jahr
T€
Restlaufzeit > 1 Jahr
T€
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.083 1.083 0 818 818 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.790 7.790 0 6.738 6.738 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.840 10.840 0 3.694 3.694 0
davon aus Lieferungen und Leistungen (10.840) (10.840) (0) (3.694) (3.694) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 1.589 1.589 0 478 478 0
davon aus Steuern (1.369) (1.369) (0) (379) (379) (0)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (0) (0) (0) (7) (7) (0)
21.302 21.302 0 11.728 11.728 0

Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter MITGAS in Höhe von 10.032 T€ (im Vorjahr: 2.950 T€).

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Unter dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind mit 26.909 T€ (im Vorjahr: 29.357 T€) Baukostenzuschüsse und Hausanschlusskosten für Gasverteilernetze, die als Netzentgeltvorauszahlungen vereinnahmt wurden, bilanziert.

Haftungsverhältnisse, sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte gemäß § 251 bzw. § 285 Nr. 3 und Nr. 3a HGB

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023
T€
Restlaufzeit < 1 Jahr
T€
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre
T€
Restlaufzeit > 5 Jahre
T€
31.12.2022
T€
Dienstleistungsverträge 24.155 17.740 6.415 0 26.665
davon gegenüber verbundenen Unternehmen (24.155) (17.740) (6.415) (0) (26.665)
Miet-, Pacht- und Leasingverträge 80.424 56.915 14.712 8.797 66.368
davon gegenüber verbundenen Unternehmen (65.065) (54.882) (7.688) (2.495) (60.480)
Summe sonstige finanzielle Verpflichtungen 104.579 74.655 21.127 8.797 93.033
davon gegenüber verbundenen Unternehmen (89.220) (72.622) (14.103) (2.495) (87.145)

Außerdem bestehen Verpflichtungen aus der gesamtschuldnerischen Haftung für Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern in Höhe von 132 T€ (im Vorjahr: 98 T€). Eine Inanspruchnahme der MITNETZ GAS aus dieser Verpflichtung ist derzeit nicht wahrscheinlich, da keine Hinweise vorliegen, wonach der Hauptschuldner als nicht zahlungsfähig eingeschätzt wird.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden vollständig im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland erzielt.

2023
T€
2022
T€
Umsatzerlöse
Netzentgelte 130.975 108.079
Andere Leistungen 103.240 66.100
234.215 174.179

In den Umsatzerlösen sind periodenfremde Erlöse in Höhe von 3.242 T€ (im Vorjahr: 814 T€) enthalten, die im Wesentlichen aus energiewirtschaftlichen Abgrenzungen resultieren.

Sonstige betriebliche Erträge

2023
T€
2022
T€
Konzessionsabgabe 52 31
Auflösung von Rückstellungen 394 9.212
Wertanpassungen des Umlaufvermögens, ertragswirksame Vereinnahmung von Verbindlichkeiten und Zahlungseingänge auf ausgebuchte Forderungen 79 13
Übrige Erträge 445 365
970 9.621

Materialaufwand

Im Materialaufwand sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 110 T€ (im Vorjahr: 153 T€) enthalten.

Abschreibungen

Die Abschreibungen auf Sachanlagen enthalten - wie im Vorjahr - keine außerplanmäßigen Abschreibungen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In dieser Position sind wie im Vorjahr keine periodenfremden Aufwendungen enthalten.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

In den Zinserträgen von verbundenen Unternehmen sind Negativzinsen aus Cash-Pool-Forderungen in Höhe von 0 T€ (im Vorjahr: 179 T€) enthalten. Periodenfremde Zinserträge sind wie im Vorjahr nicht angefallen.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten mit 83 T€ (im Vorjahr: 154 T€) die Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen.

Sonstige Anhangangaben

Geschäfte größeren Umfangs, die mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen getätigt wurden (§ 6b Abs. 2 EnWG)

Es besteht eine Cash-Management-Vereinbarung.

Im Geschäftsjahr wurden Geschäfte größeren Umfangs, die aus dem Rahmen der gewöhnlichen Energieversorgungstätigkeit herausfallen und für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht von untergeordneter Bedeutung sind, mit verbundenen und assoziierten Unternehmen wie folgt getätigt:

2023
T€
2022
T€
Erträge aus der Weiterberechnung von Investitionen 26.393 27.508
Erträge aus kaufmännischen Dienstleistungen 90 124
Aufwendungen aus der Pacht des regulierten Netzes 45.270 52.505
Aufwendungen aus kaufmännischen Dienstleistungen 9.229 9.578

Ausschüttungsgesperrter Betrag

Die zum 31. Dezember 2023 gemäß § 253 Abs. 6 und § 268 Abs. 8 HGB für Ausschüttungen gesperrten Beträge belaufen sich auf insgesamt 53 T€ (im Vorjahr: 264 T€). Der Gesamtbetrag entfällt ausschließlich auf den Unterschied zwischen dem 7-Jahresdurchschnittszinssatz und dem 10-Jahresdurchschnittszinssatz bei der Bewertung von Pensionsrückstellungen (§ 253 Abs. 6 HGB) und ist daher nicht abführungsgesperrt.

Sonstige Angaben

Bei MITNETZ GAS waren im Jahresdurchschnitt die nachfolgend aufgeführten Mitarbeiteräquivalente (MÄ) beschäftigt:

2023 MÄ 2022 MÄ
Gewerbliche Arbeitnehmer 69 65
Angestellte 98 89
davon im einheitlichen Arbeitsverhältnis (12) (0)
167 154

Geschäftsführer sind

- Dirk Sattur, Diplom-Wirtschaftsingenieur, Technischer Geschäftsführer,

- Christine Janssen, Dipl.-Ing. (Wirtschaftsingenieurwesen), Kaufmännische Geschäftsführerin

Es erfolgen keine Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführung. Von der Freistellung gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

Es erfolgen keine Angaben über das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar, da diese Angaben im Konzernanhang der E.ON SE enthalten sind.

Nach Schluss des Berichtszeitraumes sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der MITNETZ GAS eingetreten.

 

Halle (Saale), 16. Februar 2024

Geschäftsführung

Dirk Sattur, Technischer Geschäftsführer

Christine Janssen, Kaufmännische Geschäftsführerin

Tätigkeitsabschluss gemäß § 6b Abs. 3 EnWG zum 31. Dezember 2023

Allgemeines

Auf der Grundlage des § 6b Abs. 3 des EnWG führt die Mitteldeutsche Netzgesellschaft Gas mbH, Halle (Saale) (nachfolgend "MITNETZ GAS"), getrennte Konten in den Tätigkeitsbereichen "Gasverteilung" und "andere Tätigkeiten innerhalb des Gassektors". Für den Tätigkeitsbereich "Gasverteilung" hat MITNETZ GAS gemäß § 6b Abs. 3 EnWG einen Tätigkeitsabschluss erstellt.

Ausgehend von § 3 Absatz 4 des Messstellenbetriebsgesetzes (MsbG) ist eine buchhalterische Entflechtung des grundzuständigen Messstellenbetriebes für moderne Messeinrichtungen und intelligente Messsysteme von den anderen Tätigkeitsbereichen der Energieversorgung erforderlich ("Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors"). Im Geschäftsjahr 2023 sind für diese Tätigkeit (wie im Vorjahr) keinerlei Vermögensgegenstände und Schulden sowie Aufwendungen und Erträge zu verzeichnen.

Weiterhin wurden die mit den Beschlüssen BK8-19/00002-A sowie BK9-19/613-1 der Bundesnetzagentur vom 25. November 2019 erfolgten Vorgaben von zusätzlichen Bestimmungen für die Erstellung und Prüfung von Jahres- und Tätigkeitsabschlüssen umgesetzt. Darüber hinaus werden in den genannten Beschlüssen zusätzliche Prüfungsschwerpunkte im Sinne des § 6b Abs. 6 EnWG festgelegt. Die Aufstellung und Prüfung der ergänzenden Angaben erfolgen in Einklang mit Tenorziffer 4 der Festlegungen in Verbindung mit IDW PS 611 "Gesonderte Prüfung aufgrund der Festlegungen der BNetzA nach § 6b Abs. 6 i. V. m. § 29 EnWG" gesondert von der Jahresabschlussprüfung.

Gasverteilung

Der Tätigkeitsbereich "Gasverteilung" umfasst gepachtete Gasverteilernetze und die energiespezifischen Dienstleistungen. Es bestehen Pachtverträge mit der MITGAS Mitteldeutsche Gasversorgung GmbH, Halle (Saale), mit der Sandersdorf-Brehna Netz GmbH & Co. KG, Sandersdorf-Brehna, mit der ONTRAS Gastransport GmbH, Leipzig, der Netzgesellschaft Grimma GmbH & Co. KG, Grimma, der Lößnitz Netz GmbH & Co. KG, Lößnitz, der envia Mitteldeutsche Energie AG, Chemnitz, der Crimmitschau-Lichtenstein Netz GmbH & Co. KG, Crimmitschau und der Stollberg Netz GmbH & Co. KG, Stollberg sowie der EVIL Erdgasversorgung Industriepark Leipzig Nord GmbH, Leipzig. Darüber hinaus werden in dem Tätigkeitsbereich "Gasverteilung" die energiespezifischen Dienstleistungen gegenüber anderen Gasnetzbetreibern erfasst.

Zuordnungsgrundsätze der Aktiva und Passiva sowie der Aufwendungen und Erträge zu den Tätigkeitsbereichen

Dem Tätigkeitsabschluss liegt der Jahresabschluss der MITNETZ GAS zum 31. Dezember 2023 unmittelbar zu Grunde. Die auf Ebene des Gesamtunternehmens angewandten und im Anhang der MITNETZ GAS erläuterten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden kommen deshalb durchgängig auch für den Tätigkeitsabschluss zur Anwendung.

Die Leistungsbeziehungen zwischen den Tätigkeitsbereichen der Gesellschaft werden auf Grundlage der bestehenden Verträge und der angefallenen Kosten abgebildet.

Auf Basis der Kostenrechnung der MITNETZ GAS wurden wesentliche Aufwendungen und Erträge direkt den Tätigkeitsbereichen zugeordnet. In den Fällen, in denen dies nicht möglich war oder nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand möglich gewesen wäre, erfolgte die Zuordnung unter Anwendung sachgerechter Schlüssel.

Als sachgerechte Schlüssel kamen je nach Hintergrund Personalschlüssel, Umsatzschlüssel und Materialschlüssel zur Anwendung.

In der Bilanz erfolgte ebenfalls vorrangig eine direkte Zuordnung wesentlicher Aktiv- und Passivposten. In den Fällen, in denen dies nicht oder nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand möglich ist, erfolgte auch hier die Zuordnung unter Anwendung sachgerechter Schlüssel.

Der sich aus der Zuordnung der einzelnen Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung ergebende Saldo in den jeweiligen Tätigkeitsbereichen wird im Tätigkeitsabschluss unter dem Bilanzposten "Forderungen gegen verbundene Unternehmen" ausgeglichen.

Tätigkeitsabschluss Gasverteilung

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
Anlagevermögen
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 128 167
Technische Anlagen und Maschinen 173 261
301 428
301 428
Umlaufvermögen
Vorräte
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.662 945
Geleistete Anzahlungen 230 381
1.892 1.326
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15.012 678
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 44.912 48.740
Sonstige Vermögensgegenstände 184 194
60.108 49.612
62.000 50.938
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 1.905 1.808
64.206 53.174

Passiva

31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
Eigenkapital 25 25
Zugeordnetes Eigenkapital 25 25
Rückstellungen
Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 4.083 4.055
Sonstige Rückstellungen 11.955 8.084
16.038 12.139
Verbindlichkeiten
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.083 818
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.739 6.696
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.839 3.666
Sonstige Verbindlichkeiten 1.573 473
davon aus Steuern (1.353) (375)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (0) (7)
21.234 11.653
Passive Rechnungsabgrenzungsposten 26.909 29.357
64.206 53.174

Gewinn- und Verlustrechnung

2023
T€
2022
T€
Umsatzerlöse 231.605 172.404
Bestandsveränderung 719 -284
Sonstige betriebliche Erträge 833 9.610
Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -62.207 -23.580
Aufwendungen für bezogene Leistungen -131.294 -128.830
-193.501 -152.410
Personalaufwand
Löhne und Gehälter -11.151 -9.846
Soziale Abgaben und Aufwendungen für die Altersversorgung und für Unterstützung -2.659 -2.616
davon für Altersversorgung (-615) (-706)
-13.810 -12.462
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -127 -127
Sonstige betriebliche Aufwendungen -10.658 -10.691
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.590 -1
davon aus verbundenen Unternehmen (1.548) (-36)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -86 -168
Ergebnis nach Steuern 16.565 5.871
Sonstige Steuern 52 47
Aufwendungen aus Gewinnabführung -16.617 -5.918
Jahresüberschuss 0 0

Entwicklung des Anlagevermögens

Buchwerte

31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 128 167
Technische Anlagen und Maschinen 173 261
301 428
Anlagevermögen 301 428


Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten

Vortrag zum 01.01.2023
T€
Zugänge
T€
Umbuchungen
T€
Abgänge
T€
Stand am 31.12.2023
T€
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 284 0 0 0 284
Technische Anlagen und Maschinen 535 0 0 0 535
819 0 0 0 819
Anlagevermögen 819 0 0 0 819


Kumulierte Abschreibungen

Vortrag zum 01.01.2023
T€
Abschreibungen
T€
Zuschreibungen
T€
Umbuchungen
T€
Abgänge
T€
Stand am 31.12.2023
T€
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 117 39 0 0 0 156
Technische Anlagen und Maschinen 274 88 0 0 0 362
391 127 0 0 0 518
Anlagevermögen 391 127 0 0 0 518

Sonstige Angaben nach §§ 268, 277 und 285 HGB

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie auch im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren 42.683 T€ (im Vorjahr: 47.831 T€) aus Finanzen und 2.229 T€ (im Vorjahr: 909 T€) aus Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen gegen den Gesellschafter betragen im Tätigkeitsbereich 42.683 T€ (im Vorjahr: 47.831 T€)

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben - wie auch im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen resultieren ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter betragen 10.031 T€ (im Vorjahr: 2.928 T€).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Verpflichtungen aus Dienstleistungsverträgen in Höhe von 24.005 T€ bis maximal 2026 und Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen von 80.409 T€ bis maximal 2035. Insgesamt entfallen davon auf verbundene Unternehmen 89.054 T€

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

In den Zinserträgen von verbundenen Unternehmen sind Negativzinsen aus Cash-Pool-Forderungen in Höhe von 0 T€ (im Vorjahr: 178 T€) enthalten. Periodenfremde Zinserträge sind wie im Vorjahr nicht in der Position erfasst.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten mit 83 T€ (im Vorjahr: 156 T€) die Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen.

 

Halle (Saale), 16. Februar 2024

Geschäftsführung

Dirk Sattur, Technischer Geschäftsführer

Christine Janssen, Kaufmännische Geschäftsführerin

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Mitteldeutsche Netzgesellschaft Gas mbH, Halle (Saale)

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Mitteldeutsche Netzgesellschaft Gas mbH, Halle (Saale), - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Mitteldeutsche Netzgesellschaft Gas mbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir den Tätigkeitsabschluss für die Tätigkeit "Gasverteilung" nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie den als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung des Tätigkeitsabschlusses - geprüft.

- Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

- Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Tätigkeitsabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG.

Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und des Tätigkeitsabschlusses in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist nachfolgend weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft den IDW Qualitätsmanagementstandard: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen.

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung des Tätigkeitsabschlusses nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.

Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Tätigkeitsabschluss entspricht der im Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht.

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,

- ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben und

- ob der Tätigkeitsabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG entspricht.

Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

Unsere Verantwortung für die Prüfung des Tätigkeitsabschlusses entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.

 

Leipzig, den 16. Februar 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Strom, Wirtschaftsprüfer

gez. Dr. Becker, Wirtschaftsprüfer

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