ABACUS Financial Services AG

Dornhaldenstraße 5, 70199 Stuttgart, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 752016
Eingetragen
6.3.2015
Branche
BeteiligungsgesellschaftenInstitute für Factoring-GeschäfteManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Der An- und Verkauf sowie die Vermietung von Investitionsgütern und mobilen Wirtschaftsgütern und das Finanzierungsleasing gemäß § 1 Abs 1a Nr. 10 KWG, der Ankauf von Forderungen im Wege des Factoring gemäß § 1 Abs. 1a Nr. 9 KWG sowie die Beratung von mittelständischen Unternehmen auf dem Gebiet der Unternehmens- bzw. Absatzfinanzierung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stephan Rempfer
seit 16.2.2024
Vorstandsmitglied
Prokura
Robert Händler
seit 24.7.2015
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ABACUS Financial Services AG

Stuttgart

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2023

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 die ihm durch Gesetz und Satzung übertragenen Aufgaben wahrgenommen und sich sowohl in Sitzungen als auch in Einzelbesprechungen durch den Vorstand über die Lage der Gesellschaft unterrichten lassen und die erforderlichen Beschlüsse gefasst. Ferner hat der Vorstand dem Aufsichtsrat aus sonstigen wichtigen Anlässen berichtet und ist damit seiner gesetzlichen Informationspflicht in vollem Umfang nachgekommen. Darüber hinaus fanden zahlreiche Einzelgespräche von Aufsichtsratsmitgliedern mit dem Vorstand statt.

Frau Dr. Susanne Jochheim, Herr Dr. Manfred Pumbo und Herr Kayhan Zirhlioglu waren während des gesamten Geschäftsjahres 2023 Mitglieder des Aufsichtsrats.

Im Geschäftsjahr 2023 fanden 2 Aufsichtsratssitzungen am 01.09.2023 und 20.12.2023 statt. Alle Aufsichtsratsmitglieder haben an allen Sitzungen teilgenommen. Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr keine Ausschüsse gebildet. Alle Themen wurden im Plenum des Aufsichtsrats beraten und entschieden.

Gegenstände der regelmäßigen mündlichen und schriftlichen Berichterstattungen waren neben der Gesamtlage des Unternehmens auch Einzelfragen von größerer Bedeutung.

Die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens sowie die Vermögens-, Liquiditäts- und Ertragslage waren ständige Schwerpunkte der Beratungen des Aufsichtsrats.

Die Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Unternehmensleitung durch den Vorstand, wurde durch regelmäßige Nachprüfung der Organisation der Gesellschaft, der Einrichtung und Einhaltung eines Risikomanagementsystems sowie der Compliance-Abteilung sichergestellt.

Hierzu wurden Gespräche mit dem Vorstand geführt sowie entsprechende Unterlagen überprüft bzw. besprochen.

Besondere Schwerpunkte der Tätigkeit des Aufsichtsrats waren

die Mitwirkung an der Weiterentwicklung eines Fünfjahresplans,

die Weiterentwicklung des Vertriebskonzepts,

die Mitwirkung an der Fortentwicklung des betriebswirtschaftlichen Steuerungsinstrumentariums des Konzerns.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss zum 31.12.2022 und der Lagebericht der ABACUS Financial Services AG sind unter Einbeziehung der Buchführung von Herrn Werner Frey und Herrn Michael Massa von EY geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat keine Einwendungen erhoben und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Für das Geschäftsjahr 2022 sind dem Aufsichtsrat gem. § 170 AktG der Jahresabschluss, der Lagebericht des Vorstandes, der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht vorgelegt worden. Darüber hinaus lagen dem Aufsichtsrat die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers über die Prüfung des Jahresabschlusses vor.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss für die ABACUS Financial Services AG beraten. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen. Er hat den Jahresabschluss 2022 am 01.09.2023 gebilligt, der somit gem. § 172 AktG festgestellt ist.

Der Aufsichtsrat hat den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands im Hinblick auf die wirtschaftliche Lage, die Liquiditätssituation sowie die Bilanz- und Ausschüttungspolitik der Gesellschaft unter Berücksichtigung der berechtigten Interessen der Aktionäre geprüft.

Danach schließt sich der Aufsichtsrat dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands an. Der aktuelle Bilanzverlust in Höhe von EUR 22.543,95 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Stuttgart, den 27.09.2024

Dr. Susanne Jochheim, Vorsitzende des Aufsichtsrats

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ABACUS Financial Services AG

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ABACUS Financial Services AG, Stuttgart - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ABACUS Financial Services AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftiger-weise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 19. Juni 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Frey, Wirtschaftsprüfer

Massa, Wirtschaftsprüfer

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2022
EUR EUR TEUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 142,34 142,34 0
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 580.358,80 580.358,80 916
3. Forderungen an Kunden 117.913,24 190
4. Leasingvermögen 0,00 0
5. Immaterielle Anlagewerte
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 0
6. Sachanlagen 33.496,10 40
7. Sonstige Vermögensgegenstände 3.112.348,84 2.455
8. Rechnungsabgrenzungsposten 22.445,47 83
Summe der Aktiva 3.866.704,79 3.684

Passiva

31.12.2022
EUR EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 0,00 0,00 0
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 0,00 0,00 0
3. Sonstige Verbindlichkeiten 141.603,35 22
4. Rechnungsabgrenzungsposten 5.217,34 8
5. Rückstellungen
b) Steuerrückstellungen 106.950,00
c) andere Rückstellungen 79.000,00 185.950,00 166
6. Nachrangige Verbindlichkeiten 1.999.469,05 2.010
7. Geleistete Einlagen zur Durchführung einer Kapitalerhöhung 0,00 0
8. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 1.050.000,00 1.050
b) Kapitalrücklagen 450.000,00 450
d) Bilanzgewinn (Vj. Bilanzverlust) 34.465,05 -22
1.534.465,05 1.477
Summe der Passiva 3.866.704,79 3.684

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2022
EUR EUR TEUR
1. Leasingerträge 2.124.542,67 186
2. Leasingaufwendungen 1.869.098,07 184
3. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 2.195.767,29 1.736
4. Zinsaufwendungen 1.468.842,17 681
726.925,12 1.055
5. Provisionserträge 0,00 0
6. Provisionsaufwendungen 7.079,63 5
7. Sonstige betriebliche Erträge 0,00 8
8. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 94.104,00 130
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 23.172,69 28
darunter: 117.276,69 158
für Altersversorgung TEUR 1 (Vj. TEUR 2)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 187.196,31 193
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen
a) auf Leasingvermögen 0,00 0
b) auf Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 11.393,84 12
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen 330.150,00 300
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 245.064,25 271
12. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 84.209,00 126
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 27.200,00 80
davon aus latenten Steuern EUR 0,00
14. Jahresüberschuss 57.009,00 46
15. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -22.543,95 -68
16. Bilanzgewinn (Vj. Bilanzverlust) 34.465,05 -22

Anhang für 2023

1. Allgemeine Hinweise

Die ABACUS Financial Services AG (ABACUS AG), Stuttgart, ist ein Finanzdienstleistungsinstitut im Sinne der Vorschriften des § 1 Abs. 1a Nr. 9 und Nr. 10 des Kreditwesengesetzes (KWG).

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt.

Die Gesellschaft gilt nach § 340a Abs. 1 HGB als große Kapitalgesellschaft. Die Bilanzierung erfolgte nach den Vorschriften der §§ 340 ff. HGB unter Berücksichtigung der RechKredV. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Formblatt 3 der RechKredV aufgestellt.

2. Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma ABACUS Financial Services AG mit Sitz in Stuttgart im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 752016 eingetragen.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Bei der Bewertung der ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Schulden wurden die allgemeinen Bewertungsgrundsätze des § 252 HGB sowie die für Finanzdienstleistungsinstitute geltenden Vorschriften des § 340e HGB beachtet.

Forderungen an Kreditinstitute, Forderungen an Kunden und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert.

Das Sachanlagevermögen (Betriebs- und Geschäftsausstattung) ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, nach Maßgabe der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen zeitanteilig.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Bilanzposten, die in fremder Währung bestehen, werden während des Geschäftsjahres, auf Basis einer automatisierten Bewertungsroutine monatlich zum Ultimokurs bewertet. Die hieraus resultierenden monatlichen Währungsdifferenzen, werden als Kursgewinne und -verluste in der Position sonstige betriebliche Erträge oder sonstige betriebliche Aufwendungen dargestellt.

4. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen an Kreditinstitute aus Kontokorrentguthaben betragen TEUR 580 (Vj. TEUR 916) und haben eine Restlaufzeit bis 3 Monate.

Von den Forderungen an Kunden haben TEUR 18 (Vj. TEUR 22) eine Restlaufzeit bis 3 Monate, TEUR 54 (Vj. TEUR 61) eine Restlaufzeit von 3 Monaten bis 1 Jahr sowie TEUR 46 (Vj. TEUR 108) eine Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren. Die Forderungen bestehen zur Gänze gegenüber dem Zahnwerk Süd und der AJUVA GmbH.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 3.112 (Vj. TEUR 2.455) haben eine Restlaufzeit bis 3 Monaten. Sie beinhalten Forderungen aus einem an den Gesellschafter, die KIZ GmbH, Stuttgart, gewährten Darlehen von TEUR 2.931 (Vj. TEUR 2.301), sowie Debitorische Kreditoren TEUR 181 (Vj. TEUR 154).

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zu diesem Anhang dargestellt. Die Sachanlagen bestehen vollumfänglich aus Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Hierin enthalten sind Versicherungsprämien für Kreditversicherungen von TEUR 15 (Vj. TEUR 21). Durch diese Kreditversicherungen werden die Forderungen in der Bilanz der ABACUS AG gesichert. Die Kreditversicherungsprämien werden über die Forderungslaufzeit abgegrenzt. Ebenso enthalten sind Zinsaufwendungen für forfaitierte Raten von TEUR 0 (Vj. TEUR 56), sowie IT-Aufwand von TEUR 6 (Vj. TEUR 6) und die BaFin-Umlage von TEUR 1 (Vj. TEUR 0) welche das Folgejahr betreffen.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten befinden sich keine im Bestand.

Die sonstigen Verbindlichkeiten umfassen Leistungen in Höhe von TEUR 119 (Vj. TEUR 1), welche das Geschäftsjahr betreffen, aber nach dem Bilanzstichtag berechnet wurden. Ferner sind Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten in Höhe von TEUR 20 (Vj. TEUR 10), sowie Verbindlichkeiten aus Lohnsteuer TEUR 1 (Vj. TEUR 2) und aus Umsatzsteuer TEUR 2 (Vj. TEUR 10) enthalten.

Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen wurden für die Prüfung des Jahresabschlusses TEUR 33 (Vj. 33), für die COFACE-Garantieprämie TEUR 0 (Vj. TEUR 24), sowie für die Erstattung von Zinsen bei vorzeitigen Ablösungen TEUR 46 (Vj. TEUR 29) gebildet.

Steuerrückstellungen

Für Körperschafts- und Gewerbesteuer wurden Rückstellungen i. H. v. TEUR 107 (Vj. TEUR 80) gebildet.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten umfasst die Abgrenzungen der Mietkaufzinsen von TEUR 5 (Vj. TEUR 8).

Nachrangige Verbindlichkeiten

Seitens der ABACUS-Kunden wurden Darlehen mit Rangrücktritt in der Gesamthöhe von TEUR 1.999 (Vj. TEUR 2.011) zur Verfügung gestellt, davon TEUR 1.749 (Vj. TEUR 1.863) durch den Aktionär RUD. Der Zinsaufwand für nachrangigen Verbindlichkeiten belief sich im Geschäftsjahr auf TEUR 56 (Vj. TEUR 55). Die Mittelaufnahmen, die 10% des Gesamtbetrags der nachrangigen Verbindlichkeiten übersteigen ergeben sich wie folgt:

Darlehen 1 Darlehen 2
Betrag in TEUR 1.749 251
Währung EUR EUR
Zinssatz 3,0 % p.a. 3,0 % p.a.
Fälligkeit Laufende Anpassung an TEUR 74: 30.11.2024
Forderungsankäufe TEUR 53: 30.04.2025
(Laufzeit unbegrenzt) TEUR 35: 31.08.2025
TEUR 53: 31.07.2027
TEUR 35: 30.11.2027
Vorzeitige Rückzahlung Im Falle einer Kündigung erfolgt die Rückzahlung gekoppelt an den Abbau der Forderungsportfolios Jederzeit möglich durch Darlehensnehmer
Bedingung der Nachrangigkeit Rangrücktritt nach § 19 Abs. 2 S. 2 InsO i.V.m. § 30 Abs. 2 InsO Rangrücktritt nach § 19 Abs. 2 S. 2 InsO i.V.m. § 30 Abs. 2 InsO
Umwandlungsmöglichkeiten Keine Keine

Die genannten Konditionen und Bedingungen der Nachrangdarlehen sind abhängig von den individuellen Bedürfnissen und Voraussetzungen der ABACUS- Kooperationspartner.

Eigenkapital

Das Eigenkapital zum Stichtag beträgt TEUR 1.534 (Vj. TEUR 1.477).

Fremdwährungspositionen

Fremdwährungspositionen bestehen nicht.

5. Außerbilanzielle Geschäfte

Forfaitierung

Der Zweck der Forfaitierung von Forderungen, die aus der Finanzierung stammen, ist die regresslose Refinanzierung. Die Forderungen werden in der Regel über eine Ausfuhrkreditversicherung abgesichert, wodurch die Forderungen für die Forfaitierung geeignet werden.

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestanden keine angabepflichtigen Haftungsverhältnisse.

Derivative Finanzinstrumente

Zur Währungs- oder Zinssteuerung wurden im Abschlussjahr keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Devisentermingeschäfte oder sonstige derivative Finanzinstrumente.

6. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Leasingerträge

Die Erträge entfallen auf Raten aus Leasingfinanzierungen in Höhe von TEUR 103 (Vj. TEUR 0), sowie auf Erlöse aus Maschinenverkäufen in Höhe von TEUR 2.022 (Vj. TEUR 186).

Leasingaufwendungen

Hier werden Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.774 (Vj. TEUR 183) für den Erwerb von Maschinen ausgewiesen, welche direkt weiterverkauft wurden. Aufwendungen, die für Raten aus Leasingfinanzierungen entfielen betrugen TEUR 95 (Vj. TEUR 0).

Zinserträge

Dies sind Erträge aus Finanzierungen von TEUR 82 (Vj. TEUR 63), sowie Erträge aus Forderungsankäufen von TEUR 2.114 (Vj. TEUR 1.672).

Zinsaufwendungen

Dies sind überwiegend Aufwendungen aus Forderungsverkäufen (Diskont) von TEUR 1412 (Vj. TEUR 627), sowie Zinsaufwand für nachrangige Darlehen TEUR 56 (Vj. TEUR 55).

Provisionserträge

Provisionserträge wurden im Berichtszeitraum nicht erzielt.

Provisionsaufwendungen

Hierbei handelt es sich in erster Linie um Gebühren von Auskunfteien von TEUR 1 (Vj. TEUR 1), sowie um Bankspesen TEUR 6 (Vj TEUR 4).

Sonstige betriebliche Erträge

Sonstige betriebliche Erträge ergaben sich im Geschäftsjahr nicht (Vj. Erträge aus Kursgewinnen von TEUR 8).

Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen beinhalten Personalaufwendungen von TEUR 117 (Vj. TEUR 158), Rechts- und Beratungskosten von TEUR 29 (Vj. TEUR 25), Raumkosten von TEUR 90 (Vj. TEUR 84), Abschluss- und Buchführungskosten von TEUR 27 (Vj. TEUR 30), IT-Service von TEUR 8 (Vj. TEUR 10), Aufsichtsrats- /Beiratsvergütung TEUR 11 (Vj. TEUR 11), Marketingkosten TEUR 0 (Vj. TEUR 20) und übrige Verwaltungsaufwendungen von TEUR 22 (Vj. TEUR 15).

Abschreibungen

Es handelt sich ausschließlich um Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen i. H. v. TEUR 11 (Vj. TEUR 12).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus dem Geschäftsbesorgungsvertrag mit der KIZ GmbH i. H. v. TEUR 330 (Vj. TEUR 300).

Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen

Unter der Position Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen sind die Aufwendung für die Kreditversicherung i. H. v. TEUR 245 (Vj. TEUR 271) aufgeführt.

Steuer vom Einkommen und vom Ertrag

Diese Position enthält die erwarteten Zahlungen für Körperschaftssteuer und Gewerbesteuer für welche entsprechende Rückstellung gebildet wurden.

7. Sonstige Angaben

Im Berichtsjahr wurden durchschnittlich 2 Mitarbeiter (Vj. 3 Mitarbeiter) beschäftigt. Es handelt sich ausschließlich um Angestellte. Davon wurden zwei Mitarbeiter als Teilzeitkraft beschäftigt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen für die nächsten zwölf Monate wie folgt:

1.

Mietverpflichtungen Büroräume TEUR 82

2.

Geschäftsbesorgungsvertrag mit der KIZ GmbH TEUR 360

Das Gezeichnete Kapital (1.050.000 Aktien, Nominalbetrag 1,00 EUR) der Gesellschaft i.H.v. EUR 1,050.000,00 verteilt sich auf die folgenden Gesellschafter:

Stammaktien 1.000.000 95,24%
Kind im Zentrum GmbH, Stuttgart
Vorzugsaktien 50.000 4,76%
(stimmrechtslos) RUD Ketten Rieger & Dietz GmbH & Co. KG, Aalen

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und kann im zentralen Unternehmensregister eingesehen werden.

Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen das Ergebnis des Jahres auf neue Rechnung vorzutragen.

Vorstand

Dem Vorstand gehörten an:

Herr Robert Händler, Stuttgart

Herr Stephan Rempfer; Reutlingen; Bestellung zum 21.12.2023

Auf die Angabe der Vergütung des Vorstands wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die Gesellschaft wird durch Herrn Dipl.-Betriebswirt Robert Händler, Stuttgart sowie Herrn Stephan Rempfer, Reutlingen, vertreten.

Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat gehörten an:

Vorsitzende

Frau Dr. Susanne Jochheim, Stuttgart, Rechtsanwältin

Stellvertretender Vorsitzender

Herr Dr. Manfred Pumbo, Reutlingen, Vorstand (CFO/CRO)

Herr Kayhan Zirhlioglu, Toronto, Unternehmer

Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrates beträgt EUR 7.000,00.

8. Honorar des Abschlussprüfers

Das als Aufwand erfasste Honorar für die Durchführung der Jahresabschlussprüfung zum 31. Dezember 2023 beträgt EUR 30.000,00.

9. Nachtragsbericht

Der unvermindert andauernde Russland-Ukraine-Konflikt stellt ein einschneidendes Ereignis dar, das auch in der globalen Wirtschaft und damit in der Rechnungslegung der Unternehmen deutliche Spuren hinterlassen wird. An den Güter- und Finanzmärkten waren die Reaktionen sofort spürbar. Die demokratischen Staaten haben in großer Geschlossenheit scharfe Sanktionen gegen Russland verhängt. Zum aktuellen Zeitpunkt sind keine unmittelbaren Auswirkungen auf das Leasing- und Factoringgeschäft der ABACUS Financial Services AG zu erwarten.

 

Stuttgart, 18. Juni 2024

Robert Händler, Vorstand

Stephan Rempfer, Vorstand

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungskosten / Herstellkosten
Stand am 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am 31.12.2023
I. Leasingvermögen
1. Leasingvermögen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
II. Immaterielle Anlagewerte
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 30.385,40 0,00 0,00 0,00 30.385,40
III. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 145.228,90 4.392,27 742,82 0,00 148.878,35
Summe Anlagevermögen 175.614,30 4.392,27 742,82 0,00 179.263,75
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2023 Zugänge Abgänge Zuschreibungen Stand am 31.12.2023
I. Leasingvermögen
1. Leasingvermögen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
II. Immaterielle Anlagewerte
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 30.385,40 0,00 0,00 0,00 30.385,40
III. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 104.731,23 11.393,84 742,82 0,00 115.382,25
Summe Anlagevermögen 135.116,63 11.393,84 742,82 0,00 145.767,65
Buchwert
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.22
I. Leasingvermögen
1. Leasingvermögen 0,00 0,00
II. Immaterielle Anlagewerte
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00
III. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 33.496,10 40.497,67
Summe Anlagevermögen 33.496,10 40.497,67

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Investitionen in Deutschland leiden unter den gegenwärtigen makroökonomischen Rahmenbedingungen. Bei den realen Bruttoanlageinvestitionen war im Jahr 2023 nochmals ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 0,7 Prozent zu verzeichnen.

Damit liegen sie seit nunmehr drei Jahren um mehr oder weniger durchgehend gut 2 1/2 Prozent unter dem Niveau von 2019. Die realen Ausrüstungsinvestitionen legten im Jahr 2023 um 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Im vierten Quartal 2023 setzte sich der Erholungstrend jedoch nicht weiter fort und sie lagen preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt zuletzt wieder etwas unter dem Niveau des vierten Quartals 2019. Infolge der stark angestiegenen Finanzierungskosten waren die Bauinvestitionen in den vergangenen drei Jahren rückläufig. Insgesamt lagen sie preisbereinigt im Jahresdurchschnitt 2023 um fast 7 Prozent unter dem letzten Höhepunkt des Jahres 2020.

Im Jahresdurchschnitt 2023 klaffte eine Lücke von fast 3 % Prozent. Die Investitionen der Leasing-Wirtschaft werden besonders durch das Mobilien-Leasing geprägt.

Dessen Volumen erhöhte sich im Jahr 2023 auf 73,60 Milliarden Euro (+26,3 Prozent). Dies lag vorrangig am Pkw-Geschäft, welches teilweise durch einen Sondereffekt beeinflusst wurde.

Die Leasing-Quote der Mobilien (26,7 Prozent) stieg im vergangenen Jahr spürbar an. Bei den Immobilien blieb die Leasing-Quote auf niedrigem Niveau.

Einen Rückgang des Leasing Geschäfts gab es in der Objektgruppe Immaterielle Wirtschaftsgüter. Unter Berücksichtigung der Preissteigerungen war auch das Leasing-Geschäft mit Produktionsmaschinen rückläufig.

Im Gefolge der krisenbedingten Abschwächung im Jahr 2023 haben sich auch die Perspektiven für die deutsche Wirtschaft für das Jahr 2024 über den gesamten Jahresverlauf 2023 eingetrübt. Das reale Bruttoinlandsprodukt dürfte in diesem Jahr kaum über das bereits schwache Vorjahresniveau und auch weiterhin nicht über das Produktionsniveau des Jahres 2019 hinauskommen.

Die IW-Verbandsumfrage lässt ein schwaches Investitionsjahr 2024 erwarten. Dies deckt sich auch mit den Einschätzungen der meisten Konjunkturprognosen für Deutschland. Etwa drei Viertel der Verbände geht von rückläufigen Investitionen aus.

Zudem wirken sich das gestiegene Zinsniveau in Deutschland sowie die restriktivere Kreditvergabepolitik von Banken negativ auf das Wirtschaftswachstum und die Investitionen aus.

Allgemeine Entwicklung

Die ABACUS Financial Services AG (ABACUS) mit Sitz in Stuttgart ist eine Tochtergesellschaft der Kind im Zentrum GmbH, Stuttgart, die 100% der Stammaktien sowie 95,24% des Grundkapitals hält. Weitere 4,76% des Grundkapitals hält die RUD-Ketten Rieger & Dietz GmbH & Co. KG, Aalen.

Das Geschäftsmodell von ABACUS besteht in der Bereitstellung innovativer Finanzierungslösungen für gehobene mittelständische Kooperationspartner mit hohem Exportanteil zur Förderung des Wachstums und der Erträge.

Die Stärke von ABACUS liegt in der Strukturierung komplexer und i.d.R. maßgeschneiderter grenzüberschreitender Finanzierungslösungen mit klaren Alleinstellungsmerkmalen am Markt.

Die Kooperation im Bereich Factoring lief im Geschäftsjahr, wie in den Vorjahren stabil und konnte positiv zum Ergebnis beitragen. Daneben konnten im Geschäftsjahr drei weitere Einzelgeschäfte mit bekannten Kooperationspartnern abgeschlossen werden.

Der handelsrechtliche Jahresüberschuss sowie das abgewickelte Transaktionsvolumen (Neugeschäftsvolumen) stellen die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren der ABACUS dar. Für 2023 weist ABACUS einen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 57.009,00 (Vj. EUR 45.561,80) aus. Bankschulden bestehen weiterhin nicht.

Das abgewickelte Transaktionsvolumen im Factoring (Neugeschäftsvolumen) betrug im Jahr 2023 EUR 37 Mio. (Vj. EUR 37 Mio). Die Prognose aus dem Vorjahr wurde für beide Leistungsindikatoren leicht unterschritten da sich das Factoring Geschäft zwar insgesamt positiv entwickelte, jedoch keine neuen Kooperationspartner hinzugewonnen werden konnten.

Gemäß § 340 Abs. 4 i. V. m. § 340a Abs. 1 HGB haben Finanzdienstleistungsinstitute auf ihren Jahresabschluss die für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften anzuwenden und einen Lagebericht nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Bestimmungen des § 289 HGB aufzustellen.

Investitionen

Zur Abwicklung der Finanzierungsgeschäfte erfolgten seit der Geschäftsaufnahme 2015 umfangreiche Investitionen in eine spezielle und maßgeschneiderte Finanzierungssoftware sowie in eine umfangreiche Büro- und Geschäftsausstattung.

Die Software wird laufend gepflegt, bei Bedarf ausgebaut und durch regelmäßige Updates auf dem neuesten Stand gehalten. Weitere nennenswerte Sachinvestitionen wurden nicht getätigt. Zusätzliche größere Investitionen sind nicht geplant.

Finanzierungsmaßnahmen

Die mit der Abtretung der Kreditversicherungsansprüche einhergehende Bewertung dieser Sicherheit ist ein langwieriger und aufwendiger Prozess, der bei Finanzierungspartnern aufgrund der Abweichung vom Standard naturgemäß viel Zeit in Anspruch nimmt.

Gleichwohl konnten wir die Anzahl unserer Finanzierungspartner ausbauen und damit unsere Refinanzierungsfähigkeit stärken.

Personal- und Sozialbereich

Im Geschäftsjahr wurden außer dem Vorstand Robert Händler zwei Mitarbeiter beschäftigt (zwei Teilzeit).

B. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Nach einem Jahresüberschuss von TEUR 45 im Vorjahr konnte ABACUS im Jahr 2023 einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 57 erzielen. Der Jahresüberschuss liegt leicht unter der Vorjahresplanung.

Das Neugeschäftsvolumen mit unserem Hauptpartner fiel im Vergleich zum Vorjahr aufgrund von Sondereffekten etwas geringer als geplant aus.

Das Leasingergebnis betrug 2023 TEUR 255 und hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 252 deutlich erhöht (99%).

Das Zinsergebnis aus Kredit- und Geldmarktgeschäften verminderte sich aufgrund etwas gesunkener Forderungsankäufe gegenüber dem Vorjahr um TEUR 327 (-31,0%) auf TEUR 727.

Das Sachanlagevermögen und die immateriellen Anlagewerte bestehen aus der Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von TEUR 33 (Vj. TEUR 40) sowie aus der aktivierten Software TEUR 0 (Vj. TEUR 0).

Die Software wird laufend gepflegt, bei Bedarf ausgebaut und durch regelmäßige Updates auf dem neuesten Stand gehalten. Weitere nennenswerte Investitionen in das Sachanlagevermögen wurden nicht getätigt.

Die Bilanzsumme von ABACUS erhöhte sich um TEUR 183 (+5,0%) auf TEUR 3.867 (Vj. TEUR 3.684).

Das Eigenkapital beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 1.534 (Vj. TEUR 1.477). Fremdkapital besteht insbesondere in Form von Nachrangdarlehen in Höhe von TEUR 1.999 (Vj. TEUR 2.011). Das wirtschaftliche Eigenkapital von ABACUS beträgt per 31.12.2023 TEUR 3.533.

Die Zahlungsfähigkeit von ABACUS war und ist zu jeder Zeit gegeben. Die Vermögens- und Finanzlage ist geordnet.

Die höhere Inflation hatte keine Auswirkungen auf die Liquidität bzw. die Vermögens- und Finanzlage.

Insgesamt beurteilt der Vorstand die Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 als gut.

C. Risiko- und Chancenbericht

Leasing- und Factoringgesellschaften werden seit dem Jahr 2009 aufsichtsrechtlich als Finanzdienstleistungsinstitute definiert. Für ABACUS ergeben sich nach Erhalt der BaFin-Lizenz dadurch neben Anzeigepflichten auch Anforderungen an eine ordnungsmäßige Geschäftsorganisation, die im Rahmen eines umfangreichen Organisationshandbuches festgelegt sind und regelmäßig überprüft und aktualisiert werden.

Im Risikomanagementsystem von ABACUS wird Risiko als die Möglichkeit von negativen künftigen Entwicklungen der wirtschaftlichen Lage von ABACUS verstanden.

Vor diesem Hintergrund hat ABACUS

Adressenausfallrisiken

Restwertrisken

Veritätsrisiken

Marktpreisrisiken

Liquiditätsrisiken

Operationelle Risiken

als Schwerpunkte der Risikostrategie identifiziert.

ABACUS bewertet und identifiziert Risiken in der Einzel- als auch der Portfoliobetrachtung. Bei allen Geschäften wird eine risikogerechte und angemessene Kalkulation vorgenommen.

Über ein regelmäßiges Reporting sowie Monatsabschlüsse werden die wesentlichen risiko- und steuerungsrelevanten Informationen regelmäßig an den Vorstand sowie den Aufsichtsrat kommuniziert.

Kreditrisiken (Ausfallrisiken)

Kreditrisiko wird von ABACUS als möglicher Verlust definiert, der im Falle der Nicht-Zahlung eines Schuldners nach einer Wiedervermarktung der betroffenen Objekte entstehen kann.

Beim Kreditrisiko stellt ABACUS auf die Bonität des Kunden/Schuldners als auch auf die Wiederverwertung der Finanzierungsobjekte sowie die abgeschlossene Kreditversicherung ab. Zudem kooperiert ABACUS mit Lieferanten sowie weltweit tätigen Sachverständigen, die bei Bedarf die Verwertung der Objekte vornehmen.

Beim einzelnen Geschäftsabschluss wird die Qualität der künftigen Forderungsbestände vorab durch die Erstellung eines umfassenden Dossiers der einzelnen Schuldner sichergestellt. Dieses ABACUS - Dossier baut auf einer adäquaten Risikoanalyse des Kunden auf, bei der neben harten wirtschaftlichen Fakten und Zusatzsicherheiten auch "weiche" Faktoren einfließen. Sämtliche Erkenntnisse fließen in das ABACUS-eigene Bewertungsverfahren ein, das ein angemessenes Kreditlimit errechnet.

Das Zahlungsverhalten der Kunden bzw. Schuldner wird grundsätzlich eng verfolgt. Bei Zahlungsverzug wird kurzfristig und automatisiert gemahnt. Bei 90 Tagen Zahlungsverzug gelten Schuldner als Intensivbetreuungsfälle. Nach weiteren 90 Tagen Verzug liegt die Klassifizierung als Einzelwertberichtigung bzw. Sanierungsfall vor.

Die standardisierte Ermittlung der 90-Tage-Verzugsfälle führt zu einer optimalen Beurteilung des Kundenzahlungsverhaltens und zu einer konsequenten Berücksichtigung des Zahlungsverhaltens im Neuvergabeprozess (bei einem Zahlungsverzug > 90 Tage wird das Kreditlimit vom System automatisch auf 0,- gestellt).

Kundenforderungen werden in der Regel kreditversichert und regresslos forfaitiert, wodurch das Ausfallrisiko einschließlich Klumpen- bzw. Konzentrationsrisiken in Bezug auf das Forderungsportfolio weitgehend eliminiert ist. Die in geringer Höhe vorhandenen unversicherten Forderungen werden pünktlich bedient.

Gleichwohl beinhaltet die derzeit weitgehende Konzentration auf einen Großkunden ein wesentliches geschäftliches Risiko für den Fall, dass unser Kunde die Kooperation mit ABACUS nicht fortsetzt und wir zu diesem Zeitpunkt keine weiteren großen Kooperationen eingegangen sind. Die aktuelle Inflation, die hohen Energiepreise und der Anstieg der Zinsen können sich ebenfalls negativ auf die Geschäfte mit unserem Großkunden und damit auch auf ABACUS auswirken.

Gleichwohl sehen wir die vorgenannten Risiken aktuell nicht, da unser Großkunde seine Erträge aufgrund der Kooperation mit ABACUS sehr deutlich steigern konnte und über eine marktdominierende Stellung verfügt, die es ihm ermöglicht, Preissteigerungen an seine Endkunden weiterzugeben.

Operationelle Risiken (Risiken der Geschäftsorganisation)

Operationelle Risiken resultieren aus allen betrieblichen Aktivitäten und sind damit Teil des unternehmerischen Handelns von ABACUS. Nach Basel II wird ein operationelles Risiko definiert als Gefahr von Verlusten, die in Folge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder in Folge von externen Ereignissen eintreten können.

Ein systematisches Risikomanagement ermöglicht es ABACUS, diese Risiken frühzeitig zu erkennen und geeignete Steuerungsmaßnahmen zu deren Vermeidung oder Begrenzung zu ergreifen. Der Risikomanagementprozess von ABACUS sieht daher eine regelmäßige Risikoinventur in Form von Selbsteinschätzungen vor. Diese beinhaltet sowohl qualitative als auch quantitative Aspekte.

Ein bedeutendes operationelles Risiko ist der Zugriff auf die finanzierten Objekte. Im Rahmen der Risikosteuerung ist die Verwertung der Objekte ein elementarer Bestandteil bei der Schadensminimierung. Den Zugriff auf Objekte stellt ABACUS durch Abschluss spezieller Finanzierungsverträge (inkl. zusätzlichen Sicherheiten wie Schecks, Wechseln und Bürgschaften sowie Sicherungsübereignungen und Hypotheken) sowie einem zeitnahen und qualitativ hochwertige Debitoren- Management sicher.

Aus heutiger Sicht sind keine wesentlichen operationellen Risiken erkennbar, die ABACUS nachhaltig gefährden oder die künftige wirtschaftliche Lage beeinträchtigen könnten.

Restwertrisiken

Restwertrisiken entstehen nur dann, wenn ABACUS das Vermarktungsrisiko im Rahmen von Leasingverträgen trägt. Dies ist aktuell nicht der Fall, da auch die Restwerte kreditversichert sind und kein Leasingvermögen zur Verwertung ansteht.

Dokumentäres Risiko / Veritätsrisiko

ABACUS finanziert Objekte sowie Anlage- und Umlaufvermögen in diverse Länder der Welt und refinanziert die daraus resultierenden Forderungen über Finanzierungsinstitute.

Gegenüber Finanzierungsinstituten übernimmt ABACUS eine Veritätshaftung (Bestand der Forderung, Inhaberschaft der Forderung, Durchsetzbarkeit der Forderung).

Zur Eliminierung des Ausfallrisikos einer Forderung werden grundsätzlich alle Forderungen kreditversichert. Da die Forderungen ausschließlich über Abtretung der Kreditversicherungsdeckung refinanziert werden, bestehen auch nach dem Verkauf Obliegenheitspflichten gegenüber der Kreditversicherung, die durch ABACUS wahrgenommen werden.

Liquiditäts- und Refinanzierungsrisiko

Als Finanzdienstleister benötigt ABACUS für das Finanzierungsgeschäft ausreichende Refinanzierungsfazilitäten zur Abwicklung von Finanzierungen.

Die Gesellschaft kooperiert zum Stichtag 31.12.2023 mit einer ausreichenden Anzahl renommierter Refinanzierungspartner auf Einzelfallbasis bzw. auf Basis eines festen Ankaufrahmens in Höhe von EUR 25 Mio..

Aufgrund der Bonität unserer Refinanzierungspartner sowie unseres ausgefeilten Absicherungsmodells sehen wir aktuell keine außergewöhnlichen Liquiditäts- oder Finanzierungsrisiken.

Marktpreis- und Währungsrisiken

ABACUS sieht sich im Wesentlichen Zinsänderungsrisiken ausgesetzt, die sich seit Sommer 2022 in Folge der EZB-Zinserhöhungen verwirklicht haben. Die zusätzlichen Zinsaufwendungen wurden an unsere Kunden 1:1 weitergegeben.

Die Erzielung von Erträgen aus der Fristentransformation ist nicht Ziel der Geschäftstätigkeit von ABACUS. Durch entsprechende Prozesse und Anweisungen im Bereich des Refinanzierungsmanagements ist sichergestellt, dass Zinsänderungs- und Währungsrisiken vermieden werden. Neugeschäfte werden nach Geschäftsabschluss i.d.R. währungs- und laufzeitkongruent refinanziert.

Die verbleibenden Zinsänderungsrisiken beschränken sich im Wesentlichen auf Inkongruenzen aus der verzögerten Refinanzierung und aus Geschäften, die im Portfolio der Gesellschaft verbleiben.

Chancen

Nach Auslauf der CORONA-Pandemie hat die Weltwirtschaft trotz der UKRAINEsowie der Nahost-Krise wieder etwas an Fahrt aufgenommen. Einzig Deutschland stagniert derzeit in der wirtschaftlichen Entwicklung.

Dennoch müssen sich viele Unternehmen am Weltmarkt neu sortieren und sind gezwungen, neue Wachstumsmärkte zu erschließen. Wachstum bedingt jedoch Liquidität, die derzeit aufgrund gestiegener Insolvenzzahlen knapper wird.

Diese Entwicklungen führen zusammen mit der zunehmend restriktiven Kreditvergabe der Banken sowie steigendem Liquiditätsbedarf dazu, dass sich mehr und mehr mittelständische Unternehmen nach alternativen Finanzierungen umsehen werden.

ABACUS sieht aufgrund dieser Rahmenbedingungen gute Chancen, weitere Kooperationspartner an sich zu binden.

E. Prognosebericht

ABACUS hat sich seit Gründung am 01.04.2015 über nunmehr 9 Jahre erfolgreich am Markt etabliert und bewiesen, dass das ABACUS-Geschäftsmodell selbst in Krisenzeiten tragfähig, zuverlässig sowie risikoarm ist und bei unseren Kooperationspartnern zu deutlich steigenden Erträgen geführt hat.

Aufgrund des schwieriger werden Zugangs zu klassischen Krediten infolge höherer Eigenkapitalanforderungen, gestiegener Zinsen und einer risikoaversen Haltung klassischer Banken werden Unternehmen zwangsläufig verstärkt über alternative Finanzierungsformen nachdenken.

Das ABACUS - Kooperationsmodell passt insofern gut in dieses neue Umfeld und kann Unternehmen zusätzliche Liquidität auf Basis vorhandener, ungenutzter Vermögenswerte verschaffen, um zusätzliche Umsätze und Erträge vorzufinanzieren.

Wir spüren seit Anfang 2023 ein gestiegenes Interesse an unseren Dienstleistungen und sehen aufgrund der absehbaren Leitzinssenkungen weiteren Rückenwind für die Entwicklung von ABACUS.

Für die Zukunft gehen wir von steigenden Finanzierungsvolumina sowie operativen Erträgen aus und erwarten für 2024 eine im Vergleich Vorjahr steigende Geschäftsentwicklung sowie ein Finanzierungs- und Ankaufsvolumen in Höhe von EUR 40 Mio..

Den Jahresüberschuss 2024 sehen wir in einer Bandbreite zwischen EUR 75.000,- bis 125.000,-.

E. Sonstiges

Abhängigkeitsbericht 2023

Über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen hat die ABACUS Financial Services AG, Stuttgart, einen Bericht erstellt (§ 312 AktG).

Dieser Bericht schließt mit folgender Erklärung des Vorstands der ABACUS Financial Services AG, Stuttgart: "Im Berichtsjahr 2023 wurden keine Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse der Kind im Zentrum GmbH, Stuttgart, getroffen oder unterlassen. Die ABACUS Financial Services AG, Stuttgart, erhielt bei jedem im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäfte eine angemessene Gegenleistung. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zugrunde, die uns zum Zeitpunkt der berichtspflichtigen Vorgänge bekannt waren."

 

Stuttgart, 18.06.2024

Robert Händler, Vorstand

Stephan Rempfer, Vorstand

Nachrichten & Medien

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