Jakschik ULT Gruppe GmbH & Co. KG
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ramona Trapp seit 28.7.2022 | Prokura |
Alexander Jakschik seit 7.8.2015 | Vorstandsmitglied |
Stefan Dr. Jakschik seit 13.5.2014 | Vorstandsmitglied |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
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| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ULT AGLöbauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. Grundlage des Unternehmens a. Geschäftsmodell des Unternehmens Die ULT AG entwickelt, montiert und vertreibt Produkte der Absaug- und Filter-, der Lufttrocknungs- und der Gasreinigungstechnologie. Die ULT AG ist durch die Breite ihres Produktportfolios in vielen Produktionstechnologien sowie vielfältigen Branchen mit ihren Lösungen platziert. Dazu zählen: • die additive Fertigung • die industrielle Laserbearbeitung • Automotive • Batteriezellenfertigung • chemische Industrie • Elektronikfertigung • Kunststoffbearbeitung • Medizintechnik • Metall- und Maschinenbau • Nahrungs- und Genussmittel • pharmazeutische Industrie • Restaurierung • Verfahrenstechnik Der Vertrieb von Produkten erfolgt über mehrere Kanäle, zum Beispiel über OEM-Kunden, Systemintegratoren, ein eigenes Vertriebsteam, Händler und Tochtergesellschaften. Darüber hinaus bietet die ULT AG partiell auch Engineering- und Planungsleistungen an. Ein Dienstleistungsangebot im Bereich des Service, der Wartung und der Montage rundet das Lösungsportfolio ab. b. Forschung & Entwicklung Forschung- und Entwicklung hat einen hohen Stellwert in der ULT AG. Sie stellt die Basis für die Platzierung am Markt als führender innovativer Lösungsanbieter dar. Es wird regelmäßig ein zweistelliger Prozentbetrag in Forschung und Entwicklung investiert. Inhalt ist das Erschließen von lufttechnischen Lösungen für neue Prozesstechnologien. Die industriellen Prozesse entwickeln sich beständig weiter und somit auch die Schadstoffe bzw. die Anforderungen an die Trocknungstechnologie. Die Filter- und Sorptionstechnologien müssen auf diese ausgelegt werden. Die Investitionen in die Entwicklung neuer Lösungsansätze sichert der ULT AG einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil. Die ULT AG kooperiert bzw. forscht dabei deutschlandweit mit Universitäten, Forschungseinrichtungen sowie mit Kunden. 2. Wirtschaftsbericht 2023 Weltwirtschaftliches Umfeld Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Kalenderjahr 2023 mit einem Wachstum von 3,1 Prozent etwas besser als noch vor einem Jahr prognostiziert. Historisch betrachtet war das Jahr 2023 jedoch - die Rezessionsjahre ausgenommen - eines der wachstumsschwächsten der letzten drei Jahrzehnte. Nur im Jahr 2019 war der Zuwachs mit +2,8 Prozent geringer. In den USA (+2,5 Prozent) sowie in mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern fiel das Bruttoinlandsprodukt 2023 höher aus als zunächst erwartet. Im Falle der USA trug die Dynamik des Konsums entscheidend dazu bei. Im Euro-Raum hingegen verhielten sich die Verbraucher angesichts hoher Inflationsraten und Energiekosten weiterhin zurückhaltend. Zudem litten der private Konsum und die Unternehmensinvestitionen unter den deutlich gestiegenen Finanzierungskosten. Das Wachstum im Euro-Raum war zusammen mit dem im Vereinigten Königreich mit jeweils +0,5 Prozent das schwächste unter den großen entwickelten Volkswirtschaften. Die direkten und indirekten negativen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind in Europa nach wie vor am deutlichsten zu spüren. Während sich das Wachstumstempo in den entwickelten Volkswirtschaften - mit Ausnahme der USA - im abgelaufenen Berichtsjahr gegenüber 2022 deutlich verlangsamte, konnte die Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer ihre Dynamik mit +4,1 Prozent beibehalten. Überraschend robust zeigte sich die russische Wirtschaft trotz der Sanktionen (+3 Prozent). In China belasteten der Immobiliensektor, geopolitische Verstimmungen mit den USA und der EU sowie schwache Industrieinvestitionen die konjunkturelle Erholung. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum lag laut Internationalem Währungsfonds (IWF) bei +5,2 Prozent. Tabelle: Bruttoinlandsprodukt zum Vorjahr in Prozent
*) Indonesien, Malaysia, Philippinen, Thailand, Vietnam. **) Fiskaljahr vom 1.4. bis 31.3. Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2024, für 2021: IMF October 2023 Database. Die pandemiebedingten Störungen der Wertschöpfungsketten nahmen im Verlauf des Jahres 2023 sukzessive ab. Die Nationalbanken hielten weitgehend an ihrer restriktiven Geldpolitik fest, wodurch sich die Kreditkosten in mehreren Ländern im Laufe des Berichtsjahres weiter erhöhten. Die Inflationsraten gingen im Jahresverlauf in den meisten Ländern zwar zurück, lagen aber zumeist noch deutlich über dem Zielniveau. Die globale Inflationsrate lag bei geschätzt +6,8 Prozent. Der globale Warenhandel wuchs im Gesamtjahr 2023 nur um geschätzte +0,4 Prozent. Und auch die Industrieproduktion entwickelte sich 2023 mit real +0,9 Prozent sehr schwach. In den Entwickelten Volkswirtschaften ging sie um -1,2 Prozent zurück. Nur in den USA konnte ein Rückgang der Industrieproduktion vermieden werden. Die Schwellen- und Entwicklungsländer erreichten dagegen einen Zuwachs von +2,8 Prozent, wobei China (+4,4 Prozent) und die osteuropäischen Länder einschließlich der GUS (+3,5 Prozent) überdurchschnittlich zulegten. Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2024, cpb World Trade Monitor, Dezember 2023 Ansprechpartner: Anke Uhlig, anke.uhlig(at)vdma.org, Telefon: 069 6603 1388 Globaler Maschinenbau Angesichts des anhaltend unsicheren politischen und wirtschaftlichen Umfelds sowie der gestiegenen Finanzierungskosten fiel die Nachfrage nach Investitionsgütern schwächer aus als im Vorjahr. Trotz rückläufiger Auftragseingänge entwickelten sich die Umsätze im stark zyklischen Maschinenbau im Jahr 2023 dennoch teilweise robust, da die Auftragsbestände zu Jahresbeginn vielerorts noch überdurchschnittlich hoch waren und somit die Produktion und Umsatz pufferten. In der zweiten Jahreshälfte ließ die Unterstützung durch die Auftragspolster jedoch nach, so dass die Umsatzentwicklung preisbereinigt meist negativ ausfiel. Auf Jahressicht stagnierte der Maschinenumsatz preisbereinigt nach Schätzung der VDMA-Volkswirte im Jahr 2023 weltweit. Nur in wenigen Ländern verlief die Entwicklung besser. Mit Blick auf die TOP-10-Maschinenbaustandorte sind hier Indien (+10 Prozent), das Vereinigte Königreich (+5 Prozent) und China (+2 Prozent) zu nennen. Trotz Investitionsförderprogrammen war die Umsatzentwicklung in den USA und im Euro-Raum mit real -3 bzw. -1 Prozent rückläufig. Noch stärker ist der Umsatzrückgang in Süd-Korea (-5 Prozent) und Japan (-6 Prozent) ausgefallen. Quelle: Nationale Statistikämter, VDMA (Originaltext), "Maschinenbau Konjunktur international", Dezember 2023 Ansprechpartner: Anke Uhlig, anke.uhlig(at)vdma.org, Telefon: 069 6603 1388 Wirtschaftsraum EU-27 In der EU-27 wuchs das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 laut dem Internationalen Währungsfonds kaum. Der Anstieg wird auf +0,5 Prozent geschätzt. Das ist weniger als vor einem Jahr erwartet und ein merklicher Wachstumsverlust gegenüber dem Kalenderjahr 2022 (+3,4 Prozent). Der private Konsum entwickelte sich angesichts der anhaltend hohen Inflation von +6,4 Prozent im EU-Durchschnitt schwach. Sowohl Exporte als auch die Importe schrumpften. Die Investitionen stiegen in der EU-27 voraussichtlich um +1 Prozent. Die Ausrüstungsinvestitionen entwickelten sich mit +4 Prozent abermals dynamischer, wobei die Niederlande, Frankreich und erneut Italien die Wachstumstreiber waren. Die Industrieproduktion in der EU wurde durch die schwache Nachfrage und die hohen Energiekosten gedämpft. Zudem litt die Nachfrage nach Investitionsgütern unter den gestiegenen Finanzierungskosten. Die EU-Maschinenproduktion schrumpfte nach vorläufigen Zahlen preis- und kalenderbereinigt um -1,4 Prozent, nach +5 Prozent Wachstum im Vorjahr. Besser als im EU-Durchschnitt entwickelten sich Frankreich und Polen (jeweils +6 Prozent), Schweden (+5 Prozent) sowie Finnland und Belgien (jeweils +3 Prozent), Österreich (+2 Prozent) und Spanien sowie Italien (0 Prozent). Deutlich unterdurchschnittlich zeigte sich der Maschinenbau in den Niederlanden (Jan.-Sept.: -16 Prozent). Überdurchschnittlich hoch war der Rückgang auch in Bulgarien, Dänemark und Rumänien. Hier wurden jeweils rund ein Zehntel weniger Maschinen hergestellt als im Vorjahr. (Die Angaben beziehen sich auf den Maschinenbau in der Abgrenzung des Kapitels 28 der NACE rev.2 und sind vorläufig.) Quelle: IWF, Eurostat, EU-Commission: European Economist Forecast Autumn 2023 und Winter 2024. Ansprechpartner: Anke Uhlig, anke.uhlig(at)vdma.org, Telefon: 069 6603 1388 Deutsche Konjunktur Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Zudem dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstigere Finanzierungsbedingungen aufgrund der gestiegenen Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 1,8 Prozent zurück. Entscheidend dafür war eine signifikant niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 Prozent des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,3 Prozent). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders negativ auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten so die Wirtschaft im vergangenen Jahr. Der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,5 Prozent). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - wurde dagegen preisbereinigt deutlich mehr investiert als im Jahr 2022 (+3,0 Prozent). Dazu trug vor allem der Anstieg der gewerblichen Pkw-Neuzulassungen bei, der durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich verstärkt wurde. Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,4 Prozent) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -2,2 Prozent). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht (+0,7 Prozent). Im vierten Quartal 2023 wurde dabei mit durchschnittlich 46,2 Millionen Erwerbstätigen ein neuer Höchststand erreicht. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt. Quelle: Statistisches Bundesamt Ansprechpartner: Florian Scholl, florian.scholl(at)vdma.org, Telefon: 069 6603 1374 Deutscher Maschinen- und Anlagenbau Die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland ist nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum Vorjahr im Jahr 2023 um real 0,6 Prozent gesunken. Die Materialengpässe haben sich weitgehend aufgelöst. Während die Produktion im ersten Halbjahr noch von hohen Auftragsbeständen abgepuffert wurde, brach diese Stütze im weiteren Jahresverlauf Stück für Stück weg, denn der Auftragseingang zeigte das gesamte Jahr über eine schwache Dynamik. Bereits zum Jahresbeginn kam es zu zweistelligen realen Minusraten, und auch im Jahresverlauf war keine Trendwende in Sicht. Ein herausforderndes wirtschaftliches Umfeld geprägt von hoher Unsicherheit führte zu einer spürbaren Zurückhaltung bei den Bestellungen. Der Bestelleingang verfehlte sein Vorjahresniveau im Gesamtjahr 2023 preisbereinigt um 12 Prozent. Die Auftragsreichweite lag zum Jahresende mit 10,2 Monaten zwar immer noch ungewöhnlich hoch, doch hat die Reichweite inzwischen spürbar an Länge eingebüßt. Der Höchststand lag im Juli und August 2022 bei 12,2 Monaten. Zudem darf der immer noch ungewöhnliche, Zweifel hegende Durchschnittswert nicht über eine sehr unterschiedliche Verteilung innerhalb der Maschinenbaubranche hinwegtäuschen. Nach Ergebnissen der 20. VDMA-Blitzumfrage von Ende Oktober 2023 lag die Auftragsreichweite in 60 Prozent der Unternehmen bereits unter ihrem jeweiligen langjährigen Durchschnitt. Und 34 Prozent der Maschinenbauer berichteten laut ifo-Konjunkturtest im Oktober von Produktionsbehinderungen aufgrund von Auftragsmangel. Den ersten Produktionsstätten sind demnach die Puffer fürs Produzieren abhandengekommen. Mit der Folge, dass laut ifo die Kapazitätsauslastung im Maschinenbau von Juli (88,8 Prozent) auf Oktober (85,9 Prozent) deutlich absank. Die konjunkturelle Abkühlung wirkt sich auch mehr und mehr am Arbeitsmarkt aus. Die Einstellungsabsichten der Unternehmen haben sich reduziert, und die Kurzarbeit steigt auf einem niedrigen Niveau an. Nach Schätzungen der Bundesanstalt für Arbeit waren im November etwa 20.000 Beschäftigte im Maschinenbau in Kurzarbeit. Unter dem Strich konnte die Beschäftigtenzahl in den Betrieben mit mindestens 50 Mitarbeitern im Jahresverlauf jedoch trotz der Engpässe am Arbeitsmarkt um 1,3 Prozent zulegen. Insgesamt wurden ca. 13.600 Stellen aufgebaut. Der Arbeitskräftemangel bleibt aber nicht zuletzt aufgrund der demografischen Entwicklung akut. In Folge der gestiegenen durchschnittlichen Preise für Maschinenbauprodukte nahm der Umsatz ausweislich der Ergebnisse der VDMA Auftragseingangs- und Umsatzstatistik um nominal +7 Prozent zu. Die Produktion erreichte zum Jahresende ein Niveau von geschätzt 254 Mrd. Euro, der Umsatz von 264 Mrd. Euro. Quelle: Statistisches Bundesamt, Bundesagentur für Arbeit, ifo Institut, VDMA Ansprechpartner: Florian Scholl, florian.scholl(at)vdma.org, Telefon: 069 6603 1374 Geschäftsverlauf ULT AG Der Auftragseingang 2023 startete schwach und legte zum Jahresende hin deutlich zu. Größere Projekte im Bereich der Batteriezellenfertigung konnten gewonnen werden. Grundsätzlich blieb der Auftragseingang hinter den Erwartungen. Das ist auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung zurückzuführen. Hohe Bestände aus den Vorjahren, geopolitische Spannungen, strukturelle Schwächen und ein Zinsanstieg führen zu einem verhaltenen Investitionsklima, um hier nur einige Aspekte zu nennen. In den vorangegangenen Kapiteln wurde dazu bereits ausführlich Stellung bezogen. Grundsätzlich hat sich die ULT AG diversifiziert in verschiedenen Marktfeldern aufgestellt, so dass Marktschwankungen gut kompensiert werden können. Unter anderen konnten im letzten Jahr gute Auftragseingänge und Umsätze mit lufttechnischen Lösungen für die Batteriezellenfertigung erzielt werden. Die Umsätze erreichten mit rund 22.800.000€ das höchste Ergebnis der Geschichte der ULT AG. Wesentliche Investitionen ULT AG Neue Produkte wurden entsprechend der strategischen Roadmap in den Markt eingeführt, um den Kundenanforderungen besser Rechnung zu tragen und den Wachstumskurs fortzusetzen. Zum einen wurden aus der bereits 2021 etablierten neuen Geräteplattform für die Trocknungstechnik weitere Produkte ausgekoppelt und in den Markt eingeführt. Damit können neue Kundengruppen erschlossen werden, die höhere Anforderungen an einen attraktiven Preis und weniger technische Flexibilität haben. Darüber hinaus wurde der Lösungsbaukasten für die Gasreinigung bei der additiven Fertigung weiter ausgebaut und bei Kunden etabliert. Im Jahr 2023 wurde insbesondere ein Fokus auf die Entwicklung von Lösungssystemen für die Batteriezellenfertigung gelegt, wobei die ULT u. a. auch kombinierte Lösungen aus Trocknungs- und Absaugtechnik anbietet. Der Kunde kann mit diesen Lösungen deutliche Energie- und damit auch Kosteneinsparungen erreichen. Die Produktreihe 400.1 wurde komplett überarbeitet und in mehreren Geräteserien in den Markt eingeführt. Die Lösung erfüllt und übertrifft die aktuellen Marktanforderungen und sichert uns gleichzeitig im Einkauf Skalierungspotenzial. Darüber hinaus wurden die Investitionstätigkeiten in die Produktionseffizienz fortgesetzt, wodurch unsere Produkte noch effizienter und gleichzeitig qualitätsgerechter gefertigt werden können. 3. Lage Ertragslage Der Umsatz stieg 2023 gegenüber 2022 um rund 7,2%. Die Materialaufwandsquote (Einsatz Material/Gesamtleistung) konnte gegenüber 2022 von 57,69% auf 2023 52,95% reduziert werden. Neben den Produkt- wächst nun auch stark der Anteil des Projektgeschäftes an. Diese Zahl ist aufgrund des unterschiedlichen Charakters daher nur bedingt mit den Vorjahren vergleichbar. Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand/Gesamtleistung) stieg von 27,00% im Vorjahr auf 29,57%. Neues Personal wurde eingestellt, um zukünftiges Wachstum zu ermöglichen. Darüber hinaus wurden die Löhne nach oben angepasst. Die Beschaffungslage bzgl. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe entspannte sich im Jahr 2023. In diesem Zusammenhang konnte das Lager wieder um -1,6% an Wert abgebaut werden. Die Umsatzrendite beträgt in 2023 3,05% Die EBIT-Marge liegt bei 4,64% Der EBITDA-Marge liegt bei 6,53%. Finanz- und Vermögenslage Grundsätzlich hat die ULT AG eine stabile finanzielle Lage. Die Eigenkapitalquote beträgt sehr gute 68,5% und liegt damit über den Branchenschnitt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich auf 2.020.555,53€. Insgesamt beläuft sich die Verbindlichkeitsquote auf 27,6%. Fast die Hälfte davon sind auf "erhaltene Anzahlungen" im Rahmen unseres Projektgeschäftes zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine relative Quote von 1,3%. Die Forderungsquote aus Lieferungen und Leistungen beläuft hat sich von 13,5%. Das ist im Wesentlichen auf ein starkes Nordamerikageschäft zurückzuführen. Aufgrund der langen Transportwege ergibt sich eine entsprechend langes Zahlungsziel. Die Vermögenslage ist gut. Das Eigenkapital ist angelegt in Bankguthaben, Fonds und Investitionen in eigene Gesellschaften. 4. Prognosebericht Die ULT AG forciert auch weiterhin eine moderate Wachstumsstrategie. Mit Fokus auf Wachstumsbranchen (z. B. lufttechnische Lösungen für Laserwerkzeuge, die Batteriezellen- oder die additive Fertigung) sowie der kontinuierlichen Entwicklung neuer lufttechnischer Technologien werden die Weichen für eine weiterhin gute Entwicklung in der Zukunft gestellt. Die ULT AG baut weiter ihre nationale und internationale Vertriebspräsenz aus, um den Kunden in den Ländern vor Ort eine sehr gute Beratung und Service bieten zu können. Die aktuellen weltpolitischen Herausforderungen sind groß. Geopolitische Spannungen, ein erstarktes China mit steigendem Exportanteil, De-Coupling-Bestrebungen, strukturelle Schwächen des Standorts Deutschland und hohe Zinsen sorgen für eine schwache Konjunktur. Teilweise befindet sich Deutschland in einer Rezession. Die externen Faktoren sind daher sehr herausfordernd. Die ULT AG stellt sich auf diese Herausforderungen ein und passt sich den verändernden Bedingungen an. Darüber hinaus betreiben wir beständiges Trend- und Technologiescouting, um neue Absatzwege zu erschließen. Die wirtschaftliche Entwicklung trotz der Konjunkturflaute gibt dieser Strategie recht. Darüber hinaus betreibt die ULT AG beständig Risikoanalysen sowie ein vorausschauendes Kosten- und Liquiditätsmanagement. Die hohe Eigenkapitalquote bietet eine gute Basis für weitere Zukunftsinvestitionen sowie finanzielle Stabilität. Der Vorstand geht von einer sicheren Fortführung der ULT AG aus. Weltwirtschaft Für das Gesamtjahr 2024 prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) ein Weltwirtschaftswachstum von +3,1 Prozent. Dies entspricht dem vergleichbar schwachen Wachstum im Jahr 2023. Zwar äußerte sich der IWF zu Jahresbeginn 2024 auch für 2024 optimistischer als noch im Herbst 2023. Allerdings wird für die entwickelten Volkswirtschaften mit einem leichten Dynamikverlust von 0,1 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr gerechnet, da sowohl die US-amerikanische als auch die japanische Wirtschaft mit vermindertem Tempo wachsen dürften. Für den Euro-Raum wird ein Anstieg des BIP um 0,9 Prozent prognostiziert. Die deutsche Wirtschaft dürfte sich mit +0,5 Prozent erneut unterdurchschnittlich entwickeln. In den Schwellen- und Entwicklungsländern wird das Wachstumstempo wie in den beiden Vorjahren auf 4,1 Prozent geschätzt. China (+4,6 Prozent) und Indien (+6,5 Prozent) werden voraussichtlich etwas schwächer wachsen als im Jahr 2023. Gleiches gilt für Lateinamerika (+1,9 Prozent). Mehr Dynamik erwartet der IWF hingegen in den Regionen Mittlerer Osten/Zentralasien (+2,9 Prozent) sowie Subsahara-Afrika (+3,8 Prozent). Abwärtsrisiken für die Prognose liegen in geopolitischen Risiken, insbesondere in der Eskalation des Nahostkonflikts und dem anhaltenden Krieg in der Ukraine, sowie in witterungsbedingten Schocks, einem anhaltenden Anstieg der Kerninflation und einer Wachstumsverlangsamung in China. Auf der anderen Seite könnte es auch zu einer schnelleren wirtschaftlichen Erholung in China mit positiven grenzüberschreitenden Wachstumsimpulsen kommen. Ein stärkerer Aufschwung wäre auch zu erwarten, wenn die Inflation schneller als erwartet zurückgeht und die Zentralbanken die Zinsen rascher lockern. Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2024 Ansprechpartner: Anke Uhlig, anke.uhlig(at)vdma.org, Telefon: 069 6603 1388 Globaler Maschinenbau Für das Jahr 2024 erwarten die VDMA-Volkswirte erneut eine Stagnation des preisbereinigten Weltmaschinenumsatzes. Für alle vier großen Produktionsstandorte in Asien wird Wachstum im Jahr 2024 vorhergesagt, wobei Indien (+5 Prozent) erneut Spitzenreiter sein dürfte. Die Ausgangslage in den anderen drei Ländern ist recht unterschiedlich: So folgt der kleine Zuwachs in Süd-Korea und Japan (jeweils +1 Prozent) auf einen vergleichsweisen hohen Rückgang im Jahr 2023. In China sollte sich das Wachstum mit +2 Prozent fortsetzen, was ein signifikanter Tempoverlust wäre, verglichen mit den Jahren vor der Corona-Pandemie. Da die Auftragseingänge in der EU-27 als auch in den USA im Jahr 2023 preisbereinigt deutlich den Vorjahreswert verfehlten, wird für 2024 ein realer Umsatzrückgang von jeweils 2 Prozent prognostiziert. Quelle: "Maschinenbau Konjunktur international", Dezember 2023 Ansprechpartner: Anke Uhlig, anke.uhlig(at)vdma.org, Telefon: 069 6603 1388 Deutsche Konjunktur Nach Ansicht der Bundesregierung nimmt die Wirtschaftsleistung mit einem erwarteten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um +0,2 Prozent im Jahr 2024 nur geringfügig zu. Geopolitische Krisen sowie geldpolitische Straffungen belasten die erwartete Erholung. Mit einer von der Bundesregierung erwarteten Inflationsrate von 2,8 Prozent für 2024 liegt das Preisniveau weiterhin über dem mittelfristigen Inflationsziel von 2 Prozent der EZB. Die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte dürften im gleichen Zeitraum jedoch um 3,8 Prozent zulegen. In Folge geringerer Inflationsraten steigen dadurch die Reallöhne, wovon im Verein mit einer robuste Arbeitsmarktentwicklung im Jahresverlauf die Konjunktur profitieren und eine zaghafte binnenwirtschaftliche Erholung eingeleitet werden kann. Auch die Exporte dürften wieder mit 0,6 Prozent leicht zulegen. Insgesamt bleibt der Wirtschaftsstandort Deutschland aber weiter unter Druck. Dieser aktuellen Schwächephase will die Bundesregierung mit umfassenden und zielgerichteten Maßnahmen begegnen. Das Ziel ist es, den Wirtschaftsstandort zu stärken, etwa durch das Wachstumschancengesetz, das Entlastungen für die deutsche Wirtschaft in Aussicht stellt. Durch die Entlastungen soll die Investitionsdynamik verstärkt und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen verbessert werden. Um Innovationsanreize zu setzen, soll die Forschungszulage erhöht werden. Überbordende Bürokratie - beispielsweise bei der Fachkräftegewinnung aus dem Ausland - soll reduziert werden. Quelle: Bundesregierung (Jahreswirtschaftsbericht) Ansprechpartner: Florian Scholl, florian.scholl(at)vdma.org, Telefon: 069 6603 1374 Deutscher Maschinen- und Anlagenbau Für den Maschinenbau in Deutschland wird 2024 abermals ein herausforderndes Jahr. Die VDMA-Volkswirte rechnen mit einem Rückgang der realen Produktion in Höhe von 4 Prozent. Diese Prognose ist mit hohen Unsicherheiten behaftet, denn die weitere wirtschaftliche Entwicklung hängt von vielen Faktoren ab, die aktuell nur schwer abschätzbar sind. Die Weltkonjunktur steckt nach wie vor in der Flaute. Und die die Stimmung in den Unternehmen im Maschinenbau bleibt bestenfalls verhalten, wie ein Blick auf das ifo-Geschäftsklima verrät. Insbesondere die Erwartungen sind aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen pessimistisch. Der Auftragseingang im Januar 2024 (-10 Prozent real zum Vorjahr) knüpft nahtlos an die schwachen Monate des Jahresendes 2023 an. Allein für Teile des Auslandsgeschäfts bleibt die Hoffnung auf eine Bodenbildung intakt. Doch können diese ersten Anzeichen für eine Bodenbildung bei Teilen der Auslandsnachfrage keinesfalls als Trendwende interpretiert werden. Die Belastungen und Herausforderungen sind im Wesentlichen dieselben wie schon zu Jahresbeginn 2023. Und mit dem Krieg im Nahen Osten sowie der von der Politik verursachten Verunsicherung sind weitere negative Einflussfaktoren hinzugekommen. Das schlägt sich auch in der Beschäftigung nieder: Viele Unternehmen haben ihre Einstellungsabsichten derzeit zurückgefahren. Der Fachkräftemangel ist und bleibt aber eine große Herausforderung für die Unternehmen, nicht zuletzt aufgrund des demografischen Wandels. Daher werden die Unternehmen versuchen, trotz schwieriger Rahmenbedingungen an ihrem Stammpersonal festzuhalten. Kurzarbeit, die in den nächsten Monaten ansteigen dürfte, hat sich in der Vergangenheit bereits mehrfach als probates Mittel zur Überbrückung konjunktureller Schwächephasen bewiesen. Quelle: VDMA (Originaltext) Ansprechpartner: Florian Scholl, florian.scholl(at)vdma.org, Telefon 069 6603 1374 5. Chancen- und Risikobericht Aktuell sieht sich die Wirtschaft und somit auch die ULT AG einer großen Spannbreite an Herausforderungen, Risiken und Chancen gegenüber. Diese wurden bereits ausführlich im Teil "Prognosen" benannt. Wir als Vorstand bringen uns auf Ebene des VDMA und der IHK ein, um an der Verbesserung dieser externen Lagesituation mitzuwirken. Auf eine ad-hoc Verbesserung können wir hier jedoch nicht hoffen und müssen uns auf das konzentrieren, was wir als Unternehmer in der Hand haben. Die im Jahr 2022 dominanten Herausforderungen der Inflation und der Teilverfügbarkeit sind im Jahr 2023 kein Problem mehr. Die Auftragseingänge im Bereich der Gasreinigungssysteme für die additive Fertigung waren im Jahr 2023 rückläufig. In wirtschaftlich schwachen Zeiten investieren weniger Firmen in diese Zukunftstechnologie. Durch unsere Strategie der Diversifizierung konnte dieses Risiko jedoch kompensiert werden. Um die Lieferfähigkeit in den vergangenen Jahren zu sichern, hatte die ULT AG die Lagerbestände erhöht. Diese werden nun sukzessive zurückgefahren. Teile der Liquidität liegen somit gebunden vor. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind hoch und werden als Investition in zukünftiges Wachstum gesehen. Sie werden marktüblich verzinst. Die Ausleihungen an die nordamerikanische Gesellschaft ULT LLC werden entsprechend einem bestehenden Businessplan zurückgezahlt, welcher kontinuierlich an die aktuelle Marktsituation angepasst wird. Das Werthaltigkeitskonzept vom 26.05.2023 wurde am 19.09.2024 aktualisiert. Die Rückflüsse von der ULT LLC an die ULT AG werden seit 2024 getätigt. Weiterhin bleibt kritisch zu betrachten, ob die bestehenden Marktrisiken zu Zahlungsausfällen bei Kunden und Lieferanten führen. Hierfür braucht es ein gutes Debitoren- und Kreditorenmanagement. Eine Warenkreditversicherung wurde im Jahr 2023 abgeschlossen, um dieses Risiko zu managen. Zur Anschubfinanzierung der Aktivitäten in Nordamerika wurden der ULT LLC Kredite ausgereicht. Durch zukünftige Gewinne sollen diese Kredite sukzessive getilgt werden. Im Jahr 2021 wurde der operative Betrieb der nordamerikanischen Aktivitäten von der ULT LLC sukzessive in die im Jahr 2020 gegründete ULT CANADA SALES INCORPORATED überführt. Die ULT LLC hat ab 2023 wieder sukzessive den Geschäftsbetrieb aufgenommen. Erste Verbindlichkeiten der ULT LLC gegenüber der ULT AG konnten im Jahr 2023 getilgt werden. Generell sind die Ausleihungen hoch, und es besteht grundsätzlich ein Risiko, dass dieser Betrag nicht vollständig zurückgeführt werden kann. Den Risiken stehen auch Chancen gegenüber. Weltweit wächst die allgemeine Lufttechnik kontinuierlich. Immer wieder neu entstehende Produktionsprozesse sowie höchste Anforderungen an stabile Abläufe und die Gesundheit der Mitarbeiter stellen gute Wachstumstreiber für die Zukunft dar. Verstärkte Investitionen in die Batteriezellenfertigung, die additive Fertigung und den Laser als Werkzeug bieten gute Wachstumschancen, die die ULT AG mit ihrem strategischen Fokus gut abdeckt. Die Diversifizierungsstrategie, womit wir auf verschiedenen Wachstumsmärkten platziert sind, sichert eine gute Entwicklung auch in Zukunft. Die ULT AG ist mit ihrem Portfolio an Lösungen für die Luftaufbereitung gut aufgestellt. BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangA. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss 2023 der ULT AG, Am Göpelteich 1, 02708 Löbau (Amtsgericht Dresden HRB 22716, eingetragen am 09.06.2004) wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) in der Fassung des BilRUG sowie der Vorschriften des AktG aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Das Gliederungsschema wurde nach den durch das BilRUG geänderten Vorschriften des HGB aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Der Jahresabschluss der ULT AG wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Aktiengesetzes zu beachten. Im Einzelnen wurden folgende Grundsätze und Methoden angewandt: Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten oder Herstellungskosten (gem. § 255 Abs. 2 bis 3 HGB) bilanziert. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu 5 Jahren), bewertet. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden nicht aktiviert. Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu den aktivierungspflichtigen Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Herstellungskosten für selbst erschaffene Sachanlagen wurden, soweit sie regelmäßig ersetzt werden, ihr Gesamtwert für das Unternehmen von nachrangiger Bedeutung ist und ihr Bestand in seiner Größe, seinem Wert und seiner Zusammensetzung nur geringen Veränderungen unterliegt, mit dem Festwert angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Die übliche Nutzungsdauer für Pkw und sonstige Transportmittel sowie für sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung liegt zwischen drei und dreizehn Jahren. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis Euro 800,00 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Finanzanlagen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Altersvorsorgeverpflichtungen dienen, werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen saldiert. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bilanziert. Bestandsrisiken wurden durch entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Nennwert bilanziert. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden erkennbare Risiken durch entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt. Die sonstigen Vermögensgegenstände weisen Forderungen gegenüber Personal, Lieferanten sowie Steuerüberzahlungen und Fördermittel aus, die mit ihren Nennbeträgen angesetzt wurden. Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip gemäß § 253 Abs. 4 HGB bewertet. Kassenbestände und Bankguthaben werden jeweils zum Nennwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten weist Kostenbestandteile aus, die auf das nachfolgende Geschäftsjahr entfallen. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das laufende sowie das vorangegangene Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht fälligen Steuern. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. C. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und die Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 sind nachfolgend dargestellt. Bei den Abschreibungen handelt es sich um planmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR 429.512 (Vorjahr EUR 421.650). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegenüber Gesellschaftern bestehen aus einem kurzfristigen Darlehen zur Zwischenfinanzierung von Investitionen in der Jakschik ULT Gruppe GmbH & Co. KG. Das Darlehen wird mit 0,5% p.a. verzinst. Daneben besteht ein weiteres Darlehen an den mittelbaren Gesellschafter, die Jakschik Verwaltungs GmbH was in laufender Rechnung verzinst wird. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus Forderungen aus Lieferungen in Höhe von EUR 625.348,52 gegen die ULT Canada Sales Inc.; EUR 316.653,00 gegen die ULT Dry-Tec GmbH; EUR 73.302,31 gegen die ULT LLC und in Höhe von EUR 59.179,85 gegen die Novus air GmbH. Eigenkapital Die Position Eigenkapital enthält neben dem Gezeichneten Kapital, der gesetzlichen sowie anderen Gewinnrücklagen den Bilanzgewinn. Das Gezeichnete Kapital (Grundkapital) ist unverändert eingeteilt in 10.000 Stückaktien. Dies entspricht einem rechnerischen Wert von EUR 50 je Stückaktie. Die Aktien sind als vinkulierte Namensaktien ausgegeben. Die Gewinnrücklagen beinhalten neben der gesetzlichen Rücklage gemäß § 150 Abs. 1 AktG andere Gewinnrücklagen in Höhe von EUR 5.500.000 (Vorjahr EUR 5.500.000). Pensionsrückstellungen Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren ("projected unit credit method") angewendet. Die Pensionsrückstellungen betragen im Berichtsjahr EUR 412.830 (Vorjahr EUR 425.227). Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:
Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden EUR
Gemäß § 253 Abs. 6 HGB resultiert aus der Abzinsung dieser Rückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn statt sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 3.388,00. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt. Rückstellungen Es sind Rückstellungen für Steuern, Personalkosten, Gewährleistungs- und Aufbewahrungspflichten sowie für Abschluss- und Prüfungskosten gebildet worden. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und Sicherheiten ergeben sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel. Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen insbesondere gegenüber Geschäftskunden sowie dem Finanzamt. Latente Steuern Der sich nach der Steuerbilanz ergebende Steueraufwand entspricht nicht dem Ergebnis der Handelsbilanz. Die Differenzen aus den unterschiedlichen Wertansätzen werden sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, für die sich daraus ergebende Steuerbelastung ist ein Passivposten in der Bilanz auszuweisen (§ 274 Abs. 1 Satz 1 HGB). Eine sich daraus insgesamt ergebende Steuerentlastung kann als aktive latente Steuern angesetzt werden. Von diesem Wahlrecht wurde nicht Gebrauch gemacht, da der Entlastungsbetrag von unter geordneter Bedeutung ist. Die latenten Steuern beruhen auf den nachfolgenden Differenzen (Werte in Euro):
Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz von 30,525 % (Vorjahr :30,525 %). D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Erträge Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen werden vor allem die Erträge aus der Währungsumrechnung, aus Zuschüssen zur Technologieförderung, aus der Herabsetzung der Einzelwertberichtigung, Auflösung von Rückstellungen, aus Versicherungsentschädigungen und die verrechneten sonstigen Sachbezüge aus Kfz-Gestellung ausgewiesen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen die Aufwendungen für Raumkosten, Versicherungen, Instandhaltungskosten der Betriebs- und Geschäftsausstattung, Fahrzeugkosten, Werbe- und Reisekosten, Kosten der Warenabgabe sowie Verwaltungskosten. Steuern vom Einkommen und Ertrag Steuern vom Einkommen und Ertrag haben das Ergebnis in Höhe von EUR 328.179 (Vorjahr EUR 170.625) belastet. Der Betrag der darin enthaltenen passiven latenten Steuern beträgt EUR - 55.658 (Vorjahr EUR -66.407). E. Sonstige Pflichtangaben Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 115 Arbeitnehmer (Vorjahr: 114).
Die Gesamtbezüge der Organe der ULT AG betrugen im Jahr 2023:
Auf die Angabe der Bezüge des Vorstandes und des früheren Vorstandes wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Namen des Vorstands:
Vorschüsse oder Kredite wurden dem Vorstand nicht gewährt. Namen der Aufsichtsratsmitglieder:
Vorschüsse oder Kredite wurden dem Aufsichtsrat nicht gewährt. Angaben zum Anteilsbesitz:
Haftungsverhältnisse: Die ULT AG haftet durch betragsmäßig beschränkte Bürgschaften für Darlehen der nachfolgend dargestellten Gesellschaften und Beträge bei der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien:
Die Haftungsrisiken werden als niedrig eingeschätzt, da die o.g. Gesellschaften in den letzten Wirtschaftsjahren Überschüsse erzielten und keine anderen Risiken erkennbar waren. Gewinnverwendungsvorschlag:Der Vorstand der ULT AG und der Aufsichtsrat schlagen vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 5.700.278,28 auf neue Rechnung vorzutragen.
Bericht des AufsichtsratsBericht an die Hauptversammlungder ULT AGErgebnis der Prüfung des Jahresabschlusses 2023der ULT AG LöbauDie 45. Sitzung des Aufsichtsrats fand am 25. November 2024 im Meetingraum der Jakschik ULT Gruppe GmbH & Co. KG in Dresden, Antonstr. 2a statt. Teilnehmer an der Sitzung waren: Herr Dirk Urban für die Treuhand-Gesellschaft Dr. Steinebach & Kollegen GmbH Herr Alexander Burkon, Legner & Bellmann Steuerberaterungsgesellschaft Herr Kis, Abt. Firmenkunden der Sparkasse Oberl. N.-Schlesien Herr Dr. Alexander Ruf, Vorsitzender des Aufsichtsrats der ULT AG Herr Thomas Horst, Aufsichtsrat der ULT AG Herr Dr. Christian Jakschik, Aufsichtsrat der ULT AG Herr Dr. Stefan Jakschik, Vorstand der ULT AG Herr Alexander Jakschik, Vorstand der ULT AG Frau Ramona Trapp, Prokuristin der ULT AG Der Versammlung lag vor: Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31.12.2023 und des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2023. Der Aufsichtsrat der ULT traf sich im laufenden Geschäftsjahr zu zwei Sitzungen, am 19.4.2024 und am 25.11.2024. Entsprechende Protokolle liegen vor. Risiken auf Basis der wirtschaftlichen Ergebnisse und der Berichte durch die Vorstände wurden sorgfältig geprüft. Es waren keine Beanstandungen notwendig. Das Thema der 45. Sitzung war u.a. der Bericht zur Prüfung des Jahresabschlusses 2023. Verfasser des Berichts und zugleich vom Aufsichtsrat bestellter Prüfer ist die Treuhand-Gesellschaft Dr. Steinebach & Kollegen GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Herr Urban, beauftragter Wirtschaftsprüfer dieser Gesellschaft stellte eingangs den Bericht vor und stand für Rückfragen zur Verfügung. Alle Fragen durch die Mitglieder des Aufsichtsrates und die Vorstände wurden erschöpfend beantwortet. Korrekturen und Präzisierungen am vorgelegten Bericht sind nicht notwendig. Der Jahresabschluss 2023 der ULT AG in der auf Basis des Berichts überarbeiteten Fassung wird damit vollinhaltlich bestätigt. Der Aufsichtsrat der ULT AG hat den Jahresabschluss gebilligt! Der Aufsichtsrat schlägt der Hauptversammlung die Entlastung der Vorstände für 2023 vor. Er bestätigt die Vorschläge der Vorstände, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen und für die Wahl des Abschlussprüfers 2024, die Treuhand-Gesellschaft Dr. Steinebach & Kollegen GmbH.
Dresden, den 25.11.2024 gez. Dr. Alexander Ruf, Vors. des Aufsichtsrates der ULT AG Einladung / TO HauptversammlungProtokoll der Hauptversammlung der ULT AG vom 25.11.2024 Erschienen im Mettingraum der Jakschik ULT Gruppe GmbH & Co. kg, Antonstr. 2a, 01099 Dresden zum Zweck der Abhaltung einer Hauptversammlung der ULT AG mit Sitz in Löbau - AG Dresden, HRB 22716, Geschäftsanschrift: Am Göpelteich, 02708 Löbau. A - Vom Vorstand der Gesellschaft: Herr Dr. Stefan Jakschik Herr Alexander Jakschik B - Der Aufsichtsratvorsitzende: Herr Dr. Alexander Ruf C - Für die Aktionäre: Herr Dr. Christian Jakschik Herr Dr. Stefan Jakschik Herr Alexander Jakschik Der Versammlungsleiter, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Gesellschaft, Herr Dr. Ruf eröffnet die Hauptversammlung um 14:00 Uhr. Er stellt fest, dass das gesamte Grundkapital der Gesellschaft anwesend bzw. vertreten ist. Es handelt sich somit um eine beschlussfähige Hauptversammlung, für die nach § 121 ff. AktG Erleichterungen in den Formalien der Einberufung und Abhaltung einer Hauptversammlung gelten. Daraufhin verzichten sämtliche Aktionäre auf die Einhaltung aller diesbezüglichen Form- und Fristvorschriften. 1. Der Aufsichtsratsvorsitzende erklärte die Bestätigung des Jahresabschlusses 2023 durch den Aufsichtsrat am 25.11.2024 2. Die Hauptversammlung beschließt einstimmig folgende Verwendung des Bilanzgewinns zum 31.12.2023 in Höhe von 5.700.278,28 EUR und stimmt damit dem Vorschlag des Vorstands und des Aufsichtsrats zu: 5.700.278,28 EUR auf neue Rechnung vorzutragen. 3. Die Hauptversammlung beschließt einstimmig, den Mitgliedern des Vorstands für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung zur erteilen. 4. Die Hauptversammlung beschließt einstimmig, den Mitgliedern des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung zur erteilen. 5. Die Hauptversammlung beschließt einstimmig, um Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2024 die Treuhandgesellschaft Dr. Steinebach & Kollegen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Paulistraße 28, 02625 Bautzen zu bestellen. Hiernach ist die Hauptversammlung geschlossen. Weiter Beschlüsse wurden nicht gefasst.
Dresden, 25.11.2024 sonstige BerichtsbestandteileVerbindlichkeitenspiegel
*) vollständig durch Grundpfandrechte und Sicherungsübereignung gesichert **) davon aus Steuern: EUR 102.818,83 (Vorj. 151,2 TEUR) Davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 6.544,89 (Vorj. 2,8 TEUR) Unterschrift Vorstand/Geschäftsführer:
Löbau, den 19.09.2024 gez. Alexander Jakschik gez. Dr. Stefan Jakschik Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 25.11.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkWiedergabe des Bestätigungsvermerks des unabhängigen Abschlussprüfers "An die ULT AG Prüfungsurteil Wir haben den Jahresabschluss der ULT AG - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ULT AG für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser uneingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und unser Prüfungsurteil zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsver-merk/1-v2-hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.
02625 Bautzen, den 12. November 2024 Dr.
Steinebach & Kollegen GmbH Treuhand-Gesellschaft
gezeichnet Dipl.Ing. Martin Steinebach, Wirtschaftsprüfer |
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