Dr. Sarah Bechstein GmbH
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Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Wax seit 20.8.2020 | Geschäftsführer |
Michael Dr. Ardelt seit 20.8.2020 | Geschäftsführer |
Erik Nils Muttersbach seit 14.4.2016 | Geschäftsführer |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Forto GmbH (vormals: FreightHub GmbH)BerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019Forto GmbH, Berlin (vormals: FreightHub GmbH)I. Grundlagen des Unternehmens Geschäftstätigkeit Forto GmbH, Berlin, (vormals FreightHub GmbH, im Folgenden kurz "Forto" oder "Gesellschaft" genannt) beschäftigt sich als digitale Spedition mit der Durchführung des Transports von Sendungen und mit der Optimierung der zugehörigen Datenflüsse. Im Berichtsjahr lag der Fokus auf dem Verkauf von Seefrachtdienstleistungen (vor allem Full Container Load) und Luftfrachtdienstleistungen, insbesondere aus China nach Europa. Das Unternehmen änderte am 15. Juli 2020 seinen Namen von FreightHub GmbH in Forto GmbH. In weiterer Folge wird einheitlich der Name Forto verwendet, wenngleich das Unternehmen im Berichtsjahr als FreightHub GmbH firmierte. Am 31. Dezember 2019 unterhielt Forto Zweigniederlassungen in Köln, Bremen und Hamburg. Forto besitzt mehrere 100%ige Töchter: in Hongkong die Forto (HK) Limited mit einem Stammkapital von THKD 10, welche am 7. August 2018 registriert wurde, und in China die Forto Logistics (Shanghai) Co. Ltd. mit einem Stammkapital von TCNY 4.658, welche am 28. August 2019 registriert wurde. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklung Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland weist ein solides und stetiges Wachstum auf. Gegenüber dem Vorjahr (1,3 %) sank das BIP-Wachstum 2019 auf 0,6 %. Im Jahr 2020 reduzierte sich das Wachstum des BIPs bedingt durch die Corona-Pandemie weiter auf -5,1 %.1 Die Logistikbranche ist der drittgrößte Wirtschaftsbereich in Deutschland nach der Automobilwirtschaft und dem Handel. Nach Angaben der Bundesvereinigung Logistik (BVL) wurde der Umsatz im Jahr 2019 auf rund EUR 279 Mrd. gesteigert (Vj.: EUR 274 Mrd.). Für 2020 ist ein Corona bedingter Rückgang auf EUR 268 Mrd. zu verzeichnen. Für 2021 wird mit einem Wachstum von ca. 4,4 % auf EUR 280 Mrd. gerechnet.1 1https://de.statista.com/statistik/daten/studie/74644/umfrage/prognose-zur-entwicklung-des-bip-in-deutschland/ abgefragt am 22.1.2021 2https://www.bvl.de/service/zahlen-daten-fakten/umsatz-und-beschaeftigung abgefragt am 22.1.2021 Das deutschsprachige Speditionswesen verfügt über eine lange Tradition und im deutschsprachigen Raum angesiedelten Unternehmen gelang es, basierend auf der zentralen geographischen Lage der Region, weltweit eine bedeutende Präsenz aufzubauen. Die dabei zum Einsatz kommenden Technologien sind teilweise sehr traditionell und reflektieren oft nicht die Errungenschaften der modernen Technik. Der Ansatz von Forto beruht darauf, digitale Technologien zum Einsatz zu bringen und dadurch einen erheblichen Mehrwert für den Kunden, aber auch eine bedeutend höhere Produktivität der eigenen Mitarbeiter zu generieren. Da Forto als digitale Spedition diese Entwicklungsschritte bereits absolviert hat und das Umsatzwachstum primär über den Gewinn von Marktanteilen realisieren konnte, erwartet das Unternehmen nur geringe Auswirkungen des allgemeinen Wirtschaftswachstums auf die eigene Umsatzentwicklung. 2. Geschäftsverlauf Forto zeigte 2019 ein anhaltendes Umsatzwachstum. So gelang im Einklang mit der Prognose eine starke Umsatzsteigerung und die Umsatzerlöse konnten um 191,83 % von EUR 11,48 Mio. auf EUR 33,50 Mio. erhöht werden. Die Existenz einer 100%igen Tochter in Hongkong erleichterte die operative Abwicklung der Transaktionen in Asien. Der Bekanntheitsgrad von Forto wurde durch eine Vielzahl von Artikeln in der Fachpresse, aber auch in den Massenmedien gesteigert. Forto hat die juristischen Anforderungen der DSVGO mit dedizierten eigenen Datenschutzbeauftragten analysiert und auf deren zeitgerechte adäquate Umsetzung Wert gelegt. 3. Lage der Gesellschaft a) Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich um TEUR 14.674 auf TEUR 22.790 infolge der Kapitalerhöhung und dem damit verbundenen Anstieg der liquiden Mittel sowie der gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die selbstgeschaffene EDV-Software wurde ebenso wie die in Entwicklung befindlichen immateriellen Vermögenswerte wie im Vorjahr nicht aktiviert (Vj.: TEUR 0). Rechte und Lizenzen verringerten sich infolge von planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen auf TEUR 39 (Vj.: TEUR 71) und die Betriebs- und Geschäftsausstattung erhöhte sich aufgrund des Erwerbs von Hardware und der fortgesetzten Investitionen in fremde Gebäude auf TEUR 461 (Vj.: TEUR 346). Die Anteile an verbundenen Unternehmen erhöhten sich aufgrund der Gründung der 100%igen Tochtergesellschaft in Shanghai (China) auf TEUR 604 (Vj.: TEUR 4). Zu einer Erhöhung der unfertigen Leistungen auf TEUR 1.386 (Vj.: TEUR 1.338) kam es aufgrund der Steigerung des Umsatzes des Unternehmens. Dieses Wachstum spiegelte sich insbesondere in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wider, die sich auf TEUR 7.487 (Vj.: TEUR 2.543) erhöhten, wobei diese durch Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 234 (Vj.: TEUR 52) reduziert wurden. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich auf TEUR 176 (Vj.: TEUR 2). Dabei blieben die darin enthaltenen Forderungen gegen Gesellschafter konstant bei TEUR 2 (Vj.: TEUR 2). Die liquiden Mittel stiegen aufgrund der Kapitalerhöhung im Berichtsjahr auf TEUR 9.658 (Vj.: TEUR 2.385). Die Vermögensstruktur der Gesellschaft ist entsprechend dem Geschäftsmodell geprägt vom hohen Anteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 33 % an der Bilanzsumme in Höhe von TEUR 22.790 (Vj.: 31%). Auf der Passivseite der Bilanz erhöhte sich das Eigenkapital auf TEUR 15.766 (Vj.: TEUR 4.528). Die Steuerrückstellungen erhöhten sich auf TEUR 667 (Vj.: TEUR 437), die sonstigen Rückstellungen auf TEUR 2.309 (Vj.: TEUR 963). Dies betrifft im Wesentlichen Rückstellungen für Lohnsteuer, Sozialversicherung und Umsatzsteuer sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen beliefen sich auf TEUR 551 (Vj.: TEUR 481). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen TEUR 2.873 (Vj.: TEUR 1.243), welches primär auch durch den Anstieg des Geschäftsvolumens getrieben wurde. b) Ertragslage Im Geschäftsjahr 2019 hat sich der Umsatz im Vergleich zu 2018 von EUR 11,48 Mio. auf EUR 33,50 Mio. erhöht. Ursächlich war die Gewinnung neuer Kundensegmente besonders im Import aus China und Ostasien. Inbesondere gelang die Gewinnung neuer Kunden im Full Container Load Import aus Ost-Asien. Damit einher ging eine Bestandserhöhung der unfertigen Leistungen von TEUR 48 (Vj.: TEUR 1.298). Die Verminderung der periodenfremden Erträge auf TEUR 30 (Vj.: TEUR 126) war im Wesentlichen durch die Ausbuchungen von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bedingt. Die Erhöhung der Volumina führte zu einer Steigerung der Aufwendungen für bezogene Leistungen auf TEUR 30.738 (Vj.: TEUR 11.800). Auch die Löhne und Gehälter stiegen folglich auf TEUR 9.078 (Vj.: TEUR 5.692) und damit einhergehend die Sozialabgaben auf TEUR 1.647 (Vj.: TEUR 1.072). Primär aufgrund der im Vorjahr enthaltenen außerplanmäßigen Abschreibung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände gingen die Abschreibungen auf TEUR 203 (Vj.: TEUR 391) zurück. Die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf TEUR 7.539 (Vj.: TEUR 3.776) resultiert zum einen aus der räumlichen Expansion in einer Steigerung der Raumkosten auf TEUR 757 (Vj.: TEUR 562). Zusätzlich resultierten die Intensivierung des Marketings, aber auch die Personalsuche in Werbe- und Reisekosten von TEUR 963 (Vj.: TEUR 500) in einem Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Weiterhin führten erhöhte Fremdleistungen TEUR 1.073 (Vj.: TEUR 532), aber auch Lizenzkosten TEUR 739 (Vj.: TEUR 346), rechtliche Beratung TEUR 2.059 (Vj.: TEUR 403) und periodenfremde Aufwendungen durch Ausbuchungen von debitorischen Kreditoren in Höhe von TEUR 85 (Vj.: TEUR 161) und Verluste aus Wertminderungen des Umlaufvermögens über TEUR 371 (Vj.: TEUR 182) zu einem Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Der Jahresfehlbetrag betrug EUR 15,62 Mio. (Vj.: EUR 10,16 Mio.). Dies ist auf die mit der Expansion der Geschäftstätigkeit erforderlichen Anlaufkosten zurückzuführen. c) Finanzlage Forto erzielte 2019 einen negativen Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von EUR -19,2 Mio. sowie einen negativen Cash Flow aus Investitionstätigkeiten von EUR -0,7 Mio. Dank eines positiven Cash Flows aus Finanzierungstätigkeit von EUR 26,9 Mio. lag der Free Cash Flow bei positiven EUR 7,0 Mio. Dies ist im Wesentlichen auf die Kapitalerhöhung zurückzuführen. Der Gesellschaft sind im Rahmen der Kapitalerhöhung vom 14. April 2019 (Eintragung im Handelsregister am 14. Mai 2019) im Berichtsjahr liquide Mittel in Höhe von TEUR 25.771 zugegangen. die im Berichtsjahr vollständig eingezahlt wurden. Im Rahmen der Kapitalerhöhungen im Geschäftsjahr 2020 sind der Gesellschaft weitere liquide Mittel in Höhe von TEUR 33.540 zugegangen. Weitere liquide Mittel in Höhe von TEUR 10.000 sind der Gesellschaft in 2020 im Rahmen der Ziehung der Tranche 1 eines Darlehens der European Investment Bank (EIB), das im November 2019 in Höhe von bis zu EUR 20,0 Mio. gewährt wurde, zugeflossen. d) Gesamtaussage Die Geschäftsentwicklung verlief im Berichtsjahr günstig, der Umsatz konnte erheblich gesteigert und die Liquiditätslage weiterhin stabilisiert werden. 4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Das Unternehmen wird finanziell vorrangig nach Umsatz- und Gross Profit- sowie Kostengrößen gesteuert, die ebenso wie die Cash-Situation durch das monatliche Reporting überwacht werden. An nicht finanziellen Kenngrößen sind insbesondere die Anzahl der transportierten Container (TEU), der Shipments sowie der Credit Notes, die Kundenzufriedenheit sowie die gewonnenen und verlorenen Kunden zu erwähnen. III. Chancen und Risikobericht 1. Risikobericht Unter den externen Risiken für 2020 stehen besonders die Auswirkungen der Corona-Pandemie im Vordergrund. Dabei stellt sich ein ökonomisch uneinheitliches Bild dar. Während die Gesamtwirtschaft global schrumpft und die Staatsverschuldung stark steigt, profitieren einige Sektoren von den Auswirkungen dieser Krise. Zu den Gewinnern zählt insbesondere der Distanzhandel, aber auch die damit einhergehenden Logistikunternehmen. Folglich stellt die weiterhin grassierende Pandemie ein großes ökonomisches Risiko, aber auch eine ebenso große Chance für Forto dar. Tarifäre und non-tarifäre Handelsbarrieren, besonders zwischen China und der EU, aber auch zwischen China und den USA, stellen ein mittleres globales Branchenrisiko dar. Eine Verschlechterung der Lage könnte zu einer Reduktion der Handelsflüsse zwischen diesen Regionen führen. Dies würde das hohe Wachstum des Unternehmens reduzieren. Auch die Insolvenz von Kunden, durch die die Ertragslage und Liquidität von Forto beeinträchtigt werden könnte, stellt ein finanzwirtschaftliches Risiko dar, weshalb Forto im Berichtsjahr ein intensiviertes Dunnig-Management einführte. Die Liquidität der Forto GmbH ist auf Grund der Kapitalerhöhung 2020 und eines Darlehens der European Investment Bank (EIB), das im November 2019 in Höhe von bis zu EUR 20,0 Mio. gewährt wurde und dessen erste Tranche im Q2 2020 ausgezahlt wurde und dessen zweite Tranche für Q2 2021 erwartet wird, voraussichtlich bis 2022 abgesichert. Ausweislich der Finanzplanung wird spätestens in 2023 mit dem Entstehen einer Liquiditätslücke gerechnet, die von dritter Seite geschlossen werden muss. Wesentliche Annahme ist dabei, dass die vertraglich fixierten Finanzierungsmaßnahmen erfolgreich umgesetzt werden, wovon die Geschäftsführung ausgeht. Sollte diese Annahme nicht erfolgreich umgesetzt werden, kann sich schon Ende des Geschäftsjahres 2021 eine Liquiditätslücke ergeben. Diese Ereignisse und Gegebenheiten deuten auf eine wesentliche Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können und ein bestandsgefährdendes Risiko darstellt. Wir gehen davon aus, dass die notwendigen finanziellen Mittel im Rahmen von Eigen- oder Fremdkapitalmaßnahmen generiert werden können. Ein niedriges leistungswirtschaftliches Risiko besteht in der Nichteinhaltung von transportrechtlichen Bestimmungen, die unter Umständen zum Verlust erforderlicher Lizenzen und Rechte führen könnte. Ebenso besteht ein niedriges leistungswirtschaftliches Risiko in der frühen Entwicklungsphase des Unternehmens und den damit einhergehenden sich schnell ändernden Prozessen. Dies könnte dazu führen, dass die Qualität der Dienstleistungen inklusive der Rechnungserstellung nicht immer gewahrt ist und das Unternehmen dadurch Ertragseinbußen hinnehmen könnte. Die Gefährdung durch Cybersecurity-Themen zählt zu den niedrigen leistungswirtschaftlichen Risiken, da Forto GmbH dedizierte Schritte zur Senkung des Risikos setzt. 2. Chancenbericht Die Chancen liegen umsatzseitig vor allem in der weiteren erfolgreichen geographischen Expansion, den starken Umsatzsteigerungen der Distanzhandelskunden, der Erweiterung der Produktpalette (besonders in der Luftfracht), der Gewinnung neuer Kunden sowie der Steigerung des Umsatzes pro Bestandskunden. Kostenseitig sind besonders die Realisierung von margenverbessernden Maßnahmen wie der weiteren Optimierung der Mitarbeiterproduktivität durch Automatisierung der Prozesse und die Nutzung von Skaleneffekten besonders im Einkauf, aber auch in der Produktentwicklung zu vermerken. 3. Prognosebericht Für 2020 gehen wir von einer durch Corona stark beeinträchtigten Konjunkturlage im Speditionswesen aus und erwarten ein Marktabschwung von rund 6 %.3 Auch für 2020 rechnen wir damit, dass unsere Kunden die Vorteile einer digitalen Spedition so schätzen werden, dass es uns gelingen wird, unser Umsatzwachstum weiterhin erfolgreich fortzuführen. Die Erweiterung der Produktpalette durch die Intensivierung der Luftfracht aber auch der Gewinn von Neukunden, besonders im Großkundensegment, sind hierbei anzuführen. Auch bieten die sich rasch verändernden Anforderungen an Supply Chains einem agilen Unternehmen wie Forto erhebliche Wachstumschancen, da es gelingt, die sich rasch ändernden Kundenanforderungen besser zu befriedigen. Insgesamt erwarten wir auch auf Basis der vorläufigen Geschäftszahlen für 2020 mehr als eine Verdoppelung der Umsätze, eine Steigerung der transportierten Volumina von 11.000 Sendungen auf 22.000 Sendungen und eine Erhöhung des Gross Profits von EUR 3 Mio. auf EUR 8 Mio. sowie aufgrund von deutlichen Personalinvestitionen einen gegenüber dem Berichtsjahr stark erhöhten Jahresfehlbetrag im Bereich von EUR 15 Mio. bis EUR 20 Mio. Weiterhin erwarten wir für 2021 ein anhaltend starkes Wachstum sowohl im Umsatz als auch im Gross Profit analog des Geschäftsjahres 2020 trotz der instabilen Wirtschaftslage, insbesondere aufgrund der initiierten Internationalisierungsmaßnahmen. Allerdings wird auch noch für das Geschäftsjahr 2021 mit einem hohen Jahresfehlbetrag im Bereich von EUR 20 Mio. bis EUR 30 Mio. gerechnet. Die zum Zeitpunkt der Niederschrift weiterhin grassierende Corona-Pandemie bringt bisher operativ wenig Einschränkungen mit sich und die Geschäftsführung erwartet keine dauerhafte Senkung der Umsätze. 3 https://www.bvl.de/service/zahlen-daten-fakten/umsatz-und-beschaeftigung abgefragt am 22.1.2021 4. Gesamtaussage Im Jahr 2019 war eine Erhöhung der Umsätze zu verzeichnen und es gelang zusätzlich eine geographische Expansion des Unternehmens. Für das Geschäftsjahr 2020 rechnen wir mit einer anhaltenden starken Steigerung der Umsätze, einer überproportionalen Erhöhung des Gross Profits und einer Verstärkung unserer internationalen Präsenz. Nach jetzigem Wissensstand verlief die Geschäftsentwicklung 2020 trotz der Corona-Pandemie bedingten wirtschaftlichen Verwerfungen positiv für Forto.
Berlin, 19. März 2021 Die Geschäftsführung BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2019Forto GmbH, Berlin (vormals: FreightHub GmbH)I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke, die nach den gesetzlichen Vorschriften wahlweise in der Bilanz anzubringen sind, teilweise im Anhang aufgeführt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die Gesellschaft macht teilweise von den Aufstellungserleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB Gebrauch. Die Geschäftsführung der Forto GmbH ist der Auffassung, dass die Voraussetzungen zur Bewertung unter der Annahme der Unternehmensfortführung gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB gegeben sind, da ihrer Meinung nach stille Reserven sowie auf Basis der vorgesehenen Eigen- und Fremdkapitalmaßnahmen voraussichtlich ausreichend liquide Mittel vorhanden sind. Wir verweisen auf die Angabe im Lagebericht (III. 1. Risikobericht) zu den bestandsgefährdenden Risiken. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma Forto GmbH (vormals: FreightHub GmbH) mit Sitz in Berlin im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg (Berlin) unter der Nummer HRB 175958 B eingetragen. Mit der Gesellschafterversammlung vom 16. April 2020 wurde die Änderung der Firma in Forto GmbH beschlossen. Die Eintragung erfolgte im Handelsregister B des Amtsgerichts Charlottenburg am 15. Juli 2020. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Aktiva Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögengegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Die Abschreibung im Zugangsjahr erfolgt pro rata temporis. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögengenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 wurden im Jahr des Zugangs sofort abgeschrieben. Innerhalb der Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Liegen für Vermögensgegenstände des Anlagevermögens Anhaltspunkte für eine dauernde Wertminderung vor, erfolgte eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Die unfertigen Leistungen sind zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung wurden gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB aktiviert. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzel- und Paulschalwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Uneinbringliche Forderungen wurden abgeschrieben. Kassenbestände und Bankguthaben sind am Bilanzstichtag mit dem Nennwert bewertet. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben, die Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen. Passiva Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke aus Währungsumrechnungen enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. III. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist als Anlage zum Anhang beigefügt. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen (Anteilsbesitz) setzen sich wie folgt zusammen:
Der Umrechnungskurs CNY zum 31.12.2019 betrug EUR 7,8205. Der Umrechnungskurs HKD zum 31.12.2019 betrug EUR 8,7473. Die sonstigen Ausleihungen betreffen ein Darlehen nebst Zinsen an fremde Dritte in Höhe von TEUR 102 (Vj.: TEUR 101). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 2 (Vj.: TEUR 2). Die Forderungen in Höhe von TEUR 174 (Vj.: TEUR 0) resultieren aus Lieferungs- und Leistungsbeziehungen. Sämtliche Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus der Umsatzsteuer mit einem Saldo von TEUR 1.553 (Vj.: TEUR 732), debitorische Kreditoren in Höhe von TEUR 647 (Vj.: TEUR 21) sowie geleistete Kautionen in Höhe von TEUR 336 (Vj.: TEUR 325). Latente Steuern Zum Bilanzstichtag ergeben sich aktive latente Steuern. Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch, so dass sich insgesamt kein Ausweis latenter Steuern in der Bilanz ergibt. Die ermittelten aktiven latenten Steuern resultieren aus steuerlichen Verlustvorträgen. Eigenkapital Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt TEUR 93 (Vj.: TEUR 65). Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2019 um TEUR 28 erhöht. Im Geschäftsjahr 2019 sind TEUR 26.826 in die Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 HGB eingestellt worden. Die Forto GmbH schließt das Geschäftsjahr 2019 mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 15.616 (Vj.: TEUR 10.165) ab. Rückstellungen Rückstellungen für Steuern wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 667 (Vj.: TEUR 437) gebildet. Dies betrifft im Wesentlichen Rückstellungen für Lohnsteuer, Sozialversicherung und Umsatzsteuer. Die sonstigen Rückstellungen sind für drohende Verluste und ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Sie belaufen sich auf TEUR 2.309 (Vj.: TEUR 963). Im Wesentlichen wurden Rückstellungen für Personalverpflichtungen, ausstehende Rechnungen sowie die Jahresabschlusserstellung und -prüfung gebildet. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen TEUR 2.873 (Vj.:TEUR 1.243). Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 12 (Vj.: TEUR 12) aus Lieferungen und Leistungen. Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 89 (Vj.: TEUR 0) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 428 (Vj.: TEUR 399) beinhalten im Wesentlichen kreditorische Debitoren von TEUR 213 (Vj.: TEUR 249) sowie Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von TEUR 169 (Vj.: TEUR 106). Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt TEUR 0 (Vj.: TEUR 9). IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2019 betrugen TEUR 33.500 (Vj.: TEUR 11.479). Sie betreffen im Wesentlichen Einnahmen aus Logistikdienstleistungen der Gesellschaft. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Währungsumrechnung mit TEUR 91 (Vj.: TEUR 8) sowie Erträge aus Versicherungsentschädigungen in Höhe von TEUR 75 (Vj.: TEUR 6). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 30 (Vj.: TEUR 126) enthalten. Materialaufwand Die Materialaufwendungen betreffen Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von TEUR 30.738 (Vj.: TEUR 11.800). In den Aufwendungen für bezogene Leistungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 200 (Vj.: TEUR 0) enthalten. Abschreibungen Diese setzen sich aus den Abschreibungen von immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens und Sachanlagen zusammen. Im Berichtsjahr betrugen die Abschreibungen insgesamt TEUR 203 (Vj.: TEUR 391). Davon betreffen TEUR 17 (Vj.: TEUR 15) eine außerplanmäßige Abschreibung aufgrund voraussichtlich dauerhafter Wertminderung eines entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstandes des Anlagevermögens. Aufgrund dauerhafter Wertminderung des selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstandes, wurde im Vorjahr eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von TEUR 105 vorgenommen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.059 (Vj.: TEUR 403) angefallen. Die Aufwendungen betreffen Beratungsaufwand durch die Einführung eines ERP-Systems. Des Weiteren weisen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Wesentlichen Fremdleistungen TEUR 1.073 (Vj.: TEUR 532), Aufwendungen für Lizenzen und Konzessionen TEUR 739 (Vj.: TEUR 346) sowie Mietaufwendungen TEUR 762 (Vj.: TEUR 562) auf. Im Geschäftsjahr 2019 sind Abschreibungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 188 (Vj.: TEUR 130) sowie Zuführungen zu den Einzel- und Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von insgesamt TEUR 183 (Vj.: TEUR 52) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 85 (Vj.: TEUR 161) ausgewiesen. V. Sonstige Angaben Anzahl der Mitarbeiter Im Geschäftsjahr waren gemäß § 267 Abs. 5 HGB durchschnittlich 171 (Vj.: 114) Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführer) beschäftigt:
Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr: - Erik Nils Muttersbach, Chief Technology Officer, Berlin - Ferry Heilemann, Chief Executive Officer, Berlin (bis 20.08.2020) Nach dem Bilanzstichtag haben sich folgende Änderungen bei der Geschäftsführung ergeben: - Michael Ardelt, Chief Operations Officer, Berlin (ab 20.08.2020) - Michael Wax, Chief Executive Officer, Berlin (ab 20.08.2020) Für die Angabe der Geschäftsführervergütung wird die Schutzklausel § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Ein gesetzliches Aufsichtsorgan existiert im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht. Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB lagen im Geschäftsjahr nicht vor. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus abgeschlossenen Mietverträgen in Höhe von TEUR 4.477 (Vj.: TEUR 2.612). Davon betreffen TEUR 158 Verpflichtungen größer 5 Jahre (Vj.: TEUR 0). ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. Abschlussprüferhonorar Das Honorar des Abschlussprüfers für die Jahresabschlussprüfung des Geschäftsjahres 2019 beläuft sich auf TEUR 72 und beinhaltet ausschließlich Leistungen für die Abschlussprüfung. Nachtragsbericht Am 30. Januar 2020 hat die Weltgesundheitsorganisation WHO den internationalen Gesundheitsnotstand aufgrund des Ausbruchs der COVID-19-Epidemie (sog. Corona-Krise) ausgerufen. Seit dem 11. März 2020 stuft die WHO dessen Verbreitung nunmehr als Pandemie ein. Andauernde Einschränkungen aufgrund des sog. Coronavirus könnten negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Geschäftsjahr 2020 haben. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf unsere Ausführungen im Lagebericht in dem Kapitel "Chancen- und Risikobericht". Logistikdienstleistungen wurden auch während der Pandemie weiterhin nachgefragt, wodurch es zu keinen wesentlichen Beeinträchtigungen für die Gesellschaft gekommen ist. Im Rahmen einer Kapitalerhöhung im Geschäftsjahr 2020 sind der Gesellschaft weitere liquide Mittel in Höhe von TEUR 33.540 zugegangen. Weitere liquide Mittel in Höhe von TEUR 10.000 sind der Gesellschaft in 2020 im Rahmen der Ziehung der Tranche 1 eines Darlehens der European Investment Bank (EIB), das im November 2019 in Höhe von bis zu EUR 20,0 Mio. gewährt wurde, zugeflossen. Anlagespiegel
Außerplanmäßige Abschreibungen beim Anlagevermögen und beim Umlaufvermögen zur Vorwegnahme künftiger Wertschwankungen1.1.2019 - 31.12.2019Die außerplanmäßigen Abschreibungen im Anlagevermögen betragen 17.025,36 EUR. 1.1.2018 - 31.12.2018Die außerplanmäßigen Abschreibungen im Anlagevermögen betragen 119.648,00 EUR. sonstige Berichtsbestandteile
Berlin, den 19. März 2021 gez. Erik Nils Muttersbach gez. Michael Ardelt gez. Michael Wax Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 04.04.2021 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Forto GmbH (vormals: FreightHub GmbH) Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Forto GmbH (vormals: FreightHub GmbH), Berlin - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Forto GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben in Abschnitt I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss im Anhang und die Angaben in Abschnitt III. 1. Risikobericht des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass ausweislich der Finanzplanung spätestens in 2023 mit dem Entstehen einer Liquiditätslücke gerechnet wird, die von dritter Seite geschlossen werden muss. Die wesentliche Annahme ist hierbei, dass die vertraglich fixierten Finanzierungsmaßnahmen erfolgreich umgesetzt werden. Sollte diese Annahme nicht erfolgreich umgesetzt werden, kann sich schon am Ende des Geschäftsjahres 2021 eine Liquiditätslücke ergeben. Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 25. März 2021 Ernst
& Young GmbH
Brorhilker, Wirtschaftsprüfer Berodt, Wirtschaftsprüfer |
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