Finbuilder GmbH
Selbe AdresseBauträger für Wohngebäude
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Nicole Bagci seit 8.5.2022 | Prokura |
Thomas Helmut Pesold seit 21.12.2021 | Prokura |
Harun Gaplan seit 21.12.2021 | Prokura |
Markus Berger seit 28.2.2011 | Geschäftsführer |
Funda Sertkaya seit 28.2.2011 | Geschäftsführer |
Önder Ciftci seit 23.3.2010 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 43.00% | |
| 32.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Ophirum GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtUnternehmensgrundlagen 1) Geschäftsmodell der Gesellschaft Die Ophirum GmbH ist im Edelmetallhandel vorrangig in Deutschland aktiv. Der größte Teil des Umsatzes wird mit dem Filialnetz erzielt. Zusätzlich zum Filialnetz werden über eine volldigitalisierte Plattform Sparpläne und Einlagerungsmöglichkeiten für Edelmetallinvestitionen für Privatkunden angeboten. Neben dem Vertrieb der Produkte unter dem Ophirum-Brand, gibt es auch Kooperationen mit Banken und anderen Teilnehmer des Edelmetallmarktes, um die Plattform größtmöglich zu skalieren. Der Einkauf der Edelmetalle erfolgt entweder direkt beim Hersteller der Produkte oder bei Banken/Importeuren von Produkten ausländischer Prägestätten. Ein weiteres Geschäftsfeld, welches in den letzten Jahren sehr stark an Bedeutung zugelegt hat, ist der Altgoldankauf von Schmuck oder Barren bzw. Münzen. 2) Standorte Das Filialnetz der Ophirum GmbH umfasst aktuell 25 Standorte deutschlandweit. In diesen Filialen können vor allem Privatkunden Edelmetallprodukte als Anlageobjekte erwerben bzw. später auch wieder verkaufen. Die Bezahlung erfolgt dabei bar bzw. mit gängigen Kartenzahlungsmöglichkeiten. Auch haben Kunden die Möglichkeit, im Online-Shop bestellte und per Überweisung bezahlte Ware in einer Filiale abzuholen. Es ist geplant, dass Filialnetz in den nächsten Jahren weiter auszubauen. Wirtschaftsbericht 1) Wirtschaftliche Entwicklung, Edelmetallmärkte, Branchenentwicklung Die in den vorangegangenen Jahren anziehende Konjunktur flaute im Jahr 2023 ab. So konnte die deutsche Wirtschaft, die noch in den Jahren 2021 und 2022 stark gewachsen war, für 2023 nur ein negatives Wachstum von 0,3% vorzeigen. Gründe dafür waren vor allem weltweite Verzerrungen aufgrund des russischen Angriffskrieges in der Ukraine und den eingeführten Wirtschaftssanktionen, die teilweise Störung globaler Lieferketten und der daraufhin starken Inflation in weiten Teilen der westlichen Welt. Die Zinsschritte der westlichen Notenbanken zur Bekämpfung der Inflation gingen auch 2023, wenn auch in geringerem Maße, weiter. Erst mit dem immer deutlicher werdenden Rückgang des Wachstums, der sinkenden Inflation und den damit verbundenen Zinssenkungsfantasien der Anleger kam im Laufe des Jahres Optimismus an die Kapitalmärkte zurück und die Aktienmärkte, als Vorausboten der Konjunkturentwicklung, erklommen neue Höhen. Die Edelmetallmärkte verzeichneten 2023 ein sehr uneinheitliches Bild. Grund waren die unterschiedlichen Anwendungsgebiete der einzelnen Metalle. Während die hauptsächlich industriell genutzten Edelmetalle (Platin, Palladium) aufgrund der eingetrübten Konjunkturaussichten seitwärts tendierten oder stark fielen, konnte Gold (und teilweise auch Silber) als vor allem für Investments genutztes Edelmetall aus seiner langjährigen Preisrange nach oben ausbrechen und erklomm neue All-Time-Highs. Grund dafür waren vor allem starke Nachfrage von Zentralbanken aus China und anderen Entwicklungsländern, die Teile ihrer Währungsreserven aus dem USD und EUR-Anleihen in das Edelmetall umschichteten. Somit konnten auch größerer Ausflüsse aus den weltweiten ETF- und ETC-Beständen teils überkompensiert werden. Die private Goldnachfrage in 2023 sank in Deutschland laut dem World Gold Council um 75% im Vergleich zum Jahr 2022. Grund hierfür war vor allem der starke Zinsanstieg der Jahre 2022 und 2023, die dem Goldmarkt nach Jahren der 0-Zins-Politik wieder eine Alternative zu Gold entgegenstellte, sowie der starke Preisanstieg des Goldes im 2. Halbjahr. Dies löste eine starke Verkaufswelle von Privatkunden aus, die Gewinne realisierten. Neukäufe hingegen wurden aufgrund des hohen Preises erst einmal zurückgestellt. 2) Geschäftsverlauf Nach Jahren des starken Wachstums und des bundesweiten Ausbaus des Filialnetzes stand 2023 das Rebranding und die damit verbundene Marketing-Kampagne der Ophirum im Fokus. Dies diente der Manifestierung der Marke Ophirum und der Gewinnung neuer Kundengruppen. Im Vergleich zu Mitwettbewerbern konnte beobachtet werden, dass trotz stark nachlassender allgemeiner Goldnachfrage die Besucherzahlen auf der Ophirumseite gestiegen ist, die Neukundengewinnung erfolgreich war und der Marktanteil insgesamt gewachsen ist. 3) Ertragslage Die Gesellschaft erreichte einen Rohergebnis in Höhe von 11,5 Mio. Euro (Vorjahr: 17,2 Mio. Euro). Der Rückgang des Rohergebnisses im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf einen allgemeinen Nachfragerückgang zurückzuführen. Darüber hinaus wurden im Vorjahr Erlöse in Höhe von TEUR 324 aus staatlichen Unterstützungsleistungen im Rahmen von Corona-Maßnahmen realisiert. Die Preisstruktur im Wareneinkauf als Bestandteil des Rohergebnisses wird im Wesentlichen durch die Quelle des Warenbezugs bestimmt (Ankauf von Kundenware, die direkt wieder verkauft werden kann versus Warenbezug von Ophirum's Handelspartnern). Auf Grund des gestiegenen Goldankaufsgeschäfts, konnte daher im Jahr 2023 die Rohgewinnmarge gesteigert werden. Auf Grund dessen, einhergehend mit den einmaligen Ausgaben zum Rebranding und der Markenbekanntmachung, musste die Ophirum einen Jahresfehlbetrag von insg. 4,28 Mio. Euro am Ende des Jahres verbuchen. Diese stehen im starken Kontrast zu den erwirtschafteten Jahresüberschüssen im Jahr 2022 mit 479 TEUR und im Jahr 2021 mit 1,97 Mio. Euro und spiegelt somit nicht die gewöhnliche Ertragslage der Ophirum wider. Der Personalaufwand ist auf Grund der Filialanzahl der höchste Posten innerhalb der Kostenstruktur, konnte jedoch über die letzten Jahre äußerst stabil gehalten werden. Die Schwankungen ergeben sich aus der Filialanzahl Erweiterung. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen insgesamt konnten von 13,372 Mio. auf 12,450 Mio. Euro reduziert werden. Wesentliche Änderungen sind in folgenden Teil-Bereichen zu beobachten. Die Kosten für den Wachdienst in den Filialen konnte von 1,264 Mio. auf 570 TEUR reduziert werden, da in 2023 alle sicherheitsrelevanten Umbauten und Erweiterungen abgeschlossen werden konnten. Dies führte zu einem erhöhten Aufwand in dem Posten Alarmanlagen (von 120 TEUR auf 211 TEUR). Eine weitere wesentliche Erhöhung ist in dem Block Werbekosten und Kampagne zu verzeichnen, die maßgeblich im Geschäftsjahr 2023 stattfand. Insgesamt sind die Werbeaufwendungen um TEUR 1.177 angestiegen. Gleichzeitig kam es durch den starken Nachfragerückgang im Goldmarkt auch zu stark reduzierten gezahlten Verkaufsprovisionen an unsere Partner (von 2,887 Mio. auf 1,467 Mio. Euro) und zu nahezu halbierten Ausgangsfrachten (von 951 TEUR auf 489 TEUR). Durch ein Sale-und Lease Back Geschäft wurden Sachanlagen in Höhe von 346 TEUR verkauft und hieraus ein Buchgewinn von TEUR 77 realisiert. Die Abschreibungssumme im gesamten Jahr hat sich insbesondere durch die Berücksichtigung des Aufbaus immaterieller Vermögensgegenstände (Rebranding, Marketing) wesentlich um 270 TEUR erhöht. Die Zinsaufwendungen sind im Jahr 2023 stark angestiegen (von 60 TEUR auf 172 TEUR). Dies liegt an mehreren Faktoren. Zum einen an die im Markt allgemein gestiegenen Zinskonditionen und zum anderen an die im Jahresdurchschnitt höhere Inanspruchnahme der Kontokorrentlinien und Goldleihen. In 2023 standen der Ophirum höhere Leihmöglichkeiten bei den Hausbanken zur Verfügung, die eine schnellere und höhere Warenbelieferung in den Filialen ermöglichte. Die Veränderung in der Ertragsteuer ist vor allem durch den Verlustrücktrag der Körperschaftsteuer aus den Jahren 2022 und 2021 zu erklären. 4) Finanzlage Die Kapitalstruktur der Ophirum setzt sich seit Jahren aus dem Eigenkapital und den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber den Banken in Form von Kontokorrentlinien zusammen. Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Banken bestehen nicht. Das Edelmetallgeschäft ist generell ein sehr Liquidität-intensives Geschäft, welches eine stabile Liquiditätsplanung erfordert. Im 6-Augenprinzip und systemtechnisch wird täglich mehrfach die Liquidität geprüft und berechnet. Für die tägliche Liquidität stehen neben den Cash-Quellen aus dem operativen Geschäft zwei Kontokorrentlinien zur Verfügung. 5) Vermögenslage Die Bilanzsumme beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf 5,663 Mio. Euro (Vorjahr: 7,602 Mio. Euro). Das Anlagevermögen ging dabei um 0,5 Mio. Euro auf € 2,5 Mio. (Vorjahr: 3,0 Mio. Euro) moderat zurück. Die Kassenbestände konnten in Folge eines stabilen Cash Managements ordentlich heruntergefahren werden (von 1,579 Mio. Euro im Jahr 2022 auf 560 TEUR in 2023). Die Cash Bestände aus den Filialen wurden genutzt, um zum Jahresende die Kontokorrent-Verbindlichkeiten geringer zu halten. Darüber hinaus sind die sonstigen Vermögensgegenstände insbesondere durch erstattete Ertragsteuerforderungen zurückgegangen. Gegenläufig sind die Vorratsbestände um TEUR 448 angestiegen. Auf der Passivseite ist das Eigenkapital insbesondere durch den Jahresfehlbetrag zurückgegangen. Eigenkapitalerhöhend wirkte die Erhöhung der Kapitalrücklage in Höhe von 2,0 Mio. Euro. Die sonstigen Rückstellungen haben sich insbesondere auf Grund eines höheren Anteils ausstehender Rechnungen gegenüber den Lieferanten zum Jahreswechsel von TEUR 231 auf TEUR 1.618 deutlich erhöht und sind in Verbindung mit dem Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zu betrachten. Der Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten von 585 TEUR auf 300 TEUR ist im Wesentlichen auf die reduzierten Überzahlungen von Kunden zurückzuführen. Der Ausweis erfolgt unter den erhaltenen Anzahlungen. 6) Finanzielle Leistungsindikatoren Die Branchenentwicklung ist im Wesentlichen durch die makroökonomische Entwicklung geprägt. Auf Grund dessen ist für die Ophirum eine niedrige, belastbare und robuste Kostenstruktur Grundbaustein für den zukünftigen Erfolg. Enge Kontrollmechanismen und flexible variable Kostenstrukturen ermöglichen ein schnelles und dynamisches Interagieren. Ziel ist es ein kontinuierlich positives EBIT zu erzielen und nach dem Ausnahmejahr 2023 wieder in die stabile Ergebniserzielung der Vorjahre zurückzukehren. Basierend auf den bereits gewonnenen Marktanteilen soll die Bekanntheit weiter ausgebaut werden und damit die Umsatzerlöse kontinuierlich gesteigert werden. 7) Gesamteinschätzung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Insgesamt stellt sich die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft als geordnet dar. Die Ertragslage entwickelte sich jedoch insgesamt deutlich unterhalb der Erwartungen. Ausschlaggebend hierfür ist die stark zurückgegangene Nachfrage und die damit einhergehenden stark gesunkenen Umsatzerlöse kombiniert mit den einmalig hohen Branding- und Marketingkosten zu einer marktschwachen Zeit. Zur Stabilisierung wurde eine zusätzliche Kapitalrücklage von 2 Mio. Euro durch die Gesellschafter eingebracht, was einmal mehr das Kommittent der Inhaber unterstreicht. Risikobericht Das Jahr 2023 stellte für die Ophirum GmbH neben der Restrukturierung auch die Weichen für die Neuausrichtung in den kommenden Jahren dar. Chancen: 1) Altgoldmarkt Auf Grund des stark gestiegenen Goldpreises hat sich der Markt in 2023 in einen sog. "Altgoldmarkt" gedreht. Neben den Verkäufen sind die Rückkäufe der Kunden an die Ophirum GmbH exorbitant gestiegen. Dieses Geschäft ist zudem sehr viel margenintensiver und soll zukünftig noch viel mehr ausgebaut werden. Das große Filialnetz der Ophirum GmbH bietet die ideale Voraussetzung dafür. 2) Neukundengewinnung Das Rebranding führte zu einem angestiegenen Neukundenzuwachs, der sich nun im Verkauf, aber auch Ankauf niederschlägt. Politische und makro-ökonomische Unsicherheiten in der Zukunft werden das Thema Gold als Anlage erneut in den Fokus setzen, wo die Ophirum GmbH von der Rebranding Kampagne aus Sicht der Geschäftsführung auch zukünftig profitieren wird. 3) Feste Kostenstruktur Im Jahr 2023 wurden die Kostenstruktur im Detail nach dem starken Wachstum der voran gegangenen Jahre geprüft und alle möglichen und erforderlichen Restrukturierungsmaßnahmen durchgeführt. Mit dieser Kostenstruktur als Basis kann die Ophirum GmbH gestärkt in die kommenden Jahre gehen. 4) Aufnahme weiterer Vertriebspartner Die Ophirum GmbH baut ihr Vertriebspartnernetz kontinuierlich weiter aus und greift hier auf die in den vergangenen Jahren, vorhandene IT Struktur zurück. Weitere Anbindungen sind schnell und kostengünstig umsetzbar (Ucambio in 2024, Prahir in 2024, Goldfuxx in 2024). 5) Aufnahme weiterer Lieferanten Die Ophirum GmbH ist auch bereits in Verhandlungen für die Aufnahme weiterer Lieferanten. Dies verringert zum einen die Lieferanten-Abhängigkeit, zum anderen ermöglicht dieses günstigere Einkaufskonditionen. Risiken: 1) Beschaffungsrisiken Die Ophirum GmbH ist nicht Hersteller eigener Produkte und damit auf der Beschaffungsseite von Edelmetallprodukten abhängig von Lieferanten. Sollten Lieferanten und/oder die Logistik von Lieferanten zu Ophirum ausfallen, können Engpässe entstehen. Da die durchschnittliche Lieferzeit im Edelmetallmarkt nur wenige Tage (Online-Handel) bzw. Zug um Zug gegen Bargeld oder Kartenzahlung angeboten wird, könnte ein Ausfall auf der Beschaffungsseite zu größeren Umsatzeinbußen führen. Die Geschäftsführung setzt daher auf stabile, langfristige Lieferantenbeziehung im Barren- bzw. BullionCoin-Wholesalesmarkt. 2) Finanzielle Risiken Die Gesellschaft finanziert einen Großteil ihres Bestandes über Edelmetallleihen. Durch die Finanzierung mit Edelmetallleihen werden demzufolge auch die meisten Umsätze in den Filialen generiert. Ein Wegfall bzw. eine größere Reduzierung dieser Finanzierungsmöglichkeit hätte auch z.T. starke Auswirkungen auf den Filialbestand und demzufolge auf die zu erzielenden Umsätze. Die Geschäftsführung schätzt eine signifikante Reduktion als Risiko ein und versucht mit der Diversifikation auf der Finanzierungsseite das Risiko zu minimieren. 3) IT-Risiken Eine der größten geschaffenen Wettbewerbsvorteile der Gesellschaft ist die implementierte IT-Infrastruktur. Diese ermöglicht es Ophirum, aber auch den Kooperationspartnern maßgeschneiderte und skalierbare Businessmodelle zu entwickeln. Auf der anderen Seite hat die Geschäftsführung auch eine große Abhängigkeit von dieser IT-Umgebung als Schwachstelle identifiziert, da ein Ausfall sowohl Umsatzeinbußen, als auch Reputationsrisiken beinhaltet. Demzufolge muss sowohl die Hardware, als auch die Software gegen Ausfall und Angriffe geschützt werden. Die Schutzmechanismen werden daher ständig intern und extern überprüft und an die sich schnell entwickelnde Gefahrensituation angepasst. 4) Marktrisiken Das Geschäftsmodell der Gesellschaft beruht auf freien Märkten (speziell Edelmetallmärkten) und funktioniert in dem derzeitigen regulatorischen Umfeld. Sollte es zu Verwerfungen auf den internationalen Märkten und/oder zu verstärkten regulatorischen Eingriffen in den Edelmetallmarkt kommen, können Umsatz- bzw. Ergebnisentwicklung der Gesellschaft negativ beeinflusst werden. Auch kann der Ausfall wichtiger Stakeholder in der Wertschöpfungskette (z.B. Logistik, Versicherung u.ä.) zu negativen Veränderungen im Geschäftsmodell führen. 5) Rechtliche Risiken Die Ophirum GmbH sieht sich einer Reihe von rechtlichen Regelungen ihres Geschäftsmodells sowie zunehmenden Datenschutz- und Compliance-Anforderungen gegenüber. Weiterhin wurden auch die Anforderungen bezüglich Geldwäscheprävention durch den Regulator in den letzten Jahren deutlich verschärft. Dem begegnet die Gesellschaft durch Hinzuziehung von externen Kanzleien sowie der Bestellung eines externen Datenschutzbeauftragten. Damit wird sichergestellt, dass die sich stetig verändernden Anforderungen auch schnell in die vorhandenen Prozesse implementiert werden. 6) Zusammenfassung der Risikolage Unternehmerische Tätigkeiten und Entscheidungen sind stets mit Chancen und Risiken verbunden. Nicht alle potentiellen Risiken können ausgeschlossen werden. Weitere Risiken, die nur die Gesellschaft betreffen, sind derzeit nicht bekannt. Ebenso sind zum derzeitigen Zeitpunkt keine, den Fortbestand des Unternehmens gefährdende, Risiken bekannt. Geschäftsausblick Für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens sind verschiedene externe und interne Faktoren maßgeblich. Ein wesentlicher und nicht zu beeinflussender Punkt sind die Verhältnisse an den Kapitalmärkten, die wesentlich durch politische Veränderungen sowie makroökonomische Veränderungen beeinflusst werden. Diese Rahmenbedingungen beeinflussen stark die Preisentwicklung auf den Edelmetallmärkten, die in der Folge auch das Kauf-/Verkaufsverhalten der Kunden bestimmen. Demzufolge hängen auch die Umsätze der Gesellschaft an diesen Faktoren und können höher oder niedriger ausfallen als erwartet. Das heißt für Ophirum, dass es zu weiteren Entwicklungen auf der Produktseite kommen muss, um die Dienstleistungspalette rund um das Thema Edelmetall zu erweitern und die Wertschöpfung innerhalb des Unternehmens zu erweitern. Zusätzlich ist es weiterhin erforderlich, auf Schwankungen in den Umsätzen mit einer Minimum- Cost-Strategie vorbereitet zu sein. Auf der anderen Seite wird Ophirum in den kommenden Monaten verstärkt Kunden auf der Ankaufseite von Metallen suchen. Dieses umfasst in erster Linie weiter veräußerbare Barren und Münzen, allerdings zukünftig verstärkt auch Altgold wie Schmuck oder beschädigten Barren bzw. Münzen. Nach den großen Investitionen in Marketing und Imagekampagnen Anfang 2023 geht die Geschäftsführung weiter von einem steigenden Marktanteil, vor allem bei Neukäufern, aus. Mit leicht steigenden Umsätzen, einer gleichbleibenden Rohgewinnmarge, aber im Vergleich zu 2023 deutlich reduzierten Marketingaufwendungen, erwartet die Geschäftsführung in 2024 wieder ein positives Gesamtergebnis, das vorsichtlich zwischen TEUR 500 und TEUR 800 liegen wird.
Frankfurt, den 5. Februar 2025 gez. Funda Sertkaya gez. Önder Ciftci gez. Markus Berger BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. Allgemeine Angaben Die Ophirum GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main ist beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 87050 in das Handelsregister eingetragen. Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Nach den in § 267 Abs. 2 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Der Jahresabschluss wurde nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften bestehenden Vorschriften aufgestellt. Bei der Offenlegung werden die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§ 327 HGB) in Anspruch genommen. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Der Abschluss wird in Euro nach den Grundsätzen der Unternehmensfortführung aufgestellt. 2. Angaben zur Bilanz Die Aufgliederung und Entwicklung der Posten des Anlagevermögens wird im Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Als Abschreibungsdauer für die Entwicklung "Mein Schließfach" wurden 10 Jahre berücksichtigt. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Es handelt sich hier überwiegend um Büroeinrichtungen und die einzelnen Filialumbauten. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und im Jahr des Zugangs zeitanteilig vorgenommen. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis zu € 800, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben und als Anlagenabgang erfasst. Die Finanzanlagen wurden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Anteile an verbundenen Unternehmen enthalten die 100%ige Beteiligung an der Ophirum Goldsparplan GmbH, Frankfurt am Main. Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2023 einen Jahresfehlbetrag von € 1.959,25 und ein Eigenkapital von € 30.841,59 aus. Der Posten Beteiligungen betrifft die Beteiligung von 50 % an der pro aurum Tresorgold GmbH. Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2023 einen Jahresüberschuss von € 282.448,46 und ein Eigenkapital von € 487.095,63 aus. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert abzüglich Wertberichtigungen für erkennbare Risiken bewertet. Alle Forderungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Flüssigen Mittel wurden zum Nennwert angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, mit Ausnahme der Kautionen von € 28.485,20 (Vj.: € 28.485,20), eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und enthalten Forderungen, die erst nach Ablauf des Geschäftsjahres rechtlich entstehen (im Folgejahr abzugsfähige Vorsteuerbeträge), in Höhe von € 5.709,10 (Vj. € 5.017,02). Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage sind mit dem Nennwert angesetzt. Der Jahresabschluss wurde nach vollständiger Gewinnverwendung aufgestellt. In den Bilanzgewinn wurde ein Gewinnvortrag von € 4.375.793,77 einbezogen. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbare Verpflichtungen gebildet und mit dem wahrscheinlichen Erfüllungsbetrag bewertet. Bei der Rückstellungsbewertung wurden unter Beachtung der Restlaufzeit die Preis- und Kostensteigerungen mit 2% p.a. berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere ausstehende Rechnungen von T€ 1.466 (Vj. T€ 167), Urlaubsansprüche in Höhe von T€ 107 (Vj. T€ 51), Jahresabschlusskosten in Höhe von T€ 40 (Vj. T€ 0) und Aufbewahrungsrückstellungen in Höhe von T€ 5 (Vj. T€ 5). Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert. Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Lieferantenverbindlichkeiten sind durch die üblichen (verlängerten) Eigentumsvorbehalte besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignungen an Rohstoffen besichert. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern über € 35.702,34 (Vj. € 155.681,65) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit über € 2.135,10 (Vj. € 4.092,66). 3. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von € 80.000,00 (Vj. € 4.546,10), die im Berichtsjahr Gutschriften von Lieferanten für Vorjahre betreffen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von € 66.526,59 (Vj. € 343,31) und betreffen im Berichtsjahr im Wesentlichen Nachberechnungen von Lieferanten und Behörden für Vorjahre. 4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen Immobilienmietverträge (T€ 2.364) Kfz-Leasingverträge (T€ 68) und sonstige Dauerschuldverhältnisse (T€ 1.240) und haben insgesamt in Höhe von T€ 1.171 eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Immobilienmietverträge dienen der Beschaffung von Verkaufs- , Verwaltungs- und Lagerflächen. Risiken bestehen in sinkenden Mietpreisen im Vergleich zur vereinbarten Miete. Vorteile bestehen in der Flexibilität sowie dem Tatbestand des fehlenden Bestands- und Verwertungsrisikos. Die vereinbarten Leasing-Verträge dienen insbesondere der Erneuerung der Infrastruktur der Ladenlokale, die dem Risiko einer Überalterung durch technologischen Fortschritt ausgesetzt sind. Die Vorteile der Leasing-Verträge liegen in der Verbesserung der Flexibilität und der Verbesserung der Liquiditätslage. Zur weiteren Erläuterung verweisen wir auf die im Folgenden dargestellten außergewöhnlichen Sachverhalte. Die Gesellschaft nutzt zur Edelmetallversorgung in Einzelfällen Edelmetallleihen, bei denen der Leihgeber dem Leihnehmer eine vertraglich geregelte Menge Edelmetall für einen bestimmten Zeitraum gegen eine Leihgebühr zur Verfügung stellt. Am Bilanzstichtag bestand eine Edelmetallleihe mit einem Volumen von T€ 3.172. Diese, wie auch der Edelmetallbestand und die Rückgabeverpflichtung, sind nicht in der Bilanz auszuweisen. Die Vorteile liegen insbesondere in einer verbesserten Lieferfähigkeit mit Edelmetall ohne zusätzliche Liquiditätsbelastung für den abgeschlossenen Zeitraum. Nachteilig ist die hierfür zu zahlende Gebühr. 5. Außergewöhnliche Sachverhalte Das Jahresergebnis ist durch die folgenden außergewöhnlichen Erträge und Aufwendungen beeinflusst: In dem Geschäftsjahr 2023 wurden erhebliche Marketingaufwendungen getätigt, die insbesondere im Bereich Fernsehwerbung mit € 4,5 Mio. zu einem außergewöhnlich hohen Aufwand geführt haben. Der Ausweis erfolgte unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Darüber hinaus hat die Ophirum GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr im Rahmen von Sale and Lease Back-Verträgen Ladeneinrichtungen, Tresore und Banknotenzähler sowie Waagen an eine Leasing- Gesellschaft veräußert. Hierdurch ist das Sachanlagevermögen zum 31. Dezember 2023 um TEUR 270 reduziert worden und die Gesellschaft ist finanzielle Verpflichtungen aus diesen Verträgen in Höhe von TEUR 84 pro Jahr eingegangen. Hierdurch wurden Erlöse in Höhe von TEUR 347 erzielt und ein Buchgewinn von TEUR 77 realisiert. Der, insbesondere durch die zuvor genannten Sachverhalte ermöglichte steuerliche Verlustrücktrag ergab einen Ertrag aus der Erstattung von Ertragsteuern für Vorjahre von € 562.433,69. 6. Ergänzende Angaben Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 65 Mitarbeiter beschäftigt. Hiervon sind 15 Arbeitnehmer dem Office Management sowie der IT inkl. der Betriebsorganisation zuzurechnen. Alle übrigen Arbeitnehmer sind operativ in der Auftragsabwicklung und in den Filialen tätig. Gegenüber dem Geschäftsführer (Önder Ciftci) besteht eine Darlehensforderung über € 208.000,00 am Bilanzstichtag. Das Darlehen wurde mit 4% verzinst, ohne feste Laufzeit gewährt und kann beiderseits kurzfristig gekündigt werden. Das Gesamthonorar für das Geschäftsjahr beträgt € 20.000,00 und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren Frau Funda Sertkaya, Herr Önder Ciftci und Herr Markus Berger zu Geschäftsführern bestellt. Sie führen hauptberuflich die Geschäfte der Gesellschaft. Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da anhand dieser Angabe die Bezüge der Geschäftsführer erkennbar würden. Im Geschäftsjahr wurde zur Stärkung des Eigenkapitals ein Betrag in Höhe von € 2.000.000,00 in die Kapitalrücklage eingestellt. Die Geschäftsführung schlägt vor, den verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von € 92.002,38 in das Folgejahr vorzutragen. Es gibt keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2023 eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind.
Frankfurt am Main, den 5. Februar 2025 gez.Funda Sertkaya gez.Önder Ciftci gez. Markus Berger Bruttoanlagenspiegel zum 31.12.2023
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 05.02.2025 festgestellt. BestätigungsvermerkIn dem zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden größenabhängige Erleichterungen in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "An die Ophirum GmbH, Frankfurt am Main Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Ophirum GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ophirum GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens; - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Kronberg, 5. Februar 2025 Spall
& Kölsch GmbH
Spall, Wirtschaftsprüfer Kölsch, Wirtschaftsprüfer |
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