Stammdaten

Register
Amtsgericht Koblenz HRB 4702
Eingetragen
8.9.1993
Branche
Herstellung von Türen und Fenstern aus HolzHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Paletten und anderen Ladungsträgern aus Holz
Gegenstand
Die industrielle Produktion von und der Handel mit holz- und kunststoffummantelten Artikeln, insbesondere mit Paneelen und Profilen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Felix Hüllenkremer
seit 19.8.2025
Geschäftsführer
Anke Blumenberg
seit 6.1.2025
Prokura
Guido Stallknecht
seit 3.2.2022
Geschäftsführer
Stefanie Quervel
seit 29.10.2018
Geschäftsführer
Hans-Jürgen Hannig
seit 27.9.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
W. Classen GmbH & Co. KG
Germany
1000000
100.00%

Beteiligungen
Beta

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

W. Classen GmbH & Co. KG

Kaisersesch

Konzernabschluss zum 31.12.2022

Festgestellt am 16. Oktober 2023

KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022

W. CLASSEN GMBH & CO. KG, KAISERSESCH

AKTIVA

31.12.2022
EUR
31.12.2021
TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 298.065.232,85 298.416,2
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.434.642,90 1.444,0
1. Software 1.234.216,11 274,8
2. Nutzungsrechte 1.035.731,71 1.169,2
3. Geleistete Anzahlungen 164.695,08 0,0
II. Sachanlagen 283.879.586,26 286.751,7
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 89.863.089,01 85.756,6
2. Technische Anlagen und Maschinen 130.391.947,70 157.154,2
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.946.367,29 8.474,3
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 55.678.182,26 35.366,6
III. Finanzanlagen 11.751.003,69 10.220,5
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 7.676.275,69 6.671,7
2. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 2.657.250,00 2.131,3
3. Sonstige Ausleihungen 1.417.478,00 1.417,5
B. UMLAUFVERMÖGEN 228.001.748,17 200.398,4
I. Vorräte 126.871.322,75 117.336,6
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 44.444.192,47 40.330,7
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 27.024.328,07 19.337,1
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 55.402.802,21 57.668,8
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 44.373.576,85 54.158,0
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 31.765.155,70 41.726,0
2. Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 170.500,00 170,5
3. Sonstige Vermögensgegenstände 12.437.921,28 12.261,5
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 56.756.848,57 28.903,8
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.709.633,69 2.873,5
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 1.296.289,07 1.040,9
529.072.903,78 502.729,0

PASSIVA

31.12.2022
EUR
31.12.2021
TEUR
A. EIGENKAPITAL 202.433.271,10 212.022,5
I. Kapitalanteile der Kommanditisten 2.760.976,16 2.761,0
II. Rücklagen 175.000.000,00 57.303,8
III. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -8.010.936,50 -6.718,0
IV. Konzerngewinnvortrag 26.448.757,39 12.888,8
V. Konzernjahresüberschuss 3.007.255,85 143.133,8
VI. Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter 3.227.218,20 2.653,1
B. SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE ZUM SACHANLAGEVERMÖGEN 20.450.368,01 21.903,4
C. RÜCKSTELLUNGEN 40.377.590,34 42.976,0
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.153.311,16 3.082,8
2. Steuerrückstellungen 14.658.994,33 15.204,7
3. Sonstige Rückstellungen 22.565.284,85 24.688,5
D. VERBINDLICHKEITEN 264.883.530,33 224.667,5
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 161.758.681,28 119.466,4
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.405.075,36 2.402,0
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 37.414.465,86 40.458,0
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 27.662.368,17 13.308,8
5. Verbindlichkeiten gegenüber ausgeschiedenen Gesellschaftern 9.272.287,64 18.544,6
6. Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 123.251,69 12.732,5
7. Sonstige Verbindlichkeiten 27.247.400,33 17.755,2
E. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 516.356,10 426,5
F. PASSIVE LATENTE STEUERN 411.787,90 733,1
529.072.903,78 502.729,0

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

2022
EUR
2021
TEUR
1. Umsatzerlöse 641.732.644,18 546.133,6
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen 5.421.237,34 29.374,2
3. Sonstige betriebliche Erträge 18.665.053,80 143.892,4
4. Materialaufwand 359.346.467,03 288.052,2
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 310.343.275,43 257.653,0
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 49.003.191,60 30.399,2
5. Personalaufwand 81.983.606,15 81.472,8
a) Löhne und Gehälter 68.869.160,32 68.494,3
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 13.114.445,83 12.978,5
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 57.368.161,65 51.106,8
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 156.269.682,94 133.611,9
8. Erträge aus assoziierten Unternehmen 1.004.555,08 1.240,5
9. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 199.243,28 221,9
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 369.998,75 74,1
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5.641.537,93 4.179,2
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.125.802,91 17.845,8
13. Ergebnis nach Steuern 4.657.473,82 144.668,0
14. Sonstige Steuern 701.008,31 707,1
15. Anteil anderer Gesellschafter am Konzernergebnis -949.209,66 -827,1
16. Konzernjahresüberschuss 3.007.255,85 143.133,8

Konzern-Kapitalflussrechnung

W. Classen GmbH & Co. KG, Kaisersesch

2022 2021
Konzernjahresergebnis (einschließlich Ergebnisanteil außenstehender Gesellschafter) 3.956 143.961
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 57.368 51.107
- Abnahme der Rückstellungen -2.128 -128.519
- Sonstige zahlungsunwirksame Erträge -2.803 -2.901
- / + Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 3.007 -52.131
+ / - Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 2.479 8.080
- / + Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 446 522
+ Saldo aus Zinsaufwendungen und Zinserträgen 5.073 3.883
- Sonstige Beteiligungserträge -1.005 -1.240
+ Ertragsteueraufwand 2.126 17.846
- Ertragsteuerzahlungen -4.121 -3.155
= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 64.398 37.453
+ Einzahlungen aus Abgängen des Anlagevermögens 130 1.996
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -55.752 -64.018
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -811 -355
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 0 1.076
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -526 -54
+ Erhaltene Zinsen und andere Beteiligungserträge 569 296
= Cashflow aus Investitionstätigkeit -56.390 -61.059
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 88.408 20.026
- Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten -64.355 -61.200
+ Einzahlungen aus erhaltenen Zuschüssen 337 15.114
- Gezahlte Zinsen -4.493 -4.149
- Ausschüttungen an andere Gesellschafter -301 -311
= Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 19.596 -30.520
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes 27.604 -54.126
+ / - Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -211 -356
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 22.918 77.400
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 50.311 22.918
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungsmittel 56.757 28.904
- Jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten -6.446 -5.986
50.311 22.918

Eigenkapitalspiegel zum 31.12.2022

Eigenkapital des Mutterunternehmens Kapitalanteile der Kommanditisten
TEUR
Rücklagen
TEUR
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
TEUR
Gewinnvortrag
TEUR
Stand am 31.12.2020 2.761,0 57.303,8 -7.010,8 -2.538,0
Konzernjahresüberschuss Vorjahr 0,0 0,0 0,0 27.793,9
Gutschriften auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,0 0,0 0,0 -12.367,0
Gezahlte Dividenden 0,0 0,0 0,0 0,0
Währungsumrechnung 0,0 0,0 292,8 0,0
Konzernjahresüberschuss 0,0 0,0 0,0 0,0
Stand am 31.12.2021 2.761,0 57.303,8 -6.718,0 12.888,9
Konzernjahresergebnis, das dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist
TEUR
EIGENKAPITAL
TEUR
Stand am 31.12.2020 27.793,9 78.309,9
Konzernjahresüberschuss Vorjahr -27.793,9 0,0
Gutschriften auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,0 -12.367,0
Gezahlte Dividenden 0,0 0,0
Währungsumrechnung 0,0 292,8
Konzernjahresüberschuss 143.133,8 143.133,8
Stand am 31.12.2021 143.133,8 209.369,5
Nicht beherrschende Anteile Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis
TEUR
Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
TEUR
Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne
TEUR
Stand am 31.12.2020 1.280,6 -161,3 948,7
Konzernjahresüberschuss Vorjahr 948,7 0,0 -948,7
Gutschriften auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,0 0,0 0,0
Gezahlte Dividenden -311,4 0,0 0,0
Währungsumrechnung 0,0 69,4 0,0
Konzernjahresüberschuss 0,0 0,0 827,1
Stand am 31.12.2021 1.917,9 -91,9 827,1
EIGENKAPITAL
TEUR
KONZERNEIGENKAPITAL
TEUR
Stand am 31.12.2020 2.068,0 80.377,9
Konzernjahresüberschuss Vorjahr 0,0 0,0
Gutschriften auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,0 -12.367,0
Gezahlte Dividenden -311,4 -311,4
Währungsumrechnung 69,4 362,2
Konzernjahresüberschuss 827,1 143.960,9
Stand am 31.12.2021 2.653,1 212.022,6
Eigenkapital des Mutterunternehmens Kapitalanteile der Kommanditisten
TEUR
Rücklagen
TEUR
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
TEUR
Gewinnvortrag
TEUR
Stand am 31.12.2021 2.761,0 57.303,8 -6.718,0 12.888,9
Konzernjahresüberschuss Vorjahr 0,0 0,0 0,0 143.133,8
Gutschriften auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,0 0,0 0,0 -11.877,8
Einstellung in Rücklagen 0,0 117.696,2 0,0 -117.696,2
Gezahlte Dividenden 0,0 0,0 0,0 0,0
Währungsumrechnung 0,0 0,0 -1.292,9 0,0
Konzernjahresüberschuss 0,0 0,0 0,0 0,0
Stand am 31.12.2022 2.761,0 175.000,0 -8.010,9 26.448,7
Konzernjahresergebnis, das dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist
TEUR
EIGENKAPITAL
TEUR
Stand am 31.12.2021 143.133,8 209.369,5
Konzernjahresüberschuss Vorjahr -143.133,8 0,0
Gutschriften auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,0 -11.877,8
Einstellung in Rücklagen 0,0 0,0
Gezahlte Dividenden 0,0 0,0
Währungsumrechnung 0,0 -1.292,9
Konzernjahresüberschuss 3.007,3 3.007,3
Stand am 31.12.2022 3.007,3 199.206,1
Nicht beherrschende Anteile Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis
TEUR
Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
TEUR
Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne
TEUR
Stand am 31.12.2021 1.917,9 -91,9 827,1
Konzernjahresüberschuss Vorjahr 827,1 0,0 -827,1
Gutschriften auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,0 0,0 0,0
Einstellung in Rücklagen 0,0 0,0 0,0
Gezahlte Dividenden -301,3 0,0 0,0
Währungsumrechnung 0,0 -73,8 0,0
Konzernjahresüberschuss 0,0 0,0 949,2
Stand am 31.12.2022 2.443,7 -165,7 949,2
EIGENKAPITAL
TEUR
KONZERNEIGENKAPITAL
TEUR
Stand am 31.12.2021 2.653,1 212.022,6
Konzernjahresüberschuss Vorjahr 0,0 0,0
Gutschriften auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0,0 -11.877,8
Einstellung in Rücklagen 0,0 0,0
Gezahlte Dividenden -301,3 -301,3
Währungsumrechnung -73,8 -1.366,7
Konzernjahresüberschuss 949,2 3.956,5
Stand am 31.12.2022 3.227,2 202.433,3

Konzernanhang 2022

W. Classen GmbH & Co. KG, Kaisersesch

Die W. Classen GmbH & Co. KG hat ihren Sitz in Kaisersesch und ist eingetragen in das Handelsregister Koblenz unter der Registernummer HRA 4591. Die W. Classen GmbH & Co. KG stellt seit 1996 einen Konzernabschluss nach den handelsrechtlichen Vorschriften für Kapitalgesellschaften gem. §§ 290 ff. HGB auf.

I. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss der W. Classen GmbH & Co. KG werden vorbehaltlich § 296 HGB alle Unternehmen einbezogen, an denen der Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht.

Neben der W. Classen GmbH & Co. KG sind dreizehn inländische und fünf ausländische Tochterunternehmen nach der Methode der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 einbezogen.

Tochterunternehmen, die einzeln oder zusammen von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sind, werden gem. § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Dies betrifft im Berichtsjahr fünf ausländische Tochtergesellschaften.

Gesellschaften, an denen der W. Classen GmbH & Co. nicht unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht, aber auf die ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt wird (assoziierte Unternehmen), werden nach § 312 Abs. 4 S. 1 HGB grundsätzlich nach der Equity-Methode in den Konzern einbezogen - dies betrifft im Geschäftsjahr drei Beteiligungsunternehmen. Sofern assoziierte Unternehmen für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns unwesentlich sind, werden sie mit den Anschaffungskosten angesetzt. Dies betrifft im Geschäftsjahr ein Beteiligungsunternehmen.

II. Konsolidierungsgrundsätze

1. Abschlussstichtag

Der Konzernabschluss der W. Classen GmbH & Co. KG sowie die Einzelabschlüsse sämtlicher in den Konzernabschluss einbezogener Unternehmen wurden einheitlich auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens aufgestellt. Die Konzerngesellschaften wurden mit ihrem für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 für Konsolidierungszwecke erstellten Abschluss in den Konzernabschluss einbezogen.

2. Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt durch Verrechnung der konzerninternen Anteile an in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen mit dem auf diese Anteile entfallenden anteiligen Betrag des Eigenkapitals des jeweiligen Tochterunternehmens.

Für Unternehmenserwerbe, welche vor Einführung des BilMoG erfolgten, wurde die Verrechnung des Kapitals nach der Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 S. 2 Nr. 1 HGB a.F. vorgenommen. Das Eigenkapital wird entsprechend mit dem Betrag angesetzt, der dem Buchwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Für Unternehmenserwerbe nach dem Geschäftsjahr 2009 kommt die Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 HGB i.d.F. des BilMoG zur Anwendung.

3. Schuldenkonsolidierung

Bei der Schuldenkonsolidierung wurden die Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften gem. § 303 Abs. 1 HGB aufgerechnet und eliminiert.

4. Aufwands- und Ertragskonsolidierung

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden konzerninterne Umsätze und sonstige Erträge mit den entsprechenden Aufwendungen gem. § 305 HGB aufgerechnet.

5. Zwischenergebniseliminierung

Im Vorratsvermögen wurden in den Beständen, soweit sie von Konzernunternehmen bezogen wurden, enthaltene Zwischengewinne eliminiert.

6. Latente Steuerabgrenzung

Entsprechend den Vorschriften in §§ 274, 306 HGB und DRS 18 werden latente Steuern gebildet, sofern der Wertansatz in der Handelsbilanz von dem Wertansatz in der Steuerbilanz abweicht.

Die Bewertung der latenten Steuerabgrenzung erfolgt mit dem Steuersatz, der voraussichtlich in der Zukunft zur Anwendung kommt.

7. Entwicklung des Konzerneigenkapitals

Die separate Entwicklung des Konzerneigenkapitals ist nach § 297 Abs. 1 HGB integraler Bestandteil des Konzernabschlusses und ist in Anlage nach dem Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 22 (DRS 22) gesondert dargestellt.

8. Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung ist nach § 297 Abs. 1 HGB integraler Bestandteil des Konzernabschlusses und ist in Anlage 3 gesondert dargestellt. Die Ermittlung der Konzernkapitalflussrechnung erfolgt unter Anwendung des Deutschen Rechnungslegungs-Standards Nr. 21 (DRS 21).

Der ausgewiesene Finanzmittelfonds betrifft den Bestand an Zahlungsmitteln abzüglich jederzeit fälliger Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Die gesamten Investitionen beinhalten zahlungswirksame Vorgänge aus Vorjahren von per Saldo von TEUR 176 (i.V. zahlungsunwirksame Investitionsvorgänge von TEUR 964), die bei der Darstellung des Cash-Flow aus Investitionstätigkeit entsprechend eliminiert wurden.

9. Anteile anderer Gesellschafter

Der Ausweis beinhaltet den im Konzernabschluss enthaltenen, anderen Gesellschaftern zustehenden Anteil am Eigenkapital. Die Anteile anderer Gesellschafter entfallen auf die unter Abschnitt VII.5. "Anteilsbesitz" genannten Gesellschaften, an denen kein 100 %-iger Anteilsbesitz des Konzerns besteht.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Abschlüsse sämtlicher in den Konzernabschluss einbezogener inländischer Unternehmen werden grundsätzlich nach einheitlichen für die W. Classen GmbH & Co. KG, Kaisersesch, geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Die Abschlüsse ausländischer Konzerngesellschaften sind über die Handelsbilanz II entsprechend angepasst worden, wobei unwesentliche Abweichungen von den einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen bei den ausländischen Unternehmen beibehalten werden.

1. Immaterielle Vermögensgegenstände, Sach- und Finanzanlagen

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen erfolgen in den Einzelabschlüssen der einbezogenen Unternehmen sowohl linear als auch degressiv. In 2008 wurde die Abschreibungsmethode auf Sachanlagen zwischen den Einzelabschlüssen und dem Konzernabschluss harmonisiert. Hieraus resultierte eine Abweichung im Konzernergebnis in Höhe von EUR 1,9 Mio., die sich in den Folgejahren umkehrt. Für das Berichtsjahr ergibt sich daraus eine Belastung des Konzernergebnisses von TEUR 101 (i.V. TEUR 124).

Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Die Beteiligungen an den assoziierten Unternehmen (Anteilsbesitz Nr. 24 bis 26) sind - in Abhängigkeit von der Wesentlichkeit - entweder mit dem anteiligen Eigenkapital oder den Anschaffungskosten erfasst.

Die Beteiligung an der Surface Technologies GmbH & Co. KG und an der HC Plastics GmbH wurden nach § 312 Abs. 4 S. 1 HGB mit dem anteiligen Eigenkapital erfasst. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ergab sich für die Surface Technologies GmbH & Co. KG ein Ertrag von TEUR 763, für die HC Plastics GmbH ein Aufwand von TEUR 50. Eine weitere Beteiligung wurde mit dem anteiligen Eigenkapital erfasst. Für diese ergab sich ein Ertrag in Höhe von TEUR 292.

Die Summe der nicht in der Konzernbilanz erfassten negativen Equity-Werte beträgt TEUR 271.

2. Vorräte

Die Vorräte werden zu Konzernanschaffungs- oder -herstellungskosten oder, soweit erforderlich, zum niedrigeren Marktwert angesetzt. Die Konzernherstellungskosten enthalten Materialkosten einschließlich der notwendigen Materialgemeinkosten, Fertigungskosten einschließlich der notwendigen Fertigungsgemeinkosten, Sonderkosten der Fertigung und Abschreibungen des Anlagevermögens, soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind. Den Bestandsrisiken, die sich aus langer Lagerreichweite beziehungsweise geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird gemäß dem Grundsatz der verlustfreien Bewertung ausreichend Rechnung getragen.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Nennwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen angesetzt. Zur Abdeckung des allgemeinen Zins- und Ausfallrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung auf den nicht an einen Factor veräußerten Nettoforderungsbestand nach Einzelwertberichtigungen gebildet.

Die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit Nominalwerten oder mit den am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Werten bewertet.

4. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Unterschiedsbeträge zwischen Ausgabebetrag und höheren Rückzahlungsbeträgen von Krediten werden als Disagio unter Rechnungsabgrenzungsposten aktiviert. Sie werden planmäßig über die Laufzeit der Kredite abgeschrieben.

5. Investitionszuschüsse

Seit dem Geschäftsjahr 2014 werden die erhaltenen Investitionszuschüsse in den Sonderposten für Investitionszuschüsse eingestellt. Erhaltene Investitionszuschüsse der Geschäftsjahre bis einschließlich 2013 wurden zur Abdeckung der Anlaufverluste aus den mit den Investitionszuschüssen geförderten Investitionen unmittelbar ertragswirksam erfasst.

Die ertragswirksame Auflösung der Sonderposten in den Einzelabschlüssen der Tochtergesellschaften in den Folgejahren führt wegen der Antizipation der Ertragsauswirkung im Konzernabschluss zu einer entsprechenden Abweichung des Konzernergebnisses in Höhe der jährlichen Auflösungsbeträge bei den Tochtergesellschaften sowie entsprechender Steuerlatenzen.

6. Rückstellungen für Pensionen

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen bewertet. Bei der Berechnung der Pensionsrückstellungen mittels der projizierten Einmalbetragsmethode wurden die Heubeck-Sterbetafeln von 2018 berücksichtigt. Der dabei verwendete Rechnungszins betrug am 31. Dezember 2022 1,77 - 1,79 % (31. Dezember 2021: 1,87 %). Der Rententrend ist mit 0 % bis 2,25 % p.a. berücksichtigt. Der Zinssatz zum 31. Dezember 2022 entspricht dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 10 Jahre gemäß § 253 Abs. 2 HGB. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB (Bewertung zum durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 7 Jahre) beträgt TEUR 181.

Die Pensionsrückstellungen sind voll dotiert. Der Erfüllungsbetrag in Höhe von TEUR 3.750 wurde mit dem Aktivwert der bestehenden Rückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 596 saldiert (§ 246 Abs. 2 HGB). Die historischen Anschaffungskosten dieser Vermögensgegenstände liegen nicht vor und können auch nicht ohne unverhältnismäßig hohen Aufwand ermittelt werden.

7. Sonstige Rückstellungen

Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

8. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

9. Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

10. Fremdwährungsumrechnung

Forderungen und Guthaben in Fremdwährung werden grundsätzlich zum Anschaffungskurs, Verbindlichkeiten in Fremdwährung zum Einstandskurs angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet (§ 256a HGB).

IV. Währungsumrechnung

Die Umrechnung der in Fremdwährung erstellten Abschlüsse ausländischer Konzerngesellschaften wird nach der von § 308a HGB vorgegebenen Umrechnungsmethode vorgenommen. Dabei werden sämtliche Vermögensgegenstände und Schulden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag sowie Eigenkapitalpositionen zum historischen Kurs und die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung zum Durchschnittskurs umgerechnet. Die Währungsdifferenzen sind im Eigenkapital im Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" enthalten.

Gemäß Deutschem Rechnungslegungs-Standard Nr. 25 "Währungsumrechnung im Konzernabschluss" (DRS 25) sind währungskursbedingte Differenzen aus der Schuldenkonsolidierung seit dem Geschäftsjahr 2019 in den Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" einzustellen. Die Ergebnisauswirkungen aus der Bewertung der konzerninternen Schuldverhältnisse zwischen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden erfolgswirksam eliminiert und in den Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" eingestellt.

V. Erläuterungen zur Konzernbilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Konzernanlagevermögens ist integraler Bestandteil des Konzernanhangs und als Anlage gesondert dargestellt.

2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind i.H.v. EUR 68,6 Mio. (i.V. EUR 53,5 Mio.) durch Forderungsverkauf reduziert. Das Ausfallrisiko hat der Factor übernommen (echtes Factoring).

3. Sonstige Vermögensgegenstände

Sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 225 (i.V. TEUR 72) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

4. Rechnungsabgrenzungsposten

In den Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagiobeträge in Höhe von TEUR 0 (i.V. TEUR 5) enthalten.

5. Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern beruhen auf Unterschieden zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz der polnischen Tochtergesellschaften im Sachanlagevermögen, bei den Rückstellungen und der Wertberichtigung von Forderungen. Der Saldo zum Bilanzstichtag beträgt TEUR 1.296, dies entspricht einer Veränderung von + TEUR 255 gegenüber dem Vorjahr.

6. Sonderposten für Investitionszuschüsse

Sonderposten für Investitionszuschüsse werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der geförderten Investitionsgüter ertragswirksam aufgelöst.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Investitionszuschüsse i.H.v. TEUR 1.110 (i.V. TEUR 12.054) in den Sonderposten eingestellt. Die Auflösung beträgt TEUR 2.563 (i.V. TEUR 2.456).

7. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen abgegrenzte Aufwendungen für Resturlaubs- und sonstige personalbezogene Verpflichtungen, Kundenrückvergütungen und Rechnungskürzungen, Reklamationen, Prozesskosten sowie ausstehende Rechnungen und Jahresabschlusskosten.

8. Verbindlichkeiten

Die Gliederung nach Fristen ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:

Gesamtbetrag
TEUR
Laufzeit bis zu 1 Jahr
TEUR
Laufzeit über 1 Jahr
TEUR
davon Laufzeit mehr als 5 Jahre
TEUR
gesicherte Beträge
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 161.759 43.427 118.332 57.500 54.462
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.405 1.405 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 37.414 37.414 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 27.662 27.662 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber ausgeschiedenen Gesellschaftern 9.272 9.272 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 123 123 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 27.247 24.747 2.500 2.500 0
264.883 144.050 120.832 60.000 54.462
Vergleich 31.12.2021 224.669 119.604 105.065 0 59.703

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus langfristigen Darlehensverträgen und aus Kontokorrentverbindlichkeiten sind im Wesentlichen durch selbstschuldnerische Bürgschaften, Grundschulden und durch Sicherungsübereignung von Anlagevermögen sowie Vorräten im Teilkonzern Polen gesichert.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 905 (i.V. TEUR 919) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 405 (i.V. TEUR 589) enthalten.

Zur Erhöhung der Bilanzklarheit werden Verbindlichkeiten gegenüber ausgeschiedenen Gesellschaftern in einem gesonderten Posten ausgewiesen.

9. Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern beruhen auf Unterschieden zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz im Sachanlagevermögen, bei den Vorräten und für in der Steuerbilanz abgegrenzte Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen. Der Saldo zum Bilanzstichtag beträgt TEUR 412, dies entspricht einer Minderung von TEUR 321 gegenüber dem Vorjahr.

VI. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse verteilen sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt:

2022
TEUR
2021
TEUR
Umsatzerlöse Ausland 591.827 488.774
Umsatzerlöse Deutschland 103.864 102.885
Erlösschmälerungen -53.958 -45.525
641.733 546.134

Nach Tätigkeitsbereichen ergibt sich folgende Umsatzaufteilung:

2022
TEUR
2021
TEUR
Flooring 553.716 467.612
Türen und Zargen 48.049 42.457
Sonstiges 39.968 36.065
641.733 546.134

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 10.336 (i.V. TEUR 6.443), Versicherungserstattungen von TEUR 1.182 (i.V. TEUR 2.515), Buchgewinne aus dem Anlagenabgang von TEUR 90 (i.V. TEUR 0) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und der Ausbuchung von Verbindlichkeiten von TEUR 1.991 (i.V. TEUR 129.362).

Periodenfremde Erträge sind in Höhe von TEUR 573 (i.V. TEUR 887) enthalten und resultieren i.W. aus Kundengutschriften.

3. Personalaufwand

Im Personalaufwand werden Aufwendungen für Altersversorgung von TEUR 153 (i.V. TEUR 227) ausgewiesen.

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten TEUR 236 (i.V. TEUR 2.783) Aufwendungen für die Risikovorsorge im Zusammenhang mit möglichen vertragsrechtlichen Pflichtverletzungen, Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von TEUR 6.439 (i.V. TEUR 1.830) sowie periodenfremde Aufwendungen (i.W. aus Lieferantennachbelastungen) in Höhe von TEUR 618 (i.V. TEUR 706).

5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsaufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 75 (i.V. TEUR 121).

6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten Erträge aus latenten Steuern in Höhe von TEUR 624 (i.V. Aufwand TEUR 600).

VII. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse bestehen zum 31. Dezember 2022 aus einer Bürgschaft in Höhe von insgesamt EUR 3,9 Mio. (Vorjahr: EUR 3,0 Mio.) gegenüber einer nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligung. Das assoziierte Unternehmen hat keine Zahlungsschwierigkeiten und bedient seine Verbindlichkeiten pünktlich. Entsprechend droht zum Bilanzstichtag kein Risiko der Inanspruchnahme der Bürgschaft.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen, deren Angabe für die Beurteilung der Finanzlage des Konzerns von Bedeutung ist, bestehen zum 31. Dezember 2022 aus Leasingverträgen in Höhe von TEUR 920 (i.V. TEUR 1.572) mit Laufzeiten bis zu 36 Monaten. Weiterhin bestehen latente Einkaufsverpflichtungen aus Festpreisverträgen für den Bezug von Strom (EUR 31,9 Mio.; i.V. EUR 18,1 Mio.) sowie Rundholz (EUR 3,1 Mio.; i.V. EUR 8,9 Mio.). Aus Finanzierungsgründen treten einige Konzerngesellschaften im Rahmen vertraglich festgelegter Prozeduren wesentliche Teile ihrer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (EUR 68,6 Mio.; i.V. EUR 53,5 Mio.) an einen Factor ab.

Das Bestellobligo für Investitionen beträgt EUR 47,0 Mio. (i.V. EUR 36,4 Mio.).

3. Durchschnittliche Zahl der Beschäftigten

Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres im Konzern beschäftigt:

2022 2021
Gewerbliche Arbeitnehmer 1.228 1.280
Angestellte 741 753
insgesamt 1.969 2.033

4. Geschäftsführung, Bezüge der Geschäftsführer

Geschäftsführer des Mutterunternehmens ist die persönlich haftende Gesellschafterin Dr. Hannig GmbH, vertreten durch ihre Geschäftsführer:

Herr Dr. Hans-Jürgen Hannig, Chief Executive Officer - alleinvertretungsberechtigt -

Frau Stefanie Quervel, Chief Financial Officer - gesamtvertretungsberechtigt -

Herr Tobias Hannig, Chief Sales Officer D-A-CH (bis 24.11.2022) - gesamtvertretungsberechtigt -

Herr Arne Loebel, Chief Administration Officer (bis 08.05.2023) - gesamtvertretungsberechtigt -

Herr Jürgen Resch, Chief Sales Officer Export - gesamtvertretungsberechtigt -

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf TEUR 2.103 (i.V. TEUR 2.347).

Es wurden keine Bezüge an ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung gewährt.

5. Anteilsbesitz

Verbundene Unternehmen Beteiligungshöhe
1. Akzenta Paneele + Profile GmbH, Kaisersesch 100,0 %
2. Classen Industries GmbH, Baruth 100,0 %
3. Fiberboard GmbH, Baruth 100,0 %
4. Classen Holz Kontor GmbH, Kaisersesch 100,0 %
5. Classen International GmbH, Kaisersesch 100,0 %
6. Classen Vertriebs GmbH, Kaisersesch 100,0 %
7. Dispoline GmbH Holzwerkstoff-Sortimenter, Kaisersesch 100,0 %
8. Classen Handels GmbH, Kaisersesch (vormals: Wiparquet GmbH Innenausbausysteme, Kaisersesch) 100,0 %
9. Ele-Bau Elementbau GmbH & Co. KG, Hürth-Hermülheim 100,0 %
10. Ele-Bau Elementbau GmbH, Hürth-Hermülheim 100,0 %
11. Classen Intellectual Property GmbH, Kaisersesch 50,1 %
12. Classen Objekt + Design GmbH, Kaisersesch 100,0 %
13. Classen Alpha GmbH, Kaisersesch 100,0 %
14. Classen-Pol S.A., Rybnik/Polen 80,0 %
15. Classen Floor Systems Sp. z o.o., Zwonowice/Polen 100,0 %
16. Classen-Rus ZAO, Gagarin/Russland 80,1 %
17. TOO <<Classen Asia>>, Almaty/Kasachstan 80,1 %
18. Classen Ukraine TOB, Kiew/Ukraine 80,1 %
19. DKRS Sp. z o.o., Zwonowice/Polen * 80,0 %
20. MPD Sp. z o.o., Zwonowice/Polen * 80,0 %
21. PABAR Sp. z o.o., Zwonowice/Polen * 80,0 %
22. VERA Sp. z o.o., Zwonowice/Polen * 80,0 %
23. HAMAR Sp. z o.o., Zwonowice/Polen * 80,0 %

* Aufgrund von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns (jeweils für sich und auch zusammen) wurden diese Gesellschaften nicht in den Konzernabschluss einbezogen.

Assoziierte Unternehmen Beteiligungshöhe
24. Surface Technologies GmbH & Co. KG, Baruth 38,2 %
25. Surface Technologies Verwaltungs GmbH, Baruth 38,2 %
26. HC Plastics GmbH, Swisttal 50,0 %

Für ein weiteres assoziiertes Unternehmen wird § 313 Abs. 3 Satz 1 HGB in Anspruch genommen.

6. Persönlich haftende Gesellschafter

Persönlich haftende Gesellschafterin ist die Dr. Hannig GmbH mit Sitz in Kaisersesch und einem gezeichneten Kapital in Höhe von EUR 25.564 (DM 50.000).

7. Gesamthonorar Abschlussprüfer

Das von dem Abschlussprüfer für das abgelaufene Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beläuft sich auf TEUR 335. Davon entfallen TEUR 158 auf Abschlussprüfungsleistungen für den Konzernabschluss sowie für die Einzelabschlüsse, TEUR 102 auf Steuerberatungsleistungen, TEUR 32 auf andere Bestätigungsleistungen und TEUR 43 auf sonstige Leistungen.

8. Befreiender Konzernabschluss nach § 291 HGB

Die Konzernholding stellt einen befreienden Konzernabschluss nach § 291 HGB für die verbundenen Unternehmen Classen Vertriebs GmbH und Akzenta Paneele + Profile GmbH auf.

9. Befreiender Konzernabschluss nach §§ 264 Abs. 3 und 264b HGB

Die Gesellschafter der W. Classen GmbH & Co. KG, Kaisersesch, haben beschlossen, die Befreiungsvorschriften der §§ 264 Abs. 3 und 264b HGB in Anspruch zu nehmen und auf die Aufstellung der Anhänge und Lageberichte sowie auf die Offenlegung der Jahresabschlüsse und Lageberichte der folgenden, in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften zu verzichten:

• W. Classen GmbH & Co. KG, Kaisersesch

• Akzenta Paneele + Profile GmbH, Kaisersesch

• Classen International GmbH, Kaisersesch

• Classen Holz Kontor GmbH, Kaisersesch

• Classen Industries GmbH, Baruth

• Classen Intellectual Property GmbH, Kaisersesch

• Classen Vertriebs GmbH, Kaisersesch

• Classen Objekt + Design GmbH, Kaisersesch

• Dispoline GmbH Holzwerkstoff-Sortimenter, Kaisersesch

• Ele-Bau Elementbau GmbH & Co. KG, Hürth-Hermülheim

• Fiberboard GmbH, Baruth

• Classen Handels GmbH (vormals: Wiparquet GmbH Innenausbausysteme), Kaisersesch

Die Veröffentlichung der Gesellschafterbeschlüsse im elektronischen Bundesanzeiger erfolgte mit einer Ausnahme zwischen dem 17. Oktober 2022 und dem 27. Oktober 2022.

Die W. Classen GmbH & Co. KG, Kaisersesch, erstellt als Mutterunternehmen den Konzernabschluss (HR A 4591 des Amtsgerichts Koblenz) mit befreiender Wirkung gemäß §§ 264 Abs. 3 und 264b HGB.

 

Kaisersesch, den 15. Mai 2023

Dr. Hannig GmbH

Geschäftsführung

Dr. Hans-Jürgen Hannig

Stefanie Quervel

Jürgen Resch

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 9.182.817,66 758.842,66 489.849,36 15.193,50
2. Nutzungsrechte 5.784.902,25 0,00 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 52.015,07 112.680,01 0,00
14.967.719,91 810.857,73 602.529,37 15.193,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 178.891.518,31 3.502.639,91 6.176.258,40 128.024,26
2. Technische Anlagen und Maschinen 571.062.530,24 9.717.039,15 12.881.211,46 11.613.570,31
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 32.790.067,53 2.098.277,55 183.795,74 1.115.382,32
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 35.366.568,96 40.257.778,64 -19.844.071,55 5.732,69
818.110.685,04 55.575.735,25 -602.805,95 12.862.709,58
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.405.599,49 0,00 0,00 0,00
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 6.671.720,61 1.004.555,08 0,00 0,00
2. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 2.131.250,00 526.000,00 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 1.417.478,00 0,00 0,00 0,00
11.626.048,10 1.530.555,08 0,00 0,00
844.704.453,05 57.917.148,06 -276,58 12.877.903,08
ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
Fremdwährungsdifferenz
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software -29.804,73 10.386.511,45
2. Nutzungsrechte 0,00 5.784.902,25
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 164.695,08
-29.804,73 16.336.108,78
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten -107.509,97 188.334.882,39
2. Technische Anlagen und Maschinen -427.132,23 581.620.078,31
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -27.606,21 33.929.152,29
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -96.361,10 55.678.182,26
-658.609,51 859.562.295,25
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 1.405.599,49
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 7.676.275,69
2. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 0,00 2.657.250,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 1.417.478,00
0,00 13.156.603,18
-688.414,24 889.055.007,21
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Fremdwährungsdifferenz
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 8.908.017,87 286.826,92 15.193,50 -27.355,95 9.152.295,34
2. Nutzungsrechte 4.615.707,54 133.463,00 0,00 0,00 4.749.170,54
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
13.523.725,41 420.289,92 15.193,50 -27.355,95 13.901.465,88
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 93.134.906,21 5.500.199,23 147.621,94 -15.690,12 98.471.793,38
2. Technische Anlagen und Maschinen 413.908.375,01 48.857.505,99 11.247.888,87 -289.861,52 451.228.130,61
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 24.315.776,61 2.590.166,51 891.171,12 -31.987,00 25.982.785,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
531.359.057,83 56.947.871,73 12.286.681,93 -337.538,64 575.682.708,99
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.405.599,49 0,00 0,00 0,00 1.405.599,49
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1.405.599,49 0,00 0,00 0,00 1.405.599,49
546.288.382,73 57.368.161,65 12.301.875,43 -364.894,59 590.989.774,36
NETTOBUCHWERTE
31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 1.234.216,11 274.799,79
2. Nutzungsrechte 1.035.731,71 1.169.194,71
3. Geleistete Anzahlungen 164.695,08 0,00
2.434.642,90 1.443.994,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 89.863.089,01 85.756.612,10
2. Technische Anlagen und Maschinen 130.391.947,70 157.154.155,23
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.946.367,29 8.474.290,92
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 55.678.182,26 35.366.568,96
283.879.586,26 286.751.627,21
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 7.676.275,69 6.671.720,61
2. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 2.657.250,00 2.131.250,00
3. Sonstige Ausleihungen 1.417.478,00 1.417.478,00
11.751.003,69 10.220.448,61
298.065.232,85 298.416.070,32

KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

W. Classen GmbH & Co. KG, Kaisersesch

1. Geschäftsmodell

Die CLASSEN Gruppe wurde 1949 gegründet und ist einer der weltweit führenden Hersteller von Bodenbelägen in den Bereichen Laminat und Polymerboden. Als Inhaber zahlreicher Patente und Gebrauchsmuster gehört die CLASSEN Gruppe zu den Innovationsführern der Branche. Das familiengeführte Unternehmen trägt die Verantwortung für über 2.000 Mitarbeiter. Gemäß des Firmenmottos "Floors For a Better Tomorrow" gehört es zur Philosophie, Produkte zu entwickeln, die weder Mensch noch Umwelt belasten. Sämtliche Produkte der CLASSEN Gruppe erfüllen die Anforderungen des renommierten Umweltsiegels "Der Blaue Engel". Die Standorte in Deutschland haben eine Produktionskapazität von fast 100 Mio. Quadratmetern und beliefern so den internationalen Handel mit hochwertigem Fußboden.

Die Unternehmensgruppe ist in zwei Geschäftsbereiche unterteilt:

Der Geschäftsbereich Flooring vereint alle deutschen Produktions-, Logistik- und Vertriebstätigkeiten (Teilkonzern Flooring Deutschland) sowie vier Vertriebseinheiten in Polen, Russland, Ukraine und Kasachstan, die die in Deutschland produzierten Waren absetzen (Teilkonzern Flooring Ost).

Die CLASSEN Gruppe betreibt seit 2007 am Standort Baruth das größte vollintegrierte Laminatwerk der Welt mit 850 Mitarbeitern auf einem Gelände mit der Größe von 50 Hektar. Die Produktionskapazität liegt bei bis zu 80 Millionen Quadratmetern Laminatböden im Jahr. Das gesamte Werk umfasst rund 250.000 Quadratmeter Hallenfläche. In Baruth sind zwei Unternehmen der CLASSEN Gruppe tätig: Die Fiberboard GmbH produziert HDF-Platten (hochdichte Faserplatten) als Trägerplatten für die Weiterverarbeitung zu Laminatböden mit einer Gesamtkapazität von über 500.000 Kubikmetern HDF-Platten im Jahr. CLASSEN Industries produziert das fertige Laminatprodukt inklusive Beschichten und Bedrucken der Oberflächen mit Digitaldruck. 2013 wurde hier die weltweit erste Digitaldruckmaschine für Laminat in Betrieb genommen. Verwendet werden ausschließlich Hölzer aus nachhaltiger und kontrollierter Forstwirtschaft. Mit Produktionsrückständen wie Holzspänen und Holzstäuben werden im eigenen Biomasse-Kraftwerk Energie und Wärme erzeugt und in die Produktion zurückgeführt, statt sie extern zu entsorgen. Dies spart jährlich rund 5.200 Tonnen CO 2 ein. Die CLASSEN-Gruppe hat 2021 eine Erweiterung dieser Biomasseanlage in Betrieb genommen. Sie reduziert die CO 2 -Emissionen um zusätzliche rund 7.000 Tonnen pro Jahr.

Am Standort Kaisersesch produziert CLASSEN mit insgesamt rund 300 Mitarbeitern den Werkstoff CERAMIN sowie die darauf basierenden Kunststoff-Bodenbeläge. CERAMIN ist ein einzigartiger, patentierter Werkstoff, der absolut schadstofffrei und wohngesund sowie zu 100 Prozent recycelbar ist und zum Teil aus Rezyklaten hergestellt wird. Im Gegensatz zu herkömmlichen Kunststoff-Bodenbelägen aus PVC enthält er kein Chlor, keine Phthalate oder andere Weichmacher sowie keine Stabilisatoren. CERAMIN besteht zu 60 Prozent aus einem natürlichen, mineralischen Füllstoff, zu 39 Prozent aus Polymeren auf Basis von Polypropylen sowie zu einem Prozent aus umwelt- und gesundheitsverträglichen Additiven. Des Weiteren bestehen im Geschäftsbereich Flooring patentierte Eigenentwicklungen, insbesondere im Bereich Verlege- und Oberflächentechnik, für die Lizenzen an Dritte vergeben werden.

Der Geschäftsbereich Doors besteht aus der Classen Pol. S.A., einer Produktions- und Vertriebsgesellschaft für Innentüren, Zargen und Möbelteile.

2. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft ist im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 trotz des russischen Angriffskriegs und der damit verbundenen wirtschaftlichen Problematiken um 2,9 % gewachsen (Quelle: Handelsblatt).

Im Jahr 2022 brach der Laminatboden-Absatz aus europäischer Produktion um fast ein Viertel gegenüber 2021 ein - ein Rückgang in zuvor nie dagewesener Form. In diesem überaus herausfordernden Marktumfeld gelang es Classen trotz des eigenen Rückgangs der Absatzmengen um 10,7%, seinen Marktanteil um 2,3%-Punkte zu steigern.

Nach den Erhebungen des EPLF, des Verbandes der Europäischen Laminatbodenhersteller e.V., betrug das Absatzvolumen der Mitgliedsunternehmen in 2022 367 Mio. qm (Vorjahr: 483 Mio. qm). Mit 179 Mio. qm ist Westeuropa weiterhin der größte Markt der EPLF-Mitglieder, zum Vorjahr ist der Absatz um 22,09 % gesunken. Der mit Abstand wichtigste Einzelmarkt in Westeuropa bleibt Deutschland mit 38,0 Mio. qm (Vorjahr: 49,4 Mio. qm). Der in den letzten Jahren so vielversprechende Absatzmarkt Osteuropa verzeichnete in 2022 leider eine Reduktion des Absatzvolumens um 24,35 % auf absolut 107,7 Mio. qm.

In Nordamerika wurden 37,2 Mio. qm (Vorjahr: 42,7 Mio. qm) abgesetzt; dies entspricht einem Rückgang um 12,7 % im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021. Sowohl die Märkte in den USA (-2,4 %), als auch in Kanada (-36,8 %) verzeichneten Rückgänge.

Der Absatz der EPLF-Mitglieder in der Region Lateinamerika ist im abgelaufenen Geschäftsjahr um 51,0 % gesunken. (Quelle: EPLF)

Im Geschäftsjahr 2022 konnten die Mitglieder des Branchenverbands MMFA, dem Verband der mehrschichtig modularen Fußbodenbeläge e.V., in Westeuropa, Nordamerika und sonstigen Regionen 91,0 Mio. qm Bodenbeläge auf Substrat- und Polymerkompositbasis absetzen. Die entspricht einem Rückgang um 13,00 % (Quelle: MMFA).

b) Umsatz und Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2022 hat die CLASSEN Gruppe Umsatzerlöse in Höhe von EUR 641,7 Mio. erzielt (Vorjahr: EUR 546,1 Mio.).

Im Produktsegment Flooring sind die Umsatzerlöse deutlich gestiegen. Im Geschäftsjahr betrugen die Umsatzerlöse EUR 553,7 Mio. (Vorjahr: EUR 467,6 Mio.). Der Absatz der Produktgruppe "Designböden" konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr gesteigert werden.

Der Umsatz im Segment Doors betrug EUR 48,0 Mio. (Vorjahr EUR 42,5 Mio.).

Die Entwicklung der Ertragslage des Geschäftsjahres ist im Wesentlichen durch stark angestiegene Aufwendungen für Rohstoffe geprägt. Sowohl die Rohstoffkosten für Holz, Leim und chemische Grundstoffe als auch für Strom sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Die Personalkosten sind aufgrund Lohnsteigerungen im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Zugleich hat die Classen-Gruppe auch in 2022 konsequent weiter erhebliche Investitionen zum weiteren Ausbau ihrer Werke und Produktionsanlagen vorgenommen. Zur Erweiterung der Kapazitäten am Standort Kaisersesch wurden EUR 23,1 Mio. in neue Anlagen investiert, wobei die Inbetriebnahme überwiegend noch aussteht. Darüber hinaus wurden im Bereich Laminat Investitionen von rd. EUR 20,7 Mio. getätigt

Zuschüsse für Investitionen wurden bis 2013 im Konzernabschluss sofort erfolgswirksam vereinnahmt. Seit dem Geschäftsjahr 2014 wird im Konzernabschluss ein Sonderposten für Investitionszuschüsse gebildet und entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der geförderten Investitionsgüter ertragswirksam aufgelöst. Im Geschäftsjahr 2022 wurden für Investitionen gewährte Zuschüsse in Höhe von EUR 1,1 Mio. (Vorjahr: EUR 12,1 Mio.) in den Sonderposten eingestellt. Die ertragswirksame Auflösung beträgt EUR 2,6 Mio. (Vorjahr: EUR 2,5 Mio.).

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen neben den Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen sowie des Sonderpostens für Investitionszuschüsse Währungsgewinne, Versicherungserstattungen und sonstige Erträge.

Insbesondere durch den volatilen US-Dollar-Wechselkurs konnte im Geschäftsjahr ein saldierter Währungskursertrag in Höhe von EUR 4,2 Mio. (Vorjahr: EUR 4,6 Mio.) realisiert werden.

Die Sanierung des Teilkonzerns Doors wurde erfolgreich in 2019 abgeschlossen. Die Gesellschaft zeigt seit zwei Geschäftsjahren stabile positive Ergebnisse. Ziel ist es, die positiven Entwicklungen des abgelaufenen Geschäftsjahres zu stabilisieren.

Der Konzernjahresüberschuss des abgelaufenen Geschäftsjahres beträgt EUR 3,0 Mio. (Vorjahr: EUR 143,1 Mio., bedingt durch Sondererträge aus der Auflösung von Rückstellungen).

c) Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme hat sich im Berichtsjahr um EUR 26,4 Mio. auf EUR 529,1 Mio. (Vorjahr: EUR 502,7 Mio.) erhöht. Die Konzernbilanz ist auf der Aktivseite durch die Investitionstätigkeit der letzten Geschäftsjahre geprägt. Die Anlagenintensität hat sich mit 56,6 % (Vorjahr: 59,7 %) vermindert. Das Sachanlagevermögen ist im abgelaufenen Geschäftsjahr um EUR 2,9 Mio. gesunken.

Der Vorratsbestand ist von TEUR 9.535 auf TEUR 126.871 (+ 8,1 %) gestiegen. Der Anstieg der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ist überwiegend preisbedingt; insbesondere sind die Beschaffungspreise für Holz, chemische Einsatzstoffe und Polypropylen stark angestiegen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr (EUR 41,7 Mio.) um EUR 9,9 Mio. auf EUR 31,8 Mio.

Das wirtschaftliche Eigenkapital unter Einbeziehung der um Steuereffekte bereinigten Sonderposten für Investitionszuschüsse, der Gesellschafterdarlehen sowie weiterer Bestandteile mit Eigenkapitalcharakter beträgt zum Bilanzstichtag EUR 247,5 Mio. (Vorjahr: EUR 256,4 Mio.) und macht somit 46,8 % (Vorjahr: 51,0 %) des Gesamtkapitals aus. Das handelsrechtliche Eigenkapital beläuft sich zum Bilanzstichtag auf EUR 202,4 Mio. (Vorjahr: EUR 212,0 Mio.).

Der Rückgang der sonstigen Rückstellungen um EUR 2,1 Mio. auf EUR 22,6 Mio. lässt sich mit der Beilegung wesentlicher Rechtsstreitigkeiten aus dem Lizenz- und Patentgeschäft erklären.

Die Bankverbindlichkeiten haben sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 42,3 Mio. auf EUR 161,8 Mio. erhöht.

Der deutsche Teilkonzern ist kurzfristig durch die operativen Cash-Flows sowie durch verschiedene Kontokorrentlinien finanziert. Mittel- und langfristig basiert die Finanzierung auf KfW-Krediten und Schuldscheindarlehen mit unterschiedlichen Laufzeiten und Zinsprofilen. Rückzahlungen für diese Finanzierungsinstrumente werden durch den operativen Cash-Flow finanziert.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

a) Prognose

Auf dem Laminatbodenmarkt wird sich die Wettbewerbssituation auch im Jahr 2023 nicht entspannen. Aufgrund unserer Kostenvorteile, der Flexibilität einer voll integrierten Produktion sowie neuester Produktionstechniken und Produkte, wie wasserresistente Laminatböden, werden wir unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter ausbauen können. Das Konzernergebnis des Geschäftsjahres 2023 ist aufgrund der extrem volatilen Rohstoff- und Energiekosten sowie der weiterhin zurückhaltenden Nachfrage schwer abschätzbar. Nach unserer derzeitigen Planung gehen wir jedoch von einer positiven Umsatzentwicklung und einem ausgeglichenen Ergebnis für das Jahr 2023 aus.

Zwar beruhigten sich die Energiemärkte und die Rohstoffmärkte teilweise nach Höchstständen in 2022 wieder - die Nachfrage der gesamten Wirtschaft bleibt aber verhalten.

Die Eigenkapital- und Finanzstruktur der Gruppe ist komfortabel aufgestellt, so dass hier eine stabile Basis geschaffen wurde, um konjunkturelle Schwankungen abzufedern.

Mit der erwarteten Zunahme der Nachfrage nach unserem auf ökologisch unbedenkliche Rohstoffe setzenden Designboden gehen wir von einer zunehmenden Ausnutzung der Kapazitäten der Produktionsanlagen für Designböden am Standort Kaisersesch aus.

Die Innentüren, Zargen und Leisten produzierende Tochtergesellschaft Classen Pol S.A. konnte nach einer erfolgreichen Restrukturierung in den Geschäftsjahren 2018 und 2019 ihre Ergebnissituation auch im Geschäftsjahr 2022 nachhaltig positiv stabilisieren. Die Nachhaltigkeit der abgeschlossenen Maßnahmen wird regelmäßig mit dem lokalen Management überprüft.

b) Chancen

Mit unseren innovativen und hochwertigen Produkten sehen wir als global aufgestelltes Familienunternehmen die Chance, auch zukünftig Marktanteile in entwickelten Märkten sowie Potenziale in Wachstumsmärkten erschließen zu können. Insbesondere im Bereich des Designbodens werden wir in den kommenden Jahren, durch innovative Produktionstechniken und neuartige Materialmischungen, eine verbesserte Marktstellung erreichen können. Dabei spielen für ein nachhaltiges Wachstum die konsequente Kundenfokussierung und die regelmäßige Überprüfung der Kostensituation eine wesentliche Rolle.

Wir sehen in den kommenden Jahren die Möglichkeit, durch gezielte Maßnahmen, vor allem durch die weitere Optimierung von Produktionsverfahren sowie Forschung an neuartigen Produkten, zusätzliche Synergien und Einsparpotenziale zur Steigerung der Ertragskraft zu realisieren.

Mit Bescheid vom 26.07.2021 wurden der Classen-Gruppe Emissionsberechtigungen für die Jahre 2021 - 2025 zugeteilt. Da die Anzahl der Emissionsberechtigungen deutlich über dem Eigenverbrauch liegt, wird die Classen-Gruppe künftig Erträge aus dem Verkauf von Emissionsrechten erzielen. Auf eine Bilanzierung wurde im Konzernabschluss verzichtet.

c) Risiken

Rechtsrisiken

In den Jahren 2002 - 2007 wurden die für die Laminatbodenproduktion benötigten HDF-Platten ausschließlich von Drittlieferanten bezogen. Einige dieser Lieferanten sind in 2011 vom Bundeskartellamt wegen unerlaubter Preisabsprachen zu Bußgeldern verurteilt worden. Die Classen-Gruppe ist durch diese kartellrechtswidrigen Preisabsprachen erheblich geschädigt worden und hat daher entsprechende Klagen gegen zwei am Kartell beteiligte Lieferanten eingereicht. In 2015 fanden die ersten Verhandlungstermine vor den jeweils zuständigen Landgerichten Düsseldorf und Hannover statt.

Aufgrund der geltend gemachten Schäden in nennenswerter Höhe hat die Classen-Gruppe das Risiko eines ungünstigen Verfahrensausgangs bereits in 2013 durch entsprechende Rückstellungen für Anwalts- und Gerichtskosten erfasst und diese auch in den Folgejahren beibehalten bzw. angepasst.

Anfang 2017 ist am Landgericht Hannover ein Grundurteil erzielt worden, das die Schadensersatzpflicht eines Kartellbeteiligten dem Grunde nach bestätigt hat. Der beklagte Hersteller hat gegen das Urteil Berufung eingelegt, eine erste Verhandlung vor dem zuständigen Oberlandesgericht in Celle hat im Herbst 2019 stattgefunden und dauert aktuell an; das Gericht wird in diesem Verfahrensgang nun auch über die Höhe des Schadens entscheiden, der der Classen-Gruppe durch den Kartellbeteiligten entstanden ist. Auch im Verfahren am Landgericht Düsseldorf hatte es im August 2019 ein Grundurteil zu Gunsten der Classen-Gruppe gegeben, welches vom Oberlandesgericht Düsseldorf Anfang 2021 bestätigt wurde. Der hier verklagte Kartellbeteiligte hat gegen die in diesem Urteil enthaltene Nichtzulassung der Revision Beschwerde beim Bundesgerichtshof eingelegt, eine Entscheidung des Bundesgerichtshofes hierüber ist noch nicht erfolgt.

Die Classen-Gruppe ist darüber hinaus in Rechtsstreitigkeiten und Schadenersatzklagen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit involviert. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass das Ergebnis der Rechtsstreitigkeiten und Schadenersatzklagen keine wesentliche nachteilige Auswirkung auf die Vermögens- und Finanzlage oder das Geschäftsergebnis haben wird. Rückstellungen wurden in allen Fällen zur Abdeckung von Kostenrisiken gebildet.

Finanzierungsrisiken

Die Classen-Gruppe zeichnet sich durch eine hohe Innovationskraft aus, die in der Vergangenheit sowohl bei Produktionsverfahren als auch bei Produktentwicklungen zu signifikanten Kosten- und Qualitätsvorteilen geführt hat. Gleichwohl ist nicht auszuschließen, dass Innovationen zunächst zu finanziellen Belastungen und erst mit zeitlicher Verzögerung zu dem geplanten wirtschaftlichen Erfolg führen. Die Finanzierung der Unternehmensgruppe ist sehr solide strukturiert, sodass auch andauernde schwächere Phasen überbrückt werden können.

Währungsrisiken

Die Zoll- und Handelspolitik der USA kann negative Auswirkungen auf die Exporttätigkeit der Classen-Gruppe und somit auf deren Ertragslage haben. Zusätzlich können sich nicht prognostizierbare Risiken aus der Volatilität des US-Dollars ergeben. Diese Risiken werden teilweise durch kurzfristige Währungsgeschäfte abgesichert.

Sonstiges

Der weiterhin andauernde Krieg in der Ukraine, die Inflation und die damit verbundenen gestiegenen, sowie volatilen Preise für Energie und chemische Vorerzeugnisse belasten die Entwicklung der Unternehmen mit Produktionsstandorten in Europa deutlich stärker als in Nordamerika. Die gesamte Holzwerkstoffindustrie, als auch unsere Absatzpartner im globalen Bau- und Fachhandelsmarkt reagieren mit vorsichtigeren Prognosen und einem abgeschwächten Bestellverhalten. Die interne Liquiditätssituation wird laufend analysiert und die interne Kostenstruktur überprüft.

Zusammenfassung der Risikolage

Alle Risiken unterliegen der laufenden Beobachtung, um bei Veränderungen rechtzeitig reagieren zu können. Zusätzlich werden in regelmäßigen Management-Meetings Budgetabweichungen analysiert. Soweit Risiken versicherbar und diese Versicherungen wirtschaftlich sinnvoll sind, werden die Risiken auf unternehmensfremde Risikoträger übertragen.

Die Relevanz einzelner Risiken hat sich sowohl negativ aber auch deutlich positiv verändert - nach Einschätzung der Geschäftsführung zeigt sich die Gesamtbetrachtung der Risikolage der Classen-Gruppe im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Es ist festzuhalten, dass im Geschäftsjahr 2023 keine Risiken identifiziert wurden, die den Fortbestand der Gruppe gefährden könnten. Für erkannte Risiken wurden entsprechende Gegenmaßnahmen definiert und umgesetzt. Der Geschäftsführung sind auch keine zukünftigen Risiken bekannt, die zu einer bestandsgefährdenden Situation führen könnten.

 

Kaisersesch

Dr. Hannig GmbH

Dr. Hans Jürgen Hannig

Stefanie Quervel

Jürgen Resch

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die W. Classen GmbH & Co. KG, Kaisersesch

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der W. Classen GmbH & Co. KG, Kaisersesch, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der W. Classen GmbH & Co. KG, Kaisersesch, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Koblenz, den 22. Mai 2023

Dr. Dienst & Partner GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Julia Schneider, Wirtschaftsprüferin

Corinne Koblitschek, Wirtschaftsprüferin

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