Vetschau Immobilien GmbH
Selbe AdresseVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Wolfgang Georg Neumann seit 6.4.2021 | Geschäftsführer |
Stefan Honsberg seit 16.6.2020 | Prokura |
Lars Creutzmann seit 24.3.2020 | Geschäftsführer |
Raul Steffen Bielke seit 20.2.2017 | Geschäftsführer |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
CHARTERLINE FUHRPARK SERVICE GMBHRegensburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Bilanz zum 31. Dezember 2019Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019
Anhang für das Geschäftsjahr 20191) Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Gesellschaft wird im Amtsgericht Regensburg unter der Nummer HRB 6534 geführt. Die Gesellschaft hat am 18.11.2019 mit der Buchbinder Holding GmbH (HRB 16234) als herrschender Gesellschaft einen Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Die Gesellschafterversammlung hat mit Beschluss vom 12.12.2019 zugestimmt. Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der handelsrechtlichen Vorschriften sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG erstellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Der Jahresabschluss zum 31.12.2019 wurde ordnungsgemäß aus den Konten entwickelt. Die üblichen Bestandsnachweise liegen vor. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Der Jahresabschluss umfasst den Zeitraum 01.01.2019 bis 31.12.2019. Die laufende Buchführung wurde über das DATEV-Buchführungssystem abgewickelt. Die auf die Konten vorgetragenen Eröffnungszahlen stimmen mit denen der Schlussbilanz zum 31.12.2018 überein. 2) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände sowie die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten inklusive zurechenbarer Anschaffungsnebenkosten sowie abzüglich planmäßiger Abschreibungen bilanziert. Das Anlagevermögen wurde linear, entsprechend der Nutzungsdauer, abgeschrieben. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden entsprechend ihrer planmäßigen Nutzungsdauer vorwiegend über 3 bzw. 5 Jahre abgeschrieben. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Bei Fahrzeugen des Sachanlagevermögens wurde bis zum 31.12.2013 linear über sechs Jahre auf einen Restbuchwert von € 0 abgeschrieben. Seit dem 1.1.2014 werden neu angeschaffte Fahrzeuge über eine Nutzungsdauer von sechs Jahren auf einen Restbuchwert von 25 % abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Gesellschaft hält seit dem 1. Mai 2006 100 % der Anteile an der "Bayernmobile GmbH" (HRB 6077), Regensburg. Das Eigenkapital der Tochtergesellschaft zum 31. Dezember 2019 beträgt T€ 1.350. Am 18.11.2019 wurde zwischen dem Mutter- und Tochterunternehmen ein Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Die Gesellschafterversammlung hat mit Beschluss vom 12.12.2019 zugestimmt. Daher wurde der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2019 der "Bayernmobile GmbH" in Höhe von T€ 404 an das Mutterunternehmen abgeführt. Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Für geringwertige Ersatzteile und Wartungsmaterial in den Vermietstationen wurde ein Festwert in Höhe von T€ 400 (Vorjahr: T€ 399) angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Ausfallrisiken wurden durch angemessene Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Es erfolgt je nach Art und Forderung eine pauschalierte Einzelwertberichtigung anhand fester Prozentsätze in Abhängigkeit von der Altersstruktur:
Die Guthaben bei Kreditinstituten sowie die Kassenbestände sind zum Nominalwert angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungen entsprechen denen zeitanteilig vorgeleisteten Beträgen. Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag passiviert. Seit dem Berichtsjahr 2017 gibt es keine Pensionsrückstellungen mehr, da diese auf einen externen Dritten übertragen worden sind. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen wurden, soweit erkennbar, mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Sie berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. 3) Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung a) Angaben zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten in erster Linie solche gegen die Firma A.Klees Slowakia. Im Bereich der sonstigen Vermögensgegenstände haben T€ 0,00 (Vorjahr: T€ 0,00) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die restlichen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. In den aktiven Rechnungsabgrenzungen sind im Wesentlichen Leasingvorauszahlungen und Kfz-Steuern enthalten. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Reparaturen an Buyback Fahrzeugen für Schäden in Höhe von 3.420 T€ (Vorjahr: 4.000 T€), die in 2019 entstanden sind, 1.188 T€ (Vorjahr: 2.372 T€) für Versicherungsprämien Leistungsmonat Dezember 2019, sowie 848 T€ (Vorjahr: 0 T€) für Umsatzprovisionszahlungen an die Schwesterunternehmen Carpartner Nord GmbH und Terstappen Autovermietung GmbH. Die Angabe der Restlaufzeiten zeigt folgende Aufgliederung der Verbindlichkeiten.
b) Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Eine Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen ergibt sich aus der GuV, die Umsatzerlöse werden ausschließlich im deutschen Raum erzielt. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 45.608 (Vorjahr: T€ 25.014) beinhalten Erträge aus Versicherungsentschädigungen in Höhe von T€ 31.644 (Vorjahr T€ 18.559) sowie aus Werbekostenzuschüssen in Höhe von T€ 13.385 (Vorjahr: T€ 5.097). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Maßnahmen zur Risikovorsorge i.S.d. § 285 Nr. 31 HGB von M€ 17,6 enthalten. Darin sind Aufwendungen von M€ 7,6 i.S.d. § 285 Nr. 32 HGB enthalten. Für das abgelaufene Geschäftsjahr sind Aufwendungen für Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von 75 TEUR angefallen. Mitarbeiter Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresabschlusszeitraum durchschnittlich 140 Mitarbeiter (ohne Auszubildende) (Vorjahr: 133). Es handelte sich um 117 Angestellte (Vorjahr: 107), 7 Arbeiter (inklusive Teilzeitkräfte) (Vorjahr: 8), 3 Altersvollrentner (Vorjahr: 3) und 13 Aushilfen (Vorjahr: 14). Weiterhin beschäftigte die Gesellschaft 15 Auszubildende (Vorjahr: 14). Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Europcar Groupe S.A., Paris, Frankreich einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis aufstellt. Der Konzernabschluss wird im Internet unter www.europcar.com veröffentlicht. Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von € 10,594 Mio. für 2020, € 2,822 Mio. für 2021 und € 0,215 Mio. für 2022 aus Leasingverträgen für Fahrzeuge der Flotte. In Höhe von € 2,712 Mio. für 2020, € 1,364 Mio. für 2021 und € 866 Mio. für 2022 aus Mietverträgen. Organe der Gesellschaft Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren Herr Konrad Altenbuchner, Kaufmann, Regensburg und Herr Raul Bielke, Diplom-Ingenieur, Tegernheim Geschäftsführer. Herr Konrad Altenbuchner ist am 01.01.2020 (Eintragung im Handelsregister: 24.03.2020) als Geschäftsführer ausgeschieden. Neu als Geschäftsführer bestellt wurden zum 01.01.2020 (Eintragung im Handelsregister: 24.03.2020) Stefan Vorndran und Lars Creutzmann. Hinsichtlich der Angabe der Bezüge der Geschäftsführung gemäß § 285 Nr. 9a HGB wird von der Erleichterungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Der Jahresfehlbetrag von € -1.575.273,40 wurde gemäß des im abgelaufenen Geschäftsjahr geschlossenen Gewinnabführungsvertrags von der Buchbinder Holding GmbH übernommen. Nachtragsbericht Die erheblichen Beeinträchtigungen des weltweiten Touristik- und Mobilitätssektors durch die Ausbreitung des Coronavirus seit Anfang des Jahres 2020 hat auch Auswirkungen auf das Geschäft der Buchbinder-Gruppe. Dabei sehen wir uns insbesondere durch die Reisebeschränkungen und dem damit verbundenen weltweiten Rückgang des Flugverkehrs sowie durch den teilweise eingeschränkten Grenzverkehr stärker betroffen als der Gesamtmarkt. In Abstimmung mit der Europcar Mobility Group wurde ein Maßnahmenpaket entwickelt und implementiert, um die Liquidität sicherzustellen und die Kostensituation stabil zu halten. Im Bereich Flotte hat die Buchbinder-Gruppe ihre Vermietflotte aufgrund der gesunkenen Nachfrage reduziert. Hier geben uns unsere Risk-Flotte und Rückkaufvereinbarungen der Buyback-Flotte mit Fahrzeugherstellern und -verkäufern die notwendige Flexibilität. Zudem wurde die Bündelung und Optimierung des Flottenangebots von Europcar und Buchbinder insbesondere an den Flughafenstationen vorangetrieben. Weitere Kostenentlastungen entstehen durch die Einführung von Kurzarbeit in der gesamten Unternehmensgruppe sowohl im Netzwerk als auch in den Zentralen. Stundungen von Steuerzahlungen sowie die Verlängerung von Zahlungszielen bei großen Lieferanten und Versicherungen sichern die Liquidität in der Krisensituation. Aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach Mobility-on-Demand hat Buchbinder zudem mit dem neuen Geschäftsbereich Van Sharing ein attraktives Angebot für bestehende und künftige Kunden geschaffen. Hinsichtlich des Geschäftsverlaufes im Jahr 2020, wird jedoch trotz dieser Gegenmaßnahmen mit Auswirkungen bei der Buchbinder-Gruppe gerechnet, die im Lagebericht näher erläutert werden. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns und der Gesellschaft sind nach Abschluss des Geschäftsjahres 2019 nicht eingetreten.
Regensburg, den 24. September 2020 gez. Stefan Vorndran, Geschäftsführer gez. Lars Creutzmann, Geschäftsführer gez. Raul Bielke, Geschäftsführer Brutto-Anlagespiegel zum 31. Dezember 2019
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019A. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaften der Buchbinder Gruppe (Buchbinder) besteht in der Vermietung von PKW und LKW ("Van und Truck") in verschiedenster Ausprägung und Dauer, so wie das von den Kunden nachgefragt wird. Weiterhin werden ergänzende Dienstleistungen erbracht. Die Charterline Fuhrpark Service GmbH (CLR), die ihren Sitz in Regensburg hat, fungiert in der Gruppe als eine Art Kerngesellschaft. Hier wird der An- und Verkauf der Fahrzeuge abgewickelt, die CLR stellt die Hauptverwaltung mit den wichtigsten Bereichen wie Einkauf, Verkauf, Buchhaltung, Steuerung und Controlling, Strategie und Finanzen. Die CLR bedient sich hauptsächlich der Gesellschaften Carpartner Nord GmbH (CPN) und Terstappen Autovermietung GmbH (TER) für das operative Vermietgeschäft. Diese Gesellschaften arbeiten im Namen und auf Rechnung der CLR und erhalten für ihre Tätigkeiten eine Provision. Die Provision dient der Begleichung der jeweiligen Verpflichtungen wie Personalkosten, Mieten etc. Die CPN betrieb im Berichtsjahr 112 Buchbinder-Stadtstationen in ganz Deutschland sowie vier Vermietstationen in Berlin in denen die Marke "Robben und Wientjes" vertrieben wird. Die TER betrieb neun Vermietstationen an den deutschen Flughäfen. Anfang September 2019 hat Buchbinder zudem einen weiteren Schritt in Richtung Mobilität der Zukunft gemacht. Das stationäre Geschäft wird durch das neue Modell "Van Sharing" ergänzt. Hierbei handelt es sich um Transporter, die an fest definierten Standorten mit Hilfe einer App angemietet werden können. Der gesamte Buchungsprozess vom Öffnen des Fahrzeugs über die Fahrt und die Beendigung der Miete bis hin zur automatisierten Zahlung läuft beim Van-Sharing digital - papierlos und ohne Vorab-Reservierung. Die Gesellschaft gehört als Tochterunternehmen der Buchbinder Holding GmbH, die wiederum eine Tochtergesellschaft der Europcar Participations S.A.S. ist. Die Gesellschaften gehören damit zur Europcar Mobility Group, einem Konzern, der an der französischen Börse Euronext gelistet ist. Buchbinder ist darüber hinaus mit verschiedenen Gesellschaften im europäischen Ausland tätig und entfaltet Geschäftstätigkeit ebenso in Österreich. Hier ist Buchbinder nach eigener Einschätzung der Marktführer. Die regionale Geschäftstätigkeit liegt weiterhin in der Slowakei, Ungarn und Norditalien. Die CLR ist über verschiedenste Geschäftsvorfälle, sei es im Einkauf oder in der überwiegend kurzfristigen Finanzierung der Schwestergesellschaften mit den Unternehmen verbunden. Konkret werden in Österreich und in größerem Maße in der Slowakei aktiv die Möglichkeiten zur Beschaffung der Flotte genutzt. Der Autovermietmarkt in Deutschland wird von den großen, internationalen Konzernen wie Sixt, Hertz, Avis, Enterprise und natürlich unserem Mutterkonzern Europcar dominiert, die mit einem sehr dichten Stationsnetz die Kunden bedienen. Vor allem Sixt und Europcar unternehmen große Anstrengungen sich zu integrierten Mobilitätsdienstleistern zu wandeln. Darüber hinaus gibt es aber immer noch eine Vielzahl von kleineren, meist regionalen Anbietern. Wir erwarten hier, dass sich die Konsolidierung der letzten Jahre unvermindert fortsetzen wird, da die kleineren Anbieter meist nicht über die Leistungsfähigkeit verfügen, die anstehenden Veränderungen hin zu einem vernetzten Mobilitätsmarkt zu bewältigen. Buchbinder konnte sich auch in 2019 wieder sehr gut am Markt durchsetzen und mit einem Wachstum über dem allgemeinen Marktwachstum konsequent den Marktanteil ausbauen. Gemessen am Umsatz ist im Jahr 2019 der Autovermietmarkt um ca. 2,7 % gewachsen. Die Buchbinder Gruppe konnte hier also mit einem Wachstum von 4,5% gegenüber Vorjahr deutlich Marktanteile gewinnen. Unser mittelfristiges Ziel, welches mit dem Mutterkonzern Europcar abgestimmt ist, lautet möglichst bald für die Buchbinder Gruppe ein EBITDA von 14 % zu erreichen. 2. Veränderungen in der Geschäftsleitung Nachtrag Anfang Februar 2020 wurde veröffentlicht, dass Hubert Terstappen die Europcar Mobility Group verlassen hat. Er hatte die Gesamtverantwortung in den Firmen der Buchbindergruppe und war zudem seit Juli 2019 COO der Europcar Autovermietung GmbH. Als Geschäftsführer der CLR, der Carpartner Nord GmbH (CPN) und der Terstappen Autovermietung GmbH (TER) wurden Stefan Vorndran und Lars Creutzmann bestellt. Raul Bielke ist nach wie vor Geschäftsführer der CLR. Die operative Leitung der Europcar Mobility Group Germany hat Thomas Nitsch übernommen. 3. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Eine ansprechende konjunkturelle Lage der Weltwirtschaft und eine ebenfalls positive Entwicklung der europäischen und vor allem der deutschen Konjunktur, boten im Geschäftsjahr 2019 gute Rahmenbedingungen für unser Geschäft. Die deutsche Wirtschaft wuchs im zehnten Jahr in Folge, allerdings mit nachlassender Dynamik. Das BIP ist im Vergleich zum Vorjahr gem. des Statistischen Bundesamtes um 0,6 % gestiegen. Wichtige Wachstumsfaktoren hierbei waren sowohl das Konsumverhalten der privaten Haushalte (+1,6 %) als auch die staatlichen Konsumausgaben (+2,5 %). Beide Positionen wuchsen somit in 2019 stärker als in den beiden Vorjahren. Auf der Entstehungsseite des BIP verzeichnete der Dienstleistungsbereich kräftige Zuwächse. Die Wirtschaft in der Eurozone setzt ihr kontinuierliches Wachstum weiter fort, wenn auch schwächer als im Vorjahr. Das BIP ist laut dem europäischen Statistikamt Eurostat in 2019 nur noch um 1,2 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Grund für das schwächere Wachstum sind Handelskonflikte und der Strukturwandel in der Automobilindustrie. Mit der Ende 2019 beginnenden und fortwährenden Corona-Pandemie sind zusätzlich Unsicherheiten hinsichtlich künftiger wirtschaftlicher Entwicklungen entstanden. Die Beschäftigungssituation in Deutschland hat sich bedingt durch Zuwanderung von Arbeitskräften aus dem Ausland, die altersbedingte demografische Effekte und Abwanderungen aus Deutschland kompensiert, positiv entwickelt. In 2019 gab es im Vergleich zum Vorjahr 0,9 % mehr Erwerbstätige als im Vorjahr. Statistiken zu Trends in der Automobilindustrie prognostizieren einen tiefgreifenden Wandel. Zum einen finden sich Trends der Automobilindustrie in Veränderungen in den Bereichen Antriebstechnologien, Fahrerassistenzsystemen bzw. autonomen Fahrzeugen und Konnektivität. Zum anderen ist auch mit Veränderungen im Konsumverhalten der Bevölkerung zu rechnen. Im Vordergrund steht nicht länger der Besitz sondern die Dienstleistung. Gerade in Großstädten ist die Mobilität wichtiger als der Besitz eines eigenen Autos. Dieser Mobility-on-Demand-Trend wird durch die Entwicklungen in der Digitalisierung unterstützt. B. Wirtschaftsbericht 1. Geschäftsverlauf Es ist uns gelungen, die Vermietumsätze im Vergleich zum Vorjahr auf 253,5 Mio. € zu steigern. Das Umsatzwachstum gegenüber Vorjahr beträgt 4,72 %. Die Personalkosten sind gegenüber Vorjahr um 14,24 % auf 5,8 Mio. € angestiegen. Der Rohertrag, der sich hauptsächlich aus Umsatzerlösen und Kosten für Flotte, Versicherung, Reparaturen, Frachten, Treibstoff etc. bildet, ist geringfügig um 0,25 % auf 83,1 Mio. € angestiegen. Die durchschnittliche Flotte pro Monat ist von 24.346 auf 27.442 angestiegen. Die Kosten für Abschreibung, Finanzierung und Leasing sind im Berichtsjahr von 67,3 Mio. € auf 75,6 Mio. € gestiegen, was eine relative Verbesserung der Kosten pro Fahrzeug von 0,3 % darstellt. Der Deckungsbeitrag aus dem Erlös verkaufter Gebrauchtfahrzeuge in Höhe von 111,5 Mio. € und dem Abgang von Restbuchwert in Höhe von 114,9 Mio. € ist mit 3,5 Mio. € defizitär. Allerdings muss man, um ein komplettes Bild der Remarketingaktivitäten zu erhalten, die Versicherungserlöse gegenüber gegnerischen Haftpflichtversicherungen in Höhe von 7,2 Mio. € und der eigenen Kaskoversicherung in Höhe von 24,1 Mio. € mitberücksichtigen. Insofern ist die Bewertung der Fahrzeuge nach dem aktuellen Abschreibungsmodell passend und es gibt keine Drohverluste in den Fahrzeugbeständen. Seit 18. November 2019 besteht zwischen dem Tochterunternehmen Bayernmobile GmbH und der CLR ein Gewinnabführungsvertrag. Für das abgelaufene Geschäftsjahr wurden 0,4 Mio. € an die CLR abgeführt. Die CLR hat wiederum am 18. November 2019 mit der Buchbinder Holding GmbH mit dem Sitz in Regensburg als herrschender Gesellschaft einen Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Die Gesellschafterversammlung hat mit Beschluss vom 12. Dezember 2019 zugestimmt. Für das Geschäftsjahr 2019 wurde ein Fehlbetrag von 1,6 Mio. € von der Buchbinder Holding GmbH übernommen. 2. Lage Ertragslage Wesentliche Leistungsindikatoren sind der Umsatz pro Fahrzeug pro Tag (RPD, revenue per day') sowie die Auslastung der Flotte. Der RPD ist leicht gesunken und liegt bei 37,9 €/Tag. Die Auslastung ist um 0,3 Prozentpunkte auf 62,5 % gesunken. Die Umsatzerlöse liegen in 2019 bei 369,8 Mio. € und haben sich um 5,70 % zum Vorjahr gesteigert. Der Umsatz aus der Vermietung ist im Vorjahresvergleich um 4,72 % von 242,1 Mio. € auf 253,5 Mio. € gestiegen. Die Umsätze aus dem Verkauf gebrauchter Fahrzeuge sind im Vergleich zum Vorjahr um 6,1 % auf 111,5 Mio. € gestiegen. Die positive Entwicklung des Umsatzes aus dem Fahrzeugverkauf ist zum einen auf den besseren Zustand der Fahrzeuge bei Verkauf zurück zu führen. Hierzu hat im Wesentlichen die erfolgreiche Kapazitätsausweitung für Reparatur und Aufbereitung der Fahrzeuge, bestehend aus dem Ausbau des Logistikcenters in Neunburg vorm Wald und der gelungenen Anwerbung von Fachkräften, beigetragen. Zum anderen wurden in 2019 verstärkt Auktionen durchgeführt, durch welche mehr Fahrzeuge abgesetzt werden konnten. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge resultiert überwiegend aus Kasko-Versicherungsansprüchen, welchen eine erhebliche, unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasste Risikovorsorge (Wertberichtigungen) gegenübersteht. Das Betriebsergebnis (EBIT) liegt mit 4,6 Mio. € deutlich unter dem Vorjahr. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) ist von 19,5 Mio. € auf -1,56 Mio. € gesunken. Finanzierung Die Gesellschaft finanziert die Fahrzeugflotte im Wesentlichen über diverse Leasing- und Mietrahmenverträge mit verschiedenen Herstellern bzw. deren Banken sowie in starkem Maße über Refinanzierungslinien bei verschiedenen Geschäftsbanken. Es bestehen keine erwähnenswerten Währungsrisiken und Zinsänderungsrisiken werden über die Konzernmutter mit abgesichert. In Folge der optimalen Steuerung des Finanz- und Finanzierungsbedarfs war die Zahlungsfähigkeit bzw. Liquidität der Charterline Fuhrpark Service GmbH zu jeder Zeit gegeben. Vermögens- und Finanzlage Das als Anlagevermögen ausgewiesene Vermögen betrifft im Wesentlichen die Fahrzeugflotte und stellt mit insgesamt 302,5 Mio. € die größte Position des Bruttovermögens dar. Der durchschnittliche Einkaufspreis der Flotte "at-Risk" ist von 13.886 € auf 13.557 € gesunken. Der durchschnittliche Einkaufspreis der Buyback-Flotte ist von 41.911 € auf 46.300 € gestiegen. Das durchschnittliche Alter der Flotte im Bereich der LKW hat sich von 18,6 Monate auf 15,9 Monate reduziert. Im Bereich der PKW ist das durchschnittliche Alter von 12,8 Monate auf 9,6 Monate gesunken. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich insbesondere aufgrund von Versicherungs- und Steuererstattungsansprüchen erhöht. Die verfügbaren liquiden Mittel betrugen zum Bilanzstichtag 19,0 Mio. €. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum Stichtag 46,3 Mio. €. Die Eigenkapitalquote ist im Berichtsjahr von 13,4 % weiter auf 10,9% gesunken. Auf der Passivseite erfolgte eine Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von 247,1 Mio. € auf 292,6 Mio. €. Diese Verbindlichkeiten betreffen ausschließlich die Flottenfinanzierung. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind ebenfalls um 31,8 Mio. € auf 48,1 Mio. € gestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus Fahrzeugkäufen sowie ausstehenden Versicherungsprämien. Zur Liquiditätsbeschaffung hat die Gesellschaft zum Stichtag frei verfügbare Finanzierungslinien von 22,85 Mio. € aus Kontokorrentkonten sowie zweckgebundene zur Beschaffung von Fahrzeugen nicht genutzte Finanzierungslinien von 64,36 Mio. €. Wie jedes Jahr stellte auch in 2019 der größte Investitionsbedarf die Fortentwicklung der führenden Systeme BubiRent und Flottenmanagement dar. Hierfür fielen Investitionen in Höhe von 0,6 Mio. € an. In 2020 ist zusätzlich der Umstieg der aktuellen Lohnabrechnungssoftware auf ein modernes System (PI Loga) in Kooperation mit Europcar Deutschland durchgeführt worden. Die damit verbundenen Investitionskosten für Software in 2019 beliefen sich auf 204 T€ und wurden bei der Carpartner Nord GmbH aktiviert. Zusätzlich sind Beratungsgebühren in Höhe von 25 T€ angefallen. C. Leistungsindikatoren Folgende Übersicht zeigt wesentliche KPIs der Gesellschaft:
* Werte beziehen sich auf gesamte Buchbinder
Gruppe
Gesamtaussage Die Geschäftsführung ist mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2019 zufrieden. Wir haben erneut ein Wachstum über Marktniveau erreicht und konnten unsere Umsätze deutlich steigern. Allerdings konnte das Umsatzwachstum aufgrund höherer Kosten nicht eins zu eins ins Betriebsergebnis fortgeschrieben werden. D. Chancen- und Risikobericht Chancen Die Charterline als Teil der Buchbinder-Gruppe ist als Mobilitätsdienstleister im Touristik- und Mobilitätssektor tätig. Die Nachfrage potentieller Kunden nach Mobilitätsdienstleistungen ist stark davon abhängig, wie sich die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland entwickeln. Die im Jahr 2020 beginnende Corona-Pandemie hat die Erwartungen der wirtschaftlichen Entwicklung merklich getrübt und in Folge die Nachfrage nach Mobilitätsdienstleistungen im ersten Halbjahr 2020 negativ beeinflusst. Sollte in Erwartung einer sich positiv entwickelnden Konjunkturlage die Intensität der Geschäfts- und Privatreisen wieder zunehmen, könnten eine höhere Auslastung der Flotte und zusätzliche Umsatzbeiträge bei der Buchbinder-Gruppe folgen. Die von der Charterline bereits in den letzten Jahren verfolgte Strategie zum Flottenmix, welche den Kunden eine kostengünstige Mobilität ermöglicht, sollte sich auch im Geschäftsjahr 2020 positiv auswirken. Hierzu trägt die mit Europcar Mobility Group Germany angestrebte Optimierung und Bündelung des Flottenbestandes bei. Ebenfalls findet sich in einer verstärkten Zusammenarbeit das Potential, die eigene Marktposition zu stärken und weitere Synergien innerhalb der Gruppe zu heben. Als ein neues und innovatives Angebot an den Kunden wurde zudem in 2019 eine Van Sharing Flotte aufgebaut, die über App basierte Anwendungen durch die Kunden einfach, komfortabel und auch stundenweise zu günstigen Preisen gebucht und genutzt werden kann. Die Buchbinder-Gruppe spricht mit diesem Angebot insbesondere Kunden an, die den Wunsch nach mehr Flexibilität bei der Fahrzeuganmietung haben. Neben bestehenden Kunden soll das Angebot vor allem neue Kunden ansprechen und gewinnen und so zu einem Ausbau des Kundenstammes beitragen. Das Angebot ist derzeit unter der Marke InterRent verfügbar. Risiken Umfeldrisiken Marktrisiko Bei fortschreitendem Abschwung der Konjunkturlage könnte es zu einem weiteren Rückgang der Reisetätigkeiten im Touristik- und Mobilitätssektor kommen. Anbietern von Mobilitätsdienstleistungen drohen in Folge negative Auswirkungen bei der Umsatzgenerierung durch zurückhaltende Nachfrage nach Mietfahrzeugen. Darüber hinaus besteht in der Autovermietungsbranche zunehmende Preistransparenz und eine erhöhte Wettbewerbsaktivität. Der Preis ist als Hauptwettbewerbsfaktor zu benennen, der von Unternehmen dieser Branche erfordert, operative Kosten nachhaltig auf einem niedrigen Niveau zu halten und so die Preisführerschaft nicht zu verlieren. Charterline hat diese Entwicklung frühzeitig erkannt und konnte so im Tourismusgeschäft in Deutschland zu einem wichtigen Marktteilnehmer werden. Nach eigener Einschätzung bedient die Buchbinder-Gruppe über 40 % des touristischen Geschäfts, das seit einigen Jahren mehrheitlich über große Makler und Broker vermittelt wird. Durch den andauernden Verdrängungswettbewerb in der Vermietungsbranche könnte es jedoch künftig zu einem sich weiter verstärkenden Preiswettbewerb kommen, bei dem einzelne Wettbewerber versuchen, sich über aggressives Pricing Marktanteile zu sichern. Weiterhin bestehen weltweite geopolitische Risiken verbunden mit terroristischen Aktivitäten, wie auch Risiken aufgrund von Seuchen und Pandemien. Letzteres wurde insbesondere anhand der Anfang 2020 beginnenden Corona-Pandemie und der daraus resultierenden Reisezurückhaltung im ersten Halbjahr 2020 bei Geschäfts- und Individualreisen deutlich. Die Buchbinder-Gruppe ist den Herausforderungen in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie mit einem eigenen Schutzkonzept (Safety Program) begegnet. Dieses konzentriert sich auf die Sicherheit unserer Kunden, die für uns oberste Priorität hat. Neben der Einführung einer "Null-Kontakt"-Politik gegenüber den Kunden haben wir auch unsere Hygiene-Maßnahmen in unseren Stationen und bei der Fahrzeugaufbereitung an die neue Situation angepasst. Um unsere Mitarbeiter zu schützen, haben wir unter anderem sofern möglich das mobile Arbeiten ausgeweitet und kostenlose Stoffmasken ausgegeben. Aufgrund der gesunkenen Nachfrage wurden die Öffnungszeiten der Stationen angepasst. Um unsere Kunden in dieser herausfordernden Zeit mobil zu machen, haben wir spezielle Rabatte für Langzeitmieten gewährt. Auch wenn es derzeit zu zunehmend schrittweisen Lockerungen der Corona-Maßnahmen und einer langsamen Wiederaufnahme des Tourismus kommt, so bleibt die Gefahr einer erheblichen Beeinträchtigung der Geschäftstätigkeit bestehen, sollte die Pandemie erneut an Fahrt aufnehmen. Trotz der aufgezeigten Marktrisiken ist die Charterline mit ihren Marken Buchbinder rent-a-car, Global und InterRent als Teil der Europcar Mobility Group im Vermietmarkt in Deutschland sehr gut positioniert. Dadurch sehen wir uns auch künftig als einen wichtigen Marktteilnehmer, der seinen Marktanteil weiterausbauen kann. Finanzierungsrisiken Kreditrisiko Die Finanzierung der Fahrzeugflotte ist über ausreichend große Kreditfazilitäten bei verschiedenen Banken, Geschäftsbanken wie auch Banken der OEM, stark diversifiziert. Weiterhin stehen ausreichend große Linien im Bereich der Flottenleasing und Buy-Back Finanzierung durch die Hersteller-Banken zur Verfügung, sodass wir auch unser geplantes Wachstum sehr komfortabel finanzieren können. Weit überwiegend stehen die Kreditlinien jährlich zur Prolongation an. Dies ist ein laufender Prozess, den wir als risikoarm betrachten, da wir durch die gute Zusammenarbeit und Information unserer Finanzierungspartner stets sehr nah und vertrauensvoll zusammenarbeiten. Auch deshalb haben wir die Erwartung an das Jahr 2020, die Konditionen unserer Finanzierungen, in Relation zur Flottengröße und zum Flottenmix, stabil halten zu können. Zinsänderungsrisiko Auch für 2020 kann keine Zinswende im Euroraum erwartet werden. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat bekannt gegeben, dass der Leitzins weiterhin auf dem Rekordtief von 0 % bleibt. Zusätzlich sichert die Europcar Mobility Group ihr Zinsrisiko mit gezielten Zinssicherungsgeschäften ab in deren Rahmen auch die Charterline über das globale Risikomanagement integriert ist. Da die Charterline bei ihren Finanzierungen nicht gefloort ist und somit vom negativen Euribor profitiert, besteht das Risiko, dass sich bei einer Normalisierung die Finanzierungskosten erhöhen. Fahrzeugrisiken Verwertungsrisiko Da die Charterline für die gesamte Buchbinder Gruppe die Flotte beschafft und für die Vermarktung der eigenen Fahrzeuge zuständig ist, haben wir in diesem Bereich im Vergleich zu anderen Autovermietern größere Chancen und Risiken. 38,1 % unserer Flotte sind im Rahmen von Buy-Back-Verträgen über die Hersteller oder über Leasingverträge mit den OEM beschafft und abgesichert. Ein erhöhtes Risiko besteht hier theoretisch für Fahrzeuge, die von Herstellern mit erhöhtem Insolvenzrisiko bezogen werden. Deshalb werden Risiken gegebenenfalls durch gezielte Fahrzeugrückgaben gesteuert und durch eine gleichmäßige zeitliche Verteilung geringgehalten. Die restliche Flotte mit einem Anteil zum Stichtag von 61,9 %, hält die Charterline im Bestand. Für diesen Teil der Flotte haben wir ein tatsächliches Vermarktungsrisiko bzw. eine Vermarktungschance. Da wir die Fahrzeuge sehr günstig einkaufen und uns hier im PKW Bereich auf die kleineren Fahrzeugkategorien konzentrieren, sehen wir uns für die Risiken auf den Gebrauchtwagenmärkten gut gerüstet. Zudem ist es uns im abgelaufenen Geschäftsjahr gelungen die Kapazitäten im gruppeninternen Reparatur- und Logistikzentrum in Neunburg vorm Wald auszuweiten. Unsere Fahrzeuge befinden sich also zum Verkaufszeitpunkt in einem besseren Zustand als noch im Vorjahr. Darüber hinaus haben wir über viele Jahre eine ausgeprägte Expertise im Remarketing Team für die Vermarktung von gebrauchten PKW und Vans aufgebaut sowie Kundenbeziehungen die teilweise bereits Jahrzehnte bestehen. Großschäden Das Risiko umfangreicher Kraftfahrzeugschäden durch Hagel, Wasser, Erdbeben und Feuer an Fahrzeugen auf den Sammelplätzen wird als gering eingestuft. Die dezentrale Lagerung von Einkaufs- und Verkaufsfahrzeugen auf verschiedenen Sammelplätzen mit Schutzvorrichtungen minimiert das Risiko. Ein angepasster Versicherungsschutz minimiert die Risiken weiter. Beschaffung Da die Buchbinder-Gruppe die Flottenbeschaffung über verschiedene Länder, Kanäle und Modelle organisiert hat, sehen wir uns sehr gut in der Lage Engpässe am Markt oder bei einzelnen Herstellern auszugleichen. Die Zugehörigkeit zur global agierenden Europcar Mobility Group lässt die Gruppe zudem von einem großen Netzwerk zur Flottenbeschaffung partizipieren. Auf Teile der Flotte erhalten wir von den Herstellern Werbekostenzuschüsse. Diese bedingen, dass wir die Fahrzeuge zulassen, "in den Verkehr bringen", eine vereinbarte Zeit in der Flotte halten und diese ganz allgemein im Vermietgeschäft halten. Im Hinblick auf die Anfang 2020 ausgebrochene Corona-Pandemie zeigen sich dennoch Beeinträchtigungen auf dem Beschaffungsmarkt für Fahrzeuge. Die Automobilindustrie muss durch ihr weltweites Netz an Lieferketten logistische Einschränkungen hinnehmen, die zu Lieferengpässen führen. Inwieweit sich diese Entwicklung auf die Beschaffungsprozesse der Buchbinder-Gruppe auswirkt, ist vom weiteren Verlauf der Pandemie abhängig. Versicherung Die über viele Jahre aufgebaute Kompetenz im Bereich der Flottenversicherung führte auch im Geschäftsjahr zu, im Marktvergleich, Verträgen mit guten Konditionen im Haftpflichtbereich. Darüber hinaus hatten wir im Jahr 2019 auch eine Vollkaskoversicherung für Teile der Flotte. Risiken bestehen in der Verteuerung der Versicherungsverträge, der Notwendigkeit zum Umdecken und in der Beendigung der Vollkaskoversicherung im Jahre 2019. Weitere Risiken aus Geschäftsbeziehungen mit Versicherungen können hinsichtlich der Realisierung von Ansprüchen entstehen. Dies betrifft Verzögerungen von Zahlungseingängen oder mögliche, ggf. auch erhebliche, Ausfälle infolge etwaiger Bonitätsrisiken der Versicherer. Aus der Gesamtbetrachtung der Risiken ergeben sich unseres Erachtens keine bestandsgefährdenden Auswirkungen für die Gesellschaft. E. Prognosebericht Der ifo-Geschäftsklimaindex ist im Juni 2020 von 79,7 (saisonbereinigt korrigiert) auf 86,2 Punkte angestiegen. Die wirtschaftliche Lage befragter Unternehmen scheint sich nach deren eigener Einschätzung zu erholen, nachdem deutsche Unternehmer seit Beginn der Corona-Pandemie die Geschäftslage als zunehmend pessimistisch eingeschätzt hatten. Die Corona-Pandemie hat auch den Touristik- und Mobilitätssektor, in welchem die Buchbinder-Gruppe als Mobilitätsdienstleister agiert, beeinträchtigt. Die Nachfrage nach Mobilitätsdienstleistungen ist aufgrund der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus stark zurückgegangen. Aufgrund der globalen Reisebeschränkungen ist das Flughafengeschäft in besonderem Maße davon betroffen. So wurden auf Grund des Corona-bedingen Einreiseverbotes beispielsweise im März 2020 um 63% weniger Passagiere an deutschen Flughäfen abgefertigt als noch im Vorjahr. Der Rückgang der Nachfrage und damit verbunden der Umsatzrückgang machte sich ab März 2020 vor allem im Bereich der PKW-Vermietung bemerkbar. Dies liegt zum Großteil an dem massiven Einbruch des Flughafengeschäfts. Das Van & Truck-Geschäft ist weniger stark von den Auswirkungen der Pandemie betroffen. Hier zeigt vor allem das Midterm-Segment eine relativ stabile Nachfrage. Die schrittweisen Lockerungen der Corona-Maßnahmen und die langsame Wiederaufnahme des Tourismus, zumindest innerhalb Europas, wirken sich positiv auf das Geschäft von Buchbinder aus. Es besteht die Erwartung, dass die Bevölkerung bevorzugt mit dem eigenen Fahrzeug, oder einem Mietauto verreist, statt auf Luft- oder Bahnverkehr zurückzugreifen. Das ist die Hochsaison für unser Road Assistance Geschäft und auch der Bereich Unfallersatz wird davon profitieren. Die Buchbinder-Gruppe kann zum derzeitigen Stand einen positiven Trend der Umsätze und der Auslastungsquote verzeichnen. Gleichwohl bestehen die bekannten Risiken aus den andauernden Handelskonflikten und Einschränkungen im freien Handel, der Konjunkturabkühlung in China und strukturellen Problemen in Italien und Frankreich fort, um nur die offensichtlichsten Probleme zu nennen; die Liste ließe sich leider weiter fortsetzen. In Deutschland ist die Automobilindustrie durch die neuen Abgasmessstandards stark unter Druck und auch die Umstellung und notwendigen Anpassungen im Flottenmix und der verschiedenen Antriebstechnologien führten und führen zu Belastungen. Auf Grundlage dieser Marktgegebenheiten, insbesondere vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie, wurde in Zusammenarbeit mit der Europcar Mobility Group Germany ein Maßnahmenpaket konzipiert, das Liquidität sicher stellen und eine solide Kostensituation für das Geschäftsjahr 2020 gewährleistet soll. Hierzu wird im Bereich Flotte das Flottenangebot von Europcar und Buchbinder gebündelt und optimiert, sowie auf Rückkaufvereinbarungen der Buy back-Flotte mit Fahrzeugherstellern- und Verkäufern gesetzt. Weitere Kostenentlastungen entstehen durch die Einführung von Kurzarbeit in der gesamten Unternehmensgruppe sowohl im Netzwerk als auch in den Zentralen. Stundungen von Steuerzahlungen sowie die Verlängerung von Zahlungszielen bei großen Lieferanten und Versicherungen sichern die Liquidität in der Krisensituation. Analog dem Vorjahr erfolgte die Planung für das Jahr 2020 nicht auf Ebene der Einzelfirmen, sondern nur auf Gruppenebene. Dies ist den Erfordernissen des Gesellschafters, also der Europcar Mobility Group geschuldet. Das von der Buchbinder Gruppe ursprünglich angestrebte Umsatzziel der Erlöse aus Vermietung einschließlich Customer recoveries im Jahr 2020 beläuft sich auf 279,7 Mio. €. Dies erfordert Wachstum in allen Geschäftsbereichen der klassischen Autovermietung, sowohl im PKW als auch im Van und Truck Segment. Die wesentlichen Leistungsindikatoren wurden mit 37,42 Euro pro Fahrzeug pro Tag (RPD) und 70,7% Flottenauslastung veranschlagt. Aufgrund der negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Gesamtwirtschaft und die Geschäfte der Buchbinder-Gruppe wird das Umsatzziel nicht erreicht werden. Die Buchbinder-Gruppe geht weiterhin von einer zurückhaltenden, aber moderat steigenden Nachfrage bis Ende des Geschäftsjahres 2020 aus. Eine zuverlässige Aussage des Geschäftsverlaufes für 2020 ist jedoch wegen der bestehenden Unsicherheiten derzeit nicht möglich. Es wird angenommen, dass der Umfang der Abweichung des tatsächlichen Ergebnisses 2020 von den Planzahlen, maßgeblich davon abhängen wird, inwiefern das öffentliche Leben und damit die Nachfrage sich normalisieren.
Regensburg, den 24. September 2020 gez. Die Geschäftsführung Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die CHARTERLINE FUHRPARK SERVICE GMBH, Regensburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der CHARTERLINE FUHRPARK SERVICE GMBH, Regensburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CHARTERLINE FUHRPARK SERVICE GMBH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, 24. September 2020 Mazars
GmbH & Co. KG
gez. Pierre Zapp, Wirtschaftsprüfer gez. Helge Schäfer, Wirtschaftsprüfer |
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