POLIFILM PROTECTION MANUFACTURING GmbH & Co. KG
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Peter Hamm seit 29.5.2019 | Prokura |
Oliver Berger seit 29.1.2019 | Prokura |
Paul Beaver seit 27.6.2018 | Geschäftsführer |
Isa Onur Sahbaz seit 6.2.2018 | Prokura |
Christian Wolfgang Runkel seit 14.3.2011 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 18.25% | |
| 18.25% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
POLIFILM PROTECTION GmbH(vormals: POLI-FILM GmbH)WipperfürthJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011Bilanz zum 31. Dezember 2011AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2011
Anhang für das Geschäftsjahr 2011DER POLI-FILM GMBH, WIPPERFÜRTHI. Allgemeine GrundlagenDer Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2011 ist nach den Vorschriften der §§ 264 ff. HGB für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB und den ergänzenden Bestimmungen des GmbHG aufgestellt worden. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie immateriellen Vermögensgegenstände sowie das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten angesetzt und - soweit abnutzbar - um die planmäßigen Abschreibungsbeträge gekürzt. Die Abschreibungen auf Zugänge wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände unter Berücksichtigung der steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen. Für geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens wird im Geschäftsjahr ihres Zugangs ein Sammelposten gebildet, der über 5 Jahre abgeschrieben wird. Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu den letzten Anschaffungskosten oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten unter Abzug eines pauschalen Abschlages für Anschaffungskostenminderungen bewertet. Die unfertigen Erzeugnisse werden mit den zurechenbaren und aktivierungsfähigen Einzel- und Gemeinkosten angesetzt. Die fertigen Erzeugnisse werden auf Basis der niedrigsten Verkaufspreise unter Abzug eines Abschlages für noch anfallende Aufwendungen und Gewinn bewertet. Auf eingeschränkt verwendbare Bestände wurden angemessene Wertabschläge vorgenommen, wobei auch altersbedingte Wertabschläge erfolgten. Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie des Kassenbestandes und der Bankguthaben erfolgt zum Nennwert. Bankguthaben, Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Falls zutreffend, werden Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr berücksichtigt. Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Gesellschaftern werden für jedes Unternehmen zusammengefasst. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag. III. Angaben zur BilanzDie Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist in Blatt 4 dargestellt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden um pauschale Wertberichtigungen gekürzt. Zum Stichtag bestanden Fremdwährungsforderungen in USD. Bei der Stichtagsumrechnung wurde das Währungsumrechnungsprinzip gemäß § 256a HGB berücksichtigt. Das innerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände aktivierte Körperschaftsteuerguthaben wurde mit 3,75 % abgezinst. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen mit TEUR 53 Darlehensabgelder. Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2011
Das in Höhe von TEUR 2.600 ausgewiesene gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Die Zusammensetzung der sonstigen Rückstellungen gibt folgende Übersicht wieder:
Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
1) Die Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten sind teilweise durch
Sicherungsübereignung von Maschinen und maschinellen
Anlagen gesichert.
IV. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse der Gesellschaft entfallen mit TEUR 21.079 (i.Vj. TEUR 24.473) auf das Inland, mit TEUR 22.194 (i.Vj. TEUR 24.014) auf die EU und mit TEUR 27.512 (i.Vj. TEUR 25.836) auf das sonstige Ausland; sie betreffen mit 78,9 % Umsätze mit beschichteter Schutzfolie aus der Eigenproduktion (i.Vj. 80,4 %). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten insbesondere Vertriebs- (TEUR 1.960; i.Vj. TEUR 2.369), Instandhaltungs- (TEUR 1.019; i.Vj. TEUR 1.165) und Verwaltungskosten (TEUR 997; i.Vj. TEUR 701) sowie Leasingaufwendungen (TEUR 386; i.Vj. TEUR 388). Die innerhalb der Erträge aus Beteiligungen auf Fremdwährung lautenden Ausschüttungen wurden entweder zum Tageskurs am Auszahlungstag oder zum Terminkurs umgerechnet. Die außerordentlichen Erträge resultieren ausschließlich aus dem Buchgewinn im Zuge der vollständigen Veräußerung der Geschäftsanteile an der Poli-Coat GmbH, Südliches Anhalt OT Weißandt-Gölzau, an die Poleg Plastic Industries (1998) Ltd./Israel. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten die Rückstellung für Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 332 und Körperschaftsteuer nebst Solidaritätszuschlag in Höhe von TEUR 269, jeweils für das abgelaufene Geschäftsjahr 2011. Darüber hinaus werden hierin mit TEUR 122 die im Rahmen der Ausschüttungen von ausländischen Tochtergesellschaften angefallen Quellensteuern ausgewiesen. V. Sonstige PflichtangabenDie Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch wie folgt:
Darüber hinaus bestehen unbefristete Kreditsicherungsbürgschaften zu Gunsten der POLI-FILM Italia s.r.l. bis zu einem Betrag von TEUR 4.350; die Linienbeanspruchung zum Stichtag beläuft sich auf TEUR 873. Zu Gunsten der POLI-FILM France S.A.S, Aouste sur Sye/Frankreich, hat die Gesellschaft zwei unbefristete Kreditsicherungsbürgschaften in Höhe von jeweils TEUR 300 abgegeben, wovon zum Stichtag rd. TEUR 206 in Anspruch genommen waren. Das Risiko der Inanspruchnahme aus den vorbezeichneten Haftungsverhältnissen wird als unwahrscheinlich angesehen, da keine Informationen bekannt sind, die auf eine Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen schließen lassen. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte/sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen aus den zum Bilanzstichtag abgeschlossenen Miet- und Leasingverträgen sowie Bestellobligo die nachfolgend aufgeführten sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die sich in Abhängigkeit von ihrer Fristigkeit wie folgt darstellen:
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen ausschließlich gegenüber der Gesellschafterin POLI-FILM Verwaltungs GmbH, Wermelskirchen, und resultieren aus dem bis Ende 2012 geschlossenen Mietvertrag für das Betriebsgelände in Wipperfürth. Die POLI-FILM GmbH hat mit einem Kreditinstitut einen Vertrag abgeschlossen, wonach Forderungen verkauft und abgetreten werden. Darüber hinaus haben die Vertragsparteien vereinbart, dass nur der kreditversicherte Teilbetrag ankauft wird. Zum Stichtag wurde zur Finanzierung ein Forderungsbestand in Höhe von TEUR 2.960 abgetreten und veräußert. Ziel dieser Transaktion ist es, die Liquidität der Gesellschaft durch monatliche Abrechnungen zu verbessern (Refinanzierung); ein Risiko besteht insoweit nicht. Personal Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 171 Mitarbeiter (Vorjahr: 167). Der Personalbestand entfällt mit 116 auf gewerbliche Arbeitnehmer (Vorjahr: 113) und mit 55 auf Angestellte (Vorjahr: 54). Geschäftsführung Herr Jens Kaufmann, Dipl.-Ing., Wipperfürth Herr Christian Runkel, Dipl.-Kfm., Köln (ab 14. März 2011) Herr Michael Schrameyer, Dipl-.Ing., Lüdenscheid (ab 01. Oktober 2011) Herr Martin Hummel, Wirtsch.-Ing., Wermelskirchen (bis 31. August 2011) Hinsichtlich der Angaben zu Bezügen der Geschäftsführung gemäß § 285 Nr. 9a HGB macht die Gesellschaft von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. Aufstellung gem. § 285 Nr.11 HGB
Abschlussprüferhonorare Auf die Angabe der Abschlussprüferhonorare nach § 285 Nr. 17 HGB wurde verzichtet, da die Angabe im Konzernabschluss des Mutterunternehmens, der POLI-FILM Verwaltungs GmbH, Wermelskirchen, aufgenommen wird. Verwendung des Jahresergebnisses Die Geschäftsleitung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2011 in Höhe von EUR 8.461.590,05 in voller Höhe an die Gesellschafterin POLI-FILM Verwaltungs GmbH, Wermelskirchen, auszuschütten. Einbeziehung in einen Konzernabschluss Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der POLI-FILM Verwaltungs GmbH, Wermelskirchen, einbezogen. Der Konzernabschluss der POLI-FILM Verwaltungs GmbH, Wermelskirchen, wird beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und bekannt gemacht.
Wipperfürth, den 21. März 2012 Die Geschäftsführer Jens Kaufmann Christian Runkel Michael Schrameyer Lagebericht 2011POLI-FILM GmbH1. Geschäft und Rahmenbedingungen• Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Branche Die wirtschaftliche Lage hat sich in 2011 global unterschiedlich entwickelt. Während sich das Wachstum in den Schwellenländern (i.W. BRIC-Staaten) nach wie vor auf einem Niveau zwischen 6 % und 9 % befindet, liegt das Wirtschaftswachstum in den entwickelten Ländern bestenfalls im niedrigen einstelligen Bereich. Die von der Staatsschuldenkrise besonders betroffenen Länder (Griechenland, Irland, Portugal) verzeichnen einen Rückgang ihrer Wirtschaftsleistung. Ähnlich sieht es in Italien und Spanien aus. Im arabischen Raum hat sich das Geschäft in Saudi Arabien sehr dynamisch entwickelt. Die Geschäfte in den Vereinigten Arabischen Emiraten lagen - wie schon im Vorjahr - verhältnismäßig auf einem sehr niedrigen Niveau. Für das Schutzfoliengeschäft gewinnt der asiatische Raum zunehmend weiter an Bedeutung. Auch die kunststoffverarbeitende Industrie in Deutschland hat laut dem Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e.V. (GKV) das Jahr 2011 mit einem fast 11 prozentigen Volumen- und einem 9 prozentigen Umsatzanstieg abgeschlossen. Bei der POLI-FILM GmbH (PF) hat sich das Geschäft nach einem noch recht dynamischen Geschäftsverlauf am Jahresanfang im Laufe des Jahres in zunehmend schwierigerem konjunkturellen Fahrwasser bewegt. • Geschäftsergebnis Im Geschäftsjahr 2011 wurde ein Ergebnis vor Steuern (EBT) und vor a.o. Ergebnis von knapp € 4,4 Mio. erreicht und liegt damit fast 20 % unterhalb des vergleichbaren Vorjahreszeitraums 2010. Dieser Rückgang geht mit einem niedrigeren Geschäftsvolumen in Folge des vorsichtigeren Agierens auf Kundenseite einher. Die in 2011 erfolgswirksam vereinnahmten Dividenden von Tochtergesellschaften lagen darüber hinaus mit € 3,3 Mio. gut € 0,7 Mio. über den des vergleichbaren Vorjahreszeitraums. Unter Berücksichtigung des a.o. Ertrages i.H.v. € 4,8 Mio. hat sich das Jahresergebnis nach Steuern mehr als verdoppelt. Diese Entwicklung ist jedoch ausschließlich auf die separat ausgewiesenen a.o. Erträge zurückführen, die aus dem Buchgewinn im Zuge der Veräußerung der bis dato direkt gehaltenen Geschäftsanteile an der Poli-Coat GmbH an die Poleg Plastic Industries (1998) Ltd./Israel resultieren. • Umsatz- und Auftragsentwicklung In 2011 fiel der Absatz um fast 14 % und der Umsatz sank um ca. 4,8 %. Der Rückgang des Geschäftes war besonders in der zweiten Jahreshälfte spürbar. • Produktion Nachdem die Produktionsmenge in 2010 eine neue Rekordmarke setzen konnte, fiel die Produktionsmenge in 2011 absatzbedingt gut 16 % niedriger aus als im Vorjahr. Wie erwartet waren die Kapazitäten in Wipperfürth nicht voll ausgelastet. Zudem wurde die Produktion von technischen Umbauten vor allem im Bereich der Energieversorgung des Werkes beeinflusst. Diese konnten jedoch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 abgeschlossen werden. • Investitionen Der größte Posten bei den Investitionen in das Sachanlagevermögen in 2011 waren die Optimierungen im Zusammenhang mit der Energieversorgung des Werkes Wipperfürth. Hierbei wurde bspw. das gesamte Wärmeträgeröl gewechselt und gegen ein leistungsfähigeres Medium ausgetauscht. Als sonstige Investitionen sind Umbauten an Wickelaggregaten zu nennen, um die Qualität der Produkte sowie die Verfügbarkeit der Anlagen zu verbessern. Darüber hinaus wurde eine biologische Kühlwasseraufbereitung installiert. Die Kapitalbeteiligung an Poleg Plastic Industries (1998) Ltd./Israel wurde um 10 % erhöht und infolgedessen auf 60 % aufgestockt. • Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben Die Umlauffinanzierung erfolgt weiterhin zu großen Teilen über die Cash-Pool-Vereinbarung mit der Muttergesellschaft. Die Aufstockung der Beteiligung an Poleg erfolgte zum Ende des Geschäftsjahres und ist durch eine mittelfristige Finanzierung ab Januar 2012 abgesichert. • Personal-, Sozialbereich Der durchschnittliche Personalstand der fest angestellten Mitarbeiter belief sich in 2011 auf 171. Dieser teilt sich auf in 116 gewerbliche und 55 angestellte Mitarbeiter. Darüber hinaus wurden in 2011 durchschnittlich 11 Auszubildende im Unternehmen beschäftigt. Der leichte Anstieg gegenüber 2010 (+ 4 Mitarbeiter) resultiert aus der Übernahme von Leasingmitarbeitern in befristete Arbeitsverhältnisse. Die Anzahl der Zeitarbeitskräfte sank gegenüber dem Vorjahr im Schnitt um 5 Mitarbeiter. Der positive Trend in der Arbeitssicherheit konnte in 2011 fortgesetzt werden. So wurde nach 2010 eine neue Bestmarke mit der bis dato niedrigsten Unfallquote erzielt. • Sonstige wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr In 2011 wurde die Beteiligung an POLEG (Israel) zunächst auf 60 % erhöht. In diesem Zusammenhang wurde die Poli-Coat GmbH zu 100 % in POLEG integriert. 2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage• Darstellung der Lage Der Umsatz belief sich in 2011 auf knapp € 70,8 Mio. und lag damit um 4,8 % unter dem Vorjahreszeitraum 2010, was auf die Abkühlung der globalen wirtschaftlichen Lage und auf einer zunehmenden Wettbewerbsintensität zurückzuführen ist. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) und vor a.o. Ergebnis des Geschäftsjahres 2011 liegt fast € 1,1 Mio. unterhalb des vergleichbaren Vorjahreswertes 2010. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen operativ begründet, was sich u.a. darin widerspiegelt, dass sich der Rückgang des Rohertrages (./. 16,4 %) überproportional zum Umsatzrückgang (./. 4,8 %) entwickelt hat. Der Anstieg der Rohölpreise und aller auf Erdöl basierender Rohstoffe (wie Polyethylen) setzte sich in 2011 kontinuierlich fort und erreichte historische Höchststände. Der "Olefine Price Escalation Charge"-Aufschlag (kurz: "O.P.E.C."-Aufschlag) wurde auch in 2011 konsequent zur Anwendung gebracht. In Folge der in 2011 ebenfalls stark angestiegenen Kleberrohstoffkosten waren auch in diesem Bereich Preisanpassungen unabdingbar. Insgesamt haben diese getroffenen Maßnahmen zu einer "Dämpfung" der sonst sehr stark schwankenden Deckungsbeiträge geführt, konnten jedoch insgesamt nicht in vollem Umfang an die Endabnehmer weitergereicht werden. Die Materialeinsatzquote in Relation zur Gesamtleistung verschlechterte sich vor dem Hintergrund der obigen Ausführungen danach auf 74,8 % gegenüber 71,7 % im vergleichbaren Vorjahreszeitraum 2010. Die Rohertragsrendite fiel somit um 3,1 %-Punkte. Technisch betrachtet gab es in 2011 einige Umbauten am Maschinenpark, die inzwischen jedoch abgeschlossen wurden. Hierdurch gab es vereinzelt Lieferterminüberschreitungen. Insgesamt kann die Lieferbereitschaft aber als gut bezeichnet werden. Die Personalaufwendungen bewegen sich vor allem in Folge der geringeren Aufwendungen für die an der Gesamtkapitalrentabilität der POLI-FILM GmbH ausgerichtete Erfolgsbeteiligung der Mitarbeiter (./. € 0,8 Mio.) absolut gesehen unterhalb des Vorjahresniveaus. Auch in Relation zur Gesamtleistung sank die Personalaufwandsquote in Folge des überproportionalen Rückgangs des Personalaufwands im Vergleich zur Reduktion der Gesamtleistung von 13,3 % im Vorjahreszeitraum auf 12,7 % im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011. Die Anlagenintensität ist im Wesentlichen in Folge der geringeren Kapitalbindung im Working-Capital und der Investitionen in das Finanzanlagevermögen (Aufstockung Beteiligung Poleg) gegenüber dem Vorjahresstichtag (67,8 %) auf 71,1 % gestiegen. Die Liquidität 2. Grades beträgt zum Jahresende 35,9 %, wobei ein Großteil des kurzfristigen Fremdkapitals aus den Cash-Pool-Mitteln der POLI-FILM Verwaltungs GmbH resultiert. Die Liquidität 3. Grades beläuft sich auf 59,4 %. Der Cashflow nach DVFA/SG gestaltet sich mit T€ 4.808 wie im Vorjahr positiv. Der Rückgang gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum (./.T € 384) resultiert vor allem aus dem Rückgang der operativen Geschäftstätigkeit der POLI-FILM und konnte auch durch den gegenüber 2010 erhöhten Zufluss aus Dividendenerträgen ausländischer Tochtergesellschaften (+ T€ 727) nicht kompensiert werden. Die Auftragslage ist zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichtes (März 2012) als befriedigend zu bezeichnen. Die momentane Auslastung für Eigenprodukte liegt bei ca. 6 Wochen. Je nach Produktgruppe ist die Nachfrage allerdings recht unterschiedlich. Daraus ergeben sich auch für die Auslastung der verschiedenen Produktionsmaschinen Unterschiede. Es wird über Maßnahmen nachgedacht, die Auslastung der verschiedenen Maschinen durch geeignete Investitionen zu harmonisieren. 3. NachtragsberichtAnfang 2012 wurde mit der für den Vertrieb im osteuropäischen Markt zuständigen Unternehmung eine Vereinbarung getroffen, wonach sich die POLI-FILM in den nächsten Jahren sukzessive an dem Unternehmen beteiligt. Rückwirkend zum 01.01.2012 beteiligt sich die POLI-FILM zunächst mit 25,2 % an dieser Gesellschaft. 4. Risiko- und PrognoseberichtSoweit es sich in den nachfolgenden Ausführungen um zukunftsbezogenen Aussagen handelt, weisen wir darauf hin, dass die tatsächlichen Ereignisse von den prognostizierten abweichen können: In 2011 wurde wiederum ein internationales Vertriebstreffen durchgeführt. Wegen der spürbaren Abkühlung des Geschäftes im Jahresverlauf wurde eine Intensivierung der Vertriebsanstrengungen vereinbart. Insbesondere in den Märkten und Marktsegmenten, in denen POLI-FILM über einen noch vergleichbar geringen Marktanteil verfügt, sollen zusätzliche Chancen genutzt werden. Die internationale Ausrichtung des Unternehmens erweist sich weiterhin als stabilisierendes Element unseres Geschäftes. Aufgrund der weitergehenden Konzentration auf Kundenseite ergeben sich aber auch Herausforderungen im Bereich von Kostensenkungsprogrammen sowie einer hohen Erwartungshaltung an Flexibilität und Servicegrad. Beispielhaft seien hier die hohen Anforderungen zum Beispiel von Kunden im Edelstahlgeschäft wie auch im Aluminiumgeschäft und bei (PVC) Fensterprofilen genannt. In Europa erwarten wir hierzu weitergehende Zusammenschlüsse, z.B. im Edelstahlbereich, welcher unter einer Überkapazität von ca. 30 % leidet. Insbesondere im Bereich Wasseracrylat-basierender Schutzfolien besteht ein hoher Wettbewerb mit und zwischen anderen Wettbewerbern. Folglich sind zum weiteren Geschäftsausbau der POLI-FILM neben der Verstärkung der Vertriebsaktivitäten auch Investitionen in Innovation und neue Produkte geplant. Die Vertriebsaktivitäten wurden bereits in 2011 und werden auch in 2012 u.a. durch personelle Verstärkung ausgebaut. Im Bereich der Innovation sind neue Produkte für die Edelstahl- und auch die (PVC-) Profilindustrie in Kundentests. Die geplanten Investitionen in Personal und Innovation werden voraussichtlich in 2012 zu Kostenbelastungen führen, sollten jedoch spätestens ab 2013 zu einer Verbesserung der Ertragslage der POLI-FILM beitragen. Auch führende Ökonomen und Konjunkturforschungsinstitute - wie bspw. der International Monetary Fund (deutsch kurz "IWF") - erwarten für das kommende Kalenderjahr 2012 ein globales Wachstum von weltweit 3,3 %, das nur knapp unterhalb des Vorjahres 2011 (+ 3,8 %) liegt und im Wesentlichen durch die weiter expandierenden Schwellenländer (BRIC-Staaten) getragen wird. Für Deutschland gehen die führenden Institute noch von einem "Mini"-Wachstum von 0,3 % (2011: + 3,0 %), das im Wesentlichen vom privaten Verbrauch und den Investitionen getragen wird, aus, während für die Eurozone in Folge des Konsolidierungszwangs bei den öffentlichen Haushalten und den zurückhaltenden Unternehmensinvestitionen von einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,5 % (2011: + 1,6 %) ausgegangen wird (i.W. PIIGS-Länder, wo für staatliche Investitionsprogramme nur sehr begrenzte Mittel zur Verfügung stehen). Für das Jahr 2013 geht der IWF dann wieder global von einem Anstieg der Wirtschaftsleistung (weltweit + 3,9 %, USA + 2,2 %, Eurozone + 0,8 % und Deutschland + 1,5 %) aus. Risiken, denen die POLI-FILM GmbH im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit ausgesetzt ist, werden im Wesentlichen durch die Konzernobergesellschaft zeitnah überwacht (wie bspw. Zinsänderungsrisiken) und bei Bedarf entgegen gewirkt. Dem Finanzierungsrisiko wird dahingehend Rechnung getragen, als dass die Konzernobergesellschaft im Rahmen des Cash-Pooling den erforderlichen Liquiditätsbedarf sicherstellt. Darüber hinaus gehende Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind weder für das abgelaufene noch für das zukünftige Geschäftsjahr identifiziert worden. Unabhängig davon bestehen allgemeine Risiken wie steigende Rohstoffkosten, Währungsschwanken und Konjunkturzyklen, gegen welche kein produzierendes Unternehmen immun ist. Wir gehen jedoch davon aus, dass es sich im Gefolge des breiten Wirtschaftsaufschwungs in der Periode von Herbst 2009 bis zum Frühjahr dieses Jahres im 2. Halbjahr 2011 um eine zyklische Abkühlung handelte. Sofern sich die weltweite Schuldenkrise nicht noch einmal verschärft, ist eine Rückkehr zum Wachstum im Laufe der ersten Hälfte des kommenden Jahres 2012 realistisch. 5. Bestehende Zweigniederlassungen/TochtergesellschaftenDie Umsätze sind außer in Israel, Indien und China in allen Tochtergesellschaften gesunken Erfreulich ist aber, dass sich die globale Ertragslage proportional weniger verschlechtert hat als die Umsätze. Für 2012 stehen die Ausweitung unserer Geschäfte in den wesentlichen Wachstumsregionen und die Nutzung des globalen Produktionsnetzwerkes sowie eine Innovationsinitiative im Fokus.
Wipperfürth, den 21. März 2012 Jens Kaufmann Christian Runkel Michael Schrameyer Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers:Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der POLI-FILM GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der POLI-FILM GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2011 den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens, Finanz- und Ertragslage der POLI-FILM GmbH. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, den 23. April 2012 Warth
& Klein Grant Thornton AG
Georg Holschbach, Wirtschaftsprüfer Peter Volprecht, Wirtschaftsprüfer |
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