Beteiligungsgesellschaften
Pavic Fahrzeugtechnik GmbH
Trifte 61, 32657 Lemgo, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sandro Pavic seit 12.1.2012 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Pavic Fahrzeugtechnik GmbHLemgoJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Offenlegung gem. § 327 HGBHinweis gemäß § 328 Abs. 1 HGBFür den nachstehenden, zur Offenlegung bestimmten Jahresabschluss wurden die gesetzlich zulässigen Aufstellungs- und Offenlegungserleichterungen in Anspruch genommen. Die Angaben zur Ergebnisverwendung werden gemäß § 325 Abs. 1 Satz 1 HGB nicht offen gelegt. Der Abschlussprüfer hat zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht 2023 der Pavic Fahrzeugtechnik GmbH mit einer Bilanzsumme von € 36.637.089,74 und einem Jahresüberschuss von € 3.184.546,75 den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde in der Gesellschafterversammlung vom 12.12.2024 festgestellt. Der Jahresüberschuss wurde auf neue Rechnung vorgetragen.
Lemgo, den 17.12.2024 InhaltsverzeichnisLagebericht zum Jahresabschluss 2023 Bilanz zum 31. Dezember 2023 Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 Anhang zum 31. Dezember 2023 Anlagengitter Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers LageberichtGliederung 1. Grundlage des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens 1.2 Forschung und Entwicklung 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen 2.2 Geschäftsverlauf. 2.3 Lage 2.3.1 Ertragslage 2.3.2 Finanzlage 2.3.3 Vermögenslage 2.4 Finanzielle Leistungsindikatoren 2.5 Gesamtaussage 3. Prognosebericht 4. Chancen- und Risikobericht 4.1. Risikobericht 4.2 Chancenbericht 4.3. Gesamtaussage 5. Risikoberichtserstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten 1. Grundlage des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens Die Pavic Fahrzeugtechnik GmbH ist ein Unternehmen mit über 15-jähriger Tradition im Komplettfahrzeug-Bereich. Innovation und Erfahrung liefern dabei die Grundlage unserer Arbeit. Unsere Kompetenz ist die Basis für bis ins Detail durchdachte, individuelle und praxisgerechte Lösungen. Das Unternehmen ist sowohl auf die Serien- als auch auf die einzelprojektspezifische Fertigung von Spezialfahrzeugen ausgelegt. Dazu gehören unter anderem Fahrzeuge für den Holz-transport, Baustoffe sowie für Schüttgut. Weitere Produkte unseres Unternehmens sind spezielle Anhänger und Auflieger sowie klassische Fahrzugveredelung. Um nach den höchsten Qualitätsstandards fertigen zu können ist das Unternehmen bestrebt, in modernen Fertigungshallen zu produzieren und auszustellen. Die angemieteten Räumlichkeiten bestehen aus zwei nahe beieinander liegenden Produktions-, Lager- und Ausstellungshallen am Standort Lemgo. Unser Hauptabsatzgebiet ist Deutschland. Daneben wird auch in Länder des europäischen Auslands geliefert. 1.2 Forschung und Entwicklung Unsere Produkte stellen kundenorientierte, zukunftsweisende Problemlösungen dar. Die Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen hat für uns höchste Priorität. Dabei zeichnen sich unsere Produkte durch ihren individuellen kundenspezifischen Charakter aus. Jedes Einzelprojekt ist immer wieder eine Innovation, das nach den Wünschen des Kunden neu konstruiert wird. Ein Großteil der Anhänger aus dem schweren Segment sind unsere Eigeninnovation. Auch die bestehenden Produkte werden stetig weiterentwickelt, um einen fortlaufenden Verbesserungsprozess zu ermöglichen. Somit kann sichergestellt werden, dass unsere Produkte immer auf dem neuesten Stand der Technologie bleiben. Die Fokussierung auf die Entwicklung von kundenspezifischen Fahrzeugen, die den höchsten Sicherheitsanforderungen entsprechen, wird auch über 2023 hinaus unser ständiges Bestreben bleiben. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. Die Wirtschaftsleistung wurde lt. Destatis im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % oder 333.000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt. Unser Markt, im Wesentlichen der der Holztransporter und mittlerweile die Fahrzeuge für die Baubranche, bleibt weiter umkämpft, da das Waldsterben weiter voranschreiten könnte, z.B. durch milde Winter und trockene Sommer sowie den Borkenkäfer, aber auch extreme Wetterereignisse wie Stürme und Starkregen. Ein Drittel der Landesfläche Deutschlands (11,4 Millionen Hektar) ist mit Wald bedeckt. Die häufigsten Baumarten in Deutschland in den meistens gemischten Wäldern sind die Nadelbäume Fichte (25 %) und Kiefer (23 %), gefolgt von den Laubbäumen Buche (16 %) und Eiche (10 %) (Quelle: Kohlenstoffinventur 2017). Der belaubte Kronenzustand der Waldbäume gilt als wichtiger Weiser für ihre Vitalität. Der Kronenzustand der Waldbäume hat sich im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr kaum verändert. Nach wie vor ist eine hohe Kronenverlichtung bei allen Arten zu verzeichnen. Die mittlere Kronenverlichtung liegt im Durchschnitt aller Baumarten wie im Jahr 2022 bei 25,9 %. Der Anteil aller Bäume, die keine Kronenverlichtung aufweisen, liegt im Jahr 2023 bei 20 %. Nach Aufzeichnungen des Deutschen Wetterdienstes war 2023 in Deutschland das wärmste Jahr seit Messbeginn im Jahr 1881 und insgesamt sehr niederschlagsreich. Die Kronenverlichtung der Waldbäume befindet sich weiterhin auf einem sehr hohen Niveau und hat sich je nach Baumart im Vergleich zum Vorjahr nur sehr geringfügig verändert. Einzig bei der Kiefer konnten leichte Verbesserungen festgestellt werden. Hier hat sich der Flächenanteil ohne Kronenverlichtung deutlich erhöht, aber nicht das Niveau der Jahre vor 2019 erreicht. Vor allem unsere älteren Bäume über 60 Jahre sind von Schaderscheinungen betroffen, doch auch bei den jüngeren Bäumen zeigt sich ein negativer Trend. Quelle: https://www.bmel.de/DE/themen/wald/wald-indeutschland/waldzustandserhebung.html Laut Hauptverband der Deutschen Bauindustrie meldete das Statistische Bundesamt für das deutsche Bauhauptgewerbe für das Gesamtjahr 2023 über alle Betriebe ein Umsatzminus von preisbereinigt 5 Prozent. Problematisch waren die gestiegenen Materialpreise, aber auch das gestiegene Finanzierungsniveau, was die Nachfrage auf der Absatzseite dämpfte. Dies kann dazu führen, dass sich die Nachfrage nach Baufahrzeugen weiterhin rückläufig entwickelt. 2.2 Geschäftsverlauf Die betriebliche Gesamtleistung nahm im Jahr 2023 um 0,23 % gegenüber dem Vorjahr ab. Auch im Jahr 2023 lag der Fokus der Produktion auf Fahrzeugen für den Holztransport und Einzelprojekten für den Bau. Im Personalbereich hat sich die Anzahl unserer Mitarbeiter einschließlich neuer Auszubildender im Jahresdurchschnitt um 1,5 Mitarbeiter auf insgesamt 19,5 erhöht. Im Übrigen bedienen wir uns weiterhin Zulieferern und Subunterunternehmen, nahestehende Unternehmen eingeschlossen, aber im relativ abnehmenden Maß von extern. Durch die Anmietung einer weiteren modernen Produktionshalle seit Juli 2020 mit neuesten Techniken und mit Büroräumen sind wir in der Lage flexibler zu produzieren. Insgesamt durften wir im Jahr 2023 vor dem Hintergrund des Ukraine- und Nahost-Kriegs und den gestiegenen Leitzinsen noch einmal einen sehr zufriedenstellenden Geschäftsverlauf erfahren. 2.3 Lage 2.3.1 Ertragslage Bei einer um 0,23 % gesunkenen Betriebsleistung sank der Materialaufwand mit 1,80 % überproportional. Die Rohertragsquote verbesserte sich um 1,25 %-Punkte daher entsprechend. Die Personalkosten stiegen um 169 TEUR (19,5 %). Dies war auch auf Neueinstellungen und im Wesentlichen aber auf Lohnanpassungen zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich ebenfalls um 185 TEUR auf 1.244 TEUR (Vorjahr 1.059 TEUR), unter anderem durch gestiegene Verwaltungs- und Mietkostenumlagen sowie Verkaufsprovisionen gegenüber einem nahestehenden Unternehmen. Das Betriebsergebnis erhöhte sich 2023 um 4,00 % auf 4.861 TEUR gegenüber 4.674 TEUR im Jahr 2022. Der Saldo aus Zinserträgen und Zinsaufwendungen verschlechterte sich von -10 TEUR auf - 231 TEUR. Dieser Anstieg ist auf die teilweise Finanzierung des erheblich gestiegenen Warenbestands bei einem gleichzeitig gestiegenen Zinsniveau zurückzuführen. Aufgrund des gestiegenen Zinsaufwandes um 254 TEUR hat sich unser Jahresüberschuss um 31 TEUR auf 3.185 TEUR etwas verschlechtert (Vorjahr 3.216 TEUR). 2.3.2 Finanzlage Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist unter vollständiger Skontoausnutzung zu begleichen und Forderungen innerhalb der vereinbarten Ziele zu vereinnahmen. Im Geschäftsjahr 2023 haben sich keine Forderungsausfälle in nennenswerter Größe ereignet. Das Eigenkapital hat sich infolge des Jahresüberschusses auf 11.473 TEUR erhöht (Vorjahr 8.559 TEUR). Das Eigenkapital beträgt 32 % der Bilanzsumme (Vorjahr 42 %). Die Eigenkapitalrendite betrug auf den Bilanzstichtag bezogen im Geschäftsjahr 27,12 %. Längerfristige Bank-Darlehen bestehen in Höhe von 4.187.966,81 EUR, davon 4.061.434,36 EUR mit einer Restlaufzeit größer als einem Jahr. Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen kurzfristige Bank-Darlehen und -Finanzierungen. Auch die Lieferantenverbindlichkeiten haben sich mit 12.546.368,63 EUR (+ 7.227 TEUR gegenüber Vorjahr) aufgrund des erheblich gestiegenen Warenbestands zum Bilanzstichtag deutlich erhöht. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern verminderten sich von 1.259 TEUR auf 337 TEUR. Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr beträgt 19.678.325,68 EUR (Vorjahr: 10.474.218,85 EUR). Im Jahr 2023 konnte unser Unternehmen einen positiven Cash-Flow (Ergebnis + Abschreibungen) von 3.206.826,51 EUR erwirtschaften (Vorjahr 3.288.146,08 EUR). Die Verringerung ist sowohl ergebnis- als auch abschreibungsbedingt. Mit -81 TEUR liegt der Cash-Flow unter dem Vorjahreswert. Der Bestand an liquiden Mittel verringerte sich dennoch von 3.362 TEUR auf 1.635 TEUR im Jahr 2023 nicht zuletzt durch den erheblich gestiegenen Warenbestand. Durch ein solides Finanzmanagement konnten - auch unter Einbezug nahestehender Unternehmen - wie in der Vergangenheit Liquiditätsengpässe vermieden und Verbindlichkeiten zum Fälligkeitsdatum beglichen werden. Insgesamt verfügt unser Unternehmen zusammen mit den freien Kontokorrentlinien grundsätzlich über ausreichend finanzielle Mittel, wobei der deutlich gestiegene Warenbestand auch erhebliche Mittel bindet. 2.3.3 Vermögenslage Unser Gesamtvermögen ist auf 36.637.089,74 EUR angestiegen (Vorjahr: 20.480.099,85 EUR). Eigenes Anlagevermögen ist so gut wie nicht vorhanden. Es wird in angemieteten Hallen gearbeitet, produziert und ausgestellt. Es kam zu einer deutlichen Bestandserhöhung im Vorratsvermögen um 17.040 TEUR im Jahr 2023 zum Vorjahr 2022. Mit 31.620 TEUR bzw. 86 % der Bilanzsumme (Vorjahr 14.581 TEUR bzw. 71 %) stellen die Vorräte die mit Abstand höchste Position auf der Aktivseite der Bilanz dar. Kundenforderungen spielen aufgrund branchenüblicher An- und Vorauszahlungen grundsätzlich nur eine untergeordnete Rolle. Zum Bilanzstichtag 2023 waren sie mit 357 TEUR im üblichen Rahmen. Die Forderungen gegenüber Gesellschaftern erhöhten sich um 50 TEUR auf 1.846 TEUR. Sie betreffen überwiegend das Verrechnungskonto mit einem Einzelunternehmen eines Gesellschafters als nahestehendem Unternehmen sowie mit 855 TEUR solche aus Lieferungen und Leistungen. 2.4 Finanzielle Leistungsindikatoren Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung verschiedene Kennzahlen heran. Neben Auftragseingang und Auftragsbestand arbeiten wir mit den Kennzahlen Rohertrag, Vorsteuerergebnis und Cash-Flow. Den Rohertrag ermitteln wir anhand der Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand. Der Rohertrag erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 403 TEUR auf 6.959 TEUR. Das Ergebnis vor Ertragsteuern verringerte sich von 4.665 TEUR in 2022 auf 4.630 TEUR in 2023. Der Cash-Flow (Jahresüberschuss zuzüglich Abschreibungen) verringerte sich von 3.288 TEUR auf 3.207 TEUR. 2.5 Gesamtaussage Insgesamt beurteilen wir unsere wirtschaftliche Lage in 2023 als stabil. Mit der Entwicklung der Auftragseingänge sind wir trotz rückläufiger Entwicklung noch zufrieden und mit dem guten Jahresergebnis 2023 vor dem Hintergrund, dass die Baubranche sehr zurückhaltend ist und immer mehr Neubauprojekte aufgeschoben werden, sehr zufrieden. Die Folgejahre sehen wir aber trotz unseres hohen Anteils variabler Kosten insbesondere wegen hoher Finanzierungskosten aufgrund des hohen Warenbestands als herausfordernd. 3. Prognosebericht Die zukünftigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen lassen sich in Anbetracht des anhaltenden Ukraine- und Nahost-Kriegs sowie der Auswirkungen der US-Präsidentenwahl und dem Bruch der Ampelkoalition in Deutschland nur schwer einschätzen. Diese bleiben aber aktuell sehr herausfordernd. Erschwerend hinzu kommen gestiegene Preise im Bau und immer mehr aufgeschobene Projekte. Die sinkenden Energiepreise und die dadurch nachlassende hohe Inflation könnten den Konsum der privaten Haushalte wieder anwachsen lassen. Andererseits droht die bislang noch stabile Lage am Arbeitsmarkt infolge der weiter rezessiven Entwicklungen in Deutschland bei immer noch hohen Zinsen diesen gleich wieder zu hemmen. Zuletzt mehren sich die Ankündigungen der (Auto-)Industrie, Arbeitsplätze abzubauen oder ins Ausland zu verlagern. Die Verbraucherpreisinflation in Deutschland hat sich weiter verlangsamt. Vor allem die Energie- und Importpreise sind gesunken. Die bislang nur moderat gelockerte Geldpolitik wirkt aktuell noch weiter restriktiv auf die gesamtwirtschaftliche Nachfrage. Der Sachverständigenrat rechnet beim nationalen Verbraucherpreisindex in den Jahren 2024 und 2025 mit Steigerungsraten von 2,4 % bzw. 2,1 %, nachdem die Inflation im vergangenen Jahr noch bei 5,9 % lag. Der erhöhte heimische Preisdruck infolge gestiegener Arbeitskosten verhindert allerdings eine schnellere Normalisierung der Inflationsraten. Bei der Kerninflation ist laut Sachverständigenrat mit Raten von 3,0 % im Jahr 2024 und 2,4 % im Jahr 2025 zu rechnen. Die Inflation im Euro-Raum ist ebenfalls deutlich zurückgegangen. Daher ist davon auszugehen, dass die geldpolitische Straffung ihren Höhepunkt erreicht hatte und es zu weiteren Zinssenkungen kommen wird, was im Verlauf des Jahres 2024 in kleinen Schritten ja auch bereits eingetreten ist. In der Branche der Sonderfahrzeuge ist aber zumindest mittelfristig eine weiter starke Nachfrage anzunehmen. Gerade im Bereich der Holz Logistik ist weiter ein hoher Bedarf vorhanden, da viele Forstunternehmen in diesem Bereich investieren müssen, da die entsprechenden Konzepte teilweise veraltet sind und mit Neuanschaffungen zu rechnen ist. Das zuletzt vergleichsweise hohe Zinsniveau hemmt aktuell solche Investitionen. Die Gewinnung von Neukunden setzt sich über das Jahr 2023 nur noch verlangsamt fort, wobei derzeit die Auslastung dadurch auch zurückgegangen ist, weshalb unser Fokus damit zunächst auf der Stammkundenpflege liegt. Gleichwohl beobachten wir weitere Bereiche im NFZ-Segment, um diese als zusätzliches Standbein bei sich bietender Gelegenheit nutzen zu können. Für das Jahr 2024 beträgt der Umsatzrückgang per Ende Oktober knapp 21 % bei nur unterproportional zurückgegangenem Materialaufwand, was den Rohertrag entsprechend sinken lässt. Aufgrund auch gestiegener übriger Kosten um 9,0 % und des Rohertragsrückgangs wird dies zu einer deutlichen Verschlechterung des Betriebsergebnisses gegenüber 2023 führen. Da auch der Zinsaufwand erheblich gestiegen ist, befürchten wir aktuell einen Rückgang des Vorsteuerergebnisses um über 50 %. Sorgen bereiten die Preissteigerungen auf der Beschaffungsseite wie auch der gestiegene Zinsaufwand. Die in der Vergangenheit teilweise aufgetretenen Störungen in den Lieferketten sind derzeit nicht mehr vorhanden. Seinerzeit wurde hier mit einem erhöhten Warenbestand gegengesteuert, so dass wir auch bei Lieferengpässen unsere Kunden bedienen konnten. Aufgrund der derzeit schwächeren Nachfrage sowie den aktuell nicht mehr vorhandenen Lieferketten-Problemen wird sich der Warenbestand in 2024 rückläufig entwickeln. 4. Chancen- und Risikobericht Im Folgenden gehen wir auf die wesentlichen Risiken und Chancen ein, die sich auf den Geschäftsverlauf unseres Unternehmens auswirken können. 4.1. Risikobericht Im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit sehen wir uns mit folgenden Risikofeldern konfrontiert. Umfeld- und branchenspezifische Risiken Auch für unser Unternehmen sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland von Bedeutung, insbesondere in der Fortwirtschaft, aber auch in ihr nachgelagerten Branchen wie z.B. der Baukonjunktur. Der Markt für Spezialfahrzeuge, insbesondere Holztransporter, in Deutschland und Europa entwickelt sich derzeit jedoch nach unserer Wahrnehmung rückläufig. Daher bauen wir unseren Warenbestand ab. Die schwachen Konjunkturaussichten aufgrund diverser Konflikte und Unsicherheiten belasten derzeit das Investitionsklima. Erhebliche Konjunktur-Abwärtsrisiken würden sich ergeben, wenn sich der Ukraine- oder Nahost-Krieg auf andere Länder ausweiten sollte oder weitere militärische Konflikte hinzukämen. Das könnte dann schlechtesten Falls auch weitere Auswirkungen auf die Nachfrage nach unseren Produkten haben, zumindest vorübergehend. Der schwächelnden Baukonjunktur und der damit gegebenenfalls einhergehend weiter gedämpften Nachfrage nach Baufahrzeugen wollen wir damit begegnen, dass wir absatzseitig auch andere NFZ-Segmente beobachten, um bei passender Gelegenheit ein zusätzliches Standbein aufzubauen. Ebenso kann es bei rezessiven Entwicklungen durch die Krisen auch wieder zu Unterbrechungen von Lieferketten kommen, was zum verzögerten Komponentenbezug führen kann. Wir pflegen mit unseren Lieferanten daher eine enge, langjährige und partnerschaftliche Beziehung. Um möglichen Engpässen oder Ausfällen zu begegnen, beobachten wir ergänzend den Beschaffungsmarkt. Dabei beobachten wir zuletzt und aktuell weiter steigende Preise. Bei einer wieder eintretenden Verknappung kann das Auswirkungen auf Liefertermine haben. Dagegen haben wir mit einer Erhöhung unseres Warenbestandes reagiert, der aufgrund aktuell rückläufiger Nachfrage sowie des immer noch hohen Zinsniveaus momentan wieder abgebaut wird. Risiken der Geschäftstätigkeit Im Rahmen der betrieblichen Tätigkeit ergeben sich ferner unterschiedlichste Risiken, die die Vermögens- Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zum Teil erheblich beeinträchtigen können. Hierzu zählen zum Beispiel technische Ausfälle, Brände und ähnliche Ereignisse, die zwar hohe Schäden verursachen können, deren Eintrittswahrscheinlichkeit jedoch relativ gering ist. Diesen Risiken begegnet das Unternehmen neben vorbeugenden Maßnahmen wie Brandschutz und Datensicherungen auch mit Versicherungen. Seit 2020 sind konkret auch Pandemien mit ihren Auswirkungen als allgemeines Risiko hinzugekommen. Insofern wurden während der Coronawellen der vergangenen Jahre intern im Rahmen unseres Arbeitssicherheitsmanagements umfangreiche Maßnahmen in der Fertigung und im Büro ergriffen und umgesetzt, die im Bedarfsfalle wieder einsetzen könnten. Und seit 2022 ist auch das Risiko eines Kriegs in Europa wieder konkret geworden. Von dem im Februar 2022 ausgebrochenen Ukrainekrieg sind wir mangels Kunden in der Ukraine und in Russland aber nicht unmittelbar betroffen. Gleichwohl können dadurch Lieferengpässe eintreten bzw. sich wieder verschärfen. Von dem im Oktober 2023 in Nahost ausgebrochenen Krieg sind wir bislang ebenfalls nicht betroffen. Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund unserer Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation sowie der grundsätzlich noch befriedigenden und auskömmlichen Auftragslage sowie des eingeleiteten Lagerabbaus sind Liquiditätsrisiken für die Zukunft derzeit nicht erkennbar. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich unsere Gesellschaft aus Eigenmitteln sowie über Lieferantenkredite und Bankmittel wie Händlereinkaufsfinanzierungen. In 2024 sind weitere mittelfristige Bankkredite zwecks Umschuldungen abgerufen worden. Die gestiegenen Zinsen belasten allerdings unser Ergebnis. Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, sehen wir uns nicht ausgesetzt, weil wir selbst ausschließlich im Euroraum einkaufen und ausschließlich in Euro fakturieren. 4.2. Chancenbericht Die Qualität unserer Produkte spricht für sich. Durch unser sich stetig ausweitendes Netzwerk an Kunden lassen sich immer noch Möglichkeiten finden, unsere Produkte erfolgreich zu platzieren. Durch die Etablierung unserer Produkte beim Kunden, kommt es zumindest in wirtschaftlich guten Zeiten zu einer erfreulichen Anzahl von Folgeaufträgen. Unsere Strategie und der gezielte Einsatz der Mitarbeiter können mittelfristig sicherlich auch wieder für Wachstum sorgen, zumindest in Nicht-Krisen-Zeiten bzw. wenn die Konjunktur wieder anzieht. Die stetige Weiterentwicklung und die Ausweitung des bestehenden Produktportfolios können auch weiterhin neue Wachstumsimpulse erzeugen. Bei unseren Produkten werden wir von unseren Kunden auch regelmäßig auf besondere Anforderungen der Produktlösungen hingewiesen und angefragt. Gerade im Projektgeschäft entstehen hierdurch Produkte und Systeme, die auch für andere Kunden im Einsatz nutzbar sind. Es obliegt dann unserem Vertrieb, dies in die Ziel- und Fokusmärkte zu tragen. In den letzten Jahren haben die Waldschäden zugenommen. Daraus und infolge teilweisen Investitionsstaus kann sich künftig wieder eine stärkere Nachfrage für die Beschaffung neuer Fahrzeuge ergeben. Hiervon könnten wir dann absatzseitig profitieren. Darüber hinaus arbeiten wir - auch zusammen mit nahestehenden Unternehmen - daran, bislang extern eingekauftes Knowhow durch Schulung und Fortbildung unserer Mitarbeiter ins Unternehmen zu holen, was sich zumindest mittelfristig positiv auf unsere Ertragslage auswirken kann. Unsere Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation eröffnet uns die Spielräume, um auf etwaige Veränderungen am Markt flexibel reagieren zu können, was aber auch einen weiteren Abbau des Warenbestands bedingt. 4.3. Gesamtaussage Von den beschriebenen Risiken kann potenziell eine wesentliche Beeinträchtigung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage ausgehen. Jedoch sind unter Berücksichtigung sämtlicher bekannter Tatsachen und Umstände derzeit keine Risiken bekannt, die den Fortbestand des Unternehmens in einem überschaubaren Zeitraum gefährden können. Wir sind in der Lage, auf Veränderungen am Markt adäquat reagieren zu können. Der stetige Austausch mit unseren Zielmärkten und Zielgruppen verbunden mit unserem partnerschaftlichen Dialog mit unseren Kunden und Lieferanten lässt nach wie vor gute Entwicklungschancen zu. Wir sehen uns gut aufgestellt, um allen Herausforderungen erfolgreich zu begegnen und sich bietende Wachstumschancen nutzen zu können. Das erfolgreich verlaufene Jahr 2023 lässt uns trotz des bislang nicht so positiv verlaufenen Jahres 2024 mit einem Umsatzrückgang per Oktober von knapp 21 % zum Vorjahreszeitraum dennoch zuversichtlich in die Zukunft blicken. 5. Risikoberichtserstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Das Unternehmen verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind aufgrund der branchenüblichen An- und Vorauszahlungen eher die Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Ein Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeder Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.
Lemgo, den 25.11.2024 PAVIC Fahrzeugtechnik GmbH vertreten durch die Geschäftsführung Sandro Pavic Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen sowie Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses
Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den Vorschriften zur Rechnungslegung nach dem HGB und unter Berücksichtigung der Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages aufgestellt worden. Die ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes wurden beachtet. Gemäß § 265 Abs. 5 HGB wurde die Bilanz zur Verbesserung der Klarheit um die folgenden Posten ergänzt:
Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen beibehalten werden. Für die Gewinn- und Verlustrechnung ist das bisher angewandte Gesamtkostenverfahren beibehalten worden. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen, betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens wurden bis zu einem Wert von EUR 800,00 im Jahr des Zugangs aktiviert und in voller Höhe abgeschrieben. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips angesetzt. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel wurden zum Nennwert bilanziert und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die aktive Rechnungsabgrenzung dient der periodengerechten Gewinnermittlung. Ausgewiesen werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Steuerrückstellungen beinhalteten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Ertragsteuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet und in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die passive Rechnungsabgrenzung dient der periodengerechten Gewinnermittlung. Ausgewiesen werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. III. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung Anlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens i.S. des § 284 Abs. 3 HGB ist dem diesem Anhang beigefügten Anlagengitter zu entnehmen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen oder sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht. Forderungen gegen Gesellschafter Die Forderungen gegenüber Gesellschaftern betreffen mit 855 TEUR solche aus Lieferungen und Leistungen gegenüber einem Einzelunternehmen eines Gesellschafters und im Übrigen das Verrechnungskonto mit diesem Einzelunternehmen. Im Vorjahr betrafen sie mit 635 TEUR solche aus Lieferungen und Leistungen und im Übrigen das Verrechnungskonto. Sonstige Vermögensgegenstände Bei den sonstigen Vermögensgegenständen entstehen 439 TEUR aus der Körperschaftsteuer 2023 (7 TEUR) und aus slowenischer Vorsteuer (432 TEUR) rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen betreffen die Gewerbesteuerrückstellung (448 TEUR). Sie beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Gewerbeertragsteuern. Verbindlichkeiten Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr beträgt 19.678.325,68 EUR (Vorjahr: 10.474.218,85 EUR). Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 4.417.476,03 EUR (Vorjahr: 187.966,81 EUR). Dabei handelt es sich mit 4.061.434,36 EUR (Vorjahr: 187.966,81 EUR) um Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie mit 356.041,67 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) um ein Darlehen gegenüber einem nahestehenden Unternehmen unter den sonstigen Verbindlichkeiten. Der Gesamtbetrag der davon bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR). Von den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen 0,00 EUR (Vorjahr 946.228,50 EUR) solche aus Lieferungen und Leistungen gegenüber einem Einzelunternehmen eines Gesellschafters bzw. 336.917,28 EUR sonstige Verbindlichkeiten (Vorjahr: 312.503,86 EUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignungen von Fahrzeugen in Höhe von EUR 5.077.704,12 zuzüglich Sicherungsübertragung des Fahrzeugbestands in Höhe von insgesamt EUR 2.000.000,00 sowie eine Globalzession der Kundenforderungen besichert. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen folgende vermerkpflichtigen Haftungsverhältnisse i.S. der §§ 251 und 268 Abs. 7 HGB. Die Gesellschaft haftet in Höhe von 6.623.500,74 EUR (Vorjahr: 7.299.446,61 EUR) für fremde Verbindlichkeiten. Hierbei handelt es sich um wechselseitige Mitverpflichtungen aus Händlereinkaufsfinanzierungsverträgen sowie Bankdarlehen gegenüber einem Einzelunternehmen eines Gesellschafters. Aufgrund der Bonität dieses Einzelunternehmens ist mit einer Inanspruchnahme derzeit nicht zu rechnen. Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 1.025.316,00 EUR sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte: Mietverträge mit Rest-Laufzeiten zwischen viereinhalb und sechseinhalb Jahren (1.003 TEUR) Kfz.-Leasing-Vertrag mit einer Restlaufzeit von 18 Monaten (23 TEUR). Der Zweck und Vorteil dieser Verträge bestehen vor allem in der Flexibilität und einfacheren Handhabung. Das Investitionsrisiko liegt samt Finanzierung beim Vermieter. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Außergewöhnliche sowie periodenfremde Erträge und Aufwendungen Nennenswerte außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen fielen 2023 nicht an. Nennenswerte periodenfremde Erträge und Aufwendungen fielen 2023 nicht an. Mindestbesteuerung Der tatsächliche Steueraufwand/-ertrag nach § 285 Nr. 30a HGB beträgt 0 TEUR. Das wird auch für das Geschäftsjahr 2024 erwartet IV. Sonstige Angaben Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der insgesamt während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug 18 (Vorjahr 18). Davon entfallen auf die Verwaltung 5 (Vorjahr 6) und auf die Werkstatt 13 (Vorjahr 12) Mitarbeiter. Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Person geführt:
Gesamtbezüge der tätigen Organmitglieder Unter Inanspruchnahme des § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung - § 285 Nr. 9a und 9b HGB - verzichtet. Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben.
Lemgo, den 25. November 2024 Pavic Fahrzeugtechnik GmbH vertreten durch die Geschäftsführung Sandro Pavic Anlagengitter
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Pavic Fahrzeugtechnik GmbH, Lemgo: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Pavic Fahrzeugtechnik GmbH, Lemgo, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Pavic Fahrzeugtechnik GmbH, Lemgo, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Lemgo, den 29. November 2024 ARTAG
Siegfried Pick, Wirtschaftsprüfer |
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