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Stadtsparkasse SchrobenhausenLiquidiert
SchrobenhausenStammdaten
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Stadtsparkasse SchrobenhausenSchrobenhausenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011Lagebericht zum Jahresabschluss 31.12.2011der Stadtsparkasse Schrobenhausen1. Rahmenbedingungen1.1 Rechtliche RahmenbedingungenDie Stadtsparkasse Schrobenhausen (im Folgenden: Stadtsparkasse) ist ein kommunales Wirtschaftsunternehmen in der Rechtsform einer rechtsfähigen Anstalt des öffentlichen Rechts mit Sitz in Schrobenhausen. Kommunale Trägerkörperschaft ist die Stadt Schrobenhausen. Aufgabe der Stadtsparkasse ist die Sicherstellung der örtlichen Versorgung mit Finanzdienstleistungen nach Maßgabe der Sparkassenordnung, sowie die Unterstützung ihrer kommunalen Trägerkörperschaft als Hausbank zur Erfüllung deren kommunalen Aufgaben. Die Stadtsparkasse betreibt dabei grundsätzlich alle banküblichen Geschäfte, soweit es das bayerische Sparkassengesetz und die auf Grund dieses Gesetzes erlassenen Rechtsverordnungen oder die Satzung der Stadtsparkasse vorsehen. Als regionales Wirtschaftsunternehmen verfolgt die Stadtsparkasse das Ziel, auf Grundlage der Markt- und Wettbewerbserfordernisse vorrangig im Geschäftsgebiet den Wettbewerb zu stärken und die angemessene und ausreichende Versorgung aller Bevölkerungskreise, der Wirtschaft und der öffentlichen Hand mit geld- und kreditwirtschaftlichen Leistungen auch in der Fläche sicherzustellen. Um diesem Auftrag gerecht zu werden, unterhalten wir 10 Geschäftsstellen sowie ein FinanzCenter zur Vermögenskundenbetreuung und Versicherungsberatung im Geschäftsgebiet, das die Stadt Schrobenhausen und den Altlandkreis Schrobenhausen (Gebietsstand 30.06.1972) umfasst. Die Organe der Stadtsparkasse bestehen aus Vorstand und Verwaltungsrat. Der Verwaltungsrat bestimmt die Richtlinien für die Geschäfte der Stadtsparkasse und überwacht den Vorstand. Er besteht aus fünf Mitgliedern. Der Vorstand leitet die Stadtsparkasse in eigener Verantwortung, vertritt sie und führt ihre Geschäfte. Die Stadtsparkasse ist Mitglied im Sparkassenstützungsfonds des Sparkassenverbandes Bayern. Dieser gewährleistet im Rahmen einer Institutssicherung die Ansprüche der Kunden der Stadtsparkasse in voller Höhe. 1.2 Gesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenDie deutsche Wirtschaft konnte im Jahr 2011 ein kräftiges Wachstum verzeichnen: Das inflationsbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im Vergleich zum Vorjahr um 3,0 %. Die Nachfragesteigerung aus In- und Ausland war auch in 2011 die maßgebliche Größe auf der Entstehungsseite des Bruttoinlandsprodukts. Die Rolle eines wichtigen Wachstumsmotors übernahm in 2011 auch die Binnennachfrage, die im vergangenen Jahr einen stärkeren Anstieg als der Außenhandel verzeichnen konnte. Der inländische Konsum sowie die getätigten Investitionen lagen deutlich über dem Vorjahreswert. Durch seine weiterhin anhaltende Dynamik konnte aber auch der deutsche Außenhandel einen zusätzlichen positiven Beitrag zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in 2011 leisten. Die günstige Wirtschaftsentwicklung auf Bundesebene, als auch in Bayern, macht sich positiv auf dem Beschäftigungssektor bemerkbar. Während sich die Arbeitslosigkeit in einigen Euro-Ländern zurzeit auf einem Höchststand befindet, kann Deutschland im bundesweiten Schnitt einen robusten Arbeitsmarkt mit weiter rückläufigen Arbeitslosenzahlen (Arbeitslosenquote 7,1 % / Vorjahr 7,7 %) vorweisen. Bayern kann dabei mit 4,8 Millionen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten sogar ein Allzeithoch bei der Arbeitsmarktentwicklung verzeichnen (Arbeitslosenquote 3,8 % / Vorjahr 4,5 %). Nach einem kräftigen Auftakt im ersten Quartal 2011 hat sich die Wirtschaftsentwicklung deutlich abgeflacht. Das schwächere unterjährige Verlaufsprofil kommt in der guten Gesamtjahreszahl nicht zum Ausdruck. Die Verlangsamung des Wirtschaftswachstums im Jahresverlauf ist auch durch die Verunsicherungen der Staatsschuldenkrise hervorgerufen. Spätestens seit Sommer 2011 wurde offensichtlich, dass Griechenland mit immer mehr Hilfskrediten der Partnerländer in der EU und des IWF nicht nachhaltig zu finanzieren sein wird. Auf diversen EU-Gipfeln und in begleitenden Verhandlungen mit den großen Gläubigern wurden immer weiter reichende, zunächst noch als "freiwillig" deklarierte Schuldenschnitte verhandelt. Damit war klar, dass Staatsanleihen nicht mehr als risikolose Anlageklasse einzustufen sind. Risikoprämien stiegen als Ansteckungseffekt auch für die Schulden anderer Länder. Durch den im Zuge dieser Ereignisse ausgelösten Einbruch der Aktienmärkte, verloren diese zwischen Juli und September vielerorts bis zu einem Drittel ihres Wertes. Angeführt wurden die Verluste von Bankaktien, ausgelöst durch Befürchtungen um Ausfälle aus Staatsanleihen und Rekapitalisierungsbedarf der Kreditinstitute. Tatsächlich gab es ab Herbst 2011 wieder Blockaden und Misstrauen am Interbankenmarkt. Viele Kreditinstitute parken ihre Liquidität wieder bei der Europäischen Zentralbank, während andere Institute, vor allem aus den Krisenländern, in immer stärkerem Maße auf die Finanzierung durch die Notenbank angewiesen sind. Die Europäische Zentralbank hat die Geldversorgung des Marktes gegen Jahresende 2011 noch einmal deutlich gesteigert. Die im April und Juli als erster vorsichtiger Ausstieg aus der geldpolitischen Sondersituation vorgenommenen Leitzinsanhebungen wurden zudem im November und Dezember von der EZB wieder zurückgenommen. 1.3 Branchen- und KonkurrenzsituationDie Kreditbranche ist geprägt von neuen Regulierungsmaßnahmen der letzten Jahre. Neben einer Bankenabgabe sind hier insbesondere die von den G20-Staaten verabschiedeten neuen Eigenkapital- und Liquiditätsvorschriften nach Basel III von Bedeutung, an deren Umsetzung in europäisches Recht derzeit gearbeitet wird. Diese beinhalten insbesondere höhere Eigenmittelanforderung für die betroffenen Institute, auf die sich die Stadtsparkasse intensiv vorbereitet. Im wirtschaftlichen Umfeld des Geschäftsgebiets der Stadtsparkasse Schrobenhausen besteht eine zufriedenstellende Kaufkraft. Die reale Kaufkraftkennziffer in Schrobenhausen liegt nur geringfügig unterhalb des bayerischen Durchschnitts, jedoch zum Teil höher als in den umliegenden Geschäftsgebieten. Die Bankstellendichte (Einwohner pro Bankstelle) ist nach wie vor sehr hoch. Im Geschäftsgebiet ist sie mit rund 1.000 Einwohner (Bayerndurchschnitt: ca. 1.500 Einwohner/Bankstelle) zwar überaus kundenorientiert, jedoch aus betriebswirtschaftlicher Sicht als ungünstig zu werten. Günstige Rahmenbedingungen ergeben sich durch eine äußerst geringe Arbeitslosenquote (nahezu Vollbeschäftigung). Die Geschäftsentwicklung der bayerischen Sparkassen wird vom wirtschaftlichen Umfeld, der zunehmenden Konkurrenzsituation sowie von den Globalisierungs- und Konzentrationstendenzen in der Finanzwelt weiter deutlich beeinflusst bleiben. Die Stadtsparkasse steht im Wettbewerb mit mehreren ortsansässigen Genossenschaftsbanken. In diesem Bereich fand im abgelaufenen Jahr eine Marktbereinigung statt indem zwei Institute aus dem Stadtgebiet Schrobenhausen fusionierten. Des Weiteren befindet sich eine Geschäftsstelle der HypoVereinsbank (Marke der UniCredit Bank AG) im Geschäftsgebiet. Die unmittelbaren Mitbewerber sind nicht mehr nur die ortsansässigen Banken, sondern vielmehr Direktbanken, Autobanken, Versicherungs- und Bausparbüros wie auch Strukturvertriebe. 1.4 Regionale WirtschaftsentwicklungDie Unternehmen der Region Ingolstadt (hierzu gehören nach Definition der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern die Stadt Ingolstadt sowie deren angrenzende Landkreise Eichstätt, Pfaffenhofen und Neuburg-Schrobenhausen) hatten im vergangenen Jahr einen sehr guten Geschäftsverlauf. Jedoch haben in der zweiten Jahreshälfte 2011 die Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Staatsschuldenkrise sowie ein nachlassendes Auftragsplus ebenfalls zu einem Stimmungsrückgang in der Region geführt. Die Unternehmen konnten zwar in den letzten Monaten des vergangenen Jahres erneut viele neue Aufträge generieren, jedoch haben sich die Wachstumsraten zunehmend abgeschwächt. Laut Herbsteinschätzung der IHK wurde versucht, über eine höhere Kapazitätsauslastung die Aufträge möglichst schnell abzuarbeiten, was aber als Unsicherheit bezüglich der konjunkturellen Entwicklung gedeutet werden kann. Ungeachtet dessen startete die Region Ingolstadt dennoch robust in das Jahr 2012. Der IHK-Konjunkturindex lag zu Jahresbeginn mit 128 Punkten lediglich 2 Zähler unterhalb seines Werts vom Herbst 2011. Trotz der sich abzeichnenden konjunkturellen Abkühlung und der hohen Unsicherheiten im Markt planen die Unternehmen der Region Ingolstadt auch im neuen Geschäftsjahr ihre Investitionstätigkeit weiter auszubauen. Dies ist sogar gegenläufig zum Trend für Oberbayern und Bayern - hier wird sich das Investitionswachstum laut IHK-Prognosen voraussichtlich abschwächen. Somit wird erwartet, dass sich die Investitionsdynamik in der Region ähnlich verhalten wird wie im Jahr 2011. Auch die Aussichten für den Arbeitsmarkt in der Region Ingolstadt bleiben laut Einschätzung der IHK weiterhin günstig: 87 Prozent der Unternehmen planten zum Jahresbeginn 2012 den Ausbau bzw. die Beibehaltung ihrer Belegschaft. Somit wird die in 2011 festgestellte positive Entwicklung des Arbeitsmarktes ebenfalls für das Folgejahr erwartet. Der hieraus erwartete Negativeffekt für die Unternehmen ist jedoch die zunehmende Verschärfung des Fachkräftemangels. 2. Wirtschaftsbericht2.1 GeschäftsentwicklungDie Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen Umfeldes wirkte sich, wie erwartet, positiv auf die Geschäftstätigkeit der Stadtsparkasse aus. So erhöhte sich das aus Bilanzsumme und Eventualverbindlichkeiten bestehende Geschäftsvolumen um 2,5 % auf 528.955 T€. Die Bilanzsumme wuchs um 2,3 % auf 522.531 T€. Zurückzuführen ist das Wachstum im Wesentlichen auf die positive Entwicklung im Kreditgeschäft. Das gesamte Kreditgeschäft mit Kunden inklusive unwiderruflicher Kreditzusagen, Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen, Wechsel- und Treuhandkrediten nahm trotz der umfangreichen Nutzung von Sondertilgungsmöglichkeiten um 15.238 T€ auf 278.499 T€ zu. Dies entspricht einem Wachstum von 5,8 % gegenüber dem Vorjahr. Die darin enthaltenen Forderungen an Kunden erhöhten sich um 9.984 T€ (4,1 %) auf 256.041 T€, die Vergabe von Schuldscheindarlehen an Unternehmen spielte dabei nur eine untergeordnete Rolle. Die unwiderruflichen Kreditzusagen nahmen um 4.169 T€ bzw. 35,3 % deutlich zu. Auch bei den Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen ergab sich eine Bestandssteigerung von 20,5 % bzw. 1.091 T€ auf 6.424 T€. Die im klassischen Kundenkreditgeschäft enthaltenen langfristigen Ausleihungen stiegen um 6.069 T€ bzw. 2,7 % an. Die weiterhin starke Nachfrage nach öffentlichen Fördermitteln spiegelt sich innerhalb der Kundenkredite in dem um 7,0 % auf 36.964 T€ gestiegenen Bestand an Förderkrediten wider. Unsere Privatkunden nutzten die im historischen Vergleich nach wie vor günstigen Konditionen und sicherten sich insbesondere bei Baufinanzierungen längerfristige Zinsfestschreibungen. In der Kreditartenstruktur kam es zu einer geringen relativen Verschiebung zugunsten der Kommunalkredite und zu Lasten der Real- und sonstigen Kredite. Der Bestand der Eigenanlagen in Wertpapieren verringerte sich durch Fälligkeiten im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 20.174 T€ auf 165.846 T€. Im Gegenzug dazu erhöhten sich - bedingt durch eine strategische Umorientierung - die Forderungen an Kreditinstitute durch Anlagen im Segment der Termingelder und Schuldscheindarlehen um 24.289 T€ auf 73.346 T€. Der unter den Beteiligungen und Anteilen an verbundenen Unternehmen ausgewiesene Anteilsbesitz der Stadtsparkasse ging per Saldo um 193 T€ auf 7.120 T€ zurück. Die maßgeblichen Bewegungen im laufenden Geschäftsjahr bestanden unter anderen aus dem Zugang einer Beteiligung an der Deka Erwerbsgesellschaft mbH & Co. KG bzw. dem Teilabgang von Anteilen an einem regionalen Beteiligungsfonds, der sich in Auflösung befindet. Voraussichtlich dauernde Wertminderungen bei Beteiligungen wurde durch entsprechende Wertberichtigungen auf den beizulegenden Wert Rechnung getragen. Fällige bestehende Kapitalanlagen bei einer Versicherungsgesellschaft bestimmten hauptsächlich die Reduzierung der sonstigen Vermögensgegenstände von 8.400 T€ auf 4.366 T€. Das Volumen der Kundeneinlagen konnte nicht an den Vorjahreswert anschließen. Ursächlich hierfür war im Wesentlichen der bestehende intensive Wettbewerb mit den im Geschäftsgebiet der Stadtsparkasse ansässigen Kreditinstituten sowie überregional operierenden Direktbanken. Auch konnten zahlreiche Mittelabflüsse für Investitionen in kundeneigene Immobilien festgestellt werden. Der Gesamtbestand ging dadurch insgesamt um 5.499 T€ bzw. 1,5 % auf 362.559 T€ zurück. Diese Entwicklung resultiert zum Einen aus dem Rückgang der täglich fälligen Verbindlichkeiten um 3.311 T€ bzw. 2,0 %. Zum Anderen nahmen die Spareinlagen im Vergleich zum Vorjahr um 7.264 T€ auf 125.922 T€ ab, wofür aber die anderen Verbindlichkeiten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist um 5.077 T€ auf 77.627 T€ stiegen, was zum Teil durch eine Änderung unserer Produktpalette bedingt ist. Der Trend zur Umschichtung von langfristigen in kurzfristige Anlageformen hält aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase unvermindert an. Die verbrieften Verbindlichkeiten veränderten sich in ihrer Bestandshöhe gegenüber dem Vorjahr nur gering (-37 T€), da die endfälligen Inhaberschuldschreibungen durch die Neuausgaben nahezu betragsmäßig abgedeckt wurden. Unsere Kundeneinlagen inklusive der Eigenemissionen der Stadtsparkasse betragen zum Jahresende 72,8 % (Vorjahr 75,6 %) der Bilanzsumme. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stiegen - zum Teil stichtagsbedingt - um 11.581 T€ bzw. 13,7 % auf 96.135 T€ an. Die hierin enthaltenen Weiterleitungsmittel aus Förderdarlehen waren unter anderem eine Grundlage unserer Finanzierungstätigkeit im Kundenkreditgeschäft. Die Stadtsparkasse Schrobenhausen bietet ihren Kunden umfassende Produkte und Dienstleistungen an, die nicht unmittelbar in der Bilanz abgebildet werden. Im Vermittlungsgeschäft konnte der Provisionsertrag insgesamt gegenüber dem Vorjahr nochmals um 7,7 % gesteigert werden. 2.2 VermögenslageDie Bilanzstruktur der Stadtsparkasse im Vergleich zum Vorjahr wird in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. AKTIVA
Im Jahr 2011 hat sich die Bilanzstruktur nur geringfügig verändert. Die Aktivseite wird geprägt von einer Verschiebung zwischen dem Wertpapiergeschäft und den Forderungen an Kreditinstituten sowie dem Anstieg der Forderungen an Kunden. Auf der Passivseite reduzierten sich die Kundeneinlagen, im Gegenzug nahmen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zu. Die Bewertung der Wertpapiere erfolgte unter Anwendung des strengen Niederstwertprinzips. Mit den gebildeten Wertberichtigungen und Rückstellungen ist den Risiken im Kreditgeschäft und den sonstigen Verpflichtungen ausreichend Rechnung getragen worden. Die übrigen Vermögensgegenstände wurden vorsichtig bewertet. Nach der durch den Verwaltungsrat noch zu beschließenden Zuführung aus dem Bilanzgewinn wird sich die Sicherheitsrücklage auf 24.696 T€ erhöhen - das entspricht einem Plus von 1,4 % gegenüber dem Vorjahr. Im Zuge der bevorstehenden Einführung der neuen Basel III-Regelungen widmete die Stadtsparkasse einen Teil ihrer nach § 340f HGB gebildeten stillen Reserven um und stellte diese in den Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB ein. Damit stellt die Stadtsparkasse sicher, dass diese Reserven, die nach deutschem Recht uneingeschränkt als Verlustverrechnungspotenzial gelten, auch künftig als Kernkapital genutzt werden können. Neben der Sicherheitsrücklage verfügt die Stadtsparkasse über umfangreiche weitere Eigenkapitalbestandteile im Sinne des KWG. Das Verhältnis der anrechenbaren Eigenmittel, bezogen auf die Summe der Anrechnungsbeträge für Adressrisiken, operationellem Risiko und Marktrisikopositionen per 31.12.2011, überschreitet deutlich den von der Bankenaufsicht in der Solvabilitätsverordnung (SolvV) vorgeschriebenen Mindestwert von 8,0 %. Eine künftige Geschäftsausweitung ist durch die solide Kapitaldecke gesichert. 2.3 FinanzlageDie Zahlungsfähigkeit der Stadtsparkasse war im Geschäftsjahr aufgrund einer planvollen und ausgewogenen Liquiditätsvorsorge jederzeit gegeben. Die eingeräumte Kreditlinie bei der Bayerischen Landesbank wurde aus strategischen Gründen teilweise in Anspruch genommen. Die von der Deutschen Bundesbank angebotenen Refinanzierungsgeschäfte in Form von Offenmarktgeschäften wurden zum Teil genutzt. Zur Erfüllung der Mindestreservevorschriften wurden entsprechende Guthaben bei der zuständigen Zentralbank unterhalten. Die Kennzahl nach § 2 der Liquiditätsverordnung (LiqV) zur Beurteilung der Liquiditätslage wurde stets eingehalten. Auf Basis unserer Finanzplanung kann die Zahlungsbereitschaft der Stadtsparkasse auch für die absehbare Zukunft als gesichert angesehen werden. 2.4 ErtragslageEntgegen unserer Erwartungen traten die im Vorjahr prognostizierten Kostensteigerungen nicht ein und der Provisionsüberschuss konnte weiter gesteigert werden. Der Zinsüberschuss konnte jedoch nicht am Vorjahreswert anschließen, so dass trotz des gestiegenen Provisionsüberschusses das Ergebnis im operativen Bankgeschäft - wie zu Jahresbeginn bereits absehbar - abnahm. Die Belastungen aus der Finanzkrise dauern an. Diese drückte wie im Vorjahr das Zinsergebnis durch den Ausfall der Dividende und der Erträge aus stillen Einlagen bei der Bayerischen Landesbank. Zudem belastete weiterhin der Ausfall der Erträge aus einem Genussrecht bei einer anderen Landesbank das Zinsergebnis. Das Bewertungsergebnis beinhaltet wiederum Abschreibungen auf die Anteile am Stammkapital des SVB. Zusätzlich resultierte eine Abschreibung aus der voraussichtlich dauernden Wertminderung einer Beteiligung. Dennoch konnte eine deutliche Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken gem. § 340g HGB vorgenommen und ein Jahresüberschuss nach Steuern von 332 T€ erzielt werden. Zu dem Ergebnis 2011 im Einzelnen: Der Zinsüberschuss - einschließlich laufender Erträge aus Wertpapieren, Beteiligungen und Anteilen an verbundenen Unternehmen - reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr erwartungsgemäß um 546 T€ (4,9 %) auf 10.704 T€. Während der Zinsüberschuss aus dem klassischen Kundengeschäft sowie den laufenden Erträgen aus eigenen festverzinslichen Wertpapieren um 274 T€ (3,1 %) auf 9.242 T€ zulegte, nahmen die laufenden Erträge aus anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren um 994 T€ (47,7 %) auf 1.089 T€ ab. Diese Entwicklung beruht auf einem planmäßigen, aber trotzdem deutlichen Rückgang der Ausschüttungen aus dem Spezialfonds der Stadtsparkasse, der im Vorjahr in seiner Bestandsgröße reduziert wurde. Das Zinsgeschäft bleibt unverändert die bedeutendste Ertragskomponente unseres Geschäfts. Der Provisionsüberschuss entwickelte sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wider Erwarten sehr erfreulich: Er erreichte mit 3.355 T€ wieder einen neuen Höchstwert und übertraf das Ergebnis des Vorjahres um 161 T€ bzw. 5,0 %. Hierzu beigetragen hat u. a. ein über unseren Erwartungen liegendes Immobilienvermittlungsgeschäft. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen konnten um 3,3 % auf 9.583 T€ zurückgeführt werden (Rückgang um 331 T€). Die darin enthaltenen Personalaufwendungen einschl. der sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung sowie Unterstützung nahmen dabei um 3,1 % auf 7.050 T€ ab. Der Sachaufwand konnte - anders als geplant - weiter reduziert werden: er ging um 3,9 % bzw. 104 T€ auf 2.532 T€ zurück. Insgesamt gingen die Erträge (GuV, Pos. 1, 3, 5, 7 bis 9) um 3,5 % auf 23.651 T€ zurück. Die betrieblichen Aufwendungen (GuV, Pos. 2, 6, 10 bis 12) nahmen gleichfalls ab, aber mit einem Rückgang von nur 2,4 % auf 19.596 T€ nicht im gleichen Maße. Trotz gleichlaufender Entwicklung verschlechterte sich dadurch das Verhältnis von Aufwendungen zu den Erträgen leicht um 0,9 %. Das Bewertungsergebnis (Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere, Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft sowie Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere) ergab im Berichtsjahr - nach Verrechnung mit den Erträgen - einen Ertragsüberschuss in Höhe von 2.631 T€ nach einem Aufwandsüberhang von 2.733 T€ im Vorjahr. Durch das im Vergleich zum Vorjahresende gesunkene Zinsniveau kam es tendenziell zu einer Wertaufholung des zum Niederstwert bewerteten Wertpapiereigenbestands. Im Kundenkreditgeschäft führte die günstige Risikolage, einmalige Effekte und der Ertrag aus der aufgelösten Vorsorgereserve gem. § 340f HGB (Vorjahr Zuführung) zu einem positiven Bewertungsverlauf. Auch ohne die Auflösung der Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB hätte sich ein positives Bewertungsergebnis ergeben. Der Fonds für allgemeine Bankrisiken gem. § 340g HGB wurde im Berichtsjahr erstmals dotiert. Die Zuführung von 5.050 T€ enthält auch den Auflösungsbetrag der Vorsorgereserve gem. § 340f HGB. Das Ergebnis der ordentlichen Geschäftstätigkeit bewegte sich mit 1.636 T€ erwartungsgemäß leicht um 3,4 % unter dem Vorjahreswert von 1.694 T€. Der Steueraufwand liegt mit 1.304 T€ um 318 T€ über dem Vorjahr (986 T€). Insgesamt ergibt sich damit ein Jahresüberschuss von 332 T€, der - vorbehaltlich der Zustimmung des Verwaltungsrates - mit Feststellung des Jahresabschlusses in voller Höhe in die Sicherheitsrücklage eingestellt wird. 2.5 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren2.5.1 Produktpolitik und UmweltschutzAufgrund zunehmender öffentlicher Wahrnehmung und Nachfrage wurden in der S-Finanzgruppe bereits in den letzten Jahren verstärkt verschiedene Bankprodukte rund um das Thema Umwelt entwickelt wie z.B. verschiedene Versicherungspakete oder Nachhaltigkeitsfonds in der Geldanlage. Über uns erhält der Kunde Zugang zu den vielfältigen Kreditangeboten der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zu diesem Themenbereich. Um die einzelnen Umweltthemen mit der Stadtsparkasse zu verbinden wurde im vergangenen Geschäftsjahr eine strategische Positionierung unter dem Leitgedanken "Sparkasse: Gut für die Umwelt" angestoßen. Der hierfür verabschiedete Katalog umfasst unterschiedliche, aber untereinander koordinierte Maßnahmen, wie beispielsweise Aktivitäten im Kundengeschäft (Aktiv-, Passiv-, Verbundgeschäft), die Durchführung von Kundenveranstaltungen (Energie-Tage), eigene aktive Energiesparmaßnahmen oder die Unterstützung von Umwelteinrichtungen. Ziel ist neben einer verstärkten Kundenbindung einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Dazu erfolgte eine Bestandsaufnahme der bisherigen Maßnahmen im Umweltbereich. Zudem wurden neue Maßnahmen und Umweltstandards eingeführt. Mit der Darstellung aller Maßnahmen bewarb sich die Stadtsparkasse bei der Bayerischen Staatsregierung zur Aufnahme in den Umweltpakt Bayern. Mit der Urkundenübergabe im November 2011 ist die Stadtsparkasse für 5 Jahre Partner im bayerischen Umweltpakt und darf offiziell das Umwelt-Logo für engagierte Unternehmen führen. 2.5.2 InvestitionenDie Stadtsparkasse hat sich im Rahmen einer gemeinsamen Aktion der deutschen Sparkassen an der Deka Erwerbsgesellschaft mbH & Co. KG beteiligt, deren Gesellschaftszweck das Halten von 50 % der Anteile an der DekaBank Deutsche Girozentrale (DekaBank) ist. Die DekaBank ist der Fondsdienstleister der deutschen Sparkassen. Damit kann sowohl der Verbund innerhalb der S-Finanzgruppe als auch der Vertrieb in einem wichtigen Geschäftsfeld nachhaltig gestärkt werden. Der Erwerb ist konform mit der Beteiligungsstrategie der Stadtsparkasse und wurde unter Abwägung der Chancen und potenziellen Risiken hinsichtlich der Ertrags- und Vermögenslage eingegangen. 2.5.3 Personal und SozialbereichDie Gesamtzahl der Beschäftigten hat sich 2011 um 0,6 % auf 158 leicht erhöht. Als einer der bedeutenden Arbeitgeber am Ort beschäftigte die Stadtsparkasse im Jahresdurchschnitt insgesamt
Vier Auszubildende, die ihre Ausbildung mit Erfolg beendeten, übernahmen wir in das Angestelltenverhältnis. Aufgrund von Personalfluktuationen bzw. -optimierungen reduzierte sich der Personalaufwand um 3,1 % auf 7.050 T€. Eine wesentliche Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg sind motivierte und leistungsfähige Mitarbeiter. Angesicht der ständigen Weiterentwicklung der Sparkassengeschäfte sowie technischer Neuerungen bildeten auch im vergangenen Jahr die gezielte Fortbildung, Förderung und Höherqualifizierung unserer Mitarbeiter Schwerpunkte der Personalentwicklung. Acht Mitarbeiter nahmen erfolgreich an der Weiterbildung zum/zur "S-Vorsorgefachmann/-frau (VKB)" teil, zwei Mitarbeiter absolvierten ihre Weiterbildungen zum "Betriebsinformatiker (HWK)" bzw. "Bankfachwirt S", eine weitere Mitarbeiterin besuchte den Baustein "Grundkurs Firmenkreditgeschäft" an der Sparkassenakademie Bayern. Zwei Mitarbeiter haben die Weiterbildung zum "Sparkassenbetriebswirt" erfolgreich abgeschlossen. Um flexiblere und damit auch ökonomischere Arbeitszeitregelungen zu verwirklichen, können unsere Mitarbeiter unterschiedlichste Modelle - von variablen Arbeitszeiten über Teilzeit bis zur Altersteilzeit - nutzen. 2.5.4 KundenbeziehungenDas Geschäftsgebiet der Stadtsparkasse Schrobenhausen ist satzungsgemäß die Stadt Schrobenhausen und der Altlandkreis Schrobenhausen. Darin leben derzeit rund 38.500 Einwohner, von denen rund die Hälfte eine Kontoverbindung zur Stadtsparkasse haben. Annähernd 20.000 Kunden arbeiten bei ihren Finanzangelegenheiten mit der Stadtsparkasse Schrobenhausen zusammen, die gemessen an der Bilanzsumme mit Abstand das größte selbständige lokale Kreditinstitut ist. Unser Kundenkreis besteht primär aus den Einwohnern im Geschäftsgebiet. Dazu zählen neben den Privatkunden auch lokal ansässige Unternehmen. Mit den öffentlichen Einrichtungen, den Vereinen und Verbänden sowie der Stadt Schrobenhausen, dem Landkreis Neuburg-Schrobenhausen und den Gemeinden der Region besteht eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Die Stadtsparkasse bietet allen Einwohnern - unabhängig von der Höhe des Einkommens oder Vermögens - Zugang zu den modernen Finanzdienstleistungen und zur persönlichen Beratung. Unsere Mitarbeiter werden durch zielorientierte Schulungen, u. a. im Rahmen der S-Inhouse-Akademie, von internen und externen Referenten optimal auf die sich permanent verändernden Bedürfnisse unserer Kunden vorbereitet, die sich aus den jeweils vorherrschenden wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen ergeben. Eine langjährige Beratung und Betreuung unserer Kunden durch kompetente Mitarbeiter hat zu einer nachhaltigen Beziehung und zu einem hohen Vertrauensverhältnis geführt. Dies sehen wir als eine wesentliche Voraussetzung für den geschäftlichen Erfolg an. Unsere Kunden erhalten die für sie passenden Produkte im Rahmen von individuellen Beratungen. Grundlage für eine strukturierte Beratung ist der Einsatz des Sparkassen-Finanzkonzeptes. Dabei erfolgt eine systematische Analyse der Kundenbedürfnisse mit anschließender konkreter Empfehlung der geeigneten Finanzprodukte. Hierzu können die Berater z. B. im Wertpapierbereich auf vorselektierte und geprüfte Informationen zurückgreifen. Daher ist die Stadtsparkasse stets bestrebt, durch laufende Investitionen in ein aktives Vertriebsmanagement die Kundenkontaktquote zu erhöhen, um im Rahmen von engen Kundenkontakten den zukünftigen Geschäftserfolg zu sichern. Die Stadtsparkasse nutzt für einen aktiven Vertrieb viele unterschiedliche Vertriebswege:
Letzterer wurde im Rahmen verschiedener Maßnahmen ausgebaut, um damit den geänderten technischen und gesellschaftlichen Anforderungen gerecht zu werden. 2.5.5 Soziales EngagementDie Stadtsparkasse fördert mit Spenden, Sponsoring und Verwendung des sozialen Zweckertrags aus dem PS-Sparen soziale Einrichtungen und unterstützt die kulturellen und sportlichen Aktivitäten in der Region. Mit regelmäßigen Zuführungen zum Stiftungskapital stärkt sie zudem die Jubiläumsstiftung der Stadtsparkasse Schrobenhausen, die aus ihren Erträgen an gemeinnützige Vereine und Institutionen in der Region Fördermittel ausschüttet. 2.6 Zusammenfassende Beurteilung der Geschäftsentwicklung und der Lage der StadtsparkasseUnter Berücksichtigung der konjunkturellen und finanzwirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich die Kundengeschäfte der Stadtsparkasse insgesamt zufriedenstellend entwickelt. Vor allem die Erhöhung der Bestände im Kundenkreditgeschäft liegt in der Bandbreite unserer Erwartungen und ist Bestandteil unseres moderaten Wachstums der Bilanzsumme. Der ausgewiesene Jahresüberschuss ermöglicht eine Stärkung der Sicherheitsrücklage als Basis für die künftige Geschäftsausweitung. Zusätzlich konnte der Fonds für allgemeine Bankrisiken gem. § 340g HGB bedeutend dotiert werden. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen weiterhin als gut zu bezeichnen. 3. NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben. 4. Risikobericht4.1 Risikomanagementziele und -methodenDie bewusste Übernahme, aktive Steuerung und gezielte Transformation von Risiken gehören zu den Kernfunktionen von Kreditinstituten. Im Vordergrund steht dabei weiterhin die nachhaltige Sicherstellung der Risikotragfähigkeit. Unserer Risikostrategie entsprechend gehen wir Risiken bei günstigem Chance-/Risikoprofil bewusst ein. Risiken mit vertretbarem potenziellen Schaden werden von uns akzeptiert, sofern diese im Rahmen der Risikotragfähigkeit liegen und mit einer nachhaltigen Stärkung von Reserven und Eigenkapital im Einklang stehen. Unsere Risikoneigung definiert sich somit als "risikoneutral". Um den immer komplexer werdenden internen und externen Anforderungen an die Risikosteuerung gerecht zu werden, wurden angemessene Abteilungsstrukturen aufgebaut und ablauforganisatorische Maßnahmen umgesetzt. Der Vorstand der Stadtsparkasse und die Führungsgremien befassen sich laufend intensiv mit dem Risikocontrolling. Das System zur Erkennung und Überwachung ist darauf ausgerichtet, Risiken rechtzeitig zu identifizieren und gegensteuernde Maßnahmen im Sinne eines aktiven Risikomanagements und -controllings einzuleiten. Die angewandten Methoden zur Messung, Steuerung und Aggregation aller Risikoarten werden kontinuierlich weiterentwickelt und regelmäßig den Anforderungen der Stadtsparkasse und den aktuellen Marktgegebenheiten angepasst. Dazu gehört auch ein laufendes Reporting, das das Aufsichtsorgan (Verwaltungsrat) mit einbezieht und eine zeitnahe Umsetzung aufsichtsrechtlicher Anforderungen innerhalb bestehender Umsetzungsfristen. Zur Beurteilung der wesentlichen Risiken verschafft sich die Geschäftsleitung regelmäßig und anlassbezogen im Rahmen einer Risikoinventur (MaRisk) einen Überblick über die Risiken des Instituts (Gesamtrisikoprofil). Mit wesentlichen Risiken verbundene Risikokonzentrationen werden berücksichtigt. Für Risiken, die als nicht wesentlich eingestuft werden, werden angemessene Vorkehrungen getroffen. Auf Basis der vorstehenden Risikoinventur werden im Sinne der MaRisk in der Stadtsparkasse Schrobenhausen folgende Risikoarten als wesentlich angesehen:
Zur Messung, Analyse, Steuerung und Überwachung von Risiken haben wir ein Risikomanagement- und Controllingsystem eingerichtet, dessen Ausgestaltung sich nach Art, Umfang, Komplexität und Risikogehalt unserer Geschäftstätigkeit richtet. Die Systematik und Organisation der Steuerung von Risiken wird laufend an die Anforderungen angepasst. Im Mittelpunkt des Risikomanagements steht die Gesamtheit aller geeigneten Maßnahmen zur Sicherstellung der Risikotragfähigkeit. Das Risikocontrolling beinhaltet die Identifizierung, Quantifizierung, Limitierung und Überwachung sowie das Reporting mit der Gegenüberstellung der Risiken und der vorhandenen Risikodeckungsmassen bzw. die Auslastung der Risikodeckungsmassen. Von zentraler Bedeutung für die risikostrategische Ausrichtung der Stadtsparkasse sind die sich laufend verändernden bankaufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen. Von besonderer Bedeutung hierbei ist die am 14. August 2009 veröffentlichte Neufassung der MaRisk, die durch die Stadtsparkasse voll umgesetzt wurde. Zum 15. Dezember 2010 hat die Bankenaufsicht eine neuerliche Fassung der MaRisk veröffentlicht, deren Anforderungen die Stadtsparkasse in ihrem Risikomanagement berücksichtigt hat. In einem von der Deutschen Bundesbank und der Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gemeinsam im Dezember 2011 erarbeiteten Papier wurden die wesentlichen Kernpunkte der aufsichtlichen Beurteilung bankinterner Risikotragfähigkeitskonzepte aufgezeigt. Die in der Stadtsparkasse bestehenden Regelungen und Verfahren zur Risikotragfähigkeit stehen im Einklang mit diesen Anforderungen. Die aktuelle und auch künftige Funktionsfähigkeit und Angemessenheit aller Risikocontrolling- und Risikomanagement-Aktivitäten wird durch die Interne Revision geprüft. In einem Risikohandbuch, als Sammlung der verschiedenen Bausteine im Zusammenhang mit Strategie, Planung, Limitierung, Reporting und Unternehmenssteuerung, sind alle erkennbaren Risiken zusammengeführt. Jedes Risiko wird, abhängig von der Bedeutung für unser Haus, in geeigneter Weise laufend überwacht und gesteuert. In den einzelnen Teilen des Risikohandbuchs sind Ziele und Aufgaben, Instrumente der Risikoerkennung sowie die eingesetzten Risikomessverfahren, die Risikosteuerung, die Risikokontrolle und die Berichtspflichten jeweils beschrieben. Die organisatorischen Einheiten, die am Risikomanagementprozess beteiligt sind, sind festgelegt. Die einzelnen Teile des Risikohandbuchs werden zeitnah gepflegt und bei Bedarf angepasst. Es gibt damit jeweils einen aktuellen Überblick über den Risikomanagementprozess der Stadtsparkasse. Im Rahmen der Gesamtbanksteuerung werden neben der Messung und Steuerung von Risiken in den einzelnen Bereichen in regelmäßigen Abständen Risikotragfähigkeitsanalysen unter Berücksichtigung etwaiger Risikokonzentrationen durchgeführt. Dazu werden die quantifizierbaren bzw. quantifizierten Einzelrisiken zu einem Gesamtbankrisiko zusammengefasst. Neben der Betrachtung von Risikoszenarien werden regelmäßig angemessene Stresstests für die wesentlichen Risiken durchgeführt, die Art, Umfang, Komplexität und den Risikogehalt der Geschäftsaktivitäten widerspiegeln. Die Darstellung der Gesamtrisikolage bzw. Risikotragfähigkeit erfolgt auf Grundlage handelsrechtlicher Vorschriften unter Berücksichtigung aufsichtsrechtlicher Eigenmittelerfordernisse. Über die Gesamtrisikolage und Risikotragfähigkeit wird neben der laufenden Beobachtung monatlich an den Vorstand und in jeder Sitzung an den Verwaltungsrat berichtet. 4.2 Risikoarten4.2.1 AdressenausfallrisikenAus der Aufgabenstellung der Stadtsparkasse (Art. 2 SpkG für Bayern) ist vor allem das Adressenausfallrisiko im Kundenkreditgeschäft von besonderer Bedeutung für die Stadtsparkasse. Darüber hinaus wird das Ausfallrisiko von Emittenten aus den Eigengeschäften, sowie das Adressenausfallrisiko von Beteiligungen als wesentliches Risiko eingestuft. Unter Adressenausfallrisiko wird der potentielle Verlust verstanden, der durch den Ausfall eines Geschäftspartners sowie durch Wertminderungen aufgrund nicht vorhersehbarer Verschlechterungen der Bonität von Geschäftspartnern entstehen kann. KundenkreditgeschäftZur Beurteilung des Adressenausfallrisikos bei Krediten erfolgt eine individuelle Bonitätsbeurteilung sowie nachfolgend eine laufende Bonitätsüberwachung. Hierzu werden verschiedene Bonitätsmerkmale, wie z. B. Nachhaltigkeit der Einkommenserzielung und Vermögensstatus, nach quantitativen und qualitativen Merkmalen analysiert, gewichtet und in einem Ratingsystem zusammengefasst. Diese detaillierte Kreditrisikoeinstufung des gesamten Kreditengagements einzelner Kreditnehmer(einheiten) bildet neben weiteren Analyseverfahren die Grundlage für die Kreditentscheidung und die Festlegung einer risikoadjustierten Bepreisung. Die Gefahr eines Ausfalls vertraglich zugesagter Leistungen wird zudem begrenzt durch die Hereinnahme von Sicherheiten sowie die Festlegung von Kreditlimiten als Obergrenze für Kreditengagements. Hierbei steht die Vermeidung von Risikokonzentrationen im Vordergrund. Die Berichterstattung erfolgt vierteljährlich an den Vorstand sowie an den Verwaltungsrat in aggregierter Form. Zusätzlich erfolgt eine Ad-hoc-Berichterstattung bei Ereignissen von wesentlicher Bedeutung an den Vorstand. Durch die laufende Bonitätsbeurteilung bzw. -überwachung über Risikofrüherkennungssysteme sowie die laufende Überwachung festgelegter Kreditlimite werden Kreditrisiken frühzeitig erkannt und durch entsprechende Gegensteuerungsmaßnahmen begrenzt. Für Branchen wurde eine Beobachtungsgröße von 25 Mio. Euro definiert, bei deren Erreichung eine detaillierte Analyse im Rahmen der vtlj. Kreditrisikoberichte erfolgt, damit ungewollte Konzentrationsrisiken rechtzeitig erkannt und adäquate Gegensteuerungsmaßnahmen frühzeitig eingeleitet werden können. Die gemessen am Volumen größten Branchen "Dienstleistungen", "Handel" und "Verarbeitendes Gewerbe" sind in sich grundsätzlich breit gestreut. Die Kundenstruktur ist hinsichtlich der Anteile der Privatkunden und der gewerblichen Kunden ausgewogen. Diese Kreditverteilung ist unter Risikoaspekten zufriedenstellend. Konzentrationsrisiken sind nicht erkennbar. Den erkennbaren Risiken des Kreditgeschäfts wird durch eine angemessene Risikovorsorgebildung Rechnung getragen. Für konkret bestehende Bonitätsrisiken einzelner Kreditnehmer wird durch Einzelwertberichtigungen in Höhe des potenziellen Ausfalls Vorsorge getroffen. Für latente Risiken sind Pauschalwertberichtigungen und Risikovorsorgen nach § 340f HGB gebildet. Durch eine risikosensible Kreditpolitik wurden seit Jahren erkennbar problembehaftete Engagements vermieden. Die Risikostruktur im Kreditgeschäft erfordert deshalb nur eine verhältnismäßig niedrige Risikovorsorge. Die Risikolage der Stadtsparkasse Schrobenhausen im Kundenkreditgeschäft ist auf Basis der Analyse der Entwicklungen in den Strukturmerkmalen (Branchen, Sicherheitenkategorien, Größenklassen und Bonitätsklassen) weiterhin als günstig anzusehen. EigengeschäfteBei den Adressenausfallrisiken für Handelsgeschäfte im Sinne der MaRisk werden durch die Geschäftsleitung Risikolimite und Parameter zur Risikomessung festgelegt. Die Limitfestlegung erfolgt unter Berücksichtigung der Handelsaktivitäten sowie der Ertrags- und Substanzkraft der Stadtsparkasse. Es wird eine Volumenslimitierung auf Geschäftspartnerebene sowie eine Ausfalllimitierung auf Sparkassenebene durchgeführt. Dabei wird nach Erfüllungs-, Emittenten- und Wiedereindeckungsrisiken differenziert vorgegangen. Die Limite werden durch ein vom Handel unabhängiges Risikocontrolling überwacht und regelmäßig nach Art und Höhe bewertet. Bezüglich der strukturellen Merkmale besteht eine Produktkonzentration in Inhaberschuldverschreibungen. Weiterhin bestehen Adresskonzentrationen bei der BayernLB, der HSH Nordbank, der WestLB sowie der NordLB, die bewusst hinsichtlich des Haftungsverbunds der S-Finanzgruppe generell bzw. der Adresse BayernLB als eigene Girozentrale im Speziellen eingegangen worden sind. Zur Bonitätsbeurteilung nutzt die Stadtsparkasse externe Ratingeinstufungen anerkannter Agenturen unter Einbeziehung eigener Erkenntnisse und Informationen. Bei der Messung und Überwachung der Risikopositionen und der Analyse der damit verbundenen Verlustpotentiale (Risiko-Controlling) steht bei uns die Ertragswertperspektive (GuV-orientierte Sichtweise) im Vordergrund. Die Stadtsparkasse besitzt keine Forderungen bzw. Anleihen gegenüber den hochverschuldeten Staaten des Euroraums (sog. PIIGS-Staaten). Aufgrund der Restriktion, dass sich das aktivische Kundengeschäft bedingt durch die strukturellen Rahmenbedingungen in der Vergangenheit vergleichsweise unterdurchschnittlich entwickelte, entspricht der damit korrespondierende vergleichsweise höhere Anteil der Eigenanlagen im Aktivbereich den strategischen Planungen. Die regelmäßige Information der Geschäftsleitung und Überwachung der strategischen Vorgaben erfolgt im Rahmen der vierteljährlichen Risikoberichterstattung an die Geschäftsleitung, in welcher die Einstufungen der einzelnen Geschäftspartner zusammengefasst sowie Strukturmerkmale des Kreditportfolios bzw. der Adressenausfallrisiken dargestellt werden. Daneben ist für Ereignisse von besonderer Bedeutung ein Ad-hoc-Informationssystem eingerichtet. Die Risikolage bezüglich der in den Eigenanlagen enthaltenen Adressenrisiken beurteilen wir als noch günstig, die vorgegebenen Limite waren jederzeit eingehalten. BeteiligungenRisiken aus Beteiligungen werden durch die Analyse von Beteiligungsberichten und Jahresabschlüssen beurteilt. Es liegt eine Konzentration in Verbundbeteiligungen vor, die aufgrund ihres Verbundcharakters und hinsichtlich der Belange der S-Finanzgruppe keine begrenzenden bzw. risikominimierenden Maßnahmen erfordern. Im Bereich der Verbundbeteiligungen orientieren wir uns bei der Messung und Überwachung der Risikopositionen, soweit keine abweichenden Erkenntnisse vorliegen, an den Empfehlungen des SVB. Einmal jährlich erfolgt eine Berichterstattung an den Vorstand und Verwaltungsrat, in der u. a. alle Beteiligungen, deren Wertansatz und die erzielten Erträge aufgeführt werden. Zudem werden im Rahmen der vierteljährlichen Risikoberichterstattung die Beteiligungsrisiken an den Vorstand bzw. den Verwaltungsrat reportet. Über Vorkommnisse von besonderer Bedeutung wird im Rahmen von Ad-hoc-Meldungen separat informiert. 4.2.2 MarktpreisrisikenDas Marktpreisrisiko im Allgemeinen umfasst die Zinsänderungs-, Währungs-, Immobilien- und Aktienkursrisiken inklusive spezieller Optionspreisrisiken. Die Marktpreisrisiken bewegen sich innerhalb des Rahmens der geschäftspolitischen Zielsetzungen und bestehen im Wesentlichen im Zinsänderungsrisiko. Andere Marktpreisrisiken bestehen in nicht nennenswertem Umfang. Für Marktpreisrisiken aus Handelsgeschäften im Sinne der MaRisk werden unter Berücksichtigung der Risikoarten (Zinsänderungs-, Währungs- und Aktienkursrisiko einschließlich der jeweils dazugehörigen Derivaterisiken) Risikolimite und Parameter zur Risikomessung und -begrenzung festgelegt. Die Limitfestlegung erfolgt unter Berücksichtigung der Ertrags- und Substanzkraft der Stadtsparkasse GuV-orientiert. Dabei werden auf Sparkassen- und Portfolioebene Verlustlimite vergeben, die GuV-orientiert durch das Handelsergebnis ausgelastet werden. Die Limite waren jederzeit eingehalten. In diesem Bereich beurteilen wir die Marktpreisrisiken unter Berücksichtigung des hohen Bilanzstrukturanteils der Eigenanlagen, der Fristenstruktur sowie der aktuellen Marktentwicklungen als vertretbar. Über tägliche Simulationen werden für die Normalentwicklung künftige Abschreibungsrisiken ermittelt und ihre Auswirkungen auf die Risikosituation dargestellt. Darüber hinaus werden regelmäßig Stresstest-Szenarien für außergewöhnliche Marktentwicklungen berechnet. Die Steuerung der Marktpreisrisiken (Zinsspannenrisikos des Zinsbuchs) erfolgt GuV-orientiert mittels des EDV-Programms "GuV-Planer". Wertorientierte Aspekte werden zusätzlich informatorisch herangezogen. Die Risikoberichterstattung erfolgt wöchentlich mit dem MaRisk-Report für Handelsgeschäfte an die Geschäftsleitung sowie im Rahmen der vierteljährlichen Risikoberichterstattung zusätzlich auch an den Verwaltungsrat. Situativ können Ad-hoc-Berichts-pflichten (z.B. bei Limitüberschreitung) auftreten. Die Risikolage im Bereich der Zinsänderungsrisiken beurteilen wir als nicht überhöht. 4.2.3 LiquiditätsrisikenUnter Liquiditätsrisiko wird das Risiko verstanden, dass die Stadtsparkasse Zahlungsverpflichtungen im Zeitpunkt der Fälligkeit nicht mehr nachkommen kann. Das Liquiditätsrisiko wird von der Stadtsparkasse durch eine entsprechende Liquiditätsplanung sowie die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Liquiditätskennzahl überwacht. Im Rahmen der Steuerung wird die Liquiditätskennzahl anhand eines Ampelcontrollings betrachtet. Die Steuerungsintensität, insbesondere entsprechende Maßnahmen, wird durch eine Ampellimitierung bestimmt. Darüber hinaus führt die Stadtsparkasse in regelmäßigen Abständen Simulationsrechnungen über die Entwicklung der Liquiditätskennziffer auch unter Extrembedingungen (Stresstests) durch. Über die Liquiditätssituation werden Vorstand und Verwaltungsrat regelmäßig informiert. Möglichen Liquiditätsengpässen wird durch Ad-hoc-Meldungen und einem Notfallplan frühzeitig vorgebeugt. Das Liquiditätsrisiko steuern wir durch eine stets angemessene Liquiditätsvorsorge und eine verantwortungsvolle Strukturierung der Aktiva und Passiva. Die Liquiditätsbeschaffung erfolgt überwiegend über Kundeneinlagen. Darüber hinaus wird als wesentliches Steuerungsinstrument der gesicherte und ausreichende Zugang zu Zentralbankgeld betrachtet (Zentralbankinstrumente), der einer regelmäßigen Überprüfung unterliegt. Kurzfristige Liquidität wird primär über den Geldmarkt sichergestellt. Die in der Liquiditätsverordnung (LiqV) gefassten aufsichtsrechtlichen Vorgaben zur Liquidität werden beim Liquiditätsmanagement berücksichtigt. Die Einhaltung der Liquiditätskennzahl war zu jeder Zeit gewährleistet. Im Berichtszeitraum lag dieser Wert zwischen 2,3 und 3,1 und somit jederzeit deutlich über dem geforderten Mindestwert. Die Zahlungsbereitschaft der Stadtsparkasse war somit immer gegeben. Gleiches gilt auch für die zukünftige Zahlungsbereitschaft. Die Beobachtungskennzahlen der LiqV lagen im Laufzeitband II zwischen 10,1 und 17,0. Damit deuten auch die auf weitere Zeiträume berechneten Kennzahlen nicht auf zu erwartende Liquiditätsengpässe hin. Die Risikoberichterstattung an den Vorstand und den Verwaltungsrat erfolgt vierteljährlich. Situativ können Ad-hoc-Berichtspflichten (Ampelfarbe Gelb bzw. Rot) auftreten. Das Liquiditätsrisiko betrachten wir aus der historischen Entwicklung heraus und den aktuellen Analysen und Prognosen verbunden mit der Absicherung über den Liquiditätsverbund der bayerischen Sparkassen als gering. 4.2.4 Operationelle RisikenOperationelle Risiken werden als die Gefahr von Schäden definiert, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Mitarbeitern, der internen Infrastruktur oder infolge externer Einflüsse eintreten. Die Identifizierung wesentlicher Operationeller Risiken erfolgt in einer ex post-Betrachtung mittels einer hauseigenen Schadensfalldatenbank ergänzt um eine ex ante-Betrachtung in Anlehnung an das Verfahren Risikolandkarte. Das frühzeitige Erkennen der operationellen Risiken steht dabei im Vordergrund. Bereits eingetretene Schäden aufgrund von operationellen Risiken werden in einer Schadensfalldatenbank erfasst und hinsichtlich ihrer Ursachen analysiert. Den in der Schadensfalldatenbank erfassten operationellen Risiken wird mit zahlreichen Maßnahmen entgegengewirkt. Hierzu zählen unter anderem:
Versicherbare Gefahrenpotentiale haben wir durch Versicherungsverträge im banküblichen Umfang abgeschirmt. Zentrale Elemente des Risikomanagements sind das interne Kontrollverfahren mit seinen Bestandteilen Internes Kontrollsystem und Interne Revision sowie die Berichterstattung an den Vorstand und den Verwaltungsrat der Stadtsparkasse. Ziel ist es, alle wesentlichen operationellen Risiken zu erkennen, um so den kontrollierten Umgang mit den denkbaren Risiken zu ermöglichen und letztendlich die Eintrittswahrscheinlichkeit von Verlusten zu verringern. Die dargestellten und in der Schadensfalldatenbank erfassten Risiken werden nach unserer derzeitigen Einschätzung die künftige Entwicklung unserer Stadtsparkasse nicht wesentlich beeinträchtigen. Die Risikoberichterstattung an den Vorstand und den Verwaltungsrat erfolgt vierteljährlich. Die Risikolage im Bereich der Operationelle Risiken beurteilen wir daher als gering. Eine Sondersituation besteht aktuell bezüglich der Rechtsrisiken aus dem noch nicht abgeschlossenen EU-Beihilfeverfahren zur BayernLB: Die EU-Kommission erwartet im Beihilfeverfahren zur BayernLB von den bayerischen Sparkassen neben der Verwässerung ihrer (mittelbaren) Beteiligung an der BayernLB die Übernahme weiterer Lasten. Außerdem hat die EU-Kommission am 13. Dezember 2011 ein Auskunftsersuchen wegen möglicher Beihilfen zugunsten der bayerischen Sparkassen durch Rettungsmaßnahmen zugunsten der BayernLB an die Bundesrepublik Deutschland gerichtet. Nach Abwägung aller Umstände geht die Stadtsparkasse davon aus, dass die Übernahme von weiteren Lasten keine Risikovorsorge im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 erfordert und ein Beihilfeverfahren gegen die Stadtsparkasse abgewendet werden kann. Die Sparkassen bieten im Einvernehmen mit dem Freistaat Bayern u. a. an, die im Besitz der Sparkassen befindlichen stillen Einlagen in Grundkapital der BayernLB Holding AG zu wandeln und die LBS Bayern zu einem noch zu bestimmenden Verkehrswert zu erwerben. Es ist davon auszugehen, dass diese Kapitalmaßnahmen ein Gesamtvolumen von 1.650 bis 1.800 Mio. Euro erreichen werden. 4.2.5 Sonstige RisikenAls sonstige Risiken haben wir im Rahmen einer Risikoinventur das Absatz-, Vertriebs- und Ertragsrisiko, das Reputationsrisiko sowie strategische Risiken identifiziert. Sie stellen für unser Haus keine Risiken von wesentlicher Bedeutung dar. 4.3 Zusammenfassende Beurteilung der Risikolage der StadtsparkasseDurch ein funktionsfähiges und angemessenes Risikomanagement und -controlling können die vorgenannten Risiken frühzeitig identifiziert und gesteuert werden. Die Risikolage wird im Berichtszeitraum nicht nur von diesen Risiken geprägt, sondern insbesondere durch die stark steigenden aufsichtsrechtlichen Eigenmittelanforderungen voraussichtlich zum 01.01.2013 durch Basel III/CRR. Unter Berücksichtigung der von uns erwarteten Ausgestaltung der neuen Eigenmittelanforderungen ist die Risikotragfähigkeit nach derzeitigem Planungsstand in den Berichtszeiträumen 2012 und 2013 angesichts der laufenden Ertragskraft und der Vermögens-/Substanzsituation der Stadtsparkasse gegeben. Risiken, die wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Stadtsparkasse haben, sind nicht erkennbar. Die Risikolage ist insgesamt als nicht erhöht einzustufen. 5. PrognoseberichtMit der Umsetzung von Basel III sind neue Liquiditäts- und erhöhte Kapitalanforderungen verbunden. Die Sparkasse beteiligt sich ab dem Jahr 2013 an dem Meldeverfahren für die künftigen aufsichtsrechtlichen Liquiditätsanforderungen (Basel III bzw. EU-Umsetzungsverordnung). Erste Proberechnungen haben ergeben, dass die Liquiditätskennziffern nach heutigem Kenntnisstand darstellbar sein werden. Auch die bis zum Jahr 2018 ansteigenden Kapitalanforderungen werden wir erfüllen können. Die Prognosen, die sich auf die Entwicklung der Stadtsparkasse für die nächsten zwei Jahre beziehen, stellen Einschätzungen dar, die die Stadtsparkasse auf Basis der zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts zur Verfügung stehenden Informationen getroffen hat. Durch die Auswirkungen der Finanzkrise erfahren wir historisch eine Sondersituation, die die Entwicklung und das Ergebnis der nächsten Jahre nur schwer prognostizierbar machen. Wir weisen darauf hin, dass sich die Prognosen durch die Veränderungen der zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen können. Aufgrund unserer vorausschauenden Finanzplanung gehen wir davon aus, dass auch im Prognosezeitraum die Zahlungsbereitschaft jederzeit gewährleistet ist. Die Entwicklung der Finanzbranche wird im nächsten Jahr weiterhin von den Folgen der Finanzkrise und insbesondere aus der hieraus resultierenden Regulierungsflut tangiert sein. Auch die bayerischen Sparkassen sind davon betroffen. Die Stadtsparkasse Schrobenhausen wird im wirtschaftlichen Ergebnis primär durch den Entfall der Entgelte für stille Einlagen, Ausfall der Dividende der Bayerischen Landesbank und der Ausschüttung eines Genussrechts belastet werden. Zudem könnten diese Kapitalanteile zur weiteren Teilnahme an künftigen Verlusten der jeweiligen Kreditinstitute herangezogen werden und eine Wertminderung erfahren. Hieraus erwächst aber bei den stillen Einlagen nicht zwingend eine Ergebnisbelastung, da auch wegen derer langen Laufzeiten mit einer künftigen Wertaufholung gerechnet werden sollte. Das zum Jahresende 2011 fällige Genussrecht ist zum Börsenkurs bewertet, der weit unter pari notiert; eine Verlustbeteiligung würde vorrangig zu einem Abschmelzen des erwarteten Einlösungsgewinns führen. Inwiefern sich durch negative Entwicklungen an den Finanzmärkten ein weiterer Wertberichtigungsaufwand aus der mittelbaren Beteiligung an der Bayerischen Landesbank bzw. an anderen Beteiligungen ergeben könnte, ist nicht absehbar. Starker Wettbewerb zwischen den Kreditinstituten, sensible Kunden und die rasch fortschreitende technologische Entwicklung bestimmen weiterhin das geschäftliche Umfeld der Kreditinstitute. Margen, aber auch die Preise im Dienstleistungsgeschäft, werden unter Druck bleiben. Trotz der teilweisen Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleibt unser Geschäftsgebiet ein weiterhin wirtschaftlich schwieriges Umfeld. Angesichts dessen erwarten wir in den nächsten zwei Geschäftsjahren nur eine moderate Steigerung der Bilanzsumme. Die Bestände im Kreditgeschäft werden sich in den nächsten beiden Geschäftsjahren bei einem Fortbestand des positiven konjunkturellen Umfelds leicht erhöhen. Die Kreditvergabe wird weiterhin risikobewusst erfolgen und dabei die aufsichtlich vorgegebenen Rahmenbedingungen berücksichtigen. Die Stadtsparkasse wird daher auch künftig Mittel, die nicht als Kredite ausgeliehen werden können, in Wertpapieren oder anderen rentierlichen Anlagen (Eigenanlagen) platzieren. Der erwartete gleichbleibende Verlauf des Zinsniveaus wird nicht ausreichen, die bislang erwirtschafteten Zinserträge im Rahmen der Wiederanlage von im Jahresverlauf fällig werdenden Eigenanlagen zu erreichen. Auch aufgrund des verstärkten Wettbewerbs wird die Zinsspanne somit weiter unter Druck bleiben. Der absolute Zinsüberschuss wird unter diesen Aspekten an unser Niveau aus dem Jahr 2011 nicht ganz anschließen können. Trotz weiterer Intensivierung der Kundenberatung und -betreuung über unser umfassendes Service- und Beratungsangebot wird das Provisionsergebnis das historisch hohe Niveau des Jahres 2011 nicht im vollen Umfang halten können. Beim ordentlichen Ertrag insgesamt rechnen wir für die folgenden Jahre somit mit leicht rückläufigen Ergebnissen. Notwendige Investitionen in zukunftsweisende Informationstechnologien und betriebsnotwendigen Anlagen als Voraussetzung für die Erbringung unserer Dienstleistungen mit höchster Service- und Beratungsqualität werden wir auch künftig vornehmen. Für die folgenden Jahre erwarten wir somit auch ein Ansteigen des ordentlichen Aufwands. Im Bereich der Risikovorsorge für das Kreditgeschäft rechnen wir mit geringen Zuführungen ohne wesentliche Beeinträchtigung der Ertragslage. Von den existenziellen Problemen der mittelständischen Unternehmen und den Folgen von Insolvenzen wird allerdings unser Geschäftsbezirk nicht verschont bleiben. Die Gefahr, trotz umsichtigster Kreditpolitik, mit den Auswirkungen von Unternehmenszusammenbrüchen konfrontiert zu sein, ist nicht auszuschließen. Soweit die prognostizierten Entwicklungen eintreten, erwarten wir bei planmäßigem Verlauf für die beiden folgenden Jahre eine moderate Geschäftsentwicklung, wobei das operative Ergebnis im Jahr 2012 nicht ganz an das vorliegende Ergebnis anschließen wird. Für 2013 zeichnet sich ein wieder ansteigendes operatives Ergebnis ab. Die in 2012 und 2013 erwarteten Ergebnisse werden auch in diesem Prognosezeitraum eine angemessene Stärkung der Eigenmittel als Basis für eine künftige Geschäftsausweitung und Aufgabenerfüllung ermöglichen. Die Erfüllung unserer Aufgaben konzentriert sich auf unser Geschäftsgebiet, die Stadt Schrobenhausen und den Altlandkreis Schrobenhausen. Hier sind wir fest in der Region verankert und präsentieren uns als kompetenter Geschäftspartner. Wir schaffen einen Mehrwert für die Region, bieten alle umfassenden Finanzdienstleistungen an und sind ein verlässlicher und sachkundiger Partner für den Mittelstand. Unser Engagement für Klima und Umweltschutz sowie unsere soziale Verpflichtung für gemeinnützige Zwecke und Projekte in der Region ist für uns ein Selbstverständnis. Der Erfüllung unseres öffentlichen Auftrages messen wir eine große Bedeutung zu und setzen ihn auch in Zukunft entsprechend engagiert um.
Schrobenhausen, den 30. März 2012 Stadtsparkasse Schrobenhausen Vorstand Hans Tomani Rainer Wörz
Schrobenhausen, den 05. April 2012 Stadtsparkasse Schrobenhausen Vorsitzender des Verwaltungsrats Dr. Karlheinz Stephan Jahresbilanz zum 31. Dezember 2011Aktivseite
Gewinn-
und Verlustrechnung für die Zeit
|
| EUR | EUR | EUR |
1.1.-31.12.2010
TEUR |
|
| 1. Zinserträge aus | ||||
| a) Kredit- und Geldmarktgeschäften | 13.249.225,80 | 12.669 | ||
| b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen | 4.831.807,04 | 5.332 | ||
| 18.081.032,84 | 18.000 | |||
| 2. Zinsaufwendungen | 8.838.726,84 | 9.032 | ||
| 9.242.306,00 | 8.968 | |||
| 3. Laufende Erträge aus | ||||
| a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren | 1.089.149,47 | 2.083 | ||
| b) Beteiligungen | 372.562,56 | 199 | ||
| c) Anteilen an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 0 | ||
| 1.461.712,03 | 2.282 | |||
| 4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen | 0,00 | 0 | ||
| 5. Provisionserträge | 3.430.085,10 | 3.293 | ||
| 6. Provisionsaufwendungen | 74.884,36 | 99 | ||
| 3.355.200,74 | 3.194 | |||
| 7. Nettoertrag des Handelsbestands | 0,00 | 0 | ||
| 8. Sonstige betriebliche Erträge | 677.673,93 | 939 | ||
| 9. Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil | 0,00 | 0 | ||
| 14.736.892,70 | 15.383 | |||
| 10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | ||||
| a) Personalaufwand | ||||
| aa) Löhne und Gehälter | 5.306.062,39 | 5.259 | ||
| ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 1.744.316,70 | 2.019 | ||
| darunter: | ||||
| für Altersversorgung 665.530,51 EUR | ( 967 ) | |||
| 7.050.379,09 | 7.278 | |||
| b) andere Verwaltungsaufwendungen | 2.532.256,85 | 2.636 | ||
| 9.582.635,94 | 9.914 | |||
| 11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen | 613.118,20 | 637 | ||
| 12. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 486.479,04 | 404 | ||
| 13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft | 0,00 | 1.749 | ||
| 14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft | 3.251.338,25 | 0 | ||
| 3.251.338,25 | 1.749 | |||
| 15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere | 620.033,71 | 984 | ||
| 16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren | 0,00 | 0 | ||
| 620.033,71 | 984 | |||
| 17. Aufwendungen aus Verlustübernahme | 0,00 | 0 | ||
| 18. Zuführungen zu dem Fonds für allgemeine Bankrisiken | 5.050.000,00 | 0 | ||
| 19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | 1.635.964,06 | 1.694 | ||
| 20. Außerordentliche Erträge | 0,00 | 0 | ||
| 21. Außerordentliche Aufwendungen | 0,00 | 398 | ||
| darunter: Übergangseffekte aufgrund des Bilanzrechts-modernisierungsgesetzes 0,00 EUR | (398) | |||
| 22. Außerordentliches Ergebnis | 0,00 | 398 | ||
| 23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 1.255.549,96 | 928 | ||
| 24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen | 48.606,54 | 57 | ||
| 1.304.156,50 | 986 | |||
| 25. Jahresüberschuss | 331.807,56 | 311 | ||
| 26. Gewinnvortrag/Verlustvortrag aus dem Vorjahr | 0,00 | 0 | ||
| 331.807,56 | 311 | |||
| 27. Entnahmen aus Gewinnrücklagen | ||||
| a) aus der Sicherheitsrücklage | 0,00 | 0 | ||
| b) aus anderen Rücklagen | 0,00 | 0 | ||
| 0,00 | 0 | |||
| 331.807,56 | 311 | |||
| 28. Einstellungen in Gewinnrücklagen | ||||
| a) in die Sicherheitsrücklage | 0,00 | 0 | ||
| b) in andere Rücklagen | 0,00 | 0 | ||
| 0,00 | 0 | |||
| 29. Bilanzgewinn | 331.807,56 | 311 |
Anhang
Der Jahresabschluss wurde nach den für Kreditinstitute geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung richtet sich nach den vorgeschriebenen Formblättern.
In Ausübung des Wahlrechtes nach § 11 Satz 3 RechKredV enthalten die zu Posten oder Unterposten der Bilanz nach Restlaufzeiten gegliederten Beträge keine anteiligen Zinsen.
BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN
Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB).
Forderungen
Forderungen an Kunden und Kreditinstitute (einschließlich Schuldscheindarlehen) haben wir zum Nennwert bilanziert. Bei der Auszahlung von Darlehen einbehaltene Disagien werden auf deren Laufzeit bzw. Festzinsbindungsdauer verteilt.
Für akute Ausfallrisiken haben wir bei Forderungen an Kunden in Höhe des zu erwartenden Ausfalls Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Außerdem haben wir nach den Erfahrungen der Vergangenheit bemessene Pauschalwertberichtigungen auf den latent gefährdeten Forderungsbestand gebildet.
Wertpapiere
Die Wertpapiere der Liquiditätsreserve und des Anlagebestands werden nach dem strengen Niederstwertprinzip mit ihren Anschaffungskosten bzw. mit den niedrigeren Börsenkursen oder den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet.
Beteiligungen und Anteile an verbundene Unternehmen
Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen werden nach dem strengen Niederstwertprinzip zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Wert am Bilanzstichtag bewertet.
Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen
Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bilanziert. Bis 2009 erworbene oder selbst erstellte Gebäude werden planmäßig abgeschrieben. Ab 2010 angeschaffte oder selbst erstellte Gebäude werden linear über eine Nutzungsdauer von 33 bis 50 Jahren abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände, deren Anschaffungskosten 150 Euro ohne Umsatzsteuer nicht übersteigen, werden im Jahr der Anschaffung sofort als Aufwand erfasst.
Die in der Vergangenheit vorgenommenen steuerlichen Abschreibungen i.S.d. § 254 HGB a.F. werden vollständig fortgeführt.
Geringwertige Vermögensgegenstände von über 150 Euro bis 410 Euro ohne Umsatzsteuer werden seit 2010 im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben.
Sonstige Vermögensgegenstände
Die sonstigen Vermögensgegenstände, die nicht dazu bestimmt sind dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen, werden nach den für das Umlaufvermögen geltenden Vorschriften bewertet. Die in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen Vermögenseinlagen stiller Gesellschafter bei der Bayerischen Landesbank werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Abschreibungen werden nur bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die sonstigen hier ausgewiesenen Finanzanlagen werden nach dem strengen Niederstwertprinzip zu Anschaffungskosten bewertet.
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Der Unterschied zwischen dem Erfüllungs- und dem Ausgabebetrag wird unter den Rechnungsabgrenzungen ausgewiesen und zeitanteilig erfolgswirksam aufgelöst.
Rückstellungen
Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst. Rückstellungen für Pensionen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen entsprechend dem Teilwertverfahren auf der Grundlage der Heubeck Richttafeln 2005 G ermittelt. Sie wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 5,14 %. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 1,7 % und Rentensteigerungen von jährlich 1,7 % unterstellt.
Verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs (Zinsbuchs)
Zur Ermittlung eines ggf. bestehenden Verpflichtungsüberschusses aus dem Geschäft mit zinsbezogenen Finanzinstrumenten im Bankbuch ist eine Gesamtbetrachtung aller zinstragenden Aktiva und Passiva des Bankbuchs einschließlich der Derivate unter Berücksichtigung aller bis zur vollständigen Abwicklung zu erwartenden Risiko- und Verwaltungskosten vorgenommen worden. Hierbei ist die Ermittlung anhand einer periodenorientierten Betrachtung erfolgt. Eine Rückstellung war nicht erforderlich.
Fonds für allgemeine Bankrisiken
Im Geschäftsjahr wird erstmals der Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB zur Absicherung gegen die besonderen Risiken des Bankgeschäfts dotiert.
Strukturierte Finanzinstrumente
Strukturierte Finanzinstrumente werden als einheitlicher Vermögensgegenstand gemäß den Voraussetzungen des IDW RS HFA 22 bilanziert. Soweit die strukturierten Finanzinstrumente aufgrund des eingebetteten derivativen Finanzinstruments wesentliche erhöhte oder zusätzliche (andersartige) Chancen oder Risiken im Vergleich zum Basisinstrument aufweisen, erfolgt eine getrennte Bilanzierung.
Währungsumrechnung
Die Währungsumrechnung erfolgt gemäß § 256a i.V.m. 340h HGB. Eine besondere Deckung gemäß § 340h HGB sehen wir als gegeben an, soweit eine Identität von Währung und Betrag der gegenläufigen Geschäfte vorliegt. Die Umrechnungsergebnisse aus Geschäften, die in die besondere Deckung einbezogen sind, werden saldiert je Währung in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen.
Die Aufwendungen und Erträge aus der Währungsumrechnung außerhalb der besonderen Deckung werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen ausgewiesen.
ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ
Aktivseite
Posten 3: Forderungen an Kreditinstitute
| In diesem Posten sind enthalten: |
31.12.2011
TEUR |
31.12.2010
TEUR |
| - Forderungen an die eigene Girozentrale | 19.124 | 15.110 |
| Die Forderungen gliedern sich nach ihren Restlaufzeiten wie folgt: | ||
| Posten 3 b) andere Forderungen | ||
| - bis drei Monate | 4.000 | --- |
| - mehr als drei Monate bis ein Jahr | 10.007 | 10.009 |
| - mehr als ein Jahr bis fünf Jahre | 53.500 | 35.000 |
| - mehr als fünf Jahre | 5.000 | 3.500 |
Posten 4: Forderungen an Kunden
| In diesem Posten sind enthalten: |
31.12.2011
TEUR |
31.12.2010
TEUR |
| - Forderungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 5.864 | 5.692 |
| Die Forderungen gliedern sich nach ihren Restlaufzeiten wie folgt: | ||
| - bis drei Monate | 7.898 | 10.863 |
| - mehr als drei Monate bis ein Jahr | 18.513 | 18.940 |
| - mehr als ein Jahr bis fünf Jahre | 84.711 | 76.851 |
| - mehr als fünf Jahre | 131.367 | 129.120 |
| - mit unbestimmter Laufzeit | 13.228 | 9.980 |
Posten 5: Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
| In diesem Posten sind enthalten: |
31.12.2011
TEUR |
31.12.2010
TEUR |
| - Im folgenden Geschäftsjahr fällige Wertpapiere | 45.072 | 35.270 |
| - Börsenfähige Wertpapiere (ohne antizipative Zinsen), | ||
| davon sind | 132.058 | 151.840 |
| - börsennotiert | 131.174 | 151.599 |
| - nicht börsennotiert | 884 | 241 |
Posten 6: Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
| In diesem Posten sind enthalten: |
31.12.2011
TEUR |
31.12.2010
TEUR |
| - Nachrangige Vermögensgegenstände | 1.420 | 1.280 |
| - Börsenfähige Wertpapiere, | ||
| davon sind | 1.420 | 1.280 |
| - börsennotiert | 1.420 | 1.280 |
| - nicht börsennotiert | --- | --- |
Anteile an Investmentvermögen
Die Sparkasse hat einen Spezialfonds i.S.v. § 2 Abs. 3 InvG im Bestand, der als gemischter Fonds überwiegend in nationale und internationale Unternehmensanleihen investiert. Der Marktwert liegt bei 30.238 TEUR, der Buchwert beträgt 30.175 TEUR. Die im Geschäftsjahr erfolgten Ertragsausschüttungen betrugen 1.089 TEUR. Eine Rückgabe der Anteile ist täglich möglich. Der Gesellschaft bleibt jedoch vorbehalten, die Rücknahme der Anteile auszusetzen, wenn außergewöhnliche Umstände vorliegen, die eine Aussetzung unter Berücksichtigung der Interessen des Anlegers erforderlich erscheinen lassen.
Posten 8: Anteile an verbundenen Unternehmen
Unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen werden die Anteile an der Schrobenhausener Immobilien GmbH mit Sitz in Schrobenhausen ausgewiesen. Von der Aufstellung eines Konzernabschlusses wird im Hinblick auf die geringe Bedeutung dieser Mehrheitsbeteiligung gemäß § 296 Abs. 2 HGB Abstand genommen.
Posten 9: Treuhandvermögen
Das Treuhandvermögen betrifft in voller Höhe Forderungen an Kunden.
Posten 12: Sachanlagen
Die Sachanlagen entfallen mit 4.201 TEUR auf Grundstücke und Bauten, die von der Sparkasse im Rahmen ihrer eigenen Tätigkeit genutzt werden, und mit 862 TEUR auf die Betriebs- und Geschäftsausstattung.
Posten 13: Sonstige Vermögensgegenstände
In den sonstigen Vermögensgegenständen sind als wesentliche Einzelposten nachrangige stille Einlagen bei der Bayerischen Landesbank (BayernLB) in Höhe von 3.420 TEUR (im Vorjahr 3.634 TEUR) enthalten.
Diese stillen Einlagen wurden in voller Höhe (3.420 TEUR) zum gemilderten Niederstwert bilanziert. Der beizulegende Zeitwert beträgt 3.059 TEUR. Er wurde anhand eines Bewertungsmodells (Discounted Cash Flow-Methode) auf Basis der zum 31.12.2011 erwarteten Zahlungsströme ermittelt. Die Diskontierung erfolgte mit einem laufzeit- und risikoadäquaten Zins. Der gesunkene beizulegende Zeitwert ist auf zu erwartende Ertragsausfälle zurückzuführen. Ein Ausfall des eingesetzten Kapitals wird nicht erwartet.
Posten 14: Rechnungsabgrenzungsposten
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält 505 TEUR (im Vorjahr 473 TEUR) Unterschiedsbetrag aus dem Ansatz von Verbindlichkeiten mit ihrem Erfüllungsbetrag, soweit dieser höher ist als der Ausgabebetrag.
Aktive latente Steuern
Aufgrund abweichender Ansatz- und Bewertungsvorschriften zwischen Handels- und Steuerbilanz und außerbilanzieller Korrekturen inklusive negativer Anleger-Aktiengewinne bestehen zum 31. Dezember 2011 Steuerlatenzen. Dabei wird der Gesamtbetrag der künftigen Steuerbelastungen durch absehbare Steuerentlastungen überdeckt. Eine passive Steuerabgrenzung war demzufolge nicht erforderlich, auf den Ansatz aktiver latenter Steuern wurde verzichtet. Die wesentlichen künftigen Steuerbelastungen resultieren aus außerbilanziellen Korrekturen inklusive negativer Anleger-Aktiengewinne. Die zum Ausgleich der künftigen Steuerbelastungen benötigten absehbaren künftigen Steuerentlastungen ergeben sich im Wesentlichen aus unterschiedlichen bilanziellen Ansätzen bei den Forderungen an Kunden. Die Ermittlung der Differenzen erfolgte unter Zugrundelegung eines Steuersatzes von 27,9 % (Körperschaft- und Gewerbesteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag). Aus Beteiligungen an Personengesellschaften resultierende, lediglich der Körperschaftsteuer und dem Solidaritätszuschlag unterliegende Differenzen wurden bei den Berechnungen mit 15,825 % bewertet. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge sind in die Saldierung mit passiven latenten Steuern nicht einbezogen worden.
Entwicklung des Anlagevermögens
| Bilanzposten |
Anschaffungs-/ Herstellungskosten
TEUR |
Zugänge
TEUR |
Abgänge
TEUR |
Zuschreibungen
TEUR |
| Immaterielle Anlagewerte | 261 | 4 | 11 | --- |
| Sachanlagen | 17.622 | 217 | 411 | --- |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 7.841 | 319 | 4.242 | --- |
| Bilanzposten |
Abschreibungen kumuliert
TEUR |
Abschreibungen im Geschäftsjahr
TEUR |
| Immaterielle Anlagewerte | 251 | 4 |
| Sachanlagen | 11.233 | 609 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | --- | --- |
| Bilanzposten |
Bilanzwert 31.12.2011
TEUR |
Bilanzwert 31.12.2010
TEUR |
| Immaterielle Anlagewerte | 3 | 10 |
| Sachanlagen | 6.195 | 6.623 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 3.918 | 7.800 |
| Bilanzposten | Bilanzwert 31.12.2010 *)TEUR |
Nettoveränderungen
TEUR |
Bilanzwert 31.12.2011 *)TEUR |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 146.667 | -25.461 | 121.206 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 1.280 | 140 | 1.420 |
| Beteiligungen | 6.801 | -192 | 6.609 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 511 | --- | 511 |
*) ohne antizipative Zinsen und sonstige
Abgrenzungen
Passivseite
Posten 1: Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
| In diesem Posten sind enthalten: |
31.12.2011
TEUR |
31.12.2010
TEUR |
| - Verbindlichkeiten gegenüber der eigenen Girozentrale | 86.094 | 54.511 |
| - Durch eigene Vermögenswerte besicherte Verbindlichkeiten | 36.454 | 26.538 |
| Die Verbindlichkeiten gliedern sich nach ihren Restlaufzeiten wie folgt: | ||
| Posten 1 b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | ||
| - bis drei Monate | 15.925 | 20.698 |
| - mehr als drei Monate bis ein Jahr | 2.641 | 2.170 |
| - mehr als ein Jahr bis fünf Jahre | 29.075 | 17.728 |
| - mehr als fünf Jahre | 24.296 | 28.919 |
Posten 2: Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
| In diesem Posten sind enthalten: |
31.12.2011
TEUR |
31.12.2010
TEUR |
| - Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 571 | 583 |
| - Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 19 | 6 |
| Die Verbindlichkeiten gliedern sich nach ihren Restlaufzeiten wie folgt: | ||
| Posten 2 a ab) Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten | ||
| - bis drei Monate | 7.280 | 7.002 |
| - mehr als drei Monate bis ein Jahr | 10.006 | 14.068 |
| - mehr als ein Jahr bis fünf Jahre | 3.395 | 13.985 |
| - mehr als fünf Jahre | 44 | 85 |
| Posten 2 b bb) andere Verbindlichkeiten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | ||
| - bis drei Monate | 14.016 | 10.891 |
| - mehr als drei Monate bis ein Jahr | 21.413 | 11.826 |
| - mehr als ein Jahr bis fünf Jahre | 36.317 | 38.820 |
| - mehr als fünf Jahre | 5.537 | 10.682 |
Posten 3: Verbriefte Verbindlichkeiten
| In diesem Posten sind enthalten: |
31.12.2011
TEUR |
31.12.2010
TEUR |
| Posten 3 a) begebene Schuldverschreibungen | ||
| - Im folgenden Geschäftsjahr fällige Wertpapiere | 779 | 204 |
Posten 4: Treuhandverbindlichkeiten
Die Treuhandverbindlichkeiten entfallen in voller Höhe auf Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
Posten 6: Rechnungsabgrenzungsposten
Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält 345 TEUR (im Vorjahr 420 TEUR) Unterschiedsbetrag aus dem Ansatz von Hypothekendarlehen und anderen Forderungen mit ihrem Nennbetrag, soweit dieser höher als der Auszahlungsbetrag oder die Anschaffungskosten ist und Zinscharakter hat.
Posten 9: Nachrangige Verbindlichkeiten
Für von der Sparkasse eingegangene nachrangige Verbindlichkeiten sind im Geschäftsjahr insgesamt Aufwendungen von 337 TEUR angefallen.
Die nachrangigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
|
Betrag
TEUR |
Währung |
Zinssatz
% |
fällig am | außerordentliches Kündigungsrecht |
| 2.100 | EUR | 4,68 | 08.02.2017 | nein |
| 5.000 | EUR | 4,77 | 15.05.2017 | nein |
Eine vorzeitige Rückzahlungsverpflichtung auf Verlangen der Gläubiger ist nicht gegeben. Eine Umwandlungsmöglichkeit in Kapital oder eine andere Schuldform ist nicht vereinbart oder vorgesehen.
Die Bedingungen der nachrangigen Verbindlichkeiten entsprechen den Anforderungen des § 10 Abs. 5a des Kreditwesengesetzes (KWG).
Mehrere Posten betreffende Angaben
Darunter-Ausweise
Bei der Ermittlung der "darunter-Ausweise" werden die anteiligen Zinsen erstmalig mitberücksichtigt. Die Vorjahreswerte wurden nicht angepasst.
ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZU DEN POSTEN UNTER DEM BILANZSTRICH
Posten 2: Andere Verpflichtungen
Wir gehen derzeit davon aus, dass die unwiderruflichen Kreditzusagen von den Kreditnehmern in Anspruch genommen werden. Es sind keine wirtschaftlichen Belastungen der Sparkasse aus den unwiderruflichen Kreditzusagen erkennbar. In den unwiderruflichen Kreditzusagen sind nach den Erkenntnissen der Sparkasse keine ausfallgefährdeten Kredite enthalten.
ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Posten 2: Zinsaufwendungen
Im Posten "Zinsaufwendungen" sind Aufwendungen aus der Aufzinsung bzw. aus der Änderung des Diskontierungssatzes von Rückstellungen in Höhe von 14 TEUR (im Vorjahr 16 TEUR) enthalten.
Posten 8: Sonstige betriebliche Erträge
| In diesem Posten sind folgende wesentliche Einzelposten enthalten: |
31.12.2011
TEUR |
| - Vermietung nicht betrieblich genutzter Grundstücke und Gebäude | 118 |
| - Auflösung von Rückstellungen, die nicht das Kreditgeschäft betreffen | 104 |
| - Laufende Erträge und Überschussanteile aus Kapitallebensversicherungen | 319 |
Posten 12: Sonstige betriebliche Aufwendungen
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung bzw. Änderung des Diskontierungssatzes von Rückstellungen in Höhe von 258 TEUR (im Vorjahr 228 TEUR) enthalten.
SONSTIGE ANGABEN
Angaben zu nicht passivierten pensionsähnlichen Verpflichtungen
Der Träger bzw. die Sparkasse ist Mitglied der Zusatzversorgungskasse der bayerischen Gemeinden (ZVK). Versichert sind bei dieser Kasse alle Beschäftigten, die unter den Geltungsbereich des TVöD-S fallen. Der TVöD-S gewährt den unter den Geltungsbereich des TVöD-S fallenden Beschäftigten grundsätzlich einen Anspruch auf Verschaffung einer Zusatzversorgung. Der Anspruch entsteht bei beiderseitiger Tarifgebundenheit oder wenn die Arbeitsvertragsparteien die Anwendbarkeit des TVöD-S im Arbeitsvertrag vereinbart haben. Grundlage der Versicherung bei der ZVK ist seit dem 01.01.2002 der Tarifvertrag über die zusätzliche Altersvorsorge der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes (ATV-K). Nach wie vor gewährt die ZVK eine Alters- und Hinterbliebenenrente sowie Erwerbsminderungsrenten. Die Höhe der Versorgungszusage errechnet sich nach der Betriebsrentenformel der ZVK. Das Punktemodell basiert auf dem Prinzip, dass Beiträge zur Zusatzversorgung, multipliziert mit einem Altersfaktor, Versorgungspunkte für die Beschäftigten ergeben. Es werden Leistungen zugesagt, die sich ergeben würden, wenn eine Gesamtbeitragsleistung von 4 % des zusatzversorgungspflichtigen Entgelts vollständig in ein kapitalgedecktes System einbezahlt werden würde.
Bei der Zusatzversorgungskasse der bayerischen Gemeinden werden seit der Umstellung vom Gesamtversorgungsmodell auf ein betriebsrentenrechtliches Punktemodell sowohl Umlagen als auch Beiträge erhoben. Die Erhebung von Umlagen ist erforderlich, um die Anwartschaften und laufenden Rentenverpflichtungen aus der Zeit vor der Umstellung finanzieren zu können. Der Umlagesatz betrug im Jahr 2011 4,75 % der Bemessungsgrundlage und wird für die kommenden Jahre voraussichtlich konstant gehalten. Der Zusatzbeitrag (4 % der Bemessungsgrundlage) dient dem Aufbau einer Kapitaldeckung für Anwartschaften, die seit der Umstellung entstehen. Die Aufwendungen der Sparkasse belaufen sich in 2011 auf 427 TEUR. Die Summe der umlagepflichtigen Gehälter beträgt 4.885 TEUR.
Der für den derzeit nicht vorgesehenen Fall einer Beendigung der Mitgliedschaft oder eines Wechsels in einen kapitalgedeckten Abrechnungsverband nach der Satzung der ZVK anfallende Ausgleichsbetrag belief sich am Ende 2011 auf 6.986 TEUR. Der Ausgleichsbetrag wurde nach versicherungsmathematischen Grundsätzen von der ZVK berechnet und umfasst den Barwert der Leistungsverpflichtungen der ZVK, die aus der Mitgliedschaft der Stadtsparkasse Schrobenhausen im umlagefinanzierten Abrechnungsverband resultieren. Für die Ermittlung wird ein Rechnungszins von zurzeit 2,25 % (gemäß Deckungsrückstellungs-Verordnung) herangezogen; das Kassenvermögen der ZVK (Kollektivvermögen aller Mitglieder im umlagefinanzierten Abrechnungsverband) bleibt unberücksichtigt. Im Hinblick auf die Vergleichbarkeit des bei Ermittlung des Ausgleichsbetrages zu Grunde gelegten Rechnungszinses mit dem für die Berechnung der unmittelbaren Pensionsverpflichtungen verwendeten Abzinsungssatz geben wir informativ zusätzlich den Betrag an, der sich bei einem Zinssatz von 5,14 % ergeben hätte. Dieser Betrag beläuft sich auf 4.894 TEUR.
Gesamtbezüge des Vorstands und des Verwaltungsrats
Den Mitgliedern des Vorstandes wurden für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr Gesamtbezüge in Höhe von 362 TEUR gewährt.
Die Mitglieder des Verwaltungsrates erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr Gesamtbezüge in Höhe von 56 TEUR.
Pensionsrückstellungen und -zahlungen für bzw. an frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene
An frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene wurden 243 TEUR gezahlt; die Pensionsrückstellungen für diesen Personenkreis betrugen am 31.12.2011 2.324 TEUR.
Kreditgewährungen an Vorstand und Verwaltungsrat
Die Sparkasse hatte zum 31.12.2011 Kredite an Mitglieder des Verwaltungsrats in Höhe von 297 TEUR gewährt.
Honorare für den Abschlussprüfer
Die Prüfungsstelle des Sparkassenverbandes Bayern ist gemäß § 22 SpkO sowie § 340k HGB gesetzlicher Abschlussprüfer unseres Jahresabschlusses. Für Abschlussprüfungsleistungen fielen im Geschäftsjahr 2011 Aufwendungen in Höhe von 117 TEUR an; davon betrafen 4 TEUR das Vorjahr. Die Aufwendungen für andere Bestätigungsleistungen belaufen sich auf 20 TEUR.
Verwaltungsrat und Vorstand
Verwaltungsrat
| Vorsitzender: | Dr. Karlheinz Stephan, Bürgermeister der Stadt Schrobenhausen |
| Stellvertretende Vorsitzende: | Inge Eberle, Hausfrau |
| Mitglieder: | Alois Gigler, Geschäftsführer Gigler GmbH |
| Dr. Günther Schalk, Rechtsanwalt | |
| Josef Soier, Geschäftsführer Bauer Maschinen GmbH im Ruhestand | |
| Hans Tomani, Sparkassenvorstand |
Vorstand
| Vorsitzender: | Hans Tomani |
| Mitglied: | Rainer Wörz |
Mitarbeiter / -innen
| Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt: | 2011 |
| Vollzeitkräfte | 88 |
| Teilzeit- und Ultimokräfte | 56 |
| Auszubildende | 14 |
| Insgesamt | 158 |
Schrobenhausen, den 30. März 2012
Stadtsparkasse Schrobenhausen
Vorstand
Hans Tomani
Rainer Wörz
Schrobenhausen, den 05. April 2012
Stadtsparkasse Schrobenhausen
Vorsitzender des Verwaltungsrats
Dr. Karlheinz Stephan
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Stadtsparkasse Schrobenhausen für das Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis 31.12.2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstandes der Sparkasse. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Sparkasse sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstandes sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sparkasse. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 25. Mai 2012
PRÜFUNGSSTELLE DES SPARKASSENVERBANDES BAYERN
Öttl, Wirtschaftsprüfer
Eckhardt, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Verwaltungsrates
Der Verwaltungsrat hat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Vom Vorstand der Sparkasse wurde der Verwaltungsrat laufend über die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftlichen Verhältnisse der Sparkasse unterrichtet und traf die in seiner Kompetenz liegenden Entscheidungen.
In den fünf Sitzungen fasste der Verwaltungsrat 182 Beschlüsse.
Der Verwaltungsrat hat den mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk der Prüfungsstelle des Sparkassenverbandes Bayern versehenen Jahresabschluss 2011 am 31. Mai 2012 festgestellt und den Lagebericht genehmigt.
Entsprechend dem Vorschlag des Vorstandes hat der Verwaltungsrat über die Verwendung des Bilanzgewinnes folgenden Beschluss gefasst:
Der Bilanzgewinn von EUR 331.807,56 wird voll der Sicherheitsrücklage zugeführt.
Den Mitgliedern des Verwaltungsrates, dem Vorstand und allen Mitarbeitern der Sparkasse danke ich für die erfolgreiche Arbeit im Berichtsjahr.
Schrobenhausen, 31. Mai 2012
Der Vorsitzende des Verwaltungsrates
Dr. Karlheinz Stephan, 1. Bürgermeister
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