FGK Clinical Research GmbH

Heimeranstraße 35, 80339 München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 144089
Eingetragen
26.8.2002
Branche
Forschung und Entwicklung im Bereich BiotechnologieErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Gegenstand
Gegenstand von Amts wegen berichtigt: Wissenschaftliche und klinische Studien, insbesondere im Zusammenhang mit der Prüfung und Entwicklung von Arzneimitteln, Medizinprodukten und Bio-Pharmazeutika zu planen, zu organisieren, zu beaufsichtigen, solche mittels Computer auszuwerten und entsprechende Berichte zu verfassen sowie Ergebnisse zu präsentieren; ferner auf diesem Gebiet zu beraten und Gutachten zu erstellen sowie Computer-Software auf medizinischem und statistischem Gebiet zu entwickeln und zu vertreiben, ferner Überlassung von Arbeitnehmern, die im fachlichen Bereich der FGK Clinical Research GmbH tätig sind.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Heiko Debus
seit 28.8.2018
Prokura
Olaf Böhm
seit 28.8.2018
Prokura
Ursula Türcke
seit 28.8.2018
Prokura
Martin Krauß
seit 9.10.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

5 Gesellschafter

GmbH-Struktur

3 von 5 angezeigt

Germany
14.040 €
52.00%
Germany
2.700 €
10.00%
Germany
2.700 €
10.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

FGK Clinical Research GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht zum Jahresabschluss vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

A. Grundlagen des Unternehmens

a. Geschäftsmodell des Unternehmens

i. FGK Clinical Research GmbH

Die FGK Clinical Research GmbH ("FGK") hat aktuell rund 196 Mitarbeiter und bietet umfangreiche Dienstleistungen im Bereich der klinischen Studien an. Dienstleister in diesem Bereich werden als Clinical Research Organization (CRO) bezeichnet. Weltweit werden Jährlich mehr als 30.000 Studien gestartet, die nach den verschiedenen Entwicklungsphasen (Phase I-IV, nichtinterventionell, "post marketing clinical followup"), Behandlung (z.B. Arzneimittel, Medizinprodukt, neuartige Therapien, Ernährungsergänzungsstoffe), Indikation und Länderauswahl unterschieden werden. Auftraggeber können Pharmafirmen, Biotechnologiefirmen, Medizinproduktehersteller oder auch Institute (z.B. Kliniken, Forschungseinrichtungen) sein. Die FGK hat sich auf die Zusammenarbeit mit Biotechnologiefirmen und Medizinprodukteherstellern spezialisiert, betreut mitunter aber auch Projekte von z.B. Pharmafirmen, ohne diese aber maßgeblich zu bewerben.

Biotechnologiefirmen sind oft klein und benötigen spezielle Dienstleister wie die FGK, die sich auf deren Bedürfnissen eingestellt haben. Im Gegensatz zu großen Pharmafirmen haben Biotechnologiefirmen, und häufig auch Medizinproduktehersteller, nicht für Jedes Gebiet in der klinischen Entwicklung eine Abteilung oder einen Spezialisten. Daher brauchen diese Firmen eine CRO, die Beratung(en) anbietet, sich flexibel auf die Anfragen des Auftraggebers einstellen kann und diese Bedürfnisse schnell, zuverlässig und mit gleichbleibend hoher Qualität abarbeitet.

ii. FGK Gruppe

Die FGK Gruppe startete mit der Gründung der FGK im Jahre 2002. Nachfolgende Grafik zeigt die Entwicklung der Gruppen bis heute.

Die FKG Clinical Research Ltd, London, wurde Ende 2018 liquidiert.

b. Ziele und Strategien

Der CRO-Markt, in dem sich die FGK bewegt, kann in verschiedene Bereiche aufgeteilt werden. Hier sind zum einen die "Global Players" zu nennen, die weltweit tätig sind und aufgrund ihrer Größe meist globale Studien durchführen und dabei oft aufgrund bevorzugter Kooperationsvereinbarungen mit den großen Pharmafirmen vertraglich eng verbunden sind. Dazu gehören wenigstens die Top 10 im Markt, die weltweit viele tausend Mitarbeiter beschäftigen.

Danach folgen die mittelgroßen CROs (ca. 800 - 5.000 Mitarbeiter, ca. Top 11-40 in der Welt), die in den letzten Jahren häufig durch Aufkäufe oder Zusammenschlüsse eine entsprechende Größe erreicht haben. Diese Gesellschaften sind in der Regel einem großen Wachstumsdruck durch Investoren ausgesetzt. Je nach Ausrichtung haben diese Firmen noch keine komplette globale Abdeckung, bieten aber ansonsten alle üblichen CRO-Leistungen in der Durchführung von klinischen Studien an.

Die dritte Gruppe der CROs, zu der auch die FGK gehört, zeichnet sich durch eine Spezialisierung aus. Das kann ein regionaler Schwerpunkt, aber auch Teilleistungen aus dem umfangreichen CRO-Angebot sein (sogenannte ,,Functional Service Provider", die z.B. nur Statistik/Datenanalyse oder Spezialbereiche, die nicht jede CRO selbst aufgebaut hat, anbieten). Die FGK ist dabei gekennzeichnet durch die Kundenstruktur (siehe oben) und die Konzentration auf Europa, bietet ansonsten aber alle CRO-Leistungen an.

i. Kundenanalyse und Identifizierung von künftigen Zielkunden

Die Kunden der FGK sind im Wesentlichen Biotech- und Medizinproduktefirmen. Der Umsatz wurde in 2023 zu etwa 36% von amerikanischen Firmen, zu 57% aus Deutschland und zu 7% aus anderen Regionen (restliches Europa, andere Drittländer) generiert.

Die Akquisition neuer Projekte steht auf drei Säulen

1.

"Repeat Business": Zufriedene Kunden arbeiten auch zukünftig mit uns. Nach einer erfolgreich durchgeführten klinischen Studie wird die FGK häufig für ein Nachfolgeprojekt angefragt.

2.

"Mundpropaganda": Die FGK hat einen hervorragenden Ruf im Markt. Häufig wird die FGK von Dritten empfohlen und erhält so Gelegenheit, neue Kunden zu gewinnen. Die FGK hat zudem ein Netzwerk an Kooperationspartnern aufgebaut, über die ebenfalls häufiger Neukunden akquiriert werden können.

3.

Konferenzen: Die FGK besucht regelmäßig "Partnering"-Konferenzen im Biotechund Medtech-Bereich. Es erfolgt ein Erstkontakt, der später zu gemeinsamen Studienprojekten führen kann.

ii. Strategie für die kommenden Jahre

FGK ist in den letzten Jahren im operativen Bereich stark gewachsen. Bereits im Jahr 2022 hat sich das Wachstum etwas abgeschwächt. Diese Abschwächung hat sich auch in 2023 fortgesetzt und hält auch in 2024 noch an. Eine Ausweitung der regionalen Präsenz wird abhängig von Gelegenheiten diskutiert und ggf. umgesetzt. So hat FGK Anfang 2024 eine kleinere CRO in Großbritannien erworben. Darüber hinaus sind die folgenden Punkte wichtig für die weitere Entwicklung der FGK:

Weitere Etablierung von guten Partnern in den Regionen und auch spezialisierten Dienstleistern, die das Leistungsangebot der FGK verbreitern.

Digitalisierung: Nutzung von elektronischen Lösungen in noch größerem Umfang als bisher schon. Auch Kl-Anwendungen werden geprüft und teilweise schon eingesetzt.

Fortführung der bisherigen Personalpolitik, die einerseits möglichst viele FGK- &A Mitarbeiter ım Unternehmen hält und andererseits die Attraktivität als sehr interessanter Arbeitgeber in der Branche gewährleistet.

Optimierung von Prozessen, um die Stärken eines kleinen, flexiblen Dienstleisters mit der erreichten Größenordnung zu bewahren.

c. Steuerungssysteme

Das Risikomanagementsystem der FGK ist bei der Geschäftsleitung, den Senior Direktoren und den Direktoren angesiedelt. Wesentlicher Bestandteil des Risikomanagementsystems sind regelmäßige Treffen der Geschäftsleitung mit den Direktoren und Senior Direktoren der FGK, der Führungsebene des Unternehmens. Da die vorhandenen Senior Direktoren neben den Geschäftsführern zu den Gesellschaftern gehören, wird das Risikomanagement auch durch regelmäßig stattfindende Gesellschaftertreffen gestärkt.

Das Risikoberichterstattungssystem umfasst die systematische Identifikation, Bewertung, Dokumentation und Kommunikation von Risiken. Dem Management soll ermöglicht werden, Risiken, die das Wachstum oder Fortbestehen der FGK gefährden könnten, bereits im Anfangsstadium zu identifizieren und diese so weit wie möglich in ihren Auswirkungen zu minimieren.

B. Wirtschaftsbericht

a. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

i. Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach Berechnung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3% niedriger als im Vorjahr. 1 Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld weiter ins Stocken. Die trotz der jJüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Bereichen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen in 2023 ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Konsumnachfrage aus dem In- und Ausland.

Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 leider nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7% höher. 2

ii. Branchenentwicklung

Viele Regionen der Welt versuchen in der klinischen Forschung einen höheren Marktanteil zu erlangen. Der asiatisch-pazifische Raum ebenso wie die die USA sind dabei in 2023 wieder enorm aktiv gewesen. Dabei ist der Anteil von Europa an den weltweiten klinischen Studien schon in den Jahren zuvor zurückgegangen. Der europäische Pharmaverband EFPIA kommt in einem Bericht vom 6. November 2023 zu dem Ergebnis: Der Anteil Europas an den weltweiten FuE-Investitionen wird bis 2040 voraussichtlich um ein Drittel zurückgehen (von 32% der weltweiten FuE-Ausgaben auf 21%). Im Jahr 2023 sank die private Biotech-Finanzierung im Vergleich zu 2022 um 43,2% und im Vergleich zu 2021 um 52,3% 3. Dies hat für viele Biotech- Unternehmen zu massiven Verzögerungen bei Anschlussfinanzierungen geführt, und sich insbesondere 2023 auf die Neuauftragslage bei CROs negativ ausgewirkt.

1 https://de.statista.com/
2 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html
3 https://efpia.eu/news-events/the-efpia-view/statements-press-releases/germany-belgium-and-france-among-those- hit-hardest-as-commission-s-pharma-legislation-proposals-risk-europe-losing-a-third-of-its-share-of-global-rd- by-2040/

b. Geschäftsverlauf

Die Umsätze des Berichtsjahres haben sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 23.463 auf TEUR 28.630 erhöht. Das gute Ergebnis des Vorjahres konnte noch mal leicht gesteigert werden. Die Neuaufträge sind gegenüber dem Vorjahr rückläufig.

c. Ertragslage (Gewinn- und Verlustrechnung)

2023 2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 28.630 102,2 23.463 100,6 5.167 22,0
Bestandsveränderungen -613 -2,2 -138 -0,6 -475 344,2
Gesamtleistung 28.017 100,0 23.325 100,0 4.692 20,1
Sonstige Erträge 385 1,4 274 1,2 111 40,5
Materialaufwand -6.488 -23,2 -5.039 -21,6 -1.449 28,8
Personalaufwand -13.917 -49,7 -12.438 -53,3 -1.479 11,9
Abschreibungen -68 -0,2 -148 -0,6 80 -54,1
Sonstige Aufwendungen -3.419 -12,2 -2.721 117 -698 257
Betriebliche Aufwendungen -23.507 -83,9 -20.072 -86,0 -3.435 17,1
Betriebsergebnis (bereinigt) 4.510 16,1 3.253 140 1.257 38,6
Beteiligungsergebnis 0 0,0 900 3,9 -900 -100,0
Finanzergebnis 342 12 -152 -0,6 494 -325,0
Neutrales Ergebnis 12 0,0 97 0,4 -85 -87,6
Ergebnis vor Steuern 4.864 17,3 4.098 17,7 766 18,7
Ertragsteuern -1.597 -5,7 -969 -4,2 -628 64,8
Jahresergebnis 3.267 116 3.129 139 138 4,4

Das neutrale Ergebnis setzt sich wie folgt zusammen:

2023 2022 Veränd.
TEUR % TEUR % TEUR
Gewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen 1 8,3 0 0,0 1
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen 11 91,7 88 90,7 77
Sonstige aperiodische Erträge 0 0,0 9 9,3 -9
Erträge 12 100,0 97 100,0 -85
Neutrales Ergebnis 12 97 -85

Die Ertragslage war im Geschäftsjahr 2023 noch mal besser als im Vorjahr. Das Jahresergebnis hat sich insgesamt um 4,4% (TEUR 138) erhöht. Diese Steigerung entfällt im Wesentlichen mit TEUR 1.257 auf ein deutlich besseres Betriebsergebnis, welches durch ein deutlich niedrigeres Beteiligungsergebnisses von TEUR 900 wieder etwas ausgeglichen wird. Der Umsatz konnte nochmals um 22,0% (TEUR 5.167) stark gesteigert werden. Der Materialaufwand ist deutlich (28,8%) gestiegen. Die Personalkosten sind moderater (11,9) gestiegen.

d. Finanzlage (Kapitalflussrechnung)

2023 2022
TEUR TEUR
Periodenergebnis 3.267 3.129
Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 122 400
Cashflow i. e. S. 3.389 3.529
Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva 221 -1.490
Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva 1.438 2.225
Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -14 -23
Zinsaufwendungen/Zinserträge -207 11
Sonstige Beteiligungs- und Wertpapiererträge -68 -965
Ertragsteueraufwand/-ertrag 1.597 969
Ertragsteuerzahlungen -1.408 -2.775
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 4.948 1.459
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen 0 -1
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -82 -91
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 6.234 1.909
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -1.456 -6.229
Erhaltene Zins- und Dividendenerträge 275 78
Erhaltene Dividenden aus Beteiligungen 0 900
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 4.971 -3.434
Gezahlte Zinsen 0 -2
Gezahlte Dividenden an Gesellschafter -1.500 -1.500
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -1.500 -1.502
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 8.419 -3.477
Finanzmittelfonds am 1.1. 2.865 6.342
Finanzmittelfonds am 31.12. 11.284 2.865

Der Finanzmittelfonds umfasst den Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Finanzlage der FGK ist nach wie vor herausragend und hat sich im Berichtsjahr deutlich aufgrund von Zugängen aus dem Finanzanlagevermögen verbessert. Die Finanzierung des laufenden Geschäfts ist nach wie vor problemlos aus der vorhandenen Liquidität möglich. Ganzjährig konnten so sämtliche Verbindlichkeiten umgehend und - soweit möglich - mit Skonto gezahlt werden.

e. Vermögenslage (Bilanz)

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Immaterielle Vermögensgegenstände 31 0,2 44 0,3 -13 -29,5
Sachanlagen 69 0,3 43 0,2 20 60,5
Finanzanlagen 2.528 12,8 7.345 44,8 -4.817 -65,6
Anlagevermögen 2.628 13,3 7.432 45,3 -4.804 -64,6
Sonstige Vermögensgegenstände 129 0,7 129 0,8 0 0,0
Langfristiges Umlaufvermögen 129 0,7 129 0,8 0 0,0
Langfristig gebundene Mittel 2.757 14,0 7.561 46,1 -4.804 -63,5
Lieferforderungen 4.518 22,9 4.809 29,3 -291 -6,1
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 422 2,1 428 2,7 -6 1-,4
Sonstige Vermögensgegenstände 659 32 639 3,8 20 3,1
Liquide Mittel 11.284 57,1 2.865 17,5 8.419 293,9
Kurzfristiges Umlaufvermögen 16.883 85,3 8.741 53,3 8.142 93,1
Rechnungsabgrenzungsposten 130 0,7 99 0,6 31 31,3
Kurzfristig gebundene Mittel 17.013 386,0 8.840 53,9 8.173 92,5
AKTIVA 19.770 100,0 16.401 100,0 3.369 20,5
31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Eigenkapital 9.236 46,7 7.469 45,5 1.767 23,7
Rückstellungen 69 0,3 69 0,4 0 0,0
Langfristiges Fremdkapital 69 0,3 69 0,4 0 0,0
Rückstellungen 1.683 8,6 1.551 9,7 92 5,8
Lieferantenverbindlichkeiten 457 2,3 852 5,2 -395 -46,4
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 164 0,8 218 1,3 -54 -24,8
Übrige Verbindlichkeiten 8.161 41,3 6.202 37,9 1.959 31,6
Kurzfristiges Fremdkapital 10.465 53,0 8.863 54,1 1.602 18,1
PASSIVA 19.770 100,0 16.401 100,0 3.369 20,5

Die Aktiva der FGK haben sich im Berichtsjahr um 20,5% (TEUR 3.369) erhöht ist im Wesentlichen auf deutlich erhöhte Liquide Mittel zurückzuführen. Diese haben . Dies sich iIm Wesentlichen durch reduzierte Finanzanlagen und das Periodenergebnis gespeist.

f. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

i. Eigenkapitalrendite

Die Eigenkapitalrendite (Jahresüberschuss zum durchschnittlichen Eigenkapital) ist gegenüber dem Vorjahr (47,0%) aufgrund der höheren Eigenkapitalausstattung gesunken. Sie liegt für das Berichtsjahr mit 39,1% im oberen angestrebten Bereich.

ii. EBITDA

Das EBITDA hat sich im Berichtsjahr noch mal deutlich verbessert und beläuft sich auf TEUR 4.725 gegenüber TEUR 3.523 Iim Vorjahr. Das EBITDA hat sich über Erwarten positiv entwickelt und befindet sich damit in einem sehr erfreulichen Bereich.

iii. Arbeitnehmerbelange

Die Arbeitnehmer sind nach wie vor das wichtigste Asset von FGK. Im Berichtsjahr hat sich die Mitarbeiterzahl noch mal leicht erhöht. Das hängt primär mit dem Unternehmenswachstum zusammen. Wir konnten so mehreren Berufseinsteigern und erfahrenen Arbeitnehmern einen neuen Arbeitsplatz in München und in Berlin anbieten. Die extrem geringe Fluktuationsrate trägt zudem dazu bei, dass wir die vorhandenen Erfahrungen gut weitergeben konnten und somit auch bei gesteigerter Mitarbeiterzahl qualitativ hochwertige Dienstleistungen anbieten können. Weiterhin ist es uns im Jahr 2023 auch wieder gelungen, viele Mitarbeiter weiterzuentwickeln und Ihnen unternehmensinterne Aufstiegschancen zu ermöglichen.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

a. Prognose

Die deutsche Wirtschaft befindet sich zu Beginn des dritten Quartals 2024 weiterhin in einer Stagnation. Rückläufige Auftragsbestände und eine tendenziell weiter schwache Auftragslage dämpfen die exportorientierte Industrie. Auch bei den konsumnahen Dienstleistungsbereichen Handel, Verkehr, Gastgewerbe wird die Lage weiter ungünstig beurteilt. Trotz der rückläufigen Inflation und der deutlich gestiegenen Kaufkraft im Zuge der höheren Reallöhne hat sich die Stimmung bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern eingetrübt. Eine konjunkturelle Erholung dürfte wohl erst gegen Jahresende eintreten. 4

Zu Beginn des dritten Quartals ist die Produktion wieder gesunken, während die Auftragseingänge zum zweiten Mal in Folge expandierten. Die Produktion im Produzierenden Gewerbe wurde im Juli preis-, kalender- und saisonbereinigt um 2,4% gegenüber dem Vormonat gedrosselt. Im aussagekräftigeren Dreimonatsvergleich lag sie damit um 2,7% Im Minus. Auch wenn die Auftragseingänge zu Beginn des dritten Quartals im Plus lagen, ging die Bestelltätigkeit ohne die stark schwankenden Großaufträge um 0,4% gegenüber dem Vormonat zurück. 5

Die Inflationsrate lag im August 2024 mit +1,9% erstmals seit März 2021 wieder unter der Zielmarke von 2,0 %. Zwar hat sich der Preisdruck bei Nahrungsmitteln mit 1,5% leicht erhöht, aber er war weiterhin unterdurchschnittlich. Gleichzeitig haben sich die preisdämpfenden Effekte durch billigere Energie spürbar verstärkt. So gingen die Energiepreise im Vorjahresvergleich um 5,1% zurück. Überdurchschnittlich war indes weiterhin der Preisauftrieb bei Dienstleistungen mit +3,9%. Insgesamt dürften die inflationsdämpfenden Faktoren im weiteren Jahresverlauf bestehen bleiben. 6

Besorgniserregend ist die seit Monaten steigende Zahl der Unternehmensinsolvenzen. Im 1. Halbjahr 2024 registrierte Creditreform 11.000 Unternehmensinsolvenzen. Das ist ein Anstieg um fast 30% gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum (8.470 Fälle) und markiert den höchsten Stand seit fast zehn Jahren.

4 https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/Wirtschaftliche-Lage/2024/20240913-die-wirtschaftliche- lage-in-deutschland-im-september-2024.html
5 ebenda
6 ebenda

Prominente Großinsolvenzen der letzten Monate waren GALERIA Karstadt Kaufhof und FTI-Touristik. "Wir sehen, dass nicht die reine Anzahl an Insolvenzfällen entscheidend ist. Die Auswirkungen einer Unternehmenspleite sind deutlich größer als beispielsweise zu Zeiten der Weltfinanzkrise 2009. 7

Die Wirtschaft im Euro-Raum zeigt sich am aktuellen Rand zwar noch schwach, eine Belebung der Konjunktur dürfte jedoch anstehen. Steigende Reallöhne und der Aufschwung der Weltkonjunktur dürften die Nachfrage stärken. Mit einem kräftigeren Wachstum ist jedoch erst im Jahr 2025 zu rechnen. Das BIP-Wachstum im Euro- Raum wird in den Jahren 2024 und 2025 voraussichtlich 0,8% bzw. 1,5% betragen. Die Inflation dürfte bei 2,4% bzw. 2,1% liegen. Die geldpolitische Straffung zeigt ihre Wirkung, und es dürfte im Verlauf des Jahres 2024 zu weiteren Zinssenkungen kommen. Die Finanzierungsbedingungen für Unternehmen dürften sich damit verbessern. 8

b. Branchenentwicklung

Der weltweite Markt für klinische Studien wurde im Jahr 2023 auf 57,76 Milliarden US-Dollar geschätzt und wird voraussichtlich von 61,58 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024 auf 106,78 Milliarden US-Dollar ım Jahr 2032 wachsen, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 7,1% im Prognosezeitraum (2024-2032) entspricht. Klinische Studien sind ein wichtiger Prozess bei der Entwicklung neuer Therapeutika oder Medizinprodukte. Diese Studien werden durchgeführt, um neuartige Arzneimittel, medizinische Geräte oder andere Therapeutika zu analysieren. Diese Studien liefern eine wissenschaftliche Grundlage für die Anleitung und Behandlung von Patienten und die Bewertung neuartiger Medikamente und Geräte. Die zunehmende Forschung und Entwicklung von Pharma- und Biotechnologieunternehmen auf der ganzen Welt haben die Zahl der weltweit durchgeführten klinischen Studien erhöht. 9

7 https://www.creditreform.de/aktuelles-wissen/pressemeldungen-fachbeitraege/news-details/show/insolvenzen-in- deutschland-1-halbjahr-2024
8 https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/fileadmin/dateiablage/gutachten/ fg2024/FG2024_Kapitel_1.pdf
9 https://www.fortunebusinessinsights.com/de/markt-f-r-klinische-studien-106930

Die Entwicklung der Anzahl registrierter Studien (Stand: 27. September 2024) wurde von "clinicaltrials.gov" zur Verfügung gestellt und zeigt deutlich die positive Marktentwicklung.

Auf der anderen Seite haben Contract Research Organizationen zunehmend Schwierigkeiten bei der Gewinnung und Bindung äußerst kompetenter Experten, da sie sowohl qualifizierte als auch erfahrene Wissenschaftler aus den Bereichen Pharmazie, Biotechnologie, akademische Institute und Forschungsinstitute sowie Unternehmen für medizinische Geräte benötigen. Diese begrenzte Verfügbarkeit erfahrener Spezialisten könnte die Einführung fortschrittlicher Technologien und Prozesse einschränken und das Marktwachstum in den kommenden Jahren begrenzen. 10

Daneben hemmt die zunehmende Bürokratie, der Datenschutz und die schwierige Probandenrekrutierung die Durchführung von klinischen Studien in Deutschland. Spielte Deutschland bis 2015 als Standort klinischer Studien noch weltweit in der Spitzenliga und hielt in Europa knapp vor UK Platz eins, sind die Zahlen der durchgeführten klinischen Studien seit Jahren rückläufig. Dabei hat Deutschland beste Voraussetzungen, international Spitze zu sein: als größte Volkswirtschaft Europas ist die Bundesrepublik ein interessanter Markt. Die Qualität der Universitätskliniken, ihrer Forscher und Ärzte gelten als gut. 11

Im Laufe des Jahres 2024 konnten weitere neue Aufträge gewonnen werden, die für eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung sorgen. Unter Berücksichtigung des bisherigen Geschäftsverlaufs geht die Geschäftsleitung der FGK-CRO für das Geschäftsjahr 2024 jedoch von einem Umsatzrückgang auf ca. 25,0 Mio. EUR aus. Bedingt durch nochmals etwas höhere Personalaufwendungen erwarten wir ein geringfügig niedrigeres EBITDA und auch ein reduziertes Ordentliches Betriebsergebnis. Darüber hinaus gehen wir davon aus, dass wir eine Eigenkapitalrendite zwischen 25% und 35% realisieren werden.

10 ebenda
11 https://www.vfa.de/de/arzneimittel-forschung/klinische-studien/klinische-studien-langsam-buerokratisch

c. Chancen

Auf dem CRO-Markt wird weltweit weiterhin ein stabiles Wachstum mindestens im mittleren einstelligen Prozentbereich prognostiziert. Primäre Wachstumstreiber sind kontinuierlich steigende Forschungs- und Entwicklungsausgaben der Pharma-, Biotechnologie- und Medizintechnik-Unternehmen unter Forcierung der Auslagerung vieler Aktivitäten in diesem Bereich zu Gunsten von CROs. Insbesondere nimmt die Größe, aber auch die Komplexität der Studien zu, was auch eine erhöhte Anforderung an die Verfügbarkeit und Flexibilität der CROs und an die Qualifikation der dortigen Mitarbeiter stellt.

i. Gesetzliche und politische Chancen

Die Gesundheitssysteme aller westlichen Industrieländer sehen sich mit den gleichen Herausforderungen, in Verbindung mit einer zunehmend älteren Bevölkerung und steigenden Behandlungskosten konfrontiert. Dies zwingt die Pharmaindustrie zu weiteren Forschungen, aber auch zu politisch bedingten Kosteneinsparungen. Das bedeutet, dass die Nachfrage nach klinischen Prüfungen weltweit ein zukunftsträchtiger Markt ist. Auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen erfordern immer spezielleres Wissen, um pharmazeutische Produkte gemäß den Anforderungen auf den Markt bringen zu können. Dieses spezielle Wissen und die nötige Kompetenz werden auch durch die gesetzlichen Vorgaben immer ein wichtiger Bestandteil der Medikamentenentwicklung sein und können effizient und kostenoptimiert durch die Gesellschaft und deren Mitarbeiter angeboten werden.

Eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für klinische Studien in Deutschland wird das Medizinforschungsgesetz (MFG) bringen, das auf Basis einer nationalen Pharmastrategie der Bundesregierung im Jahr 2023 auf den Weg gebracht wurde und 2024 in Kraft treten soll.

ii. Gesamtdarstellung der Chancen

FGK ist hervorragend aufgestellt, um auch zukünftig erfolgreich zu arbeiten. Zwar stagniert der Markt in Europa aktuell aufgrund der schwierigen europäischen und weltwirtschaftlichen Bedingungen. Die Gesellschaft sieht sich in der Lage, die erhöhten Anforderungen der Kunden zu erfüllen und somit die gegebenen Chancen zu realisieren.

Neben dem immer noch bestehenden wirtschaftlichen Auswirkungen des Ukraine- Krieges verstärken sich aktuell die Feindseligkeiten im Nahen Osten massiv. Außerdem setzen die durch die Clinical Trial Regulation vorhandene Unsicherheit den Markt in Europa deutlich unter Druck.

d. Risiken

Als international tätiges Unternehmen ist die FGK einer Vielzahl unterschiedlicher Risiken ausgesetzt. Die Gesellschaft ist sich der Notwendigkeit bewusst, Risiken einzugehen, die es dem Unternehmen auch ermöglichen, sich bietende Chancen zu nutzen.

Das bewusste Eingehen von kalkulierbaren Risiken ist im Rahmen unserer Risikostrategie ein unumgänglicher Bestandteil des Geschäfts. Risiken, die den Bestand der Gesellschaft gefährden, dürfen nicht eingegangen werden und müssen im Rahmen des Risikomanagements ausgeschlossen werden. Sofern dies nicht möglich ist, müssen solche kritischen Risiken minimiert oder transferiert werden, beispielsweise durch das Abschließen geeigneter Versicherungen bzw. Verträge. Gesteuert und überwacht werden die Risiken auf Ebene der einzelnen Gesellschaften und der Unternehmensbereiche; entsprechende Berichtswege und Prozesse sind eingerichtet.

Unter Risiken verstehen wir mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu negativen Auswirkungen auf die Finanzzahlen insgesamt und die Ergebnisprognose der Gesellschaft führen können. Die Einschätzung der identifizierten Risiken erfolgt im Wesentlichen kurzfristig, für ein Jahr im Voraus und darüber hinaus auch mittel- und langfristig.

i. Strategische Risiken

Unter strategischen Risiken verstehen wir Risiken, die infolge einer unzureichenden Ausrichtung des Unternehmens auf das jeweilige Geschäftsumfeld die Ergebniserreichung gefährden könnten. Strategische Risiken können somit aus einem inadäquaten strategischen Entscheidungsprozess, aus unvorhersehbaren Marktentwicklungen oder aus einer mangelhaften Umsetzung der gewählten Unternehmensstrategie resultieren. Bei FGK wird die strategische Ausrichtung der Firma auf Geschäftsführungsebene festgelegt und regelmäßigen Kontrollen unterzogen.

Im Bereich der CRO-Industrie ist ein erheblicher Preis- sowie Zeitdruck zu beobachten. Die klinischen Studien werden immer aufwendiger und sollen dennoch ohne weitere Kostensteigerungen zeitnah durchgeführt werden.

Im Berichtsjahr und im weiteren Verlauf des Jahres 2024 ist FGK operativ langsamer gewachsen. Es ist nicht auszuschließen, dass bei den aktuellen Entwicklungen im laufenden Berichtsjahr und im Folgejahr kein oder nur ein geringes Wachstum erzielt werden kann. Dennoch gehen wir davon aus, unsere starke Position ım Markt weiter festigen zu können und aus der aktuellen schwierigen Marktsituation gestärkt hervorzugehen.

Der zukünftige Erfolg der FGK wird teilweise von der Fähigkeit abhängen, auf sich ändernde Kunden- und Marktanforderungen schnell zu reagieren und den Ressourceneinsatz im Rahmen der Erbringung der Dienstleistungen zu optimieren, ohne gesetzliche oder regulatorische Anforderungen außer Acht zu lassen. Darüber hinaus wird es immer wichtiger, neue digitale Lösungen zu evaluieren und für geeignete Projekte entsprechend einzusetzen. Daneben ist die Qualität der Dienstleistungen ın den Vordergrund zu stellen, um nachhaltige Kundenbeziehungen aufbauen und pflegen zu können.

ii. Liquiditäts- und Refinanzierungsrisiken

Neben einer soliden Eigenkapitalausstattung, die sich FGK in den letzten Jahren aufgebaut hat, finanziert sich FGK auch durch Anzahlungen der Kunden. Eine Finanzierung durch Banken ist nicht notwendig und wurde bisher nicht in Anspruch genommen. Kurzfristige Liquiditätsspitzen können problemlos aus dem vorhandenen Eigenkapital gedeckt werden.

Zur Überwachung und Steuerung des kurzfristigen Liquiditätsrisikos wird von der Finanz-Abteilung ein Liquiditätsplan auf rollierender Basis erstellt.

Weitere finanzielle Risiken beziehen sich auf das Risiko von Forderungsausfällen. Die Vertragsstrukturen sehen aufgrund der in der Regel längeren Vertragslaufzeiten Anzahlungen und Abschlagszahlungen vor. Die Branche, für die die Gesellschaft tätig ist, zeichnet sich durch ein relativ geringes Zahlungsausfall-Risiko aus, was zusätzlich durch die regelmäßige Vorabfinanzierung durch die Auftraggeber minimiert wird. Ausfallrisiken bei Forderungen werden durch ausreichende Wertberichtigungen auf den Forderungsbestand sowie durch ein effektives Forderungsmanagement abgedeckt.

iii. Währungsrisiken

Die internationale Ausrichtung der FGK hat zur Folge, dass Zahlungsein- und -ausgänge in unterschiedlichen Währungen erfolgen. Bisher ist es FGK jedoch gelungen, mehr als. 95% der Verträge in Euro abzuschließen. Weiterhin wird ein Kursrisiko, wenn vorhanden, regelmäßig durch vertragliche Vereinbarungen reduziert. Sollte das nicht möglich sein, wird bei größeren Fremdwährungsprojekten regelmäßig der Abschluss von Kurssicherungsgeschäften geprüft.

iv. Risiken aus Recht und Politik

Die Geschäftstätigkeit von FGK ist einer starken Beeinflussung der regulatorischen Ausgestaltung des öffentlichen Gesundheitswesens in den einzelnen nationalen Märkten und den dadurch geprägten Marktstrukturen ausgesetzt. Die regulatorische Ausgestaltung des europäischen Gesund-heitswesens, welches der derzeitige Hauptmarkt der Gesellschaft ist, beruht auf Vorschriften wie zum Beispiel Gesetzen und Richtlinien, die vom jeweiligen Staat erlassen werden, und/oder auf supranationalen Strukturen, wobei diese im Wesentlichen von der Europäischen Union erlassen und/oder durch Gerichtsentscheidungen aufgehoben oder modifiziert werden. Insbesondere sieht sich die Gesellschaft dem Risiko ausgesetzt, dass Änderungen bestehender oder eine Verabschiedung neuer Vorschriften auf nationaler oder supranationaler Ebene zu einer nachteiligen Beeinflussung der für FGK relevanten Marktgegebenheiten führen und sich somit nachteilig auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft auswirken können.

Am 31. Januar 2022 ist die Clinical Trials Regulation in Kraft getretenen. Deren Auswirkungen sind leider zunehmend spürbar. Die Einführung und die damit verbundenen veränderten Genehmigungsprozesse haben zu viel Unsicherheit bei Auftraggebern geführt und hatten leider die Verlagerung von klinischen Studien in außereuropäische Bereiche zur Folge. Durch die Verordnung sollte der Europäische Wirtschaftsraum wieder an Attraktivität für die klinische Forschung gewinnen und die Zahl der durchzuführenden klinischen Studien steigen. Leider hat sich das Ziel bisher nicht erfüllt. Von vielen EU-Akteuren im klinischen Studienbereich wird aber viel Druck auf Politik und European Medicines Agency (EMA) aufgebaut, um eine Verbesserung zu erwirken. Dies lässt hoffen, dass dies nur eine temporäre Einbuße der Attraktivität der klinischen Forschung im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) war. Aber auch die Entwicklung auf dem britischen Markt muss beachtet werden, die viele Anstrengungen unternehmen, um klinische Studien auf der britischen Insel zu vereinfachen.

Darüber hinaus kämpfen wir auch in Deutschland mit zunehmender Bürokratie und erschwerenden Rahmenbedingungen für unsere Branche. Aktuell wird in Deutschland das Entbürokratisierungsgesetz im Gesundheitswesen diskutiert, was Abhilfe schaffen soll und die Durchführung von klinischen Studien durch eine Reduzierung der Bürokratie (z.B. bei Vertragsgestaltungen mit öffentlichen oder privaten Krankenhäusern) erleichtern soll.

Des Weiteren sieht sich die Gesellschaft aufgrund der internationalen Aktivitäten weiteren Risiken ausgesetzt. Aus der allgemeinen politischen Lage einzelner Länder, dem Aufeinandertreffen unterschiedlicher Steuersysteme sowie gesetzlichen Vorschriften aus den Bereichen Wettbewerb und Arbeitsrecht können sich Risiken unterschiedlichster Art ergeben. .

v. Personalrisiken

Hierbei handelt es sich insbesondere um Risiken aus der Konzentration von unternehmensrelevantem Know-How auf einzelne Personen sowie Mitarbeiter-fluktuation, Personalüber- und -unterbesetzung, schlechtem Arbeitsklima bzw. -bedingungen etc.

Der wirtschaftliche Erfolg der Gesellschaft ist in einem hohen Maß mit der Leistung und strategischen Führung der bisherigen sowie gegenwärtigen Geschäftsführung und der Mitarbeiter in Schlüsselpositionen verbunden. Es ist nicht auszuschließen, dass sich im Falle eines Ausfalls einzelner Personen aus dem Kreis der Schlüsselpositionsinhaber dieser Umstand nachteilig auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft und somit auch auf die Finanz- und Ertragslage auswirkt. Die Prozesse des Unternehmens sind Jedoch In zahlreichen SOP's (Standard Operating Procedures) niedergelegt, sodass das Risiko von Know-How-Verlust durch den Ausfall von Mitarbeitern in Schlüssel-positionen kalkulierbar ist.

Die Gesellschaft sieht die Leistungen der Mitarbeiter als essentiell für den Erhalt und die Entwicklung der Gesellschaft an. Insofern steht FGK mit anderen Unternehmen iım Wettbewerb um die Rekrutierung hoch qualifizierter Fach- und Führungskräfte. Darum bietet die Gesellschaft ein attraktives Vergütungssystem sowie individuell abgestimmte Qualifizierungsangebote an, um Mitarbeiter zu gewinnen und langfristig zu binden. Mit einer Akademikerquote von ca. 90% und einer jährlichen Personalfluktuation im Mittel der letzten 5 Jahre von deutlich unter 5% steht FGK im Vergleich zu Mitbewerbern hervorragend da.

Das CRO-Geschäft ist sehr stark personenbezogen. Daher ist es für den Erfolg sehr wichtig, feste, langfristige Ansprechpartner und über Jahre gewachsenes Know-How für unsere Kunden bereit zu halten.

Dies erleichtert einerseits die Projektdurchführung, erzeugt aber vor allem eine Kundenzufriedenheit und Kundenbindung, und spart, insbesondere durch geringe Einarbeitungszeiten, langfristig Kosten. Auch hier kann die FGK gegenüber Mitbewerbern klare Vorteile ausspielen.

vi. Projektrisiken

Unter Projektrisiken verstehen wir Risiken aus Nichteinhaltung von vereinbarten Zeitvorgaben und fehlenden bzw. unzureichenden Personalressourcen. Die Gesellschaft erzielt ihre Umsätze im Projektgeschäft und es können zwischen Auftragserteilung und der Auftragsabrechnung längere Zeiträume liegen. Innerhalb dieser Zeiträume trägt die Gesellschaft insbesondere das Bonitätsrisiko ihrer Kunden. Im Rahmen des Projektgeschäfts besteht darüber hinaus das Risiko, kontinuierlich auf die Gewinnung neuer Aufträge/Projekte angewiesen zu sein, um das Umsatzniveau zu halten beziehungsweise Wachstum generieren zu können. Die Gesellschaft ist daher bestrebt, langfristige Geschäftsbeziehungen mit ihren Kunden zu pflegen.

Ebenfalls können Risiken durch eine unzureichende Beobachtung des Marktes entstehen, aus der sich eine ungenügende Anzahl an Angeboten und Aufträgen für die Gesellschaft ergibt. Im Falle ausbleibender Neugeschäfte sowie der Beendigung laufender Projekte könnten der Gesellschaft Umsatzeinbußen entstehen, was negative Auswirkungen auf die Ertragslage der Gesellschaft zur Folge hätte.

vii. Spezialrisiken durch den Überfall Russlands auf die Ukraine

Der Iim Jahr 2014 beginnende militärische Konflikt zwischen Russland und der Ukraine hat im Februar 2022 eine erneute Eskalation erfahren. 2014 hat Russland zunächst die Halbinsel Krim annektiert, um im Nachgang auch den Osten der Ukraine (Oblasten Donezk und Luhansk) zu destabilisieren. Am 24. Februar 2022 hat Russland dann den lange nicht für möglich gehaltenen Schritt vollzogen und die Ukraine mit einer groß angelegten Mehrfrontenagression angegriffen. Seit diesem Tag befinden sich beide Länder im Krieg, auch wenn Russland den Angriff noch immer als eine "Spezialoperation" bezeichnet.

Als Reaktion auf diesen widerrechtlichen Angriffskrieg haben die USA, die EU und einige weitere "westlichen Länder" in mehreren Schritten umfangreiche Sanktionen gegen Russland und die handelnden Personen verhängt. Dies Sanktionen wirken sich massiv auf die (Handels)Beziehungen und auf die gesamten wirtschaftlichen Verflechtungen aus.

Dies führte dazu, dass einzelne Kunden Studien zurückgestellt oder abgebrochen haben, weil die Finanzierung aufgrund der nicht mehr zu realisierenden Umsätze in Russland und der Ukraine nicht mehr sichergestellt war.

viii. Spezialrisiken durch den Nahostkonflikt

Der Überfall der Hamas-Kämpfer aus dem Gazastreifen am 07. Oktober 2023 bei dem über eintausend Menschen getötet und zahlreiche Geiseln verschleppt wurden, war der Auftakt für den wieder aufflammenden offen Konflikt im Nahen Osten. Über die letzten Monate hat sich dieser Konflikt auch aufgrund des harten Durchgreifens des israelischen Militärs weiter ausgebreitet. Aktuell befindet sich Israel nicht nur mit der Hamas im Gaza-Streifen und Westjordanland im Konflikt, diese hat sich inzwischen auch auf den Libanon, Jemen und Iran ausgeweitet. Eine weitere Eskalation und deren Auswirkungen auf die wirtschaftliche und politische Stabilität ist nicht auszuschließen. Dies kann letztendlich indirekt die Geschäftsentwicklung der FGK beeinflussen.

ix. Gesamtdarstellung der Risiken

Nach Würdigung der derzeit vorliegenden Risikoeinschätzungen ist der Fortbestand der FGK nicht gefährdet.

D. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen insbes. Wertpapiere, Forderungen und Guthaben bei Kreditinstituten. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken Jeglicher Art. Die Unternehmensleitung verfolgt eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird für jedes wesentliche Handelsgeschäft ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung wird stets die Bonität der Kunden abgefragt, sofern der Zahlungsplan nicht ausreichende An- oder Vorauszahlungen vorsieht. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein entsprechendes Debitorenmanagement und ein effektives Mahnwesen.

E. Sonstige Angaben

a. Neue Tochtergesellschaft UK

Zu Beginn des Jahres 2024 hat die FGK die Anteile an der Clinicology Ltd. UK vollständig übernommen. Bei der Clinicology Ltd. handelt es sich um eine kleinere CRO mit der FGK schon seit geraumer Zeit geschäftlich verbunden war. Mit dem Standort südlich von London (Guildford) hat FGK eine erste Tochtergesellschaft außerhalb der Europäischen Union.

b. Organisatorische und prozessbezogene Verbesserungen

Durch ein kontinuierliches Anwachsen der Mitarbeiterzahl bei der FGK, einem Ausbau der Business-Development-Aktivitäten sowie der Hinzunahme von Subunternehmern können zukünftig größere Studien mit internationalerem Bezug durchgeführt und somit Studien mit größerem Umsatzvolumen akquiriert werden. Die Schnittstellen zu den Bereichen Projektmanagement und Rechnungswesen werden weiter optimiert und werden in Zukunft für Effizienzsteigerungen sorgen. Das Ziel einer moderaten Steigerung des Marktanteils wird in den nächsten Jahren sukzessive erreicht werden.

Neben der Durchführung von ca. 40-50 klinischen Studien der Phase I - IV pro Jahr in über 15 Ländern kann die Gesellschaft auf ihre mehr als 20-jährige Erfahrung auf dem CRO-Markt zurückgreifen und sich dadurch gut im Wettbewerb behaupten.

 

München, den 25. Oktober 2024

Martin Krauß
Geschäftsführer

Dr. med. Edgar Fenzl
Geschäftsführer

Bilanz für Offenlegungszwecke

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 31.421,75 44.373,35
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 69.371,00 42.547,96
Summe Sachanlagen 69.371,00 42.547,96
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 410.158,79 296.579,79
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 197.818,49 246.930,92
3. Beteiligungen 1,00 1,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1,00 0,00
Summe Finanzanlagen 2.527.676,10 7.344.661,47
Summe Anlagevermögen 2.628.468,85 7.431.582,78
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 0,00 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 421.908,78 427.737,27
Summe Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.728.892,18 6.004.959,17
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 11.283.555,56 2.865.395,47
Summe Umlaufvermögen 17.012.447,74 8.870.354,64
C. Rechnungsabgrenzungsposten 129.539,39 98.984,20
D. Bilanzsumme Aktiva 19.770.455,98 16.400.921,62

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 27.000,00 27.000,00
- Gezeichnetes Kapital: 27.000,00 (Vj: 27.000,00)
II. Gewinnvortrag / Verlustvortrag 5.942.097,04 4.312.888,68
III. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 3.266.859,86 3.129.208,36
Summe Eigenkapital 9.235.956,90 7.469.097,04
B. Rückstellungen 1.752.356,11 1.660.427,72
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 164.442,66 217.919,50
Summe Verbindlichkeiten 8.782.142,97 7.271.396,86
D. Bilanzsumme Passiva 19.770.455,98 16.400.921,62

Gewinn- und Verlustrechnung für Offenlegungszwecke

2023 2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 22.060.461,07 18.781.607,23
2. Personalaufwand
a. Löhne und Gehälter -11.368.846,88 -10.428.156,18
b. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.547.752,36 -2.010.289,85
- davon für Altersversorgung: -92.503,21 (Vj: -57.564,64)
Summe Personalaufwand -13.916.599,24 -12.438.446,03
3. Abschreibungen
a. auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -67.987,89 -147.540,76
Summe Abschreibungen -67.987,89 -147.540,76
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.418.736,19 -2.819.860,30
5. Ordentliches Betriebsergebnis 4.657.137,75 3.375.760,14
6. Erträge aus Beteiligungen 0,00 900.000,00
7. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 68.341,64 65.034,76
- davon aus verbundenen Unternehmen: 8.560,79 (Vj: 6.031,42)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 207.087,18 13.107,87
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -68.900,89 -254.005,64
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -18,08 -1.868,00
11. Finanzergebnis 206.509,85 722.268,99
12. Ergebnis vor Steuern 4.863.647,60 4.098.029,13
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.596.787,74 -968.820,77
14. Ergebnis nach Steuern 3.266.859,86 3.129.208,36
15. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 3.266.859,86 3.129.208,36

Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der 88 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit in der Darstellung wurden bestimmte Angaben und Vermerke nicht in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern in den nachfolgenden Erläuterungen gemacht.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde unverändert zum Vorjahr das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde von den größenabhängigen Erleichterungen nach 8 267 Abs. 2 i.V.m. 8 288 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Firmenname laut Registergericht: FGK Clinical Research GmbH
Firmensitz laut Registergericht: München
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: München
Register-Nr.: HRB 144089

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Die Einbauten und Büroeinrichtungen wurden teilweise geometrisch-degressiv abgeschrieben.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden zu historischen Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des gemilderten Niederstwertprinzips bewertet. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag niedrigere beizulegende Wert angesetzt.

Die Vorräte (unfertige Leistungen) wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern der am Bilanzstichtag beizulegende Wert niedriger war, wurde dieser angesetzt. Soweit zulässig wurden die darauf entfallenden Anzahlungen saldiert ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu ihren Anschaffungskosten angesetzt und wurden unter Berücksichtigung aller erkennbarer Risiken bewertet. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.

Die liquiden Mittel wurden zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB unter Verwendung der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungsätze abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in EUR

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in EUR umgerechnet werden.

Die Umrechnung der Geschäftsvorfälle in fremder Währung erfolgte während des Geschäftsjahres mit tagesaktuellen Devisenkursen. Zum Bilanzstichtag werden Vermögensgegenstände und Schulden mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens gemäß § 284 Abs. 3 HBG ist im Anlagespiegel in einer Anlage zum Anhang dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt EUR 128.606,48 (Vorjahr: EUR 128.606,48).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus dem normalen Liefer- und Leistungsverkehr.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert und innerhalb eines Jahres fällig.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten solche aus Steuern in Höhe von EUR 290.003,12 (Vorjahr: EUR 475.759,87) und solche im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 2.034,28).

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von EUR 4.432.441,23 sonstige finanzielle Verpflichtungen aus wesentlichen Miet- und Leasingverträgen sowie unwiderruflichen Darlehenszusagen.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufwendungen und Erträge aus der Währungsumrechnung

Die in den saqstigen betrieblichen Erträgen enthaltenen Erträge aus der Währungsumrechnung betragen EUR 4.459'79 (Vorjahr: EUR 40.350,90). Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen EUR 28.788,65 (Vorjahr: EUR 16.878,53) und sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Aufwendungen für Altersversorgung

Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 92.503,21 (Vorjahr: EUR 57.564,64) enthalten.

Erträge aus Beteiligungen

Die Erträge aus Beteiligungen aus verbundenen Unternehmen betragen EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 900.000,00).

Erträge aus anderen Wertpapieren und aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

Die aus verbundenen Unternehmen resultierenden Erträge betragen EUR 8.560,79 (Vorjahr: EUR 6.031,42).

Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 und 6 HGB

Die außerplanmäßigen Abschreibungen auf den am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert bei Finanzanlagen betragen EUR 68.900,89 (Vorjahr: EUR 254.005,64)

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Im Durchschnitt waren während des Geschaftsjahres 190 Arbeitnehmer beschäftigt:

davon in Vollzeit: 112 Mitarbeiter

davon in Teilzeit: 78 Mitarbeiter

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Herr Dr. Edgar J.Fenzl ausgeübter Beruf: Arzt

Herr Martin Krauß ausgeübter Beruf: Diplom-Statistiker

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname / Sitz Anteilshöhe Jahresergebnis Eigenkapital
EUR EUR EUR
FGK Pharmacovigilance GmbH, München 97,00% 239.447,17 938.384,72
FGK Clinical Research s.r.o., Prag 100,00% -81.106,78 -63.096,59
FGK Clinical Research Kft, Budapest 100,00% 93.955,07 89.119,64
FGK GClinical Research Sp.z.o.0., Warschau 100,00% 52.122,23 138.077,62
FGK Representative Service GmbH, München 100,00% -9.599,65 354.118,55
FGK Representative Service Ldt., London 100,00% -13.120.07 126.060,64
FGK Representative Service AG, Beinwil 100,00% 26.476,11 185.784,07
FGK Representative Service B.V., Oudenbosch 100,00% 542.062,51 621.959,96
FGK Representative Service IRELAND, Limierick 100,00% -2.873,00 -16.340,00

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, eine Dividende in Höhe von EUR 1.000.000,00 zu beschließen und den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

München, 25. Oktober 2024

Martin Krauß
Geschäftsführer

Dr. med. Edgar J. Fenzl
Geschäftsführer

Anlagenspiegel für Offenlegungszwecke

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand
01.01.2023
Zugänge Abgänge Stand
31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 323.238,61 0,00 0,00 323,.236.61
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 538.870,26 81.859,33 45.420,64 575.308,95
Summe Sachanlagen 538.870,26 81.859,33 45.420,64 575.308,95
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 296.579,79 113.579,00 0,00 410.158,79
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 246.930,92 75.000,00 124.112,43 197.818,49
3. Beteiligungen 200.106,80 0,00 0,00 200.106,80
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 15.000,00 0,00 15.000,00
Summe Finanzanlagen 7.608.417,41 1.456.083,49 6.234.375,51 2.830.125,39
Summe Anlagevermögen 8.470.526,28 1.037.942,82 6.279.796,15 3.728.672,95
Abschreibungen
Stand
01.01.2023
außerplanmäßige
Abschreibungen
Abschreibungen
Berichtsjahr
Änderung der gesamten Abschreibungen i. Z. m. Abgängen Stand
31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 278.865,26 0,00 12.951,60 0,00 291.816,86
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 496.322,30 0,00 55.036,29 45.420,64 505.937,95
Summe Sachanlagen 496.322,30 0,00 55.036,29 45.420,64 505.937,95
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 200.105,80 0,00 0,00 0,00 200.105,80
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 14.999,00 14.999,00 0,00 14.999,00
Summe Finanzanlagen 263.755,94 68.900,89 68.900,89 15.299.47 317.367,36
Summe Anlagevermögen 1.038.943,50 68.900,89 136.888,78 60.720.71 1.115.112,17
Zuschreibungen
Zuschreibungen Berichtsjahr
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00
Summe Sachanlagen 0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00
3. Beteiligungen 0,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00
Summe Finanzanlagen 14.908,07
Summe Anlagevermögen 14.908,07
Buchwerte
Buchwert
31.12.2023
Buchwert
31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 31.421,75 44.373,35
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 69.371,00 42.547,96
Summe Sachanlagen 69.371,00 42.547,96
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 410.158,79 296.579,79
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 197.818,49 246.930,92
3. Beteiligungen 1,00 1,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1,00 0,00
Summe Finanzanlagen 2.527.676,10 7.344.661,47
Summe Anlagevermögen 2.628.468,85 7.431.582,78

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung) wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die

FGK Clinical Research GmbH

München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der FGK Clinical Research GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der dort dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FGK Clinical Research GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz I erster Halbsatz HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom lnstitut der Wirtschaftsprüfer (lDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichls" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Ubereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Überernstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Autrassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Ubereinstimmung mit den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der von Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowlie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordanungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichenEreignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 25. Oktober 2024

TREUHAND UNION GMBH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Mayerhanser-Marx
Wirtschaftsprüfer

Schmid
Wirtschaftsprüfer

Festgestellt:

Der Jahresabschluss wurde am 11. November 2024 festgestellt.

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