ASK Pharmaceuticals GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Heiko Debus seit 28.8.2018 | Prokura |
Olaf Böhm seit 28.8.2018 | Prokura |
Ursula Türcke seit 28.8.2018 | Prokura |
Martin Krauß seit 9.10.2002 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
5 Gesellschafter
GmbH-Struktur
3 von 5 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 97.00% | |
Scope Life Sciences GmbHAufgelöst | 10.96% |
Frohböse Laboratorien GmbHAufgelöst | 10.96% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
FGK Clinical Research GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht zum Jahresabschluss vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023A. Grundlagen des Unternehmens a. Geschäftsmodell des Unternehmens i. FGK Clinical Research GmbH Die FGK Clinical Research GmbH ("FGK") hat aktuell rund 196 Mitarbeiter und bietet umfangreiche Dienstleistungen im Bereich der klinischen Studien an. Dienstleister in diesem Bereich werden als Clinical Research Organization (CRO) bezeichnet. Weltweit werden Jährlich mehr als 30.000 Studien gestartet, die nach den verschiedenen Entwicklungsphasen (Phase I-IV, nichtinterventionell, "post marketing clinical followup"), Behandlung (z.B. Arzneimittel, Medizinprodukt, neuartige Therapien, Ernährungsergänzungsstoffe), Indikation und Länderauswahl unterschieden werden. Auftraggeber können Pharmafirmen, Biotechnologiefirmen, Medizinproduktehersteller oder auch Institute (z.B. Kliniken, Forschungseinrichtungen) sein. Die FGK hat sich auf die Zusammenarbeit mit Biotechnologiefirmen und Medizinprodukteherstellern spezialisiert, betreut mitunter aber auch Projekte von z.B. Pharmafirmen, ohne diese aber maßgeblich zu bewerben. Biotechnologiefirmen sind oft klein und benötigen spezielle Dienstleister wie die FGK, die sich auf deren Bedürfnissen eingestellt haben. Im Gegensatz zu großen Pharmafirmen haben Biotechnologiefirmen, und häufig auch Medizinproduktehersteller, nicht für Jedes Gebiet in der klinischen Entwicklung eine Abteilung oder einen Spezialisten. Daher brauchen diese Firmen eine CRO, die Beratung(en) anbietet, sich flexibel auf die Anfragen des Auftraggebers einstellen kann und diese Bedürfnisse schnell, zuverlässig und mit gleichbleibend hoher Qualität abarbeitet. ii. FGK Gruppe Die FGK Gruppe startete mit der Gründung der FGK im Jahre 2002. Nachfolgende Grafik zeigt die Entwicklung der Gruppen bis heute.
Die FKG Clinical Research Ltd, London, wurde Ende 2018 liquidiert. b. Ziele und Strategien Der CRO-Markt, in dem sich die FGK bewegt, kann in verschiedene Bereiche aufgeteilt werden. Hier sind zum einen die "Global Players" zu nennen, die weltweit tätig sind und aufgrund ihrer Größe meist globale Studien durchführen und dabei oft aufgrund bevorzugter Kooperationsvereinbarungen mit den großen Pharmafirmen vertraglich eng verbunden sind. Dazu gehören wenigstens die Top 10 im Markt, die weltweit viele tausend Mitarbeiter beschäftigen. Danach folgen die mittelgroßen CROs (ca. 800 - 5.000 Mitarbeiter, ca. Top 11-40 in der Welt), die in den letzten Jahren häufig durch Aufkäufe oder Zusammenschlüsse eine entsprechende Größe erreicht haben. Diese Gesellschaften sind in der Regel einem großen Wachstumsdruck durch Investoren ausgesetzt. Je nach Ausrichtung haben diese Firmen noch keine komplette globale Abdeckung, bieten aber ansonsten alle üblichen CRO-Leistungen in der Durchführung von klinischen Studien an. Die dritte Gruppe der CROs, zu der auch die FGK gehört, zeichnet sich durch eine Spezialisierung aus. Das kann ein regionaler Schwerpunkt, aber auch Teilleistungen aus dem umfangreichen CRO-Angebot sein (sogenannte ,,Functional Service Provider", die z.B. nur Statistik/Datenanalyse oder Spezialbereiche, die nicht jede CRO selbst aufgebaut hat, anbieten). Die FGK ist dabei gekennzeichnet durch die Kundenstruktur (siehe oben) und die Konzentration auf Europa, bietet ansonsten aber alle CRO-Leistungen an. i. Kundenanalyse und Identifizierung von künftigen Zielkunden Die Kunden der FGK sind im Wesentlichen Biotech- und Medizinproduktefirmen. Der Umsatz wurde in 2023 zu etwa 36% von amerikanischen Firmen, zu 57% aus Deutschland und zu 7% aus anderen Regionen (restliches Europa, andere Drittländer) generiert. Die Akquisition neuer Projekte steht auf drei Säulen
ii. Strategie für die kommenden Jahre FGK ist in den letzten Jahren im operativen Bereich stark gewachsen. Bereits im Jahr 2022 hat sich das Wachstum etwas abgeschwächt. Diese Abschwächung hat sich auch in 2023 fortgesetzt und hält auch in 2024 noch an. Eine Ausweitung der regionalen Präsenz wird abhängig von Gelegenheiten diskutiert und ggf. umgesetzt. So hat FGK Anfang 2024 eine kleinere CRO in Großbritannien erworben. Darüber hinaus sind die folgenden Punkte wichtig für die weitere Entwicklung der FGK:
c. Steuerungssysteme Das Risikomanagementsystem der FGK ist bei der Geschäftsleitung, den Senior Direktoren und den Direktoren angesiedelt. Wesentlicher Bestandteil des Risikomanagementsystems sind regelmäßige Treffen der Geschäftsleitung mit den Direktoren und Senior Direktoren der FGK, der Führungsebene des Unternehmens. Da die vorhandenen Senior Direktoren neben den Geschäftsführern zu den Gesellschaftern gehören, wird das Risikomanagement auch durch regelmäßig stattfindende Gesellschaftertreffen gestärkt. Das Risikoberichterstattungssystem umfasst die systematische Identifikation, Bewertung, Dokumentation und Kommunikation von Risiken. Dem Management soll ermöglicht werden, Risiken, die das Wachstum oder Fortbestehen der FGK gefährden könnten, bereits im Anfangsstadium zu identifizieren und diese so weit wie möglich in ihren Auswirkungen zu minimieren. B. Wirtschaftsbericht a. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen i. Gesamtwirtschaftliches Umfeld Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach Berechnung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3% niedriger als im Vorjahr. 1 Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld weiter ins Stocken. Die trotz der jJüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Bereichen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen in 2023 ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Konsumnachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 leider nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7% höher. 2 ii. Branchenentwicklung Viele Regionen der Welt versuchen in der klinischen Forschung einen höheren Marktanteil zu erlangen. Der asiatisch-pazifische Raum ebenso wie die die USA sind dabei in 2023 wieder enorm aktiv gewesen. Dabei ist der Anteil von Europa an den weltweiten klinischen Studien schon in den Jahren zuvor zurückgegangen. Der europäische Pharmaverband EFPIA kommt in einem Bericht vom 6. November 2023 zu dem Ergebnis: Der Anteil Europas an den weltweiten FuE-Investitionen wird bis 2040 voraussichtlich um ein Drittel zurückgehen (von 32% der weltweiten FuE-Ausgaben auf 21%). Im Jahr 2023 sank die private Biotech-Finanzierung im Vergleich zu 2022 um 43,2% und im Vergleich zu 2021 um 52,3% 3. Dies hat für viele Biotech- Unternehmen zu massiven Verzögerungen bei Anschlussfinanzierungen geführt, und sich insbesondere 2023 auf die Neuauftragslage bei CROs negativ ausgewirkt.
1 https://de.statista.com/
b. Geschäftsverlauf Die Umsätze des Berichtsjahres haben sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 23.463 auf TEUR 28.630 erhöht. Das gute Ergebnis des Vorjahres konnte noch mal leicht gesteigert werden. Die Neuaufträge sind gegenüber dem Vorjahr rückläufig. c. Ertragslage (Gewinn- und Verlustrechnung)
Das neutrale Ergebnis setzt sich wie folgt zusammen:
Die Ertragslage war im Geschäftsjahr 2023 noch mal besser als im Vorjahr. Das Jahresergebnis hat sich insgesamt um 4,4% (TEUR 138) erhöht. Diese Steigerung entfällt im Wesentlichen mit TEUR 1.257 auf ein deutlich besseres Betriebsergebnis, welches durch ein deutlich niedrigeres Beteiligungsergebnisses von TEUR 900 wieder etwas ausgeglichen wird. Der Umsatz konnte nochmals um 22,0% (TEUR 5.167) stark gesteigert werden. Der Materialaufwand ist deutlich (28,8%) gestiegen. Die Personalkosten sind moderater (11,9) gestiegen. d. Finanzlage (Kapitalflussrechnung)
Der Finanzmittelfonds umfasst den Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten. Die Finanzlage der FGK ist nach wie vor herausragend und hat sich im Berichtsjahr deutlich aufgrund von Zugängen aus dem Finanzanlagevermögen verbessert. Die Finanzierung des laufenden Geschäfts ist nach wie vor problemlos aus der vorhandenen Liquidität möglich. Ganzjährig konnten so sämtliche Verbindlichkeiten umgehend und - soweit möglich - mit Skonto gezahlt werden. e. Vermögenslage (Bilanz)
Die Aktiva der FGK haben sich im Berichtsjahr um 20,5% (TEUR 3.369) erhöht ist im Wesentlichen auf deutlich erhöhte Liquide Mittel zurückzuführen. Diese haben . Dies sich iIm Wesentlichen durch reduzierte Finanzanlagen und das Periodenergebnis gespeist. f. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren i. Eigenkapitalrendite Die Eigenkapitalrendite (Jahresüberschuss zum durchschnittlichen Eigenkapital) ist gegenüber dem Vorjahr (47,0%) aufgrund der höheren Eigenkapitalausstattung gesunken. Sie liegt für das Berichtsjahr mit 39,1% im oberen angestrebten Bereich. ii. EBITDA Das EBITDA hat sich im Berichtsjahr noch mal deutlich verbessert und beläuft sich auf TEUR 4.725 gegenüber TEUR 3.523 Iim Vorjahr. Das EBITDA hat sich über Erwarten positiv entwickelt und befindet sich damit in einem sehr erfreulichen Bereich. iii. Arbeitnehmerbelange Die Arbeitnehmer sind nach wie vor das wichtigste Asset von FGK. Im Berichtsjahr hat sich die Mitarbeiterzahl noch mal leicht erhöht. Das hängt primär mit dem Unternehmenswachstum zusammen. Wir konnten so mehreren Berufseinsteigern und erfahrenen Arbeitnehmern einen neuen Arbeitsplatz in München und in Berlin anbieten. Die extrem geringe Fluktuationsrate trägt zudem dazu bei, dass wir die vorhandenen Erfahrungen gut weitergeben konnten und somit auch bei gesteigerter Mitarbeiterzahl qualitativ hochwertige Dienstleistungen anbieten können. Weiterhin ist es uns im Jahr 2023 auch wieder gelungen, viele Mitarbeiter weiterzuentwickeln und Ihnen unternehmensinterne Aufstiegschancen zu ermöglichen. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht a. Prognose Die deutsche Wirtschaft befindet sich zu Beginn des dritten Quartals 2024 weiterhin in einer Stagnation. Rückläufige Auftragsbestände und eine tendenziell weiter schwache Auftragslage dämpfen die exportorientierte Industrie. Auch bei den konsumnahen Dienstleistungsbereichen Handel, Verkehr, Gastgewerbe wird die Lage weiter ungünstig beurteilt. Trotz der rückläufigen Inflation und der deutlich gestiegenen Kaufkraft im Zuge der höheren Reallöhne hat sich die Stimmung bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern eingetrübt. Eine konjunkturelle Erholung dürfte wohl erst gegen Jahresende eintreten. 4 Zu Beginn des dritten Quartals ist die Produktion wieder gesunken, während die Auftragseingänge zum zweiten Mal in Folge expandierten. Die Produktion im Produzierenden Gewerbe wurde im Juli preis-, kalender- und saisonbereinigt um 2,4% gegenüber dem Vormonat gedrosselt. Im aussagekräftigeren Dreimonatsvergleich lag sie damit um 2,7% Im Minus. Auch wenn die Auftragseingänge zu Beginn des dritten Quartals im Plus lagen, ging die Bestelltätigkeit ohne die stark schwankenden Großaufträge um 0,4% gegenüber dem Vormonat zurück. 5 Die Inflationsrate lag im August 2024 mit +1,9% erstmals seit März 2021 wieder unter der Zielmarke von 2,0 %. Zwar hat sich der Preisdruck bei Nahrungsmitteln mit 1,5% leicht erhöht, aber er war weiterhin unterdurchschnittlich. Gleichzeitig haben sich die preisdämpfenden Effekte durch billigere Energie spürbar verstärkt. So gingen die Energiepreise im Vorjahresvergleich um 5,1% zurück. Überdurchschnittlich war indes weiterhin der Preisauftrieb bei Dienstleistungen mit +3,9%. Insgesamt dürften die inflationsdämpfenden Faktoren im weiteren Jahresverlauf bestehen bleiben. 6 Besorgniserregend ist die seit Monaten steigende Zahl der Unternehmensinsolvenzen. Im 1. Halbjahr 2024 registrierte Creditreform 11.000 Unternehmensinsolvenzen. Das ist ein Anstieg um fast 30% gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum (8.470 Fälle) und markiert den höchsten Stand seit fast zehn Jahren.
4
https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/Wirtschaftliche-Lage/2024/20240913-die-wirtschaftliche-
lage-in-deutschland-im-september-2024.html
Prominente Großinsolvenzen der letzten Monate waren GALERIA Karstadt Kaufhof und FTI-Touristik. "Wir sehen, dass nicht die reine Anzahl an Insolvenzfällen entscheidend ist. Die Auswirkungen einer Unternehmenspleite sind deutlich größer als beispielsweise zu Zeiten der Weltfinanzkrise 2009. 7 Die Wirtschaft im Euro-Raum zeigt sich am aktuellen Rand zwar noch schwach, eine Belebung der Konjunktur dürfte jedoch anstehen. Steigende Reallöhne und der Aufschwung der Weltkonjunktur dürften die Nachfrage stärken. Mit einem kräftigeren Wachstum ist jedoch erst im Jahr 2025 zu rechnen. Das BIP-Wachstum im Euro- Raum wird in den Jahren 2024 und 2025 voraussichtlich 0,8% bzw. 1,5% betragen. Die Inflation dürfte bei 2,4% bzw. 2,1% liegen. Die geldpolitische Straffung zeigt ihre Wirkung, und es dürfte im Verlauf des Jahres 2024 zu weiteren Zinssenkungen kommen. Die Finanzierungsbedingungen für Unternehmen dürften sich damit verbessern. 8 b. Branchenentwicklung Der weltweite Markt für klinische Studien wurde im Jahr 2023 auf 57,76 Milliarden US-Dollar geschätzt und wird voraussichtlich von 61,58 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024 auf 106,78 Milliarden US-Dollar ım Jahr 2032 wachsen, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 7,1% im Prognosezeitraum (2024-2032) entspricht. Klinische Studien sind ein wichtiger Prozess bei der Entwicklung neuer Therapeutika oder Medizinprodukte. Diese Studien werden durchgeführt, um neuartige Arzneimittel, medizinische Geräte oder andere Therapeutika zu analysieren. Diese Studien liefern eine wissenschaftliche Grundlage für die Anleitung und Behandlung von Patienten und die Bewertung neuartiger Medikamente und Geräte. Die zunehmende Forschung und Entwicklung von Pharma- und Biotechnologieunternehmen auf der ganzen Welt haben die Zahl der weltweit durchgeführten klinischen Studien erhöht. 9
7
https://www.creditreform.de/aktuelles-wissen/pressemeldungen-fachbeitraege/news-details/show/insolvenzen-in-
deutschland-1-halbjahr-2024
Die Entwicklung der Anzahl registrierter Studien (Stand: 27. September 2024) wurde von "clinicaltrials.gov" zur Verfügung gestellt und zeigt deutlich die positive Marktentwicklung.
Auf der anderen Seite haben Contract Research Organizationen zunehmend Schwierigkeiten bei der Gewinnung und Bindung äußerst kompetenter Experten, da sie sowohl qualifizierte als auch erfahrene Wissenschaftler aus den Bereichen Pharmazie, Biotechnologie, akademische Institute und Forschungsinstitute sowie Unternehmen für medizinische Geräte benötigen. Diese begrenzte Verfügbarkeit erfahrener Spezialisten könnte die Einführung fortschrittlicher Technologien und Prozesse einschränken und das Marktwachstum in den kommenden Jahren begrenzen. 10 Daneben hemmt die zunehmende Bürokratie, der Datenschutz und die schwierige Probandenrekrutierung die Durchführung von klinischen Studien in Deutschland. Spielte Deutschland bis 2015 als Standort klinischer Studien noch weltweit in der Spitzenliga und hielt in Europa knapp vor UK Platz eins, sind die Zahlen der durchgeführten klinischen Studien seit Jahren rückläufig. Dabei hat Deutschland beste Voraussetzungen, international Spitze zu sein: als größte Volkswirtschaft Europas ist die Bundesrepublik ein interessanter Markt. Die Qualität der Universitätskliniken, ihrer Forscher und Ärzte gelten als gut. 11 Im Laufe des Jahres 2024 konnten weitere neue Aufträge gewonnen werden, die für eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung sorgen. Unter Berücksichtigung des bisherigen Geschäftsverlaufs geht die Geschäftsleitung der FGK-CRO für das Geschäftsjahr 2024 jedoch von einem Umsatzrückgang auf ca. 25,0 Mio. EUR aus. Bedingt durch nochmals etwas höhere Personalaufwendungen erwarten wir ein geringfügig niedrigeres EBITDA und auch ein reduziertes Ordentliches Betriebsergebnis. Darüber hinaus gehen wir davon aus, dass wir eine Eigenkapitalrendite zwischen 25% und 35% realisieren werden.
10 ebenda
c. Chancen Auf dem CRO-Markt wird weltweit weiterhin ein stabiles Wachstum mindestens im mittleren einstelligen Prozentbereich prognostiziert. Primäre Wachstumstreiber sind kontinuierlich steigende Forschungs- und Entwicklungsausgaben der Pharma-, Biotechnologie- und Medizintechnik-Unternehmen unter Forcierung der Auslagerung vieler Aktivitäten in diesem Bereich zu Gunsten von CROs. Insbesondere nimmt die Größe, aber auch die Komplexität der Studien zu, was auch eine erhöhte Anforderung an die Verfügbarkeit und Flexibilität der CROs und an die Qualifikation der dortigen Mitarbeiter stellt. i. Gesetzliche und politische Chancen Die Gesundheitssysteme aller westlichen Industrieländer sehen sich mit den gleichen Herausforderungen, in Verbindung mit einer zunehmend älteren Bevölkerung und steigenden Behandlungskosten konfrontiert. Dies zwingt die Pharmaindustrie zu weiteren Forschungen, aber auch zu politisch bedingten Kosteneinsparungen. Das bedeutet, dass die Nachfrage nach klinischen Prüfungen weltweit ein zukunftsträchtiger Markt ist. Auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen erfordern immer spezielleres Wissen, um pharmazeutische Produkte gemäß den Anforderungen auf den Markt bringen zu können. Dieses spezielle Wissen und die nötige Kompetenz werden auch durch die gesetzlichen Vorgaben immer ein wichtiger Bestandteil der Medikamentenentwicklung sein und können effizient und kostenoptimiert durch die Gesellschaft und deren Mitarbeiter angeboten werden. Eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für klinische Studien in Deutschland wird das Medizinforschungsgesetz (MFG) bringen, das auf Basis einer nationalen Pharmastrategie der Bundesregierung im Jahr 2023 auf den Weg gebracht wurde und 2024 in Kraft treten soll. ii. Gesamtdarstellung der Chancen FGK ist hervorragend aufgestellt, um auch zukünftig erfolgreich zu arbeiten. Zwar stagniert der Markt in Europa aktuell aufgrund der schwierigen europäischen und weltwirtschaftlichen Bedingungen. Die Gesellschaft sieht sich in der Lage, die erhöhten Anforderungen der Kunden zu erfüllen und somit die gegebenen Chancen zu realisieren. Neben dem immer noch bestehenden wirtschaftlichen Auswirkungen des Ukraine- Krieges verstärken sich aktuell die Feindseligkeiten im Nahen Osten massiv. Außerdem setzen die durch die Clinical Trial Regulation vorhandene Unsicherheit den Markt in Europa deutlich unter Druck. d. Risiken Als international tätiges Unternehmen ist die FGK einer Vielzahl unterschiedlicher Risiken ausgesetzt. Die Gesellschaft ist sich der Notwendigkeit bewusst, Risiken einzugehen, die es dem Unternehmen auch ermöglichen, sich bietende Chancen zu nutzen. Das bewusste Eingehen von kalkulierbaren Risiken ist im Rahmen unserer Risikostrategie ein unumgänglicher Bestandteil des Geschäfts. Risiken, die den Bestand der Gesellschaft gefährden, dürfen nicht eingegangen werden und müssen im Rahmen des Risikomanagements ausgeschlossen werden. Sofern dies nicht möglich ist, müssen solche kritischen Risiken minimiert oder transferiert werden, beispielsweise durch das Abschließen geeigneter Versicherungen bzw. Verträge. Gesteuert und überwacht werden die Risiken auf Ebene der einzelnen Gesellschaften und der Unternehmensbereiche; entsprechende Berichtswege und Prozesse sind eingerichtet. Unter Risiken verstehen wir mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu negativen Auswirkungen auf die Finanzzahlen insgesamt und die Ergebnisprognose der Gesellschaft führen können. Die Einschätzung der identifizierten Risiken erfolgt im Wesentlichen kurzfristig, für ein Jahr im Voraus und darüber hinaus auch mittel- und langfristig. i. Strategische Risiken Unter strategischen Risiken verstehen wir Risiken, die infolge einer unzureichenden Ausrichtung des Unternehmens auf das jeweilige Geschäftsumfeld die Ergebniserreichung gefährden könnten. Strategische Risiken können somit aus einem inadäquaten strategischen Entscheidungsprozess, aus unvorhersehbaren Marktentwicklungen oder aus einer mangelhaften Umsetzung der gewählten Unternehmensstrategie resultieren. Bei FGK wird die strategische Ausrichtung der Firma auf Geschäftsführungsebene festgelegt und regelmäßigen Kontrollen unterzogen. Im Bereich der CRO-Industrie ist ein erheblicher Preis- sowie Zeitdruck zu beobachten. Die klinischen Studien werden immer aufwendiger und sollen dennoch ohne weitere Kostensteigerungen zeitnah durchgeführt werden. Im Berichtsjahr und im weiteren Verlauf des Jahres 2024 ist FGK operativ langsamer gewachsen. Es ist nicht auszuschließen, dass bei den aktuellen Entwicklungen im laufenden Berichtsjahr und im Folgejahr kein oder nur ein geringes Wachstum erzielt werden kann. Dennoch gehen wir davon aus, unsere starke Position ım Markt weiter festigen zu können und aus der aktuellen schwierigen Marktsituation gestärkt hervorzugehen. Der zukünftige Erfolg der FGK wird teilweise von der Fähigkeit abhängen, auf sich ändernde Kunden- und Marktanforderungen schnell zu reagieren und den Ressourceneinsatz im Rahmen der Erbringung der Dienstleistungen zu optimieren, ohne gesetzliche oder regulatorische Anforderungen außer Acht zu lassen. Darüber hinaus wird es immer wichtiger, neue digitale Lösungen zu evaluieren und für geeignete Projekte entsprechend einzusetzen. Daneben ist die Qualität der Dienstleistungen ın den Vordergrund zu stellen, um nachhaltige Kundenbeziehungen aufbauen und pflegen zu können. ii. Liquiditäts- und Refinanzierungsrisiken Neben einer soliden Eigenkapitalausstattung, die sich FGK in den letzten Jahren aufgebaut hat, finanziert sich FGK auch durch Anzahlungen der Kunden. Eine Finanzierung durch Banken ist nicht notwendig und wurde bisher nicht in Anspruch genommen. Kurzfristige Liquiditätsspitzen können problemlos aus dem vorhandenen Eigenkapital gedeckt werden. Zur Überwachung und Steuerung des kurzfristigen Liquiditätsrisikos wird von der Finanz-Abteilung ein Liquiditätsplan auf rollierender Basis erstellt. Weitere finanzielle Risiken beziehen sich auf das Risiko von Forderungsausfällen. Die Vertragsstrukturen sehen aufgrund der in der Regel längeren Vertragslaufzeiten Anzahlungen und Abschlagszahlungen vor. Die Branche, für die die Gesellschaft tätig ist, zeichnet sich durch ein relativ geringes Zahlungsausfall-Risiko aus, was zusätzlich durch die regelmäßige Vorabfinanzierung durch die Auftraggeber minimiert wird. Ausfallrisiken bei Forderungen werden durch ausreichende Wertberichtigungen auf den Forderungsbestand sowie durch ein effektives Forderungsmanagement abgedeckt. iii. Währungsrisiken Die internationale Ausrichtung der FGK hat zur Folge, dass Zahlungsein- und -ausgänge in unterschiedlichen Währungen erfolgen. Bisher ist es FGK jedoch gelungen, mehr als. 95% der Verträge in Euro abzuschließen. Weiterhin wird ein Kursrisiko, wenn vorhanden, regelmäßig durch vertragliche Vereinbarungen reduziert. Sollte das nicht möglich sein, wird bei größeren Fremdwährungsprojekten regelmäßig der Abschluss von Kurssicherungsgeschäften geprüft. iv. Risiken aus Recht und Politik Die Geschäftstätigkeit von FGK ist einer starken Beeinflussung der regulatorischen Ausgestaltung des öffentlichen Gesundheitswesens in den einzelnen nationalen Märkten und den dadurch geprägten Marktstrukturen ausgesetzt. Die regulatorische Ausgestaltung des europäischen Gesund-heitswesens, welches der derzeitige Hauptmarkt der Gesellschaft ist, beruht auf Vorschriften wie zum Beispiel Gesetzen und Richtlinien, die vom jeweiligen Staat erlassen werden, und/oder auf supranationalen Strukturen, wobei diese im Wesentlichen von der Europäischen Union erlassen und/oder durch Gerichtsentscheidungen aufgehoben oder modifiziert werden. Insbesondere sieht sich die Gesellschaft dem Risiko ausgesetzt, dass Änderungen bestehender oder eine Verabschiedung neuer Vorschriften auf nationaler oder supranationaler Ebene zu einer nachteiligen Beeinflussung der für FGK relevanten Marktgegebenheiten führen und sich somit nachteilig auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft auswirken können. Am 31. Januar 2022 ist die Clinical Trials Regulation in Kraft getretenen. Deren Auswirkungen sind leider zunehmend spürbar. Die Einführung und die damit verbundenen veränderten Genehmigungsprozesse haben zu viel Unsicherheit bei Auftraggebern geführt und hatten leider die Verlagerung von klinischen Studien in außereuropäische Bereiche zur Folge. Durch die Verordnung sollte der Europäische Wirtschaftsraum wieder an Attraktivität für die klinische Forschung gewinnen und die Zahl der durchzuführenden klinischen Studien steigen. Leider hat sich das Ziel bisher nicht erfüllt. Von vielen EU-Akteuren im klinischen Studienbereich wird aber viel Druck auf Politik und European Medicines Agency (EMA) aufgebaut, um eine Verbesserung zu erwirken. Dies lässt hoffen, dass dies nur eine temporäre Einbuße der Attraktivität der klinischen Forschung im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) war. Aber auch die Entwicklung auf dem britischen Markt muss beachtet werden, die viele Anstrengungen unternehmen, um klinische Studien auf der britischen Insel zu vereinfachen. Darüber hinaus kämpfen wir auch in Deutschland mit zunehmender Bürokratie und erschwerenden Rahmenbedingungen für unsere Branche. Aktuell wird in Deutschland das Entbürokratisierungsgesetz im Gesundheitswesen diskutiert, was Abhilfe schaffen soll und die Durchführung von klinischen Studien durch eine Reduzierung der Bürokratie (z.B. bei Vertragsgestaltungen mit öffentlichen oder privaten Krankenhäusern) erleichtern soll. Des Weiteren sieht sich die Gesellschaft aufgrund der internationalen Aktivitäten weiteren Risiken ausgesetzt. Aus der allgemeinen politischen Lage einzelner Länder, dem Aufeinandertreffen unterschiedlicher Steuersysteme sowie gesetzlichen Vorschriften aus den Bereichen Wettbewerb und Arbeitsrecht können sich Risiken unterschiedlichster Art ergeben. . v. Personalrisiken Hierbei handelt es sich insbesondere um Risiken aus der Konzentration von unternehmensrelevantem Know-How auf einzelne Personen sowie Mitarbeiter-fluktuation, Personalüber- und -unterbesetzung, schlechtem Arbeitsklima bzw. -bedingungen etc. Der wirtschaftliche Erfolg der Gesellschaft ist in einem hohen Maß mit der Leistung und strategischen Führung der bisherigen sowie gegenwärtigen Geschäftsführung und der Mitarbeiter in Schlüsselpositionen verbunden. Es ist nicht auszuschließen, dass sich im Falle eines Ausfalls einzelner Personen aus dem Kreis der Schlüsselpositionsinhaber dieser Umstand nachteilig auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft und somit auch auf die Finanz- und Ertragslage auswirkt. Die Prozesse des Unternehmens sind Jedoch In zahlreichen SOP's (Standard Operating Procedures) niedergelegt, sodass das Risiko von Know-How-Verlust durch den Ausfall von Mitarbeitern in Schlüssel-positionen kalkulierbar ist. Die Gesellschaft sieht die Leistungen der Mitarbeiter als essentiell für den Erhalt und die Entwicklung der Gesellschaft an. Insofern steht FGK mit anderen Unternehmen iım Wettbewerb um die Rekrutierung hoch qualifizierter Fach- und Führungskräfte. Darum bietet die Gesellschaft ein attraktives Vergütungssystem sowie individuell abgestimmte Qualifizierungsangebote an, um Mitarbeiter zu gewinnen und langfristig zu binden. Mit einer Akademikerquote von ca. 90% und einer jährlichen Personalfluktuation im Mittel der letzten 5 Jahre von deutlich unter 5% steht FGK im Vergleich zu Mitbewerbern hervorragend da. Das CRO-Geschäft ist sehr stark personenbezogen. Daher ist es für den Erfolg sehr wichtig, feste, langfristige Ansprechpartner und über Jahre gewachsenes Know-How für unsere Kunden bereit zu halten. Dies erleichtert einerseits die Projektdurchführung, erzeugt aber vor allem eine Kundenzufriedenheit und Kundenbindung, und spart, insbesondere durch geringe Einarbeitungszeiten, langfristig Kosten. Auch hier kann die FGK gegenüber Mitbewerbern klare Vorteile ausspielen. vi. Projektrisiken Unter Projektrisiken verstehen wir Risiken aus Nichteinhaltung von vereinbarten Zeitvorgaben und fehlenden bzw. unzureichenden Personalressourcen. Die Gesellschaft erzielt ihre Umsätze im Projektgeschäft und es können zwischen Auftragserteilung und der Auftragsabrechnung längere Zeiträume liegen. Innerhalb dieser Zeiträume trägt die Gesellschaft insbesondere das Bonitätsrisiko ihrer Kunden. Im Rahmen des Projektgeschäfts besteht darüber hinaus das Risiko, kontinuierlich auf die Gewinnung neuer Aufträge/Projekte angewiesen zu sein, um das Umsatzniveau zu halten beziehungsweise Wachstum generieren zu können. Die Gesellschaft ist daher bestrebt, langfristige Geschäftsbeziehungen mit ihren Kunden zu pflegen. Ebenfalls können Risiken durch eine unzureichende Beobachtung des Marktes entstehen, aus der sich eine ungenügende Anzahl an Angeboten und Aufträgen für die Gesellschaft ergibt. Im Falle ausbleibender Neugeschäfte sowie der Beendigung laufender Projekte könnten der Gesellschaft Umsatzeinbußen entstehen, was negative Auswirkungen auf die Ertragslage der Gesellschaft zur Folge hätte. vii. Spezialrisiken durch den Überfall Russlands auf die Ukraine Der Iim Jahr 2014 beginnende militärische Konflikt zwischen Russland und der Ukraine hat im Februar 2022 eine erneute Eskalation erfahren. 2014 hat Russland zunächst die Halbinsel Krim annektiert, um im Nachgang auch den Osten der Ukraine (Oblasten Donezk und Luhansk) zu destabilisieren. Am 24. Februar 2022 hat Russland dann den lange nicht für möglich gehaltenen Schritt vollzogen und die Ukraine mit einer groß angelegten Mehrfrontenagression angegriffen. Seit diesem Tag befinden sich beide Länder im Krieg, auch wenn Russland den Angriff noch immer als eine "Spezialoperation" bezeichnet. Als Reaktion auf diesen widerrechtlichen Angriffskrieg haben die USA, die EU und einige weitere "westlichen Länder" in mehreren Schritten umfangreiche Sanktionen gegen Russland und die handelnden Personen verhängt. Dies Sanktionen wirken sich massiv auf die (Handels)Beziehungen und auf die gesamten wirtschaftlichen Verflechtungen aus. Dies führte dazu, dass einzelne Kunden Studien zurückgestellt oder abgebrochen haben, weil die Finanzierung aufgrund der nicht mehr zu realisierenden Umsätze in Russland und der Ukraine nicht mehr sichergestellt war. viii. Spezialrisiken durch den Nahostkonflikt Der Überfall der Hamas-Kämpfer aus dem Gazastreifen am 07. Oktober 2023 bei dem über eintausend Menschen getötet und zahlreiche Geiseln verschleppt wurden, war der Auftakt für den wieder aufflammenden offen Konflikt im Nahen Osten. Über die letzten Monate hat sich dieser Konflikt auch aufgrund des harten Durchgreifens des israelischen Militärs weiter ausgebreitet. Aktuell befindet sich Israel nicht nur mit der Hamas im Gaza-Streifen und Westjordanland im Konflikt, diese hat sich inzwischen auch auf den Libanon, Jemen und Iran ausgeweitet. Eine weitere Eskalation und deren Auswirkungen auf die wirtschaftliche und politische Stabilität ist nicht auszuschließen. Dies kann letztendlich indirekt die Geschäftsentwicklung der FGK beeinflussen. ix. Gesamtdarstellung der Risiken Nach Würdigung der derzeit vorliegenden Risikoeinschätzungen ist der Fortbestand der FGK nicht gefährdet. D. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen insbes. Wertpapiere, Forderungen und Guthaben bei Kreditinstituten. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken Jeglicher Art. Die Unternehmensleitung verfolgt eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird für jedes wesentliche Handelsgeschäft ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung wird stets die Bonität der Kunden abgefragt, sofern der Zahlungsplan nicht ausreichende An- oder Vorauszahlungen vorsieht. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein entsprechendes Debitorenmanagement und ein effektives Mahnwesen. E. Sonstige Angaben a. Neue Tochtergesellschaft UK Zu Beginn des Jahres 2024 hat die FGK die Anteile an der Clinicology Ltd. UK vollständig übernommen. Bei der Clinicology Ltd. handelt es sich um eine kleinere CRO mit der FGK schon seit geraumer Zeit geschäftlich verbunden war. Mit dem Standort südlich von London (Guildford) hat FGK eine erste Tochtergesellschaft außerhalb der Europäischen Union. b. Organisatorische und prozessbezogene Verbesserungen Durch ein kontinuierliches Anwachsen der Mitarbeiterzahl bei der FGK, einem Ausbau der Business-Development-Aktivitäten sowie der Hinzunahme von Subunternehmern können zukünftig größere Studien mit internationalerem Bezug durchgeführt und somit Studien mit größerem Umsatzvolumen akquiriert werden. Die Schnittstellen zu den Bereichen Projektmanagement und Rechnungswesen werden weiter optimiert und werden in Zukunft für Effizienzsteigerungen sorgen. Das Ziel einer moderaten Steigerung des Marktanteils wird in den nächsten Jahren sukzessive erreicht werden. Neben der Durchführung von ca. 40-50 klinischen Studien der Phase I - IV pro Jahr in über 15 Ländern kann die Gesellschaft auf ihre mehr als 20-jährige Erfahrung auf dem CRO-Markt zurückgreifen und sich dadurch gut im Wettbewerb behaupten.
München, den 25. Oktober 2024 Martin
Krauß
Dr.
med. Edgar Fenzl
Bilanz für OffenlegungszweckeAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für Offenlegungszwecke
Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDer Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der 88 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit in der Darstellung wurden bestimmte Angaben und Vermerke nicht in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern in den nachfolgenden Erläuterungen gemacht. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde unverändert zum Vorjahr das Gesamtkostenverfahren gewählt. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde von den größenabhängigen Erleichterungen nach 8 267 Abs. 2 i.V.m. 8 288 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht.
Angaben zu Bilanzierungs- und BewertungsmethodenBilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Die Einbauten und Büroeinrichtungen wurden teilweise geometrisch-degressiv abgeschrieben. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden zu historischen Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des gemilderten Niederstwertprinzips bewertet. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag niedrigere beizulegende Wert angesetzt. Die Vorräte (unfertige Leistungen) wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern der am Bilanzstichtag beizulegende Wert niedriger war, wurde dieser angesetzt. Soweit zulässig wurden die darauf entfallenden Anzahlungen saldiert ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu ihren Anschaffungskosten angesetzt und wurden unter Berücksichtigung aller erkennbarer Risiken bewertet. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Die liquiden Mittel wurden zum Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB unter Verwendung der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungsätze abgezinst. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in EUR Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in EUR umgerechnet werden. Die Umrechnung der Geschäftsvorfälle in fremder Währung erfolgte während des Geschäftsjahres mit tagesaktuellen Devisenkursen. Zum Bilanzstichtag werden Vermögensgegenstände und Schulden mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Angaben zur BilanzAnlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens gemäß § 284 Abs. 3 HBG ist im Anlagespiegel in einer Anlage zum Anhang dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt EUR 128.606,48 (Vorjahr: EUR 128.606,48). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus dem normalen Liefer- und Leistungsverkehr. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert und innerhalb eines Jahres fällig. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten solche aus Steuern in Höhe von EUR 290.003,12 (Vorjahr: EUR 475.759,87) und solche im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 2.034,28). Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von EUR 4.432.441,23 sonstige finanzielle Verpflichtungen aus wesentlichen Miet- und Leasingverträgen sowie unwiderruflichen Darlehenszusagen. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungAufwendungen und Erträge aus der Währungsumrechnung Die in den saqstigen betrieblichen Erträgen enthaltenen Erträge aus der Währungsumrechnung betragen EUR 4.459'79 (Vorjahr: EUR 40.350,90). Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen EUR 28.788,65 (Vorjahr: EUR 16.878,53) und sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Aufwendungen für Altersversorgung Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 92.503,21 (Vorjahr: EUR 57.564,64) enthalten. Erträge aus Beteiligungen Die Erträge aus Beteiligungen aus verbundenen Unternehmen betragen EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 900.000,00). Erträge aus anderen Wertpapieren und aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens Die aus verbundenen Unternehmen resultierenden Erträge betragen EUR 8.560,79 (Vorjahr: EUR 6.031,42). Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 und 6 HGB Die außerplanmäßigen Abschreibungen auf den am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert bei Finanzanlagen betragen EUR 68.900,89 (Vorjahr: EUR 254.005,64) Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Im Durchschnitt waren während des Geschaftsjahres 190 Arbeitnehmer beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:
Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, eine Dividende in Höhe von EUR 1.000.000,00 zu beschließen und den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. Unterschrift der Geschäftsführung
München, 25. Oktober 2024 Martin
Krauß
Dr.
med. Edgar J. Fenzl
Anlagenspiegel für Offenlegungszwecke
In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung) wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die FGK Clinical Research GmbH München Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der FGK Clinical Research GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der dort dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FGK Clinical Research GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz I erster Halbsatz HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom lnstitut der Wirtschaftsprüfer (lDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichls" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Ubereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Überernstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Autrassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Ubereinstimmung mit den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der von Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 25. Oktober 2024 TREUHAND
UNION GMBH
Mayerhanser-Marx
Schmid
Festgestellt: Der Jahresabschluss wurde am 11. November 2024 festgestellt. |
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