Sem Immobilien Geschäftsführungs-GmbH
Selbe AdresseVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 40.00% | |
| 20.00% |
| Name | Anteil |
|---|---|
BAUSEM GmbHEigenbeteiligung | 40.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
2 von 3 Anteilseignern sichtbar
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BAUSEM GmbHTannJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtGegenstand des Unternehmens Die BAUSEM GmbH wurde 1977 gegründet und hat ihren Sitz in Zimmern, Gemeinde Tann. Weitere Standorte bestehen nicht. Im Geschäftsjahr 2023 hat sich die rechtliche Unternehmensstruktur nicht verändert. Eine Anpassung hinsichtlich der Geschäftsanteile, wurde folgernd, aus der Umstrukturierung noch vorgenommen. Ein Teil der Anteile, ging an eine Besitzgesellschaft, an der - neben den bisherigen Gesellschaftern neue Gesellschafter nun indirekt beteiligt sind. Die Geschäftstätigkeit der BAUSEM GmbH umfasst den Hoch-, Tief-, Kanal-, Brunnen- und Heizungsbau sowie Solartechnik. Außerdem, neu dazugekommen ist das Land- und Baumaschinenmechatronikerhandwerk. Die Gewerbeummeldung, wurde aufgrund Gesetzesänderung durchgeführt und dient dazu, die bereits bestehende betriebseigene Werkstatt so weiterzuführen, wie bisher. Die internen Abteilungen werden gegliedert in Hochbau, Tiefbau und Sanitär, mit je einem Abteilungsleiter. Wir sind hauptsächlich im bayerischen Raum und geringfügig im EU-Ausland tätig. Dabei werden die Bauprojekte überwiegend mit dem eigenen, umfassend qualifizierten Personal ausgeführt, in besonderen Fällen auch mit ausgesuchten Nachunternehmern. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Baubranche 2023 Mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 begann die Trendwende in der bis dato florierenden deutschen Baukonjunktur. Den enormen Anstieg der Energiepreise, Sanktionen gegen Russland und Produktionsausfälle in der Ukraine hätte die deutsche Bauwirtschaft vielleicht - wie vorher die Coronakrise - meistern können; gleichzeitig sind jedoch die stabilen politischen Rahmenbedingungen weggefallen, die den Bauboom jahrelang gestützt haben: • Das sprunghafte Anziehen der Bauzinsen ab April 2022 von 1% auf 4%, • eine hohe Inflation und damit steigende Lebenshaltungskosten, die den Spielraum der Verbraucher und Bauherren deutlich einengen, • unaufhaltsam steigende Material- und Energiepreise, getriggert durch das politische Vorantreiben der Klimawende, • sich ständig ändernde Förderrichtlinien im Gebäudebereich, Stopps gerade erst neuaufgelegter Fördermittel und der fast vollständige Wegfall der Neubauförderung sowie • die Unsicherheiten bei der Budgetierung der Haushaltsmittel, dies alles hat dem Hochbau, insbesondere dem Wohnungsbau, im wahrsten Sinne des Wortes den Boden unter den Füßen weggezogen. Denn unsichere oder sich ständig ändernde politische Rahmenbedingungen verhindern Bauprojekte, weil im Bau die Projekte über Jahre geplant und umgesetzt und über Jahrzehnte finanziert werden. Die Bauwirtschaft startete mit einem Auftragsbestand von 68,3 Mrd. € in das Jahr 2023 (nominal +6 %, real -9 %). Wie von den Spitzenverbänden der Bauwirtschaft prognostiziert, hat die ungünstige Mischung bei den Rahmenbedingungen 2023 zu einem Nachfrageeinbruch nach Bauleistungen geführt: Der Umsatz ist real um 5,3 % gesunken. Verantwortlich für diesen Umsatzrückgang ist vor allem der Wohnungsbau, der 2023 real um 12 % eingebrochen ist. Der Wirtschaftsbau und der öffentliche Bau trugen jeweils "nur" mit real -1% zu dieser krisenhaften Entwicklung bei. Der deutliche Nachfrageeinbruch im Wohnungsbau und die daraus resultierende Unterauslastung der Kapazitäten bleiben für die Beschäftigung nicht ohne Folgen: Nach einem Jahrzehnt des Beschäftigungsaufbaus von plus 220.000 Beschäftigten auf 926.700 (2022), konnten die Betriebe die Beschäftigtenzahl 2023 gerade einmal konstant halten (927.700); trotz der geringen Nachfrage bemühen sich die Unternehmen, ihr Personal zu halten. Die Einkaufspreise für Baumaterial verharren weiterhin auf historisch hohem Niveau: Vergleicht man die Jahresmittelwerte der Erzeugerpreisindizes von 2020 mit den laufenden Mittelwerten von 2023, so liegen beispielsweise die Indizes bei Mineralölerzeugnissen per September 2023 um ca. 60% über dem Jahresdurchschnitt von 2020 und bei Bitumen um fast 75%. Dämmstoffe aus Styrol liegen um gut 45% über der Basis von 2020, Betonstahl ebenfalls. Zement, ein energieintensiv hergestellter Baustoff, hat um über 60% zugelegt. Auch die Indizes für Holzprodukte liegen um gut ein Drittel über dem Niveau von 2020. Diese Entwicklung hält auch die Preise für Bauleistungen auf hohem Niveau. Betroffen sind alle Bausparten. Inzwischen hat die Preisdynamik für Bauleistungen allerdings erkennbar nachgelassen: Für 2023 lag die Preisentwicklung für Bauleistungen bei etwa +7% (nach +16% in 2022), der Umsatz betrug 162,5 Mrd. € (real -5,3%; nominal +1,3%). In den einzelnen Sparten zeichnete sich folgende Entwicklung ab: Im Wohnungsbau wurden 2023 für 260.000 Wohneinheiten Baugenehmigungen erteilt. Damit wurden etwa 100.000 WE weniger genehmigt als im Vorjahr (-27 %; Mehrfamilienhäuser etwa -48.000 WE, somit -25 %; Ein- und Zweifamilienhäuser -44.000 WE, somit -41 %). Die Auftragsbestände sind 2023 real um fast 20% zurückgegangen; die Auftragspolster der Unternehmen damit weitgehend aufgebraucht. Die Bauverbände gehen davon aus, dass 2023 etwa 271.000 WE fertiggestellt worden sind (Vorjahr: 295.300 WE). Der Umsatz im Wohnungsbau betrug bei 58 Mrd. Euro (nominal -6%, real -12%). Im Wirtschaftsbau ist die Entwicklung zweigeteilt: Im Wirtschaftshochbau schlägt sich die konjunkturelle Stagnation in Deutschland erkennbar nieder. Zinsen und Energiepreise bremsen die Investitionsneigung der Unternehmen. Für Baumaßnahmen in und an Wirtschaftsbauten fehlen Genehmigungen über insgesamt ca. 3 Mrd. Euro (nominal -10% gg. Vorjahr). Die Auftragseingänge lagen 2023 im Wirtschaftshochbau im Minus, die Auftragsbestände sind gegenüber dem Vorjahr geschmolzen. Anders der Wirtschaftstiefbau: Hier hat es im gesamten Jahr 2023 deutliche Investitionsimpulse gegeben. Projekte der Mobilitätswende und auch der Energiewende sind an den Markt gegangen, Großprojekte im Öffentlichen Nahverkehr, aber auch für den Stromtrassenausbau beauftragt worden. Und die Deutsche Bahn investiert weiter in ihr Schienennetz. Der Auftragseingang im Wirtschaftstiefbau legte 2023 nominal um 26% zu. Für 2023 lag der Umsatz im Wirtschaftshochbau bei 32,4 Mrd. Euro (real -6%), im Wirtschaftstiefbau bei 27,6 Mrd. Euro (real +5%). Der Wirtschaftsbau insgesamt erreicht 2023 somit einen Umsatz von 60 Mrd. Euro (nominal +5,5%, real -1,3%). Auch der öffentliche Bau zeigte ein ambivalentes Bild: Insgesamt erreichte der Umsatz 2023 im öffentlichen Hochbau 9,4 Mrd. Euro (nominal +13%, real fast +6%). Im öffentlichen Tiefbau stiegen die Umsätze dagegen nur leicht auf 35 Mrd. Euro (nominal fast +4%, real -3%). Insgesamt hat der öffentliche Bau damit in 2023 gut 44 Mrd. Euro erreicht (nominal +6%, real -1%). (Quelle: Landesverband Bayerischer Bauinnungen) Geschäftsverlauf der BAUSEM GmbH 2023 Aufgrund der ungünstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und dem daraus resultierenden sehr engen Wettbewerb konnte die BAUSEM GmbH nur schwer Arbeitsaufträge im Hochbau gewinnen, sie kämpfte sich aber dennoch durch das Jahr. Die vorantreibende Inflation, hohe Baufinanzierungskosten und den immer höher werdenden Lebensunterhaltskosten, verringerten die Nachfrage im Wohnungsbau deutlich. Deshalb wurde mit allen Maßnahmen zur Vermeidung eines Arbeitsausfalls, wie die Auslagerung der Hochbaumitarbeiter in die anderen Abteilungen versucht, die schwierige Zeit zu überbrücken. Dies glückte fast das ganze Jahr, soweit, bis dennoch letzten Endes, das konjunkturelle KUG für November, noch vor dem saisonalen KUG für die Abteilung Hochbau angemeldet werden musste. Durch die geringe Auslastung der Kapazitäten im Hochbau verringerte sich, wie vorhergesehen hier der Umsatz zum Vorjahr. Dennoch blieb der Gesamtumsatz stabil, aufgrund des angestiegenen Umsatzes im Tiefbau. Wie in der Prognose des Vorjahres angesprochen, ist dieser erhöhte Umsatz, der vermehrten abzurechnenden Aufträge verantwortlich. Das Personal konnte trotz der angespannten Lage im Hochbau gehalten werden, dementsprechend bewegte sich der Personalaufwand auf Vorjahresniveau und ist, wie prognostiziert, nur gering gesunken. Wie vermutet verringerte sich der Materialaufwand zum vorherigen Jahr. Infolge des noch andauernden Kriegs in der Ukraine, die Energiekriese, und der wirtschaftlichen Lage im Wohnungsbau blieben die Energie- und Materialpreise auf hohem Niveau, aber schwankten nicht mehr so stark. Die verursachten Kosten wurden bei der Kalkulation miteinberechnet und an den Kunden weitestgehend weitergegeben. Begründet wird die Verringerung der Materialkosten außerdem durch den Auftragsrückgang im Hochbau und Heizung&Sanitär. Bei letzterem gingen die Aufträge zurück, da das Auftragspolster des Vorjahres, erst bewältigt werden musste. Die Materialbeschaffungen wurden schon im Vorjahr gemacht, damit im laufenden Jahr die Bauvorhaben rasch beginnen konnten, und Materialpreise gesichert sind. Auch die Unsicherheit in der Bevölkerung hinsichtlich der Heizungsumrüstungen ihrer Gasheizungen stabilisierte sich weitestgehend. Die Auslastung der Kapazitäten war hier umfangreich gegeben. Die Gesamtleistung ist infolge dessen zum Vorjahr gesunken, das Betriebsergebnis wiederum gewachsen. Die BAUSEM GmbH konnte einen deutlich gestiegenen Jahresüberschuss verzeichnen um 1,3 Mio. €, und das Ergebnis zum Vorjahr nochmal eindeutig verbessern. Die Erwartungen zur Gesamtleistung wurden ich ganz eingehalten, dafür wurde die Prognose zum Jahresergebnis übertroffen. Das Eigenkapital hat sich von TEuro 9.914 auf TEuro 11.452 (das entspricht 15,5 %) erhöht, ebenfalls stieg auch die Eigenkapitalquote (60,9 %) um 2,2 %-Punkte an. Die Steigung ist dem Bilanzgewinn und Gewinnrücklagen zur verdanken. Die Gesellschaft ist 2023 durch ein Bilanzvolumen von 18,8 Mio. € gekennzeichnet, wovon 11,5 Mio. € auf das Eigenkapital entfallen. Dies entspricht einer stabilen Eigenkapitalquote von 61 % (Vorjahr 59 %). Das Anlagevermögen ist aufgrund der Mehrung von Sachanlagen durch Investitionen leicht gestiegen. Zugleich hat das Umlaufvermögen eine Verminderung von 1,5 Mio. € bei den Forderungen aus Lieferung und Leistung (2,6 Mio. €) verzeichnet. Die liquiden Mittel (8,7 Mio. €) steigerten sich dagegen stark um 5,5 Mio. € (Vorjahr 3,2 Mio. €) wodurch das Umlaufvermögen insgesamt vermehrt wurde. Die Bauleitung der einzelnen Abteilungen war damit beschäftigt, viele Schlussrechnungen zu erstellen und zügig alle Bauvorhaben abzurechnen. Zusätzlich wurde, trotz Investitionen in das Anlagevermögen und getätigte Ausschüttung, während des laufenden Geschäftsjahres, die Vermehrung des Vermögens, unter anderem durch erhaltene Zinsen aufgrund von Geldanlagen bewirkt. Darüber hinaus bestehen noch nicht genutzte aber zugesagte Kreditlinien. Zweifelhafte Forderungen wurden wertberichtigt. Die ausgewiesenen Forderungen werden als werthaltig angesehen. Kredite wurden nicht aufgenommen. Das Vermögen (18,8 Mio. €) unseres Unternehmens ist zum 31.12.2023 vor allem durch den Anstieg des Umlaufvermögens um 1,8 Mio. € gewachsen. Die Eigenkapitalrendite (Jahresergebnis zu Eigenkapital) des Unternehmens betrug 15 % und der vereinfachte Cash Flow (Jahresergebnis zzgl. Abschreibungen) 2.213 T€. Nochmals wurde auch im Jahr 2023 investiert in der Höhe von 584 T€, demzufolge wurden Fuhrpark und Anlagen bereichert um die Produktivität zukunftsorientiert zu steigern und Verbesserungen des Wettbewerbsvorteils zu sichern. Die Finanzierung der Investitionen erfolgte rein aus eigenen Mitteln und stehen Abschreibungen in Höhe von 503 T€ gegenüber. Die BAUSEM GmbH verfügte über ausreichende Mittel und konnte ihre Zahlungsverpflichtungen jederzeit fristgerecht erfüllen, somit war die Liquidität im laufenden Jahr gewährleistet. Die Verbindlichkeiten wurden innerhalb der Zahlungsziele, auch mit kurzfristigen Zahlungen und Skontoabzügen, ausgeführt. Die Rückstellungen und kurzfristigen Verbindlichkeiten, sind durch flüssige Mittel und Bestände aus dem Warenlager gedeckt. Die Gesellschaft hat wieder bewiesen, dass sie mit den drei Abteilungen des Unternehmens gut vorbereitet auf besondere Entwicklungen handeln kann und Lösungen findet, um den negativen Veränderungen der Wirtschaftlichen Situationen entgegenzuwirken, somit konnten rückgängige Auslastungen im Hochbau mit den anderen Geschäftsfeldern ausgeglichen werden. Erneut konnte ein herausforderndes Jahr gemeistert werden, und das Unternehmen ist mit dem erfolgreichen Ergebnis im Jahr 2023 sehr positiv gestimmt. Die BAUSEM GmbH tritt nach wie vor als ein konkurrenzkräftiges, gut aufgestelltes Unternehmen mit geschultem und beständigem Personal auf. Dementsprechend wird viel Wert darauf gelegt, die erhaltenen Aufträge, weiterhin mit hoher Qualität auszuführen. Auch die Bauleitung ist darüber hinaus geprägt, ein hervorragendes Ergebnis durch gute Kalkulation der Angebote zu erzielen. Prognosebericht Für das Jahr 2024 wird mit einem zuspitzenden Konkurrenzkampf im Wettbewerb um Bauaufträge gerechnet. Bei den Materialpreisen wird eine nachlassende Dynamik erwartet, bleiben aber dennoch auf hohem Niveau. Zusätzlich werden steigende Mautgebühren, CO 2 -Aufschläge und bevorstehende Tarifverhandlungen die Unternehmen weiter belasten. Dennoch rechnen die Spitzenverbände der Bauwirtschaft 2024 mit einem Preisrückgang für Bauleistungen. Auch künftig erwarten die Bauverbände für das kommende Jahr, wegen den nach wie vor ungünstigen Rahmenbedingungen, einen weiteren Nachfrageeinbruch und somit Rückgang des Umsatzes im Bauhauptgewerbe auf 154 Mrd. Geschuldet wird diese schlechte Entwicklung, vor allem dem vorantreibenden Absturz des Wohnungsbau mit real -13%. Die offen bleibenden Kapazitäten im Wohnungsbau, setzen den stolz aufgebauten Personalstamm und Geräteauslastungen zu. Nachdem die deutsche Wirtschaft 2023 um real 0,3 % geschrumpft ist, erwartet die Bundesregierung für 2024 auch nur ein geringes Wachstum des BIP von 0,3 %. Die BAUSEM GmbH erwartet, nach dem Einsturz des Wohnungsbaus, auch aufgrund der wirtschaftlichen Lage, nun Auswirkungen auf den Tiefbau, die die Auftragszahlen und dementsprechend auch die Umsatzzahlen verringern werden. Im Hochbau werden zugleich die Aufträge nochmals mit einem deutlichen Rückgang prognostiziert, da das Bauen mit unveränderten Investitionsbedingungen weiterhin erschwert bleibt. Das Unternehmen wird mit allen Maßnahmen versuchen, einen Arbeitsausfall und somit die Inanspruchnahme des konjunkturellen KUG, nur insofern verwenden, dass Personalentlassungen, weitestgehend vermieden werden können. Durch ein hervorragendes Zusammenspiel der drei Geschäftsfelder, kann ein Ausgleich durch Auslagerung, in andere Abteilungen, wieder gestaltet werden. Der Umsatz hingegen wird auf eine Mehrung hinauslaufen, da die Bauleitung noch einige fertige Bauvorhaben abrechnen müssen, bleibt aber auf niedrigem Niveau im Vergleich zu den Vorjahren. Im Sanitärbereich sind keine starken Differenzen bezüglich Auftragslage und Umsatz herbeizusehen. Infolge der Aussichten zur gesamten Auftragslage im bevorstehenden Jahr, wird eine Minderung des Materialaufwands vorhergesehen. Auch im Geschäftsjahr 2024 wird der Betrieb stolz sein, in auf ihn zukommenden schwierigen Zeiten, starke Fachkräfte zu tragen und möchte diesen auch unverändert halten, damit auch weiterhin künftige Aufträge mit höchster Qualität ausgeführt werden können. Deshalb sieht sich das Unternehmen, nur im äußersten Fall gezwungen, Senkungen des Personalstamms durchzuführen, sollten Auswirkungen des Sinkfluges im Hochbau, diese herbeiführen. Resultierend wird das bedeuten, dass der Personalaufwand leicht abnehmend sein wird. Erneute Investitionen in Maschinen und Fuhrpark sind geplant und sollen sich positiv auf die Produktivität und Modernisierung der Ausstattung auswirken, um so auch im engen Wettbewerb zukünftig mehr Vorteile zu haben oder die stärkeren Abteilungen auszuweiten. Außerdem sieht die Unternehmensführung die Chance, Anlagen in Wertpapiere und weiteren Bankkonten mit hohen Ertragszinsen durchzuführen, um hieraus zusätzliche Gewinne zu schöpfen. Dank der einwandfreien Liquidität, sind unsere finanziellen Verpflichtungen, in keinerlei Hinsicht gefährdet und eine positive Finanzlage gesichert. Die Geschäftsleitung sieht dem Jahr 2024 positiv entgegen, und versucht mit kleinen Fortschritten das Ergebnis zu verbessern und der negativen wirtschaftlichen Entwicklung entgegenzuwirken. Chancen- und Risikobericht Sollte sich die Konjunktur aufgrund des Einbruchs im Wohnungsbau und der noch andauernden Inflation und Energiekriese erheblich abschwächen, kann dies die Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen negativ beeinflussen. Hieraus können sich Risiken für unsere Umsatz- und Ertragslage ergeben. Die Risiken aus Gewährleistungsansprüchen bewegen sich im Rahmen des normalen Geschäftsbetriebs. Hierfür sind ausreichend Rückstellungen gebildet worden. Bauleiter und Poliere sind damit beschäftigt, ständig die Qualität der Lieferanten und Nachunternehmer zu prüfen und zu bewerten. Außerdem werden bei regelmäßigen Baubesprechungen die Projekte mit monatlichen Leistungsmeldungen und Projektabrechnungen sowie Zahlungsstand systematisch gesteuert, überprüft und ausgewertet. Zur Überwachung jeder Aufträge werden Baustellenkonten erfasst und dienen den umfangreichen Planungs- und Kontrollinstrumente des Unternehmens, um Geschäftsrisiken rechtzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Die Fachkräftesicherung stellt sich nach wie vor als ein Risiko für die Geschäftsentwicklung der nächsten Jahre dar. Daher versuchen wir, unter anderem als qualifizierter, langjähriger und attraktiver Ausbildungsbetrieb, das vorhandene Personal im Unternehmen zu halten und weiterzubilden. An der Aufgabe, die BAUSEM GmbH nach außen und innen als einen attraktiven Arbeitgeber zu präsentieren, arbeiten wir kontinuierlich weiter. Nicht ganz einfach, ist der Spagat zwischen einer ausreichenden, qualitativ hochwertigen Personaldecke und der Kostenbelastung sowie ein weiterer Auftragsrückgang im Bereich Hochbau. Um dagegen Auftragsspitzen abzudecken, arbeitet die Gesellschaft daher eng mit einigen ausgewählten Nachunternehmern zusammen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine Risiken festgestellt, die den Fortbestand des Unternehmens hätten gefährden können. Ebenso sind derzeit keine Risiken erkennbar, die den weiteren Fortbestand der Gesellschaft gefährden können. Eine wesentliche Veränderung der wirtschaftlichen Verhältnisse gegenüber dem Vorjahr ist nicht feststellbar. Als weitgehend stabil stellt sich die Auftragslage, vor allem im Tiefbau, dar. Eine gravierende Verbesserung der Auftragslage ist nicht in Sicht. Im Wettbewerb sehen wir unsere Chancen in unserer langjährigen Erfahrung, Kompetenz und Zuverlässigkeit, sowie in unserem hohen Qualitätsstandard.
Tann, 20. Januar 2025 Bernhard Sem BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die BAUSEM GmbH hat ihren Sitz in Tann. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Landshut unter HRB 1155 eingetragen. Der Jahresabschluss der BAUSEM GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes und der Satzung zu beachten. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Von den Erleichterungen der § 288 HGB wurde Gebrauch gemacht. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen erfolgt die Abschreibung linear. Die beweglichen Anlagegüter werden linear und degressiv abgeschrieben. Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungswert von bis zu 800,00 € wurden im laufenden Geschäftsjahr voll abgeschrieben. Für Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von 150,01 € bis 1.000,00 € wurde in Vorjahren ein gesonderter Posten gebildet, welcher mit 20% pro Jahr abgeschrieben wird (§ 6 Abs. 2a EStG). Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt zu Anschaffungskosten, soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen war. Für einen abgrenzbaren Teil des Vorratvermögens wurde ein Festwert gem. § 240 Abs. 3 HGB gebildet. Unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen, soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert. Soweit erforderlich wurde verlustfrei bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist durch eine pauschale Wertberichtigung berücksichtigt. Kassenbestand, Bundesbankguthaben und Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks werden zum Nennwert angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Rückstellungen für Pensionen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 I 2 HGB). Sie werden pauschal mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst (§ 253 II 2 HGB). Die Steuerrückstellungen umfassen alle noch nicht veranlagten bzw. bezahlten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden gem. § 256a HGB zum Euroreferenzkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten. 3. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel ist auf der folgenden Seite ersichtlich (§ 284 Abs. 3 HGB).
Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von 1 TEuro (Vj. 1 TEuro) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegenüber Gesellschaftern sind in Höhe von 0 TEuro (Vj. 17 TEuro). Die Forderungen bestehen aus Debitoren- und Verrechnungskonten. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten antizipative Posten in Höhe von 886 TEuro. Dabei handelt es sich um Steuerforderungen. Das gezeichnete Kapital lautet auf 125.000,00 DM. Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von 9.802.702,87 Euro enthalten. Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde nach der versicherungsmathematischen Teilwertmethode gebildet. Sie betrifft bereits ausgeschiedene Geschäftsführer. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt (§ 285 Nr. 24 HGB): • durchschnittlicher Marktzins von 1,82% für eine Laufzeit von 15 Jahren, der von der Deutschen Bundesbank bekanntgemacht wurde • Lohn- und Gehaltssteigerungen von 0,00% nach den Erfahrungswerten aus der Vergangenheit • Rententrend von 0,00% • Sterbetafeln nach Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G" Der Siebenjahresdurchschnittszinssatz liegt bei 1,74%. Bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen mit diesem Zinssatz ergibt sich ein Unterschiedsbetrag von 5 TEuro (Vj. 24 TEuro). Dieser unterliegt einer Ausschüttungssperre. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern (390 TEuro), nachzuholende Instandhaltungen (38 TEuro) und Gewährleistungsverpflichtungen (42 TEuro) zusammen. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar (§ 268 Abs. 5 S. 1 HGB, § 285 Nr. 1a und Nr. 2 HGB):
Zum Bilanzstichtag bestanden neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen von 161 TEuro für das Folgejahr sowie von 631 TEuro in den darauffolgenden vier Jahren (§ 285 Nr. 3a HGB). In den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 265 TEuro (Vj. 54 TEuro) enthalten. 4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 II HGB) aufgestellt. Die Aufwendungen aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen betragen 0 TEuro (Vj. 6 TEuro). Die Erträge aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen betragen 3 TEuro (Vj. 0 TEuro). Die Steuern betreffen ausschließlich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. 5. Sonstige Pflichtangaben Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 94 Arbeitnehmer (Vorjahr: 95) beschäftigt. Davon waren 75 gewerbliche Arbeitnehmer und 19 Angestellte. Die Auszubildenden wurden nicht berücksichtigt (§ 267 Abs. 5 HGB). Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens geführt durch: Herr Bernhard Sem, Geschäftsführer Die Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB wurde in Anspruch genommen. Die Geschäftsführung schlägt vor aus dem Jahresergebnis einen Betrag in Höhe von 854.726,32 Euro in die Gewinnrücklagen einzustellen, einen Betrag in Höhe von 170.945,26 Euro auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von 10.486.483,93 Euro auf neue Rechnung vorzutragen. sonstige Berichtsbestandteile
Tann, 20. Januar 2025 gez. Bernhard Sem, Geschäftsführer Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 12.02.2025 festgestellt. BestätigungsvermerkNach dem abschließendem Ergebnis meiner Prüfung erteile ich dem Jahresabschluss zum 31.12.2023 und dem Lagebericht 2023 der BAUSEM GmbH, Tann, den nachfolgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Der Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die BAUSEM GmbH Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der BAUSEM GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der BAUSEM GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Pfarrkirchen, 20. Januar 2025 Dipl.-Kfm. Univ. Michael Aigner, Wirtschaftsprüfer |
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