alpha trading solutions GmbH

Am Kletthamer Feld 10, 85435 Erding, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 151525
Vorher
Alpha Tonträger Vertriebs GmbH
Eingetragen
5.3.2004
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und SpirituosenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Waren ohne ausgeprägten Schwerpunkt
Gegenstand
Erbringung von Dienstleistungen für Hersteller von Non-Food und Food Produkten, insbesondere in den Bereichen Logistik/Fulfillment (z.B. Lagerhaltung, Kommissionierung), POS-Service/Rackjobbing (Vor-Ort-Service), Handel, Vertrieb (on-(E-Commerce) und offline) sowie im Bereich der operativen und administrativen Betreuung. Ausgenommen ist der Handel von Waren, wofür es einer besonderen Genehmigung bedarf.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Tim Florian Mörtl
seit 13.11.2020
Geschäftsführer
Pierre Pfeiffer
seit 20.9.2011
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Erding
1.000.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
9.52%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

alpha trading solutions GmbH

Erding

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

Inhaltsverzeichnis

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023

1 Bilanz zum 30. Juni 2023

2 Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023

3 Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Bilanz zum 30. Juni 2023

AKTIVA

30.06.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 87.568,00 110.466,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.610,00 21.243,00
2. technische Anlagen und Maschinen 2.875.660,00 794.189,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 220.280,00 263.737,00
3.111.550,00 1.079.169,00
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 1.136.558,00 25.000,00
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
fertige Erzeugnisse und Waren 17.594.178,54 13.515.133,04
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 18.511.407,81 14.361.149,24
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 46.328,39 62.736,11
3. sonstige Vermögensgegenstände 7.168.373,36 6.556.125,81
25.726.109,56 20.980.011,16
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.695.064,94 3.060.655,38
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.012.517,78 1.155.349,69
D. AKTIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS DER VERMÖGENSVERRECHNUNG 6.518,00 0,00
50.370.064,82 39.925.784,27

PASSIVA

30.06.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Gewinnvortrag 18.347.396,08 21.963.846,95
III. Jahresfehlbetrag -4.894.112,47 -3.616.450,87
14.453.283,61 19.347.396,08
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 0,00 65.585,77
2. Steuerrückstellungen 125.447,00 169.247,00
3. sonstige Rückstellungen 9.974.325,31 9.450.814,02
10.099.772,31 9.685.646,79
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 11,59
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 19.029.278,44 9.126.238,15
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 139.663,34 0,00
4. sonstige Verbindlichkeiten 6.648.067,12 1.766.491,66
- davon aus Steuern: Euro 163.921,65 (Euro 677.434,45) 25.817.008,90 10.892.741,40
50.370.064,82 39.925.784,27

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023

2022/2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 107.803.891,18 73.888.409,54
2. Gesamtleistung 107.803.891,18 73.888.409,54
3. sonstige betriebliche Erträge 988.286,90 1.043.015,96
108.792.178,08 74.931.425,50
4. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -84.554.570,55 -53.156.788,44
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -10.948.621,16 -10.604.915,21
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.093.194,77 -2.038.188,23
- davon für Altersvorsorge: Euro 89.495,91 (Euro 93.737,39) -13.041.815,93 -12.643.103,44
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -642.204,88 -429.503,23
7. sonstige betriebliche Aufwendungen -15.208.623,19 -12.217.884,80
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 26.190,45 17.838,01
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -220.113,50 -79.398,54
-193.923,05 -61.560,53
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag -9.363,88 -7.834,12
11. Ergebnis nach Steuern -4.858.323,40 -3.585.249,06
12. sonstige Steuern -35.789,07 -31.201,81
13. Jahresfehlbetrag -4.894.112,47 -3.616.450,87

ANHANG für das Geschäftsjahr 2022 / 2023

der ALPHA TRADING SOLUTIONS GMBH, Erding

A. ALLGEMEINE ANGABEN

1. Allgemeine Erläuterungen

Der Jahresabschluss der alpha trading solutions GmbH mit Sitz in Erding wurde in Übereinstimmung mit den Vorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB und den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Vorjahreswerte in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den Angaben im Vorjahresabschluss.

Die Gliederung der Bilanz entspricht dem in § 266 Abs. 2 und 3 HGB vorgesehenen Gliederungsschema. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Übereinstimmung mit dem in § 275 HGB enthaltenen Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesellschaft alpha trading solutions GmbH mit Sitz in Erding ist unter der Nummer HRB 151525 im Handelsregister München eingetragen.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert zum Vorjahr die nachfolgenden Bilanzierung- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände, bei denen es sich um Software und Lizenzen handelt, werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Nutzungsdauer der Software beträgt drei bis vier Jahre. Die Lizenzen werden erst mit Beginn der Nutzung abgeschrieben.

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibung über die Nutzungsdauer der einzelnen Anlagengüter wird nach wirtschaftlicher Betrachtungsweise vorgenommen (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB). Beim beweglichen Anlagevermögen wird die Abschreibung linear vorgenommen. Die Nutzungsdauer der technischen Anlagen und Maschinen beträgt zwischen drei und fünf Jahren. Die Nutzungsdauer der Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Computer Hardware beträgt zwischen zwei und dreizehn Jahren. Ein- und Umbauten in angemieteten Räumen werden über die Restlaufzeit des entsprechenden Mietvertrages linear abgeschrieben. Ab dem 1.1.2018 angeschaffte geringwertige Anlagengegenstände mit Anschaffungskosten von € 250 bis zu € 800 werden im Jahr der Anschaffung als Betriebsausgaben erfasst.

Die Bewertung des Finanzanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten der Beteiligung. Eine ggf. erforderliche Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert wird nur bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung durchgeführt. Zuschreibungen werden maximal bis zu den Anschaffungskosten vorgenommen, wenn der Grund für die Abschreibung entfallen ist.

Das Vorratsvermögen, bestehend aus Handelswaren, wird mit den Anschaffungskosten in Verbindung mit dem Niederstwertprinzip und unter Berücksichtigung von Abwertungen für unverkäufliche Ware bilanziert. Bestands- und Absatzrisiken z.B. aus geminderter Verwertbarkeit oder längerer Lagerdauer finden durch Gängigkeitsabschreibungen Berücksichtigung.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennbetrag angesetzt. Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden wegen des allgemeinen Zins- und Kreditrisikos Pauschalwertberichtigungen vorgenommen. Zudem werden bei den Forderungen ein Skontoabschlag sowie ein Abschlag für gewährte Boni vorgenommen.

Die liquiden Mittel werden zum Nominalwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Auflösung der Posten erfolgt linear entsprechend dem individuellen Zeitablauf.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung. Rückstellungen mit einer Laufzeit von länger als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Künftige Preis- und Kostensteigerungen haben den Erfüllungsbetrag nicht beeinflusst.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden diese mit dem Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt der Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Kurs am Abschlussstichtag bewertet.

B. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Die Finanzanlagen beinhalten die Beteiligung an der alpha trading services GmbH sowie an der Restube GmbH.

Entwicklung des Anlagevermögens vom 01.07.2022 - 30.06.2023

der alpha trading solutions GmbH, Erding

Anschaffungs- / Herstellungskosten
Stand 01.07.2022
T €
Zugänge
T €
Abgänge
T €
Umbuchung
T €
Stand 30.06.2023
T €
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
1. solchen Rechten und Werten 1.380 39 1.419
2. geleistete Anzahlungen
1.380 39 1.419
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 730 730
2. technische Anlagen und Maschinen 6.466 2.095 399 8.960
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.191 119 -46 3.264
4. geleistete Anzahlungen 399 -399
10.387 2.613 -46 12.954
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 25 1.112 1.137
11.792 3.764 -46 15.510
kumulierte Abschreibungen
Stand 01.07.2022
T €
Zugänge
T €
Abgänge
T €
Stand 30.06.2023
T €
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
1. solchen Rechten und Werten 1.269 62 1.331
2. geleistete Anzahlungen
1.269 62 1.331
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 709 6 715
2. technische Anlagen und Maschinen 5.671 413 6.084
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.927 162 -46 3.043
4. geleistete Anzahlungen
9.307 581 -46 9.842
III. Finanzanlagen
Beteiligungen
10.576 643 -46 11.174
Buchwerte
Stand 30.06.2023
T €
Stand 30.06.2022
T €
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
1. solchen Rechten und Werten 87 111
2. geleistete Anzahlungen
87 111
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15 21
2. technische Anlagen und Maschinen 2.875 795
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 221 264
4. geleistete Anzahlungen
3.111 1.080
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 1.137 25
4.335 1.216

2. Vorräte

Das Vorratsvermögen beläuft sich auf T€ 17.594 (Vorjahr T€ 13.515) und enthält im Wesentlichen CDs, DVDs, Blu-rays, Games, interaktive Spiele, Spielekonsolen, Merchandise, Elektrokleingeräte, Spezialverpackungen und Werbemittel.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i. H. v. T€ 18.511 sind im Vergleich zum Vorjahr um T€ 4.150 angestiegen.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 7.168 (Vorjahr T€ 6.556) enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. Der Betrag setzt sich im Wesentlichen aus den Kautionen i. H. v. T€ 1.804 (Vorjahr T€ 1.804), den kreditorischen Debitoren i. H. v. T€ 1.556 (Vorjahr T€ 562), den Forderungen aus nachgelagerten Konditionen Kreditoren i. H. v. T€ 1.009 (Vorjahr T€ 491) sowie den Verrechnungen der Retouren und Gutschriften i. H. v. T€ 1.062 (Vorjahr T€ 551) zusammen.

4. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beträgt T€ 1.013 (Vorjahr 1.155) und beinhaltet geleistete Zahlungen, die aufwandsmäßig dem nächsten Geschäftsjahr zuzurechnen sind.

5. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz sind die Vorschriften zur Bewertung und Bilanzierung von Pensionsverpflichtungen geändert worden. Diese sind seitdem nach Maßgabe des notwendigen Erfüllungsbetrages und gem. § 253 Abs. 2 HGB mit einem durch die Deutsche Bundesbank bekanntzugebenden Diskontierungssatz zu ermitteln. Der separat anzugebende Zinsaufwand für die Zuführung zur Pensionsrückstellung für das Geschäftsjahr 2022/2023 betrug T€ 5 (Vorjahr T€ 10) und wurde entsprechend der neuen gesetzlichen Regelung in den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen.

Zum 30.06.2023 wurde zudem eine Saldierung mit Deckungsvermögen (verpfändete Rückdeckungsversicherung) vorgenommen. Die Erträge aus dem Deckungsvermögen betragen T€ 5 (Vorjahr T€ 5) und wurden mit den vorstehenden Aufwendungen saldiert.

Die Bewertung der Pensionsverpflichtung erfolgte nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Die versicherungsmathematischen Annahmen basieren auf den Richttafeln 2018 nach Prof. Dr. Klaus Heubeck. Als Rechnungszins wurde ein Satz von 1,80% herangezogen. Der Lohn- und Gehaltstrend beträgt 0,00%.

Die Höhe des nach § 246 Abs. 2 HGB verrechneten Deckungsvermögens beträgt zum 30.06.2023 T€ 484 (Vorjahr T€ 456), das mit dem beizulegenden Zeitwert bilanziert ist. Der Zeitwert entspricht den Anschaffungskosten.

Nach § 253 Abs. 6 HGB muss ein Unterschiedsbetrag in Form der Differenz zwischen dem Erfüllungsbetrag mit dem 10-Jahresdurchschnittszinssatz und dem 7-Jahresdurchschnittszinssatz ermittelt werden. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtung (10 Jahre) beträgt T€ 477 (Vorjahr T€ 522) und Erfüllungsbetrag (7 Jahre) beträgt T€ 477 (Vorjahr T€ 541). Das ergibt einen Unterschiedsbetrag i.H.v. T€ 0, welcher der Ausschüttungssperre gem. § 253 Abs. 6 unterliegt.

In der Folge ergibt sich für das Geschäftsjahr 2022/2023 ein aktiver Überhang in Höhe von T€ 6, der als eigener Bilanzposten auf der Aktivseite gezeigt wird.

6. Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital T€ 1.000

Im Handelsregister B des Amtsgerichts München (HRB 151525) ist die Gesellschaft mit einem Stammkapital in Höhe von T€ 1.000 eingetragen.

7. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen haben mit Ausnahme der Archivierungsrückstellung i. H. v. T€ 138 (Vorjahr T€ 139) eine Laufzeit unter einem Jahr. Der Posten von gesamt T€ 9.974 (Vorjahr T€ 9.451) besteht aus folgenden Rückstellungen:

Rückstellung für 2022/2023 2021/2022
Retouren (Bearbeitung & Risiko) T€ 4.546 T€ 5.861
Verpflichtungen aus Werbekostenzuschüssen T€ 344 T€ 239
Nachgelagerte Konditionen T€ 1.901 T€ 1.228
Personalrückstellung T€ 838 T€ 745
Rückzahlungsverpflichtungen aus Gutschriftsanzeigen T€ 511 T€ 724
Sonstige Rückstellungen T€ 1.834 T€ 653

8. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen i. H. v. T€ 19.029 (Vorjahr T€ 9.126) sind wie im Vorjahr in vollem Umfang innerhalb eines Jahres fällig.

9. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen i. H. v. T€ 140 (Vorjahr T€ 0) bestehen gegenüber der alpha trading services GmbH und sind innerhalb eines Jahres fällig.

10. sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten i. H. v. T€ 6.648 (Vorjahr T€ 1.766) bestehen im Wesentlichen aus den kreditorischen Debitoren i. H. v. T€ 1.556 (Vorjahr T€ 562) und aus einem Darlehen von der alpha trading properties GmbH i. H. v. T€ 4.814 (Vorjahr T€ 0) und sind innerhalb eines Jahres fällig.

11. Latente Steuern

Durch die erstmalige Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes zum 01.07.2010 wurden die Grundsätze der bilanzorientierten Steuerabgrenzung angewendet. Im Folgenden sind die Bilanzposten aufgeführt, die zu einer latenten ertragsteuerlichen Abgrenzung zum Bilanzstichtag geführt haben:

Anlagevermögen aktive Latenz in Höhe von T€ 5
Sonstige Rückstellungen aktive Latenz in Höhe von T€ 12
Pensionsrückstellung aktive Latenz in Höhe von T€ 16

Aufgrund eines aktiven Überhangs hat die Gesellschaft entschieden, das Wahlrecht zur Aktivierung nicht zu nutzen. Aktive latente Steuern in Höhe von T€ 33 wurden insoweit nicht aktiviert. Der zu Grunde gelegte latente Ertragssteuersatz beträgt 27,2%.

C. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Umsatzerlöse

Die Gesellschaft realisiert Umsatzerlöse, sobald die Lieferung und Leistung erbracht wurde. Die Umsätze werden hauptsächlich in vier Geschäftsbereichen erzielt.

Im Bereich Bildträger werden die Umsätze durch den Verkauf von DVD/Blu-ray für den Direktverkauf an den Endkunden erzielt. Auf Grund des im Einzelhandel üblichen Rückgaberechts werden diese Umsatzerlöse abzüglich der voraussichtlichen Retouren ausgewiesen. Die Umsätze werden hauptsächlich im Inland erbracht.

Im Bereich Tonträger werden die Umsätze durch den Verkauf von CD und Hörbüchern für den Direktverkauf an den Endkunden erzielt. Auf Grund des im Einzelhandel üblichen Rückgaberechts werden diese Umsatzerlöse abzüglich der voraussichtlichen Retouren ausgewiesen. Die Umsätze werden hauptsächlich im Inland erbracht.

Im Bereich Games werden die Umsätze durch den Verkauf von Konsolen- und PC Spielen für den Direktverkauf an den Endkunden erzielt. Auf Grund des im Einzelhandel begrenzten Rückgaberechts werden diese Umsatzerlöse abzüglich der voraussichtlichen Retouren ausgewiesen. Die Umsätze werden hauptsächlich im Inland erbracht.

Im Bereich Hardware werden die Umsätze durch den Verkauf von Spielekonsolen und Zubehör für den Direktverkauf an den Endkunden erzielt. Auf Grund des begrenzten Rückgaberechts werden diese Umsatzerlöse abzüglich der voraussichtlichen Kulanz-Retouren ausgewiesen. Die Umsätze werden hauptsächlich im Inland erbracht.

2022/2023 2021/2022
Bildträger T€ 17.032 T€ 15.379
Games T€ 19.333 T€ 25.216
Tonträger T€ 29.677 T€ 8.136
Hardware + Zubehör T€ 32.835 T€ 16.679
Neue Artikelarten (inkl. Merchandise) T€ 9.507 T€ 10.129

2. sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge von insgesamt T€ 988 (Vorjahr T€ 1.043) ergeben sich im Wesentlichen aus periodenfremden Erträgen i. H. v. T€ 47 (Vorjahr T€ 194), aus der Auflösung von Rückstellungen i. H. v. T€ 432 (Vorjahr T€ 363) und den Erlösen aus der Kfz Nutzung i. H. v. T€ 441 (Vorjahr T€ 426).

3. Materialaufwand

Aufwendungen für bezogene Waren von insgesamt T€ 84.555 (Vorjahr T€ 53.157) beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für DVDs, Blu-rays, CDs, Hörbücher, interaktive Spiele und Spielekonsolen inklusive Zubehör.

4. Personalaufwand

Die Personalaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr von T€ 12.643 auf T€ 13.042 gestiegen.

Der Personalaufwand enthält Aufwendungen zur Altersvorsorge i. H. v. T€ 89 (Vorjahr: T€ 94).

5. sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von insgesamt T€ 15.209 (Vorjahr T€ 12.218) beinhalten im Wesentlichen:

2022/2023 2021/2022
Miete T€ 2.771 T€ 2.676
Kfz-Kosten T€ 1.640 T€ 1.442
Frachtkosten T€ 2.780 T€ 1.756
sonstige Verwaltungskosten T€ 1.490 T€ 1.660
Verpackungsmaterial T€ 561 T€ 442

6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten Steueraufwand für das Geschäftsjahr 2022/2023 in Höhe von T€ 9 (Vorjahr T€ 8).

D. SONSTIGE ANGABEN

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

An sonstigen finanziellen Verpflichtungen von Bedeutung sind zu nennen:

Verpflichtung aus Leasingverträgen T€ 1.135 (Vorjahr T€ 1.919)
Verpflichtung aus langfr. Mietverträgen T€ 1.635 (Vorjahr T€ 2.138)

2. Eventualverbindlichkeiten

Zum 30. Juni 2023 bestanden keine Eventualverbindlichkeiten.

3. Geschäftsführung

Geschäftsführer

 

Herr Pierre Pfeiffer, Erding, einzelvertretungsberechtigt, Beruf: Kaufmann

 

Herr Rainer Laufs, Ratingen, einzelvertretungsberechtig, Beruf: Kaufmann (bis 31.10.2023)

 

Herr Tim Mörtl, Erding, einzelvertretungsberechtigt, Beruf: Kaufmann

4. Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt waren bei der Gesellschaft durchschnittlich 266 (Vorjahr 270) Mitarbeiter beschäftigt. Von den Mitarbeitern sind ca. 28 % im Außendienst und 72 % im Innendienst tätig. Von den durchschnittlich beschäftigten Mitarbeitern sind etwa 52 % Frauen und 48 % Männer für die alpha trading solutions tätig.

5. Gesamtbezüge der Geschäftsleitung

Die Gesamtbezüge der Geschäftsleitung belaufen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf T€ 930 (Vorjahr T€ 933).

6. Nachtragsbericht

Es gibt keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, über die nach § 285 Nr. 33 HGB im Nachtragsbericht zu berichten wäre.

7. Honorar des Abschlussprüfers

Das Nettohonorar des Abschlussprüfers für das abgelaufene Geschäftsjahr 2022/2023 beläuft sich auf T€ 52. Für Abschlussprüfungsleistungen sind T€ 29 angefallen. Für Steuerberatungsleistungen sind T€ 23 angefallen.

E. ERGEBNISVERWENDUNGSVORSCHLAG

Die Geschäftsführung schlägt vor den Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ 4.894 zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von T€ 18.347 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Erding, den 23. November 2023

Die Geschäftsführung

Pierre Pfeiffer

Tim Mörtl

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklung

a. Entwicklung Gesamtwirtschaft

Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes betrug das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2022 für Deutschland rund 3.876 Milliarden Euro. Das sind 1,9 % mehr als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 vor allem geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine, zu denen insbesondere extreme Energiepreiserhöhungen zählten. Hinzu kamen dadurch verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise für weitere Güter wie beispielsweise Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten.

b. Entwicklung der Branchen und Teilsegmente Entertainment

Die Umsätze der Unterhaltungs- und Medienbranche setzten sich zusammen aus den Werbeeinnahmen der Medien sowie den Ausgaben der Konsumenten für Kinobesuche, für Kauf und Verleih von DVDs und Blu-rays sowie für Abonnement- und Pay-per-View-Gebühren, Kabel- und Satellitenfernsehen, Musik, Tonträger, PC- und Konsolenspiele, Merchandising sowie für den Zugang zum Internet.

i. Bildträger

Der deutsche Home Video Markt verzeichnet laut einer Veröffentlichung der Filmförderanstalt mit 3,11 Mrd. € für 2022 ein Plus von 7 % im Vergleich zum Vorjahr (2,90 Mrd. €). Während der physische Umsatz mit 339 Mio. € um - 15,0 % unter dem Ergebnis des Vorjahres liegt, hat der Leihmarkt (inkl. Abo-Angebote bzw. Subscriptional VoD), mit 2,33 Mrd. € nach 2,07 Mrd. € im Jahr 2022, etwa 12 % zugelegt.

ii. Tonträger

Nach Angaben des Bundesverbandes Musikindustrie ist der deutsche Musikmarkt im Jahr 2022 auf ein Gesamtvolumen von rund 2,07 Milliarden Euro gewachsen. Dies entspricht einer Steigerung von rund 6,1 %. Mit 73,3 % des Gesamtumsatzes hat das Audio-Streaming den größten Marktanteil. Die CD als physischer Tonträger ist mit einem Gesamtanteil von 12,9 % immer noch deutlich das zweitstärkste Medium. Während sich der starke Rückgang des Marktanteils physischer Verkaufsträger insgesamt weiter fortsetzt, steigert sich der Absatz mit Vinyl LPs 2022 erneut. Der Nischenmarkt baut sein Umsatzvolumen stetig aus (plus 5,1 %) auf 6 Prozent Umsatzanteil.

iii. Games

Nach Angaben des Branchenverbandes game verzeichnet der deutsche Absatzmarkt im Jahr 2022 ein Umsatzwachstum von rund 1 Prozent. Die Ausgaben für Spiele, Hardware, Zubehör und InGame-Inhalte liegen demnach bei rund 9,873 Mrd. Euro (Vorjahr: 9,756 Mrd. Euro). Nach den großen Umsatzsprüngen 2020 und 2021 hat sich der deutsche Games-Markt 2022 auf hohem Niveau stabilisiert.

2. Zum Unternehmen

Die alpha ist seit über 50 Jahren als Rackjobber aktiv und steht für innovative Produktsortimente und Servicedienstleistungen auf dem Markt der Bild- und Tonträger (inkl. Vinyl), Games, Konsolen, Hardware und Zubehör, sowie Merchandising - Produkte. Die Produktsortimente wurden um Spielware, Sportprodukte sowie erste Food Produkte erweitert. Um sich den stetig ändernden Marktgegebenheiten anzupassen, hat sich die Gesellschaft zum modularen Systemdienstleister gewandelt und ihr Produktportfolio erweitert und bietet zusätzlich Dienstleistungen in den Bereichen Logistik, Distribution, Fullfillment, Point of Sale Service und im allgemeinen Vertrieb an.

Ein stark wachsender Schwerpunkt ist der Bereich E-Commerce. Durch die Anbindung an einige der größten Online-Händler Deutschlands können wir mit unseren Dienstleistungen nun Kundenbedürfnisse über den ganzen EU-Raum hinweg abdecken. Dies bringt uns neben Partnern nicht nur einen Mehrgewinn, sondern führt auch dazu, dass die mittel- bis langfristigen Kapazitäten in den Bereichen Vertrieb und Logistik optimal ausgelastet werden können.

Des Weiteren kooperiert alpha mit anderen Unternehmen aus verschiedenen Branchen und ist exklusiver Vertriebspartner für ausgewählte Marken. Durch verschiedene Beteiligungen an anderen Firmen profitieren wir von wachsenden Märkten in vielen Bereichen der neuen Branchen. Darüber hinaus sind verschiedene Joint Ventures vereinbart worden, um neue Geschäftsfelder zu erschließen.

3. Darstellung des Geschäftsverlaufs

a. Finanzielle Leistungsindikatoren

Insgesamt betrugen die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2022/2023 107,8 Mio. € (Vorjahr 73,9 Mio. €) und damit rd. 33,9 Mio. € oder 45,9 % mehr als im Vorjahr. Somit konnte die im Vorjahr prognostizierte Steigerung der Umsatzerlöse deutlich erreicht werden. Gründe für diese Entwicklung sind unsere starken Marken, ein stabiles und grundsätzlich konsumstarkes wirtschaftliches Umfeld sowie die festgelegten Maßnahmen bezüglich unserer Servicedienstleistungen. Auch die Übernahme der größten Elektro-Fachmarktkette Europas als neuer Kunde ist ein weiterer Grund für die positive Entwicklung der Umsatzerlöse.

Die Gesellschaft weist am Geschäftsjahresende einen Jahresfehlbetrag in Höhe von -4,9 Mio. € (Vorjahr -3,6 Mio. €) aus. Die für den finanziellen Leistungsindikator "Jahresergebnis" abgegebene Prognose im letztjährigen Lagebericht eines niedrigen, positiven Jahresergebnisses wurde damit nicht erreicht. Gründe dafür sind weiterhin hohe Kosten für die Erneuerung der EDV-Land- schaft, der Automatisierung von Logistikprozessen und den Vorleistungen für die Anbindung namhafter Neukunden. Die allgemeine Kaufzurückhaltung aufgrund des Ukraine Krieges und den damit einhergehenden stark gestiegenen Energiekosten sowie verschärfte Material- und Lieferengpässe, machte sich nicht nur in der Gesamtwirtschaft, sondern auch bei alpha deutlich bemerkbar und trägt einen weiteren Teil zum diesjährigen Jahresfehlbetrag bei.

Insgesamt schätzt die Geschäftsleitung den Geschäftsverlauf als negativ ein.

b. Investitionen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden weitere Investitionen in IT-gestützte Systeme und in die Cybersicherheit getätigt. Des Weiteren wurden weitere hohe Investitionen in verschiedene Automatisierungsprozesse in der Logistik durchgeführt, wo nun Roboter mit Hilfe eines Autostores die Kommissionierungszeiten reduzieren und eine effektivere Flächennutzung ermöglichen. Auch im Bereich der Verwaltung wurden weitere Fortschritte bei der Automatisierung und Digitalisierung erzielt, um in Zukunft noch effizienter arbeiten zu können.

4. Vermögens-, Finanz und Ertragslage

a. Vermögenslage

Per 30. Juni 2023 betrug die Bilanzsumme 50,4 Mio. € (Vorjahr 39,9 Mio. €). Dabei waren 4,3 Mio. € bzw. 8,6 % (Vorjahr 1,2 Mio. € bzw. 3,0 %) des Vermögens im Anlagevermögen gebunden. Gründe für die Steigerung sind weitere Investitionen in die Automatisierung von Logistikprozessen sowie der Erwerb einer Unternehmensbeteiligung.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellten 36,8 % bzw. 18,5 Mio. € der Bilanzsumme dar (Vorjahr 36,0 % bzw. 14,4 Mio. €). Die Veränderung ist Resultat der deutlich erhöhten Umsätze.

Der Anteil des Vorratsvermögens betrug 17,6 Mio. € bzw. 34,9 % (Vorjahr 13,5 Mio. € bzw. 33,9 %). Die Steigerung resultiert im Wesentlichen aus der Erweiterung unseres Produktsortiments im Zuge der Anbindung neuer Kunden.

Gemessen an der Bilanzsumme erreichten die liquiden Mittel eine Quote von 3,4 % bzw. 1,7 Mio. € (Vorjahr 7,7 % bzw. 3,1 Mio. €).

Die sonstigen Vermögensgegenstände betrugen zum Stichtag 7,2 Mio. € (Vorjahr 6,6 Mio. €). Gemessen an der Bilanzsumme ist das ein Anteil von 14,2 % (Vorjahr 16,4 %). Darin enthalten sind im Wesentlichen Kautionen, debitorische Kreditoren sowie Forderungen aus nachgelagerten Konditionen und Verrechnungen von Retouren und Gutschriften gegenüber unseren Kunden und Lieferanten.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen 19,0 Mio. € (Vorjahr 9,1 Mio. €) und haben sich gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Dies wird begründet durch den höheren Lagerbestand und das damit verbundene Einkaufsvolumen gegenüber unseren Herstellern und Lieferanten. Die gesamten Verbindlichkeiten belaufen sich auf 51,3 % (Vorjahr 27,2 %) der Bilanzsumme.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betrugen zum Stichtag 6,6 Mio. € (Vorjahr 1,8 Mio. €). Gemessen an der Bilanzsumme ist das ein Anteil von 13,2 % (Vorjahr 4,4 %). Darin enthalten sind im Wesentlichen kreditorischen Debitoren sowie eine Darlehensverbindlichkeit gegenüber der alpha trading properties GmbH.

Unter Berücksichtigung des Jahresfehlbetrages errechnet sich ein Eigenkapital i. H. v. 14,5 Mio. € (Vorjahr 19,3 Mio. €) bei einer von 39,9 Mio. € auf 50,4 Mio. € gestiegenen Bilanzsumme. Somit betrug die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag 28,7 % (Vorjahr 48,5 %).

Die Rückstellungen betrugen 10,1 Mio. € (Vorjahr 9,7 Mio. €) und machten 20,1 % (Vorjahr 24,3 %) der Bilanzsumme aus. Die gesamten Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Retouren, Personal und Jahreskonditionen.

b. Finanzlage

Im laufenden Geschäftsjahr betrugen unsere Bankguthaben zum Stichtag rd. 1,7 Mio. €, nach 3,1 Mio. € im Vorjahr.

Zum Bilanzstichtag bestanden keinerlei Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Zur Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebes bedient sich die Gesellschaft mit kurz- und mittelfristige Betriebsmittelkredite von der alpha trading properties GmbH. Zum Stichtag betrugen die Betriebsmittelkredite 4,8 Mio. €. Neben den Betriebsmittelkrediten stehen der Gesellschaft weitere Finanzierungsformen bei unserer Hausbank in Höhe von 10,0 Mio. € zur Verfügung, die zum Stichtag nicht genutzt wurden.

Im laufenden Geschäftsjahr wurden Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von 2,6 Mio. € getätigt. Die Investitionen resultieren in die Automatisierung von Logistikprozessen sowie dem Erwerb einer Unternehmensbeteiligung.

Im Vergleich zum Vorjahr ist eine Erhöhung der Bilanzsumme, um rd. 10,5 Mio. € von 39,9 Mio. € auf 50,4 Mio. € zu verzeichnen.

c. Ertragslage

Der Umsatz der Gesellschaft liegt mit 107,8 Mio. € und einer Veränderung von 45,9 % über dem Vorjahreswert von 73,9 Mio. €. Gründe für diese Entwicklung sind unsere starken Marken, ein stabiles und grundsätzlich konsumstarkes wirtschaftliches Umfeld sowie die festgelegten Maßnahmen bezüglich unserer Servicedienstleistungen. Auch die Übernahme der größten Elektro-Fachmarkt- kette Europas als neuer Kunde ist ein weiterer Grund für die positive Entwicklung der Umsatzerlöse.

Der Materialaufwand stieg analog zu den Umsatzerlösen deutlich von 53,2 Mio. € auf 84,6 Mio. €.

Der Personalaufwand stieg im Vergleich zum Vorjahr von 12,6 Mio. € auf 13,0 Mio. €, da durch die Übernahme der größten Elektro-Fachmarktkette Europas Neueinstellungen im zweiten Quartal des Geschäftsjahres vorgenommen wurden.

Die Abschreibungen stiegen von 0,4 Mio. € auf 0,6 Mio. €, was auf die getätigten Investitionen im abgelaufenen Geschäftsjahr zurückzuführen ist.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 3,0 Mio. € von 12,2 Mio. € auf 15,2 Mio. € gestiegen. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus Weiterbelastungen Intercompany, den EDV-Kosten für die Anbindung neuer Kunden, aus Frachtkosten für den Versand der Produkte und den Importkosten für die Produkte der neuen Geschäftsfelder.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind nahezu unverändert im Vergleich zum Vorjahr und belaufen sich auf 1,0 Mio. € Sie beinhalten im Wesentlichen Erlöse aus der Kfz-Nutzung sowie die Auflösungen der Rückstellungen.

Im Ergebnis beträgt der Jahresfehlbetrag zum Ende des Geschäftsjahres 2022/2023 4,9 Mio. €.

5. Prognose der künftigen Entwicklung mit Ihren Chancen und Risiken

a. Risiken

Für den nachhaltigen Erfolg des Unternehmens ist die Risikobetrachtung des Marktes und die der allgemeinen Geschäftsrisiken essenziell. Hierbei werden die verschiedenen Geschäftsumfelder näher untersucht und es wird eine Aussage darüber getroffen ob ggf. Anpassungsmaßnahmen notwendig sind. Solche Maßnahmen, vorwiegend präventiv, dienen dem Zweck, mögliche Schäden monetärer und/oder nicht monetärer Natur abzuwenden.

Dabei unterscheiden wir zwischen Risiken aus:

Marktveränderungen

Operativer Tätigkeit

internen Prozessen

Der zunehmende Flächenrückgang im Einzelhandel und die immer größer werdende Substituierbarkeit von Bild- & Tonträgern durch Streaming und weitere Verfahren stellen hierbei die größten Risikofaktoren dar. Aufgrund der langjährigen Branchenerfahrung und einem guten Netzwerk aus Handelspartnern im Debitoren- sowie im Kreditorenbereich sind wir aber in der Lage, uns den stetigen Veränderungen, welche es aktuell im Entertainmentbereich gibt, anzupassen.

Gezielt können wir hier unsere Kapazitäten im Außendienst nutzen, um bestehende Kunden über unser wachsendes Portfolio zu informieren und ihnen weitere Services anzubieten. Der Fokus liegt hierbei auf der maßgeschneiderten Abstimmung zwischen unserem Angebot und der Nachfrage des Kunden, um so effizient wie möglich arbeiten zu können und das Optimum für beide Seiten zu erzielen.

Wir beobachten kontinuierlich die allgemeine Kaufzurückhaltung und die aktuelle Inflation, um bei einer Verschlechterung der Situation auf der Kostenseite schnell reagieren zu können.

Trotz der genannten Risiken geht die Unternehmensführung auf Grundlage der vorliegenden wirtschaftlichen Verhältnisse davon aus, dass der Fortbestand der Gesellschaft gesichert ist.

Dem Forderungsausfallrisiko begegnet unsere Gesellschaft durch umfangreiche Maßnahmen im Einkaufs- und Finanzbereich. Im Kundenbereich ist der überwiegende Teil der Forderungen ausfallgesichert, potenziell neue Kunden werden auf finanzielle Stabilität geprüft. Neue und bestehende Lieferanten werden regelmäßig auf ihre Kreditwürdigkeit geprüft. In unserer Branche besteht aufgrund des eingeräumten Retourenrechts ein erhöhtes Lieferantenrisiko, da die Forderungen gegenüber den Lieferanten aus den Retouren erst spät realisiert werden und somit erhebliche Risiken mit sich bringen. Auch besteht ein Risiko bezüglich Vorfinanzierung. Eingekaufte Ware muss früher bezahlt werden, als wir die Forderungen daraus vom Kunden erhalten.

Bezüglich informationstechnischer Risiken leitet das Unternehmen regelmäßig wichtige Maßnahmen ein bzw. arbeitet weiterhin an Verbesserungen, um Risiken aus Datenverlusten, aus Störungen sowie aus Datenmanipulationen, z. B. Virenbefall, Hackerangriffe oder Ransomware, zu vermeiden.

b. Risikomanagementsystem

Das Unternehmen ist durch verschiedene Versicherungen gegen unvermeidbare externe Risiken abgesichert. Internen Risiken, die nicht durch Versicherungen abgedeckt werden können, begegnet das Unternehmen mit IT-gestützten Controlling-Systemen (Risikomanagementsystem). Diese ermöglichen es, Risiken frühzeitig zu erkennen, um sie anschließend zu minimieren oder ganz auszuschalten. Neben zahlreichen Berichten zur Kosten-, Absatz- und Einkaufsplanung bieten diese Systeme eine transparente Sicht auf das gesamte Unternehmen und liefern laufend Daten zur Optimierung der einzelnen KPIs. Diese Maßnahmen zur Risikofrüherkennung ermöglichen es nach Auffassung der Geschäftsführung, alle wesentlichen und bestandsgefährdenden Risiken angemessen zu erkennen. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich keine grundlegenden Änderungen im Chancen- und Risikomanagement ergeben.

In Bezug auf unsere operativen Tätigkeiten leiten und steuern unsere internen Kontrollsysteme den täglichen Ablauf und sind stets in der Lage, aktuelle Berichte zu wichtigen KPIs zu liefern. Diese werden laufend begutachtet, um effektive Workflows an verschiedenen Arbeitsplätzen zu etablieren oder weiter zu verbessern. Unser geschultes Personal kann so laufend auf kurzfristige Umstellungen oder Probleme innerhalb der Supply Chain reagieren und diesen frühzeitig begegnen.

Im laufenden Geschäftsjahr haben wir unsere Anstrengungen im Bereich der Prozessanalyse und -verbesserung weiter intensiviert. Aus der Analyse der Prozesse wurden Systemanforderungen formuliert, um die Prozessabläufe besser unterstützen zu können und die internen Kontrollen transparenter und nachvollziehbarer zu machen.

c. Chancen

Sowohl im Bereich der Logistik als auch in der Verwaltung konnten im vergangenen Geschäftsjahr einige Projekte, hauptsächlich mit den Zielen Effizienz-Steigerung in der Lagerarbeit, Erweiterung der Stellflächen und der Workflow-Optimierung umgesetzt werden. Die finanzielle Ausgestaltung der Gesellschaft ermöglicht es, diese und weitere Projekte aus eigenen Mitteln zu bestreiten. Für das kommende Geschäftsjahr sind weitere Projekte für die laterale Diversifikation der Gesellschaft geplant, welche in Zukunft dabei helfen, die Restrukturierung und den Erweiterungsprozess hin zur Erschließung neuer Geschäftsfelder und Kundengruppen weiter zu optimieren.

Aufgrund des stetigen Wandels des primären Absatzmarktes werden in Zukunft alternative Vertriebswege genutzt, um weiterhin mit unseren Handelspartnern zu arbeiten. Darin besteht die Chance, bestehende Kontakte für den weiter aufblühenden E-Commerce Markt zu nutzen und unsere Dienstleistungsangebote, welche modular auf Kundenwünsche angepasst werden können, an neue Geschäftspartner zu vermitteln. Das Management in diesem Bereich kümmert sich fortlaufend um die Akquise weiterer Partner, welche dem bestehenden Netzwerk hinzugefügt werden können.

6. Voraussichtliche Entwicklung für das Geschäftsjahr 2023/24

Grundsätzlich gehen wir in den nächsten Jahren von einer positiven Entwicklung des Geschäfts aus, wenn es uns weiterhin gelingt, die Diversifikationsmaßnahmen weiter voranzutreiben und verschiedene Märkte zu erschließen.

Wir beobachten die allgemeine Marktentwicklung sehr genau, um rechtzeitig erkennen zu können, ob wir mit geeigneten vertrieblichen Maßnahmen reagieren müssen. Zudem haben wir weitere Kompetenzen im Bereich Online-Vermarktung für unsere bisherigen Produkte erworben. Diese bauen wir durch unseren eigenen Shop und durch die Dienstleistung/Webanbindung für unsere Kunden aus.

Um den Flächenrückgang bei bestehenden Kunden im Stammgeschäft zu kompensieren, ist es uns im laufenden Geschäftsjahr gelungen, einen Meilenstein zu erreichen, der sich in den kommenden Jahren signifikant auf den Umsatz auswirken wird. Durch die umfangreiche Belieferung eines der größten Einzelhandelsunternehmen für Unterhaltungsprodukte, werden die Umsätze steigen. Die ersten Lieferungen sind bereits in diesem Geschäftsjahr erfolgt und die ganzheitliche Anbindung wird im kommenden Geschäftsjahr erfolgen.

Das angekündigte Portfolio an neuen und attraktiven Spielen seitens der Gamesindustrie wird sich positiv auf den Absatz auswirken. Auch im Film- und Musikbereich wird es in Zukunft neue und namhafte Veröffentlichungen geben, die während der Pandemie nicht vorhanden waren. Es konnte zusätzlich eines der bekanntesten Filmstudios hinzugewonnen werden, so das ab Herbst sowohl an die bestehenden als auch an den größten Entertainmenthändler exklusiv geliefert werden kann. Im Bereich Merchandising, mit einem enormen Produktportfolio, werden jedes Jahr zweistellige Umsatz- und Absatzsteigerungen erzielt. Hierfür werden zusätzliche Flächen von den von uns belieferten Handelsunternehmen zur Verfügung gestellt.

Das bestehende Geschäft mit dem Marktführer der Gamesbranche wird im Geschäftsjahr 2023/2024 noch weiter ausgebaut werden. Vor allem die derzeit noch limitierte, aber stark nachgefragte Hardware wird hohe Umsätze generieren.

Mit dem Abschluss von weiteren Partnerschaften und Vermarktungsrechten für Non Food und Food Produkte, ist es uns zudem gelungen, die Basis für eine weitere erfolgreiche Produktdiversifizierung zu schaffen.

Aktuell wird der Onlineshop für einen Motorradhersteller an die Logistik angebunden. Im Dezember 2023 findet der go live mit Gear and Garment Produkten statt. Der Shop sowie das Fulfillment für den Shop wird von alpha durchgeführt.

Mit der Fertigstellung des Ausbaus und der Automatisierung unserer Logistik werden wird den Umsatz im kommenden Geschäftsjahr weiter steigern. Im Logistikdienstleistungsbereich startet eine Partnerschaft mit dem Marktführer im Kindersmartwatchbereich für den diverse value added Services durchgeführt werden.

Die in diesem Lagebericht dargestellten Prognosen beruhen auf Marktdaten und internen Planungen. Dennoch unterliegen diese Annahmen einer gewissen Unsicherheit, die sich aus kurzfristigen technologischen, wirtschaftlichen oder politischen Entwicklungen ergeben können.

Aufgrund unserer starken Marken, eines grundsätzlich stabilen und konsumstarken wirtschaftlichen Umfeldes und der festgelegten Maßnahmen bezüglich Servicedienstleistungen und neuer Kunden erwartet die Firma für das nächste Jahr eine Steigerung der Umsatz- und Ergebnisentwicklung.

Für das Wirtschaftsjahr 2023/24 gehen wir, aufgrund weiterer Akquisitionserfolge, von deutlich steigenden Umsatzerlösen und einem niedrigen positiven Jahresergebnis aus.

 

Erding, den 23. November 2023

Die Geschäftsführung

Pierre Pfeiffer

Tim Mörtl

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHUSSPRÜFERS

An die alpha trading Solutions GmbH, Erding

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der alpha trading Solutions GmbH, Erding, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der alpha trading solutions GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichend Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen im Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind,

jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 23. November 2023

BMG Braun Moser Graf PartG mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Thomas Graf, Wirtschaftsprüfer

Johannes Moser, Wirtschaftsprüfer

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