Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamm HRB 3545
Vorher
FVZ - Westfood Convenience GmbH
Eingetragen
8.12.1981
Branche
Herstellung von FertiggerichtenGroßhandel mit Fleisch und FleischwarenGroßhandel mit Mehl und Getreideprodukten
Gegenstand
die Produktion und der Vertrieb von Tiefkühlkost, Fertiggerichten u. ä. sowie der Handel mit solchen Produkten sowie sämtliche Geschäfte, die mit diesen Geschäften im unmittelbaren oder mittelbaren Zusammenhang stehen bzw. diesen zu dienen geeignet sind.

Historie

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Management

NameRolle
Simon John Morris
seit 13.7.2020
Geschäftsführer
Hartmut Antonius Jung
seit 13.7.2020
Prokura
Prokura
Anne Henningsen
seit 18.5.2015
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (3)

NameAnteil
Vion Food North B.V.NLD
89.00%
6.04%
Vion N.V.NLD
4.96%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
G. u. P. Salomon GmbH
Germany
1.432.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

FVZ Convenience GmbH (vormals: FVZ - Westfood Convenience GmbH)

Holzwickede

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2014

A. Grundlagen

Die FVZ-Westfood Convenience GmbH wurde am 06.11.2014 umfirmiert zur FVZ Convenience GmbH und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hamm unter der Nummer HRB 3545 eingetragen. Gegenstand des Unternehmens ist die Produktion am Standort Holzwickede und der Vertrieb von Tiefkühlkost, Fertiggerichten u. ä. sowie der Handel mit solchen Produkten sowie sämtliche Geschäfte, die mit diesen Geschäften in unmittelbarem oder mittelbarem Zusammenhang stehen bzw. diesen zu dienen geeignet sind.

Das Stammkapital beträgt 1.432.000,00 € und wird nach dem im Geschäftsjahr 2014 erfolgten Erwerb der übrigen Anteile zu 100 % von der NFZ Convenience Produkte GmbH, Buchloe, gehalten.

Die FVZ Convenience GmbH hat ihren Absatzschwerpunkt im Foodservice-Markt. Der Begriff Foodservice umfasst sämtliche Produkte, Angebote und Dienstleistungen im Zusammenhang mit Essen und Trinken außerhalb der eigenen vier Wände. Kunden kommen aus dem Bereich Gastronomie, Restaurants, Kantinen, Imbisse, Catering, Arbeitsplatz- und Ausbildungsplatzverpflegung.

Zu den Produktgruppen gehören u.a. Schnitzel, Hackprodukte, Haxen, Spareribs, Geflügelprodukte und Rouladen.

Die FVZ Convenience GmbH ist ein Unternehmen der Vion Food Group.

B. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft hat sich im Jahresdurchschnitt 2014 insgesamt als stabil erwiesen: Um 1,5 % war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) höher als im Vorjahr und lag damit über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre von 1,2 %. In den beiden vorangegangenen Jahren war das BIP sehr viel moderater gewachsen (2013 um 0,1 % und 2012 um 0,4 %). Die deutsche Wirtschaft konnte sich in einem schwierigen weltwirtschaftlichen Umfeld behaupten und dabei vor allem von einer starken Binnennachfrage profitieren. Die konjunkturelle Lage hat sich nach dem schwungvollen Jahresauftakt und der folgenden Schwächephase im vergangenen Sommer zum Jahresende 2014 stabilisiert.

Kalenderbereinigt errechnet sich ebenfalls eine BIP-Wachstumsrate von + 1,5 %, da im Jahr 2014 annähernd gleich viele Arbeitstage wie im Vorjahr zur Verfügung standen.

Auf der Verwendungsseite des Bruttoinlandsprodukts war der Konsum wichtigster Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft: Die privaten Konsumausgaben stiegen preisbereinigt um 1,1 %, die des Staates um 1,0 %.

Der deutsche Außenhandel gewann im Jahresdurchschnitt 2014 trotz eines weiterhin schwierigen außenwirtschaftlichen Umfelds etwas an Dynamik: Deutschland exportierte preisbereinigt 3,7 % mehr Waren und Dienstleistungen als im Jahr 2013. Die Importe legten aber fast genauso stark zu (+ 3,3 %). Die Differenz zwischen Exporten und Importen - der Außenbeitrag - leistete dadurch einen vergleichsweise geringen Beitrag von + 0,4 Prozentpunkten zum BIP-Wachstum 2014.

Auf der Entstehungsseite des Bruttoinlandsprodukts konnten fast alle Wirtschaftsbereiche zur Belebung der deutschen Wirtschaft beitragen.

Die Zahl der Erwerbstätigen erreichte 2014 mit 42,7 Millionen das achte Jahr in Folge einen neuen Höchststand.

Im Jahresdurchschnitt 2014 erhöhten sich die Verbraucherpreise in Deutschland gegenüber 2013 um 0,9 %. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, ist die Jahresteuerungsrate somit seit 2011 rückläufig (2011: + 2,1 %; 2012: + 2,0 %; 2013: + 1,5 %). Eine niedrigere Teuerung im Jahresdurchschnitt hatte es zuletzt 2009 gegeben (+ 0,3 %). Die moderate Jahresteuerungsrate 2014 resultierte vor allem aus niedrigen Inflationsraten in der zweiten Jahreshälfte.

Die Jahresteuerungsrate 2014 wurde wesentlich durch die Preisrückgänge bei Energie geprägt. Energie verbilligte sich um 2,1 % vor allem infolge der Rohölpreisentwicklung.

Ohne Berücksichtigung der Energiepreise insgesamt lag die Jahresteuerungsrate 2014 bei + 1,3 %.

Nahrungsmittelpreise insgesamt erhöhten sich 2014 um 1,0 % gegenüber 2013. Sie lagen im Jahresdurchschnitt somit leicht über der Gesamtteuerung. Spürbar teurer waren Molkereiprodukte (+ 7,9 %). Preiserhöhungen gab es auch bei Fisch und Fischwaren (+ 1,9 %), Süßwaren (+ 1,7 %) sowie Brot und Getreideerzeugnissen (+ 1,3 %). Günstiger wurde vor allem Gemüse (- 3,4 %).

(Quelle: Statistisches Bundesamt, DESTATIS)

Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Die Bruttoeigenerzeugung von Fleisch ist in Deutschland nach einer rückläufigen Entwicklung in den letzten Jahren wieder leicht um 0,5 % auf 8,57 Mio. t angewachsen. Der Anstieg erfolgte insbesondere bei Geflügelfleisch. Hier nahm die Erzeugung deutlich um 3,0 % auf 1,76 Mio. t zu. Auch die Rind- und Kalbfleischerzeugung nahm zu, und zwar um 1,9 % auf 1,16 Mio. t. Die Zunahme resultierte aus einem höheren Angebot an Schlachtrindern. Dagegen sank die Bruttoeigenerzeugung von Schweinefleisch leicht um 0,2 % auf 5,0 Mio. t. Schweinefleisch büßte so bei seinem Anteil an der gesamten Bruttoeigenerzeugung etwas ein. Der Anteil sank von 58,8 % im Vorjahr auf nunmehr 58,4 %. Der Anteil von Rind- und Kalbfleisch und von Geflügelfleisch stieg auf 13,5 % (Vorjahr 13,3 %) bzw. 20,5 % (20,0 %) an.

(Quelle: Agrarmarkt Informations-Gesellschaft, AMI)

Der menschliche Verzehr von Fleisch verringerte sich nach vorläufigen Angaben der AMI (Agrarmarkt Informations-Gesellschaft) um 0,2 kg auf 60,1 kg. Einbußen gab es besonders beim Schweinefleisch. Der pro Kopf Verzehr fiel auf 38,3 kg (- 0,2 kg). Als Gründe können einerseits die erneut eher unbefriedigende Grillsaison im Frühjahr/Sommer sowie andererseits der zunehmende Fokus auf Geflügelfleisch genannt werden. Auch die günstige Preisentwicklung bei Schweinefleisch mit - 1,4 % gegenüber Geflügelfleisch mit + 0,4 % gegenüber dem Vorjahr brachte keinen positiven Beitrag für die Verbrauchsentwicklung. Der Rind- und Kalbfleischverzehr und der Geflügelfleischverzehr blieben unverändert bei 8,9 kg bzw. 11,6 kg. Laut AMI ist der Grund für die nachlassende Mengennachfrage der bewusstere Einkauf von Lebensmitteln.

Die Versorgungslage mit Fleisch in Deutschland ist in 2014 von einer Erhöhung des Fleischüberschusses gekennzeichnet.

Der Selbstversorgungsgrad stieg von 120 % in 2013 auf 122 % in 2014 an. Während der Selbstversorgungsgrad bei Schweinefleisch unverändert blieb, stieg er bei Geflügelfleisch um 4 Prozentpunkte und bei Rind- und Kalbfleisch um 1 Prozentpunkt an.

(Quelle: AMI)

Für die Entlastung des deutschen Marktes ist das Exportgeschäft deshalb sehr wichtig. Die Gesamtexporte an Fleisch (einschließlich Lebendvieh und Erzeugnisse) haben nach vorläufigen Angaben der AMI in 2014 um 0,7 % auf 4,75 Mio. t zugenommen. Über die Fleischimporte kam weniger Menge auf den deutschen Markt. Insgesamt wurde mit 3,23 Mio. t 2,3 % weniger Fleisch eingeführt.

(Quelle: AMI)

Auf dem Inlandsmarkt wird Fleisch über verschiedene Absatzkanäle für den In-Haus- und den Außer-Haus-Verzehr vermarktet. Für den In-Haus-Verzehr von Fleisch kauften die Privathaushalte laut Angaben der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in 2014 30,3 % bei den Discountern ein (Vorjahr: 29,5 %). Der Anteil der Supermärkte betrug 29,8 % (29,0 %) und der der SB-Warenhäuser 18,6 % (19,3 %). Der Anteil der Käufe in Metzgereien sank um 0,9 Prozentpunkte auf 15,3 %.

Der Außer-Haus-Markt ist in Deutschland neben dem Lebensmitteleinzelhandel der zweitwichtigste Absatzkanal für die Ernährungsindustrie.

Die hohe Mobilität unserer Gesellschaft bewirkt, dass die Verpflegung außer Haus immer mehr an Bedeutung gewinnt. Die vielfältigen gastronomischen Anbieter im Außer-Haus-Markt sind wichtige Absatzpartner für die Ernährungsindustrie.

Der Außer-Haus-Markt umfasst vier Bereiche:

Bedienungsgastronomie / Hotels

Schnellservicerestaurants und Imbisse

Arbeits- und Ausbildungsplatzverpflegung

Erlebnis- und Freizeitgastronomie.

Mit knapp 40 Prozent stellt die klassische Bedienungsgastronomie den größten Anteil am Umsatz, gefolgt von den Quickservicerestaurants mit rund 31 %, der Erlebnisgastronomie mit knapp 17 %, der Arbeits- und Ausbildungsplatzverpflegung mit gut 10 %. Auf sonstige Vertriebsformate (z.B. Vending Automaten an Bahnhöfen sowie Airline- und Zugcatering) entfallen die restlichen zwei Prozent.

(Quelle: Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie, BVE)

Gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen begünstigen den Außer-Haus-Konsum. Hierzu zählt die Zunahme der 1- und 2-Personenhaushalte, die steigende Erwerbstätigkeit oder auch der staatlich forcierte Trend zur Ganztagsbetreuung in Kindertagesstätten sowie der stetige Ausbau der Schulverpflegung.

(Quelle: AMI)

Durch die stetige Zunahme des Außer-Haus-Verzehrs gewinnt der Bereich Foodservice immer mehr an Bedeutung. Die Verbraucherausgaben im Außer-Haus-Markt stiegen 2013 um 1,7 % auf 69,4 Mrd. € an. Und auch im ersten Halbjahr 2014 ist der private Konsum im Außer-Haus-Markt in Deutschland laut CREST Verbraucherpanel der npdgroup Deutschland um 2,1 % auf 33,2 Mrd. Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum angestiegen.

(Quelle: BVE)

Deutschland ist der größte Außer-Haus Markt in Europa mit der höchsten Anzahl ausgegebener Essen.

(Quelle: ZMP)

Geschäftsverlauf/Geschäftsergebnis und Lage der Gesellschaft sowie finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Umsatz und Absatzentwicklung

Der Absatz konnte um 0,9% bzw. um 132 t gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden.

Der Absatzrückgang im Bereich Key Account Foodservice (- 20%), bedingt durch den Verkauf einiger Convenience-Betriebe der Vion Food Group, konnte durch den Absatzanstieg im Kerngeschäft Foodservice-Markt (+ 1,8%) und TK Heimdienst (+ 5,6%) kompensiert werden.

Bei leicht gesunkenem Preisniveau führte dies zu einer Umsatzsteigerung von 0,4% bzw. um 284 TEUR.

Die im Vorjahr erwartete moderate Absatz- und positive Umsatzentwicklung konnte dadurch bestätigt werden.

Beschaffung

Die Rohwarenversorgung wird weiterhin über die Schlachtbetriebe der Vion Food Group, aber auch den freien Markt sichergestellt. Die Preise sind in 2014 stabil geblieben mit leicht fallender Tendenz.

Investitionen

Im Jahr 2014 hat die Gesellschaft nach langjähriger Zurückhaltung stärker und über Plan angefangen zu investieren. Das Gesamtvolumen der noch nicht vollständig fertiggestellten Investitionen belief sich in 2014 auf 2.155 TEUR. Die größte Neuanschaffung waren zwei Froster und eine neue Verpackung für die Schnitzelproduktion in Höhe von 1.990 TEUR. Bei den übrigen Investitionen handelte es sich um reine Ersatzbeschaffungen.

Finanzierung

Seit 30. Oktober 2013 ist die FVZ Convenience GmbH Mitglied eines sogenannten "Zero Balancing" Cash Pools der Vion-Gruppe. Dabei wird das Bankkonto täglich auf Null gestellt.

Personal- und Sozialbereich

Im Jahr 2014 beschäftigte die FVZ Convenience GmbH durchschnittlich 81 fest angestellte Mitarbeiter (Vorjahr: 83).

Die FVZ Convenience GmbH nimmt am Personalentwicklungsprogramm der Vion-Gruppe teil, wo auch neben individualisierten Förderungsmaßnahmen gezielt generelle Schulungsmaßnahmen für Fachbereiche stattfinden. Um den von technischer, wirtschaftlicher wie auch sozio-ethischer Seite wachsenden Herausforderungen langfristig gerecht zu werden, investiert die FVZ Convenience GmbH in ihre Mitarbeiter. Auch im Rahmen der Vion-Akademie werden alle Mitarbeiter flächendeckend in Seminaren und Weiterbildungsmaßnahmen geschult und für die künftigen Aufgaben vorbereitet bzw. in den laufenden Aufgaben und deren notwendigen Kompetenzen gestärkt.

Eine der wesentlichen Aufgaben ist es hierbei, ständig den Führungsnachwuchs von morgen schon heute zu rekrutieren und zu qualifizieren. Die Besetzung der Führungspositionen mit Leistungsträgern aus eigenen Reihen ist dabei aus Motivations- und Identifikationsgründen ebenso wichtiges Instrument wie es gilt, Menschen für Vion und die FVZ Convenience GmbH zu motivieren und an die Unternehmensgruppe zu binden.

Ziel ist es, die Vion-Gruppe als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren und aus eigenen Reihen qualifizierte Mitarbeiter aufzubauen, die langfristig über ein gemeinsames Verständnis von Führung im Sinne der Unternehmensstrategie verfügen.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Bei der FVZ Convenience GmbH hat sich im Geschäftsjahr 2014 die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:

31.12.2014 31.12.2013
TEUR % TEUR %
Aktiva        
Langfristiges Vermögen 4.730 29,6 3.370 22,7
Kurzfristiges Vermögen 11.265 70,4 11.470 77,3
  15.995 100,0 14.840 100,0
Passiva        
Eigenkapital 1.432 9,0 1.432 9,6
Kurzfristiges Fremdkapital 14.563 91,0 13.408 90,4
  15.995 100,0 14.840 100,0

Die Bilanzsumme der FVZ Convenience GmbH zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 ist um 1,2 Mio. EUR höher als zum Vorjahr; sie ist um 7,8 % auf 15.995 TEUR angestiegen. Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr von 22,7 % auf 29,6 % erhöht. Dies erklärt sich durch die getätigten Investitionen in Höhe von 2.155 TEUR.

Das gezeichnete Kapital in Höhe von 1,4 Mio. EUR entspricht 9,0 % der Bilanzsumme. Die Eigenkapitalquote hat sich gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Prozentpunkte vermindert.

Das kurzfristige Fremdkapital hat sich von 13,4 Mio. EUR um 1,2 Mio. EUR auf 14,6 Mio. EUR erhöht. Im Wesentlichen resultiert diese Zunahme aus der Finanzierung der Investitionen über die NFZ Convenience Produkte GmbH und dem damit verbundenen Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Das Cash-Pool-Konto bei der NFZ Convenience Produkte GmbH erhöhte sich um 2.103 TEUR auf - 6.475 TEUR.

    2014 2013 Veränderung
Umsatz TEUR 72.089 71.805 +284
Umsatzrentabilität % 3,5% 4,6% -1,1%
Materialaufwand TEUR 51.454 50.828 +626
- Fremdlöhne TEUR 4.222 3.800 +422
Materialaufwandsquote (Materialaufwand/Umsatz) % 71,4% 70,8% +0,6%
Sonstige betriebliche Aufwendungen TEUR 13.562 12.507 +1.055
- Werbekostenzuschüsse TEUR 7.585 7.279 +306
- Ausgangsfrachten TEUR 1.876 1.566 +310
- Bürokosten TEUR 936 766 +170
Abschreibungen TEUR 794 842 -48
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit TEUR 2.515 3.327 -812
Jahresergebnis vor Ergebnisabführung und Minderheitenausgleich TEUR 2.506 3.063 -557

Der Umsatz der FVZ Convenience GmbH in Höhe von 72,1 Mio. EUR resultiert im Wesentlichen aus den operativen Geschäftstätigkeiten der Gesellschaft und ist zum Vorjahr moderat angestiegen.

Das um 433 TEUR verbesserte Rohergebnis ist durch gegenläufige Effekte bei den betrieblichen Aufwendungen verbraucht worden. Dies liegt zum einen an höheren Transportkosten und an höheren Werbekostenzuschüssen, inkl. Marketingaufwendungen zur Kommunikation der Umfirmierung.

Die Abschreibung auf Anlagevermögen in Höhe von 0,8 Mio. EUR resultiert im abgelaufenen Geschäftsjahr ausschließlich aus planmäßiger Abschreibung und ist resultierend aus der Zurückhaltung bei Investitionen in den Vorjahren um 48 TEUR zurückgegangen.

Der Zinsaufwand ist bedingt durch die Investitionen um 112 TEUR gegenüber dem Vorjahr auf 326 TEUR angestiegen.

Die Finanzierung erfolgt ausschließlich über das Vion interne Cash-Pool-Konto. Externe Finanzierungen bestehen nicht.

Die FVZ Convenience GmbH schloss das Geschäftsjahr 2014 mit einem Jahresüberschuss von 2,5 Mio. EUR (2013: Jahresüberschuss von 3,1 Mio. EUR) ab. Dieser Jahresüberschuss wird auf Grund eines Gewinnabführungsvertrages an die NFZ Convenience GmbH abgeführt. Im Vorjahr war zudem eine Ausgleichszahlung von 1,4 Mio. EUR an den damaligen Minderheitengesellschafter enthalten.

C. Nachtragsbericht

Im April 2015 hat die Vion Food Group eine Anschlussfinanzierung in Höhe von 100 Mio. EUR mit zwei Banken vereinbart, da das bisherige Finanzierungsprogramm zum 30. Juni 2015 ausläuft. Die neue Finanzierung hat eine Laufzeit von zwei Jahren.

D. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht 2015

Allgemeiner Prognosebericht

Der Sachverständigenausschuss für die Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung prognostiziert in seinem Jahresgutachten eine Zuwachsrate des BIP von 1,0 %. Er bleibt damit noch unterhalb der Wachstumsprognosen der Bundesregierung (+ 1,3 %) und der Institute der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose (+ 1,2 %).

Getragen wird das Wirtschaftswachstum auch im Jahr 2015 von der Inlandsnachfrage. In erster Linie ist die anhaltend gute Situation auf dem Arbeitsmarkt als Grund für steigende Konsumausgaben der privaten Haushalte zu nennen. Die Erwerbstätigkeit wird wie bereits 2014 zunehmen. Solide Lohnsteigerungen werden für die Einkommenszuwächse der privaten Haushalte sorgen. Gleichzeitig bleibt der Preisauftrieb moderat.

Hoffnung machen die jüngsten Ergebnisse wichtiger Stimmungsparameter. So stieg im November 2014 überraschend der ifo Geschäftsklimaindex nachdem er sich zuvor 6 Monate in Folge verschlechtert hatte. Auch das von der GfK gemessene Konsumklima der Verbraucher hellte sich im Herbst wieder auf. Zuvor hatte es sich angesichts der angespannten geopolitischen Lage im Spätsommer kräftig eingetrübt.

(Quelle: Agrarmarkt Informations-Gesellschaft, AMI)

Prognose Foodservice

Stabile Rahmenbedingungen werden dafür sorgen, dass die Umsätze in der Gastronomie weiter wachsen werden.

AHM prognostiziert einen Anstieg der Konsumentenausgaben in der Gastronomie in 2015 von 2,8 %. Die Besuchsfrequenz in der Gastronomie wird sich leicht um 0,2 % erhöhen.

Der Nachfragetrend wird vor allem bestimmt durch

zunehmende Zahl an Single-Haushalten

mehr Frauen in Vollbeschäftigung

wachsende Mobilität (to-go-Produkte)

Urbanisierung der Bevölkerung

wachsendes E-Commercegeschäft (Lieferdienste steigen)

demografischen Wandel: Alterung der Gesellschaft bei gleichzeitig 'jüngerem Verhalten'. Altersgruppe 60+ hat in Zukunft eine deutlich wichtigere Rolle

Auf der anderen Seite könnte das Geschäft durch eine weitere Verschiebung des sozialen Lebens in die eigenen vier Wände ('Homing') beeinträchtigt werden.

(Quelle: CREST)

Die FVZ Convenience GmbH trägt diesen Entwicklungen mit einem innovativen und am Markt hervorragend platzierten Warenangebot Rechnung; die Aktivitäten sind konsequent am Verbraucher und dessen Wünschen und Anforderungen orientiert. Die Grundlage hierfür sind profunde Marktkenntnisse und vorausschauende Trendorientierung. So können wir frühzeitig auf sich verändernde Anforderungen mit der Entwicklung entsprechender Produkte und Programme reagieren. Zielsetzung für das Jahr 2015 werden dabei weiterhin eine Ausweitung des Absatzes vor allem auch im Export, die Schaffung neuer Vermarktungsansätze für neue Verzehrsituationen, die frühzeitige Umsetzung von Produkt- und Verpackungsinnovationen sowie die Erschließung neuer Kundenpotenziale sein.

Trotz dieser klaren strategischen Ausrichtung und der daraus resultierenden unterschiedlichen Maßnahmen und Schwerpunkte operiert die FVZ Convenience GmbH in einem herausfordernden Marktumfeld, in dem Faktoren wie eine angespannte Wirtschaftslage und verstärkter Wettbewerb dazu führen, dass die Aussichten für das Jahr 2015 und die Folgejahre für alle Segmente nur schwer vorhersagbar sind. Wir gehen jedoch für die FVZ Convenience GmbH davon aus, 2015 und 2016 ein positives Ergebnis in etwa auf Vorjahresniveau zu erreichen.

Im Unternehmensbereich Foodservice erwarten wir für 2015 und 2016 eine moderate Mengensteigerung und damit einhergehend eine positive Umsatzentwicklung.

Für 2015 sind Gesamtinvestitionen von ca. 4,5 Mio. Euro, im Wesentlichen in technische Anlagen, geplant.

Risikobericht

Die FVZ Convenience GmbH ist eingebunden in das Risikomanagement der Vion Food Group.

Als Unternehmen der Lebensmittelbranche mit einem gegebenen krisenanfälligen Marktumfeld bewegt sich die Gesellschaft operativ auf einem Markt mit einer Vielzahl an speziellen Risiken. Dies gilt gerade vor dem Hintergrund der zunehmenden Internationalisierung des Wettbewerbs sowie der sich schnell verändernden Strukturen in der deutschen Fleischwirtschaft. Daher zählt eine professionelle Bewertung und Bewältigung von Risiken für die Vion Food Group zur Grundlage für nachhaltiges Wirtschaften und somit zum gewählten Selbstverständnis.

Im Jahr 2014 hat die Vion Food Group die Ausrichtung des Risikomanagements mit Hilfe des COSO 1-Rahmenwerks, einem weltweit verwendeten Modell zum Enterprise Risk Management, fortgesetzt. Dieses die dezentrale Unternehmensphilosophie unterstützende Rahmenwerk stellt klare Kernprinzipien und Konzepte, eine einheitliche Terminologie sowie klare Anweisungen und Hilfestellungen bereit. Das Risikomanagement innerhalb der Vion Food Group wird auf allen organisatorischen Ebenen verwendet.

Ziel ist es, auf Basis einer umfassenden Kenntnis der Risiken und Risikozusammenhänge Handlungsspielräume durch den bewussten Umgang mit Risiken optimal zu nutzen. Daneben sollen bestehende Chancen erkannt werden, um zur Steigerung des Unternehmenswertes beizutragen.

1 Rahmenwerk des Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission

Strategische Risiken

Geschäftsrisiken

Nach wie vor ist die Branche gekennzeichnet durch schwierige Marktbedingungen. Die globale Wettbewerbssituation hat sich vor dem Hintergrund der zunehmenden Internationalisierung in der Fleischbranche weiter verschärft.

Auch die typische Abhängigkeit der Branche von der Ausgabenneigung oder eine Beeinflussung der Verbraucher durch Tierkrankheiten oder -seuchen birgt Risiken.

Lieferanten- und Kundenrisiken

Um eventuellen Lieferengpässen bei der Rohstoffversorgung vorzubeugen, setzt die Vion Food Group neben einer genauen Marktbeobachtung auf eine breite Basis von Zulieferern, um für die Unwägbarkeiten beim Bezug von Rohstoffen gerüstet zu sein. Die Auswahl der Zulieferer beruht zum Großteil auf deren Produktionseffizienz, wobei vor allem Qualität und individuelle Leistungsfähigkeit im Vordergrund stehen. Unabhängig von den Beschaffungsrisiken bestehen auch auf Kundenseite Unwägbarkeiten durch z.B. Verlust oder Insolvenz von Großkunden.

Es bestehen keinerlei Abhängigkeiten von einzelnen Kunden oder Lieferanten im Konzern.

[1] Rahmenwerk des Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission

Operationelle Risiken

IT-/Logistische Risiken

Eine effiziente Leitung und Lenkung der Konzerntätigkeiten erfordert ein umfassendes und komplexes Informationssystem, basierend auf moderner Informationstechnologie. Die laufende Pflege, Aktualisierung und Optimierung unserer IT-Systeme obliegt qualifiziertem internen und externen Fachpersonal.

Personalrisiken

Personalrisiken ergeben sich im Wesentlichen aus dem Verlust von qualifizierten Mitarbeitern und dem damit verbundenen Fachwissen. Ein wesentlicher Bestandteil der Personalpolitik ist daher eine möglichst langfristige Bindung zu den Fach- und Führungskräften zu pflegen und gleichzeitig neue Mitarbeiter zu gewinnen und zu integrieren. Den Mitarbeitern werden, neben attraktiven Sozialsystemen, umfangreiche Qualifizierungs- und Weiterbildungsangebote sowie leistungsbezogene Vergütungssysteme angeboten.

Umweltrisiken

Im Rahmen der Minimierung von Umweltrisiken nimmt die Vion Food Group sowohl bei der Strategie als auch bei ihrer Unternehmensführung eine auf Nachhaltigkeit zielende Abwägung zwischen wirtschaftlichen, sozialen und umweltbezogenen Aspekten vor. Diesbezügliche Maßnahmen in den einzelnen Betrieben erstrecken sich u.a. auf die Bereiche Energiereduzierung oder Senkung des Wasserverbrauchs an den Standorten sowie auf eine Senkung des Schadstoffausstoßes durch optimierte Logistikplanung.

Weitere Risiken

Prognosen im Hinblick auf die Entwicklung des deutschen Foodservice Marktes sind immer mit Unwägbarkeiten behaftet. Die Erschließung neuer Exportmärkte und die Investition in partnerschaftliche Zusammenarbeit mit unseren Kunden dienen der weitgehenden Minimierung dieses Risikos.

Potenziellen Produkthaftungsrisiken begegnet die Vion Food Group durch laufende Kontrollen der Qualitätsstandards. Beträchtliche Investitionen im Bereich Qualitätssicherung wurden in den letzten Jahren getätigt. So sorgen standorteigene Qualitätssicherungsabteilungen für eine Minimierung von Risiken in Bezug auf Hygiene und Fleischqualität.

Darüber hinaus bestehen bei Produktionsbetrieben immer auch Risiken im Zusammenhang mit technischen Betriebsstörungen, in deren Folge beispielsweise Brände entstehen können, die wiederum zu kostspieligen Produktionsausfällen führen. Diese Risiken werden durch innerbetriebliche Sicherheitsvorkehrungen und -kontrollen weitestgehend minimiert und sind im Schadensfall versicherungstechnisch abgedeckt.

Berichterstattungsrisiken

Finanzwirtschaftliche Risiken

Das Liquiditätsrisiko wird zentral im Bereich Konzern-Treasury in den Niederlanden gemanagt. Zur Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit werden im Rahmen der durch Gesellschaften der Vion Food Group gewährten Darlehen liquide Mittel bereitgestellt, um innerhalb der Vion Food Group sämtliche geplanten Zahlungsverpflichtungen zur jeweiligen Fälligkeit erfüllen zu können. Letztere bestehen sowohl in operativen Zahlungsströmen als auch in der Veränderung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten und werden aus der Liquiditätsplanung abgeleitet.

Gesetze und Regelungen

Die Compliance-Risiken, mit denen die FVZ Convenience GmbH konfrontiert werden kann, wurden identifiziert. Die Gesellschaft erfüllt alle relevanten gesetzlichen Bestimmungen und Regelungen. Eine Bestandsaufnahme und anschließende Umsetzung erfolgt auch im laufenden Jahr wieder auf der Ebene der operationalen Unternehmen.

Einschätzung der Risikolage

Insgesamt hat die Beurteilung der gegenwärtigen Risikosituation ergeben, dass keine den Fortbestand der FVZ Convenience GmbH gefährdenden Risiken bestehen und zukünftige bestandsgefährdende Risiken unserer Einschätzung nach gegenwärtig nicht vorliegen.

Chancenbericht

Moralisch-ethische Kriterien gewinnen für das Konsumverhalten der Verbraucher an Bedeutung. Das gilt besonders für den Kauf von Lebensmitteln. Laut einer vom BMEL beauftragten Umfrage zum Einkaufs- und Ernährungsverhalten in Deutschland kaufen 6 von 10 Verbrauchern häufig bewusst Lebensmittel ein, die aus einer bestimmten Region stammen. 44 % bzw. 43 % der Befragten berichteten, häufig auf Merkmale wie Tierschutz bzw. nachhaltige Produktion zu achten. Bio-Anbau ist für 41 % der Verbraucher ein wichtiges Argument beim Kauf von Lebensmitteln und wird damit von ebenso vielen Befragten angeführt, wie der Wunsch bewusst preiswert einzukaufen. Für die Ernährungswirtschaft und den Handel bestehen damit Chancen auf eine erhöhte Ausgabenbereitschaft der Verbraucher.

Das Thema Tierschutz ist in den letzten Jahren verstärkt in das Bewusstsein der Verbraucher gerückt. Die Vieh- und Fleischbranche nimmt diese Einstellung des Verbrauchers sehr ernst. In vielen Runde-Tisch Gesprächen in den letzten zwei Jahren mit allen Marktbeteiligten -angefangen von den Nutztierhaltern, über die Schlachtbranche bis hin zum Lebensmitteleinzelhandel und zum Verbraucher - wurden Lösungen für eine stärkere Berücksichtigung des Tierschutzes in der Produktions- und Vermarktungskette erarbeitet.

Auf dieser Basis wurde die Initiative Tierwohl gegründet, die am 1. Januar 2015 in Deutschland an den Start geht. In einem ersten Schritt haben sich die namhaften Lebensmitteleinzelhandelsketten wie Edeka, Aldi und Lidl dazu verpflichtet, 4 Cent je verkauftes kg Fleisch in einen Fonds abzuführen. Hieraus erhalten jene Landwirte Zuschüsse, die ihre Tiere nach den vorgeschriebenen Tierwohlkriterien halten.

Ab August 2015 soll das Tierwohlfleisch, das nicht gesondert gekennzeichnet wird, in die Ladentheken kommen. Mit der Initiative Tierwohl ist es damit erstmals gelungen, im gemeinsamen Schulterschluss mit der gesamten Produktionskette Fleisch, die Weichen für noch mehr Tierwohl in den deutschen Nutztierställen zu stellen.

Wir richten unsere Vertriebsaktivitäten konsequent an den Märkten aus und sehen insbesondere in unseren innovativen und zeitgerechten Produkten und Dienstleistungen eine solide Basis, auch zukünftig die Nachfrage bei bestehenden Kunden auszubauen sowie neue Kunden gewinnen zu können.

Um für die Kunden attraktiv zu bleiben, werden wir unsere Produktentwicklung in 2015 stärken.

Zusätzliche Chancen sieht die FVZ Convenience GmbH im Ausbau der Internationalisierung, d.h. in dem Ausbau des Exportgeschäfts.

 

Holzwickede, 28. März 2015

Die Geschäftsführung

Markus Kraus

Armin Trinkwalder

Bilanz zum 31. Dezember 2014

Aktiva

Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten   42.153,00 41
II. Sachanlagen      
1. Bauten auf fremden Grundstücken 195.612,00   223
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.039.167,00   2.813
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 242.416,00   293
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.211.097,23   0
    4.688.292,23 3.329
    4.730.445,23 3.370
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.813.259,01   1.549
2. Unfertige Erzeugnisse 206.187,00   250
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 2.469.039,00   2.592
    4.488.485,01 4.391
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.020.125,02   5.501
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 200.341,97   302
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhätlnis besteht 0,00   446
4. Sonstige Vermögensgegenstände 221.897,58   0
    6.442.364,57 6.249
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks   333.609,74 830
    11.264.459,32 11.470
    15.994.904,55 14.840

Passiva

     
      Vorjahr
  EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital 1.432.000,00   1.432
II. Gewinnvortrag 93,48   0
III. Jahresüberschuss 0,00   0
    1.432.093,48 1.432
B. Rückstellungen      
1. Steuerrückstellungen 4.800,00   5
2. Sonstige Rückstellungen 1.522.522,82   1.428
    1.527.322,82 1.433
C. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.440.693,80   3.251
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9.441.455,09   6.805
davon aus Lieferungen und Leistungen EUR 460.715,36 (Vj. TEUR 773)      
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00   1.768
davon aus Lieferungen und Leistungen EUR 0,00 (Vj. TEUR 365)      
4. Sonstige Verbindlichkeiten 153.339,36   151
davon aus Steuern EUR 71.443,19 (Vj. TEUR 73)      
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 3.902,45 (Vj. TEUR 5)      
    13.035.488,25 11.975
    15.994.904,55 14.840

Gewinn- und Verlustrechnung für 2014

Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 72.089.074,75   71.805
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -137.335,00   -964
3. Sonstige betriebliche Erträge 274.383,29   326
    72.226.123,04 71.167
4. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 47.098.174,88   46.881
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.355.730,42   3.947
5. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter 2.995.449,61   2.890
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 578.871,79   559
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 794.414,55   842
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 13.562.073,73   12.507
    69.384.714,98 67.626
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 326.025,30   214
davon an verbundene Unternehmen EUR 326.025,30 (Vj. TEUR 20)      
    -326.025,30 -214
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   2.515.382,76 3.327
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   -1,73 255
11. Sonstige Steuern   9.645,33 9
12. Ausgleichszahlung an Minderheitsgesellschafter   0,00 1.403
13. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführte Gewinne   2.505.739,16 1.660
14. Jahresüberschuss   0,00 0

Anhang zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss 2014 wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG erstellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

2. Erläuterung zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Das Sachanlagevermögen und die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode unter Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer berechnet. Gebäude werden über einen Zeitraum von 20 bis 33 Jahren, Technische Anlagen und Maschinen werden über einen Zeitraum von 5 bis 15 Jahren und die Betriebs- und Geschäftsausstattung über einen Zeitraum von 3 bis 10 Jahren abgeschrieben. Neu angeschaffte geringwertige Wirtschaftsgüter über 150,00 bis 1.000,00 Euro werden aktiviert und über 5 Jahre linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter unter 150,00 Euro werden im Jahr der Anschaffung als Aufwand gebucht.

Die Vorräte wurden, soweit ermittelbar, zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu den voraussichtlichen Verkaufspreisen abzüglich der der noch anfallenden Kosten bis zur Veräußerung sowie abzüglich der Gewinnspanne bewertet, höchstens jedoch zu dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu den Nominalbeträgen abzüglich angemessener Einzelwertberichtigung ausgewiesen.

Die flüssigen Mittel wurden mit dem Nennwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (das heißt einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde entsprechend die Abzinsung berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt.

3. Entwicklung des Anlagevermögens

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

4. Erläuterung zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die bilanzierten Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten insbesondere Bonusvergütungen i.H.v. TEUR 1.194 (Vorjahr TEUR 1.144).

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen TEUR 8.981 (Vorjahr TEUR 6.032) auf den Gesellschafter.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

5. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen am Bilanzstichtag aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 1.758. Davon sind TEUR 739 innerhalb eines Jahres fällig. Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 1.745 und resultieren aus der Anmietung des Gebäudes und der Kälteanlage.

Alleiniger Gesellschafter der FVZ Convenience GmbH, Holzwickede, ist zum 31. Dezember 2014 die NFZ Convenience Produkte GmbH, Buchloe.

Die Gesellschaft hat mit der NFZ Convenience Produkte GmbH einen Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen.

Die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

2014 2013
Angestellte 26 28
Gewerbliche Mitarbeiter 55 55
Aushilfskräfte 2 8

Der Geschäftsführung gehören an:

Markus Kraus, Geschäftsführer Vertrieb

Armin Trinkwalder, Kaufmännischer Geschäftsführer

§ Die Angaben nach § 285 Nr. 9a HGB unterbleiben gemäß § 286 Absatz 4 HGB.

§ Konzernzugehörigkeit:

Die Gesellschaft gehört zum Konzernkreis der Vion Holding N.V., Best/ Niederlande und wird in deren Konzernabschluss (größter und kleinster Konsolidierungskreis) einbezogenen. Dieser wird bei der Handelskammer von Eindhoven unter der Nummer 170 539 01 hinterlegt.

 

Holzwickede, 28. März 2015

Die Geschäftsführung

Markus Kraus

Armin Trinkwalder

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2014

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
01.01.2014 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2014
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen 166 32 0 0 198
  166 32 0 0 198
II. Sachanlagen          
1. Bauten auf fremden Grundstücken 451 0 0 0 451
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.237 872 0 0 12.109
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.190 40 0 8 1.222
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 1.211 0 0 1.211
  12.878 2.123 0 8 14.993
  13.044 2.155 0 8 15.191
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2014 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2014
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen 125 30 0 0 156
  125 30 0 0 156
II. Sachanlagen          
1. Bauten auf fremden Grundstücken 227 28 0 0 255
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.425 646 0 0 9.070
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 897 91 8 0 980
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
  9.549 764 8 0 10.305
  9.675 794 8 0 10.461
Buchwerte
31.12.2014 31.12.2013
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen 42 41
  42 41
II. Sachanlagen    
1. Bauten auf fremden Grundstücken 196 223
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.039 2.813
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 242 293
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.211 0
  4.688 3.329
  4.730 3.370

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der FVZ Convenience GmbH (vormals FVZ - Westfood Convenience GmbH), Holzwickede, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, den 18. Juni 2015

Ernst & Young GmbH
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