BETH Sondermaschinen GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jürgen Köster seit 12.10.2023 | Geschäftsführer |
Christopher Köster seit 2.9.2022 | Geschäftsführer |
Hildegard Köster seit 6.8.2002 | Prokura |
Ernst Köster seit 6.8.2002 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 33.30% | |
| 33.30% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 70.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Paul Köster GmbHMedebachJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Firma Paul Köster GmbH hat ihren Sitz in Medebach. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Arnsberg unter HR B 2553 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 265 Abs. 1 Satz 2, 266 ff. HGB) sowie den ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt (§ 275 Abs. 2 HGB). Der Jahresabschluss wurde vor Verwendung des Jahresergebnisses erstellt. Die Bewertung wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) vorgenommen. Das Gliederungsschema der Bilanz wurde gemäß § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB um die Posten A.III.3. "Rückdeckungsansprüche aus Versicherungen" und A.III.4. "Genossenschaftsanteile" erweitert. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Anlagevermögen Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen wurden linear über die Nutzungsdauer, die auf Basis der steuerlichen Abschreibungstabellen ermittelt wird, vorgenommen. Die Sachanlagen wurden zu den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 800,00 wurden gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Erwerbsjahr voll abgeschrieben. Die Abschreibungen wurden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear und degressiv vorgenommen. Bei den Posten des Finanzanlagevermögens wurden die bilanzierten Werte mit den Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Umlaufvermögen Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgte zu Anschaffungskosten abzüglich Anschaffungskostenminderungen nach der Durchschnittsmethode zum gleitenden Durchschnittswert; sofern der letzte vor dem Abschlussstichtag bekannte beizulegende Wert niedriger war, wurde dieser zur Bewertung herangezogen. Die Bestände an unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet; diese umfassen die produktionsbezogenen Vollkosten (§ 255 Abs. 2 HGB); Fremdkapitalzinsen wurden nicht einbezogen. Die Bestände sind verlustfrei bewertet. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden von den Vorräten abgesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennbetrag oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Einzelwertberichtigungen wurden in erforderlicher Höhe vorgenommen. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine Pauschalwertberichtigung von 2 % (Vj.: 2 %) der nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet; die Methode der jährlich neuen Prozentsatz-Ermittlung bleibt unverändert. Die liquiden Mittel sind zum Nominalwert angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten Unter den Rechnungsabgrenzungsposten wurden Aufwendungen, die einen kalendermäßig bestimmbaren Zeitraum in folgenden Geschäftsjahren betreffen, mit den gezahlten Beträgen erfasst. Latente Steuern Von dem Wahlrecht, auf den Ansatz einer sich insgesamt aus den Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz ergebenden zukünftigen Steuerentlastung als aktive Steuerlatenz zu verzichten, wird Gebrauch gemacht (§ 274 Abs. 1 Satz 2 HGB). Ein sich ergebender Überhang passiver latenter Steuern wird grundsätzlich angesetzt. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt. Die Kapitalrücklage i.S.v. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB beruht auf einem Gesellschafterbeschluss vom 19.12.2000. Rückstellungen und Verbindlichkeiten Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Pensionsrückstellungen werden pauschal mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 13.252,00 (Vj.: EUR 68.738,00). Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt. Verpfändete Rückdeckungsversicherungen wurden mit den Rückstellungen saldiert. Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, wurden mit dem Euroreferenzkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. IV. Erläuterungen zur Bilanz (1) Anlagevermögen historische Anschaffungs- und Herstellungskosten und Herstellungskosten
kumulierte Abschreibungen
Restbuchwerte
Die Rückdeckungsansprüche aus Versicherungen betrafen Rückkaufswerte von drei fondsgebundenen Rentenversicherungen mit einem jeweiligen Einzahlungsbetrag i.H.v. TEUR 200, endfällig am 1. September 2023. (2) Anteile an verbundenen Unternehmen Der Ausweis betrifft im Einzelnen:
(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen aus Leistungen wurden mit Einzelwertberichtigungen i.H.v. EUR 2.380,00 (Vj.: EUR 59.657,50) und Pauschalwertberichtigungen i.H.v. EUR 285.814,00 (Vj.: EUR 301.538,00) belegt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stellen gleichzeitig Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dar. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen aus Ertragsteuern i.H.v. EUR 35.118,41 (Vj.: EUR 0,00), im Folgejahr abzugsfähige Vorsteuer i.H.v. EUR 6.327,31 (Vj.: EUR 8.290,82), Personalforderungen i.H.v. EUR 0,00 (Vj.: EUR 14.703,82) und debitorische Kreditoren i.H.v. EUR 3.214,16 (Vj.: EUR 22.526,17). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben folgende Restlaufzeiten:
(4) Eigenkapital Das gezeichnete Kapital in Höhe von EUR 615.000,00 ist voll eingezahlt. Der Gewinnvortrag entwickelte sich wie folgt:
(5) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt (§ 285 Nr. 24 HGB):
Da die Voraussetzungen für das Vorliegen von Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfüllt sind, wurden folgende Saldierungen vorgenommen:
(6) Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
(7) Sonstige Verbindlichkeiten Der Posten enthält Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer i.H.v. EUR 681.522,11 (Vj.: EUR 2.340.725,32) und aus Lohn- und Kirchensteuer i.H.v. EUR 206.183,51 (Vj.: EUR 210.190,38). (8) Restlaufzeiten und Sicherheiten der Verbindlichkeiten, Mitzugehörigkeit
Die Besicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 2.529 (Vj.: TEUR 3.003) erfolgte durch Grundschulden, Bürgschaften, Globalzession bzw. Abtretung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Sicherungsübereignungen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind teilweise durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte gesichert; die anderen Verbindlichkeiten sind ungesichert. (9) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Lage des Unternehmens von Bedeutung sind, bestehen zum Abschlussstichtag aus Miet- und Leasingverträgen mit Restlaufzeiten bis 2026 insgesamt in Höhe von TEUR 471 (i.Vj.: TEUR 654). (10) Latente Steuern Die latenten Steuern ergeben sich aus folgenden Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz:
Der angewendete Steuersatz beträgt 30 %. Aktive latente Steuerüberhänge werden unter Inanspruchnahme des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt. V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. (11) Aufgliederung der Umsatzerlöse
(12) Sonstige betriebliche Erträge Der Posten enthält Erträge aus Anlageabgängen i.H.v. EUR 22.332,26 (Vj.: EUR 16.377,17) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen i.H.v. EUR 74.201,50 (Vj.: EUR 1.169,23). (13) Sonstige betriebliche Aufwendungen Der Posten enthält Verluste aus Anlageabgängen i.H.v. EUR 35,30 (Vj.: EUR 4,00), Aufwendungen aus Zuführung zu Wertberichtigungen und Forderungsverluste i.H.v. EUR 0,00 (Vj.: EUR 195.814,90), sonstige aperiodische Aufwendungen i.H.v. EUR 1.755,00 (Vj.: EUR 0,00) sowie Aufwendungen für Schadenersatz und Vertragsstrafen i.H.v. EUR 14.088,16 (Vj.: EUR 0,00). (14) Steuern vom Einkommen und Ertrag Der Ertragsteueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:
VI. Sonstige Angaben (15) Angaben zur Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr wurden neben der Geschäftsleitung im Durchschnitt 266 Arbeitnehmer (Vj.: 265) beschäftigt; davon entfielen auf den gewerblichen Bereich 131 (Vj.: 135) Mitarbeiter und auf den kaufmännischen/technischen Bereich 135 (Vj.: 130) Mitarbeiter. (16) Angaben zum Abschlussprüferhonorar Auf die Angabe des Abschlussprüferhonorars nach § 285 Nr. 17 HGB wird verzichtet, da die Angaben in einem die Paul Köster GmbH einbeziehenden Konzernabschluss enthalten sind. (17) Angaben zur Geschäftsführung Die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr durch folgende Geschäftsführer vertreten:
Sie sind jeweils einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr 2023 insgesamt TEUR 541. (18) Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine hält an. Die sich daraus ergebenden Unsicherheiten sind im Lagebericht beschrieben. Hohe Rohstoff- und Energiepreise, teilweise fehlende Materialien, lange Lieferzeiten und Fachkräftemangel belasten den Geschäftsbetrieb. VII. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn i.H.v. EUR 21.074.745,81, bestehend aus einem Gewinnvortrag i.H.v. EUR 20.374.547,62 und einem Jahresüberschuss i.H.v. EUR 700.198,19, auf neue Rechnung vorzutragen.
Medebach, den 23. Juli 2024 - Geschäftsführer - - Geschäftsführer - - Geschäftsführer - - Geschäftsführer - A. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS I. GESCHÄFTSMODELL DES UNTERNEHMENS Die Paul Köster GmbH ist primär im Bereich der Automobilindustrie und deren Zulieferindustrie tätig. Hierzu gehören insbesondere Gießereien für Grauguss und Aluminium sowie Unternehmen im Bereich mechanischer Bearbeitung. Hier werden maßgeblich Dichtheitsprüfmaschinen, Montagemaschinen und Automationseinrichtungen geliefert. Hierzu werden mit steigendem Anteil Maschinen zur Produktion im Bereich E-Mobilität entwickelt und gefertigt. Zur breiten Produktaufstellung gehört auch die Belieferung von Unternehmen in der Region mit Sondermaschinen und Einrichtungen. Kleinserienfertigung im Bereich von speziellen Transportgeräten runden das Produktprogramm ab. Seit dem Jahr 2022 wurden neue Produkte in das Portfolio mit aufgenommen. Hierunter fallen Prüfmaschinen für Wasserstoffantrieb und Fertigungslinien für Verdichteranlagen. II. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG Die Weiterentwicklung im Projektgeschäft wird primär im Kundenauftrag durchgeführt. Hieraus sind Standards entstanden, die in vielen Neuprojekten zum Einsatz kommen. Die weitere Entwicklung lag auf Prüfsystemen für Wasserstoffanwendungen und automatisierte Endkontrollsysteme. Im Bereich der E-Mobilität wurden aus ersten Systemen der vergangenen Jahre komplexere Lösungen entwickelt. Ergänzend hierzu wurde ein System zur Laserbeschichtung von Bremsscheiben entwickelt. Die Markteinführung hat sich durch EU-Anforderungen zeitlich verschoben. Im Bereich der Automation wurden Systeme für die Beladung von Bearbeitungszentren konstruiert, die mit Vision Systemen zur Lageerkennung verknüpft sind. Diese Einrichtungen gehören mit zur Diversifizierung in der Produktpalette, sie sind unabhängig von der Automobilindustrie. Mit diesen Entwicklungen stehen insgesamt erstklassige Produkte und Prozesse zur Verfügung, die gleichzeitig die Lösung bieten, gemessen an der hohen Komplexität einfach und damit kundenfreundlich in der Handhabung zu sein. Verschiedene technologische Prozesse und Automations- und Montagetechniken aus einer Hand anbieten zu können, gibt den Kunden die Gewissheit, für ihre jeweils individuellen Anforderungen die passenden Lösungen schnittstellenarm zu finden. Die Kosten für F+E im Jahr 2023 betrugen TEUR 308. In dem Bereich sind durchschnittlich vier Mitarbeiter beschäftigt. B. WIRTSCHAFTSBERICHT I. GESAMTWIRTSCHAFTLICHE, BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN Die gesamtwirtschaftliche Lage zeigt weiterhin zwei verschiedene Seiten. Der Auftragseingang war weiterhin sehr gut. In 2023 lag dieser bei 66,9 Mio. € und somit nochmals auf gesteigertem höchstem Niveau, die Kosten- und Beschaffungssituation jedoch war auch in Jahr 2023 angespannt. Der Strukturwandel in der Automobilindustrie war in 2022 stark auf Beauftragungen in der E-Mobilität fokussiert. In 2023 lag wieder ein hoher Anteil auf Verbrenner-Projekten speziell im hochmotorisierten Bereich und bedingt durch Produktionsverlagerungen der Automobilhersteller. Die Weltwirtschaft ist weiterhin schwierig einzuschätzen. Die Beschaffungspreise sind nur noch mäßig steigend, aber weiterhin auf sehr hohem Niveau. Die Lieferketten sind noch nicht geschlossen, so dass es hier weiterhin zu Lieferverzögerungen kommt. Der Mangel an Fachkräften schafft keine sicheren Planungskriterien. Die Elektromobilität wird unter dem hohen politischen Druck bei den Automobilherstellern weiterhin priorisiert. Daraus ergeben sich vielfältig Projekte mit kurzem Umsetzungszeitraum. Die aktuellen Zulassungszahlen zeigen jedoch, dass durch den Wegfall der Kaufzuschüsse das Interesse der Käufer deutlich gesunken ist. Dies zeigt zum Ende 2023 deutlich zurückgehende Zulassungszahlen in allen Bereichen. Für 2024 ist die Auftragslage und der Auftragseingang als äußerst positiv anzusehen. Mit dem erkennbaren Auftragseingang wird das Umsatzziel mit 50 Mio. € realisiert werden können. Hinderungsgrund kann weiterhin die Beschaffungssituation sein, da die Verfügbarkeiten einiger Komponenten weiterhin zu hohen Beständen an nicht fertigzustellenden Projekten und somit nicht zu Umsätzen führte. Dies könnte sich erneut in abgeschwächter Form wiederholen. II. DARSTELLUNG DES GESCHÄFTSVERLAUFS UND DES GESCHÄFTSERGEBNISSES Die im Vorjahr prognostizierte Umsatzentwicklung für das Jahr 2023 konnte übertroffen werden. So wurden die geplanten Umsatzerlöse (EUR 48,0 Mio.) mit einem erzielten Umsatz von EUR 52,4 Mio. um EUR 4,4 Mio. überschritten. Die Umsatzsteigerung resultierte im Wesentlichen aus dem Abschluss von Vorjahresprojekten, die auf Grund fehlender Komponenten im Vorjahr nicht mehr zur Schlussrechnung gekommen sind. Das geplante positive Jahresergebnis wurde mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 700 erreicht. Im Wesentlichen waren die Beschaffungssituation allgemein und die Preissteigerung der Zukaufkomponenten Grund für ein nicht noch besseres Gesamtergebnis. Bei um 0,3% (Vj.: +51,2%) reduzierten Umsatzerlösen und einer Bestandsveränderung der in Ausführung befindlichen Aufträge in Höhe von -TEUR 523 (i.Vj. -TEUR 4 Mio.) hat sich die Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr um 6,9% (i.Vj.: +5,9%) erhöht. Bei einer Reduzierung (i.Vj. Erhöhung in Höhe von TEUR 3.182) des Betriebsergebnisses um TEUR 813 auf TEUR 451 (i.Vj. TEUR 1.264) hat sich das Jahresergebnis bei einer Steigerung des Finanzergebnisses auf +TEUR 249 um insgesamt TEUR 439 von TEUR 1.139 auf TEUR 700 vermindert. 1. Umsatz- und Auftragsentwicklung Der Auftragseingang konnte im Vergleich zum bereits guten Vorjahr mit plus 16% erneut sehr positiv verbucht werden. Die Auslastung der Produktion ist auch weiterhin als gesichert anzusehen. Der Umsatz hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,3% vermindert. Wie auch in den Vorjahren wurde ein Sockelvolumen im Bereich von kurzfristigen Projekten verbucht. Hierbei handelt es sich um Aufträge, die die Kunden vom Automobilisten erhalten haben und innerhalb weniger Wochen umgesetzt werden müssen (2023 < 8 Wochen = TEUR 3.600). Der Schwerpunkt der Aktivitäten im Jahr 2023 lag im Kernmarkt Europa (West und Ost) sowie im amerikanischen Markt (Nord- und Mittelamerika). 2. Produktion Schwerpunkt und Grundbaustein in der Produktpalette waren im Jahr 2023 weiterhin Dichtheitsprüfmaschinen sowie Spann- und Abdichtvorrichtungen für die Dichtheitsprüfung. Einen großen Anteil nehmen inzwischen Automationssysteme, Roboterautomationszellen und Fördertechnik ein und hatten 2023 auch einen gestiegenen Anteil in der Produktion. Es wird weiter davon ausgegangen, dass der Verbrennungsmotor zeitnah nicht komplett als Produktbasis vom Markt verdrängt wird. Für 2024 sind bereits einige Projekte in diesem Segment gebucht. Im Bereich Elektro-Mobilität sind weitere neue Produkte hinzugekommen, die mit den bestehenden Produktionsmöglichkeiten gut umgesetzt werden können. Interne, externe und Kundenaudits haben auch 2023 die Wirksamkeit des QM- Systems in allen Bereichen des Unternehmens und besonders in der Produktion bestätigt. 3. Beschaffung Die Beschaffung erfolgt bei ausgewählten und bewerteten Lieferanten mit hohem Qualitätsniveau. Flexibilität, Liefertreue und ein gutes Preisniveau sind hier weiterhin wichtige Bewertungskriterien. Trotz einer konsequenten Einkaufspolitik konnten die Einkaufspreise für Rohmaterial und Komponenten nicht stabil gehalten und auch die Verfügbarkeit nicht uneingeschränkt sichergestellt werden. Die gegenwärtige Versorgungslage ist weiterhin als nicht entspannt anzusehen. Die Lieferzeiten sind immer noch sehr lang und nicht zuverlässig, Preissteigerungen sind weiterhin in einigen Bereichen zu verzeichnen. Die hohe Inflationsrate hat sich in den Lohnverhandlungen niederschlagen und wird die Kostensituation weiter strapazieren. Die erforderlichen beschafften Materialien, Halbzeuge und Kaufteile werden in unterschiedlichen Lagern prozessnah bereitgestellt. Alle Läger sind im ERP- System online erfasst und die Entnahmen werden direkt gebucht und den Projekten zugeordnet. Im Vergleich zu den Vorjahren mussten die Vorratslager erneut noch einmal aufgestockt werden. Hiermit wird versucht, eine Lieferfähigkeit in Bezug auf Projekte und Ersatzteile sicherzustellen. Der hohe Lagerbestand bindet auf der anderen Seite Kapital und reduziert die Liquidität. Die Beschaffung erfolgt seit vielen Jahren über einen stabilen Grundstamm von Lieferanten. Hier werden überwiegend namhafte Marken eingesetzt, die weltweit vertreten sind. Somit ist auch die Ersatzteilbeschaffung an den Einsatzorten der Kunden unkritisch. Mittels Rahmen- und Abrufverträgen und Konditionsvereinbarungen ist die Basis für ein stabiles Einkaufssystem gesetzt, welches durch oben genannte Einflüsse dennoch zu erhöhten Anstrengungen in der Beschaffung führt. Die Lieferanteninformationen zu Preisveränderungen und Lieferzeiten werden dem Vertrieb zur Berücksichtigung in neuen Angeboten wöchentlich vermittelt. 4. Investitionen Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind folgende Investitionen durchgeführt worden:
Die Investitionen im Jahr 2023 sind auf ein notwendiges Minimum reduziert worden und beschränkt sich im Wesentlichen auf Ersatzbeschaffungen im Bereich Fuhrpark und IT. Für das Jahr 2024 sind weitere Investitionen in IT-Sicherheit, die Verjüngung des Fuhrparks und die Anschaffung einer Bearbeitungsmaschine geplant. 5. Finanzsituation Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 21.715 (Vj.: TEUR 21.015) und hat sich durch den laufenden Jahresüberschuss i.H.v. TEUR 700 entsprechend erhöht. Die bilanzielle Eigenkapitalquote der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag 72,1% gegenüber 70,6% im Vorjahr. Neue Darlehensverpflichtungen gegenüber Kreditinstituten für Auftragsfinanzierungen mussten nicht abgeschlossen werden. Der bestehende Kontokorrent- Kreditrahmen wurde zum Stichtag teilweise in Anspruch genommen. Leasingverpflichtungen bestehen nur in geringfügiger Höhe und resultieren im Wesentlichen aus dem Bikeleasing der Belegschaft, Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten erfolgen nicht. 6. Personal- und Sozialbereich Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten mit Berücksichtigung der Geschäftsleitung und der Auszubildenden belief sich auf 303 Arbeitnehmer (Vorjahr: 302 Arbeitnehmer). Der Personalaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,4% erhöht. Die Personallage ist als angespannt zu bezeichnen. Der Altersaufbau der Belegschaft ist ausgewogen. Durch intensive Akquise der HR-Abteilung konnten die freigewordenen Stellen durch Renteneintritt nahezu reibungslos wieder besetzt werden. Der Fachkräftemangel hat sich besonders im ländlichen Raum weiter verstärkt. Ausbildungsstellen konnten erneut nicht vollständig besetzt werden. Der prozentuale Anteil an Abgängen direkt nach Abschluss der Berufsausbildung hat sich überwiegend bedingt durch anschließende Weiterbildung erhöht. Dennoch können positiv auch Rückkehrer nach Abschluss der Weiterbildung verzeichnet werden. Fortbildungen bzw. Qualifizierungsmaßnahmen der Mitarbeiter (m/w/d) erfolgen regelmäßig und konnten wieder planmäßig durchgeführt werden. Für einen Geschäftsführer und den im Geschäftsjahr ursprünglich ausgeschiedenen Geschäftsführer existieren Pensionszusagen, von denen im Geschäftsjahr der für den ursprünglich ausgeschiedenen Geschäftsführer bestehende Versorgungsanspruch auf einen Pensionsfonds ausgelagert worden ist. Seit 2003 besteht für die Mitarbeiter (m/w/d) die Möglichkeit einer betrieblichen Altersversorgung in Form einer Pensionskasse oder die Produktvariante der Metallrente. Es existiert ein Betriebsrat, dem seit Mai 2014 neun Mitarbeiter (m/w/d) angehören. 7. Andere wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres Im Jahr 2023 wurden ein Prozessaudit, ein Systemaudit sowie diverse interne und externe Produktaudits durchgeführt. Das Systemaudit ist im März 2023 durchgeführt worden. Die jeweiligen Ergebnisse bei den internen Systemaudits / Prozessaudits werden in der Maßnahmenliste dokumentiert. Die Überprüfung der Maßnahmen erfolgt in regelmäßigen Abständen aber auch bei den darauffolgenden Audits. Zusätzlich wurde das neu eingeführte Umweltmanagementsystem nach DIN EN ISO 14001 in einem externen Audit zertifiziert. III. DARSTELLUNG DER LAGE 1. Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 29.758 um TEUR 366 (1,2%) auf TEUR 30.124 geringfügig erhöht. Auf der Aktivseite hat sich das Anlagevermögen bei Zugängen von TEUR 554, Abschreibungen von TEUR 502 und Anlagenabgängen von TEUR 684 um insgesamt TEUR 632 vermindert. In den Abgängen sind Aus- bzw. Rückzahlungen von Finanzanlagen in Höhe von TEUR 671 enthalten. Das Umlaufvermögen hat sich bei einer Zunahme der Vorräte (TEUR 2.133; davon infolge einer Abnahme saldierter erhaltener Anzahlungen: TEUR 2.225), der Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und liquiden Mittel (TEUR 180) und der Rechnungsabgrenzung (TEUR 82) sowie einer Abnahme der Leistungsforderungen (TEUR 1.397) um insgesamt TEUR 998 gegenüber dem Vorjahr erhöht. Die Passivseite ist geprägt durch eine Zunahme des Eigenkapitals (TEUR 700), der Rückstellungen (TEUR 297) und Leistungsverbindlichkeiten (TEUR 1.537) sowie eine Abnahme der Bankverbindlichkeiten (TEUR 474) und sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 1.694). Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 21.715 (= 72,1% der Bilanzsumme) gegenüber TEUR 21.015 (= 70,6% der Bilanzsumme) im Vorjahr. Der Anlagendeckungsgrad II ((Eigenkapital + langfristiges Fremdkapital) / Anlagevermögen) beträgt 613% gegenüber 505% im Vorjahr. 2. Finanzlage Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich von -TEUR 271 um TEUR 759 auf TEUR 488 deutlich erhöht. Der Mittelzufluss aus Investitionstätigkeit beträgt TEUR 152 gegenüber einem Mittelabfluss (TEUR 103) im Vorjahr; hierin enthalten sind TEUR 671 aus der Aus- bzw. Rückzahlung von Finanzanlagen. Der Mittelabfluss (Darlehenstilgung) aus Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR 1.399 gegenüber einem Mittelzufluss (TEUR 1.535) im Vorjahr. Insgesamt verbleibt ein von TEUR 141 um TEUR 759 auf -TEUR 618 verminderter Finanzmittelbestand zum 31. Dezember 2023. 3. Ertragslage Die Gesamtleistung hat sich gegenüber dem Vorjahr bei um TEUR 164 reduzierten Umsatzerlösen und einer um TEUR 3.513 verminderten Bestandsverminderung der unfertigen Leistungen um insgesamt TEUR 3.349 (Vj.: TEUR 2.723) von TEUR 48.531 auf TEUR 51.880 erhöht. Nach Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge von TEUR 486 (Vj.: TEUR 495) und eines um TEUR 4.101 auf TEUR 27.636 deutlich erhöhten Materialaufwands verbleibt ein um TEUR 761 auf TEUR 24.730 reduziertes Rohergebnis (Vj.: TEUR 25.491). Der Personalaufwand hat sich bei einer geringfügig erhöhten (im Durchschnitt 1) Mitarbeiterzahl (m/w/d) gegenüber dem Vorjahr um TEUR 465 auf TEUR 19.863 erhöht. Die Personalaufwandsquote beträgt 38,3% der Gesamtleistung gegenüber 40,0% im Vorjahr. Bei einer Abnahme der Abschreibungen (TEUR 14) und um TEUR 399 verminderten sonstigen betrieblichen Aufwendungen (im Wesentlichen aufgrund verminderter Zuführungen zu Wertberichtigungen und Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltung sowie Leiharbeitskräfte) ergibt sich ein um TEUR 813 auf TEUR 451 vermindertes Betriebsergebnis. Das Finanzergebnis beträgt +TEUR 249 gegenüber -TEUR 68 im Vorjahr. Nach Berücksichtigung der Ertragsteuern in Höhe von TEUR 0 aufgrund bestehender steuerlicher Verlustvorträge (Vj.: TEUR 57) verbleibt ein insgesamt um TEUR 439 auf TEUR 700 reduziertes Jahresergebnis 2023. IV. FINANZIELLE UND NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN Für die interne Unternehmenssteuerung werden die Kennzahlen Umsatz pro Mitarbeiter (m/w/d), Umsatzrendite und der Cashflow sowie Mitarbeiterbewertungen als Maßstab für die Mitarbeiterzufriedenheit herangezogen. Die Umsatzrendite wird errechnet aus dem "Ergebnis vor Steuern" im Verhältnis zu den Umsatzerlösen und der Cashflow aus der Summe aus Jahresergebnis, Abschreibungen und Bewertung (bzw. Auflösung) längerfristiger Rückstellungen. V. GESAMTAUSSAGE Die Vermögens- und Finanzlage ist gesichert. Die Ertragslage ist nicht zufriedenstellend, hat sich aber schon gegenüber den zwei Vorjahren verbessert. Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung hat sich im Zusammenhang mit der Beschaffungssituation erholt. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der teilweise verlängerten Zahlungsziele zu vereinnahmen. C. ZWEIGNIEDERLASSUNGSBERICHT Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten. D. PROGNOSEBERICHT Die anhaltende problematische Thematik der Transformation in der Automobilen Welt hat entscheidenden Einfluss auf die wirtschaftliche Situation. Projekte aus der E-Mobilität können nicht zusammenhängend abgewickelt werden, da Entwicklungsthemen zu Projektstopps führen. Projekte können nicht final in Betrieb genommen werden, da die Serienanläufe verschoben werden. Projekte im Verbrenner-Motor Bereich werden mit erhöhtem Druck und somit mit Mehrkosten gefordert. Vielen Kunden fehlt auf Grund unbeständiger Abrufzahlen die Liquidität und in dem Aufbau von Produkten für die E-Mobilität wurde viel investiert. Parallel belasten weiterhin die erheblichen Einflüsse aus dem Ukrainekrieg und den Konflikten in Nahost die Weltwirtschaft. Insbesondere für die Kunden als auch für das eigene Unternehmen bedeutet das Energiethema (Gaspreise, Ölpreise) in den kommenden Jahren einen Anstieg der Kosten, die nicht vollständig über die Produkte gedeckt werden. Der Anstieg der Lebenshaltungskosten wird weiter zu höheren Tarifforderungen führen. Die Vertragspartner, mit denen Aufträge aus 2022/23 bestehen, sind nicht bereit, Preissteigerungen zu akzeptieren. Aufgrund der schwierigen Datenlage und der außergewöhnlichen Gesamtsituation sind die Aussagen über die zukünftige Entwicklung sehr unsicher. Als sicher ist die Auftragssituation einzuschätzen, da sowohl Ende 2023 als auch Anfang 2024 ein sehr guter Auftragseingang zu verzeichnen ist und dies auf Basis von Produkten aus dem Standard-Produktprogramm. Wesentliche Änderungen der Geschäftspolitik sind nicht geplant. Die Diversifizierung in der Produktpalette soll auch im Jahr 2024 vorangetrieben werden. Hier sind insbesondere Produkte im Bereich Automatisierung von Wandfertigung im Hausbau geplant. Der Markt wird sich auch im Jahr 2024 weiter verändern. Die Produktion von Verbrennungsmotoren wird wieder etwas Fahrt aufnehmen. Das bisherige Ziel, ab 2035 keine neuen Verbrenner mehr in Europa zuzulassen, ist wieder in Frage gestellt und somit entstehen wieder neue Entscheidungsproblematiken für die Kunden und das Unternehmen. Der Weltmarkt wird durch politisch schwierige Brennpunkte und Kriege schwer kalkulierbar. Hierzu kommt mit entscheidend die Präsidentenwahl in den USA im November. Für das Jahr 2024 wird ein Umsatz ca. EUR 50,0 Mio. und ein positives Jahresergebnis erwartet. Die Situation im Bereich Automotive ist aber auch Antrieb für Neuentwicklungen in "Non- Automotive" Märkten, wo diverse Projekte akquiriert wurden. Die Produktionsauslastung für das Jahr 2024 ist durch Aufträge der Stammkunden und Neukunden sichergestellt. Fazit daher ist ein vorsichtig optimistischer Ausblick in das kommende Jahr, welches auf vorliegenden Bestellungen, Projektankündigungen und intensiver Kommunikation mit den Kunden basiert. Die 100%-Tochtergesellschaft LK Suzhou, China, kann sich weiter am asiatischen Markt behaupten und partizipiert an Projekten von Köster Kunden aus Europa und Amerika. Im Bereich E-Mobilität sind bisher wenige Projekte zu verzeichnen, da die chinesischen E- Fahrzeuge auf einem extremen Low-Cost Niveau die technischen komplexen Lösungen aus Europa nicht erfordern. Neu sind hier Projekte für die Reifenproduktion (Auto, Motorrad und Fahrrad), die ebenfalls aus den Erfahrungen des Stammunternehmens mit Kunden in Europa stammen. Die im Jahr 2015 anteilig erworbene Albrecht Sondermaschinen GmbH, Nordhausen, hat im lokalen Umfeld auch in der Zukunft eine solide Basis für Projekte im Bereich Montage- und Prüftechnik. In der Personalentwicklung sind weiterhin noch offene Stellen zu besetzen, der Markt gibt allerdings aktuell wenig geeignete Facharbeiter her. Offene Stellen sind bei den üblichen Adressaten (Agentur für Arbeit, lokale Presse, Social Media) bekannt gemacht. E. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT I. RISIKOBERICHT Generell sind die Risiken für das Geschäftsjahr 2024 unter ständiger Beobachtung zu halten. Die Automobilindustrie, die Zulieferer und die Maschinenbauer werden sehr stark vom Fortgang in der Transformation abhängig sein. Die Endkunden sind verunsichert und der Bedarf an E-Fahrzeugen oder Verbrennern ist nicht einschätzbar. Diese Unsicherheit schlägt sich in die Entscheidungsfreudigkeit wieder. Die unberechenbaren Produktionszahlen haben erheblichen Einfluss auf die Liquidität der Kunden und führen zu erhöhten Aufwendungen in der Zahlungskontrolle. Die Beschaffungsseite ist weiterhin betroffen, da erhöhte Lohnabschlüsse unvorhersehbare Preisanhebungen nach sich ziehen werden. Die Diskussionen über klimaneutrale Produktionen werden in der Zukunft zusätzlichen Einfluss auf die Preise bei bestimmten Materialien haben. Die Liquidität wird auch weiterhin durch Kundenanzahlungen für die Projekte und ein effektives Controlling im Zahlungseingang gewährleistet. Insgesamt ist die Liquiditätslage angespannt, da größere Einzelprojekte mit höherem Zukaufanteil für das Jahr 2024 anstehen. Die Anzahlungssituation und Größenordnung sind analog den Vorjahren, aber bei den Großprojekten ist die Restlaufzeit, die nicht über Vorauszahlungsbeträge abgedeckt werden kann, deutlich länger ist. Eine mögliche Insolvenzwelle im Kundenbereich ist unter starker präventiver Kontrolle zu halten, damit hier keine größeren Schäden für das Unternehmen entstehen. II. CHANCENBERICHT Die schnellen Veränderungen im Markt erfordern schnelle Reaktion im Unternehmen. Das aktuelle Team in der mechanischen, elektrischen und Softwareentwicklung ist in der Lage, auch im "Non-Automotive Bereich" Lösungen zu kreieren und mit der umfangreichen mechanischen Fertigung können neue Konzepte auch flexibel am Markt platziert werden. Der weiter erfolgte Ausbau der Prozessabteilung bietet die Möglichkeit, Kunden Leistungen anzubieten, die auf Grund von Personalabbau in deren Unternehmen nicht mehr so intensiv geleistet werden können. Die zur Motivationssteigerung eingesetzten Elemente wie Homeoffice, Wertguthabenvereinbarungen und Flexibilisierung der Arbeitszeiten über den gesamten Unternehmensbereich werden gut angenommen und führen zu höherer Effizienz der Prozesse und Zufriedenheit der Mitarbeiter (m/w/d). Der wesentliche Grundsatz des Unternehmens einer hohen Produktstreuung unter Realisierung einer dennoch hohen Fachkompetenz bei einer hohen eigenen Fertigungstiefe wird weiterhin oberste Zielsetzung für die Zukunft sein. III. GESAMTAUSSAGE Risiken in der nahen Zukunft werden unter Berücksichtigung des weiterhin schwierigeren Wettbewerbsumfeld, einem stagnierenden Preisniveau, steigenden Preisen für Kaufteile und der internationalen politischen Lage gesehen. Zu beachten ist auch die Mitarbeitersituation durch den Mangel an Fachkräften aber auch der geänderte gesellschaftliche Anspruch an die Arbeitsverhältnisse. Bei all den genannten Faktoren ist das Unternehmen für die Bewältigung der künftigen Risiken grundsätzlich gerüstet. F. RISIKOBERICHTERSTATTUNG ÜBER DIE VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTEN Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen gegen Kunden sowie Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten und Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm; Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Mit einem Großteil der Kunden besteht eine langjährige Zusammenarbeit. Im Zuge der hohen Investitionen der Kunden, bedingt durch viele Produktionserweiterungen, ist unter Nutzung der bestehenden Netzwerke die Kundenliquidität unter Beobachtung zu behalten. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele beglichen. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Anzahlungen sowie über Kreditlinien. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmens gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Bei Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine sehr konservative Risikopolitik. Vor- und Nachkalkulationen der Projekte sind hierbei ein wichtiges Instrumentarium. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein kontinuierliches Controlling durchgeführt und vorausschauend agiert. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement.
Medebach, den 23. Juli 2024 - Geschäftsführer - - Geschäftsführer - - Geschäftsführer - - Geschäftsführer - Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Paul Köster GmbH, Medebach Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Paul Köster GmbH, Medebach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Paul Köster GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 24. Juli 2024 VHL
Vahle & Langholz GmbH
Michael Schürmann, Wirtschaftsprüfer Carl Michael Eichler, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss der Paul Köster GmbH, Medebach zum 31.12.2023 wurde in der Gesellschafterversammlung vom 27.07.2024 festgestellt. Bilanz zum 31.12.2023AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Konzernkapitalflussrechnung der Paul Köster GmbH, Medebach, für das Geschäftsjahr 2023
Konzerneigenkapitalspiegelder Paul Köster GmbH, Medebach für die Zeit vom 31.12.2021 bis 31.12.2023
I. Allgemeine Angaben zum Mutterunternehmen Die Paul Köster GmbH hat ihren Sitz in Medebach. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Arnsberg unter HR B 2553 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Konzernjahresabschlusses Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den handelsrechtlichen gesetzlichen Vorschriften für große Kapitalgesellschaften (§ 267 Abs. 3 HGB) aufgestellt. Die rechtsformspezifischen Vorschriften des GmbH-Gesetzes für das Mutterunternehmen wurden auch im Konzernabschluss angewendet. Angaben, die entweder in der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, wurden grundsätzlich in den Anhang aufgenommen. Das Gliederungsschema der Konzernbilanz wurde gemäß § 308a Satz 3 HGB um den Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" sowie gemäß § 307 Abs. 1 HGB um den Posten "Nicht beherrschende Anteile" ergänzt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren nach Gewinnverwendung aufgestellt. Das Gliederungsschema der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 307 Abs. 2 HGB um den Posten "Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Gewinn bzw. Verlust" ergänzt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind, sofern nicht beim entsprechenden Posten genannt, gegenüber dem Erstkonsolidierungszeitpunkt (1. Januar 2016) unverändert beibehalten worden. Auf Fremdwährung lautende Valutaforderungen bzw. - verbindlichkeiten wurden gemäß § 256a HGB grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. III. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss werden neben der Obergesellschaft Paul Köster GmbH grundsätzlich sämtliche Tochterunternehmen von nicht untergeordneter Bedeutung einbezogen, bei denen die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt. Dabei handelt es sich um ein inländisches Tochterunternehmen mit einer unmittelbaren Beteiligung von 70% sowie um ein ausländisches Tochterunternehmen mit einer unmittelbaren Beteiligung von 100%. Der Konsolidierungskreis setzt sich am Abschlussstichtag wie folgt zusammen: Konsolidierungskreis
IV. Konsolidierungsgrundsätze Die einzelnen Positionen der Konzernbilanz sowie der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ergeben sich aus der Zusammenfassung der Einzelabschlüsse der Konzernunternehmen, die nach konzerneinheitlichen Gliederungs- und Bewertungsvorschriften aufgestellt wurden. Der auf fremde Währung lautende Abschluss der ausländischen Tochtergesellschaft wurde gemäß § 308a HGB nach der modifizierten Stichtagskursmethode in Euro umgerechnet. Die Positionen der Bilanz, mit Ausnahme des Eigenkapitals, wurden zum Stichtagswechselkurs (Devisenkassamittelkurs) und die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung zum durchschnittlichen Wechselkurs in Euro umgerechnet; das Eigenkapital wurde zum historischen Kurs umgerechnet. Die sich aus der Anwendung differenzierter Wechselkurse ergebenden Umrechnungsdifferenzen aus der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden innerhalb des Eigenkapitals in der Position "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen [zur Zusammensetzung vgl. Tz. (3)]. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem Anteil des Mutterunternehmens am Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss. Der im Erstkonsolidierungszeitpunkt der Tochtergesellschaften entstandene passivische Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung i.H.v. insgesamt EUR 3.825.272,67 wurde zum 1. Januar 2016 unmittelbar in den Konzerngewinnvortrag eingestellt, da es sich aufgrund des Auseinanderfallens des Zeitpunkts der Entstehung des Mutter-Tochter- Verhältnisses (§ 290 Abs. 1 und 2 HGB) und des Zeitpunkts der erstmaligen Einbeziehung der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss (§ 301 Abs. 2 Satz 3 oder Satz 4 HGB) insgesamt bei dem zu konsolidierenden Eigenkapital der Tochterunternehmens um erhöhende Gewinnthesaurierungen zwischen diesen Zeitpunkten handelt. Diese Vorgehensweise entspricht dem Deutschen Rechnungslegungs Standard Nr. 23 (DRS 23) - Kapitalkonsolidierung (Einbeziehung von Tochterunternehmen in den Konzernabschluss) -, Tz. 147 a), 148. Die Anteile am Eigenkapital außenstehender Gesellschafter werden in dem Posten "Nicht beherrschende Anteile" gezeigt. Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge aus konzerninternen Leistungsbeziehungen werden gegeneinander aufgerechnet. Bei der Schuldenkonsolidierung und der Aufwands- und Ertragskonsolidierung entstehende Differenzen werden grundsätzlich erfolgswirksam behandelt. Zwischenergebnisse aus der konzerninternen Veräußerung von Vermögensgegenständen wurden eliminiert. Vorhandene aktive und passive latente Steuern aus zeitlichen Bewertungsdifferenzen aufgrund erfolgswirksamer Konsolidierungsmaßnahmen i.S.d. § 306 HGB werden saldiert ausgewiesen. V. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen angesetzt. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu den Anschaffungsund/oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen wurden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear und degressiv vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgte zu Anschaffungskosten abzüglich Anschaffungskostenminderungen nach der Durchschnittsmethode zum gleitenden Durchschnittswert; sofern der letzte vor dem Abschlussstichtag bekannte beizulegende Wert niedriger war, wurde dieser zur Bewertung herangezogen. Die Bestände an unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet; diese umfassen die produktionsbezogenen Vollkosten (§ 255 Abs. 2 HGB). Fremdkapitalzinsen wurden nicht einbezogen. Die Bestände sind verlustfrei bewertet. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden von den Vorräten offen abgesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die liquiden Mittel wurden grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt; von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden angemessene Wertberichtigungen abgesetzt. Unter den Rechnungsabgrenzungsposten wurden vor dem Abschlussstichtag gezahlte Beträge erfasst, die als Aufwand auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahren zuzuordnen sind. Von dem Wahlrecht i.S.d. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB zum Ansatz eines aktiven latenten Steuerüberhangs aufgrund temporärer Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise haben wir keinen Gebrauch gemacht. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt. Die Kapitalrücklage i.S.v. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB beruht auf einem Gesellschafterbeschluss vom 19. Dezember 2000. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Pensionsrückstellungen werden pauschal mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 13.252,00 (i.Vj.: EUR 68.738,00). Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt. Verpfändete Rückdeckungsversicherungen wurden mit den Rückstellungen saldiert. Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, wurden mit dem Euroreferenzkurs am Bilanzstichtag bewertet. Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen passiviert. VI. Erläuterungen zur Bilanz (1) Anlagevermögen
Die Rückdeckungsansprüche aus Versicherungen betrafen Rückkaufswerte von drei fondsgebundenen Rentenversicherungen mit einem jeweiligen Einzahlungsbetrag i.H.v. TEUR 200, endfällig am 1. September 2023. (2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben folgende Restlaufzeiten:
(3) Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung setzt sich wie folgt zusammen:
Zur Erläuterung der Umrechnungsmethoden vgl. Abschn. IV. (4) Gewinnvortrag Der Gewinnvortrag entwickelte sich wie folgt:
(5) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt (§ 285 Nr. 24 HGB):
Da die Voraussetzungen für das Vorliegen von Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfüllt sind, wurden folgende Saldierungen vorgenommen:
(6) Zusammensetzung der sonstigen Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
(7) Restlaufzeiten und Besicherungen der Verbindlichkeiten Zum Bilanzstichtag bestanden im Hinblick auf die Verbindlichkeiten die folgenden Restlaufzeiten und Sicherheiten:
Die Besicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 2.531 (Vj.: TEUR 3.003) erfolgte durch Grundschulden, Bürgschaften, Globalzession der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Sicherungsübereignungen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind teilweise durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte gesichert; die anderen Verbindlichkeiten sind ungesichert. (8) Angaben zum Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen Am Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen, die nicht in der Bilanz erscheinen und die für die Beurteilung der Bilanz von Bedeutung sind, in Höhe von TEUR 1.356 (i.Vj.: TEUR 1.754). (9) Latente Steuern Die aktiven latenten Steuern, auf deren Ansatz wir unter Inanspruchnahme des Wahlrechts i.S.d. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB verzichtet haben, beruhen auf Bewertungsdifferenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz in folgenden Bilanzposten 1 :
Aus den negativen Differenzen würden sich bei der Anwendung eines Steuersatzes i.H.v. 30% aktive Steuerlatenzen i.H.v. TEUR 270 (i.Vj.: TEUR 277) ergeben.
1 Berechnungsformel: Handelsbilanzwert ./.
Steuerbilanzwert.
VII. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung (10) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt nach geografischen Regionen zusammen:
(11) sonstige betriebliche Erträge Der Posten enthält folgende periodenfremde Erträge:
(12) Sonstige betriebliche Aufwendungen Der Posten enthält periodenfremde Aufwendungen aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens i.H.v. EUR 35,30 (i.Vj.: EUR 6,00), Aufwendungen aus Zuführungen zu Wertberichtigungen und Forderungsverlusten i.H.v. EUR 0,00 (i.Vj.: EUR 174.806,50) sowie sonstige aperiodische Aufwendungen i.H.v. EUR 25.588,80 (i.Vj.: EUR 0,00). Ferner enthält der Posten Aufwendungen für Schadenersatz und Vertragsstrafen i.H.v. EUR 14.088,16 (i.Vj.: EUR 0,00). (13) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich wie folgt zusammen:
VIII. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Die Darstellung der Kapitalflussrechnung erfolgt nach dem Gliederungsschema des Deutschen Rechnungslegungs Standards Nr. 21 (DRS 21) - Kapitalflussrechnung - nach der sog. indirekten Methode. Der Finanzmittelfonds besteht aus den liquiden Mittel, die in der Konzernbilanz unter dem Aktivposten B.III. ausgewiesen werden abzüglich der jederzeit fälligen Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die in Passivposten C.1. enthalten sind. Die wechselkursbedingten Änderungen des Finanzmittelbestands resultieren aus erfolgsneutralen Änderungen des Bestands an liquiden Mitteln, der sich daraus ergibt, dass die Jahresabschlüsse der Fremdwährungstochtergesellschaft an jedem Abschlussstichtag zu einem anderen Stichtagskurs umgerechnet werden. IX. Sonstige Angaben (14) Angaben zur Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt waren neben den Geschäftsführern 323 (i.Vj.: 326) Personen beschäftigt; davon entfielen auf den kaufmännischen und technischen Bereich 148 (i.Vj.: 143) Arbeitnehmer und auf den gewerblichen Bereich 175 (i.Vj: 183) Arbeitnehmer. (15) Honorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers setzt sich wie folgt zusammen:
Das auf frühere Geschäftsjahre entfallende Honorar wird unter GV-Posten 7. ausgewiesen. (16) Angaben zu den Mitgliedern und Bezügen der Geschäftsführung des Mutterunternehmens Die Muttergesellschaft wurde im Geschäftsjahr durch folgende Geschäftsführer vertreten:
Sie sind jeweils einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr 2023 insgesamt TEUR 541. Zugunsten der Geschäftsführer gewährte Vorschüsse oder Kredite bestanden nicht. (17) Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine hält an. Die sich daraus ergebenden Unsicherheiten sind im Lagebericht beschrieben. Hohe Rohstoff- und Energiepreise, teilweise fehlende Materialien, lange Lieferzeiten und Fachkräftemangel belasten den Geschäftsbetrieb. (18) Ergebnisverwendungsvorschlag des MutterunternehmensDie Geschäftsführung des Mutterunternehmens schlägt vor, das Bilanzergebnis des Mutterunternehmens in Höhe von EUR 21.074.745,81, bestehend aus einem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 20.374.547,62 und einem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 700.198,19 auf neue Rechnung vorzutragen.
Medebach, den 20. September 2024 Ernst Köster, Geschäftsführer Christopher Köster, Geschäftsführer Jürgen Köster, Geschäftsführer Friedrich Köster, Geschäftsführer Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023der Paul Köster GmbHMedebachA. GRUNDLAGEN DES KONZERNS I. GESCHÄFTSMODELL DES KONZERNS Die Paul Köster GmbH ist primär im Bereich der Automobilindustrie und deren Zulieferindustrie tätig. Hierzu gehören insbesondere Gießereien für Grauguss und Aluminium sowie Unternehmen im Bereich mechanischer Bearbeitung. Hier werden maßgeblich Dichtheitsprüfmaschinen, Montagemaschinen und Automationseinrichtungen geliefert. Hierzu werden mit steigendem Anteil Maschinen zur Produktion im Bereich E-Mobilität entwickelt und gefertigt. Zur breiten Produktaufstellung gehört auch die Belieferung von Unternehmen in der Region mit Sondermaschinen und Einrichtungen. Kleinserienfertigung im Bereich von speziellen Transportgeräten runden das Produktprogramm ab. Seit dem Jahr 2022 wurden neue Produkte in das Portfolio mit aufgenommen. Hierunter fallen Prüfmaschinen für Wasserstoffantrieb und Fertigungslinien für Verdichteranlagen. Die Suzhou LK Special Automation Equipments Ltd. in China (im Folgenden auch: LK) ist ausgerichtet auf die analoge Produktgruppe der Paul Köster GmbH, jedoch im Wesentlichen für den asiatischen Markt. Dies beinhaltet Maschinen und Einrichtungen zur Dichtheitsprüfung, Montage und Automation in der Automobilindustrie. Es werden Köster-Kunden aus dem europäischen Bereich bedient, welche in China Produktionsstätten errichtet haben. Neben der Konzeption und Herstellung neuer Einrichtungen übernimmt die LK auch Serviceeinsätze an von Köster gelieferten Maschinen. Ergänzend hierzu werden namhafte chinesische Automobilisten mit qualitativ hochwertigen Produkten bedient. Die LK arbeitet als eigenständige Unternehmung mit Engineering, Fertigung und Montage sowie Aftersales. Die Albrecht Sondermaschinen GmbH in Nordhausen ist ebenfalls ausgerichtet auf die Konstruktion, Herstellung und Lieferung von Einrichtungen für die Automobilzulieferindustrie. Hierbei werden zum einen Kunden im lokalen Bereich Nordhausen und östliches Deutschland bedient sowie Stammkunden aus der Albrecht-Historie. Die Produktgruppe umfasst Prüfeinrichtungen und Einrichtungen für die Lecklokalisierung für Anlagen in den Bereichen Dichtheitsprüfung, Montagemaschinen und Sondereinrichtungen. Die Albrecht Sondermaschinen GmbH ist eine selbständige Einheit mit Vertrieb, Konstruktion, Fertigung, Montage und Service. II. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG Die Weiterentwicklung im Projektgeschäft wird primär im Kundenauftrag durchgeführt. Hieraus sind Standards entstanden, die in vielen Neuprojekten zum Einsatz kommen. Die weitere Entwicklung lag auf Prüfsystemen für Wasserstoffanwendungen und automatisierte Endkontrollsysteme. Im Bereich der E-Mobilität wurden aus ersten Systemen der vergangenen Jahre komplexere Lösungen entwickelt. Ergänzend hierzu wurde ein System zur Laserbeschichtung von Bremsscheiben entwickelt. Die Markteinführung hat sich durch EU-Anforderungen zeitlich verschoben. Im Bereich der Automation wurden Systeme für die Beladung von Bearbeitungszentren konstruiert, die mit Vision Systemen zur Lageerkennung verknüpft sind. Diese Einrichtungen gehören mit zur Diversifizierung in der Produktpalette, sie sind unabhängig von der Automobilindustrie. Mit diesen Entwicklungen stehen insgesamt erstklassige Produkte und Prozesse zur Verfügung, die gleichzeitig die Lösung bieten, gemessen an der hohen Komplexität einfach und damit kundenfreundlich in der Handhabung zu sein. Verschiedene technologische Prozesse und Automations- und Montagetechniken aus einer Hand anbieten zu können, gibt den Kunden die Gewissheit, für ihre jeweils individuellen Anforderungen die passenden Lösungen schnittstellenarm zu finden. Die Kosten für F+E im Jahr 2023 betrugen TEUR 308. In dem Bereich sind durchschnittlich vier Mitarbeiter beschäftigt. B. WIRTSCHAFTSBERICHT I. GESAMTWIRTSCHAFTLICHE, BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN Die gesamtwirtschaftliche Lage zeigt weiterhin zwei verschiedene Seiten. Der Auftragseingang war weiterhin sehr gut. In 2023 lag dieser bei 69,7 Mio. € und somit nochmals auf gesteigertem höchstem Niveau, die Kosten- und Beschaffungssituation jedoch war auch in Jahr 2023 angespannt. Der Strukturwandel in der Automobilindustrie war in 2022 stark auf Beauftragungen in der E-Mobilität fokussiert. In 2023 lag wieder ein hoher Anteil auf Verbrenner-Projekten speziell im hochmotorisierten Bereich und bedingt durch Produktionsverlagerungen der Automobilhersteller. Die Weltwirtschaft ist weiterhin schwierig einzuschätzen. Die Beschaffungspreise sind nur noch mäßig steigend, aber weiterhin auf sehr hohem Niveau. Die Lieferketten sind noch nicht geschlossen, so dass es hier weiterhin zu Lieferverzögerungen kommt. Der Mangel an Fachkräften schafft keine sicheren Planungskriterien. Die Elektromobilität wird unter dem hohen politischen Druck bei den Automobilherstellern weiterhin priorisiert. Daraus ergeben sich vielfältig Projekte mit kurzem Umsetzungszeitraum. Die aktuellen Zulassungszahlen zeigen jedoch, dass durch den Wegfall der Kaufzuschüsse das Interesse der Käufer deutlich gesunken ist. Dies zeigt zum Ende 2023 deutlich zurückgehende Zulassungszahlen in allen Bereichen. Für 2024 ist die Auftragslage und der Auftragseingang als äußerst positiv anzusehen. Mit dem erkennbaren Auftragseingang wird das Umsatzziel mit 56,5 Mio. € realisiert werden können. Hinderungsgrund kann weiterhin die Beschaffungssituation sein, da die Verfügbarkeiten einiger Komponenten weiterhin zu hohen Beständen an nicht fertigzustellenden Projekten und somit nicht zu Umsätzen führte. Dies könnte sich erneut in abgeschwächter Form wiederholen. II. DARSTELLUNG DES GESCHÄFTSVERLAUFS UND DES GESCHÄFTSERGEBNISSES Die im Vorjahr prognostizierte Umsatzentwicklung für das Jahr 2023 konnte übertroffen werden. So wurden die geplanten Umsatzerlöse (EUR 54,0 Mio.) mit einem erzielten Umsatz von EUR 57,1 Mio. um EUR 3,1 Mio. überschritten. Die Umsatzsteigerung resultierte im Wesentlichen aus dem Abschluss von Vorjahresprojekten, die auf Grund fehlender Komponenten im Vorjahr nicht mehr zur Schlussrechnung gekommen sind. Das geplante positive Jahresergebnis wurde mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 996 erreicht. Im Wesentlichen waren die Beschaffungssituation allgemein und die Preissteigerung der Zukaufkomponenten Grund für ein nicht noch besseres Gesamtergebnis. Bei um 3,2% (Vj.: +47,6%) gestiegenen Umsatzerlösen und einer Bestandsveränderung der in Ausführung befindlichen Aufträge in Höhe von -EUR 1 Mio. (i.Vj. -EUR 3,1 Mio.) hat sich die Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr um 7,4% (i.Vj.: +4,6%) erhöht. Bei einer Reduzierung (i.Vj. Erhöhung in Höhe von TEUR 3.563) des Betriebsergebnisses um TEUR 991 auf TEUR 758 (i.Vj. TEUR 1.749) hat sich das Konzernjahresergebnis bei einer Steigerung des Finanzergebnisses auf +TEUR 256, einem Ertragssteueraufwand von TEUR 18 und einer Ergebniszuweisung an Minderheitsgesellschafter von -TEUR 1 um insgesamt TEUR 568 von TEUR 1.565 auf TEUR 997 vermindert. 1. Umsatz- und Auftragsentwicklung Der Auftragseingang konnte im Vergleich zum bereits guten Vorjahr mit plus 10% erneut sehr positiv verbucht werden. Die Auslastung der Produktion ist auch weiterhin als gesichert anzusehen. Der Umsatz hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,2% erhöht. Wie auch in den Vorjahren wurde ein Sockelvolumen im Bereich von kurzfristigen Projekten verbucht. Hierbei handelt es sich um Aufträge, die die Kunden vom Automobilisten erhalten haben und innerhalb weniger Wochen umgesetzt werden müssen (2023 < 8 Wochen = TEUR 3.600). Der Schwerpunkt der Aktivitäten im Jahr 2023 lag im Kernmarkt Europa (West und Ost) sowie im amerikanischen Markt (Nord- und Mittelamerika). 2. Produktion Schwerpunkt und Grundbaustein in der Produktpalette waren im Jahr 2023 weiterhin Dichtheitsprüfmaschinen sowie Spann- und Abdichtvorrichtungen für die Dichtheitsprüfung. Einen großen Anteil nehmen inzwischen Automationssysteme, Roboterautomationszellen und Fördertechnik ein und hatten 2023 auch einen gestiegenen Anteil in der Produktion. Es wird weiter davon ausgegangen, dass der Verbrennungsmotor zeitnah nicht komplett als Produktbasis vom Markt verdrängt wird. Für 2024 sind bereits einige Projekte in diesem Segment gebucht. Im Bereich Elektro-Mobilität sind weitere neue Produkte hinzugekommen, die mit den bestehenden Produktionsmöglichkeiten gut umgesetzt werden können. Interne, externe und Kundenaudits haben auch 2023 die Wirksamkeit des QM- Systems in allen Bereichen des Konzerns und besonders in der Produktion bestätigt. 3. Beschaffung Die Beschaffung erfolgt bei ausgewählten und bewerteten Lieferanten mit hohem Qualitätsniveau. Flexibilität, Liefertreue und ein gutes Preisniveau sind hier weiterhin wichtige Bewertungskriterien. Trotz einer konsequenten Einkaufspolitik konnten die Einkaufspreise für Rohmaterial und Komponenten nicht stabil gehalten und auch die Verfügbarkeit nicht uneingeschränkt sichergestellt werden. Die gegenwärtige Versorgungslage ist weiterhin als nicht entspannt anzusehen. Die Lieferzeiten sind immer noch sehr lang und nicht zuverlässig, Preissteigerungen sind weiterhin in einigen Bereichen zu verzeichnen. Die hohe Inflationsrate hat sich in den Lohnverhandlungen niederschlagen und wird die Kostensituation weiter strapazieren. Die erforderlichen beschafften Materialien, Halbzeuge und Kaufteile werden in unterschiedlichen Lagern prozessnah bereitgestellt. Alle Läger sind im ERP- System online erfasst und die Entnahmen werden direkt gebucht und den Projekten zugeordnet. Im Vergleich zu den Vorjahren mussten die Vorratslager erneut noch einmal aufgestockt werden. Hiermit wird versucht, eine Lieferfähigkeit in Bezug auf Projekte und Ersatzteile sicherzustellen. Der hohe Lagerbestand bindet auf der anderen Seite Kapital und reduziert die Liquidität. Die Beschaffung erfolgt seit vielen Jahren über einen stabilen Grundstamm von Lieferanten. Hier werden überwiegend namhafte Marken eingesetzt, die weltweit vertreten sind. Somit ist auch die Ersatzteilbeschaffung an den Einsatzorten der Kunden unkritisch. Mittels Rahmen- und Abrufverträgen und Konditionsvereinbarungen ist die Basis für ein stabiles Einkaufssystem gesetzt, welches durch oben genannte Einflüsse dennoch zu erhöhten Anstrengungen in der Beschaffung führt. Die Lieferanteninformationen zu Preisveränderungen und Lieferzeiten werden dem Vertrieb zur Berücksichtigung in neuen Angeboten wöchentlich vermittelt. 4. Investitionen Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind folgende Investitionen durchgeführt worden:
Die Investitionen im Jahr 2023 sind auf ein notwendiges Minimum reduziert worden und beschränken sich im Wesentlichen auf Ersatzbeschaffungen im Bereich Fuhrpark und IT. Für das Jahr 2024 sind weitere Investitionen in IT-Sicherheit, die Verjüngung des Fuhrparks und die Anschaffung einer Bearbeitungsmaschine geplant. 5. Finanzsituation Das Eigenkapital des Konzerns beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 25.124 (Vj.: TEUR 24.332) und hat sich durch den laufenden Jahresüberschuss (TEUR 996) bei Erhöhung der Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung (-TEUR 204) entsprechend erhöht. Die bilanzielle Eigenkapitalquote des Konzerns beträgt zum Bilanzstichtag 74,4% gegenüber 72,6% im Vorjahr. Neue Darlehensverpflichtungen gegenüber Kreditinstituten für Auftragsfinanzierungen mussten nicht abgeschlossen werden. Der bestehende Kontokorrent- Kreditrahmen wurde zum Stichtag teilweise in Anspruch genommen. Leasingverpflichtungen bestehen nur in geringfügiger Höhe und resultieren im Wesentlichen aus dem Bikeleasing der Belegschaft, Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten erfolgen nicht. 6. Personal- und Sozialbereich Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten mit Berücksichtigung der Geschäftsleitung und der Auszubildenden belief sich auf 360 Arbeitnehmer (Vorjahr: 362 Arbeitnehmer). Der Personalaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,7% erhöht. Die Personallage ist als angespannt zu bezeichnen. Der Altersaufbau der Belegschaft ist ausgewogen. Durch intensive Akquise der HR-Abteilung konnten die freigewordenen Stellen durch Renteneintritt nahezu reibungslos wieder besetzt werden. Der Fachkräftemangel hat sich besonders im ländlichen Raum weiter verstärkt. Ausbildungsstellen konnten erneut nicht vollständig besetzt werden. Der prozentuale Anteil an Abgängen direkt nach Abschluss der Berufsausbildung hat sich überwiegend bedingt durch anschließende Weiterbildung erhöht. Dennoch können positiv auch Rückkehrer nach Abschluss der Weiterbildung verzeichnet werden. Fortbildungen bzw. Qualifizierungsmaßnahmen der Mitarbeiter (m/w/d) erfolgen regelmäßig und konnten wieder planmäßig durchgeführt werden. Für einen Geschäftsführer und den im Geschäftsjahr ursprünglich ausgeschiedenen Geschäftsführer existieren Pensionszusagen, von denen im Geschäftsjahr der für den ursprünglich ausgeschiedenen Geschäftsführer bestehende Versorgungsanspruch auf einen Pensionsfonds ausgelagert worden ist. Seit 2003 besteht für die Mitarbeiter (m/w/d) die Möglichkeit einer betrieblichen Altersversorgung in Form einer Pensionskasse oder die Produktvariante der Metallrente. Es existiert ein Betriebsrat, dem seit Mai 2014 neun Mitarbeiter (m/w/d) angehören. 7. Andere wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres Im Jahr 2023 wurden ein Prozessaudit, ein Systemaudit sowie diverse interne und externe Produktaudits durchgeführt. Das Systemaudit ist im März 2023 durchgeführt worden. Die jeweiligen Ergebnisse bei den internen Systemaudits / Prozessaudits werden in der Maßnahmenliste dokumentiert. Die Überprüfung der Maßnahmen erfolgt in regelmäßigen Abständen aber auch bei den darauffolgenden Audits. Zusätzlich wurde das neu eingeführte Umweltmanagementsystem nach DIN EN ISO 14001 in einem externen Audit zertifiziert. III. DARSTELLUNG DER LAGE 1. Vermögenslage Die Bilanzzahlen zum 31. Dezember 2023 und 31. Dezember 2022 werden zur Verdeutlichung der Veränderung der Vermögens- und Kapitalstruktur einander gegenübergestellt:
Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 33.519 um TEUR 271 (0,8%) auf TEUR 33.790 geringfügig erhöht. Auf der Aktivseite hat sich das Anlagevermögen bei Zugängen von TEUR 560, Abschreibungen von TEUR 622, Anlagenabgängen von TEUR 613 und negativen Währungsdifferenzen von TEUR 15 um insgesamt TEUR 690 vermindert. In den Abgängen sind Aus- bzw. Rückzahlungen von Finanzanlagen in Höhe von TEUR 671 enthalten. Das Umlaufvermögen hat sich bei einer Zunahme der Vorräte (TEUR 2.679), der liquiden Mittel (TEUR 279) und der Rechnungsabgrenzung (TEUR 83) bei einer Abnahme der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR 2.081) um insgesamt TEUR 960 gegenüber dem Vorjahr erhöht. Die Passivseite ist geprägt durch eine Zunahme des Eigenkapitals (TEUR 792), der Rückstellungen (TEUR 300) und der Leistungsverbindlichkeiten (TEUR 1.392) sowie eine Abnahme der Bankverbindlichkeiten (TEUR 473) und sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 1.740). Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 25.124 (= 74,4% der Bilanzsumme) gegenüber TEUR 24.332 (= 72,6% der Bilanzsumme) im Vorjahr. Der Anlagendeckungsgrad II ((Eigenkapital + langfristiges Fremdkapital) / Anlagevermögen) beträgt 722% gegenüber 585% im Vorjahr. 2. Finanzlage Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich von -TEUR 521 um TEUR 988 auf TEUR 467 deutlich erhöht. Der Mittelzufluss aus Investitionstätigkeit beträgt TEUR 388 gegenüber einem Mittelabfluss (TEUR 160) im Vorjahr; hierin enthalten sind TEUR 671 aus der Aus- bzw. Rückzahlung von Finanzanlagen. Der Mittelabfluss (Darlehenstilgung u.a.) aus Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR 1.456 gegenüber einem Mittelzufluss (TEUR 1.417) im Vorjahr. Insgesamt verbleibt ein von TEUR 958 um TEUR 647 auf TEUR 311 verminderter Finanzmittelbestand zum 31. Dezember 2023. 3. Ertragslage Die Ertragslage der Paul Köster GmbH lässt sich zusammenfassend wie folgt darstellen:
IV. FINANZIELLE UND NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN Für die interne Konzernsteuerung werden die Kennzahlen Umsatz pro Mitarbeiter (m/w/d), Umsatzrendite und der Cashflow sowie Mitarbeiterbewertungen als Maßstab für die Mitarbeiterzufriedenheit herangezogen. Die Umsatzrendite wird errechnet aus dem "Ergebnis vor Steuern" im Verhältnis zu den Umsatzerlösen und der Cashflow aus der Summe aus Jahresergebnis, Abschreibungen und Bewertung (bzw. Auflösung) längerfristiger Rückstellungen. V. GESAMTAUSSAGE Die Vermögens- und Finanzlage ist gesichert. Die Ertragslage ist nicht zufriedenstellend, hat sich aber schon gegenüber den zwei Vorjahren verbessert. Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung hat sich im Zusammenhang mit der Beschaffungssituation erholt. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der teilweise verlängerten Zahlungsziele zu vereinnahmen. C. PROGNOSEBERICHT Die anhaltende problematische Thematik der Transformation in der Automobilen Welt hat entscheidenden Einfluss auf die wirtschaftliche Situation. Projekte aus der E-Mobilität können nicht zusammenhängend abgewickelt werden, da Entwicklungsthemen zu Projektstopps führen. Projekte können nicht final in Betrieb genommen werden, da die Serienanläufe verschoben werden. Projekte im Verbrenner-Motor Bereich werden mit erhöhtem Druck und somit mit Mehrkosten gefordert. Vielen Kunden fehlt auf Grund unbeständiger Abrufzahlen die Liquidität und in dem Aufbau von Produkten für die E-Mobilität wurde viel investiert. Parallel belasten weiterhin die erheblichen Einflüsse aus dem Ukrainekrieg und den Konflikten in Nahost die Weltwirtschaft. Insbesondere für die Kunden als auch für das eigene Unternehmen bedeutet das Energiethema (Gaspreise, Ölpreise) in den kommenden Jahren einen Anstieg der Kosten, die nicht vollständig über die Produkte gedeckt werden. Der Anstieg der Lebenshaltungskosten wird weiter zu höheren Tarifforderungen führen. Die Vertragspartner, mit denen Aufträge aus 2022/23 bestehen, sind nicht bereit, Preissteigerungen zu akzeptieren. Aufgrund der schwierigen Datenlage und der außergewöhnlichen Gesamtsituation sind die Aussagen über die zukünftige Entwicklung sehr unsicher. Als sicher ist die Auftragssituation einzuschätzen, da sowohl Ende 2023 als auch Anfang 2024 ein sehr guter Auftragseingang zu verzeichnen ist und dies auf Basis von Produkten aus dem Standard-Produktprogramm. Wesentliche Änderungen der Geschäftspolitik sind nicht geplant. Die Diversifizierung in der Produktpalette soll auch im Jahr 2024 vorangetrieben werden. Hier sind insbesondere Produkte im Bereich Automatisierung von Wandfertigung im Hausbau geplant. Der Markt wird sich auch im Jahr 2024 weiter verändern. Die Produktion von Verbrennungsmotoren wird wieder etwas Fahrt aufnehmen. Das bisherige Ziel, ab 2035 keine neuen Verbrenner mehr in Europa zuzulassen, ist wieder in Frage gestellt und somit entstehen wieder neue Entscheidungsproblematiken für die Kunden und das Unternehmen. Der Weltmarkt wird durch politisch schwierige Brennpunkte und Kriege schwer kalkulierbar. Hierzu kommt mit entscheidend die Präsidentenwahl in den USA im November. Für das Jahr 2024 wird ein Konzernumsatz in Höhe von ca. EUR 56,5 Mio. und ein positives Jahresergebnis erwartet. Die Situation im Bereich Automotive ist aber auch Antrieb für Neuentwicklungen in "Non- Automotive" Märkten, wo diverse Projekte akquiriert wurden. Die Produktionsauslastung für das Jahr 2024 ist durch Aufträge der Stammkunden und Neukunden sichergestellt. Fazit daher ist ein vorsichtig optimistischer Ausblick in das kommende Jahr, welches auf vorliegenden Bestellungen, Projektankündigungen und intensiver Kommunikation mit den Kunden basiert. Die 100%-Tochtergesellschaft LK Suzhou, China, kann sich weiter am asiatischen Markt behaupten und partizipiert an Projekten von Köster Kunden aus Europa und Amerika. Im Bereich E-Mobilität sind bisher wenige Projekte zu verzeichnen, da die chinesischen E- Fahrzeuge auf einem extremen Low-Cost Niveau die technischen komplexen Lösungen aus Europa nicht erfordern. Neu sind hier Projekte für die Reifenproduktion (Auto, Motorrad und Fahrrad), die ebenfalls aus den Erfahrungen des Stammunternehmens mit Kunden in Europa stammen. Die im Jahr 2015 anteilig erworbene Albrecht Sondermaschinen GmbH, Nordhausen, hat im lokalen Umfeld auch in der Zukunft eine solide Basis für Projekte im Bereich Montage- und Prüftechnik. In der Personalentwicklung sind weiterhin noch offene Stellen zu besetzen, der Markt gibt allerdings aktuell wenig geeignete Facharbeiter her. Offene Stellen sind bei den üblichen Adressaten (Agentur für Arbeit, lokale Presse, Social Media) bekannt gemacht. D. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT I. RISIKOBERICHT Generell sind die Risiken für das Geschäftsjahr 2024 unter ständiger Beobachtung zu halten. Die Automobilindustrie, die Zulieferer und die Maschinenbauer werden sehr stark vom Fortgang in der Transformation abhängig sein. Die Endkunden sind verunsichert und der Bedarf an E-Fahrzeugen oder Verbrennern ist nicht einschätzbar. Diese Unsicherheit schlägt sich in die Entscheidungsfreudigkeit wieder. Die unberechenbaren Produktionszahlen haben erheblichen Einfluss auf die Liquidität der Kunden und führen zu erhöhten Aufwendungen in der Zahlungskontrolle. Die Beschaffungsseite ist weiterhin betroffen, da erhöhte Lohnabschlüsse unvorhersehbare Preisanhebungen nach sich ziehen werden. Die Diskussionen über klimaneutrale Produktionen werden in der Zukunft zusätzlichen Einfluss auf die Preise bei bestimmten Materialien haben. Die Liquidität wird auch weiterhin durch Kundenanzahlungen für die Projekte und ein effektives Controlling im Zahlungseingang gewährleistet. Insgesamt ist die Liquiditätslage angespannt, da größere Einzelprojekte mit höherem Zukaufanteil für das Jahr 2024 anstehen. Die Anzahlungssituation und Größenordnung sind analog den Vorjahren, aber bei den Großprojekten ist die Restlaufzeit, die nicht über Vorauszahlungsbeträge abgedeckt werden kann, deutlich länger ist. Eine mögliche Insolvenzwelle im Kundenbereich ist unter starker präventiver Kontrolle zu halten, damit hier keine größeren Schäden für das Unternehmen entstehen. II. CHANCENBERICHT Die schnellen Veränderungen im Markt erfordern schnelle Reaktion im Konzern. Das aktuelle Team in der mechanischen, elektrischen und Softwareentwicklung ist in der Lage, auch im "Non-Automotive Bereich" Lösungen zu kreieren und mit der umfangreichen mechanischen Fertigung können neue Konzepte auch flexibel am Markt platziert werden. Der weiter erfolgte Ausbau der Prozessabteilung bietet die Möglichkeit, Kunden Leistungen anzubieten, die auf Grund von Personalabbau in deren Unternehmen nicht mehr so intensiv geleistet werden können. Die zur Motivationssteigerung eingesetzten Elemente wie Homeoffice, Wertguthabenvereinbarungen und Flexibilisierung der Arbeitszeiten über den gesamten Konzernbereich werden gut angenommen und führen zu höherer Effizienz der Prozesse und Zufriedenheit der Mitarbeiter (m/w/d). Der wesentliche Grundsatz des Konzerns einer hohen Produktstreuung unter Realisierung einer dennoch hohen Fachkompetenz bei einer hohen eigenen Fertigungstiefe wird weiterhin oberste Zielsetzung für die Zukunft sein. III. GESAMTAUSSAGE Risiken in der nahen Zukunft werden unter Berücksichtigung des weiterhin schwierigeren Wettbewerbsumfeld, einem stagnierenden Preisniveau, steigenden Preisen für Kaufteile und der internationalen politischen Lage gesehen. Zu beachten ist auch die Mitarbeitersituation durch den Mangel an Fachkräften aber auch der geänderte gesellschaftliche Anspruch an die Arbeitsverhältnisse. Bei all den genannten Faktoren ist der Konzern für die Bewältigung der künftigen Risiken grundsätzlich gerüstet. E. RISIKOBERICHTERSTATTUNG ÜBER DIE VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTEN Zu den im Konzern bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen gegen Kunden sowie Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten und Kreditinstituten. Der Konzern verfügt über einen solventen Kundenstamm; Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Mit einem Großteil der Kunden besteht eine langjährige Zusammenarbeit. Im Zuge der hohen Investitionen der Kunden, bedingt durch viele Produktionserweiterungen, ist unter Nutzung der bestehenden Netzwerke die Kundenliquidität unter Beobachtung zu behalten. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele beglichen. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich der Konzern überwiegend mittels Anzahlungen sowie über Kreditlinien. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Konzerns gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt der Konzern eine sehr konservative Risikopolitik. Vor- und Nachkalkulationen der Projekte sind hierbei ein wichtiges Instrumentarium. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein kontinuierliches Controlling durchgeführt und vorausschauend agiert. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt der Konzern über ein adäquates Debitorenmanagement.
Medebach, den 20. September 2024 Ernst Köster, Geschäftsführer Christopher Köster, Geschäftsführer Jürgen Köster, Geschäftsführer Friedrich Köster, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Paul Köster GmbH, Medebach Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Paul Köster GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Paul Köster GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 23. September 2024 VHL
Vahle & Langholz GmbH
Michael Schürmann, Wirtschaftsprüfer Carl Michael Eichler, Wirtschaftsprüfer Der Konzernabschluss zum 31.12.2023 wurde in der Gesellschafterversammlung vom 27.9.2024 gebilligt. |
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