Stammdaten

Register
Amtsgericht Arnsberg HRB 2553
Eingetragen
27.9.1991
Branche
Herstellung von land- und forstwirtschaftlichen MaschinenReparatur und Instandhaltung von MaschinenGroßhandel mit Werkzeugmaschinen
Gegenstand
Der Handel mit und die Reparatur von Landmaschinen und Motorgeräten, Betrieb einer Bauschlosserei, Maschinen- und Anlagenbau, Herstellung und Vertrieb von Industrie-Software, Durchführung von Service-Leistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jürgen Köster
seit 12.10.2023
Geschäftsführer
Christopher Köster
seit 2.9.2022
Geschäftsführer
Hildegard Köster
seit 6.8.2002
Prokura
Ernst Köster
seit 6.8.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Medebach
205.000 €
33.30%
Medebach
205.000 €
33.30%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Paul Köster GmbH

Medebach

Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 15.567,00 22.929,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.795.527,92 1.894.024,92
2. Technische Anlagen und Maschinen 297.709,00 363.801,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 977.306,85 767.595,15
3.070.543,77 3.025.421,07
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 228.875,60 228.875,60
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 307.474,15 379.063,63
3. Rückdeckungsansprüche aus Versicherungen 0,00 599.389,50
4. Genossenschaftsanteile 750,00 750,00
537.099,75 1.208.078,73
3.623.210,52 4.256.428,80
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.491.082,54 2.196.351,08
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 11.838.596,28 12.361.200,57
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -6.035.513,55 -8.260.575,71
4. Geleistete Anzahlungen 1.325.994,45 1.189.561,77
9.620.159,72 7.486.537,71
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16.009.808,72 17.407.237,77
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.556,94 0,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 95.455,90 82.318,72
16.108.821,56 17.489.556,49
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 305.568,60 141.314,40
26.034.549,88 25.117.408,60
C. Rechnungsabgrenzungsposten 466.181,24 383.831,69
30.123.941,64 29.757.669,09

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 615.000,00 615.000,00
- davon Gezeichnetes Kapital: 615.000,00 EUR; i.Vj.: 615.000,00 EUR
II. Kapitalrücklage 25.564,59 25.564,59
III. Gewinnvortrag 20.374.547,62 19.235.560,27
IV. Jahresüberschuss 700.198,19 1.138.987,35
21.715.310,40 21.015.112,21
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 504.826,08 470.846,57
2. Steuerrückstellungen 0,00 29.663,38
3. Sonstige Rückstellungen 1.489.692,57 1.197.229,42
1.994.518,65 1.697.739,37
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.528.600,76 3.003.066,67
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.989.305,84 1.451.536,18
3. Sonstige Verbindlichkeiten 896.205,99 2.590.214,66
- davon aus Steuern: EUR 887.705,62; i.Vj.: EUR 2.578.320,80
6.414.112,59 7.044.817,51
30.123.941,64 29.757.669,09

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 52.402.933,54 52.566.938,85
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -522.604,29 -4.036.024,46
3. Sonstige betriebliche Erträge 485.694,04 494.730,53
- davon aus Währungsumrechnung: 0,00 EUR; i.Vj.: 6.341,98 EUR
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 19.326.235,27 16.691.898,14
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 8.310.108,29 6.842.739,29
27.636.343,56 23.534.637,43
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 16.137.385,61 16.081.263,61
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.725.808,80 3.316.840,69
- davon für Altersversorgung: 155.460,31 EUR; i.Vj.: 147.772,29 EUR
19.863.194,41 19.398.104,30
6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 502.410,08 516.063,61
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.896.783,80 4.290.781,46
- davon aus Währungsumrechnung: 1.843,65 EUR; i.Vj.: 1.362,18 EUR
Ordentliches Betriebsergebnis 467.291,44 1.286.058,12
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 13.201,88 12.288,93
- davon aus verbundenen Unternehmen: 13.179,38 EUR; i.Vj.: 12.258,93 EUR
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 293.001,10 38.827,07
- davon aus der Abzinsung von Rückstellungen: 101.699,39 EUR; i.Vj.: 200,00 EUR
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 1.207,47
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 57.273,34 118.395,78
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: 0,00 EUR; i.Vj: 1.375,37 EUR
Finanzergebnis 248.929,64 -68.487,25
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -0,60 57.076,39
13. Ergebnis nach Steuern 716.221,68 1.160.494,48
14. Sonstige Steuern 16.023,49 21.507,13
15. Jahresüberschuss 700.198,19 1.138.987,35

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Firma Paul Köster GmbH hat ihren Sitz in Medebach. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Arnsberg unter HR B 2553 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 265 Abs. 1 Satz 2, 266 ff. HGB) sowie den ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt (§ 275 Abs. 2 HGB).

Der Jahresabschluss wurde vor Verwendung des Jahresergebnisses erstellt.

Die Bewertung wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) vorgenommen.

Das Gliederungsschema der Bilanz wurde gemäß § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB um die Posten A.III.3. "Rückdeckungsansprüche aus Versicherungen" und A.III.4. "Genossenschaftsanteile" erweitert.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen wurden linear über die Nutzungsdauer, die auf Basis der steuerlichen Abschreibungstabellen ermittelt wird, vorgenommen.

Die Sachanlagen wurden zu den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 800,00 wurden gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Erwerbsjahr voll abgeschrieben. Die Abschreibungen wurden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear und degressiv vorgenommen.

Bei den Posten des Finanzanlagevermögens wurden die bilanzierten Werte mit den Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Umlaufvermögen

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgte zu Anschaffungskosten abzüglich Anschaffungskostenminderungen nach der Durchschnittsmethode zum gleitenden Durchschnittswert; sofern der letzte vor dem Abschlussstichtag bekannte beizulegende Wert niedriger war, wurde dieser zur Bewertung herangezogen.

Die Bestände an unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet; diese umfassen die produktionsbezogenen Vollkosten (§ 255 Abs. 2 HGB); Fremdkapitalzinsen wurden nicht einbezogen. Die Bestände sind verlustfrei bewertet. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden von den Vorräten abgesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennbetrag oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Einzelwertberichtigungen wurden in erforderlicher Höhe vorgenommen. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine Pauschalwertberichtigung von 2 % (Vj.: 2 %) der nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet; die Methode der jährlich neuen Prozentsatz-Ermittlung bleibt unverändert.

Die liquiden Mittel sind zum Nominalwert angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Unter den Rechnungsabgrenzungsposten wurden Aufwendungen, die einen kalendermäßig bestimmbaren Zeitraum in folgenden Geschäftsjahren betreffen, mit den gezahlten Beträgen erfasst.

Latente Steuern

Von dem Wahlrecht, auf den Ansatz einer sich insgesamt aus den Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz ergebenden zukünftigen Steuerentlastung als aktive Steuerlatenz zu verzichten, wird Gebrauch gemacht (§ 274 Abs. 1 Satz 2 HGB). Ein sich ergebender Überhang passiver latenter Steuern wird grundsätzlich angesetzt.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Die Kapitalrücklage i.S.v. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB beruht auf einem Gesellschafterbeschluss vom 19.12.2000.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Pensionsrückstellungen werden pauschal mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 13.252,00 (Vj.: EUR 68.738,00). Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt. Verpfändete Rückdeckungsversicherungen wurden mit den Rückstellungen saldiert.

Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, wurden mit dem Euroreferenzkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

historische Anschaffungs- und Herstellungskosten und Herstellungskosten

1.1.2023 Zugänge Abgänge Zuschreibungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 82.616,80 9.680,00 0,00 0,00 92.296,80
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.731.976,49 0,00 0,00 0,00 4.731.976,49
Technische Anlagen und Maschinen 4.202.837,66 6.366,40 21.474,26 0,00 4.187.729,80
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.088.587,44 537.557,68 363.849,24 0,00 3.262.295,88
12.023.401,59 543.924,08 385.323,50 0,00 12.182.002,17
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 228.875,60 0,00 0,00 0,00 228.875,60
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 379.063,63 0,00 71.589,48 0,00 307.474,15
Rückdeckungsansprüche aus Versicherungen 611.259,42 0,00 611.259,42 0,00 0,00
Genossenschaftsanteile 750,00 0,00 0,00 0,00 750,00
1.219.948,65 0,00 682.848,90 0,00 537.099,75
13.325.967,04 553.604,08 1.068.172,40 0,00 12.811.398,72

kumulierte Abschreibungen

1.1.2023 Zugänge Abgänge Zuschreibungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 59.687,80 17.042,00 0,00 0,00 76.729,80
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.837.951,57 98.497,00 0,00 0,00 2.936.448,57
Technische Anlagen und Maschinen 3.839.036,66 72.457,40 21.473,26 0,00 3.890.020,80
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.320.992,29 314.413,68 350.416,94 0,00 2.284.989,03
8.997.980,52 485.368,08 371.890,20 0,00 9.111.458,40
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Rückdeckungsansprüche aus Versicherungen 11.869,92 0,00 11.869,92 0,00 0,00
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
11.869,92 0,00 11.869,92 0,00 0,00
9.069.538,24 502.410,08 383.760,12 0,00 9.188.188,20

Restbuchwerte

1.1.2023 Zugänge Abgänge Zu- bzw. Abschreibungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 22.929,00 9.680,00 0,00 17.042,00 15.567,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.894.024,92 0,00 0,00 98.497,00 1.795.527,92
Technische Anlagen und Maschinen 363.801,00 6.366,40 1,00 72.457,40 297.709,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 767.595,15 537.557,68 13.432,30 314.413,68 977.306,85
3.025.421,07 543.924,08 13.433,30 485.368,08 3.070.543,77
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 228.875,60 0,00 0,00 0,00 228.875,60
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 379.063,63 0,00 71.589,48 0,00 307.474,15
Rückdeckungsansprüche aus Versicherungen 599.389,50 0,00 599.389,50 0,00 0,00
Genossenschaftsanteile 750,00 0,00 0,00 0,00 750,00
1.208.078,73 0,00 670.978,98 0,00 537.099,75
4.256.428,80 553.604,08 684.412,28 502.410,08 3.623.210,52

Die Rückdeckungsansprüche aus Versicherungen betrafen Rückkaufswerte von drei fondsgebundenen Rentenversicherungen mit einem jeweiligen Einzahlungsbetrag i.H.v. TEUR 200, endfällig am 1. September 2023.

(2) Anteile an verbundenen Unternehmen

Der Ausweis betrifft im Einzelnen:

Die Anschaffungskosten in Höhe von EUR 211.375,60 einer Beteiligung in Höhe von 100 % an der am 9. Januar 2007 gegründeten Gesellschaft Suzhou LK Special Automation Equipments Ltd in Suzhou/ China mit einem eingezahlten Kapital in Höhe von TCNY 4.115. Die Tochtergesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2023 einen Gewinn von TCNY 2.297, das Eigenkapital betrug zum 31. Dezember 2023 TCNY 29.000.

Den Nominalwert in Höhe von EUR 17.500,00 einer Beteiligung in Höhe von 70,0 % an der am 12. November 2015 gegründeten Albrecht Sondermaschinen GmbH, Nordhausen, mit einem Stammkapital von EUR 25.000,00. Die Tochtergesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 4, das negative Eigenkapital betrug zum 31. Dezember 2023 TEUR 69.

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen aus Leistungen wurden mit Einzelwertberichtigungen i.H.v. EUR 2.380,00 (Vj.: EUR 59.657,50) und Pauschalwertberichtigungen i.H.v. EUR 285.814,00 (Vj.: EUR 301.538,00) belegt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stellen gleichzeitig Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dar.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen aus Ertragsteuern i.H.v. EUR 35.118,41 (Vj.: EUR 0,00), im Folgejahr abzugsfähige Vorsteuer i.H.v. EUR 6.327,31 (Vj.: EUR 8.290,82), Personalforderungen i.H.v. EUR 0,00 (Vj.: EUR 14.703,82) und debitorische Kreditoren i.H.v. EUR 3.214,16 (Vj.: EUR 22.526,17).

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben folgende Restlaufzeiten:

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Restlaufzeiten bis zu einem Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.957.753,23 16.530.351,71
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.556,94 0,00
Sonstige Vermögensgegenstände 86.709,47 81.197,95
14.048.019,64 16.611.549,66
Restlaufzeiten von mehr als einem bis zu fünf Jahren
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.052.055,49 876.886,06
Sonstige Vermögensgegenstände 8.746,43 1.120,77
2.060.801,92 878.006,83
16.108.821,56 17.489.556,49

(4) Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital in Höhe von EUR 615.000,00 ist voll eingezahlt.

Der Gewinnvortrag entwickelte sich wie folgt:

EUR
Stand am 31. Dezember 2022 19.235.560,27
Jahresergebnis 2022 1.138.987,35
Stand am 31. Dezember 2023 20.374.547,62

(5) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt (§ 285 Nr. 24 HGB):

Durchschnittlicher Marktzins der vergangenen zehn Jahre von 1,82% (Vj.: 1,78%) für eine Laufzeit von 15 Jahren, der von der Deutschen Bundesbank bekanntgemacht wurde;

Rententrend von 2% p.a.; Anpassung alle 3 Jahre nach Rentenbeginn;

Lohn- und Gehaltssteigerungen wurden nicht berücksichtigt, da es sich um Festzusagen handelt;

"HEUBECK-RICHTTAFELN 2018 G" der Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln

Da die Voraussetzungen für das Vorliegen von Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfüllt sind, wurden folgende Saldierungen vorgenommen:

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Erfüllungsbetrag der Rückstellungen für Pensionen 846.162,00 1.016.208,00
Zeitwert verpfändeter Rückdeckungsversicherungen -341.321,13 -545.361,43
Saldo als Rückstellung für Pensionen 504.840,87 470.846,57
2023 2022
EUR EUR
Zinsaufwand aus der Ab-/Aufzinsung der Rückstellungen für Pensionen 16.981,00 18.578,00
Ertrag aus Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens -118.080,39 -17.202,63
Saldo im Zinsaufwand bzw. Zinsertrag (-) -101.099,39 1.375,37

(6) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Zeitkonten 353.420,00 351.300,00
Urlaubsansprüche 302.600,00 306.800,00
Ausstehende Rechnungen 295.270,00 0,00
Gewährleistungsverpflichtungen 261.500,00 262.700,00
Überstunden/Mehrarbeit 110.300,00 129.600,00
Abschluss- und Prüfungskosten 60.600,00 56.200,00
Berufsgenossenschaft 48.802,57 29.129,42
Aktenarchivierung 36.700,00 37.300,00
Montagezuschläge 10.500,00 14.200,00
Kosten für steuerliche Außenprüfung 10.000,00 10.000,00
1.489.692,57 1.197.229,42

(7) Sonstige Verbindlichkeiten

Der Posten enthält Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer i.H.v. EUR 681.522,11 (Vj.: EUR 2.340.725,32) und aus Lohn- und Kirchensteuer i.H.v. EUR 206.183,51 (Vj.: EUR 210.190,38).

(8) Restlaufzeiten und Sicherheiten der Verbindlichkeiten, Mitzugehörigkeit

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Restlaufzeiten bis zu einem Jahr
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.099.455,41 1.147.528,62
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.989.305,84 1.451.536,18
Sonstige Verbindlichkeiten 896.205,99 2.590.214,66
5.984.967,24 5.189.279,46
Restlaufzeiten von mehr als einem bis zu fünf Jahren
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 429.145,35 1.855.538,05
429.145,35 1.855.538,05
6.414.112,59 7.044.817,51

Die Besicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 2.529 (Vj.: TEUR 3.003) erfolgte durch Grundschulden, Bürgschaften, Globalzession bzw. Abtretung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Sicherungsübereignungen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind teilweise durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte gesichert; die anderen Verbindlichkeiten sind ungesichert.

(9) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Lage des Unternehmens von Bedeutung sind, bestehen zum Abschlussstichtag aus Miet- und Leasingverträgen mit Restlaufzeiten bis 2026 insgesamt in Höhe von TEUR 471 (i.Vj.: TEUR 654).

(10) Latente Steuern

Die latenten Steuern ergeben sich aus folgenden Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz:

Handelsbilanz Steuerbilanz Differenz aktive latente Steuern passive latente Steuern Überhang
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Stand am 31. Dezember 2022
Sachanlagen 3.025.421,07 3.145.320,07 119.899,00 35.969,70 0,00 35.969,70
Anteile an verbundenen Unternehmen 228.875,60 269.001,00 40.125,40 12.037,62 0,00 12.037,62
Pauschalwertberichtigung Forderungen LL 301.538,00 150.769,00 150.769,00 45.230,70 0,00 45.230,70
Unsaldierte Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.016.208,00 366.551,00 649.657,00 194.897,10 0,00 194.897,10
Archivierungsrückstellung 37.300,00 35.700,00 1.600,00 480,00 0,00 480,00
Summe 4.609.342,67 3.967.341,07 962.050,40 288.615,12 0,00 288.615,12
Stand am 31. Dezember 2023
Sachanlagen 3.070.543,77 3.189.767,77 119.224,00 35.767,20 0,00 35.767,20
Anteile an verbundenen Unternehmen 228.875,60 269.001,00 40.125,40 12.037,62 0,00 12.037,62
Pauschalwertberichtigung Forderungen LL 285.814,00 142.907,00 142.907,00 42.872,10 0,00 42.872,10
Unsaldierte Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 846.162,00 209.440,00 636.722,00 191.016,60 0,00 191.016,60
Archivierungsrückstellung 36.700,00 35.700,00 1.000,00 300,00 0,00 300,00
Summe 4.468.095,37 3.846.815,77 939.978,40 281.993,52 0,00 281.993,52

Der angewendete Steuersatz beträgt 30 %. Aktive latente Steuerüberhänge werden unter Inanspruchnahme des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt.

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

(11) Aufgliederung der Umsatzerlöse

Inland EU-Ausland Ausland gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
Maschinen- und Anlagenbau 35.795 8.019 2.790 46.604
Reparaturen/ Service/ Ersatzteile 3.770 755 432 4.957
Bauschlosserei 758 0 0 758
Sonstige 84 0 0 84
Summe 40.407 8.774 3.222 52.403

(12) Sonstige betriebliche Erträge

Der Posten enthält Erträge aus Anlageabgängen i.H.v. EUR 22.332,26 (Vj.: EUR 16.377,17) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen i.H.v. EUR 74.201,50 (Vj.: EUR 1.169,23).

(13) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Der Posten enthält Verluste aus Anlageabgängen i.H.v. EUR 35,30 (Vj.: EUR 4,00), Aufwendungen aus Zuführung zu Wertberichtigungen und Forderungsverluste i.H.v. EUR 0,00 (Vj.: EUR 195.814,90), sonstige aperiodische Aufwendungen i.H.v. EUR 1.755,00 (Vj.: EUR 0,00) sowie Aufwendungen für Schadenersatz und Vertragsstrafen i.H.v. EUR 14.088,16 (Vj.: EUR 0,00).

(14) Steuern vom Einkommen und Ertrag

Der Ertragsteueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:

2023 2022
EUR EUR
Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag -0,30 14.209,29
Gewerbesteuer 0,00 15.462,00
periodenfremde Steuern -0,30 27.405,10
- 0,60 57.076,39

VI. Sonstige Angaben

(15) Angaben zur Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr wurden neben der Geschäftsleitung im Durchschnitt 266 Arbeitnehmer (Vj.: 265) beschäftigt; davon entfielen auf den gewerblichen Bereich 131 (Vj.: 135) Mitarbeiter und auf den kaufmännischen/technischen Bereich 135 (Vj.: 130) Mitarbeiter.

(16) Angaben zum Abschlussprüferhonorar

Auf die Angabe des Abschlussprüferhonorars nach § 285 Nr. 17 HGB wird verzichtet, da die Angaben in einem die Paul Köster GmbH einbeziehenden Konzernabschluss enthalten sind.

(17) Angaben zur Geschäftsführung

Die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr durch folgende Geschäftsführer vertreten:

Herr Ernst Köster, Geschäftsleitung Technik, Medebach

Herr Christopher Köster, Geschäftsleitung Administration, Medebach

Herr Jürgen Köster, Geschäftsleitung Produktion und Technik, Medebach (seit 1. Oktober 2023)

Herr Friedrich Köster, Geschäftsleitung Vertrieb, Medebach (bis 30. September 2023 und seit 1. November 2023)

Sie sind jeweils einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr 2023 insgesamt TEUR 541.

(18) Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag

Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine hält an. Die sich daraus ergebenden Unsicherheiten sind im Lagebericht beschrieben. Hohe Rohstoff- und Energiepreise, teilweise fehlende Materialien, lange Lieferzeiten und Fachkräftemangel belasten den Geschäftsbetrieb.

VII. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn i.H.v. EUR 21.074.745,81, bestehend aus einem Gewinnvortrag i.H.v. EUR 20.374.547,62 und einem Jahresüberschuss i.H.v. EUR 700.198,19, auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Medebach, den 23. Juli 2024

- Geschäftsführer -

- Geschäftsführer -

- Geschäftsführer -

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A. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS

I. GESCHÄFTSMODELL DES UNTERNEHMENS

Die Paul Köster GmbH ist primär im Bereich der Automobilindustrie und deren Zulieferindustrie tätig. Hierzu gehören insbesondere Gießereien für Grauguss und Aluminium sowie Unternehmen im Bereich mechanischer Bearbeitung. Hier werden maßgeblich Dichtheitsprüfmaschinen, Montagemaschinen und Automationseinrichtungen geliefert. Hierzu werden mit steigendem Anteil Maschinen zur Produktion im Bereich E-Mobilität entwickelt und gefertigt. Zur breiten Produktaufstellung gehört auch die Belieferung von Unternehmen in der Region mit Sondermaschinen und Einrichtungen. Kleinserienfertigung im Bereich von speziellen Transportgeräten runden das Produktprogramm ab. Seit dem Jahr 2022 wurden neue Produkte in das Portfolio mit aufgenommen. Hierunter fallen Prüfmaschinen für Wasserstoffantrieb und Fertigungslinien für Verdichteranlagen.

II. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Die Weiterentwicklung im Projektgeschäft wird primär im Kundenauftrag durchgeführt. Hieraus sind Standards entstanden, die in vielen Neuprojekten zum Einsatz kommen. Die weitere Entwicklung lag auf Prüfsystemen für Wasserstoffanwendungen und automatisierte Endkontrollsysteme.

Im Bereich der E-Mobilität wurden aus ersten Systemen der vergangenen Jahre komplexere Lösungen entwickelt.

Ergänzend hierzu wurde ein System zur Laserbeschichtung von Bremsscheiben entwickelt. Die Markteinführung hat sich durch EU-Anforderungen zeitlich verschoben.

Im Bereich der Automation wurden Systeme für die Beladung von Bearbeitungszentren konstruiert, die mit Vision Systemen zur Lageerkennung verknüpft sind. Diese Einrichtungen gehören mit zur Diversifizierung in der Produktpalette, sie sind unabhängig von der Automobilindustrie.

Mit diesen Entwicklungen stehen insgesamt erstklassige Produkte und Prozesse zur Verfügung, die gleichzeitig die Lösung bieten, gemessen an der hohen Komplexität einfach und damit kundenfreundlich in der Handhabung zu sein.

Verschiedene technologische Prozesse und Automations- und Montagetechniken aus einer Hand anbieten zu können, gibt den Kunden die Gewissheit, für ihre jeweils individuellen Anforderungen die passenden Lösungen schnittstellenarm zu finden.

Die Kosten für F+E im Jahr 2023 betrugen TEUR 308. In dem Bereich sind durchschnittlich vier Mitarbeiter beschäftigt.

B. WIRTSCHAFTSBERICHT

I. GESAMTWIRTSCHAFTLICHE, BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN

Die gesamtwirtschaftliche Lage zeigt weiterhin zwei verschiedene Seiten. Der Auftragseingang war weiterhin sehr gut. In 2023 lag dieser bei 66,9 Mio. € und somit nochmals auf gesteigertem höchstem Niveau, die Kosten- und Beschaffungssituation jedoch war auch in Jahr 2023 angespannt. Der Strukturwandel in der Automobilindustrie war in 2022 stark auf Beauftragungen in der E-Mobilität fokussiert. In 2023 lag wieder ein hoher Anteil auf Verbrenner-Projekten speziell im hochmotorisierten Bereich und bedingt durch Produktionsverlagerungen der Automobilhersteller. Die Weltwirtschaft ist weiterhin schwierig einzuschätzen. Die Beschaffungspreise sind nur noch mäßig steigend, aber weiterhin auf sehr hohem Niveau. Die Lieferketten sind noch nicht geschlossen, so dass es hier weiterhin zu Lieferverzögerungen kommt. Der Mangel an Fachkräften schafft keine sicheren Planungskriterien.

Die Elektromobilität wird unter dem hohen politischen Druck bei den Automobilherstellern weiterhin priorisiert. Daraus ergeben sich vielfältig Projekte mit kurzem Umsetzungszeitraum. Die aktuellen Zulassungszahlen zeigen jedoch, dass durch den Wegfall der Kaufzuschüsse das Interesse der Käufer deutlich gesunken ist. Dies zeigt zum Ende 2023 deutlich zurückgehende Zulassungszahlen in allen Bereichen.

Für 2024 ist die Auftragslage und der Auftragseingang als äußerst positiv anzusehen. Mit dem erkennbaren Auftragseingang wird das Umsatzziel mit 50 Mio. € realisiert werden können. Hinderungsgrund kann weiterhin die Beschaffungssituation sein, da die Verfügbarkeiten einiger Komponenten weiterhin zu hohen Beständen an nicht fertigzustellenden Projekten und somit nicht zu Umsätzen führte. Dies könnte sich erneut in abgeschwächter Form wiederholen.

II. DARSTELLUNG DES GESCHÄFTSVERLAUFS UND DES GESCHÄFTSERGEBNISSES

Die im Vorjahr prognostizierte Umsatzentwicklung für das Jahr 2023 konnte übertroffen werden. So wurden die geplanten Umsatzerlöse (EUR 48,0 Mio.) mit einem erzielten Umsatz von EUR 52,4 Mio. um EUR 4,4 Mio. überschritten. Die Umsatzsteigerung resultierte im Wesentlichen aus dem Abschluss von Vorjahresprojekten, die auf Grund fehlender Komponenten im Vorjahr nicht mehr zur Schlussrechnung gekommen sind.

Das geplante positive Jahresergebnis wurde mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 700 erreicht. Im Wesentlichen waren die Beschaffungssituation allgemein und die Preissteigerung der Zukaufkomponenten Grund für ein nicht noch besseres Gesamtergebnis.

Bei um 0,3% (Vj.: +51,2%) reduzierten Umsatzerlösen und einer Bestandsveränderung der in Ausführung befindlichen Aufträge in Höhe von -TEUR 523 (i.Vj. -TEUR 4 Mio.) hat sich die Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr um 6,9% (i.Vj.: +5,9%) erhöht. Bei einer Reduzierung (i.Vj. Erhöhung in Höhe von TEUR 3.182) des Betriebsergebnisses um TEUR 813 auf TEUR 451 (i.Vj. TEUR 1.264) hat sich das Jahresergebnis bei einer Steigerung des Finanzergebnisses auf +TEUR 249 um insgesamt TEUR 439 von TEUR 1.139 auf TEUR 700 vermindert.

1. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Der Auftragseingang konnte im Vergleich zum bereits guten Vorjahr mit plus 16% erneut sehr positiv verbucht werden. Die Auslastung der Produktion ist auch weiterhin als gesichert anzusehen.

Der Umsatz hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,3% vermindert.

Wie auch in den Vorjahren wurde ein Sockelvolumen im Bereich von kurzfristigen Projekten verbucht. Hierbei handelt es sich um Aufträge, die die Kunden vom Automobilisten erhalten haben und innerhalb weniger Wochen umgesetzt werden müssen (2023 < 8 Wochen = TEUR 3.600).

Der Schwerpunkt der Aktivitäten im Jahr 2023 lag im Kernmarkt Europa (West und Ost) sowie im amerikanischen Markt (Nord- und Mittelamerika).

2. Produktion

Schwerpunkt und Grundbaustein in der Produktpalette waren im Jahr 2023 weiterhin Dichtheitsprüfmaschinen sowie Spann- und Abdichtvorrichtungen für die Dichtheitsprüfung. Einen großen Anteil nehmen inzwischen Automationssysteme, Roboterautomationszellen und Fördertechnik ein und hatten 2023 auch einen gestiegenen Anteil in der Produktion.

Es wird weiter davon ausgegangen, dass der Verbrennungsmotor zeitnah nicht komplett als Produktbasis vom Markt verdrängt wird. Für 2024 sind bereits einige Projekte in diesem Segment gebucht.

Im Bereich Elektro-Mobilität sind weitere neue Produkte hinzugekommen, die mit den bestehenden Produktionsmöglichkeiten gut umgesetzt werden können.

Interne, externe und Kundenaudits haben auch 2023 die Wirksamkeit des QM- Systems in allen Bereichen des Unternehmens und besonders in der Produktion bestätigt.

3. Beschaffung

Die Beschaffung erfolgt bei ausgewählten und bewerteten Lieferanten mit hohem Qualitätsniveau. Flexibilität, Liefertreue und ein gutes Preisniveau sind hier weiterhin wichtige Bewertungskriterien.

Trotz einer konsequenten Einkaufspolitik konnten die Einkaufspreise für Rohmaterial und Komponenten nicht stabil gehalten und auch die Verfügbarkeit nicht uneingeschränkt sichergestellt werden.

Die gegenwärtige Versorgungslage ist weiterhin als nicht entspannt anzusehen. Die Lieferzeiten sind immer noch sehr lang und nicht zuverlässig, Preissteigerungen sind weiterhin in einigen Bereichen zu verzeichnen. Die hohe Inflationsrate hat sich in den Lohnverhandlungen niederschlagen und wird die Kostensituation weiter strapazieren.

Die erforderlichen beschafften Materialien, Halbzeuge und Kaufteile werden in unterschiedlichen Lagern prozessnah bereitgestellt. Alle Läger sind im ERP- System online erfasst und die Entnahmen werden direkt gebucht und den Projekten zugeordnet.

Im Vergleich zu den Vorjahren mussten die Vorratslager erneut noch einmal aufgestockt werden. Hiermit wird versucht, eine Lieferfähigkeit in Bezug auf Projekte und Ersatzteile sicherzustellen. Der hohe Lagerbestand bindet auf der anderen Seite Kapital und reduziert die Liquidität.

Die Beschaffung erfolgt seit vielen Jahren über einen stabilen Grundstamm von Lieferanten. Hier werden überwiegend namhafte Marken eingesetzt, die weltweit vertreten sind. Somit ist auch die Ersatzteilbeschaffung an den Einsatzorten der Kunden unkritisch. Mittels Rahmen- und Abrufverträgen und Konditionsvereinbarungen ist die Basis für ein stabiles Einkaufssystem gesetzt, welches durch oben genannte Einflüsse dennoch zu erhöhten Anstrengungen in der Beschaffung führt. Die Lieferanteninformationen zu Preisveränderungen und Lieferzeiten werden dem Vertrieb zur Berücksichtigung in neuen Angeboten wöchentlich vermittelt.

4. Investitionen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind folgende Investitionen durchgeführt worden:

TEUR TEUR
Immaterielle Wirtschaftsgüter
- EDV-Software 10
Sachanlagen
- Technische Anlagen und Maschinen 6
- Fuhrpark 361
- Büroeinrichtung, Regalanlagen, EDV-Hardware 173
- Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung, Werkzeuge, GWG's 4 544
554

Die Investitionen im Jahr 2023 sind auf ein notwendiges Minimum reduziert worden und beschränkt sich im Wesentlichen auf Ersatzbeschaffungen im Bereich Fuhrpark und IT.

Für das Jahr 2024 sind weitere Investitionen in IT-Sicherheit, die Verjüngung des Fuhrparks und die Anschaffung einer Bearbeitungsmaschine geplant.

5. Finanzsituation

Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 21.715 (Vj.: TEUR 21.015) und hat sich durch den laufenden Jahresüberschuss i.H.v. TEUR 700 entsprechend erhöht. Die bilanzielle Eigenkapitalquote der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag 72,1% gegenüber 70,6% im Vorjahr.

Neue Darlehensverpflichtungen gegenüber Kreditinstituten für Auftragsfinanzierungen mussten nicht abgeschlossen werden. Der bestehende Kontokorrent- Kreditrahmen wurde zum Stichtag teilweise in Anspruch genommen.

Leasingverpflichtungen bestehen nur in geringfügiger Höhe und resultieren im Wesentlichen aus dem Bikeleasing der Belegschaft, Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten erfolgen nicht.

6. Personal- und Sozialbereich

Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten mit Berücksichtigung der Geschäftsleitung und der Auszubildenden belief sich auf 303 Arbeitnehmer (Vorjahr: 302 Arbeitnehmer). Der Personalaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,4% erhöht.

Die Personallage ist als angespannt zu bezeichnen. Der Altersaufbau der Belegschaft ist ausgewogen. Durch intensive Akquise der HR-Abteilung konnten die freigewordenen Stellen durch Renteneintritt nahezu reibungslos wieder besetzt werden. Der Fachkräftemangel hat sich besonders im ländlichen Raum weiter verstärkt. Ausbildungsstellen konnten erneut nicht vollständig besetzt werden. Der prozentuale Anteil an Abgängen direkt nach Abschluss der Berufsausbildung hat sich überwiegend bedingt durch anschließende Weiterbildung erhöht. Dennoch können positiv auch Rückkehrer nach Abschluss der Weiterbildung verzeichnet werden.

Fortbildungen bzw. Qualifizierungsmaßnahmen der Mitarbeiter (m/w/d) erfolgen regelmäßig und konnten wieder planmäßig durchgeführt werden.

Für einen Geschäftsführer und den im Geschäftsjahr ursprünglich ausgeschiedenen Geschäftsführer existieren Pensionszusagen, von denen im Geschäftsjahr der für den ursprünglich ausgeschiedenen Geschäftsführer bestehende Versorgungsanspruch auf einen Pensionsfonds ausgelagert worden ist. Seit 2003 besteht für die Mitarbeiter (m/w/d) die Möglichkeit einer betrieblichen Altersversorgung in Form einer Pensionskasse oder die Produktvariante der Metallrente.

Es existiert ein Betriebsrat, dem seit Mai 2014 neun Mitarbeiter (m/w/d) angehören.

7. Andere wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres

Im Jahr 2023 wurden ein Prozessaudit, ein Systemaudit sowie diverse interne und externe Produktaudits durchgeführt. Das Systemaudit ist im März 2023 durchgeführt worden. Die jeweiligen Ergebnisse bei den internen Systemaudits / Prozessaudits werden in der Maßnahmenliste dokumentiert. Die Überprüfung der Maßnahmen erfolgt in regelmäßigen Abständen aber auch bei den darauffolgenden Audits.

Zusätzlich wurde das neu eingeführte Umweltmanagementsystem nach DIN EN ISO 14001 in einem externen Audit zertifiziert.

III. DARSTELLUNG DER LAGE

1. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 29.758 um TEUR 366 (1,2%) auf TEUR 30.124 geringfügig erhöht.

Auf der Aktivseite hat sich das Anlagevermögen bei Zugängen von TEUR 554, Abschreibungen von TEUR 502 und Anlagenabgängen von TEUR 684 um insgesamt TEUR 632 vermindert. In den Abgängen sind Aus- bzw. Rückzahlungen von Finanzanlagen in Höhe von TEUR 671 enthalten. Das Umlaufvermögen hat sich bei einer Zunahme der Vorräte (TEUR 2.133; davon infolge einer Abnahme saldierter erhaltener Anzahlungen: TEUR 2.225), der Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und liquiden Mittel (TEUR 180) und der Rechnungsabgrenzung (TEUR 82) sowie einer Abnahme der Leistungsforderungen (TEUR 1.397) um insgesamt TEUR 998 gegenüber dem Vorjahr erhöht.

Die Passivseite ist geprägt durch eine Zunahme des Eigenkapitals (TEUR 700), der Rückstellungen (TEUR 297) und Leistungsverbindlichkeiten (TEUR 1.537) sowie eine Abnahme der Bankverbindlichkeiten (TEUR 474) und sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 1.694).

Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 21.715 (= 72,1% der Bilanzsumme) gegenüber TEUR 21.015 (= 70,6% der Bilanzsumme) im Vorjahr. Der Anlagendeckungsgrad II ((Eigenkapital + langfristiges Fremdkapital) / Anlagevermögen) beträgt 613% gegenüber 505% im Vorjahr.

2. Finanzlage

Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich von -TEUR 271 um TEUR 759 auf TEUR 488 deutlich erhöht.

Der Mittelzufluss aus Investitionstätigkeit beträgt TEUR 152 gegenüber einem Mittelabfluss (TEUR 103) im Vorjahr; hierin enthalten sind TEUR 671 aus der Aus- bzw. Rückzahlung von Finanzanlagen.

Der Mittelabfluss (Darlehenstilgung) aus Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR 1.399 gegenüber einem Mittelzufluss (TEUR 1.535) im Vorjahr.

Insgesamt verbleibt ein von TEUR 141 um TEUR 759 auf -TEUR 618 verminderter Finanzmittelbestand zum 31. Dezember 2023.

3. Ertragslage

Die Gesamtleistung hat sich gegenüber dem Vorjahr bei um TEUR 164 reduzierten Umsatzerlösen und einer um TEUR 3.513 verminderten Bestandsverminderung der unfertigen Leistungen um insgesamt TEUR 3.349 (Vj.: TEUR 2.723) von TEUR 48.531 auf TEUR 51.880 erhöht. Nach Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge von TEUR 486 (Vj.: TEUR 495) und eines um TEUR 4.101 auf TEUR 27.636 deutlich erhöhten Materialaufwands verbleibt ein um TEUR 761 auf TEUR 24.730 reduziertes Rohergebnis (Vj.: TEUR 25.491). Der Personalaufwand hat sich bei einer geringfügig erhöhten (im Durchschnitt 1) Mitarbeiterzahl (m/w/d) gegenüber dem Vorjahr um TEUR 465 auf TEUR 19.863 erhöht. Die Personalaufwandsquote beträgt 38,3% der Gesamtleistung gegenüber 40,0% im Vorjahr. Bei einer Abnahme der Abschreibungen (TEUR 14) und um TEUR 399 verminderten sonstigen betrieblichen Aufwendungen (im Wesentlichen aufgrund verminderter Zuführungen zu Wertberichtigungen und Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltung sowie Leiharbeitskräfte) ergibt sich ein um TEUR 813 auf TEUR 451 vermindertes Betriebsergebnis.

Das Finanzergebnis beträgt +TEUR 249 gegenüber -TEUR 68 im Vorjahr.

Nach Berücksichtigung der Ertragsteuern in Höhe von TEUR 0 aufgrund bestehender steuerlicher Verlustvorträge (Vj.: TEUR 57) verbleibt ein insgesamt um TEUR 439 auf TEUR 700 reduziertes Jahresergebnis 2023.

IV. FINANZIELLE UND NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Für die interne Unternehmenssteuerung werden die Kennzahlen Umsatz pro Mitarbeiter (m/w/d), Umsatzrendite und der Cashflow sowie Mitarbeiterbewertungen als Maßstab für die Mitarbeiterzufriedenheit herangezogen.

Die Umsatzrendite wird errechnet aus dem "Ergebnis vor Steuern" im Verhältnis zu den Umsatzerlösen und der Cashflow aus der Summe aus Jahresergebnis, Abschreibungen und Bewertung (bzw. Auflösung) längerfristiger Rückstellungen.

V. GESAMTAUSSAGE

Die Vermögens- und Finanzlage ist gesichert. Die Ertragslage ist nicht zufriedenstellend, hat sich aber schon gegenüber den zwei Vorjahren verbessert.

Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung hat sich im Zusammenhang mit der Beschaffungssituation erholt.

Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der teilweise verlängerten Zahlungsziele zu vereinnahmen.

C. ZWEIGNIEDERLASSUNGSBERICHT

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

D. PROGNOSEBERICHT

Die anhaltende problematische Thematik der Transformation in der Automobilen Welt hat entscheidenden Einfluss auf die wirtschaftliche Situation. Projekte aus der E-Mobilität können nicht zusammenhängend abgewickelt werden, da Entwicklungsthemen zu Projektstopps führen. Projekte können nicht final in Betrieb genommen werden, da die Serienanläufe verschoben werden. Projekte im Verbrenner-Motor Bereich werden mit erhöhtem Druck und somit mit Mehrkosten gefordert. Vielen Kunden fehlt auf Grund unbeständiger Abrufzahlen die Liquidität und in dem Aufbau von Produkten für die E-Mobilität wurde viel investiert. Parallel belasten weiterhin die erheblichen Einflüsse aus dem Ukrainekrieg und den Konflikten in Nahost die Weltwirtschaft. Insbesondere für die Kunden als auch für das eigene Unternehmen bedeutet das Energiethema (Gaspreise, Ölpreise) in den kommenden Jahren einen Anstieg der Kosten, die nicht vollständig über die Produkte gedeckt werden. Der Anstieg der Lebenshaltungskosten wird weiter zu höheren Tarifforderungen führen. Die Vertragspartner, mit denen Aufträge aus 2022/23 bestehen, sind nicht bereit, Preissteigerungen zu akzeptieren.

Aufgrund der schwierigen Datenlage und der außergewöhnlichen Gesamtsituation sind die Aussagen über die zukünftige Entwicklung sehr unsicher.

Als sicher ist die Auftragssituation einzuschätzen, da sowohl Ende 2023 als auch Anfang 2024 ein sehr guter Auftragseingang zu verzeichnen ist und dies auf Basis von Produkten aus dem Standard-Produktprogramm.

Wesentliche Änderungen der Geschäftspolitik sind nicht geplant. Die Diversifizierung in der Produktpalette soll auch im Jahr 2024 vorangetrieben werden. Hier sind insbesondere Produkte im Bereich Automatisierung von Wandfertigung im Hausbau geplant.

Der Markt wird sich auch im Jahr 2024 weiter verändern. Die Produktion von Verbrennungsmotoren wird wieder etwas Fahrt aufnehmen. Das bisherige Ziel, ab 2035 keine neuen Verbrenner mehr in Europa zuzulassen, ist wieder in Frage gestellt und somit entstehen wieder neue Entscheidungsproblematiken für die Kunden und das Unternehmen. Der Weltmarkt wird durch politisch schwierige Brennpunkte und Kriege schwer kalkulierbar. Hierzu kommt mit entscheidend die Präsidentenwahl in den USA im November.

Für das Jahr 2024 wird ein Umsatz ca. EUR 50,0 Mio. und ein positives Jahresergebnis erwartet.

Die Situation im Bereich Automotive ist aber auch Antrieb für Neuentwicklungen in "Non- Automotive" Märkten, wo diverse Projekte akquiriert wurden. Die Produktionsauslastung für das Jahr 2024 ist durch Aufträge der Stammkunden und Neukunden sichergestellt.

Fazit daher ist ein vorsichtig optimistischer Ausblick in das kommende Jahr, welches auf vorliegenden Bestellungen, Projektankündigungen und intensiver Kommunikation mit den Kunden basiert.

Die 100%-Tochtergesellschaft LK Suzhou, China, kann sich weiter am asiatischen Markt behaupten und partizipiert an Projekten von Köster Kunden aus Europa und Amerika. Im Bereich E-Mobilität sind bisher wenige Projekte zu verzeichnen, da die chinesischen E- Fahrzeuge auf einem extremen Low-Cost Niveau die technischen komplexen Lösungen aus Europa nicht erfordern. Neu sind hier Projekte für die Reifenproduktion (Auto, Motorrad und Fahrrad), die ebenfalls aus den Erfahrungen des Stammunternehmens mit Kunden in Europa stammen.

Die im Jahr 2015 anteilig erworbene Albrecht Sondermaschinen GmbH, Nordhausen, hat im lokalen Umfeld auch in der Zukunft eine solide Basis für Projekte im Bereich Montage- und Prüftechnik. In der Personalentwicklung sind weiterhin noch offene Stellen zu besetzen, der Markt gibt allerdings aktuell wenig geeignete Facharbeiter her. Offene Stellen sind bei den üblichen Adressaten (Agentur für Arbeit, lokale Presse, Social Media) bekannt gemacht.

E. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

I. RISIKOBERICHT

Generell sind die Risiken für das Geschäftsjahr 2024 unter ständiger Beobachtung zu halten. Die Automobilindustrie, die Zulieferer und die Maschinenbauer werden sehr stark vom Fortgang in der Transformation abhängig sein. Die Endkunden sind verunsichert und der Bedarf an E-Fahrzeugen oder Verbrennern ist nicht einschätzbar. Diese Unsicherheit schlägt sich in die Entscheidungsfreudigkeit wieder. Die unberechenbaren Produktionszahlen haben erheblichen Einfluss auf die Liquidität der Kunden und führen zu erhöhten Aufwendungen in der Zahlungskontrolle.

Die Beschaffungsseite ist weiterhin betroffen, da erhöhte Lohnabschlüsse unvorhersehbare Preisanhebungen nach sich ziehen werden. Die Diskussionen über klimaneutrale Produktionen werden in der Zukunft zusätzlichen Einfluss auf die Preise bei bestimmten Materialien haben.

Die Liquidität wird auch weiterhin durch Kundenanzahlungen für die Projekte und ein effektives Controlling im Zahlungseingang gewährleistet. Insgesamt ist die Liquiditätslage angespannt, da größere Einzelprojekte mit höherem Zukaufanteil für das Jahr 2024 anstehen. Die Anzahlungssituation und Größenordnung sind analog den Vorjahren, aber bei den Großprojekten ist die Restlaufzeit, die nicht über Vorauszahlungsbeträge abgedeckt werden kann, deutlich länger ist.

Eine mögliche Insolvenzwelle im Kundenbereich ist unter starker präventiver Kontrolle zu halten, damit hier keine größeren Schäden für das Unternehmen entstehen.

II. CHANCENBERICHT

Die schnellen Veränderungen im Markt erfordern schnelle Reaktion im Unternehmen. Das aktuelle Team in der mechanischen, elektrischen und Softwareentwicklung ist in der Lage, auch im "Non-Automotive Bereich" Lösungen zu kreieren und mit der umfangreichen mechanischen Fertigung können neue Konzepte auch flexibel am Markt platziert werden.

Der weiter erfolgte Ausbau der Prozessabteilung bietet die Möglichkeit, Kunden Leistungen anzubieten, die auf Grund von Personalabbau in deren Unternehmen nicht mehr so intensiv geleistet werden können.

Die zur Motivationssteigerung eingesetzten Elemente wie Homeoffice, Wertguthabenvereinbarungen und Flexibilisierung der Arbeitszeiten über den gesamten Unternehmensbereich werden gut angenommen und führen zu höherer Effizienz der Prozesse und Zufriedenheit der Mitarbeiter (m/w/d).

Der wesentliche Grundsatz des Unternehmens einer hohen Produktstreuung unter Realisierung einer dennoch hohen Fachkompetenz bei einer hohen eigenen Fertigungstiefe wird weiterhin oberste Zielsetzung für die Zukunft sein.

III. GESAMTAUSSAGE

Risiken in der nahen Zukunft werden unter Berücksichtigung des weiterhin schwierigeren Wettbewerbsumfeld, einem stagnierenden Preisniveau, steigenden Preisen für Kaufteile und der internationalen politischen Lage gesehen. Zu beachten ist auch die Mitarbeitersituation durch den Mangel an Fachkräften aber auch der geänderte gesellschaftliche Anspruch an die Arbeitsverhältnisse. Bei all den genannten Faktoren ist das Unternehmen für die Bewältigung der künftigen Risiken grundsätzlich gerüstet.

F. RISIKOBERICHTERSTATTUNG ÜBER DIE VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTEN

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen gegen Kunden sowie Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten und Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm; Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Mit einem Großteil der Kunden besteht eine langjährige Zusammenarbeit. Im Zuge der hohen Investitionen der Kunden, bedingt durch viele Produktionserweiterungen, ist unter Nutzung der bestehenden Netzwerke die Kundenliquidität unter Beobachtung zu behalten.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele beglichen. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Anzahlungen sowie über Kreditlinien.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmens gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Bei Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine sehr konservative Risikopolitik. Vor- und Nachkalkulationen der Projekte sind hierbei ein wichtiges Instrumentarium. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein kontinuierliches Controlling durchgeführt und vorausschauend agiert. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement.

 

Medebach, den 23. Juli 2024

- Geschäftsführer -

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Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Paul Köster GmbH, Medebach

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Paul Köster GmbH, Medebach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Paul Köster GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 24. Juli 2024

VHL Vahle & Langholz GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Michael Schürmann, Wirtschaftsprüfer

Carl Michael Eichler, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss der Paul Köster GmbH, Medebach zum 31.12.2023 wurde in der Gesellschafterversammlung vom 27.07.2024 festgestellt.

Bilanz zum 31.12.2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 28.256,76 46.443,91
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.036.388,92 2.149.045,92
2. Technische Anlagen und Maschinen 472.127,29 623.065,31
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.014.046,47 822.807,00
3.522.562,68 3.594.918,23
III. Finanzanlagen
1. Rückdeckungsansprüche aus Versicherungen 0,00 599.389,50
2. Genossenschaftsanteile 750,00 750,00
750,00 600.139,50
3.551.569,44 4.241.501,64
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.747.464,89 2.440.289,67
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 14.087.201,59 15.087.689,66
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 8.254,73 18.537,69
4. Geleistete Anzahlungen 1.279.320,71 1.204.527,09
5. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -6.321.075,45 -9.629.126,68
11.801.166,47 9.121.917,43
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16.578.837,41 18.653.395,44
2. Sonstige Vermögensgegenstände 151.235,40 157.079,64
16.730.072,81 18.810.475,08
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.237.248,79 958.412,57
29.768.488,07 28.890.805,08
C. Rechnungsabgrenzungsposten 469.741,24 386.983,74
33.789.798,75 33.519.290,46

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 615.000,00 615.000,00
- davon Gezeichnetes Kapital: EUR 615.000,00; i.Vj.: EUR 615.000,00
II. Kapitalrücklage 25.564,59 25.564,59
III. Bilanzgewinn 25.033.461,94 24.036.626,84
IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -529.678,30 -325.618,11
V. Nicht beherrschende Anteile -20.671,92 -19.593,43
25.123.676,31 24.331.979,89
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 504.826,08 470.846,57
2. Steuerrückstellungen 0,00 29.663,38
3. Sonstige Rückstellungen 1.523.852,57 1.228.289,42
2.028.678,65 1.728.799,37
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.530.503,81 3.003.066,67
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.129.955,99 1.738.011,81
3. Sonstige Verbindlichkeiten 976.983,99 2.717.432,72
- davon aus Steuern: EUR 846.626,63; i.Vj.: EUR 2.703.464,04
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 0,00; i.Vj.: EUR 2.920,62
6.637.443,79 7.458.511,20
33.789.798,75 33.519.290,46

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 57.123.139,27 55.350.402,65
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -1.000.488,07 -3.078.210,50
3. Sonstige betriebliche Erträge 519.894,59 471.822,38
- davon aus der Währungsumrechnung: 0,00 EUR; i.Vj.: 31.287,42 EUR
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 20.608.891,53 17.423.996,82
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 8.419.747,27 6.929.398,43
29.028.638,80 24.353.395,25
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 17.730.475,07 17.572.262,54
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.100.718,69 3.693.400,93
- davon für Altersversorgung: 155.460,31 EUR; i.Vj.: 147.772,29 EUR
21.831.193,76 21.265.663,47
6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 621.947,77 654.678,52
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.368.614,47 4.689.391,04
- davon aus der Währungsumrechnung: 3.884,11 EUR; i.Vj.: 1.362,18 EUR
Ordentliches Betriebsergebnis 792.150,99 1.780.886,25
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 22,50 30,00
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 313.094,10 46.431,05
- davon aus der Abzinsung von Rückstellungen: 101.699,39 EUR; i.Vj.: 200,00 EUR
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 1.207,47
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 57.273,34 118.395,78
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: 0,00 EUR; i.Vj.: 1.375,37 EUR
Finanzergebnis 255.843,26 -73.142,20
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 17.856,29 70.799,59
13. Ergebnis nach Steuern 1.030.137,96 1.636.944,46
14. Sonstige Steuern 34.381,35 31.450,38
15. Jahresüberschuss 995.756,61 1.605.494,08
16. Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Gewinn (-)/ Verlust 1.078,49 -40.358,99
17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 24.036.626,84 22.471.491,75
18. Bilanzgewinn 25.033.461,94 24.036.626,84

Konzernkapitalflussrechnung der Paul Köster GmbH, Medebach, für das Geschäftsjahr 2023

2023 2022
EUR EUR
Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) 995.756,61 1.605.494,08
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 621.947,77 655.885,99
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 329.542,66 221.740,31
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -142.610,91 -79.504,54
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -620.436,47 -4.219.971,85
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -303.190,81 1.158.370,81
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -22.296,96 -16.371,17
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge -255.820,76 71.964,73
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 17.856,29 70.799,59
-/+ Ertragsteuerzahlungen -154.001,21 10.247,18
= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 466.746,21 -521.344,87
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -9.680,00 -5.748,35
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 35.730,26 29.994,79
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -550.126,69 -230.886,53
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 599.389,50 0,00
+ Erhaltene Zinsen 313.094,10 46.431,05
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit 388.407,17 -160.209,04
+ Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 0,00 2.500.000,00
- Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten -1.398.941,32 -965.018,33
- Gezahlte Zinsen -57.273,34 -118.395,78
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -1.456.214,66 1.416.585,89
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe Teilbereiche) -601.061,28 735.031,98
+/- Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -46.480,96 -9.477,51
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 958.412,57 232.858,10
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 310.870,33 958.412,57

Konzerneigenkapitalspiegel

der Paul Köster GmbH, Medebach für die Zeit vom 31.12.2021 bis 31.12.2023

Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
EUR EUR EUR
Stand am 31.12.2021 615.000,00 25.564,59 -230.900,02
Währungsumrechnung 0,00 0,00 -94.718,09
Konzernergebnis 2022 0,00 0,00 0,00
Stand am 31.12.2022 615.000,00 25.564,59 -325.618,11
Währungsumrechnung 0,00 0,00 -204.060,19
Konzernergebnis 2023 0,00 0,00 0,00
Stand am 31.12.2023 615.000,00 25.564,59 -529.678,30
Bilanzgewinn / Bilanzverlust Nicht beherrschende Anteile Eigenkapital
EUR EUR EUR
Stand am 31.12.2021 22.471.491,75 -59.952,42 22.821.203,90
Währungsumrechnung 0,00 0,00 -94.718,09
Konzernergebnis 2022 1.565.135,09 40.358,99 1.605.494,08
Stand am 31.12.2022 24.036.626,84 -19.593,43 24.331.979,89
Währungsumrechnung 0,00 0,00 -204.060,19
Konzernergebnis 2023 996.835,10 -1.078,49 995.756,61
Stand am 31.12.2023 25.033.461,94 -20.671,92 25.123.676,31

I. Allgemeine Angaben zum Mutterunternehmen

Die Paul Köster GmbH hat ihren Sitz in Medebach. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Arnsberg unter HR B 2553 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Konzernjahresabschlusses

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den handelsrechtlichen gesetzlichen Vorschriften für große Kapitalgesellschaften (§ 267 Abs. 3 HGB) aufgestellt. Die rechtsformspezifischen Vorschriften des GmbH-Gesetzes für das Mutterunternehmen wurden auch im Konzernabschluss angewendet.

Angaben, die entweder in der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, wurden grundsätzlich in den Anhang aufgenommen.

Das Gliederungsschema der Konzernbilanz wurde gemäß § 308a Satz 3 HGB um den Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" sowie gemäß § 307 Abs. 1 HGB um den Posten "Nicht beherrschende Anteile" ergänzt.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren nach Gewinnverwendung aufgestellt. Das Gliederungsschema der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 307 Abs. 2 HGB um den Posten "Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Gewinn bzw. Verlust" ergänzt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind, sofern nicht beim entsprechenden Posten genannt, gegenüber dem Erstkonsolidierungszeitpunkt (1. Januar 2016) unverändert beibehalten worden.

Auf Fremdwährung lautende Valutaforderungen bzw. - verbindlichkeiten wurden gemäß § 256a HGB grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.

III. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden neben der Obergesellschaft Paul Köster GmbH grundsätzlich sämtliche Tochterunternehmen von nicht untergeordneter Bedeutung einbezogen, bei denen die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt. Dabei handelt es sich um ein inländisches Tochterunternehmen mit einer unmittelbaren Beteiligung von 70% sowie um ein ausländisches Tochterunternehmen mit einer unmittelbaren Beteiligung von 100%. Der Konsolidierungskreis setzt sich am Abschlussstichtag wie folgt zusammen:

Konsolidierungskreis

1.

Paul Köster GmbH, Medebach (Mutterunternehmen)

2.

Albrecht Sondermaschinen GmbH, Nordhausen (70%)

3.

Suzhou LK Special Automation Equipments Ltd, Suzhou/China (100%)

IV. Konsolidierungsgrundsätze

Die einzelnen Positionen der Konzernbilanz sowie der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ergeben sich aus der Zusammenfassung der Einzelabschlüsse der Konzernunternehmen, die nach konzerneinheitlichen Gliederungs- und Bewertungsvorschriften aufgestellt wurden.

Der auf fremde Währung lautende Abschluss der ausländischen Tochtergesellschaft wurde gemäß § 308a HGB nach der modifizierten Stichtagskursmethode in Euro umgerechnet. Die Positionen der Bilanz, mit Ausnahme des Eigenkapitals, wurden zum Stichtagswechselkurs (Devisenkassamittelkurs) und die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung zum durchschnittlichen Wechselkurs in Euro umgerechnet; das Eigenkapital wurde zum historischen Kurs umgerechnet. Die sich aus der Anwendung differenzierter Wechselkurse ergebenden Umrechnungsdifferenzen aus der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden innerhalb des Eigenkapitals in der Position "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen [zur Zusammensetzung vgl. Tz. (3)].

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem Anteil des Mutterunternehmens am Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss.

Der im Erstkonsolidierungszeitpunkt der Tochtergesellschaften entstandene passivische Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung i.H.v. insgesamt EUR 3.825.272,67 wurde zum 1. Januar 2016 unmittelbar in den Konzerngewinnvortrag eingestellt, da es sich aufgrund des Auseinanderfallens des Zeitpunkts der Entstehung des Mutter-Tochter- Verhältnisses (§ 290 Abs. 1 und 2 HGB) und des Zeitpunkts der erstmaligen Einbeziehung der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss (§ 301 Abs. 2 Satz 3 oder Satz 4 HGB) insgesamt bei dem zu konsolidierenden Eigenkapital der Tochterunternehmens um erhöhende Gewinnthesaurierungen zwischen diesen Zeitpunkten handelt. Diese Vorgehensweise entspricht dem Deutschen Rechnungslegungs Standard Nr. 23 (DRS 23) - Kapitalkonsolidierung (Einbeziehung von Tochterunternehmen in den Konzernabschluss) -, Tz. 147 a), 148.

Die Anteile am Eigenkapital außenstehender Gesellschafter werden in dem Posten "Nicht beherrschende Anteile" gezeigt.

Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge aus konzerninternen Leistungsbeziehungen werden gegeneinander aufgerechnet. Bei der Schuldenkonsolidierung und der Aufwands- und Ertragskonsolidierung entstehende Differenzen werden grundsätzlich erfolgswirksam behandelt. Zwischenergebnisse aus der konzerninternen Veräußerung von Vermögensgegenständen wurden eliminiert.

Vorhandene aktive und passive latente Steuern aus zeitlichen Bewertungsdifferenzen aufgrund erfolgswirksamer Konsolidierungsmaßnahmen i.S.d. § 306 HGB werden saldiert ausgewiesen.

V. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen angesetzt.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu den Anschaffungsund/oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen wurden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear und degressiv vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgte zu Anschaffungskosten abzüglich Anschaffungskostenminderungen nach der Durchschnittsmethode zum gleitenden Durchschnittswert; sofern der letzte vor dem Abschlussstichtag bekannte beizulegende Wert niedriger war, wurde dieser zur Bewertung herangezogen.

Die Bestände an unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet; diese umfassen die produktionsbezogenen Vollkosten (§ 255 Abs. 2 HGB). Fremdkapitalzinsen wurden nicht einbezogen. Die Bestände sind verlustfrei bewertet. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden von den Vorräten offen abgesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die liquiden Mittel wurden grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt; von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden angemessene Wertberichtigungen abgesetzt.

Unter den Rechnungsabgrenzungsposten wurden vor dem Abschlussstichtag gezahlte Beträge erfasst, die als Aufwand auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahren zuzuordnen sind.

Von dem Wahlrecht i.S.d. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB zum Ansatz eines aktiven latenten Steuerüberhangs aufgrund temporärer Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise haben wir keinen Gebrauch gemacht.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt. Die Kapitalrücklage i.S.v. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB beruht auf einem Gesellschafterbeschluss vom 19. Dezember 2000.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Pensionsrückstellungen werden pauschal mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 13.252,00 (i.Vj.: EUR 68.738,00). Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt. Verpfändete Rückdeckungsversicherungen wurden mit den Rückstellungen saldiert.

Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, wurden mit dem Euroreferenzkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen passiviert.

VI. Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

historische Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge Zuschreibungen Währungsdifferenz 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 162.778,49 9.680,00 0,00 0,00 0,00 172.458,49
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.054.257,61 0,00 0,00 0,00 0,00 5.054.257,61
Technische Anlagen und Maschinen 5.070.957,95 10.211,40 21.474,26 0,00 0,00 5.059.695,09
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.394.819,04 539.915,29 390.047,05 0,00 0,00 3.544.687,28
13.520.034,60 550.126,69 411.521,31 0,00 0,00 13.658.639,98
Finanzanlagen
Rückdeckungsansprüche aus Versicherungen 611.259,42 0,00 611.259,42 0,00 0,00 0,00
Genossenschaftsanteile 750,00 0,00 0,00 0,00 0,00 750,00
612.009,42 0,00 611.259,42 0,00 0,00 750,00
14.294.822,51 559.806,69 1.022.780,73 0,00 0,00 13.831.848,47
kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge
EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 116.334,58 27.402,51 0,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.905.211,69 112.657,00 0,00
Technische Anlagen und Maschinen 4.447.892,64 148.606,69 21.473,26
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.572.012,04 333.281,57 376.614,75
9.925.116,37 594.545,26 398.088,01
Finanzanlagen
Rückdeckungsansprüche aus Versicherungen 11.869,92 0,00 11.869,92
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00
11.869,92 0,00 11.869,92
10.053.320,87 621.947,77 409.957,93
kumulierte Abschreibungen
Zuschreibungen Währungsdifferenz 31.12.2023
EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 464,64 144.201,73
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 3.017.868,69
Technische Anlagen und Maschinen 0,00 12.541,73 4.587.567,80
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.961,95 2.530.640,81
0,00 14.503,68 10.136.077,30
Finanzanlagen
Rückdeckungsansprüche aus Versicherungen 0,00 0,00 0,00
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00
0,00 14.968,32 10.280.279,03
Restbuchwerte
1.1.2023 Zugänge Abgänge
EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 46.443,91 9.680,00 0,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.149.045,92 0,00 0,00
Technische Anlagen und Maschinen 623.065,31 10.211,40 1,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 822.807,00 539.915,29 13.432,30
3.594.918,23 550.126,69 13.433,30
Finanzanlagen
Rückdeckungsansprüche aus Versicherungen 599.389,50 0,00 599.389,50
Genossenschaftsanteile 750,00 0,00 0,00
600.139,50 0,00 599.389,50
4.241.501,64 559.806,69 612.822,80
Restbuchwerte
Zu- bzw. Abschreibungen Währungsdifferenz 31.12.2023
EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 27.402,51 -464,64 28.256,76
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 112.657,00 0,00 2.036.388,92
Technische Anlagen und Maschinen 148.606,69 -12.541,73 472.127,29
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 333.281,57 -1.961,95 1.014.046,47
594.545,26 -14.503,68 3.522.562,68
Finanzanlagen
Rückdeckungsansprüche aus Versicherungen 0,00 0,00 0,00
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 750,00
0,00 0,00 750,00
621.947,77 -14.968,32 3.551.569,44

Die Rückdeckungsansprüche aus Versicherungen betrafen Rückkaufswerte von drei fondsgebundenen Rentenversicherungen mit einem jeweiligen Einzahlungsbetrag i.H.v. TEUR 200, endfällig am 1. September 2023.

(2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben folgende Restlaufzeiten:

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Restlaufzeit bis zu einem Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.313.380,47 17.157.425,42
Sonstige Vermögensgegenstände 129.770,84 106.922,67
14.443.151,31 17.264.348,09
Restlaufzeit von mehr als einem bis zu fünf Jahren
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.265.456,94 1.495.970,02
Sonstige Vermögensgegenstände 21.464,56 50.156,97
2.286.921,50 1.546.126,99
16.730.072,81 18.810.475,08

(3) Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung

Die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Umrechnungsdifferenz aufgrund der Umrechnung des Eigenkapitals zum historischen Kurs und der anderen Bilanzpositionen zum Stichtagskurs -523.264,60 -311.286,50
Umrechnungsdifferenz aufgrund der Umrechnung des Ergebnisses der Gewinn- und Verlustrechnung zum Durchschnittskurs und des bilanziellen Ergebnisses zum Stichtagskurs -6.413,70 -14.331,61
-529.678,30 -325.618,11

Zur Erläuterung der Umrechnungsmethoden vgl. Abschn. IV.

(4) Gewinnvortrag

Der Gewinnvortrag entwickelte sich wie folgt:

EUR
Stand am 31. Dezember 2022 22.471.491,75
Jahresergebnis 2022 (nach Ergebniszuweisung nicht beherrschender Anteile) 1.565.135,09
Stand am 31. Dezember 2023 24.036.626,84

(5) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt (§ 285 Nr. 24 HGB):

Durchschnittlicher Marktzins der vergangenen zehn Jahre von 1,82% (Vj.: 1,78%) für eine Laufzeit von 15 Jahren, der von der Deutschen Bundesbank bekanntgemacht wurde;

Rententrend von 2 % p.a.; Anpassung alle 3 Jahre nach Rentenbeginn;

Lohn- und Gehaltssteigerungen wurden nicht berücksichtigt, da es sich um Festzusagen handelt;

"HEUBECK-RICHTTAFELN 2018 G" der Heubeck-Richttafeln-GmbH.

Da die Voraussetzungen für das Vorliegen von Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfüllt sind, wurden folgende Saldierungen vorgenommen:

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Erfüllungsbetrag der Rückstellungen für Pensionen und Altersteilzeitverpflichtungen 846.162,00 1.016.208,00
Zeitwert verpfändeter Rückdeckungsversicherungen -341.321,13 -545.361,43
Saldo als Rückstellung für Pensionen und Altersteilzeitverpflichtungen 504.840,87 470.846,57
2023 2022
Zinsaufwand aus der Ab-/Aufzinsung der Rückstellungen für Pensionen und Altersteilzeitverpflichtungen 16.981,00 18.578,00
Ertrag aus Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens -118.080,39 -17.202,63
Saldo im Zinsaufwand -101.099,39 1.375,37

(6) Zusammensetzung der sonstigen Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Zeitkonten 353.420,00 351.300,00
Urlaubsansprüche 317.600,00 319.400,00
Ausstehende Rechnungen 295.270,00 0,00
Gewährleistungsverpflichtungen 271.100,00 270.500,00
Überstunden/Mehrarbeit 112.400,00 132.800,00
Abschluss- und Prüfungskosten 65.200,00 60.800,00
Berufsgenossenschaft 48.802,57 29.129,42
Aktenarchivierung 39.560,00 40.160,00
Montagezuschläge 10.500,00 14.200,00
Kosten für steuerliche Außenprüfung 10.000,00 10.000,00
1.523.852,57 1.228.289,42

(7) Restlaufzeiten und Besicherungen der Verbindlichkeiten

Zum Bilanzstichtag bestanden im Hinblick auf die Verbindlichkeiten die folgenden Restlaufzeiten und Sicherheiten:

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Restlaufzeit bis zu einem Jahr
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.101.358,46 1.147.528,62
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.128.646,04 1.738.011,81
Sonstige Verbindlichkeiten 976.983,99 2.717.432,72
6.206.988,49 5.602.973,15
Restlaufzeit von mehr als einem bis zu fünf Jahren
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 429.145,35 1.855.538,05
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.309,95 0,00
430.455,30 1.855.538,05
6.637.443,79 7.458.511,20

Die Besicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 2.531 (Vj.: TEUR 3.003) erfolgte durch Grundschulden, Bürgschaften, Globalzession der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Sicherungsübereignungen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind teilweise durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte gesichert; die anderen Verbindlichkeiten sind ungesichert.

(8) Angaben zum Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen, die nicht in der Bilanz erscheinen und die für die Beurteilung der Bilanz von Bedeutung sind, in Höhe von TEUR 1.356 (i.Vj.: TEUR 1.754).

(9) Latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern, auf deren Ansatz wir unter Inanspruchnahme des Wahlrechts i.S.d. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB verzichtet haben, beruhen auf Bewertungsdifferenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz in folgenden Bilanzposten 1 :

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Sachanlagen -119.224,00 -119.899,00
Pauschalwertberichtigung Forderungen LL -142.907,00 -150.769,00
Unsaldierte Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen -636.722,00 -649.657,00
Archivierungsrückstellung -1.000,00 -1.600,00
-899.853,00 -921.925,00

Aus den negativen Differenzen würden sich bei der Anwendung eines Steuersatzes i.H.v. 30% aktive Steuerlatenzen i.H.v. TEUR 270 (i.Vj.: TEUR 277) ergeben.

1 Berechnungsformel: Handelsbilanzwert ./. Steuerbilanzwert.

VII. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

(10) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt nach geografischen Regionen zusammen:

2023 2022
TEUR TEUR
Umsätze aus Kerngeschäft
Inland 41.956 39.271
EU-Länder 8.830 6.648
Drittländer 6.294 9.397
57.080 55.316
Übrige Umsätze 43 35
57.123 55.350

(11) sonstige betriebliche Erträge

Der Posten enthält folgende periodenfremde Erträge:

2023 2022
EUR EUR
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen 75.701,50 3.769,23
Gewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen 22.332,26 16.377,17
Sonstige aperiodische Erträge 48,40 2.071,90
98.082,16 22.218,30

(12) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Der Posten enthält periodenfremde Aufwendungen aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens i.H.v. EUR 35,30 (i.Vj.: EUR 6,00), Aufwendungen aus Zuführungen zu Wertberichtigungen und Forderungsverlusten i.H.v. EUR 0,00 (i.Vj.: EUR 174.806,50) sowie sonstige aperiodische Aufwendungen i.H.v. EUR 25.588,80 (i.Vj.: EUR 0,00). Ferner enthält der Posten Aufwendungen für Schadenersatz und Vertragsstrafen i.H.v. EUR 14.088,16 (i.Vj.: EUR 0,00).

(13) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich wie folgt zusammen:

2023 2022
EUR EUR
Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag -0,30 14.209,29
Gewerbesteuer 0,00 15.462,00
Ausländische Steuern 17.856,89 13.723,20
periodenfremde Steuern -0,30 27.405,10
17.856,29 70.799,59

VIII. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Darstellung der Kapitalflussrechnung erfolgt nach dem Gliederungsschema des Deutschen Rechnungslegungs Standards Nr. 21 (DRS 21) - Kapitalflussrechnung - nach der sog. indirekten Methode.

Der Finanzmittelfonds besteht aus den liquiden Mittel, die in der Konzernbilanz unter dem Aktivposten B.III. ausgewiesen werden abzüglich der jederzeit fälligen Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die in Passivposten C.1. enthalten sind. Die wechselkursbedingten Änderungen des Finanzmittelbestands resultieren aus erfolgsneutralen Änderungen des Bestands an liquiden Mitteln, der sich daraus ergibt, dass die Jahresabschlüsse der Fremdwährungstochtergesellschaft an jedem Abschlussstichtag zu einem anderen Stichtagskurs umgerechnet werden.

IX. Sonstige Angaben

(14) Angaben zur Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt waren neben den Geschäftsführern 323 (i.Vj.: 326) Personen beschäftigt; davon entfielen auf den kaufmännischen und technischen Bereich 148 (i.Vj.: 143) Arbeitnehmer und auf den gewerblichen Bereich 175 (i.Vj: 183) Arbeitnehmer.

(15) Honorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers setzt sich wie folgt zusammen:

2023 2022
EUR EUR
auf Berichtsjahr entfallend:
Honorar incl. Auslagen für Abschlussprüfungsleistungen 35.000,00 33.000,00
35.000,00 33.000,00
auf frühere Geschäftsjahre entfallend:
Honorar incl. Auslagen für Abschlussprüfungsleistungen 2.241,35 -1.169,23
2.241,35 -1.169,23
37.241,35 31.830,77

Das auf frühere Geschäftsjahre entfallende Honorar wird unter GV-Posten 7. ausgewiesen.

(16) Angaben zu den Mitgliedern und Bezügen der Geschäftsführung des Mutterunternehmens

Die Muttergesellschaft wurde im Geschäftsjahr durch folgende Geschäftsführer vertreten:

Herr Ernst Köster, Geschäftsleitung Technik, Medebach

Herr Christopher Köster, Geschäftsleitung Administration, Medebach

Herr Jürgen Köster, Geschäftsleitung Produktion und Technik, Medebach (seit 1. Oktober 2023)

Herr Friedrich Köster, Geschäftsleitung Vertrieb, Medebach (bis 30. September 2023 und seit 1. November 2023)

Sie sind jeweils einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr 2023 insgesamt TEUR 541. Zugunsten der Geschäftsführer gewährte Vorschüsse oder Kredite bestanden nicht.

(17) Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag

Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine hält an. Die sich daraus ergebenden Unsicherheiten sind im Lagebericht beschrieben. Hohe Rohstoff- und Energiepreise, teilweise fehlende Materialien, lange Lieferzeiten und Fachkräftemangel belasten den Geschäftsbetrieb.

(18) Ergebnisverwendungsvorschlag des Mutterunternehmens

Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens schlägt vor, das Bilanzergebnis des Mutterunternehmens in Höhe von EUR 21.074.745,81, bestehend aus einem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 20.374.547,62 und einem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 700.198,19 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Medebach, den 20. September 2024

Ernst Köster, Geschäftsführer

Christopher Köster, Geschäftsführer

Jürgen Köster, Geschäftsführer

Friedrich Köster, Geschäftsführer

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der Paul Köster GmbH

Medebach

A. GRUNDLAGEN DES KONZERNS

I. GESCHÄFTSMODELL DES KONZERNS

Die Paul Köster GmbH ist primär im Bereich der Automobilindustrie und deren Zulieferindustrie tätig. Hierzu gehören insbesondere Gießereien für Grauguss und Aluminium sowie Unternehmen im Bereich mechanischer Bearbeitung. Hier werden maßgeblich Dichtheitsprüfmaschinen, Montagemaschinen und Automationseinrichtungen geliefert. Hierzu werden mit steigendem Anteil Maschinen zur Produktion im Bereich E-Mobilität entwickelt und gefertigt. Zur breiten Produktaufstellung gehört auch die Belieferung von Unternehmen in der Region mit Sondermaschinen und Einrichtungen. Kleinserienfertigung im Bereich von speziellen Transportgeräten runden das Produktprogramm ab. Seit dem Jahr 2022 wurden neue Produkte in das Portfolio mit aufgenommen. Hierunter fallen Prüfmaschinen für Wasserstoffantrieb und Fertigungslinien für Verdichteranlagen.

Die Suzhou LK Special Automation Equipments Ltd. in China (im Folgenden auch: LK) ist ausgerichtet auf die analoge Produktgruppe der Paul Köster GmbH, jedoch im Wesentlichen für den asiatischen Markt. Dies beinhaltet Maschinen und Einrichtungen zur Dichtheitsprüfung, Montage und Automation in der Automobilindustrie. Es werden Köster-Kunden aus dem europäischen Bereich bedient, welche in China Produktionsstätten errichtet haben. Neben der Konzeption und Herstellung neuer Einrichtungen übernimmt die LK auch Serviceeinsätze an von Köster gelieferten Maschinen. Ergänzend hierzu werden namhafte chinesische Automobilisten mit qualitativ hochwertigen Produkten bedient. Die LK arbeitet als eigenständige Unternehmung mit Engineering, Fertigung und Montage sowie Aftersales.

Die Albrecht Sondermaschinen GmbH in Nordhausen ist ebenfalls ausgerichtet auf die Konstruktion, Herstellung und Lieferung von Einrichtungen für die Automobilzulieferindustrie. Hierbei werden zum einen Kunden im lokalen Bereich Nordhausen und östliches Deutschland bedient sowie Stammkunden aus der Albrecht-Historie. Die Produktgruppe umfasst Prüfeinrichtungen und Einrichtungen für die Lecklokalisierung für Anlagen in den Bereichen Dichtheitsprüfung, Montagemaschinen und Sondereinrichtungen. Die Albrecht Sondermaschinen GmbH ist eine selbständige Einheit mit Vertrieb, Konstruktion, Fertigung, Montage und Service.

II. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Die Weiterentwicklung im Projektgeschäft wird primär im Kundenauftrag durchgeführt. Hieraus sind Standards entstanden, die in vielen Neuprojekten zum Einsatz kommen. Die weitere Entwicklung lag auf Prüfsystemen für Wasserstoffanwendungen und automatisierte Endkontrollsysteme.

Im Bereich der E-Mobilität wurden aus ersten Systemen der vergangenen Jahre komplexere Lösungen entwickelt.

Ergänzend hierzu wurde ein System zur Laserbeschichtung von Bremsscheiben entwickelt. Die Markteinführung hat sich durch EU-Anforderungen zeitlich verschoben.

Im Bereich der Automation wurden Systeme für die Beladung von Bearbeitungszentren konstruiert, die mit Vision Systemen zur Lageerkennung verknüpft sind. Diese Einrichtungen gehören mit zur Diversifizierung in der Produktpalette, sie sind unabhängig von der Automobilindustrie.

Mit diesen Entwicklungen stehen insgesamt erstklassige Produkte und Prozesse zur Verfügung, die gleichzeitig die Lösung bieten, gemessen an der hohen Komplexität einfach und damit kundenfreundlich in der Handhabung zu sein.

Verschiedene technologische Prozesse und Automations- und Montagetechniken aus einer Hand anbieten zu können, gibt den Kunden die Gewissheit, für ihre jeweils individuellen Anforderungen die passenden Lösungen schnittstellenarm zu finden.

Die Kosten für F+E im Jahr 2023 betrugen TEUR 308. In dem Bereich sind durchschnittlich vier Mitarbeiter beschäftigt.

B. WIRTSCHAFTSBERICHT

I. GESAMTWIRTSCHAFTLICHE, BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN

Die gesamtwirtschaftliche Lage zeigt weiterhin zwei verschiedene Seiten. Der Auftragseingang war weiterhin sehr gut. In 2023 lag dieser bei 69,7 Mio. € und somit nochmals auf gesteigertem höchstem Niveau, die Kosten- und Beschaffungssituation jedoch war auch in Jahr 2023 angespannt. Der Strukturwandel in der Automobilindustrie war in 2022 stark auf Beauftragungen in der E-Mobilität fokussiert. In 2023 lag wieder ein hoher Anteil auf Verbrenner-Projekten speziell im hochmotorisierten Bereich und bedingt durch Produktionsverlagerungen der Automobilhersteller. Die Weltwirtschaft ist weiterhin schwierig einzuschätzen. Die Beschaffungspreise sind nur noch mäßig steigend, aber weiterhin auf sehr hohem Niveau. Die Lieferketten sind noch nicht geschlossen, so dass es hier weiterhin zu Lieferverzögerungen kommt. Der Mangel an Fachkräften schafft keine sicheren Planungskriterien.

Die Elektromobilität wird unter dem hohen politischen Druck bei den Automobilherstellern weiterhin priorisiert. Daraus ergeben sich vielfältig Projekte mit kurzem Umsetzungszeitraum. Die aktuellen Zulassungszahlen zeigen jedoch, dass durch den Wegfall der Kaufzuschüsse das Interesse der Käufer deutlich gesunken ist. Dies zeigt zum Ende 2023 deutlich zurückgehende Zulassungszahlen in allen Bereichen.

Für 2024 ist die Auftragslage und der Auftragseingang als äußerst positiv anzusehen. Mit dem erkennbaren Auftragseingang wird das Umsatzziel mit 56,5 Mio. € realisiert werden können. Hinderungsgrund kann weiterhin die Beschaffungssituation sein, da die Verfügbarkeiten einiger Komponenten weiterhin zu hohen Beständen an nicht fertigzustellenden Projekten und somit nicht zu Umsätzen führte. Dies könnte sich erneut in abgeschwächter Form wiederholen.

II. DARSTELLUNG DES GESCHÄFTSVERLAUFS UND DES GESCHÄFTSERGEBNISSES

Die im Vorjahr prognostizierte Umsatzentwicklung für das Jahr 2023 konnte übertroffen werden. So wurden die geplanten Umsatzerlöse (EUR 54,0 Mio.) mit einem erzielten Umsatz von EUR 57,1 Mio. um EUR 3,1 Mio. überschritten. Die Umsatzsteigerung resultierte im Wesentlichen aus dem Abschluss von Vorjahresprojekten, die auf Grund fehlender Komponenten im Vorjahr nicht mehr zur Schlussrechnung gekommen sind.

Das geplante positive Jahresergebnis wurde mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 996 erreicht. Im Wesentlichen waren die Beschaffungssituation allgemein und die Preissteigerung der Zukaufkomponenten Grund für ein nicht noch besseres Gesamtergebnis.

Bei um 3,2% (Vj.: +47,6%) gestiegenen Umsatzerlösen und einer Bestandsveränderung der in Ausführung befindlichen Aufträge in Höhe von -EUR 1 Mio. (i.Vj. -EUR 3,1 Mio.) hat sich die Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr um 7,4% (i.Vj.: +4,6%) erhöht. Bei einer Reduzierung (i.Vj. Erhöhung in Höhe von TEUR 3.563) des Betriebsergebnisses um TEUR 991 auf TEUR 758 (i.Vj. TEUR 1.749) hat sich das Konzernjahresergebnis bei einer Steigerung des Finanzergebnisses auf +TEUR 256, einem Ertragssteueraufwand von TEUR 18 und einer Ergebniszuweisung an Minderheitsgesellschafter von -TEUR 1 um insgesamt TEUR 568 von TEUR 1.565 auf TEUR 997 vermindert.

1. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Der Auftragseingang konnte im Vergleich zum bereits guten Vorjahr mit plus 10% erneut sehr positiv verbucht werden. Die Auslastung der Produktion ist auch weiterhin als gesichert anzusehen.

Der Umsatz hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,2% erhöht.

Wie auch in den Vorjahren wurde ein Sockelvolumen im Bereich von kurzfristigen Projekten verbucht. Hierbei handelt es sich um Aufträge, die die Kunden vom Automobilisten erhalten haben und innerhalb weniger Wochen umgesetzt werden müssen (2023 < 8 Wochen = TEUR 3.600).

Der Schwerpunkt der Aktivitäten im Jahr 2023 lag im Kernmarkt Europa (West und Ost) sowie im amerikanischen Markt (Nord- und Mittelamerika).

2. Produktion

Schwerpunkt und Grundbaustein in der Produktpalette waren im Jahr 2023 weiterhin Dichtheitsprüfmaschinen sowie Spann- und Abdichtvorrichtungen für die Dichtheitsprüfung. Einen großen Anteil nehmen inzwischen Automationssysteme, Roboterautomationszellen und Fördertechnik ein und hatten 2023 auch einen gestiegenen Anteil in der Produktion.

Es wird weiter davon ausgegangen, dass der Verbrennungsmotor zeitnah nicht komplett als Produktbasis vom Markt verdrängt wird. Für 2024 sind bereits einige Projekte in diesem Segment gebucht.

Im Bereich Elektro-Mobilität sind weitere neue Produkte hinzugekommen, die mit den bestehenden Produktionsmöglichkeiten gut umgesetzt werden können.

Interne, externe und Kundenaudits haben auch 2023 die Wirksamkeit des QM- Systems in allen Bereichen des Konzerns und besonders in der Produktion bestätigt.

3. Beschaffung

Die Beschaffung erfolgt bei ausgewählten und bewerteten Lieferanten mit hohem Qualitätsniveau. Flexibilität, Liefertreue und ein gutes Preisniveau sind hier weiterhin wichtige Bewertungskriterien.

Trotz einer konsequenten Einkaufspolitik konnten die Einkaufspreise für Rohmaterial und Komponenten nicht stabil gehalten und auch die Verfügbarkeit nicht uneingeschränkt sichergestellt werden.

Die gegenwärtige Versorgungslage ist weiterhin als nicht entspannt anzusehen. Die Lieferzeiten sind immer noch sehr lang und nicht zuverlässig, Preissteigerungen sind weiterhin in einigen Bereichen zu verzeichnen. Die hohe Inflationsrate hat sich in den Lohnverhandlungen niederschlagen und wird die Kostensituation weiter strapazieren.

Die erforderlichen beschafften Materialien, Halbzeuge und Kaufteile werden in unterschiedlichen Lagern prozessnah bereitgestellt. Alle Läger sind im ERP- System online erfasst und die Entnahmen werden direkt gebucht und den Projekten zugeordnet.

Im Vergleich zu den Vorjahren mussten die Vorratslager erneut noch einmal aufgestockt werden. Hiermit wird versucht, eine Lieferfähigkeit in Bezug auf Projekte und Ersatzteile sicherzustellen. Der hohe Lagerbestand bindet auf der anderen Seite Kapital und reduziert die Liquidität.

Die Beschaffung erfolgt seit vielen Jahren über einen stabilen Grundstamm von Lieferanten. Hier werden überwiegend namhafte Marken eingesetzt, die weltweit vertreten sind. Somit ist auch die Ersatzteilbeschaffung an den Einsatzorten der Kunden unkritisch. Mittels Rahmen- und Abrufverträgen und Konditionsvereinbarungen ist die Basis für ein stabiles Einkaufssystem gesetzt, welches durch oben genannte Einflüsse dennoch zu erhöhten Anstrengungen in der Beschaffung führt. Die Lieferanteninformationen zu Preisveränderungen und Lieferzeiten werden dem Vertrieb zur Berücksichtigung in neuen Angeboten wöchentlich vermittelt.

4. Investitionen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind folgende Investitionen durchgeführt worden:

TEUR TEUR
Immaterielle Wirtschaftsgüter
- EDV-Software 10
Sachanlagen
- Technische Anlagen und Maschinen 10
Fuhrpark 361
- Büroeinrichtung, Regalanlagen, EDV-Hardware 175
- Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung, Werkzeuge, GWG's 4 550
560

Die Investitionen im Jahr 2023 sind auf ein notwendiges Minimum reduziert worden und beschränken sich im Wesentlichen auf Ersatzbeschaffungen im Bereich Fuhrpark und IT.

Für das Jahr 2024 sind weitere Investitionen in IT-Sicherheit, die Verjüngung des Fuhrparks und die Anschaffung einer Bearbeitungsmaschine geplant.

5. Finanzsituation

Das Eigenkapital des Konzerns beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 25.124 (Vj.: TEUR 24.332) und hat sich durch den laufenden Jahresüberschuss (TEUR 996) bei Erhöhung der Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung (-TEUR 204) entsprechend erhöht. Die bilanzielle Eigenkapitalquote des Konzerns beträgt zum Bilanzstichtag 74,4% gegenüber 72,6% im Vorjahr.

Neue Darlehensverpflichtungen gegenüber Kreditinstituten für Auftragsfinanzierungen mussten nicht abgeschlossen werden. Der bestehende Kontokorrent- Kreditrahmen wurde zum Stichtag teilweise in Anspruch genommen.

Leasingverpflichtungen bestehen nur in geringfügiger Höhe und resultieren im Wesentlichen aus dem Bikeleasing der Belegschaft, Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten erfolgen nicht.

6. Personal- und Sozialbereich

Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten mit Berücksichtigung der Geschäftsleitung und der Auszubildenden belief sich auf 360 Arbeitnehmer (Vorjahr: 362 Arbeitnehmer). Der Personalaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,7% erhöht.

Die Personallage ist als angespannt zu bezeichnen. Der Altersaufbau der Belegschaft ist ausgewogen. Durch intensive Akquise der HR-Abteilung konnten die freigewordenen Stellen durch Renteneintritt nahezu reibungslos wieder besetzt werden. Der Fachkräftemangel hat sich besonders im ländlichen Raum weiter verstärkt. Ausbildungsstellen konnten erneut nicht vollständig besetzt werden. Der prozentuale Anteil an Abgängen direkt nach Abschluss der Berufsausbildung hat sich überwiegend bedingt durch anschließende Weiterbildung erhöht. Dennoch können positiv auch Rückkehrer nach Abschluss der Weiterbildung verzeichnet werden.

Fortbildungen bzw. Qualifizierungsmaßnahmen der Mitarbeiter (m/w/d) erfolgen regelmäßig und konnten wieder planmäßig durchgeführt werden.

Für einen Geschäftsführer und den im Geschäftsjahr ursprünglich ausgeschiedenen Geschäftsführer existieren Pensionszusagen, von denen im Geschäftsjahr der für den ursprünglich ausgeschiedenen Geschäftsführer bestehende Versorgungsanspruch auf einen Pensionsfonds ausgelagert worden ist. Seit 2003 besteht für die Mitarbeiter (m/w/d) die Möglichkeit einer betrieblichen Altersversorgung in Form einer Pensionskasse oder die Produktvariante der Metallrente.

Es existiert ein Betriebsrat, dem seit Mai 2014 neun Mitarbeiter (m/w/d) angehören.

7. Andere wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres

Im Jahr 2023 wurden ein Prozessaudit, ein Systemaudit sowie diverse interne und externe Produktaudits durchgeführt. Das Systemaudit ist im März 2023 durchgeführt worden. Die jeweiligen Ergebnisse bei den internen Systemaudits / Prozessaudits werden in der Maßnahmenliste dokumentiert. Die Überprüfung der Maßnahmen erfolgt in regelmäßigen Abständen aber auch bei den darauffolgenden Audits.

Zusätzlich wurde das neu eingeführte Umweltmanagementsystem nach DIN EN ISO 14001 in einem externen Audit zertifiziert.

III. DARSTELLUNG DER LAGE

1. Vermögenslage

Die Bilanzzahlen zum 31. Dezember 2023 und 31. Dezember 2022 werden zur Verdeutlichung der Veränderung der Vermögens- und Kapitalstruktur einander gegenübergestellt:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR % TEUR %
AKTIVA
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 28 0,1 46 0,1
Sachanlagen 3.523 10,4 3.595 10,8
Finanzanlagen 1 0,0 600 1,8
3.552 10,5 4.241 12,7
Umlaufvermögen
Vorräte 11.801 34,9 9.122 27,2
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16.579 49,1 18.653 55,6
Sonstige Vermögensgegenstände 151 0,4 158 0,4
liquide Mittel 1.237 3,7 958 2,9
29.768 88,1 28.891 86,1
Rechnungsabgrenzungsposten 470 1,4 387 1,2
33.790 100,0 33.519 100,0
PASSIVA
Eigenkapital 25.124 74,4 24.332 72,6
Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 505 1,5 471 1,4
Steuerrückstellungen 0 0,0 30 0,1
Sonstige Rückstellungen 1.524 4,5 1.228 3,7
2.029 6,0 1.729 5,2
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.531 7,5 3.003 8,9
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.130 9,3 1.738 5,2
Sonstige Verbindlichkeiten 976 2,8 2.717 8,1
6.637 19,6 7.458 22,2
33.790 100,0 33.519 100,0
Veränderung
TEUR %
AKTIVA
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände -18 -39,1
Sachanlagen -72 -2,0
Finanzanlagen -599 -99,8
-689 -16,2
Umlaufvermögen
Vorräte 2.679 29,4
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -2.074 -11,1
Sonstige Vermögensgegenstände -7 -4,4
liquide Mittel 279 29,1
877 3,0
Rechnungsabgrenzungsposten 83 21,4
271 0,8
PASSIVA
Eigenkapital 792 3,3
Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 34 7,2
Steuerrückstellungen -30 -100,0
Sonstige Rückstellungen 296 24,1
300 17,4
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -472 -15,7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.392 80,1
Sonstige Verbindlichkeiten -1.741 -64,1
-821 -11,0
271 0,8

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 33.519 um TEUR 271 (0,8%) auf TEUR 33.790 geringfügig erhöht.

Auf der Aktivseite hat sich das Anlagevermögen bei Zugängen von TEUR 560, Abschreibungen von TEUR 622, Anlagenabgängen von TEUR 613 und negativen Währungsdifferenzen von TEUR 15 um insgesamt TEUR 690 vermindert. In den Abgängen sind Aus- bzw. Rückzahlungen von Finanzanlagen in Höhe von TEUR 671 enthalten. Das Umlaufvermögen hat sich bei einer Zunahme der Vorräte (TEUR 2.679), der liquiden Mittel (TEUR 279) und der Rechnungsabgrenzung (TEUR 83) bei einer Abnahme der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR 2.081) um insgesamt TEUR 960 gegenüber dem Vorjahr erhöht.

Die Passivseite ist geprägt durch eine Zunahme des Eigenkapitals (TEUR 792), der Rückstellungen (TEUR 300) und der Leistungsverbindlichkeiten (TEUR 1.392) sowie eine Abnahme der Bankverbindlichkeiten (TEUR 473) und sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 1.740).

Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 25.124 (= 74,4% der Bilanzsumme) gegenüber TEUR 24.332 (= 72,6% der Bilanzsumme) im Vorjahr. Der Anlagendeckungsgrad II ((Eigenkapital + langfristiges Fremdkapital) / Anlagevermögen) beträgt 722% gegenüber 585% im Vorjahr.

2. Finanzlage

Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich von -TEUR 521 um TEUR 988 auf TEUR 467 deutlich erhöht.

Der Mittelzufluss aus Investitionstätigkeit beträgt TEUR 388 gegenüber einem Mittelabfluss (TEUR 160) im Vorjahr; hierin enthalten sind TEUR 671 aus der Aus- bzw. Rückzahlung von Finanzanlagen.

Der Mittelabfluss (Darlehenstilgung u.a.) aus Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR 1.456 gegenüber einem Mittelzufluss (TEUR 1.417) im Vorjahr.

Insgesamt verbleibt ein von TEUR 958 um TEUR 647 auf TEUR 311 verminderter Finanzmittelbestand zum 31. Dezember 2023.

3. Ertragslage

Die Ertragslage der Paul Köster GmbH lässt sich zusammenfassend wie folgt darstellen:

2023 2022
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 57.123 101,8 55.350 105,9
Bestandsveränderung -1.000 -1,8 -3.078 -5,9
Gesamtleistung 56.123 100,0 52.272 100,0
Sonstige betriebliche Erträge 520 0,9 472 0,9
Materialaufwand -29.029 -51,7 -24.353 -46,6
Personalaufwand -21.831 -38,9 -21.266 -40,7
Abschreibungen -622 -1,1 -655 -1,3
Sonstige betriebliche Aufwendungen und sonstige Steuern -4.403 -7,8 -4.721 -9,1
Betriebsergebnis 758 1,4 1.749 3,2
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 313 0,6 46 0,1
Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0 0,0 -1 0,0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -57 -0,1 -118 -0,2
Finanzergebnis 256 0,5 -73 -0,1
Ergebnis vor Steuern 1.014 1,8 1.676 3,2
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -18 0,0 -71 -0,1
Jahresergebnis 996 1,8 1.605 3,1
Ergebniszuweisung Minderheitsgesellschafter 1 0,0 -40 -0,1
Jahresergebnis nach Ergebniszuweisung Minderheitsgesellschafter 997 1,8 1.565 3,0
Veränderung
TEUR %
Umsatzerlöse 1.773 3,2
Bestandsveränderung 2.078 67,5
Gesamtleistung 3.851 7,4
Sonstige betriebliche Erträge 48 10,2
Materialaufwand -4.676 -19,2
Personalaufwand -565 -2,7
Abschreibungen 33 5,0
Sonstige betriebliche Aufwendungen und sonstige Steuern 318 6,7
Betriebsergebnis -991 -56,7
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 267 >100,0
Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 1 100,0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 61 51,7
Finanzergebnis 329 >100,0
Ergebnis vor Steuern -662 -39,5
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 53 74,6
Jahresergebnis -609 -37,9
Ergebniszuweisung Minderheitsgesellschafter 41 >100,0
Jahresergebnis nach Ergebniszuweisung Minderheitsgesellschafter -568 -36,3

IV. FINANZIELLE UND NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Für die interne Konzernsteuerung werden die Kennzahlen Umsatz pro Mitarbeiter (m/w/d), Umsatzrendite und der Cashflow sowie Mitarbeiterbewertungen als Maßstab für die Mitarbeiterzufriedenheit herangezogen.

Die Umsatzrendite wird errechnet aus dem "Ergebnis vor Steuern" im Verhältnis zu den Umsatzerlösen und der Cashflow aus der Summe aus Jahresergebnis, Abschreibungen und Bewertung (bzw. Auflösung) längerfristiger Rückstellungen.

V. GESAMTAUSSAGE

Die Vermögens- und Finanzlage ist gesichert. Die Ertragslage ist nicht zufriedenstellend, hat sich aber schon gegenüber den zwei Vorjahren verbessert.

Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung hat sich im Zusammenhang mit der Beschaffungssituation erholt.

Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der teilweise verlängerten Zahlungsziele zu vereinnahmen.

C. PROGNOSEBERICHT

Die anhaltende problematische Thematik der Transformation in der Automobilen Welt hat entscheidenden Einfluss auf die wirtschaftliche Situation. Projekte aus der E-Mobilität können nicht zusammenhängend abgewickelt werden, da Entwicklungsthemen zu Projektstopps führen. Projekte können nicht final in Betrieb genommen werden, da die Serienanläufe verschoben werden. Projekte im Verbrenner-Motor Bereich werden mit erhöhtem Druck und somit mit Mehrkosten gefordert. Vielen Kunden fehlt auf Grund unbeständiger Abrufzahlen die Liquidität und in dem Aufbau von Produkten für die E-Mobilität wurde viel investiert. Parallel belasten weiterhin die erheblichen Einflüsse aus dem Ukrainekrieg und den Konflikten in Nahost die Weltwirtschaft. Insbesondere für die Kunden als auch für das eigene Unternehmen bedeutet das Energiethema (Gaspreise, Ölpreise) in den kommenden Jahren einen Anstieg der Kosten, die nicht vollständig über die Produkte gedeckt werden. Der Anstieg der Lebenshaltungskosten wird weiter zu höheren Tarifforderungen führen. Die Vertragspartner, mit denen Aufträge aus 2022/23 bestehen, sind nicht bereit, Preissteigerungen zu akzeptieren.

Aufgrund der schwierigen Datenlage und der außergewöhnlichen Gesamtsituation sind die Aussagen über die zukünftige Entwicklung sehr unsicher.

Als sicher ist die Auftragssituation einzuschätzen, da sowohl Ende 2023 als auch Anfang 2024 ein sehr guter Auftragseingang zu verzeichnen ist und dies auf Basis von Produkten aus dem Standard-Produktprogramm.

Wesentliche Änderungen der Geschäftspolitik sind nicht geplant. Die Diversifizierung in der Produktpalette soll auch im Jahr 2024 vorangetrieben werden. Hier sind insbesondere Produkte im Bereich Automatisierung von Wandfertigung im Hausbau geplant.

Der Markt wird sich auch im Jahr 2024 weiter verändern. Die Produktion von Verbrennungsmotoren wird wieder etwas Fahrt aufnehmen. Das bisherige Ziel, ab 2035 keine neuen Verbrenner mehr in Europa zuzulassen, ist wieder in Frage gestellt und somit entstehen wieder neue Entscheidungsproblematiken für die Kunden und das Unternehmen.

Der Weltmarkt wird durch politisch schwierige Brennpunkte und Kriege schwer kalkulierbar. Hierzu kommt mit entscheidend die Präsidentenwahl in den USA im November.

Für das Jahr 2024 wird ein Konzernumsatz in Höhe von ca. EUR 56,5 Mio. und ein positives Jahresergebnis erwartet.

Die Situation im Bereich Automotive ist aber auch Antrieb für Neuentwicklungen in "Non- Automotive" Märkten, wo diverse Projekte akquiriert wurden. Die Produktionsauslastung für das Jahr 2024 ist durch Aufträge der Stammkunden und Neukunden sichergestellt.

Fazit daher ist ein vorsichtig optimistischer Ausblick in das kommende Jahr, welches auf vorliegenden Bestellungen, Projektankündigungen und intensiver Kommunikation mit den Kunden basiert.

Die 100%-Tochtergesellschaft LK Suzhou, China, kann sich weiter am asiatischen Markt behaupten und partizipiert an Projekten von Köster Kunden aus Europa und Amerika. Im Bereich E-Mobilität sind bisher wenige Projekte zu verzeichnen, da die chinesischen E- Fahrzeuge auf einem extremen Low-Cost Niveau die technischen komplexen Lösungen aus Europa nicht erfordern. Neu sind hier Projekte für die Reifenproduktion (Auto, Motorrad und Fahrrad), die ebenfalls aus den Erfahrungen des Stammunternehmens mit Kunden in Europa stammen.

Die im Jahr 2015 anteilig erworbene Albrecht Sondermaschinen GmbH, Nordhausen, hat im lokalen Umfeld auch in der Zukunft eine solide Basis für Projekte im Bereich Montage- und Prüftechnik. In der Personalentwicklung sind weiterhin noch offene Stellen zu besetzen, der Markt gibt allerdings aktuell wenig geeignete Facharbeiter her. Offene Stellen sind bei den üblichen Adressaten (Agentur für Arbeit, lokale Presse, Social Media) bekannt gemacht.

D. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

I. RISIKOBERICHT

Generell sind die Risiken für das Geschäftsjahr 2024 unter ständiger Beobachtung zu halten. Die Automobilindustrie, die Zulieferer und die Maschinenbauer werden sehr stark vom Fortgang in der Transformation abhängig sein. Die Endkunden sind verunsichert und der Bedarf an E-Fahrzeugen oder Verbrennern ist nicht einschätzbar. Diese Unsicherheit schlägt sich in die Entscheidungsfreudigkeit wieder. Die unberechenbaren Produktionszahlen haben erheblichen Einfluss auf die Liquidität der Kunden und führen zu erhöhten Aufwendungen in der Zahlungskontrolle.

Die Beschaffungsseite ist weiterhin betroffen, da erhöhte Lohnabschlüsse unvorhersehbare Preisanhebungen nach sich ziehen werden. Die Diskussionen über klimaneutrale Produktionen werden in der Zukunft zusätzlichen Einfluss auf die Preise bei bestimmten Materialien haben.

Die Liquidität wird auch weiterhin durch Kundenanzahlungen für die Projekte und ein effektives Controlling im Zahlungseingang gewährleistet. Insgesamt ist die Liquiditätslage angespannt, da größere Einzelprojekte mit höherem Zukaufanteil für das Jahr 2024 anstehen. Die Anzahlungssituation und Größenordnung sind analog den Vorjahren, aber bei den Großprojekten ist die Restlaufzeit, die nicht über Vorauszahlungsbeträge abgedeckt werden kann, deutlich länger ist.

Eine mögliche Insolvenzwelle im Kundenbereich ist unter starker präventiver Kontrolle zu halten, damit hier keine größeren Schäden für das Unternehmen entstehen.

II. CHANCENBERICHT

Die schnellen Veränderungen im Markt erfordern schnelle Reaktion im Konzern. Das aktuelle Team in der mechanischen, elektrischen und Softwareentwicklung ist in der Lage, auch im "Non-Automotive Bereich" Lösungen zu kreieren und mit der umfangreichen mechanischen Fertigung können neue Konzepte auch flexibel am Markt platziert werden.

Der weiter erfolgte Ausbau der Prozessabteilung bietet die Möglichkeit, Kunden Leistungen anzubieten, die auf Grund von Personalabbau in deren Unternehmen nicht mehr so intensiv geleistet werden können.

Die zur Motivationssteigerung eingesetzten Elemente wie Homeoffice, Wertguthabenvereinbarungen und Flexibilisierung der Arbeitszeiten über den gesamten Konzernbereich werden gut angenommen und führen zu höherer Effizienz der Prozesse und Zufriedenheit der Mitarbeiter (m/w/d).

Der wesentliche Grundsatz des Konzerns einer hohen Produktstreuung unter Realisierung einer dennoch hohen Fachkompetenz bei einer hohen eigenen Fertigungstiefe wird weiterhin oberste Zielsetzung für die Zukunft sein.

III. GESAMTAUSSAGE

Risiken in der nahen Zukunft werden unter Berücksichtigung des weiterhin schwierigeren Wettbewerbsumfeld, einem stagnierenden Preisniveau, steigenden Preisen für Kaufteile und der internationalen politischen Lage gesehen. Zu beachten ist auch die Mitarbeitersituation durch den Mangel an Fachkräften aber auch der geänderte gesellschaftliche Anspruch an die Arbeitsverhältnisse. Bei all den genannten Faktoren ist der Konzern für die Bewältigung der künftigen Risiken grundsätzlich gerüstet.

E. RISIKOBERICHTERSTATTUNG ÜBER DIE VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTEN

Zu den im Konzern bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen gegen Kunden sowie Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten und Kreditinstituten. Der Konzern verfügt über einen solventen Kundenstamm; Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Mit einem Großteil der Kunden besteht eine langjährige Zusammenarbeit. Im Zuge der hohen Investitionen der Kunden, bedingt durch viele Produktionserweiterungen, ist unter Nutzung der bestehenden Netzwerke die Kundenliquidität unter Beobachtung zu behalten.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele beglichen. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich der Konzern überwiegend mittels Anzahlungen sowie über Kreditlinien.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Konzerns gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt der Konzern eine sehr konservative Risikopolitik. Vor- und Nachkalkulationen der Projekte sind hierbei ein wichtiges Instrumentarium. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein kontinuierliches Controlling durchgeführt und vorausschauend agiert. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt der Konzern über ein adäquates Debitorenmanagement.

 

Medebach, den 20. September 2024

Ernst Köster, Geschäftsführer

Christopher Köster, Geschäftsführer

Jürgen Köster, Geschäftsführer

Friedrich Köster, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Paul Köster GmbH, Medebach

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Paul Köster GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Paul Köster GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 23. September 2024

VHL Vahle & Langholz GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Michael Schürmann, Wirtschaftsprüfer

Carl Michael Eichler, Wirtschaftsprüfer

Der Konzernabschluss zum 31.12.2023 wurde in der Gesellschafterversammlung vom 27.9.2024 gebilligt.

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