Alfert Verwaltungs-GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Dominic Becker seit 28.5.2018 | Geschäftsführer |
Franz Bernhard Heinrich Dr. Alfert seit 20.6.2008 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ATEX Explosionsschutz GmbHMöhneseeJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022LageberichtGliederung I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens 2. Forschung und Entwicklung II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen 2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen 3. Geschäftsverlauf 4. Lage a) Ertragslage b) Vermögenslage c) Finanzlage 4. Finanzielle Leistungsindikatoren III. Prognosebericht IV. Chancen- und Risikobericht der zukünftigen Entwicklung 1. Risikobericht 2. Chancenbericht 3. Gesamtaussage V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Atex ist ein familiengeführtes Produktions- und Dienstleistungsunternehmen im Bereich des Brand- und Explosionsschutzes und seit 1992 auf dem Gebiet der Entwicklung, Produktion und dem Vertrieb von Systemen und Einrichtungen zur Prozess- und Verfahrenssicherheit in Industrieanlagen tätig. Hervorgegangen aus einem der international führenden Beratungsgesellschaften im Bereich der industriellen Sicherheit mit den Schwerpunkten Brandschutz, Explosionsschutz und Prozesssicherheit verfügt Atex mit seinen Mitarbeitern über herausragende Erfahrung bei der Beurteilung von sicherheitstechnischen Fragestellungen. Atex-Produkte und Dienstleistungen basieren dabei auf modernsten Qualitätsprinzipien, welche immer auf dem neuesten Stand der Technik sind und sich nach internationalen Standards richten. Hierfür sorgen insbesondere die Ingenieure aus allen Bereichen der Industrie mit sehr vielfältigen Erfahrungen, die in praktisch allen bedeutenden Gremien vertreten sind.Es ist und bleibt das erklärte Ziel der Gesellschaft, weiterhin Marktführer zu sein mit besonderem Augenmerk auf Produktinnovationen mit Verbesserungspotential für Sicherheitsfragestellungen, aber auch Schadensvermeidung und Produktivität in Industrieanlagen. 2. Forschung und Entwicklung In 2022/2023 wurden die Versuchsreihen mit systematischen Großversuchen in den Testbehältern 145 m 3 , 21 m 3 und 1 m 3 fortgesetzt. Aufgrund dieser Versuche konnten eine Vielzahl neuer Anwendungsbereiche der Atex Produkte erschlossen werden. In 2022/2023 wurde eine Überarbeitung, Ergänzung und Erweiterung der Zertifikate durchgeführt, sodass Atex zurzeit über die mit Abstand aktuellsten Zertifizierungen nach den neuesten Sicherheitsstandards verfügt. Des Weiteren konnte für Atex Pulverunterdrückungssysteme die Zulassung für den sehr schwierigen Japanischen Markt erreicht werden, was für die Zukunft einen sehr interessanten neuen Anwendungsbereich eröffnet. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine sowie den extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2022 um 0,7 % höher. Dagegen war die deutsche Volkswirtschaft in 2023 von einer Stagnation geprägt. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) Ist im Jahr 2023 um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die Energiekrise und geopolitische Spannungen verunsicherten Produzenten, Investoren sowie Konsumenten. Der Welthandel verlor an Dynamik, mit negativen Folgen für die deutsche Exportwirtschaft. Die Energiepreise, die 2022 infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine extrem gestiegen waren, stabilisierten sich auf hohem Niveau und belasteten insbesondere die Industrieproduktion. Im Jahr 2024 schrumpfte die deutsche Wirtschaft. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt verminderte sich gegenüber 2023 um 0,2 %. Konjunkturelle und strukturelle Belastungen standen einer besseren wirtschaftlichen Entwicklung im Wege. Die deutsche Exportwirtschaft sah sich auf wichtigen Absatzmärkten stärkerer internationaler Konkurrenz ausgesetzt, nicht zuletzt aus der Volksrepublik China. Die deutschen Exporte sanken, obwohl der Welthandel im Jahr 2024 insgesamt zunahm. Die internationale Wettbewerbsfähigkeit des verarbeitenden Gewerbes geriet weiter unter Druck. Dazu trugen die immer noch hohen Energiekosten bei. Darüber hinaus hielten sich die privaten Haushalte trotz steigender Einkommen mit Einkäufen zurück, auch aus Unsicherheit über die weitere wirtschaftliche Entwicklung. Ein erhöhtes Zinsniveau und unsicher wirtschaftliche Aussichten hemmten auch die Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge. Auch in den ersten Monaten des Jahres 2025 befindet sich die deutsche Wirtschaft in einer Schwächephase, die durch konjunkturelle und strukturelle Faktoren verursacht ist. Gleichwohl wird für 2025 mit einem moderaten Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts von 0,2 % gerechnet (ifo-Konjunkturprognose Frühjahr 2025). Die Unsicherheit über die weitere wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland ist ausgesprochen hoch. Zum einen ist die Politik der neuen US-Regierung nicht kalkulierbar. Zum anderen wurde in Deutschland ein neuer Bundestag gewählt und Sondierungsgespräche zwischen möglichen Koalitionspartnern aufgenommen. Zurzeit ist noch unklar, welche konkreten wirtschaftspolitischen Weichen die neue Bundesregierung für die kommenden Jahre stellen wird. 2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Chemie- und Pharmabranche, deren Unternehmen weitestgehend zu den Abnehmern der Produkte der ATEX Explosionsschutz GmbH zählen, befindet sich im Wandel. Insbesondere die hohen Energiepreise macht einen Umbau der Branche zwingend erforderlich. Die Transformation der chemischen Industrie hin zu effizienteren Prozessen, digitalen Technologien und nachhaltigen Produktlösungen ist sehr anspruchsvoll, bietet jedoch auch enorme Chancen. Während der Gesamtumsatz der chemisch-pharmazeutischen Industrie in Deutschland im Geschäftsjahr 2022 noch um 15,0 % gestiegen ist, war die Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 mit einem Rückgang um 13,7 % rückläufig. Im Bereich der Sachanlageninvestitionen der chemisch-pharmazeutischen Sachanlageinvestitionen waren diese im Inland in den Jahren 2022 und 2023 rückläufig (2022: - 0,9 %, 2023: - 2,0 %), während im Ausland ordentliche Zuwächse zu verzeichnen waren (2022: + 18,8 %, 2023: + 8,0 %). 3. Geschäftsverlauf Die Atex Explosionsschutz GmbH konnte sich trotz der widrigen gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen in 2022 gut behaupten. Trotz aller Bedenken und Befürchtungen bzgl. der Folgen der weltweiten wirtschaftlichen Entwicklung im Zusammenhang mit Handelsstreitigkeiten, der Pandemie sowie dem Russland Krieg zeigte sich in 2021 und auch in der Periode 2022/2023, dass die wirtschaftliche Entwicklung nur geringen Einfluss auf die Geschäftsaktivitäten der Atex GmbH hat. Im Gegenteil, es hat den Anschein, dass die Erfahrungen aus der Pandemie mit Lieferengpässen in vielen Bereichen, insbesondere aber auch die Erkenntnis, wie wichtig in solcher Krisenzeit eine störungsfreie Funktion von "systemrelevanten Produktionsstätten" ist, dazu geführt haben, dass Unternehmen in Steigerung der Produktivität, Schutz von Ressourcen, Verfügbarkeit und Schutz der Produktionsanlagen usw. investieren. Für 2022 und insbesondere die Folgejahre ist daher für unsere Branche eine weitere positive Umsatzentwicklung zu erwarten. Vor dem Hintergrund der in 2020 durch die Pandemie eingebrochenen Weltwirtschaft und den Entwicklungen der Folgejahre blickt die ATEX Explosionsschutz GmbH auf ein umsatzstarkes Geschäftsjahr 2022 zurück. Die Vertriebsaktivitäten im außereuropäischen Bereich wurden weiter ausgebaut. Das operativ erzielte Ergebnis ist in Anbetracht der umfangreichen Entwicklungs- und Zertifizierungs-, und Re-Zertifizierungsaktivitäten, des mit der Einführung von SAP getätigten Aufwandes sowie der Aktivitäten zum Ausbau des Testfeldes und der weiteren Marktentwicklung als positiv anzusehen und übertrifft in der Umsatzentwicklung die ursprünglichen Erwartungen (die auf Grund der weltweiten Handelsstreitigkeiten etwas vorsichtig beurteilt wurden). 4. Lage a) Ertragslage Der Umsatz lag im Geschäftsjahr 2022 mit 14.376. T€ (2021 13,95 Mio. €) ca. 3 % über dem Vorjahresumsatz. Das Jahresergebnis reduzierte sich jedoch von dem Vorjahresergebnis von ca. 808 T€ auf ein Ergebnis von ca. 7 T€. Dies ist darin begründet, dass aufgrund der immensen Preissteigerungen 2021/2022, aber insbesondere auch aufgrund der sehr, sehr langen Lieferzeiten (bei wichtigen Zulieferanten von mehr als einem Jahr) zum Teil wichtige Elektronikteile auf dem "Spotmarkt" zu sehr hohen Preisen eingekauft werden mussten, die aufgrund der zum Teil langen Lieferzeiten für unsere Auslandsfirmen, Vertriebspartner und Kunden nicht direkt weitergegeben werden konnten. Die Aufwendungen für Materialaufwand steigerten sich somit für 2022 von 5.768 T€ im Vorjahr auf 6.692 T€ in 2022. Dem gesteigerten Materialaufwand in 2022 von 925 T€ steht ein Umsatzzuwachs von 427 T€ gegenüber, was einleuchtend das Jahresergebnis 2022 erklärt. Die Preissteigerungen in Zuliefererkomponenten werden im Laufe der Jahre 2023/2024 in die Atex Verkaufspreise eingearbeitet, des Weiteren wurde entschieden, wichtige Komponenten in viel größerem Maße zu bevorraten, um nicht noch einmal in eine derartige Lieferkettenproblematik zu geraten. Für die Atex GmbH scheint der Krieg in der Ukraine zum jetzigen Zeitpunkt kaum Auswirkungen zu haben. Für die Jahre 2023/24 wird daher im Zuge der Lockerung von Reisebeschränkungen ein Umsatz in gleichem Rahmen und für die Folgejahre aufgrund der neuen Zertifizierungen eine weitere Steigerung erwartet. Vereinbarungen mit einigen Großkunden aus dem Bereich der "Systemrelevanten Industrien" unterstützen diese Erwartung. Aus heutiger Sicht kann festgestellt werden, das auf Umsatzseite kaum Auswirkungen durch den Russisch-Ukrainischen Krieg vorhanden waren, da beide Märkte bislang nicht oder kaum erschlossen waren. Auswirkungen auf die Gesamtertragslage sind jedoch durch dauerhaft gestiegene Kosten im Bereich der Energieversorgung feststellbar. b) Vermögenslage Die Bilanzsumme beträgt zum 31.12.2022 ähnlich dem Vorjahr 11.968 T€. Unsere Vermögensstruktur ist dabei durch das mittel- und kurzfristig gebundene Umlaufvermögen mit 89,4 % der Bilanzsumme gekennzeichnet. Hier erhöhten sich der Bereich der Vorräte (6.110 T€) leicht um 5,8 %, da aufgrund der Lieferkettenprobleme die Bevorratung wichtiger Teile gesteigert wurde. Das Anlagevermögen betrifft Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen (173 T€) sowie Finanzanlagen (1.090 T€). Diese betreffen neben Anteile an verbundenen Unternehmen (81 T€) Ausleihungen (1.009 T€). c) Finanzlage Bei einem Eigenkapital von 9.189 T € und einer Bilanzsumme von 11.968 T€ beträgt die Eigenkapitalquote weiterhin überdurchschnittliche 76,8 %. Der Cashflow aus dem operativen Bereich hat sich bedingt durch ein um 801 T€ gegenüber dem Vorjahr verminderten Jahresergebnisses (7 T€) um 23 T€ auf 3 T€ vermindert. Hier wirken sich insbesondere einer Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (496 T€) sowie die Zunahme der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen (303 T€) aus. Dem steht eine Zunahme des Vorratsvermögens (336 T€) sowie der gleichzeitige Abbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (273 T€) gegenüber. Die Bankverbindlichkeiten in Höhe von 550 T€ entsprechen 4,6 % der Bilanzsumme. Dem stehen 166 T€ an Kassenbeständen und Bankguthaben gegenüber. Längerfristige Bankverbindlichkeiten werden im Zuge des Rückflusses von Ausleihungen an verbundene Unternehmen Zug um Zug abgelöst, da sie aus Liquiditätsanforderungen nicht mehr benötigt werden. Aufgrund langer Projektlaufzeiten wurde verstärkt damit begonnen bei hohen Projektwerten auf Anzahlungen zu bestehen. Diese steigen im Vergleich zum Vorjahr um 88,9 % auf 644 T€. III. Prognosebericht Allgemeine Wirtschaftslage Laut ifo-Konjunkturprognose (März 2025) wird ein Wirtschaftswachstum von 0,2 % für das Wirtschaftsjahr 2025 prognostiziert. Verantwortlich gemacht werden hierfür der Strukturwandel und die Unsicherheit. Beide Faktoren lähmen die Industrie- und Konsumkonjunktur. In fast allen Wirtschaftsbereichen klagen die Unternehmen über Auftragsmangel. Die inländische Nachfrage bleibt trotz wieder erstarkter Kaufkraft und gesunkener Zinsen gedämpft, da die Unsicherheiten über den wirtschaftspolitischen Kurs in Deutschland und die geopolitischen Rahmenbedingungen hoch sind. Insgesamt bleiben die Konjunkturaussichten für 2025 eher verhalten. Eine Reihe von Frühindikatoren deuten darauf hin, dass zumindest zu Jahresbeginn nicht mit einem weiteren Rückgang der Wirtschaftsleistung zu rechnen ist. So haben sowohl die Auftragslage im Baugewerbe und in der Industrie ihren Abwärtstrend in den Wintermonaten nicht fortgesetzt. Dagegen hat sich das Konsumklima in den letzten Monaten wieder eingetrübt. Laut dem ifo-Institut hat sich die Stimmung bei den Unternehmen weiter verschlechtert. Der Geschäftsklimaindex ist im Dezember 2024 auf 84,7 Punkte gefallen (86,4 Punkte im Dezember 2023). Hieraus wird deutlich, dass die Unternehmen mit den laufenden Geschäften weniger zufrieden waren. Zudem blicken sie mit einer gewissen Skepsis auf das erste Halbjahr 2025. Hieraus resultiert eine Zurückhaltung bei z.B. Investitionen in moderne Anlagen und Maschinen. Seit Ausbreitung der Pandemie, wie auch seit Erfahrungen mit einseitiger Lieferabhängigkeit ist in vielen Ländern der Welt zu beobachten, dass alle Bereiche der "Systemrelevanten Industrien" mit Nachdruck darauf bedacht sind, ihre Produktion zu sichern und die Verfügbarkeit der Anlagen zu erhöhen, wie auch Produktionsstätten zu diversifizieren. Dies eröffnet viele neue Anwendungsbereiche für die von Atex vertriebenen Produkte zur Sicherstellung von Anlagenverfügbarkeit und Produktivität. Da Atex in einem hohen Maße in Betrieben der Nahrungsmittel, Futtermittel, Energieversorgung und Pharmaindustrie neuerdings auch in der Holzindustrie vertreten ist, sind hier allzu große Einbrüche nicht zu erwarten, da Futtermittel, Nahrungsmittel, Medizin und eine reibungslose Energieversorgung auch in Stagnationszeiten "Saison" haben. Häufig entwickelt sich in solchen Zeiten generell ein Streben nach höherer Produktivität und Produktionsverfügbarkeit. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft Die bisher durchgeführten Investitionen in die Verbesserung der Anlagen, Erweiterung der Zertifizierungen und Produkt-Neuentwicklungen werden dazu beitragen, die wirtschaftliche Situation der Gesellschaft auch künftig abzusichern bzw. noch zu verbessern. Denn die Risiken der Kunden sind die Chancen der ATEX Explosionsschutz GmbH, da die von der Gesellschaft produzierten Anlagen dazu dienen, die Risiken der Kunden zu minimieren und insbesondere die Produktivität zu steigern. Eine Reihe von abgeschlossenen Zertifizierungen in 2022/2023 eröffnet weitere Anwendungen insbesondere in den "Systemrelevanten Industriebereichen". Hohes Potential wird im weiteren Ausbau der Produktpalette - insbesondere durch beständige Anstrengungen in der Entwicklung - gesehen, um eigene Ressourcen zu heben und um die Kundenbeziehungen zu stärken bzw. weiter auszubauen. Die Erschließung des asiatischen und insbesondere japanischen Marktes soll auch weiterhin fortgesetzt werden. Hinzu kommen die weiter zu erschließenden Märkten in den aufstrebenden Schwellenländern. Eine gerade begonnene Kooperationsverhandlung mit einem international tätigen Unternehmen, insbesondere in der Holzindustrie, eröffnet große neue Anwendungsbereiche der Atex Produkte insbesondere in Südamerika. Auch die zum heutigen Zeitpunkt noch als Entwicklungsländer bezeichneten Staaten sind im Kundenfokus der ATEX Explosionsschutz GmbH. Auf Grund des hohen Eigenkapitals stehen der Expansion weiterhin keine Liquiditätsprobleme entgegen. Für die nächsten Jahre ist eine Erweiterung des Atex Firmenverbundes mit eigenen Firmen in Frankreich, Kanada, Indien und Italien vorgesehen. Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein vorläufiges Ergebnis i.H.v. -278 T€ bei einem Rohertrag von 14.176 T€ erwirtschaftet. Für 2024 wurde ein vorläufiger Überschuss von 129 T€ bei einem Umsatz von 15.600 T€ erreicht. Somit ist eine positive Entwicklung des Geschäftes erkennbar. Im Ersten Quartal 2025 konnte ein Auftragseingang i.H.v. 4.700 T€ verbucht werden. Umsatz- und Ergebnisprognose für die Folgejahre Für 2022 wurde eine Umsatzsteigerung wie prognostiziert erreicht. Für die Folgejahre wird erwartet, dass sich sowohl Umsatz wie Ergebnis weiter positiv entwickeln. Dies liegt insbesondere darin begründet, dass für Japan eine wichtige Produkteinfuhrerlaubnis erreicht werden konnte, die nach einer gewissen Übergangszeit zu einer lang erwarteten Marktentwicklung führen wird und dass insbesondere in Europa wichtige Marktbereiche von Mitbewerbern wegen Kundenunzufriedenheit übernommen werden konnten. Für das Jahr 2025 wird ein neuer Umsatzrekord erwartet. Einige große Kunden haben angekündigt ihre Anlagen zu erweitern und neue Anlagen auszurüsten. Das erste Quartal 2025 ist dabei mit einem Auftragsvolumen von 4.700 T€ sehr erfolgreich angelaufen, man liegt 1.200 T€ über dem ersten Quartal des Jahres 2023 und etwa 800 T€ über dem ersten Quartal des Vorjahres. Insgesamt ist festzuhalten, dass die Atex Explosionsschutz im Q1 2025 den Auftragsstärksten Zeitraum seit Beginn der SAP-Einführung im Jahr 2016 verzeichnen konnte. Überhaupt wurde in dem Zeitraum nur 2-mal zuvor ein Auftragsvolumen >4.000 T€ erreicht. IV. Chancen- und Risikobericht der zukünftigen Entwicklung 1. Risikobericht Marktrisiken Wegen der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und der ständigen Weiterentwicklung unserer Produkte sowie auf Grund der internationalen Aufstellung der Gesellschaft sehen wir kein generelles Marktrisiko in der Strategie unseres Hauses. Möglichen Absatzmarktrisiken, die im Rahmen branchenüblicher Konzentration von Kunden auftreten, wird durch entsprechende Diversifikationsbestrebungen entgegengewirkt. Die von der Trump-Administration eingeführten und angekündigten Zölle könnten Auswirkungen auf das US-Amerikanische Geschäfts haben, dies macht etwa 10% des Umsatzes der Gesellschaft aus. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass viele der amerikanischen Kunden weltweit agierende Konzerne sind, die Atex als verlässlichen Partner ansehen und somit Bereitschaft signalisieren auch bei Fortbestand der Importzölle weiterhin unsere Lösungen zu verwenden. Branchenspezifische Risiken Da die ATEX Explosionsschutz GmbH Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größenordnungen aus diversen Ländern von mehreren Kontinenten beliefert, ist die Abhängigkeit von der konjunkturellen Entwicklung bestimmter Branchen zwar gegeben, aber stark begrenzt. Die stagnierende oder nicht boomende Weltwirtschaft lässt Atex-Kunden in einen antizyklischen Mechanismus von Großinvestitionen in Sicherheits- oder Produktivitäts-Upgrades gleiten, was mehr Kleinprojekte bedeutet und die Abhängigkeit von einzelnen Großprojekten reduziert, also eher positiv zu sehen ist. Beschaffungsmarktrisiken Lieferzeiten bei bestimmten elektronischen Komponenten haben in den letzten Jahren stetig zugenommen. Atex ist daher jederzeit bestrebt, alternative Beschaffungsmöglichkeiten und -wege zu haben. Wo dies nicht gesichert möglich ist, werden Bestände über das SAP-System so verwaltet, dass es nicht zu Lieferengpässen kommen kann. Eines der Pfeiler im Atex-Konzept ist die schnelle Belieferung von "Kunden in Not". Dies setzt schon voraus, dass jederzeit ein umfangreiches Lager an Ware zur Verfügung steht. Da die ATEX Explosionsschutz GmbH in der Lage ist, neben der Beschaffung von Zulieferern Anlagen selbst zu erstellen, und sie im Übrigen nicht nur weltweit verkauft, sondern auch europaweit einkauft und deshalb bei Schwierigkeiten auf einen anderen Markt ausweichen kann, wird derzeit kein Beschaffungsmarktrisiko gesehen, allerdings liegt zurzeit ein verstärktes Augenmerk auf Verfügbarkeit und Lieferzeiten von einzelnen elektronischen Komponenten. Finanzwirtschaftliche Risiken Wegen der hohen Eigenkapitalquote und der stabilen Liquiditätssituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken z.Zt. nicht erkennbar. Die Gesellschaft verzichtet auf den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten. Da die Gesellschaft über einen solventen Kundenstamm verfügt und die Bonität von Neukunden wie auch von existierenden Kunden regelmäßig hinterfragt wird, halten sich Forderungsausfälle in engen Grenzen bzw. können praktisch als nicht vorhanden angesehen werden. Ertragsorientierte Risiken Da unsere Produkte laufend verbessert werden, die Bonität unserer Kunden kontinuierlich überprüft wird und Lieferketten über SAP überwacht und gepflegt werden sind Ertragsrisiken als gering einzustufen. Die in den letzten Jahren initiierte weltweite Expansion birgt gewisse Anlaufrisiken. Diese werden jedoch dadurch aufgefangen, dass die Expansion wie in den letzten Jahren in überschaubaren Schritten und nach vorhergehender umfassender Marktanalyse durchgeführt wird. Personalrisiken Auf Grund der Mitarbeiterzufriedenheit ist die Fluktuation sehr gering. Auch die Altersstruktur des Unternehmens ist sehr gesund, in allen Unternehmensbereichen gibt es einen Mix verschiedener Jahrgänge, sodass das Risiko mehrerer zeitgleich ausscheidender Mitarbeiter geringgehalten wird. Durch mitarbeiterfreundliche Zusatzelemente wie eine Betriebsunterstütze Altersvorsorge, Zusatzkrankenversicherungen und Invaliditätsversicherungen wird die Mitarbeiterzufriedenheit ebenfalls erhalten. Für das Jahr 2025 ist eine Aufstockung des Personalstammes geplant um das Wachstum der Aufträge weiterhin gewachsen zu sein und Kapazität zu schaffen, flexibel reagieren zu können. Hierbei ist weiterhin geplant, auf langfristige Personalbindung zu setzen. 2. Chancenbericht Wir sehen für unser Geschäftskonzept in 2025/26 und darüber hinaus sehr gute Marktchancen und demzufolge auch Spielraum für weiteres Wachstum unserer Gesellschaft. Die stetige technologische Weiterentwicklung sichern die Markttauglichkeit der Produkte für die kommenden Jahre. Dem Wettbewerb am Markt werden wir auch in Zukunft durch Innovation, Erfahrung und Zuverlässigkeit verbunden mit einem sehr hohen Qualitätsanspruch begegnen. 3. Gesamtaussage Wir sehen für 2023 und die Folgejahre weitere Geschäftsausweitungsmöglichkeiten im angestammten Marktsegment und perspektivisch auch darüber hinaus. Risiken durch die weltweite Expansion und die hohen Investitionen in die Entwicklung weiterer Produkte sind vorhanden, werden jedoch so gesteuert, dass sich daraus allenfalls vorübergehende Ergebnisrisiken, jedoch keine bestandsgefährdenden Risiken entwickeln können. Nach unserer Einschätzung der augenblicklichen Situation übersteigen die Chancen nach wie vor die Risiken bei weitem. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten, Darlehen und Guthaben bei Banken. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm. Ausfälle bleiben in einem überschaubaren Rahmen; mit vielen Kunden besteht eine langjährige Zusammenarbeit. Die Verbindlichkeiten werden pünktlich und vereinbarungsgemäß gezahlt. Im langfristigen Bereich finanziert sich das Unternehmen durch Eigenkapital und sonstige Kredite, im kurzfristigen Bereich durch Bank- und Lieferantenkredite, die jedoch aufgrund der Eigenkapitalquote derzeit kaum noch in Anspruch genommen werden. Ziel des Finanzmanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jedweder Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen ein Liquiditätsrisiko werden die tatsächliche Liquiditätssituation und der erwartete Liquiditätsbedarf analysiert und frühzeitige Maßnahmen zur Korrektur getroffen. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement.
Möhnesee, den 8. April 2025 Dr. Franz Alfert, Geschäftsführer Dominic Becker, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben Die ATEX Explosionsschutz GmbH hat ihren Sitz in Möhnesee und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Arnsberg unter der Registernummer HR B 8270. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG). Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Absatz 2 HGB angewandt. Die Bilanz ist nach § 266 Absatz 2 und 3 HGB gegliedert. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, insgesamt im Anhang ausgeführt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Absatz 2 HGB. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen erfolgt gemäß § 253 Absatz 3 HGB zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen werden unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Nutzungsdauern von einem bis 14 Jahren grundsätzlich linear vorgenommen. Von dem Wahlrecht zur Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurde Gebrauch gemacht. Die Bewertung erfolgte gemäß § 255 Absatz 2a HGB zu Herstellungskosten, d.h. mit den in der Entwicklung anfallenden Aufwendungen, diese entsprechen den Vollkosten (§ 255 Absatz 2 HGB). Die Vermögensngegenstände sind planmäßig zum 31. Dezember 2020 auf einen Erinnerungswert abgeschrieben worden. Die in den Finanzanlagen enthaltenen Anteile an verbundenen Unternehmen sind mit den Anschaffungskosten bewertet. Die Bewertung von Ausleihungen erfolgt zum Nennwert. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die Anschaffungskosten werden unter Berücksichtigung der anteiligen Beschaffungskosten (Frachten, Einkaufsprovisionen) ermittelt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag geringer waren, wurden gemäß § 253 Absatz 4 HGB diese angesetzt. Den im Vorratsvermögen erkennbaren Risiken, die sich aus überdurchschnittlich langer Lagerdauer und geminderter Verwendbarkeit ergeben, ist durch hinreichende Bewertungsabschläge Rechnung getragen worden. Forderungen sowie sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit dem Nominalwert bilanziert oder, sofern die Forderungen auf fremder Währung lauten, mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,0 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen ausreichend Rechnung getragen worden. Die flüssigen Mittel, Rechnungsabrechnungsposten und Posten des Eigenkapitals sind mit dem Nominalbetrag bilanziert. Fremdwährungsguthaben werden mit dem zum Bilanzstichtag geltenden Fremdwährungskurs umgerechnet. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen und sind mit dem in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Sofern die Verbindlichkeiten auf fremde Währung lauten, werden diese mit dem im Zeitpunkt der Erstverbuchung geltenden Fremdwährungskurs bewertet. Gewinne und Verluste aus Kursänderungen werden durch Neubewertung am Bilanzstichtag berücksichtigt. Die erhaltenden Anzahlungen auf Bestellungen werden in Höhe des zugeflossenen Betrages, netto, d.h. ohne Umsatzsteueranteil angesetzt. III. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der in der Bilanz zum 31. Dezember 2022 enthaltenen Anlagegegenstände ist auf Blatt 6 dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen EUR 6.044,69 (EUR 6.044,69). 3. sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
4. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben ausschließlich Restlaufzeiten bis zu einem Jahr. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (EUR 550.000,00) sind unverändert EUR 150.000,00 durch Globalzession besichert. 5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aufgrund von bereits abgeschlossenen Rechtsgeschäften ergeben sich zum Bilanzstichtag folgende Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen:
IV. Angabne zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Währungsumrechnung Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Währungsgewinne in Höhe von EUR 1.698,14 (Vorjahr: EUR 1.285,46) und in den sonstigen Aufwendungen sind Währungsverluste in Höhe von EUR 1.163,32 (Vorjahr: EUR) enthalten. V. Sonstige Angaben 1. Mitarbeiter Während des Geschäftsjahres waren im Durchschnitt beschäftigt (ohne Geschäftsführer):
2. Anteilsbesitz An folgenden Unternehmen hält die Gesellschaft am 31. Dezember 2022 mehr als 20 % der Geschäftsanteile:
3. Geschäftsführung Geschäftsführer für das Geschäftsjahr 2022 sind • Herr Dr..-Ing. Franz Alfert, Lippetal (technischer/kaufmännischer Geschäftsführer) • Herr Dominic Becker, Dortmund (technischer/kaufmännischer Geschäftsführer) 4. Gesamtbezüge Die Angaben gemäß § 285 Nr. 9 a HGB sind gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterblieben. 5. Vorschüsse, Kredite, Haftungsverhältnisse (Organe) Für den Gesellschafter-Geschäftsführer wird unter den sonstigen Vermögensgegenständen ein Verrechnungskonto in Höhe von EUR 124.844,73 (Vorjahr: EUR 123.991,96) geführt. Es wird mit unverändert 0,5 % p.a. verzinst. 6. Nachtragsbericht Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2022 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft beeinflussen, eingetreten. 7. Ergebnisverwendung Das Geschäftsjahres 2022 schließt mit einem Jahresfehlbetrag von EUR 7.087,14 ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.
Möhnesee, 8. April 2025 ATEX Explosionsschutz GmbH gez. Dr. Ing. Franz Alfert gez. Dominic Becker Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 16.05.2025 festgestellt. BestätigungsvermerkAn die ATEX Explosionsschutz GmbH, Möhnesee Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ATEX Explosionsschutz GmbH, Möhnesee, - bestehend aus Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ATEX Explosionsschutz GmbH, Möhnesee, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlagen für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022. • vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlagen für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Absatz 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile Es werden Vorräte in Höhe von EUR 6.109.825,92 ausgewiesen. Die bei der Inventur aufgenommenen Mengen entsprechen nicht den der Bewertung zugrunde gelegten Mengen. Demzufolge sind der Betrag der ausgeweiesenen Vorräte sowie das Eigenkapital und der Jahresüberschuss fehlerhaft. Zudem wurden uns keine Bewertungsnachweise vorgelegt. Dieser Sachverhalt beeinrächtigt auch die im Lagebericht erfolgte Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichend geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Soest, 15. Mai 2025 BINNEWIES
| HENKELMANN GMBH
Henkelmann, Wirtschaftsprüfer |
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