Beteiligungsgesellschaften
iperdi GmbH
Friedenstraße 30, 93053 Regensburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andreas Roland Brohm seit 19.12.2019 | Geschäftsführer |
Roland Dieter Dipl.-Betriebswirt Brohm seit 19.12.2019 | Geschäftsführer |
Matthias Ralph Brohm seit 19.12.2019 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (3)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 45.00% | |
| 45.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
iperdi Hauptverwaltung GmbHWeinheimKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2021(VORJAHR ZUM VERGLEICH)AKTIVA
PASSIVA
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021(VORJAHR ZUM VERGLEICH)
KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021A. ALLGEMEINE ANGABEN Das Mutterunternehmen hat seinen Sitz in Weinheim und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter HRB 706779 eingetragen. Die Aufstellung des Jahresabschlusses der iperdi Hauptverwaltung GmbH, Weinheim, erfolgt gemäß dem Handelsgesetzbuch in der jeweils gültigen Fassung. Der vorliegende Konzernabschluss der Gesellschaft wurde gemäß §§ 242 ff. HGB und §§ 290 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen aufgestellt (§§ 265 Abs. 1 S. 2, 266 ff. i.V.m. § 298 Abs.1 HGB). Im Interesse einer größeren Klarheit und Übersichtlichkeit haben wir die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Konzernbilanz oder Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Angaben oder Vermerke, die wahlweise in der Konzernbilanz bzw. der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung oder im Konzernanhang gemacht werden können, insgesamt im Konzernanhang aufgeführt. B. KONSOLIDIERUNGSKREIS Die in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen ergeben sich aus der Anlage 4. Im Berichtsjahr ergaben sich keine Änderungen beim Konsolidierungskreis. C. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gem. § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB nach der Neubewertungsmethode. Danach wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der Tochtergesellschaft verrechnet. Das Eigenkapital ist dabei entsprechend der Neubewertungsmethode mit dem Betrag anzusetzen, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten entspricht, der diesen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt beizulegen ist. Rückstellungen sind nach § 253 Abs. 1 Satz 2 und 3 HGB und latente Steuern nach § 274 Abs. 2 HGB zu bewerten. Die Verrechnung erfolgt gemäß § 301 Abs. 2 HGB zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Konzerninterne Umsätze sowie die konzerninternen Erträge wurden mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet. Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung wurden die Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Unternehmen verrechnet. D. WESENTLICHE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE 1. Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung werden über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. 2. Das Sachanlagevermögen ist mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die beweglichen Anlagegüter werden nach Maßgabe der jeweiligen Nutzungsdauern abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge werden zeitanteilig vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen € 250,00 bis € 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang behandelt. 3. Das Vorratsvermögen wird unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Anschaffungskosten bewertet. 4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Tageswerten bewertet. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden nicht gebildet, da das allgemeine Kreditrisiko aus Unternehmenssicht zu vernachlässigen ist. 5. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert bilanziert. 6. Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. 7. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. E. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS Alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen bilanzieren zum 31. Dezember. I. Erläuterungen zur Konzernbilanz 1. Die Aufgliederung der in der Konzernbilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr sind auf der Seite 3 dargestellt. ENTWICKLUNG DES KONZERNANLAGEVERMÖGENS IN DER ZEIT VOM 1. JANUAR 2021 BIS ZUM 31. DEZEMBER 2021
2. Der Posten Geschäfts- oder Firmenwert beinhaltet die aus der Erstkonsolidierung resultierenden aktivischen Unterschiedsbeträge. Die Entwicklung im Geschäftsjahr ist auf die planmäßige Abschreibung zurückzuführen. 3. Von den ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen haben T€ 145 (Vorjahr: T€ 176) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. 4. Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens steht aus dem Eigenkapital zum 31.12.2021 ein Betrag von T€ 3.961 (Vorjahr: T€ 2.497) zur potentiellen Gewinnausschüttung zur Verfügung. 5. Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Beträge für personalbezogene Rückstellungen. 6. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt:
Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen auf solche aus Steuern T€ 2.249 (Vorjahr: T€ 1.158) und auf solche im Rahmen der sozialen Sicherheit T€ 246 (Vorjahr: T€ 259). Weiterhin sind solche gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 2.576 (Vorjahr: T€ 890) enthalten. II. Erläuterung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 1. Die Umsatzerlöse teilen sich in T€ 79.700 (Vorjahr: T€ 58.562) Umsätze aus Arbeitnehmerüberlassung sowie in T€ 685 (Vorjahr: T€ 475) Umsätze aus Arbeitnehmervermittlung in Festanstellung auf. Die Umsätze werden fast ausschließlich im Inland erzielt. 2. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten mit T€ 46 (Vorjahr: T€ 85) periodenfremde Erträge. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen. 3. Gemäß DRS 18.68 i.d.F. DRÄS 11, der am 2.6.2021 im Bundesanzeiger bekannt gemacht wurde, wird auf die Erstellung einer steuerlichen Überleitungsrechnung verzichtet. III. Sonstige Angaben 1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Summe der Bürgschaften betrug zum Ende des Geschäftsjahres 2021 T€ 385 (Vorjahr: T€ 375). Hierbei handelt es sich um Bürgschaften für die Abführung von Sozialversicherungsbeiträgen und Mietkautionen. Das Risiko der Inanspruchnahme ist als gering anzusehen, da diese in der Vergangenheit stets fristgerecht ausgeglichen wurden und wir auch für die Zukunft hiervon ausgehen. 2. Abschlussprüferhonorare Die Abschlussprüferhonorare betragen im Berichtsjahr insgesamt T€ 28 und setzen sich wie folgt zusammen:
3. Mitarbeiter Die Anzahl der durchschnittlich Beschäftigten betrug im Geschäftsjahr:
4. Zusammensetzung der Organe Zur Geschäftsführung waren im Geschäftsjahr 2021 folgende Personen bestellt: Herr Roland Brohm, Geschäftsführer (bereichsübergreifend); Herr Daniel Heinzmann, Geschäftsführer (Bereiche: Personal & Finanzen); Herr Matthias Brohm, Geschäftsführer (Bereiche: Organisation & IT); Herr Andreas Brohm, Geschäftsführer (Bereiche: Vertrieb & Marketing). 5. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Es wird von der Schutzklausel des § 314 Abs. 2 S. 2 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. 6. GewinnverwendungsbeschlussGemäß Beschluss der Gesellschafterversammlung des Mutterunternehmens wird der verbleibende Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorgetragen. 7. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag Am 24. Februar 2022 sind russische Truppen in die Ukraine einmarschiert. In Folge dieses Einmarsches ist es zu umfangreichen Sanktionen westlicher Staaten gegen Russland als auch gegen Weißrussland gekommen. Dies hat auch zu einem sprunghaften Anstieg der Energiepreise geführt. Die Energieversorgung scheint zum aktuellen Zeitpunkt aber gesichert. Der weitere Verlauf des Konflikts und seine Folgen auf den Geschäftsverlauf des Konzerns werden laufend überwacht und soweit möglich Maßnahmen umgesetzt, die negative Wirkungen auf die Gesellschaft verringern sollen. Der Konflikt bedroht derzeit die Geschäfte vieler Unternehmen. Eine globale Rezession ist nicht auszuschließen, ebenso könnte es eine Schuldenkrise geben. Negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft sind nicht auszuschließen. Die Höhe möglicher finanzieller Auswirkungen ist jedoch nicht quantifizierbar und hängt entscheidend davon ab, wie sich der Konflikt weiterentwickelt. Zur Abmilderung negativer Folgen hat die Bundesregierung Maßnahmen zur Stützung der deutschen Unternehmen in Aussicht gestellt.
Weinheim, den 7. November 2022 Roland Brohm, Geschäftsführer Daniel Heinzmann, Geschäftsführer Matthias Brohm, Geschäftsführer Andreas Brohm, Geschäftsführer Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 wurde am gebilligt. AUFSTELLUNG DER IN DEN KONZERNABSCHLUSS EINBEZOGENEN UNTERNEHMEN ZUM 31. DEZEMBER 2021
Die Gesellschaft beabsichtigt, für die in der Anlage 4 aufgeführten Tochterunternehmen den Konzernabschluss befreiend für die Einzelabschlüsse nach § 264 Abs. 3 HGB offen zu legen. Die jeweilige Gesellschafterversammlung dieser Gesellschaften haben die erforderlichen Gesellschafterbeschlüsse gefasst. KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG 2021(VORJAHR ZUM VERGLEICH)
KONZERNEIGENKAPITALSPIEGEL FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021(VORJAHR ZUM VERGLEICH)
KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die iperdi Hauptverwaltung GmbH (kurz: iperdi) ist ein Personaldienstleister und hat ihren Sitz in Weinheim. Sie ist seit über 12 Jahren als inhabergeführter Anbieter von bewährten Personaldienstleistungen im gewerblich qualifizierten, kaufmännischen und medizintechnischen Bereich tätig. Das Spektrum der angebotenen Dienstleistungen umfasst die Personalüberlassung und -vermittlung. Kernabsatzgebiet ist Deutschland. Die iperdi Hauptverwaltung GmbH verwaltet und überwacht die operativ tätigen Tochtergesellschaften und deren Tochtergesellschaften und wird von vier Gesellschafter-Geschäftsführern geleitet. Der Konzern iperdi Hauptverwaltung GmbH ist stark von der Ergebnisentwicklung ihrer deutschlandweit tätigen Gesellschaften abhängig. 2. Forschungs- und Entwicklungskosten Forschung und Entwicklung wird nicht betrieben. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Jahr 2021 stand für die Branche der Personaldienstleister unter dem Eindruck der sich entspannenden Corona-Pandemie. Aufholeffekte in der Wirtschaft führten zu einer hohen Nachfrage auf Kundenseite. Dies zeigt sich auch am preisbereinigten Bruttoinlandsprodukt (BIP), welches um 2,6% gegenüber 2020 angestiegen ist. Die Anzahl der Beschäftigten in der Zeitarbeit stieg infolgedessen um Ø 4%. Lieferengpässe vieler Unternehmen bei Rohstoffen und Vorprodukten, sowie der weiterhin schwierige Bewerbermarkt, verhinderten eine stärkere Erholung der Branche. Der Arbeitsmarkt zeigte sich trotz des konjunkturellen Aufschwungs wenig verändert. Die Arbeitslosenquote sank im Jahresdurchschnitt in 2021 um 0,2% auf insgesamt 5,7% (Vorjahr 5,9%). Laut Destatis waren im Jahresdurchschnitt 2021 rund 44,9 Millionen Personen mit Arbeitsort in Deutschland erwerbstätig. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes lag die Zahl der Erwerbstätigen damit gerade einmal 45 000 Personen oder 0,1 % höher als 2020. Ein Grund dafür, dass trotz deutlich gestiegenem BIP nur 0,1% mehr Menschen erwerbstätig waren, dürften die Regelungen des Kurzarbeitergeldes sein, welches die Menschen auch in der Krise 2020 vor einem Verlust der Erwerbstätigkeit geschützt hat. Diese Situation stellt auch die Personaldienstleistungsbranche vor eine Herausforderung, welcher mit erhöhtem zeitlichem und finanziellem Aufwand im Recruiting begegnet wird. Einerseits profitiert auch die Zeitarbeitsbranche von der Kurzarbeitergeld-Regelung, andererseits bleibt der Bewerbermarkt selbst in einer Krise angespannt. Branchen mit Personalbedarf können nicht vollumfänglich durch die Personaldienstleister beliefert werden. In den Jahren 2017/2018 waren in etwa 1 Mio. Zeitarbeitnehmer in Deutschland tätig. Infolge der gesetzlichen Neuregulierung der Zeitarbeit im Jahr 2017, sowie seit Mitte 2019 auch konjunkturell bedingt, erlebt die Personaldienstleistungsbranche in Deutschland jedoch einen Rückgang. So waren im Jahresdurchschnitt 2020 noch ca. 0,78 Mio. Zeitarbeitnehmer in Deutschland beschäftigt. Im Jahr 2021 waren es im Jahresdurchschnitt noch 0,82 Mio. Zeitarbeitnehmer. Der Anteil der Zeitarbeit an der an der Gesamtbeschäftigung blieb unverändert bei 2,1%. Für die meisten der in der Zeitarbeit tätigen Erwerbstätigen stellt dies eine Vollerwerbstätigkeit dar. In 2021 waren 83% in Vollzeit und 17% in Teilzeit beschäftigt. 2. Geschäftsverlauf und Lage Der Konzern iperdi Hauptverwaltung GmbH konnte im Geschäftsjahr 2021 seinen Umsatz überdurchschnittlich steigern. Während die an der Lünendonk-Studie teilgenommen Zeitarbeitsunternehmen in Deutschland im Jahr 2021 ihren Umsatz um 19,5% erhöhen konnten, erhöhte die iperdi Hauptverwaltung den Umsatz um 36,2%. Durch Preisanpassungen konnten steigende Personalkosten aufgefangen und die Marge pro Stunde weiter verbessert werden. Der steigende Umsatz in Verbindung mit verbesserten Margen pro Stunde führt zu einer deutlichen Steigerung des Rohertrages. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat sich von T€ 1.884 stark auf T€ 6.175 verbessert. Das Geschäftsjahr 2021 wurde mit einem Konzernjahresüberschuss in Höhe von T€ 4.864 (Vorjahr: T€ 1.008) abgeschlossen. Gemäß der jährlich veröffentlichten Marktstudie von Lünendonk ist der Konzern iperdi Hauptverwaltung GmbH zusammen mit der iperdi Holding Nord GmbH, an der keine der Konzerngesellschaften beteiligt ist, unter den Top 30 der Zeitarbeitsunternehmen in Deutschland vertreten. 2.1 Vermögenslage Die Bilanzsumme beträgt zum 31.12.2021 T€ 17.033 (Vorjahr: T€ 14.754). Bei einem Konzernjahresüberschuss in Höhe von T€ 4.864 (Vorjahr: T€ 1.008) beträgt das Eigenkapital zum 31.12.2021 T€ 4.061 (Vorjahr: T€ 2.597). Somit ergibt sich eine Konzerneigenkapitalquote von 24% (Vorjahr: 17,6%). Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind durch das Eigenkapital abgedeckt. Die Aktivseite wird durch Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die größtenteils zu Beginn des Jahres 2022 vereinnahmt wurden, sowie durch Kassen- bzw. Bankguthaben geprägt. Die Liquidität war ganzjährig gewährleistet. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden zum Bilanzstichtag nicht; die übrigen Verbindlichkeiten, insbesondere solche aus Lieferungen und Leistungen, konnten fristgerecht bedient werden. Die Passivseite wird entsprechend unserer Kerntätigkeit von kurzfristigen personalbezogenen Rückstellungen bzw. Verbindlichkeiten geprägt, insbesondere durch Rückstellungen für Urlaubs- bzw. Überstundenansprüchen, Tantiemen und Schwerbehindertenabgabe sowie durch kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt bzw. Lohnsteuer und Umsatzsteuer für Dezember 2021, die Anfang 2022 getilgt wurden. 2.2 Ertragslage Der Konzernumsatz beträgt im Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021 T€ 80.385 und valutiert damit in etwa 36% über Vorjahresniveau. Die Vermittlung in Festanstellung hat im abgeschlossenen Geschäftsjahr einen Umsatz von T€ 685 (Vorjahr: T€ 475) ergeben. Die Personalkosten sind um T€ 15.482 gestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus der deutlich höheren Arbeitnehmerzahl im Geschäftsjahr. Gegenläufig vermindert sich der Personalaufwand aufgrund der Umstellung der Beitragszahlungen an die Berufsgenossenschaft. Das Betriebsergebnis (ordentlicher Betriebserfolg; Ergebnis vor Zinsen und Steuern) beträgt T€ 7.262 (Vorjahr: T€ 1.703). 2.3 Finanzlage Das langfristig gebundene Vermögen beträgt rd. 2,7% der Bilanzsumme (Vorjahr: 2,2%). Der erwirtschaftete Zahlungsstrom aus der betrieblichen Tätigkeit wurde teilweise verwendet, um betriebsnotwendige Investitionen durchzuführen. Insgesamt ist die Finanzlage als stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Forderungen haben in Höhe von T€ 145 eine Laufzeit von mehr als einem Jahr. Die Verbindlichkeiten sind alle innerhalb eines Jahres fällig. 3. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren 3.1 Finanzielle Leistungsindikatoren Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit, den Rohertrag (Saldo aus Umsatzerlösen und Personalaufwendungen für externe Mitarbeiter) sowie Umsatzrendite heran. Im Wesentlichen durch die Verbesserung des Konzernergebnisses, hat sich der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit auf T€ 6.175 (Vorjahr: T€ 1.884) erhöht. Der Rohertrag beträgt T€ 20.776 (Vorjahr: T€ 13.554). Die Umsatzrendite beträgt in 2021 6,1 % (Vorjahr: 1,7 %). Alle finanziellen Leistungsindikatoren haben sich somit im Vergleich zum Vorjahr verbessert und lagen stark über den geplanten Werten. 3.2 Nichtfinanzieller Leistungsindikator Mitarbeiterzahl Die Mitarbeiterzahl erhöhte sich in den vergangenen zwölf Monaten von 1.758 auf 2.162 im Jahresdurchschnitt. Dies begründet sich insbesondere durch die Aufholeffekte in der Industrie nach der Corona-Pandemie welche im Juli 2020 begonnen und über das Jahr 2021 angedauert haben. 4. Gesamtaussage Das Jahr 2021 war für den iperdi-Konzern sehr erfolgreich. Das Wachstum aus dem 2. Halbjahr 2020 konnte bis zum Juni 2021 fortgesetzt werden. Über die Sommermonate stagnierte die Anzahl der Arbeitnehmer, zog aber ab Oktober wieder an. Da es uns gelungen ist die schwierige Situation am Arbeitsmarkt preislich bei den Kunden abzubilden und die Fehlzeiten im Konzern niedrig zu halten, konnte eine deutliche Verbesserung der Roherträge pro Stunde erzielt werden. Wie auch in den Jahren zuvor bietet die weiterhin angespannte Situation auf dem Arbeitsmarkt für Personaldienstleister zwar ein attraktives wirtschaftliches Umfeld, dem gestiegenen Aufwand bei der Personalbeschaffung stehen attraktive Konditionen bei den Kunden gegenüber, sie erschwert aber weiterhin den schnellen Ausgleich der stattfindenden Übernahmen von Arbeitnehmern. Dadurch wird ein stärkeres Mengenwachstum (verkaufte Stunden) deutlich erschwert. III. Bericht über Zweigniederlassungen Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten. IV. Prognosebericht Zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichtes ist der Verlauf des Geschäftsjahres 2022 bereits erkennbar. Der Jahresanfang konnte noch auf Vorjahresniveau fortgesetzt werden, aber seit April entwickelt sich die Anzahl der verkauften Stunden infolge des Ukraine-Krieges sowie der Energie- und Beschaffungskrise deutlich nach unten. Diese Entwicklung kann zwar durch Preiserhöhungen etwas abgemildert werden, aber steigende Kosten im Bereich Rekrutierung, internem Personal und Energie (hier v.a. Benzin- und Heizkosten) machen sich inzwischen deutlich bemerkbar. Infolgedessen erwarten wir für 2022 zwar ein positives Ergebnis, welches jedoch nicht an das Vorjahr heranreichen wird. Die finanziellen Leistungsindikatoren werden leicht unter den Werten aus 2021 liegen. V. Chancen- und Risikobericht 1. Chancenbericht Die Chancen sehen wir derzeit vor allem darin, dass die zuletzt wachstumshemmenden Übernahmen unserer externen Mitarbeiter durch die Kundenbetriebe, in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit, rückläufig sein werden. Eventuell können wir mit steigenden Bewerberzahlen infolge von Personalabbauplänen im Zuge der Krise vieler deutscher Unternehmen profitieren. Dazu wird es nötig sein, die vertrieblichen Anstrengungen deutlich zu erhöhen und für die sich bewerbenden Kandidaten attraktive Einsätze zu gewährleisten. Die Erhöhung des Mindestlohnes durch die Bundesregierung zum 01.10.2022 auf 12,00 € und die damit verbundene Erhöhung der unteren Entgeltgruppen E1-E2b durch die Tarifvertragsparteien hatte bis kurz nach dem Stichtag keine größeren negativen Auswirkungen. Die von den Tarifvertragsparteien vereinbarten Tariflohnerhöhungen, die eine weitere Erhöhung ab dem 01.04.2023 vorsehen, könnten auf dem Bewerbermarkt eine Chance darstellen, da sie über dem allgemeinen Mindestlohn liegen und damit die Zeitarbeit insbesondere im Bereich der unqualifizierten Hilfskräfte (Entgeltgruppen E1, E2a und E2b) attraktiver machen.
Lohnentwicklung in den für iperdi relevanten Entgeltgruppen Ebenso hat die Erwartungshaltung der jüngeren Generation an die Flexibilität ihrer Erwerbstätigkeit und der Wunsch potenzielle Arbeitgeber zunächst "auszuprobieren", die Attraktivität der Zeitarbeit für diese Zielgruppe gesteigert. Weiterhin sehen wir Chancen in der unter V.2. beschriebenen Risikosituation, da wir davon ausgehen, dass viele kleinere Konkurrenten ihre Geschäftstätigkeit möglicherweise einstellen werden, wodurch wir profitieren könnten. 2. Risikobericht Branchenspezifische Risiken Für das Jahr 2022 gehen wir von keiner politischen Entwicklung aus, die unser Geschäft weiter negativ beeinflusst. Die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohnes ging in einer Phase des Bewerber- und Mitarbeitermangels geräuschlos von statten. Dies könnte sich bei einer wirtschaftlichen Verschlechterung jedoch schnell verändern. Eine Preissensibilisierung bei den Kunden und einem erhöhten Angebot an Bewerbern dürften dann mit einer negativen Entwicklung der Preise und der Marge pro Stunde einhergehen. Insgesamt stufen wir dies als ein mittleres Risiko ein. Risiken bestehen weiterhin in der Rechtsprechung der Gerichte welche noch nicht abschließend zu allen Fragen der Höchstüberlassung, Equal-Pay, Abweichung von Equal-Treatment durch Tarifvertrag, etc. entschieden hat. Insbesondere die ausstehende Entscheidung durch den EuGH, ob die in Deutschland gesetzlich vorgesehene Abweichung von Equal-Treatment durch Tarifverträge im Grundsatz zulässig ist oder nicht, stellt für die Branche ein nicht unerhebliches Risiko da. Die denkbaren Rechtsfolgen reichen von Lohnnachforderungen der Arbeitnehmer, über Nachzahlungen an die Sozialversicherungen bis hin zur erheblichen Verteuerung der Zeitarbeit innerhalb kurzer Frist. Ein Urteil des EUGH wird nun im Frühjahr 2023 erwartet. Wir stufen dies als ein mittleres Risiko ein. Das derzeit größte Risiko, welches wir sehen, ist die drohende Rezession am deutschen Markt, deren Auswirkungen wir bereits im Verlaufe des Jahres spüren können. Noch befindet sich die Wirtschaft auf einem Niveau bei dem die Nachfrage nach Arbeitskräften weiter hoch bleibt, sollte sich der Abwärtstrend aber verstärken und die Nachfrage nach Arbeitskräften abnehmen wird dies auch die Zeitarbeitsbranche entsprechend negativ betreffen. Wir stufen dies als ein mittleres Risiko ein. Weitere Risiken bestehen in der Weiterentwicklung des Steuerrechts. Risiken ergeben sich auch aus der immer komplexer werdenden Informationstechnologie und der sich daraus ergebenden Abhängigkeit von der IT. Sowohl die kurzfristige Eintrittswahrscheinlichkeit als auch die Auswirkungen dieser Risiken schätzen wir als gering ein. Ausfall und Liquiditätsrisiken Wesentliche Risiken könnten sich aus Ausfall- und Liquiditätsrisiken ergeben. Die Eintrittswahrscheinlichkeit stufen wir auf Grund der diversifizierten Kundenstruktur sowie der Bonität der Kunden weiterhin als gering ein. Ausfallrisiken für den Forderungsbestand werden reduziert, indem die Bonität und das Zahlungsverhalten der Kunden überwacht werden. Zur Absicherung von Forderungsausfällen wird im Rahmen einer Bonitätsprüfung ein Kreditversicherungslimit bei atradius beantragt. Des Weiteren erfolgt durch die Hauptverwaltung in Weinheim eine regelmäßige Kontrolle der überfälligen Forderungsaußen-stände. Die Eintreibung der Forderungen erfolgt dezentral über die kundenverantwortliche Konzerngesellschaft. Ertragsorientierte Risiken Aus einem Rückgang der allgemeinen Ertragssituation könnte sich ebenfalls eine wesentliche Auswirkung auf den Konzern ergeben. Zur Überwachung der in der strategischen Planung gesetzten Ziele der für den Konzern wichtigen Ergebnisse der operativ tätigen Konzerngesellschaften in Deutschland besteht ein Instrumentarium von monatlichen Umsatzmeldungen, Umsatzanalysen, der monatlich erstellten betriebswirtschaftlichen Auswertungen und Kostenanalysen, welche der Geschäftsleitung eine regelmäßige Übersicht ermöglichen. Die wirtschaftliche Entwicklung der operativ tätigen Gesellschaften wird vor allem anhand der Indikatoren Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit, Rohertrag, Umsatzrendite sowie der Mitarbeiterzahl überwacht. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden im Rahmen einer Liquiditätsplanung erfasst und überwacht. Aufgrund dieser Vorkehrungen schätzen wir die Eintrittswahrscheinlichkeit solcher Risiken und auch das Risiko als gering ein. Bestandsgefährdende Risiken liegen aktuell nicht vor. 3. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den in den Gesellschaften des Konzerns bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaften des Konzerns verfügen über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Die Gesellschaften verfügen über ein Mahnwesen, so dass die Vereinnahmung der Forderungen innerhalb der Zahlungsfristen überwacht wird. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaften des Konzerns ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko werden mithilfe eines Liquiditätsplans die Geldaus- und -eingänge überwacht. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügen die Gesellschaften des Konzerns über ein Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden. 4. Gesamtaussage Wir, die Geschäftsführung, beurteilen die Lage des Konzerns aufgrund der derzeitigen unternehmensindividuellen Situation als stabil ein. Durch ein etabliertes Risikomanagement sehen wir das bestehende und zukünftige Erfolgspotential als gesichert an. Durch den kontrollierten Umgang mit Risiken soll die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns gesichert und das Konzernmanagement in die Lage versetzt werden, ungünstige Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Mögliche Risiken begleiten wir mit erhöhter Aufmerksamkeit. Aus unserer Sicht ist der Konzern in einer guten Position um bei anhaltender Erholung der Wirtschaft weiter zu profitieren, aber auch in der Lage auf das Eintreten von Krisen angemessen zu reagieren.
Weinheim, den 7. November 2022 Roland Brohm, Geschäftsführer Daniel Heinzmann, Geschäftsführer Matthias Brohm, Geschäftsführer Andreas Brohm, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die iperdi Hauptverwaltung GmbH: Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der iperdi Hauptverwaltung GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021 und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der iperdi Hauptverwaltung GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mannheim, den 7. November 2022 Keiper
& Co. KG
Berizzi, Wirtschaftsprüfer Müller, Wirtschaftsprüfer |
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