Stammdaten

Register
Amtsgericht Nürnberg HRB 5792
Eingetragen
4.10.1982
Branche
Großhandel mit Getreide, Rohtabak, Saatgut und FuttermittelnGroßhandel mit Mehl und GetreideproduktenGroßhandel mit landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten
Gegenstand
Der Handel mit Getreide, Futtermitteln, Ölsaaten und anderen landwirtschaftlichen Gütern, einschließlich deren Transport und Logistik.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Daniel Musmann
seit 5.1.2023
Geschäftsführer
Martin Holler
seit 6.7.2015
Prokura
Robert Leidenberger
seit 8.5.2002
Geschäftsführer
Prokura
Horst Geiger
seit 8.5.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (4)

Gesellschafter
Beta

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

3 von 4 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Horst Geiger
Nürnberg
250.000 €
51.66%
Robert Leidenberger
Nürnberg
161.340 €
33.34%
H*** U***** A*******
36.300 €
7.50%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Josef Marschall GmbH

Schwaig

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2023 bis zum 30.06.2024

BILANZ ZUM 30. JUNI 2024

(Vorjahr zum Vergleich)

AKTIVSEITE

30. Juni 2024 30. Juni 2023
EURO EURO
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 55.354,81 49.242,81
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 33.573.730,57 31.984.525,18
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 505.947,00 485.996,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.681,47 0,00
34.082.359,04 32.470.521,18
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 4.172.743,50 4.172.743,50
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 4.638.638,78 6.837.629,77
3. Sonstige Ausleihungen 308.117,31 172.826,64
9.119.499,59 11.183.199,91
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.540,00 1.540,00
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 7.182.515,01 7.374.157,45
7.184.055,01 7.375.697,45
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 50.700.128,30 56.335.287,82
2. Sonstige Vermögensgegenstände 9.217.288,38 10.825.934,03
59.917.416,68 67.161.221,85
III. Wertpapiere 2.709.925,10 2.850.108,36
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 44.100.651,35 35.363.686,31
C. Rechnungsabgrenzungsposten 569.804,06 582.969,69
157.739.065,64 157.036.647,56

PASSIVSEITE

30. Juni 2024 30. Juni 2023
EURO EURO
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 483.940,00 483.940,00
II. Kapitalrücklage 690.244,04 690.244,04
III. Gewinnvortrag 104.728.867,31 86.566.724,69
IV. Jahresüberschuss 17.745.213,12 24.162.142,62
123.648.264,47 111.903.051,35
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.700.142,00 2.684.248,00
2. Steuerrückstellungen 8.167.365,78 16.248.709,52
3. Sonstige Rückstellungen 2.611.040,00 6.363.885,00
13.478.547,78 25.296.842,52
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 18.124.061,79 18.111.739,09
2. Sonstige Verbindlichkeiten 2.488.191,60 1.725.014,60
davon aus Steuern EURO 12.385,49 (im Vorjahr EURO 78.334,79 )
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EURO 2.996,72 (im Vorjahr EURO 450,49 )
20.612.253,39 19.836.753,69
157.739.065,64 157.036.647,56

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. 2023 BIS ZUM 30. JUNI 2024

(Vorjahr zum Vergleich)

2023/2024 2022/2023
EURO EURO
1. Umsatzerlöse 804.869.664,70 986.711.999,68
2. Sonstige betriebliche Erträge 5.808.487,18 3.132.275,53
Gesamtleistung 810.678.151,88 989.844.275,21
3. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren (780.618.223,00) (940.657.668,06)
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter (4.405.165,98) (3.959.960,58)
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung (549.100,38) (1.340.597,54)
5. Abschreibungen Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (224.004,71) (214.313,49)
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen (4.890.596,80) (9.282.632,49)
Betriebsergebnis 19.991.061,01 34.389.103,05
7. Erträge aus Beteiligungen 51.557,44 37.894,68
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 13.628,07 10.227,91
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.920.886,87 575.266,83
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens (242.369,34) (182.184,88)
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (66.139,08) (35.040,51)
Finanzergebnis 1.677.563,96 406.164,03
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (3.919.332,85) (10.628.778,14)
13. Ergebnis nach Steuern 17.749.292,12 24.166.488,94
14. Sonstige Steuern (4.079,00) (4.346,32)
15. Jahresüberschuss 17.745.213,12 24.162.142,62

ANHANG ZUM 30. JUNI 2024

(§ 284 ff. HGB)

A. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Allgemeine Angaben

Das Unternehmen führt die Firma "Josef Marschall GmbH" und hat ihren Sitz in Schwaig. Die Gesellschaft ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Nürnberg unter der Nummer HRB 5792 eingetragen.

Der Jahresabschluss ist unter Anwendung der Bilanzierungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und der Vorschriften des GmbH-Gesetzes erstellt worden. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich beibehalten worden.

B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die Gliederung der Bilanz erfolgt unter Anwendung des § 266 Abs. 2 und 3 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung gliedert sich in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 1 und 2 HGB).

1. Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet.

Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Anschaffungskosten beinhalten den Anschaffungspreis, die Nebenkosten sowie die Kostenminderungen.

Abschreibungen

Das Anlagevermögen wird nach folgenden Methoden und mit folgenden Sätzen abgeschrieben:

Abschreibungsmethode Abschreibungssatz
Immaterielle Vermögensgegenstände linear 20,0 - 33,3%
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken linear 2,0 - 20,0%
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung linear 6,67 - 50,0%

Die geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bis EURO 250,00 werden seit dem 1. Januar 2018 sofort aufwandswirksam erfasst. Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten von EURO 250,00 bis EURO 800,00 werden sofort abgeschrieben und im Jahr des Zugangs als Abgang dargestellt.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens sind mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren Börsenkurs am Stichtag bewertet.

Die sonstigen Ausleihungen sind mit dem Nennwert, vermindert um planmäßige Tilgungen, bewertet. Unverzinsliche Ausleihungen sind mit dem entsprechenden Barwert angesetzt.

2. Umlaufvermögen und Rechnungsabgrenzungsposten

a) Vorräte

Im Bereich der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurde für den geringfügigen Bestand an Büromaterial, der nach Menge und Wert nur geringen Schwankungen unterliegt, ein Festwert in Höhe von EURO 1.540,00 gebildet.

Die Bewertung der Handelswaren erfolgt unter Beachtung des Niederstwertprinzips gemäß § 253 Abs. 4 Satz 1 und 2 HGB zu Anschaffungskosten. Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen werden entsprechend berücksichtigt.

Für die Handelswaren erfolgt eine verlustfreie Bewertung, sobald die vom Absatzmarkt abgeleiteten Werte niedriger als die Anschaffungskosten sind bzw. mit dem Verkaufspreis, abzüglich der noch entstehenden Aufwendungen nach dem Bilanzstichtag.

b) Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel

Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und flüssigen Mittel sind grundsätzlich zum Nennbetrag angesetzt. Kurzfristige Forderungen in Fremdwährung sind zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs angesetzt.

Die vorgenommenen Wertberichtigungen entsprechen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung.

Erkennbaren Einzelrisiken wird durch entsprechende Wertberichtigung Rechnung getragen. In der Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,0% sind Ausfall- und Kreditrisiken berücksichtigt.

c) Wertpapiere

Die Wertpapiere sind mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren Kurswert am Bilanzstichtag bewertet.

d) Rechnungsabgrenzungsposten

Ausgaben vor dem Bilanzstichtag werden, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen, aktivisch als Rechnungsabgrenzungsposten erfasst.

3. Rückstellungen

Die Pensionsrückstellung wird anhand der Richttafeln aus dem Jahr 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach § 253 Abs. 1 S. 2 HGB in Höhe der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages errechnet. Die Abzinsung erfolgt pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Rechnungszins beträgt 1,84%.

Die sonstigen Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Sie sind der Höhe nach so bemessen, dass allen erkennbaren Risiken Rechnung getragen wird.

4. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Kurzfristige Verbindlichkeiten in ausländischer Währung werden zum Bilanzstichtag mit den Devisenkassamittelkursen angesetzt.

5. Latente Steuern

Aus unterschiedlichen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen ergeben sich aktive latente Steuern aus den Pensions- und sonstigen Rückstellungen. Die Ermittlung erfolgt mit einem Steuersatz von 26,85% für Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer.

Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht in § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch und verzichtet auf den Ansatz einer aktiven latenten Steuer aus einer sich insgesamt ergebenden Steuerentlastung.

6. Bildung von Bewertungseinheiten

Vom Wahlrecht zur Bildung von Bewertungseinheiten nach § 254 HGB wird im Rahmen der Absicherung von schwebenden Einkaufs- und Verkaufsverträgen sowie börsengehandelten Kontrakten Gebrauch gemacht.

Im Rahmen der Bewertung der eigenen Warenkontrakte wurde im laufenden Geschäftsjahr aufgrund einer besseren Datenverfügbarkeit auf eine Pauschalierung verzichtet und die Bewertung auf Basis des Erntejahres vorgenommen.

C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Als Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten sind die historischen Werte angesetzt.

Die sonstigen Ausleihungen betreffen ausschließlich Darlehen an Arbeitnehmer. Die Vertragslaufzeiten sind unbestimmt. Unverzinsliche Darlehen wurden abgezinst. Die Rückzahlung des Darlehens ist jederzeit möglich; feste Tilgungen wurden nicht vereinbart. Im laufenden Geschäftsjahr wurden drei Darlehen in Höhe von gesamt EURO 145.000,00 (hierauf entfallender, bereits gebuchter Zinsertrag EURO 1.062,60) ausgereicht und Tilgungszahlungen in Höhe von EURO 24.400,00 (im Vorjahr EURO 61.400,00) geleistet. In den Vorjahren gebuchte Abzinsungsbeträge wurden in Höhe von EURO 13.628,07 aufgelöst.

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem nachfolgenden Anlagespiegel ersichtlich.

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS UND DER WERTBERICHTIGUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1.JULI 2023 BIS 30.JUNI 2024

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1. Juli 2023 Zugänge Abgänge Stand am 30. Juni 2024
EURO EURO EURO EURO
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte so wie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 175.967,24 8.738,73 0,00 184.705,97
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 32.363.630,82 1.615.015,39 0,00 33.978.646,21
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.216.494,75 215.537,98 88.634,41 1.343.398,32
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 2.681,47 0,00 2.681,47
33.580.125,57 1.833.234,84 88.634,41 35.324.726,00
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 4.172.743,50 0,00 0,00 4.172.743,50
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 6.837.629,77 0,00 2.198.990,99 4.638.638,78
3. Sonstige Ausleihungen 172.826,64 146.062,60 10.771,93 308.117,31
11.183.199,91 146.062,60 2.209.762,92 9.119.499,59
44.939.292,72 1.988.036,17 2.298.397,33 44.628.931,56
Wertberichtigung
Stand am 1. Juli 2023 Zuführung Auflösung Stand am 30. Juni 2024
EURO EURO EURO EURO
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte so wie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 126.724,43 2.626,73 0,00 129.351,16
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 379.105,64 25.810,00 0,00 404.915,64
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 730.498,75 195.567,98 88.615,41 837.451,32
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
1.109.604,39 221.377,98 88.615,41 1.242.366,96
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
1.236.328,82 224.004,71 88.615,41 1.371.718,12
Restbuchwert
Stand am 30. Juni 2024 Stand am 30. Juni 2023
EURO EURO
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte so wie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 55.354,81 49.242,81
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 33.573.730,57 31.984.525,18
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 505.947,00 485.996,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.681,47 0,00
34.082.359,04 32.470.521,18
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 4.172.743,50 4.172.743,50
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 4.638.638,78 6.837.629,77
3. Sonstige Ausleihungen 308.117,31 172.826,64
9.119.499,59 11.183.199,91
43.257.213,44 43.702.963,90

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgenstände haben kurzfristigen Charakter.

3. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital beträgt EURO 483.940,00.

4. Rückstellungen

Die Rückstellung für Pensionen hat sich wie folgt entwickelt:

Entwicklung der Pensionsrückstellung - EURO
Stand zum 1. Juli 2023 2.684.248,00
Zinsaufwand 48.317,00
Personalaufwand (32.423,00)
Stand der Pensionsrückstellung nach der Vermögensverrechnung 2.700.142,00
Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB zum 30. Juni 2024 (7.859,00)

Die nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB grundsätzlich zur Ausschüttung gesperrten Beträge sind entsprechend vermerkt.

Die sonstigen Rückstellungen stellen sich wie folgt dar:

30. Juni 2024 30. Juni 2023
EURO EURO
Urlaub 497.600,00 451.900,00
Weihnachtsgeld 126.340,00 102.900,00
Tantiemen 244.300,00 232.470,00
Berufsgenossenschaft 0,00 9.000,00
Prozesskosten 5.000,00 5.000,00
Jahresabschlusskosten 137.500,00 127.500,00
Drohverluste 767.800,00 4.431.700,00
IHK-Beiträge 158.500,00 149.000,00
Gewährleistungen 80.400,00 89.700,00
Ausstehende Rechnungen 572.700,00 743.200,00
Übrige 20.900,00 21.515,00
2.611.040,00 6.363.885,00

Die Drohverlustrückstellungen betreffen sowohl eigene Kontrakte in Höhe von EURO 549.500,00 (im Vorjahr EURO 3.244.900,00), als auch börslich gehandelte Kontrakte in Höhe von EURO 218.300,00 (im Vorjahr EURO 1.186.800,00).

5. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben kurzfristigen Charakter.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit den üblichen Eigentumsvorbehalten besichert.

6. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse

Im Anhang oder unter der Bilanz zu vermerkende Haftungsverhältnisse lagen zum Bilanzstichtag nicht vor.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Miet- und Leasingverhältnissen in geschäftsüblichem, nicht wesentlichem Umfang.

D. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN - UND VERLUSTRECHNUNG

1. Umsatzerlöse

Die Umsätze teilen sich nach Produktgruppen wie folgt auf:

2023/2024 2022/2023
EURO EURO
Ölsaaten 323.650.005,83 371.577.322,78
Getreide 303.831.174,96 403.586.651,00
Futtermittel 173.317.295,83 203.856.699,18
Sonstiges 4.071.188,08 7.691.326,72
804.869.664,70 986.711.999,68

Die Umsätze teilen sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt auf:

2023/2024 2022/2023
EURO EURO
Inland 711.437.068,61 851.222.254,67
EU 90.188.629,00 131.357.371,74
Drittländer 3.243.967,09 4.132.373,27
804.869.664,70 986.711.999,68

2. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von EURO 1.569.303,21 (im Vorjahr EURO 941.026,84) enthalten. Des Weiteren sind unter den sonstigen betrieblichen Erträgen Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EURO 947.511,03 (im Vorjahr EURO 1.393.929,71) ausgewiesen.

3. Personalaufwand

Der Posten "soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung" enthält Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EURO 72.445,68 (im Vorjahr EURO 931.663,54).

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen allgemeine Verwaltungskosten, insbesondere Gebühren aus Warentermingeschäften, sowie die Vertriebsaufwendungen. Ferner sind hier periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EURO 19,00 (im Vorjahr EURO 4.862,00) und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EURO 925.361,14 (im Vorjahr EURO 1.696.222,92) erfasst.

5. Finanzergebnis

Das Finanzergebnis stellt sich wie folgt dar:

2023/2024 2022/2023
EURO EURO
Erträge aus Beteiligungen 51.557,44 37.894,68
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 13.628,07 10.227,91
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.920.886,87 575.266,83
Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens (242.369,34) (182.184,88)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen (66.139,08) (35.040,51)
1.677.563,96 406.164,03

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Abzinsung in Höhe von EURO 48.317,00 (im Vorjahr EURO 32.034,00) enthalten.

6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen in Höhe von EURO 4.827.648,64 (im Vorjahr EURO 10.628.778,14) auf das laufende Ergebnis.

Im Geschäftsjahr sind Aufwendungen für Vorjahre in Höhe von EURO 7.825,71 (im Vorjahr EURO 0,00) und Erträge in Höhe von EURO 916.141,50 (im Vorjahr EURO 0,00) enthalten.

E. SONSTIGE ANGABEN

1. Geschäftsführung

 

Herr Horst Geiger, Großhandelskaufmann

 

Herr Robert Leidenberger, Handelsfachwirt

 

Herr Daniel Musmann, Großhandelskaufmann

2. Bezüge der Geschäftsführung

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

3. Aufgliederung der Arbeitnehmerzahl gemäß § 267 Abs. 5 HGB

2023/2024 2022/2023
Angestellte -
Vollzeit 27 27
Teilzeit und geringfügig Beschäftigte 16 13
Durchschnittliche Arbeitnehmerzahl nach § 267 HGB 43 40
Geschäftsführer 3 3
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 46 43

4. Name und Sitz von Gesellschaften mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Die Gesellschaft hält 25,26% der Gesellschaftsanteile an der Bayernhof Erzeugergemeinschaften Vertriebs-GmbH mit Sitz in Hankofen. Die Bayernhof Erzeugergemeinschaften Vertriebs-GmbH weist im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 ein Eigenkapital in Höhe von EURO 10.123.621,49 sowie einen Jahresüberschuss in Höhe von EURO 2.104.211,22 aus.

5. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt für das Geschäftsjahr 2023/2024 EURO 42.000,00 und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

6. Derivative Finanzinstrumente

Bestehende Preisrisiken für offene Nettopositionen aus eigenen schwebenden Einkaufs- und Lieferverträgen für das Erntejahr 2023/2024 werden von der Gesellschaft selbst getragen oder im Rahmen ökonomischer Sicherungsbeziehungen durch gegenläufige Sicherungsgeschäfte (Futures) an den Warenterminbörsen Euronext.liffe (Paris) und CME (Chicago), gegebenenfalls auch unter Einbezug des Lagerbestandes zum Stichtag, abgesichert (Portfolio-Hedge). Zum Bilanzstichtag bestanden sowohl Long- als auch Short-Positionen. Für das Sicherungsvolumen der Long-Positionen beträgt der Nominalwert EURO 5.008.401,76 und der beizulegende Zeitwert der Futures zum Bilanzstichtag EURO 4.847.950,86. Short-Positionen bestehen zu einem Nominalwert von EURO 14.530.525,00, mit einem beizulegenden Zeitwert von EURO 14.481.475,00. In Summe sind für den Warenterminhandel Sicherheitsleistungen in Höhe von EURO 6.375.417,73 unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Der beizulegende Zeitwert der Futures wurde anhand des "Marktpreises" am Bilanzstichtag an den Warenterminbörsen ermittelt.

7. Ergebnisverwendungsvorschlag

Es wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss in Höhe von EURO 17.745.213,12 auf neue Rechnung vorzutragen.

8. Unterzeichnung des Jahresabschlusses gemäß § 245 HGB

 

Schwaig, den 11. Dezember 2024

Geschäftsführer

Horst Geiger

Robert Leidenberger

Daniel Musmann

LAGEBERICHT ZUM 30. JUNI 2024

I. Grundlagen der Gesellschaft

Die Firma Josef Marschall GmbH wurde 1933 gegründet. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Schwaig bei Nürnberg. Die jetzige Rechtsform besteht seit der Umwandlung im Jahre 1982.

Das Unternehmen arbeitet auf dem europäischen Agrarmarkt. Unser Handelssortiment umfasst die Segmente Ölsaaten (Rapssaat, Sonnenblumensaat, Sojabohnen), Getreide (Weizen, Mais, Gerste, Hafer, Roggen, Triticale, Dinkel) Hülsenfrüchte und Futtermittel (Sojaschrot, Rapsschrot, Melasseschnitzel, Mühlen-/Mälzereinachprodukte und DDGS).

Seit vielen Jahren wird die Josef Marschall GmbH nach dem GMP + B3-Qualitätsmanagement für den Handel mit Getreide, Ölsaaten und Futtermitteln zertifiziert. Die Zertifizierung verdeutlicht den Stellenwert, den wir der Qualitätssicherung unserer Ware gleichermaßen für Handel, Erfassung, Verladung, Transport, Lagerung und Lieferung beimessen. Außerdem fand im März 2024 die Rezertifizierung mit REDCert gemäß der Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung bzw. nach der Biomassestrom-Nachhaltigkeitsverordnung statt.

II. Wirtschaftsbericht

1. Markt und Branchenentwicklung

Das Wachstum in der Europäischen Union hat sich gegenüber dem Vorjahr erheblich verringert und betrug lediglich noch 0,5 %. Die wirtschaftliche Erholung in den Jahren 2021 und 2022 fand damit ein Ende.

Für die Bundesrepublik Deutschland rechnet das Statistische Bundesamt mit einem Rückgang des BIP um 0,3 %. Als Grund wurden das krisengeprägte Umfeld sowie die geringere Rückfrage aus dem In- und Ausland genannt.

Im Oktober 2024 1 gab der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Prognosen zur Entwicklung des globalen Wirtschaftswachstums bekannt. Demnach sei das Wachstum langfristig stabil, wenn auch nicht überwältigend. Im Jahr 2023 konnte ein Anstieg der Wirtschaftsleistung von 3,3 % verzeichnet werden. In den folgenden zwei Jahren rechnet der IWF mit einem Wachstum von jeweils 3,2 %. Die Prognose könnte dabei durch höhere Investitionen in den Bereichen der grünen Transformation, in Wissenschaft und Technik sowie durch strukturelle Reformen positiv beeinflusst werden. Mögliche negative Effekte könnten dagegen durch Übertreibungen an den Finanzmärkten infolge länger anhaltender Inflation, durch überbordende Staatsverschuldung, wachsenden Protektionismus und sozialer Unruhen auftreten.

Nach Angaben des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft 2 wird sich die Getreideernte im Jahr 2024 auf 34,5 Mio. Tonnen (ohne Körnermais) belaufen, von zuletzt 38,0 Mio. Tonnen im Jahre 2023 und sinkt damit zum wiederholten Male. Mit ca. 3,6 Mio. Tonnen ist die Rapssaaternte 2024 ebenfalls deutlich niedriger ausgefallen als noch 2023 (4,2 Mio. Tonnen).

1 Vgl. IWF: World Economic Outlook, Oktober 2024

2 Vgl. BMEL: Erntebericht 2023, August 2023

Durchschnittliche Erzeugerpreise für Getreide 1) in Deutschland

Erzeugnis 2024 2023 Veränderung gegenüber Vorjahreswoche Veränderung gegenüber Vorwoche
33. Woche 33. Woche
€/dt €/dt (%) (%)
Brotweizen 19,16 21,20 -9,6 -0,5
Brotroggen 15,71 18,57 -15,4 -0,2
Futterweizen 17,89 18,99 -5,8 +1,2
Futtergerste 15,95 17,24 -7,5 +1,9
Triticale 16,87 18,00 -6,3 +2,5
Braugerste 23,31 31,32 -25,6 -2,2
Futterhafer 18,76 20,31 -7,7 -1,0
Mais 20,29 22,83 -11,1 -2,8

1) Erzeugerpreise für Getreide und Olsaaten in Deutschland, frei Erfasserlager.

Quelle: Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI)

Weltgetreidebilanz (ohne Reis) Millionen Tonnen

Gliederung 2020/21 2021/22 2022/23 2023/2024 2024/25
Schätzung Vorschätzung
WEIZEN
Erzeugung 773 780 803 794 799
Handel 191 198 209 214 196
Verbrauch 774 784 796 805 803
Endbestände 278 274 281 270 266
dar. Hauptexportländer 1) 62 59 67 60 59
MAIS
Erzeugung 1137 1222 1163 1223 1226
Handel 188 181 180 195 181
Verbrauch 1155 1210 1179 1221 1229
Endbestände 284 296 279 281 277
GETREIDE
Erzeugung insgesamt 2.228 2.293 2.267 2.299 2.315
Handel 427 427 428 454 419
Verbrauch 2.241 2.290 2.274 2.315 2.321
Endbestände 610 613 603 587 581
dar. Hauptexportländer 1) 154 132 142 140 140

1) Argentinien, Australien, Kanada, EU, Kasachstan, Russland, Ukraine, USA.

Quelle: IGC (Aug. 2024)

2. Darstellung des eigenen Geschäftsverlaufes

Die Umsätze, getrennt nach Deutschland, EU (ohne Deutschland) und Drittländer, entwickelten sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt:

Umsatzentwicklung Deutschland

2023/2024 2022/2023 Veränderung in %
T-€ T-€
Ölsaaten 317.108 362.692 -12,57 %
Getreide 236.286 304.104 -22,30 %
Futtermittel 155.707 179.001 -13,01 %
Sonstiges 2.336 5.426 -56,95 %
Gesamt 711.437 851.223 -16,42 %

Umsatzentwicklung EU (ohne Deutschland)

2023/2024 2022/2023 Veränderung in %
T-EURO T-EURO
Ölsaaten 6.393 8.697 -26,49 %
Getreide 64.665 95.830 -32,52 %
Futtermittel 17.396 24.755 -29,73 %
Sonstiges 1.735 2.075 -16,39 %
Gesamt 90.189 131.357 -31,34 %

Umsatzentwicklung Drittländer

2023/2024 2022/2023 Veränderung in %
T-EURO T-EURO
Ölsaaten 149 189 -21,16 %
Getreide 2.880 3.652 -21,14 %
Futtermittel 215 101 112,87 %
Sonstiges 0 190 -100,00 %
Gesamt 3.244 4.132 -21,49 %

In unserem Prognosebericht 2022/2023 sind wir für das Wirtschaftsjahr 2023/2024 von einem merklichen Rückgang der Umsatzerlöse und einem EBT von 10-12 Mio. EUR ausgegangen. Der Umsatzrückgang betrug preisbedingt 18,43 % und entsprach damit unserer Prognose, das EBT konnte dagegen mit 21,7 Mio. EUR deutlich übertroffen werden. Unsere Absatzmenge konnten wir nochmals um 3,05 % steigern. Die Materialaufwendungen reduzierten sich um 17,01 %.

Das erwirtschaftete Ergebnis des Geschäftsjahres 2023/2024 kann als sehr erfolgreich beurteilt werden und hat unsere Erwartungen mehr als erfüllt.

Neben Serverlizenzen (T-EURO 9) wurden ein Grundstück für ein neues Bürogebäude (T-EURO 1.608) angeschafft und es sind weitere Kosten für vorhandene landwirtschaftliche Flächen (T-EURO 7) angefallen. Die übrigen Anschaffungen des Sachanlagevermögens in Höhe von T-EURO 218 betreffen im Wesentlichen die EDV-Hardware und die Erweiterung des Fuhrparks.

Weitere Mitarbeiterdarlehen und Darlehensrückzahlungen erhöhten die Ausleihungen per Saldo um T-EURO 135.

Der Personalbestand betrug im Jahresdurchschnitt 46 Mitarbeiter(innen) inkl. Geschäftsführer und hat sich, bezogen auf den Jahresdurchschnitt, gegenüber dem Vorjahr um drei Mitarbeiter(innen)

erhöht. Der höhere Personalbestand, allgemeine Gehaltssteigerungen und höhere Mitarbeiterprämien führten zu einer Erhöhung der Gehälter um T-EURO 446 auf T-EURO 4.405. Der Wegfall von Einmaleffekten im Vorjahr aufgrund neuer Zusagen sowie Veränderungen der Pensionsrückstellung führten hingegen zu einer Minderung der sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung um T-EURO 791 auf T-EURO 549.

Über andere wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr ist nicht zu berichten.

2. Vermögens- und Kapitalstruktur

Die Bilanz der Josef Marschall GmbH weist folgende Struktur auf:

in T-EURO 30.06.2024 % 30.06.2023 %
Anlagevermögen 43.257 27,4 43.703 27,8
Umlaufvermögen 113.912 72,2 112.751 71,8
Rechnungsabgrenzungsposten 570 0,4 583 0,4
Aktiva 157.739 100,0 157.037 100,0
Eigenkapital 123.648 78,4 111.903 71,3
Rückstellungen 13.479 8,5 25.297 16,1
Verbindlichkeiten 20.612 13,1 19.837 12,6
Passiva 157.739 100,0 157.037 100,0

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2022/2023 nur unwesentlich verändert. Das Anlagevermögen hat sich, bereinigt um die Abschreibungen, um T-EURO 222 vermindert. Neben den Investitionen T-EURO 1.842 (siehe Seite 5) und der Ausgabe weiterer Darlehen T-EURO 135 wurden im Geschäftsjahr Wertpapiere mit Anschaffungskosten von EURO 2.199 verkauft.

Das Anlagevermögen setzt sich im Wesentlichen aus dem Grundvermögen mit T-EURO 33.573 und den Finanzanlagen in Höhe von T-EURO 9.120 zusammen.

Das Umlaufvermögen hat sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum nur unwesentlich um T-EURO 1.161 oder 1,03 % erhöht. Diese Veränderung ergibt sich (saldiert) aus der Verminderung der Vorräte (T-EURO 192), der Verminderung der Forderungen und der sonstigen Vermögensgegenstände (T-EURO 7.244), dem Verkauf von Wertpapieren (T-EURO 140) und der Aufstockung liquider Mittel um T-EURO 8.737.

Das Eigenkapital erhöhte sich um € 11.745 auf T-EURO 123.648. Die weitere Verstärkung des Eigenkapitals wurde erreicht durch das Jahresergebnis (T-EURO 17.745) vermindert um die vorgenommene Ausschüttung (T-EURO 6.000). Bei nahezu unveränderter Bilanzsumme beträgt der Anteil des Eigenkapitals nun 78,4 % gegenüber 71,3 % im Vorjahr.

Die Rückstellungen für die zugesagten Pensionen haben sich nur unwesentlich um T-EURO 16 erhöht. Dagegen führten die Steuerfestsetzungen für die Veranlagungszeiträume 2021 und 2022 und die Anpassung der Vorauszahlungen für das Jahr 2023 zu einer Reduzierung der Steuerrückstellungen in Höhe von T-EURO 8.081. Die sonstigen Rückstellungen haben sich um T-EURO 3.753 vermindert. Dies ist hauptsächlich auf die Verminderung der Rückstellung für drohende Verluste (T-EURO -3.664) zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten T-EUR 20.612 haben sich nur geringfügig um T-EURO 775 gegenüber dem Vorjahr erhöht. Das liegt im Wesentlichen an der Abgrenzung von erhaltenen Prämien für das nächste Geschäftsjahr.

3. Ertragslage

Bei einer leicht steigenden Absatzmenge (3,05 %) reduzierten sich die Umsatzerlöse aufgrund rückläufiger Rohstoffpreise um T-EURO 181.842. Dies entspricht einem Rückgang von 18,43 %.

Das Rohergebnis (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwendungen) betrug T-EURO 24.251 (Vorjahr T-EURO 46.054).

Die Verbesserung der sonstigen betrieblichen Erträge um T-EURO 2.676 ist zurückzuführen auf den Verkauf von Finanzanlagen.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) betrug T-EURO 21.669 (im Vorjahr T-EURO 34.795), vor Steuern und Zinsen betrug das operative Ergebnis (EBIT) T-EURO 19.991 (im Vorjahr T-EURO 34.389).

Vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen (EBITDA) erzielte unsere Gesellschaft ein Ergebnis von T-EURO 20.215 (im Vorjahr T-EURO 34.603).

4. Finanzlage

Einen Überblick über die Herkunft und über die Verwendung der finanziellen Mittel des Unternehmens gibt die nachstehende Kapitalflussrechnung. Der Finanzmittelfonds besteht, am Ende wie am Anfang der Periode, ausschließlich aus den flüssigen Mitteln.

I. Operativer Bereich T-EURO
Jahresüberschuss 17.745
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 224
Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -2.749
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge -214
Cash Flow 15.006
Erhöhung der Rückstellungen -3.737
Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 9.107
Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 775
Zinserträge -1.854
Ertragssteueraufwand 3.919
Auszahlungen aus Ertragsteuern -13.305
Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit -5.095
II. Investitionsbereich
Investitionen Sachanlagen und immaterielle Anlagengegenstände -1.842
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 4.959
Investitionen Finanzanlagevermögen -146
erhaltene Zinsen 1.921
Mittelzufluss aus der Investitionstätigkeit 4.892
III. Finanzierungstätigkeit
Gewinnausschüttung -6.000
Gezahlte Zinsen -66
Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit -6.066
Zahlungswirksame Veränderungen des
Finanzmittelbestands (Gesamtbetrag) 8.737
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 35.364
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 44.101

III. Risikomanagement - Wesentliche Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Auf unser Handelsgeschäft hatten die Energiekrise, die steigende Inflation und der Krieg in der Ukraine bisher noch keine negativen Auswirkungen. Für unsere Branche bleiben wir nach wie vor optimistisch. Die über viele Jahre positive Geschäfts- und Ertragsentwicklung der Gesellschaft hat uns in eine sehr gute wirtschaftliche Lage versetzt.

Die Steuerung und Kontrolle von Ereignissen und Handlungen, die den Erfolg oder den Fortbestand unserer Gesellschaft gefährden, erfolgt mittels eines Chancen- und Risikomanagements unmittelbar durch die Geschäftsleitung. Das laufende Controlling sowie gut organisierte Arbeitsabläufe sind die wesentlichen Elemente des Risikomanagements. Die Einteilung der Risiken nach ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer Schadenshöhe ermöglicht es der Geschäftsleitung rechtzeitig die wesentlichen Gefahren zu erkennen und zu reagieren. Dabei sind folgende, für die Gesellschaft relevante Risiken festzuhalten:

Kreditrisiken

Ein der Finanzbuchhaltung zugeordnetes Kreditmanagement überwacht mit Hilfe standardisierter, EDV-gestützter Überwachungsmechanismen den Forderungsbestand. Unter Mitwirkung des Kreditversicherers Allianz Trade analysieren und überwachen wir die Bonität unserer Kunden. Die Ausfallrisiken, die trotz sorgfältigen Analysen nach wie vor bestehen, werden über eine Kreditversicherung abgesichert. Der weit überwiegende Teil unserer Geschäfte wird auf Euro-Basis kontrahiert und abgerechnet.

Liquiditätsrisiken

Branchenüblich ist der Handel mit Getreide und Ölsaaten durch saisonale Schwankungen des Zahlungsmittelbestands geprägt. Der Lageraufbau in der Erntesaison wird durch die bestehenden Liquiditätsreserven gedeckt. Die Geschäftsführung überwacht und analysiert den Bestand an liquiden Mitteln laufend, sodass auf mögliche zusätzliche Bedarfe zeitnah reagiert werden kann.

Preisrisiken

Geschäftsüblich bestehen zahlreiche aufeinander abgestimmte Liefer- und Abnahmeverpflichtungen mit unterschiedlichen Fristigkeiten. Preisrisiken für offene Positionen aus den Beschaffungs- und Absatzmärkten werden von der Gesellschaft selbst getragen oder durch gegenläufige Sicherungsgeschäfte an den Warenterminbörsen Euronext.liffe (Paris) und CME (Chicago) gedeckt. Unsere offenen Positionen aus den Abnahme- und Lieferkontrakten werden durch die Geschäftsführung laufend analysiert und bewertet. Unsere Hedging Strategie zielt darauf ab, durch derivative Finanzinstrumente die verbleibenden Preisänderungsrisiken zu minimieren.

Die identifizierten Risiken sind für die Gesellschaft beherrschbar und ein Fortbestand des Unternehmens ist aus heutiger Sicht nicht gefährdet. Es sind auch keine Risiken erkennbar, die eine zukünftige Bestandsgefährdung darstellen.

Aus der Geschäftstätigkeit und aus den bereits angesprochenen Risiken ergeben sich immer auch Chancen für die künftige Entwicklung der Gesellschaft. Wesentliche Chancen sieht die Gesellschaft insbesondere in ihrer Kernkompetenz: dem Handel. Die Volatilität der Märkte und deren Antizipation bieten darüber hinaus die Möglichkeit zur Erweiterung des Produktportfolios, wie auch einer weitergehenden geografischen Diversifikation der Gesellschaft.

IV. Prognosebericht

Wesentliche Änderungen in der Geschäftspolitik stehen nicht an.

Das neue Geschäftsjahr 2024/2025 entwickelt sich erwartungsgemäß. Das Preisniveau unserer wesentlichen Handelsprodukte passt sich langsam wieder den Vorjahresperioden an. In den ersten drei Monaten des neuen Geschäftsjahres lag unser Handelsvolumen mit einem Zuwachs von 4,43 % oberhalb des Vorjahres bei einem preisbedingten Umsatzrückgang von 8,47 %.

Für das gesamte Geschäftsjahr planen wir mit einem stabilen bis leicht steigende Handelsvolumen, jedoch bei einem leichten Rückgang der Umsatzerlöse. Die weitere Entwicklung der Märkte ist natürlich sehr schwer zu prognostizieren. Insgesamt erwarten wir eine Rückkehr zu den Verhältnissen der Geschäftsjahre 2019 bis 2021 und gehen aus heutiger Sicht von einem Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von 7 - 10 Mio. EUR aus.

Die Finanzlage kann aufgrund des Bestands an liquiden Mitteln, der kurzfristig verfügbaren sonstigen Forderungen und Wertpapiere und der eingeräumten Kreditlinien nach wie vor als hervorragend bezeichnet werden.

Die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens ist langfristig gesichert.

Die zukünftige Geschäftsentwicklung wird von uns unverändert als positiv eingeschätzt. Mit unserer Unternehmensstruktur, kurzen Entscheidungswegen, motivierten Mitarbeitern und einer günstigen Kostenrelation bleiben wir im Agrarmarkt weiterhin gut positioniert.

Für unsere Branche sehen wir trotz der vielen Krisen aktuell keine nicht beherrschbaren wirtschaftlichen Risiken. Der Markt für den Handel mit lebenswichtigen Agrarrohstoffen wird auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten seinen sicheren und wichtigen Platz im Wirtschaftsleben haben.

 

Schwaig, im Dezember 2024

WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS

Zu dem vollständigen Jahresabschluss, der in der Gesellschafterversammlung am 19. Dezember 2024 festgestellt wurde, und dem Lagebericht, wurde der nachfolgende Bestätigungsvermerk erteilt.

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Josef Marschall GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Josef Marschall GmbH - bestehend aus Bilanz zum 30. Juni 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Josef Marschall GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusiver Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Bamberg, den 11. Dezember 2024

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Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Riedhammer, Wirtschaftsprüfer

Wagner, Wirtschaftsprüfer

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