Erbringung von Dienstleistungen des Sports a. n. g.
Josef Marschall GmbH
Dreihöhenstraße 10, 90571 Schwaig bei Nürnberg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Daniel Musmann seit 5.1.2023 | Geschäftsführer |
Martin Holler seit 6.7.2015 | Prokura |
Robert Leidenberger seit 8.5.2002 | Geschäftsführer |
Hans Ulrich Allgöwer seit 8.5.2002 | Prokura |
Horst Geiger seit 8.5.2002 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (4)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 51.66% | |
| 33.34% | |
| 7.50% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
4 Gesellschafter
GmbH-Struktur
3 von 4 angezeigt
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Josef Marschall GmbHSchwaigJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2023 bis zum 30.06.2024BILANZ ZUM 30. JUNI 2024(Vorjahr zum Vergleich)AKTIVSEITE
PASSIVSEITE
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. 2023 BIS ZUM 30. JUNI 2024(Vorjahr zum Vergleich)
ANHANG ZUM 30. JUNI 2024(§ 284 ff. HGB)A. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Allgemeine Angaben Das Unternehmen führt die Firma "Josef Marschall GmbH" und hat ihren Sitz in Schwaig. Die Gesellschaft ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Nürnberg unter der Nummer HRB 5792 eingetragen. Der Jahresabschluss ist unter Anwendung der Bilanzierungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und der Vorschriften des GmbH-Gesetzes erstellt worden. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich beibehalten worden. B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Die Gliederung der Bilanz erfolgt unter Anwendung des § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung gliedert sich in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 1 und 2 HGB). 1. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Anschaffungskosten beinhalten den Anschaffungspreis, die Nebenkosten sowie die Kostenminderungen. Abschreibungen Das Anlagevermögen wird nach folgenden Methoden und mit folgenden Sätzen abgeschrieben:
Die geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bis EURO 250,00 werden seit dem 1. Januar 2018 sofort aufwandswirksam erfasst. Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten von EURO 250,00 bis EURO 800,00 werden sofort abgeschrieben und im Jahr des Zugangs als Abgang dargestellt. Die Wertpapiere des Anlagevermögens sind mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren Börsenkurs am Stichtag bewertet. Die sonstigen Ausleihungen sind mit dem Nennwert, vermindert um planmäßige Tilgungen, bewertet. Unverzinsliche Ausleihungen sind mit dem entsprechenden Barwert angesetzt. 2. Umlaufvermögen und Rechnungsabgrenzungsposten a) Vorräte Im Bereich der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurde für den geringfügigen Bestand an Büromaterial, der nach Menge und Wert nur geringen Schwankungen unterliegt, ein Festwert in Höhe von EURO 1.540,00 gebildet. Die Bewertung der Handelswaren erfolgt unter Beachtung des Niederstwertprinzips gemäß § 253 Abs. 4 Satz 1 und 2 HGB zu Anschaffungskosten. Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen werden entsprechend berücksichtigt. Für die Handelswaren erfolgt eine verlustfreie Bewertung, sobald die vom Absatzmarkt abgeleiteten Werte niedriger als die Anschaffungskosten sind bzw. mit dem Verkaufspreis, abzüglich der noch entstehenden Aufwendungen nach dem Bilanzstichtag. b) Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und flüssigen Mittel sind grundsätzlich zum Nennbetrag angesetzt. Kurzfristige Forderungen in Fremdwährung sind zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs angesetzt. Die vorgenommenen Wertberichtigungen entsprechen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung. Erkennbaren Einzelrisiken wird durch entsprechende Wertberichtigung Rechnung getragen. In der Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,0% sind Ausfall- und Kreditrisiken berücksichtigt. c) Wertpapiere Die Wertpapiere sind mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren Kurswert am Bilanzstichtag bewertet. d) Rechnungsabgrenzungsposten Ausgaben vor dem Bilanzstichtag werden, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen, aktivisch als Rechnungsabgrenzungsposten erfasst. 3. Rückstellungen Die Pensionsrückstellung wird anhand der Richttafeln aus dem Jahr 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach § 253 Abs. 1 S. 2 HGB in Höhe der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages errechnet. Die Abzinsung erfolgt pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Rechnungszins beträgt 1,84%. Die sonstigen Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Sie sind der Höhe nach so bemessen, dass allen erkennbaren Risiken Rechnung getragen wird. 4. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Kurzfristige Verbindlichkeiten in ausländischer Währung werden zum Bilanzstichtag mit den Devisenkassamittelkursen angesetzt. 5. Latente Steuern Aus unterschiedlichen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen ergeben sich aktive latente Steuern aus den Pensions- und sonstigen Rückstellungen. Die Ermittlung erfolgt mit einem Steuersatz von 26,85% für Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer. Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht in § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch und verzichtet auf den Ansatz einer aktiven latenten Steuer aus einer sich insgesamt ergebenden Steuerentlastung. 6. Bildung von Bewertungseinheiten Vom Wahlrecht zur Bildung von Bewertungseinheiten nach § 254 HGB wird im Rahmen der Absicherung von schwebenden Einkaufs- und Verkaufsverträgen sowie börsengehandelten Kontrakten Gebrauch gemacht. Im Rahmen der Bewertung der eigenen Warenkontrakte wurde im laufenden Geschäftsjahr aufgrund einer besseren Datenverfügbarkeit auf eine Pauschalierung verzichtet und die Bewertung auf Basis des Erntejahres vorgenommen. C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ 1. Anlagevermögen Als Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten sind die historischen Werte angesetzt. Die sonstigen Ausleihungen betreffen ausschließlich Darlehen an Arbeitnehmer. Die Vertragslaufzeiten sind unbestimmt. Unverzinsliche Darlehen wurden abgezinst. Die Rückzahlung des Darlehens ist jederzeit möglich; feste Tilgungen wurden nicht vereinbart. Im laufenden Geschäftsjahr wurden drei Darlehen in Höhe von gesamt EURO 145.000,00 (hierauf entfallender, bereits gebuchter Zinsertrag EURO 1.062,60) ausgereicht und Tilgungszahlungen in Höhe von EURO 24.400,00 (im Vorjahr EURO 61.400,00) geleistet. In den Vorjahren gebuchte Abzinsungsbeträge wurden in Höhe von EURO 13.628,07 aufgelöst. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem nachfolgenden Anlagespiegel ersichtlich. ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS UND DER WERTBERICHTIGUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1.JULI 2023 BIS 30.JUNI 2024
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgenstände haben kurzfristigen Charakter. 3. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital beträgt EURO 483.940,00. 4. Rückstellungen Die Rückstellung für Pensionen hat sich wie folgt entwickelt:
Die nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB grundsätzlich zur Ausschüttung gesperrten Beträge sind entsprechend vermerkt. Die sonstigen Rückstellungen stellen sich wie folgt dar:
Die Drohverlustrückstellungen betreffen sowohl eigene Kontrakte in Höhe von EURO 549.500,00 (im Vorjahr EURO 3.244.900,00), als auch börslich gehandelte Kontrakte in Höhe von EURO 218.300,00 (im Vorjahr EURO 1.186.800,00). 5. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben kurzfristigen Charakter. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit den üblichen Eigentumsvorbehalten besichert. 6. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse Im Anhang oder unter der Bilanz zu vermerkende Haftungsverhältnisse lagen zum Bilanzstichtag nicht vor. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Miet- und Leasingverhältnissen in geschäftsüblichem, nicht wesentlichem Umfang. D. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN - UND VERLUSTRECHNUNG 1. Umsatzerlöse Die Umsätze teilen sich nach Produktgruppen wie folgt auf:
Die Umsätze teilen sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt auf:
2. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von EURO 1.569.303,21 (im Vorjahr EURO 941.026,84) enthalten. Des Weiteren sind unter den sonstigen betrieblichen Erträgen Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EURO 947.511,03 (im Vorjahr EURO 1.393.929,71) ausgewiesen. 3. Personalaufwand Der Posten "soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung" enthält Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EURO 72.445,68 (im Vorjahr EURO 931.663,54). 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen allgemeine Verwaltungskosten, insbesondere Gebühren aus Warentermingeschäften, sowie die Vertriebsaufwendungen. Ferner sind hier periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EURO 19,00 (im Vorjahr EURO 4.862,00) und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EURO 925.361,14 (im Vorjahr EURO 1.696.222,92) erfasst. 5. Finanzergebnis Das Finanzergebnis stellt sich wie folgt dar:
In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Abzinsung in Höhe von EURO 48.317,00 (im Vorjahr EURO 32.034,00) enthalten. 6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen in Höhe von EURO 4.827.648,64 (im Vorjahr EURO 10.628.778,14) auf das laufende Ergebnis. Im Geschäftsjahr sind Aufwendungen für Vorjahre in Höhe von EURO 7.825,71 (im Vorjahr EURO 0,00) und Erträge in Höhe von EURO 916.141,50 (im Vorjahr EURO 0,00) enthalten. E. SONSTIGE ANGABEN 1. Geschäftsführung
2. Bezüge der Geschäftsführung Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 3. Aufgliederung der Arbeitnehmerzahl gemäß § 267 Abs. 5 HGB
4. Name und Sitz von Gesellschaften mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Die Gesellschaft hält 25,26% der Gesellschaftsanteile an der Bayernhof Erzeugergemeinschaften Vertriebs-GmbH mit Sitz in Hankofen. Die Bayernhof Erzeugergemeinschaften Vertriebs-GmbH weist im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 ein Eigenkapital in Höhe von EURO 10.123.621,49 sowie einen Jahresüberschuss in Höhe von EURO 2.104.211,22 aus. 5. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt für das Geschäftsjahr 2023/2024 EURO 42.000,00 und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. 6. Derivative Finanzinstrumente Bestehende Preisrisiken für offene Nettopositionen aus eigenen schwebenden Einkaufs- und Lieferverträgen für das Erntejahr 2023/2024 werden von der Gesellschaft selbst getragen oder im Rahmen ökonomischer Sicherungsbeziehungen durch gegenläufige Sicherungsgeschäfte (Futures) an den Warenterminbörsen Euronext.liffe (Paris) und CME (Chicago), gegebenenfalls auch unter Einbezug des Lagerbestandes zum Stichtag, abgesichert (Portfolio-Hedge). Zum Bilanzstichtag bestanden sowohl Long- als auch Short-Positionen. Für das Sicherungsvolumen der Long-Positionen beträgt der Nominalwert EURO 5.008.401,76 und der beizulegende Zeitwert der Futures zum Bilanzstichtag EURO 4.847.950,86. Short-Positionen bestehen zu einem Nominalwert von EURO 14.530.525,00, mit einem beizulegenden Zeitwert von EURO 14.481.475,00. In Summe sind für den Warenterminhandel Sicherheitsleistungen in Höhe von EURO 6.375.417,73 unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Der beizulegende Zeitwert der Futures wurde anhand des "Marktpreises" am Bilanzstichtag an den Warenterminbörsen ermittelt. 7. ErgebnisverwendungsvorschlagEs wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss in Höhe von EURO 17.745.213,12 auf neue Rechnung vorzutragen. 8. Unterzeichnung des Jahresabschlusses gemäß § 245 HGB
Schwaig, den 11. Dezember 2024 Geschäftsführer Horst Geiger Robert Leidenberger Daniel Musmann LAGEBERICHT ZUM 30. JUNI 2024I. Grundlagen der Gesellschaft Die Firma Josef Marschall GmbH wurde 1933 gegründet. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Schwaig bei Nürnberg. Die jetzige Rechtsform besteht seit der Umwandlung im Jahre 1982. Das Unternehmen arbeitet auf dem europäischen Agrarmarkt. Unser Handelssortiment umfasst die Segmente Ölsaaten (Rapssaat, Sonnenblumensaat, Sojabohnen), Getreide (Weizen, Mais, Gerste, Hafer, Roggen, Triticale, Dinkel) Hülsenfrüchte und Futtermittel (Sojaschrot, Rapsschrot, Melasseschnitzel, Mühlen-/Mälzereinachprodukte und DDGS). Seit vielen Jahren wird die Josef Marschall GmbH nach dem GMP + B3-Qualitätsmanagement für den Handel mit Getreide, Ölsaaten und Futtermitteln zertifiziert. Die Zertifizierung verdeutlicht den Stellenwert, den wir der Qualitätssicherung unserer Ware gleichermaßen für Handel, Erfassung, Verladung, Transport, Lagerung und Lieferung beimessen. Außerdem fand im März 2024 die Rezertifizierung mit REDCert gemäß der Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung bzw. nach der Biomassestrom-Nachhaltigkeitsverordnung statt. II. Wirtschaftsbericht 1. Markt und Branchenentwicklung Das Wachstum in der Europäischen Union hat sich gegenüber dem Vorjahr erheblich verringert und betrug lediglich noch 0,5 %. Die wirtschaftliche Erholung in den Jahren 2021 und 2022 fand damit ein Ende. Für die Bundesrepublik Deutschland rechnet das Statistische Bundesamt mit einem Rückgang des BIP um 0,3 %. Als Grund wurden das krisengeprägte Umfeld sowie die geringere Rückfrage aus dem In- und Ausland genannt. Im Oktober 2024 1 gab der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Prognosen zur Entwicklung des globalen Wirtschaftswachstums bekannt. Demnach sei das Wachstum langfristig stabil, wenn auch nicht überwältigend. Im Jahr 2023 konnte ein Anstieg der Wirtschaftsleistung von 3,3 % verzeichnet werden. In den folgenden zwei Jahren rechnet der IWF mit einem Wachstum von jeweils 3,2 %. Die Prognose könnte dabei durch höhere Investitionen in den Bereichen der grünen Transformation, in Wissenschaft und Technik sowie durch strukturelle Reformen positiv beeinflusst werden. Mögliche negative Effekte könnten dagegen durch Übertreibungen an den Finanzmärkten infolge länger anhaltender Inflation, durch überbordende Staatsverschuldung, wachsenden Protektionismus und sozialer Unruhen auftreten. Nach Angaben des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft 2 wird sich die Getreideernte im Jahr 2024 auf 34,5 Mio. Tonnen (ohne Körnermais) belaufen, von zuletzt 38,0 Mio. Tonnen im Jahre 2023 und sinkt damit zum wiederholten Male. Mit ca. 3,6 Mio. Tonnen ist die Rapssaaternte 2024 ebenfalls deutlich niedriger ausgefallen als noch 2023 (4,2 Mio. Tonnen).
1 Vgl. IWF: World Economic Outlook, Oktober 2024
2 Vgl. BMEL: Erntebericht 2023, August 2023
Durchschnittliche Erzeugerpreise für Getreide 1) in Deutschland
1) Erzeugerpreise für Getreide und Olsaaten
in Deutschland, frei Erfasserlager.
Quelle: Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) Weltgetreidebilanz (ohne Reis) Millionen Tonnen
1) Argentinien, Australien, Kanada, EU,
Kasachstan, Russland, Ukraine, USA.
Quelle: IGC (Aug. 2024)
2. Darstellung des eigenen Geschäftsverlaufes Die Umsätze, getrennt nach Deutschland, EU (ohne Deutschland) und Drittländer, entwickelten sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt: Umsatzentwicklung Deutschland
Umsatzentwicklung EU (ohne Deutschland)
Umsatzentwicklung Drittländer
In unserem Prognosebericht 2022/2023 sind wir für das Wirtschaftsjahr 2023/2024 von einem merklichen Rückgang der Umsatzerlöse und einem EBT von 10-12 Mio. EUR ausgegangen. Der Umsatzrückgang betrug preisbedingt 18,43 % und entsprach damit unserer Prognose, das EBT konnte dagegen mit 21,7 Mio. EUR deutlich übertroffen werden. Unsere Absatzmenge konnten wir nochmals um 3,05 % steigern. Die Materialaufwendungen reduzierten sich um 17,01 %. Das erwirtschaftete Ergebnis des Geschäftsjahres 2023/2024 kann als sehr erfolgreich beurteilt werden und hat unsere Erwartungen mehr als erfüllt. Neben Serverlizenzen (T-EURO 9) wurden ein Grundstück für ein neues Bürogebäude (T-EURO 1.608) angeschafft und es sind weitere Kosten für vorhandene landwirtschaftliche Flächen (T-EURO 7) angefallen. Die übrigen Anschaffungen des Sachanlagevermögens in Höhe von T-EURO 218 betreffen im Wesentlichen die EDV-Hardware und die Erweiterung des Fuhrparks. Weitere Mitarbeiterdarlehen und Darlehensrückzahlungen erhöhten die Ausleihungen per Saldo um T-EURO 135. Der Personalbestand betrug im Jahresdurchschnitt 46 Mitarbeiter(innen) inkl. Geschäftsführer und hat sich, bezogen auf den Jahresdurchschnitt, gegenüber dem Vorjahr um drei Mitarbeiter(innen) erhöht. Der höhere Personalbestand, allgemeine Gehaltssteigerungen und höhere Mitarbeiterprämien führten zu einer Erhöhung der Gehälter um T-EURO 446 auf T-EURO 4.405. Der Wegfall von Einmaleffekten im Vorjahr aufgrund neuer Zusagen sowie Veränderungen der Pensionsrückstellung führten hingegen zu einer Minderung der sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung um T-EURO 791 auf T-EURO 549. Über andere wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr ist nicht zu berichten. 2. Vermögens- und Kapitalstruktur Die Bilanz der Josef Marschall GmbH weist folgende Struktur auf:
Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2022/2023 nur unwesentlich verändert. Das Anlagevermögen hat sich, bereinigt um die Abschreibungen, um T-EURO 222 vermindert. Neben den Investitionen T-EURO 1.842 (siehe Seite 5) und der Ausgabe weiterer Darlehen T-EURO 135 wurden im Geschäftsjahr Wertpapiere mit Anschaffungskosten von EURO 2.199 verkauft. Das Anlagevermögen setzt sich im Wesentlichen aus dem Grundvermögen mit T-EURO 33.573 und den Finanzanlagen in Höhe von T-EURO 9.120 zusammen. Das Umlaufvermögen hat sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum nur unwesentlich um T-EURO 1.161 oder 1,03 % erhöht. Diese Veränderung ergibt sich (saldiert) aus der Verminderung der Vorräte (T-EURO 192), der Verminderung der Forderungen und der sonstigen Vermögensgegenstände (T-EURO 7.244), dem Verkauf von Wertpapieren (T-EURO 140) und der Aufstockung liquider Mittel um T-EURO 8.737. Das Eigenkapital erhöhte sich um € 11.745 auf T-EURO 123.648. Die weitere Verstärkung des Eigenkapitals wurde erreicht durch das Jahresergebnis (T-EURO 17.745) vermindert um die vorgenommene Ausschüttung (T-EURO 6.000). Bei nahezu unveränderter Bilanzsumme beträgt der Anteil des Eigenkapitals nun 78,4 % gegenüber 71,3 % im Vorjahr. Die Rückstellungen für die zugesagten Pensionen haben sich nur unwesentlich um T-EURO 16 erhöht. Dagegen führten die Steuerfestsetzungen für die Veranlagungszeiträume 2021 und 2022 und die Anpassung der Vorauszahlungen für das Jahr 2023 zu einer Reduzierung der Steuerrückstellungen in Höhe von T-EURO 8.081. Die sonstigen Rückstellungen haben sich um T-EURO 3.753 vermindert. Dies ist hauptsächlich auf die Verminderung der Rückstellung für drohende Verluste (T-EURO -3.664) zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten T-EUR 20.612 haben sich nur geringfügig um T-EURO 775 gegenüber dem Vorjahr erhöht. Das liegt im Wesentlichen an der Abgrenzung von erhaltenen Prämien für das nächste Geschäftsjahr. 3. Ertragslage Bei einer leicht steigenden Absatzmenge (3,05 %) reduzierten sich die Umsatzerlöse aufgrund rückläufiger Rohstoffpreise um T-EURO 181.842. Dies entspricht einem Rückgang von 18,43 %. Das Rohergebnis (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwendungen) betrug T-EURO 24.251 (Vorjahr T-EURO 46.054). Die Verbesserung der sonstigen betrieblichen Erträge um T-EURO 2.676 ist zurückzuführen auf den Verkauf von Finanzanlagen. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) betrug T-EURO 21.669 (im Vorjahr T-EURO 34.795), vor Steuern und Zinsen betrug das operative Ergebnis (EBIT) T-EURO 19.991 (im Vorjahr T-EURO 34.389). Vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen (EBITDA) erzielte unsere Gesellschaft ein Ergebnis von T-EURO 20.215 (im Vorjahr T-EURO 34.603). 4. Finanzlage Einen Überblick über die Herkunft und über die Verwendung der finanziellen Mittel des Unternehmens gibt die nachstehende Kapitalflussrechnung. Der Finanzmittelfonds besteht, am Ende wie am Anfang der Periode, ausschließlich aus den flüssigen Mitteln.
III. Risikomanagement - Wesentliche Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Auf unser Handelsgeschäft hatten die Energiekrise, die steigende Inflation und der Krieg in der Ukraine bisher noch keine negativen Auswirkungen. Für unsere Branche bleiben wir nach wie vor optimistisch. Die über viele Jahre positive Geschäfts- und Ertragsentwicklung der Gesellschaft hat uns in eine sehr gute wirtschaftliche Lage versetzt. Die Steuerung und Kontrolle von Ereignissen und Handlungen, die den Erfolg oder den Fortbestand unserer Gesellschaft gefährden, erfolgt mittels eines Chancen- und Risikomanagements unmittelbar durch die Geschäftsleitung. Das laufende Controlling sowie gut organisierte Arbeitsabläufe sind die wesentlichen Elemente des Risikomanagements. Die Einteilung der Risiken nach ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer Schadenshöhe ermöglicht es der Geschäftsleitung rechtzeitig die wesentlichen Gefahren zu erkennen und zu reagieren. Dabei sind folgende, für die Gesellschaft relevante Risiken festzuhalten: Kreditrisiken Ein der Finanzbuchhaltung zugeordnetes Kreditmanagement überwacht mit Hilfe standardisierter, EDV-gestützter Überwachungsmechanismen den Forderungsbestand. Unter Mitwirkung des Kreditversicherers Allianz Trade analysieren und überwachen wir die Bonität unserer Kunden. Die Ausfallrisiken, die trotz sorgfältigen Analysen nach wie vor bestehen, werden über eine Kreditversicherung abgesichert. Der weit überwiegende Teil unserer Geschäfte wird auf Euro-Basis kontrahiert und abgerechnet. Liquiditätsrisiken Branchenüblich ist der Handel mit Getreide und Ölsaaten durch saisonale Schwankungen des Zahlungsmittelbestands geprägt. Der Lageraufbau in der Erntesaison wird durch die bestehenden Liquiditätsreserven gedeckt. Die Geschäftsführung überwacht und analysiert den Bestand an liquiden Mitteln laufend, sodass auf mögliche zusätzliche Bedarfe zeitnah reagiert werden kann. Preisrisiken Geschäftsüblich bestehen zahlreiche aufeinander abgestimmte Liefer- und Abnahmeverpflichtungen mit unterschiedlichen Fristigkeiten. Preisrisiken für offene Positionen aus den Beschaffungs- und Absatzmärkten werden von der Gesellschaft selbst getragen oder durch gegenläufige Sicherungsgeschäfte an den Warenterminbörsen Euronext.liffe (Paris) und CME (Chicago) gedeckt. Unsere offenen Positionen aus den Abnahme- und Lieferkontrakten werden durch die Geschäftsführung laufend analysiert und bewertet. Unsere Hedging Strategie zielt darauf ab, durch derivative Finanzinstrumente die verbleibenden Preisänderungsrisiken zu minimieren. Die identifizierten Risiken sind für die Gesellschaft beherrschbar und ein Fortbestand des Unternehmens ist aus heutiger Sicht nicht gefährdet. Es sind auch keine Risiken erkennbar, die eine zukünftige Bestandsgefährdung darstellen. Aus der Geschäftstätigkeit und aus den bereits angesprochenen Risiken ergeben sich immer auch Chancen für die künftige Entwicklung der Gesellschaft. Wesentliche Chancen sieht die Gesellschaft insbesondere in ihrer Kernkompetenz: dem Handel. Die Volatilität der Märkte und deren Antizipation bieten darüber hinaus die Möglichkeit zur Erweiterung des Produktportfolios, wie auch einer weitergehenden geografischen Diversifikation der Gesellschaft. IV. Prognosebericht Wesentliche Änderungen in der Geschäftspolitik stehen nicht an. Das neue Geschäftsjahr 2024/2025 entwickelt sich erwartungsgemäß. Das Preisniveau unserer wesentlichen Handelsprodukte passt sich langsam wieder den Vorjahresperioden an. In den ersten drei Monaten des neuen Geschäftsjahres lag unser Handelsvolumen mit einem Zuwachs von 4,43 % oberhalb des Vorjahres bei einem preisbedingten Umsatzrückgang von 8,47 %. Für das gesamte Geschäftsjahr planen wir mit einem stabilen bis leicht steigende Handelsvolumen, jedoch bei einem leichten Rückgang der Umsatzerlöse. Die weitere Entwicklung der Märkte ist natürlich sehr schwer zu prognostizieren. Insgesamt erwarten wir eine Rückkehr zu den Verhältnissen der Geschäftsjahre 2019 bis 2021 und gehen aus heutiger Sicht von einem Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von 7 - 10 Mio. EUR aus. Die Finanzlage kann aufgrund des Bestands an liquiden Mitteln, der kurzfristig verfügbaren sonstigen Forderungen und Wertpapiere und der eingeräumten Kreditlinien nach wie vor als hervorragend bezeichnet werden. Die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens ist langfristig gesichert. Die zukünftige Geschäftsentwicklung wird von uns unverändert als positiv eingeschätzt. Mit unserer Unternehmensstruktur, kurzen Entscheidungswegen, motivierten Mitarbeitern und einer günstigen Kostenrelation bleiben wir im Agrarmarkt weiterhin gut positioniert. Für unsere Branche sehen wir trotz der vielen Krisen aktuell keine nicht beherrschbaren wirtschaftlichen Risiken. Der Markt für den Handel mit lebenswichtigen Agrarrohstoffen wird auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten seinen sicheren und wichtigen Platz im Wirtschaftsleben haben.
Schwaig, im Dezember 2024 WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS Zu dem vollständigen Jahresabschluss, der in der Gesellschafterversammlung am 19. Dezember 2024 festgestellt wurde, und dem Lagebericht, wurde der nachfolgende Bestätigungsvermerk erteilt. "Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Josef Marschall GmbH: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Josef Marschall GmbH - bestehend aus Bilanz zum 30. Juni 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Josef Marschall GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Bamberg, den 11. Dezember 2024 dhpg
GmbH
Riedhammer, Wirtschaftsprüfer Wagner, Wirtschaftsprüfer |
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