Stammdaten

Register
Amtsgericht Wetzlar HRB 4969
Eingetragen
5.7.2004
Branche
Großhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und LaborbedarfHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenEinzelhandel mit sonstigen medizinischen und orthopädischen Artikeln
Gegenstand
Handel mit sowie die Überprüfung und Entwicklung von medizintechnischen Geräten und Zubehör

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thea Sophie Pfeiffer
seit 16.7.2024
Prokura
Patrick Dr. Uhr
seit 16.7.2024
Prokura
Michael Dr. Schlapp
seit 17.11.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Asker Healthcare ABSWE
100.00%

Gesellschafter

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

3 von 4 angezeigt

Marienstraße 4, 35614 Asslar
18.000 €
45.00%
H**** J******
9.000 €
22.50%
A******** V*** W*****
9.000 €
22.50%

Beteiligungen

NameAnteil
39.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

CRS Medical GmbH

Aßlar

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

gem. §§ 325 ff. HGB

In dem nachfolgendem, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen.

Der als Anlage 5 beigefügte Bestätigungsvermerk vom 30. April 2024 bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss und den Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und nicht auf den verkürzten offengelegten Jahresabschluss.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 01. November 2024 von der Gesellschafterversammlung festgestellt.

Verzeichnis der Anlagen

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

BILANZ zum 31. Dezember 2023

AKTIVSEITE

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 343.931,00 465.393,00
II. Sachanlagen 563.134,00 3.584.320,40
III. Finanzanlagen 356.551,87 356.762,46
1.263.616,87 4.406.475,86
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 931.816,04 1.093.612,95
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.311.242,53 3.000.522,22
• Forderungen gegen verbundene Unternehmen 427.685,14 (108.263,63 €)
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.704.615,31 288.233,16
5.947.673,88 4.382.368,33
C. Rechnungsabgrenzungsposten 60.948,76 63.656,45
7.272.239,51 8.852.500,64

PASSIVSEITE

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 40.000,00 40.000,00
II. Gewinnvortrag 4.770.941,81 4.361.438,91
III. Jahresfehlbetrag (i. Vj. Jahresüberschuss) -278.602,16 409.502,90
4.532.339,65 4.810.941,81
B. Rückstellungen 761.779,63 562.386,21
C. Verbindlichkeiten 1.843.255,26 3.366.568,55
• davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 1.541.547,30 (€ 2.053.259,18)
• davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr € 301.707,96 (€ 1.313.309,37)
· Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 331.064,64 (1.836.505,32 €)
• davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 29.356,68 (€ 523.195,95)
• davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr € 301.707,96 (€ 1.313.309,37)
· Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 598.800,36 (198.473,25 €)
● davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 598.800,36 (€ 198.473,25)
● Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.986,90 (7.075,26 €)
● davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 2.986,90 (€ 7.075,26)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 134.864,97 112.604,07
7.272.239,51 8.852.500,64

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Rohergebnis 15.265.600,64 14.306.582,68
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung € 1.036,44 (€ 96,73)
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 7.316.072,48 6.856.154,41
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.521.762,73 1.393.538,34
- davon für Altersversorgung € 118.076,35 (€ 78.818,21)
8.837.835,21 8.249.692,75
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 392.419,99 485.787,89
4. Sonstige betriebliche Aufwendunaen 5.683.068,85 4.633.429,12
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung € 96,83 (€ 6.696,17)
5. Erträge aus Beteiligungen 30,38 41,25
6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 10.501,06 0,00
- davon aus verbundenen Unternehmen € 10.501,06 (€ 0,00)
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.927,76 5.598,44
- davon aus verbundenen Unternehmen € 1.635,42 (€ 4.816,62)
- davon Zinserträge aus der Abzinsung von Rückstellungen € 0,00 (€ 562,27)
8. Abschreiungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 10.711,65 0,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 61.098,34 33.333,68
10. Aufwendungen aus Verlustübernahme 586.010,28 317.473,25
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -30.314,15 165.960,67
12. Ergebnis nach Steuern -262.770,33 426.545,01
13. Sonstige Steuern 15.831,83 17.042,11
14. Jahresüberschuss -278.602,16 409.502,90

ANHANG für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Firma CRS Medical GmbH hat ihren Sitz in 35614 Aßlar. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Wetzlar unter HRB 4969 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) und der ergänzenden Bestimmungen des GmbH Gesetzes und des Gesellschaftsvertrages erstellt. Von den Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften gem. § 288 Abs. 2 i. V. m. § 267 Abs. 2 HGB und von der Schutzklausel des § 286 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag 2023 die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 2 HGB auf.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 erfolgt unter den Gliederungsvorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß dem Gliederungsschema des § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Des Weiteren erfolgt die Aufstellung des Jahresabschlusses grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Bewertungsvorschriften.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung fand das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB Anwendung.

Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern werden als solche gesondert in der Bilanz ausgewiesen.

Die Umsatzerlöse wurden entsprechend der Neudefinition des § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilRUG erfasst.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 266 Abs. 1, 276, 288 HGB) des Jahresabschlusses wurden teilweise in Anspruch genommen.

Unter dem Datum vom 18. Oktober 2022 ist zwischen der CRS Medical GmbH, Aßlar und der Medizintechnik Witt GmbH, Blankenfelde-Mahlow ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen worden. Der Vertrag hat eine Laufzeit von fünf Jahren und ist gültig ab dem Jahr 2022 bis zunächst zum 31. Dezember 2027. Durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 18.09.2023 wurde der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag aufgehoben und die Auflösung der Medizintechnik Witt GmbH beschlossen. Der Beschluss wurde am 15.10.2023 im Handelsregister HRB 30612 P eingetragen.

III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren erfolgt nach den handelsrechtlichen Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Gem. § 265 Abs. 2 HGB werden die Vorjahreszahlen zu den einzelnen Positionen aus Gründen der Übersichtlichkeit jeweils in der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung angegeben. Die Bilanzierung und Bewertung basiert auf den gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie im Vorjahr. Das Gliederungsschema wurde entsprechend der Größenklasse der Gesellschaft (§ 267 HGB) angepasst. Die Bewertung trägt allen erkennbaren Wertminderungen und möglichen Risiken nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung und erfolgte unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Erworbene Software, deren Anschaffungskosten 800 € nicht übersteigen, wird als beweglicher Gegenstand des Anlagevermögens behandelt.

Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen ausschließlich linear und werden monatsgenau verrechnet.

Bewegliche Vermögensgegenstände mit einem Einzelanschaffungspreis von bis zu 800 € (Geringwertige Wirtschaftsgüter nach § 6 Abs. 2 EStG) werden im Zugangsjahr in voller Höhe aufwandswirksam berücksichtigt.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten aktiviert.

Sämtliche Vorräte werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennwert bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden drohende Ausfälle durch ausreichende Einzel- und das allgemeine Kreditrisiko durch angemessene Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.

Das übrige Umlaufvermögen wird zu Nennwerten bilanziert.

Für temporäre Abweichungen zwischen Handelsbilanz- und Steuerbilanzwerten sind Steuerlatenzen ermittelt worden. Hierbei handelt es sich um Abweichungen, welche zu aktiven und passiven latenten Steuern geführt haben. Vom Verrechnungs- und Ansatzwahlrecht des § 274 HGB wird Gebrauch gemacht.

Steuerrückstellungen sind mit dem Betrag ihrer voraussichtlichen Inanspruchnahme aufgrund des steuerlichen Gewinns bewertet.

Sonstige Rückstellungen werden für alle weiteren erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Sie sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bemessen (§253 As. 1 Satz 2 HGB) und mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.

Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden hinreichend sichere Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Diese werden mit den für die Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätzen der Deutschen Bundesbank nach § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

IV. Informationen zur Bilanz

A. Aktiva

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem anliegend beigefügten Brutto-Anlagespiegel ersichtlich.

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

(Anlagenspiegel)

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.142.825,40 44.571,15 21.089,70 1.166.306,85
• Geschäfts- oder Firmenwert 692.697,34 0,00 21.089,70 671.607,64
II. Sachanlagen 5.038.709,62 185.703,54 3.627.955,17 1.596.457,99
• Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.439.630,27 86.798,14 3.526.428,41 0,00
• Technische Anlagen und Maschinen 114.718,10 0,00 39.382,33 75.335,77
• Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.484.361,25 98.905,40 62.144,43 1.521.122,22
III. Finanzanlagen 356.762,46 10.501,06 0,00 367.263,52
• Anteile an verbundenen Unternehmen 210.021,29 10.501,06 0,00 220.522,35
• Beteiligungen 133.528,52 0,00 0,00 133.528,52
6.538.297,48 240.775,75 3.649.044,87 3.130.028,36
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 677.432,40 144.943,45 0,00 822.375,85
• Geschäfts- oder Firmenwert 377.660,34 64.405,30 0,00 442.065,64
II. Sachanlagen 1.454.389,22 247.476,54 668.541,77 1.033.323,99
• Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 547.094,87 76.675,14 623.770,01 0,00
• Technische Anlagen und Maschinen 72.411,10 2.130,00 2.626,33 71.914,77
• Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 834.883,25 168.671,40 42.145,43 961.409,22
III. Finanzanlagen 0,00 10.711,65 0,00 10.711,65
• Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 10.711,65 0,00 10.711,65
• Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2.131.821,62 403.131,64 668.541,77 1.866.411,49
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 343.931,00 465.393,00
• Geschäfts- oder Firmenwert 229.542,00 315.037,00
II. Sachanlagen 563.134,00 3.584.320,40
• Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 2.892.535,40
• Technische Anlagen und Maschinen 3.421,00 42.307,00
• Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 559.713,00 649.478,00
III. Finanzanlagen 356.551,87 356.762,46
• Anteile an verbundenen Unternehmen 209.810,70 210.021,29
• Beteiligungen 133.528,52 133.528,52
1.263.616,87 4.406.475,86

Mit notarieller Urkunde vom 31. August 2020 wurde die 100%-ige Tochtergesellschaft Neurokard GmbH mit Wirkung zum 1. Januar 2020 auf die CRS medical GmbH verschmolzen. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 4. September 2020.

Die CRS medical GmbH hat in Ausübung des Wahlrechts nach § 24 UmwG abweichend von den tatsächlichen Anschaffungskosten die Buchwerte aus der Schlussbilanz der Neurokard GmbH als Anschaffungskosten angesetzt und ist somit an die von der Neurokard GmbH getroffenen Bilanzierungsentscheidungen aus der Schlussbilanz gebunden. In den übernommenen Vermögensgegenständen ist ein seinerzeit entgeltlich erworbener Geschäfts- oder Firmenwert enthalten, dessen betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer mit 10 Jahre festgelegt wurde, weil eine Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden konnte.

B. Passiva

Das gezeichnete Kapital beträgt 40 T€ und ist voll eingezahlt.

Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresfehlbetrag von 279 T€ ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag 2023 zusammen mit dem Gewinnvortrag zum 31.12.2022 von 4.771 T€ auf neue Rechnung vorzutragen.

Zur Erreichung einer periodengerechten Ergebnisabgrenzung wurden entsprechende Rückstellungen für noch ausstehende Rechnungen gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Vorsorgen für Urlaubs- und Überstunden, für Provisionen, für Kosten der Gewährleistungen und für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen sowie die Kosten der Jahresabschlusserstellung und -prüfung.

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren bestehen in Höhe von 171 T€ und betreffen ausschließlich Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte gesichert sind beträgt 0 T€ (im Vorjahr 1.836 T€).

V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse wurden entsprechend der Neudefinition des § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilRUG erfasst.

Im Geschäftsjahr wurde das Betriebsgrundstück der Gesellschaft veräußert. Der daraus resultierende Buchgewinn in Höhe von 410 T€ und Aufwendungen aus der Veräußerung von 314 T€ führen zu einem saldierten außerordentlichen Ergebnis von 96 T€ Ertrag.

VI. Sonstige Angaben

1. Angaben über Arbeitnehmer

Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) Anzahl
Technische Arbeitnehmer (ohne Auszubildende) 108
Kaufmännische Angestellte (ohne Geschäftsführer) 97
Gesamt 205

2. Angaben zu den Organen der Gesellschaft

Die Geschäftsführung der Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2023 von folgenden Personen wahrgenommen:

Zu alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführern waren während des gesamten Geschäftsjahres Herr Dr. Michael Schlapp, Physiker bestellt. Herr Alexander Christian Vila Wagner, Biomedizintechniker ist nicht mehr Geschäftsführer. Die Abberufung wurde am 4.10.2023 im Handelsregister eingetragen.

Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer.

Die Gesellschafter haben am 21.09.2023 sämtliche Anteile an die Asker Healthcare AB, Danderyd, Schweden, veräußert. Die Gesellschaft wird ab dem Jahr 2023 in den Konzernabschluss der Asker Healthcare Group AB, Danderyd, Schweden einbezogen.

3. Angabe über Anteilsbesitz

Gesellschaft Sitz Anteilsquote Eigenkapital Ergebnis
% T€ T€
Medizintechnik Witt GmbH i.L: Blankenfelde-Mahlow 100 in Liquidation 0
Avetana GmbH Karlsruhe 50 240 30

4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3 HGB

Neben den ausgewiesenen Rückstellungen und Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen. Diese resultieren insbesondere aus Miet- und Wartungs- und Leasingverträgen.

Sie betragen insgesamt T€ 3.260. Hiervon sind T€ 654 innerhalb eines Jahres fällig.

 

Aßlar, 30. April 2024

gez. Dr. Michael Schlapp, Geschäftsführer

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023

1 Grundlagen des Unternehmens

Die CRS Medical GmbH ist im Handelsregister unter HR B 4969, Amtsgericht Wetzlar eingetragen. Der Firmensitz befindet sich in der Loherstrasse 6 in 35614 Aßlar. Zweigniederlassungen bestehen nicht. Das Unternehmen besteht seit 2004 und hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 205 Angestellte beschäftigt.

1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens

Der Gegenstand des Unternehmens lässt sich in drei Bereiche der Medizintechnik untergliedern. Im Bereich CRS Services bieten wir global agierenden Herstellern von Medizintechnik verschiedene Dienstleistungen an. Von Installationen, Wartungen und Reparaturen medizin-technischer Geräte sowohl im Innen- als auch im Außendienst in ganz Europa über regelmäßige Schulungen und Trainings bieten wir über ein internationales Netzwerk an Logistikpartnern eine vollständige Konzeption und Planung für Beschaffung, Lagerung, Transport, Auslieferung sowie Abholung von Medizinprodukten und Zubehör an.

Der Bereich CRS Data Solutions ist geprägt von Projektmanagement bei der Einführung neuer Softwarelösungen im präklinischen Bereich und die damit verbundenen Schulungen zur Prozessoptimierung. Die Beschaffung, Einrichtung und Betreuung der zugehörigen Hardware ist Bestandteil unseres Dienstleistungsangebots. Zusätzlich bieten wir in eigenem Namen und über unsere Tochtergesellschaft Avetana GmbH die Entwicklung und Einführung von speziellen Telematik Lösungen und Softwaremodulen an.

Im Geschäftsbereich CRS Products steht der Vertrieb und Service von Medizinprodukten verschiedener Hersteller mit starkem Fokus auf Neurologie, Infusionstechnik und Laien Defibrillation im Vordergrund. Zudem befasst sich ein Teil der Arbeitsgruppe mit der Entwicklung, der Produktion und dem Vertrieb von Rückhaltesystemen, Transporttaschen und Spezialkabeln für den Rettungsdienst.

Die Geschäftstätigkeiten der CRS Medical liegen auch in Zukunft auf der Bereitstellung maß-geschneiderter Dienstleistungen und Produktlösungen in der Medizintechnik mit dem klaren Fokus auf dem Wohl der Patienten und der bestmöglichen Nutzung der Medizinprodukte. Dies spiegelt sich auch in dem Mission Statement 2025 wider: Create Solutions - Save Lives. Die Unternehmensstrategie für die nächsten Jahre ist im Außenverhältnis geprägt durch eine Wachstumsstrategie, insbesondere den Ausbau des Dienstleistungsangebotes für Bestands-kunden sowie durch die Akquisition von Kunden aus Bereichen der Medizintechnik, die bisher noch nicht abgedeckt wurden. Innerhalb der Organisation liegt der Schwerpunkt der kommen-den Jahre auf dem kontinuierlichen Ausbau und Optimierung von digitalen Prozessen und Workflows sowie der Entwicklung von digitalen Geschäftsmodellen.

1.2 Forschung und Entwicklung

Das Geschäft der CRS Medical ist geprägt von Dienstleistungsangeboten für Firmenkunden und Organisationen im Rettungsdienst. Zusätzlich investiert das Unternehmen in Forschungs- und Entwicklungsthemen, was sich unter anderem in der langjährigen Zusammenarbeit mit Studium Plus (dem Dualen Studienzweig der Technischen Hochschule Mittelhessen / THM) und einer konstanten Anzahl an Dual Studierenden in Bereichen Betriebswirtschaftslehre, Medizintechnik und Medizinmanagement widerspiegelt. Im Bereich Data Solutions konnten - gemeinsam mit Partneruniversitäten - ein KMU Innovation Forschungsprojekt mit dem Fokus auf Kl-Anwendungen sowie ein durch das hessische Ministerium für Digitalisierung ein Distr@l Projekt mit stark medizinischem Fokus im Bereich EKG Analyse erfolgreich weitergeführt werden.

1.3 Wichtige Ereignisse

Das Berichtsjahr 2023 war geprägt von einer konsequenten Weiterentwicklung der Organisationsstruktur sowie der internen Prozesse mit einer starken Fokussierung auf durchgängige digitale Workflows und Automatisierungen. Insbesondere die Betreuung der führenden Systeme (CRM, ERP, DMS) wurde durch den Bereich "Digitalisierung & Kommunikation" weiterentwickelt. So wurden beispielweise regelmäßige Jour-Fixe Termine mit allen relevanten Abteilungen zur konsequenten Weiterentwicklung der Anwendungen innerhalb des Systems eingeführt.

Weiterhin wurden von dieser Arbeitsgruppe die in den Vorjahren begonnenen strategischen Maßnahmen zur Stärkung unseres Employer Branding und der Mitarbeiterzufriedenheit konsequent weitergeführt und ausgebaut. Die im Vorjahr begonnene Initiative die Themen "Digitale Geschäftsmodelle" und "Customer/Employer Journey" weiterzuentwickeln, wurde fortgesetzt.

Des Weiteren wurde unter Leitung einer externen Agentur ein Markensteuerrad entwickelt, um die Marke CRS medical sowohl nach Innen als nach Außen noch präziser darzustellen und mit Werten zu versehen, um einen kommunikativen Leitfaden für alle Mitarbeiter zu schaffen. Dazu wurde eine Arbeitsgruppe aus Mitarbeitenden aller Bereiche und Abteilungen zusammengestellt und die Marke CRS medical über einen Zeitraum von 9 Monaten konsequent entwickelt.

Das zentrale Ereignis im Berichtszeitraum war die Übernahme der Gesellschaft durch die Asker Healthcare Group (AHG) mit Closing am 2. Oktober 2023. Der AHG hat in dieser Transaktion 100 % der Gesellschaftsanteile der CRS medical GmbH übernommen. In diesem Zusammenhang wurde ab dem 4. Quartal 2022 konsequent an der Weiterentwicklung der Organisation gearbeitet. Im Rahmen der Vorbereitung der Transaktion und der Due Diligence wurde für die Gesellschaft eine Unternehmensplanung mit 5-Jahres-Prognose für die Geschäftsjahre 2024 bis 2028 aufgestellt. Sie wird für die nächsten Jahre fortgeschrieben.

CRS medical hat zudem im Berichtszeitraum begonnen, die Vorbereitungen für einen Nachhaltigkeitsbericht zu treffen. Übergeordnet wird sich der Nachhaltigkeitsbericht auf die drei Bereiche Planet, Profit und People konzentrieren. Dabei konzentriert sich der Bereich Planet auf den C02-Fußabdruck sowie Ressourcen, der Bereich Profit auf Transparenz, Zukunftssicherheit und Zusammenarbeit und der Bereich People auf Chancengerechtigkeit, Arbeit bei CRS medical, Förderungen und Soziales. Der Bericht orientiert sich dabei an der AGENDA 2030 und den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung und wird im ersten Halbjahr 2024 veröffentlicht. Dies dient unter anderem zur Vorbereitung der in Zukunft geforderten Einbindung von Nachhaltigkeitsberichten in den Lagebericht.

Am 16. Februar 2023 trat durch Beschluss des Europäischen Parlaments die Übergangsregelung der MDR (Medical Device Regulation) - ursprünglich am 25. Mai 2021 gesetzlich bindend - in Kraft. Dies bedeutet, dass für Medizinprodukte mit einem Zertifikat oder einer Konformitätserklärung, die vor dem 26. Mai 2021 ausgestellt wurde, die Übergangsfrist zu den neuen Regeln wie folgt verlängert wird:

I.

Für maßgefertigte implantierbare Produkte der Klasse III: Bis zum 26. Mai 2026.

II.

Für Produkte mit höherem Risiko: Bis 31. Dezember 2027. Dazu zählen Produkte der Klasse III und implantierbare Produkte der Klasse [] aus genommen Nahtmaterial, Klammern, Zahnfüllungen, Zahnspangen, Zahnkronen, Schrauben, Keile, Platten, Drähte, Stifte, Clips und Verbindungsstücke.

III.

Für Produkte mit mittlerem und geringerem Risiko: Bis zum 31. Dezember 2028. Dazu zählen andere Produkte der Klasse Ilb, Produkte der Klasse lla und Produkte der Klassen Is, Im, Ir.

Die Verlängerung ist an spezifische Kriterien gebunden. Das heißt, eine zusätzliche Frist wird nur für sichere Produkte gewährt, für die die Hersteller bereits Maßnahmen zur Anpassung an die MDR ergriffen haben. Der Antrag muss bis zum 26. Mai 2024 gestellt und die vertragliche Vereinbarung mit den benannten Stellen muss bis spätestens 26. September 2024 abgeschlossen sein. Darüber hinaus wurde die in der Medizinprodukteverordnung (MDR Art. 120(4)) und der Verordnung über In-vitro-Diagnostika (IVDR Art. 110(4)) festgelegte Verkaufsfrist für bestehende Produkte aufgehoben, um die Verfügbarkeit von Medizinprodukten, die bereits auf den Markt gebracht wurden, über das ursprüngliche Enddatum im Mai 2025 hinaus zu ermöglichen.

2 Gesamtwirtschaftliches Umfeld und Geschäftsverlauf

2.1 Globale wirtschaftliche Rahmenbedingungen in 2023

Die internationale Wirtschaft hat sich 2023 weitestgehend von den Folgen der weltweiten Covid-19 Pandemie erholt, wobei der internationale Warenhandel weiterhin unter den Folgen wie Produktionsausfälle, Lieferengpässe und Logistikschwierigkeiten zu leiden hat. In starkem Maße wurde die Weltwirtschaft aber durch die anhaltende kriegerische Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine betroffen. Speziell in Europa resultierte dieser Konflikt in 2022 in einer bisher unbekannten Energiekrise und in der Folge mit drastisch steigenden Energie- und Strompreisen mit zum Teil erheblichen Auswirkungen auf die Wirtschaft, die sich im Berichtszeitraum nur leicht normalisierte. Die weiterhin bestehenden EU- Sanktionsmaßnahmen gegen Russland führten zu anhaltenden Exportrückgängen vieler Unternehmen.

Der Konflikt zwischen der Hamas und Israel im Gaza-Streifen hat am Ende des Jahres die weltweite Wirtschaft zusätzlich belastet.

Trotz der beschriebenen Ereignisse war die Entwicklung an den Finanzmärkten im vergangenen Jahr sehr positiv. Der DAX konnte im Jahresverlauf deutlich zulegen und schloss mit einem Plus von ca. 20 % gegenüber dem Vorjahr ab.

2.2 Entwicklung der Gesamtwirtschaft in Deutschland in 2023

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 geprägt von einer hohen Inflation, wie sie seit vielen Jahrzehnten nicht mehr vorhanden war (5,9 % im Jahresdurchschnitt - Statistisches Bundesamt). Die steigenden Preise in allen Bereichen des täglichen Lebens führten zu einem erheblichen Kaufkraftverlust in der Bevölkerung. Als Reaktion darauf hat die Bundesregierung eine Möglichkeit für Arbeitgeber eröffnet, den Mitarbeitenden eine sozialversicherungsfreie Inflationsprämie auszuzahlen. Dies wurde von vielen Firmen - so auch von CRS medical - im vergangenen Jahr genutzt.

Material- und Lieferengpässe, der Fach- und Arbeitskräftemangel und die steigende Angst, dass die kriegerischen Auseinandersetzungen größere Auswirkungen auf das gesellschaftliche Leben haben, prägten das vergangene Wirtschaftsjahr. Trotz all dieser Faktoren ist die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr in absoluten Zahlen um 8,6 Prozent gewachsen. Preisbereinigt ist aufgrund der hohen Inflation im vergangenen Jahr allerdings ein negatives Wachstum von -0,3 Prozent zu verzeichnen (Statistisches Bundesamt).

Der Außenhandel war laut den Angaben des Amts im Jahr 2023 leicht rückläufig. Sowohl Exporte (-2 %) als auch Importe (-10 %) nahmen ab, was aber durch die deutlich schwächeren Importe insgesamt zu einem stark gestiegenen Außenhandelsüberschuss auf 210 Milliarden EUR (+235 %) führte.

2.3 Entwicklung der CRS Medical GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr

Die Entwicklung der CRS Medical im abgelaufenen Geschäftsjahr war geprägt von Investitionen in die Organisation und digitale Themen sowie von der Übernahme der Gesellschaft durch die Asker Healthcare Group.

Die Personalaufwendungen sind aufgrund deutlicher Lohnerhöhungen und Zahlungen einer Inflationsprämie gestiegen. Im Berichtszeitraum wurde außerdem in die Erweiterung der Führungskräftestruktur in einzelnen Bereichen sowie verstärkt in digitale Workflows investiert. Bei den Kosten der Warenabgabe ist eine deutliche Steigerung zu beobachten, was im Wesentlichen auf die gestiegenen Umsatzerlöse im Bereich LifeVest und die in diesem Zusammenhang stehende Logistik zurückzuführen ist. Eine wesentliche Veränderung ist im Bereich der Raumkosten zu sehen, da im Rahmen der Transaktion die im Firmenbesitz befindlichen Immobilien am Standort an einen externen Investor veräußert wurden und mit einem langfristigen Mietvertrag angemietet wurden. Des Weiteren war das Top Management in außergewöhnlichem Maße durch zusätzliche Arbeiten im Rahmen der Due Diligence belastet.

3 Lage des Unternehmens

3.1 Ertragslage

Die Umsatzerlöse stiegen im Vergleich zum Vorjahr mit einem Plus von 1 % leicht. Der Anteil der Exportumsatzerlöse am Gesamtumsatz belief sich auf 39,8 % und sank somit leicht im Vergleich zum Vorjahr (i. Vj. 40 %).

Im Geschäftsjahr 2023 hat die CRS Medical GmbH ein EBIT von 352 T€ erwirtschaftet. Dieser Wert liegt somit unter dem Vorjahresergebnis von 937 T€ und deutlich unter dem für das Geschäftsjahr 2023 prognostizierten Ergebnis von 1.018 T€. Die signifikante Verschlechterung gegenüber Plan resultiert aus einer Reihe bereits in vorherigen Kapiteln beschriebener Effekte. Zum einen deutlich erhöhte Personalkosten und Personalknappheit in einzelnen Bereichen, die einen großen Einfluss auf das Ergebnis hatten. Das Ergebnis des Berichtsjahres 2023 war operativ gekennzeichnet durch eine Steigerung im Bereich der Dienstleistungen, hier insbesondere bei den Tätigkeiten mit Bezug zur Aufrechterhaltung des Gesundheitssystems. Die Materialaufwandsquote sank um 2,5 Prozentpunkte im Berichtszeitraum. Die Personalquote stieg um 2,6 Prozentpunkte.

3.2 Finanz- und Vermögenslage

Das Eigenkapital der CRS Medical GmbH wird mit 4.532 T€ ausgewiesen. Die Eigenkapitalquote belief sich somit per 31.12.2023 auf 62,3 % (i. Vj. 54,3 %). Die Bilanzsumme verminderte sich um 1.580 T€ auf 7.272 T€ (i. Vj. 8.852 TE). Die wesentlichen Veränderungen in der Bilanzsumme resultieren aus dem Verkauf der Firmenimmobilien. Die Anlagenintensität sank auf 17,4 % (i.Vj. 49,8 %). In diesem Zusammenhang sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf der Passivseite um 1.506 T€ gesunken.

Das Finanzmanagement der Gesellschaft hat als oberste Aufgabe die Sicherstellung der benötigten Liquidität. Im Berichtsjahr 2023 wurden die Investitionen und die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus dem laufenden Cash-Flow finanziert.

Die Entwicklung bei EBITDA und EBIT ist im Vergleich zur Planung des abgelaufenen Geschäftsjahres nicht als positiv zu bewerten, stellt aber ein Zeichen für Investitionen des Unternehmens in zukünftige Wachstumsschritte dar. Als Beispiel sind hier die bereits in den Vorjahren getätigten Investitionen in moderne organisatorische Strukturen, Digitalisierung, Lean Manufacturing- und Arbeitsprozesse zu nennen. Die Unternehmensbeteiligungen sind zu marktüblichen Bankkonditionen finanziert.

Durch den im Vergleich zum Vorjahr positiven Cashflow aus Investitionstätigkeit ist die Finanzlage stabil. Die Finanzabteilung ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Sämtliche Verbindlichkeiten wurden stets innerhalb der Zahlungsziele, zum Teil mit Skonto, beglichen. Die planmäßige Tilgung der Bankdarlehen war zu jeder Zeit im Berichtsjahr gewährleistet. Zahlungsfähigkeit war jederzeit gegeben.

Im Berichtsjahr kam es aufgrund des Verkaufs der Firmenanteile und der Immobilien zu wesentlichen Veränderungen in der Kapitalstruktur.

Aufgrund des strengen Niederstwertprinzips und den Regeln der verlustfreien Bewertung sind im Jahresabschluss sämtliche erkennbaren Verluste über Abwertungen und Rückstellungen berücksichtigt worden.

Inflations- und Wechselkurseinflüsse haben auf die Vermögenslage keinen nennenswerten Einfluss.

4 Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Für die interne Unternehmenssteuerung werden finanzielle und nicht finanzielle Kennzahlen herangezogen. Finanzielle Leistungsindikatoren waren im Berichtsjahr wie folgt:

Finanzielle Leistungsindikatoren Zum 31.12.2023
Eigenkapitalrendite -6,2%
Gesamtkapitalrendite -3,8%
EBIT 352 TEUR
EBITDA 744 TEUR

Überwiegend werden in der CRS Medical GmbH nicht finanzielle Leistungsindikatoren aus den Bereichen Personalmanagement betrachtet. Der Personalstand erhöhte sich im Berichtsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 9 (VJ 196) Mitarbeiter. Als taktisches Ziel verfolgt das Unternehmen die Investition in Aus- und Weiterbildung von Fach- und Führungskräften zur Vorbeugung des Fachkräftemangels. Im Berichtsjahr 2023 konnte das im Vorjahr begonnene Ausbildungsprogramm fortgesetzt werden. Im September begann ein Auszubildender seine Ausbildung als Fachinformatiker für Systemintegration. Weitere Auszubildende auch in anderen Berufen werden in den kommenden Jahren folgen.

Der Personalstand der CRS Medical GmbH (exkl. Tochtergesellschaften)

31.12.2023 31.12.2022
Anzahl Anzahl
Technische Mitarbeiter 108 97
Kaufmännische Mitarbeiter 97 99
Summe 205 196
Davon Studierende 22 (3 Dual, 19 Werkstudenten) 16 (4 Dual, 12 Werksstudenten)

Das Durchschnittsalter der Mitarbeiter lag im Berichtsjahr bei 39,18 Jahren (VJ 39,82 Jahre). Die durchschnittliche Unternehmenszugehörigkeit lag bei 4,5 Jahren (VJ: 4,5).

5. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

5.1 Prognosebericht

Im Bereich der Dienstleistungen in unserem Unternehmen wird mit langfristigen Verträgen gearbeitet, die eine solide Planung erlauben. Des Weiteren liegt der Fokus auf dem Ausbau von Dienstleistungs- und Produktlösungen für bestehende Kunden und Partner sowie auf der Akquise neuer Geschäftspartner. Dies gelang bereits im 2. Halbjahr 2023 durch Unterzeichnung eines Vertrags mit einem führenden Hersteller im Bereich der Dialyse. Erste Ergebnisse dieser Zusammenarbeit werden im Jahr 2024 erwartet. Nicht zuletzt wird der Ausbau des internationalen Geschäfts für den Bereich CRS Products durch neue strategische Partnerschaften mit Medizintechnikherstellern gefördert. Hier ergeben sich durch die Einbindung in die AHG und die Zusammenarbeit mit den Unternehmen der Gruppe völlig neue Möglichkeiten für die Zukunft.

Für das aktuelle Geschäftsjahr zeigt sich weiterhin der positive Trend des vergangenen Geschäftsjahres in einer Steigerung der Umsatzerlöse in den ersten Monaten gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Die Vorhersagen zu dem zu erwartenden Jahresergebnis sind aufgrund der weiterhin kritischen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Gesamtsituation, bedingt durch die kriegerische Auseinandersetzung in der Ukraine und dem Gaza Streifen, sowie den damit verbundenen Folgen auf die Europäische Wirtschaft und Energieversorgung, schwer zu treffen. Gleichzeitig sind die weltweiten Lieferketten weiterhin gestört. Wir rechnen wie schon zu Beginn des Jahres 2023 mit steigenden Umsatzerlösen gegenüber dem Vorjahresniveau, allerdings sind die Auswirkungen auf maßgebliche Bereiche der Geschäftstätigkeit wie Auslandsnachfrage, Lieferketten, Logistikprozesse, etc. z. Z. nicht absehbar. Trotz allem werden wir an den geplanten, fortlaufenden Investitionen in die Organisationsentwicklung und Digitalisierung der Geschäftsprozesse festhalten und das Augenmerk besonders auf die Bereiche Kommunikation, interne Prozesse und Effizienzsteigerung legen.

Ein zusätzlicher Fokus in den nächsten Jahren wird auf nicht organischem Wachstum durch Zukauf liegen, da dieser Bereich innerhalb der AHG eine hohe Priorität besitzt.

5.2 Chancen

Das Gesamtunternehmen ist mit seinen Produkt- und Leistungsangeboten sehr gut im Markt positioniert. Durch die kontinuierliche Optimierung der Organisationsstruktur in den vergangenen Jahren und strategischen Zukäufen ist es uns gelungen, Synergieeffekte verstärkt zu nutzen. Das betrifft insbesondere die Bereiche Finanzbuchhaltung, Controlling, Auftragsbearbeitung und Einkauf. Ganz besonders im Vertrieb konnten wir deutliche Wettbewerbsvorteile gegenüber weiteren Distributoren erkennen und nutzen.

Die Fokussierung der CRS Medical auf den Vertrieb von AEDs (Laien Defibrillatoren) an nicht-medizinische Organisationen wird weiterhin konsequent ausgebaut. Durch die erweiterte Kooperation mit Sportverbänden und Profivereinen verschiedener Sportarten zeigen sich bereits positive Effekte.

Reparatur- und Logistikdienstleistungen konnten in den ersten Monaten des Jahres 2024 gegenüber dem Vorjahr ausgebaut werden. Des Weiteren wurden verschiedene Verträge mit bestehenden Kunden um neue Dienstleistungsangebote erweitert.

Daraus resultierend rechnet die Geschäftsführung mit zusätzlichen Umsatzpotentialen durch die Zusammenarbeit mit Firmen der AHG für die verbleibenden 3 Quartale in 2024 und damit für das gesamte Geschäftsjahr 2024. Effekte durch geplante Zukäufe werden sich frühestens im Geschäftsjahr 2025 einstellen.

5.3 Risiken

Wir sind gesetzlich verpflichtet, auf wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung, die bestandsgefährdende oder wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben können, hinzuweisen.

Zur Identifikation und Bewertung wesentlicher Risiken haben wir ein umfassendes Kontroll- und Risikomanagementsystem als Bestandteil der Unternehmensplanung implementiert. Dieses System wird zur Anpassung an neue Erkenntnisse fortlaufend weiterentwickelt.

Ein Risikofaktor und einer der Hauptgründe für die Verunsicherung in der Medizintechnikbranche ist die am 25. Mai 2021 in Kraft getretene EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR), in der auch die Übergangsfrist (vgl. dazu Kapitel 1.3) geregelt ist.

Durch die Einführung der Verordnung (EU) 2017/745 (MDR) werden sich für viele Medizinprodukte Anpassungen, wie bspw. die Aktualisierung der technischen Dokumentationen oder Re-Zertifizierung durch Höherklassifizierung ergeben. Daraus ergibt sich wie schon im letzten Jahr eine Ungewissheit, ob dies in angemessenem Zeitrahmen darzustellen ist, da die Kapazitäten der benannten Stellen mit entsprechenden Befugnissen nicht ausreichen, um das gesamte Kontingent an Firmen zu zertifizieren. Daraus resultiert die Frage, ob es möglich ist, dass die kontinuierliche Verfügbarkeit bestimmter Medizinprodukte, die für Gesundheitssysteme und Patienten benötigt werden, sichergestellt wird und der Zugang innovativer Medizinprodukte zum EU-Markt gefährdet sein kann.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sehen wir keine Ertragsrisiken.

Aufgrund unserer mittel- und langfristigen Finanzierung erwarten wir derzeit keine Zinsänderungsrisiken. Währungsrisiken aus Forderungen an Auftraggeber und Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten und Subunternehmern in fremder Währung sind in unserem Geschäftsmodell vernachlässigbar und stellen kein Risiko dar. Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten sowie rein spekulative Geschäfte gehen wir nicht ein.

Wesentliche Risiken der zukünftigen Entwicklung:

Durch die internationale Ausrichtung liegt für unser Geschäftsmodell ein besonderes Augenmerk auf den Transportkosten und schnellen Logistikprozessen. CRS medical ist in besonderem Maße von dem Funktionieren von internationalen Logistikketten, sowohl innereuropäisch als auch weltweit, abhängig.

Personalentwicklung

Die weitere positive Entwicklung des Unternehmens setzt voraus, dass wir unsere Fach- und Führungskräfte langfristig binden und offene Stellen auch in Zukunft adäquat besetzt werden. Hierzu investieren wir stetig in Organisations- und Mitarbeiterentwicklung sowie in Personalmarketing (Employer Branding).

Finanzinstrumente

Sicherungspolitik

Durch ein umfassendes Controlling (Planungs-, Forecast- und Berichtswesen) wird sichergestellt, dass die Geschäftsleitung über mögliche Risiken regelmäßig und zeitnah informiert wird. Die Sicherungsmaßnahmen werden ausschließlich durch das Controlling koordiniert und in Abstimmung mit der Geschäftsleitung durchgeführt. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm mit einer geringen Forderungsausfall-wahrscheinlichkeit. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit dem Großteil unserer Kunden und Partner.

Sicherungsrichtlinien

Sicherungsrichtlinien bestehen z. Z. nicht, da der überwiegende Teil der Umsätze in Euro abgewickelt wird. Zusätzlich werden Währungskonten geführt, um Zahlungsströme für Einnahmen und Ausgaben in Auslandswährungen schneller und effizienter steuern zu können. Die Risiken kurzfristiger Kursschwankungen werden hierdurch zusätzlich abgeschwächt.

Für größere Fremdwährungspositionen wird eine direkte Abstimmung zwischen dem Rechnungswesen und den Hausbanken unter Information der Geschäftsführung herbeigeführt.

Zins- und Preisänderungsrisiken

Auch wenn die Gesellschaft durch verzinsliches Fremdkapital finanziert wird, besteht nur ein sehr geringfügiges Zinsrisiko, da überwiegend feste Zinssätze vereinbart sind. Die Bankdarlehen der Gesellschaft bestehen in Euro. Ein Zinsänderungsrisiko kann erst bei einer Erneuerung der Bankdarlehen auftreten.

Liquiditätsrisiko

Zur Überwachung und Steuerung der Liquidität bzw. der Liquiditätsrisiken besteht ein Cash Management mit Prüfung und Koordinierung der Zahlungsströme. Eine auf einen festen Planungshorizont ausgerichtete Liquiditätsvorschau stellt die Liquiditätsversorgung sicher. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Politik.

Beschaffungsrisiken

Außer den benannten Risiken im Logistikbereich im Rahmen der aktuellen Lieferketten-problematik ist aufgrund der Fokussierung auf Dienstleistungen und der damit einhergehenden moderaten Materialeinsatzquote nicht mit Beschaffungsrisiken zu rechnen.

Bestandsgefährdende Risiken

Bestandsgefährdende Risiken sind für den von uns zugrunde gelegten Prognosezeitraum wegen der bestehenden Kreditlinien derzeit nicht ersichtlich.

Andere wesentliche Risiken

Für sonstige, unter die Vorsorgedefinition des HGB fallende Risiken wurden Rückstellungen in ausreichender Höhe gebildet.

Sonstige Risiken

Rechtliche Risiken aus juristischen Auseinandersetzungen, Produktionsrisiken, Finanzrisiken, Umweltrisiken und sonstigen Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. CRS medical hat im Dezember 2023 ein Portal entsprechend den Vorgaben des Hinweisgeber-Schutz-Gesetzes eingerichtet und online gestellt.

 

Aßlar, 30. April 2024

Dr. Michael Schlapp, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die CRS Medical GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der CRS Medical GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CRS Medical GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Gießen, den 30. April 2024

ANDAMOS Unternehmensberatungsgesellschaft mbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jochen Baumann, Wirtschaftsprüfer

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