Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Silver Atena GmbH
Dachauer Straße 655, 80995 München, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ralph Franz Gillessen seit 16.10.2018 | Geschäftsführer |
Josef Mitterhuber seit 26.3.2008 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Expleo Germany Holding B.V. | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Silver Atena GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023ALLGEMEINE ANGABEN ZUM UNTERNEHMEN Die Silver Atena GmbH hat ihren Sitz in München und ist unter HRB 172904 im Handelsregister des Amtsgerichts München eingetragen. Der Jahresabschluss wurde nach den einschlägigen Vorschriften des HGB und den ergänzenden Vorschriften des GmbHG in Euro aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) wurde nach dem Umsatzkostenverfahren im Sinne des § 275 Abs. 3 HGB erstellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. ALLGEMEINE ANGABEN ZU INHALT UND GLIEDERUNG DES JAHRESABSCHLUSSES Im Vergleich zum Vorjahr ergaben sich keine Änderungen im Hinblick auf das Gliederungsschema der Bilanz und der GuV. Es wurden keine Anpassungen der Vorjahresbeträge vorgenommen. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden, sofern diese entgeltlich erworben worden sind, zu Anschaffungskosten bewertet und planmäßig über die jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben. Grundsätzlich wird eine Nutzungsdauer von fünf Jahren unterstellt, sofern im Einzelfall keine abweichende Einschätzung geboten ist. Von dem Wahlrecht zur Aktivierung von selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenständen gemäß § 248 Abs. 2 HGB wurde Gebrauch gemacht. Der zum 31. Dezember 2023 aktivierte Betrag von EUR 7.987.977,40 unterliegt gemäß § 268 Abs. 8 Satz 1 HGB der Ausschüttungssperre, soweit nicht verfügbare Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags und abzüglich eines Verlustvortrags mindestens dem angesetzten Betrag entsprechen. Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Bei den planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen wird überwiegend von Nutzungsdauern von drei bis zehn Jahren ausgegangen. Die Abschreibungen auf Sachanlagenzugänge sind pro rata temporis vorgenommen worden. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden sofort im Zugangsmonat abgeschrieben. Die unfertigen Leistungen und Fertigerzeugnisse werden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB bewertet. Die Herstellungskosten umfassen den Projekten zurechenbares Material, Fremdleistungen, Fertigungslöhne sowie Fertigungsgemeinkosten. Es sind keine Finanzierungszinsen im Sinne des § 255 Abs. 3 HGB angefallen. Erkennbaren Verwertungsrisiken wurde durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. Geleistete Anzahlungen, Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Zahlungsmittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbaren Einzelrisiken wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Allgemeine Risiken wurden wie im Vorjahr durch eine Wertberichtigung pauschal mit 1 % für fremde Kunden und mit 0 % für konzerninterne Kunden berücksichtigt. Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen werden mit dem Aktivwert (= fortgeführte Anschaffungskosten) angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Vorauszahlungen für künftige Zeiträume, z.B. für Wartung, zeitanteilig mit ihren Nennwerten abgegrenzt. Durch den mit der Expleo Germany Holding B.V. bestehenden Ergebnisabführungsvertrag werden latente Steuern nur auf der Ebene des Organträgers und nicht auf Ebene der Silver Atena GmbH als Organgesellschaft ausgewiesen. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gemäß dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Method). Gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB sind Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abzuzinsen, der sich bei Altersversorgungsverpflichtungen aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren ergibt. Als Rechnungszins wurde, der von der Deutschen Bundesbank ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre verwendet (Bundesbankzins), wobei pauschal eine Restlaufzeit (Duration) von 15 Jahren unterstellt wurde. Der Aufwand aus der Änderung des Diskontierungssatzes wird im Finanzergebnis ausgewiesen. Der Bewertung wurden unter anderem folgende Parameter zu Grunde gelegt:
Bei der Anwendung eines auf Basis von sieben Jahren ermittelten durchschnittlichen Abzinsungssatzes von 1,74 % ergibt sich ein um EUR 11.514,00 (Unterschiedsbetrag) höherer Wertansatz für die Altersvorsorgeverpflichtungen. Dieser Unterschiedsbetrag darf nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB nur dann ausgeschüttet werden, wenn die nach Ausschüttung verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags und abzüglich eines Verlustvortrags mindestens dem Unterschiedsbetrag entsprechen (Ausschüttungssperre). Die sonstigen Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und enthalten alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit diese Erträge für einen bestimmten Zeitraum, nach dem diesem Stichtag darstellen. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag bewertet. Alle anderen Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren (Verbindlichkeiten: höheren) Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Umsatzerlöse werden gemäß Kundenvereinbarung vereinnahmt. Dies geschieht im Liefergeschäft in der Regel mit Auslieferung der Produkte an den Kunden. Im Projektgeschäft wird der Umsatz gemäß (Zahlungs-)Meilensteinen und entsprechenden Abnahmen seitens der Kunden realisiert. Die Forschungs- und Entwicklungskosten sind im Bruttoergebnis vom Umsatz enthalten. Mit einzelnen Projekten assoziierte staatliche Zuschüsse werden als sonstige betriebliche Erträge dargestellt. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ Anlagevermögen Immaterielles und Sachanlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist detailliert im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. A. Vorräte
Bedingt durch den verspäteten Start mehrerer Produktserien stiegen die Lagerbestände insgesamt um TEUR 8.829. Die Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe stiegen um TEUR 4.927 auf TEUR 5.842.Die unfertigen Leistungen haben sich gegenüber der Vorperiode um TEUR 3.444 auf TEUR 7.702 erhöht. Sie entfallen auf durch operative Mitarbeiter auf Kundenprojekten zum Stichtag erbrachte, aber noch nicht abgerechnete Arbeitsergebnisse und hängen in ihrer Höhe insbesondere davon ab, ob zum Stichtag vertraglich definierte Meilensteine hinsichtlich der Ertragsrealisation bereits erreicht wurden. Den unfertigen Leistungen stehen projektbezogene erhaltene Anzahlungen in Höhe von TEUR 13.004 gegenüber. Die Fertigen Erzeugnisse und Waren betragen zum Stichtag TEUR 1.046 und betreffen im Wesentlichen fertiggestellte IONIX Geräte. Im Vorratsvermögen sind Abwertungen aufgrund technischer Risiken von TEUR 482 enthalten B. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Unter den sonstigen Vermögensgegenständen wird ein Aktivwert einer Rückdeckungsversicherung von EUR 440.351,50 (Vorjahr: EUR 409.530,68) ausgewiesen, der einen Teil der Verpflichtungen aus Pensionen absichert. Eine Saldierung gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB ist nicht möglich, da die hierfür erforderlichen Voraussetzungen nicht erfüllt sind. Diese Forderung hat wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Daneben sind Kautionen in Höhe von TEUR 117 mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten. Alle weiteren Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. C. Guthaben bei Kreditinstituten
Die Silver Atena GmbH wurde mit Vereinbarung vom 1. Oktober 2017 in das konzerneigene Cash Pooling der Expleo Group integriert. Das Bankkonto bei der Commerzbank AG wurde am 21. Dezember 2017 zugunsten der Société Générale verpfändet. D. Eigenkapital
Die Stammeinlage ist voll eingezahlt und wird gehalten von der Expleo Germany Holding B.V., Utrecht (Niederlande). Im Zuge der Durchführung des Ergebnisabführungsvertrags vom 20. Dezember 2017 verblieb im Vorjahr lediglich der abführungsgesperrte Teil des Ergebnisses nach Steuern als Jahresüberschuss bei der Gesellschaft. Da im Geschäftsjahr 2023 ein Jahresfehlbetrag erzielt wurde, wurde dieser von der Muttergesellschaft im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages in voller Höhe übernommen. E. Pensions- und sonstige Rückstellungen
Zum 31. Dezember 2023 existierten für fünf Personen seitens der Gesellschaft erteilte Pensionszusagen, die in der entsprechenden Rückstellung auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten berücksichtigt worden sind. Die einzelnen Zusagen sind nicht leistungskongruent rückgedeckt. F. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zum 31. Dezember 2023 betreffen Unternehmen der Expleo-Gruppe und resultieren zu EUR 45.428,96 (Vorjahr: EUR 3.177.948,00) aus Lieferungen. Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betrafen im Vorjahr EUR 2.162.491,93 die Ergebnisabführung an die Gesellschafterin. Im Jahr 2023 entstand eine Forderung aufgrund der Verlustübernahme, welche sich aus dem bestehenden Ergebnisabführungsvertrag ergibt. Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG G. Betriebsergebnis (EBIT)
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von EUR 2.691,74 (Vorjahr: EUR 151.757,16) enthalten. Im Betriebsergebnis (EBIT) sind Kursgewinne aus Währungsumrechnung von EUR 43.245,26 (Vorjahr: EUR 2.167,92) sowie Kursverluste aus Währungsumrechnung von EUR 49.530,98 (Vorjahr: EUR 21.492,15) enthalten. Für Forschung und Entwicklung wurden im Geschäftsjahr insgesamt EUR 2.697.941,04 aufgewendet, von denen als selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens EUR 1.658.589,56 aktiviert worden sind. Es handelt sich hierbei inhaltlich um objektbezogene Entwicklungen im Bereich der Elektromobilität. Im Zusammenhang mit einzelnen Forschungs- und Entwicklungsprojekten wurden staatliche Zuschüsse in Höhe von EUR 1.149.933,41 gewährt, die als sonstige betriebliche Erträge ausgewiesen werden. In den Vertriebskosten werden die Personal- und die Sachkosten des Vertriebsbereichs sowie der Marketingaufwendungen erfasst. Zu den allgemeinen Verwaltungskosten rechnen die Personal- und Sachkosten der zentralen Verwaltungsbereiche, und zwar des Personalwesens, des Finanzwesens, des Einkaufs, der Rechtsabteilung, des Qualitätsmanagements sowie der Geschäftsführung. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten in Höhe von EUR 668,00 (Vorjahr: EUR 7.798,66) enthalten periodenfremde Aufwendungen. H. Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse entfallen mit EUR 45.709.851,28 auf Kunden mit Sitz im Inland und mit EUR 22.145.968,68 auf Kunden mit Sitz im Ausland. Nachlässe und Skonti wurden nicht gewährt. I. Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen Die Silver Atena GmbH erzielte im Geschäftsjahr ihrer Art nach außergewöhnliche Erträge in Form von Umsatzerlösen aus der Erbringung konzerninterner Auftragsentwicklungen im Rahmen von zwei Projekten mit nahestehenden französischen Einheiten der Expleo-Gruppe. Die entsprechend realisierten Umsätze beliefen sich auf TEUR 3.269. Im Vorjahr hatten drei vergleichbare Projekte zu Umsatzerlösen von TEUR 3.949 geführt. Hinsichtlich der Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht im Abschnitt "Darstellung der Lage". J. Materialaufwand
K. Personalaufwand
L. Finanzergebnis
SONSTIGE ANGABEN Ausschüttungsgesperrte Beträge Die ausschüttungsgesperrten Beträge gem. §§ 268 Abs. 8 und 253 Abs. 6 HGB ergeben sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt:
Einer Abführungssperre unterliegen nur die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 7.987.977,40. Bei der Ermittlung der Beträge wurden auf Ebene der Expleo Germany Holding B.V. als Organträgerin gebildete passive latente Steuern nicht berücksichtigt (sog. Bruttomethode). Gewinnabführung und Ergebnisverwendung Das Ergebnis nach Steuern (vor Gewinnabführung bzw. Verlustübernahme) in Höhe von EUR -1.176.431,95 wird in voller Höhe von der Expleo Germany Holding B.V. aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages übernommen. Nach Verlustübernahme beträgt das Jahresergebnis zum 31.12.2023 EUR 0,00. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer (§ 267 Abs. 5 HGB)
Konzernzugehörigkeit Die Silver Atena GmbH ist eine 100-prozentige Tochter der Expleo Germany Holding B.V., Utrecht (Niederlande), die eine 100-prozentige Tochter der Expleo Group S.A.S., Montigny-le-Bretonneux, Frankreich (eingetragen beim Handelsregister Versailles (Frankreich) unter Nummer 831 178 785) ist. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss der Expleo Group S.A.S., 3 Avenue de Pres, 78180 Montigny-le-Bretonneux, Frankreich, einbezogen. Diese stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen auf. Der Abschluss ist am Hauptsitz der Expleo Group S.A.S erhältlich. Abschlussprüferhonorar Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers belief sich auf TEUR 81 (netto), wovon TEUR 77 (netto) auf Abschlussprüfungsleistungen im Sinne des § 285 Nr. 17 a) HGB sowie TEUR 4 (netto) auf sonstige Leistungen im Sinne des § 285 Nr. 17 d) HGB entfielen. Darüber hinaus wurden keine weiteren Leistungen in Anspruch genommen. Haftungsverhältnisse Die Silver Atena GmbH ist am 20. Dezember 2017 einem durch die Expleo Group SAS bzw. die Expleo Services SAS abgeschlossenen Kreditvertrag (bestehend aus Senior Facilities Agreement und Intercreditor Agreement, beide ursprünglich vom 28. September 2017, erstgenannter Vertrag durch Amendment and Restatement Agreement vom 27. Juli 2023 neu gefasst und erweitert) als zusätzliche Garantin beigetreten. Darüber hinaus hat sie durch die Verpfändung ihrer Bankguthaben und der Abtretung aller Forderungen aus Darlehen mit verbundenen Unternehmen zusätzliche Sicherheiten zugunsten der kreditgebenden Banken gestellt. Zum 31. Dezember 2023 haftete die Gesellschaft aus dieser Vereinbarung für Verbindlichkeiten der oben genannten Konzerngesellschaften in Höhe von TEUR 7.441. Eine Inanspruchnahme erscheint aktuell aufgrund der finanziellen Situation sowie der vorliegenden Ergebnisplanungen der vorgenannten Konzerngesellschaften nicht wahrscheinlich. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen belaufen sich auf EUR 6.414.719,72. Auf das Jahr 2024 entfallen davon EUR 1.552.904,00 und auf 2025 EUR 967.909,09. Die Restlaufzeiten der zugrundeliegenden Miet- und Leasingverträge betragen zum Bilanzstichtag zwischen einem und 15 Jahren. Nicht bilanzierte Geschäfte Außerbilanzielle Geschäfte liegen in Form von Miet- und Leasingverträgen vor. Sie dienen unter anderem der Schonung der Liquidität und der Verbesserung der Bilanzstruktur bzw. der Eigenkapitalquote. Die Zahlungsverpflichtungen sind den vorstehenden Angaben zu den sonstigen finanziellen Verpflichtungen zu entnehmen. Weitere wesentliche Risiken und Vorteile aus nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften bestehen nicht. Geschäftsführung Ralph Gillessen, Baesweiler - CEO Josef Mitterhuber, Hettenshausen - COO Hinsichtlich der Bezüge der Geschäftsführung wurde § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag (Nachtragsbericht) Es liegen keine entsprechenden Ereignisse vor.
München, den 25. März 2024 Ralph Gillessen, Geschäftsführer Josef Mitterhuber, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der Silver Atena GmbHI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Die Silver Atena GmbH (nachfolgend: Silver Atena) ist ein Serienlieferant und Entwicklungspartner für Produkte und Komponenten im Bereich ausfallsicherer elektronischer Systeme und Leistungselektronik. Das Leistungsangebot umfasst den kompletten Entwicklungs- und Zulassungsprozess, die Lieferung von Mustergeräten und Prototypen sowie die Serienbelieferung der Kunden. Der Fokus liegt auf den Branchen Automotive und Aerospace. Andere Bereiche wie z.B. Urban Air Mobility und Windenergie runden das Kundenspektrum ab. Das Kundenportfolio umfasst OEMs, Tier1-Supplier, etablierte Industrieunternehmen sowie Startup-Unternehmen aus dem Mobilitätsbereich. Strategisch ist das Unternehmen eine treibende Kraft in der Transformation hin zur Elektrifizierung der Mobilität. Das umfassende Know-how aus der Luftfahrt und der Automobilindustrie, in Verbindung mit zahlreichen und sehr erfolgreichen Referenzprojekten, sind der Kern des Unternehmens. Die Unternehmensstrategie basiert auf den Säulen Technologie, Nachhaltigkeit und der langfristigen Absicherung attraktiver Arbeitsplätze. Das operative Geschäft der Silver Atena liegt in Deutschland. Von hier aus wird mit nationalen und internationalen Kunden, Partnern und Lieferanten gearbeitet. Die Silver Atena hat neben der Zentrale in München aktuell Niederlassungen in Stuttgart, Hamburg, Bremen, Landshut und Augsburg. Des Weiteren sind die Produktionsstätten in Dachau und Karlsfeld wichtige Standorte für den Prototypenbau und die Montage von Seriengeräten. Die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (ohne ruhende Arbeitsverhältnisse) belief sich zum Ende des Geschäftsjahres auf 390 Festangestellte und 88 Werkstudenten. 2. Forschung und Entwicklung Technische Exzellenz, Innovation und kontinuierliche Verbesserung sind wesentliche Säulen des Geschäftsmodell der Silver Atena. Über die Beteiligung an nationalen und europäischen Förderprogrammen sowie internen und eigenfinanzierten Technologie- und Verbesserungsprojekten sichern wir diese Positionierung ab. Das eigenentwickelte Produkt, die DC-Ladestation iONiX, hatte im Geschäftsjahr 2023 den Marktstart. Zur Umsetzung der Entwicklungsvorhaben wird vor allem auf eigene Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zurückgegriffen, sodass im Wesentlichen Personalkosten anfallen. Von den insgesamt im Geschäftsjahr 2023 aufgewendeten Forschungs- und Entwicklungskosten von TEUR 2.698 (Vorjahr: TEUR 4.245 wurde ein Teilbetrag von TEUR 1.659 (Vorjahr: TEUR 3.407) aktiviert, was einer Aktivierungsquote von 61 % (Vorjahr: 80 %) entspricht. Gleichzeitig wurden von staatlicher Seite Fördergelder von TEUR 1.150 (Vorjahr: TEUR 390) vereinnahmt. Auf bereits marktreife Entwicklungslösungen angefallene Abschreibungen beliefen sich im aktuellen Geschäftsjahr auf TEUR 1.112 (Vorjahr: TEUR 641). II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und allgemeine Darstellung des Geschäftsverlaufs Die Weltwirtschaft ist nach den Berechnungen der OECD im Jahr 2023 um 2,9 % gestiegen (Vorjahr: 4,4 %) 1. In Deutschland und seiner exportorientierten Industrie war das Bruttoinlandsprodukt um 0,3 % niedriger als im Vorjahr und damit war Deutschland in einer Rezession. 2 Die für uns bedeutsamen Branchenmärkte entwickelten sich im Berichtszeitraum wie folgt: Die inländische Produktion deutscher Automobilhersteller legte im Jahr 2023 laut Branchenverband VDA um knapp 13 % zu. 3 Die Luftfahrtbranche, die von der Covid-Pandemie besonders hart getroffen wurde, konnte sich weiter erholen. Fluggesellschaften registrierten im Jahr 2023 einen positiven Anstieg ihres Umsatzes, womit erstmals wieder das Vor-Corona-Niveau erreicht und sogar um 7 % übertroffen werden konnte. 4 Die Silver Atena GmbH konnte im Umsatz mit EUR 67,86 Mio. die hohen Erwartungen für das Geschäftsjahr 2023 nicht erreichen. Getrieben durch das sehr gute Entwicklungsgeschäft gab es ein Wachstum von 9,3 % gegenüber 2022. Jedoch blieben die Serienlieferungen wegen Verzögerungen und Projektverschiebungen auf Kundenseite hinter den Annahmen. Die Investitionsbereitschaft der Kunden ist jedoch weiterhin hoch. So wurden trotz Projektverzögerungen keine Aufträge storniert. Das Geschäftsmodell erweist sich grundsätzlich als robust und wachstumsbeständig. Erneut wurde im Einklang mit der Wachstumsstrategie des Unternehmens ein großer Schwerpunkt auf technologische Weiterentwicklung und Innovation gelegt. Dies geschah einerseits in Form der fortgesetzten Eigenentwicklung von zukunftsträchtigen Produkten (wie beispielsweise der richtungsweisenden "iONiX-DC-Ladesäulen"-Familie) und andererseits im Rahmen von innerdeutschen Förderprojekten sowie zwei internationalen Innovationsprojekten innerhalb der Expleo-Gruppe. Insgesamt wird der Geschäftsverlauf im Entwicklungsbereich als sehr positiv bewertet, zumal trotz lokalem Fachkräftemangel und Rezession weitere qualifizierte Mitarbeiter gewonnen werden konnten und auch der Umsatz einem Wachstumstrend unterliegt. Nicht zufriedenstellend waren die Produktlieferungen im Seriengeschäft, so dass die geplanten Umsätze und das geplante EBIT nicht erreicht werden konnten.
1
https://www.oecd.org/economic-outlook/november-2023/
2. Darstellung der Lage Vermögenslage Das Anlagevermögen ist im Berichtsjahr durch Investitionen um TEUR 4.053 auf nunmehr TEUR 24.298 (Vorjahr: TEUR 20.245) gestiegen. Insgesamt stellen langfristige Anlagengüter, nun 40,7 % (Vorjahr: 47,1 %) unseres bilanziellen Gesamtvermögens dar. Wesentlicher Treiber für den Anstieg im Anlagevermögen waren Zugänge bei selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen um TEUR 1.659, die überwiegend auf objektbezogene Entwicklungsergebnisse im Bereich der "iONiX-Ladesäulen"-Familie entfallen sowie Investitionen in technischen Anlagen und Maschinen und Betriebs- und Geschäftsausstattung von TEUR 4.986. Insgesamt entfällt auf selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände zum Stichtag ein Restbuchwert von TEUR 7.988, der handelsrechtlich sowohl abführungs- als auch ausschüttungsgesperrt ist. Getätigt wurden darüber hinaus Investitionen in Sachanlagen, zur Kapazitätserweiterung der Entwicklungs- und Testlabore, über insgesamt TEUR 6.992. Im Zusammenhang mit der Erweiterung der Produkttestkapazitäten werden geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau über TEUR 4.626 bilanziert. Die unfertigen Leistungen haben sich gegenüber der Vorperiode um TEUR 3.444 auf TEUR 7.702 erhöht. Sie entfallen auf durch operative Mitarbeiter auf Kundenprojekten zum Stichtag erbrachte, aber noch nicht abgerechnete Arbeitsergebnisse und hängen in ihrer Höhe insbesondere davon ab, ob zum Stichtag vertraglich definierte Meilensteine hinsichtlich der Ertragsrealisation bereits erreicht wurden. Den unfertigen Leistungen stehen projektbezogene erhaltene Anzahlungen in Höhe von TEUR 13.004 gegenüber. Bedingt durch den verspäteten Start mehrerer Produktserien stiegen die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe um TEUR 4.927 sowie die Fertigen Erzeugnisse um TEUR 1.046. Die Vermögenslage wird darüber hinaus wesentlich beeinflusst durch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 14.030 (Vorjahr: TEUR 14.434), die aus technischen Entwicklungsleistungen aus Kundenprojekten resultieren. Die Forderungen ergeben sich aus den erbrachten Leistungen, die überwiegend nach Meilensteinen entsprechend des Leistungsfortschritts abgerechnet werden. Zum Stichtag entfällt auf diese Ansprüche ein Anteil von 23,5 % (Vorjahr: 33,6 %) der Bilanzsumme. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 3.727 auf TEUR 4.064 erhöht. Mit TEUR 1.176 sind Forderungen aus der Verlustübernahme gegenüber der Expleo Germany Holding B.V. enthalten. Das Eigenkapital beträgt TEUR 7.491 (Vorjahr: TEUR 7.491) und macht 12,5 % (Vorjahr: 17,4 %) der Bilanzsumme aus. Das Eigenkapital ist gegenüber dem Vorjahr unverändert, da die Verluste aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages von der Expleo Germany Holding B.V. übernommen wurden. Die Pensionsrückstellungen haben sich, bei unverändertem Mengengerüst, bewertungsbedingt um TEUR 44 auf TEUR 1.363 erhöht. Die sonstigen Rückstellungen haben sich per Saldo um TEUR 538 auf TEUR 5.734 erhöht und entfallen unverändert im Wesentlichen auf den Personalbereich (Mitarbeiter-Bonus, Gleitzeit- und Urlaubsansprüche, Jubiläumszuwendungen) sowie auf noch zu erbringende Leistungen für Kundenprojekte. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 28.358 beinhalten TEUR 28.313 Verbindlichkeiten aus der Inanspruchnahme der mit der Expleo-Gruppe bestehenden Cash-Pool-Vereinbarung sowie weitere TEUR 45 aus sonstigen bezogenen Leistungen. Zum Abschlussstichtag bestanden Steuerverbindlichkeiten aus Umsatz-, Lohn- sowie Kirchensteuer seitens der Gesellschaft in Höhe von TEUR 445. Finanzlage Die liquiden Mittel beliefen sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 1.296, was einer Erhöhung um TEUR 174 gegenüber dem Vorjahreswert entspricht. Die Silver Atena GmbH wird grundsätzlich über die Expleo-Gruppe finanziert, weshalb insbesondere keine externen Finanzierungsverbindlichkeiten, etwa gegenüber Banken bestehen. Es bestand zum Stichtag 2023 eine Verbindlichkeit aus dem Cash Pool gegenüber der Expleo-Gruppe von TEUR 28.313. Benötigte Bürgschaften und Avale sind gegenüber der haftenden Bank vollständig durch liquide Mittel unterlegt, sodass zum Stichtag über Mittel von TEUR 490 nicht unmittelbar verfügt werden konnte (Sperrguthaben). Im Geschäftsjahr wurde mit einem Betrag von in Summe TEUR 8.967 wieder überdurchschnittlich in das Anlagevermögen investiert. Eine Beurteilung der Finanzlage der Gesellschaft ist insbesondere unter Berücksichtigung der mit der Expleo-Gruppe bestehenden Cash-Pool-Vereinbarung vorzunehmen. Angesichts der Tatsache, dass im Geschäftsjahr 2023 allen Zahlungsverpflichtungen jederzeit, fristgerecht und vollumfänglich nachgekommen werden konnte, sowie der unveränderten Solvenz der Expleo-Gruppe, beurteilt die Geschäftsführung die Finanzlage der Gesellschaft daher unverändert als stabil. Ertragslage Im Berichtsjahr konnte eine Steigerung der Umsatzerlöse von TEUR 62.088, auf TEUR 67.856, entsprechend einem Zuwachs von 9,3 %, erreicht werden. Die Umsätze selbst entspringen - wie in Vorjahren - größtenteils technischen Entwicklungsprojekten für Kunden der Automobilindustrie und wurden zu 63,3 % mit Inlandskunden erwirtschaftet. Durch erhöhte Herstellkosten sank das Bruttoergebnis vom Umsatz von TEUR 16.124 (26 % des Umsatzes) auf TEUR 12.442 (18,3 % des Umsatzes). Aufgrund einer leicht verschlechterten Auslastung im Entwicklungsbereich sowie nicht ausgelasteter Produktion verringerte sich die Profitabilität. Hierzu trug auch eine veränderte Zusammensetzung der Umsatzanteile zugunsten von weniger profitableren Projekten bei. Wie im Vorjahr wurde das Bruttoergebnis vom Umsatz in besonders starkem Ausmaß durch konzerninterne Auftragsentwicklungen im Rahmen von zwei Projekten mit nahestehenden französischen Einheiten der Expleo-Gruppe beeinflusst. Die entsprechend realisierten Umsätze beliefen sich auf TEUR 3.269, wobei im Vergleichszeitraum vergleichbare Projekte zu Umsatzerlösen von TEUR 3.949 geführt hatten. In beiden Geschäftsjahren hat sich aus diesen konzerninternen Projekten ein deutlich positiver Effekt auf Umsatz- und Ergebnis ergeben, da auf Basis der vertraglichen Konditionen eine deutlich höhere Projektmarge realisiert werden konnte als üblich. Ohne die Durchführung besagter Projekte hätte sich im Geschäftsjahr 2023 ein EBIT in Höhe von EUR -3,3 Mio. (Vorjahr: EUR +1,0 Mio.) ergeben. Im Geschäftsjahr konnten Auftragseingänge in Höhe von TEUR 143.311 (Vorjahr: TEUR 59.206) verzeichnet werden. Der Auftragsbestand am Berichtsjahresende hat sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 34.498 auf TEUR 106.446 erhöht. Die Vertriebskosten von TEUR 3.983 beinhalten mit TEUR 1.524 für die zwischen der Expleo Group S.A.S und Silver Atena vertraglich vereinbarte Brand Fee (Vorjahr: TEUR 1.170). Die allgemeinen Verwaltungskosten belaufen sich im Berichtszeitraum auf TEUR 10.352, was einer Erhöhung gegenüber dem Vorjahr von TEUR 1.878 entspricht. Die Erhöhung ist vor allem auf die in den Verwaltungskosten enthaltene Management Fee der Expleo Group S.A.S im Vergleich zum Vorjahreswert von TEUR 1.777 auf TEUR 2.355 zurückzuführen. Zudem wirken sich um TEUR 189 auf TEUR 584 gestiegene Rechts- und Beratungskosten aus. Zusätzliche Aufwendungen entstanden vor allem durch einen um 19,5 % erhöhten Materialaufwand von TEUR 17.002 auf TEUR 20.314 gegenüber dem Vorjahr. Neben den höheren Materialaufwendungen, wirkten sich auch insbesondere erhöhte Aufwendungen für Gehälter negativ aus. Durch den Zuwachs von 35 auf durchschnittlich 369 festangestellte Mitarbeitenden ist der Personalaufwand gegenüber dem Vorjahr von TEUR 31.189 auf TEUR 35.884 gestiegen. Im Verhältnis zum Umsatz entspricht dies einem Anstieg von 51 % auf 53 %. Die sonstigen betrieblichen Erträge waren im Jahr 2023 mit TEUR 1.900 deutlich höher als die TEUR 390 aus dem Vorjahr. Sie enthalten Erträge aus Forschungsförderung für die Jahre 2021 und 2022 über einen Betrag von TEUR 430 und Zuschüssen der öffentlichen Hand zu geförderten Forschungsprojekten in Höhe von TEUR 1.150. Letzterem stehen Forschungsaufwendungen in Höhe von TEUR 2.189 entgegenstehen. Das Zinsergebnis belief sich auf TEUR -1.183 nach TEUR -9 im Vorjahr. Enthalten sind im Wesentlichen Zinsen auf Verbindlichkeiten aus dem konzerninternen Cash-Pool. Insgesamt hat die Gesellschaft das Geschäftsjahr 2023 mit einem EBIT von TEUR 6 und nach Verrechnung der Zinsen und ähnlichen Erträgen/Aufwendungen mit einem Jahresergebnis von TEUR -1.176 abgeschlossen. Nach Verlustübernahme der Gesellschafterin aufgrund des bestehendes Ergebnisabführungsvertrages beträgt das Jahresergebnis zum Bilanzstichtag EUR 0,00. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Bei den wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren der Silver Atena handelt es sich um den Umsatz sowie das Betriebsergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT). Ergänzend wird die operative Projektmarge sowie die Auslastung der operativen Mitarbeiter zu Steuerungszwecken durch die Geschäftsführung herangezogen. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren, die für das Verständnis des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung sind und zudem zur internen Steuerung herangezogen werden, existieren aktuell nicht. III. Prognosebericht Nach einer Rezession der Weltwirtschaft ab 2020 hatte die deutsche Volkswirtschaft auch im Jahr 2023, unter anderem durch die Folgen des Ukrainekrieg und anhaltender hohen Inflation, stark zu kämpfen. Für das Jahr 2024 wird mit einem Zuwachs in Höhe von 0,6 % des Bruttoinlandsprodukts für Deutschland gerechnet, wobei diese Prognose aufgrund der anhaltenden Inflation und geopolitischer Konflikte einer ebenso großen Unsicherheit wie im Jahr 2023 unterliegt. 5 Die strategische Ausrichtung auf die Elektrifizierung der Mobilität, das heißt die e-Mobility und die Elektrifizierung der Luftfahrt verspricht eine positive Umsatzentwicklung. Auch der Bereich Komponenten für die direkte Anwendung von Wasserstoff und für die Brennstoffzelle zeigt hohes Potenzial. Es ist weiterhin geplant, in Technologie, Innovation und die dafür notwendige Infrastruktur zu investieren. Bezogen auf die finanziellen Leistungsindikatoren erwarten wir insgesamt für das Geschäftsjahr 2024 einen deutlich höheren Umsatz gegenüber Vorjahr und eine spürbar höhere EBIT-Marge. IV. Risiko-, Chancen- und Nachhaltigkeitsbericht 1. Risikobericht Die wesentlichen Risiken der Silver Atena leiten sich aus dem Charakter des Projektgeschäfts ab und bestehen für laufende Projekte daher vor allem in möglichen zeitlichen Verzögerungen bzw. Verschiebungen und Mehraufwänden in Folge technischer Komplikationen. Dies könnte sich dann in Umsatzrückgängen oder einem verringerten Projektmargen / EBIT ausdrücken. Zur Minimierung dieser Risiken ist seit Jahren ein bewährtes Risiko- und Projektmanagement etabliert, welches einen stringenten Freigabeprozess, ein monatliches Projektcontrolling mit Chancen- und Risikobewertung sowie ein Cash Management, um projektbezogene Ausfall- und Liquiditätsrisiken zu managen, beinhaltet. Notwendige Gegenmaßnahmen können auf diese Art und Weise zeitnah und effektiv eingeleitet werden. Ein weiteres zentrales Risiko besteht darin, das zur Erreichung der Ziele benötigte Personal für das Unternehmen nicht gewinnen oder halten zu können. Aufgrund des aktuellen Fachkräftemangels hat sich dieses Risiko aktuell erhöht. Um dieses Risiko zu minimieren, wurde das Recruiting Team Schritt für Schritt weiter ausgebaut. Ein erfolgreiches Hochschulmarketing und die Beschäftigung von Studenten ist für das Unternehmen zudem eine wichtige Strategie zur Sicherung von zukünftigen hochqualifizierten Nachwuchskräften. Es kann bei Bedarf auf einen Pool von qualifizierten Freelancern zurückgegriffen werden, um Bedarfsspitzen auszugleichen. Zusätzlich wurden diverse Programme zur Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit und damit deren Bindung an das Unternehmen weiterentwickelt. Darüber hinaus besteht das Risiko, dass innerhalb der Projektteams das notwendige Fach- und Prozesswissen nicht ausreichend zur Verfügung steht, um passgenau auf die Kundenbedürfnisse eingehen zu können. Zur Weiterbildung der Mitarbeiter wurden deshalb Maßnahmen umgesetzt, insbesondere durch die Organisation von internen Schulungen in den Bereichen Technik, Methoden, Qualitäts- und Projektmanagement, Kommunikation, Vertrieb und vieles mehr. Gemäß unserem Personalentwicklungsmodell wird ein zielgerichteter, effektiver und langfristiger Kompetenzaufbau aller Mitarbeiter gefördert. Aufgrund der hohen fachlichen Expertise im Automobilbereich gibt es derzeit viele Projekte und Anfragen aus dieser Branche. Ein gewisses wirtschaftliches Risiko entsteht bei einer Ansammlung mehrerer großvolumiger Aufträge. Auf der Vertriebsseite sprechen wir jedoch ein breites Spektrum an Kunden, z.B. im Industrie- oder Verteidigungsbereich an. Im Gegensatz zum volumenabhängigen Produktliefergeschäft sind Auftragsentwicklungen während der Laufzeit geringeren Schwankungen unterworfen. Aufgrund des Aufbaus der Serienfertigung an den Standorten Karlsfeld und Dachau und die Belieferung der Kunden mit höheren Stückzahlen werden zukünftig die Risiken aus der Sachmängelhaftung grundsätzlich steigen. Silver Atena richtet die Produktionsprozesse daher so aus, um eine größtmögliche Produktqualität zu gewährleisten. Im Hinblick auf die eigenentwickelte Gleichstrom-Ladestation iONiX besteht zu dem das Risiko, dass die kapitalisierten Entwicklungsleistungen im Falle einer deutlichen Unterschreitung der geplanten Verkaufszahlen nicht ausverdient und die im Vorratsvermögen enthaltenen IONIX Geräte und Komponenten nicht abverkauft werden. Der Einfluss von inflationsgetriebenen Preissteigerungen ist merklich, aber nicht kritisch. Die Silver Atena GmbH ist am 20. Dezember 2017 einem durch die Expleo Group SAS bzw. die Expleo Services SAS abgeschlossenen Kreditvertag (bestehend aus Senior Facilities Agreement und Intercreditor Agreement, beide ursprünglich vom 28. September 2017, erstgenannter Vertrag durch Amendment and Restatement Agreement vom 27. Juli 2023 neu gefasst und erweitert) als zusätzliche Garantin beigetreten. Darüber hinaus hat sie durch die Verpfändung ihrer Bankguthaben und der Abtretung aller Forderungen aus Darlehen mit verbundenen Unternehmen zusätzliche Sicherheiten zugunsten der kreditgebenden Banken gestellt. Die Aufrechterhaltung der Finanzierung ist unter anderem an die Einhaltung definierter Finanz- und Profitabilitätskennziffern im Zeitablauf (Financial Covenants) geknüpft. Zum 31. Dezember 2023 haftete die Gesellschaft aus dieser Vereinbarung für Verbindlichkeiten der oben genannten Konzerngesellschaften in Höhe von EUR 7,4 Mio. Hieraus ergibt sich für die Gesellschaft ein entsprechend erhöhtes Finanzierungs- und Liquiditätsrisiko, da sie für den Fall von Zahlungsverzögerungen, der Verletzung der Financial Covenants oder anderen definierten Verstößen gegen die Vertragsinhalte von den Kreditgebern in Haftung genommen werden könnte. Zudem besteht das Risiko, dass sie im Falle der Inanspruchnahme und hieraus folgender Verwertung nicht mehr über die als Sicherheit bestellten Vermögenswerte verfügen könnte. 2. Chancenbericht Die Silver Atena ist in den Bereichen Elektromobilität, Wasserstoff und Ladeinfrastruktur mit der Produktfamilie iONiX gut aufgestellt. Der Technologiewandel und die daraus resultierenden Probleme der Automobilhersteller und deren Zuliefern bietet für die Silver Atena mit ihrem umfangreichem Knowhow weiteres Potential für nachhaltiges und profitables Wachstum. Die internationale Luftfahrt arbeitet verstärkt an Maßnahmen und Produkten, um das definierte Ziel einer Halbierung der CO 2 -Emissionen bis 2050 umzusetzen. Durch das gut ausgeprägtes Wissen in den Bereichen des elektrischen Fliegens und der Entwicklung von Steuergeräten - auch für alternative Antriebslösungen - bieten sich auch hier gute Perspektiven, um neue Aufträge zu generieren. 7 3. Nachhaltigkeit (ungeprüft) Nachhaltigkeit ist für Silver Atena weiterhin ein wichtiges Anliegen. So tragen 87 % (2022: 85 %) unserer Produkte zu Nachhaltigkeit bei. Dazu zählen Projekte aus den Bereichen Elektromobilität, Brennstoffzelle, Urban Air Mobility, Windenergie oder Ladeinfrastruktur. Wir leisten einen aktiven Beitrag zur Energie- und Klimawende sowie einer menschenwürdigen Arbeitswelt. Dazu haben wir uns Ziele für eine nachhaltige Entwicklung in vier verschiedene Handlungsfelder gesetzt: Kunden und Produkte, Mitarbeiter und Gesellschaft, Umwelt, Lieferanten und Partner. Wir liefern unseren Kunden hocheffiziente Produkte, die wir entwickeln und möglichst klimaneutral fertigen. Den zukünftigen Generationen möchten wir eine lebenswerte Welt hinterlassen. Wir leisten unseren Beitrag zu SDG 9 (Industrie, Innovation und Infrastruktur), SDG 11 (Nachhaltige Städte und Gemeinden), SDG 12 (Nachhaltig Produzieren und Konsumieren) und SDG 16 (Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen), indem wir gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern klimafreundlich und ressourcenschonend handeln. Ein großer Erfolg, den wir in diesem Handlungsfeld erreichen konnten, ist, dass unsere Produktionsstandorte zu 100 % von Ökostrom betrieben werden. Die Silver Atena übernimmt Verantwortung für die eigenen Mitarbeitenden und setzt sich für eine zukunftsfähige Gesellschaft ein. Unsere Unternehmensstrategie ist auf Langfristigkeit und die nachhaltige Sicherung von attraktiven Arbeitsplätzen ausgerichtet.
7 Aktuelle Klimaziele der Luftfahrt zu gering
für Trendwende - DLR Portal
Mitarbeiterfindung und -bindung sind weiterhin eine große Herausforderung. Die Gesundheit unserer Mitarbeitenden steht an oberster Stelle. Neben zahlreichen Corporate Benefits und Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung betreiben wir ein ganzheitliches Betriebliches Gesundheitsmanagement. 2023 gewannen wir erneut den Corporate Health Award, der renommierteste Preis im Betrieblichen Gesundheitsmanagement in Deutschland. Darüber hinaus leistet die Silver Atena einen Beitrag zu SDG 3 (Gesundheit und Wohlergehen), SDG 5 (Geschlechtergleichheit) und SDG 10 (Abbau von Ungleichheiten), indem man die Vielfalt und Gleichbehandlung im Unternehmen sowie die Gesundheit und Sicherheit unserer Belegschaft fördern. Hier sind wir sehr stolz darauf, dass wir ein preisprämiertes Gesundheitsmanagement etablieren konnten, um die körperliche und psychische Gesundheit unserer Mitarbeiter zu sichern. Es ist unsere Pflicht, einen Beitrag zum Klimaschutz beizutragen, deshalb haben wir uns das Ziel gesetzt bis 2030 CO 2 -neutral zu werden. Seit 2019 berechnen wir den Corporate Carbon Footprint. Dieser konnte seit dem Basisjahr 2019 um 20 % gesenkt werden. So wurden beispielsweise die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte um 59 % reduziert. Weitere Maßnahmen werden kontinuierlich umgesetzt. Unsere Lieferanten sind für unseren Erfolg unverzichtbar. Wir wählen sie sorgfältig nach ethischen und rechtlichen Grundsätzen aus. Voraussetzung für eine Zusammenarbeit ist, dass die Lieferanten sich zu unserem "Supplier Code of Conduct" bekennen. Er beinhaltet die Werte unseres Unternehmens und schafft die Basis für eine verantwortungsbewusste und vertrauensvolle Zusammenarbeit. So leisten wir unseren Beitrag zu SDG 8 (Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum) und SDG 17 (Partnerschaft zur Erreichung der Ziele). Silver Atena veröffentlicht jedes Jahr einen Nachhaltigkeitsreport, um über seine wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Ziele, Kennzahlen und Maßnahmen transparent zu informieren.
München, den 25. März 2024 Ralph Gillessen, Geschäftsführer Josef Mitterhuber, Geschäftsführer Den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilen wir wie folgt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Silver Atena GmbH, München Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Silver Atena GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Silver Atena GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die Geschäftsführung ist für die sonstigen Informationen zuständig. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 26. März 2024 Mazars
GmbH & Co. KG
Martin Schulz-Danso, Wirtschaftsprüfer Barbara Arnold, Wirtschaftsprüferin Weitere offenzulegende Informationen zum JahresabschlussDer vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde in der Gesellschafterversammlung vom 28. Juni 2024 festgestellt. Darüber hinaus hat die Gesellschafterversammlung hinsichtlich der Ergebnisverwendung beschlossen, den Jahresfehlbetrag von EUR 1.176.431,95 auf neue Rechnung vorzutragen. |
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