Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 43047
Vorher
Bühler Meß- und Regeltechnik GmbH
Eingetragen
11.6.1976
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von TurbinenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Geräten und Armaturen für die Meß- und Regeltechnik.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Nan-Hee Kim
seit 8.7.2025
Prokura
Frank Pospiech
seit 8.4.2010
Geschäftsführer
Thomas Knorr
seit 26.2.2003
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

86.50% identifiziert13.51% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
Volker Bühler
43.25%
43.25%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
BMR Beteiligungsgesellschaft mbH
13.51%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Volker Bühler
Pareda (Portugal)
99.500 €
43.25%
Ratingen
99.500 €
43.25%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Bühler Technologies GmbH

Ratingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

BÜHLER TECHNOLOGIES GMBH, RATINGEN

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 2.001.126,04 1.806
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 218.466,00 167
II. Sachanlagen 845.595,80 600
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 275.813,00 55
2. Technische Anlagen und Maschinen 38.729,00 55
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 531.053,80 490
III. Finanzanlagen 937.064,24 1.039
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 932.358,49 972
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 4.705,75 67
B. UMLAUFVERMÖGEN 15.520.973,81 14.375
I. Vorräte 9.972.036,80 8.328
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.749.872,08 3.843
- davon:
mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr: EUR 19.324,32 (Vorjahr: TEUR 30)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 364.261,40 461
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.799.064,93 2.204
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 253.755,35 299
17.775.855,20 16.480

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
A. EIGENKAPITAL 13.424.872,92 12.205
I. Gezeichnetes Kapital 230.090,00 230
II. Kapitalrücklagen 154.380,44 154
III. Gewinnvortrag 11.520.197,85 11.109
IV. Jahresüberschuss 1.520.204,63 712
B. RÜCKSTELLUNGEN 1.974.497,47 1.672
C. VERBINDLICHKEITEN 2.376.484,81 2.603
- davon:
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.529,46 52
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 500.000,00 500
17.775.855,20 16.480

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
TEUR
1. Rohergebnis 19.113.044,50 16.296
2. Personalaufwand -12.036.689,27 -10.954
a) Löhne und Gehälter -10.243.805,51 -9.303
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.792.883,76 -1.651
- davon für Altersversorgung: EUR 27.449,12 (Vorjahr: TEUR 27)
3. Abschreibungen -286.304,07 -245
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -286.304,07 -245
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.683.655,30 -3.838
- davon aus Währungsdifferenzen: EUR 50.902,06 (Vorjahr: TEUR 75)
5. Betriebsergebnis 2.106.395,86 1.259
6. Erträge aus Beteiligungen 29.025,00 26
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 29.025,00 (Vorjahr: TEUR 26)
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 15.726,99 8
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 6.745,63 (Vorjahr: TEUR 7)
8. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -69.195,16 0
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -23.417,73 -27
10. Finanzergebnis -47.860,90 7
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -533.617,74 -549
12. Ergebnis nach Steuern 1.524.917,22 717
13. Sonstige Steuern -4.712,59 -5
14. Jahresüberschuss 1.520.204,63 712

Anhang für das Geschäftsjahr

vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023

A. Allgemeines

1. Allgemein

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der gesetzlichen Vorschriften erstellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das bisher angewandte Gesamtkostenverfahren beibehalten.

Alle Angaben erfolgen - soweit nicht explizit vermerkt - in Tausend Euro (T Euro), dadurch kann es zu Rundungsdifferenzen kommen.

Die Bühler Technologies GmbH hat ihren Sitz in Ratingen.

Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf unter HR B 43047 eingetragen.

2. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Einzelnen

Für den Jahresabschluss sind die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Bilanzierung und Bewertung erfolgten unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit.

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer über einen Zeitraum von drei Jahren um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert.

Geringwertige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens (Anschaffungskosten bis zu 800,00 Euro) werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben.

Im Übrigen wird von der pro-rata-temporis-Regel Gebrauch gemacht.

Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und die Waren werden zu Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Anschaffungskostenminderungen, zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bewertet, und zwar unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Erkennbare Risiken, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, mangelnder Veräußerbarkeit oder wegen nicht die Vollkosten deckender Preise ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB bewertet. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten und der Fertigungsgemeinkosten einbezogen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu Nennbeträgen bewertet. Risikobehaftete Forderungen werden durch Bildung von angemessenen Einzelwertberichtigungen zum Niederstwert angesetzt; das allgemeine Kreditrisiko, Skonti, Mahnkosten und Zinsen werden durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Forderungen werden weitestgehend in Euro fakturiert. Die Umrechnung von Forderungen in fremder Währung erfolgte mit dem Kurs am Entstehungstag bzw. mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen, sonstige Vermögensgegenstände und die liquiden Mittel sind zum Nennwert bzw. zum beizulegenden Wert ausgewiesen.

Die auf Fremdwährung lautenden Liquiden Mittel sind zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag auf Euro umgerechnet.

Als Rechnungsabgrenzungsposten wurden Zahlungen des Geschäftsjahres ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine Zeit nach dem Stichtag darstellen.

Die Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten und erkennbare Risiken auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe ihres Erfüllungsbetrages gebildet. Soweit mit Kostensteigerung zu rechnen ist, wurden diese bei langfristigen Rückstellungen entsprechend berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen bewertet.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Verbindlichkeiten sind grundsätzlich zu den in Rechnung gestellten bzw. den Erfüllungsbeträgen ausgewiesen. Verluste aus Kursänderungen bis zum Bilanzstichtag werden berücksichtigt.

In Fremdwährung fakturierte Eingangsrechnungen werden in der Regel zum jeweiligen Tageskurs umgerechnet und bewertet. Am Bilanzstichtag bestehende Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Verlusten aus Währungsrisiken wurde Rechnung getragen.

B. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 sind im beigefügten Anlagegitter (Anlage zum Anhang) dargestellt.

2. Beteiligungen (mit einer Beteiligungsquote von mindestens 20%):

Firma Anteil
%
Eigenkapital
T Euro
Jahresergebnis
T Euro
BMR Beteiligungsgesellschaft mbH 64,5 400 42
Buhler Technologies LLC 100 647 251
Bühler Innovation GmbH 100 33 1
Buhler Technologies SAS 100 184 243
Buehler Technologies OOO 100 16 -23

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sonstige Vermögensgegenstände haben in Höhe von T Euro 19 (VJ T Euro 30) eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

4. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Sie haben sämtlich wie im Vorjahr eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind teilweise durch branchenüblichen Eigentumsvorbehalt besichert.

C. Sonstige Angaben

1. Leitungsorgane

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens geführt von:

Herrn Stefan Eschweiler, Geschäftsführer Technik und Verwaltung

Herrn Frank Pospiech, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing

Die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wird in Anspruch genommen.

Mitglieder des Beirats

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres gehörten die nachfolgenden Personen dem Beirat an:

Herr Dipl. Betriebswirt Jürgen Ahns (Vorsitzender), Steuerberater

Herr Gerd Biller, Berater

Frau Prof. Dr. Christiane Vaeßen, Beraterin

Die Beiratsvergütung für das Geschäftsjahr betrug insgesamt T Euro 44.

2. Durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres 2022 und 2023 im Unternehmen beschäftigt:

Mitarbeiter 2022 2023
Arbeiter 65 68
Angestellte 85 93
davon Angestellte im Ausland 4 4
Leitende Angestellte 3 3

Des Weiteren waren im Berichtsjahr 2023 durchschnittlich 2 Auszubildende beschäftigt.

3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

T Euro
aus Miet- und Pachtverhältnissen für 2024 bis 2026 1.523
aus Leasingverträgen 745
2.268

4. Außerbilanzielle Geschäfte

Von der Gesellschaft wurden Leasingverträge abgeschlossen. Sie beziehen sich auf das Leasing von Firmenfahrzeugen sowie Kopierer und Alarmanlagen. Der Zweck des Leasings liegt insbesondere in der Einsparung von Handlungsaufwand nach Ablauf der Nutzungszeit. Vorteil des Leasings ist die Vermeidung des Restwertrisikos. Das Risiko besteht in der Fixierung der Auszahlungsstruktur über die Leasingdauer.

5. Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind Haftungsverhältnisse aus einer Mietbürgschaften in Höhe von T Euro 113 (VJ T Euro 72) zu vermerken.

Von einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen ist nicht auszugehen, die Ertragskraft der Gesellschaft ist ausreichend, den Kapitaldienst termingerecht zu erbringen.

6. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag

Aufgrund der dynamischen Entwicklungen im Bereich der Sanktionen im Rahmen des Ukraine Konflikts war eine Anpassung des Geschäftsmodells erforderlich, so dass die russische Tochtergesellschaft vorerst ruhend gestellt worden ist.

Aktuelle Entwicklungen werden kontinuierlich beobachtet und bewertet.

Es liegen keine bestandsgefährdenden Risiken vor.

D. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, eine Ausschüttung in Höhe von Euro 300.000,00 vorzunehmen und den verbleibenden Jahresüberschuss des Geschäftsjahres vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und den Gewinnvortrag auf die neue Rechnung vorzutragen.

 

Ratingen, den 18.04.2024

gez. Stefan Eschweiler, Geschäftsführer

gez. Frank Pospiech, Geschäftsführer

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 1.127.165,42 109.041,97 0,00 0,00 1.236.207,39
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 68.314,26 242.259,41 0,00 0,00 310.573,67
2. Technische Anlagen und Maschinen 393.807,16 2.380,00 0,00 0,00 396.187,16
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.074.877,55 233.467,69 0,00 70.044,55 2.238.300,69
2.536.998,97 478.107,10 0,00 70.044,55 2.945.061,52
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.040.154,62 0,00 0,00 0,00 1.040.154,62
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 67.002,59 0,00 0,00 32.296,84 34.705,75
1.107.157,21 0,00 0,00 32.296,84 1.074.860,37
4.771.321,60 587.149,07 0,00 102.341,39 5.256.129,28
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 960.595,42 57.145,97 0,00 1.017.741,39
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.344,26 21.416,41 0,00 34.760,67
2. Technische Anlagen und Maschinen 338.513,16 18.945,00 0,00 357.458,16
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.584.927,75 188.796,69 66.477,55 1.707.246,89
1.936.785,17 229.158,10 66.477,55 2.099.465,72
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 68.600,97 39.195,16 0,00 107.796,13
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 30.000,00 0,00 30.000,00
68.600,97 69.195,16 0,00 137.796,13
2.965.981,56 355.499,23 66.477,55 3.255.003,24
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023
EUR
31. Dez. 2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 218.466,00 166.570,00
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 275.813,00 54.970,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 38.729,00 55.294,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 531.053,80 489.949,80
845.595,80 600.213,80
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 932.358,49 971.553,65
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 4.705,75 67.002,59
937.064,24 1.038.556,24
2.001.126,04 1.805.340,04

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

BÜHLER TECHNOLOGIES GMBH, RATINGEN

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens

1.2 Forschung und Entwicklung

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft

2.2 Branchenentwicklung

2.2.1 Fluidtechnik

2.2.2 Gasanalyse

2.3 Geschäftsverlauf

3. Darstellung der Lage

3.1 Ertragslage

3.2 Finanzlage

3.3 Vermögenslage und Kapitalstruktur

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

5. Prognosebericht

6. Chancen- und Risikobericht

6.1 Risikobericht

6.1.1 Branchenspezifische Risiken

6.1.2 Politische Risiken

6.1.2.1 COVID 19

6.1.3 Ertragsorientierte Risiken

6.1.4 Finanzwirtschaftliche Risiken

6.2 Chancenbericht

6.3 Gesamtaussage

7. Bericht über Zweigniederlassungen

Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens

Das Unternehmen versteht sich als internationaler Lösungspartner für B2B-Kunden in der Fluidtechnik und Prozessgasanalyse und agiert dabei in sorgfältig definierten Nischenmärkten. Der Kundenkreis mit Standorten und Partnern in allen wichtigen Industrieländern setzt sich aus Unternehmen aller wichtigen Industriebereiche zusammen.

1.2 Forschung und Entwicklung

Effektive und effiziente Lösungen für die Herausforderungen unserer Kunden bilden die Basis für den Erfolg der Unternehmung und sind auch für die weitere Entwicklung der Gesellschaft unerlässlich. Dabei steht die Entwicklung modularer, aufeinander aufbauender Produktfamilien im Vordergrund, die wir in enger Abstimmung mit unseren Kunden vorantreiben. Gleichzeitig werden bestehende Produkte im Tagesgeschäft laufend an die Anforderungen unserer Kunden und deren Anwendungen adaptiert. Die Einhaltung aller zutreffenden nationalen und internationalen Normen und Standards ist selbstverständlich. Auch die Beobachtung und Nutzbarmachung von Zukunftsfelder über unser Tochtergesellschaft Bühler Innovation GmbH ist für uns von zentraler Bedeutung. Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen beliefen sich auf ca. 6,54 Prozent des Produktumsatzes und werden im Geschäftsjahr 2024 auf ähnlichem Niveau liegen.

Wirtschaftsbericht

2.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Kalenderjahr 2023 mit einem Wachstum von 3,1 Prozent etwas besser als noch vor einem Jahr prognostiziert. Historisch betrachtet war das Jahr 2023 jedoch - die Rezessionsjahre ausgenommen - eines der wachstumsschwächsten der letzten drei Jahrzehnte. Nur im Jahr 2019 war der Zuwachs mit +2,8 Prozent geringer. In den USA (+2,5 Prozent) sowie in mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern fiel das Bruttoinlandsprodukt 2023 höher aus als zunächst erwartet. Im Falle der USA trug die Dynamik des Konsums entscheidend dazu bei. Im Euro-Raum hingegen verhielten sich die Verbraucher angesichts hoher Inflationsraten und Energiekosten weiterhin zurückhaltend. Zudem litten der private Konsum und die Unternehmensinvestitionen unter den deutlich gestiegenen Finanzierungskosten. Das Wachstum im Euro-Raum war zusammen mit dem im Vereinigten Königreich mit jeweils +0,5 Prozent das schwächste unter den großen entwickelten Volkswirtschaften. Die direkten und indirekten negativen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind in Europa nach wie vor am deutlichsten zu spüren. Während sich das Wachstumstempo in den entwickelten Volkswirtschaften - mit Ausnahme der USA - im abgelaufenen Berichtsjahr gegenüber 2022 deutlich verlangsamte, konnte die Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer ihre Dynamik mit +4,1 Prozent beibehalten. Überraschend robust zeigte sich die russische Wirtschaft trotz der Sanktionen (+3 Prozent). In China belasteten der Immobiliensektor, geopolitische Verstimmungen mit den USA und der EU sowie schwache Industrieinvestitionen die konjunkturelle Erholung. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum lag laut Internationalem Währungsfonds (IWF) bei +5,2 Prozent.

Tabelle: Bruttoinlandsprodukt zum Vorjahr in Prozent

Land/Region 2023 (Schätzung) 2022 2021
Welt 3,1 3,5 6,1
Entwickelte. Volkswirtschaften 1,6 2,6 5,6
Euro-Zone 0,5 3,4 5,6
Deutschland -0,3 1,8 3,2
Frankreich 0,8 2,5 6,4
Italien 0,7 3,7 7,0
Spanien 2,4 5,8 6,4
Vereinigtes Königreich 0,5 4,3 7,6
USA 2,5 1,9 5,9
Japan 1,9 1,0 2,2
Aufstr. Märkte und Entwicklungsländer 4,1 4,1 6,9
ASEAN * 4,2 5,5 4,0
Brasilien 3,1 3,0 5,0
China 5,2 3,0 8,5
Indien ** 6,7 7,2 9,1
Russland 3,0 -1,2 5,6

*) Indonesien, Malaysia, Philippinen, Thailand, Vietnam.

**) Fiskaljahr vom 1.4. bis 31.3.

Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2024, für 2021: IMF October 2023 Database.

Die pandemiebedingten Störungen der Wertschöpfungsketten nahmen im Verlauf des Jahres 2023 sukzessive ab. Die Nationalbanken hielten weitgehend an ihrer restriktiven Geldpolitik fest, wodurch sich die Kreditkosten in mehreren Ländern im Laufe des Berichtsjahres weiter erhöhten. Die Inflationsraten gingen im Jahresverlauf in den meisten Ländern zwar zurück, lagen aber zumeist noch deutlich über dem Zielniveau. Die globale Inflationsrate lag bei geschätzt +6,8 Prozent. Der globale Warenhandel wuchs im Gesamtjahr 2023 nur um geschätzte +0,4 Prozent. Und auch die Industrieproduktion entwickelte sich 2023 mit real +0,9 Prozent sehr schwach. In den entwickelten Volkswirtschaften ging sie um -1,2 Prozent zurück. Nur in den USA konnte ein Rückgang der Industrieproduktion vermieden werden. Die Schwellen- und Entwicklungsländer erreichten dagegen einen Zuwachs von +2,8 Prozent, wobei China (+4,4 Prozent) und die osteuropäischen Länder einschließlich der GUS (+3,5 Prozent) überdurchschnittlich zulegten.

Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2024, cpb World Trade Monitor, Dezember 2023

In der EU-27 wuchs das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 laut dem Internationalen Währungsfonds kaum. Der Anstieg wird auf +0,5 Prozent geschätzt. Das ist weniger als vor einem Jahr erwartet und ein merklicher Wachstumsverlust gegenüber dem Kalenderjahr 2022 (+3,4 Prozent). Der private Konsum entwickelte sich angesichts der anhaltend hohen Inflation von +6,4 Prozent im EU-Durchschnitt schwach. Sowohl Exporte als auch die Importe schrumpften. Die Investitionen stiegen in der EU-27 voraussichtlich um +1 Prozent. Die Ausrüstungsinvestitionen entwickelten sich mit +4 Prozent abermals dynamischer, wobei die Niederlande, Frankreich und erneut Italien die Wachstumstreiber waren. Die Industrieproduktion in der EU wurde durch die schwache Nachfrage und die hohen Energiekosten gedämpft. Zudem litt die Nachfrage nach Investitionsgütern unter den gestiegenen Finanzierungskosten.

Quelle: IWF, Eurostat, EU-Commission: European Economist Forecast Autumn 2023 und Winter 2024.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Zudem dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstigere Finanzierungsbedingungen aufgrund der gestiegenen Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 1,8 Prozent zurück. Entscheidend dafür war eine signifikant niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 Prozent des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,3 Prozent). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders negativ auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten so die Wirtschaft im vergangenen Jahr.

Der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,5 Prozent). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - wurde dagegen preisbereinigt deutlich mehr investiert als im Jahr 2022 (+3,0 Prozent). Dazu trug vor allem der Anstieg der gewerblichen Pkw-Neuzulassungen bei, der durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich verstärkt wurde.

Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,4 Prozent) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -2,2 Prozent). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht (+0,7 Prozent). Im vierten Quartal 2023 wurde dabei mit durchschnittlich 46,2 Millionen Erwerbstätigen ein neuer Höchststand erreicht. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt.

Quelle: Statistisches Bundesamt

2.2 Branchenentwicklung

2.2.1 Fluidtechnik

Angesichts des anhaltend unsicheren politischen und wirtschaftlichen Umfelds sowie der gestiegenen Finanzierungskosten fiel die Nachfrage nach Investitionsgütern schwächer aus als im Vorjahr. Trotz rückläufiger Auftragseingänge entwickelten sich die Umsätze im stark zyklischen Maschinenbau im Jahr 2023 dennoch teilweise robust, da die Auftragsbestände zu Jahresbeginn vielerorts noch überdurchschnittlich hoch waren und somit die Produktion und Umsatz pufferten. In der zweiten Jahreshälfte ließ die Unterstützung durch die Auftragspolster jedoch nach, so dass die Umsatzentwicklung preisbereinigt meist negativ ausfiel. Auf Jahressicht stagnierte der Maschinenumsatz preisbereinigt nach Schätzung der VDMA-Volkswirte im Jahr 2023 weltweit. Nur in wenigen Ländern verlief die Entwicklung besser. Mit Blick auf die TOP-10-Maschinenbaustandorte sind hier Indien (+10 Prozent), das Vereinigte Königreich (+5 Prozent) und China (+2 Prozent) zu nennen. Trotz Investitionsförderprogrammen war die Umsatzentwicklung in den USA und im Euro-Raum mit real -3 bzw. -1 Prozent rückläufig. Noch stärker ist der Umsatzrückgang in Süd-Korea (-5 Prozent) und Japan (-6 Prozent) ausgefallen. Quelle: Nationale Statistikämter, Quelle: Nationale Statistikämter, VDMA (Originaltext), "Maschinenbau Konjunktur international", Dezember 2023

Die EU-Maschinenproduktion schrumpfte nach vorläufigen Zahlen preis- und kalenderbereinigt um -1,4 Prozent, nach +5 Prozent Wachstum im Vorjahr. Besser als im EU-Durchschnitt entwickelten sich Frankreich und Polen (jeweils +6 Prozent), Schweden (+5 Prozent) sowie Finnland und Belgien (jeweils +3 Prozent), Österreich (+2 Prozent) und Spanien sowie Italien (0 Prozent). Deutlich unterdurchschnittlich zeigte sich der Maschinenbau in den Niederlanden (Jan.-Sept.: -16 Prozent). Überdurchschnittlich hoch war der Rückgang auch in Bulgarien, Dänemark und Rumänien. Hier wurden jeweils rund ein Zehntel weniger Maschinen hergestellt als im Vorjahr. (Die Angaben beziehen sich auf den Maschinenbau in der Abgrenzung des Kapitels 28 der NACE rev.2 und sind vorläufig.)

Quelle: IWF, Eurostat, EU-Commission: European Economist Forecast Autumn 2023 und Winter 2024

Die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland ist nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum Vorjahr im Jahr 2023 um real 0,6 Prozent gesunken. Die Materialengpässe haben sich weitgehend aufgelöst. Während die Produktion im ersten Halbjahr noch von hohen Auftragsbeständen abgepuffert wurde, brach diese Stütze im weiteren Jahresverlauf Stück für Stück weg, denn der Auftragseingang zeigte das gesamte Jahr über eine schwache Dynamik. Bereits zum Jahresbeginn kam es zu zweistelligen realen Minusraten, und auch im Jahresverlauf war keine Trendwende in Sicht. Ein herausforderndes wirtschaftliches Umfeld geprägt von hoher Unsicherheit führte zu einer spürbaren Zurückhaltung bei den Bestellungen. Der Bestelleingang verfehlte sein Vorjahresniveau im Gesamtjahr 2023 preisbereinigt um 12 Prozent. Die Auftragsreichweite lag zum Jahresende mit 10,2 Monaten zwar immer noch ungewöhnlich hoch, doch hat die Reichweite inzwischen spürbar an Länge eingebüßt. Der Höchststand lag im Juli und August 2022 bei 12,2 Monaten. Zudem darf der immer noch ungewöhnliche, Zweifel hegende Durchschnittswert nicht über eine sehr unterschiedliche Verteilung innerhalb der Maschinenbaubranche hinwegtäuschen. Nach Ergebnissen der 20. VDMA-Blitzumfrage von Ende Oktober 2023 lag die Auftragsreichweite in 60 Prozent der Unternehmen bereits unter ihrem jeweiligen langjährigen Durchschnitt. Und 34 Prozent der Maschinenbauer berichteten laut ifo-Konjunkturtest im Oktober von Produktionsbehinderungen aufgrund von Auftragsmangel. Den ersten Produktionsstätten sind demnach die Puffer fürs Produzieren abhandengekommen. Mit der Folge, dass laut ifo die Kapazitätsauslastung im Maschinenbau von Juli (88,8 Prozent) auf Oktober (85,9 Prozent) deutlich absank. Die konjunkturelle Abkühlung wirkt sich auch mehr und mehr am Arbeitsmarkt aus. Die Einstellungsabsichten der Unternehmen haben sich reduziert, und die Kurzarbeit steigt auf einem niedrigen Niveau an. Nach Schätzungen der Bundesanstalt für Arbeit waren im November etwa 20.000 Beschäftigte im Maschinenbau in Kurzarbeit. Unter dem Strich konnte die Beschäftigtenzahl in den Betrieben mit mindestens 50 Mitarbeitern im Jahresverlauf jedoch trotz der Engpässe am Arbeitsmarkt um 1,3 Prozent zulegen. Insgesamt wurden ca. 13.600 Stellen aufgebaut. Der Arbeitskräftemangel bleibt aber nicht zuletzt aufgrund der demografischen Entwicklung akut.

In Folge der gestiegenen durchschnittlichen Preise für Maschinenbauprodukte nahm der Umsatz ausweislich der Ergebnisse der VDMA Auftragseingangs- und Umsatzstatistik um nominal +7 Prozent zu. Die Produktion erreichte zum Jahresende ein Niveau von geschätzt 254 Mrd. Euro, der Umsatz von 264 Mrd. Euro. Quelle: Statistisches Bundesamt, Bundesagentur für Arbeit, ifo Institut, VDMA

2.2.2 Gasanalyse

Die deutsche Elektroindustrie ist die Leitbranche für die Prozessgasanalyse. Im gesamten vergangenen Jahr 2023 belief sich der aggregierte Branchenumsatz - vorläufig - auf 237,9 Mrd. € und übertraf seinen Vorjahreswert damit um 6,0%. 114,6 Mrd. € (+6,8%) wurden mit inländischen Kunden erlöst, 123,3 Mrd. € (+5,3%) mit ausländischen. Die Geschäfte mit der Eurozone konnten letztes Jahr um 5,9% auf 44,0 Mrd. € gesteigert werden. Schließlich wurden mit Partnern aus Drittländern 79,3 Mrd. € umgesetzt - ein Plus von 4,9%. Leider hat die Branche im Gesamtjahr 1,9 % weniger neue Aufträge eingesammelt als 2022. Ein Zeichen des schwieriger werdenden weltwirtschaftlichen Umfeldes. Der Wert der Inlandsorders zog zwar um 3,0% an. Auslandskunden orderten 2023 jedoch insgesamt 5,9% weniger. Die Bestellungen aus der Eurozone schrumpften um ganze 9,3%, wohingegen das Minus bei den Aufträgen aus dem nicht zum gemeinsamen Währungsgebiet gehörenden Ausland mit -4,0 % nur etwa halb so hoch ausfiel. Die preisbereinigte Produktion elektrotechnischer und elektronischer Güter bewegte sich 2023 auf ihrem Vorjahresniveau im Jahr 2022.

Während die branchenweite Kapazitätsauslastung lag 2023 mit 85,0% nur leicht niedriger lag als 2022 Monate zuvor (88,2%), verminderte sich die Auftragsreichweite wieder von 5,6 auf 5,1 Monate.

Quelle: ZVEI Konjunkturbarometer, April 2024

2.3 Geschäftsverlauf

Trotz des ambivalenten wirtschaftlichen Umfeldes hat die Bühler Technologies GmbH im Jahr 2023 den Gesamtumsatz erheblich steigern können das Vorjahr um 12,0 Prozent übertroffen. Die Nachfragesituation gemessen an den Auftragseingängen hat sich um 10,5 Prozent verbessert. Das ist vor dem Hintergrund des Verlusts des Russland-Geschäftes durch den Krieg in der Ukraine umso erfreulicher. Dieser Effekt konnte mehr als kompensiert werden. Die Situation auf den Beschaffungsmärkten hat sich weitgehend normalisiert. Der gesamte Auftragsbestand hat sich zum Jahresende etwas reduziert, liegt aber immer noch auf hohem Niveau.

Die inländischen Umsätze stiegen um 3,2 Prozent und die Auftragseingänge um 4,1 Prozent. Die Exportmärkte stiegen im Auftragseingang um 15,8 Prozent und beim Umsatz um 18,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im EU-Raum stieg der Umsatz um 21,3 Prozent, während der Auftragseingang um 15,1 Prozent zunahm. In Drittländern bereinigt um China und Hongkong stieg der Umsatz erfreulicherweise um 25,7 Prozent. Der Auftragseingang erwies sich mit einem Plus von 24,8 Prozent erfreulich dynamisch. In China und Hongkong sank der Umsatz um 3,8 Prozent und auch der Auftragseingang ging um 5,1 Prozent zurück. Das spiegelt die schwierige Situation im Land und die ausbleibende Erholung nach Auslaufen der Corona Maßnahmen wider.

Der Materialaufwand in Relation zum Umsatz beträgt 43,2 Prozent und damit deutlich unter dem Vorjahresniveau (46,2 Prozent). Hier zeigt sich die Entspannung an den Beschaffungsmärkten, aber auch der Erfolg eigener Pricing-Bemühungen an den Absatzmärkten. Zugleich profitieren wir von der aggressiven Bevorratung zu niedrigeren historischen Preisen. Eine leichte Erhöhung durch Basiseffekte kann jedoch für das Jahr 2024 nicht ausgeschlossen werden.

Die Lage auf dem Fachkräftemarkt hat sich im Jahr 2023 weiter zugespitzt, so dass die Anpassung der Kapazitäten nicht ausreichend zügig vorangeht. Dementsprechend ist die Auslastung in der Fertigung weiter am Limit.

Die Personalkosten sind um 9,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. In der Hauptsache ist das auf Anstieg der variablen Gehaltsbestandteile auf Grund der wirtschaftlichen Entwicklung zurückzuführen und auf die Erhöhung des Personalbestandes, um auf die Auftragslage reagieren zu können.

Die sonstigen betrieblichen Ausgaben sind gegenüber dem Vorjahr um 22,0 Prozent gestiegen. Alle anderen Ausgabenpositionen bewegen sich im Rahmen der wirtschaftlichen Entwicklung oder blieben auf Vorjahresniveau. Das Vorsteuerergebnis liegt aufgrund der positiven Entwicklung deutlich über dem Niveau des Vorjahres.

Auch wurde ein zufriedenstellender Cash-Flow erwirtschaftet, der neben der Sicherstellung der Materialverfügbarkeit und Sicherung der Beschaffungspreise auch für Investitionen in Höhe von 587 TEUR verwendet wurde, davon 242 TEUR für Um- und Einbauten in gemieteten Objekten, 234 TEUR im Bereich der Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie mit 109 TEUR im Bereich der EDV-Software.

Die Buhler Technologies LLC ist weiterhin eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Bühler Technologies GmbH. Ebenso die Buhler Technologies SAS in Frankreich, die Bühler Innovation GmbH sowie die Buehler Technologies OOO in Moskau.

Darstellung der Lage

Die Lage des Unternehmens ist geprägt vom Ausbau der internationalen Präsenz und dem schwieriger werdenden Geschäftsumfeld und dem Wettbewerb um Fachkräfte.

3.1 Ertragslage

Wesentliche Ertragsquelle des Unternehmens bleibt das operative Geschäft in den Geschäftsbereichen Fluidtechnik und Prozessgasanalyse mit eigenen Produkten. Das Handelsgeschäft bleibt im Jahr 2023 mit einem Anteil von 9,1 Prozent am Produktumsatz gegenüber 9,7 Prozent im Jahr 2022 weiter auf niedrigem Niveau. Die Ertragssituation der Gesellschaft ist aufgrund des erholten Geschäftsvolumens im Geschäftsjahr 2023 zufriedenstellend. Der Rohertrag ist entsprechend gestiegen. Die Rohertragsquote in Relation zum Umsatz ist wegen der Beruhigung am Beschaffungsmarkt leicht gestiegen.

Die Personalkosten sind wie bereits erwähnt gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die Personalkostenquote in Relation zum Umsatz liegt aber mit 36,8 Prozent leicht unter dem Niveau des Vorjahres (37,1 Prozent).

Der Umsatz je Mitarbeiter ist gegenüber dem Vorjahr etwas gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr im Rahmen des Geschäftsverlaufes gestiegen. Hier werden weiterhin Maßnahmen der Kostenkontrolle und -senkung wahrgenommen, um diesen Posten auch in Zukunft auf angemessenem Niveau zu halten.

Das Betriebsergebnis liegt im Geschäftsjahr 2023 bei 2.102 TEUR und damit deutlich über dem Niveau des Vorjahres (1.254 TEUR).

Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 beträgt 1.520 TEUR (Vorjahr: 712 TEUR).

3.2 Finanzlage

Die Finanzlage der Gesellschaft ist trotz der Nachwirkung des schwierigen und volatilen Umfeldes weiterhin gut. Kreditlinien mussten nur kurzzeitig im Rahmen des Aufbaus der Bestände in geringem Maße in Anspruch genommen werden. Investitionen und der laufende Geschäftsbetrieb können weiterhin vollständig aus dem Cash-Flow finanziert werden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfrist größtenteils mit Skonto beglichen und Forderungen durch aktives Forderungsmanagement innerhalb der Fälligkeit eingezogen. Die wesentlichen Betriebsmittel werden gekauft und über die Nutzungsdauer abgeschrieben. Das Instrument des Leasings wird nur für PKW und einzelfallbezogen für kurzlebige Güter im IT-Bereich genutzt. Die Fortsetzung dieser Finanzierungsstrategie sehen wir als Grundlage, um weiterhin in der Lage zu sein, unabhängig und flexibel auf die Veränderungen im Markt zu reagieren. Der Anteil der liquiden Mittel an der Bilanzsumme beträgt am Bilanzstichtag ca. 10 Prozent (Vorjahr 13,4 Prozent). Der Rückgang ist in erster Linie durch die offensive Bestandausweitung und die gestiegenen Investitionen erklärt. Die Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2023 ergab einen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von 445 TEUR (Vorjahr 139 TEUR), aus Investitionstätigkeit von -551 TEUR (Vorjahr -285 TEUR) sowie aus Finanzierungstätigkeit von -300 TEUR (Vorjahr -454 TEUR). Zusammen mit der Bevorratung für neue Produkte und den Veränderungen in den anderen Bilanzpositionen ergab sich demnach eine zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes von - 406 TEUR (Vorjahr -600 TEUR).

3.3 Vermögenslage und Kapitalstruktur

Die Kapitalstruktur der Gesellschaft ist weiterhin überdurchschnittlich gesund. Die Eigenkapitalquote bleibt mit ca. 75,6 Prozent (Vorjahr 74,1 Prozent) weiterhin auf einem sehr hohen Niveau, so dass die mittel- und langfristige Finanzierung der Unternehmung auf solider Basis steht. Die kurzfristigen Forderungen und die liquiden Mittel übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten und die Rückstellungen um den Faktor 1,38. Auch hier drückt sich die solide Finanzierung der Gesellschaft aus. Das Vorratsvermögen ist im Vorjahresvergleich deutlich gestiegen und beträgt 56,1 Prozent der Bilanzsumme (Vorjahr: 50,5 Prozent). Hier drückt sich die offensive Bevorratung als Reaktion auf die Beschaffungsmarktsituation aus.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Rahmen Umsatzentwicklung leicht erhöht. Die Forderungsreichweite (Days of sales outstanding; DSO) im Verhältnis zum Umsatz beträgt 28,6 Tage (Vorjahr: 31,2).

Die liquiden Mittel sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen (-406 TEUR). Der Anstieg der Rückstellungen um 313 TEUR ist im Wesentlichen durch Rückstellungen für variable Vergütungen im Rahmen des Geschäftsverlaufs und Steuerrückstellungen zu erklären. Wesentliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden am Bilanzstichtag nicht. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind dem Geschäftsverlauf folgend zwar leicht erhöht, können jedoch regelmäßig innerhalb der Skontofrist beglichen werden.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Für die interne Leistungsermittlung und Unternehmenssteuerung ziehen wir neben den oben erwähnten Day of sales outstanding (DSO) und der Schere zwischen kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten auch noch das EBIT in Relation zum Umsatz und den Vergleich zu den Planzahlen für das laufende Geschäftsjahr heran. Die EBIT-Rendite liegt im Geschäftsjahr 2023 bei 6,8 Prozent und damit deutlichüber dem Niveau des Vorjahres (4,3 Prozent).

5. Prognosebericht

Für das Gesamtjahr 2024 prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) ein Weltwirtschaftswachstum von +3,1 Prozent. Dies entspricht dem vergleichbar schwachen Wachstum im Jahr 2023. Zwar äußerte sich der IWF zu Jahresbeginn 2024 auch für 2024 optimistischer als noch im Herbst 2023. Allerdings wird für die entwickelten Volkswirtschaften mit einem leichten Dynamikverlust von 0,1 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr gerechnet, da sowohl die US-amerikanische als auch die japanische Wirtschaft mit vermindertem Tempo wachsen dürften. Für den Euro-Raum wird ein Anstieg des BIP um 0,9 Prozent prognostiziert. Die deutsche Wirtschaft dürfte sich mit +0,5 Prozent erneut unterdurchschnittlich entwickeln. In den Schwellen- und Entwicklungsländern wird das Wachstumstempo wie in den beiden Vorjahren auf 4,1 Prozent geschätzt. China (+4,6 Prozent) und Indien (+6,5 Prozent) werden voraussichtlich etwas schwächer wachsen als im Jahr 2023. Gleiches gilt für Lateinamerika (+1,9 Prozent). Mehr Dynamik erwartet der IWF hingegen in den Regionen Mittlerer Osten/Zentralasien (+2,9 Prozent) sowie Subsahara-Afrika (+3,8 Prozent).

Abwärtsrisiken für die Prognose liegen in geopolitischen Risiken, insbesondere in der Eskalation des Nahostkonflikts und dem anhaltenden Krieg in der Ukraine, sowie in witterungsbedingten Schocks, einem anhaltenden Anstieg der Kerninflation und einer Wachstumsverlangsamung in China. Auf der anderen Seite könnte es auch zu einer schnelleren wirtschaftlichen Erholung in China mit positiven grenzüberschreitenden Wachstumsimpulsen kommen. Ein stärkerer Aufschwung wäre auch zu erwarten, wenn die Inflation schneller als erwartet zurückgeht und die Zentralbanken die Zinsen rascher lockern.

Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2024

Nach Ansicht der Bundesregierung nimmt die Wirtschaftsleistung mit einem erwarteten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um +0,2 Prozent im Jahr 2024 nur geringfügig zu. Geopolitische Krisen sowie geldpolitische Straffungen belasten die erwartete Erholung. Mit einer von der Bundesregierung erwarteten Inflationsrate von 2,8 Prozent für 2024 liegt das Preisniveau weiterhin über dem mittelfristigen Inflationsziel von 2 Prozent der EZB. Die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte dürften im gleichen Zeitraum jedoch um 3,8 Prozent zulegen. In Folge geringerer Inflationsraten steigen dadurch die Reallöhne, wovon im Verein mit einer robuste Arbeitsmarktentwicklung im Jahresverlauf die Konjunktur profitieren und eine zaghafte binnenwirtschaftliche Erholung eingeleitet werden kann. Auch die Exporte dürften wieder mit 0,6 Prozent leicht zulegen. Insgesamt bleibt der Wirtschaftsstandort Deutschland aber weiter unter Druck.

Dieser aktuellen Schwächephase will die Bundesregierung mit umfassenden und zielgerichteten Maßnahmen begegnen. Das Ziel ist es, den Wirtschaftsstandort zu stärken, etwa durch das Wachstumschancengesetz, das Entlastungen für die deutsche Wirtschaft in Aussicht stellt. Durch die Entlastungen soll die Investitionsdynamik verstärkt und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen verbessert werden. Um Innovationsanreize zu setzen, soll die Forschungszulage erhöht werden. Überbordende Bürokratie - beispielsweise bei der Fachkräftegewinnung aus dem Ausland - soll reduziert werden.Quelle: Bundesregierung (Jahreswirtschaftsbericht)

Für das Jahr 2024 erwarten die VDMA-Volkswirte erneut eine Stagnation des preisbereinigten Weltmaschinenumsatzes. Für alle vier großen Produktionsstandorte in Asien wird Wachstum im Jahr 2024 vorhergesagt, wobei Indien (+5 Prozent) erneut Spitzenreiter sein dürfte. Die Ausgangslage in den anderen drei Ländern ist recht unterschiedlich: So folgt der kleine Zuwachs in Süd-Korea und Japan (jeweils +1 Prozent) auf einen vergleichsweisen hohen Rückgang im Jahr 2023. In China sollte sich das Wachstum mit +2 Prozent fortsetzen, was ein signifikanter Tempoverlust wäre, verglichen mit den Jahren vor der Corona-Pandemie. Da die Auftragseingänge in der EU-27 als auch in den USA im Jahr 2023 preisbereinigt deutlich den Vorjahreswert verfehlten, wird für 2024 ein realer Umsatzrückgang von jeweils 2 Prozent prognostiziert.

Quelle: "Maschinenbau Konjunktur international", Dezember 2023

Der ZVEI berichtet im April 2024 für das Geschäftsklima der Branche moderat positiv:"Zwar hat sich das Geschäftsklima in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie auch im März 2024 insgesamt weiter erholt, jetzt zum vierten Mal hintereinander. Allerdings entwickelten sich die Beurteilung der aktuellen Lage und die allgemeinen Geschäftserwartungen in verschiedene Richtungen. Erstere fiel schlechter aus als noch im Februar, letztere zogen dagegen an und drehten sogar erstmals seit einem Jahr wieder ganz leicht ins Plus. 22% der Branchenunternehmen bewerteten ihre wirtschaftliche Situation im März als gut. 48% befanden sie als stabil und 30% als schlecht. Mit Blick auf die kommenden sechs Monate gehen 22% der heimischen Elektrofirmen von expandierenden und ebenfalls 22% von rückläufigen Geschäften aus. 56% kalkulieren mit gleichbleibenden Aktivitäten.

Die Exporterwartungen fielen im März zurück. Hier gab der Saldo aus Unternehmen, die für die nächsten drei Monate mit mehr bzw. weniger Lieferungen ins Ausland rechnen, deutlich von +4 auf 6 % Punkte nach."

Quelle: ZVEI-Konjunkturbarometer April 2024

Auch wenn die Unsicherheiten durch den Krieg in der Ukraine bleiben und die Lage in Nahost besorgniserregend ist, sind wir für das Jahr 2024 verhalten optimistisch. Unsere Digitalisierungsprojekte werden weitergeführt und auch das flächendeckende hybride, ortsunabhängige Arbeiten wird institutionalisiert werden. Die organisatorische Umsetzung und Sicherstellung höchstmöglicher Effektivität sowie gleichzeitiger Erhalt des Zusammenhalts der Belegschaft und der Identifikation mit dem Unternehmen sind dabei der zentrale Fokus. Gleichzeitig werden wir unsere Innovationsprozesse weiter aufbauen und systematisieren.

Aus wirtschaftlicher Perspektive gehen wir davon aus, dass sich die Geschäftslage im Jahr 2024 weiter erholt und dass unser Umsatz moderat steigen wird. Natürlich wird auch ein pessimistisches Szenario aufgestellt, für den Fall, dass Rückschläge wegen des Kriegs in der Ukraine oder der Lage in Nahost abgefangen werden müssen. Aber auch in diesem Fall erwarten wir, dass die Unternehmung resilient genug ist, um ein ausgeglichenes Ergebnis zu erzielen. Zielsetzung ist es, auch unter volatilen Bedingungen reaktions- und lieferfähig zu sein.

Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Beschaffungsbereich. Die Lage auf den Beschaffungsmärkten hat sich normalisiert. Nun liegt das Augenmerk darauf die Bestände wieder sinnvoll zurückzuführen und Risiken durch Überalterung zu minimieren. Die Teileversorgung ist mit intelligenten Dispositionsverfahren sicherzustellen.

Im Personalbereich werden wir unsere Stammbelegschaft um Positionen ergänzen müssen, die zur Umsetzung unserer Digitalisierungs- und Innovationsprojekte notwendig sind, aber auch um die notwendigen Kapazitäten im Fertigungsbereich zu schaffen. Wir gehen davon aus, dass wir auch durch die Entscheidung für das hybride Arbeiten, als Arbeitgeber ausreichend attraktiv bleiben. Zusätzlich werden wir im Gespräch mit unseren qualifizierten Mitarbeitern gezielte Anstrengungen zur Personalentwicklung ableiten. Ansonsten gilt es auch hier die Anpassungsfähigkeit an die volatile Geschäftslage zu erhalten und die Stammbelegschaft zu erhalten. Das Betriebsergebnis wird im Jahr 2024 wieder positiv und im erwarteten Szenario auf dem Niveau des Jahres 2023 liegen.

Die US-Tochtergesellschaft Buhler Technologies LLC wird die positive Entwicklung fortsetzen und konsolidieren.

Die Tochtergesellschaften Buhler Technologies SAS wird 2024 ihre Aktivitäten weiter ausbauen.

Da der Konflikt in der Ukraine anhält sind die Perspektiven für Buehler Technologies OOO düster. Hier wird in 2024 über die Auflösung der Gesellschaft entschieden werden.

Unser Asien-Center wird die Kooperationen mit unseren strategischen Partnern weiter ausbauen.

Insgesamt betrachten wir die Marktposition der Gesellschaft als gefestigt. Auch in schwierigem Umfeld werden wir unsere strategischen Vorhaben weiterführen, um diese Position beizubehalten und auszubauen.

6. Chancen- und Risikobericht

6.1 Risikobericht

6.1.1 Branchenspezifische Risiken

Branchenbezogene Risiken sind zurzeit nicht im wesentlichen Umfang erkennbar. Wir werden die wichtigen Frühindikatoren zur Beurteilung der wirtschaftlichen Entwicklung (Einkaufsmanagerindizes, Statistiken von VDMA und ZVEI, etc.) weiterhin beobachten, um frühzeitig auf Veränderungen reagieren zu können. Da wir uns eher in einer spätzyklischen Position befinden gehen wir davon aus, rechtzeitig agieren zu können sollten sich Risikofaktoren ergeben.

6.1.2 Politische Risiken

Als das beherrschende politische Risiko ist weiterhin der Krieg in der Ukraine. Eine weitere Eskalation mit direkten Auswirkungen auf die westlichen Volkswirtschaften kann nicht ausgeschlossen werden. Hinzu kommt die Eskalation im Nahen Osten. Hier ist zwar eher wenig Geschäftsvolumen direkt betroffen, jedoch können wichtige Seewege empfindlich gestört werden und überwunden geglaubte Engpässe in der Materialversorgung wieder auftauchen. Die Spannungen zwischen den USA und China sind zwar ein wenig aus den Schlagzeilen geraten. Jedoch sind sie unvermindert vorhanden. Eine weitere Verschärfung könnte Sanktionen und Gegensanktionen auslösen, was die Tätigkeit des Asien-Centers nachhaltig behindern würde. Das würde direkt einen relevanten Teil unseres Umsatzes betreffen. Und auch die indirekten Wirkungen auf die Lieferketten sind kaum abzusehen. Eine gravierende Rezession scheint in diesem Fall wahrscheinlich. Inwieweit staatliche Unterstützungsprogramme aufgelegt werden könnten, scheint fraglich. In jedem Fall wäre mit einer erheblichen Anzahl von Betriebsschließungen und Insolvenzen zu rechnen. Sorgen bereiten ebenfalls die wachsende Flut an regulatorischen Anforderungen, insbesondere aus Brüssel. Hier sind wir zwar oft nicht direkt betroffen, müssen jedoch mit Anfragen unserer betroffenen Kunden umgehen. Das bindet erhebliche Ressourcen, die dann nicht für die Geschäftsentwicklung zur Verfügung stehen. Mit Sorge verfolgen wir auch das Verfahren um das umfassende Verbot der Stoffgruppen, die unter dem Kürzel PFAS zusammengefasst sind. Wie in vielen modernen Industrieprozessen sind Teile aus PTFE und PVDF nicht aus unseren Produkten wegzudenken. Wir haben uns natürlich ausführlich an den Konsultationen beteiligt und hoffen auf eine moderate Regelung mit Augenmaß.

6.1.3 Ertragsorientierte Risiken

Das weitaus größte Ertragsrisiko geht zur Zeit von den beschriebenen politischen Risiken aus. Insbesondere aus dem Verhältnis USA-China. Ein weitgehender Verlust des Asien-Geschäftes wäre kaum zu kompensieren. Es gilt deshalb andere Weltregionen zu entwickeln.

Die Kosten für die weitere Digitalisierung, unsere Innovationsprojekte und die laufende Produktentwicklung stellen einen nicht zu vernachlässigenden Faktor dar, der aber notwendig ist, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Ebenso werden wir finanzielle Mittel für den Um- und Ausbau der Fertigungskapazität bereitstellen müssen.

6.1.4 Finanzwirtschaftliche Risiken

Liquiditätsrisiken oder -engpässe sind vor dem Hintergrund der Eigenkapitalausstattung und der Liquiditätsposition nicht erkennbar. Freie liquide Mittel werden in konservative Anlagen mit kurzer Laufzeit angelegt. Anlagen in Wertpapiere oder derivativen Finanzinstrumente existieren nicht und werden auch nicht getätigt.

Durch die Tätigkeit der Buhler Technologies LLC in den USA ist weiterhin mit einem stetigen Zufluss an US-Dollar zu rechnen. Um die Wechselkursrisiken hier einzudämmen, werden wir konservative Kurssicherungsinstrumente einsetzen.

Was die Forderungsrisiken betrifft, sind größere Einzelrisiken zurzeit nicht erkennbar. Zahlungsverzögerungen und Zahlungsausfälle könnten sich aus Effekten aus den aktuellen Konflikten ergeben. Die Positionen sind jedoch handhabbar und dem weiteren Aufbau wirken wir durch angepasste Zahlungsbedingungen entgegen. Hier prüfen wir auch alle Instrumente zur Kreditversicherung. Weiterhin wird das intensive Forderungsmanagement beibehalten und Risiken werden präventiv vermieden, um einer Erhöhung der Forderungsausfälle entgegenzuwirken. Im überseeischen Ausland erfolgt die Absicherung durch den verstärkten Einsatz von Vorkassen.

Fabrikationsrisiken werden durch Vorauszahlungen oder Produktionsbeginn erst nach Zahlungseingang / -absicherung begrenzt. Risiken aus Vertragsstrafen oder gesellschaftsrechtlichen Verpflichtungen bestehen derzeit nicht.

6.2 Chancenbericht

Die feste Einführung der neuen Arbeitsformen und die weitere Digitalisierung und Verbesserung aller Geschäftsprozesse werden uns Möglichkeiten zum Ausbau der Positionierung der Unternehmung geben. Die Innovationsprojekte, die von der Bühler Innovation GmbH vorangetrieben werden, bieten große Chancen, die auch schon in konkrete Projekte übergehen. Der Ausbau der französischen Tochtergesellschaft verstärkt die lokale Präsenz. Wir werden weiter Investitionen in Produkte und neue Märkte vornehmen, die sich kurz- bis mittelfristig positiv bemerkbar machen.

6.3 Gesamtaussage

Insgesamt sehen wir uns für die Herausforderung der nahen Zukunft gut gerüstet, so dass wir mit vorsichtigem Optimismus in die Zukunft blicken. Die Marktposition und die finanzielle Ausstattung der Unternehmung bilden die Plattform für eine erfolgreiche, mittel- bis langfristig orientierte Weiterentwicklung der Bühler Technologies GmbH.

7. Bericht über Zweigniederlassungen

Von der Bühler Technologies GmbH werden in China und Italien eigene Büros mit insgesamt 4 Mitarbeitern betrieben. Zusätzlich gibt es rechtlich selbstständige Tochtergesellschaften in den USA, Russland und Frankreich mit 5 Mitarbeitern. Das Asien-Center wird sich in der Hauptsache um die Sicherung der Position in China kümmern. Die Gesellschaft in Frankreich befindet sich weiter in der Wachstumsphase und wird ein positives Ergebnis erwirtschaften und personell verstärkt werden. Die Gesellschaft in Russland ruht wegen des Krieges in der Ukraine. Eine Entscheidung über die Auflösung wird im Jahr 2024 getroffen werden. Die Bühler Innovation GmbH weist für 2023 ein ausgeglichenes Ergebnis aus.

Die Tochtergesellschaft in den USA hat im Jahr 2023 einen erhöhten Umsatz und ein sehr positives Ergebnis erreicht. Die Anpassung der Organisation und die Vertriebsanstrengungen haben sehr gute Wirkung gezeigt. Im Jahr 2024 wird die Gesellschaft personell verstärkt. Alles in Allem stellen wir fest, dass der internationale Ausbau der Aktivitäten der Bühler Technologies GmbH ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist und unter sorgfältiger Risiko- und Chancenabwägung weiter betrieben wird.

 

Ratingen, den 14. April 2024

Zu dem am 18. April 2024 ohne Inanspruchnahme von Offenlegungserleichterungen aufgestellten Jahresabschluss nebst Lagebericht zum 31. Dezember 2023 der Bühler Technologies GmbH, Ratingen wurde folgender uneingeschränkter Bestätigungsvermerk mit Datum vom 19. April 2024 erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Bühler Technologies GmbH, Ratingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Bühler Technologies GmbH, Ratingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bühler Technologies GmbH, Ratingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung war es, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Unsere Prüfung hatte sich, da nichts anderes bestimmt worden ist, gemäß § 317 Abs. 4 a HGB nicht darauf zu erstrecken, ob der Fortbestand der geprüften Kapitalgesellschaft oder die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung zugesichert werden kann.

Während der Prüfung haben wir pflichtgemäßes Ermessen ausgeübt und eine kritische Grundhaltung bewahrt. Darüber hinaus haben wir

die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern identifiziert und beurteilt, Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken geplant und durchgeführt sowie Prüfungsnachweise erlangt, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolosen Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen gewonnen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben beurteilt.

Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit gezogen sowie darüber, ob - auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise - eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss gekommen sind, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir haben unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise gezogen. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Tätigkeit nicht mehr fortführen kann.

die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben beurteilt sowie die Frage, ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens beurteilt.

Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durchgeführt. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise haben wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nachvollzogen und die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen beurteilt. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen haben wir nicht abgegeben. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir haben mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie auch bedeutsame Prüfungsfeststellungen einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem erörtert, falls wir solche Mängel während unserer Prüfung festgestellt haben.

 

Düsseldorf, 19. April 2024

WEYAND • TROST & PARTNER mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Michael Reinartz, Wirtschaftsprüfer

Frank Reiners, Wirtschaftsprüfer

 

Düsseldorf, 19. April 2024

Weitere Angaben:

Der Jahresabschluss ist durch die Gesellschafterversammlung vom 25. April 2024 festgestellt worden.

Weiter wurde beschlossen, eine Ausschüttung in Höhe von EUR 300.000,00 vorzunehmen und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

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