Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 104514
Eingetragen
17.2.2016
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Gründung von Unternehmen und der Erwerb, die Verwaltung und die Verwertung von Beteiligungen an anderen Unternehmen im eigenen Namen, auf eigene Rechnung, nicht für Dritte, sowie die erlaubnisfreie Beratung von anderen Unternehmen, insbesondere in den Bereichen Strategie, Marketing, Personal und Finanzierung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Berner
seit 15.1.2021
Geschäftsführer
Rouven Schellenberger
seit 17.2.2016
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Beteiligungen

NameAnteil
4.44%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Deutscher Fachverlag Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Frankfurt am Main

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Deutscher Fachverlag Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht

Wir haben den Konzernabschluss der Deutscher Fachverlag Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Frankfurt am Main, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzern- Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Deutscher Fachverlag Gesellschaft mit beschränkter Haftung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und für das Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften; der Konzernabschluss vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Konzernabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und für das Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht

Entgegen § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a) und b) HGB wurden im Konzernanhang die Gesamtbezüge der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats sowie die Gesamtbezüge früherer Organmitglieder bzw. deren Pensionsverpflichtungen des Mutterunternehmens nicht angegeben.

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt;

holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile;

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Eschborn/Frankfurt am Main, 15. September 2023

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Kemmerich, Wirtschaftsprüfer

Schirmer, Wirtschaftsprüferin

Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

30.12.2021
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 7.037.260,48 5.741.482,05
2. Geschäfts- oder Firmenwert 13.556.049,55 4.890.899,79
3. Geleistete Anzahlungen 108.613,34 164.087,16
20.701.923,37 10.796.469,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.669.154,44 7.674.635,79
2. Technische Anlagen und Maschinen 369,00 615,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.487.899,48 2.713.742,01
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 118.258,29 27.434,55
10.275.681,21 10.416.427,35
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 26.001,00 26.001,00
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 245.138,32 1.016.812,39
3. Beteiligungen 934.293,47 934.293,47
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 35.802.040,85 32.856.552,21
37.007.473,64 34.833.659,07
67.985.078,22 56.046.555,42
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 76.016,95 50.799,00
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.480.563,32 1.560.847,98
3. Fertige Erzeugnisse 302.533,73 329.504,00
1.859.114,00 1.941.150,98
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.591.891,69 12.265.004,59
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 58.167,00 21.052,84
3. Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 1.131.734,67 238.648,86
4. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.618,00 51.682,00
5. Sonstige Vermögensgegenstände 2.481.200,93 2.008.156,29
17.265.612,29 14.584.544,58
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 25.362.688,81 34.674.344,80
44.487.415,10 51.200.040,36
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.377.360,13 1.172.527,76
D. Aktive latente Steuern 4.006.945,10 3.861.309,74
117.856.798,55 112.280.433,28

Passiva

30.12.2021
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
1. Stammkapital 6.135.502,57 6.135.502,57
2. Absetzung eigene Anteile -1.533.875,64 -1.533.875,64
4.601.626,93 4.601.626,93
II. Andere Gewinnrücklagen 41.190.543,43 41.190.543,43
III. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -47.964,22 -39.203,54
IV. Konzernbilanzgewinn 6.465.046,38 6.085.284,38
V. Nicht beherrschende Anteile 1.360.784,35 1.055.782,04
53.570.036,87 52.894.033,24
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 16.303.684,00 15.566.661,00
2. Steuerrückstellungen 5.258.969,94 1.481.176,40
3. Sonstige Rückstellungen 11.255.785,11 10.076.255,60
32.818.439,05 27.124.093,00
C. Verbindlichkeiten 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 232.500,00 0,00
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 106.087,46 1.441.938,53
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.629.424,62 5.242.301,10
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 20.761,14 55.143,48
5. Sonstige Verbindlichkeiten 11.009.589,73 12.163.503,91
15.998.362,95 18.902.887,02
D. Rechnungsabgrenzungsposten 13.281.359,59 11.727.678,02
E. Passive latente Steuern 2.188.600,09 1.631.742,00
117.856.798,55 112.280.433,28

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für 2022

2021
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 132.429.809,85 119.811.659,76
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und Leistungen -80.284,66 -31.182,21
3. Sonstige betriebliche Erträge 2.756.552,75 2.969.931,93
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 41.137,83 (Vj. EUR 14.468,73)
135.106.077,94 122.750.409,48
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 2.237.022,86 1.726.886,27
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 19.080.079,60 16.936.957,78
21.317.102,46 18.663.844,05
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 60.011.448,58 54.957.267,36
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 12.351.911,38 12.313.271,50
72.363.359,96 67.270.538,86
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 4.267.419,80 3.765.842,09
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 29.770.395,90 27.333.962,72
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 6.814,06 (Vj. EUR 17.717,29)
34.037.815,70 31.099.804,81
8. Erträge aus Beteiligungen 317.713,42 178.074,91
9. Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 8.490,34 42.216,62
10. Erträge aus Wertpapieren des Anlagevermögens 255.341,59 242.255,61
11. Aufwendungen aus Verlustübernahme 732,68 667,69
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 50.972,57 55.695,57
davon Erträge aus der Aufzinsung
EUR 20,00 (Vj. EUR 0,00)
13. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 51.664,00
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 495.481,18 471.970,92
davon Aufwendungen aus der Aufzinsung EUR 336.674,00 (Vj. EUR 338.457,00)
119.323,38 -90.493,14
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.049.267,79 1.641.556,73
davon Ertrag aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern EUR 978.290,80 (Vj. EUR 38.959,19)
16. Ergebnis nach Steuern 4.457.855,41 3.984.171,89
17. Sonstige Steuern 919.840,97 108.916,39
18. Konzernjahresüberschuss 3.538.014,44 3.875.255,50
19. Konzerngewinnvortrag 3.085.284,38 2.275.889,67
20. Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Gewinn 158.252,44 65.860,79
21. Konzernbilanzgewinn 6.465.046,38 6.085.284,38

Konzern-Kapitalflussrechnung für 2022

2022 2021
TEUR TEUR
1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Periodenergebnis 3.538 3.875
Abschreibungen (+) / Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des Anlagevermögens 4.267 3.817
Fortschreibung des Beteiligungsansatzes assoziierter Unternehmen 8 42
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Rückstellungen 1.063 -2.787
Zahlungsunwirksame Aufwendungen (+) / Erträge (-) 403 -57
Gewinn (-) / Verlust (+) aus Anlageabgängen 0 -127
Zinsaufwendungen (+) / Zinserträge (-) 444 416
Beteiligungserträge/Erträge aus Wertpapieren des Anlagevermögens (-) -573 -420
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva -2.010 -909
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva -3.605 2.606
Ertragsteueraufwand (+) / Ertragsteuerertrag (-) 3.049 1.642
Ertragsteuerzahlung (-) 729 -226
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 7.313 7.872
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 17 2.252
Auszahlungen (-) für Investitionen in das Anlagevermögen -3.979 -3.490
Auszahlungen (-)für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen -10.259 -307
Erhaltene Zinsen (+) 51 56
Beteiligungsertrag / Erhaltene Dividenden 573 420
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -13.597 -1.069
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Auszahlung (-) aus der Tilgung von Krediten -15 0
Auszahlungen (-) an Unternehmenseigner -3.000 -1.800
Auszahlung (-) an Minderheiten 0 -339
Veränderung der Fremdanteile (am Kapital) 146 0
Gezahlte Zinsen (-) -158 -134
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -3.027 -2.273
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Zwischensummen 1 - 3) -9.311 4.530
Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 0 235
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 34.674 29.909
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 25.363 34.674
5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Liquide Mittel 25.363 34.674
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 25.363 34.674

Konzern-Eigenkapitalspiegel für 2022

Eigenkapital des Mutterunternehmen
gezeichnetes Kapital
Stammkapital Eigene Anteile Summe
EUR EUR EUR
31.12.2021 6.135.502,57 -1.533.875,64 4.601.626,93
Umbuchung 0,00 0,00 0,00
Ausschüttungen 0,00 0,00 0,00
Einzahlungen in Rücklagen 0,00 0,00 0,00
Änderung Konsolidierungskreis Gewinn-/Verlustvortrag 0,00 0,00 0,00
Währungsdifferenzen 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00
Konzern-Jahresüberschuss 0,00 0,00 0,00
31.12.2022 6.135.502,57 -1.533.875,64 4.601.626,93
Eigenkapital des Mutterunternehmen Nicht beherrschende Anteile
Rücklagen Konzernbilanzgewinn Summe
Andere Gewinnrücklagen Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Gewinnvortrag Konzernjahresergebnis das dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist
EUR EUR EUR EUR EUR
31.12.2021 41.190.543,43 -39.203,54 2.275.889,67 3.809.394,71 51.838.251,20
Umbuchung 0,00 0,00 3.809.394,71 -3.809.394,71 0,00
Ausschüttungen 0,00 0,00 -3.000.000,00 0,00 -3.000.000,00
Einzahlungen in Rücklagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Änderung Konsolidierungskreis Gewinn-/Verlustvortrag 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Währungsdifferenzen 0,00 -8.760,68 0,00 0,00 -8.760,68
0,00 -8.760,68 809.394,71 -3.809.394,71 -3.008.760,68
Konzern-Jahresüberschuss 0,00 0,00 0,00 3.379.762,00 3.379.762,00
31.12.2022 41.190.543,43 -47.964,22 3.085.284,38 3.379.762,00 52.209.252,52
Nicht beherrschende Anteile
Summe
Nicht beherrschende Anteile vor Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/ Verluste
EUR EUR EUR
31.12.2021 1.328.870,25 -273.088,21 1.055.782,04
Umbuchung -273.088,21 273.088,21 0,00
Ausschüttungen 0,00 0,00 0,00
Einzahlungen in Rücklagen -16.105,23 0,00 -16.105,23
Änderung Konsolidierungskreis Gewinn-/Verlustvortrag 162.855,10 0,00 162.855,10
Währungsdifferenzen 0,00 0,00 0,00
-126.338,34 273.088,21 146.749,87
Konzern-Jahresüberschuss 0,00 158.252,44 158.252,44
31.12.2022 1.202.531,91 158.252,44 1.360.784,35
Konzerneigenkapital
EUR
31.12.2021 52.894.033,24
Umbuchung 0,00
Ausschüttungen -3.000.000,00
Einzahlungen in Rücklagen -16.105,23
Änderung Konsolidierungskreis Gewinn-/Verlustvortrag 162.855,10
Währungsdifferenzen -8.760,68
-2.862.010,81
Konzern-Jahresüberschuss 3.538.014,44
31.12.2022 53.570.036,87

Konzernanhang für 2022

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 bis 314 HGB aufgestellt. Ergänzende Vorschriften zur Konzernrechnungslegung ergeben sich nicht aus dem Gesellschaftsvertrag des Mutterunternehmens. Der Abschluss ist nach den Bestimmungen der §§ 266 ff. HGB gegliedert. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den Rechnungslegungsvorschriften des HGB.

Die folgenden Gesellschaften machen von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch:

IBP-International Business PressPublishers GmbH, Frankfurt am Main

Career Pioneer Verwaltungs GmbH, Frankfurt am Main

Deutsche Fachmedien GmbH, Frankfurt am Main

Verlag für Wirtschaftspraxis GmbH, Frankfurt am Main

FVW Medien GmbH, Hamburg

dfv Euro Finance Group GmbH, Frankfurt am Main

Euro Finance Media GmbH, Frankfurt am Main

dfv Conference Group GmbH, Frankfurt am Main

dfv Venture GmbH, Frankfurt am Main

Business Target Group GmbH, Scheeßel

energate GmbH, Essen

Die Career Pioneer GmbH & Co. KG, Wiesbaden, nimmt gemäß § 264b HGB die Befreiung hinsichtlich der Aufstellung des Anhangs sowie der Offenlegung des Jahresabschlusses in Anspruch.

Registerinformationen

Das Mutterunternehmen ist unter der Firma Deutscher Fachverlag Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in Frankfurt am Main im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt unter der Nummer HRB 8501 eingetragen.

Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Deutscher Fachverlag Gesellschaft mit beschränkter Haftung 15 inländische und 3 ausländische Unternehmen.

Bei der Einbeziehung neu erworbener Anteile wurden die in den Konzernabschluss aufgenommenen Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten im Rahmen der Kaufpreisallokation neu bewertet bzw. angesetzt, wobei insbesondere die Markenrechte der Handelsnamen sowie Kundenbeziehungen in der Konzernbilanz als Vermögensgegenstände zusätzlich angesetzt wurden.

Erstmals konsolidieren wir die im Berichtsjahr neu erworbene Gesellschaft energate GmbH, Essen sowie die ferret go GmbH, Bernau bei Berlin (vormals Equity-Bilanzierung) infolge des Erwerbs weiterer Anteile.

Mit Kaufvertrag vom 27. Juni 2022 und rechtlicher Wirkung zum 28. Juni 2022 erwarb die Deutscher Fachverlag Gesellschaft mit beschränkter Haftung 100% der Geschäftsanteile an der energate GmbH, Essen. Aus Vereinfachungsgründen wurde der 1. Juli 2022 als Erstkonsolidierungszeitpunkt gewählt, zwischen dem Erstkonsolidierungszeitpunkt und dem Tag des Kaufvertrags fanden keine wesentlichen Transaktionen statt.

Aus der Kapitalkonsolidierung zum 1. Juli 2022 und der zugehörigen Kaufpreisallokation ergaben sich folgende Vermögenswerte:

Vermögenswert TEUR zum 1. Juli 2022 Nutzungsdauer in Jahren
Titelrechte, Marke 2.250 20
Kundenstamm 973 1
Firmenwert 9.025 15

Durch Ausübung der Option zum Kauf weiterer Anteile aus dem Optionsvertrag vom 16. Dezember 2020 erwarb die Deutscher Fachverlag Gesellschaft mit beschränkter Haftung am 26. Januar 2022 weitere 24,82 % der Geschäftsanteile an der ferret go GmbH, Bernau bei Berlin. Aus Vereinfachungsgründen wurde der 1. Januar 2022 als Erstkonsolidierungszeitpunkt gewählt, zwischen dem Erstkonsolidierungszeitpunkt und dem Tag des Kaufvertrags fanden keine wesentlichen Transaktionen statt. Aus der Kapitalkonsolidierung von insgesamt 67,04 % der Anteile zum 1. Januar 2022 und der zugehörigen Kaufpreisallokation ergab sich ein Firmenwert von TEUR 732, der über 15 Jahre abgeschrieben wird.

Die Equity-Bilanzierung der wesentlichen Beteiligungen an assoziierten Unternehmen nahmen wir nach der Buchwertmethode vor. Es handelt sich um eine inländische und zwei ausländische Gesellschaften. Die Summe der in der Konzernbilanz nicht erfassten negativen Equity-Werte aus der Nebenrechnung beträgt TEUR 369. Geschäfts- oder Firmenwerte sind in Höhe von TEUR 272 bilanziert. Der Unterschied zwischen Buchwert und negativem anteiligem Eigenkapital beträgt TEUR 641.

Zwei inländische und zwei ausländische Unternehmen wurden wegen untergeordneter Bedeutung für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht konsolidiert.

Eine Aufstellung unseres Anteilsbesitzes, die auch den Konsolidierungskreis darstellt, ist Teil dieses Konzernanhangs.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schuldposten wurden im Wesentlichen unverändert gegenüber dem Vorjahr bewertet.

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird das gesetzliche Aktivierungswahlrecht nicht in Anspruch genommen.

Geschäfts- oder Firmenwerte einschließlich der Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung von Anteilen und der Equity-Konsolidierung werden über einen Zeitraum von 10 bis 15 Jahren linear abgeschrieben. Für die Firmenwerte wird im Wesentlichen eine Nutzungsdauer von 15 Jahren zugrunde gelegt, da der Markt sich wegen der kleinen Zahl von Anbietern und der hohen Markteintrittsbarrieren nur langsam verändert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen, die Beteiligungen und die Wertpapiere zu Anschaffungskosten oder zu dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Die Zugänge bei Beteiligungen an assoziierten Unternehmen enthalten neben erworbenen Anteilen auch Einlagen. Unter den Abgängen werden Dividendenausschüttungen und veräußerte Anteile erfasst. Anteilige Jahresüberschüsse bzw. anteilige Jahresfehlbeträge werden als Zu- bzw. Abschreibung erfasst.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Für Bestandsrisiken wurden ausreichende Abschreibungen vorgenommen.

Die unfertigen Erzeugnisse sind zu Litho- und Satzkosten bewertet. Die im Berichtsjahr aktivierten unfertigen Leistungen sowie die fertigen Erzeugnisse sind auf Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten, welche aus anteiligen Personalaufwendungen, Druckkosten und Honoraren bestehen, bewertet. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellkosten einbezogen.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst.

Flüssige Mittel und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Stichtagskurs bewertet.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem modifizierten Teilwertverfahren unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren mit 1,78 % (Vj.1,87 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 11. März 2016 verwendet. Aufgrund der stark gestiegenen Inflationsrate wird es voraussichtlich bei den in den nächsten Jahren anstehenden Rentenanpassungen zu außergewöhnlich hohen Anpassungen kommen. Hierfür wurde ein Aufschlag von 8,0 bis 12,0 % eingerechnet. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 2,0 % (Vj.2,0 %) berücksichtigt. Gehaltssteigerungen waren aufgrund der Ausgestaltung der Ruhegeldvereinbarungen nicht zu berücksichtigen. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 7,0 % (Vj.4,0 %) berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Geld- und Sachleistungsverpflichtungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Altersteilzeitrückstellungen werden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB zum notwendigen Erfüllungsbetrag, unter Berücksichtigung der erwarteten Dynamik der Gehaltsentwicklung angesetzt. Für die Abzinsung wurde bei einer restlichen Laufzeit von mindestens einem Jahr der Rechnungszins von 0,52 % (Vj.0,34 %) verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,0 % (Vj.2,0 %) berücksichtigt.

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den korrespondierenden Rückstellungen verrechnet. Das Deckungsvermögen wurde mit dem Marktpreis zum Bilanzstichtag bewertet.

Die Jubiläumsrückstellungen werden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB zum notwendigen Erfüllungsbetrag, unter Berücksichtigung der erwarteten Dynamik der Gehaltsentwicklung angesetzt. Die Bewertung der Jubiläumsverpflichtungen erfolgt nach dem modifizierten Teilwertverfahren unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,44% (Vj.1,35 %) verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,0 % (Vj.2,00 %) und die Fluktuation wurde mit einer Rate von 7,00 % (Vj.4,00 %) berücksichtigt. Aufgrund der stark gestiegenen Inflationsrate wird es voraussichtlich bei den in den nächsten Jahren anstehenden Gehaltsanpassungen zu etwas höheren Anpassungen kommen. Hierfür wurde pauschal eine Gehaltserhöhung von 2,0 % für 2023 angesetzt.

Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und entlastung nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung. Aktive und passive Steuerlatenzen werden unsaldiert ausgewiesen.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung enthaltenen Davon-Vermerke enthalten sowohl die realisierten als auch die unrealisierten Währungskursdifferenzen.

Die Aktiv- und Passivposten der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse wurden, mit Ausnahme des Eigenkapitals (gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Ergebnisvortrag zu historischen Kursen), zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz ist innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines (Zu-)Erwerbs erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Erwerbsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen.

Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen.

Der für die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten und der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist.

Die Kapitalkonsolidierung für Gesellschaften oder für zugekaufte Kapitalanteile, die vor dem 1. Januar 2010 erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Buchwertmethode zum Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung vorgenommen. Die zu aktivierenden Beträge ordneten wir dabei soweit wie möglich den betreffenden Aktivposten zu; der Restbetrag wurde als Firmenwert ausgewiesen. Passivische Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung erfassten wir innerhalb der Gewinnrücklagen.

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet. Differenzen aus der Schuldenkonsolidierung werden erfolgswirksam behandelt.

Zwischenergebnisse aus dem konzerninternen Liefer- und Leistungsverkehr waren nicht zu eliminieren.

Erträge und Aufwendungen zwischen den einbezogenen Unternehmen wurden gegeneinander aufgerechnet bzw. umgegliedert.

Angaben und Erläuterungen zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens der Gruppe ist aus der gesonderten Übersicht ersichtlich.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens enthalten überwiegend Schuldverschreibungen diverser Emittenten, bei denen die Gesellschaft beabsichtigt, sie bis zur Endfälligkeit zu halten, sowie Anteile an Investmentvermögen.

Festverzinsliche Wertpapiere des Anlagevermögens mit einem Buchwert von TEUR 23.660 und einem Zeitwert von TEUR 21.760 wurden nicht abgeschrieben, da sie bis Endfälligkeit gehalten werden sollen.

Anteile an Investmentvermögen mit einem Buchwert von TEUR 12.142 und einem Zeitwert von TEUR 11.452 wurden nicht abgeschrieben, da die Buchverluste sich in einem überschaubaren Rahmen bewegen und im Jahr 2023 eine Erholung eingesetzt hat.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Vom ausgewiesenen Bestand haben Forderungen gegen assoziierte Unternehmen in Höhe von TEUR 540 (Vj. TEUR 540) und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 94 (Vj. TEUR 449) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie Beteiligungsunternehmen resultieren, wie im Vorjahr, ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen.

Latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus der unterschiedlichen Bewertung der Pensions- und Jubiläumsrückstellungen. Zugrunde gelegt wurde ein durchschnittlicher Konzern-Steuersatz von rund 31 % (Vj.31 %).

Auf steuerliche Verlustvorträge im Ausland wurden keine latenten Steueransprüche aktiviert, da eine Steuerentlastung innerhalb von fünf Jahren nicht erwartet wird.

Die passiven latenten Steuern resultieren aus der Rücknahme der steuerlichen Sonderabschreibungen (Wegfall § 308 Abs. 3 HGB in 2003) sowie aus der Erstkonsolidierung von 2 Gesellschaften und vorgenommenen Anpassungen aufgrund der einheitlichen Ausübung von Konzernbewertungsrichtlinien.

Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:

Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
TEUR TEUR
31.12.2021 3.861 1.632
31.12.2022 4.007 2.189
Veränderung 146 557

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital in Höhe von TEUR 6.136 (Vj.TEUR 6.136) stimmt mit dem Bilanzausweis beim Mutterunternehmen überein. In Höhe von TEUR 1.534 (Vj.TEUR 1.534) wurde der Nennbetrag der eigenen Anteile offen abgesetzt.

Die Gewinnrücklagen umfassen neben denen der Muttergesellschaft die Gewinnrücklagen der in den Konzern einbezogenen verbundenen Unternehmen.

Rückstellung für Pensionen

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 871 (Vj.TEUR 1.294).

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Jubiläumsverpflichtungen, Tantiemen, Resturlaub, Handelsvertreterausgleichsansprüche sowie für Restrukturierungskosten gebildet.

Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:

TEUR
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 858
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 858
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 938
Verrechnete Aufwendungen 0
Verrechnete Erträge 0

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr bis fünf Jahre in Höhe von TEUR 1 (Vj. TEUR 2) enthalten. Alle übrigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern in Höhe von TEUR 5.827 (Vj.TEUR 5.913) sowie Steuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.726 (Vj.TEUR. 1.878) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 478 (Vj.TEUR 390).

Angaben und Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

2022 2021
TEUR TEUR
Abonnenten 37.623 33.653
Anzeigen 66.286 64.842
Buchverkäufe 1.839 1.845
Übrige 26.682 19.472
132.430 119.812

Die Umsatzerlöse wurden überwiegend in Deutschland erzielt.

Personalaufwand

Der Aufwand für Altersversorgung betrug im Berichtsjahr TEUR 1.684 (Vj.TEUR 2.313).

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 43 (Vj.TEUR 397) sowie Gewinne aus Wertpapierverkäufen in Höhe von TEUR 3 (Vj.TEUR 10).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Forderungsverluste in Höhe von TEUR 322 (Vj. TEUR 320) und Verluste aus Wertpapierverkäufen in Höhe von TEUR 3 (Vj. TEUR 27).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten kaufmännische Honorare in Höhe von ca. TEUR 1.100, welche im Vorjahr in den Materialaufwendungen enthalten waren. Der Vorjahresausweis wurde nicht angepasst.

Abschreibungen

Im Berichtsjahr ergaben sich keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf Finanzanlagen (Vj. TEUR 52).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belaufen sich im Berichtsjahr auf TEUR -3.049 (Vj. TEUR -1.642). Diese ergeben sich im Wesentlichen aus der laufenden Körperschaft- und Gewerbesteuer des Geschäftsjahres sowie der Veränderung bilanzierter latenter Steuern.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens schlägt in Übereinstimmung mit dem Aufsichtsrat vor, den Bilanzgewinn des Mutterunternehmens wie folgt zu verwenden:

TEUR
Bilanzgewinn 7.723
Ausschüttung 1.800
Gewinnvortrag 5.923

Sonstige Angaben

Angaben zu Haftungsverhältnissen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 1 HGB

Die Deutscher Fachverlag Gesellschaft mit beschränkter Haftung hat unter Verzicht auf das Recht der Einrede der Anfechtung, der Aufrechnung und der Vorausklage nach §§ 770, 771 BGB und unter Übernahme der vollen Haftung eine selbstschuldnerische Bürgschaft der Frankfurter Volksbank erteilt, der diruj Deutsches Institut für Rechtsabteilungen und Unternehmensjuristen GmbH, Frankfurt am Main, eine Bürgschaft in Höhe von TEUR 250 zur Verfügung zu stellen. Mit einer Inanspruchnahme wird aufgrund der Unternehmensplanung nicht gerechnet.

Die Deutscher Fachverlag Gesellschaft mit beschränkter Haftung hat für die diruj Deutsches Institut für Rechtsabteilungen und Unternehmensjuristen GmbH (assoziertes Unternehmen), Frankfurt am Main, zusammen mit dem Gesellschafter Herrn Dr. Michael Henning eine interne Patronatserklärung abgegeben, in der sie sich verpflichten die Gesellschaft finanziell so auszustatten, dass sie zur Erfüllung der gegenwärtigen und künftigen Verbindlichkeiten fristgemäß imstande ist. Die genannte Verpflichtung ist auf einen Betrag von TEUR 800 begrenzt. Mit einer Inanspruchnahme wird aufgrund der positiven Unternehmensplanung nicht gerechnet.

Die Deutscher Fachverlag Gesellschaft mit beschränkter Haftung hat sich bereit erklärt, für die von der dfv European Corporate Counsel Group SPRL bis zum Abschlussstichtag eingegangenen Verpflichtungen im folgenden Geschäftsjahr einzustehen und die Gesellschaft darüber hinaus dergestalt auszustatten, dass sie jederzeit in der Lage ist, ihre Verbindlichkeiten fristgerecht zu erfüllen. Die Forderungen der Deutscher Fachverlag Gesellschaft mit beschränkter Haftung gegenüber der Gesellschaft sind gem. § 19 Abs. 2 Satz 2 InsO nachrangig. Mit einer Inanspruchnahme wird aufgrund der Unternehmensplanung nicht gerechnet.

Angaben zu Sonstigen finanzielle Verpflichtungen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 2 und 2a HGB

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, soweit diese nicht in der Bilanz ausgewiesen sind, beläuft sich auf:

TEUR
Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen sowie übrigen Verträgen
fällig innerhalb eines Jahres 7.566
fällig in mehr als einem Jahr 7.186
14.752

Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte und sonstige Vermögensgegenstände nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt.

Im Zusammenhang mit dem Beteiligungserwerb von 40 % an der AgroBrain S.à.r.l., Wemperhardt (Großherzogtum Luxembourg) stehen noch vier Kaufpreisraten von je TEUR 75 aus, die an bestimmte Bedingungen (Erreichung eines bestimmten Vollkosten- Ergebnisses der Gesellschaft) geknüpft sind und dann zum 1. April desjenigen Jahres fällig werden, in welchem das jeweilige Ziel erreicht wurde.

Geschäftsführung

Mitglieder der Geschäftsführung der Muttergesellschaft:

Peter Esser, Frankfurt am Main

Sprecher der Geschäftsführung Geschäftsführer zuständig für operative Verlagsbereiche

Sönke Reimers, Frankfurt am Main

Sprecher der Geschäftsführung, Geschäftsführer zuständig für operative Verlagsbereiche

Thomas Berner, Rödermark

Geschäftsführer zuständig für Finanzen und Controlling und Business Services

Markus Gotta, Bad Soden

Geschäftsführer zuständig für operative Verlagsbereiche

Aufsichtsrat

Andreas Lorch, Heidelberg

Bankkaufmann

Dr. Edith Baumann-Lorch, Heidelberg

Diplom-Psychologin

Catrin Lorch, Königswinter

Kunstkritikerin

Peter Ruß, Dietzenbach

Verlagskaufmann

Honorar des Abschlussprüfers

Die Honorare des Abschlussprüfers Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft setzen sich wie folgt zusammen:

2022
TEUR
Abschlussprüfung 292
Steuerberatungsleistungen 163
Gesamt 455

Nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommene Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen sind nur im Rahmen von marktüblichen Bedingungen zustande gekommen.

Personalbestand

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer während des Geschäftsjahres betrug:

2022
Kaufmännische Angestellte 629
Redakteure 294
923

Nachtragsbericht

Vorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von besonderer Bedeutung wären, sind nach dem Ablauf des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

 

Frankfurt am Main, 31. August 2023

Peter Esser, Sprecher

Sönke Reimers, Sprecher

Thomas Berner

Markus Gotta

Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2022

Historische Anschaffungskosten
1.1.2022 Veränderung des Konsolidierungskreises Währungsumrechnung
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 63.675.969,04 3.226.617,51 -1.662,35
2. Geschäfts- oder Firmenwert 43.223.695,84 9.898.818,77 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 164.087,16 0,00 0,00
107.063.752,04 13.125.436,28 -1.662,35
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 33.253.343,83 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.798,00 0,00 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.711.093,02 30.474,59 -83,24
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 27.434,55 0,00 0,00
47.996.669,40 30.474,59 -83,24
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 893.500,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 1.371.483,83 -763.183,73 0,00
3. Beteiligungen 1.268.524,46 0,00 0,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 33.027.320,40 0,00 0,00
36.560.828,69 -763.183,73 0,00
191.621.250,13 12.392.727,14 -1.745,59
Historische Anschaffungskosten
Zugänge Umgliederungen Abgänge 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 257.698,45 83.551,50 0,00 67.242.174,15
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00 53.122.514,61
3. Geleistete Anzahlungen 108.613,34 -164.087,16 0,00 108.613,34
366.311,79 -80.535,66 0,00 120.473.302,10
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 0,00 33.253.343,83
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 0,00 4.798,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 531.303,61 80.535,66 157.616,01 15.195.707,63
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 118.258,29 0,00 27.434,55 118.258,29
649.561,90 80.535,66 185.050,56 48.572.107,75
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 893.500,00
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00 608.300,10
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 1.268.524,46
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 3.006.214,14 0,00 60.725,50 35.972.809,04
3.006.214,14 0,00 60.725,50 38.743.133,60
4.022.087,83 0,00 245.776,06 207.788.543,45
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2022 Währungsumrechnung Zugänge
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 57.934.486,99 -1.221,69 2.271.648,37
2. Geschäfts- oder Firmenwert 38.332.796,05 0,00 1.233.669,01
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
96.267.283,04 -1.221,69 3.505.317,38
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 25.578.708,04 0,00 5.481,35
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.183,00 0,00 246,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.997.351,01 -78,89 756.375,07
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
37.580.242,05 -78,89 762.102,42
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 867.499,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 354.671,44 0,00 0,00
3. Beteiligungen 334.230,99 0,00 0,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 170.768,19 0,00 0,00
1.727.169,62 0,00 0,00
135.574.694,71 -1.300,58 4.267.419,80
Kumulierte Abschreibungen
Anteilige Eigenkapitaländerung Abgänge 31.12.2022
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 60.204.913,67
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 39.566.465,06
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 99.771.378,73
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 25.584.189,39
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 4.429,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 45.839,04 12.707.808,15
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
0,00 45.839,04 38.296.426,54
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 867.499,00
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen -8.490,34 1) 0,00 363.161,78
3. Beteiligungen 0,00 0,00 334.230,99
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 170.768,19
-8.490,34 0,00 1.735.659,96
-8.490,34 45.839,04 139.803.465,23
Buchwerte
31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 7.037.260,48 5.741.482,05
2. Geschäfts- oder Firmenwert 13.556.049,55 4.890.899,79
3. Geleistete Anzahlungen 108.613,34 164.087,16
20.701.923,37 10.796.469,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.669.154,44 7.674.635,79
2. Technische Anlagen und Maschinen 369,00 615,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.487.899,48 2.713.742,01
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 118.258,29 27.434,55
10.275.681,21 10.416.427,35
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 26.001,00 26.001,00
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 245.138,32 1.016.812,39
3. Beteiligungen 934.293,47 934.293,47
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 35.802.040,85 32.856.552,21
37.007.473,64 34.833.659,07
67.985.078,22 56.046.555,42

1) Anteilige Eigenkapitaländerung aus Equity-Konsolidierung.

Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2022

Name und Sitz der Gesellschaft Beteiligungsquote
%
Vollkonsolidierung
Deutsche Fachmedien GmbH, Frankfurt am Main 100
IBP-International Business Press Publishers GmbH, Frankfurt am Main 100
Verlag für Wirtschaftspraxis GmbH, Frankfurt am Main 100
dfv Conference Group GmbH, Frankfurt am Main 100
Business Target Group GmbH, Scheeßel 100
dfv Euro Finance Group GmbH, Frankfurt am Main 100
Euro Finance Media GmbH, Frankfurt am Main 100
FVW Medien GmbH, Hamburg 100
dfv Venture GmbH, Frankfurt am Main 100
energate GmbH, Essen 100
Der Theaterverlag - Friedrich Berlin GmbH, Berlin 80
ferret go GmbH, Bernau bei Berlin 67,04
iz IMMOBILIENZEITUNG Verlagsgesellschaft mbH, Wiesbaden 55
Career Pioneer Verwaltungs GmbH (vormals: B2B online GmbH), Frankfurt am Main 79,75
Career Pioneer GmbH & Co. KG, Wiesbaden 79,75
Manstein Zeitschriftenverlagsges. m.b.H., Perchtoldsdorf 100
Edizioni Ecomarket S.p.A., Mailand, Italien 100
VFP Communications Ltd. Spolka z o.o., Warschau, Polen 100
Equity-Konsolidierung
AgroBrain S.a.r.l, Wemperhardt, Luxemburg 40
diruj Deutsches Institut für Rechtsabteilungen und Unternehmensjuristen GmbH, Frankfurt am Main 50
dfv European Corporate Counsel Group SPRL (vormals: ECLA Association Services SPRL), Brüssel, Belgien 50
Nicht konsolidierte Gesellschaften
Deutsche Wirtschaftsberichte-Verlagsgesellschaft mbH, Frankfurt am Main 100 *)
Werbeplanung.at Verlags GmbH, Perchtoldsdorf, Österreich 100 *)
specialmedia.com GmbH, Wien, Österreich 30 *)
Heuer Dialog GmbH, Wiesbaden 37 *)

*) Auf die Angabe des Eigenkapitals und des Jahresergebnisses wurde in Anwendung des § 313 Abs. 3 Satz 4 HGB verzichtet.

Konzernlagebericht 2022

Unternehmen und Markt in Zeiten der Corona-Pandemie und des Krieges in der Ukraine

Die globale Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV und die damit verbundenen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie treffen Gesellschaft und Wirtschaft seit dem Frühjahr 2020 stark und erfordern ein anhaltendes Krisenmanagement. Die langfristigen Folgen sind noch nicht überschaubar. Gleichzeitig hat die Pandemie- bekämpfung die Digitalisierung von Gesellschaft und Wirtschaft weiter beschleunigt. Der russische Angriffskrieg in der Ukraine sowie die strikte Corona-Eindämmungspolitik in China dämpfen das Wachstum in allen Regionen, treiben die Inflation und verstärken die Knappheit in Einzelmärkten. Europa ist besonders von höheren Energiepreisen betroffen. Außerdem kommen immer noch anhaltende Unterbrechungen der Lieferketten und steigende Inputkosten erschwerend hinzu, die das Verbrauchervertrauen schwächen und das verarbeitende Gewerbe lähmen. Das Wirtschaftswachstum hat sich im zweiten und dritten Quartal stark verlangsamt und die Inflationsraten sind in die Höhe geschnellt.

Mit Sitz in Frankfurt am Main ist die dfv Mediengruppe ("dfv") ein konzernunabhängiges Business-Medienhaus mit Tochtergesellschaften und Beteiligungen im In- und Ausland. Die dfv Mediengruppe publiziert zahlreiche Fachzeitschriften, die berufsrelevante Informationen für wichtige Wirtschaftsbereiche liefern. Das Produktportfolio wird von digitalen Angeboten, darunter Websites, E-Paper, Newsletter, Apps, Social-Media-Präsenzen und branchenspezifischen Jobbörsen, sowie Fachbuchtiteln ergänzt. Kommerzielle Veranstaltungen, beispielsweise Seminare, Kongresse und Messen, runden das Produktprogramm ab.

Der anhaltende Krieg in der Ukraine, der die Folgen der globalen Pandemiebekämpfung noch verstärkt, wirkte sich auch im Jahresverlauf 2022 auf die Geschäftsentwicklung aus, wobei alle Wirtschaftsbereiche, die von der dfv Mediengruppe bedient wurden, stark betroffen waren. In dieser krisenbehafteten Zeit hat die dfv Mediengruppe weiterhin in Eigenentwicklungen investiert und Unternehmen zugekauft. Die bereits während der Corona-Pandemie entwickelten digitalen Formate wurden erweitert und ausgebaut, um auf die sich ändernden Rahmenbedingungen des Marktumfeldes zu reagieren und um drohende Umsatzverluste zu kompensieren. Die vorgenommenen Kostensenkungen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter fortgeführt, so dass der dfv wie bisher über eine hohe Eigenkapitalausstattung und erhebliche eigene liquide bzw. liquiditätsnahe Mittel verfügt. Priorität hatte zu jeder Zeit der Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die seit Beginn der Corona-Pandemie zu einem großen Teil mobil arbeiten. Insgesamt konnten die Umsatzerlöse gesteigert und die operative Ertragslage gegenüber dem Vorjahr signifikant verbessert werden.

Die Weltwirtschaft ist gemäß Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) im Jahr 2022 um 3,4 Prozent gewachsen.

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt wuchs nach den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2022 preisbereinigt um 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Die Fachpresse-Statistik 2022 belegt, dass nach dem Ausklingen der Corona-Pandemie die wirtschaftliche Entwicklung der Fachmedienbranche im Jahr 2022 weiter steigt: Der Gesamtumsatz ist wieder gestiegen (plus 4,2 Prozent). Dabei bleibt das Digitalgeschäft ein bedeutender Wachstumsbereich. Fast zwei Drittel des Wachstums entfallen auf das Veranstaltungs- und Messegeschäft, das 2022 der wichtigste Umsatztreiber der Fachmedienhäuser war.

Aufgrund der Struktur der in diese Branchen-Statistik einbezogenen Fachmedienhäuser stellen die Vertriebserlöse (Print und Digital) nach wie vor die wichtigste Erlösquelle dar. Insofern sind die Zahlen der Fachpresse-Statistik nur bedingt mit denen der dfv Mediengruppe vergleichbar, bei der, auf Basis der publizistischen Ausrichtung ihrer Medien, das Werbegeschäft einen Anteil von rund 50 Prozent am Gesamtumsatzvolumen hat, gegenüber einem Anteil von rund 40 Prozent, der sich für die Fachmedienhäuser in Deutschland aus der diesjährigen Fachpresse-Statistik ergibt.

Der Transformationsprozess der vergangenen Jahre ist erfolgreich vorangeschritten, denn Print ist erstmals nicht mehr das wichtigste Erlösfeld der Fachmedienbranche. Auch hat sich das Veranstaltungsgeschäft nach dem pandemiebedingten Einbruch wieder erholt.

In diesem Umfeld bewegte sich die dfv Mediengruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr und hat sich durch Strukturveränderungen und Investitionen für die Zukunft weiter gerüstet. Die Digitalisierung ist weiterhin der bestimmende Trend für das wirtschaftliche Umfeld von Medienunternehmen. Sie führt zu Veränderungen des Leseverhaltens, der Nutzung neuer Informationsquellen insbesondere im Mobil-Bereich und zum Entstehen neuer Wettbewerber. Die Digitalisierung verändert auch die Märkte, in denen Leser und Anzeigenkunden arbeiten. All das wiederum beeinflusst, wie Anzeigenkunden ihre begrenzten Werbebudgets auf verschiedene Mediengattungen und Marketingmaßnahmen verteilen. Auf diesen Strukturwandel in den Leser- und Anzeigenmärkten und damit einhergehend in den Medienmärkten muss sich der dfv, wie alle anderen Verlage auch, einstellen und wird dies auch weiterhin tun. Nach wie vor die wichtigsten Erfolgsfaktoren sind die Mitarbeiter in den Redaktionen, im Verkauf und Marketing, Aufbau von Knowhow im Digitalgeschäft in allen Bereichen, Einsatz und Entwicklung geeigneter Softwarelösungen, erstklassige Inhalte, gute Verkaufskonzepte und starke Marken, die alle Engagements - Print, Digital und Veranstaltungen - für die Zielgruppen nachvollziehbar zusammenfassen.

Steuerungssystem

Als finanzielle Steuerungsgrößen werden in erster Linie das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) sowie die Umsatzrendite (Jahresüberschuss / Umsatzerlöse) verwendet. Ziel ist es, die Umsatzerlöse kontinuierlich zu steigern und parallel hierzu die Umsatzrendite nachhaltig zu verbessern.

Eine weitere wichtige Kenngröße sind die Nutzer und Reichweiten der Digitalangebote. Hier soll eine stabile oder leicht anwachsende Tendenz erreicht werden.

Im Bereich HR ist die Betriebszugehörigkeit eine wichtige Kenngröße als Benchmark für die Mitarbeiter-Fluktuation.

Die dfv Mediengruppe setzt auf einen Ausgleich zwischen der Verbesserung finanzieller Kennzahlen und dem Wahrnehmen von sich bietenden Marktchancen.

Kontinuität in der Investitionspolitik:

Investitionen als Basis für Innovationen und nachhaltiges Wachstum

In Krisenzeiten hat die dfv Mediengruppe flexibel auf neue Informationsbedürfnisse reagiert: zum Beispiel mit Themenspecials zu aktuellen Entwicklungen oder, mit der Digitalisierung des Veranstaltungsgeschäftes sowie einer verstärkten Nutzung von Verbundeffekten über die gesamte dfv Mediengruppe.

Durch die Krisenbewältigung hat der Prozess der fortlaufenden Veränderung und Weiterentwicklung einen Schub erfahren.

Nach wie vor werden finanzielle Mittel in die Weiterentwicklung bestehender Angebote, in die Erweiterung des Verlagsportfolios, die Qualifizierung von Mitarbeitern sowie in die Ausstattung der Arbeitsplätze und in produktorientierte Technologien investiert - sowohl im Inland als auch im Ausland. Die Investitionen werden kontinuierlich überprüft und gegebenenfalls angepasst oder gegebenenfalls wieder vom Markt genommen.

Der begonnene Modernisierungskurs wurde im laufenden Geschäftsjahr fortgesetzt. Betriebsprozesse wurden überprüft und gegebenenfalls optimiert.

Umweltschonendes Verhalten gehört dabei ebenso zum nachhaltigen Wirtschaften wie ein Engagement für Mitarbeiter und Gesellschaft.

Personalentwicklung, Nachwuchsförderung, Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Um den wachsenden Herausforderungen der vom Verlag begleiteten Branchen jederzeit gerecht zu werden, spielt eine gezielte Aus- und Weiterbildung seit jeher eine wichtige Rolle: Etablierte Programme für Berufseinsteiger richten sich an Auszubildende, Trainees, Volontäre und Praktikanten. Spezifische Schulungsangebote sollen eine wirksame Personalentwicklung sicherstellen und haben insbesondere in Zeiten des technischen Wandels und der zunehmenden Digitalisierung eine hohe Priorität. Kürzere Formate fördern bereichsübergreifend den Ausbau digitaler Kompetenzen und führen neben der reinen Wissensvermittlung zur stärkeren Vernetzung untereinander.

Das Kollaborationstool Confluence unterstützt und fördert so die Vernetzung, das zeitgleiche und ortsunabhängige Arbeiten im Team und an Projekten, eine offene Kommunikation, aber auch das Teilen von Wissen und das Heben von Synergien, innerhalb und zwischen den Gesellschaften der dfv Mediengruppe. Seit Anfang 2021 kommt Microsoft Office 365 zum Einsatz und erleichtert die Kommunikation und Kollaboration. Die Begleitung der Teams mit agilen Projektmanagement-Methoden wie zum Beispiel Scrum fördern eine enge Zusammenarbeit.

In Zeiten von Corona und dem Angebot Homeoffice treffen sich die Teams virtuell, werden Seminare als Webinare und webbased Trainings durchgeführt. Ergänzend können Onlinekurse oder fachlich relevante Trainings, auch in Form von Webinaren oder E-Learnings, genutzt werden.

Im Fokus steht zudem die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Mit Schließung von Kitas, Kindergärten und Schulen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie hat die dfv Mediengruppe den betroffenen Gruppen zum Beispiel und unter anderem ein möglichst flexibles Arbeiten im Homeoffice ermöglicht. Auch nach dem offiziellen Ende der sogenannten "Homeoffice-Pflicht" ist mobiles Arbeiten weiter möglich.

Gesellschaftliches Engagement: Investition in den Branchen-Nachwuchs

Gesellschaftliches Engagement, insbesondere die aktive Nachwuchsförderung, hat bei der dfv Mediengruppe eine lange Tradition. So wurden schon früh drei Branchenstiftungen initiiert, die der Aus- und Fortbildung junger Talente in der Textil- bzw. der Lebensmittelwirtschaft sowie der Kommunikations- und Agenturbranche dienen: Wilhelm-Lorch-Stiftung (1988), Stiftung Goldener Zuckerhut (1990), HORIZONT-Stiftung (2006).

Ertragslage

Die Umsatzerlöse stiegen um 10,5 Prozent von 119,8 Millionen EUR auf 132,4 Millionen EUR. Ausschlaggebend für den Anstieg ist zum einen die Erweiterung des Konzernportfolios durch die Gründung der Career Pioneer GmbH & Co. KG im Vorjahr und den Kauf der energate GmbH, sowie die weitere Erholung des Veranstaltungsgeschäfts. Das Abogeschäft wuchs insbesondere aufgrund des Erwerbs der energate GmbH um knapp 4,0 Mio. EUR. Das Anzeigengeschäft wuchs trotz der zunehmenden wirtschaftlichen Zurückhaltung aufgrund des Russland-Ukraine-Konflikts bedingt durch die positive Entwicklung in der Vermarktung der Stellenmärkte durch die Career Pioneer GmbH & Co KG (+1,5 Mio. EUR). Die übrigen Umsatzerlöse stiegen vor allem wegen eines Anstiegs der durchgeführten Veranstaltungen (+7,2 Mio EUR), begründet durch die zunehmenden Lockerungen der COVID-Restriktionen.

Der zur Erzielung der Umsatzerlöse eingesetzte Materialaufwand, insbesondere für bezogene Leistungen im Bereich der Veranstaltungen, stieg parallel zum Anstieg der Umsatzerlöse insgesamt um 14,2 Prozent von 18,7 Millionen EUR auf 21,3 Mio EUR. Die Personalaufwendungen sind bei gestiegener Mitarbeiterzahl aufgrund der Erweiterung des Konzernportfolios im Vergleich zum Vorjahr um 7,6 Prozent gewachsen. Im Geschäftsjahr wurden planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen in Höhe von rund 4,3 Mio EUR (VJ 3,8 Mio EUR) vorgenommen.

Das Finanzergebnis des Geschäftsjahres hat sich gegenüber dem Vorjahr um rund 0,2 Millionen EUR verbessert. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der Erträge aus Beteiligungen.

Der EBIT lag in 2022 bei 8,0 Mio EUR und ist im Vergleich zum Vorjahr um 29,0 % gestiegen. Die Umsatzrendite bei 6,0 % (VJ 5,2 %).

Der Konzernjahresüberschuss betrug im Jahr 2022 3,5 Mio EUR (VJ 3,9 Mio EUR).

Die Geschäftsführung hatte für das Geschäftsjahr 2022 ein Umsatzwachstum im unteren zweistelligen Prozentbereich geplant sowie ein Ergebnis auf Vorjahresniveau. In Bezug auf den Umsatz als auch das Konzernjahresergebnis wurde die Prognose im operativen Bereich erreicht und die Geschäftsführung ist zufrieden mit dem Geschäftsverlauf.

Die Betriebszugehörigkeit hat sich im Vergleich zum Vorjahr erfreulicherweise nicht verändert und liegt aktuell bei 13,4 Jahren.

Die verschärften Regelungen im Datenschutz und dem damit einhergehenden reduzierten Einsatz von Cookies hatten leider einen negativen Einfluss auf die digitalen Reichweiten. Entsprechende technische Maßnahmen wurden zur Reduzierung dieses Effektes eingeleitet.

Finanz- und Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um rund 5,5 Mio EUR bzw. rund 5,0 Prozent erhöht.

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind um rund 9,9 Millionen EUR gestiegen, hauptsächlich durch die Erweiterung des Konsolidierungskreises durch den Erwerb der energate GmbH. Das Sachanlagevermögen ist nahezu konstant geblieben.

Das Finanzanlagevermögen ist insbesondere durch den Kauf von Wertpapieren des Anlagevermögens um 2,2 Mio EUR gestiegen. Das Vorratsvermögen ist gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind gegenüber dem Vorjahr um 2,7 Mio EUR gestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+1,3 Mio) sowie der sonstigen Vermögensgegenstände (+0,5 Mio EUR), im Wesentlichen bedingt durch die Erweiterung des Konsolidierungskreises.

Das Eigenkapital ist gegenüber dem Vorjahr um rund 0,7 Mio EUR gestiegen. Der Anteil des Eigenkapitals beträgt 45,5 Prozent (VJ 47,1 Prozent) des Gesamtkapitals.

Die Rückstellungen sind um rund 5,7 Mio EUR gestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Pensionsrückstellungen sowie dem Anstieg der Rückstellungen für Ertragsteuern. Die Verbindlichkeiten sind insbesondere durch den Rückgang der Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen sowie der sonstigen Verbindlichkeiten um rund 2,9 Mio EUR gesunken.

Der Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit war im Geschäftsjahr 2022 ungefähr auf Vorjahresniveau (7,3 Mio. EUR, VJ 7,9 Mio. EUR), Details sind der Kapitalflussrechnung zu entnehmen. Insgesamt sind die Guthaben bei Kreditinstituten allerdings um ca. 9,3 Mio. EUR gesunken, im Wesentlichen begründet durch das oben genannte Investment in die energate GmbH sowie Investitionen in Wertpapiere des Anlagevermögens. Ungeachtet dessen verfügt der dfv über hohe liquiditätsnahe Mittel.

Risiken und Risikomanagement

Nach den risikopolitischen Grundsätzen der dfv Mediengruppe werden Engagements nur dann eingegangen, wenn dadurch zusätzliche Ertragschancen wahrgenommen werden können und eine Steigerung des Unternehmenswertes zu erreichen ist. Jedes Risiko ist durch geeignete Maßnahmen auf ein akzeptables Maß zu mindern.

Im Rahmen der Konzernsteuerung werden allgemeine Markt- und Erlösrisiken im Zuge der Überwachung von Erlös- und Kostenentwicklungen in der Planung und in der Vorschau erfasst und gesteuert. In diesem Zusammenhang leisten die Funktionen Finanzmanagement, Anzeigenkonkurrenzbeobachtung, Controlling und Berichtswesen mit ihren Überwachungs- und Frühwarnsystemen einen wichtigen Beitrag. Risiken im Zusammenhang mit Investitionen, Projekten und Akquisitionen werden im Vorfeld im Rahmen der Investitionsprüfung identifiziert und bewertet.

Die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement obliegt der Geschäftsführung. Alle wesentlichen Geschäftsvorgänge und Entscheidungen werden mit dem Aufsichtsrat abgestimmt und beschlossen.

Zu einer maßgeblichen Beeinflussung der Vermögens-, Ertrags- und Liquiditätslage können folgende Risiken führen:

Markt- und Wettbewerbsrisiken

Durch den Markteintritt neuer Konkurrenztitel und -objekte oder das potenzielle Verpassen von Trends besteht die Gefahr von Umsatz- und Marktanteilsrückgängen im Vertriebs- und Anzeigengeschäft; dies könnte sich durch kundenseitige Unternehmensverkäufe oder -zusammenschlüsse weiter verstärken. Veränderte Konsum- und Lesegewohnheiten oder Kostenstrukturen verschärfen dieses Risiko.

Als allgemeine Marktrisiken werden diese Risiken vor allem im Rahmen der operativen Konzernsteuerung überwacht und gesteuert. Um diesen Marktrisiken zu begegnen, erfolgt eine kontinuierliche Beobachtung des Markt- und Wettbewerbsumfeldes und sich ergebender Trends. Es werden Studien zum Leseverhalten durchgeführt und Kundengespräche geführt. Bestehende Titel und Objekte werden ständig verbessert und an die sich ändernden Kundenanforderungen angepasst. Zusätzlich werden, um für bestehende und potenzielle Kunden attraktiv zu bleiben und zugleich den Abstand zu Wettbewerbern zu halten oder auszubauen, verschiedene qualitätsverbessernde Maßnahmen im redaktionellen und graphischen Bereich durchgeführt. Im Stammgeschäft finden folglich beständig Weiterentwicklungen, Ergänzungen, ein Ausbau - auch durch Neuerwerb - sowie Neuentwicklungen statt. Eine weitere Professionalisierung des Vertriebs- und Abonnementgeschäfts, wobei relevante digitale Technologien versiert nutzbar gemacht werden, gehört ebenfalls dazu. Durch technologische Weiterentwicklungen bleibt der Ausbau der digitalen Angebote von zentraler Bedeutung, um neue Kundengruppen zu gewinnen. Mit neuen, insbesondere auch digitalen Formaten soll der Ausbau des Eventgeschäftes in einem wettbewerbsstarken Marktumfeld vorangetrieben werden.

Ein neues, für Verlage schwer einzuschätzendes Risiko stellt die neue Kl-Technologie ChatGPT dar. Neben den noch offenen Fragen der urheberrechtlichen Nutzung von Inhalten durch die Kl sind hier technologische Verbesserung im gesamten Wertschöpfungsprozesses von Verlagen zu erwarten. Der Branchenverband MVFP (Medienverband der freien Presse) spricht in diesem Zusammenhang von einem Verdrängungswettbewerb durch Verlage, die frühzeitig die neue Technologie einsetzen. Der dfv hat aus diesem Grund bereits zum Jahresende 2022 eine Kl-Taskforce gegründet, die sich mit der Nutzung der neuen Technologie für die Verlagsprodukte als auch die dazugehörigen Prozesse beschäftigt.

Personalrisiken

Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter tragen wesentlich zum Erfolg der dfv Mediengruppe bei. Dem Risiko des Verlustes von Fach- und Führungskräften und dem damit einhergehenden Kompetenzverlust wird durch gezielte und zukunftsweisende Maßnahmen entgegengewirkt. Der altersbedingten Fluktuation wird mit systematischer Nachfolgeplanung und -entwicklung frühzeitig begegnet. Zusätzlich hilft ein professionelles Employer Branding bei der Rekrutierung von Nachwuchs- und Führungskräften sowie Social-Media-Aktivitäten und Hochschulmarketing.

IT-Risiken

Mit einem hohen Digitalisierungsgrad von Angeboten und internen Prozessen können Risiken für die Verfügbarkeit von IT-Systemen sowie den Zugriff auf vertrauliche Daten verbunden sein. Auch vor dem Hintergrund der stetig wachsenden Cyberkriminalität und der geltenden Europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) kommt der sensiblen Handhabung und dem Schutz der Daten eine hohe Bedeutung zu. Die Absicherung von Netzen und IT-Systemen stellt angesichts der hochdynamischen Entwicklung der Bedrohungslage im Cyber-Raum eine komplexe und immer wieder neu herausfordernde Aufgabe dar. Maßnahmen der Cybersicherheit für robuste Netze und resistente IT-Systeme, eine hohe Sensibilisierung für Zugriffsrechte und kontinuierliche Überprüfung von Freigabeprozessen schaffen die Voraussetzungen für eine wirksame Abwehr von Angriffen über das Internet.

Durch erhebliche Investitionen in den Ausbau der vorhandenen Systeme, in Backup- Technologien, Firewalls, Verlagerung von Anwendungen in die Cloud sowie dem Ausbau der Endpoint-Security etc. wird diesen Risiken gezielt begegnet. Insbesondere aufgrund des mobilen Arbeitens während der Corona-Pandemie, wurden die Sicherheitsmaßnahmen weiter ausgebaut. Die ergriffenen Maßnahmen werden kontinuierlich analysiert und, sofern notwendig, ausgebaut und verbessert.

Parallel und kontinuierlich werden Meldungen in einschlägigen Foren verfolgt sowie Mitteilungen des BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) und bei Cyber-Sicherheitswarnungen wird zeitnah reagiert. Mit Russlands Angriff auf die Ukraine hat sich zugleich die Cyber-Bedrohungslage weiter erhöht. Noch wird für die Sicherheit der IT-Infrastruktur keine akute Gefährdung gesehen, dennoch wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der IT zu einer erhöhten Wachsamkeit und Reaktionsbereitschaft aufgerufen.

Politische und rechtliche Risiken

Zu den politischen und rechtlichen Risiken sind zum Beispiel von der EU verabschiedete Werbebeschränkungen und -verbote zu zählen. Die Diskussionen um Werbebeschränkungen werden intensiv beobachtet, da diese Umsatzverluste mit sich bringen könnten. Die Verbreitung und Nutzung von Ad-Blockern wird ebenfalls beobachtet, da sie sich im Bereich der digitalen Werbevermarktung auf die Erlöse auswirken könnten.

Urteile und Gesetzesänderungen zum Datenschutz können, neben Auswirkungen auf den Umgang mit personenbezogenen Daten, auch Umsatzverluste zur Folge haben, weshalb die Entwicklung sensibel verfolgt und dem Thema des Datenschutzes nach wie vor große Bedeutung beigemessen wird - insbesondere auch vor dem Hintergrund der gestiegenen gesellschaftlichen und politischen Sensibilität für Privatsphäre und Sicherheitslücken im digitalen Bereich. Schulungsmaßnahmen wurden auch in diesem Bereich nochmals verstärkt.

Mit Einführung der DSGVO sind die Anforderungen an die Sorgfalt bei der Verarbeitung personenbezogener Daten gestiegen und somit auch die Risiken bei Datenschutzverstößen: Neben zahlreichen inhaltlichen Verschärfungen zum Datenschutz, gibt es eine unternehmensseitige Rechenschaftspflicht, die Einhaltung der DSGVO nachweisen zu können. Zudem wurden die Bußgeldrahmen für den Fall von Verstößen drastisch erhöht und Sanktionsmöglichkeiten gegen "untätige" Datenschutzaufsichten in der EU eingeführt. Dies führt in der Praxis zu einer verstärkten Aktivität der Behörden. In Einzelfällen werden auch bestimmte Datenverarbeitungen oder die Beauftragung bestimmter Dienstleister untersagt. Im Hinblick auf das Inkrafttreten der DSGVO wurden zahlreiche Maßnahmen ergriffen. Dazu gehören neben der Durchführung von spezifischen Datenschutzschulungen unter anderem die Erstellung von Verarbeitungsverzeichnissen für alle Unternehmen der dfv Mediengruppe und die Erstellung eines Löschkonzeptes. Perspektivisch werden auch schon die möglichen Folgen und etwaige Maßnahmen mit Blick auf die Neuerungen durch die ePrivacy-Verordnung geprüft.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Da freie Liquidität ausschließlich in Vermögensverwaltungen und in sichere und risikoangepasste Wertpapiere (insbesondere Renten- und Mischfonds) angelegt wird, sind finanzwirtschaftliche Risiken als eher überschaubar einzuschätzen. Das Forderungsausfallrisiko wird durch einen regelmäßigen Mahnlauf sowie durch die monatliche Liquiditätsprüfung minimiert.

Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sind derzeit nicht von wesentlicher Relevanz.

Aufgrund der hohen Eigenkapitalausstattung und der vorhandenen liquiden und liquiditätsnahen Mittel bestehen nach Einschätzung der Geschäftsführung keine nennenswerten Risiken aus der Finanzierung der dfv Mediengruppe.

Hinsichtlich der verbleibenden Risiken durch das Coronavirus und der Auswirkungen des Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine wird auf die Berichterstattung im Ausblick verwiesen.

Gesamtrisikoeinschätzung

Pandemiebedingt stellen insbesondere Risiken aus der konjunkturellen Entwicklung sowie ein sich änderndes Marktumfeld wesentliche Herausforderungen dar. Die finanzielle Ausstattung der dfv Mediengruppe ist nach wie vor so, dass der Bedarf an liquiden Mitteln durch vorhandene eigene Liquidität gedeckt ist.

Hinsichtlich der Auswirkungen des Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine wird auf die Berichterstattung im Ausblick verwiesen.

Risikokonzentrationen, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der dfv Mediengruppe haben, sowie bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht ersichtlich.

Ausblick und Chancen in Zeiten der Pandemiebewältigung und des Krieges in der Ukraine

Die Erholung der Wirtschaft mit dem Ausklingen der Pandemie wurde durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine gebremst und die Prognosen für das Wirtschaftswachstum in Deutschland, Europa und der Welt deutlich reduziert. Sollten sich Virusvarianten durchsetzen, die gegenüber Impfstoffen resistent sind, bleiben starke Konjunktureinbrüche möglich. Der Krieg in der Ukraine hat nicht nur eine humanitäre Krise ausgelöst, die wirtschaftlichen Schäden durch den Konflikt werden gemäß der Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) zu einer erheblichen Verlangsamung des globalen Wachstums im Jahr 2023 beitragen und die Inflation wird zwar sinken, aber erheblich langsamer als erwartet.

In seiner Prognose vom April 2023 geht der IWF davon aus, dass sich die Kräfte, die die Weltwirtschaft in 2022 geprägt haben, in diesem Jahr weiter bestehen bleiben, aber mit veränderter Intensität. Der Krieg in der Ukraine geht weiter und die geopolitischen Spannungen sind hoch. Die Pandemie ist noch nicht gänzlich ausgestanden, infektiöse COVID-19_Stämme führten im vergangenen Jahr zu schweren Pandemie-Ausbrüchen. Vor allem wurde China hart getroffen, erholt sich langsam, so dass Lieferketten wieder besser funktionieren.

Die weiteren Entwicklungen und deren Folgen sind noch nicht überschaubar und der IWF zählt etliche Risiken wie steigende Inflation aufgrund der kriegsbedingten Turbulenzen auf den Energiemärkten, Ausweitung des Ukraine-Krieges sowie geopolitischer Zersplitterung auf, die eine Verschlechterung der Wirtschaftslage zur Folge hätten. Insofern sind die Prognosen mit einer großen Unsicherheit verbunden.

Auch die dfv Mediengruppe ist von den Auswirkungen der Pandemie und des Überfalls auf die Ukraine betroffen. Steigende Rohstoffpreise belasten die Produktion der Printtitel, erhöhte Energiekosten aufgrund der Lieferengpässe belasten die dfv Mediengruppe insgesamt.

Das Konferenzgeschäft erholt sich durch die ausklingende Corona-Pandemie, da Präsenzveranstaltungen wieder ohne größere Einschränkungen möglich sind. Online- und Hybridformate von Veranstaltungen sind nicht mehr wegzudenken und können auch unabhängig von eventuellen Pandemie-Einschränkungen genutzt werden.

Schon zu Beginn der Corona-Krise wurde die Frage geklärt, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schützen, diese umfassend zu informieren und die Betriebsfähigkeit des Unternehmens sicherzustellen. Es wurde ein bereichsübergreifendes Team für Risikomanagement initiiert. Eine Corona-Hotline stand für alle Fragen zu dem Thema zur Verfügung. Konzepte für die Hygiene im Unternehmen, die Mobilisierung der IT Anwendungen und damit die Möglichkeiten zur Arbeit aus dem Homeoffice, für Remote-Schulungen wurden entwickelt und umgesetzt. Video-Konferenzen werden nach wie vor verstärkt genutzt.

Durch das Kriegsgeschehen in der Ukraine sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der dfv Mediengruppe betroffen, in der Ukraine und in Russland, eigene Mitarbeiter, freie Mitarbeiter und Dienstleister. Priorität hatte deshalb zuallererst die Sicherheit und Versorgung dieser Personen. Die dfv Mediengruppe hat sich zudem solidarisch hinter die Ukraine gestellt. Unterstützung der Betroffenen erfolgt durch lokale Initiativen, Spenden etc. und vor allem durch die publizistische Kraft der dfv Mediengruppe. Auch wenn das Angebot und damit die wirtschaftliche Bedeutung der verlegerischen Aktivitäten der dfv Mediengruppe für den russischen Markt im Vergleich gering ist, wird eine Suspendierung der dortigen Aktivitäten derzeit nicht ausgeschlossen. Die Geschäftsführung erwartet keine wesentlichen Auswirkungen auf den Verlauf des Geschäftsjahres 2023.

Für viele Branchen ergibt sich aus Sicht der Geschäftsführung durch Corona und die wirtschaftlichen Folgen nach wie vor ein erhöhter Informations- und Kommunikationsbedarf. Dieser Bedarf ist durch das Kriegsgeschehen nochmals gestiegen. Ein besonderes Augenmerk gilt deshalb der Entwicklung von neuen Produkten oder Initiativen, um den Bedürfnissen der Leser und Kunden der dfv Mediengruppe in dieser Situation gerecht zu werden. Hierzu wurde bereits im März 2020 eine Task Force eingerichtet, die sich mit den wirtschaftlichen Herausforderungen aber auch den Chancen der Krise für den dfv beschäftigt. Die sogenannte "Task-Force" arbeitet aktuell zum Beispiel an Digital Talks und Social Media Projekten. Lösungen, die in diesem Kreis erarbeitet werden, stehen den einzelnen Lines, allen Tochtergesellschaften und Beteiligungen zur Verfügung.

Bedingt durch die gesamtwirtschaftliche Prognose bezogen auf das Wirtschaftswachstum in Deutschland gehen wir bei der Umsatzerwartung für die dfv Mediengruppe in 2023 von einer Entwicklung auf Vorjahresniveau aus. Beim Jahresergebnis ist aufgrund gestiegener Produktionskosten eine Entwicklung leicht unter Vorjahresniveau geplant, dementsprechend sinkt auch die Umsatzrendite sowie das EBIT leicht. Die Prognose der Geschäftsführung steht unter dem Vorbehalt, dass sich der Angriffskrieg Russlands nicht ausweitet bzw. langfristig anhaltend bleibt.

Bis Ende Juni 2023 sind keine wesentlichen Auswirkungen zu verzeichnen, kumuliert liegt das operative Ergebnis leicht unter dem Vorjahr und leicht unter Plan, was eine Einschätzung vom Markt her erschwert. Es wird deshalb intensiv beobachtet, mit welchen Konsequenzen die von der dfv Mediengruppe betreuten Branchen und Märkte rechnen müssen - und wie sich das auf die dfv Mediengruppe auswirken kann. Die Geschäftsführung der dfv Mediengruppe ist in einem engen Austausch auch hinsichtlich der Maßnahmenwahl. Da weiterhin wirtschaftliche Auswirkungen des Krieges zu erwarten sind, wurden unterschiedlichste Szenario-Rechnungen erstellt.

Bei der Mitarbeiterzugehörigkeit gehen wir aufgrund des Generationenwechsels von einer leicht sinkenden Tendenz aus.

Interne Prozesse und Kostenstrukturen sowie Investitionen in bestehende und neue Angebote, Prozesse und IT Infrastruktur werden der Entwicklung angepasst.

Das Anzeigengeschäft wird seine wirtschaftliche Bedeutung behalten, steht durch die Corona-Krise sowie das Kriegsgeschehen und die damit verbundenen bzw. zu erwartenden Verwerfungen auf den Märkten der Leser- und Kundenzielgruppen der dfv Mediengruppe jedoch weiterhin unter erheblichem Druck. Das Vertriebsgeschäft wird weiter an wirtschaftlicher Bedeutung gewinnen, ebenso das Digitalgeschäft.

Die Corona-Krise zeigte die Bedeutung von seriös, sehr gut recherchierten Informationen und wirkt sich besonders positiv aufsteigende Zugriffszahlen bei den Online- Angeboten aus. Qualitätsjournalismus ist in Zeiten großer Unsicherheit und vieler sogenannter "Fake News" extrem wichtig. Die Fachmedien derdfv Mediengruppe konnten in der Krise eine Relevanzsteigerung von 35 Prozent erzielen. Das zeigen die Ergebnisse der dfv Studie "Glaubwürdigkeit und Relevanz: Fachmedien in Zeiten von Corona.", die Mitte 2020 durchgeführt wurde. Seit Anfang April 2022 kooperieren die dfv Mediengruppe und die Wirtschaft- und Finanzzeitung Handelsblatt bei den Themen Recht und Steuern, zwei Businessmedienhäuser, die für unabhängigen Qualitätsjournalismus stehen. So erscheint wöchentlich in der Printausgabe von Handelsblatt eine Seite zu Recht und Steuern. Die Inhalte werden zugeliefert von den erfahrenen Fachredaktionen der dfv Mediengruppe.

Mit einem gut sortierten Portfolio ist die dfv Mediengruppe breit aufgestellt. Sie liefert Fachinformationen für wichtige Wirtschaftsbereiche, investiert in Zukunftstechnologien und in den weiteren Ausbau ihres publizistischen Angebotes. Neben der Konzentration auf das Kerngeschäft mit hohem Qualitätsanspruch und Zielgruppennähe, bleibt die Entwicklung neuer Geschäftsfelder weiterhin fest im Fokus. Dies betrifft sowohl das Digitalgeschäft, etwa mit Blick auf datenbasierte Angebote, als auch die Bereiche Print und Veranstaltungen. Um die Wettbewerbsposition zu stärken und auszubauen, wird zudem an der kontinuierlichen Verbesserung von Technologien und Prozessen gearbeitet. Dazu gehört auch ein intensiver Austausch in der Gruppe zu erfolgreichen Geschäftsmodellen. Notwendige Investitionen können nach wie vor aus eigener Kraft finanziert werden. Die Chancen für die zukünftige Geschäftsentwicklung stellen sich unverändert vorteilhaft dar.

Zum Portfolio moderner Medienmarken, die sich auf ein verändertes Mediennutzungsverhalten der Leser und Anzeigenkunden einstellen müssen, gehören neben gedruckten Zeitungen und Zeitschriften auch digitale Angebote sowie Events zum direkten Austausch und Services. Die dfv Mediengruppe gestaltet diesen Prozess aktiv mit und richtet ihr Leistungsspektrum konsequent auf die Bedürfnisse ihrer Zielgruppen aus. Sie setzt auf inhaltliche Qualität, Nähe zu ihren Zielgruppen, Digitalisierung und professionelle Markenführung. Aus Sicht der Kunden und Leser bilden Medienmarken das Dach, unter dem berufsrelevante Informationen über die unterschiedlichen Transportwege zur Verfügung stehen.

Die dfv Mediengruppe verfügt, wie dargelegt, über ein ausgewogenes Risikoprofil. Außer den Risiken, welche die gesamte Wirtschaft und die gesamte Branche betreffen, liegen keine besonderen Risiken vor. Die Vermögens- und Finanzverhältnisse des Konzerns sind gut geordnet. Eine solide finanzielle Basis ist der Garant für die publizistische und unternehmerische Unabhängigkeit des Verlages sowie die Sicherung des weiteren Ausbaus der Aktivitäten im In- und Ausland.

 

Frankfurt am Main, 31. August 2023

Die Geschäftsführung

Peter Esser, Sprecher

Thomas Berner

Sönke Reimers, Sprecher

Markus Gotta

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