Stammdaten

Register
Amtsgericht Nürnberg HRB 27583
Vorher
Hima GmbH Fahrbahnmarkierung Baustellenservice
Eingetragen
2.10.1991
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Bau- und BaustoffmaschinenHerstellung von Werkzeugmaschinen zur Bearbeitung von Steinen, Beton und sonstigen mineralischen Stoffen
Gegenstand
Herstellung von Fahrbahnmarkierungen und Leiteinrichtungen sowie Herstellung und Vertrieb von Verkehrssicherungsprodukten, Maschinen und Material sowie Verleih von Maschinen und Fahrzeugen. Jegliche Art von Baustellenservice.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Alexander Dorsch
seit 13.1.2020
Prokura
Jens Barthel
seit 17.3.2016
Prokura
René Eckardt
seit 12.2.2015
Prokura
Wieland Hegt
seit 12.2.2015
Prokura
Jens Brückner
seit 14.5.2012
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
SWARCO AGAUT
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
SWARCO AG
Austria
164.600 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HIMA GmbH

Nürnberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

A. Grundlagen der Gesellschaft

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die HIMA GmbH ist ein im SWARCO-Konzern eingebundenes Dienstleistungsunternehmen im Bereich Markierungsarbeiten mit dem Tätigkeitsschwerpunkt der Durchführung von Fahrbahnmarkierungen auf Bundesautobahnen sowie Bundes- und Kreisstraßen.

Insbesondere im Bereich der Verkehrssicherung wird großer Wert auf die strategische Zusammenarbeit mit einem anderen Unternehmen aus dem Konzernverbund gelegt. Ebenfalls über den Konzern abgedeckt ist der auftragsbezogene Zugriff auf selbst produzierte hochwertige Straßenmarkierungsmaterialien.

Das Kerngeschäft Fahrbahnmarkierung ist, bedingt durch die klimatischen Gegebenheiten, ein Saisongeschäft, wobei die Hauptumsätze im zweiten und dritten Quartal getätigt werden. Im Bereich der Verkehrssicherung gibt es diese Fokussierung nicht - insbesondere in den letzten Jahren wird hier nahezu während des ganzen Jahres gearbeitet.

2. Forschung und Entwicklung

Im Bereich Forschung und Entwicklung sind wir ständig mit der Verbesserung unserer Arbeitsabläufe unter strategischer Einbeziehung von nachgelagerten oder begleitenden Dienstleistungen zum Konzernverbund gehörender Unternehmen beschäftigt.

Zusammen mit den Herstellern von Markierungsstoffen im Unternehmensverbund versuchen wir, neue Produkte und Systeme zu entwickeln, um den gestiegenen Anforderungen im Bereich der Verkehrssicherheit gewachsen zu sein.

Diese Synergieeffekte unter ständiger Erweiterung des Know-how stellen wichtige Instrumente dar, um sich in einem nach wie vor umkämpften Markt nachhaltig vom Wettbewerb abzusetzen.

Auch die angewandte Strategie, den Technikeinsatz im Bereich der Demarkierung und Vorbehandlung von Betonflächen mittels Wasserhochdruckstrahlen weiter voranzutreiben, erweist sich nach wie vor als entscheidender Wettbewerbsvorteil.

B. Wirtschaftsbericht

1. Geschäftsverlauf und Lage

Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die HIMA GmbH Umsatzerlöse von über 28.861 T€. Dies entspricht einer Abnahme gegenüber dem Vorjahr um 3,8%. Die verringerten Umsatzerlöse resultieren im Wesentlichen aus zwei längeren Schlechtwetterperioden während des Saisonverlaufs.

Der Vergleich der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Berichtsjahres mit der des Vorjahres zeigt folgende Entwicklung:

a) Ertragslage

Ergebnisquellen Geschäftsjahr
T€
Vorjahr
T€
Veränderung
T€
Veränderung
%
Betriebsergebnis 2.674 3.825 -1.151 -30,1
Zinsergebnis -277 -129 -148 -114,7
Steuerergebnis -743 -1.184 441 37,2
Jahresergebnis 1.654 2.512 -858 -34,2

Das Betriebsergebnis, dass wir als EBIT plus gewinnunabhängige Steuern definieren, hat sich um 1.151 T€ verringert. Zwei Schlechtwetterperioden, einmal zu Saisonbeginn und zusätzlich im August, verhinderten ein noch besseres Ergebnis. Die teilweise schlechteren Wetterbedingungen führten zu Unterbrechungen in der Auftragsabarbeitung. Als Folge konnten wir unsere Kapazitäten nicht optimal auslasten. Hingegen wirkten sich die gegenüber den Höchstständen aus 2022 gesunkenen Dieselkosten positiv auf unser Ergebnis vor Zinsen und Steuern aus.

Die Vertriebs- und Verwaltungskosten erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 483 T€.

Mit der erzielten Umsatzrendite von 5,7% haben wir unter schwierigen Rahmenbedingungen unsere grundsätzliche positive Ertragslage erneut bestätigt.

Das Finanzergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert. Auszuweisen sind hier überwiegend Zinserträge und Zinsaufwendungen aus der Teilnahme am Cash-Pool der SWARCO AG.

Das steuerliche Ergebnis, welches nicht die sonstigen Steuern beinhaltet, hat sich durch die geringere Steuerbelastung auf das reduzierte steuerliche Einkommen entsprechend verändert.

b) Finanzlage

Die Eigenkapitalquote hat sich durch das niedrigere Jahresergebnis und die erhöhte Bilanzsumme auf 40,1% (Vorjahr 45,6%) verringert. Durch die Einbindung in das Cash-Pooling der Muttergesellschaft ist die Liquidität des Unternehmens jederzeit gesichert. Dem Umlaufvermögen von 3.893 T€ standen kurzfristige Verbindlichkeiten von 3.940 T€ gegenüber, wobei Bankverbindlichkeiten ebenso wie im Vorjahr nicht auszuweisen waren.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit war mit 1.522 T€ (Vorjahr 5.574 T€) positiv. Unter Berücksichtigung des Mittelabflusses aus der Investitionstätigkeit von 2.626 T€, im Wesentlichen verursacht durch Auszahlungen für Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen für Sachanlagevermögen (insbesondere in den Bereichen Markierungsmaschinen, Baustellensicherung und Erweiterung des Fuhrparks) sowie des Mittelabflusses aus Finanzierungstätigkeit von 1.853 T€ ergibt sich eine Veränderung des Finanzmittelbestandes zum Vorjahr von -2.957 T€. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die außergewöhnlichen Investitionen in das Anlagevermögen ohne die Aufnahme von Bankverbindlichkeiten finanziert werden konnten.

c) Vermögenslage

Wesentliche Bilanzposten

Aktiva

Geschäftsjahr
T€
Vorjahr
T€
Veränderung
T€
Veränderung
%
Anlagevermögen 8.996 7.894 1.102 14,0
Vorräte 2.256 1.711 545 31,9
Forderungen 1.358 1.228 130 10,6
sonstiges Vermögen 303 344 -41 -11,9
Bilanzsumme 12.913 11.177 1.736 15,5

Passiva

Geschäftsjahr
T€
Vorjahr
T€
Veränderung
T€
Veränderung
%
Eigenkapital 5.173 5.094 79 1,6
Rückstellungen 432 1.039 -607 -58,4
Verbindlichkeiten 7.308 5.044 2.264 44,9
Bilanzsumme 12.913 11.177 1.736 15,5

Das Anlagevermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um 1.102 T€ auf 8.996 T€ erhöht. Das Vorratsvermögen ist auf 2.256 T€ gestiegen. Insbesondere kam es zu einer Erhöhung der Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe im Vergleich zum Vorjahr. In der Veränderung des Eigenkapitals ist neben dem Ergebnis des Berichtsjahres eine Gewinnausschüttung an die Anteilseigner enthalten. Die Rückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 607 T€ auf 432 T€ gesunken. Der Rückgang entfällt dabei im Wesentlichen auf die Steuerrückstellungen, da aufgrund des verringerten Jahresergebnisses keine dotiert werden mussten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 416 T€ verringert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich deutlich um 2.680 T€ erhöht.

2. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren haben wir in Übereinstimmung mit der Konzernleitung Leistungskennzahlen festgelegt, anhand derer der Fortschritt oder der Erfüllungsgrad hinsichtlich wichtiger Zielsetzungen oder kritischer Erfolgsfaktoren innerhalb unserer Gesellschaft gemessen und/oder ermittelt werden kann. Hierbei liegt unser Fokus auf der Entwicklung des Umsatzes und des Betriebsergebnisses.

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatzerlöse (Net sales), Rohertrag (Gross Profit), Forschungs- und Entwicklungskosten, Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT), Jahresüberschuss (Net income) sowie Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) heran. Diese werden kontinuierlich, auch unterjährig, auf Unternehmens- und Konzernebene erstellt und analysiert.

3. Gesamtaussage

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage unserer Gesellschaft ist anhand objektiv nachprüfbarer Merkmale von uns als gut einzustufen. Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Berichtsjahres ist unverändert als positiv zu beurteilen, da sowohl Umsatz als auch Ergebnis auf einem für unsere Verhältnisse hohem Niveau ausgewiesen werden können.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten und die Rückstellungsbeträge sind durch die Einbindung in das Cash-Pooling der Muttergesellschaft gesichert. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist, soweit zulässig unter Abzug von Skonto, zu begleichen und Forderungen innerhalb der gesetzten Zahlungsfristen zu vereinnahmen. Zur Vermeidung von Forderungsausfällen und zur Liquiditätserhaltung werden bei größeren Auftragsvorhaben zudem Anzahlungen vereinbart.

C. Zweigniederlassungsbericht

Unsere Gesellschaft verfügt neben dem Hauptsitz in Nürnberg unverändert über inländische Niederlassungen in Berlstedt, Großenhain, Hinterschmiding und Dessau-Roßlau. In allen Niederlassungen bieten wir unsere Leistungen in den Bereichen Markierung (Dünnschicht-, Dickschicht, Baustellen- und Spezialmarkierung), Demarkierung und Baustellensicherung mit vollständigen Einsatzkolonnen und entsprechend ausgestattetem Fuhrpark mit Spezialmaschinen an. Somit können wir die regionalen Vorteile durch die Verteilung auf fünf Standorte und dadurch verringerte Anfahrzeiten zu den Arbeitsstellen für uns optimal nutzen.

D. Prognosebericht

Im Jahr 2024 planen wir mit steigenden Umsatzerlösen. Aus dem Jahr 2023 sind Auftragsüberhänge vorhanden. Wir gehen von einem weiterhin starken Verdrängungswettbewerb aus. Zudem gehen wir von einem stabilen Investitionsvolumen der öffentlichen Hand in die Verkehrsinfrastruktur sowohl auf Bundes- und Landes- als auch auf kommunaler Ebene aus.

Wie jedes Jahr wird auch die Witterung in den Sommermonaten eine gewichtige Rolle spielen, da z. B. eine längere Regenperiode in den wichtigen Monaten Mai bis September direkten negativen Einfluss auf die Markierleistung haben kann, welche in den Herbstmonaten nicht mehr aufzuholen ist.

Hauptaugenmerk wird wieder auf bestmögliche Kolonnenplanung und Kapazitätsauslastung gelegt. Optimaler niederlassungsübergreifender Ressourceneinsatz ist Voraussetzung, in dem herrschenden Marktumfeld erfolgreich bestehen zu können.

Für die Planung und laufende Auftragsüberwachung steht ein angemessenes Controllingsystem nach den Anforderungen der "Zusätzlichen Technischen Vertragsbedingungen und Richtlinien für Markierungen auf Straßen" (ZTV-M Eigenüberwachung) zur Verfügung.

Die Personalkosten werden sich voraussichtlich wie in den Vorjahren erhöhen, da wir von einer weiteren Steigerung der Tariflöhne ausgehen müssen. Hier kann durch den Einsatz effizienter Technik und qualifizierter Mitarbeiter bei weiterer Optimierung der Arbeitsabläufe gegengesteuert werden.

Für 2024 planen wir bei einem Umsatzwachstum von rd. 10% einen ebenfalls leicht steigenden Rohertrag. Voraussetzung für die positive Umsatzentwicklung wird auch in 2024 das konstant hohe Ausschreibungsvolumen der öffentlichen Auftraggeber sein. Zu erwartenden Kostensteigerungen bei den Vertriebes- und Verwaltungskosten sowie den sonstigen betrieblichen Aufwendungen wollen wir mit optimierten Prozessen entgegenwirken. Wir planen infolge der höher prognostizierten Umsatzerlöse mit einen gegenüber 2023 um 5% gesteigerten Ergebnis vor Zinsen und Steuern

Insgesamt ist die Erwartung, dass sich das positive Niveau der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage somit fortsetzt.

E. Chancen- und Risikobericht

Die Geschäftsführung der HIMA GmbH bekennt sich zu einer chancen- und risikobewussten Unternehmensführung, bei der die Sicherung des Fortbestandes des Unternehmens und die Sicherheit der Arbeitsplätze der Mitarbeiter immer höchste Priorität hat. Durch die eingeführten und bewährten Regelungen zur Qualitätskontrolle nach den Anforderungen der ZTV-M (Eigenüberwachung) wird die Sicherung der Qualität unserer Leistungen kontinuierlich verbessert. Hierzu werden auch unabhängige Fremddienstleister als Kontrolleure eingesetzt.

Die Erzielung eines wirtschaftlichen Erfolges ist zwangsweise mit Risiken verbunden. Risiken, die sich weder auf Kern- noch auf notwendige Unterstützungsprozesse beziehen, werden von der Gesellschaft grundsätzlich nicht eingegangen. Risiken im Kernbereich unserer Tätigkeit werden durch eine permanente Aus- und Fortbildung unserer Mitarbeiter und die zuvor angesprochene Qualitätskontrolle minimiert. Nicht vermeidbare Risiken werden, soweit es wirtschaftlich sinnvoll ist, versichert. Restrisiken wird durch verantwortliche Mitarbeiter in den jeweiligen Bereichen sowie bei Risiken von übergeordneter Bedeutung durch Einbeziehung der Konzernleitung begegnet.

Durch konsequente regionale Ausweitung des Geschäftsbetriebes soll die Marktposition gegenüber Mitbewerbern gestärkt werden. Hierdurch bedingt können die Risiken aus der hohen Abhängigkeit unseres Unternehmens von Aufträgen der öffentlichen Hand minimiert und effizienter gesteuert werden. Unsere Gesellschaft wird zudem versuchen, weitere Aufträge außerhalb der öffentlichen Vergaben - zum Beispiel als Dienstleister für private Betreibergesellschaften von Public-Private-Partnership (PPP)- Projekten - zu generieren.

Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen, in erster Linie auf verbundene Unternehmen im Swarco-Konzern, wodurch auch eine größere Lagerhaltung vermieden werden kann, was wiederum Liquiditätsvorteile generiert.

Konjunkturelle Entwicklungen in unseren Kernmärkten können das Geschäft durch veränderte Kapazitätsauslastungen beeinflussen und sich sowohl positiv als auch negativ auf Umsatz und Unternehmensergebnisauswirken. Der flexible Einkauf auch größerer Warenmengen sowie die Vorfinanzierung der zu verarbeitenden Materialien erfordert die Bereithaltung einer permanenten Liquidität.

Die für ein effizientes Liquiditätsmanagement erforderlichen Informationen werden durch eine monatlich aktualisierte, rollierende Finanzplanung auf Unternehmensebene sichergestellt sowie durch eine Budgetplanung und -überwachung auf Konzernebene mit einem Planungshorizont von zwölf Monaten unterstützt. Derzeit sind keine Liquiditätsrisiken erkennbar.

Die Gesellschaft ist bezüglich ihrer Finanzinstrumente, die im Geschäftsjahr im Wesentlichen die liquiden Mittel, die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die Verbindlichkeiten betreffen, insbesondere den folgenden Risiken ausgesetzt:

Das Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher maximal in Höhe der positiven Zeitwerte der Forderungen gegen den jeweiligen Kontrahenten. Durch die Praxis der Vereinbarung von Anzahlungen wird dieses Risiko minimiert. Ferner begegnen wir dem Risiko durch Bonitätsprüfungen im Neukundengeschäft sowie eine entsprechende Kontrolle der Zahlungseingänge und der Überwachung der Fälligkeit der Forderungen. Dem Ausfallrisiko wird durch die Berücksichtigung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Die HIMA GmbH unterliegt aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit im Inland den nationalen Gesetzen und Bestimmungen. Änderungen von Gesetzen und Bestimmungen können deshalb zu notwendigen Anpassungen des Leistungsangebotes mit Kostensteigerungen führen. Daneben bestehen grundsätzlich Risiken aus Umwelt- und Produkthaftungsschäden, für welche aber im Wesentlichen eine Durchgriffshaftung auf die Produktlieferanten besteht.

Durch den Geschäftsbetrieb sind wir naturgemäß Ansprüchen Dritter ausgesetzt. Dies gilt insbesondere für den Bereich der Gewährleistung. Zurzeit sind keine Verfahren aus Gewährleistungsansprüchen anhängig, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft haben könnten.

Durch die weltweite Tätigkeit des SWARCO-Konzerns ist dieser diversen Risiken ausgesetzt, die in kleinerem Umfang auch für unser Unternehmen relevant sind, insbesondere dem Kreditrisiko, dem Liquiditätsrisiko, dem Währungs- und dem Zinsänderungsrisiko. Zur Begrenzung dieser Risiken kommt auch für unsere Gesellschaft ein zentrales Risikomanagementsystem zum Einsatz, das im gesamten Konzern Anwendung findet. Neben der Identifizierung, Analyse und Bewertung der Finanzrisiken erfolgen auch die Entscheidungen über den Einsatz von Finanzinstrumenten zum Umgang mit diesen Risiken grundsätzlich durch die Konzernleitung.

Als Folge der militärischen Konflikte in der Ukraine und in Nahost rechnen wir mit weiterhin angespannten globalen Lieferketten: Einschränkungen bei der Verfügbarkeit bestimmter Rohmaterialen sind nicht ausgeschlossen. Steigende Energiekosten, vor allem im Bereich der Mobilität, wirken sich ebenfalls negativ auf unsere Ertragslage aus.

Wir steuern diesen Effekten mit einer angepassten Materialplanung sowie einer weiterhin sorgsamen Liquiditätsplanung entgegen. Die weitere Entwicklung in den Konfliktregionen kann sich dennoch maßgebend die Erreichung unserer ambitionierten Ziele für 2024 auswirken.

Die Geschäftsführung der HIMA GmbH bekennt sich zu einer chancen- und risikobewussten Unternehmensführung, bei der die Sicherung des Fortbestandes des Unternehmens und die Sicherheit der Arbeitsplätze der Mitarbeiter immer höchste Priorität hat. Durch die eingeführten und bewährten Regelungen zur Qualitätskontrolle nach den Anforderungen der ZTV-M (Eigenüberwachung) wird die Sicherung der Qualität unserer Leistungen kontinuierlich verbessert. Hierzu werden auch unabhängige Fremddienstleister als Kontrolleure eingesetzt.

 

Nürnberg, 08. März 2024

Die Geschäftsführung

Handelsbilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 8.996.155,06 7.894.356,37
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.784.132,76 2.015.324,83
1. Geschäfts- oder Firmenwert 1.774.400,00 1.992.918,82
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 9.732,76 22.406,01
II. Sachanlagen 7.212.022,30 5.879.031,54
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 600.308,74 318.991,72
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.532.510,49 5.265.765,79
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 79.203,07 294.274,03
B. Umlaufvermögen 3.892.538,75 3.257.236,58
I. Vorräte 2.256.373,92 1.711.255,74
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.633.244,52 1.541.546,30
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 295.361,53
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.633.244,52 1.246.184,77
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.920,31 4.434,54
C. Rechnungsabgrenzungsposten 24.198,85 25.422,05
Aktiva 12.912.892,66 11.177.015,00

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 5.172.802,91 5.094.287,10
I. Gezeichnetes Kapital 164.600,00 164.600,00
II. Kapitalrücklage 740.952,16 740.952,16
III. Gewinnvortrag 2.613.734,94 1.676.979,00
IV. Jahresüberschuss 1.653.515,81 2.511.755,94
B. Rückstellungen 431.793,00 1.039.320,00
C. Verbindlichkeiten 7.308.296,75 5.043.407,90
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.514.646,86 3.834.511,38
2. sonstige Verbindlichkeiten 793.649,89 1.208.896,52
Passiva 12.912.892,66 11.177.015,00

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 6.201.681,10 6.780.359,66
2. Vertriebskosten 680.217,35 657.204,40
3. allgemeine Verwaltungskosten 2.449.038,25 1.988.829,66
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 318.479,78 234.062,96
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 723,56 2.445,94
davon aus verbundenen Unternehmen 60,31 1.507,13
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 278.158,35 131.541,11
davon an verbundene Unternehmen 278.125,35 131.449,22
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 743.425,51 1.184.350,92
8. Ergebnis nach Steuern 1.733.085,42 2.586.816,55
9. sonstige Steuern 79.569,61 75.060,61
10. Jahresüberschuss 1.653.515,81 2.511.755,94

Anhang

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Firma: HIMA GmbH
Sitz: Nürnberg
Amtsgericht Nürnberg, Register-Nr.: HRB 27583

Die Gesellschaft ist als mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB zu klassifizieren.

Der Jahresabschluss ist nach den Bestimmungen der §§ 242 ff HGB sowie nach den ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Die Bilanz entspricht den Gliederungsvorschriften des § 266 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt.

Wahlrechte sind zur Wahrung der Übersichtlichkeit grundsätzlich zu Gunsten der Angaben im Anhang ausgeübt.

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Sämtliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert geblieben.

2.1 Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet.

Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis zu 800 Euro werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben.

Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften vorgenommen. Die Abschreibungen erfolgen linear.

2.2 Umlaufvermögen

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt.

Der Wertansatz der unfertigen Leistungen ist unter Berücksichtigung des Fertigstellungsgrades im Wege einer Einzelbewertung der Herstellungskosten ermittelt. Die angesetzten Herstellungskosten enthalten die Fertigungs- und Materialeinzelkosten, die Sonderkosten der Fertigung, ferner angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie die Kosten des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Das latente Ausfall- und Kreditrisiko ist durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf die Netto-Forderungen ausreichend berücksichtigt. Daneben sind, soweit dies nach handelsrechtlichen Gesichtspunkten geboten schien, Einzelwertberichtigungen auf Forderungen vorgenommen.

Der Ansatz der liquiden Mittel erfolgt zum Nominalwert.

2.3 Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

2.4 Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrages aufgrund des steuerlichen Gewinns dotiert.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Aus Wirtschaftlichkeits- und Wesentlichkeitsgründen wurde bei den sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr keine künftigen Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und keine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Davon betroffen ist nur die Rückstellung für die Pflicht zur Aufbewahrung der Geschäftsunterlagen. Die Beträge, die auf Kostensteigerung und Abzinsung entfallen würden, sind von untergeordneter Bedeutung.

2.5 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet.

3. Angaben zu Posten der Bilanz

3.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie der Abschreibungen des Geschäftsjahres je Bilanzposten sind dem Anlagespiegel (3.2) zu entnehmen.

Die Abschreibungen der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens erfolgen linear. Bei der Bemessung der Abschreibungen wird die voraussichtliche Nutzungsdauer der Wirtschaftsgüter zugrunde gelegt.

Die Nutzungsdauer des im Jahr 2009 im Rahmen der Verschmelzung mit der HIMA GmbH & Co. KG entstandenen Firmenwertes wurde auf 15 Jahre festgelegt, da die verbleibende Nutzung der dem Firmenwert zugrunde liegenden Kundenbeziehungen und Kenntnisse voraussichtlich 15 Jahre beträgt.

Für den im Geschäftsjahr 2016 entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert aus Unternehmensübernahme wurde auf Grund Eingliederung der Niederlassung in Abläufe, Struktur und Außendarstellung des Gesamtunternehmens und nicht vorhandener verfahrenstechnischer Besonderheiten die Nutzungsdauer von der Geschäftsführung auf 5 Jahre geschätzt.

Im Rahmen der Verschmelzung mit einer Schwestergesellschaft im Jahr 2020 wurde ein aus dem Jahr 2019 entgeltlich erworbener Firmenwert übernommen, der auf die voraussichtliche Nutzungsdauer der Kundenbeziehungen von 15 Jahren abgeschrieben wurde. Die Abschreibung auf den Firmenwert wurde entsprechend unverändert fortgeführt.

3.2 Anlagespiegel

AK/HK 01.01.2023
Euro
Verschmelzung
Euro
AK/HK Zugänge
Euro
AK/HK Abgänge
Euro
Afa des Geschäftsjahres
Euro
Afa kumuliert 31.12.2023
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 59.018,15 0,00 0,00 0,00 12.673,25 49.285,39
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.483.403,33 0,00 0,00 0,00 218.518,82 1.709.003,33
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 3.542.421,48 0,00 0,00 0,00 231.192,07 1.758.288,72
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grdstsgl. Rechte u. Bauten
einschließlich Bauten fremde Grundstücke 329.034,87 0,00 227.476,65 0,00 13.754,83 23.797,98
2 andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.432.317,83 0,00 2.353.789,72 259.394,02 1.282.622,19 8.220.881,87
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 294.274,03 0,00 79.203,07 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 13.055.626,73 0,00 2.660.469,44 259.394,02 1.296.377,02 8.244.679,85
Summe Anlagevermögen 16.598.048,21 0,00 2.660.469,44 259.394,02 1.527.569,09 10.002.968,57

3.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Es bestehen Forderungen mit einer Restlaufzeit von:

- mehr als einem Jahr 0,0 TEuro.

3.4 Eigenkapital und Ergebnisverwendung

Gewinnvortrag 2.613.734,94 Euro
Jahresüberschuss 1.653.515,81 Euro

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, vom Jahresüberschuss und Gewinnvortrag in Höhe von 4.267.250,75 Euro einen Betrag in Höhe von 986.000,00 Euro auszuschütten und den Restbetrag von 3.281.250,75 Euro auf neue Rechnung vorzutragen.

3.5 Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden Rückstellungsarten enthalten:

Art der Rückstellung: TEuro
Personalkosten 370,8
Abschluss- u. Prüfungskosten 47,4
sonstige ungewisse Verbindlichkeiten 13,6
Summe 431,8

3.6 Verbindlichkeiten

Es bestehen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von:

- bis zu einem Jahr 3.508,3 TEuro,

- einem bis fünf Jahren 3.800,0 TEuro,

- mehr als fünf Jahren 0,0 TEuro.

4. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

4.1 Zusätzliche Angaben bei Anwendung des Umsatzkostenverfahrens

Materialaufwand

Der Materialaufwand des Geschäftsjahres beträgt 9.342,7 TEuro und gliedert sich wie folgt:

a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoff 8.897,1 TEuro
b) Fremdleistungen 445,6 TEuro

Personalaufwand

Der Personalaufwand des Geschäftsjahrs beträgt 9.841,9 TEuro und gliedert sich wie folgt:

a) Löhne und Gehälter 6.842,5 TEuro
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.999,4 TEuro
- davon für Altersversorgung 115,1 TEuro

5. Sonstige Angaben

5.1 Angaben über Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich 166 Mitarbeiter (Vorjahr 161), davon 135 gewerbliche Arbeitnehmer und 31 Angestellte.

5.2 Gesellschaftsorgane

Als Geschäftsführer war im abgelaufenen Geschäftsjahr bestellt:

Herr Jens Brückner, Bauingenieur, Wilkau-Haßlau.

5.3 Konzernzugehörigkeit

Name: SWARCO AG
Sitz: Wattens Österreich
Offenlegung: Landesgericht Innsbruck
Firmenbuch-Nr. FN 235264 b

 

Nürnberg, 08. März 2024

gez. Jens Brückner, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 10.07.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die HIMA GmbH

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der HIMA GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der HIMA GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

Ø entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

Ø vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) und von wp.net festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) und von wp.net festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

Ø identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

Ø gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

Ø beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

Ø ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

Ø beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Ø beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

Ø führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Angaben. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Angaben gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Mönchengladbach, den 12. März 2024

Peter Koch, Wirtschaftsprüfer

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