Spanplattenwerk Gotha GmbH
Müllersweg 1, 99867 Gotha, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Dorothee Flötotto seit 12.5.2020 | Geschäftsführer |
Christine von Rüden seit 3.4.2019 | Geschäftsführer |
Lars Dr. Kloeser seit 30.10.2017 | Prokura |
Andreas Franz Enste seit 21.3.2014 | Prokura |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Spanplattenwerk Gotha GmbHGothaJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022SPANPLATTENWERK GOTHA GMBH, GOTHAAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022Spanplattenwerk Gotha GmbH, Gotha
Anhang 2022Spanplattenwerk Gotha GmbH, GothaI. Allgemeine Angaben zum Unternehmen und zum Jahresabschluss Die Gesellschaft Spanplattenwerk Gotha GmbH mit dem Sitz in Gotha (Handelsregister B des Amtsgerichts Jena, HRB 100307), weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 Abs. 2 und 3 HGB, die der Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB. Aus Gründen der Übersichtlichkeit wird auf die Angabe von Restlaufzeiten in der Bilanz und von davon-Vermerken in der Gewinn- und Verlustrechnung verzichtet. Sie werden stattdessen in dem Anhang dargestellt. Die Form der Darstellung sowie die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurde im Abschlussjahr beibehalten. Die Zuordnung der Vermögens- und Schuldposten sowie der Aufwendungen und Erträge zu den einzelnen Posten des Jahresabschlusses ist mit der des Vorjahres identisch. Die Vorschriften zur Währungsumrechnung nach § 256a HGB werden beachtet. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden und gegenüber dem Vorjahr im wesentlichen unveränderten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Der Grundsatz der Bewertungsstetigkeit nach § 252 Abs. 1 Nr. 6 HGB wurde eingehalten. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und vermindert um lineare Abschreibungen ausgewiesen. Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um den der Berichtsfirma durch das Land Thüringen gewährten Investitionszuschuss sowie die planmäßigen Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, aktiviert. Die Herstellungskosten werden gem. § 255 Abs. 2 HGB ermittelt. Bei den geringwertigen Vermögensgegenständen wird von der steuerlichen Vereinfachungsregelung nach § 6 Abs. 2 EStG Gebrauch gemacht. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten nach § 253 Abs. 3 HGB bewertet. Dem strengen Niederstwertprinzip folgend, wurde ein Wertabschlag von den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, sofern dies zum Bilanzstichtag geboten war, vorgenommen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind unter Berücksichtigung der Einbringlichkeit vorsichtig bewertet. Einzelwertberichtigungen waren nicht zu bilden. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung von 3 % des Nettoforderungsbestandes Rechnung getragen. Die Wertberichtigungen sind aktivisch abgesetzt. Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögengegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt worden. Wertberichtigungsbegründende Risiken waren nicht zu erkennen. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sind mit Anschaffungskosten inkl. Anschaffungsnebenkosten aktiviert. Entsprechender Wertberichtigungsbedarf wird nach § 253 Abs. 4 HGB vorgenommen. Die ausgewiesenen aktiven latenten Steuern betreffen ausschließlich Differenzen aus der unterschiedlichen Bilanzierung in der Handels- und Steuerbilanz. Die latenten Steuern wurden auf Basis der Ertragsteuersätze ermittelt, die nach derzeitiger Rechtslage zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Von dem Wahlrecht des saldierten Ausweises nach § 274 Abs. 1 HGB wurde Gebrauch gemacht. Bei den Pensionsrückstellungen wurden die Vorschriften des § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB berücksichtigt, wobei auf den Rechnungszinsfuß aus der Rechtsverordnung der Deutschen Bundesbank zurückgegriffen wurde. Hierbei wurde vom Wahlrecht Gebrauch gemacht, den Zinssatz in Höhe von 1,78 % für eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren anzuwenden. Gehalts- und Rentendynamik waren nicht zu berücksichtigen, da es sich bei den Pensionszusagen um Festzusagen handelt. Die biometrischen Wahrscheinlichkeiten stammen aus den "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Als Bewertungsverfahren wurde die PUC Methode (Projected Unit Credit Methode) angewandt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche am Bilanzstichtag erkennbaren Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen und deren Höhe oder Fälligkeit unsicher ist. Sie werden nur gebildet, wenn ihnen eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten zugrunde liegt. Die Rückstellungen werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt, der auch die am Bilanzstichtag zu berücksichtigenden Kostensteigerungen umfasst. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Abzinsung liegen die Marktzinssätze des § 253 Abs. 2 S. 1 HGB zugrunde. Durch die Verrechnung des Deckungsvermögens von T€ 167 mit der Altersteilzeitverpflichtung in Höhe von T€ 436 verbleibt eine Rückstellung von T€ 269. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Angaben zur Bilanz (1) Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Posten des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagenspiegel (Anlage 3). (2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr waren in Höhe von 0 T€ (Vorjahr: 0 T€) auszuweisen. (3) Aktive Latente Steuern Die aktiven latenten Steuern ergeben sich aus den erwarteten Steuerentlastungen in Höhe von 207 T€. Hierbei wird ein Ertragsteuersatz von 30 % zugrundegelegt. Dabei resultieren die aktiven latenten Steuern aus Differenzen zwischen Ansätzen in der Handels- und Steuerbilanz bei den Rückstellungen für Urlaub, für Altersteilzeit und für die Pensionen.
(4) Eigenkapital Der Jahresabschluss wird seit dem 31.12.2001 in Euro aufgestellt. Das Eigenkapital wurde noch nicht auf Euro umgestellt und beträgt 5.000 TDM (2.556 T€). Die Gewinnrücklage betrifft die Sonderrücklage nach § 27 Abs. 2 DMBilG sowie die Anpassungen an das BilMoG zum 01.01.2010. (5) Pensionsrückstellungen Bei den Rückstellungen für Altersverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr nach § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von 33 T€. (6) sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen für rückständigen Urlaub in Höhe von 697 T€ (Vorjahr: 728 T€) , Gewährleistungen in Höhe von 180 T€ (Vorjahr:158 T€), Tantiemen in Höhe von 60 T€ (Vorjahr: 60 T€), Altersteilzeit in Höhe von 268 T€ (Vorjahr: 22 T€) und unterlassene Instandhaltungen in Höhe von 115 T€ (Vorjahr: 93 T€) gebildet worden. (7) Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt und gliedern sich wie folgt:
Es bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus dem Erwerb von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung (1) Umsatzerlöse In den Umsatzerlösen sind Erlöse aus dem Verkauf von Spanplatten i.H.v. 69.691 T€, Vermietung und Verpachtung, Umlagen sowie sonstigem Handel i.H.v. 2.947 T€ (Vorjahr. 1.379 T€) enthalten. (2) sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von 21 T€ (Vorjahr: 0 T€). (3) Personalaufwand Die Personalaufwendungen beinhalten Aufwendungen für Altersversorgungen in Höhe von 60 T€ (Vorjahr: 60 T€). (4) sonstige Zinsen und ähnliche Erträge In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Zinsen von verbundenen Unternehmen in Höhe von 163 T€ (Vorjahr: 179 T€) sowie Erträge aus Abzinsung in Höhe von 0 T€ (Vorjahr: 14 T€) enthalten. (5) Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Abzinsung in Höhe von 26 T€ (Vorjahr: 19 T€) enthalten. (6) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 445 T€ entfallen in Höhe von 507 T€ auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sowie in Höhe von -62 T€ (Vorjahr: -1 T€) auf latente Steuern. (7) Ausschüttungssperre Zum 31.12.2022 unterliegt nach § 268 Abs. 8 HGB ein Gesamtbetrag in Höhe von 207 T€ der Ausschüttungssperre. Der Betrag betrifft in voller Höhe die unter Punkt III. 3 erläuterten aktiven latenten Steuern. Des Weiteren besteht eine Ausschüttungssperre mach § 253 abs. 6 HGB in Höhe von 33 T€. V. Sonstige Angaben (1) Geschäftsführung Der Geschäftsführung gehörten an: Frau Dorothee Flötotto; MBA Frau Christine von Rüden; M. Sc. in Management Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterlassen. (2) Vergütung des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt voraussichtlich 11.000,00 €.
(3) Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von 163.633,85 €. Mit einer Inanspruchnahme ist aktuell nicht zu rechnen. (4) Arbeitnehmer Die Zahl der Arbeitnehmer betrug im Jahresdurchschnitt:
(5) Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 1.069.653,71 € auf neue Rechnung vorzutragen. (6) Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage geführt hätten, sind nach Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.
Gotha, den 25. Mai 2023 Spanplattenwerk Gotha GmbH gez. Dorothee Flötotto gez. Christine von Rüden Enwicklung des Anlagevermögens 2022
Lagebericht 2022Spanplattenwerk Gotha GmbH, GothaA. Geschäftsverlauf 1. Entwicklung der Branche 1. a Die Holzwerkstoffindustrie Die Spanplattenwerk Gotha GmbH, Gotha ist als Holzwerkstoffhersteller von der allgemeinen Entwicklung der Konjunktur und des Wirtschaftswachstums, speziell der Bauwirtschaft, abhängig. Insofern partizipieren wir auch im abgelaufenen Geschäftsjahr an der allgemeinen Wirtschaftslage und hierbei besonders im Renovierungs- und Neubau. Wesentliche Treiber des Wohnungsneubaus sind demografische Entwicklungen, die Kreditvergabepolitik von Banken, die Entwicklung des Zinniveaus sowie die Entwicklung des Verbrauchervertrauens. Die Auslastung der Werke lag zu Beginn des Jahres auf einem hohen Niveau, hat sich jedoch im Laufe des zweiten Halbjahres abgeschwächt. Die noch im Frühjahr hohe Nachfrage aus dem Bau und Möbelgeschäft wurde durch deutliche Steigerungen der Gestellungskosten gebremst. Die Inflation, steigende Zinsen sowie Kostensteigerungen wirken sich zunehmend auf die Bautätigkeit besonders im Einfamilienhausbau aus und führen zu einer deutlichen Beruhigung in der gesamten Holzwerkstoffbranche. 1. b Die Türenindustrie Die Nachfrage nach Wohnraum ist besonders in den Ballungszentren der BRD nach wie vor sehr hoch. Die bereits beschriebene Investitionszurückhaltung wirkt sich jedoch deutlich zunehmend auf die Neubautätigkeit aus. Die deutsche Türenindustrie hatte bis zur Jahresmitte von einem sehr hohen Auftragseingang profitiert, der vielen Herstellern bis in die Herbstmonate eine gute Auslastung sicherte. Neben dem Neubau ist der deutsche Türenmarkt insbesondere durch Renovierungsprojekte geprägt. Auch in diesem Marktbereich hat sich im Verlauf des Jahres mehr Zurückhaltung der Kunden gezeigt. Hohe Lagerbestände im Türenhandel in Kombination mit zurückgehenden Verkaufszahlen im Projektgeschäft führten zu einem Rückgang der Auslastung der deutschen und zentraleuropäischen Türenhersteller in der zweiten Jahreshälfte. Die Entwicklung im Export veränderte sich zur Jahreshälfte ebenfalls deutlich. Preissensible ausländische Märkte reagierten auf die steigenden Gestellungskosten mit einem Rückgang der Auftragszahlen. Andere Märkte haben auf notwendige Preiserhöhung nicht mit Mengenanpassungen reagiert sondern liegen nach wie vor auf einem hohen Niveau. 1. c Die Spanplattenwerk Gotha GmbH, Gotha Die anhaltend hohe Bedeutung der Renovierungen für die deutsche Türenindustrie und das damit verbundene gestiegene Qualitätsbewusstsein bei dem Endkunden führte im europäischen Markt zu einem konstanten Einsatz von Röhren-, Vollspanplatten sowie Verbundwerkstoffen. Rückgänge der Auslieferungsmenge in der Spanplattenwerk Gotha GmbH in der zweiten Jahreshälfte 2022 sind daher vornehmlich durch einen Rückgang des Türenmarktes insgesamt zu erklären. 2. Umsatz- und Auftragsentwicklung / Produktion Nachdem der Umsatz im Jahre 2021 bereits um rd. 2,6 Mio. € gestiegen ist, konnte hier für das abgelaufene Geschäftsjahr 2022 eine deutliche Steigerung von 10,3 Mio. € bzw. 16,7 % verzeichnet werden. Entgegen dem Vorjahr geht diese Steigerung allerdings nicht einher mit einer entsprechenden Mengensteigerungen, sondern resultiert ausschließlich aus der Weitergabe der Kostensteigerungen im Materialaufwandsbereich. Im Vergleichszeitraum hat sich die Produktionsmenge um rd. 7 % sowie die Auslieferungsmenge um rd. 6 % ermäßigt. Von dieser Entwicklung sind sowohl das Inlandsgeschäft als auch das Auslandsgeschäft im gleichen Maße betroffen. 3. Investitionen Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2022 wurden Investitionen im Sachanlagevermögen von insgesamt 6.987 T€ durchgeführt. Die Investitionen dienen insbesondere der Kapazitätssteigerung. Das Investitionsvolumen für das laufende und folgende Wirtschaftsjahr wird voraussichtlich rd. 12,0 Mio. € umfassen. 4. Personal Zum Bilanzstichtag beschäftigen wir insgesamt 215 Mitarbeiter, davon waren 28 Angestellte und 187 gewerbliche Arbeitnehmer (inkl.7 Auszubildende). Die Entlohnung erfolgt bei den gewerblichen Arbeitnehmern auf Stundenbasis. Die Angestellten erhalten feste Monatsgehälter. 5. Analyse des Geschäftsverlaufs Der Geschäftsverlauf ist aufgrund der stark gestiegenen Kostenentwicklungen gegenüber dem Vorjahr deutlich verschlechtert aber immer noch positiv. Angesichts des sehr schwierigen Marktumfeldes in 2022 kann dies als zufriedenstellend angesehen werden. Das Jahresergebnis liegt mit 1.070 T€ absolut gesehen um 69 % unter dem Vorjahresniveau. Relativ gesehen hat sich der Jahresüberschuss im Verhältnis zum Umsatz von 5,6 % auf 1,5 % verschlechtert. Dies liegt im Wesentlichen an den sehr stark gestiegenen Materialaufwendungen, die nur zum Teil an die Kunden weitergegeben werden konnten. B. Darstellung der Lage 1. Vermögenslage Die Bilanzsumme betrug zum 31.12.2022: 39.492 T€ (2021: 38.576 T€). Hierin enthalten ist der Anteil des Umlaufvermögens (2022: 12.941 T€ = 33 %; 2021: 20.599 T€ = 53 %), des kurzfristigen Fremdkapitals (2022: 2.884 T€ = 7 %; 2021: 3.011 T€ = 8 %), des Anlagevermögens (2022: 26.551 T€ = 67 %; 2021: 17.977 T€ = 47 %), des langfristigen Fremdkapitals (2022: 960 T€ =2 %; 2021: 987 T€ = 3 %) und des Reinvermögens (2022: 35.647 T€ = 90 %; 2021: 34.578 T€ = 89 %). 2. Finanzlage Im Geschäftsjahr 2022 belief sich der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit auf 4.520 T€. Der Mittelabfluß aus Investitionstätigkeit beträgt ./. 10.843 T€. Der Mittelabfluß aus der Finanzierungstätigkeit im Geschäftsjahr 2022 beläuft sich auf 28 T€. 3. Ertragslage Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2022 um 10.311 T€ von 61.889 T€ auf 72.200 T€ gestiegen. Unter Berücksichtigung des Materialaufwands und der sonstigen betrieblichen Erträge ist das Rohergebnis von 29.536 T€ im Vorjahr auf 27.764 T€ gesunken. Im Geschäftsjahr 2022 konnte ein Jahresüberschuss in Höhe von 1.070 T€ gegenüber dem Geschäftsjahr 2021 von 3.467 T€ erreicht werden. C. Risikobericht Die Hauptabsatzgebiete der Spanplattenwerk Gotha GmbH, Gotha befinden sich weiterhin im EU-Wirtschaftsraum. Vor diesem Hintergrund bergen die wirtschaftlichen Entwicklungen in der EU und hier insbesondere die, durch den Ukraine-Krieg ausgelösten Entwicklungen, Gefahren, die weiterhin nur schwer abzuschätzen sind. Der Ukraine-Krieg hat zu starken Kostensteigerungen in der Gesamtwirtschaft und somit auch zu einem sprunghaften Anstieg der Inflationsraten geführt. Dies wiederum führt zu Zinserhöhungen der Zentralbanken, welche eine Verteuerung der Bauzinsen nach sich ziehen. Diese Faktoren führen zu einem merklichen Rückgang der Bauaktivitäten und einem entsprechenden Nachfragerückgang bei Bauprodukten. Die gestiegenen Kosten an unseren Beschaffungsmärkten haben inzwischen ihre Höchstpunkte überschritten und sinken wieder. Entsprechend konnten wir unsere Preiserhöhungen des vergangenen Jahres bereits teilweise zurücknehmen. Inwieweit sich diese Maßnahmen auf eine mögliche Belebung der Nachfrage auswirken bleibt abzuwarten. Aufgrund der liquiditätsmäßigen Ausstattung der Gesellschaft und einer Eigenkapitalquote von 90% sehen wir für die nahe Zukunft aber keine Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. Die wachsende Bedeutung von Nachhaltigkeit auch im Bausektor sehen wir als eine Chance, unsere ressourcenschonenden Produkte weltweit weiter zu etablieren. Forschung und Entwicklung in unserem Unternehmen fokussieren sich demnach besonders auf Projekte, die diese Ressourceneffizienz steigern. Auch in Zeiten wieder steigender Energie- und Materialkosten können wir so die Vorteile unserer Produkte zusätzlich ausbauen. D. Prognosebericht Die Prognosen für das Jahr 2023 für die Entwicklung sowohl des inländischen als auch des ausländischen Türenmarktes gehen grundsätzlich von einer weiterhin rückläufigen Entwicklung aus. Für das Gesamtgeschäft ergibt sich im März ein Umsatzrückgang von rund 2 %. Für das Gesamtjahr rechnen wir allerdings mit einen deutlich höheren Rückgang, da sich mit der Weitergabe von Kostenreduzierungen der Umsatzrückgang dem aktuellen Mengenrückgang von rd. 24 % angleichen wird. Wir gehen davon aus, dass unsere Prognose für das Jahr 2023 die zugrundeliegende Entwicklung der Gesellschaft realistisch darstellen. Jedoch lässt sich zu diesem Zeitpunkt das Ausmaß der weiteren Entwicklung des Ukraine-Krieges auf unser Geschäft im Jahr 2023 nicht zuverlässig quantifizieren. Die bedingt durch die drastischen Kostenerhöhungen am Beschaffungsmarkt vorgenommenen Preiserhöhungen des vergangenen Jahres haben beginnend mit dem letzten Quartal 2022 zu einem merklichen Absatzrückgang geführt, welcher sich in das laufende Geschäftsjahr fortgesetzt hat. Inzwischen haben sich die Beschaffungskosten zwar zurückgebildet, so dass wir unsere Preiserhöhung zum Teil zurücknehmen konnten. Inwieweit hierdurch eine Nachfragebelebung vor dem Hintergrund des insgesamt schwierigen Marktumfeldes möglich ist bleibt abzuwarten. E. Sonstige Angaben Forschung und Entwicklung Die länderspezifischen Anforderungen an Türen und die Bestrebung, diese Vielfalt europaweit zu harmonisieren, erfordern weiterhin eine intensive Forschung und Entwicklung. Für außereuropäische Länder sind die speziellen Umwelt- und Marktbedingungen in der Materialwahl und Konstruktion zu berücksichtigen, die das Klimaverhalten, erhöhte Anforderungen der Sicherheit bei Feuer oder gegen Einbruch einbeziehen. Dabei ist die Zusammenarbeit mit Lieferanten ergänzender Türkomponenten von großer Bedeutung. Ferner gewinnt die Weiterentwicklung unserer Produkte vor dem Hintergrund eines ressourcenschonenden Einsatzes von Vormaterialien zunehmend an Bedeutung. Mit dem firmeneigenen Service- und Versuchs-Zentrum bestehen für diese Entwicklungsarbeiten ideale Bedingungen, die zu einer weiteren Festigung der Marktposition der Firma führen werden.
Gotha, den 25.05.2023 gez. Dorothee Flötotto gez. Christine von Rüden Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Spanplattenwerk Gotha GmbH, Gotha Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Spanplattenwerk Gotha GmbH, Gotha - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Spanplattenwerk Gotha GmbH, Gotha für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Essen, den 25. Mai 2023 TC
Treuhand GmbH
Prof. Dr. Reinhard Dücker, Wirtschaftsprüfer Patrick Mika, Wirtschaftsprüfer Weitere Angaben: Der Jahresabschluss wurde durch die Gesellschafterversammlung vom 19.06.2023 festgestellt. |
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