Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 105094
Vorher
Paul Feederle GmbH MöbelfabrikPaul Feederle GmbH
Eingetragen
11.1.1989
Branche
Herstellung von BüromöbelnHerstellung von Schlaf-, Ess- und WohnzimmermöbelnHerstellung von Ladenmöbeln und sonstigen Objektmöbeln
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Möbeln, Objekteinrichtungen und Innenausbauten. Die Gesellschaft ist berechtigt, alle damit in Zusammenhang stehenden Dienstleistungen zu verrichten. Die Gesellschaft darf andere Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art übernehmen, vertreten und sich an solchen Unternehmen beteiligen. Sie darf auch Zweigniederlassungen errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Klaus Feederle
seit 12.12.2016
Prokura
Corona Feederle
seit 19.8.2013
Prokura
Gabriele Künzig
seit 5.12.2007
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

76133 Karlsruhe
125.000 €
50.00%
76139 Karlsruhe
125.000 €
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

feco-feederle GmbH

Karlsruhe

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Allgemeines

feco-feederle ist ein familiengeführtes, überregional marktführendes Unternehmen, das Bürogebäude, Forschungs- und Bildungseinrichtungen mit raumbildenden Systemtrennwänden aus eigener Herstellung sowie mit Büroeinrichtungen namhafter Handelsmarken ausstattet. Die projektbezogene Konstruktion, Herstellung und Montage von Systemwänden und Innenausbauleistungen erfüllt hohe gestalterische und bauphysikalische Anforderungen. In Kombination mit der Konzeption, Planung und Lieferung von Büroeinrichtungen wird dabei die Realisierung aus einer Hand ermöglicht.

Die Ausrichtung auf die Erstellung und Einrichtung von Räumen ergibt ein marktorientiertes, sich mit Synergien ergänzendes Portfolio, das eine beständige Unternehmensentwicklung ermöglicht. Durch das breit gefächerte Leistungsangebot, die jeweils projektbezogene Planung, die individuelle Fertigung und die daraus resultierende Zahl an variierenden Kunden und Lieferanten besteht keine Abhängigkeit von einzelnen Partnern.

Die Umsetzbarkeit der Systemwände ermöglicht unseren Kunden eine lange Nutzungsdauer ihrer Investition. Ohne Materialverlust können Wände ressourcenschonend demontiert und an anderer Stelle wieder aufgebaut werden. Dieser lange Produktlebenszyklus ist im Sinne des nachhaltigen Bauens ein zunehmend bedeutendes Kriterium für die Entscheidungen unserer Kunden.

In vierter Generation ist feco-feederle seit 1893 ein Familienunternehmen und wird heute durch die beiden geschäftsführenden Gesellschafter Corona Feederle und Klaus-Michael Feederle geführt.

Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2023 um 0,3% gegenüber dem Vorjahr gesunken. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft von ihrem Einbruch im Pandemiejahr 2020 nicht weiter fort. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken.

Die Energiekrise und geopolitische Spannungen verunsicherten Produzenten, Investoren wie Konsumenten, der Welthandel verlor an Dynamik. Steigende Zinsen verschlechterten die jah relang günstigen Finanzierungsbedingungen, was besonders die Bauwirtschaft bremste. Ins gesamt dämpften die trotz letzter Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Im Zuge dessen rutschte die deutsche Wirtschaft 2023 ins Minus.

Im Baugewerbe machten sich zudem die weiterhin hohen Baukosten und der Fachkräftemangel bemerkbar. Preisbereinigt erreichte das Baugewerbe 2023 ein kleines Plus von 0,2%. Gleichzeitig sind die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe 2023 real um 4,4% gegenüber dem Vorjahr gesunken.

Die Wirtschaftsleistung des produzierenden Gewerbes ging 2023 um 2,0% zurück, die des verarbeitenden Gewerbes preisbereinigt um 0,4%. Neben den hohen Energiepreisen war trotz zunehmender Verfügbarkeit auch die Materialknappheit weiterhin ein Problem für die Unternehmen. Zudem erhöhten sich infolge von Tarifabschlüssen die Lohnkosten.

Die Inflationsrate lag 2023 mit durchschnittlich 5,9% (Vorjahr 6,9%) weiterhin auf einem hohen Niveau. Unter anderem verteuerten sich Energieprodukte 2023 gegenüber 2022 nochmals um 5,3% (Vorjahr +29,7%).

Die Herstellung von Büro- und Objektmöbeln lag laut Industrieverband Büro- und Arbeitswelt e.V. (IBA) im Kalenderjahr 2023 mit einem leichten Plus von 0,6% praktisch auf Vorjahresniveau. Nach zwei Wachstumsjahren (2022 +6,9%, 2021 +5,7%) markiert das Jahr 2023 damit eine zwischenzeitliche Verlangsamung des Umbaus der Arbeitswelt.

In diesem Umfeld kann unsere Gesellschaft unter den Herausforderungen gestiegener Material-, Energie- und Personalkosten sowie der durch Bauverzögerungen reduzierten Effektivität von einem befriedigenden Geschäftsjahr 2023 berichten.

Die Planungs-, Fertigungs- und Lieferkapazitäten waren im Jahresmittel weitgehend ausgelastet. Trotz mehrerer kundenseitiger Auftragsverschiebungen in das Folgejahr erreichte die um 639 T€ reduzierte Gesamtleistung nahezu die des Vorjahres.

Der Aufwand für Waren, Materialien und bezogene Leistungen ist bei einem weiter gestiegenen Eigenfertigungsanteil um 0,9% gesunken, während der Personalaufwand um 6,8% stieg, was einer Personalaufwandsquote von 30,7% (Vorjahr 28,0%) entspricht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 10,5% gesunken.

Das Geschäftsmodell, unsere gefestigte Wettbewerbsposition, die aufmerksame Marktbeobachtung und die solide Finanzpolitik sind die Grundlagen des verstetigten Unternehmenser folgs. Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahrs 2023 liegt bei 351 T€ (Vorjahr 527 T€), was einer Gesamtleistungsrendite von 1,7% (Vorjahr 2,4%) entspricht.

Das Eigenkapital beträgt 4.988 T€. Die Bilanzsumme ist in Verbindung mit den Investitionen in neue Maschinen und Anlagen auf 9.782 T€ (Vorjahr 8.627 T€) angewachsen. Die resultierende Eigenkapitalquote von 51,0% bewegt sich weiterhin auf hohem Niveau. Die Rendite des Eigenkapitals beträgt 7,0% (Vorjahr 9,7%). Das Eigenkapital deckt das Anlagevermögen (Anlagendeckung I) zu 173%. Der Cashflow lag bei 860 T€ (Vorjahr 1.220 T€).

Die in unserem Familienunternehmen gepflegte Konsolidierungspolitik, aufgrund derer erwirtschaftete Ergebnisse in wesentlichem Umfang langfristig im Unternehmen verbleiben, ist Grundlage der stabilen Finanzsituation. Wie in den Vorjahren sind die Zugänge im Anlagevermögen im Bereich der Neu- und Ersatzinvestitionen von 2.125 T€ (Vorjahr 286 T€) aus Eigenmitteln erfolgt.

Unser Unternehmen finanzierte sich während des gesamten Geschäftsjahres mit eigenen Mitteln und verfügte jederzeit über ausreichend Liquidität, was der Vergleich des Bestandes an liquiden Mitteln mit 3.064 T€ (Vorjahr 3.813 T€) zu den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 338 T€ (Vorjahr 313 T€) zeigt. Lieferanten werden jederzeit mit Skonto bezahlt. Die Liquiditätslage war und ist weiterhin auf einem sehr soliden Niveau. Es sind keine Engpässe zu erwarten.

Es bestehen keinerlei Leasing-, Darlehens- oder Bank-Verbindlichkeiten.

Forschungs- und Entwicklungsbericht

Aufgrund der ausschließlich projektbezogenen Produktionsaufträge und der damit laufend wechselnden kundenseitigen Anforderungen werden die vorhandenen Konstruktionen und Ausführungen regelmäßig für jedes Projekt überprüft und verbessert wie auch entsprechend den sich ändernden Prüfnormen in Schalldämmung, Brandschutz und Statik aktualisiert.

Es besteht eine fortwährende, sich ständig den Marktanforderungen anpassende Entwicklungstätigkeit und Produktpflege. feco-Systemwände tragen bei zahlreichen Projekten zur erfolgreichen Nachhaltigkeitszertifizierung nach DGNB (Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen) oder LEED (Leadership in Energy and Environmental Design) bei.

Unser Unternehmen ist seit vielen Jahren für die Verarbeitung von Hölzern und Holzwerkstoffen aus nachhaltiger Forstwirtschaft nach PEFC und FSC zertifiziert.

In Verantwortung für unsere Umwelt haben wir 2023 begonnen, die CO 2 -Emissionen unseres Unternehmens zu ermitteln und zu bewerten. Mit den schon in Vorjahren gestarteten Reduktionsmaßnahmen wurden die Treibhausgas-Emissionen von Scope 1 und 2 des Jahres 2023 im Vergleich zu denen des Jahres 2018 bereits um 43% verringert. Dies motiviert uns zu weiteren Investitionen und Maßnahmen sowie bewussten Verhaltensanpassungen in Bezug auf die Nachhaltigkeit unseres unternehmerischen Wirkens.

Risikobericht

Bei der Realisierung von Projekten kommt es nach wie vor verstärkt zu erheblichen Bauverzögerungen. Diese gründen in der Komplexität des Baugeschehens in Verbindung mit dem Mangel an Fachkräften und münden häufig aufgrund fehlender Fertigstellung der bauseitigen Vorleistungen in einem gestörten Auftragsablauf. Verzögerungen von mehreren Monaten und Quartalen sind nicht selten.

Die Beschaffung von Vormaterialien bildete nach den Krisenjahren 2021 und 2022 teilweise auch 2023 noch eine Herausforderung, wobei im Verlauf des Geschäftsjahrs eine zunehmende Stabilisierung eingetreten ist.

Diesem allgemeinen Branchenrisiko versuchen wir mit einer langfristigen, partnerschaftlichen Einkaufspolitik, einem möglichst vorausschauenden Projektmanagement und einer angemessenen Lagerbevorratung relevanter Systemkomponenten bewusst zu begegnen, um die Folgen überschaubar zu halten.

Die erheblichen Steigerungen der Rohstoffpreise wie auch der Energie- und Personalkosten innerhalb relativ kurzer Zeit haben die Effektivität laufender Aufträge 2023 gemindert. Kalkulationen neuer Projekte erfolgen stets unter Einbezug der absehbaren Kostenentwicklungen.

Das Forderungsmanagement ist straff organisiert, die Kundenstruktur solvent und breit gefächert. Das Controlling erkennt Risiken frühzeitig und lässt entsprechende Maßnahmen einleiten.

Mit der soliden Kapitalbasis sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Es bestehen keine Währungsrisiken. Sonstige Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

Prognosebericht

Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf

Im Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 hatten wir mit einer weiteren Stabilisierung der Unternehmensentwicklung und einem den Rahmenbedingungen entsprechenden Ergebnis gerechnet. Tatsächlich konnten die Gesamtleistung und das Jahresergebnis 2023 auf einem positiven Niveau gehalten werden.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2024

Die konjunkturelle Entwicklung ist seit Herbst 2023 zunehmend durch die schwache Nachfrage gebremst. Die Auftragslage in der Industrie und im Bau hat sich, teils bedingt durch die geldpolitische Straffung, weiter eingetrübt. Die 2024 durch die Europäische Zentralbank bereits erfolgten Senkungen der Leitzinsen werden ihre Wirkung erst in Folgejahren entfalten können.

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung rechnete in seinem Frühjahrsgutachten 2024 damit, dass sich die schwache Entwicklung der deutschen Volkswirtschaft im Jahr 2024 zunächst fortsetze und das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahresdurchschnitt mit 0,2% minimal steige. Für die Inflation wurde im Vergleich zum Vorjahr (5,9%) ein deutlicher Rückgang auf durchschnittlich 2,4% prognostiziert.

Die Herbstprojektion der Bundesregierung 2024 rechnet mit einem Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 0,2%, einer durchschnittlichen Preissteigerung von 2,2% und einer Belebung der deutschen Wirtschaft nicht vor dem Folgejahr 2025.

Im Verlauf des Geschäftsjahrs 2024 können wir eine weitere Entspannung auf der Beschaffungsseite vernehmen. Gleichzeitig ist aufgrund der Rahmenbedingungen eine partielle Abkühlung in der Marktnachfrage zu verspüren.

Mittelfristig ist von einem zurückgehenden Neubauvolumen auszugehen, da die Unternehmen die Erfordernis neuer Büroflächen überprüfen und bevorzugt eine Revitalisierung von Bestandsflächen anstreben.

Mit der Pandemie ist mobiles Arbeiten zu einer akzeptierten Arbeitsform in allen Unternehmen geworden. Gleichzeitig ist dadurch das Bewusstsein für die Bedeutung der persönlichen Begegnung am Arbeitsplatz gewachsen. Bei der Rückkehr ins Büro spielt die Attraktivität des Arbeitsplatzes und das Raumangebot für kommunikative Zusammenarbeit wie auch für konzentriertes Arbeiten eine große Rolle. Unternehmen wissen, dass attraktive Räume ein relevantes Kriterium der Mitarbeiterbindung sind und investieren in die Gestaltung der Büroräume am Unternehmensstandort als Ausdruck ihrer Markenidentität. Unsere Kunden suchen dazu den Dialog mit uns und nutzen unsere Beratungskompetenz bei der Entwicklung ihrer zukünftigen Arbeitswelt. Mit unserem Leistungsspektrum und unseren Referenzen sind wir für sie ein kompetenter Partner in der Realisierung ihrer neuen Arbeitswelt.

Mit unternehmerischem Engagement und Achtsamkeit bemühen wir uns, in diesem Umfeld die Chancen zu nutzen und die Risiken zu begrenzen.

Im Hinblick auf den Fachkräftemangel bilden wir regelmäßig junge Talente aus. So haben wir im Berichtsjahr sieben Auszubildende, die unser Team ergänzen.

Für das laufende Geschäftsjahr 2024 rechnen wir mit einer mindestens vergleichbaren Gesamtleistung und wiederum mit einem positiven Ergebnis. Dabei hat die weitere langfristige Stabilisierung des Unternehmens für uns jederzeit Vorrang vor Umsatz- und Ertragssteigerungen.

Es sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant.

Zweigniederlassungen

Es werden keine Zweigniederlassungen unterhalten.

 

Karlsruhe, im Oktober 2024

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.880.559,52 1.242.785,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 7.494,00 13.864,00
II. Sachanlagen 2.864.965,52 1.220.821,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 159.623,00 190.438,00
2. technische Anlagen und Maschinen 1.174.285,00 553.125,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 542.777,00 477.258,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 988.280,52
III. Finanzanlagen 8.100,00 8.100,00
B. Umlaufvermögen 6.873.666,64 7.340.714,70
I. Vorräte 1.878.907,75 1.494.024,91
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.630.238,94 811.840,65
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.930.811,83 2.033.934,17
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 5.283,87 6.783,87
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.063.947,06 3.812.755,62
C. Rechnungsabgrenzungsposten 28.130,77 43.321,31
Summe Aktiva 9.782.356,93 8.626.821,01

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 4.988.101,00 5.437.496,93
I. Gezeichnetes Kapital 250.000,00 250.000,00
II. Gewinnvortrag 4.387.496,93 4.660.507,36
III. Jahresüberschuss 350.604,07 526.989,57
B. Rückstellungen 1.432.965,99 1.796.659,49
C. Verbindlichkeiten 3.361.087,64 1.392.462,29
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.361.087,64 1.392.462,29
D. Rechnungsabgrenzungsposten 202,30 202,30
Summe Passiva 9.782.356,93 8.626.821,01

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 10.798.592,35 10.928.146,08
2. Personalaufwand 6.614.004,80 6.192.803,70
a) Löhne und Gehälter 5.477.036,37 5.148.781,47
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.136.968,43 1.044.022,23
davon für Altersversorgung 33.737,76 32.479,60
3. Abschreibungen 535.337,25 464.978,07
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 486.324,75 464.978,07
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 49.012,50
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.101.339,95 3.464.152,63
5. Erträge aus Beteiligungen 280,50 280,50
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 44,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 6.443,00 9.824,00
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 178.638,55 261.128,91
9. Ergebnis nach Steuern 363.109,30 535.583,27
10. sonstige Steuern 12.505,23 8.593,70
11. Jahresüberschuss 350.604,07 526.989,57

Anhang

Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit. Der Jahresabschluss ist nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften für Kapitalgesellschaften aufgestellt. Die Bilanz ist nach § 266 HGB gegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamt kostenverfahrengemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: feco-feederle GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Karlsruhe
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Mannheim
Register-Nr.: HRB 105094

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Genossenschaftsanteile zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen 383.629,00 €.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr und das Vorjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Dabei wurden alle er kennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen werden.

Ein Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagenspiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres: 3.733.769,99 €

Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres: 4.042.619,21 €

Zu den Abschreibungen im Zusammenhang mit Zugängen und Abgängen sowie Umbuchungen im Laufe des Geschäftsjahres sind folgende Angaben zu machen:

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 448.632,11 3.538,53 14.861,87 437.308,77 434.768,11
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 448.632,11 3.538,53 14.861,87 437.308,77 434.768,11
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 351.755,53 351.755,53 161.317,53
2. technische Anlagen und Maschinen 1.873.989,03 801.529,28 11.065,30 2.686.583,61 1.320.864,03
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.294.078,32 331.896,94 163.759,66 -11.065,30 2.451.150,30 1.816.820,32
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 988.280,52 988.280,52 0,00
Summe Sachanlagen 4.519.822,88 2.121.706,74 163.759,66 0,00 6.477.769,96 3.299.001,88
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 8.100,00 8.100,00 0,00
Summe Finanzanlagen 8.100,00 8.100,00 0,00
Summe Anlagevermögen 4.976.554,99 2.125.245,27 178.621,53 0,00 6.923.178,73 3.733.769,99
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.905,53 14.858,87 429.814,77 7.494,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 9.905,53 14.858,87 429.814,77 7.494,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 30.815,00 192.132,53 159.623,00
2. technische Anlagen und Maschinen 179.743,28 11.691,30 1.512.298,61 1.174.285,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 265.860,94 162.616,66 -11.691,30 1.908.373,30 542.777,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 988.280,52
Summe Sachanlagen 476.419,22 162.616,66 0,00 3.612.804,44 2.864.965,52
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 0,00 8.100,00
Summe Finanzanlagen 0,00 8.100,00
Summe Anlagevermögen 486.324,75 177.475,53 0,00 4.042.619,21 2.880.559,52

Pensionsrückstellungen

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren angewendet.

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Zinssatz 1,82 %

erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen 0,00 %

zugrunde gelegte Sterbetafel Heubeck - Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 1.510,00 €. Dieser Betrag unterliegt der Ausschüttungssperre nach § 253 Absatz 6 HGB.

In der Anpassung der Pensionsrückstellung sind Aufwendungen aus der Aufzinsung in Höhe von 6.396 € enthalten.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:

- Rückstellung für Personalkosten

- Rückstellung für Avalgebühren

- Rückstellung für Gewährleistung

- Rückstellung für Abschluss- und Prüfungskosten

- Rückstellung für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen

Angabe zu Restlaufzeitvermerken

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt € 3.361.087,64

(Vorjahr: € 1.392.462,29).

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 844.500,00 € sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

Hierbei handelt es sich um Mietverträge für Immobilien mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 63,00
Angestellte 53,00
leitende Angestellte 0,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 116,0
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 102,00
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 14,00

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Dipl.-Ing. Corona Feederle ausgeübter Beruf: Geschäftsführerin

Dipl.-Wirt.-Ing. Klaus-Michael Feederle ausgeübter Beruf: Geschäftsführer

Vergütungen der Geschäftsführer

Auf die Angaben nach § 285 Nr. 9a und 9b HGB wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt 350.604,07 €.

Auf neue Rechnung werden 350.604,07 € vorgetragen.

sonstige Berichtsbestandteile

 

Karlsruhe, den 02.10.2024

gez. Corona Feederle

 

Karlsruhe, den 02.10.2024

gez. Klaus-Michael Feederle

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 02.10.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS UND SCHLUSSBEMERKUNG

Nach dem Ergebnis unserer Prüfung haben wir am 31. Oktober 2024 dem als Anlagen 1 bis 3 beigefügten Jahresabschluss der feco-feederle GmbH, Karlsruhe, zum 31. Dezember 2023 und dem als Anlage 4 beigefügten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt, der von uns an dieser Stelle wiedergegeben wird:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die feco-feederle GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der feco-feederle GmbH . bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Ge winn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der feco-feederle GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, ent spricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit die sen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die aus reichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt wer den, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks er langten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Karlsruhe, den 31. Oktober 2024

PFLUGERPARTNER GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Pirmin Schroff, Wirtschaftsprüfer

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