Nitto Advanced Film Gronau GmbH

Jöbkesweg 11, 48599 Gronau (Westfalen), DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Coesfeld HRB 5708
Vorher
BEnedgeinRnöRtöutnugng Nordenia Deutschland Gronau GmbHEBnedgeinRnöRtöutnugng Mondi Gronau GmbHEBnedgeinRnöRtöutnugng Advanced Film Gronau GmbH
Eingetragen
24.3.2004
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Vliesstoff und nicht-konfektionierten Erzeugnissen darausHerstellung von Platten, Folien, Schläuchen und Profilen aus Kunststoffen
Gegenstand
Die Herstellung, die Verarbeitung und der Vertrieb von Folien und Verpackungsmaterialien sowie von Vliesstoffen, Vliesstoff-Composites und Stapelfaserprodukten aller Art, sowie von Waren vergleichbarer Art und der Export und Import solcher Erzeugnisse.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Kenshi Torzuka
seit 13.11.2024
Prokura
Biduan Chen
seit 12.10.2023
Prokura
Marcel Grossmann
seit 21.7.2022
Prokura
Norio Sato
seit 21.7.2022
Prokura
Prokura
Torsten Schulze
seit 1.10.2020
Geschäftsführer
Herbert Borgers
seit 27.5.2015
Prokura
Jürgen Schneider
seit 12.2.2015
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Nitto Advanced Film Gronau GmbH

Gronau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 31.03.2023

Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 31. März 2023

1. Die Gesellschaft

1.1. Historie

Die Nitto Advanced Film Gronau GmbH hat ihren Sitz in Gronau (Westfalen) und ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Coesfeld eingetragen.

Die Gesellschaft ist ein international führender Anbieter einer Vielzahl von Folien und folienbasierten Produkten. Die Produktpalette umfasst hochwertige bedruckte Verpackungslösungen und Folien, technische Folien, Kaschier- und Etikettenfolien sowie Hygienekomponenten. Hochwertige Gesichtsmasken und Meltblown-Vliese ergänzen das Portfolio.

1.2. Eigentümer

Am 25. Oktober 1918 wurde Nitto in Tokio (Osahaki), Japan, gegründet, um in Japan elektrisch isolierendes Material zu produzieren. Heute ist die Nitto Denko Corporation ein im Prime Standard an der Börse in Tokio gehandeltes Unternehmen.

Mit dem Hauptsitz in Osaka, Japan, umfasst der Nitto-Konzern über 100 Gesellschaften und beschäftigt mehr als 29.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit.

Die Kernkompetenz des Mutterkonzerns liegt in der Polymertechnologie, der Adhäsion und dem Coating. Als Hersteller von hochfunktionalen Materialien für die Bereiche Elektronik, Mobilität und des täglichen Bedarfs sind Endverbraucher nahezu täglich mit Nitto Produkten unbewusst umgeben.

Nitto's mittelfristiger Managementplan "Nitto Beyond 2023′′ ist unteranderem auf das Wachstum im Bereich "Human Life" ausgerichtet. Vor allem das Produktsegment Personal Care Components (PCC) der Gesellschaft passt somit gut in die globale Wachstumsstrategie von Nitto. Da Nitto vor der Übernahme bereits Kunde der Gesellschaft war, ergeben sich auch im Bereich Technische Folien Synergien für beide Seiten.

Oberstes Ziel von Nitto ist das profitable, nachhaltige Wachstum in Nischenmärkten, mit dem Streben nach einem führenden Anteil am Weltmarkt und einer führenden Position auf den nationalen und regionalen Märkten.

1.3. Die Gesellschaft

Laut dem Standort-Ranking Deutschland 2022 des DDW

Die Deutsche Wirtschaft (Informationsnetzwerk der deutschen Wirtschaft) gehört die Nitto Advanced Film Gronau GmbH zu einem der größten gewerblichen Arbeitgeber in Gronau und zählt zu einem von sechs Gronauer Unternehmen, welches in ausländischem Besitz liegt. 1 Mit 50 Jahren Erfahrung und seit nunmehr fast 40 Jahren als Konzernunternehmen folgt die Nitto Advanced Film Gronau GmbH mit ihrer Folienproduktion dem Wachstumsmarkt der Verpackungsindustrie.

Das Produktportfolio der Nitto Advanced Film Gronau GmbH lässt sich in zwei Produktsegmente einteilen. Der Bereich Personal Care Components (PCC) beschreibt alle Hygieneprodukte, wie Komponenten für Baby- und Erwachsenenwindeln, elastische und perforierte Folien. Seit 2020 gehören auch medizinische Gesichtsmasken und Melt-blown Vliese dazu. Im Bereich Technische Folien werden Etikettenfolien, Klebebänder und Oberflächenschutzfolien, Folien für Verpackungshersteller oder Folien und Laminate für technische Anwendungen eingeordnet.

Diese Basisprodukte werden auf Kundenwunsch in einer nachgelagerten Fertigungsstufe weiterverarbeitet. Das heißt, die Folienrollen werden zum Beispiel nach Wunsch bedruckt oder auf eine bestimme Breite zugeschnitten. So ist für den Kunden die Möglichkeit zur direkten Weiterverarbeitung gewährleistet.

1.4. Berichtspflicht

Die Gesellschaft gilt gemäß § 267 Abs. 3 HGB als große Kapitalgesellschaft und hat daher gemäß § 264 Abs. 1 HGB einen Jahresabschluss und Lagebericht aufzustellen.

2. Darstellung des Geschäftsverlaufs

2.1. Allgemeine Marktentwicklung

In seiner Pressemitteilung vom 22. Februar 2023 zeigt sich der Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e.V. (GKV), Spitzenorganisation der Kunststoff verarbeitenden Industrie in Deutschland, besorgt über die Ertragslage und die hohen Energiekosten.

Anlässlich seiner Jahrespressekonferenz in Frankfurt am Main zog der Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e.V. (GKV) eine Bilanz der Branchenentwicklung des vergangenen Jahres. Die Kunststoff verarbeitende Industrie in Deutschland steigerte ihre Umsätze im Jahr 2022 auf mehr als 78 Mrd. Euro. Trotz weiter gestiegener Umsätze, bereiten vielen Branchenunternehmen zurückgehende Erträge Sorge, da die gestiegenen Kosten von vielen Unternehmen nur in eingeschränktem Maße oder gar nicht an die Kunden weitergegeben werden können.

"Die Zukunft Kunststoff verarbeitender Unternehmen in Deutschland steht und fällt mit der Möglichkeit, Kosten an die Kunden weiterzugeben. Angesichts der dramatischen Preissteigerungen bei Strom und Gas sind allerdings deutliche Zweifel angebracht, ob das auch in diesem Jahr gelingen wird", sagte so GKV-Präsidentin Dr. Helen Fürst. Der GKV fordert von der Bundesregierung Entlastungen bei den Energiekosten. Die im Dezember 2022 beschlossenen Preisbremsen für Strom und Gas helfen nach Auffassung des GKV vielen mittelständischen Betrieben nicht. "Wenn sich die Kostensituation 2023 nicht verbessert, so sind Konsequenzen unausweichlich", so GKV-Präsidentin Fürst weiter. Hierzu zählten Arbeitsplatzabbau, Kurzarbeit oder eine Verlagerung der Produktion ins Ausland. Weiterhin belasten die mangelhafte Versorgung mit Fachkräften und die Unsicherheit über künftige rechtliche Rahmenbedingungen die Wirtschaftsentwicklung der Branche. 2

Gemäß Pressemitteilung des Fachportals

Neue Verpackung vom 9. März 2023 konnte im Verpackungssektor, Bereich Kunststoff, die Verbesserung des Geschäftsklimas vom Vormonat bestätigt werden. Dies war vor allem auf weniger pessimistische Erwartungen zurückzuführen. Die Einschätzungen zur aktuellen Lage fielen hingegen etwas schlechter aus. Die Nachfragesituation hat sich etwas gebessert, dennoch wurden etwas weniger neue Aufträge verbucht. Mit Blick auf das Ausland werden sinkende Umsätze erwartet. Auch deshalb kommt langsam eine leichte Unzufriedenheit mit Blick auf den Auftragsbestand auf. Die Produktion blieb größtenteils unverändert. Die Kapazitätsauslastung ist auf 80,1 % gefallen, nach 81,2 % im Vorquartal. Damit liegt sie nahezu genau auf dem langfristigen Mittelwert. Die Produktionspläne sehen gegenwärtig keine größeren Änderungen in den kommenden drei Monaten vor. Gleiches gilt auch für die Anzahl der Mitarbeiter. Nachdem viele Unternehmen noch mit steigenden Verkaufspreisen gerechnet hatten, planen sie nun kaum noch mit Erhöhungen. 3

2.2. Geschäftsverlauf der Gesellschaft

Die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde weiterhin durch die hohen Energie- und Rohstoffkosten sowie eine sich verstärkende Inflation beeinflusst. Die Energiekrise trieb die Strompreise auf Rekordhöhe, der Großhandelsstrompreis überschritt zeitweise 850 EUR/MWh. Damit wurden die Höchstwerte aus dem Jahr 2021 von bis zu 300 EUR/MWh noch einmal deutlich übertroffen. Der wöchentliche Mittelwert der Preise erreichte Ende August seinen bisherigen Hochpunkt; in Kalenderwoche 34 betrug er 586 EUR/MWh. 4

Auch die wesentlichen Rohstoffpreise waren im ersten Quartal des Geschäftsjahres weiter ansteigend und erreichten neue Höchstwerte. Die Inflation erreichte im Oktober 2022 mit 8,8 % ihr Maximum. 5

Nach dem ersten Quartal sanken sowohl die Preise für Energie als auch für Rohmaterialien, verblieben jedoch insgesamt auf einem hohen Niveau.

Wie schon im letzten Geschäftsjahr war eine Weitergabe der erhöhten Rohstoffpreise über eine Indexierung dieser Kosten in den meisten Kundenverträgen möglich. Somit konnte sichergestellt werden, dass die Margen der Produkte weitestgehend stabil blieben. Der Umsatz wurde durch die steigenden Verkaufspreise erhöht.

Die Weitergabe der gestiegenen Energiekosten erfolgt hingegen über Einzelvereinbarungen mit unseren Kunden wobei sich dies weiterhin sehr schwierig gestaltete. Die Kostenentwicklung konnte nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden. Somit wurden hier gerade im ersten Quartal die Margen negativ belastet und erst in den folgenden zwei Quartalen und mit den sinkenden Energiepreisen entspannte sich die Situation leicht.

Durch die hohe Inflation kam es zu weiteren Kostenbelastungen z.B. bei der Beschaffung von Betriebshilfsstoffen sowie bei den Aufwendungen für Wartung und Instandhaltung.

Im Bereich der Hygieneprodukte verlief das Geschäft weitestgehend stabil. Neue Hygieneprodukte wurden entwickelt und mit den Kunden qualifiziert und werden im folgenden Geschäftsjahr zu neuen zusätzlichen Erlösen führen. Im Bereich der technischen Folien musste die Gesellschaft jedoch im Bereich Label einen Zusammenbruch des Marktes ab November 2022 feststellen. Hauptgründe hierfür waren das Wegbrechen des russischen Marktes für unsere Kunden, eine Überbevorratung entlang der gesamten Wertschöpfungskette sowie ein verändertes Konsumentenverhalten nach der Corona Pandemie. Als Folge verloren wir die Hälfte des geplanten Umsatzes und verspürten einen signifikanten negativen Einfluss auf die Ertragslage.

Resultierend aus dem auslaufenden Lebenszyklus eines Hauptproduktes wurden vorrausschauend bereits im Jahr 2020 Restrukturierungsmaßnahmen eingeleitet und Rückstellungen für einen beschlossenen Personalabbau gebildet. Die Restrukturierungsmaßnamen sind am Ende des Geschäftsjahres weitestgehend abgeschlossen.

2.3. Mitarbeiter

Die Anzahl der Gesamtbelegschaft ging im Berichtszeitraum zurück, wie sich aus der untenstehenden Stichtagsübersicht ergibt. Wesentlich dafür waren geplante Austritte aufgrund des Restrukturierungsprogramms "Gronau 2022".

Darstellung in FTE (Full-Time-Equivalent), gerundet:

31.12.2021: 689
30.06.2022: 664
31.03.2023: 645

Zum 31. März 2023 beschäftigte die Gesellschaft 18 Auszubildende (Vorjahr: 17) in fünf Berufsgruppen (Elektronik für Betriebstechnik, Fachinformatik, Verfahrensmechanik, Werkstoffprüfung Kunststofftechnik sowie Industriekaufleute). Im Ausbildungszweig Werkstoffprüfung Kunststofftechnik erzielte eine Auszubildende sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene den besten Abschluss.

Aufgrund des Fachkräftemangels ist die Rekrutierung qualifizierter Bewerberinnen und Bewerber weiterhin herausfordernd.

Die Beschäftigung von Mitarbeitenden im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung war in den zu berichtenden neun Monaten stark rückläufig und reduzierte sich auf 11 (Vorjahr: 58).

Geschäftsführung und Personalleitung stehen mit dem Betriebsrat in einem steten und äußerst konstruktiven Dialog, der neben operativen Tagesthemen gleichermaßen die wirtschaftliche Lage und die strategische Planung der Gesellschaft umfasst.

Die Gesellschaft betreibt ein nach ISO 45001 zertifiziertes Arbeitsschutzmanagementsystem und erfüllt im Rahmen der Konzernzugehörigkeit die strengen internationalen Health and Safety Vorgaben. Im Berichtszeitraum hatte die Gesellschaft zwei meldepflichtige Unfälle zu verzeichnen.

Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtszeitraum 44 Mitarbeitende mit Handicap. Das entspricht einer Quote von sieben Prozent und liegt damit deutlich über den gesetzlichen Vorgaben. Aufgrund besonderer Vorkehrungen werden sogar vier gehörlose Mitarbeiter in der Produktion beschäftigt.

2.4. Marketing

Die Gesellschaft operiert ausschließlich im Business-to-Business Bereich und fertigt Vorprodukte für den Endverbrauchermarkt. Daher gibt es keinen direkten Marktauftritt, mit zum Beispiel Endkundenwerbung, für die in Gronau produzierten Produkte. Als Teil des Geschäftsbereichs Advanced Film Solutions (AFS) und der Region Europe, Middle East, Africa (EMEA) werden Marketingaktivitäten über den Geschäftsbereich AFS und die regionale EMEA-Zugehörigkeit übergeordnet gebündelt. Die industriellen B-to-B Kunden werden aber von Auftragsannahme bis hin zur Auftragsabwicklung vom Team der Gesellschaft in Gronau direkt betreut.

Auf lokaler Ebene wird durch Sponsoring, Spenden, Teilnahme an lokalen Events oder auch Kontakt zu Schulen die Gesellschaft als Arbeitgeber fokussiert.

Anders der Mutterkonzern Nitto - dieser Name ist dem Endverbraucher als weltweiter Sponsor der ATP Finals im Herrentennis bekannt.

2.5. Forschung und Entwicklung

Zusammen mit den Großkunden und Zulieferern ist eine stetige Weiterentwicklung der Produkte durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Technikum, der Analytik und der R&D der Gesellschaft gegeben. Eine permanente Markbeobachtung durch die Unternehmensbereiche R&D und Marketing, sowie der ständige Austausch mit Kunden und Forschungsinstituten, soll eine am Markt orientierte Produktentwicklung sicherstellen. Die Gesellschaft verfügt über zahlreiche eigene Patentfamilien mit einer Vielzahl an nationalen einzelnen Patentanmeldungen/Patenten, vier Patentanmeldungen sind in Vorbereitung. Im Rumpfwirtschaftsjahr wurden 4,0 Mio. Euro für Forschung und Entwicklung aufgewendet (Vorjahr: 3,4 Mio. Euro), gemessen am Umsatz ist das eine Quote von 2,19 % (Vorjahr: 2,3 %).

Gemäß dem Managementplan "Nitto Beyond 2023" strebt der Nitto-Konzern basierend auf dem Umsatz im Geschäftsjahr 2020 im Laufe von drei Jahren ein Umsatzwachstum von ca. 21 % an.

Der Anteil neuer Produkte, der die Wettbewerbsstärke von Nitto ausmacht, soll beibehalten werden. Gemäß dem Managementplan "Nitto Beyond 2023" liegt die Kennziffer Ratio of new products bei 35 % (Anteil der Verkäufe von Produkten, die in den letzten 42 Monaten auf den Markt gekommen sind, am Gesamtumsatz).

Der mittelfristige Managementplan "Nitto Beyond 2023" legt eine langfristige Version für 2030 fest und beinhaltet einen Aktionsplan für die ersten drei Jahre davon. 6

3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

3.1. Reporting und Berichtswesen

Auch nach dem Erwerb durch die Nitto Gruppe bleibt die Verpflichtung zur Darstellung finanzieller Kennzahlen für kapitalmarktorientierte Unternehmen erhalten. Die Gesellschaft berichtet auch weiterhin nach dem Umsatzkostenverfahren gemäß den Vorschriften des IFRS (International Financial Reporting Standard).

In ihren Aussagen sind diese Informationen auch auf den Jahresabschluss nach HGB übertragbar, da die Abweichungen hauptsächlich aus Abschreibungsunterschieden und der Bilanzierung der Leasingverhältnisse nach IFRS 16 resultieren.

Wesentliche Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse und das EBIT.

Im Rahmen der monatlichen Abschlüsse werden die Umsatzerlöse und Deckungsbeiträge, die durch das SAP COPA und Nitto DIVA Tool (Datenbank) bis auf die Ebenen Produkt und Kunde detailliert dargestellt werden können, durch das Management der Gesellschaft (BOD - Board of Directors) analysiert. Weitere Unternehmenskennziffern (KPI, Key Performance Indicators) zur Kontrolle des Unternehmenserfolgs sind das Betriebsergebnis/EBITDA/EBIT und der bereinigte EBIT sowie in Bezug auf die Bindung finanzieller Mittel die Kennziffer Working Capital. Im Zuge der strategischen Planung werden sowohl langfristige (mehrjährige Budgetplanung) als auch kurzfristige (rollierender Forecast) Entwicklungspläne für das Unternehmen erstellt, um so die grundlegende Ausrichtung und gewünschte Entwicklung vorzugeben. Plan-/Ist-Vergleiche werden analysiert und genutzt, um Abweichungen bei Erlösen und Kosten aufzudecken und um anschließend Maßnahmen zur Behebung oder Reduzierung einzuleiten.

Jedes Quartal wird ein vollständiges Berichtspaket mit u.a. Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Cash-Flow-Analyse erstellt. Da Nitto börsennotiert ist, wird dies als ein internationaler Rechnungslegungsstandard für die Gesellschaft maßgeblich bleiben.

Neben den Jahresabschlussprüfungen durch Wirtschaftsprüfungsgesellschaften unterliegt die Gesellschaft auch Prüfungen durch die Nitto-Konzernrevision.

Die Gesellschaft ist mittlerweile vollständig in die Unternehmensplanung von Nitto integriert. Die dazu gehörenden planerischen Maßnahmen und Methoden dienen zur Steuerung der weiteren Entwicklung des Unternehmens. Konkret wird mit der Vorlage des Nitto mid-term-plan jährlich eine 5-Jahresplanung erstellt. Wesentliche Kenngrößen der Planung sind auch weiterhin die Produktionsmengen, die Fabrikauslastung, der Umsatz, sowie die Kennziffern EBITDA, CAPEX, Working Capital und die Anzahl der Mitarbeiter. Unterjährig erfolgt - zusätzlich zu dem zuvor erwähnten monatlich rollierenden Forecast - eine Neueinschätzung des zweiten Halbjahres (das "Shimo-Budget" bezieht sich auf die Periode Oktober bis März).

3.2. Ertragslage

Da es sich sowohl beim Berichtsjahr als auch beim Vergleichszeitraum um Rumpfgeschäftsjahre handelt, sind die Daten, insbesondere die der Gewinn- und Verlustrechnung, nur eingeschränkt vergleichbar.

Vorjahresangaben beziehen sich - wenn nicht anders angegeben - auf den Zeitraum 01. Januar 2022 bis 30. Juni 2022, bei Angaben zu Bilanzwerten auf den Stichtag 30. Juni 2022.

Die Umsatzerlöse betrugen im Rumpfgeschäftsjahr vom 01. Juli 2022 bis 31. März 2023 183,3 Mio. Euro (Vorjahr: 146,2 Mio. Euro) und beinhalten Verkaufspreiserhöhungen als Folge gestiegener Einkaufspreise. Die für das Geschäftsjahr budgetierten Umsatzerlöse betrugen 224 Mio. Euro. Ursächlich für die Abweichung sind die bereits unter Punkt 2.2. genannten Umsatzrückgänge insbesondere im Bereich technische Folien und hier beim Produkt Etikettenfolie.

Aufgrund des Abbaus der unfertigen und fertigen Erzeugnisse im Vorratsvermögen ergab sich eine Bestandsminderung von 2,9 Mio. Euro (Vorjahr: 0,8 Mio. Euro).

Preissteigerungen auf der Beschaffungsseite konnten nicht vollständig kompensiert werden. Der Materialaufwand steigt auf 125,5 Mio. Euro (Vorjahr: 102,5 Mio. Euro). Die Materialeinsatzquote sinkt jedoch leicht um 1,6 % auf 68,5 % (Vorjahr: 70,1 %).

Der Personalaufwand beträgt 36,4 Mio. Euro (Vorjahr: 27,1 Mio. Euro) und beinhaltet u.a. Abgrenzungen für Sonderzahlungen in Höhe von 0,8 Mio. Euro.

Die Summe der Abschreibungen beträgt 10,7 Mio. Euro (Vorjahr: 7,2 Mio. Euro) und bewegt sich damit auf Vorjahresniveau.

Die Summe für die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beträgt 18,5 Mio. Euro (Vorjahr: 17,8 Mio. Euro). Der Vorjahreszeitraum beinhaltet die Bildung einer aufwandswirksamen Rückstellung aufgrund eines geschlossenen Vergleichs im Rahmen eines Patentverfahrens in Höhe von 1,8 Mio. Euro sowie Aufwendungen aus Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von 0,8 Mio. Euro. Die verhältnismäßige Reduzierung im Geschäftsjahr ist im Wesentlichen durch Maßnahmen zur Kosteneinsparung sowie geringeren Aufwendungen in Folge der abgenommenen Auslastung des Unternehmens begründet, wie z. B. in den Bereichen Fremdpersonal, Lizenzgebühren und Rechts- und Beratungskosten.

Das Betriebsergebnis/EBIT ist mit -8,6 Mio. Euro negativ. Dies entspricht -4,7 % im Verhältnis zu den Umsatzerlösen (Vorjahr: -6,5 Mio. Euro, -4,4 %). Das budgetierte EBIT in Höhe von 14,9 Mio. Euro wurde damit deutlich verfehlt.

Steueraufwand und -ertrag entfallen weitestgehend aufgrund des Jahresfehlbetrags im Berichtszeitraum und der Zugehörigkeit der Gesellschaft zur ertragssteuerlichen Organschaft mit der Mondi Holding Deutschland GmbH, Halle (Westf.) bis zum 30. Juni 2022.

Aus der Abgrenzung von aktiven latenten Steueransprüchen aus Verlustvortrag und einem Passivposten aufgrund von temporären oder quasipermanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen und ihren steuerlichen Wertansätzen ergibt sich saldiert ein Ertrag aus latenten Steuern in Höhe von 3,2 Mio. Euro (Vorjahr: 0,7 Mio. Euro Aufwand). Die passive latente Steuer ergibt sich aus höheren Abschreibungen in der Steuerbilanz.

Für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 31. März 2023 ergibt sich ein Jahresfehlbetrag in Höhe von -7,7 Mio. Euro. Der Jahresfehlbetrag des Vorjahreszeitraums in Höhe von -8,5 Mio. Euro wurde aufgrund des bis 30. Juni 2022 bestehenden Ergebnisabführungsvertrags von der Mondi Consumer Packaging International GmbH, Halle (Westf.) ausgeglichen.

3.3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft zum 31. März 2023 beträgt 193,2 Mio. Euro (Vorjahr: 202,0 Mio. Euro) bei einem Eigenkapital von 22,1 Mio. Euro (Vorjahr: 29,8 Mio. Euro).

Die Eigenkapitalquote sinkt aufgrund des Bilanzverlustes um 3,4 % auf 11,4 % (Vorjahr: 14,8 %).

Die Gesellschaft weist ein Anlagevermögen in Höhe von 85,9 Mio. Euro aus. Dies entspricht annähernd dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 86,4 Mio. Euro).

Das Anlagevermögen ist durch keinerlei Arten von Kreditsicherheiten belastet.

Das Net Working Capital sinkt auf 33,9 Mio. Euro (Vorjahr: 62,9 Mio. Euro), die Ursachen für diese Entwicklung werden im Folgenden dargestellt.

Im Berichtsjahr erfolgte ein Abbau des Vorratsvermögens um 6,6 Mio. Euro auf 36,9 Mio. Euro (Vorjahr: 43,5 Mio. Euro), im Wesentlichen in den Bereichen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie unfertige Erzeugnisse, bedingt durch ein noch einmal verstärktes Bestandsmanagement der Gesellschaft.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten reduzierten sich um 34,8 % auf 35,2 Mio. Euro (Vorjahr: 54,0 Mio. Euro). Ursächlich hierfür waren die bereits in der Ertragslage erwähnten Umsatzrückgänge.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen zum Stichtag 31. März 2023 2,7 Mio. Euro (Vorjahr: 8,9 Mio. Euro). Der Vorjahreswert beinhaltet im Wesentlichen die Forderung gegenüber der Mondi Consumer Packaging International GmbH, Halle (Westf.), aus dem Verlustausgleich für das erste Halbjahr 2022 in Höhe von 8,5 Mio. Euro).

Die Gesellschaft weist zum Stichtag ein Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 25,2 Mio. Euro auf (Vorjahr: 6,5 Euro).

Auf die voraussichtlich nutzbaren Verlustvorträge wurden aktive latente Steuern in Höhe von 4,4 Mio. Euro (Vorjahr: 0,00 Euro) gebildet. Aus der Saldierung mit passiven latenten Steuern aufgrund von temporären oder quasipermanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen und ihren steuerlichen Wertansätzen in Höhe von 1,9 Mio. Euro (Vorjahr: 0,7 Mio. Euro) ergibt sich einen Aktivüberhang von 2,5 Mio. Euro (Vorjahr: 0,00 Euro).

Die Passivseite der Bilanz weist per 31. März 2023 aufgrund des Bilanzverlustes in Höhe von 7,7 Mio. Euro ein Eigenkapital in Höhe von 22,1 Mio. Euro aus. (Vorjahr: 29,8 Mio. Euro).

Der Gesamtwert der gebildeten Rückstellungen beträgt zum Stichtag 13,1 Mio. Euro (Vorjahr: 14,8 Mio. Euro). Größter Einzelposten ist die Rückstellung für Urlaubsverpflichtungen (3,9 Mio. Euro).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten betragen 21,5 Mio. Euro (Vorjahr: 24,0 Mio. Euro).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen 133,8 Mio. Euro (Vorjahr: 1,2 Mio. Euro) und beinhalten eine langfristige Darlehnsverbindlichkeit in Höhe von 126,9 Mio. Euro. Darlehnsgeber ist die Nitto Denko Corporation (Japan). Die Darlehnsverbindlichkeit wurde im Vorjahr in gleicher Höhe in der Position Sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen zum Stichtag 2,8 Mio. Euro (Vorjahr: 131,4 Mio. Euro). Der Vorjahreswert beinhaltet wie oben beschrieben eine langfristige Darlehnsverbindlichkeit in Höhe von 126,9 Mio. Euro, die zum Bilanzstichtag in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten ist.

3.4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die Preise für Rohstoffe und Energie sind im abgelaufenen Rumpfgeschäftsjahr auf einem hohen Niveau geblieben. Verbunden mit hohen Lagerbeständen bei Kunden und einer allgemeinen Zurückhaltung der Märkte war die Gesellschaft im Berichtszeitraum einem kontinuierlichen Rückgang des Geschäftsvolumens ausgesetzt. Ein Vergleich zu Vorgaben (Budget, Forecasts, usw.) war bestenfalls auf Monatsbasis aussagefähig.

Die oben dargestellten Einflüsse auf Bezugskosten und deren verzögerte Weiterberechnung in Form angepasster Verkaufspreise wirkten sich auch negativ auf das EBIT aus.

3.5. Frauenquote

Nitto forciert die Zielsetzung, Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion zu fördern. Der Fokus liegt derzeit darauf, bis 2030 den Anteil von Frauen des sogenannten Managerial Level von derzeit 25 Prozent auf 30 Prozent zu steigern. Das Managerial Level richtet sich nach dem konzernweit gültigen Nitto Grayding System, was im Laufe des nächsten Geschäftsjahres sukzessive bei der Gesellschaft eingeführt werden soll. Insgesamt beträgt der Anteil der Mitarbeiterinnen an der Belegschaft 13 Prozent.

4. Chancen und Risiken

4.1. Operative Chancen und Risiken

4.1.1. Fertigung

Die Auslastung der Produktion der Gesellschaft im Bereich der Extrusion ist durch den Rückgang des Label Geschäftes geringer. Die Qualifikation von neuen Produkten, z.B. im Bereich des graphischen Marktes soll dem entgegenwirken. Erste kommerzielle Mengen wurden bereits geliefert und es wird von einem Mengenzuwachs im nächsten Geschäftsjahr ausgegangen. Durch den im Rahmen der Restrukturierung vollzogenen Technologiewechsel und den Aufbau von zusätzlichen Maschinenkapazitäten im Bereich der Konvertierung konnten wir zusätzliche Kunden gewinnen und neue Produkte im Hygienebereich erfolgreich qualifizieren. Erste kommerzielle Mengen wurden bereits ausgeliefert und es wird mit einem deutlichen Volumenwachstum im nächsten Geschäftsjahr gerechnet.

Die kontinuierlichen Produktivitätssteigerungen im Bereich der Fertigung sowie der durch das Restrukturierungsprogramm notwendige Mitarbeiterabbau konnten im Berichtszeitraum ohne Störung in den Produktionsbereichen vollzogen werden. Schichtsysteme wurden wo notwendig den schwankenden Auslastungen in den einzelnen Produktionsbereichen angepasst, um Produktivitätsverluste zu vermeiden.

Die Produktionsprozesse unterliegen über den Beschaffungs- Herstellungs- und Distributionsprozess hinweg einem durchgängigen Qualitätssicherungssystem zur Begrenzung der Risiken in einem technologisch anspruchsvollen Umfeld, in dem Störungen aber nie ganz ausgeschlossen werden können. Technisch gesehen ist auch der vollständige Ausfall eines oder mehrerer Produktionsaggregate denkbar. Dieser Gefährdung begegnet die Gesellschaft durch vorbeugende Instandhaltung, intensive Schulung des Personals und Maßnahmen im Bereich Brandschutz.

4.1.2. Absatzmarkt

Die von der Gesellschaft gefertigten Produkte werden zwei Segmenten zugeordnet, die mit Functional Films (technische Produkte) und Personal Care Components (Hygieneprodukte) benannt sind.

Der Anteil des Segments Functional Films am Gesamtumsatz liegt bei ca. 30 %, ca. 66 % des Gesamtumsatzes werden vom Segment Personal Care Components generiert.

Aktuell werden von der Gesellschaft ca. 150 Kunden beliefert. Es besteht eine Konzentration auf besonders große Kunden. Auf die 6 Großkunden der Gesellschaft entfallen ca. 61 % des Gesamtumsatzes.

Zu den wichtigsten Abnehmern besteht seit Jahrzehnten eine enge Kundenbeziehung, hervorgerufen durch eine intensive Zusammenarbeit und einen kontinuierlichen Innovationsprozess Dies sichert zukünftige Volumen und senkt das Risiko des Preiswettbewerbs mit Handelsmarken.

4.1.3. Beschaffungsmarkt

Die Gesellschaft hält Geschäftsbeziehungen zu ca. eintausend Lieferanten, wobei zwanzig Lieferanten ca. 73 % des Einkaufsvolumens abbilden. Zentrale Lieferanten sind namhafte Großunternehmen der Chemieindustrie. Geografisch kommen mehr als 98 % der Lieferanten aus dem europäischen Raum. Bei einer Einkaufskonzentration von weniger als 10 % kann man hier von einer ausgewogenen Beschaffungssituation sprechen.

Beeinflusst wurde die Beschaffungslage insbesondere durch die europäische Energiepreissituation und durch inflationsbedingte Preisanpassungen, welche bei einem Rohstoffanteil von ca. 50-70 % zu maßgeblichen Kosteneffekten geführt hat. Eine Entspannung des Beschaffungsmarktes zeigte sich hier Ende 2022/Anfang 2023 auch aufgrund einer insgesamt gesunkenen Marktnachfrage.

Den Rohstoffpreisschwankungen begegnet die Gesellschaft durch Abbildung der Rohstoffpreisentwicklungen anhand von Preisgleitklauseln in den Kundenverträgen, die aber erst mit Zeitverzug wirksam werden.

4.1.4. IT-Sicherheit und Organisation

Die Gesellschaft ist gemäß des Standards ISO/IEC 27001:2013 bis Oktober 2023 zertifiziert. Auch über den genannten Zeitpunkt hinaus wird sich die Gesellschaft an den Standards und den Rahmen der genannten Norm orientieren, strebt aber zukünftig keine weitere formale Zertifizierung mehr an.

Um das Risiko von Hacker- und Systemangriffen zu reduzieren, befinden sich alle eingesetzten Softwarelösungen unter ständiger Wartung und es werden regelmäßig Sicherheitskopien von den relevanten IT-Systemen erstellt. Durch die Konzernzugehörigkeit der Gesellschaft zu Nitto gibt es eine risikoorientierte Compliance Struktur, die sich dynamisch an den Anforderungen ausrichtet, sowie verpflichtende Verhaltenskodex / Corporate Governance Guidelines für alle Mitarbeiter.

Im Rahmen eines TSA (Transition Service Agreement) wurde mit der Mondi AG die Bereitstellung relevanter IT-Services für das SAP ERP und das bestehende Netzwerk über den Verkaufszeitpunkt (30. Juni 2022) hinaus bis zum 30. Juni 2023 vereinbart. Um von den IT-Services der Mondi AG unabhängig zu werden, wurden entsprechende Carve-Out-Projekte initiiert.

4.1.5. Finanzielle Risiken

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt im Wesentlichen über den Konzernverbund. Die Muttergesellschaft Nitto Denko Corporation (Japan) gewährte der Gesellschaft zum Stichtag ein langfristiges Darlehen in Höhe von 126,9 Mio. Euro. Externe Bankverbindlichkeiten bestehen nicht. Die Gesellschaft wies zum Stichtag ein Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 25,2 Mio. Euro auf. Haftungsrisiken werden durch die Nitto Denko Corporation (Japan) in Form von Patronatserklärungen übernommen. Ein umfangreiches Cash-Flow-Management mit monatlichem Reporting an die Treasury-Abteilung des Nitto-Konzerns sichert die Fähigkeit der Gesellschaft, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Das Kundenportfolio besteht vor allem aus global agierenden Unternehmen der Konsumgüterindustrie. In den vorangegangenen Jahren sind keine wesentlichen Forderungsausfälle eingetreten.

Zur Minimierung von Forderungsausfällen erfolgt ein aktives Kreditmanagement durch einen designierten Kredit-Controller am Standort. Es umfasst die Einholung von Kreditauskünften, die Prüfung weiterer Absicherungsmaßnahmen (u.a. Patronatserklärungen) gegen Forderungsausfälle und ein vom Geschäftsvolumen abhängigen Freigabeprozess für Kreditlimits durch verschiedene Stufen des Managements. Die offenen Posten werden permanent überwacht und bei Überfälligkeit angefordert. Maßnahmen zur Eintreibung überfälliger Posten werden ergriffen. Eine Kreditversicherung besteht nur für ausgewählte Hochrisiko Staaten. Die staatlich garantierte Exportkreditversicherung deckt sowohl politische als auch wirtschaftliche Risiken ab.

Währungsrisiken bestehen nicht, da wesentliche Käufe und Verkäufe in Euro abgewickelt werden. Entsprechend gibt es keine wesentlichen Kurssicherungsgeschäfte.

4.1.6. Umwelt

Die Gesellschaft strebt ausdrücklich danach, ein führendes Unternehmen für nachhaltige Geschäftspraktiken zu sein. Die Nachhaltigkeitsbestrebungen in den Bereichen Umweltschutz, Arbeits- und Menschenrechte, Ethik sowie nachhaltige Beschaffung sind seit dem Jahr 2021 mit dem EcoVadis Label in Gold ausgezeichnet. Somit zählt das Unternehmen zu den Top 5 % der Unternehmen, die am Nachhaltigkeitsrating der EcoVadis teilgenommen haben.

Das Ziel des Unternehmens ist es spätestens bis 2025 das EcoVadis Label in Platin zu erreichen und somit zu den besten 1 % der weltweit von EcoVadis bewerteten Unternehmen zu gehören.

Der ökologische Fußabdruck des Unternehmens soll in den nächsten Jahren kontinuierlich gesenkt werden. So sollen bis zum Jahr 2030 der CO 2 Ausstoß um 55 %, die betrieblich entstehenden Abfälle um 20 % und der Lösemittelverbrauch um 50 % zum Basisjahr 2018 reduziert werden. Um dies zu erreichen wird verstärkt in umweltfreundlichere Fertigungstechnologien und in Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz investiert. Die Umwelt- und Energiemanagementsysteme sind nach DIN EN ISO 14001 beziehungsweise DIN EN ISO 50001 zertifiziert und werden kontinuierlich weiterentwickelt.

Die Sicherheit für Mitarbeiter, Besucher und Fremdfirmen hat allerhöchste Priorität für das Unternehmen. Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz stehen daher an erster Stelle unserer Unternehmenswerte. Alle Arbeitsplätze und Tätigkeiten werden systematisch auf Gefährdungen bewertet, Unfälle sowie kritische Ereignisse werden erfasst und entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet. Das Arbeitsschutzmanagementsystem ist nach DIN EN ISO 45001 zertifiziert.

4.1.7. Gesamtbild Risikolage

An der zuvor schon etablierten Praxis der optimalen Wahrnehmung von Chancen bei gleichzeitiger Minimierung von Risiken hat sich durch den Gesellschafterwechsel wenig geändert. Dazu hat die Gesellschaft im abgelaufenen Wirtschaftsjahr die in Japan übliche Auslegung des Sarbanes-Oxley Act (J-Sox) und die Nitto-eigenen "decision making rules" (DMR) etabliert.

Zur Steuerung des allgemeinen Geschäftsrisikos wird bei der Nitto Advanced Film Gronau GmbH das Risikomanagement durch regelmäßig wiederkehrende Planungen, laufende interne Kontrollen und Abweichungsanalysen mit regelmäßigen Berichterstattungen an das Management unterstützt. Gewonnene Erkenntnisse und Schlussfolgerungen werden in konkrete Maßnahmen umgesetzt.

Auf Geheiß von Nitto Japan unterliegen die Chancen und Risiken regelmäßig Neubewertungen und Ergänzungen.

Risiken aus dem Vorratsbestand bei steigenden oder sinkenden Material- und Absatzpreisen wird durch aktives Vorratsmanagement begegnet.

Risiken aus dem absatzseitigen Wettbewerb am Markt wird durch Effizienzsteigerungen und Produktivitätsoptimierungen Rechnung getragen mit dem Ziel einen komparativen Wettbewerbsvorteil zu erlangen und zu festigen.

4.2. Strategische Chancen und Risiken

4.2.1. Künftige Entwicklung der Gesellschaft

Für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 wurde eine Planung erstellt, die von einem Umsatz von 274 Mio. Euro ausgeht. Es wird ein EBIT in Höhe von 3,5 Mio. Euro erwartet. Dabei wurden in Summe stabile Absatzmengen und aktuelle Preiseffekte beim Rohmaterial und den Energiekosten berücksichtigt.

Insbesondere durch Synergieeffekte und die Eröffnung neuer Märkte durch die Nitto Gruppe wird in den nächsten Jahren eine deutliche Verbesserung der aktuellen Ergebnisse erwartet. Bisher werden nur ein geringer Teil der externen Umsätze mit Unternehmen in den Wachstumsregionen Asiens getätigt. Die Nitto Gruppe, die ihr Kerngeschäft auf dem asiatischen Markt hat, bietet der Gesellschaft die Chance, neue Kunden und Märkte in Asien zu erschließen. Durch den Erwerb von Nitto ergeben sich zudem Chancen bei zu hebenden Synergieeffekten innerhalb der Nitto Gruppe.

Auf der Basis der Entwicklung der letzten Monate folgt die Gesellschaft derzeit der aktuellen Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) mit einem leichten Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,1 % in 2023. Gemäß IWF sei es weltweit eine Gratwanderung, zum einen Preisstabilität wiederherzustellen und zum anderen ein Abrutschen in eine Rezession zu vermeiden. Für Deutschland wird 2024 laut IWF ein Wachstum in Höhe von 1,1 % prognostiziert. 7 Aus diesem Grund wird von einem stabilen Niveau der Umsätze ausgegangen.

Es wird ein verhaltenes Wachstum der Absatzvolumen erwartet und es wird davon ausgegangen, dass die Materialpreise leicht sinken werden, der Zenit der Preissteigerungen also überschritten ist. Unklar ist die weitere Entwicklung der Energiepreise, die Prognosen verändern sich täglich. Es ist geplant, weitere Energiekostensteigerungen an die Kunden weiterzugeben, so dass ein vorsichtiger Trend zur Erholung der Ergebnisse gesehen wird. Auch ist eine Überprüfung der Einkaufsstrategie für Energie vorgesehen, um sich ggf. zukünftig durch das differenzierte Hedging von Gas und Strom gegen starke Schwankungen am Energiemarkt abzusichern.

Da sowohl die Produkte im Verpackungsbereich als auch im Hygienebereich direkt dem Menschen dienen, wird das Risiko einer staatlich angeordneten Produktionsunterbrechung aufgrund von Sparmaßnahmen in Bezug auf den Verbrauch von Gas/Strom - auch während des Winters 2023/2024 - weiterhin als niedrig eingestuft. Zusätzlich ist die Energieversorgungslage durch die Schaffung von Flüssiggasterminals (LNG-Terminals) in Deutschland mit langfristigen Lieferverträgen stabilisiert.

4.2.2. Externe Marktgegebenheiten

Bereits heute beliefert die Gesellschaft auch internationale Kunden mit ihren Produkten. Das zeigt die Wettbewerbsfähigkeit und Wertschätzung der in Gronau hergestellten Produkte.

Risiken werden weiterhin insbesondere in der Entwicklung der geopolitischen Lage in Europa und den daraus folgenden Einflüssen auf die Energiepreise gesehen. Eine weitere Verschärfung der Sanktionen gegen Russland und Unternehmen mit Sitz in der Russischen Föderation stellt nur noch ein sehr geringes Risiko für den Gesamtumsatz dar.

Die weiterhin hohe Inflation und die damit verbundenen zusätzlichen Kosten z.B. für Personal aber auch das daraus resultierende veränderte Konsumverhalten der Endverbraucher in Europa muss weiter eng verfolgt werden und kann Einfluss auf die zu erwartenden Absatzmengen nehmen.

 

Gronau, den 22. Januar 2024

Nitto Advanced Film Gronau GmbH

Jürgen Schneider

Torsten Schulze

1 Die Deutsche Wirtschaft, Pressemitteilung vom 27. Juni 2022, aktualisiert am 12.04.2023, Standortprofil: Die größten Unternehmen in Gronau (Westfalen), https://die-deutsche-wirtschaft.de/standort/gronau-westfalen/, abgerufen am 09.05.2023
2 Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e. V. (GKV) Pressemitteilung vom 22.02.2023, , abgerufen am 07.11.2023
3 neue Verpackung, Geschäftsklima im Verpackungssektor, Januar 2023, Pressemitteilung vom 09.03.2023,
Geschäftsklima im Verpackungssektor, Januar 2023 (neue-verpackung.de), abgerufen am 16.10.2023
4 https://www.ewi.uni-koeln.de/de/aktuelles/mo-tool-2022-update/, abgerufen am 16.10.2023
Energiewirtschaftliches Institut an der Universität Köln: ENERGIEKRISE 2022: GASPREIS TREIBT STROMPREIS AUF REKORDWERTE
5 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1045/umfrage/inflationsrate-in-deutschland-veraenderung-des-verbraucherpreisindexes-zum-vorjahresmonat/ abgerufen am 16.10.2023
Statistica: Inflationsrate in Deutschland von September 2021 bis September 2023).
6 Nitto Beyond 2023, Mittelfristiger Managementplan, https://www.nitto.com/eu/de/about_us/concepts/management_plans/, abgerufen am 03.10.2022
7 IWF_ Deutsche Wirtschaft soll 2023 schrumpfen, https://www.manager-magazin.de/unternehmen/iwf-deutsche-wirtschaft-soll-2023-schrumpfen-prognose-nach-unten-korrigiert-a-a5cec353-d467-43b5-8b00-951cf40bcc65, abgerufen am 16.10.2023

Bilanz zum 31. März 2023

Aktiva

31.03.2023
30.06.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.961.048,00 970.111,00
2. Geleistete Anzahlungen 592.329,26 334.760,15
2.553.377,26 1.304.871,15
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 23.755.891,90 23.920.983,10
2. Technische Anlagen und Maschinen 43.459.248,00 50.107.038,44
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.363.575,00 2.422.991,37
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 13.808.076,85 8.662.732,53
83.386.791,75 85.113.745,44
85.940.169,01 86.418.616,59
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 8.497.844,20 12.342.459,10
2. Unfertige Erzeugnisse 5.199.775,84 7.409.769,54
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 23.180.662,51 23.783.949,71
36.878.282,55 43.536.178,35
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 35.178.211,10 53.981.053,97
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.335.292,15 1.038.368,58
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.714.911,66 8.950.495,47
III. Guthaben bei Kreditinstituten 25.231.346,37 6.513.043,20
66.459.761,28 70.482.961,22
103.338.043,83 114.019.139,57
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.475.539,35 1.597.918,50
D. Aktive latente Steuern 2.483.823,07 0,00
193.237.575,26 202.035.674,66

Passiva

31.03.2023
30.06.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 7.600.000,00 7.600.000,00
II. Kapitalrücklage 18.720.230,97 18.720.230,97
III. Gewinnrücklagen 3.508.179,11 3.508.179,11
IV. Bilanzverlust -7.734.621,71 0,00
22.093.788,37 29.828.410,08
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 13.110.983,51 14.844.867,49
13.110.983,51 14.844.867,49
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 21.470.826,19 23.966.814,55
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 133.791.013,59 1.210.645,57
(davon gegenüber Gesellschaftern € 127.913.026,48; Vorjahr € 0,00)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 2.770.963,60 131.444.275,40
(davon aus Steuern € 811.784,71; Vorjahr € 1.819.482,68)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 22.725,28; Vorjahr € 51.951,98)
158.032.803,38 156.621.735,52
D. Passive latente Steuern 0,00 740.661,57
193.237.575,26 202.035.674,66

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2022 bis 31. März 2023

1.7.2022 - 31.03.2023
1.1.2022 - 30.06.2022
1. Umsatzerlöse 183.307.881,22 146.218.669,64
2. Minderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -2.868.838,44 -847.738,77
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 102.737,44 97.994,89
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.843.576,54 2.659.654,55
182.385.356,76 148.128.580,31
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 124.835.170,98 102.020.888,93
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 681.345,72 490.495,17
125.516.516,70 102.511.384,10
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 30.136.637,51 23.042.850,20
b) Soziale Abgaben 6.243.859,59 4.095.688,47
36.380.497,10 27.138.538,67
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 10.675.343,08 7.183.311,39
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 18.462.862,07 17.780.182,71
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 765.095,76 1.159.656,04
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -9.414.957,95 -7.644.492,60
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.224.484,64 740.661,57
(davon aus latenten Steuern € -3.224.848,64; Vorjahr € 740.661,57)
12. Sonstige Steuern 1.544.148,40 66.495,33
13. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Verlust 0,00 -8.451.649,50
14. Jahresfehlbetrag -7.734.621,71 0,00
15. Gewinnvortrag/Verlustvortrag aus dem Vorjahr 0,00 0,00
16. Bilanzverlust -7.734.621,71 0,00

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Die Nitto Advanced Film Gronau GmbH hat ihren Sitz in Gronau (Westf.) und ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Coesfeld eingetragen (HRB 5708).

Der vorliegende Jahresabschluss für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 31. März 2023 ist nach den Vorschriften des dritten Buches des HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt worden. Die Änderungen durch das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) wurden berücksichtigt. Die Gesellschaft ist demnach eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist - wie in den Vorjahren - nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB erstellt worden.

II. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten.

1. Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu den Anschaffungskosten aktiviert und über 3-5 Jahre linear abgeschrieben.

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu den Anschaffungskosten vermindert um Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden planmäßig unter Anwendung der linearen Abschreibungsmethode ermittelt. Auf die Wahlmöglichkeit der leistungsabhängigen Abschreibung für die Maschinen wird verzichtet.

Investitionszuschüsse werden vom Anschaffungswert abgezogen.

Die Nutzungsdauer der Gebäude beträgt zwischen 15 und 50 Jahren. Die Nutzungsdauer bei Einbauten sowie Außenanlagen liegt zwischen 1 und 20 Jahren. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt bei technischen Anlagen und Maschinen sowie bei anderen Anlagen, der Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 25 Jahren. Geringwertige Anlagegüter im Wert bis EUR 800,- werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Abschreibungen auf Zugänge erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden vorgenommen, wenn eine durch planmäßige Abschreibungen nicht gedeckte Wertminderung eingetreten ist und diese voraussichtlich von Dauer sein wird.

2. Vorräte

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zum gleitenden Durchschnittspreis oder - soweit erforderlich - zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Unfertige und Fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten auf Basis von Standardkosten bewertet. In die Herstellungskosten fließen sowohl die Einzelkosten als auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, ein. Soweit die Herstellungskosten für Unfertige und Fertige Erzeugnisse die Wertansätze im Rahmen einer verlustfreien Bewertung übersteigen, werden die jeweils niedrigeren Stichtagswerte angesetzt. Erkennbare Risiken, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch zusätzliche Bewertungsabschläge angemessen berücksichtigt.

3. Forderungen und andere Posten des Umlaufsvermögens

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens werden zum Nennwert bzw. zum niedrigen beizulegenden Wert zum Stichtag angesetzt. Einzelrisiken wird durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen, wobei das allgemeine Kreditausfallrisiko durch Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt wird.

4. Kasse, Guthaben bei Kreditinstituten

Die Guthaben bei Kreditinstituten sowie Kassenbestände werden zu Nominalwerten angesetzt.

5. Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsposten sind Ausgaben und Auszahlungen vor dem Stichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen oder bilanziell keiner anderen Position zugeordnet werden können.

6. Rückstellungen

Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Wo notwendig wird die Rückstellungshöhe durch Gutachten bestimmt und bei einer Restlaufeit von mehr als einem Jahr abgezinst.

7. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

8. Latente Steuern

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasipermanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen und ihren steuerlichen Wertansätzen werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenz bewertet. Die sich ergebene zukünftige Steuerbelastung und -entlastung wird nicht abgezinst, aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet.

9. Grundlagen der Währungsumrechnung

Nicht kursgesicherte Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

III. Erläuterungen zum Jahresabschluss für das Rumpfgeschäftsjahr vom 01. Juli 2022 bis 31. März 2023

Vorbemerkung:

Da es sich sowohl beim Berichtsjahr als auch beim vorherigen Geschäftsjahr um Rumpfgeschäftsjahre handelt, sind die Daten, insbesondere die der Gewinn- und Verlustrechnung, nur eingeschränkt vergleichbar.

Vorjahresangaben beziehen sich - wenn nicht anders angegeben - auf den Zeitraum 1. Januar 2022 bis 30. Juni 2022, bei Angaben zu Bilanzwerten auf den Stichtag 30. Juni 2022.

Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

Im Berichtsjahr gab es keine Investitionszuschüsse.

Die Position Anlagen im Bau in Höhe von 13,8 Mio. Euro (Vorjahr: 8,7 Mio. Euro) beinhaltet im Wesentlichen die Anschaffung von neuen Anlagen im Bereich Converting.

2. Vorräte

Das Berichtsjahr ist gekennzeichnet durch einen Abbau des Vorratsvermögens um 6,6 Mio. Euro auf 36,9 Mio. Euro (Vorjahr: 43,5 Mio. Euro), im Wesentlichen in den Bereichen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (-3,8 Mio. Euro) und unfertige Erzeugnisse (-2,2 Mio. Euro). Die Summe der Vorräte beinhaltet Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von 8,5 Mio. Euro (Vorjahr: 12,3 Mio. Euro), unfertige Erzeugnisse in Höhe von 5,2 Mio. Euro (Vorjahr: 7,4 Mio. Euro) und fertige Erzeugnisse in Höhe von 23,2 Mio. Euro (Vorjahr: 23,8 Mio. Euro).

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen wie im Vorjahr nicht.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten reduzierten sich um 34,8 % auf 35,2 Mio. Euro (Vorjahr: 54,0 Mio. Euro).

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind gegenüber dem Vorjahr um 2,3 Mio. Euro gestiegen und betragen zum Stichtag 3,3 Mio. Euro (Vorjahr: 1,0 Mio. Euro). Diese resultieren aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen zum Stichtag 31. März 2023 2,7 Mio. Euro (Vorjahr: 8,9 Mio. Euro) und beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegenüber dem Finanzamt Ahaus aus Vorsteuerüberhängen in Höhe von 1,8 Mio. Euro.

4. Kasse, Guthaben bei Kreditinstituten

Die Guthaben bei Kreditinstituten lagen zum Stichtag bei 25,2 Mio. Euro (Vorjahr: 6,5 Mio. Euro).

5. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Rechnungsabgrenzungsposten wurden in einer Höhe von 1,5 Mio. Euro aktiviert (Vorjahr: 1,6 Mio. Euro) und beinhalten im Wesentlichen Abgrenzungen für IT-Aufwendungen.

6. Aktive latente Steuern

Die Saldierung von aktiven latenten Steueransprüchen aus Verlustvortrag (4,4 Mio. Euro) und passiven latenten Steuern aufgrund von temporären oder quasipermanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen und ihren steuerlichen Wertansätzen (1,9 Mio. Euro) ergibt einen Aktivüberhang von 2,5 Mio. Euro (Vorjahr: 0 Euro). Die latenten Steuern wurden mit Steuersätzen in Höhe von 15,83% (Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag) bzw. 14,60% für den Anteil der Gewerbesteuer ermittelt.

7. Eigenkapital

Die Passivseite der Bilanz weist per 31. März 2023 aufgrund des Bilanzverlustes in Höhe von 7,7 Mio. Euro ein Eigenkapital in Höhe von 22,1 Mio. Euro aus. (Vorjahr: 29,8 Mio. Euro).

8. Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen in Höhe von 13,1 Mio. Euro (Vorjahr: 14,8 Mio. Euro) sind im Wesentlichen personalbezogene Verpflichtungen von 7,4 Mio. Euro (Vorjahr: 7,9 Mio. Euro) sowie eine Rückstellung für abzuführende Grunderwerbsteuer in Höhe von 1,5 Mio. Euro (Vorjahr: 0 Euro) enthalten.

9. Verbindlichkeiten

Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach § 285 Nr. 1 und 2 HGB ergibt folgenden Verbindlichkeitenspiegel:

Verbindlichkeiten
in Euro
31.03.2023 30.06.2022 Vorjahr Stand 31.03.2023 Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit > 1 Jahr < 5 Jahre Restlaufzeit > 5 Jahre
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 21.470.826,19 21.470.826,19 0,00 0,00
(Vorjahr) 23.966.814,55 23.966.814,55 0,00 0,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 133.791.013,59 6.878.883,91 126.912.129,68 0,00
(Vorjahr) 1.210.645,57 1.210.645,57 0,00 0,00
3. Sonstige Verbindlichkeiten 2.770.963,60 2.770.963,60 0,00 0,00
(Vorjahr) 131.444.275,40 4.532.145,72 126.912.129,68 0,00
Summe Verbindlichkeiten 158.032.803,38 31.120.673,70 126.912.129,68 0,00
(Vorjahr) 156.621.735,52 29.709.605,84 126.912.129,68 0,00

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 133,8 Mio. Euro lassen sich unterteilen in

unverzinslich aus Lieferungen und Leistungen: 3,6 Mio. Euro (Vorjahr: 1,2 Mio. Euro)
Zinsverbindlichkeiten aus Darlehn: 0,3 Mio. Euro (Vorjahr: 0,0 Mio. Euro)
verzinslich aus Darlehn: 129,9 Mio. Euro (Vorjahr: 0,0 Mio. Euro)

Die langfristige Darlehnsverbindlichkeit in Höhe von 126,9 Mio. Euro wurde im Vorjahr in gleicher Höhe in der Position Sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesen, siehe oben.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind 127,9 Mio. € Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern enthalten. Hiervon entfallen 127,1 Mio. auf Gesellschafterdarlehen und 0,8 Mio. € auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

10. Steuern / Passive latente Steuern

Per 31. März 2023 ergibt sich aufgrund von temporären oder quasipermanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen und ihren steuerlichen Wertansätzen ein Passivposten für latente Steuern in Höhe von 1,9 Mio. Euro (Vorjahr: 0,7 Mio. Euro). Der Passivposten ist im Wesentlichen durch die höheren Abschreibungen in der Steuerbilanz begründet. Durch die aktive latente Steuer aus einem Verlustvortrag ergibt sich insgesamt ein Aktivüberhang der latenten Steuern, der auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesen wird.

Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses war die im Jahr 2021 begonnene Betriebsprüfung für die Jahre 2016 bis 2019 noch nicht beendet.

Gemäß Kaufvertrag zwischen der Mondi-Gruppe (Verkäufer) und der Nitto Denko Corporation, Osaka, Japan, (Käufer) zahlt der Verkäufer an den Käufer Beträge für Steuern, die von der Gesellschaft zu zahlen sind oder ihr auferlegt werden und sich auf einen Zeitraum beziehen, der am oder vor dem Abschlussdatum endet.

Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse, Bestandsveränderungen, aktivierte Eigenleistungen und sonstige betriebliche Erträge

Die Umsatzerlöse betragen 183,3 Mio. Euro (Vorjahr: 146,2 Mio. Euro). Darin enthalten sind Handelswarenerlöse in Höhe von 0,4 Mio. Euro (Vorjahr: 2,7 Mio. Euro).

Die Umsatzerlöse beinhalten Aufwendungen für Reklamationen in Höhe von 0,1 Mio. Euro (Vorjahr: 1,3 Mio. Euro). Der Vorjahresbetrag beinhaltet eine größere Einzelreklamation.

Zusammensetzung der Umsatzerlöse nach Regionen

01.07.2022 - 31.03.2023
TEUR
01.01.2022 - 30.06.2022
TEUR
Europa 123.002 101.782
Asien 25.661 19.899
Amerika 27.567 18.868
Afrika 6.869 5.449
Australien 208 221
183.308 146.219

Zusammensetzung der Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen

01.07.2022 - 31.03.2023
TEUR
01.01.2022 - 30.06.2022
TEUR
Functional Films 55.049 52.702
Personal Care Components 121.603 86.951
Sonstige Erlöse 6.656 6.566
183.308 146.219

Die sonstigen Erlöse resultieren im Wesentlichen aus dem Verkauf von Abfällen, sowie Dienstleistungen für andere Konzerngesellschaften.

Die Berichtsperiode weist einen Bestandsabbau in Höhe von 2,9 Mio. Euro aus (Vorjahr: 0,8 Mio. Euro).

Die aktivierten Eigenleistungen bewegen sich mit 0,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0,1 Mio. Euro) im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit und auf dem Niveau des Vorjahres.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sinken auf 1,8 Mio. Euro (Vorjahr: 2,7 Mio. Euro). Darin enthalten sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 0,5 Mio. Euro (Vorjahr: 0,3 Mio. Euro) sowie aus der Minderung der Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0 Euro).

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungskursgewinnen in Höhe von 38 TEUR (Vorjahr: 9 TEUR) enthalten.

2. Materialaufwand

Die Materialeinsatzquote sinkt leicht um 1,6% auf 68,5% (Vorjahr: 70,1%).

3. Personalaufwand

Die Summe Personalaufwand beträgt 36,4 Mio. Euro (Vorjahr: 27,1 Mio. Euro) und beinhaltet u. a. Abgrenzungen für Sonderzahlungen in Höhe von 0,8 Mio. Euro.

Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen 0,2 Mio. Euro (Vorjahr: 0,2 Mio. Euro).

4. Abschreibungen

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen betragen 10,7 Mio. Euro (Vorjahr: 7,2 Mio. Euro). Darin enthalten sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 0,7 Mio. Euro.

5. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Summe der sonstigen betrieblichen Aufwendungen beträgt 18,5 Mio. Euro (Vorjahr: 17,8 Mio. Euro) und beinhaltet u.a. Aufwendungen für Beratungsleistungen im Bereich Human Resources in Höhe von 1,3 Mio. Euro (Vorjahr: 0 Euro).

Die Aufwendungen aus Währungskursverlusten betragen 40 TEUR (Vorjahr: 27 TEUR).

6. Betriebsergebnis

Das Betriebsergebnis beträgt -8,6 Mio. Euro (Vorjahr: -6,5 Mio. Euro) und ist im Wesentlichen durch rückläufige Umsatzerlöse bedingt.

7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Zinsaufwand von 0,8 Mio. Euro (Vorjahr: 1,2 Mio. Euro) beinhaltet Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe 0,8 Mio. Euro (Vorjahr: 1,2 Mio. Euro) sowie Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von 9 TEUR (Vorjahr: 0 Euro).

8. Steuern vom Einkommen und Ertrag

Aufgrund des Jahresfehlbetrags in Höhe von 7,7 Mio. Euro wird hier nur der Ertrag aus der Abgrenzung der latenten Steuern in Höhe von 3,2 Mio. Euro ausgewiesen (Vorjahr: 0,7 Mio. Steueraufwand).

9. Sonstige Steuern

Der Gesamtbetrag für sonstige Steuern in Höhe von 1,5 Mio. Euro (Vorjahr: 0,1 Mio. Euro) enthält eine Abgrenzung für Grunderwerbsteuer in Höhe von 1,5 Mio. Euro im Rahmen des Erwerbs der Gesellschaft durch die Nitto Denko Corporation, Osaka, Japan, am 30. Juni 2022.

IV. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB (Wechsel, Bürgschaften, Gewährleitung) und § 268 Abs. 7 HGB (Pfandrechte, sonstige Sicherheiten) bestehen nicht.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen ermitteln sich aus dem Unterschiedsbetrag zu IFRS 16 und betragen zum Stichtag 1,6 Mio. Euro (Vorjahr: 0,7 Mio. Euro).

2. Geschäftsführung

Als Geschäftsführer waren bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 31. März 2023 bestellt:

Herr Jürgen Schneider, Geschäftsführer der Nitto Advanced Film Gronau GmbH, wohnhaft in Essen, Deutschland

Herr Torsten Schulze, Geschäftsführer der Nitto Advanced Film Gronau GmbH, wohnhaft in Münster, Deutschland

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wird unter Anwendung der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

3. Honorar der Abschlussprüfer

Das vom Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Bielefeld, für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 31. März 2023 berechnete Gesamthonorar nach § 285 Nr. 17 HGB für Abschlussprüfungsleistungen beträgt 117 TEUR.

4. Arbeitnehmer (Jahresdurchschnitt)

2023 Vorjahr
Gewerbliche Arbeitnehmer 476 503
Angestellte 197 198
673 701
Auszubildende 19 22
692 723

5. Mutterunternehmen

Die Gesellschaft gehört zur Nitto Denko Corporation, Ibaraki/Osaka, Japan, einem an der Tokio Stock Exchange (Stock Ticker Number 6988) im Prime Market notierten Unternehmen. Der Konzernabschluss der Nitto Denko Corporation (Sitz: 33rd Floor, Grand Front Osaka, 4-20, Ofuka-cho, Kita-ku, Osaka 530-011, Japan), welcher den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von verbundenen Unternehmen darstellt, wird in EDINET (Electric Disclosure for Investors' NETwork) unter der Nummer E01888 offengelegt.

6. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 31. März 2023 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 7,7 Mio. Euro (Vorjahr: Jahresfehlbetrag von 8,5 Mio. Euro) erzielt. Es wird vorgeschlagen, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. Aufgrund des bis zum 30. Juni 2022 bestehenden Ergebnisabführungsvertrags mit dem Organträger Mondi Consumer Packaging International GmbH, Halle, besteht keine Verrechnungsmöglichkeit und es ergibt sich zum 31. März 2023 ein Bilanzverlust in Höhe von 7,7 Mio. Euro.

7. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Rumpfgeschäftsjahres sind nicht eingetreten.

 

Gronau, den 22. Januar 2024

Nitto Advanced Film Gronau GmbH

Jürgen Schneider

Torsten Schulze

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1.7.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.3.2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.414.111,31 1.216.610,56 -102.116,81 359.459,50 5.888.064,56
2. Geleistete Anzahlungen 334.760,15 581.986,61 0,00 -324.417,50 592.329,26
4.748.871,46 1.798.597,17 -102.116,81 35.042,00 6.480.393,82
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 60.331.999,20 246.082,66 -3.699.437,81 27.251,52 56.905.895,57
2. Technische Anlagen und Maschinen 233.089.232,60 1.366.549,72 -5.751.268,35 925.731,33 229.630.245,30
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.579.171,72 719.495,01 -900.576,38 -34.739,60 10.363.350,75
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.662.732,53 6.098.629,57 0,00 -953.285,25 13.808.076,85
312.663.136,05 8.430.756,96 -10.351.282,54 -35.042,00 310.707.568,47
317.412.007,51 10.229.354,13 -10.453.399,35 0,00 317.187.962,29
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1.7.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.3.2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.444.000,31 550.091,06 -102.116,81 35.042,00 3.927.016,56
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3.444.000,31 550.091,06 -102.116,81 35.042,00 3.927.016,56
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 36.411.016,10 876.327,18 -4.137.339,61 0,00 33.150.003,67
2. Technische Anlagen und Maschinen 182.982.194,16 8.597.213,74 -5.408.410,60 0,00 186.170.997,30
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.156.180,35 651.711,10 -773.073,70 -35.042,00 7.999.775,75
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
227.549.390,61 10.125.252,02 -10.318.823,91 -35.042,00 227.320.776,72
230.993.390,92 10.675.343,08 -10.420.940,72 0,00 231.247.793,28
BUCHWERTE
31.3.2023
EUR
30.6.2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.961.048,00 970.111,00
2. Geleistete Anzahlungen 592.329,26 334.760,15
2.553.377,26 1.304.871,15
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 23.755.891,90 23.920.983,10
2. Technische Anlagen und Maschinen 43.459.248,00 50.107.038,44
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.363.575,00 2.422.991,37
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 13.808.076,85 8.662.732,53
83.386.791,75 85.113.745,44
85.940.169,01 86.418.616,59

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Nitto Advanced Film Gronau GmbH, Gronau

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Nitto Advanced Film Gronau GmbH, Gronau, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 31. März 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Nitto Advanced Film Gronau GmbH für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 31. März 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 31. März 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bielefeld, den 24. Januar 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Volker Voelcker, Wirtschaftsprüfer

ppa. Henrik Brinkmann, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. März 2023 wurde am 25. Januar 2024 festgestellt.

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