Buderus Edelstahl GmbHLiquidiert
35576 Wetzlar, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Simon seit 6.7.2012 | Prokura |
Lothar Dr. Birkhäuser seit 19.9.2011 | Geschäftsführer |
Johann Weigand seit 4.5.2011 | Geschäftsführer |
Holger Karches seit 7.2.2008 | Prokura |
Holger, Dipl. Betriebswirt Kison seit 23.3.2006 | Prokura |
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 0.00% |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Buderus Edelstahl GmbHWetzlarJahresabschluss zum 31.03.2011LageberichtI. Geschäftsumfeld Entwicklung der Gesamtwirtschaft Nach der Finanzkrise im Jahr 2009 stand in der Berichtsperiode 2010/11 die Staatsschuldenkrise in mehreren europäischen Ländern im Vordergrund. Ausgehend von Griechenland gerieten auch Irland, Portugal, Spanien und Italien unter Druck. Als Konsequenz dieser dramatischen Entwicklung wurde von den Ländern der Euro-Zone der Europäische Stabilisierungsmechanismus entwickelt, der im Notfall gegenseitige Hilfsmaßnahmen vorsieht und Interventionen gegen Spekulationen von Seiten der Finanzmärkte ermöglicht. Gleichzeitig begann die Europäische Zentralbank (EZB) mit dem Ankauf von Staatsanleihen hoch verschuldeter Euro-Länder, wenngleich dadurch mit dem Grundprinzip gebrochen wurde, dass die EZB niemals Staatsanleihen aus Mitgliedsländern erwerben sollte. Trotz dieser Turbulenzen auf den Finanzmärkten hat sich die globale Konjunktur im Berichtszeitraum überraschend gut erholt. Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet in seiner Prognose vom 25.01.2011 mit einem Wachstum des realen weltwirtschaftlichen Bruttoinlandsprodukts von 4,4% für 2011. Die Dynamik in den einzelnen Volkswirtschaften ist dabei aber nach wie vor uneinheitlich. Die deutsche Wirtschaft präsentiert sich derzeit in Bestform und Hochstimmung. Der ifo-Konjunkturtest (Institut für Wirtschaftsforschung) für die gewerbliche Wirtschaft wies im Januar das höchste Ergebnis seit der Wiedervereinigung aus. Die wirtschaftliche Lage wird lt. DIHK (Deutscher Industrie- und Handelskammertag) bei den Unternehmen so gut wie in den Boomzeiten 2007 eingeschätzt. Die stärksten Impulse kamen nach Analysen des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) in der Tendenz aus dem nicht-europäischen Ausland und hier vor allen Dingen aus China. Dabei blieben insbesondere die auch für Buderus Edelstahl wichtigen Investitionsgüter gefragt. Die Rohstoffmärkte profitierten im Geschäftsjahr 2010/11 von der gestiegenen Nachfrage aufgrund der anspringenden Weltwirtschaftskonjunktur und verzeichneten tendenziell höhere Preise als im Vergleichszeitraum. Die für Buderus Edelstahl relevanten Legierungsstoffe wie etwa Nickel, Chrom, Vanadium und Molybdän waren hingegen durch das spekulative Moment von einer volatilen Entwicklung geprägt und auch gegen Ende der Berichtsperiode zeichnete sich kein einheitlicher Trend ab. Der Ölpreis stieg vor allem in der zweiten Hälfte der Berichtsperiode signifikant an und notierte zum 31. März 2011 bei 117,10 USD pro Barrel Brent im Vergleich zu 82,40 USD zum selben Stichtag des Vorjahres. Es ist davon auszugehen, dass in der Folge auch der Preis für Erdgas moderat steigen wird. Auch die Entwicklung auf den internationalen Devisenmärkten war im Berichtsjahr durch die europäische Staatsschuldenkrise beeinflusst. Vor Ausbruch der griechischen Schuldenproblematik Anfang 2010 lag der EUR/USD-Kurs bei 1,43 und schwächte sich am Höhepunkt der Krise im Juni 2010 auf 1,22 ab. Durch die Hilfsmaßnahmen aus dem Euro-Stabilitätspaket stieg das Vertrauen in die Gemeinschaftswährung wieder an und zum 31. März 2011 erreichte der EUR/USD-Kurs die Marke von 1,42 und lag damit über dem Wert von 1,34 zum selben Stichtag der Vergleichsperiode. Kritisch beurteilt ein Gutachten der "Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestags" eine mögliche Zustimmung zum Euro-Rettungsschirm für notleidende europäische Volkswirtschaften. Hierdurch würde Deutschland unwiderrufliche Garantien abgeben, die im Zweifelsfall zu Zahlungen in Höhe von 1/3 des Steueraufkommens führen können. Insgesamt ist deshalb die Finanzkrise aktuell von Griechenland und Portugal als sehr kritisch für die Wirtschaft zu betrachten. Der Berichtszeitraum war zudem von einem unverändert niedrigen Zinsumfeld sowohl in Europa als auch in den USA geprägt: Die Federal Reserve Bank (FED) in den USA beließ die Leitzinsen unverändert in der Bandbreite von 0,00% bis 0,25%. Auch die EZB setzte im Berichtszeitraum keine Zinsschritte, die Leitzinsen liegen seit Mai 2009 bis März 2011 unverändert bei 1,00%, dem niedrigsten Wert seit Einführung des Euro. Am 07.04.2011 erhöhte die EZB dann die Zinsen um moderate 0,25% auf 1,25%. Beurteilung der weiteren Entwicklung International ist von einer stabilen, wenn auch regional unterschiedlichen Konjunkturentwicklung auszugehen. Während in den Schwellenländern ein BIP-Zuwachs von jeweils 6,5% in den Jahren 2011 und 2012 wahrscheinlich ist, prognostiziert der IWF in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften ein moderateres Wachstum von jeweils 2,5%. Für die asiatischen Volkswirtschaften erwartet er ein Wachstum von 8,4% und für die lateinamerikanischen Schwellenländer von 4,3%. Auf der Kostenseite ist ein signifikanter Anstieg insbesondere der Rohstoffpreise zu verzeichnen. So ist der HWWI-Rohstoffkostenindex (Hamburger Weltwirtschaftsinstitut) seit Beginn 2010 um 35% gegenüber Vorjahr gestiegen und hat nahezu den Höchststand von 2008 erreicht. Besonders stark ist der Eisenerz-Stahlschrott Index mit +90% gestiegen. Sorge bereitet dem BMWi zudem die Entwicklung der Energiepreise und hier primär der Rohölpreise. Die steigenden Kosten könnten zu einer Verlangsamung des an sich robusten Wirtschaftswachstums führen. Noch nicht gänzlich abzusehen ist der Einfluss der schweren Erdbebenserie in Japan mit Zerstörungen, Überflutungen und atomarer Verseuchung. Sofern es nicht zu einer unkontrollierten Ausbreitung der Radioaktivität kommt, rechnet die WV Stahl nicht mit nennenswerten Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Ein weiterer Unsicherheitsfaktor sind die politischen Umbrüche in Nordafrika, die über den Hebel der Energiepreise mittelbare Auswirkungen auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung haben könnten. Entwicklung des Stahlmarktes Der europäische Stahlmarkt hat im Kalenderjahr 2010 ein hohes Wachstum aufgewiesen, allerdings war der Rückgang im Jahr 2009 deutlich. Die Ursache hierfür liegt darin, dass die Stahlproduktion am Anfang der Wertschöpfungskette steht und Lagereffekte über mehrere Stufen sowohl in positive wie negative Richtung stärker durchschlagen, als die Schwankungen auf den Endverbrauchermärkten. Insbesondere der Maschinen- und Straßenfahrzeugbau verzeichnete gegen Ende 2010 eine um 25% höhere Produktion als noch ein Jahr zuvor. Aktuell liegen die Auftragseingänge in dem für die Buderus Edelstahl relevanten Produktsegment "Wälzlager- und Edelbaustahl" in der Nähe der Rekordmarken von Anfang 2008. Beurteilung der weiteren Stahlmarktentwicklung Weltweit dürfte die Stahlnachfrage lt. WV Stahl im Jahr 2011 um 6,5 Prozent auf 1,36 Milliarden Tonnen ansteigen. Für 2012 zeichnet sich ein Wachstum von ebenfalls über sechs Prozent ab. Die Folgen des Erdbebens in Japan sind allerdings in dieser Prognose nur grob berücksichtigt. Auch die politischen Umwälzungen in Nordafrika stellen ein erhebliches Risiko dar. Für China wird als Folge des 12. Fünfjahresplans (Vermeiden einer Überhitzung) mit einer rückläufigen Wachstumsdynamik gerechnet, die aber immer noch bei ca. 7% liegen wird. Für Deutschland befindet sich die Stahlindustrie laut ifo-Konjunkturumfrage Stahl vom Februar 2011 erstmals seit Oktober 2008 wieder im Boomquadranten. Während im Jahr 2010 der Fahrzeugbau der Treiber des Wachstums war, wird nun erwartet, dass der Maschinenbau der dynamischste Sektor sein wird. Die Bauindustrie und die elektrischen Haushaltswaren werden in ihrem Wachstum hinter den exportorientierten Branchen zurückbleiben. II. Buderus Edelstahl GmbH Strukturelle Veränderungen Ausgehend von einer strukturellen Veränderung der direkten Führungsgesellschaft Böhler-Uddeholm AG wurden die beiden Gesellschaften Buderus Edelstahl GmbH und die Buderus Edelstahl Band GmbH zum 1.11.2010 verschmolzen. Primäres Ziel dieser Maßnahme war es, die Abläufe zwischen den beiden Gesellschaften zu vereinfachen und damit die Möglichkeiten, flexibler auf die Marktanforderungen reagieren zu können, zu erhöhen. Wegen der Verschmelzung ist der Vergleich der aktuellen Zahlen mit den Vorjahreszahlen wirtschaftlich nicht in jedem Fall sinnvoll. Der Vorjahresvergleich erfolgt aufgrund gesetzlicher Anforderungen. Umsatzentwicklung Der Umsatz der Buderus Edelstahl GmbH erreichte im Geschäftsjahr 2010/11 einen Wert von 434,7 Mio. € und lag damit um 181,3 Mio. € über dem Vorjahresumsatz von 253,4 Mio. €. Er teilte sich zu 58,5% (VJ 61,1%) auf das Inland und zu 41,5% (VJ 38,9%) auf das Ausland auf. Neben der Verschmelzung haben deutlich gestiegene Mengen und Rohstoffpreise, die über Schrott- und Legierungszuschläge an den Markt weitergegeben werden, zu dem Umsatzanstieg geführt. Auftragseingang Die Auftragseingänge nahmen im Verlauf des Geschäftsjahres kontinuierlich zu und betrugen im Gesamtjahr 543,3 Mio. € (VJ 213,8 Mio. €). Das entspricht einem Plus von 329,5 Mio. €. Auftragsbestand / Auftragsreichweite Der Auftragsbestand stieg um 123,6 Mio. € auf 161,9 Mio. € per 31.03. des Geschäftsjahres (VJ 38,3 Mio. €) Produktion Die Rohstahlerzeugung stieg deutlich um 180.500 t von 248.000 t in 2009/10 auf 428.500 t in 2010/11. Beschaffung Im Zuge des weltweiten Aufschwungs stiegen auch die Rohstoffkosten, um nun ein hohes Niveau erreicht zu haben. Investitionen Im März 2010 wurde die neue 80 / 100 MN Presse eingeweiht und der Probebetrieb aufgenommen. Die endgültige Inbetriebnahme erfolgte im April 2010. Weiterhin wurde das Werk im Sommer 2010 über ein eigenes Umspannwerk an das europäische Höchstspannungsnetz (380 kV) angeschlossen. Mit dieser Investition werden unzulässige Rückwirkungen in das lokale 110 kV Netz vermieden und die Stromversorgung von den bestehenden Leistungsbeschränkungen unabhängig. Die Investitionen gingen von 31,7 Mio. € im Vorjahr um 2,6 Mio. € auf 29,1 Mio. € zurück. Ergebnis Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug 35,5 Mio. € (VJ 10,5 Mio. €). Darin sind 0,1 Mio. € (VJ 15,7 Mio. €) Ausschüttungen der Tochtergesellschaften enthalten. Bei einem Umsatz von 434,7 Mio. € (VJ 253,4 Mio. €) wurde eine EBT-Marge von 8,1% (VJ 4,0%) erwirtschaftet. Finanzierung Die BE ist in den Cash-Pool der voestalpine AG, Linz/Österreich einbezogen. Forschung und Entwicklung Entwicklungsschwerpunkt im abgelaufenen Geschäftsjahr war die Prozessentwicklung in der Metallurgie des Stahlwerks. Personal Der Personalstand ist gegenüber dem Vorjahr von 933 um 414 auf 1.347 Mitarbeiter zum 31.03.2011 gestiegen. Davon wurden 356 Mitarbeiter per 1.11.2010 von der Buderus Edelstahl Band GmbH durch Betriebsübergang übernommen. Entsprechend einer langfristigen Personalplanung wurden 18 Auszubildende eingestellt. Für Fortbildungsmaßnahmen wurden 320 T€ aufgewendet. Umweltschutz Für Umweltschutzmaßnahmen wurden 8,6 Mio. € (VJ 6,3 Mio. €) ausgegeben. III. Lage des Unternehmens Vermögenslage Das Vermögen der Gesellschaft besteht zu 48,5% (VJ 61,0%) aus Anlagevermögen. Die Eigenkapitalquote beträgt 35,8% (VJ 28,1%). Das Anlagevermögen ist damit zu 73,9% (VJ 46,0%) durch Eigenkapital gedeckt. Das Nettoumlaufvermögen (Umlaufvermögen ./. kurzfristige Verbindlichkeiten) betrug 42,7 Mio. € (VJ 2,9 Mio. €) Finanzlage Die Rückstellungen sind von 82,0 Mio. € um 5,6 Mio. € auf 87,6 Mio. € gestiegen. Ertragslage Die für die Steuerung des Unternehmens wichtige Kennzahl "EBIT" (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bereinigt um Zinsaufwendungen und Zinserträge sowie Beteiligungsergebnisse) beträgt 39,1 Mio. € nach ‑4,6 Mio. € im Vorjahr (+43,7 Mio. €). IV. Chancen- und Risikobericht Struktur der Risikobeobachtung Buderus Edelstahl ist in einem internationalen Umfeld tätig, so dass Risiken aus nationalen und internationalen Kunden-, Lieferanten- und Wettbewerbsstrukturen sowie aus lokalen und globalen Veränderungen erwachsen können. Die Gesellschaft ist das bei der voestalpine AG, Linz/Österreich implementierte Risikomanagementsystem eingebunden. In diesem Rahmen wird jährlich eine systematische Risikoanalyse durchgeführt. Unterjährig wird dieses System unterstützt durch kurze Kommunikationswege im Unternehmen, so dass die rechtzeitige Erkennung von Risiken gewährleistet ist. Zu den Risiken im Einzelnen: Gesamtwirtschaftliche und Branchenrisiken Die Gesamtwirtschaftlichen Risiken sind in der aktuellen Lage als eher gering einzuschätzen. Die Auftragseingänge liegen nahe an den Rekordzahlen von 2008, wobei hier mit den Erfahrungen der Vergangenheit eine gewisse Vorsicht angebracht ist. Die größten Risiken sind derzeit in der finanziell angespannten Lage einiger europäischer Volkswirtschaften zu sehen, die erheblichen Einfluss auf die Währungskurse ausüben könnten. Vorsichtige Stimmen meinen zudem, dass die Konjunktureuphorie ihren Zenit überschritten hat. Kritisch ist auch die Tatsache zu sehen, dass Deutschland sehr gut aus der Krise gestartet ist, während andere Länder noch weit hinterherhinken. Dies könnte Auswirkungen auf die politische Lage haben. Währungsrisiken Zwischen den beiden großen Währungen der Weltwirtschaft, dem US$ und dem in den letzten Jahren zunehmend bedeutenderen Euro, hat es Wechselkursverschiebungen gegeben. Während des gesamten Geschäftsjahres war der Kursverlauf der beiden Währungen sehr stark von der Finanzkrise in den Staaten Irland, Griechenland und Portugal geprägt. Auch in diesem Jahr gilt, dass die weitere Entwicklung kaum zu prognostizieren ist. Die Gesellschaft sichert ihre in Fremdwährung abgeschlossenen Beschaffungsverpflichtungen in Absprache mit dem Konzerntreasury ab. Forderungsrisiken Vereinzelt ist es bei Kunden zu Insolvenzen gekommen. Aufgrund der in kritischen Fällen bestehenden Eigentumsvorbehalte konnten größere Forderungsausfälle vermieden werden, so dass der Gesamtbetrag der ausgefallenen Forderungen unter 100 k€ lag. Mittlerweile heben die Kreditversicherungen den Deckungsrahmen zunehmend wieder an. In begründeten Einzelfällen gewährt das Unternehmen seinen Kunden einen Hauskredit. Hierbei werden das Zahlungsverhalten, die Branche, die strategische Position des Kunden und weitere Risikofaktoren berücksichtigt. Produktionsrisiken Produktionsrisiken wird mit einer vorbeugenden Instandhaltung sowie Bevorratung von kritischen Ersatzteilen erfolgreich begegnet. Beschaffungsrisiken Beschaffungsrisiken auf dem Legierungsmarkt wird mit langfristigen Lieferverträgen vorgebeugt, so dass kurzfristig in der Regel Spotmengen zu disponieren sind. Die Strombeschaffung erfolgt in jeweils 4 Tranchen, die über einen Zeitraum von 2 Jahren verteilt sind. Die Abhängigkeit von den Transportlogistikern ist allerdings aufgrund der Bahnanlieferung, insbesondere des Schrotts und weiterer Vormaterialien, recht hoch. Hier wurde den möglichen Folgen eines Streiks der Lokführer mit einer erhöhten Bevorratung entgegengewirkt. Personalrisiken Im Zuge der Wirtschaftskrise wurde die Anzahl der Mitarbeiter reduziert, wobei darauf geachtet wurde hochqualifizierte Mitarbeiter im Unternehmen zu halten. Mit zunehmender Auslastung ist der Personalbedarf wieder gestiegen. Dieser konnte jeweils rechtzeitig gedeckt werden. Finanzwirtschaftliche Risiken Die finanzwirtschaftlichen Risiken leiten sich insbesondere aus den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen ab. Hier spielen Inflationsgefahren durch die hohen Staatsverschuldungen - insbesondere von Irland und den südeuropäischen Ländern - eine entscheidende Rolle. Es ist deshalb mit einem weiteren Anstieg des Zinsniveaus zu rechnen. Informationstechnische Risiken Das bei BE im Einsatz befindliche SAP-System wird von einem namhaften externen Provider betrieben. Der interne Datenbestand wird täglich gesichert. Insgesamt werden keine informationstechnischen Risiken gesehen. Umweltrisiken Umweltrisiken werden durch ein leistungsfähiges Umweltmanagement sowie externe Auditierungen minimiert. In einem jährlichen Umweltbericht werden bestehende Risiken im Hinblick auf ihre Beseitigung ausführlich dokumentiert und durch Zertifizierung nach DIN ISO 14001 minimiert. Gesamtrisiko Das Risikopotenzial für die Buderus Edelstahl GmbH ist im Rahmen der guten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung gegenüber dem Vorjahr gesunken. Chancen Die Chancen für das Unternehmen liegen in der nun möglichen überproportionalen Begleitung des Marktwachstums aufgrund der in den vergangenen Jahren erfolgten Investitionen. Ein deutliches Wachstum ist insbesondere im Bereich der regenerativen und der dezentralen Energieerzeugung als Folge des nunmehr forcierten Kernenergieausstiegs zu sehen. Hier ist mit einem langfristigen Trend zu rechnen. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag Es gab keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag. V. Ausblick Aufgrund des aktuellen Auftragsbestands und der nun auch in noch nachhinkenden Bereichen steigenden Nachfrage sowie der oben beschriebenen Entwicklung des Stahlmarktes ist für das Geschäftsjahr 2011/12 von einer leicht positiven Umsatz- und Ergebnisentwicklung und für das Geschäftsjahr 2012/13 von einer weiteren positiven Verbesserung von Umsatz und Ergebnis auszugehen. Die oben beschriebenen Unwägbarkeiten hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung können zu einer anderen Ergebnisentwicklung führen.
Wetzlar, den 29. April 2011 Buderus Edelstahl GmbH Die Geschäftsführer Robert Bauer Dr. Martin Dietze Walter Högler Johann Weigand BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben Die Buderus Edelstahl GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB. Die Gliederung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt entsprechend den Vorschriften der §§ 266 und 275 (Gesamtkostenverfahren) HGB. Die Bilanz zum 31. März 2011 wurde nach dem Handelsgesetzbuch mit Änderungen durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) in der Fassung vom 28. Mai 2009 erstellt, Vorjahreszahlen wurden nicht angepasst. In der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sind einzelne Posten aus Gründen der übersichtlicheren Darstellung zusammengefasst. Diese sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Auf die Gliederungsposten des Anhangs wird in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung hingewiesen. Ferner werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke im Anhang aufgeführt. Das gilt ebenso für die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind. In der Gewinn- und Verlustrechnung sind die sonstigen Steuern in die sonstigen betrieblichen Aufwendungen einbezogen worden. Das Geschäftsjahr beginnt am 01.04. eines jeden Jahres und endet am 31.03. des darauffolgenden Jahres. Die Verschmelzung mit der Buderus Edelstahl Band GmbH fand zum 01.11.2010 statt. Übernommen wurde Anlagevermögen von 20.355 T€, Vorräte von 35.741 T€, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände von 19.807 T€ sowie Guthaben bei Kreditinstituten und ARAP von 1.319 T€, Rückstellungen von 13.174 T€ und Verbindlichkeiten von 29.827 T€. Ein Vergleich mit dem Vorjahr ist insofern nur eingeschränkt möglich. Der nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) übergeleitete handelsrechtliche Abschluss wird in den ebenfalls nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss der BÖHLER-UDDEHOLM AG, Wien, Österreich zum 31. März 2011 einbezogen, sowie in den Konzernabschluss der voestalpine AG, Linz, Österreich als oberste Konzerngesellschaft. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der voestalpine AG, Linz, Österreich werden im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht. Die Buderus Edelstahl GmbH ist daher nach § 291 HGB von der Verpflichtung befreit, einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht zu erstellen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) geänderten Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des HGB in der neuen Fassung wurden angewendet. Sachanlagen und erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten und Abschreibungen einbezogen. Vermögensgegenstände, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Soweit beim beweglichen Anlagevermögen die degressive Abschreibungsmethode angewendet wird, erfolgt der Übergang zu linear errechneten Beträgen, sobald diese höher liegen. Die Zugänge im laufenden Geschäftsjahr werden "pro rata temporis" abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis einschließlich 150,00 € werden im Anschaffungsjahr in voller Höhe als Betriebsausgabe abgesetzt. Bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten zwischen 150,00 € und 1.000,00 € wird ein Sammelposten gebildet, der im Jahr seiner Bildung und den darauffolgenden 4 Jahren gewinnmindernd aufgelöst wird. Ist den Anlagegegenständen am Bilanzstichtag wegen dauernder Wertminderung ein niedrigerer Wert beizulegen, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Nutzungsdauer für die planmäßigen Abschreibungen:
Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgt zu gewogenen durchschnittlichen Anschaffungskosten des Bestands oder niedrigerem Tagespreis. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden zu aktivierungspflichtigen Herstellungskosten unter Einbeziehung von Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen bewertet. Dem Niederstwertprinzip wird -soweit erforderlich- durch die Bewertung zu niedrigeren Durchschnitts-Nettoverkaufserlösen abzüglich noch anfallender Kosten und durch ausreichende Abschläge für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und aus verminderter Verwertbarkeit ergeben, Rechnung getragen. Der Ansatz von Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erfolgt zum Nennwert abzüglich aller erforderlichen Wertberichtigungen. Die Wertguthaben aus Altersteilzeit sind gemäß § 8a Altersteilzeitgesetz insolvenzgesichert. Die entsprechenden Beträge sind in einem DWS-Geldmarktfonds angelegt und werden mit den Rückstellungen für Altersteilzeit saldiert ausgewiesen. Die Bewertung der Pensions- und Altersteilzeitverpflichtungen sowie der Jubiläumszuwendungen wurden auf Basis des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes durchgeführt. Die Berechnungen basieren auf den biometrischen Grundwerten unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze auf Basis der Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck. Künftige Gehaltssteigerungen wurden mit 3,25 % p.a., künftige Rentenanpassungen (nach § 16 BetrAVG) mit 2,25% p.a., die Dynamik der Beitragsbemessungsgrenze mit 2,75% p.a. und ein Zinssatz von 5,14% p.a. (Deutsche Bundesbank Stand 28.02.2011) in die Berechnungen einbezogen. Bei der Ermittlung der Rückstellung für Jubiläumszuwendungen nach versicherungsmathematischen Grundsätzen wurde ein Zinssatz von5,14% (Deutsche Bundesbank Stand 28.02.2011) für die Teilwertansammlung zugrunde gelegt. Die Ermittlung erfolgte auf Basis der Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck. Die Umweltschutz- und Deponierückstellung wurde mit den von der Bundesbank veröffentlichen Zinssätzen (7 Jahresdurchschnitt) abgezinst, Kostensteigerungen wurden berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass sie nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung allen erkennbaren Risiken in ausreichendem Umfang Rechnung tragen. Für bestehende und künftige Verpflichtungen der Buderus Edelstahl GmbH aus Altersteilzeitvereinbarungen sind Rückstellungen nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit einem Zinssatz von 5,14% (Deutsche Bundesbank Stand 28.02.2011) und einem Gehaltstrend von 3,25% gebildet worden. Die Wertpapiere der Altersteilzeitsicherung wurden im Berichtsjahr gemäß BilMoG mit den Rückstellungen saldiert. Die Ermittlung erfolgte auf Basis der Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck. Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag angesetzt. Die Finanzierung erfolgt über das im voestalpine Konzern angewandte Cashmanagement bzw. Clearingsystem. I. Erläuterungen zur Bilanz 1 Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel (Anlage 1 zum Anhang) dargestellt. Unter dem Posten "Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung" sind Festwerte im Gesamtwert von 6.410 T€ bilanziert. 2 Vorräte
3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Ausgewählte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden an die UniCredit Bank Austria AG, Wien, Österreich verkauft. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen geleistete Anzahlungen für Großreparaturen, Vergütungsansprüche der Energiesteuer für den Einsatz von Erdgas zu gewerblichen Zwecken sowie Erstattungsansprüche gegen Finanzbehörden. 4 Stammkapital Das Stammkapital beträgt 24.700 T€. Durch Verschmelzungsvertrag vom 14. Dezember 2010 wurde das Stammkapital von bisher 18.700 T€ um 6.000 T€ erhöht. 5 Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage erhöhte sich durch die Verschmelzung vom 1.11.2010 der Buderus Edelstahl Band GmbH von bislang 11.758 T€ um 28.221 T€ auf 39.979 T€. 6 Gewinnrücklagen Die Gewinnrücklagen der Gesellschaft setzen sich wie folgt zusammen:
Die Erhöhung resultiert aus den vorgenommenen Abzinsungen der Umweltschutz- und Deponierückstellung (1.808 T€) und der Jubiläumsrückstellung (39 T€) nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz. 7 Gewinnvortrag Der Gewinnvortrag hat sich wie folgt entwickelt:
8 Sonderposten für Emissionsrechte Die im Februar 2011 für das Kalenderjahr 2011 kostenlos zugeteilten und noch nicht verbrauchten Emissionsrechte wurden in den Vorräten zum Zeitwert bilanziert und zum Bilanzstichtag in gleicher Höhe gemäß § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB als Sonderposten abgegrenzt. Sie werden in der verbleibenden Zuteilungsperiode (2008-2012) zu Produktionszwecken verbraucht. Der Sonderposten für Emissionsrechte beträgt 1.059 T€ (i.V. 952 T€). 9 Rückstellungen In der Pensionsrückstellung in Höhe von 38.685 T€ (i.V. 29.545 T€) sind neben den Pensionsverpflichtungen der Gesellschaft aufgrund einzelvertraglicher Zusagen alle Versorgungsverpflichtungen enthalten. Das Fondsguthaben im Wert von 3.198 T€ wurde mit den Altersteilzeitrückstellungen von 6.271 T€ saldiert. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 36.525 T€ (i.V. 46.665 T€) beinhalten: Unterlassene Instandhaltungen (741 T€), Garantie- und Gewährleistungsverpflichtungen (8.063 T€), Personalaufwendungen (12.126 T€) für Altersteilzeit, Sonderzahlungen, flexibler Arbeitszeit, Urlaubs- und Weihnachtsgeld und Tantiemeansprüche, Berufsgenossenschaftsbeiträge und Jubiläumszuwendungen, Umweltschutzmaßnahmen (12.717 T€), Bonuszahlungen (519 T€), Archivierung, Drohverluste aus schwebenden Geschäften und sonstige Risiken (2.359 T€). 10 Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
11 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich zum 31. März 2011 auf 7.232 T€. Mit der voestalpine AG, Linz, (verbundenes Unternehmen) bestehen Kursabsicherungen für US-Dollar. Die Nominal- und Marktwerte der derivaten Finanzinstrumente stellen sich wie folgt dar:
Der Marktwert von 259 T€ wird unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen. 12 Haftungsverhältnisse Zum 31.03.2011 betrug die Haftung aus weiterveräußerten Kundenforderungen 2.370 T€ (15% der Kreditversicherung). Aufgrund der Erfahrung der Vergangenheit sowie der grundsätzlichen Risikovorsorge im Rahmen der pauschalen Wertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird von keinem weiteren Risiko der Inanspruchnahme ausgegangen. II. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 13 Umsatzerlöse
*' nach Regulierer 14 Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 38.192 T€ (i.V. 30.340 T€) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Weiterbelastung von Kosten an verbundene Unternehmen am Standort Wetzlar, sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Kursgewinne in Höhe von 5.097 T€ enthalten. Des Weiteren sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen periodenfremde Erträge in Höhe von 5.551 T€ (i.V. 638 T€) enthalten, die aus einem Rechtsstreit mit einem wesentlichen Lieferanten über die Modalitäten der Abrechnung resultieren. 15 Materialaufwand
16 Personalaufwand
17 Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 56.163 T€ (i.V. 37.960 T€) sind im Wesentlichen Fremdleistungen von 32.474 T€ (i.V. 23.125 T€) und Aufwendungen für Verkaufsaufwendungen von 13.288 T€ (i.V. 7.375 T€) enthalten. Die sonstigen Steuern betragen 132 T€ (i.V. 119 T€). Des Weiteren sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen Kursverluste in Höhe von 3.040 T€ enthalten. 18 Beteiligungsergebnis Das Beteiligungsergebnis in Höhe von 119 T€ (i.V. 15.708 T€) betrifft verbundene Unternehmen. 19 Zinsergebnis
In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind 807 T€ Aufwand aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen enthalten. 20 Außerordentliche Aufwendungen Die außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von 5.083 T€ (i.V. 424 T€) resultieren aus der Anpassung der Pensionsrückstellungen nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG). 21 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Latente Steuern Aktive latente Steuern beruhen auf unterschiedlichen Wertansätzen nach Handelsbilanz und Steuerbilanz für Beteiligungen, Pensionsrückstellungen und sonstige Rückstellungen. Diese aktiven Steuerlatenzen werden in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert. Der Steuersatz für die Ermittlung der latenten Steuern betrug 29,5 %. III. Sonstige Angaben Honorar des Abschlussprüfer Die Aufwendungen für die Prüfung des Jahresabschlusses betragen 111 T€ inklusive Spesen. Belegschaft Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten setzt sich wie folgt zusammen:
Geschäftsführerbezüge Die Bezüge für aktive Geschäftsführer betrugen im Geschäftsjahr 764 T€. Ausgeschiedene Geschäftsführer und frühere Vorstandsmitglieder der Edelstahlwerke Buderus AG (Rechtsvorgängerin der Buderus Edelstahl GmbH) und ihre Hinterbliebenen erhielten 476 T€. Für ihre Pensionsverpflichtungen ist eine Rückstellung von 3.541 T€ gebildet. Aufsichtsratsvergütung Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Geschäftsjahr eine Gesamtvergütung in Höhe von 5 T€. Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11 HGB Der Anteilsbesitz ist im Beteiligungsspiegel (Anlage 3 zum Anhang) dargestellt. Gesellschafter Alleinige Gesellschafterin ist die BÖHLER-UDDEHOLM AG mit Sitz in Wien/Österreich Modecenterstraße 14/A/3 in A-1030 Wien. Der Konzernabschluss des Mutterunternehmens per 31. März 2011 wird am Handelsgericht Wien hinterlegt.
Wetzlar, den 29. April 2011 Buderus Edelstahl GmbH Die Geschäftsführer Robert Bauer Dr. Martin Dietze Walter Högler Johann Weigand Anlagenspiegel
Aufsichtsrat und GeschäftsführerAufsichtsrat Franz Rotter Vorsitzender Mitglied des Vorstands der BÖHLER-UDDEHOLM AG Horst Königslehner Stellvertretender Vorsitzender Mitglied des Vorstands der BÖHLER-UDDEHOLM AG Herbert Belada Prokurist der BÖHLER-UDDEHOLM AG - ab 01.01.2011 - Dr. Reinhard Nöbauer Mitglied des Vorstands der BÖHLER-UDDEHOLM AG - ab 01.01.2011 - Dr. Claus J. Raidl Vorsitzender des Vorstands der BÖHLER-UDDEHOLM AG - bis 31.12.2010 - Dr. Karl Haider Mitglied des Vorstandes der BÖHLER-UDDEHOLM AG - bis 30.09.2010 - Heidi Koster * Betriebsratsvorsitzende der Buderus Edelstahl GmbH Rolf Schmidt * Betriebsratsmitglied der Buderus Edelstahl GmbH * von den Arbeitnehmern gewählt Geschäftsführer Robert Bauer, Kapfenberg - ab 10.06.2010 - Dr. Martin Dietze, Bad Kreuznach - ab 10.06.2010 - Walter Högler, Wetzlar - ab 10.06.2010 - Johann Weigand, Aflenz - ab 22.04.2011 - Jens Mohr, Biebertal - bis 21.04.2011 - Karl-Peter Johann, Aßlar - bis 09.06.2010 - Beteiligungsspiegel
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Eigenkapital
in T€ |
Anteil in% |
Jahresergebnis
in T€ |
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| Deville Rectification S.A.S. Pont-Salomon, Frankreich | 11.632* | 100,0 | -1.009* |
| Edelstahlwerke Buderus Nederland B.V. Rotterdam, Niederlande | 2.319 | 100,0 | 220 |
* Eigenkapital und Jahresergebnis per 31.03.2010
Die Edelstahlwerke Buderus Nederland B.V. hält aus gesellschaftsrechtlichen Gründen eine Aktie der Deville Rectification S.A.S.
Beschlussfassung der Gesellschafterin
Die Gesellschafterin hat am 21. September 2011 den Jahresabschluss der Buderus Edelstahl GmbH zum 31. März 2011 festgestellt. Das Geschäftsjahr 2010/11 schloss mit einem Jahresüberschuss von € 24.089.865,67. Mit dem Gewinnvortrag aus Vorjahren in Höhe von € 23.917.737,13 ergab sich ein Bilanzgewinn von € 48.007.602,80. Es wurde beschlossen € 33.300.000,00 als Dividende an die Gesellschafterin auszuschütten.
Bestätigungsvermerk
Wir haben den Jahresabschluss -bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Buderus Edelstahl GmbH, Wetzlar, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2010 bis 31. März 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Köln, den 29. April 2011
KPMG
AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Vogel, Wirtschaftsprüfer
Ludwig, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2011 (01. April 2010 bis 31. März 2011) die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben im Rahmen von vier Sitzungen wahrgenommen. Darüber hinaus gab es auch auf informeller Basis regelmäßige Gespräche zwischen Aufsichtsrat und Geschäftsführung. Die Geschäftsführung hat den Aufsichtsrat in der Berichtsperiode laufend schriftlich und mündlich über den Gang der Geschäfte und über die Lage der Gesellschaft informiert und jederzeit Auskunft gegeben. Darüber hinaus wurden in den Aufsichtsratssitzungen alle wesentlichen Investitionsvorhaben der Gesellschaft diskutiert und analysiert sowie über das konzernweit eingeführte Risiko- und Chancenmanagement berichtet.
Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2011 samt Lagebericht der Buderus Edelstahl GmbH wurde vom gewählten Abschlussprüfer, der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, geprüft. Für Rückfragen hinsichtlich des Jahresabschlusses stand der Abschlussprüfer während der Aufsichtsratssitzung telefonisch zur Verfügung.
Die Prüfung ergab, dass die Buchführung und der Jahresabschluss zum 31.03.2011 den gesetzlichen Vorschriften entsprechen und die Bestimmungen der Satzung beachtet wurden. Die Prüfung hat nach ihrem abschließenden Ergebnis keinen Anlass zur Beanstandung gegeben. Daher hat der Abschlussprüfer den Bestätigungsvermerk erteilt. Der Bestätigungsvermerk der Wirtschaftsprüfer enthält die einzige Einschränkung, dass die Bezüge der Geschäftsführer nicht offen gelegt wurden. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss.
Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss 2011 geprüft und erklärt sich mit dem Lagebericht einverstanden. Der Jahresabschluss 2011 ist damit gebilligt.
Der Aufsichtsrat hat den Vorschlag für die Gewinnverwendung geprüft und gebilligt. Das Geschäftsjahr 2011 der Buderus Edelstahl GmbH schloss mit einem Jahresüberschuss von € 24.089.865,67. Mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr von 23.917.737,13 ergab sich ein Bilanzgewinn von € 48.007.602,80. Es wird vorgeschlagen, eine Dividende von 33.300.000 € an die Böhler Uddeholm AG auszuschütten und den restlichen Betrag in der Höhe von 14.707.602,80 € auf neue Rechnung vorzutragen.
Franz Rotter, Aufsichtsratsvorsitzender
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