Primus Service Aktiengesellschaft
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Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michal Bartusiak seit 7.11.2024 | Geschäftsführer |
Dieter Babiel seit 2.8.2006 | Prokura |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Stark Group Holding Germany GmbHOffenbach am MainKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.08.2021 bis zum 31.07.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 01.08.2021 - 31.07.2022A. Grundlagen des Konzerns 1. Geschäftsmodell und Struktur Die Einzelgesellschaft Stark Group Holding Germany GmbH, Offenbach am Main, wurde im Zuge der Eingliederung des deutschen Konzerns in die nordeuropäische STARK Gruppe als Holdinggesellschaft gebildet. Seit dem 1. Oktober 2019 führt die Gesellschaft über ihre Tochtergesellschaften (zusammen im Folgenden "Konzern" genannt) die Baustoffhandelsaktivitäten in Deutschland durch. Die Tochtergesellschaften sind ebenfalls in Deutschland tätig. Der Konzern betreibt Baustoffhandel sowie die Verlegung von Fliesen über ein Niederlassungsnetz sowohl auf eigenem als auch auf langfristig angemietetem Grund und Boden in ganz Deutschland. Diese Niederlassungen werden als unselbstständige Zweigniederlassungen des Konzerns geführt. Der Einkauf der Handelswaren erfolgt über eine eigene Einkaufsorganisation. Die Gesellschaft operiert im Einkaufsverbund der Stark Group A/S, Kopenhagen, Dänemark und greift daher teilweise auch auf dort geschlossenen Rahmenvereinbarungen mit Lieferanten zurück. Mit der Winterfell Germany GmbH, Offenbach am Main als herrschendem Unternehmen wurde am 30. November 2021 ein Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen. Die Stark Group Holding Germany GmbH führte demnach im Geschäftsjahr 2021/2022 ihren handelsrechtlichen Jahresüberschuss an die Winterfell Germany GmbH ab. Im Geschäftsjahr wurde erstmals Melle Gallhöfer über 10 Monate und Tröger und Entenmann über 3 Monate einbezogen. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Bauhauptgewerbe in Deutschland ist einigen Problemen ausgesetzt, so machen sich auch hier Lieferschwierigkeiten für Baumaterialien, die Preisentwicklung bei Bauleistungen, Zinserhöhungen und steigende Lebenshaltungskosten bemerkbar. Der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe belief sich im ersten Halbjahr 2022 auf etwa 51 Milliarden Euro. Das entspricht einem nominalen Zuwachs um zirka 12 %, bedeutet aber einen realen Rückgang um 3 %. Der Wohnungsbau verlor überproportional um 6,9 %. Im Jahr 2022 wurden 354 400 Wohnungsbauten genehmigt. Das ist der niedrigste Stand seit 2018 und entspricht 26 300 weniger genehmigten Wohnungen als im Vorjahr. Diese Entwicklung setzt sich auch 2023 fort. Die Bundesregierung strebt 400 000 neue Wohnung pro Jahr an. Die Ursache für diese gegenläufige Entwicklung liegt vor allem in Materialmangel und hohen Kosten für Baumaterialien. Dennoch konnte das Bauhauptgewerbe das Gesamtjahr 2022 mit einer Umsatzsteigerung von 9,8 % im Vergleich zum Vorjahr abschließen. Die Gesellschaft konnte an dieser Entwicklung partizipieren und schloss das Geschäftsjahr vom 1. August 2021 bis 31. Juli 2022 mit einem Umsatzwachstum ab. Der reale Umsatz sank jedoch im Vergleich zum Vorjahr um 5,8 %. Im März 2023 ist der reale Umsatz im Bauhauptgewerbe ist gegenüber dem Vorjahresmonat um 8,2 % zurückgegangen. Die Corona-Pandemie hat auch im Kalenderjahr 2022 keine wesentlichen Effekte die Beschäftigung im Bauhauptgewerbe gehabt. Mitarbeiterabbau war in dieser Branche nicht erforderlich. Steigende Bau-, Finanzierungs- und Lebenshaltungskosten führen zum Rückgang der Nachfrage nach Bauleistungen. Die Baukonjunktur verliert an Schwung. Für den deutschen Baustofffachhandel existieren keine belastbaren Daten zu Marktanteilen. Mit unserer Strategie agieren wir als Marktteilnehmer mit dem Anspruch einer Führungsposition. Deutschlandweit gibt es keinen vergleichbaren Wettbewerber, da wir ein Netzwerk von Generalisten und Spezialisten für Baustoffe unter 11 Marken vereinen. Wir gehen davon aus, dass wir im Geschäftsjahr Marktanteile hinzugewonnen haben. 2. Geschäftsverlauf 2.1 Umsatzentwicklung Der Gesamtumsatz stellt für den Konzern die maßgebliche Steuerungsgröße dar. Der Gesamtumsatz stellt sich wie folgt dar, aufgeteilt nach Einzelgesellschaften des Konzerns:
Die Umsätze des Konzerns beliefen sich für das Geschäftsjahr 2021/2022 auf EUR 2.545 Mio. Hierbei wurden mehr als 82 % der Umsätze des Konzerns mit den Tochtergesellschaften STARK Deutschland GmbH (ca. 69 %) und Muffenrohr Tiefbauhandel GmbH (ca. 13 %) erwirtschaftet. Umsatzsteigerungen im Vergleich zum Vorjahr konnten in allen Monaten erzielt werden. Insbesondere ab April 2022 sehen wir einen deutlichen Umsatzanstieg. Im Vorjahr wurde ein Umsatzwachstum von 3 % prognostiziert. Dieses Ziel wurde mit einem Umsatzwachstum von 24,1 % deutlich übertroffen. Zum Umsatzwachstum haben alle Geschäftsfelder beigetragen. Besonders stark ausgeprägt war das Wachstum in Süddeutschland. Ebenfalls erfreulich war die Tendenz im Nordwesten. Die Geschäftsfelder Mitte, Nordosten sowie der Vertriebsbereich der Marke Kluwe schloss das Geschäftsjahr mit einer leichten Umsatzsteigerung ab. 2.2 Ergebnisentwicklung Das Betriebsergebnis des Konzerns ermittelt sich wie folgt:
Die Umsätze im Geschäftsjahr der Gesellschaft stiegen im Vergleich zum Vorjahr um EUR 494,6 Mio. auf EUR 2.545,1 Mio., was einem Umsatzwachstum von 24,1 % entspricht. Neben organischem Wachstum ist das Betriebsergebnis auch beeinflusst vom anorganischen Wachstum. Im Geschäftsjahr wurde erstmals Melle Gallhöfer über 10 Monate und Tröger und Entenmann über 3 Monate einbezogen. Der Rohertrag (Umsatz / Materialaufwand) hat sich für den Konzern im Vergleich zum Vorjahr absolut leicht erhöht. Die Rohertragsmarge liegt insgesamt bei 23,9 % (VJ.: 24,5 %). Der Materialaufwand stieg im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des höheren Umsatzvolumens und die externen Zukäufe um EUR 391,6 Mio. auf EUR 1.937,8 Mio., die Materialaufwandsquote (Materialaufwand/Umsatzerlöse) ist dabei leicht gestiegen und belief sich auf 76,2 % (VJ.: 75,4 %). Andere betriebliche Erträge stiegen um EUR 0,6 Mio. auf EUR 16,3 Mio. Die betrieblichen Erträge sind maßgeblich beeinflusst durch die Auflösung des im Rahmen der Akquisition der Töchtergesellschaften generierten Badwills. Der Badwill wird nach DRS 23.145 ff. planmäßig über die gewichtete durchschnittliche Restnutzungsdauer der erworbenen abnutzbaren Vermögensgegenstände über einen Zeitraum von 10 Jahren vereinnahmt und wurde im Geschäftsjahr in Höhe von EUR 12,7 Mio aufgelöst. Die Personalaufwendungen stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um EUR 37,3 Mio. auf EUR 301,3 Mio., dies ist hauptsächlich getrieben durch die höheren Löhne und Gehälter aufgrund von Tarifanpassungen, deutlich höheren erfolgsabhängigen Vergütungen aufgrund der starken Ergebnisverbesserungen sowie die externen Zukäufe. Die planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen belaufen sich auf EUR 19,3 Mio. Die anderen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 37,6 Mio. auf EUR 225,6 Mio. Im Wesentlichen ist der Anstieg durch die erhöhten Mietkosten sowie Transportkosten aufgrund des gestiegenen Umsatzvolumens zu begründen. Darüber hinaus erhöhten sich die Konzernumlagen und die Instandsetzungs- und Unterhaltungsaufwendungen. Insgesamt verbesserte sich das Betriebsergebnis um EUR 22,3 Mio. auf EUR 75,9 Mio. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Ergebnisse des Konzerns:
Anpassungen zwischen dem Betriebsergebnis und dem Jahresergebnis resultierten aus periodenfremden oder außergewöhnlichen Aufwendungen und Erträgen, Beteiligungsergebnisse, Zins- und Steuereffekten sowie aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages im GJ 2021/22 erstmalig abgeführten Gewinn. Die periodenfremden und außergewöhnlichen Aufwendungen sinken im Vergleich zum Vorjahr um EUR 7,4 Mio. auf EUR 5,3 Mio. Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem Grunderwerbsteueraufwand für den Erwerb der Tochtergesellschaften durch die Stark Group Holding, der einmalig im Vorjahr angefallen war. Die periodenfremden und außergewöhnlichen Erträge sinken im Vergleich zum Vorjahr um EUR 15,9 Mio. auf EUR 19,2 Mio. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf den Buchgewinn aus der Veräußerung der Immobilie für das Logistikzentrum in Osterweddingen zurückzuführen, der im Vorjahr der maßgebliche Treiber war. Der Konzern verzeichnet in der Berichtsperiode ein negatives Finanzergebnis in Höhe von EUR 8,5 Mio., welches maßgeblich getrieben ist von den Zinsaufwendungen für aufgenommene Darlehen. Die Ertragsteuern sanken aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages zur Winterfell Germany GmbH um EUR 8,0 Mio. auf EUR 4,6 Mio. In Summe bleibt festzuhalten, dass die Entwicklung des Konzernergebnis stark von externen Zukäufen, dem Ergebnisabführungsvertrag sowie von den periodenfremden und außergewöhnlichen Erträgen und Aufwendungen und einem höherem Umsatzvolumen berührt war. Hierdurch ergibt sich ein Jahresergebnis in Höhe von EUR 14,1 Mio. (VJ.: EUR 50,9 Mio.). 2.3 Vermögenslage Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns:
Das Anlagevermögen stieg im Vergleich zum Vorjahr um EUR 63,4 Mio. Dieser Anstieg wird im Wesentlichen durch die externen Akquisitionen in Höhe von EUR 50,9 Mio sowie die Neu-Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von EUR 32,5 Mio. Die Neu-Investitionen wurden im Wesentlichen für Modernisierungsmaßnahmen in unseren Niederlassungen und zum kleineren Teil in Form von Grundstückskäufen verwendet und lagen deutlich über den planmäßigen Abschreibungen in Höhe von EUR 19,3 Mio. Die immateriellen Vermögensgegenstände stiegen um EUR 30,9 Mio. Dies begründet sich im Wesentlichen durch die Neubewertungen für Kundenbeziehungen und Handelsmarken, die Im Rahmen der Übernahme von Tröger und Entenmann und Melle Gallhöfer Dach aktiviert wurde. Die Finanzanlagen blieben über das Geschäftsjahr konstant. Das Umlaufvermögen stieg im Vergleich zum Vorjahr um EUR 169,1 Mio. Der wesentliche Treiber sind gestiegene Vorräte durch einen höheren mengenmäßigen Bestand (auch aufgrund der Neuakquisitionen) sowie gestiegene Einstandspreise. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erhöhen sich um EUR 20,1 Mio. Diese Entwicklung ist durch gegenläufige Effekte geprägt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sanken bei gleichzeitig gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Vermögenswerte. Der Anstieg der sonstigen Vermögenswerte begründet sich durch Forderungen gegen das Finanzamt. Die steuerliche Organschaft ist im laufenden Geschäftsjahr auf die Winterfell Germany GmbH übergegangen, weshalb Vorauszahlungen auf Ebene der Stark Group Holding zurückgefordert wurden. Zudem stiegen zum 31. Juli 2022 die flüssigen Mittel um EUR 45 Mio., die geprägt sind vom Cash Pooling-System mit den operativen Tochtergesellschaften. Auf der Passivseite erhöhten sich die Verbindlichkeiten um EUR 215,6 Mio. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen begründet durch höhere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (EUR 59,9 Mio.) sowie höhere Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (EUR 136,9 Mio.) und sonstigen Verbindlichkeiten (EUR 18,1 Mio.). Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist maßgeblich durch die erstmalige Abführung des Jahresüberschusses nach Abzug des Verlustvortrages in Höhe von EUR 65,1 und der damit einhergehenden Verbindlichkeit gegen die Gesellschafterin in gleicher Höhe bedingt. Gegenläufig verminderten sich die Steuerrückstellungen, da diese aufgrund des neu abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages und der damit entstandenen ertragsteuerlichen Organschaft auf Ebene der Organträgerin Winterfell Germany angesetzt werden. Dieser Rückgang wurde kompensiert durch höhere sonstige Rückstellungen und Pensionsrückstellungen aufgrund der Neuakquisitionen, sodass die Rückstellungen in Summe um EUR 7,4 Mio. stiegen Darüber hinaus wurde im Rahmen der Erstkonsolidierung ein negativer Unterschiedsbetrag nach § 301 Abs. 3 HGB ermittelt, welcher auf der Passivseite nach dem Eigenkapital ausgewiesen wird. Er wird über die gewichtete durchschnittliche Restnutzungsdauer der erworbenen abnutzbaren Vermögensgegenstände erfolgswirksam über einen Zeitraum von 10 Jahren aufgelöst und beträgt EUR 97,3 Mio. zum 31. Juli 2022. 2.4 Finanzlage Mit dem Eigentümerübergang an die STARK Group A/S, Kopenhagen, Dänemark, zum 1. Oktober 2019 wurde der Konzern an den Cash-Pool der STARK Group A/S, Kopenhagen, Dänemark, angeschlossen. Seit Februar 2020 ist die STARK Group Holding Germany GmbH der Cash-Pool Führer im deutschen Konzern. Die Finanzierung des Gesamtvermögens durch Eigenkapital inkl. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung beträgt 19 % (VJ: 23 %). Der Konzern deckt den Finanzierungsbedarf durch eine Kombination aus operativen Cashflows, die in den Unternehmensbereichen erwirtschaftet werden, und durch die Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten gegenüber dem dänischen Mutterkonzern. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit liegt mit EUR 23,8 Mio. unter Vorjahresniveau (EUR 29,5 Mio.). Dies resultiert im Wesentlichen aus dem niedrigeren Konzernergebnis sowie dem Anstieg des working capital. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist mit EUR 37,7 Mio. negativ (Vorjahr EUR 5,8 Mio.). Dabei wirken sich insbesondere die Auszahlungen für Investitionen in die Sachanlagen von EUR 29,8 Mio. (Vorjahr EUR 17,1 Mio.) aus, während sich die Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens auf EUR 0,5 Mio. (Vorjahr EUR 34,9 Mio.) vermindert haben. Darüber hinaus sind Einmaleffekte für die Kaufpreiszahlungen Melle Gällhöfer und Tröger & Entenmann im Cashflow aus Investitionstätigkeit enthalten. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit liegt bei EUR 58,3 Mio. aufgrund der Einzahlung aus der Aufnahme von Krediten. Der Konzern war während des Geschäftsjahres jederzeit in der Lage seine Verbindlichkeiten fristgerecht zu begleichen. Der Konzern ist Sicherungsgeber für vorrangige Kreditfazilitäten der Winterfell Financing S.a.r.l. Der Vertrag umfasst Darlehen in Höhe von EUR 1,795 Mio. mit einer Laufzeit bis Mai 2028. 2.5 Außerbilanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft investiert regelmäßig in den Erwerb von LKW, PKW und Staplern, die außerbilanziell über Leasing finanziert werden. Darüber hinaus bestehen langfristige Mietverträge für mehrere Standorte. Die Verpflichtungen aus Leasing und Miete für die künftigen Geschäftsjahre belaufen sich per 31. Juli 2022 auf EUR 188,5 Mio. 3. Personal Im Geschäftsjahr wurden EUR 243,8 Mio. an Löhnen und Gehältern und EUR 57,4 Mio. an sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung einschließlich Unterstützung aufgewendet. Der Personalbestand (inkl. Aushilfskräfte) der Gesellschaft stellt sich in der durchschnittlichen Betrachtung wie folgt dar:
4. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage des Konzerns Trotz der weltweiten Corona-Pandemie und des Ukraine Krieges verlief das Geschäftsjahr den Erwartungen entsprechend. Bereits in dem ersten Quartal konnte ein kumuliertes Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr erreicht werden. Lediglich im Dezember wurde in den Geschäftsfeldern Mitte und Kluwe/Dämmisol ein niedrigerer Umsatz als im Vorjahr erzielt. Dieser Umsatzrückgang wurde aber durch positive Entwicklungen in den anderen Geschäftsfeldern überkompensiert, sodass wir als Konzern auch in den Wintermonaten Dezember, Januar und Februar über dem Umsatzniveau des Vorjahres lagen. Ab Januar 2021 lag das Umsatzniveau aller Geschäftsfelder über dem Vorjahr. Dieser positive Trend hielt bis Juli 2022 auch durch eine angespannte Materialversorgungssituation, die sich in zum Teil in deutlich höheren Einkaufs- und Verkaufspreisen am Markt widerspiegelte, an. Somit konnte in Summe das Vorjahr übertroffen werden Im laufenden Geschäftsjahr beläuft sich die Rohertragsmage auf 23,8 % und liegt leicht unter Vorjahresniveau. Das Betriebsergebnis in Höhe von EUR 75,9 Mio. resultiert im Wesentlichen aus den gestiegenen Umsatzerlösen, den externen Zukäufen sowie Kostenreduzierungen im operativen Geschäftsbereich. In Summe wurden die Erwartungen an das Geschäftsjahr erfüllt. C. Prognose-, Chance- und Risikobericht Der Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen über erwartete Entwicklungen. Diese Aussagen basieren auf aktuellen Einschätzungen und sind naturgemäß mit Risiken und Unsicherheiten behaftet. Die tatsächlich eintretenden Ergebnisse können von den hier formulierten Aussagen abweichen. 1. Prognosebericht Das Geschäftsjahr 2021/2022 schloss trotz der bis Frühjahr 2022 vakanten Corona-Pandemie und des Ukraine Krieges für die Bauwirtschaft positiv ab. Die Erwartungen für 2022/2023 sind dagegen eher verhalten. Lieferengpässe, Materialknappheit, volatile Preisentwicklungen und gestiegene Energiepreise wirken sich erheblich auf die Baubranche aus. Die Branche rechnet mit einem Umsatzrückgang. Dies zeigt sich insbesondere durch einen starken Rückgang der Auftragseingänge im 3. und 4. Quartal 2022 sowie die negative Entwicklung der Nachfrage nach Wohnimmobilien. Aufgrund der strategischen Akquisitionen, unseres breit aufgestellten Sortiments und der regionalen Verankerung unseres Netzwerks gehen wir weiterhin davon aus, dass wir zukünftig das stabile und qualitativ hochwertige Umfeld für unsere Kunden weiter ausbauen, um zu wachsen. Für das Geschäftsjahr vom 1. August 2022 bis zum 31. Juli 2023 erwartet die Geschäftsführung aufgrund der schwierigen konjunkturellen Entwicklung in der Baubranche einen leicht rückläufigen Umsatz gegenüber dem Berichtsjahr. Auch für das Geschäftsjahr 23/24 erwartet die Geschäftsführung einen stagnierenden bis leicht rückläufigen Umsatz. Dennoch gilt es in den Geschäftsfeldern und Regionen, die Position im Markt zu behaupten. Die Situation der Rohstoffknappheiten und mangelnder Kapazitäten im Frachtcontainerbereich wird sich nach unserer Einschätzung weiter entspannen, so dass die Beschaffungsprozesse wieder zu einer Normalität zurückkommen. Deutlich sinkende Einkaufspreise erwarten wir jedoch nicht. Die Erfolge der letzten zwei Jahre in der Sanierung von margenschwachen Niederlassungen zeigt uns, dass das dahinterstehende Konzept funktioniert. Daher werden wir auch weiterhin die Fokusstandorte in eine enge Betreuung nehmen und die entworfenen Aktionspläne in regelmäßigen Abständen auf Umsetzung und Zielerreichung überprüfen. Diese Maßnahmenpläne werden uns darin unterstützen unsere gesteckten Ziele zu erreichen. Das Ergebnisziel für das Geschäftsjahr 2022/2023 sowie das Geschäftsjahr 2023/2024 liegt in einem Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung im oberen zweistelligen Millionenbereich. Im vergangenen Geschäftsjahr konnte der Erwerb von Melle Gallhöfer und Tröger und Entenmann abgeschlossen werden. Darüber hinaus wird ab August 2022 die KONZ-Gruppe unser Markennetzwerk ergänzen. Weitere Akquisitionen im Geschäftsjahr 2023/2024 sind nicht ausgeschlossen. 2. Chancenbericht Das Geschäftsjahr war beeinflusst von externen Akquisitionen, mit denen der Konzern seinen Wachstumskurs fortsetzt, der sowohl organisches Wachstum als auch gezielte Akquisitionen miteinander verbindet und seinen Anspruch an eine Führungsposition im deutschen Baustofffachhandel untermauert. Mit dem Erwerb von Melle Gallhöfer erweitert der Konzern sein Netzwerk aus starken Marken um einen weiteren Spezialisten. Damit stärkt der Konzern seine regionale Präsenz und bietet auch ein umfassendes Angebot im Bereich Dach und Fassade. Daneben sehen wir durch die Übernahme von Tröger und Entenmann eine Investition in das eigene Niederlassungsnetzwerk mit der Möglichkeit neue geographische Märkte zu erschließen. Durch die Akquisitionen sehen wir eine Chance sowohl im Umsatz als auch im Bruttonutzen zu wachsen. Wir erwarten Synergien durch Skaleneffekte über ein höheres Einkaufvolumen und verbesserte Einkaufsbedingungen. Die Erschließung neuer geographische Märkte stärkt unser Markennetzwerk. Trotz der guten Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr im Bereich der Ausschöpfung und Verbesserung der Einkaufspotentiale sehen wir dort nach wie vor weitere Chancen zur Verbesserung und Optimierung der Ergebnisse. Die weitere Fokussierung auf strategische Lieferanten und die qualitative und quantitative Optimierung der regionalen Verträge im Bereich Lieferantenbonus sind dort die Kernelemente. In einigen Bereichen ist noch deutlich Potenzial vorhanden, welches realisiert werden kann. Daraus ableitend werden sich die Maßnahmen im Beschaffungsbereich auch im Betriebsergebnis (Einkaufsergebnis) des neuen Geschäftsjahres positiv auswirken. Als eine weitere Chance für das neue Geschäftsjahr sehen wir die weitere konsequente Anwendung und Umsetzung der Maßnahmen aus der Vertriebsoffensive. Im Fokus steht nach wie vor der Ausbau der Kundenanzahl und Kundenbeziehungen im Bereich der kleinen und mittleren Kunden (der sog. SME). Die organisatorische Neuausrichtung unseres Key Account Managements ist abgeschlossen. Jetzt gilt es weitere Großkunden für uns zu gewinnen und in eine reguläre Geschäftsbeziehung zu überführen. Mit Hilfe des Softwaretools InfoPlus und den Vertriebsapplikationen in unserem Business Intelligence (BI-) Tool soll u. a. die Kundensegmentierung in allen Regionen zu einer besseren Ausschöpfung von heutigen und zur Gewinnung von Potentialkunden beitragen und so die Erreichung des intern gesetzten Wachstumsziels sicherstellen. Einmal jährlich wird in InfoPlus pro Kunde ein Umsatz- und Bruttonutzenbudget hinterlegt. Dies und die kontinuierliche Überarbeitung der Kundenpotentiale führen zu einer korrekten Zuordnung zu den unterschiedlichen Kundensegmenten. Auf diese Weise wird die Basis für die Wahl des richtigen Mitteleinsatzes gewählt, um die optimale Kundensteuerung insbesondere der Betreuungskunden zu erreichen. Verstärkt im Fokus steht der sogenannte SME-Kunde, also der kleine und mittelgroße Kunde mit einem maximalen Umsatzpotential von unter EUR 1,0 Mio. Hierbei steht sowohl die Neukundengewinnung von SME's zur Verbreiterung unserer Kundenbasis bzw. Kundenanzahl als auch die Erhöhung des durchschnittlichen Warenkorbes der vorhandenen SME im Vordergrund. Der SME-Kunde bedient vorwiegend das Abholgeschäft. Damit bildet dieses Kundensegment einen wesentlichen Pfeiler zur Steigerung des profitableren Lagergeschäftes und damit auch der Erreichung der Bruttonutzen- und Rohertragsziele. Zur Unterstützung dieses Fokus wurde eine SME-Champions League eingeführt und diverse Kundengewinnungsaktionen durchgeführt. Prämiert werden hierbei alle Niederlassungen, die ein vorgegebenes Ziel der Neukundenakquise in diesem Kundensegment erfüllen. Die SME-Champions League wird mehrmals jährlich durchgeführt. Ergänzt wurde dies durch ein umfassendes Schulungsangebot für Vertrieb und interessierte Kunden. Parallel wurden bereits die fachlichen und technischen Konzepte und Lösungsszenarien für weitere Onlineshops ausgearbeitet. Im Themenschwerpunkt eCommerce/eBusiness stand im Geschäftsjahr der Zusammenschluss der 3 einzelnen Markenshops Raab Karcher, Keramundo und Saxonia zur zentralen digitalen Plattform www.welt-der-Baustoffe.de. Hier wurde mittlerweile auch schon die nächste Marke mit dem Raab-Karcher-Handwerkerfachmarkt integriert. Durch diesen Zusammenschluss vereinen wir unsere vertriebliche Aktivität in einen Kanal und stellen die digital vorherrschende Wettbewerbssituation gewinnbringend auf, indem wir alle Features, Entwicklungen und auch Marketingaktivitäten in einen Kanal konzentrieren anstatt diese auf n-Kanäle aufzusplitten. Neben der Welt der Baustoffe, wird weiterhin mit großem Erfolg die Muffenrohr-Serviceplattform betrieben. Eine hoch spezialisierte Shop Lösung, die sich exakt an die Zielgruppe der Versorgungsbetriebe in Deutschland richtet - sowohl im Sortiment, als auch mit Funktionen wie der Darstellung kundenindividueller Artikelnummern und diversen Rollen / Rechte Konfigurationen. Mit der Melle Gallhöfer-Serviceplattform wurde ein weiteres Portal gelauncht und erhöht sofort den Servicefaktor bei der Melle Gallhöfer. Ab sofort können über eCommerce Plattform Kunden alle Lieferscheine, Rechnungen und Angebote in einem individuellen Kundencockpit für bis zu 24 Monate rückwirkend in Echtzeit einsehen. Diese technischen Plattformen ermöglichen uns einen hochgradigen Skaleneffekt, sowohl über die Integration neuer Marken also auch über das Einbinden neuer Geschäftsmodelle wie Dropshipment oder das Anbinden von eProcurementsystem über cXML Schnittstellen - damit ist die eCommerce Plattform in Zukunft der zentrale Anlaufpunkt für jegliche digitale Kundenkommunikation (Self-Service Registrierung, Produktwelten nach Abnehmergruppen geclustert oder als Datenschnittstelle für Preise und Produktdaten in die ERP Systeme der Kunden). 3. Risikobericht Wettbewerber und Marktumfeld werden als relativ stabil gesehen. Die Wettbewerbssituation um große Projekte, Kunden und Preise ist nach wie vor sehr intensiv. Das Risiko wird daher als hoch eingeschätzt. Im Rahmen unserer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit schließen wir längerfristige Mietverträge ab. Das Risiko könnte darin bestehen, dass eine längerfristige Nutzung der gemieteten Fläche nicht mehr betriebswirtschaftlich sinnvoll ist und es in diesen Fällen zu Leerständen bzw. zu einer Untervermietung zu ungünstigeren Konditionen kommen könnte. Das Risiko wird daher als niedrig eingeschätzt. Nicht auszuschließen ist, dass es zu einer Verschlechterung der allgemeinen Zahlungsmoral kommt und das Insolvenzrisiko für Baufirmen steigt. Aktuell sehen wir punktuell verschlechtertes Zahlungsverhalten einzelner Kunden. Wir suchen hier gemeinsam mit dem Kunden Lösungen, um zum einen die offenen Forderungen abzubauen und gleichzeitig eine gemeinsame Zusammenarbeit aufrecht zu erhalten. Insgesamt muss man festhalten, dass es insbesondere im Kleinkundensegment zu mehr Ausfällen gekommen ist. Die konsequente Beobachtung und Analyse unserer Forderungen und Kreditlimite durch den Bereich Kreditmanagement wird vor diesem Hintergrund weiterhin erhöhte Aufmerksamkeit haben. Das Risiko wird daher als mittel eingeschätzt. Der Wegfall von globalen Lieferketten, volatile Preisentwicklungen und stark steigenden Energie- und Transportkosten sorgen für Planungsunsicherheit. In Anbetracht dieser wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der geplanten Umsatzausweitung stehen Einkauf und Vertrieb vor hohen Herausforderungen. Neben den genannten Herausforderungen ist der gesamte Baubereich aktuell mit erschwerten Rahmenbedingungen in Form von deutlich gestiegenen Zinsen und einer hohen Inflationsrate konfrontiert. Im Rahmen unserer Risikostrategie vermeiden wir Risiken, die den Erfolg des Unternehmens dagegen erheblich gefährden. Wenn dies nicht möglich ist, sind diese zu reduzieren oder, z.B. auf Versicherungen, zu transferieren. Vertriebsseitig versuchen wir konsequent unsere Marken zu stärken, während wir auf dem Beschaffungsmarkt eine aktive Steuerung des Lieferantenportfolios bzw. Strategien zu Preis- und Volumenabsicherung verfolgen. Insgesamt sehen wir hierin ein hohes Risiko. Wir setzen wirksame Steuerungs- und Kontrollsysteme ein, um mögliche Risiken frühzeitig erkennen, bewerten und berichten zu können sowie konsequent sie durch gegensteuernde Maßnahmen begrenzen zu können. Insgesamt belastet die geopolitische Lage die Baubranche. Dies spiegelt sich auch im signifikanten Rückgang von Baugenehmigungen für Wohnungen wider. Auf Basis der aktuell verfügbaren Informationen sehen wir keine Bestandsgefährdung den Konzern. Das neue Geschäftsjahr 2022/2023 und die Geschäftsentwicklung sind geprägt von den genannten Entwicklungen. Für das Geschäftsjahr 2023/2024 gehen wir wieder von einem leichten Wachstum aus. Ein Ansteigen von Forderungsausfällen ist allerdings in den kommenden Monaten des Geschäftsjahres 23/24 nicht auszuschließen. Ein Abwertungsbedarf auf unsere Finanzanlagen ist aufgrund der aktuell verfügbaren Informationen nicht erkennbar. Weitere Risiken, die über den üblichen Geschäftsverlauf hinausgehen, werden nicht gesehen.
Offenbach am Main, den 27. Oktober 2023 Stark Group Holding Germany GmbH Søren Peschardt Olesen Laurits Anton Jørgensen Michael Knüppel Sisse Fjelsted Rasmussen Daniel Robert Potok Konzern-Bilanz zum 31. Juli 2022Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. August 2021 bis 31. Juli 2022
Konzern-Kapitalflussrechnung
Konzerneigenkapitalspiegel
Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 01.08.2021 bis 31.07.2022STARK Group Holding Germany GmbH mit Sitz in Offenbach am Main, Hafeninsel 9, 63067 OffenbachEingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Offenbach am Main HRB 52365 Mitglieder des Geschäftsführungsorgans 31.07.2022
Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Konzernabschlusses 31.07.2022 Der Konzernabschluss der Stark Group Holding Germany GmbH ist nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die vom Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee e.V., Berlin, aufgestellten und vom Deutschen Standardisierungsrat (DSR) verabschiedeten Deutschen Rechnungslegungs Standards (im Folgenden "DRS") wurden bei der Aufstellung des Konzernabschlusses berücksichtigt. Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurde die Melle Gallhöfer Gruppe (ab Oktober 2021) sowie die Tröger & Entenmann Gruppe (ab Mai 2022) in den Konzernabschluss einbezogen. Wesentliche Zugänge entfallen daraus auf das Anlagevermögen (siehe hierzu die Zugänge Verteilung innerhalb des Anlagenspiegels als Anlage zum Anhang) und in geringerem Umfang auf Vorräte, Pensionsverpflichtungen. Die Vergleichbarkeit der Bilanzstruktur sowie der Ertragslage gegenüber dem Vorjahr ist dadurch nicht wesentlich beeinträchtigt. Wir verweisen hier auch auf die spezifischen Erläuterungen der Ertrags- und Vermögenslage im Lagebericht. Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Erstellung des Konzernabschlusses angewendet wurden, sind im Folgenden dargestellt. Konzernabschluss und -lagebericht werden wie auch der Jahresabschluss der Muttergesellschaft beim Unternehmensregistereingereicht und bekannt gemacht. Konsolidierungskreis 31.07.2022 KONSOLIDIERUNGSKREIS In den Konzernabschluss sind neben der STARK Group Holding Germany GmbH alle bedeutenden Tochtergesellschaften einbezogen. Danach umfasst der Konsolidierungskreis am Bilanzstichtag neben der STARK Group Holding Germany GmbH 10 Tochterunternehmen. Aufgrund der Befreiungsvorschrift nach § 296 Abs 2 Satz 1 HGB werden zwei verbundene Unternehmen (davon ist eine Gesellschaft nicht operativ tätig) nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Ihre Umsatzerlöse machen in Summe nur 1 % des Konzerns aus und sind daher für die Darstellung der Lage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung. Ihre Vermögenswerte und Schulden hätten im Falle eines Einbezugs keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss. Darüber hinaus werden sechs weitere Beteiligungen, von denen vier nicht operativ tätig sind, aufgrund untergeordneter Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen enstsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage mit ihren Anschaffungskosten ausgewiesen. Die Beteiligungsunternehmen sind im Einzelnen unter "Aufstellung des Anteilsbesitzes" zum 31. Juli 2022 ausgewiesen. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen werden in der nachfolgenden Aufstellung zum Konsolidierungskreis aufgeführt. Die Chr. Balzer GmbH & Co. KG und Balzer Verwaltungsgesellschaft mbH werden aufgrund der Befreiungsvorschrift gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konsolidierungskreis mit einbezogen. Demnach werden die Balzer Gesellschaften aufgrund der Unwesentlichkeit für den Konzernabschluss als Finanzanlage ausgewiesen. Aufstellung des Anteilsbesitzes 31.07.2021
1) Ergebnisabführungsvertrag 2) letzter verfügbarer Jahresabschluss 31.12.2021 3) Ergebnisabführungsvertrag mit der Muffenrohr Tiefbauhandel GmbH Konsolidierungsgrundsätze 31.07.2022 BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach handelsrechtlichen Grundsätzen und einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsstandards aufgestellt. Sie sind alle auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Für die Konzerngewinn- und -verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 298 Abs. 1 i.V.m. § 275 Abs. 2 HGB angewendet. KAPITALKONSOLIDIERUNG Die Kapitalkonsolidierung erfolgt entsprechend § 301 Abs. 1 und Abs. 2 HGB und den Vorschriften des DRS 4 nach der Neubewertungsmethode. Hierbei werden die Anschaffungskosten der Beteiligung mit dem am Stichtag der Erstkonsolidierung beizulegenden Wert des anteiligen Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Der verbleibende Unterschiedsbetrag wird als Badwill passiviert und gemäß § 301 Abs. 3 HGB unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Er wird nach DRS 23.145 ff. planmäßig über die gewichtete durchschnittliche Restnutzungsdauer der erworbenen abnutzbaren Vermögensgegenstände über einen Zeitraum von 10 Jahren vereinahmt. Die Anteile Dritter am Eigenkapital der einbezogenen Tochterunternehmen werden gesondert im Eigenkapital ausgewiesen. WEITERE KONSOLIDIERUNGSMASSNAHMEN Weitere Konsolidierungsmaßnahmen betreffen die Aufrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten sowie die Verrechnung von konzerninternen Umsätzen und sonstigen Ertragsposten mit den entsprechenden konzerninternen Aufwendungen. Auf die Eliminierung von Zwischenergebnissen wurde verzichtet, da konzerninterne Lieferungen und Leistungen von untergeordneter Bedeutung sind. LATENTE STEUERN Die Ermittlung in den latenten Steuern resultiert aus temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aus steuerlichen Verlustvorträgen. In den latente Steuern sind die passiven Steuerlatenzen in Höhe TEUR 12.314 mit aktiven Steuerlatenzen TEUR 48.556 saldiert worden. Entsprechend § 306 i.V.m. § 274 Abs. 1 S. 2 HGB wird von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, aufgrund des Aktivüberhangs der latenten Steuern im Konzern, die aktiven latenten Steuern nicht zu bilanzieren. Der unternehmensindividuelle Steuersatz liegt bei 30,7 Prozent. Die aktiven Steuerlatenzen beruhen im Wesentlichen auf Abweichungen aus der Bewertung von Rückstellung und aus dem Badwill. Die passiven Steuerlatenzen resultieren im Wesentlichen aus der Aufdeckung von stillen Reserven. WÄHRUNGSUMRECHNUNG Die funktionale Währung der Stark Group Holding Germany GmbH sowie der einbezogenen Tochterunternehmen ist der Euro. Aufgrund fehlender Fremdwährungsvaluten ist eine Währungsumrechnung nicht erforderlich. KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG Die Darstellung der Konzernkapitalflussrechnung erfolgt nach DRS 21. Der Finanzmittelfond umfasst den Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten. Der Finanzmittelfond unterliegt keinen Verfügungsbeschränkungen. Angabe der auf die Posten der Konzernbilanz und der Konzerngewinn- und -verlustrechnung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 31.07.2022 BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten und abzüglich Anschaffungskostenminderungen, vermindert um kumulierte planmäßige Abschreibungen, aktiviert. Sofern Herstellungskosten aktiviert werden umfassen diese Personalund Reisekosten. Die Abschreibungen erfolgen linear und richten sich nach der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer bzw. nach der Laufzeit der Rechte, sofern diese kürzer ist. Die Nutzungsdauer von Software und ähnlichen Rechten beträgt zwischen drei und sieben Jahren. Dabei orientiert sich die Nutzungsdauer der Software an den Lebenszyklen von vergleichbarer Kaufsoftware. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten und abzüglich Anschaffungkostenminderungen, vermindert um kumulierte planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die planmäßige Abschreibung des Sachanlagevermögens erfolgt linear pro rata temporis über eine wirtschaftliche Nutzungsdauer. Die planmäßigen Abschreibungen berücksichtigen den wirtschaftlichen und den technischen Werteverzehr. Die Sachanlagen gliedern sich in Grundstücke, Bauten einschließlich der Bauten auf fremdem Grund, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Anlagen im Bau. Die Nutzungsdauern betragen für unbewegliches Anlagevermögen (Gebäude) 14 bis 33 Jahre, für Betriebseinrichtungen allgemein (Regalanlagen, Fahrzeuge, Bearbeitungsmaschinen) 6 bis 13 Jahre und für Betriebs- und Geschäftsausstattung und sonstige Anlagengüter 3 bis 25 Jahre. Grundsätzlich erfolgt die Schätzung der angesetzten Nutzungsdauern nach den Abschreibungstabellen des Bundesministeriums für Finanzen in der allgemein zugänglichen Ausführung. Davon abweichend wird von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, speziell auf unsere Belange zugeschnittene Nutzungsdauern anzuwenden, welche sich aus der Erfahrung der letzten Jahre und Jahrzehnte ergeben haben. Geräte, welche durch Kunden angemietet werden (Mietgeräte), sind mit einer Nutzungsdauer von vier Jahren belegt, da hier von einer außergewöhnlichen Abnutzung durch den wechselnden Gebrauch ausgegangen wird. Möbelstücke, die zur Präsentation von Ausstellungsmustern aller Art genutzt werden (Musterständer), werden wegen der hohen Beanspruchung und der regelmäßigen Neubestückung über sechs Jahre abgeschrieben. Eine erstmals räumlich installierte Ausstellungsfläche zur Präsentation unseres Angebotssortiments wird in ihrer Gesamtheit über zehn Jahre abgeschrieben. Gebäude, ausgenommen Hallen in Leichtbauweise werden über dreiunddreißig Jahre abgeschrieben. Grundstückseinrichtungen werden zwischen siebzehn und neunzehn Jahren abgeschrieben. Die Einbauten in angemietete Objekte werden individuell nach dem bestehenden Mietvertrag, gegebenenfalls unter Berücksichtigung von möglichen Mietverlängerungsoptionen, abgeschrieben. Die Einbauten in nicht eigene Objekte dienen als Voraussetzungen zur Einrichtung oder zum weiteren Betrieb des Unternehmens. Für geringwertige abnutzbare, bewegliche Anlagegüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 150 und weniger als EUR 1.000 ohne Umsatzsteuer wird in jedem Geschäftsjahr ein Sammelposten gebildet, der über fünf Jahre linear abgeschrieben wird. Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten unter EUR 150 liegen, werden sofort aufwandswirksam abgeschrieben. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten einschließlich der Anschaffungsnebenkosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Zuschreibungen werden vorgenommen, falls die Gründe für in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen, bis zur Höhe des Betrages, der sich bei Fortführung der regulären Abschreibungen ergeben hätte. Der am Abschlussstichtag bestehende Sonderposten mit Rücklageanteil enthält unter Gebrauch des Beibehaltungswahlrecht gem. Art 67 Abs. 3 EGHGB die steuerrechtlich zulässigen Wertberichtigungen auf das Anlagevermögen nach § 4 Fördergebietsgesetz. Der Posten wird entsprechend der Abschreibung der begünstigten Vermögensgegenstände aufgelöst. Angabe der auf die Posten der Konzernbilanz und der Konzerngewinn- und -verlustrechnung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 31.07.2022 Die Bewertung der Handelswaren erfolgt unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen/Marktpreisen (beizulegenden Werten). Der niedrigere beizulegende Wert der Waren ergibt sich aus dem niedrigeren Wert der Wiederbeschaffungskosten am Bilanzstichtag und dem vorausichtlichen Verkaufserlös abzüglich aller bis zum Verkauf noch anfallender Kosten. Unfertige Leistungen werden, wie im Vorjahr, mit den Material- und Lohneinzelkosten einschließlich angemessener Gemeinkostenzuschläge (Material / Personal / Werteverzehr des Anlagevermögens / Verwaltung) bewertet. Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zu den Anschaffungskosten. Konkreten Ausfallrisiken wird durch eine Einzelwertberichtigung Rechnung getragen. Darüber hinaus bestehende allgemeine Risiken sind durch eine pauschale Wertberichtigung bei 90 Tagen über Fälligkeit berücksichtigt, die an die tatsächlichen Ausfälle auf Grund des Erfahrungswertes des vergangenen Jahres angepasst wird. Zudem werden versicherte Forderungen aus der Ermittlung der Einzelwertberichtigung eliminiert. Angabe der auf die Posten der Konzernbilanz und der Konzerngewinn- und -verlustrechnung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 31.07.2022 Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode). Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck verwendet. Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen werden nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Zins beträgt 1,77 % (i.Vj. 2,05 %). Des Weiteren wurden folgende Annahmen zugrunde gelegt:
Der bilanzielle Unterschiedsbetrag zwischen dem Siebenjahresdurchschnittszinssatz und dem Zehnjahresdurchschnittszinssatz beträgt zum 31.07.2022 TEUR 358 (i. Vj. 5.834) (nach § 253 Abs. 6 HGB). Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, wurden gem. § 246 Abs. 2 HGB mit diesen Schulden verrechnet. Dabei wurden die zu verrechnenden Vermögensgegenstände mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die übrigen Rückstellungen bilden Risiken aus Drohverlusten aus schwebenden Geschäften und ungewissen Verpflichtungen ab. Diese werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Erwartete zukünftige Preissteigerungen wurden bei der Bemessung der langfristigen Rückstellungen berücksichtigt. Auf Grund der geänderten Bewertung der Rückstellungen zum 1. Januar 2010 wurde auf eine Auflösung der sonstigen Rückstellungen insoweit verzichtet, als der aufzulösende Betrag bis spätestens zum 31. Dezember 2024 wieder zugeführt werden müsste. Somit wurde für sonstige Rückstellungen das Wahlrecht der Übergangsregelung des Art. 67 Abs. 1 Satz 2 EGHGB in Anspruch genommen. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden gem. § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz / GuV Ausleihungen Die Ausleihungen bestehen gegen Mitarbeiter (TEUR 17) und Genossenschaften (TEUR 6). Vorräte
Bei der Bewertung der Vorräte wurden für Risiken aus der Gängigkeit, der Reichweite sowie erwartete Abzüge für Boni und Skonti Abwertungen von insgesamt EUR 55.633.932 (VJ: EUR 35.017.816) berücksichtigt. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz / GuV Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 31.07.2022
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus dem Finanzierungs- und Verrechnungsverkehr. Darüber hinaus sind TEUR 83 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren aus sonstigen Forderungen aus Finanzierung. 31.07.2021
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren im Wesentlichgen aus dem Finanzierungs- und Verrechnungsverkehr. Darüber hinaus sind TEUR 14 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren aus sonstigen Forderungen aus Finanzierung. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz / GuV Eigenkapital Das gezeichnete Kapital des Konzerns beträgt EUR 25.000. Alleinige Gesellschafterin der Stark Group Holding Germany GmbH, Offenbach am Main, ist die Winterfell Germany GmbH, Offenbach am Main. Die Kapitalrücklage beträgt EUR 27.321.030 (unverändert zum Vorjahr). Der Konzernbilanzgewinn beträgt zum Ende des Geschäftsjahres EUR 66.764.439 (VJ: 53.046.522). Im Geschäftsjahr wurde ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft Winterfell Germany GmbH, Offenbach am Main, geschlossen. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz / GuV Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung
Darüber hinaus wurde im Rahmen der Erstkonsolidierung ein negativer Unterschiedsbetrag nach § 301 Abs. 3 HGB ermittelt, welcher auf der Passivseite nach dem Eigenkapital ausgewiesen wird. Es handelt sich um einen passiven Unterschiedsbetrag mit Eigenkapitalcharakter. Er wird über die gewichtete durchschnittliche Restnutzungsdauer der erworbenen abnutzbaren Vermögensgegenstände erfolgswirksam über einen Zeitraum von 10 Jahren aufgelöst und beträgt EUR 97,4 Mio. zum 31. Juli 2022. Im laufenden Geschäftsjahr erfolgte aufgrund einer nachträglichen Anpassung des Kaufpreises eine Auflösung des Badwills um 1.1 Mio. € sowie eine Erhöhung des Badwills aufgrund von Akquisitionen um 12 Mio. €. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz / GuV Sonderposten mit Rücklageanteil
Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz / GuV Rückstellungen
Der Erfüllungsbetrag für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen zum 31. Juli 2022 wurde mit den Vermögensgegenständen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB, deren beizulegender Zeitwert EUR 359.702,10 beträgt, verrechnet. Die damit verbundenen Aufwendungen und geringfügigen Erträge wurden unsaldiert ausgewiesen. Der beizulegende Zeitwert entspricht dabei den Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Kundenboni, Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen, Personalrückstellungen und Rückstellungen für ausstehende Rechnnungen. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz / GuV Verbindlichkeitenspiegel 31.07.2022
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen den Finanzierungs- und Verrechnungsverkehr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren im Wesentlichen aus Leasingverbindlichkeiten. 31.07.2021
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen den Finanzierungs- und Verrechnungsverkehr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren im Wesentlichen aus Leasingverbindlichkeiten. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz / GuV Umsatzerlöse, Material- und Personalaufwand
Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz / GuV Abschreibungen, sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen,
1) Die übrigen periodenfremden Erträge beinhalten Erträge aus der Auflösung von Sonderposten in Höhe von EUR 21.917 und Erträge aus Schadensmehrerstattungen in Höhe von EUR 195.011. 2) Der "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" (Badwill) wird nach DRS 23.145 ff. planmäßig über die gewichtete durchschnittliche Restnutzungsdauer der erworbenen abnutzbaren Vermögensgegenstände über einen Zeitraum von 10 Jahren vereinahmt.
Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz / GuV Zinsergebnis
Bezüge von Mitgliedern der Gesellschaftsorgane Bezüge von früheren Mitgliedern der Gesellschaftsorgane und ihrer Hinterbliebenen Die Mitglieder der Geschäftsführung erhalten keine separate Vergütung von der STARK Group Holding Germany GmbH. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Leasingverhältnisse bieten den Vorteil einer geringeren Liquiditätsbelastung. Nachteile könnten daraus entstehen, dass der Leasinggegenstand nach Ende der Leasingdauer nicht mehr zur Verfügung steht. Bedeutsame Chancen und Risiken sind darüber hinaus nicht ersichtlich. Ereignisse nach dem Stichtag Mit Datum vom 01. August 2022 hat die STARK Deutschland GmbH alle Anteile an der Konz GmbH & CoKG erworben. Darüber hinaus liegen keine weiteren wesentlichen Ereignisse nach dem Stichtag vor. Das inzwischen abgeschlossene Geschäftsjahres 2022/2023 hat keine wesentliche negativen Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung erkennen lassen. Für dieses und das folgende Geschäftsjahr sehen wir aktuell eine Seitwärtsentwicklung in der Nachfrage aufgrund der zinspolitischen Veränderungen und deren Auswirkungen auf die Baubranche. Ein Abwertungsbedarf auf unsere operativen Finanzanlagen wegen der aktuellen geopolitischen Ereignisse ist aufgrund der verfügbaren Informationen nicht erkennbar. Ein Ansteigen von Forderungsausfällen ist allerdings zukünftig nicht auszuschließen. Wir sehen auf Basis der aktuellen Informationen keine Bestandsgefährdung des Konzerns. Wir halten daher an unserer bestehenden Planung für das neue Geschäftsjahr 2023/2024 fest. Angaben gem. § 285 Nr. 14, Nr. 14a und Nr. 17 HGB
Die Angabe über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung entfällt, da kein Mitglied der Geschäftsführung Bezüge von einem vollkonsolidierten Unternehmen erhält. Die folgenden Gesellschaften machen von der Befreiungsregelung gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch:
Für das Geschäftsjahr wurden TEUR 888 als Aufwand für Honorare des Konzernabschlussprüfers erfasst, die vollständig auf Abschlussprüfungsleistungen entfallen.
Offenbach am Main, den 27. Oktober 2023 STARK Group Holding Germany GmbH Søren Peschardt Olesen Laurits Anton Jørgensen Michael Knüppel Sisse Fjelsted Rasmussen Daniel Robert Potok KONZERNANLAGENSPIEGEL
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Stark Group Holding Germany GmbH, Offenbach am Main Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Stark Group Holding Germany GmbH, Offenbach am Main, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Juli 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. August 2021 bis zum 31. Juli 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Stark Group Holding Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. August 2021 bis zum 31. Juli 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 27. Oktober 2023 KPMG
AG
Rataj, Wirtschaftsprüfer Pebler, Wirtschaftsprüfer Billigung des KonzernabschlussesDer Konzernabschluss zum 31. Juli 2022 wurde am 6. November 2023 gebilligt. |
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