Enilive Schmiertechnik GmbH

Paradiesstraße 14, 97080 Würzburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Würzburg HRB 3476
Vorher
Agip Schmiertechnik GmbHEni Schmiertechnik GmbH
Eingetragen
12.8.1971
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenBeteiligungsgesellschaftenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehör
Gegenstand
sind die technische Entwicklung und die Herstellung von Schmierstoffen und artverwandten Produkten jeder Art und der Handel mit den Erzeugnissen und mit Heizgas. Gegenstand des Unternehmens sind ferner Vermittlung und der Handel mit Kraftfahrzeugen. Die Gesellschaft darf alle Geschäfte tätigen, die diesem Geschäftszweck förderlich und dienlich sind und sich an Unternehmen mit gleichem oder ähnlichem Geschäftszweck beteiligen. Sie kann Zweigniederlassungen errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Luciano Piferi
seit 10.11.2022
Geschäftsführer
Giulio Balistreri
seit 24.5.2022
Geschäftsführer
Marc Michael Dusel
seit 22.1.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Enilive S.p.A.ITA
89.00%
Eni International B.V.NLD
11.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
2.000.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Enilive Schmiertechnik GmbH (vormals: Eni Schmiertechnik GmbH)

Würzburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Inhaltsverzeichnis

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

1. Bilanz zum 31. Dezember 2023

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

3. Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Entwicklung des Anlagevermögens für den Zeitraum vom 01.01.2023 bis 31.12.2023..

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

Zum 01.02.2024 wurde aus Eni Schmiertechnik GmbH Enilive Schmiertechnik GmbH. Als 100% Tochtergesellschaft der ebenso umfirmierten Eni Deutschland GmbH auf Enilive Deutschland GmbH ist unsere Gesellschaft ein Teil des international agierenden italienischen Energiekonzerns Eni. Die Zugehörigkeit zum Konzern wird optisch durch das weltweit bekannte Markenzeichen signalisiert - den sechsbeinigen Hund. Ansässig und langjährig verwurzelt in Würzburg, ist die Enilive Schmiertechnik GmbH verantwortlich für den Vertrieb einer umfangreichen Auswahl an Schmiermitteln. Von Additiven über industrielle und automotive Schmierstoffe, AdBlue bis hin zu verschiedensten Fetten bietet sie das gesamte Eni Produktportfolio an. Darüber hinaus vertreibt das Unternehmen auch die Produkte von AUTOL, der ältesten eingetragenen Motorenölmarke der Welt.

Um flexibel auf Kundenanforderungen am Schmierstoffmarkt reagieren zu können, haben wir an unserem Standort in Würzburg eine kleine Produktion bzw. Abfüllung mit einem Warenlager. Nachstehend die produzierten/abgefüllten Produktgruppen:

Additive, Spezialitäten, Motorenöle, Getriebeöle, Hydrauliköle und Industrieschmierstoffe.

Die Gesellschaft tätigt keinerlei Produktentwicklungen. Die relevanten Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind im Abschnitt II.4 dargestellt.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Lage stellt sich durch die vorangegangenen Krisen, insbesondere den erheblichen Kaufkraftverlusten, der schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung und der geopolitischen Krisen schwach dar. Für das Gesamtjahr ergibt sich damit ein Rückgang des BIP um 0,3 %. Dieses Ergebnis war weitgehend erwartet worden. Insbesondere der private Konsum ist im vergangenen Jahr aufgrund der nachwirkenden Kaufkraftverluste und der Kaufzurückhaltung, preisbereinigt um 0,8 % zurückgegangen. Die Exporte nahmen infolge der schwachen Nachfrage aus dem Ausland um 1,8 % ab. Die Importe fielen im Zuge der schwachen Binnennachfrage mit -3,0 % sogar noch kräftiger, weshalb der Außenhandel rechnerisch +0,6 Prozentpunkte zum BIP-Wachstum beitrug. 1

Schmierstoffe unterliegen einem ständigen Wandel durch technische, ökologische und ökonomische Anforderungen. Die technische Weiterentwicklung von Schmierstoffen führt zu einer Reduzierung der Wechselintervalle und damit zu einer geringeren Nachfrage. Auf der Beschaffungsseite ist die Lage teilweise noch angespannt vor allem für arbeitsintensive Kosten.. Die Preise einzelner Produkte, die im Vorjahr einer hohen Preissteigerung unterlagen, sind teilweise wieder zurückgegangen. Die Situation auf dem Energiemarkt hat sich etwas entspannt. Keine Entlastung bzw. steigende Preise gab es bei den Logistikkosten und Dienstleistungen.

1 Pressemitteilung zur wirtschaftlichen Lage in Deutschland im Januar 2024 vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz vom 15.01.2024 (https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/Wirtschaftliche-Lage/2024/20240115-die-wirtschaftliche-lage-indeutschland-im-januar-2024.html)

Der inländische Schmierstoffmarkt ist laut den amtlichen Mineralöldaten vom Oktober 2023 (BAFA) um 8,2 % gesunken. 2

2. Geschäftsverlauf

Vor dem Hintergrund einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten blickt die Enilive Schmiertechnik GmbH auf ein erfolgreiches, aber auch schwieriges Geschäftsjahr zurück. Die Gesellschaft konnte unter den vorherrschenden Bedingungen die Belieferung ihrer Kunden gewährleisten.

Der bundesweite Vertrieb der Eni Produkte erfolgt über ein dichtes Netz von Händlern und über Außendienstmitarbeiter, die in ganz Deutschland vertreten sind. Unverändert zählen Mineralölhändler, Industriebetriebe, Autohäuser und Werkstätten, sowie alle Arten von gewerblichen Endverbrauchern zu den Abnehmern.

Auf Grund der eingetrübten Wirtschaft und den Preisentwicklungen sank der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 5,6 % auf TEUR 37.946. Der Absatz ist gegenüber dem Vorjahr um 0,52 % auf 15.608 t gesunken. Die Margen sind um 4,59 % gesunken.

Unsere Vorräte haben sich gegenüber dem Vorjahr geringfügig um 0,7% erhöht. Im Geschäftsjahr 2023 sind bei der Enilive Schmiertechnik durchschnittlich 64 Mitarbeiter (Vorjahr 63) beschäftigt gewesen.

3. Lage

3.1. Ertragslage

Die Zusammensetzung und Entwicklung der Umsatzerlöse stellen sich wie folgt dar.

2023 2022
TEUR TEUR
Umsatzerlöse mit verbundenen Unternehmen und Dritte 39.029 41.315
Erlösschmälerungen -1.059 -1.110
Energiesteuer -24 -28
37.946 40.177

2 Amtliche Mineralöldaten Oktober 2023 vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle vom 02.01.2024 (https://www.bafa.de/SharedDocs/Downloads/DE/Energie/Mineraloel/moel_amtliche_daten_2023_10.html)

Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr inkl. Erlösschmälerungen und Abzug der Energiesteuer um insgesamt TEUR 2.232 (5,6 %) zurück gegangen.

Der Verkauf von Schmierstoffen an Dritte verminderte sich netto ohne sonstige Erlöse um TEUR 418 (1,5 %) auf TEUR 27.353 (Vorjahr: TEUR 27.771). Umsatzerlöse mit verbundenen Unternehmen wurden in Höhe von TEUR 10.573 (Vorjahr: TEUR 12.499) erzielt. Durch den Rückgang der im letzten Jahr stark gestiegener Preise vor allem bei AdBlue und der allgemeinen Rückläufigkeit, ging der Umsatz im Konzern um TEUR 1.926 (15,4 %) zurück.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 984 (Vorjahr: TEUR 132) erhöhten sich im Wesentlichen durch die Auflösung der Rückstellung für kontaminierte Erde.

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 1.981 auf TEUR 28.598 zurückgegangen. Die im Jahr 2022 stark gestiegenen Rohstoffpreise und hier vor allem AdBlue, gaben 2023 insgesamt nach.

Der Personalaufwand der Enilive Schmiertechnik GmbH erhöhte sich bei einem leicht gestiegen durchschnittlichen Personalstand im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 301 auf TEUR 4.470. Grund für diese Steigerung, ist die jährliche Tariferhöhung sowie außertarifliche Erhöhungen, die Einstellung von Fachkräften und eine Erhöhung bei den Prämien und die Zahlung einer Inflationsprämie für alle Mitarbeiter.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind insgesamt um TEUR 14 gestiegen.

Das Finanzergebnis weist 2023 einen positiven Betrag (TEUR 53) aus. Grund hierfür ist der Zinsertrag aus der Anpassung der Abbruchverpflichtung und die Verzinsung unseres Tagesgeldes.

Das Ergebnis vor Gewinnabführung 2023 (TEUR 2.273) ist um TEUR 258 höher als das Ergebnis des Jahres 2022 (TEUR 2.015). Der Ergebniseffekt resultiert i.W. aus der Auflösung von Rückstellungen.

3.2 Finanzlage

Unsere Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Den Finanzbedarf decken wir ausschließlich innerhalb des Konzerns. Mit der Muttergesellschaft, der Enilive Deutschland GmbH, besteht ein Cash-Poolingvertrag. Die Forderungen aus Cash-Pooling betragen zum Bilanzstichtag TEUR 1.171 (Vorjahr: TEUR 1.695). Alle Zahlungseingänge und Zahlungsausgänge werden täglich auf das Konto der Muttergesellschaft übertragen. Unsere Muttergesellschaft bezieht ihrerseits das benötigte Fremdkapital hauptsächlich über Finanzierungsgesellschaften des ENI-Konzerns. Insofern stehen uns ausreichende Mittel zur Finanzierung aller notwendigen Ausgaben zur Verfügung.

3.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr um 11,4 % auf TEUR 11.338 gesunken. Ursächlich hierfür ist vor allem der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Eigenkapitalquote liegt bei 19,2 % (Vorjahr: 17 %)

Im Bereich des Anlagevermögens wurde vom geplanten Investitionsvolumen für 2023 (TEUR 345) TEUR 170 ausgeschöpft. Der Rückgang der Investitionen gegenüber dem Vorjahr (Investitionen in 2022: TEUR 988) ist vorrangig auf die Modernisierung in den Bereichen Produktion und Lagerhaltung im vergangenen Jahr zurückzuführen.

Die Vorräte sind gegenüber dem Vorjahr um 0,7 % gestiegen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an Dritte sind im Vergleich zum Vorjahr etwa gleichgeblieben. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind um 37,2 % gesunken, dies resultiert insbesondere aus geringeren Forderungen gegenüber der Muttergesellschaft Enilive Deutschland GmbH.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung an Dritte sind um 19 % gesunken. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gingen um 4,5 % zurück. Grund hierfür sind jeweils die gesunkenen Beschaffungspreise.

Vor dem Hintergrund der o.g. Darstellungen wird die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Enilive Schmiertechnik GmbH als positiv eingeschätzt.

4. Leistungsindikatoren

Die Steuerung der Gesellschaft erfolgt unter Heranziehung der finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse mit Schmierstoffprodukten (brutto, d. h. vor Abzug der Energiesteuer und vor Erlösschmälerungen) und operatives Ergebnis 3 , als nichtfinanzieller Leistungsindikator werden die Absatzmengen der Schmierstoffprodukte herangezogen.

Die Umsatzerlöse mit Schmierstoffprodukten (brutto) betragen für 2023 TEUR 37.926 und sind im Vergleich zum Vorjahr um 5,8 % zurückgegangen. Die für das Berichtsjahr prognostizierte Steigerung (5,6 %) wurde aufgrund des Preis- und Mengenrückgangs nicht erreicht.

Das Betriebsergebnis erhöhte sich um TEUR 214 auf TEUR 2.243. Die Prognose aus dem Vorjahr (Betriebsergebnis von TEUR 1.800) wurde um TEUR 443 übertroffen. Ursächlich hierfür war vor allem die Auflösung der Rückstellung.

Die mengenmäßigen Schmierstoffabsätze verminderten sich gegenüber 2022 um 81 Tonnen (0,5 %) auf insgesamt 15.608 Tonnen (2022: 15.689 Tonnen). Die Prognose aus dem Vorjahr (Steigerung von 9,5%) wurde damit nicht erreicht, maßgeblich durch in anhaltende wirtschaftliche Schwäche.

3 Das operative Ergebnis entspricht dem Betriebsergebnis als Saldo operativer Aufwendungen und Erträge (Posten Nr. 1-7 der Gewinn- und Verlustrechnung) vor Berücksichtigung von Finanzergebnis und Steuern.

III. Prognosebericht

Zur Sicherung und Stärkung unserer Marktposition sind, wie schon in der Vergangenheit, verschiedene Vertriebsaktivitäten in den Zielsegmenten (Automotive, Industrie, Handel) geplant. Ein besonderes Augenmerk im Industriebereich liegt auf der Weiterführung der Neuakquise in den ausgewählten Zielsegmenten. Die Zielkunden im Bereich Industrie sind in der Hauptsache mittelständische Firmen in der Metallbearbeitung. Im Bereich Automotive liegt der Fokus auf Halten und Verteidigung des bestehenden Motorenölgeschäfts.

Durch Investitionen im Bereich Produktion und Lagerhaltung wollen wir unsere Position im Markt festigen und unser Auftragsvolumen erhöhen.

Die vorgezogene Schließung unserer Raffinerie in Livorno wird uns auf der Versorgungsseite vor neue Herausforderungen stellen. Dadurch werden Geschäftsbereiche wie der Verkauf von Base-Oils oder Spezialitäten wie z.B. Clematis zukünftig wegfallen. Eine Anpassung unserer Vertriebspolitik wird entsprechend erfolgen.

Darüber hinaus sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant.

In unserer Planung gehen wir auf Grund der aktuellen Situation und deren Auswirkungen, von einer Steigerung der Umsatzerlöse mit Schmierstoffprodukten (brutto) von ca. 1,5 % im Jahre 2024 aus und einem Betriebsergebnis von TEUR 1.739. Für die Schmierstoffabsätze in Tonnen planen wir mit einem Rückgang von 3,5 %.

IV. Chancen - und Risikobericht

1. Risikobericht

Risikomanagement:

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Im Folgenden werden die Risiken nach absteigender Signifikanz erläutert:

Branchenspezifische Risiken:

Wir liefern in alle Branchen, vom Mineralölgroßhändler bis zum Endverbraucher. Ein Rückgang der Marktnachfrage aufgrund zum Beispiel von Effizienzsteigerung und konjunkturellen Abschwung kann die zukünftige Absatzentwicklung negativ beeinflussen. Die Elektromobilität wird zu einen Nachfragrückgang bei Motorenölen führen. Angesichts der schwachen Frühindikatoren, steigenden Steuern und Abgaben, anhaltender und neu hinzugekommener geopolitscher Krisen und die dadurch steigenden Kosten, führen zwangsweise zu einer Erhöhung der Verkaufspreise, die bei den Kunden durchgesetzt werden müssen. Daraus können dann für uns signifikante Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen, falls dies der Markt nicht zulässt.

Ertragsorientierte Risiken:

Die Wettbewerbsrisiken sind aufgrund steigender Beschaffungspreise und der Verknappung von Rohstoffen gegeben. Dieser Entwicklung soll durch den Einsatz neuer Produkte und mehr Kundenservice entgegengewirkt werden. Die umfangreiche und vielfältige Produktpalette der Eni Schmierstoffe, das anwendungstechnische Know-how und die logistische Flexibilität durch den Fuhrpark sichern auch weiterhin die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens. Möglicherweise sind jedoch im Zuge weiterer Organisationsoptimierungen außerordentliche Zusatzinvestitionen denkbar. Ein Anstieg der Beschaffungskosten und Lieferengpässe welche auch durch den bereits erwähnten Wegfall der Raffinerie in Livorno entstehen könnten, wirken sich negativ auf die Margen und das Ergebnis aus.

Cybersicherheit

Hohe Priorität kommt dem Thema Cybersicherheit zu. Der Schutz von Datennetzen und die entsprechende Ausbildung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind - trotz eines bereits vorhandenen ausgeprägten Verständnisses für IT-Sicherheit - eine Daueraufgabe. Ein Ausfall der IT-Infrastruktur stellt für die Gesellschaft ein nicht zu vernachlässigendes Risiko dar, das in Zusammenarbeit mit unserem Headquarter durch die Implementierung, Überwachung und Weiterentwicklung von Prozeduren und Verfahren in Bezug auf IT-Sicherheit auf ein Minimum reduziert werden soll.

Finanzwirtschaftliche Risiken:

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar.

Die Gesellschaft finanziert sich ausschließlich innerhalb des Konzerns. Währungsrisiken bestehen nicht.

Die Liquiditätslage ist aus unserer Sicht gesichert; es sind keine Engpässe zu erwarten.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Forderungsmanagement. Zudem besteht eine Warenkreditversicherung. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehen einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden. Weiterhin verfügt die Gesellschaft über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Gemäß Konzernrichtlinien besteht bei den Forderungen eine vollständige Deckung des Ausfallrisikos. Durch tägliche Kontrollen der offenen Forderungen wird sichergestellt, dass evtl. Risiken sofort erkannt werden.

2. Chancenbericht

Auf der Absatzseite verfügen wir über langjährige Produkterfahrung. Das Know-How in Forschung und Entwicklung des Eni-Konzerns ermöglicht es uns, ein Schmierstoffprogramm zu bieten, welches den neuesten Anforderungen entspricht und immer auf den neuesten Stand der Technik ist. Unser umfangreicher und langjähriger Kundenstamm ist Bestätigung dieses Anspruchs.

Auf der Beschaffungsseite können wir, auch ohne unsere Raffinerie in Livorno, auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten auch innerhalb des Konzerns zurückgreifen. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch interne Ablauf- und Qualitätskontrollen durch. Die Enilive Schmiertechnik GmbH verfügt über ein regelmäßig auditiertes Qualitäts- und Sicherheitsmanagementsystem und erfüllt damit die Forderungen der Normen ISO 9001:2015, ISO 45001:2018 und ISO 14001:2015 für den Geltungsbereich Herstellung und Vertrieb von Automotiv- und Industrieschmierstoffen, Metallbearbeitungsflüssigkeiten, Kraftstoff- und Heizöladditiven sowie Serviceprodukten für den Werkstattbereich.

Dem Wettbewerb an Markt werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovation, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.

3. Gesamtaussage

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld, im Kontext der allgemeinen Marktlage und externen Einflussfaktoren wie dem Nahost-Konflikt, sowie schwankenden Rohstoffpreisen, Lieferengpässen, steigende Steuern und Abgaben und der weiter fortschreitenden Elektrifizierung im Mobilitätsbereich. Vor dem Hintergrund der operativen und finanziellen Stabilität unseres Unternehmens sehen wir die Gesellschaft für die Bewältigung dieser Risiken gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

 

Wurzburg, 09. April 2024

Die Geschäftsführung

Luciano Piferi

Marc Michael Dusel

Giulio Balistreri

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
1. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.652,00 4.280,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.499.182,00 1.542.586,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 218.477,00 267.773,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 344.561,00 470.080,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
2.062.220,00 2.280.439,00
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 1.533,88 1.533,88
2. Sonstige Ausleihungen 3.832,56 3.832,56
5.366,44 5.366,44
2.070.238,44 2.290.085,44
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 646.966,80 565.692,44
2. Fertige Erzeugnisse 4.647.871,71 4.690.235,41
5.294.838,51 5.255.927,85
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.749.601,19 1.750.879,78
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.189.193,99 3.483.521,49
davon gegen Gesellschafter EUR 1.499.615,88 (Vj. EUR 2.328.986,01)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 19.754,38 13.371,93
3.958.749,56 5.247.773,20
C. Rechnungsabgrenzungsposten 14.369,00 713,00
11.338.195,51 12.794.499,49

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.000.000,00 2.000.000,00
II. Kapitalrücklage 180.283,34 180.283,34
2.180.283,34 2.180.283,34
B. Rückstellungen
1. Pensionsrückstellungen 81.051,00 162.414,00
2. Sonstige Rückstellungen 2.373.277,26 3.100.959,48
2.454.328,26 3.263.373,48
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen - 12.931,21
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.985.392,80 2.451.725,88
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.532.855,58 4.745.941,19
davon gegenüber Gesellschafter EUR 2.662.742,25 (Vj. EUR 2.639.245,11)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 185.335,53 140.244,39
davon aus Steuern EUR 41.168,72 (Vj. EUR 43.470,13)
6.703.583,91 7.350.842,67
11.338.195,51 12.794.499,49

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2023

01.01.2023 31.12.2023 01.01.2022 31.12.2022
1. Umsatzerlöse 37.969.883,35 40.205.848,56
./. Energiesteuer -23.991,90 -28.451,58
37.945.891,45 40.177.396,98
2. Verminderung (Vj.: Erhöhung) des Bestands an fertigen Erzeugnissen -42.363,70 252.604,73
3. Sonstige betriebliche Erträge 983.781,29 132.341,63
38.972.036,44 40.057.133,88
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 28.598.482,64 30.579.953,01
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.015.074,88 1.145.058,62
29.613.557,52 31.725.011,63
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.797.352,13 3.530.402,88
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 673.133,00 638.930,09
davon für Altersversorgung EUR 2.974,03,00 (Vj. EUR 608,00)
4.470.485,13 4.169.332,97
6. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 390.442,09 398.623,76
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.254.864,33 2.240.452,32
36.729.349,07 38.533.420,68
8. Erträge aus Beteiligungen 907,55 838,00
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 54.684,99 15.964,40
davon aus der Abzinsung EUR 25.339,97 (Vj. EUR 13.527,81)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.307,00 11.418,29
davon an verbundene Unternehmen EUR 0,00 (Vj. EUR 5.741,40 )
davon aus der Abzinsung EUR 2.307,00 (Vj. EUR 5.676,89)
53.285,54 5.384,11
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 239,37 221,02
12. Ergebnis nach Steuern 2.295.733,54 1.528.876,29
13. Sonstige Steuern 22.802,02 19.387,03
14. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn 2.272.931,52 2.014.698,72
15. Jahresergebnis 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A, Allgemeine Angaben

Die Enilive Schmiertechnik GmbH hat ihren Sitz in Würzburg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Würzburg (HRB 3476). Am 01.02.2024 wurde die Eni Schmiertechnik auf Enilive Schmiertechnik GmbH umfirmiert.

Der Jahresabschluss wird in deutscher Sprache und in Euro aufgestellt.

Die Bilanzierung und Bewertung wird nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 242 bis 256a HGB unter Berücksichtigung der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften §§ 264 bis 288 HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG vorgenommen.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind für das Berichtsjahr unverändert zum Vorjahr die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

I. Anlagevermögen

Das Anlagevermögen wird nach den einschlägigen handelsrechtlichen Vorgaben bewertet, außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung gemäß § 253 Abs. 3 HGB vorgenommen.

1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden bei Zugang mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über eine Nutzungsdauer von 3 Jahren abgeschrieben.

2. Sachanlagen

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu den historischen Anschaffungs- /Herstellungskosten, vermindert um die linear/pro rata temporis vorgenommen Abschreibungen.

Die Gebäude werden zwischen 5 % und 14 % abgeschrieben. Aktivierte Erbbaurechte wurden über die Vertragslaufzeit abgeschrieben.

Für die technischen Anlagen und Maschinen werden Nutzungsdauern zwischen fünf und zehn Jahren angenommen.

Andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattungen haben eine Nutzungsdauer von drei bis fünfzehn Jahren.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 150 und EUR 1.000 wurden gemäß der steuerlichen Regelung vom 1. Januar 2008 (§ 6 Abs. 2 EStG) bis 31.12.2017 in einen Sammelposten eingestellt und über fünf Jahre linear abgeschrieben.

Seit 1. Januar 2018 werden Geringwertige Anlagegüter zwischen EUR 250 und EUR 800 (§ 6 Abs. 2 Satz 1 EStG) im Jahr des Zugangs sofort abgesetzt.

Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen.

3. Finanzanlagen

Die Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bewertet, Ausleihungen sind grundsätzlich zum Nominalwert bilanziert.

II. Umlaufvermögen

1. Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit den durchschnittlichen Einkaufspreisen einschließlich Nebenkosten ohne Fremdkapitalzinsen oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten (Einzelkosten, angemessene Material und Fertigungsgemeinkosten sowie Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst) oder zum niedrigeren beizulegenden Wert unter Berücksichtigung der verlustfreien Bewertung angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten somit die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag oder mit dem zum Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Notwendige Einzel- und Pauschalwertberichtigungen wurden vorgenommen. Die Pauschalwertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt 1 % der um die Einzelwertberichtigungen und die Umsatzsteuer gekürzten Forderungen.

III. Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschluss Stichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Tag darstellen.

Auf der Passivseite sind Rechnungsabgrenzungsposten für Einnahmen vor dem Abschluss Stichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Tag darstellen.

IV. Eigenkapital

Das Eigenkapital setzt sich aus dem gezeichneten Kapital und einer Kapitalrücklage zusammen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

V. Rückstellungen

1. Pensionsrückstellungen

Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach der Bewertungsmethode die in der internationalen Rechnungslegung vorgeschriebene projizierte Einmalbeitragsmethode (Projected Unit Credit Method) unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Fluktuation ist mit 0,0 % (Vorjahr 0,0 %) angesetzt. Der durchschnittliche Marktzins der vergangenen zehn Geschäftsjahre (Rechnungszins für Altersversorgungsverpflichtungen) beträgt 1,83 %. Der durchschnittliche Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre beträgt 1,75%. Die Dynamik der anrechenbaren Bezüge wurde mit 4,5 % (Vorjahr 3,0 %) angesetzt. Der Verpflichtungswert bei der Pensionsrückstellung zum 31. Dezember 2023 wurde mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre ermittelt. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 S. 1 HGB beträgt EUR 25.

Bei diesen Pensionszusagen handelt es sich um ein Auslaufmodell das nur noch wenige Mitarbeiter betrifft.

2. Sonstige Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Für die Gebäude auf Erbbaurecht besteht eine Abbruchverpflichtung nach Ablauf der Vertragszeit. Die Rückstellung erfolgte gemäß § 249 Abs. 1 HGB als sog. unechte Ansammlungsrückstellung unter Abzinsung mit dem nach § 253 Abs. 2 HGB anzuwendenden Zinssatz. Der Vertrag wurde im Jahr 2020 um 10 Jahre verlängert und endet im Jahr 2031.

Die Berechnung des Handelsvertreterausgleiches erfolgt nach § 89b Abs. 2 HGB.

Die Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen wurden nach der Bewertungsmethode der projizierten Einmalbeitragsmethode (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck und eines Zinssatzes von 1,75 % ermittelt. Die Dynamik der anrechenbaren Bezüge wurde mit 4,5 % angesetzt.

VI. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben allesamt eine Laufzeit von unter einem Jahr. Besicherungen bestehen keine.

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die Umsatzerlöse werden zum Zeitpunkt der Lieferung realisiert.

Die Energiesteuer wird monatlich an das Hauptzollamt abgeführt.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag fallen aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft mit der Eni Deutschland GmbH als Organträgerin nicht an. Eine Umlage gewinnabhängiger Steuern erfolgt nicht.

C. Erläuterungen zur Bilanz

I. Anlagevermögen

Zur Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände sowie der Sachanlagen und Finanzanlagen wird auf den Anlagenspiegel verwiesen. Außerplanmäßige Abschreibungen wurden im Geschäftsjahr 2023 nicht vorgenommen.

Bei den Beteiligungen handelt es sich um einen Anteil von 0,6 % an GVÖ Gebinde- Verwertungsgesellschaft der Mineralölwirtschaft mbH mit dem Sitz in Hamburg (AG Hamburg - HRB 60261). Gemäß Jahresabschluss 2022 beträgt das Eigenkapital TEUR 283 und der Jahresüberschuss TEUR 152. Der Jahresabschluss 2023 liegt noch nicht vor.

Die sonstigen Ausleihungen bestehen aus Darlehen an Vertragspartner. In Abhängigkeit von der Laufzeit ergibt sich für den Betrag in Höhe von TEUR 4 eine Restlaufzeit von einem bis 5 Jahre.

II. Umlaufvermögen

1. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände.

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Es bestehen keine Fremdwährungsforderungen.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 2.189; Vorjahr: TEUR 3.484) sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 758 (Vorjahr: TEUR 1.390), Forderungen aus Cashpooling von TEUR 1.171 (Vorjahr: TEUR 1.695) sowie Forderungen gegenüber der Bank Eni, Brüssel/Belgien von TEUR 261 (Vorjahr: TEUR 398)

enthalten. Die Bank Eni besitzt eine Banklizenz, weshalb diese Forderungen auch Forderungen gegen Kreditinstitute darstellen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen erstattungsfähige österreichische Umsatzsteuer (TEUR 13; Vorjahr: TEUR 13).

III. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital von TEUR 2.000 der Enilive Schmiertechnik GmbH wird zu 100 % von der Enilive Deutschland GmbH, München, gehalten. Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt. Die Kapitalrücklage ist gegenüber Vorjahr unverändert.

IV. Rückstellungen

Die Zusammensetzung und Entwicklung der Pensionsrückstellungen und der sonstigen Rückstellungen im Geschäftsjahr 2023 ist der folgenden Übersicht zu entnehmen.

Bezeichnung Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
TEUR TEUR
Abbruchverpflichtung 1.271 1.189
Kontaminierte Erde 0 996
Handelsvertreterausgleich 522 497
Personalkosten 472 303
Pensionsrückstellungen 81 162
Rückstellungen für Lieferungen u. Leistungen 54 36
Bonusrückstellungen für Kunden 54 80
Summe 2.454 3.263

Die Rückstellung für Abbruchverpflichtung betreffen das Firmengebäude und die unterirdischen Tanks auf dem Erbbaugrundstück.

Die im Jahre 2019 gebildete Rückstellung für kontaminierte Erde wurde zu 14 % verbraucht der Rest wurde ergebniserhöhend aufgelöst. Durch das nun vorliegende Gutachten wurden keine Auffälligkeiten festgestellt. Der Altlastenverdacht hat sich somit nicht bestätigt.

V. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 4.533 (Vorjahr: TEUR 4.746) sind Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung von TEUR 1.978 (Vorjahr: TEUR 2.520), aus Gewinnabführung von TEUR 2.273 (Vorjahr: TEUR 2.015) und aus Umsatzsteuerverbindlichkeiten aufgrund der Organschaft von TEUR 282 (Vorjahr: TEUR 211) enthalten.

VI. Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse aus der Begebung und Übertragung von Wechseln, aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften bestehen keine.

VII. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Form von jährlichen Zahlungsverpflichtungen aus Miet-, Dienstleistungs- und Erbbauverträgen. Der Gesamtbetrag der finanziellen Verpflichtungen beläuft sich auf TEUR 862.

Die sonstigen Dienstleistungen enden zwischen 2023 und 2026, mit einer jährlichen Zahlungsverpflichtung in Höhe von TEUR 34. Die Erbbauverträge haben eine Laufzeit bis 2031 mit einer jährlichen Zahlungsverpflichtung in Höhe von TEUR 87. Von den sonstigen finanziellen Verpflichtungen für Dienstleistungen (TEUR 34) betreffen TEUR 20 p.a. verbundene Unternehmen.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

I. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

2023 2022
TEUR TEUR
Umsatzerlöse mit verbunden Unternehmen und Dritte 39.029 41.315
Erlösschmälerungen -1.059 -1.110
Energiesteuer -24 -28
37.946 40.177

Die Umsatzerlöse an Dritte werden größtenteils in der Bundesrepublik Deutschland realisiert. Nur ein kleiner Anteil von 2,42 % wird im Ausland erzielt.

In den Umsatzerlösen sind Erlöse sonstiger Produkte und Dienstleistungen in Höhe von TEUR 310 (Vorjahr: TEUR 284), Erlöse aus Weiterbelastungen TEUR 724 (Vorjahr: TEUR 679) und Erlöse aus sonstigen Dienstleistungen TEUR 68 (Vorjahr: TEUR 81) enthalten. Die übrigen Umsatzerlöse TEUR 37.926 (Vorjahr: TEUR 40.270) resultieren aus dem Verkauf bzw. der Lieferung von Schmierstoffprodukten.

Die Erlösschmälerungen betreffen hauptsächlich das Schmierstoffgeschäft an Dritte.

Die Energiesteuer beträgt TEUR 24 (Vorjahr: TEUR 28).

II. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 984 (Vorjahr: TEUR 132) enthalten periodenfremde Erträge über TEUR 934 (Vorjahr: TEUR 121). Letztere beinhalten im Berichtsjahr der Höhe nach außergewöhnliche Erträge aus der Auflösung sonstiger Rückstellungen (TEUR 916, Vorjahr: TEUR 70).

III. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen TEUR 2.254 (Vorjahr: TEUR 2.240) enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 120 (Vorjahr: TEUR 225).

IV. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn

Die Aufwendungen für die Gewinnabführung in Höhe von TEUR 2.273 (Vorjahr: TEUR 2.015) resultieren aus dem mit der Enilive Deutschland GmbH abgeschlossenen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.

V. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Im Dezember 2023 wurde das Mindeststeuergesetz entsprechend der Vorgaben der OECD ("Säule 2- Gesetzgebung") erlassen. Das Mindeststeuergesetz ist seit dem 1.1.2024 anwendbar. Die Gesellschaft erwartet hieraus keine Auswirkungen.

E. Sonstige Angaben

I. Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer, gemäß § 285 Nr. 7 HGB, die während des Geschäftsjahres 2023 beschäftigt waren:

2023 Vorjahr
Mitarbeiter Vertrieb/Logistik 50 49
Mitarbeiter Verwaltung 14 14
64 63

II. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

III. Organe der Gesellschaft

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung setzt sich im Geschäftsjahr 2023 folgendermaßen zusammen:

Herr Luciano Piferi, Rom/Italien Vorsitzender der Geschäftsführung

Herr Giulio Balistreri, Rom/Italien CFO PAMCO POLIMERIEUROPA

Marc Michael Dusel, Ottobrunn Managing Director Eni Schmiertechnik

Hinsichtlich der Angaben gem. § 285 Nr. 9a HGB wird, da nur ein Geschäftsführer von der Gesellschaft bezahlt wird, von der Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht und daher auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung verzichtet.

IV. Konzernverhältnisse

Die Enilive Schmiertechnik GmbH, Würzburg, ist eine 100%ige Tochter der Enilive Deutschland GmbH, München.

Als Tochtergesellschaft der Enilive Deutschland GmbH wird die Enilive Schmiertechnik GmbH in den IFRS Konzernabschluss der Eni S.p.A. (Piazzale Enrico Mattei 1, 00144 Rom/Italien) einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, sowie der Eni International B.V. (Strawinskylaan 1725, 1077 XX Amsterdam/Niederlande), die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt.

Der Konzernabschluss der Eni International B.V. wird, am Sitz der Gesellschaft (Strawinskylaan 1725, 1077 XX Amsterdam/Niederlande) auf der Internetseite der Industrie- und Handelskammer (KvK) unter der Registernummer: 33264934 veröffentlicht. Der Konzernabschluss der Eni S.p.A., Rom/Italien, wird am Sitz der Gesellschaft (Piazzale Enrico Mattei 1, 00144 Rom/Italien) auf ihrer Internetseite https://eni.com/en-IT/publications.html veröffentlicht.

 

Wurzburg, den 09. April 2024

Die Geschäftsführung

Luciano Piferi

Marc Michael Dusel

Giulio Balistreri

Entwicklung des Anlagevermögens für den Zeitraum vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
A. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 247.057,63 0,00 0,00 247.057,63
247.057,63 0,00 0,00 0,00 247.057,63
B. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.049.654,64 124.289,96 0,00 8.173.944,60
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.869.545,43 0,00 11.198,16 0,00 3.858.347,27
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.629.987,63 46.305,13 168.026,34 0,00 3.508.266,42
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
15.549.187,70 170.595,09 179.224,50 0,00 15.540.558,29
C. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 1.533,88 0,00 0,00 0,00 1.533,88
2. Sonstige Ausleihungen 3.832,56 0,00 0,00 0,00 3.832,56
5.366,44 0,00 0,00 0,00 5.366,44
15.801.611,77 170.595,09 179.224,50 0,00 15.792.982,36
Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
A. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 242.777,63 1.628,00 0,00 244.405,63
242.777,63 1.628,00 0,00 244.405,63
B. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.507.068,64 167.693,96 0,00 6.674.762,60
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.601.772,43 49.296,00 11.198,16 3.639.870,27
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.159.907,63 171.824,13 168.026,34 3.163.705,42
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
13.268.748,70 388.814,09 179.224,50 13.478.338,29
C. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
13.511.526,33 390.442,09 179.224,50 13.722.743,92
Restbuchwerte
31.12.2023 31.12.2022
A. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.652,00 4.280,00
2.652,00 4.280,00
B. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.499.182,00 1.542.586,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 218.477,00 267.773,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 344.561,00 470.080,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
2.062.220,00 2.280.439,00
C. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 1.533,88 1.533,88
2. Sonstige Ausleihungen 3.832,56 3.832,56
5.366,44 5.366,44
2.070.238,44 2.290.085,44

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Enilive Schmiertechnik GmbH, Würzburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Enilive Schmiertechnik GmbH (vormals: Eni Schmiertechnik GmbH), Würzburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Enilive Schmiertechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 09. April 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Kerstin Krauß, Wirtschaftsprüferin

ppa. Harald Hofmeister, Wirtschaftsprüfer

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