Stammdaten

Register
Amtsgericht Wuppertal HRB 11170
Vorher
PLAST-CONTROL GERÄTEBAU GMBH
Eingetragen
11.7.2003
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Geräten der Anwendungstechnik aller Art. Die Gesellschaft ist berechtigt, andere Erzeugnisse herzustellen, zu bearbeiten, zu erwerben und zu vertreiben. Sie darf Dienstleistungen jeder Art ausführen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Allessandro Wernli
seit 6.6.2025
Geschäftsführer
Michael Finkensieper
seit 23.5.2024
Prokura
Dirk Eikmeyer
seit 5.1.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (4)

Gesellschafter
Beta

3 von 4 Anteilseignern sichtbar

Name
Ort
Anteil
Alexander Schleberger
Wuppertal
57.75%
J*** T*** K***
16.78%
L*** K***
16.78%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

PLAST-CONTROL GMBH

Remscheid

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.06.2022 bis zum 31.05.2023

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2022/2023

PLAST-CONTROL GMBH, Walter-Freitag-Str. 15, 42899 Remscheid

Inhaltsverzeichnis

A. Wirtschaftsbericht

I. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und des Geschäftsergebnisses

1) Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

II. Lage des Unternehmens

1) Vermögenslage

2) Finanzlage

3) Ertragslage

B. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens

I. Hinweise auf Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

II. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

C. Bericht über Forschung und Entwicklung

D. Bericht über Zweigniederlassungen

A. Wirtschaftsbericht

I. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und des Geschäftsergebnisses

Die PLAST-CONTROL GMBH wurde 1979 als Produktionsunternehmen von Automatisierungs- und Kontrollsystemen für die Kunststoffindustrie gegründet. Im Laufe der Zeit haben wir fortlaufend neue Technologien und Standards entwickelt und am Markt etabliert. Mittlerweile umfasst unser Angebotsspektrum die komplette Produktpalette für die Automatisierung von Extruderanlagen. Unsere Produkte werden im Folienmarkt, dort schwerpunktmäßig in der Blasfolienproduktion eingesetzt; Abnehmer sind sowohl Folienhersteller als auch Maschinenhersteller.

Die PLAST-CONTROL GMBH ist heute in Ländern auf mehreren Kontinenten vertreten; in den USA, in Großbritannien sowie in China, Taiwan und Indien bestehen Tochtergesellschaften. Regionale Schwerpunkte der Geschäftstätigkeit der PLAST-CONTROL GMBH sind Europa - insbesondere Westeuropa sowie Asien-Pazifik und die USA sowie Indien. Zum Zwecke der Einschätzung der Geschäftsentwicklung in diesen Regionen kommt dem jeweiligen BIP (Bruttoinlandsprodukt) als wesentlichem Indikator der wirtschaftlichen Entwicklung eine wichtige Rolle zu.

1) Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Das Geschäftsjahr 2022/2023 war geprägt durch den Beginn des Ukraine-Krieges. Dieses Ereignis hatte kurzfristige Preiserhöhungen samt Aufkündigungen von Rahmenverträgen, Materialengpässe im Bereich des Rohmaterials (Aluminium), der Motoren und Elektrokomponenten zur Folge. Nahezu alle Regionen der Welt verzeichneten aufgrund hoher Inflationsraten und steigender Zinsen ein spürbar geringeres Wachstum der Wirtschaftsleistung. Ausgelöst durch den Ukraine-Krieg ergaben sich erhebliche Belastungen der Lieferketten in zahlreichen Branchen. Wir waren von teils erheblichen Lieferverzögerungen betroffen.

Vor dem Hintergrund des insgesamt belastenden wirtschaftlichen Umfeldes verzeichneten die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2022/23 insgesamt einen deutlichen Rückgang von 14%. Während die Inlandsumsätze einen leichten Zuwachs von 3,6% verzeichneten, gingen die Umsätze mit ausländischen Abnehmern um mehr als 23% zurück.

Im Geschäftsjahr war der Materialeinsatz trotz des Umsatzrückgangs hoch, was auf die gestiegenen Beschaffungskosten zurückzuführen ist. Der gestiegene Materialeinsatz war maßgeblich für den Ergebnisrückgang des Berichtszeitraumes verantwortlich.

Unter den genannten Umständen sind wir mit dem erzielten Jahresüberschuss i.H.v. T€ 1.499 zufrieden. Es bedarf allerdings einiger Anstrengung, um wieder zu den bisherigen Ergebnissen zurückzukommen.

Die Gesellschaft finanziert sich wie schon in den Vorjahren ausschließlich intern aus dem Cash Flow, so dass die Aufnahme von Fremdmitteln im Berichtszeitraum nicht erforderlich war.

Im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2022/2023 gehörten 99 Mitarbeiter (Vj: 109) zur Belegschaft unseres Unternehmens. Mit dem Umsatzrückgang wurden natürliche Fluktuationen und Renteneintritte genutzt, den Personalaufwand in Grenzen zu halten. In der Produktion wurde darüber hinaus Fremdpersonal eingesetzt, jedoch in deutlich geringerem Umfange als in den Vorjahren.

II. Lage des Unternehmens

1) Vermögenslage

Bei einer mit T€ 17.706 im Vergleich zum Vorjahr (T€ 18.104) um ca. 2,2% leicht verminderten Bilanzsumme beläuft sich unsere Eigenkapitalquote auf 71,0% nach 72,2% im Vorjahr. Sie liegt damit unverändert sowohl deutlich über dem Branchendurchschnitt als auch über dem Durchschnitt sämtlicher deutschen Unternehmen, welcher sich auf ca. 30% beläuft.

Die Struktur der Aktiva hat im Vergleich zum Vorjahr insgesamt keine wesentliche Veränderung erfahren; innerhalb der Aktiva belaufen sich die kurzfristigen Vermögenswerte auf mehr als 98% der Bilanzsumme.

Innerhalb der kurzfristigen Aktiva ist ein Anstieg der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen zu verzeichnen; dieser korrespondiert mit einem Rückgang der Lieferforderungen gegenüber Dritten.

Die Struktur unserer Passiva hat sich im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert.

2) Finanzlage

Die Liquidität der Gesellschaft beläuft sich zum Bilanzstichtag auf T€ 6.676. Die Liquiditätsquote beläuft sich mithin auf 37,7% der Bilanzsumme und ist damit unverändert im Vergleich zum Vorjahr. Die Eigenkapitalquote beträgt 71,0% der Bilanzsumme nach 72,2% im Vorjahr. Sie liegt deutlich über dem Branchendurchschnitt und belegt die solide Struktur unserer Unternehmensfinanzierung.

Die angefallenen finanziellen Verpflichtungen wurden stets - auch unter Erwirtschaftung von Skontoertrag - durch schnelle Zahlung erfüllt. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte ausschließlich intern aus dem erwirtschafteten Cash Flow.

Wir messen der Sicherung ausreichend hoher Liquiditätsreserven einen hohen Stellenwert bei, um auch in konjunkturell schwierigen Zeiten jederzeit in der Lage zu sein, unternehmenspolitisch erforderliche Maßnahmen umzusetzen und die finanzielle Unabhängigkeit unseres Unternehmens zu gewährleisten.

3) Ertragslage

Die Umsatzerlöse unserer Gesellschaft blieben mit T€ 21.463 um gut 14% hinter dem Vorjahr zurück. Während die Umsätze mit inländischen Abnehmern einen leichten Zuwachs von gut 3% Prozent verzeichneten, entwickelten sich die Auslandsumsätze bei einem Rückgang von mehr als 23% deutlich rückläufig.

Im Geschäftsjahr war der Materialeinsatz infolge steigender Beschaffungspreise trotz des Umsatzrückganges hoch, so dass unsere Rohgewinnmarge deutlich hinter dem Wert des Vorjahres zurückblieb.

Im Geschäftsjahr 2022/2023 erreichten unsere Vertriebs- und Reiseaktivitäten auf den für uns wichtigen überseeischen Märkten nahezu wieder das Niveau vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie; entsprechend erfuhren die Reisekosten im Berichtszeitraum nahezu eine Verdoppelung.

Die um 7,6% gegenüber dem Vorjahr reduzierten Personalkosten reflektieren den aufgrund von Renteneintritten und natürlichen Fluktuationen reduzierten Personalbestand. Die Aufwendungen für Leiharbeitskräfte sanken ebenfalls.

Unter Berücksichtigung des neutralen Ergebnisses i.H.v. T€ 747, welches maßgeblich durch Erträge aus der Bereinigung von Kreditorenposten verursacht wurde, konnten wir einen Jahresüberschuss i.H.v 1.499 € erzielen, welcher uns vor dem Hintergrund der geschilderten vielfältigen Belastungsfaktoren zufrieden stellt, obgleich er die Vergangenheitswerte nicht erreicht.

B. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens

I. Hinweise auf Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Wir sind gesetzlich verpflichtet, auf wesentliche Risiken der zukünftigen Entwicklung, die bestandsgefährdende oder wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben können, hinzuweisen.

Das bei uns implementierte Kontroll- und Risikomanagement ist Bestandteil der Unternehmensplanung und der Geschäftsstrategie. Die eingesetzten Steuerungs- und Überwachungssysteme werden fortlaufend weiterentwickelt, um noch besser das Maß der Risiken bewerten und handhaben zu können. Insbesondere unser Projekt- und Leistungscontrolling wird permanent verbessert.

Auf der Beschaffungsseite arbeiten wir mit qualitätsbewussten, soliden und zuverlässigen Lieferanten zusammen, zu welchen wir teils langfristige Lieferbeziehungen unterhalten. Unsere hohen Qualitätsanforderungen setzen wir durch umfangreiche Qualitätskontrollen durch. Zu unseren wichtigsten Lieferanten unterhalten wir langjährige Lieferbeziehungen, so dass diese über unsere Qualitätsanforderungen informiert sind. Ein Produktionsrisiko kann sich für uns dann ergeben, wenn wichtige Lieferanten ausfallen sollten und adäquate Ersatzmaterialien nicht kurzfristig erworben werden könnten.

Im Gegensatz zum inländischen Markt ist es auf den Märkten in Fernost und Indien für uns jedoch schwieriger, Wettbewerber zu identifizieren und deren potentiellen Marktanteil zu quantifizieren.

Alle uns bekannten Risiken sind nach derzeitigem Kenntnisstand durch entsprechende Wertberichtigungen bzw. Rückstellungen ausreichend abgedeckt.

Bei unseren größten Kunden, den Herstellern von Folienblasanlagen, verschlechtern sich die Aussichten. Das schwierige Marktumfeld (Ukraine-Krieg, hohe Zinsen, weitere gesetzliche Einschränkungen bzgl. des Einsatzes von Kunststoffen) sowie die Schaffung von Überkapazitäten in den letzten Jahren sind Gründe dafür. Dies ist aktuell nicht nur in Europa, sondern auch in Taiwan und China zu beobachten.

Die meisten Volkswirtschaften sind derzeit zahlreichen Belastungsfaktoren ausgesetzt. Die infolge der Inflationsbekämpfung deutlich angestiegenen Zinsen haben zu einem Umfeld mit zurückhaltender Investitionsneigung geführt. Wie bereits ausgeführt, sehen auch wir uns gestiegenen Beschaffungspreisen für Einsatzmaterialien sowie einer Belastung der Lieferketten ausgesetzt. In der Gesamtbetrachtung überwiegen daher nach wie vor die belastenden Faktoren.

Wenn sich hingegen die Preisanstiege im Einkaufsbereich normalisieren und Stück für Stück Preiserhöhungen weitergegeben werden können, gehen wir für das Geschäftsjahr 2023/2024 von einer Ergebnisverbesserung aus. Wir betrachten die Beschäftigungslage als unverändert gesichert.

Branchenrisiken ergeben sich im Wesentlichen aus den zuvor genannten Einflussfaktoren für die Marktentwicklung, dem Wettbewerbsumfeld und den technologischen Veränderungen.

Beteiligungsrisiken unserer operativ tätigen Tochtergesellschaften betreffend sehen wir derzeit nicht.

Chancen für die künftige Entwicklung sehen wir insbesondere in der Dynamik und der Innovationskraft unseres Unternehmens. Diese äußern sich in der stets hohen Qualität der von uns gefertigten Systeme und begründen unsere sehr gute Reputation im Markt.

II. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Wie bereits ausgeführt, überwiegen derzeit die belastenden Faktoren und wir sehen unsere Hauptaufgabe unverändert darin, die zahlreichen belastenden Umstände bestmöglich zu handhaben und unser Unternehmen gut durch diese politisch und wirtschaftlich schwierige Zeit zu führen.

Unverändert sind wir der Ansicht, dass sich der deutsche Maschinenbau aufgrund seiner komparativen technologischen Wettbewerbsvorteile und der hohen Qualität seiner Produkte weiterhin behaupten wird und daher die Branche bei einer erhofften Beruhigung der weltpolitischen Lage ihre komparativen Vorteile wieder voll zur Geltung bringen wird.

Für das kommende Geschäftsjahr gehen wir von einer Ergebnissteigerung aus.

C. Bericht über Forschung und Entwicklung

Grundlagenforschung und Entwicklung werden in unserem Unternehmen nicht betrieben. Die durch unsere Gesellschaft betriebene Zweckforschung hat die Neu- und Weiterentwicklung unserer Produkte zum Gegenstand und umfasst sowohl den Einsatz neuer Materialien als auch die Umsetzung neuer technischer Verfahren.

D. Bericht über Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft unterhält keine Zweigniederlassungen.

 

Remscheid, den 24. Mai 2024

Dirk Eikmeyer

Handelsbilanz

Aktiva

31.5.2023
EUR
31.5.2022
EUR
A. Anlagevermögen 246.503,55 438.386,55
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 6,00 149.485,00
II. Sachanlagen 93.329,00 135.733,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2,00 7.614,00
2. technische Anlagen und Maschinen 8.961,00 12.189,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 84.366,00 115.930,00
III. Finanzanlagen 153.168,55 153.168,55
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 153.168,55 153.168,55
B. Umlaufvermögen 17.204.331,72 17.366.043,39
I. Vorräte 5.945.630,73 5.850.453,09
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.582.274,63 4.665.127,61
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.285.947,36 846.075,56
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.296.327,27 3.819.052,05
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 6.676.426,36 6.850.462,69
C. Rechnungsabgrenzungsposten 98.675,87 181.538,52
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 156.343,00 118.268,97
Aktiva 17.705.854,14 18.104.237,43

Passiva

31.5.2023
EUR
31.5.2022
EUR
A. Eigenkapital 12.565.737,83 13.066.282,84
I. Gezeichnetes Kapital 138.752,00 138.752,00
II. Kapitalrücklage 1.620.560,00 1.620.560,00
III. Gewinnrücklagen 3.665.045,90 3.665.045,90
IV. Gewinnvortrag 5.641.924,94 4.561.575,04
V. Jahresüberschuss 1.499.454,99 3.080.349,90
B. Rückstellungen 2.212.595,35 1.901.408,31
C. Verbindlichkeiten 2.927.520,96 3.136.546,28
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 142.384,06 550.153,47
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 142.384,06 520.432,90
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 29.720,57
2. sonstige Verbindlichkeiten 2.785.136,90 2.586.392,81
davon sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 666,79
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.785.136,90 2.586.392,81
Passiva 17.705.854,14 18.104.237,43

Gewinn- und Verlustrechnung

1.6.2022 - 31.5.2023
EUR
1.6.2021 - 31.5.2022
EUR
1. Rohergebnis 14.029.582,69 16.865.402,61
2. Personalaufwand 7.604.615,37 8.226.568,65
a) Löhne und Gehälter 6.474.993,60 7.021.497,44
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.129.621,77 1.205.071,21
davon für Altersversorgung 19.638,74 22.447,03
3. Abschreibungen 439.806,28 312.124,81
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 439.806,28 312.124,81
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.808.100,65 3.801.530,26
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 263.498,06 54.344,76
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 53.656,50 19.630,45
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4.582,40 18.831,01
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 725.165,50 1.440.375,93
8. Ergebnis nach Steuern 1.500.968,99 3.085.602,40
9. sonstige Steuern 1.514,00 5.252,50
10. Jahresüberschuss 1.499.454,99 3.080.349,90

Anhang

Inhaltsverzeichnis

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

IV. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

2. Forderungen

3. Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

4. Eigenkapital

5. Rückstellungen

6. Verbindlichkeiten

7. Haftungsverhältnisse

8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

VI. Sonstige Pflichtangaben

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die PLAST-CONTROL GMBH hat ihren Firmensitz in Remscheid, Walter-Freitag-Str. 15, Deutschland, und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Wuppertal unter HRB 11170 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der PLAST-CONTROL GMBH wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Bestimmungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gem. § 267 II HGB auf.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind.

Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Im Einzelnen wurden folgende Grundsätze und Methoden angewandt:

Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes (§ 253 I 1, III HGB). Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden linear abgeschrieben.

Für im Geschäftsjahr 2022/23 angeschaffte Computerhardware wurde in Anlehnung an die von der Finanzverwaltung im Februar 2021 veröffentlichten Grundsätze eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von einem Jahr zugrunde gelegt.

Vermögensgegenstände i.S.d § 6 IIa EStG werden aus Vereinfachungsgründen im Erwerbsjahr voll abgeschrieben.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten (§ 253 I 1 HGB).

Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen war. Die Herstellungskosten umfassen die produktionsbezogenen Vollkosten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wird durch Bildung angemessen dotierter Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Auf den Ansatz aktiver latenter Steuern, die sich aus temporären Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände bzw. Schulden ergeben, wurde verzichtet.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nominalwert bilanziert.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Auszahlungen des Geschäftsjahrs, die erst im Folgejahr einen Aufwand darstellen, abgegrenzt. Im Wesentlichen handelt es sich um vorausbe- zahlte Beiträge, EDV-Lizenzen und -Kosten sowie Versicherungsprämien.

Aufgrund der Pensionszusage an einen ehemaligen Geschäftsführer der Gesellschaft werden Rückstellungen für Pensionen versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach der Bewertungsmethode "modifiziertes Teilwertverfahren unter Berücksichtigung des Passivprimats" ermittelt. Der zugrunde gelegte Rechnungszins beträgt unter der Annahme einer Restlaufzeit von 15 Jahren zum 31.5.2023 1,8 %.

Gemäß § 253 II HGB i.d.F. des Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie wurden die Rückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre abgezinst.

Für die Finanzierung der Versorgungszusage wurde eine Rückdeckungsversicherung abgeschlossen. Die Bewertung dieses Anspruchs und der damit zusammenhängenden Rückstellung für Pensionen folgt erstmalig zum 31.5.2023 dem Rechnungslegungshinweis IDW RH FAB 1.021. Für den leistungskongruenten Teil der Rückdeckungsversicherung wird das Bewertungswahlrecht dahingehend ausgeübt, dass die Bewertung des Anspruchs in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags der kongruenten Leistungskomponenten der Versorgungszusage ("Primat der Passivseite") angesetzt wird.

Die Pensionszusage ist in Höhe der verpfändeten Rückdeckungsversicherung insolvenzgesichert. Gemäß § 246 II HGB ist das Deckungsvermögen der verpfändeten Rückdeckungsversicherung mit der zugehörigen Pensionsverpflichtung saldiert. Da der Zeitwert des saldierbaren Deckungsvermögens die Schulden übersteigt, wurde der übersteigende Betrag gesondert als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 I 2 HGB). Preis- und Kostensteigerungen werden bei der Bewertung berücksichtigt und orientieren sich an der Teuerungsrate. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 II 1 HGB).

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert (§ 253 I 2 HGB).

Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs im Entstehungszeitpunkt erfasst und - sofern noch vorhanden - zum Bilanzstichtag mit dem Stichtagskurs bewertet.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

Soweit Ausweiswahlrechte bestehen, werden diese in der Bilanz ausgeübt.

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagespiegel) ist in Anlage 1 zu diesem Anhang dargestellt.

2. Forderungen

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren sämtlich aus Lieferungen und Leistungen.

3. Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Gemäß IDW RH FAB 1.021 ergibt sich für den Versicherungsanspruch aus der verpfändeten Rückdeckungsversicherung ein handelsrechtlicher Aktivwert i.H.v. 375.755 € der mit der korrespondierenden Pensionsverpflichtung i.H.v. 219.412 € saldiert wurde.

Aus der Änderung der Methodik zur Bestimmung des Rechnungszinses gemäß § 253 HGB i.d.F. des Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie resultiert ein ausschüttungsgesperrter Unterschiedsbetrag gem. § 253 VI HGB von 6.398 €.

4. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt € 138.752,00.

5. Rückstellungen

Zusammensetzung und Entwicklung der sonstigen Rückstellungen stellen sich wie folgt dar:

Stand 31.05.2022 Inanspruchnahme Auflösung Zuführung Stand 31.05.2023
Tantiemen 650.823,00 60.000,00 0,00 114.637,00 705.460,00
Urlaubsansprüche 288.436,00 288.436,00 0,00 236.538,00 236.538,00
Überstundenvergütung 115.379,00 115.379,00 0,00 130.099,00 130.099,00
Weihnachtsgeld 106.535,00 106.535,00 0,00 116.050,00 116.050,00
Abschluss- und Prüfungskosten 51.500,00 0,00 0,00 27.000,00 78.500,00
Gewährleistungen 78.466,00 0,00 12.682,00 0,00 74.784,00
Prämien 34.377,00 34.377,00 0,00 31.867,00 31.867,00
Urlaubsgeld 33.654,00 33.654,00 0,00 31.697,00 31.697,00
Sonstige 136.130,00 125.882,66 131,34 62.380,00 72.496,00
1.504.300,00 764.263,66 12.813,34 750.268,00 1.477.491,00

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen resultieren sämtlich aus Lieferungen und Leistungen.

7. Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse für Verbindlichkeiten Dritter bestanden zum Abschlussstichtag nicht.

8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag sonstiger finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten sind, beläuft sich zum Abschlussstichtag 31.05.2023 auf T€ 869. Von diesem Gesamtbetrag entfallen T€ 816 auf Mieten und Pachten sowie T€ 53 auf Leasingverpflichtungen für Pkw. Die übrigen sonstigen finanziellen Verpflichtungen liegen im Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs.

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 II HGB) aufgestellt.

Soweit Ausweiswahlrechte bestehen, werden diese in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgeübt.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse erfassen Verkäufe von Produkten und Dienstleistungen, vermindert um direkte Erlösschmälerungen (im Wesentlichen Skonti und Boni). Von der Aufgliederung der Umsatzerlöse wurde unter Bezug auf § 288 II HGB abgesehen.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind T€ 484 aus der Bereinigung von Kreditorenposten im Bereich verbundener Unternehmen enthalten.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen ist der Ertrag aus der Erhöhung des Deckungsvermögens der Rückdeckungsversicherung in Höhe von 30.341,03 € enthalten; dieser wurde mit dem Zinsaufwand aus der Bewertung der Pensionsrückstellung in Höhe von 3.975,00 € verrechnet.

VI. Sonstige Pflichtangaben

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl belief sich im Geschäftsjahr 2022/23 auf 99 (Vorjahr: 109).

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens von folgenden einzelvertretungsberechtigten Geschäftsführern geführt:

Albert Schleberger, kaufmännischer Leiter, Wuppertal (bis 7.6.2023)

Stefan Konermann, technischer Leiter und Entwicklungsleiter, Remscheid (bis 5.1.2024)

Rainer Kottmeier, kaufmännischer Leiter und Vertriebsleiter, Bad Oeynhausen (bis 30.4.2024)

Ab dem 5.1.2024 ist Herr Dirk Eikmeyer, kaufmännischer Leiter, Bad Oeynhausen, zum Geschäftsführer bestellt.

Die Schutzklausel gemäß § 286 IV HGB wurde in Anspruch genommen.

Vorschlag zur Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Plast-Control Ltd.

- Gezeichnetes Kapital: £ 100

- Eigenkapital: £ 7.265

- Gewinn 2022/23: £ 1.075

Plast-Control Inc.

- Gezeichnetes Kapital: $ 50.000

- Eigenkapital: $ 1.329.080

- Gewinn 2022/23: $ 146.679

Plast-Control Asia Ltd.

- Gezeichnetes Kapital: NT$ 200.000

- Eigenkapital: NT$ 5.276.531

- Gewinn 2022/23: NT$ 412.404

Plast-Control China Co. Ltd.

- Gezeichnetes Kapital: RMB 429.876

- Eigenkapital: RMB 745.998

- Verlust 2022: RMB - 280.236

Plast-Control India Pvt. Ltd.

- Gezeichnetes Kapital: INR 2.200.000

- Eigenkapital: INR 5.911.966

- Gewinn 2022/23: INR 796.462

 

Remscheid, den 3. Juni 2024

Dirk Eikmeyer, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 01.07.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Der vorliegende Jahresabschluss wurde in gesetzlich zulässigem Maß zum Zweck der Publizität verkürzt. Der beigefügte Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die

PLAST-CONTROL GmbH Walter-Freitag-Str. 15 42899 Remscheid

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der PLAST-CONTROL GmbH, Remscheid - bestehend aus der Bilanz zum 31. Mai 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2022 bis zum 31. Mai 2023 sowie dem Anhang - einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der PLAST-CONTROL GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2022 bis zum 31. Mai 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Mai 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2022 bis zum 31. Mai 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 III 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

• beurteile ich die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Wuppertal, den 10. Juni 2024

Christian Sosnov, Wirtschaftsprüfer

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