Stammdaten

Register
Amtsgericht Bayreuth HRB 632
Vorher
BIS Walraven GmbH
Eingetragen
13.6.1979
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
ist Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Befestigungssystemen, Brandschutzsystemen und Sanitärsystemen. Die Gesellschaft kann darüber hinaus alle Handlungen vornehmen, die dem Gesellschaftszweck förderlich sind. Sie kann einschlägige Unternehmen erwerben oder sich an solchen beteiligen; sie kann Zweigniederlassungen im In- und Ausland errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Daniel Hesmer
seit 8.12.2022
Geschäftsführer
Michael Albl
seit 20.7.2020
Prokura
Uwe Schwenk
seit 18.7.2013
Geschäftsführer
Bernd Schoberth
seit 18.7.2013
Prokura
Torsten Sewzik
seit 10.12.2009
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Walraven GmbH

Bayreuth

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Walraven GmbH, Bayreuth

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Walraven GmbH, Bayreuth, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Walraven GmbH, Bayreuth, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 10. Dezember 2024

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stephan Mauermeier, Wirtschaftsprüfer

Andrea Stoiber-Harant, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1,00 212,41
1,00 212,41
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 798.957,99 863.982,99
2. Technische Anlagen und Maschinen 120.564,46 135.167,31
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 414.088,41 650.139,37
1.333.610,86 1.649.289,67
1.333.611,86 1.649.502,08
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
Fertige Erzeugnisse und Waren 3.015.730,69 3.483.677,55
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.097.663,11 3.095.249,38
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 17.357.605,30 15.805.167,32
davon aus Lieferungen und Leistungen: EUR 403.818,64 (Vj.: EUR 472.579,06)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 159.793,58 125.522,21
20.615.061,99 19.025.938,91
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 19.902,05 63.549,69
23.650.694,73 22.573.166,15
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 113.954,42 139.334,98
25.098.261,01 24.362.003,21

PASSIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Kapitalrücklage 181.895,37 181.895,37
III. Gewinnvortrag 2.106.026,14 2.106.026,14
3.287.921,51 3.287.921,51
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 9.841.160,00 9.396.613,08
2. Sonstige Rückstellungen 965.063,44 1.144.206,54
10.806.223,44 10.540.819,62
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 566.999,69 882.999,13
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.781.729,06 6.792.871,48
- davon gegenüber Gesellschaftern EUR 925.125,77 (Vj.: EUR 882.469,44)
- davon aus Lieferungen und Leistungen EUR 6.858.538,28 (Vj.: EUR 5.866.710,87)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 2.655.387,31 2.857.391,47
- davon aus Steuern EUR 66.525,74 (Vj.: EUR 59.394,67)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 1.849,51 (Vj.: EUR 1.934,34)
11.004.116,06 10.533.262,08
25.098.261,01 24.362.003,21

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 41.335.251,27 42.644.229,43
2. Sonstige betriebliche Erträge 448.399,83 320.225,46
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -25.327.332,46 -26.561.064,48
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 0,00 -25.327.332,46 0,00 -26.561.064,48
4. Rohergebnis 16.456.318,64 16.403.390,41
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -5.289.432,76 -5.622.869,90
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.321.766,38 -6.611.199,14 -1.667.309,12 -7.290.179,02
- davon für Altersversorgung EUR 253.935,12 (i.V. EUR 669.908,16)
6. Abschreibungen auf immatrielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -329.624,50 -441.768,42
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -8.073.660,67 -7.068.472,82
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 484.488,12 58.654,69
- davon an verbundene Unternehmen EUR 484.488,12 (i.V. EUR 58.654,69)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -240.262,48 -352.327,72
- davon Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen EUR 240.386,00 (i.V. EUR 352.729,83)
10. Ergebnis nach Steuern 1.686.059,97 - 1.309.297,12
11. Sonstige Steuern -25.200,43 54.434,03
12. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn -1.660.859,54 -1.363.731,15
13. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben und Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

(1) Allgemeine Angaben

Die Walraven GmbH mit Sitz in Bayreuth ist im Handelsregister beim Amtsgericht Bayreuth unter HRB 632 eingetragen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches der §§ 242 ff. HGB und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB beibehalten.

Die Gesellschaft gilt zum Bilanzstichtag als mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB. Von den größenabhängigen Erleichterungen wurde teilweise Gebrauch gemacht.

(2) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bilanziert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, bewertet. Die Abschreibungen werden dabei ausschließlich nach der linearen Methode berechnet. Auf Zugänge im Geschäftsjahr erfolgen die Abschreibungen zeitanteilig ab dem Zeitpunkt der Anschaffung.

Abnutzbare, bewegliche Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis zu EUR 250,00 werden sofort aufwandswirksam erfasst. Anlagenzugänge, deren Anschaffungskosten für das einzelne Anlagegut mehr als EUR 250,00, aber nicht mehr als EUR 800,00 betragen, wurden aktiviert und im laufenden Geschäftsjahr aufwandswirksam voll abgeschrieben.

Das Vorratsvermögen (Handelswaren) wurde unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips zu Anschaffungskosten (Netto-Einkaufswert) einschließlich Anschaffungsnebenkosen (z.B. Frachtkosten) bewertet. Für schwer verkäufliche Produkte wurden individuelle Gängigkeitsabschläge vorgenommen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren des Niederstwertprinzips angesetzt.

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert. Erkennbare Einzelrisiken sowie das allgemeine Delkredere wurden durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.

Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert bewertet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Rückstellungen für Pensionszusagen nach dem "Walraven Versorgungswerk 1997" und nach dem "Pensionsplan 2013" wurden auf Basis der Projected Unit Credit Method unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Bewertung wurde ein Diskontierungszinssatz von 1,82 % p.a. zum Bilanzstichtag verwendet, der dem durchschnittlichen 10- Jahres-Marktzinssatz von vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von 15 Jahren entspricht und von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben wird. Des Weiteren wurde ein durchschnittlicher zukünftiger Rententrend von 2,0 % (Walraven Versorgungswerk 1997) p.a. und 1,0 % (Pensionsplan 2013) p.a. unterstellt. Die Abweichung zwischen der Bewertung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen 7 Geschäftsjahre, welcher keine Anwendung mehr findet, und dem angewandten Durchschnittzinssatz der vergangenen 10 Geschäftsjahre gem. § 253 Abs. 6 S. 1 HGB beträgt im Berichtsjahr 2023 TEUR 165 (VJ. TEUR 705; Pensionsplan 2013) und TEUR 19 (VJ. TEUR 91; Walraven Versorgungswerk 1997). Für den Unterschiedsbetrag besteht eine Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 HBG, jedoch keine Abführungssperre im Rahmen der organschaftlichen Ergebnisabführung.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Bei der Rückstellungsbewertung werden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen mit einbezogen.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Kurzfristig fällige Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs (§ 256a HGB) am Abschlussstichtag umgerechnet.

Erläuterungen zur Bilanz

(3) Anlagevermögen

Die Entwicklung der Bruttowerte des Anlagevermögens sowie der Abschreibungen sind im Einzelnen in dem als Anlage zum Anhang wiedergegebenen Anlagespiegel dargestellt.

(4) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

(5) Eigenkapital

Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages wird der Jahresüberschuss 2023 an den Organträger abgeführt.

(6) Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten Rückstellungen für Skonti (TEUR 112; i.Vj. TEUR 143), nicht in Anspruch genommenen Urlaub (TEUR 133; i.Vj. TEUR 126), Prämien und Tantiemen (TEUR 90; i.Vj. TEUR 131), Garantieleistungen (TEUR 80; i.Vj. TEUR 78), Rückstellungen für Partnerabrechnungen (TEUR 200; i.Vj. TEUR 202), Jahresabschlusskosten (TEUR 101; i.Vj. TEUR 105) und Rückstellungen für Berufsgenossenschaftsbeiträge (TEUR 31; i.Vj. TEUR 31).

(7) Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 7.781, wovon ein Teil auf die Abführung des Jahresüberschusses 2023 gemäß Gewinnabführungsvertrag vom 11. Dezember 2012 entfällt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter betreffen analog dem Vorjahr sonstige Verbindlichkeiten.

Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(8) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen im Rahmen von Dienstleistungsverträgen (TEUR 4.037; i.Vj. TEUR 3.133), Frachtkosten (TEUR 1.610; i.Vj. TEUR 1.517), Provisionskosten (TEUR 455; i.Vj. TEUR 441) sowie PKW-Kosten (TEUR 350; i. Vj. TEUR 280).

Sonstige Angaben

Finanzielle Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasing-Verträgen. Hierbei handelt es sich um 21 Kfz-Leasing-Verträge mit einer maximalen Laufzeit bis 20. September 2027. Aus den jährlichen Leasingverträgen wird die Kapitalgesellschaft mit TEUR 125 belastet. Aus den Leasing- Verträgen bestehen keine Verbindlichkeiten von mehr als fünf Jahren.

(9) Anzahl der Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 86 Mitarbeiter (i.Vj. 85) im Unternehmen beschäftigt, davon 18 Angestellte (Administration) und 68 gewerbliche Mitarbeiter (operativer Bereich).

(10) Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2023 die Herren:

Uwe Schwenk, Kaufmann

Daniel Hesmer, Kaufmann

(11) Angaben zum Konzernabschluss

Der Jahresabschluss der Walraven GmbH, Bayreuth, wird in den von der J. van Walraven Holding B.V., Mijdrecht/Niederlande, erstellten Konzernabschluss (kleinster und größter Konsolidierungskreis) einbezogen. Dieser Konzernabschluss ist bei der Kamer van Koophandel in Utrecht/Niederlande erhältlich.

(12) Ergebnisverwendung

Mit der Walraven Holding GmbH & Co. KG, Bayreuth, ist mit Wirkung vom 01. Januar 2012 ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen worden. Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages wurde der Gewinn des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von TEUR 1.661 an die Walraven Holding GmbH & Co. KG, Bayreuth, abgeführt.

(13) Nachtragsbericht

Darüber hinaus sind nach dem Ende des Geschäftsjahres keine Ereignisse eingetreten, die eine besondere Bedeutung für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Walraven GmbH haben.

 

Bayreuth, den 10. Dezember 2024

Uwe Schwenk

Daniel Hesmer

Anlagenspiegel per 31.12.2023

Walraven GmbH - Bayreuth

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge 2023 Abgänge 2023 Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Anlagevermögen
1. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 58.827,59 0,00 -49.561,09 9.266,50
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 58.827,59 0,00 -49.561,09 9.266,50
2. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.101.287,40 0,00 0,00 5.101.287,40
2. Technische Anlagen und Maschinen 284.655,66 0,00 0,00 284.655,66
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.553.006,75 79.239,52 -706.403,38 1.925.842,89
Summe Sachanlagen 7.938.949,81 79.239,52 -706.403,38 7.311.785,95
Summe Anlagevermögen 7.997.777,40 79.239,52 -755.964,47 7.321.052,45
Abschreibungen
Stand kumuliert 01.01.2023 Geschäftsjahr 2023 Abgänge 2023 Stand kumuliert 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Anlagevermögen
1. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 58.615,18 198,41 -49.548,09 9.265,50
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 58.615,18 198,41 -49.548,09 9.265,50
2. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.237.304,41 65.025,00 0,00 4.302.329,41
2. Technische Anlagen und Maschinen 149.488,35 14.602,85 0,00 164.091,20
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.902.867,37 249.798,24 -640.911,13 1.511.754,48
Summe Sachanlagen 6.289.660,13 329.426,09 -640.911,13 5.978.175,09
Summe Anlagevermögen 6.348.275,31 329.624,50 -690.459,22 5.987.440,59
Buchwerte
Stand 01.01.2023 Stand 31.12.2023
EUR EUR
Anlagevermögen
1. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 212,41 1,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 212,41 1,00
2. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 863.982,99 798.957,99
2. Technische Anlagen und Maschinen 135.167,31 120.564,46
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 650.139,37 414.088,41
Summe Sachanlagen 1.649.289,67 1.333.610,86
Summe Anlagevermögen 1.649.502,08 1.333.611,86

Lagebericht zum Jahresabschluss am 31. Dezember 2023

Walraven GmbH, Bayreuth

A. Grundlagen der Gesellschaft

A1. Geschäftsmodell der Gesellschaft

Die Walraven GmbH ist indirekt ein Tochterunternehmen der J. van Walraven Holding B.V. Mijdrecht / Niederlande.

Die Gesellschaft betreibt ein Handelsgeschäft mit Installationssystemen für die Gebäudetechnik. Die Produkte sind gegliedert in Befestigungs-, Brandschutz- und Sanitärsysteme. Sie bezieht ihre Produkte überwiegend von anderen Unternehmen der Walraven-Gruppe und verkauft diese an den Großhandel im In- und Ausland. Dieses Geschäftsmodell wird seit Jahren kontinuierlich betrieben und hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Zweigniederlassungen bestehen nicht.

A2. Forschung und Entwicklung

Im Bereich Forschung und Entwicklung ist die Gesellschaft nicht tätig.

B. Wirtschaftsbericht

B1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Vergleich zum Vorjahr weist die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 ein negatives Wachstum auf. Das Bruttoinlandsprodukt sank im Jahr 2023 preisbereinigt um ca. 0,3%, 1 wohingegen im Jahr 2022 ein positives Wachstum von 1,8% zu verzeichnen war. 2 Damit lag das Binnenwachstum unter dem Niveau der Europäischen Union, welches im Jahr 2023 ein Wachstum von 0,4% erreichte. 3

Die branchenbezogene Entwicklung im Jahr 2023 ist für das Unternehmen im Vergleich zu den Vorjahren als herausfordernder zu bewerten, da die Bautätigkeit aufgrund der Baupreise und der deutlich gestiegenen Bauzinsen rückläufig ist.

Der Jahresumsatz im Bauhauptgewerbe sank real im Vergleich zum Vorjahr um 5,2%. Das Bauhauptgewerbe untergliedert sich in die Sparten Wohnungsbau, Wirtschaftsbau und öffentlicher Bau. Alle drei Sparten waren im Jahr 2023 rückläufig. Den stärksten realen Rückgang verzeichnete der Wohnungsbau mit minus 11,5%, gefolgt vom öffentlichen Bau mit real minus 1,8% sowie dem Wirtschaftsbau, welcher real ein Minus von 0,9% aufwies. 4

1 Quelle: statista 10.07.2024 Wirtschaftswachstum Deutschland - Veränderung des BIP bis 2023 | Statista
2 Quelle: Destatis, Pressemitteilung Nr. 019/24 vom 15. Januar 2024
3 Quelle: statista 16.05.2024 EU - Wirtschaftswachstum in den Ländern der EU I Statista
4 Quelle: Zahlen & Fakten - Die Deutsche Bauindustrie

Zusammenfassend lässt sich somit feststellen, dass im Jahr 2023 neben dem Fachkräftemangel im Handwerk auch ein Rückgang im Bauhauptgewerbe, vorwiegend verursacht durch die nach wie vor hohen Baupreise und das deutlich gestiegene Zinsniveau, negative Auswirkungen auf die Baukonjunktur hatten.

B2. Geschäftsverlauf

Die Umsatzentwicklung im Jahr 2023 der Walraven GmbH gestaltete sich im Vergleich zu der des Bauhauptgewerbes etwas positiver, allerdings war sie mit minus 3,1% auch negativ im Vergleich zum Vorjahr.

Es ist dabei allerdings anzumerken, dass sich die durch die Walraven GmbH bedienten Regionen sehr unterschiedlich entwickelt haben. Die Region Deutschland verzeichnete mit minus 0,8% den geringsten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Darauf folgte die Schweiz mit minus 10,6% sowie Österreich mit minus 40,2% im Vorjahresvergleich.

Im Vergleich zum unmittelbaren Wettbewerb im Vertriebskanal arbeitet das Unternehmen an immer mehr und besseren Servicedienstleistungen, wie bspw. der Vorfertigung von Baugruppen und begründet damit notwendige Differenzierungspotentiale und Konkurrenzvorteile. Auch die Sortimentsbreite und -tiefe wird ständig ausgebaut. Eine einfache und schnelle Montage sind Hauptanforderungen für Produktneuentwicklungen.

Wettbewerber im 3-stufigen Vertriebskanal sind überwiegend Unternehmen mit kleineren Sortimenten, wenig Service und Vertriebsunterstützung, dafür aber mit günstigen Preisen. Dem begegnet Walraven mit Qualität und Zuverlässigkeit sowie maximalem Service und Marktbearbeitung für oder mit seinen Handelspartnern.

Die Walraven GmbH hat im abgelaufenen Geschäftsjahr weitere Maßnahmen zur Optimierung der organisatorischen und strukturellen Abläufe vorgenommen, insbesondere im Bereich der Digitalisierung. Dies hat positive Einflüsse darauf, bestehende Komplexität bestmöglich zu beherrschen, Kosten zu kontrollieren und die Effizienz nachhaltig zu verbessern.

B3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Die Umsätze des laufenden Geschäftsjahres sind im Vergleich zu denen des Vorjahres um 3,1% gesunken. Dies ist zum einen auf den Wegfall einer Kundengruppe aus Österreich sowie der Veränderung der konzerninternen Zuständigkeit für die Vertriebsgebiete Balkan und Griechenland zurückzuführen. Der Umsatz dieser Regionen wird nicht mehr durch die Walraven GmbH abgewickelt.

Die Rohgewinnmarge ((Umsatz ./. Materialaufwand + sonstiger betrieblicher Ertrag)/Umsatz) ist im Jahr 2023 um 1,34% gestiegen und beträgt somit 39,81% (i. Vj. 38,47%).

Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 6.611 (i. Vj. TEUR 7.290) gesunken. Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl der Gesellschaft inklusive Geschäftsführung stieg in 2023 von 87 auf 88 Mitarbeiter. Der Rückgang der Personalaufwendungen ist im Wesentlichen auf die geringeren Provisionen und Pensionszuführungen zurückzuführen. Des Weiteren konnte die Gesellschaft im Jahr 2023 eine Gehaltserhöhung an ihre Mitarbeiter umsetzen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 7.068 auf TEUR 8.074 gestiegen. Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen der Anstieg der Kosten in den Bereichen Gruppenkosten (+863 TEUR), PKW Kosten (+99 TEUR), Marketingkosten (+45 TEUR), Fortbildungskosten (+96 TEUR) und Paletten Kosten (+45 TEUR).

Der EBIT in Höhe von TEUR 1.442 ist gegenüber dem Vorjahr (TEUR 1.603) um TEUR 161 gesunken. Diese Entwicklung resultiert vor allem aus den gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr.

Das Zinsergebnis hat sich von TEUR -294 auf TEUR 244 verbessert. Treiber hierfür ist der um TEUR 106 gesunkene Aufwand bei der Zinsanpassung für Pensionsrückstellungen und die Erträge aus dem Cashpool.

Im Berichtsjahr 2023 konnte ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.661 (i. Vj. TEUR 1.364) erzielt werden, welcher aufgrund des Gewinnabführungsvertrages an die Walraven Holding GmbH & Co. KG abgeführt wurde.

Finanzlage

Der Cash Flow des Jahres beträgt TEUR - 44 und ist im Vergleich zum Vorjahr (TEUR - 45) um TEUR 1 gestiegen. Der Investitions-Cash Flow zeigte einen um 142 TEUR niedrigeren Cash Abfluss verglichen zum vorangegangenen Geschäftsjahr, der Cash Zufluss aus operativer Tätigkeit sank um 140 TEUR. Der insgesamt gestiegene Cash Flow ist wie schon im Vorjahr auf den "Cash Concentration Service" zurückzuführen, welcher täglich einen Kontoausgleich zu Gunsten / zu Lasten der Walraven Finance B.V. vorsieht.

Vermögenslage

Bezogen auf die Bilanzsumme wird das Anlagevermögen mit einer Höhe von 5,31% (i. Vj. 6,77%) und das Vorratsvermögen mit einer Höhe von 12,02% (i. Vj. 14,30%) beziffert.

Die restlichen Aktiva bestehen im Wesentlichen aus kurzfristigen Forderungen und liquiden Mitteln. Die Eigenkapitalquote beträgt 13,10% (i. Vj. 13,50%).

Die Bilanzsumme hat sich zum 31. Dezember 2023 mit EUR 25.098.261 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 24.362) um TEUR 736 oder 3,02% erhöht. Dies betrifft auf der Aktivseite im Wesentlichen die Forderungen gegenüber verbundene Unternehmen, die sich um TEUR 1.552 erhöht haben, sowie eine Verminderung des Anlagevermögens von TEUR 315 und der Vorräte um TEUR 468.

Auf der Passivseite steht dem eine Erhöhung der Rückstellungen um insgesamt TEUR 265 und der Verbindlichkeiten um TEUR 471 gegenüber.

Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage der Gesellschaft

Insgesamt können der Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2023 und die Lage der Gesellschaft zum Aufstellungszeitpunkt als positiv, wenn auch leicht hinter den Erwartungen zurückbleibend, bezeichnet werden.

B4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Die finanziellen Leistungsindikatoren, nach denen wir unser Unternehmen steuern, sind EBIT und Umsatzerlöse.

B5. Mitarbeiter

Der im Geschäftsjahr 2013 eingeleitete systematische Weiterbildungsplan für die Mitarbeiter wurde auch im Jahre 2023 fortgeführt und erweitert. Dieses Programm der kontinuierlichen Weiterbildung der Mitarbeiter ist inzwischen ein ganzheitliches Konzept innerhalb der Walraven Unternehmensgruppe.

B6. Investitionen

Im Geschäftsjahr 2023 wurden 65 TEUR im Wesentlichen in den Bereichen Lagerausstattung 3,3 TEUR, EDV 41 TEUR, GWG's 5,7 TEUR und sonstige Transportmittel 15 TEUR investiert. Weitere wesentliche Investitionen wurden nicht getätigt. Die Firmenfahrzeuge werden inzwischen mehrheitlich durch Leasing finanziert (dies gilt für jeden KFZ-Tausch bzw. jedes zusätzliche Fahrzeug).

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

C.1 Chancen- und Risikobericht

Die in den Jahren 2021 und 2022 zu verzeichnenden signifikanten Teuerungsraten im Bereich der Rohstoffe und Energiekosten (Strom, Gas & Öl) haben sich im Laufe des Jahres 2023 teilweise deutlich reduziert, ohne gänzlich wieder auf das Niveau vor den beiden externen Schocks (Corona-Pandemie und Russland-Ukraine-Krise) zurückzukehren. Im Gegensatz dazu haben sich auch aufgrund der generellen inflationären Entwicklungen der letzten Jahre die Transport- und Lohnkosten sowie das generelle Zinsniveau weiter merklich erhöht. Zusammengefasst haben diese Bedingungen dazu geführt, dass im Jahr 2023 die Baukonjunktur rückläufig war, auch aufgrund der Tatsache, dass die Reduzierungen im Rohstoff- und Energiebereich wenig bis keine Preissenkungen bei den Bauprodukten zur Folge hatten.

Es wird erwartet, dass die Marktgegebenheiten, welche im Jahre 2023 vorherrschten (hohe Baukosten und hohe Bauzinsen), auch das Jahr 2024 prägen werden. Die Prognosen für das Jahr 2024 fallen unterschiedlich aus, je nach Gewerk von leicht positiv bis leicht negativ. Die Situation wird weiterhin angespannt und herausfordernd bleiben.

Als weiterhin relativ stabil sollte sich im Bereich der SHK-Branche der Renovierungsmarkt erweisen. Hier ist zu erwarten, dass der Heizungsbereich, welcher insbesondere in der ersten Jahreshälfte 2023 florierte etwas an Boden verlieren wird, die Bereiche Installation und Sanitär könnten aber wieder etwas zunehmen. Eine weitere wichtige Rolle für Wachstum könnte der öffentliche Bausektor einnehmen. Es besteht deutschlandweit nach wie vor extremer Bedarf an Wohnraum, welcher gedeckt werden muss. Seitens des Bauministeriums wird weiterhin angestrebt 400.000 Wohnungen errichten zu lassen. Im Jahre 2023 waren es lediglich 294.000. 5 Staatliche Investitionen könnten hier Aufschwung bringen.

Die Walraven GmbH wird ihre strategische Ausrichtung in der Marktbearbeitung weiterhin fortsetzen und sieht sich dabei nach wie vor gut aufgestellt. Das gewählte Geschäftsmodell sowie die seit Jahren praktizierte Marktbearbeitung des Großhandels und Fachhandwerks bilden ein solides Gerüst, um die nach wie vor bestehenden Wachstumsmöglichkeiten im Gewerk der technischen Gebäudeausrüstung zu realisieren.

Die Lieferantenkonzentration und der weitergehende Zusammenschluss in Vermarktungsgemeinschaften beim Fachgroßhandel bleiben weiterhin Chance und Risiko zugleich. Einerseits bieten sie Chancen für Wachstum und die Möglichkeit unsere Vertriebskonzepte voranzutreiben. Andererseits zeigen die Erfahrungen der letzten Jahre aber auch, dass aus diesen Zusammenschlüssen Druck auf die Preise entsteht. Durch permanente Stärkung der Marke und Steigerung der unternehmerischen Leistungsfähigkeit wird den negativen Aspekten allerdings entgegengewirkt.

Als Hauptrisikofaktoren für eine positive Marktentwicklung sind künftig die Preise, Zinsen und weiterhin die knappen Kapazitäten im Handwerk anzusehen. Den durch Walraven zu beeinflussenden Risiken begegnet das Unternehmen mit vorausschauender Einkaufspolitik im Konzernverbund. Zuverlässige Prognosen über zu erwartende Marktentwicklungen gepaart mit einem sehr hohen Eigenfertigungsgrad stellen weitere Instrumente der Risikoreduzierung dar.

Risiken aus Finanzinstrumenten ergeben sich im Wesentlichen aus den Kundenforderungen. Den innewohnenden Ausfallrisiken begegnen wir durch ein aktives Management der Kundenkontokorrente und die zeitnahe Überwachung von Fälligkeiten.

C.2 Prognosebericht

Für das Jahr 2024 rechnet das Unternehmen mit einem leichten Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Entgegen den letzten Jahren wird das angestrebte Wachstum sowohl mengen- als auch preisgetrieben sein. Es wird davon ausgegangen, dass der EBIT auf Vorjahresniveau sein wird.

Die Systeme "Befestigung" und "Brandschutz" stellen auch im Jahr 2024 den Fokus des Unternehmens dar. In den Ausbau und sinnvolle Ergänzungen dieser Systeme wird kontinuierlich investiert.

5 Quelle: Zahlen & Fakten - Die Deutsche Bauindustrie

Die Ertragslage der Gesellschaft wird im Jahr 2024 weiterhin sehr stark von den Preisentwicklungen der benötigten Rohmaterialien, der Öl-, Gas-, Strom- und Transportpreise sowie den Lohnentwicklungen abhängen und davon, in welcher Höhe und Geschwindigkeit sich notwendige Preisanpassungen im Markt umsetzen lassen.

Gesamtaussage zum Prognosebericht

Alles in allem wird die Zukunft des Unternehmens trotz einer zunehmend herausfordernden Marktsituation als weiterhin positiv eingestuft. Das bestehende Geschäftsmodell, der hohe Grad an Eigenfertigung und die damit verbundenen kurzen Transportwege sowie zunehmender Fokus auf die zuletzt gestarteten Vertriebsaktivitäten bilden die hierfür wichtigen Säulen.

 

Bayreuth, den 10. Dezember 2024

Uwe Schwenk

Daniel Hesmer

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 18.12.2024.

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