Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 85357
Eingetragen
20.12.2018
Branche
Herstellung von Gipserzeugnissen für den BauHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Türen und Fenstern aus Kunststoffen
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Trockenbausystemen, insbesondere unter der Marke "FERMACELL", sowie von Baustoffen aller Art.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
James Hardie NL 2 B.V.NLD
90.00%
James Hardie NL 3 B.V.NLD
10.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
10.000.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

James Hardie Europe GmbH

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Bilanz zum 31. März 2024

Aktiva

Anhang 31.03.2024 31.03.2023
A. Anlagevermögen (1)
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 701.420,00 520.546,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 168.952,25
701.420,00 689.498,25
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstückgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.836.929,43 11.197.784,43
2. Technische Anlagen und Maschinen 26.999.043,00 24.892.740,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.624.547,79 3.788.116,42
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 13.675.390,51 6.074.944,24
58.135.910,73 45.953.585,09
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 110.475.117,66 66.742.251,17
169.312.448,39 113.385.334,51
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.844.179,81 6.064.052,85
2. Unfertige Erzeugnisse 68.947,51 68.686,99
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 28.327.153,42 26.714.537,40
35.240.280,74 32.847.277,24
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (2)
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 43.337.854,72 41.539.686,67
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 12.498.848,97 38.568.401,63
3. Sonstige Vermögensgegenstände 7.117.749,21 7.432.040,29
62.954.452,90 87.540.128,59
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 11.515.766,91 15.935.229,56
109.710.500,55 136.322.635,39
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.821.007,06 2.004.725,82
281.843.956,00 251.712.695,72

Passiva

Anhang 31.03.2024 31.03.2023
A. Eigenkapital (3)
I. Gezeichnetes Kapital 10.000.000,00 10.000.000,00
II. Kapitalrücklage 84.766.124,30 40.025.564,59
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 63.516,00 63.516,00
IV. Gewinnvortrag 6.984,41 6.984,41
94.836.624,71 50.096.065,00
B. Sonderposten
Sonderposten für Investitionszulagen 276.632,00 348.225,00
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 14.309.798,62 13.748.345,65
2. Steuerrückstellungen (4) 37.138,00 68.983,16
3. Sonstige Rückstellungen (4) 34.414.659,32 44.256.138,00
48.761.595,94 58.073.466,81
D. Verbindlichkeiten (5)
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14.722.187,05 11.201.495,97
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 119.418.099,33 127.849.456,45
3. Sonstige Verbindlichkeiten 3.826.004,47 3.885.546,99
(davon aus Steuern € 1.350.847,13; Vorjahr € 2.037.374,04)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 709.606,96; Vorjahr € 531.480,81) 137.966.290,85 142.936.499,41
E. Rechnungsabgrenzungsposten 2.812,50 258.439,50
281.843.956,00 251.712.695,72

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024

Anhang 01.04.2023- 31.03.2024 01.04.2022- 31.03.2023
1. Umsatzerlöse (8) 325.041.028,21 319.922.019,49
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 27.547,73 5.842.164,54
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 1.050.899,66 995.902,26
Gesamtleistung 326.119.475,60 326.760.086,29
4. Sonstige betriebliche Erträge (9) 15.308.057,78 18.738.469,07
(davon Erträge aus Währungsumrechnung € 1.974.294,37; Vorjahr € 1.186.255,76)
341.427.533,38 345.498.555,36
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 140.840.450,46 157.402.475,23
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 52.856.705,66 64.869.861,09
193.697.156,12 222.272.336,32
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 48.666.630,66 50.588.372,79
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 9.136.304,50 9.418.219,64
(davon für Altersversorgung € 645.752,35; Vorjahr € 1.276.165,67)
57.802.935,16 60.006.592,43
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 9.258.872,43 9.572.154,59
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen (11) 62.067.934,78 48.309.847,57
(davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung € 1.690.220,04; Vorjahr € 1.474.449,59)
9. Erträge aus Beteiligungen (12) 10.062.283,68 15.350.295,28
(davon aus verbundenen Unternehmen € 10.062.283,68; Vorjahr € 15.350.295,28)
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen (10) 980.500,00 0,00
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 36.844,84 0,00
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4.388.823,92 4.404.192,70
(davon an verbundene Unternehmen € 4.120.504,38; Vorjahr € 4.144.390,43)
(davon Aufwendungen aus Aufzinsung € 267.656,52; Vorjahr € 216.001,01)
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (13) 1.018.262,97 863.972,92
14. Ergebnis nach Steuern 22.312.176,52 15.419.754,11
15. Sonstige Steuern 69.380,74 116.145,41
16. Aufwendungen aus der Verlustübernahme -406.745,17 -579.750,14
17. Aufwendungen aus der Gewinnabführung -21.836.050,61 -14.723.858,56
18. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024

Allgemeine Angaben

Die James Hardie Europe GmbH mit Sitz in Düsseldorf wird beim Amtsgericht Düsseldorf unter der Handelsregisternummer HRB 85357 geführt.

Das Geschäftsjahr der Gesellschaft läuft gemäß § 15 des Gesellschaftsvertrags vom 1. April eines Jahres bis zum 31. März des Folgejahres.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Berichtsjahr im Wesentlichen unverändert fortgeführt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB erstellt. Im Hinblick auf den Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnungen werden Erlöse aus Weiterbelastungen an verbundene Unternehmen nunmehr in den Umsatzerlösen ausgewiesen (T€ 11.426), während sie im Vorjahr Teil der sonstigen betrieblichen Aufwendung waren (T€ 6.349). Um die Vergleichbarkeit zu verbessern, wurde auch im Vorjahr eine entsprechende Umgliederung vorgenommen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Sie bestehen im Wesentlichen aus Software und werden planmäßig über die Nutzungsdauer von drei Jahren linear abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bilanziert. Die Herstellungskosten enthalten neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch in angemessenem Umfang anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten und Abschreibungen. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Ersatzteile und Reparaturmaterialien, welche zur wiederholten bzw. dauernden betrieblichen Nutzung zur Verfügung stehen, werden ebenfalls im Anlagevermögen ausgewiesen und zu Anschaffungskosten unter Abzug einer planmäßigen Abschreibung bilanziert. Bei Anschaffungskosten bis zu € 1.000 werden Sammelposten gebildet. Der Ausweis im Sachanlagevermögen dient einer verbesserten Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie einer verursachungsgerechteren Erfassung innerhalb der Kostenrechnung.

Für Sachanlagen, die bereits vor dem 1. Januar 2010 vorhanden waren und degressiv abgeschrieben wurden, wird das Beibehaltungswahlrecht gemäß Art. 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB ausgeübt und die degressive Abschreibung fortgeführt. Die Zugänge werden ab dem Zugangsdatum monatsgenau abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Sachanlagen basieren vornehmlich auf folgenden branchenüblichen Nutzungsdauern:

Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 15 - 30 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 8 - 15 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 15 Jahre

Geringwertige Vermögensgegenstände werden wie im Vorjahr bei Anschaffungskosten von bis zu € 250 sofort als Aufwand berücksichtigt und bei Anschaffungskosten von über € 250 bis € 1.000 in einen Sammelposten eingestellt, der linear über fünf Jahre abgeschrieben wird.

Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bilanziert.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Buchwert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der diesen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen, sofern die Wertminderung voraussichtlich dauerhaft ist.

Umlaufvermögen

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden grundsätzlich zu fortgeschriebenen Durchschnittspreisen oder zu Marktpreisen bewertet, sofern diese am Bilanzstichtag niedriger sind. Fertige und unfertige Erzeugnisse sind zu durchschnittlichen Herstellungskosten bewertet, die neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten und der Abschreibungen enthalten. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Ist der voraussichtliche Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten am Bilanzstichtag niedriger, wird dieser Wert angesetzt. Handelswaren sind mit den Anschaffungskosten oder dem beizulegenden Wert bilanziert, sofern dieser am Bilanzstichtag niedriger ist. Für Verwertungsrisiken werden bei Bedarf Wertberichtigungen vorgenommen.

Die Forderungen und übrigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch pauschale Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Bilanzstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Eigenkapital

Die Posten des Eigenkapitals sind zu Nennwerten angesetzt.

Sonderposten für Investitionszulagen

Die erhaltenen Investitionszulagen gemäß dem Investitionszulagengesetz werden im Sonderposten für Investitionszulagen passiviert. Die Auflösung des Sonderpostens für Investitionszulagen erfolgt analog den Abschreibungen der zugrundeliegenden Vermögensgegenstände.

Rückstellungen

Die Bewertung der Pensionen und pensionsähnlichen Verpflichtungen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Anwendung der Projected Unit Credit-Methode. Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen wird der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 10 Jahre am Bilanzstichtag von 1,83 % zugrunde gelegt (Vorjahr: 1,79 %). Der Differenzbetrag in Höhe von T€ 71 (Vorjahr: T€ 696), der sich aus der Ermittlung der Rückstellung auf Basis des 7-Jahres- und des 10-Jahres-Durchschnittszinssatzes ergibt, ist in der Ergebnisabführung mit enthalten und hat folglich keiner Abführungssperre unterlegen.

Es wurde ein Gehaltstrend von 3,0 % p.a. (Vorjahr 3,0%) sowie ein Rententrend von 2,25 % p.a. (Vorjahr 2,25 %) berücksichtigt. Bei der Ermittlung der versicherungsmathematischen Werte wurden die "Richttafeln 2018G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck angewendet. Als Bewertungsendalter werden grundsätzlich die frühestmöglichen Altersgrenzen in der gesetzlichen Rentenversicherung unter Berücksichtigung des RV- Altersgrenzenanpassungsgesetzes vom 20. April 2007 herangezogen. Die Fluktuationswahrscheinlichkeiten werden ebenfalls gemäß der unter Verwendung der "Richttafeln 2018G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck in einer Bandbreite abhängig von Alter und Dienstjahren ermittelt.

Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen zu berücksichtigen. Sofern die Restlaufzeit mehr ein Jahr beträgt, werden diese Rückstellungen mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Für Jubiläumsverpflichtungen wird bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ein Rechnungszins von 1,80 % p.a. (Vorjahr: 1,50 %) und ein Gehaltstrend von 3,0 % p.a. (Vorjahr: 3,0 %) herangezogen.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalles gültigen Mittelkurs umgerechnet. Für die Folgebewertung erfolgt eine Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Verluste aus Kursänderungen werden zum Bilanzstichtag erfolgswirksam erfasst. Soweit sich bei Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr unrealisierte Gewinne ergeben, werden diese ebenfalls erfolgswirksam erfasst.

Latente Steuern

Für die nicht in die ertragsteuerliche Organschaft einzubeziehenden ausländischen Betriebsstätten der James Hardie Europe GmbH werden latente Steuern auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der jeweiligen Handels- und Steuerbilanzen angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Im Falle eines Aktivüberhangs latenter Steuern wird grundsätzlich von dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 HGB Gebrauch gemacht und auf den Ansatz aktiver latenter Steuern verzichtet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr war dies wie auch schon im Vorjahr der Fall. Der Berechnung der latenten Steuern liegen dabei wie im Vorjahr länderspezifische Steuersätze zwischen 19,0 % und 27,9 % zugrunde, die sich jeweils voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben werden. Latente Steuern werden im Übrigen auf Ebene der Organträgerin James Hardie Europe Holdings GmbH erfasst.

Rechnungsabgrenzungsposten

Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Bilanzstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist aus dem Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang ersichtlich.

Aufstellung des Anteilsbesitzes

Die folgenden Angaben beziehen sich auf Geschäftsjahre, die zum 31. März 2024 enden.

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital Einheit Eigenkapital Ergebnis
%
FELS-RECYCLING GmbH, Wolfsburg 51 T€ 890 1.027
Fermacell Schraplau GmbH, Schraplau 1 100 T€ 51 -407
Fermacell BV, Niftrik (Niederlande) 2 100 T€ 25.445 6.563
James Hardie Spain SLU, Orejo (Spanien) 2 100 T€ 63.732 1.390

1 Ergebnisabführungsvertrag mit der James Hardie Europe GmbH
2 Im Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses lag noch kein geprüfter Abschluss der Gesellschaft vor

Die Anteile an der James Hardie Spain SLU sind im abgelaufenen Geschäftsjahr durch eine Kapitalerhöhung in Höhe von T€ 44.740 erhöht worden.

(2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 12.499 (Vorjahr T€ 38.568) bestehen aus Finanzforderungen in Höhe von T€ 7.680 (Vorjahr T€ 32.601) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 4.819 (Vorjahr T€ 5.967). Forderungen gegen die Gesellschafterin bestehen wie im Vorjahr nicht.

(3) Eigenkapital

Die Kapitalrücklage stammt aus sonstigen Zuzahlungen der Altgesellschafterin i.S.v. § 271 Abs. 2 Nr. 4 HGB aus dem Jahr 2003 sowie einer weiteren Kapitalerhöhung im Geschäftsjahr 2024 i.S.v. § 271 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von T€ 44.740 im Rahmen der Erhöhung der Anteile an der James Hardie Spain SLU.

Die anderen Gewinnrücklagen von T€ 64 resultieren in voller Höhe aus Einstellungen gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 3 EGHGB im Zuge der BilMoG-Erstanwendung.

(4) Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen betreffen ausländische Betriebsstätten (T€ 37; Vorjahr T€ 69).

Sonstige Rückstellungen bestehen im Wesentlichen für Verpflichtungen aus Boni, Rabatten und Skonti gegenüber Kunden (T€ 15.051; Vorjahr T€ 22.597), aus dem Personalbereich (T€ 11.946; Vorjahr T€ 12.659), aus noch nicht abgerechneten Lieferungen und Leistungen (T€ 4.373; Vorjahr T€ 6.123) sowie aus Rechts- und Beratungskosten sowie Abschlusskosten (T€ 894; Vorjahr T€ 320).

(5) Verbindlichkeiten

Stand 31.03.2024 Restlaufzeiten
(Stand 31.03.2023) Gesamt Bis 1 Jahr Zwischen 1 und 5 Jahre Größer als 5 Jahre
T€ T€ T€ T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14.722 14.722 0 0
(11.201) (11.201) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 119.418 35.460 83.958 0
(127.849) (43.892) (83.958) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 3.887 3.887 0 0
(3.885) (3.882) (3) (0)
Summe 138.027 54.068 83.958 0
(142.936) (58.975) (83.961) (0)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 119.418 (Vorjahr T€ 127.849) bestehen aus Finanzverbindlichkeiten in Höhe von T€ 89.409 (Vorjahr T€ 89.631), aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 7.763 (Vorjahr T€ 22.582), aus Gewinnabführung an die Gesellschafterin in Höhe von T€ 22.243 (Vorjahr T€ 14.724) und aus der Verlustübernahme von der Fermacell Schraplau GmbH (T€ 407, Vorjahr T€ 580). Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin betragen insgesamt T€ 78.972 (Vorjahr T€ 78.127).

Die Verbindlichkeiten sind nicht durch Pfandrechte und ähnliche Rechte besichert; bei Lieferverbindlichkeiten bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

(6) Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

Aus Finanzierungsaspekten wurden mehrjährige Miet- und Leasingverträge für überwiegend Gebäude, Betriebsflächen, Dienstfahrzeuge sowie Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung abgeschlossen. Risiken könnten sich vor allem aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte oder Vermögensgegenstände nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wofür es derzeit keine Anzeichen gibt. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus den genannten Verpflichtungen sowie begonnenen Investitionsprojekten betrugen am Bilanzstichtag T€ 30.209 (Vorjahr T€ 19.629). Der Gesellschaft ergibt sich durch den Abschluss der Verträge ein Liquiditätsvorteil.

(7) Außerbilanzielle Geschäfte (§ 285 Nr. 3 HGB)

Neben den unter den finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Leasingvereinbarungen waren wie im Vorjahr keine weiteren Geschäfte im Sinne des § 285 Nr. 3 HGB für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 auszuweisen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(8) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse resultieren weit überwiegend aus dem Verkauf von Erzeugnissen an die Bauwirtschaft.

Aufteilung nach Regionen in T€ 01.04.2023- 31.03.2024 01.04.2022- 31.03.2023
Inland 95.877 102.038
Ausland 229.164 217.884
Summe 325.041 319.922

(9) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 15.308 (Vorjahr T€ 18.738) enthalten außergewöhnliche Erträge aus dem Verkauf von Anlagevermögen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr T€ 13.888) sowie periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 11.555 (Vorjahr: 2.409), vornehmlich aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 11.534; Vorjahr T€ 1.949) und aus der Auflösung von Wertberichtigungen (T€ 5; Vorjahr T€ 460).

Aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszulagen resultieren sonstige betriebliche Erträge in Höhe von T€ 72 (Vorjahr T€ 163).

(10) Außerplanmäßige Abschreibungen

Es wurden außerplanmäßige Abschreibungen in den Finanzanlagen in Höhe von T€ 981 (Vorjahr T€ 205) erfasst. Diese betreffen im abgelaufenen Geschäftsjahr den 51 % Anteil an der Fels Recycling GmbH.

(11) Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ 62.068 (Vorjahr T€ 48.310) sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 118 (Vorjahr T€ 226) enthalten.

(12) Erträge aus Beteiligungen

Im Vorjahr wurden aufgrund des Verkaufs einer Beteiligung außergewöhnliche Erträge in Höhe von T€ 5.050 ausgewiesen.

(13) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Auswirkungen auf den Steueraufwand im abgelaufenen Geschäftsjahr ergeben sich durch das Mindeststeuergesetz nicht. Auch für die Folgejahre werden nach aktuellem Stand keine Auswirkungen erwartet.

Sonstige Angaben

Mutterunternehmen, Konzernzugehörigkeit

Die James Hardie Europe GmbH steht im Mehrheitsbesitz und unter der einheitlichen Leitung ihrer Gesellschafterin James Hardie Europe Holdings GmbH, Düsseldorf.

Die James Hardie Europe GmbH wird über die James Hardie Europe Holdings GmbH in den nach § 292 Abs. 1 Nr. 1 HGB befreienden, nach US-amerikanischen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellten Konzernabschluss der James Hardie Industries Public Limited Company, Dublin/Irland, einbezogen (größter Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss kann am Sitz der Gesellschaft eingesehen werden. Im Rahmen des § 292 HGB befreit die Einbeziehung in den Konzernabschluss der James Hardie Industries Public Limited Company die James Hardie Europe GmbH davon, selbst einen Konzernabschluss- und Lagebericht aufzustellen. Da der Konzernabschluss nach US- GAAP aufgestellt wird, unterliegt dieser von deutschem Recht abweichenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, welche die folgenden Abschlussposten betreffen: Immaterielle Vermögensgegenstände, latente Steuern, Pensionsrückstellungen sowie sonstige Rückstellungen.

Es bestehen die folgenden wesentlichen, im befreienden Konzernabschluss vom deutschen Recht abweichend angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden:

Bei der Bilanzierung nach HGB sowie der Bilanzierung nach US-Rechnungslegung stehen unterschiedliche Rechnungslegungsphilosophien im Vordergrund. Für die HGB- Rechnungslegung sind das Vorsichts- und Gläubigerschutzprinzip vorrangig, während die US-Rechnungslegung ihren Schwerpunkt auf Informationen für gegenwärtige und potenzielle Investoren legt. Generell steht bei der US-Rechnungslegung die periodengerechte Erfassung von Aufwendungen und Erträgen ("matching principle") mehr im Vordergrund als in der deutschen Rechnungslegung.

Gemäß HGB müssen alle Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechend der in §§ 266, 275 HGB dargestellten Form und Reihenfolge dargestellt werden. Nach US GAAP ist eine andere Zusammenfassung erforderlich und die Reihenfolge der Bilanzposten beginnt mit den kurzfristigen Positionen. Die Aktiva sind nach abnehmender Liquidität, die Passiva nach zunehmender Laufzeit angeordnet. Darüber hinaus werden nach US GAAP die kurzfristigen Teile langfristiger Forderungen und Verbindlichkeiten in einer separaten Bilanzposition ausgewiesen. Der Anteil, der innerhalb eines Jahres fällig ist, wird als kurzfristig behandelt.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden nach US GAAP nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich einem Impairment-Test unterzogen. Der Konzern vergleicht den Marktwert seiner berichtspflichtigen Geschäftsbereiche jedes Jahr mit dem Nettobuchwert jedes berichtspflichtigen Geschäftsbereichs oder auch häufiger, wenn Ereignisse eintreten, die weitere Unwägbarkeiten nach sich ziehen, um zu ermitteln, ob ein etwaiger Verfall eines Geschäfts- oder Firmenwertes vorliegt.

Das Anlagevermögen wird sowohl nach deutschen handelsrechtlichen als auch nach US GAAP-Grundsätzen grundsätzlich zum Anschaffungswert bewertet und die Abschreibungen werden nach der linearen Bemessungsmethode vorgenommen.

Rückstellungen werden nach US GAAP grundsätzlich nicht gesondert, sondern unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Passivierung von Rückstellungen ist nach US GAAP deutlich restriktiver geregelt als nach HGB. Rückstellungen sind gemäß US GAAP zu bilden, wenn eine ungewisse Verpflichtunggegenüber einem Dritten besteht, die Inanspruchnahme wahrscheinlich und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrages zuverlässig schätzbar ist. Für die Höhe der Rückstellung ist gemäß US GAAP grundsätzlich der wahrscheinlichste Wert anzusetzen. Ist im Ausnahmefall eine Wahrscheinlichkeitsdifferenzierung nicht möglich, muss der niedrigste Bandbreitenwert zurückgestellt werden. Gegebenenfalls ist bei wesentlicher Abweichung zum höchsten Bandbreitenwert eine Angabe der größtmöglichen Inanspruchnahme erforderlich. Nach HGB sind Rückstellungen mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag anzusetzen. Bei der Bildung von Rückstellungen ist nicht grundsätzlich der höchstmögliche Betrag anzusetzen, in Zweifelsfällen jedoch gebietet das Vorsichtsprinzip indes die Rückstellung des höheren Betrags.

Die Bilanzierung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach US GAAP als Barwert der Verpflichtung zum Abschlussstichtag zuzüglich etwaiger in Folgeperioden zu berücksichtigender versicherungsmathematischer Gewinne abzüglich des am Abschlussstichtag beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens. Bei der Berechnung des Barwerts sind künftige Rentenanpassungen sowie Schätzungen über Fluktuationen von Arbeitnehmern zu berücksichtigen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die sich als Differenz zwischen der am Anfang der Periode ermittelten Soll-Rückstellung und der Ist-Rückstellung am Periodenende ergeben, werden nur erfolgswirksam in den Folgeperioden erfasst, wenn der Saldo der kumulierten nicht erfassten Gewinne/Verluste zum Ende der vorherigen Berichtsperiode den höheren der folgenden Beträge übersteigt: a) 10 % des Barwerts der Verpflichtung oder b) 10 % des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens. Der Diskontierungssatz orientiert sich an Renditen, die am Abschlussstichtag für erstrangige festverzinsliche Industrieanleihen am Markt erzielt werden. Die Diskontsätze für die Pensionspläne werden anhand der Zuordnung der Cashflows der Pensionspläne zu einer Renditekurve ermittelt, welche die entsprechenden Renditen auf die Null-Kupon-Anleihe jeder einzelnen Endfälligkeit aufzeigt. Der ausgewiesene Diskontsatz ist der Satz, der denselben aktuellen Wert erzeugt, den auch die Cashflows aufweisen. Beim Ausweis der erwarteten Kapitalmarktrentabilität des Fondsvermögens berücksichtigt das Unternehmen auch die Renditen der Vergangenheit sowie die erwartete Kapitalrentabilität des Einlagevermögens. Die voraussichtlichen Renditen werden auf der Grundlage von Anlageklasse-Rendite, Abweichungs- und Wechselbeziehungsannahmen abgeschätzt und basieren auf der Portfoliozielstrukturierung sowie der aktuellen Marktlage der Pensionspläne. Nach deutschen handelsrechtlichen Grundsätzen erfolgt die Bilanzierung zum Anwartschaftsbarwert nach den in diesem Anhang beschriebenen Grundsätzen.

Im Gegensatz zur handelsrechtlichen Bilanzierung sehen die US GAAP-Vorschriften kein Wahlrecht für aktive latente Steuern vor, sie sind vielmehr zwingend zu berücksichtigen.

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt:

1. April 2023 - 31. März 2024 1. April 2022 - 31. März 2023
Gewerbliche Arbeitnehmer 330 320
Angestellte 395 360
725 680

Geschäftsführung und Bezüge der Geschäftsführung

Christian Claus, Düsseldorf

Sprecher der Geschäftsführung sowie Geschäftsführer der James Hardie Europe

Holdings GmbH und der Fermacell Schraplau GmbH

Brian Jungwirth, Köln

Kaufmännischer Geschäftsführer sowie Geschäftsführer der James Hardie Europe

Holdings GmbH und der Fermacell Schraplau GmbH

Jürgen Hartmann, Blaustein

Technischer Geschäftsführer sowie Geschäftsführer der Fermacell Schraplau GmbH (seit 1.1.2024)

Pensionsverpflichtungen für frühere Mitglieder der Geschäftsführung

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsführung sind insgesamt T€ 1.420 (Vorjahr TEUR 1.205) zurückgestellt. Zahlungen für Pensionen an frühere Mitglieder der Geschäftsführung wurden im Geschäftsjahr nicht geleistet.

Geschäfte mit nahestehenden Personen (§ 285 Nr. 21 HGB)

Nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommene Geschäfte im Sinne von § 285 Nr. 21 HGB mit nahestehenden Personen wurden im Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 nicht getätigt.

Honorar des Abschlussprüfers (§ 285 Nr. 17 HGB)

Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt T€ 560 (Vorjahr T€ 484) und betrifft Prüfungsleistungen (handelsrechtliche Jahresabschlussprüfung sowie Arbeiten auf Anweisung des Konzernabschlussprüfers der obersten Muttergesellschaft).

Ergebnisverwendung

Das Ergebnis des Geschäftsjahres wird aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrags an die Gesellschafterin abgeführt.

Nachtragsbericht

Die James Hardie Europe GmbH wird ihre Geschäftsanteile (51%) an der Fels Recycling GmbH mit Wirkung zum 1. Juli 2024 an die Minderheitsgesellschafterin Veolia Umweltservice Beteiligungsverwaltungs GmbH (49%) veräußern.

Auf Basis eines Umweltgutachtens vom 15. Februar 2024 wurde zum 31. März 2024 eine Rückstellung für die Sanierung von Altlasten auf dem von der Fels Recycling GmbH im Rahmen eines Erbbaurechtsvertrages genutzten Grundstücks in Höhe von TEUR 1.380 im Abschluss der Fels Recycling GmbH gebildet. Mit Kaufvertrag vom 29. Mai 2024 haben die Gesellschafter die Vereinbarung getroffen, dass diese Kosten zwischen den beiden Parteien aufgeteilt werden, um die Fels Recycling GmbH zu entlasten und die Fortführung der Gesellschaft sicherzustellen. Zu diesem Zweck wurde vorab eine ergänzende Freistellungserklärung zwischen den beiden Parteien und der Fels Recycling GmbH vereinbart, wonach sich die Gesellschafter gegenüber der Fels Recycling GmbH verpflichten, die Aufwendungen, die für die Beseitigung der auf dem Grundstück entstandenen Umweltschäden erforderlich sind, zu übernehmen, soweit diese im Rahmen der Altlastenuntersuchung des Gutachters festgestellt wurden. Die Auszahlung an die Fels Recycling GmbH, die zunächst auf einen Betrag von TEUR 1.400 beschränkt ist, erfolgt bei Abrechnung der Sanierung durch die Lieferanten, in Form von Einbringungen in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

Darüber hinaus haben sich keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres ergeben.

 

Düsseldorf, 28. Juni 2024

James Hardie Europe GmbH

Geschäftsführung

Christian Claus

Brian Jungwirth

Jürgen Hartmann

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.04.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.03.2024
I. Immaterielle Vermögengegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.987.684,71 228.929,93 27.238,77 230.296,25 2.419.672,12
2. Geleistete Anzahlungen 168.952,25 0,00 0,00 -168.952,25 0,00
2.156.636,96 228.929,93 27.238,77 61.344,00 2.419.672,12
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 25.350.887,71 612.631,00 5.560,04 124.062,70 26.082.021,37
2. Technische Anlagen und Maschinen 114.976.194,12 6.645.368,01 2.839.867,73 2.201.838,94 120.983.533,34
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.074.283,70 2.902.680,50 538.559,12 1.161.205,47 18.599.610,55
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.074.944,24 12.971.799,18 1.822.901,80 -3.548.451,11 13.675.390,51
161.476.309,77 23.132.478,69 5.206.888,69 -61.344,00 179.340.555,77
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 70.272.251,17 44.740.559,71 27.193,22 0,00 114.985.617,66
70.272.251,17 44.740.559,71 27.193,22 0,00 114.985.617,66
233.905.197,90 68.101.968,33 5.261.320,68 0,00 296.745.845,55
Abschreibungen
01.04.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.03.2024
I. Immaterielle Vermögengegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.467.138,71 278.352,18 27.238,77 0,00 1.718.252,12
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1.467.138,71 278.352,18 27.238,77 0,00 1.718.252,12
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.153.103,28 1.094.136,70 2.148,04 0,00 15.245.091,94
2. Technische Anlagen und Maschinen 90.083.454,12 6.671.348,95 2.770.312,73 0,00 93.984.490,34
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.286.167,28 1.215.034,60 526.139,12 0,00 11.975.062,76
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
115.522.724,68 8.980.520,25 3.298.599,89 0,00 121.204.645,04
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.530.000,00 980.500,00 0,00 0,00 4.510.500,00
3.530.000,00 980.500,00 0,00 0,00 4.510.500,00
120.519.863,39 10.239.372,43 3.325.838,66 0,00 127.433.397,16
Buchwerte
31.03.2024 31.03.2023
I. Immaterielle Vermögengegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 701.420,00 520.546,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 168.952,25
701.420,00 689.498,25
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.836.929,43 11.197.784,43
2. Technische Anlagen und Maschinen 26.999.043,00 24.892.740,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.624.547,79 3.788.116,42
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 13.675.390,51 6.074.944,24
58.135.910,73 45.953.585,09
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 110.475.117,66 66.742.251,17
110.475.117,66 66.742.251,17
169.312.448,39 113.385.334,51

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024

GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT

1. Geschäftsmodell der Gesellschaft

Die James Hardie Europe GmbH (im Folgenden "JHEU") produziert und vertreibt in Europa Gipsfaser- und zementgebundene Trockenbauplatten unter den Marken fermacell® und Aestuver® und ist als bedeutender europäischer Marktteilnehmer für diese Produkte etabliert. Seit Mai 2018 umfasst das Produktportfolio der JHEU auch Faserzement-Platten, die unter der Marke James Hardie® vertrieben werden.

Die Produktion der fermacell® Gipsfaserplatten erfolgt in zwei Werken in Niedersachsen und Baden-Württemberg sowie in den Werken der niederländischen und spanischen Tochtergesellschaften. Den Gips für die Produktion der fermacell® Gipsfaserplatten erwirbt JHEU unter anderem von einer deutschen Tochtergesellschaft. fermacell® Produkte werden primär im Innenausbau, Holzrahmenbau sowie Fertighausbau eingesetzt. JHEU behauptet dabei im Ausbauplattenmarkt eine bedeutende und gefestigte Marktposition im Bereich der hoch belastbaren, feuerhemmenden und leicht zu verarbeitenden Wand- und Bodenplatten, insbesondere in Deutschland, der Schweiz, Skandinavien und den Benelux-Staaten.

Unter dem Namen Aestuver® werden zudem zementgebundene Brandschutzplatten für hohe brandschutztechnische und feuchteresistente Ansprüche im Objektgeschäft und Industriekundengeschäft für Abnehmer weltweit in einem Werk in Sachsen-Anhalt produziert.

Insbesondere mit den Produkten HardiePlank® und HardiePanel® werden unter der Marke James Hardie® besonders dauerhafte Baustoffe vertrieben, die sowohl im Fassadenbereich als auch in Innenräumen zum Einsatz kommen. Sämtliche Faserzement-Produkte werden derzeit noch in den James Hardie Werken in den USA produziert und über ein niederländisches Schwesterunternehmen bezogen.

Eine eigene Vertriebsorganisation verantwortet den europaweiten Vertrieb, wobei die Vertriebswege vorwiegend den Baustofffachhandel, Baumärkte sowie Industriekunden umfassen. Die Vertriebsniederlassungen in der Schweiz, Dänemark, Schweden, Österreich, Tschechien, Polen und Italien werden dabei jeweils als Betriebsstätten der JHEU betrieben.

JHEU ist ein Unternehmen der globalen James Hardie Gruppe, einem weltweit agierenden Hersteller von Fassadenverkleidungen und Fliesenträgerplatten aus Faserzement.

2. Forschung und Entwicklung

Die Tätigkeiten der JHEU im Bereich Forschung und Entwicklung fokussieren sich insbesondere auf die Produktentwicklung und sind in enger Verbindung mit der Qualitätssicherung in eigenständigen Abteilungen mit 15 Mitarbeitern (Vollzeitäquivalente) gebündelt. Zudem wird R&D-Team im Bereich der Entwicklung von Faserzement-Produkten für den europäischen Markt durch die James Hardie R&D-Teams in Australien und den USA unterstützt.

Im Berichtszeitraum wurden zur Steigerung des Absatzes und der Rentabilität verschiedene, bereits in Vorjahren begonnene Projekte fortgeführt bzw. zum Abschluss gebracht sowie neue Projekte angestoßen. Hierzu zählen insbesondere die folgenden Projekte:

Das Projekt Hardie Architectural Panel (HAP) beschäftigt sich mit erweiterten Möglichkeiten der Oberflächengestaltung durch neue Texturen der großformatigen Faserzementtafeln Hardie® Panel.

Die Projekte "Flandern" und "Roubaix" beschäftigen sich mit der Entwicklung von nicht sichtbaren Befestigungssystemen für Hardie® Panel bzw. Hardie® Architectural Panel.

Zur Absatzsteigerung im Bereich der Gipsfaser-Platten wurde das Projekt Therm25 initiiert. Dabei werden 25 mm dicke Fermacell Gipsfaser-Platten von externen Partnern an der Oberseite mit speziellen Fräsungen versehen. Diese ermöglichen eine rationelle Verlegung der Gipsfaserplatten-Elemente sowie der Fußbodenheizungsrohre. Parallel wird am Werksstandort Siglingen eine Anlage aufgebaut, mit der es möglich sein wird, bereits im Produktionsprozess die notwendigen Fräsungen zu erzeugen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind insgesamt Entwicklungsaufwendungen in Höhe von 0,8 Mio. € angefallen (Vorjahr: 0,9 Mio. €). Eine Aktivierung von Entwicklungskosten ist nicht erfolgt.

WIRTSCHAFTSBERICHT

3. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach deutlichen Zuwächsen in den Vorjahren, unter anderem bedingt durch Nachholeffekte im Anschluss an die Pandemie, hat sich das Wirtschaftswachstum in Europa im Jahr 2023 deutlich verlangsamt. Vor allem die Flächenstaaten wiesen mit Ausnahme Spaniens ein BIP Wachstum von unter 1 % auf und lagen damit nur knapp über der Stagnation. Wesentliche Gründe hierfür ist die instabile politische Lage mit dem anhaltenden Krieg in der Ukraine und dem eskalierenden Nahostkonflikt.

Beides beeinflusst auch 2024 die wirtschaftliche Entwicklung erheblich, und das konjunkturelle Umfeld zeigt sich entsprechend schwach. Während sich im Jahr 2023 die multiplen Krisen stark auf Energiepreise und Lieferketten auswirkten und damit die Inflation zusätzlich anfachten, sind es nun die Folgen der Inflation, die das Wachstum bremsen: Produktions- und Lebenshaltungskosten sind deutlich gestiegen und schwächen in Verbindung mit hohen Leitzinsen die Nachfrage und damit Konsum und Produktion. Die Bauwirtschaft, deren Entwicklung stark von den Finanzierungsbedingungen abhängt, reagiert besonders sensibel und leidet außerdem in besonderem Maße unter den gestiegenen Produktionskosten und dem gesunkenen Konsumentenvertrauen.

Da sich die Inflation zuletzt jedoch deutlich abschwächte, erwarten wir nach der ersten Senkung des Leitzinses durch die Europäische Zentralbank im Juni auch weitere Zinssenkungen.. Das könnte eine gesamtwirtschaftliche Erholung einleiten. Dennoch geht der Internationale Währungsfonds (IWF) für 2024 nur von geringem Wachstum des BIP im für uns als Absatzmarkt besonders wichtigen Euroraum in Höhe von +0,8 % aus.

Außerhalb des Euroraums ist vor allem das Vereinigte Königreich ein wichtiger Absatzmarkt für unsere Produkte. Auch die britische Wirtschaft zeigt sich nach einer Stagnation im Vorjahr Anfang 2024 etwas robuster und der IWF erwartet für das Gesamtjahr ein - wenn auch geringes - BIP Wachstum von +0,5 %.

BIP Wachstum im Vergleich zum Vorjahr in %

IWF Projektion April 2024

2023 2024 2025
Europe 1,4 1,6 2,0
Euro Area 0,4 0,8 1,5
Austria -0,7 0,4 1,6
Belgium 1,5 1,2 1,2
France 0,9 0,7 1,4
Germany -0,3 0,2 1,3
Ireland -3,2 1,5 2,5
Italy 0,9 0,7 0,7
Netherland 0,1 0,6 1,3
Spain 2,5 1,9 2,1
Denmark 1,8 2,1 1,5
Czech Republic -0,4 0,7 2
Switzerland 0,8 1,3 1,4
UK 0,1 0,5 1,5

Source: https://www.imf.org/en/Publications/REO/EU/Issues/2024/04/05/regional-economic-outlook-europe-april-2024

Entwicklung des Neubaus und des Renovierungsmarktes

Die Produkte von JHEU werden sowohl im Neubau (z.B. bei Holzhausherstellern, die überwiegend Einfamilienhäuser bauen) als auch in der Renovierung (z.B. Verwendung von Gipsfaser Estrich-Elementen) eingesetzt. Für den Erfolg von JHEU ist daher neben der Entwicklung der Neubaumärkte auch die Entwicklung der Renovierungsmärkte in Europa relevant.

Nach einer kurzen Wachstumsphase war das Jahr 2023 durch einen starken Rückgang der Aktivitäten in nahezu allen Hochbausegmenten sowohl im Neubau als auch in der Renovierung gekennzeichnet. Wesentliche Gründe hierfür waren der Zinsanstieg sowie die allgemeine Konjunkturschwäche. Im Bereich der Großprojekte führte die Kombination aus schwacher Nachfrage und erschwerten Finanzierungsbedingungen zum Konkurs mehrerer großer Bauträger und Projektentwickler.

Die Zahl der Baugenehmigungen ist ein wichtiger Frühindikator für den Neubau. Sie war im Vorjahr stark rückläufig und erholt sich nur langsam. Entsprechend rechnet Euroconstruct 1 , das europäische Netzwerk führender Baumarktforschungsinstitute, nach dem Einbruch des europäischen Wohnungsbaus im Vorjahr für 2024 mit einem weiteren Rückgang der Produktion im Neubau von -7,4 % und auch für 2025 eher mit einer Stagnation als mit einer Erholung.

Der Produktionswert im Bereich der Renovierung von Wohngebäuden steht laut Euroconstruct für etwa 60% des Gesamtmarktes im Wohnbau.

Nach einem Einbruch im Vorjahr steht der Renovierungsmarkt auch 2024 unter Druck durch gestiegene Preise, ungünstige Finanzierungsbedingungen sowie durch Fachkräftemangel und teilweise unklare oder sich verschlechternde Subventionspolitik.

Euroconstruct rechnet für 2024 mit einem sich fortsetzenden Einbruch des Renovierungsmarktes und prognostiziert einen Rückgang des Produktionswertes um -4 % in Europa. Mit einer Aufhellung des konjunkturellen Umfelds und verbesserten Finanzierungsbedingungen sollte sich die Lage allmählich verbessern. Für 2025 gehen die Schätzungen von einem Wachstum von 1,4 % aus.

1 Quelle: 96th Euroconstruct Conference, Dezember 2023

4. Geschäftsverlauf

Das Geschäft der JHEU wird im Wesentlichen anhand der finanziellen Leistungsindikatoren Gesamtumsatz und EBIT sowie der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren Arbeitssicherheit (gemessen an der Anzahl der meldepflichtigen Unfälle) und Anzahl Mitarbeiter gesteuert.

Die Umsatzerlöse lagen mit 325,0 Mio. € im Geschäftsjahr 2024 (Vorjahr 319,9 Mio. €) um 5,1 Mio. € bzw. 1,6 % über dem Vorjahr und damit leicht unter den Erwartungen. Bzgl. der Ausweisänderung in der Gewinn- und Verlustrechnung wird auf den Anhang verwiesen. Der Umsatz in Deutschland, dem Heimatmarkt der JHEU, betrug dabei 95,9 Mio. € (Vorjahr 102,0 Mio. €). Wesentliche Umsatztreiber im europäischen Ausland waren unverändert die Schweiz, Dänemark, Großbritannien, Tschechien und Österreich.

5. Darstellung der Lage

5.1 Ertragslage

JHEU hat das Geschäftsjahr 2024 mit einem handelsrechtlichen Ergebnis vor Gewinnabführung von 21,8 Mio. € (Vorjahr 14,7 Mio. €) abgeschlossen und damit die Erwartung des Vorjahres, die von einem moderaten Anstieg ausging, erfüllt. Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags wird dieser Gewinn an die Alleingesellschafterin James Hardie Europe Holdings GmbH, Düsseldorf, abgeführt.

Insgesamt lagen die erzielten Umsatzerlöse leicht unter der Vorjahresplanung, die von einem moderaten Anstieg im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich ausging. Rückläufige Absatzmengen konnten durch Preiserhöhungen kompensiert werden. Der Materialeinsatz im Vergleich zum Umsatz (einschl. Bestandsveränderung) verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 8,6 %-Punkte auf 59,6 %.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten insbesondere Auflösungen von Rückstellungen (Im Wesentlichen für Boni und Rabatte (11,5 Mio. €)), nachdem im Vorjahr an dieser Stelle vor allem Gewinne aus Anlagenabgängen in Höhe von 13,9 Mio. € ausgewiesen wurden..

Während der Personalaufwand trotz gestiegener Mitarbeiterzahl mit 57,8 Mio. € (Vorjahr 60,0 Mio. €) um -3,7 % sank, sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 13,8 Mio. € auf 62,1 Mio. € (Vorjahr 48,3 Mio. €) gestiegen. Im Geschäftsjahr sind vor allem die Vertriebskosten, vor allem für Marketing, und die Rechts- und Beratungskosten gestiegen.

Aufgrund der Umsatzaktivitäten in Nicht-Euro-Ländern ist JHEU Wechselkursänderungen ausgesetzt. Die hieraus resultierenden im Saldo Wechselkurserträge betragen 0,2 Mio. €.

Beteiligungsergebnis

Die Tochtergesellschaft Fermacell B.V. in den Niederlanden liefert zu einem großen Teil in die Vertriebsorganisation der JHEU hinein; im Übrigen bedient die Fermacell B.V. das Vertriebsgebiet BeNeLux. Im Geschäftsjahr wurde eine Ausschüttung aus dem Jahresergebnis der Fermacell B.V. in Höhe von 9,8 Mio. € vorgenommen (Vorjahr 10,3 Mio. €).

Die Tochtergesellschaft James Hardie Spain S.L.U. mit dem 2012 im Rahmen einer öffentlichen Auktion erworbenen Gipsfaserplatten-Werk in Orejo, Spanien, liefert zu einem großen Teil in die Vertriebsorganisation der JHEU hinein; im Übrigen bedient die James Hardie Spain S.L.U. die Vertriebsgebiete in Spanien und Portugal. Im Geschäftsjahr wurde wie im Vorjahr keine Ausschüttung vorgenommen.

Mit der Fermacell Schraplau GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Aufgrund dieses Ergebnisabführungsvertrags hat die Gesellschaft den Verlust des Geschäftsjahres vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 der Fermacell Schraplau GmbH in Höhe von T€ 406 (Vorjahr T€ 580) ausgeglichen.

Die FELS-RECYCLING GmbH realisiert rund 80 % (Vorjahr 87 %) des Umsatzes mit Papierlieferungen an JHEU und behauptet sich auch im Drittgeschäft. Im Geschäftsjahr wurde eine Ausschüttung von 0,1 Mio. € (Vorjahr 0,0 Mio. €) vorgenommen. Die Anteile wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr um 1,0 Mio. € abgewertet.

EBIT

Das EBIT liegt mit 27,7 Mio. € über dem Vorjahreswert (20,7 Mio. €) und auch deutlich über der Erwartung, die von einem Anstieg im niedrigen einstelligen Prozentbereich ausging. Diese Entwicklung ist vor allem auf den niedrigeren Materialaufwand zurückzuführen. Insbesondere sind die Aufwendungen für bezogene Leistungen und die Energiekosten niedriger ausgefallen, als bei der Planung erwartet. Der Wegfall der Sondereffekte des Vorjahres, die das EBIT insgesamt um 14,0 Mio. € erhöht hatten, wurde durch die Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 11,5 Mio. € überwiegend kompensiert.

Zinsergebnis

Die Zinsbelastung stellt sich grundsätzlich kaum verändert dar. Zinserträge waren von untergeordneter Bedeutung. In Summe beträgt das negative Zinsergebnis für das Geschäftsjahr 4,4 Mio. € (Vorjahr 4,4 Mio. €).

5.2 Finanz- und Vermögenslage

5.2.1 Investitionen

Die Investitionen in immaterialle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind von 12,3 Mio. € im Vorjahr auf 23,4 Mio. € gestiegen. Im aktuellen Geschäftsjahr fanden im Wesentlichen wiederkehrende Investitionen in den Werken sowie Investitionen für Kapazitätserweiterungen statt. Größere Neuinvestitionen wurden z. B. wie im Vorjahr für eine CNC Fräsanlage Therm25 in Siglingen und eine Erweiterung der Schreddermix-Anlage in Siglingen getätigt.

Im Übrigen erfolgte eine Kapitalerhöhung bei Tochtergesellschaft in Spanien in Höhe von 44,7 Mio. €, die aus dem James Hardie Konzern finanziert wurde und bei der JHEU eine gleichlautende Erhöhung der Kapitalrücklage zur Folge hatte.

5.2.2 Finanzierung

Der Bedarf an Finanzmitteln wurde im Wesentlichen durch ein mittelfristiges Darlehen der Gesellschafterin James Hardie Europe Holdings GmbH sowie durch die James Hardie International Finance DAC zur Verfügung gestellt.

Die weitere Finanzierung erfolgt unverändert in Form eines Gesellschafterdarlehens in Höhe von 58,0 Mio. € mit einer Endfälligkeit zum 31. Dezember 2025 sowie in Form einer langfristigen Einlagenfazilität in Höhe von 26,0 Mio. € mit einer Laufzeit bis zum 31. März 2026.

Die Kapitalstruktur der JHEU gliedert sich in 33,6 % Eigenkapital (Vorjahr 19,9%) und 66,4 % Fremdkapital (Vorjahr 80,1%). Das Eigenkapital hat sich mit 94,8 Mio. € gegenüber dem Vorjahr um rund 44,7 Mio. € erhöht was im Wesentlichen in der Erhöhung der Kapitalrücklage aufgrund der Erhöhung der Beteilung an der James Hardie Spanien begründet ist. Die Veränderungen im Bereich des Fremdkapitals betrafen insbesondere die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, die Rückstellungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten (siehe Erläuterungen unter 5.2.3).

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen für Miet- und Leasingverhältnisse, Investitionsprojekte und Abnahmeverpflichtungen haben sich von 19,6 Mio. € im Vorjahr auf 30,2 Mio. € erhöht, was im Wesentlichen an der Verlängerung der Büromieten in Düsseldorf nach umfangreicher Renovierung begründet ist.

5.2.3 Analyse der Bilanzstruktur

Insgesamt erhöhte sich die Bilanzsumme gegenüber dem 31. März 2023 um 30,1 Mio. € auf 281,8 Mio. €.

Das Anlagevermögen ist gegenüber dem 31. März 2023 um 55,9 Mio. € auf 169,3 Mio. € gestiegen. Das Sachanlagevermögen besteht zu 19 % (Vorjahr: 24 %) aus Grundstücken und Bauten, zu 46 % (Vorjahr: 54 %) aus Anlagen und Maschinen, zu 11 % (Vorjahr: 8 %) aus der Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie zu 24 % (Vorjahr: 13 %) aus geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau. Der Zuwachs des Sachanlagenvermögen um 12,2 Mio. € resultiert aus höheren Investitionen im Berichtsjahr. Der Anstieg im Finanzanlagevermögen beruht auf der Erhöhung des Anteils an der James Hardie Spain um 44,7 Mio.€.

Das Umlaufvermögen hat sich zum 31. März 2024 um 26,6 Mio. € gegenüber dem Vorjahr verringert. Die Vorräte lagen dabei mit 35,2 Mio. € um 2,4 Mio. € über dem Vorjahr. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum 31. März 2024 gegenüber dem Vorjahr um 1,8 Mio. € auf 43,3 Mio. € gestiegen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen nahmen gegenüber dem 31. März 2023 um 26,1 Mio. € auf 12,5 Mio. € ab. Wesentlicher Bestandteil sind die Finanzforderungen sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus Warenlieferungen.

Der Zahlungsmittelbestand sank gegenüber dem Vorjahr um 4,4 Mio. € auf 11,5 Mio. €.

Das Eigenkapital stieg um 44,7 Mio. € um 89 % auf 94,8 Mio. € aufgrund einer Erhöhung der Kapitalrücklage im Zuge der Erhöhung des Anteils an der James Hardie Spain.

Der Sonderposten für Investitionszulagen verringerte sich infolge planmäßiger Auflösung um 0,1 Mio. € auf 0,3 Mio. €. Die Rückstellungen nahmen insbesondere aufgrund von Auflösungen in der Rückstellung für Kundenboni um 9,3 Mio. € auf 48,8 Mio. € ab.

Die Verbindlichkeiten sanken gegenüber dem Vorjahr um 5,0 Mio. € auf 138,0 Mio. €. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich dabei stichtagsbedingt um 3,5 Mio. € auf 14,7 Mio. €. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen verringerten sich um 8,4 Mio. € auf 119,4 Mio. €. Die sonstigen Verbindlichkeiten blieben mit 3,8 Mio. € (Vorjahr 3,9 Mio. €) relativ konstant.

5.3 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

5.3.1 Arbeitssicherheit

Um die Leistung im Bereich Arbeitssicherheit innerhalb der James Hardie Gruppe vergleichen zu können, werden Arbeitsunfälle nach den OSHA Regeln (USA) gezählt und berichtet. Bei James Hardie wird die DART-Rate genutzt, was die Anzahl der Unfälle mit Arbeitszeitausfall oder Schonarbeitsplatz je 200.000 geleistete Arbeitsstunden darstellt. Die DART-Rate nach OSHA betrug im Geschäftsjahr 0,29 Unfälle pro 200.000 geleistete Arbeitsstunden bzw. 1,45 Unfälle pro 1 Million geleistete Arbeitsstunden. Die Unfallrate hat sich im Vergleich zu der des vorangegangenen Geschäftsjahres (0,48 bzw. 2,4) deutlich verbessert. Es konnte das beste Ergebnis seit Bestehen der James Hardie Europe erreicht werden.

Im Oktober wurde erstmalig ein globaler "Zero Harm Day" in allen Werken weltweit, so auch allen europäischen Werken und Büros, durchgeführt. Dazu wurde jedes Werk für einen Tag angehalten und alle Mitarbeiter nahmen an den Aktionen teil. Fokus lag dabei vor allem auf Arbeiten mit hohen Gefahren, wie z.B. Arbeiten in Höhen. Auch die Themen Maschinensicherheit und Lock Out Tag Out waren wichtiger Bestandteil dieses Tages, der von allen Mitarbeitern sehr positiv eingeschätzt wurde und daher auch in diesem Jahr wiederholt wird.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr begann außerdem eine Initiative zur Verbesserung der Maschinensicherheit. Mit externen Partnern wurden in allen Werken Bestandsaufnahmen durchgeführt und mögliche Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit entwickelt. Ziel ist hier, im Laufe der nächsten Jahre "Best in Class" zu werden.

5.3.2 Mitarbeiter 2 (nicht prüfungspflichtiger Abschnitt des Lageberichtes)

JHEU setzt auf eine vielfältige und lebendige Kultur, die neue Ideen ermöglicht und fördert. Mit den richtigen Menschen am richtigen Platz beabsichtigt JHEU die Wettbewerbsfähigkeit und Kundenorientierung zu stärken. Qualifizierte und motivierte Führungskräfte und Mitarbeiter sind eine wichtige Basis für einen nachhaltigen Erfolg. Deshalb fördert und unterstützt JHEU die eigene Belegschaft mit Angeboten und Leistungen sowohl zur beruflichen Entwicklung als auch für ihr persönliches Wohlbefinden. Es ist uns wichtig, die Fähigkeiten von Mitarbeiter zu erkennen und weiterzuentwickeln. Professionalität, Verantwortung und Verantwortlichkeit sowie Dialog, Offenheit und Wertschätzung stellen die Pfeiler der Unternehmenskultur dar. Bei JHEU waren im Geschäftsjahr durchschnittlich 725 Mitarbeiter im In- und Ausland beschäftigt. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine Erhöhung um rund 45 Mitarbeiter.

Die James Hardie-Gruppe (weltweit) hat sich dem Aufbau einer besseren Umgebung und der Schaffung eines integrativen und vielfältigen Arbeitsumfeldes verschrieben und diese Werte sind integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie der James Hardie-Gruppe, zu der die James Hardie Europe GmbH gehört. Innerhalb der James Hardie-Gruppe (weltweit) werden auf allen Ebenen intensive Anstrengungen unternommen, um Frauen die Übernahme von Führungspositionen zu ermöglichen (dies zeigt sich unter anderem am aktuellen Frauenanteil auf der Ebene der globalen Führungskräfte). Frauen werden in ihrer beruflichen Laufbahn unter anderem durch flexible Arbeitsbedingungen und umfangreiche Weiterbildungsmöglich-keiten unterstützt. Zu diesem globalen Ziel bekennen sich auch die Gesellschafterin und die Geschäftsführung der James Hardie Europe GmbH. Der Anteil von Frauen in Führungspositionen hat sich wie folgt erhöht:

Europäische Gesellschaften der James Hardie Gruppe (exkl. Irland) 31.03.2022: 10,3%

Europäische Gesellschaften der James Hardie Gruppe (exkl. Irland) 31.03.2023: 11,8%

Die James Hardie Europe GmbH hat eine sehr flache Führungsstruktur und beschäftigt eine geringe Anzahl von Mitarbeitern in den verschiedenen Führungsebenen. Zum 31. März 2024 besteht die Geschäftsführung aus drei Männern, die auf der ersten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung ("EULT") um drei männliche Mitglieder erweitert wird. Auf der zweiten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung ("ESLT") kommen weitere acht Mitglieder hinzu; zwei davon sind Frauen und sechs Männer. Somit liegt der Frauenanteil im ESLT (ohne diejenigen Mitglieder, die auch der Geschäftsführung bzw. dem EULT angehören) bei 25% und über die drei obersten Führungsebenen derzeit bei 14,3%. Darüber hinaus liegt der Frauenanteil in der Geschäftsleitung der James Hardie-Gruppe (weltweit) bei rund 15% (Stand 31. Dezember 2023).

Die Gesellschafterin hat das Ziel für den Frauenanteil auf der Ebene der Geschäftsführer auf 0% beschlossen. Die Frist zur Erreichung dieses Ziels wurde auf den 31. Dezember 2026 festgelegt. Die Geschäftsführung haben Zielvorgaben für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung beschlossen. Diese betragen 0% für den Frauenanteil im EULT und 25% im ESLT (ohne diejenigen Mitglieder, die auch der Geschäftsführung bzw. dem EULT angehören). Die Frist für die Erreichung beider Ziele wurde auf den 31. Dezember 2026 festgelegt.

Die Gesellschafterin und die Geschäftsführung begründen die Entscheidung, das 0%-Ziel für die Geschäftsführung und für das EULT sowie 25% für das ESLT (ohne diejenigen Mitglieder, die auch der Geschäftsführung bzw. dem EULT angehören) festzulegen, wie folgt:

In Anbetracht der Größe der James Hardie Europe GmbH ist nicht geplant, die Geschäftsführung sowie die beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung aufzustocken. Für den Zeitraum bis zum 31. Dezember 2026 wird daher erwartet, dass der derzeitige Frauenanteil in der Geschäftsführung und den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung gleichbleiben wird. Sollte es dennoch bis zum 31. Dezember 2026 zu einer signifikanten personellen Veränderung in einer der Führungsebenen der James Hardie Europe GmbH kommen, wird die Geschäftsführung den Frauenanteil erneut und in Übereinstimmung mit den Zielen der James Hardie-Gruppe (weltweit) prüfen.

2 In diesem Lagebericht wird nur aus Gründen besserer Lesbarkeit auf die Unterscheidung zwischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verzichtet. Dies gilt auch für Kundinnen und Kunden etc.

5.4. Nachhaltigkeit (übersetzter Auszug)

"Bei James Hardie glauben wir, dass Nachhaltigkeit eine nie endende Reise ist. Wir haben uns verpflichtet, Lösungen zu identifizieren und zu entwickeln, die unserem Planeten, uns Menschen und den Gemeinschaften, in denen wir tätig sind, gerecht werden. Wir haben ein neues, wissenschaftlich fundiertes Ziel gesetzt, um unsere absoluten Treibhausgasemissionen (Scope 1+2) bis 2030 um 42% zu reduzieren (Baseline 2021). Wir haben uns auch verpflichtet, bis 2035 keine Produktionsabfälle mehr auf Deponien zu entsorgen und haben ehrgeizige Ziele für die Geschlechtervielfalt in der Führung und im Management sowie für unterrepräsentierte Minderheiten im Management gesetzt.

Wir integrieren Nachhaltigkeit in unser gesamtes Unternehmen, vom Vorstand bis zu unseren Produktionsstätten. Wir haben unser Team in Schlüsselpositionen gestärkt, um unsere globalen Programme mit unseren Ambitionen in Einklang zu bringen.

Unsere hochwertigen Produkte sind widerstandsfähig und langlebig, was bedeutet, dass sie eine geringere langfristige Umweltauswirkung haben als einige andere Baustoffe. Wir haben unser für 2030 gestecktes Ziel, 80% des Umsatzes aus Produkten mit Umweltproduktdeklarationen (EPDs) mehrere Jahre vor dem Zeitplan zu erzielen, übertroffen. Durch unser aktualisiertes, wissenschaftlich fundiertes Treibhausgasziel in Kombination mit unserer "Low Carbon Cement Technology Roadmap" streben wir an, die Klimaauswirkungen unserer Faserzementprodukte bis 2030 um 50% zu reduzieren.

Unser European Leadership Team (EULT) und unser Team aus talentierten, engagierten Mitarbeitern sind verpflichtet, einen integrativen und ansprechenden Arbeitsplatz zu fördern und einen positiven Einfluss auf die Gemeinschaften zu haben, in denen wir leben und arbeiten. Wir sind stolz auf die Leidenschaft und das Engagement aller bei James Hardie, die uns dabei helfen, dorthin zu gelangen. Während dies erst der Anfang der vor uns liegenden Arbeit ist, sind wir alle bereit, unseren Teil dazu beizutragen, ganz nach unserem Purpose building a better future for all"

Source: https://www.jameshardie.com/all-about-james-hardie/sustainability-esg-initiatives/

5.5. Zusammengefasste Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Das widrige Marktumfeld wirkte sich insbesondere durch das stark gestiegene Zinsumfeld insgesamt negativ auf die Baubranche aus. Insbesondere hervorzuheben ist dabei der Rückgang der Produktion im Neubau von -7,4 %, welcher sich auch negativ auf den Gesamtabsatz der James Hardie Europe GmbH ausgewirkte.

Mit den geringeren Absatzvolumen gingen reduzierte Produktionsvolumen einher. Diese führten zu gestiegenen Produktionskosten pro produzierte Einheit. Das Management der James Hardie Europe GmbH war bestrebt, diesem Trend mit der erfolgreichen Durchsetzung von Preiserhöhungen und einem profitableren Produktmix zu begegnen, bei dem der Absatz von margenreicheren Produkten im Vordergrund stand. Das Ergebnis war ein gleichbleibender Umsatz im Vergleich zum Vorjahr und eine gestiegene Profitabilität.

Trotz rückläufiger Marktlage konnte die organische Wachstumsstrategie im Faserzement Bereich erfolgreich fortgeführt werden.

Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung die operative Entwicklung des Geschäftsjahrs den Umständen entsprechend als zufriedenstellend.

PROGNOSE -, RISIKO- UND CHANCENBERICHT

6. Prognose

Europa

Für die Wirtschaftsleistung der Europäischen Union wird in 2024 ein Anstieg von ca. 1,0 % erwartet. Die Inflationsrate soll im gleichen Zeitraum mit 2,5 % unter der des Vorjahres liegen. Es ist davon auszugehen, dass sich die konjunkturelle Erholung trotz steigender Preise und strapazierter Lieferketten im aktuellen Kalenderjahr fortsetzt.

Deutschland

Die deutsche Wirtschaft ist im ersten Quartal 2024 um 0,2 % im Vergleich zum vorherigen Quartal gestiegen (Das Statistische Bundesamt). Die führenden deutschen Wirtschaftsinstitute (Gemeinschaftsprognose) gehen für Deutschland von einem Anstieg der Wirtschaftsleistung im Kalenderjahr 2024 von ca. 1,3 % aus. Bei den Verbraucherpreisen wird ein Anstieg um ca. 3,0% erwartet.

Ausblick für den Baumarkt in Europa

Mit Hinblick auf die Bauaktivitäten in Europa geht die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2024/25 von einem weiter schwierigen Umfeld aus.

Weitere Ausführungen hierzu sind im Wirtschaftsbericht unter dem Punkt 3. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen zu finden.

Ertragslage

Ziel ist es, Absatz- und Umsatzsteigerungen in den Bereichen Gipsfaser, Zementfaser und zementgebundenen Platten in allen Märkten zu realisieren. Trotz der weiter gestiegenen Produktionskosten und des schwierigem Zinsumfelds rechnet die Geschäftsführung derzeit für den Verlauf des Geschäftsjahres 2024/25 weiterhin mit einem steigendem Umsatz.

Erwartete Finanz- und Liquiditätslage

Für 2024/25 rechnet die JHEU GmbH mit einer Reduktion des freien Cashflows aufgrund der anhaltenden Investitionsstrategie in unsere Werke und Verwaltung. Diese Investitionen sollen eine Umsetzung unseres innovativen Produktportfolios ermöglichen, welches der langfristigen Strategie des Wachstums im Bereich unserer profitableren Produkte dienen soll. Eine für JHEU ausreichende Liquiditätsversorgung ist auf Basis der aktuellen Finanzierungsstruktur sowie der Einbindung in das globale James Hardie Treasury Management gewährleistet. Auf Basis dieser Einschätzungen sehen wir für das Geschäftsjahr 2024/25 folgende Entwicklung der finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren im Vergleich zu 2023/2024:

Gesamtumsatz: steigend aufgrund von Preisanpassungen und Wachstum im Bereich margenstarker Produkte im mittleren einstelligen Prozentbereich,

EBIT: durch die steigenden Investitionen in Marketing, Vertrieb und Personal erwarten wir ein leicht rückläufiges Ergebnis vor Zinsen und Steuern,

Arbeitssicherheit: Anzahl Unfälle pro 1 Millionen geleistete Arbeitsstunden durch Schulungsmaßnahmen und Investition in Arbeitssicherheit stabil bis leicht sinkend,

Anzahl Mitarbeiter: leicht steigend aufgrund des weiteren Aufbaus im Bereich Commercial und Administration.

7. Risikobericht

Das Risikomanagementsystem von JHEU ist darauf ausgerichtet, die wesentlichen Risiken zu erfassen, alle notwendigen Risikosteuerungsmaßnahmen einzuleiten sowie die bestehenden Risiken und eingeleiteten Gegenmaßnahmen zu überwachen. Ziel ist nicht die strikte Vermeidung aller Risiken, sondern eine individuelle Risikosteuerung und - bewältigung. Es werden regelmäßig alle relevanten Risiken mittels einer systematischen Risikoinventur anhand eines Risikokatalogs nach Risikokategorien und Risikofeldern erfasst. Unter Berücksichtigung von Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher Auswirkung werden die Risiken bewertet und der Geschäftsführung sowie dem globalen James Hardie Risikomanagement Board vorgelegt. Regelmäßige Planung und die kontinuierliche Berichterstattung sind essenzielle Bestandteile der Risikosteuerung. Das Risikomanagementsystem soll sicherstellen, dass die relevanten allgemeinen, rechtlichen und unternehmensspezifischen Risiken regelmäßig erfasst, bewertet, vorausschauend gesteuert und überwacht werden.

Die wesentlichen Risiken werden regelmäßig unterjährig jeweils auf ihren möglichen Eintritt und die Wirkung von Risiken nach Gegensteuerungsmaßnahmen unter den derzeitigen Rahmenbedingungen beurteilt und die resultierende Einschätzung wird an die Geschäftsführung sowie das globale James Hardie Risikomanagement Board gemeldet.

In Übereinstimmung mit dem globalen Risikomanagement Prozess von James Hardie werden alle Risiken auf der Grundlage von Auswirkung ("Impact"), Wahrscheinlichkeit ("Likelihood") und Geschwindigkeit ("Velocity") bewertet. Dabei wird jedem Risiko ein numerischer Wert zur Risikoeinstufung von Hoch ("High" / 9-12), Mittel ("Medium" / 5-8) oder Niedrig ("Low" / 1-4) zugewiesen.

Derzeit werden die im Folgenden aufgeführten Risiken von der JHEU einer regelmäßigen Beurteilung unterzogen:

Kapazitätsrisiko

Die Ertragslage der JHEU ist davon abhängig, dass die Produktionsanlagen durchgehend einsatzfähig sind und zeitgerecht gewartet werden. Die von der JHEU eingesetzten Produktionsprozesse und Technologien sind komplex, so dass Produktionsunterbrechungen mit wesentlichen Auswirkungen nicht vollständig ausgeschlossen werden können. Sie können die Produktivität und Profitabilität des Unternehmens negativ beeinflussen. JHEU ist bestrebt, produktionstechnische Risiken durch eine enge Steuerung und Überwachung bestmöglich zu kontrollieren.

Absatz- und Wettbewerbsrisiko sowie Marktanteilsverlust

Die Branchen und Märkte, in denen JHEU Produkte produziert und verkauft, sind grundsätzlich intensivem Wettbewerb ausgesetzt. Wettbewerb hängt von vielen unterschiedlichen Faktoren ab, unter anderem von der Wahrnehmung der Marken und der Kundenbindung, der Qualität und der Verlässlichkeit der Produkte, der Breite des Produktangebots, dem Produktdesign und Produktinnovationen, den Vertriebswegen, dem Umfang und der Qualität des Service sowie dem Preis.

Preise können sich als Reaktion auf bereits kleinere Veränderungen von Angebot und Nachfrage, allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen oder anderen Marktbedingungen verändern, die JHEU nicht beeinflussen kann. Wenn sich das Absatzvolumen, die Preise oder die Gewinnmargen wesentlich verringern, kann dies erhebliche negative Auswirkungen auf das Geschäft, die finanzielle Situation und die Ertragslage haben.

Risiko steigender Energie- und Rohstoffkosten

Das Management der JHEU beobachtet stetig die Preisentwicklung auf den für das Geschäft essenziellen Energie- und Rohstoffmärkten. Insbesondere die in der Produktion verwendeten Energieträger Strom und Gas sind dabei aufgrund der Volatilität der letzten Jahre im Fokus. JHEU ist bestrebt, dem Trend der grundsätzlich steigenden Energiekosten mit stetiger Bereitschaft zur Investition in effiziente Produktionsprozesse zu entgegnen.

Ein weiterer Fokus liegt auf der ständigen Evaluierung der Lieferanten- und Bezugsmöglichkeiten unserer elementaren Rohstoffe Gips und Faserstoff, um eine langfristige Versorgung zu gewährleisten.

Regulatorische Risiken

JHEU unterliegt einer Vielzahl von Gesetzen, Verordnungen und Standards auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene. Hierzu gehören auch Wettbewerbs- und Kartellgesetze. Zur rechtzeitigen Risikoerkennung und zur Risikosteuerung erfolgt eine kontinuierliche Beobachtung der legislatorischen Entwicklung, um frühzeitig adäquate Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Darüber hinaus wird eng mit den relevanten Institutionen zusammengearbeitet, um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden.

Investitionszuschüsse

JHEU nutzt die Möglichkeit staatlicher Subventionen. Bedingt durch die langfristig ausgelegten Nachweispflichten und Prüfungszeiträume kann ein Restrisiko nie ganz ausgeschlossen werden.

Umweltrisiken

Zur Reduzierung und Vermeidung von Umweltrisiken investiert JHEU kontinuierlich in nachhaltige Umweltschutzmaßnahmen in den Produktionsbetrieben. Hierdurch soll die Umwelt möglichst wenig belastet und Ressourcen weitestgehend geschont werden. Sofern Risiken zum Bilanzstichtag bekannt waren, wurden Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet.

Zusammenfassung des Gesamtrisikos

Nach Überprüfung der Risikolage zum 31. März 2024 sieht die Geschäftsführung keine unmittelbaren Risiken, die den Fortbestand der JHEU gefährden. Die Zugehörigkeit zu der weltweit operierenden James Hardie-Gruppe sichert der Gesellschaft im Bedarfsfall finanzielle Unterstützung.

8. Chancenbericht

Für JHEU bieten sich verschiedene Chancen durch weltweite Megatrends wie Urbanisierung, Klimawandel und Umweltschutz. Weitere Chancen bieten sich durch die Integration in die globale James Hardie-Gruppe und Innovationen, bei denen der Kundennutzen immer an erster Stelle steht. Es ist ferner das erklärte Ziel von JHEU zu wachsen. Dadurch kann JHEU die Kompetenzen und Größenvorteile erhöhen und die Ansprüche aller Stakeholder - Kunden, Mitarbeiter und Eigentümer - besser bedienen.

Starke Marken, die für Produkte mit hoher Qualität stehen

Unsere Marken bilden eine weitere Grundlage für Wachstum. Höchste Qualitätsanforderungen und hochentwickelte Produktionsverfahren spiegeln sich in den Marken wider, die in mehreren Ländern ausgezeichnet wurden. Unsere Vertriebs- und Marketingaktivitäten sind darauf ausgerichtet, die Marken zu pflegen und ihre Wahrnehmung zu verbessern. Das Produktportfolio zeichnet sich zudem durch eine hohe Reputation, hohe technische Standards und kundennahe Dienstleistungen aus.

Chancen durch Diversifikation

JHEU hat in der Vergangenheit bewiesen, dass das Unternehmen die negativen Auswirkungen wirtschaftlicher Zyklen durch eine produktbezogene und regionale Diversifikation reduzieren kann. Erklärtes Ziel ist es, auch in Zukunft in ausgewählten Märkten zu wachsen, bestehende Kompetenzen zu verbessern und Größenvorteile besser zu nutzen, um so die Ansprüche der Stakeholder besser zu bedienen.

Energie- und Ressourceneffizienz

Energieeffizienz ist eine notwendige Folge des globalen Klimawandels und der Kosten für Energie, und verfolgt das Ziel, mit den vorhandenen Ressourcen schonend umzugehen. Die Kunden verlangen technisch hochwertige und umweltfreundliche Produkte. Dabei wird vermehrt sowohl auf die Umweltfreundlichkeit des Produktionsprozesses als auch auf die des Produktes geachtet. Mit gezielten Innovationen und permanenter Prozessoptimierung ist JHEU seit Jahren bestrebt, die Qualität der Produkte und die Effizienz der Produktion zu steigern und so zur Ressourcenschonung beizutragen.

Hohe Innovationskraft durch eigene Forschungsaktivitäten

Hardie® Architectural Panel wurde speziell für den europäischen Mehrfamilienhausmarkt entwickelt und überzeugt aus unserer Sicht nicht nur durch Industrie führendes Design, sondern auch mit der einzigartigen Kombination aus überzeugendem Brandschutz, leichter Verarbeitbarkeit und hoher Wirtschaftlichkeit. Die fermacell® Therm25TM Trockenestrichelemente sind mit integrierten Rohrführungen für Fußbodenheizungen und - kühlungen im Innenbereich konzipiert. Sie vereinen schnelle Verlegung und Begehung nach nur einem Tag, mit geringer Aufbauhöhe und vor allem einer 100% trockenen Fußbodenlösung.

Chancenmanagement als integraler Bestandteil der Unternehmensführung

Das Erkennen und Nutzen von Chancen ist ein wichtiger Bestandteil erfolgreicher Unternehmensführung. Grundlage für die Identifikation von Chancen ist die systematische Beobachtung und Analyse der für das Unternehmen relevanten Märkte sowie die Verfolgung von gesamt- und branchenwirtschaftlichen Entwicklungen. Auf Basis einer kontinuierlichen Analyse und Bewertung von Chancen werden bei JHEU strategische Maßnahmen entschieden und umgesetzt. Mit diesen Maßnahmen will das Unternehmen in Zukunft profitabel wachsen und seinen Unternehmenswert nachhaltig steigern. Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen und geopolitischen Lage wird die Geschäftsführung die Entwicklung der Märkte sowie die Wettbewerbssituation in Europa auch im Geschäftsjahr eng beobachten, um auf sich verändernde Rahmenbedingungen reagieren und etwaige Chancen jederzeit kurzfristig nutzen zu können.

 

Düsseldorf, den 28. Juni 2024

Christian Claus

Brian Jungwirth

Jürgen Hartmann

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die James Hardie Europe GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der James Hardie Europe GmbH, Düsseldorf - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der James Hardie Europe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Den Abschnitt "5.3.2 Mitarbeiter" des Lageberichts, der die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) enthält, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Wir geben kein Prüfungsurteil zu dem Inhalt des Abschnitts "5.3.2 Mitarbeiter" ab.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den o.g. Abschnitt "5.3.2 Mitarbeiter", der die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote)] enthält.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 28. Juni 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Vlachos, Wirtschaftsprüfer

Aufgrund des mit der Gesellschafterin James Hardie Europe Holdings GmbH bestehenden Unternehmensvertrages (Ergebnisabführungsvertrag) wurde der im Geschäftsjahr 01.04.2023 bis zum 31.03.2024 erwirtschaftete Jahresüberschuss vor Ergebnisübernahme in Höhe von 21.836.050,61 € an die Gesellschafterin abgeführt. Der Jahresabschluss der James Hardie Europe GmbH zum 31.03.2024 wurde am 19.11.2024 festgestellt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

100 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.