Einzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger
Feige Filling GmbH
Rögen 6A, 23843 Bad Oldesloe, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Oliver Stein seit 22.2.2022 | Prokura |
Fabian Dr. Festge seit 12.11.2014 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 24.90% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Feige Filling GmbHBad OldesloeJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014Lagebericht für das Geschäftsjahr 20141. Gesamtwirtschaftliches Umfeld und Branchenentwicklung 1.1 Gesamtwirtschaftliches Umfeld Die Feige Filling GmbH ist ein Unternehmen der Haver & Boecker oHG mit Sitz in Oelde. Sie ist spezialisiert auf die Herstellung von Abfüllanlagen für flüssige und pastöse Stoffe und in diesem Bereich einer der weltweit führenden Anbieter. Unsere Gesellschaft vertreibt sowohl Einzelmaschinen als auch Komplettanlagen und bietet ihren Kunden einen umfassenden After-Sales-Service. Als innovatives und entwicklungsorientiertes Unternehmen liegt der Schwerpunkt unserer Geschäftstätigkeit in der Projektierung und Konstruktion von Anlagen. Die Herstellung von Standardbauteilen wird in nennenswertem Umfang an Kooperationspartner vergeben. Der Markt für die von uns hergestellten Anlagen ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stellen sich nach Aussage des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in 2014/2015 wie folgt dar: Inland Nach einem überraschend guten Start im ersten Quartal 2014 hat die deutsche Konjunktur im weiteren Verlauf des Jahres einen deutlichen Dämpfer erhalten. Hierfür dürften die zunehmenden geopolitischen Risiken ebenso eine Rolle gespielt haben wie die ungünstige wirtschaftliche Entwicklung in großen Mitgliedstaaten des Euro-Raums. In diesem Umfeld ist insbesondere die erwartete Belebung der Ausrüstungsinvestitionen trotz sehr günstiger Finanzierungsbedingungen ausgeblieben. Über Vertrauenseffekte könnte sich zudem der von der Bundesregierung eingeschlagene Kurs in der Energiepolitik sowie in der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik negativ bemerkbar gemacht haben. Der Sachverständigenrat rechnet mit einer Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts von 1,0 %. Ausland Die konjunkturelle Entwicklung der Weltwirtschaft ist im Jahr 2014 bisher hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Dies ist vor allem auf die anhaltende Konjunkturschwäche des Euro-Raums und ein gegenüber den vergangenen Jahren eher verhaltenes Wachstum in den Schwellenländern zurückzuführen. In China scheint der Übergang zu einem stärker vom privaten Konsum getragenen Wachstum nicht ohne Reibungsverluste vonstattenzugehen. Demgegenüber verzeichnen die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich mittlerweile einen selbsttragenden Aufschwung. (…) In den Mitgliedstaaten der Europäischen Währungsunion ist es Irland, Portugal und Spanien in diesem Jahr gelungen, positive Wachstumsraten zu erzielen, selbst in Griechenland sind erste Erfolge festzustellen. Hierzu dürften Konsolidierungsanstrengungen ebenso beigetragen haben wie ehrgeizige Strukturreformen. Im Vergleich dazu sind Frankreich und insbesondere Italien zurückgefallen und haben das Wachstum im Euro-Raum gebremst. Trotz einiger Reformbemühungen steht hier eine grundlegende Flexibilisierung auf den Güter- und Faktormärkten noch aus. Für das Jahr 2015 ist mit einer leichten Beschleunigung des globalen Wachstums zu rechnen, wobei die zweigeteilte Entwicklung fortbestehen wird. Mit Wachstumsraten von 3,1 % und 2,6 % werden die Vereinigten Staaten beziehungsweise das Vereinigte Königreich erneut zu den Wachstumslokomotiven unter den hochentwickelten Volkswirtschaften zählen. Mit einer Ausweitung des Bruttoinlandsprodukts um 7 % wird die Dynamik in China nachlassen, wodurch sich dämpfende Effekte für andere Schwellenländer ergeben. Für den Euro-Raum zeichnet sich weiterhin eine eher verhaltene Entwicklung ab. Bei einer Wachstumsrate von 1,0 % und einer prognostizierten Inflationsrate von 0,7 % ist ein Abgleiten in die Deflation jedoch nicht wahrscheinlich. 1.2 Branchenentwicklung Die Experten aus dem Bereich Volkswirtschaft und Statistik des Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) äußern sich wie folgt zur Entwicklung der Branche: Das Jahr 2014 blieb für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau hinter den ursprünglich gehegten Erwartungen zurück. Statt des noch im Herbst 2013 von den VDMA-Volkswirten prognostizierten realen Produktionswachstums in der Größenordnung von drei Prozent konnte die Produktion nur um knapp ein Prozent zulegen, was der im Sommer 2014 revidierten Prognose entspricht. Der nicht preisbereinigte Produktionswert beläuft sich auf rund 199 Mrd. Euro, der nicht preisbereinigte Umsatz kommt auf 212 Mrd. Euro. Die Exporte von Maschinen und Anlagen erreichten ein Volumen von 151,5 Mrd. Euro. Das entspricht einem nominalen, also nicht preisbereinigten Plus von 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Auftragseingang übertraf 2014 sein Vorjahresniveau um real zwei Prozent. Dieser Zuwachs gilt gleichermaßen für die Inlands- sowie für die Auslandsnachfrage. Dabei entwickelten sich die Auslandsorders in den letzten Monaten des abgelaufenen Jahres tendenziell besser als die Bestellungen aus dem Inland. Die VDMA-Volkswirte rechnen für 2015 mit einem realen Produktionswachstum für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau in Höhe von zwei Prozent. Ein Aufschwung ist allein zyklisch bedingt überfällig. Es gibt zwar zahlreiche Risiken wie die nach wie vor ungelöste Ukrainekrise, die nach wie vor unklare Situation in Griechenland, möglicherweise unzureichende Reformen in Italien und in Frankreich sowie die von der Immobilienblase ausgehenden Gefahren in China. Dem stehen jedoch einige durchaus nennenswerte Chancen gegenüber. Dazu zählt der gesunkene Außenwert des Euro, der auf kurze Sicht die Konjunktur im Euro-Raum beflügeln kann. Viele Maschinenbauunternehmen können zudem von den stark gesunkenen Rohstoffpreisen profitieren. Diejenigen, aber, die in rohstoffnahe Absatzmärkte liefern, werden eher darunter leiden. Für alle anderen kommt es per Saldo zu einem positiven Effekt, auch wenn die Exporte in viele Rohstoffförderländer unter Druck geraten. 2. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft 2.1 Vermögenslage Wesentliche Kennzahlen zu unserer Vermögenslage:
Zum Schluss des Geschäftsjahres 2013 betrug das Eigenkapital 240 TEUR. Aufgrund eines Jahresfehlbetrages in Höhe von 3.090 TEUR war die Kapitalbasis aufgezehrt. Mit Gesellschafterbeschluss vom 19. Dezember 2014 wurde beschlossen, als Eigenkapital verstärkende Maßnahme ohne Zweckbindung 3.000 TEUR in die Kapitalrücklage als andere Zuzahlung i.S.d. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB zu dotieren. Die Gesellschaft weist nunmehr ein positives Eigenkapital in Höhe von 150 TEUR aus. 2.2 Finanzlage Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte durch erhaltene Anzahlungen von Kunden, Projektfinanzierungen und Kontokorrentlinien der Kreditinstitute. Zum 31. Dezember 2014 bestanden insgesamt freie Kreditlinien in Höhe von 1.592,1 TEUR. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2014 jederzeit gegeben, da über den Anschluss an den Cash-Pool der Muttergesellschaft ausreichend Mittel zur Verfügung standen. Die Gesellschaft ist nach wie vor auf die finanzielle Unterstützung der Muttergesellschaft Haver & Boecker angewiesen. Die Muttergesellschaft hat diese Unterstützung durch Abgabe einer Patronatserklärung sichergestellt. 2.3 Ertragslage Die Umsätze und die Betriebsleistung sind deutlich niedriger ausgefallen als im Vorjahr. Während im Ersatzteil- und Service-Bereich die Planwerte erfüllt werden konnten, trifft dies für den Neuanlagenbereich nicht zu. Hieraus resultiert der hohe Jahresfehlbetrag. Dadurch nahm das Rohergebnis gegenüber dem Vorjahr um 22,3 % = 2.628 TEUR auf 9.179 TEUR ab. Der Auftragsbestand lag zum Jahresende deutlich unter den Erwartungen. Für das Jahr 2015 sind somit noch erhebliche Auftragseingänge notwendig, um eine gute Auslastung zu gewährleisten. Wesentliche Kennzahlen zur Ertragslage:
Im Berichtsjahr wird die Ertragslage der Gesellschaft von außerordentlichen Aufwendungen, die Rückstellungen für Sozialplankosten betreffen, in Höhe von 877 TEUR beeinflusst. 2.4 Beschaffung Wie schon im Vorjahr wurden im Berichtsjahr systematisch Einsparpotentiale ermittelt und teilweise bereits umgesetzt. Hierbei wurde wieder sehr eng mit der Muttergesellschaft zusammengearbeitet, um Synergieeffekte zu realisieren. 2.5 Investitionen Im Jahr 2014 wurden ca. 36 TEUR in das laufende Upgrade des ERP-Systems APPlus (Version 6.1) investiert. Aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Lage wurden keine weiteren größeren Investitionen vorgenommen. Der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit lag somit im Bereich der Ersatzinvestitionen. 2.6 Personal und Fortbildung Aufgrund der sehr angespannten wirtschaftlichen Situation, in der sich das Unternehmen befindet, ist die Mitarbeiterzahl zum Jahresende auf 112 erheblich reduziert worden. 3. Forschung und Entwicklung 3.1 Im Jahr 2014 betrugen die Kosten für die Neu- und Weiterentwicklung von Abfüllanlagen und Produkten der Peripherie 409 TEUR gegenüber 361 TEUR im Vorjahr. Für das Jahr 2015 sind Entwicklungskosten auf ähnlichem Niveau geplant. 3.2 Projekt Factory Design Unter diesem Projektnamen hat die Firma Feige Filling GmbH innerhalb der Haver & Boecker-Gruppe entsprechendes Know-How erworben, um Anlagenplanungen unter Berücksichtigung der Kundenanforderungen und der baulichen Gegebenheiten durchführen zu können. Mit diesem Planungs-Tool konnten die Verkaufsaussichten wesentlich verbessert werden. 3.3 Neben Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten wird das Augenmerk auch auf die Erstellung und Aktualisierung von Dokumenten und Dokumentationen gelegt, die den Auftragsdurchlaufprozess effizienter gestalten. 4. Umwelt Eine Zertifizierung nach Umweltstandards (Wasserhaushaltsgesetz) liegt vor. 5. Risiko- und Chancenbericht 5.1 Risiken Mit unserem Risikomanagement fördern wir das Chancen und Risikobewusstsein unserer Mitarbeiter. Wesentliche Kernelemente unseres Risikomanagements sind die Strategische Planung, die mittelfristige Planung und Budgetierung, das Reporting und permanentes Controlling der einzelnen Projekte. Durch den bewussten und kontrollierten Umgang mit Risiken lässt sich das Unternehmen auf nachhaltiges Wachstum ausrichten und es können Chancen genutzt und Wettbewerbsvorteile realisiert werden. Unser Risikomanagement hilft, Risiken möglichst zu vermeiden, zumindest aber frühzeitig zu erkennen und daraus resultierende Gefahren für das Unternehmen abzuwenden. Das Risikomanagement ist integraler Bestandteil des gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses. Das Management hat die Aufgabe, die Risiken zu identifizieren und zu bewerten. Das Aufspüren von Risiken bedeutet dabei, sowohl Gefahren zu erkennen, die den Erfolg oder im Extremfall den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, als auch Chancen zu finden und diese für das Unternehmen wahrzunehmen. Nachfolgend werden Risiken beschrieben, die nachteilige Auswirkungen auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können. Da ein Teil der Risiken außerhalb unseres Einflussbereichs liegt, kann auch ein funktionierendes Risikomanagement nicht garantieren, dass alle Risiken ausgeschaltet werden. Insoweit können sich Entwicklungen ergeben, die von unserer Planung abweichen. In dem oben beschriebenen Geschäftsverlauf und der Darstellung der Lage der Gesellschaft wird deutlich, dass die Feige Filling GmbH in ihrem Bestand derzeit gefährdet ist. Die positive Fortführungsprognose ist abhängig davon, dass die eingeleiteten Maßnahmen zur Restrukturierung erfolgreich umgesetzt werden und ausreichend finanzielle Unterstützung durch die Haver & Boecker oHG gewährt wird. Wir sind den branchentypischen Risiken ausgesetzt. Zyklische Nachfrageschwankungen wichtiger Abnehmerbranchen sowie der intensive Wettbewerb in den Absatzmärkten stellen operative Risiken dar. Die Innovationskraft ist hierbei ein wesentlicher Wettbewerbsfaktor. Um die Marktstellung zu festigen und weiter auszubauen, forscht und arbeitet unser Unternehmen ständig an neuen Produkten und Verfahren. Dabei ist der intensive Wissenstransfer innerhalb der Haver & Boecker-Gruppe eine wesentliche Unterstützung bei unserem Bemühen, die weltweite Technologieführerschaft zu verteidigen. Ein besonderer Schwerpunkt ist das Qualitätsmanagement, das insbesondere der Vermeidung aufwändiger Garantie- und Kulanzleistungen dient. Sach- und Haftpflichtschäden sowie eventuelle Betriebsunterbrechungen werden durch Versicherungen adäquat abgedeckt. Unser Unternehmen ist als international tätiges Unternehmen einer Vielzahl von regulatorischen und rechtlichen Risiken ausgesetzt. Risiken aus den Bereichen Produkthaftung, Rückrufe, Arbeitssicherheit sowie Umweltschutz sind zu erwähnen. Durch eine kontinuierliche Verbesserung der Aufbau- und Ablauforganisation, des Qualitätsmanagements und eines Versicherungsschutzes für übliche versicherbare Risiken werden hier schon im Vorfeld mögliche Risiken minimiert. Investitionsprojekte sind aufgrund ihrer Zukunftsorientierung für das Wachstum des Unternehmens notwendig, aber auch mit komplexen Risiken behaftet. Diese Risiken werden durch festgelegte Abläufe und Verfahren innerhalb solcher gesteuert und reduziert. Risiken aus Akquisitions- und Investitionstätigkeiten sind derzeit nicht erkennbar. Informationstechnischen Risiken begegnen wir mit regelmäßigen Investitionen in moderne Hard- und Software. Mithilfe moderner Security-Lösungen schützen wir unsere Daten und unsere Infrastruktur vor ungewollten Zugriffen. Derzeit sind keine IT-relevanten Risiken in unserem Unternehmen erkennbar. Für das Wachstum und die weitere Entwicklung unseres Unternehmens sind die Mitarbeiter die wichtigste Ressource. Die wesentlichen Risiken im Personalbereich ergeben sich durch die Fluktuation von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen sowie bei der Personalbeschaffung und -entwicklung von Fach- und Führungskräften. Wir begrenzen diese Risiken durch intensive Qualifizierungsangebote und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie leistungs- und marktgerechte Vergütungspakete. Wesentliche Produkt- und Umweltrisiken sind derzeit nicht erkennbar. Wir legen hohe technische und sicherheitstechnische Standards bei Bau, Betrieb und Instandhaltung von Produktionsanlagen an, dennoch sind Betriebsstörungen - auch aufgrund externer Einflüsse - nicht auszuschließen, die zu ungewollten Schäden führen können. Soweit bei unseren internationalen Geschäften Währungsrisiken bestehen, begegnen wir diesen mit Kurssicherungsgeschäften. Weitere Risiken sind derzeit nicht erkennbar. 5.2 Chancen Wir erwarten Nachholeffekte in den Märkten, die seit der Weltwirtschaftskrise immer noch unter einer verhaltenen Investitionsbereitschaft bei Sachanlageinvestitionen leiden. Das Servicegeschäft sowie der Bereich der Umbauten sollen weiter wachsen. Die Basis hierfür bildet der kontinuierlich steigende Bestand an Abfüllanlagen bei unseren Kunden. Gleichzeitig verstärken wir unsere Bemühungen, die Abläufe und Prozesse zu optimieren und somit gestärkt in die Zukunft zu gehen. Weitere positive Effekte versprechen wir uns von der bereits eingeleiteten Sanierung. Diese zielt auf alle wesentlichen den wirtschaftlichen Erfolg beeinflussenden Bereiche ab. Um die Fixkosten zu senken, wurden 26 Arbeitsplätze abgebaut. Die hieraus resultierende Kostenersparnis wird jedoch erst im Laufe des Geschäftsjahres ihre volle Wirkung entfalten, wenn alle Arbeitsverhältnisse mit den gekündigten Mitarbeitern beendet wurden. Als wesentliche Maßnahme zur Umsatzsteigerung im Neuanlagenbereich wurde ein grundlegend neues Vertriebskonzept auf den Weg gebracht. Dies sieht die Einführung von Projektteams vor, in denen jeweils der Vertriebsingenieur gemeinsam mit dem Projektingenieur unterstützt durch die Vertriebsassistentin und die Projektassistentin bzw. den Projektassistenten eng zusammenarbeitet. Als zusätzliche Neuerung werden die Zuständigkeitsbereiche der einzelnen Teams anhand von Geschäftsbereichen festgelegt. Das bedeutet, dass jedes Team sich auf eine der von der Firma Feige belieferten Industrien fokussiert. Dies hat den Vorteil, dass der Vertrieb verstärkt branchenspezifisches Wissen entwickeln und somit die weltweiten Kundenanforderungen besser verstehen und umsetzen kann. Neben der effektiveren Marktbearbeitung soll ein zusätzlicher Effekt dieser neuen Organisation auch eine effizientere Auftragsbearbeitung sein. Denn durch die engere Zusammenarbeit von Verkauf und Projektmanagement können auftretende Probleme direkt und zeitnah geklärt werden. Dadurch versprechen wir uns eine Verbesserung der erzielten Deckungsbeiträge im Neuanlagengeschäft. 6. Prognose-Bericht 6.1 Vertriebsaktivitäten von 2015 bis 2017 Die Märkte der Eurokrisenländer werden teilweise wieder beginnen zu wachsen. Aufgrund der Wirtschaftskrise und des damit verbundenen Verfalls der Währung erwarten wir für das Jahr 2015 aus Russland keinerlei Umsätze. Aufgrund der regen Nachfrage erwarten wir aus dem Mittleren Osten sowie aus Ostasien steigende Umsätze. 6.2 Auftragslage Der Auftragsbestand lag Ende 2014 bei 3.841 TEUR (Vorjahr 6.366 TEUR). Aufgrund der organisatorischen Neuausrichtung des Vertriebs rechnen wir für das Jahr 2015 mit gegenüber 2014 steigenden Umsätzen. Wir rechnen für 2015 mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 803 TEUR. 6.3 Aufgrund der wirtschaftlichen Situation ist die Gesellschaft weiterhin auf die finanzielle Unterstützung von Haver & Boecker angewiesen. 7. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.
Bad Oldesloe, den 2. Februar 2015 gez. Dr. Festge Bilanz zum 31. Dezember 2014AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014
Jahresabschluss 2014 AnhangI. Allgemeine Angaben Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Von den gesetzlichen Erleichterungsmöglichkeiten wurde Gebrauch gemacht. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses haben wir Vermerke, die wahlweise auch in der Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung vorgenommen werden können, im Anhang dargestellt. Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2014 ein negatives Eigenkapital in Höhe von TEUR 2.850 aus. Zur Sicherung der künftigen Liquidität hat die Haver & Boecker oHG, Oelde, eine Patronatserklärung unter dem 15. Februar 2012 abgegeben und die weitere Gültigkeit mit Gesellschafterbeschluss vom 14. Februar 2014 bestätigt. Diese verpflichtet die Muttergesellschaft die Gesellschaft finanziell so auszustatten, dass sie stets in der Lage ist, Verbindlichkeiten und sonstige Verpflichtungen bei Fälligkeit zu erfüllen. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens im Berichtsjahr ist in der Anlage zu diesem Anhang zu Bruttowerten dargestellt. Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden unter Berücksichtigung der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer von 3-13 Jahren linear berechnet. Im Jahr 2014 wurde von der Möglichkeit der Sofortabschreibung bei geringwertigen Anlagevermögensgegenständen Gebrauch gemacht. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu Anschaffungskosten. Für verschiedene Gruppen der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurde ein Festwert gebildet. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse (Ausstellungsmaschinen und unfertige Anlagen) erfolgt zu den Anschaffungs- und Herstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert. Die Herstellungskosten umfassen die nach § 255 HGB aktivierungspflichtigen Einzelkosten sowie die aktivierungsfähigen Gemeinkosten. Allgemeine Verwaltungskosten nach § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB wurden in angemessenen Umfang in die Herstellungskosten einbezogen. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten und angemessenen Gewinn vorgenommen. Erhaltene Anzahlungen in Höhe von TEUR 453 wurden entsprechend § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB von den Vorräten abgesetzt. In den erhaltenen Anzahlungen sind erhaltene Anzahlungen von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 122 enthalten. Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten solche gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 505,4 (Vorjahr: TEUR 0). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 6 haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Flüssige Mittel werden zum Nennwert angesetzt. Fremdwährungsguthaben werden zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Rechnungsabgrenzungsposten werden für Auszahlungen, die Aufwand in Folgeperioden darstellen, gebildet. Die Amortisation erfolgt über die Laufzeiten der zugrunde liegenden Verträge. Daneben enthält der aktive Rechnungsabgrenzungsposten ein Disagio von TEUR 7, das über die Laufzeit des zugrundeliegenden Darlehens amortisiert wird. Das voll eingezahlte Stammkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 1.000. Mit Gesellschafterbeschluss vom 19. Dezember 2014 wurde beschlossen, als Eigenkapital verstärkende Maßnahme ohne Zweckbindung TEUR 3.000 in die Kapitalrücklage als andere Zuzahlung i.S.d. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB zu dotieren. Wir schlagen der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzverlust von TEUR 3.850 auf neue Rechnung vorzutragen. Bei der Bemessung der Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken und andere ungewisse Verbindlichkeiten in erforderlicher Höhe berücksichtigt. Sie wurden in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages nach kaufmännischen Gesichtspunkten gebildet. Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Rentenbarwertverfahren unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 12 Jahren von 4,53 % gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 3,00 % berücksichtigt. Der aktive Unterschiedsbetrag resultiert aus der Saldierung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB von Altersversorgungsverpflichtungen mit Vermögensgegenständen (beizulegender Zeitwert), die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um ein an den Versorgungsempfänger verpfändetes Festgeldguthaben. Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
Wesentliche Aufwendungen und Erträge waren bei der Verrechnung nicht zu berücksichtigen. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden, sofern die Restlaufzeit weniger als ein Jahr betragen hat, mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:
Zur Sicherung der Bankverbindlichkeiten wurden Anlagengegenstände gegenüber den Kreditinstituten sicherungsübereignet. Zur Sicherung der Auftragsfinanzierungen durch Kreditinstitute werden die in der Herstellung befindlichen Anlagen sicherungsübereignet und die Zahlungsansprüche gegenüber dem Auftraggeber abgetreten. III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Position soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung enthält Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 31). Zinsen und ähnliche Erträge enthalten Erträge in Höhe von TEUR 5 aus der Währungsumrechnung. Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten Zinsen an verbundene Unternehmen in Höhe von 39 TEUR (Vorjahr: TEUR 38). Weiterhin sind Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen von 11 TEUR (Vorjahr: TEUR 11) enthalten. In den außerordentlichen Aufwendungen sind TEUR 876 für Sozialplankosten enthalten. IV. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Leasingverträgen mit einer Laufzeit von unter fünf Jahren werden in den Geschäftsjahren bis 2017 insgesamt TEUR 190 fällig. V. Derivative Finanzinstrumente Zum Bilanzstichtag bestanden keinerlei derivative Finanzpositionen. VI. Haftungsverhältnisse Es werden zum Stichtag Bürgschaften in Höhe von TEUR 61 für Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen bestellt. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus der Bürgschaft für die Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen gegenüber Lieferanten wird aufgrund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als gering eingeschätzt. VII. Sonstige Angaben a) Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft sind Herr Dr. Reinhold Festge, Dipl. Kaufmann, (alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer) Herr Dr. Fabian Festge, Dipl. Kaufmann (alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer) seit 30.10.2014 Herr Dipl.-Ing. Andreas Hahner, Ingenieur, (gesamtvertretungsberechtigter Geschäftsführer) bis 30.10.2014 Die Angabe der Geschäftsführerbezüge gemäß § 285 Nr. 9 a) und b) unterbleibt nach § 286 Abs. 4 HGB. b) Konzernzugehörigkeit Die Feige Filling GmbH ist ein Tochterunternehmen der Haver & Boecker Holding GmbH, Oelde, die wiederum ein Tochterunternehmen der Haver & Boecker oHG, Oelde, ist. Die Haver & Boecker oHG stellt einen Konzernabschluss auf. Der Konzernabschluss wird nach § 325 HGB im elektronischen Bundesanzeiger offen gelegt. c) Mitarbeiterzahl Die Mitarbeiterzahl betrug im Geschäftsjahr 2014 durchschnittlich 134 Mitarbeiter (Vorjahr 126). Durch Personalanpassungen hat sich die Zahl der Mitarbeiter Ende 2014 stark verringert. Die Mitarbeiterzahl betrug:
Bad Oldesloe, den 31. Januar 2015 gez. Dr. Festge Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2014
BestätigungsvermerkIn dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Feige Filling GmbH, Bad Oldesloe, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht hin. Dort ist in Abschnitt 5.1 ausgeführt, dass der Fortbestand der Gesellschaft weiterhin gefährdet ist. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Hamburg, 6. Februar 2015 Osterloh
& Nottbohm GmbH
gez. Kasimir, Wirtschaftsprüfer gez. Gergen, Wirtschaftsprüferin ErgebnisverwendungsbeschlussDer im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 ausgewiesene Bilanzgverlust in Höhe von EUR 3.850.122,74 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Zusätzliche Angaben nach § 328 Abs. 1 Nr. 1 HGBDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 der Feige Filling GmbH, Bad Oldesloe, ist durch Beschluss der Gesellschafterversammlung am 27. April 2015 festgestellt worden. |
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