Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Dr. Meyer seit 3.1.2022 | Geschäftsführer |
Manfred Hans Piontke seit 29.11.2021 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MPPM GmbHEppsteinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 2023MPPM GmbHDie MPPM GmbH (MPPM) ist eine individuelle Vermögensverwaltung und Fondsboutique mit Sitz in der Gimbacher Straße 13, 65817 Eppstein. 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen blieben im Geschäftsjahr 2023 - ähnlich wie schon in den Vorjahren - herausfordernd. Zwar schwächten sich die infolge der Corona-Pandemie stetig verschärften Lieferkettenprobleme, Personal- und Materialknappheiten sowie Schwierigkeiten aufgrund der rapide angestiegenen Energiepreise im Jahresverlauf sukzessive ab. Die globalen Inflationsraten, die die US-amerikanische Notenbank FED 2022 zu Leitzinserhöhungen um stolze 4,25 Prozentpunkte veranlasst hatten, normalisierten sich jedoch nicht so schnell wie zeitweise erhofft. Die Konjunkturforscher in den USA erwarteten daher zu Jahresbeginn überwiegend eine Rezession. Gleichzeitig ging man nicht davon aus, dass die Notenbanken bereits kurzfristig - durch ein Ende der Zinserhöhungen und erste Zinssenkungen - würden gegensteuern können. Jedenfalls die erste Annahme erwies sich als irrig. Die US-Wirtschaft hielt sich robust und stemmte sich erfolgreich gegen die Rezession. Gestützt wurde sie dabei zwar (noch) nicht durch Zinssenkungen der FED, die erst für 2024 erwartet werden, wohl aber von einer anhaltend hohen Staatsverschuldung, durch die 2023 noch einmal rund 8% des BIP als Neuverschuldung in die heimische Konjunktur gepumpt werden konnte (zum Vergleich: in der EU liegt dieses Defizit nur bei gut 3% des BIP). In Europa und speziell in Deutschland verschärften sich demgegenüber zwar die rezessiven Tendenzen, die zum Jahresende in einer technischen Rezession (Q4) mündeten. Ein drastischer ökonomischer Einbruch, den manche Skeptiker befürchtet hatten, blieb jedoch einmal mehr aus. Insbesondere die börsennotierten deutschen Unternehmen die, im Vergleich zur Gesamtheit aller Unternehmen in Deutschland, tendenziell über einen überdurchschnittlichen Anteil internationaler Umsätze verfügen, behaupteten sich erneut besser als erwartet. Die multiplen strukturellen Herausforderungen der zu langsamen Projektumsetzung auf dem Weg zu einer stärker digitalisierten und „grünen“ Wirtschaft bleiben zwar bestehen, die immense Anpassungsfähigkeit der Unternehmen sollte jedoch einmal mehr nicht unterschätzt werden. Inwieweit sich Deutschland tatsächlich wieder zum „kranken Mann“ Europas entwickelt, wird daher aufmerksam zu beobachten sein. Branchensituation und Wettbewerbsumfeld Die internationalen Kapitalmärkte entwickelten sich im Jahresverlauf ebenfalls deutlich besser als erwartet. So hatten die Aktienmarktstrategen noch im Dezember 2022 erstmalig seit Beginn einer Erhebung des Finanzinformationsdienstleisters Bloomberg im Jahr 1999 prognostiziert, dass die Kurse leicht fallen würden. Tatsächlich entwickelte sich 2023 - bei einem Anstieg des MSCI World von 17,64% - zu einem überdurchschnittlich guten Börsenjahr. Insbesondere die US-amerikanische Leitbörse behauptete sich außerordentlich stark. Der S&P 500 konnte 24,23%, der Technologieindex Nasdaq sogar stolze 43,42% zulegen. Dass hierzu sicher auch die o.g. starke US-Neuverschuldung als eine Art „Staatsdoping“ beitrug, leuchtet unmittelbar ein. Hinzu kam die herausragende Entwicklung einiger weniger US-Großunternehmen, wie insbesondere der sog. Magnificent Seven (Amazon, Apple, Alphabet, Meta, Microsoft, Nvidia und Tesla) mit den Top-Performern 2023 Meta (+192%) und Nvidia (+234%). Weniger intuitiv erscheint vielen Marktbeobachtern dagegen das starke Abschneiden des deutschen Leitindex DAX (+20,31%) und des - von den hierin vertretenen Large Caps getriebenen - deutschen Gesamtmarkts (CDAX: +19,02%). Dieser Zuwachs ging dabei zu einem Großteil auf den Jahresauftakt im Q1/2023 (DAX: +12,25%) zurück, wohingegen in Q2 (+3,3%) und Q3 (-4,71%) in Summe ein leichter Gesamtmarktrückgang zu verzeichnen war. Im Q4 (+8,87%) setzte der Markt dann noch einmal zu einer finalen Jahresendrally an. Einmal mehr veranschaulichte uns das Börsenjahr 2023 damit, dass die Aktienmarktentwicklung stets relativ zur fundamentalen Marktbewertung zu würdigen ist: Verglichen mit dem Wachstum der USA war die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland zwar relativ schwach, verglichen mit der Bewertung der US-Aktien sind deutsche Aktien aber zugleich relativ günstig. Die Entwicklung kleinerer und mittlerer Unternehmen unterhalb des DAX blieb derweil einmal mehr hinter der Performance des deutschen Leitindex‘ sowie diverser internationaler Leitindizes zurück. So legte etwa der MDAX auf Jahressicht lediglich 8,04% zu, und v.a. Micro-Cap-Aktien setzten ihre ausgeprägte Schwächephase in historisch selten zu beobachtender Weise fort (Scale 30: -16,90%). Lediglich der SDAX (+17,06%) schlug sich achtbar. Eine Outperformance sog. Standardwerte ist in geopolitisch und ökonomisch schwierigen Zeiten häufig zu beobachten, gelten diese doch als „sichere Häfen“ in denen man im Notfall auch „überwintern“ kann. Hinzu kommt die stärkere Zinssensitivität der meist wachstumsstärkeren und höher bewerteten Aktien. Bemerkenswert ist allerdings das Ausmaß, in dem sich der langjährige Trend einer deutlichen Überrendite von Small/Mid Caps in den letzten Jahren umgekehrt hat: So erzielten etwa im Gesamtmarktindex CDAX (360 Unternehmen) 2023 alle Unternehmen unter 15 Mrd. EUR Marktkapitalisierung im Durchschnitt gerade einmal eine Performance von 0,1%, solche mit einer Marktkapitalisierung <1 Mrd. EUR erlitten im Durchschnitt sogar einen Wertrückgang von -7,5%. Alle Unternehmen >15 Mrd. EUR Marktkapitalisierung konnten dagegen einen durchschnittlichen Wertzuwachs von fast 17% (alle Angaben inkl. Dividenden) verzeichnen. Selbst auf einen vergleichsweise langen Zeitraum von fünf Jahren liegt der DAX (+58,6%) damit inzwischen deutlich vor dem SDAX (+46,8%). Aktienfonds verzeichneten auf Jahressicht deutliche Nettozuflüsse i.H.v. 17,4 Mrd. EUR, wobei dieses positive Jahresergebnis v.a. auf den starken Jahresauftakt zurückgeht, als Aktienstrategien Neugelder i.H.v. 24,4 Mrd. EUR anzogen. Auch weiterhin wachsen passive Produkte wie ETFs auf Aktienindizes jedoch stärker als aktiv gemanagte Fonds - eine Entwicklung, die es aus Perspektive aktiver Stockpicker besonders aufmerksam zu beobachten gilt. 2. Geschäftsverlauf Für MPPM verlief das Jahr 2023 durchaus zufriedenstellend. Basierend auf unserer stark bewertungsorientierten „Bottom-up“-Betrachtung waren wir dabei deutlich weniger pessimistisch in das Jahr gestartet und hielten einen freundlichen Jahresverlauf für durchaus realistisch. Hiermit sollten wir Recht behalten, und MPPM konnte den negativen Trend des extrem herausfordernden Börsenjahres 2022 brechen. Die für MPPM wichtige Performance entwickelte sich damit grundsätzlich positiv, wenngleich nicht in allen Portfolios stärker als die relevanten Vergleichsindizes. So erzielte MPPM in sämtlichen Portfolios einen Wertzuwachs, der in den besten Fällen 20% überstieg und damit sämtliche Vergleichsindizes hinter sich ließ. Im Regelfall bewegte sich die Performance im mittleren Zehner-Prozentbereich. Nur in wenigen Fällen lag die Wertsteigerung lediglich im einstelligen Prozentbereich. Der Publikumsfonds MPPM Deutschland verzeichnete einen Wertzuwachs von +15,78% und belegte damit in sämtlichen Jahresstatistiken einen der Spitzenplätze unter den Deutschland-Fonds. Die im Vorjahr aufgebauten Verlustvorträge konnten größtenteils vollständig oder fast vollständig abgebaut werden. Die Kundenzahl in der Vermögensverwaltung konnte bei 118 (Vj.: 118) stabil gehalten werden. Dabei waren sieben Abgänge und ebenso viele Neuzugänge zu verzeichnen. Im Publikumsfonds erfolgte ein Volumenanstieg auf 37,0 Mio. EUR (30.9.2023, Vj.: 33,1 Mio. EUR) bzw. 41,0 Mio. EUR (31.12.2023, Vj.: 38,5 Mio. EUR). Durch die stabile Kundenbasis bei gleichzeitigem Wertzuwachs ergab sich insgesamt ein Anstieg der Assets under Management auf rund 184 Mio. EUR (Vj.: 157 Mio. EUR). Angesichts der anhaltenden Schwäche für MPPM besonders relevanten Small und Mid Caps ist dieses Ergebnis als noch zufriedenstellend einzustufen. Als zentrale organisatorische Sonderaufgabe wurde - neben den stetig wachsenden Anforderungen durch aufsichtsrechtliche und steuerliche Regularien - die Migration von mehr als 70 Kundendepots von der Commerzbank zur Baader Bank und der V-Bank als neuer Depotbank, die bereits 2022 in die Wege geleitet worden war, final abgeschlossen 3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Ertragslage Trotz des zufriedenstellenden Geschäftsverlaufs konnte mit 63.135,30 EUR lediglich ein leicht positives operatives Ergebnis erzielt werden (2022: 815.538,98 EUR). Das operative Ergebnis bewegte sich damit im Rahmen der im Lagebericht 2022 vom 5. Mai 2023 kommunizierten Prognose („neutrales oder leicht positives operatives Ergebnis“). Anders als im Vorjahr führten die guten Portfolioentwicklungen erwartungsgemäß nur in Einzelfällen bereits wieder zum Aufbau neuer Performance-Fee-Ansprüche. In der Mehrzahl der Portfolios konnten lediglich, aber immerhin, die 2022 aufgebauten Verlustvorträge abgebaut werden. Das operative Ergebnis basierte damit, wie geplant, fast ausschließlich auf Erträgen aus fixen Verwaltungsprovisionen und Management Fees. Das zum Periodenende um knapp 15% gestiegene Anlagevolumen konnte diesen Effekt nicht kompensieren. Die Provisionserträge sanken daher auf 800.137,73 EUR (2022: 1.573.580,20 EUR). Die operativen Kosten blieben ungefähr stabil. Insbesondere wurde die operative Fixkostenbasis auch in diesem Jahr nicht weiter erhöht. Finanz- und Liquiditätslage Die Bilanz von MPPM wurde durch das positive operative Ergebnis weiter gestärkt. Im Vorjahr waren vom Jahresüberschuss in Höhe von 581.500,83 EUR allerdings lediglich 1.500,83 EUR auf neue Rechnung vorgetragen und der restliche Jahresüberschuss an die Gesellschafter entsprechend ihren Geschäftsanteilen ausgeschüttet worden, was das Eigenkapital um 580.000 EUR reduzierte. Zum Bilanzstichtag 2023 verringerte sich das Eigenkapital daher auf nunmehr 816.453,02 EUR (2022: 1.354.613,81 EUR). Die Bilanzsumme verkürzte sich auf 887.182,63 EUR (2022: 1.499.410,51 EUR). Hiermit korrespondierte auf der Aktivseite ein Liquiditätsbestand i.H.v. 528.511,40 EUR (2022: 1.192.185,97 EUR). Die Liquiditätssituation und die Eigenkapitalausstattung sind weiterhin als sehr komfortabel einzustufen. Die Liquidität deckt die Zahlungsverpflichtungen von knapp einem Jahr. Das Eigenkapital übersteigt die aufsichtsrechtlichen Anforderungen erheblich. Bankverbindlichkeiten bestehen keine. 4. Chancen- und Risikobericht Risikomanagement Unter Risikomanagement versteht MPPM den Umgang mit Risiken gemäß der durch die Geschäftsleitung festgelegten Strategie sowie des Risikotragfähigkeitsprozesses. Risiken sollen im Rahmen der internen Kontrollverfahren und aufgrund der damit verbundenen Ertragschancen und Wachstumspotenziale bewusst und kontrolliert eingegangen werden. MPPM beobachtet - wie schon in den vergangenen Jahren - eine anhaltende Ausweitung der Regulation in der Finanzbranche. Das Unternehmen begegnet diesen gestiegenen Anforderungen u.a. durch eine fortschreitende Funktionentrennung in der Geschäftsleitung. So verantwortet Manfred Piontke auch weiterhin federführend die Aufgaben des Risikomanagements und der internen Revision. Die Funktion des Compliance Officers wird weiterhin von Herrn Dr. Thomas Meyer wahrgenommen. Eine Risikoprüfung findet bei MPPM - angesichts der relativ überschaubaren Geschäftsvorfälle - kontinuierlich, begleitend zum Tagesgeschäft statt. Akute Fragestellungen werden im Einzelfall ad hoc beleuchtet und einer Lösung zugeführt. An dieser bewährten Praxis wurde auch im Geschäftsjahr 2023 festgehalten. Preisänderungs-, Ausfall-, und Liquiditätsrisiken Unter Liquiditätsrisiken versteht MPPM die Unsicherheit hinsichtlich einer fehlenden, unzureichenden oder nur zu verschlechterten Konditionen möglichen Verfügbarkeit von Geldmitteln zur Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen. Solche Liquiditätsrisiken bestehen angesichts des üppigen Liquiditätsbestands, der Finanzierungsstruktur (keine Finanzierungsverbindlichkeiten) sowie der deutlich „übererfüllten“ regulatorischen Kapitalanforderungen (vgl. unter 3.) zu keiner Zeit. Auch Preisänderungs- und/oder Ausfallrisiken bestehen nicht. Operative Risiken Ein operatives Risiko liegt angesichts der stark personalistisch geprägten Organisation des Unternehmens im möglichen Verhinderungsfall (Krankheit, Unfall, Tod o.ä.) der handelnden Personen. Dieses Personenrisiko war bis zum Vollzug des Formwechsels in der Person des Alleininhabers Manfred Piontke Ende 2021 besonders ausgeprägt. Zur Sicherstellung der ordnungsgemäßen Geschäftstätigkeit in einem solchen Verhinderungsfall hat MPPM bereits seit Längerem Vorkehrungen getroffen, deren Einhaltung und Optimierung von Manfred Piontke (als Geschäftsführer), Dr. Thomas Meyer (als Geschäftsführer und Compliance Officer) sowie Guillermo Hernandez (als Leiter Handel und IT-/Sicherheitsbeauftragtem) und Volker Glaser (als Meldestellenbeauftragter gemäß Hinweisgeberschutzgesetz, HinSchG) fortlaufend überwacht werden. U.a. wurde (und wird) das Personenrisiko durch umfangreiche Vertretungsregeln reduziert. Die Handlungsfähigkeit von MPPM ist auf diese Weise jederzeit sichergestellt. Zu Einzelheiten wird auf den MPPM-Notfallplan in der Fassung vom 31.03.2021 verwiesen. Durch die Umwandlung in die Rechtsform einer GmbH mit - bis dato - drei Gesellschaftern und zwei Geschäftsführern wurde das Risiko noch einmal erheblich reduziert. Das größte operative Risiko für MPPM besteht in einem Rückgang des verwalteten Anlagevolumens durch Abflüsse und/oder durch negative Performance. Hierbei ist MPPM weiterhin abhängig von der allgemeinen Kapital- und Aktienmarktsituation. Durch weiteres Wachstum, einen stetigen Ausbau des Kundenstamms und entsprechend steigende erfolgsunabhängige Verwaltungsprovisionen kann diesem Risiko jedoch in gewissem Umfang entgegengewirkt werden. Hierbei befindet sich das Unternehmen nach Einschätzung der Geschäftsführung trotz der schwierigen Entwicklung im Berichtszeitraum auch weiterhin auf einem guten Weg (vgl. bereits unter 2.). Klumpenrisiken, etwa durch eine (zu) hohe Konzentration der Erträge auf einen oder wenige Kunden, bestehen nicht. Der aktuell größte Kunde macht weniger als 10%, die fünf größten Kunden zusammen machen weniger als 20% des Anlagevolumens aus. Regulatorische Risiken Risiken bestehen durch die nach unserer Einschätzung weiter zunehmende Überregulierung des nationalen und v.a. des europäischen Gesetzgebers, die eine effiziente Geschäftstätigkeit zunehmend erschwert und erhebliche Zusatzkosten erzeugt. Sonstige Risiken Seit Frühjahr 2020 haben sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zunächst durch die Corona-Pandemie spürbar verschlechtert. Extreme Negativszenarien, wie etwa eine langjährige Weltwirtschaftskrise (inkl. Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und den allgemeinen Wohlstand) sind zwar nicht eingetreten. Allerdings zeigten sich Spätfolgen der Krise, etwa in Form von Verwerfungen in den globalen Lieferketten, die sich auch durch eine anhaltend expansive Geld- und Fiskalpolitik nicht abwenden ließen. Die zur Bekämpfung der Inflation notwendige geldpolitische Straffung bei sich gleichzeitig abkühlender Konjunktur könnten schlimmstenfalls zu einer länger andauernden sog. Stagflation führen. Eine solche Entwicklung würde voraussichtlich auch die Aktienbörsen längere Zeit belasten. Auch wenn sich eine solche Entwicklung aktuell nicht abzeichnet, ist ihr zeitlich verzögerter Eintritt nicht auszuschließen. Hinzu kommen der weiterhin andauernde Krieg in der Ukraine, der immer noch die Gefahr birgt, in einer militärischen Konfrontation zwischen Russland und der NATO zu eskalieren, sowie die angespannte Lage zwischen dem Westen und China, u.a. im Taiwan-Konflikt. Die Auswirkungen auf den Kapitalmarkt wären jeweils kaum abschätzbar. Chancen Die Chancen im Hinblick auf die zukünftige Geschäftsentwicklung von MPPM können sowohl externen als auch internen Einflüssen unterworfen sein. Aus den Konjunkturprognosen für das Jahr 2024 ergeben sich für MPPM nur eingeschränkte Chancen. Zwar gehen die Wirtschaftsexperten (Sachverständigenrat) für Deutschland in diesem Jahr noch immer von einem preisbereinigten Wachstum i.H.v. aktuell 0,3% aus, als Treiber für die Unternehmensergebnisse dürfte die Gesamtkonjunktur indes eher nicht fungieren, zumal auch 2023 zunächst ein leichtes Wachstum prognostiziert wurde, was letztlich in einem BIP-Rückgang i.H.v. -0,3% mündete. Sollte sich die deutsche Wirtschaft allerdings doch besser als erwartet entwickeln, könnte dies - über bessere Unternehmensergebnisse und in der Folge steigende Aktienkurse - mittelbaren Einfluss auf die kurzfristige operative Entwicklung von MPPM haben. Gleiches gilt für den Fall, dass FED und/oder EZB ihre restriktive Geldpolitik früher als erwartet beenden und erste Zinssenkungen einleiten sollte. Die wichtigste Chance liegt für MPPM in einer starken Wertsteigerung der Portfolios und einem wachsenden Anlagevolumen. Letzteres würde voraussichtlich insbesondere von einer überdurchschnittlichen Wertsteigerung (sog. Outperformance) positiv beeinflusst. 5. Prognosebericht Der Ausblick für das Geschäftsjahr 2024 fällt mit Blick auf die Kapitalmarktperspektiven einmal mehr optimistisch aus. Gerade für den deutschen Aktienmarkt bleiben wir angesichts anhaltend niedriger Bewertungen zuversichtlich. Schon 2023 waren zahlreiche öffentliche Übernahmen, sei es durch Private-Equity- oder strategische Investoren, zu beobachten, von denen auch MPPM, wie etwa bei GK Software, EQS oder OHB, profitieren konnte. Sollten sich die Börsenkurse nicht spürbar nach oben bewegen, werden unseres Erachtens weitere Offerten folgen, die die wahren Potentiale der Unternehmen aufdecken oder zumindest andeuten. In anderen Fällen, in denen fehlende Langfristfantasie oder die Aktionärsstruktur derartigen Transaktionen entgegenstehen, drängen sich Aktienrückkaufprogramme auf, von denen in letzter Zeit ebenfalls verstärkt Gebrauch gemacht wurde, und auch die Dividendenrenditen bewegen sich weiterhin auf Rekordniveaus - alles in allem eine gute Basis für ein weiteres erfolgreiches Börsenjahr. Ein Ende des Zinserhöhungszyklus und erste Zinssenkungen bei weiter sinkenden Inflationsraten im Jahresverlauf könnten dem Aktienmarkt, wenn sie nicht zu zögerlich ausfallen, zusätzlichen Rückenwind verleihen. Für die operative Entwicklung von MPPM ebenfalls relevant dürfte sein, ob es einmal mehr die als konservativ geltenden Aktien größerer, höher kapitalisierter Unternehmen (Large Caps) sein werden, die die Aktienmarktentwicklung prägen, oder ob wir ein Comeback der Nebenwerte (Mid und v.a. Small Caps) beobachten dürfen. Dass sich Small Caps gerade im Vorfeld einer Rezession schwächer als Large Caps entwickeln, ist nicht ungewöhnlich. Neben den o.g. Gründen des Risikomanagements trägt hierzu auch die (meist) geringe Handelsliquidität bei, die gerade bei institutionellen Großinvestoren häufig eine frühzeitige Portfolioanpassung erfordert. Tritt die Rezession dann aber ein, kehrt sich dieser Effekt nicht selten diametral um, will man sich doch frühzeitig für die nächste Hausse positionieren. Historisch betrachtet haben Small Caps daher zu Beginn einer Rezession nicht selten deutlich stärker zugelegt als Aktien großer Unternehmen - ein Effekt, den wir möglicherweise auch im Börsenjahr 2024 beobachten können. Langfristig ist ohnehin von einer Rückkehr zu den historischen Überrenditen der kleinen und mittleren Unternehmen auszugehen, die sich - nahezu zwingend - aus stärkeren Wachstumspotentialen, höherer Spezialisierung und besseren unternehmerischen Anpassungsmöglichkeiten ergibt. Mit Blick auf die operative Entwicklung von MPPM gestaltet sich der Ausblick auf das Geschäftsjahr ebenfalls positiv. Da die 2022 aufgebauten Verlustvorträge 2023 in der Mehrzahl der Portfolios vollständig oder fast vollständig abgebaut werden konnten, besteht im laufenden Jahr die Chance, wieder nennenswerte Erfolgsprovisionen zu vereinnahmen. Zudem wurden in einigen Depots bereits Performance-Fee-Ansprüche aufgebaut. Die Prognose basiert daher in diesem Jahr nicht nur auf den Erträgen aus fixen Verwaltungsprovisionen und Management Fees, die aufgrund eines gewachsenen durchschnittliches Anlagevolumens ebenfalls steigen sollten. Insgesamt sind daher Provisionserträge zu erwarten, die die allenfalls leicht steigenden operativen Kosten deutlich übersteigen sollten. Daher wird MPPM aus heutiger Sicht unabhängig vom weiteren Verlauf des Börsenjahres erneut ein positives operatives Ergebnis erzielen.
Eppstein, 21. Mai 2024 Manfred Piontke Dr. Thomas Meyer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023der Firma MPPM GmbH Portfolio Management, Gimbacher Str. 13, 65817 EppsteinAmtsgericht Königstein am Taunus HRB 11063 A. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenI Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss der MPPM GmbH für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) aufgestellt. II Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Forderungen an Kreditinstitute (sämtlich täglich fällig) wurden zum Nennwert angesetzt. Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und werden, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die sonstigen Vermögensgegenstände werden ebenfalls zum Nennwert angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Die latenten Steuern wurden aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen gebildet. Sie werden mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung werden nicht abgezinst. B. Erläuterungen zur BilanzI Forderungen und sonstige VermögensgegenständeSämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses waren die Forderungen an Kunden überwiegend beglichen. II AnlagevermögenDer Buchwert der Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt am 31.12.2023 EUR 45.418,00 (Vorjahr: EUR 56.652,00). III VerbindlichkeitenSämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. IV Passive latent SteuernDie passiven latenten Steuern resultieren (wie im Vorjahr) aus unterschiedlichen Ansätzen der Rückstellung für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen in Handels- und Steuerbilanz. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 1,18% zugrunde gelegt. Die latenten Steuern haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 229,17 € erhöht. V RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen sowie für ausstehende Rechnungen gebildet. C. Sonstige AngabenI GeschäftsführungGeschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2023 Dr.Thomas Meyer und Manfred Piontke (beide Portfoliomanager). II BeschäftigteDie durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter betrug 2023 zwölf Angestellte (Vorjahr:sieben Angestellte) einschl. Teilzeitbeschäftigte
Eppstein, den 30. Januar 2024 gezeichnet Dr. Thomas Meyer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die MPPM GmbH, Eppstein Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MPPM GmbH, Eppstein - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MPPM GmbH, Eppstein, für das Geschäftsjahr 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Vorschriften für Wertpapierinstitute und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom IDW festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der Geschäftsleitung für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die Geschäftsleitung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Vorschriften für Wertpapierinstitute in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsleitung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsleitung dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist die Geschäftsleitung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Verschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsleitung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom IDW festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; beurteilen wir die Angemessenheit der von der Geschäftsleitung angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von der Geschäftsleitung dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von der Geschäftsleitung angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens; führen wir Prüfungshandlungen zu den von der Geschäftsleitung dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von der Geschäftsleitung zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, 17. Juni 2024 AUREN GmbH Carsten Baums, Wirtschaftsprüfer Stefan Amberg, Wirtschaftsprüfer Anlagenspiegel (brutto)
Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 3.7.2024. |
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