Selex Systems Integration GmbHLiquidiert

Raiffeisenstraße 10, 41470 Neuss, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Neuss HRB 1242
Vorher
Gematronik GmbH elektronische AnlagenAMS-Gematronik GmbHSELEX Sistemi Integrati GmbH
Eingetragen
2.1.2003
Branche
Herstellung von Geräten der UnterhaltungselektronikHerstellung von elektrischem InstallationsmaterialHerstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.
Gegenstand
die Herstellung, der Vertrieb sowie die Überwachung und Instandhaltung von elektronischen Geräten und Anlagen aller Art.

Historie

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Management

NameRolle
Annett Birkholz
seit 12.2.2009
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Selex ES International Ltd
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Selex Sistemi Integrati S.p.A.
Italy
1.891.900 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Selex Systems Integration GmbH

Neuss

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012

Bilanz zum 31. Dezember 2012

Aktiva

31.12.2012
EUR
31.12.2011
EUR
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände, die sich noch in der Entwicklung befinden 1.118.395,53 742.827,48
2. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände 255.921,34 322.423,34
3. Entgeltlich erworbene Software 640.798,39 856.994,95
4. Lizenzen an gewerblichen Schutzrechten 2,00 2,00
  2.015.117,26 1.922.247,77
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten 5.284.170,48 5.426.813,48
2. Technische Anlagen und Maschinen 551.623,27 6.713,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 958.515,50 959.264,47
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 117.305,40 114.829,09
  6.911.614,65 6.507.620,04
  8.926.731,91 8.429.867,81
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.944.028,18 8.454.732,64
2. Unfertige Erzeugnisse 10.394.459,78 9.047.849,20
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 7.471.339,26 6.889.878,57
4. Geleistete Anzahlungen 2.649.556,44 650.208,17
  27.459.383,66 25.042.668,58
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.995.110,83 11.947.815,11
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.128.993,19 1.126.137,07
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.049.565,14 809.448,28
-davon aus Steuern EUR 337.406,91 (i. Vj. EUR 124.383,84)--    
  10.173.669,16 13.883.400,46
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.473.446,12 1.038.203,08
  40.106.498,94 39.964.272,12
C. Rechnungsabgrenzungsposten 78.671,69 101.204,61
  49.111.902,54 48.495.344,54

Passiva

   
  31.12.2012
EUR
31.12.2011
EUR
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 1.891.900,00 1.891.900,00
II. Kapitalrücklage 1.533.875,88 1.533.875,88
III. Gewinnrücklage 4.680.579,52 4.680.579,52
IV. Verlustvortrag -2.002.678,32 -2.015.138,66
V. Jahresüberschuss 430.124,28 12.460,34
  6.533.801,36 6.103.677,08
B. Rückstellungen    
Sonstige Rückstellungen 2.758.442,38 3.993.126,11
C. Verbindlichkeiten    
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 11.315.907,65 10.670.880,35
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.521.819,76 1.692.403,32
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 26.127.375,19 25.787.120,85
4. Sonstige Verbindlichkeiten 731.898,68 248.136,83
--davon aus Steuern EUR 695.857,00 (i. Vj. EUR 129.916,84)-    
--davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 27.500,11 (i. Vj. EUR 24.109,06)-    
  39.697.001,28 38.398.541,35
D. Rechnungsabgrenzungsposten 122.657,52 0,00
  49.111.902,54 48.495.344,54

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012

2012
EUR
2011
EUR
1. Rohergebnis 17.381.470,68 16.664.476,93
2. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -9.033.105,01 -8.222.117,22
b) Soziale Abgaben -1.625.105,74 -1.491.318,73
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -807.747,78 -650.141,19
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.045.086,03 -5.750.981,38
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 17.166,67 41.387,48
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -448.854,34 -567.932,77
-davon aus verbundenen Unternehmen EUR -399.868,49 (i. Vj. EUR -531.851,58)-    
-davon aus der Abzinsung von Rückstellungen EUR -26.342,00 (i. Vj. EUR -27.266,00)--    
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 438.738,45 23.373,12
8. Sonstige Steuern -8.614,17 -10.912,78
9. Jahresüberschuss 430.124,28 12.460,34

Anhang für das Geschäftsjahr 2012

I. Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften nach § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen der §§ 276 und 288 Abs. 2 HGB in Anspruch.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

Das in § 266 Abs. 2 HGB gesetzlich vorgeschriebene Mindestgliederungsschema für die Bilanz wurde um unternehmensspezifische Positionen ergänzt.

II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Sofern nicht anders angegeben, wurden diese unverändert zu den Vorjahren angewendet.

Anlagevermögen

Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte werden zu Herstellungskosten (Entwicklungskosten) aktiviert, sofern zum Abschlussstichtag zumindest eine hohe Wahrscheinlichkeit der tatsächlichen Entstehung eines Vermögensgegenstandes besteht. Zu den Herstellungskosten zählen die einzeln zurechenbaren Kosten durch den Verbrauch von Gütern und die Inanspruchnahme von Diensten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und des durch den Entwicklungsprozess veranlassten Werteverzehrs von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens. Die Vermögensgegenstände werden planmäßig nach der linearen Methode über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben.

Entgeltlich erworbene Software wird zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Eine Ausnahme bilden die immateriellen Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten unter EUR 150; diese werden sofort in voller Höhe aufwandswirksam erfasst. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer bewertet.

Im Einzelnen werden folgende betriebliche Nutzungsdauern zu Grunde gelegt:

Fabrik- und Verwaltungsgebäude, Außenanlagen 25 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 3 bis 15 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 10 Jahre

Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von bis zu EUR 150 werden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben. Vermögensgegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten mehr als EUR 150 und bis zu EUR 1.000 betragen, werden in einem Sammelposten zusammengefasst und über fünf Jahre linear abgeschrieben.

Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Hierzu zählen die fertigungsbedingten Abschreibungen, anteilige Verwaltungskosten sowie die anteiligen Kosten des sozialen Bereichs. Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Reparaturkosten werden sofort als Aufwand erfasst.

Umlaufvermögen

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Wiederbeschaffungskosten am Bilanzstichtag aktiviert.

Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt, sofern sie eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr haben. Mittel- und langfristige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Risikobehaftete Posten, für die eine Einzelwertberichtigung erforderlich wäre, sind nicht vorhanden, da es sich bei den Schuldnern fast ausschließlich um staatliche Institutionen handelt und darüber hinaus Auslandsforderungen mit Ausnahme verbundener Unternehmen zum überwiegenden Teil gegen Forderungsausfall versichert sind.

Die Bewertung der flüssigen Mittel erfolgt zum Nennwert.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:

Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (I mparitätsprinzip).

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Bei den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind die Vorauszahlungen für künftige Zeiträume zeitanteilig abgegrenzt.

Passiva

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Erfolgsauswirkungen aus einer Änderung der Diskontierungssätze werden im Zinsergebnis erfasst.

Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 3,79% p.a. und, sofern biometrische Einflussfaktoren zu berücksichtigen sind, auf der Grundlage der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,5 % zugrunde gelegt. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Potenzielle neue Vereinbarungen sind nicht zu erwarten. Die Altersteilzeitrückstellungen enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft.

Die Rückstellungen für Gewährleistungen/Garantien enthalten eine auf Erfahrungswerten der Vergangenheit beruhende Pauschale für die verbleibende Gewährleistungs- bzw. Garantiezeit sowie die nach aktueller Einschätzung noch zu erbringenden Nacharbeiten, die mit den erwarteten Herstellungskosten, bestehend aus Fertigungs- und Materialeinzelkosten, den Sondereinzelkosten der Fertigung, einem angemessenen Wertverzehr des Anlagevermögens sowie einem angemessenen Anteil an den Verwaltungsgemeinkosten, bewertet wurden.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurs, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (I mparitätsprinzip).

Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Zum Ausgleich gegenläufiger Wertänderungen oder Zahlungsströme aus Wechselkursrisiken wurden schwebende Geschäfte und mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen mit Finanzinstrumenten zusammengefasst (Bewertungseinheit). Soweit die Voraussetzungen für Bewertungseinheiten mit den jeweiligen Grundgeschäften nicht erfüllt sind, erfolgt die Bilanzierung nach den allgemeinen Bewertungsgrundsätzen.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen im Zusammenhang mit einem Leasing-Verhältnis ausgewiesen, die Erträge nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ausgehend von den historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres sind im Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten enthalten Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von TEUR 1.052. Die mittelfristig fälligen Forderungen betreffen Zahlungen, die entsprechend dem mit dem Kunden vereinbarten Zahlungsplan erst zu einem späteren Meilenstein, zum Beispiel Garantieende, fällig werden.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren wie im Vorjahr ausschließlich aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Sie haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und betreffen mit TEUR 1.129 (Vorjahr: TEUR 1.120) den Gesellschafter.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Eigenkapital

Zum 31. Dezember 2012 ist alleinige Gesellschafterin unverändert die SELEX Sistemi Integrati Spa., Rom/Italien. Das gezeichnete Kapital in Höhe von EUR 1.891.900,00 ist vollständig erbracht.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 30. März 2012 wurde beschlossen, den Jahresüberschuss des Vorjahres in Höhe von TEUR 12 auf neue Rechnung vorzutragen.

Sonstige Rückstellungen

Die Sonstigen Rückstellungen enthalten:

31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
Gewährleistungen 1.478 2.569
Altersteilzeit 682 793
Verpflichtungen aus dem Personalbereich (Urlaub, Mehrstunden, Boni etc.) 392 431
Abschluss und Prüfung 63 57
Übrige Rückstellungen 143 143
  2.758 3.993

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind nicht besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit TEUR 25.870 (Vorjahr TEUR 25.365) aus dem Gesellschafterdarlehen und mit TEUR 257 (Vorjahr TEUR 422) aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten

Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Währungsrisiken ausgesetzt. Deren Absicherung erfolgt im Wesentlichen durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Es handelt sich meist um außerhalb der Börse gehandelte (sogenannte OTC-) Instrumente. Dazu gehören insbesondere Devisentermingeschäfte. Ihr Einsatz erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt strengen internen Kontrollen und bleibt auf die Absicherung des operativen Geschäfts der Gesellschaft sowie der damit verbundenen Geldanlagen und Finanzierungsvorgänge beschränkt. Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse die Wert- oder Zahlungsstromänderungen zu reduzieren, die auf Veränderungen von Wechselkursen zurückgehen.

Zur Absicherung von Grundgeschäften werden derivative Finanzinstrumente regelmäßig bei bestehenden Forderungen oder Verbindlichkeiten in Fremdwährungen bzw. geplanten Transaktionen in Fremdwährung (Absicherung des Auftragseingangs) eingesetzt. Sofern die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, werden Bewertungseinheiten i.S.d. § 254 HGB gebildet. Zur bilanziellen Abbildung der wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheiten wird die sog. Einfrierungsmethode (kompensatorische Bewertung) angewendet. Die Effektivität der Sicherungsbeziehungen wird zu jedem Bilanzstichtag prospektiv und retrospektiv anhand der Regressionsanalyse festgestellt.

Es wurden folgende Bewertungseinheiten gebildet:

Geplante Transaktionen in fremder Währung (Mikro Hedge)

Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken, die aus geplanten Absatz- und Einkaufsgeschäften resultieren, die in USD bzw. in GBP denominiert sind, schließen wir Devisentermingeschäfte ab. Von einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit der abgesicherten Transaktionen gehen wir aus, da es sich um routinemäßige Geschäfte handelt und die Absicherung den vertraglich vereinbarten Zahlungsströmen entspricht. Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten unterliegt darüber hinaus klar definierten Vorgaben und strengen internen Kontrollen.

Die Derivate werden mit den sich gegenläufig verhaltenden Fremdwährungstransaktionen in Bewertungseinheiten (Mikro-Hedge) zusammengefasst. Soweit sich während der Laufzeit der Sicherungsbeziehungen die bewertungsrelevanten Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft nicht ändern und von einem vollständigen Ausgleich der Wertänderungen auszugehen ist, bleiben die gegenläufigen Änderungen der beizulegenden Zeitwerte von Grund- und Sicherungsgeschäft bilanziell und ergebnismäßig unberücksichtigt. Die ineffektiven Anteile der Sicherungsbeziehungen, also sich nicht ausgleichende Wertänderungen sowie nicht gesicherte Fremdwährungspositionen, werden nach allgemeinen Bewertungsgrundsätzen behandelt. Die Effektivität der Sicherungsbeziehung wird zu jedem Bilanzstichtag prospektiv und retrospektiv festgestellt.

Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten (Marktwerte) ermittelt. Devisenkontrakte werden einzeln auf Basis des Austauschbetrages mit den aktuellen Marktterminkursen am Abschlussstichtag im Vergleich zu den vereinbarten Termin- bzw. Kontraktkursen bewertet. Die Marktterminkurse richten sich nach den Kassakursen unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen.

Zum Bilanzstichtag bestehen entsprechende Absicherungen für Fremdwährungsforderungen in Höhe von TUSD 2.134 und Fremdwährungsverbindlichkeiten in Höhe von TUSD 154. Das Nominalvolumen der zur Absicherung von Fremdwährungstransaktionen abgeschlossenen Devisentermingeschäfte beläuft sich zum 31. Dezember 2012 auf TEUR 1.483 bei beizulegenden Zeitwerten von TEUR 1.500 (davon positive Marktwerte in Höhe von TEUR 35 sowie negative Marktwerte in Höhe von TEUR 18). Sie sind jeweils fällig im Jahr 2013 und blieben aufgrund der jeweils hoch wirksamen Sicherungsbeziehungen bilanziell außer Ansatz.

Haftungsverhältnisse und bestehende Avallinien:

Folgende Haftungsverhältnisse werden unter Angabe der gewährten Pfandrechte und sonstigen Sicherheiten gesondert angegeben:

Außerhalb der vereinbarten Avallinie hat die Commerzbank per 31. Dezember 2012 Anzahlungsgarantien im Wert von TEUR 2.338 gegen Verpfändung der daraus resultierenden Zahlungseingänge für uns herausgelegt. Zum Stichtag sind daraus TEUR 376 eingegangen und auf ein an die Commerzbank verpfändetes Unterkonto umgebucht wurden.

Die von der Commerzbank gewährten Avallinien setzen sich wie folgt zusammen:

Währung Betrag
in Tausend
EUR 9.415
BRL 3.607
INR 10.000
OMR 641
RON 17
USD 2.510

Daneben besteht eine Avallinie bei der Deutschen Bank in Höhe von TEUR 4.785 bzw. TUSD 50.

Gesamtbetrag
EUR
Angabe der gewährten Pfandrechte bzw. der sonstigen Sicherheiten davon gegenüber verbundenen Unternehmen
EUR
Angabe der gewährten Pfandrechte bzw. der sonstigen Sicherheiten
- Sonstige Haftungsverhältnisse 375.935,00 Guthaben auf verpfändetem Bankkonto 0,00  
- Sonstige Haftungsverhältnisse 2.812.105,35 Briefgrundschuld auf das Betriebsgrundstück 0,00  

Für die angeführten zu Nominalwerten angesetzten Eventualschulden wurden keine Rückstellungen gebildet, weil mit einer Inanspruchnahme oder Belastung der Gesellschaft nicht gerechnet wird.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt:

Restlaufzeiten
Gesamt
TEUR
bis zu 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
mehr als 5 Jahre
TEUR
- aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen 573 319 254 0

Geschäfte mit nahestehenden Personen

Auf die Angabe wird gemäß § 288 Abs. 2 HGB verzichtet.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Der Gesamtbetrag der im Geschäftsjahr 2012 getätigten Forschungs- und Entwicklungskosten beläuft sich auf TEUR 2.322. Davon entfallen auf selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens TEUR 376. Diese befinden sich zum Bilanzstichtag in voller Höhe noch in der Entwicklung und sind dementsprechend nicht fertiggestellt.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

Sonstige betriebliche Erträge enthalten in Höhe von TEUR 574 (Vorjahr TEUR 69) periodenfremde Erträge, die im Wesentlichen aus der Auflösung von projektbezogenen Rückstellungen resultieren. lm Vorjahr waren ferner Erlöse aus dem Verkauf des Sachanlagevermögens in Höhe von TEUR 11 darin enthalten. Die Erträge aus der Währungsumrechnung belaufen sich auf TEUR 339 (Vorjahr TEUR 470).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten keine wesentlichen periodenfremden Aufwendungen. Verluste aus Fremdwährungsumrechnungen sind in Höhe von TEUR 352 (Vorjahr TEUR 191) enthalten.

Außerordentliche Erträge und Aufwendungen

lm Geschäftsjahr sind keine außerordentlichen Erträge oder Aufwendungen angefallen.

V. Sonstige Angaben

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Auf die Angabe wird gemäß § 288 Abs. 2 HGB verzichtet.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat setzt sich im Geschäftsjahr aus folgenden Personen zusammen:

Angelo Pansini, Koordinator Overseas Companies SELEX Sistemi Integrati S.p.A., Rom/Italien (Chairman Supervisory Board),

Luigi Festa, CFO SELEX Sistemi Integrati S.p.A., Rom/Italien,

 

Bis 2. Juli 2012:

Antonio Mattogno, Efficiency Plan Manager SELEX Sistemi Integrati S.p.A., Rom/Italien,

 

Ab 2. Juli 2012:

Mario Richard, Verantwortlicher Air & Vessel Traffic Management System, Selex ES S.p.A., Rom/Italien.

Der Aufsichtsrat erhält keine Bezüge von der Gesellschaft.

Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr 2012 wurde die Geschäftsführung unverändert zum Vorjahr durch Herrn Ulrich Nellen, Kaufmann, Nettetal, wahrgenommen.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Berichterstattung über die Bezüge der Geschäftsführung wird unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter lässt sich wie folgt darstellen:

2012 2011
Gewerbliche Arbeitnehmer 22 23
Angestellte 128 124
  150 147

Konzernverhältnisse

Die Muttergesellschaft ist im Berichtsjahr unverändert zum Vorjahr die SELEX Sistemi Integrati SpA, Rom/Italien.

Die Selex Systems Integration GmbH wird in den Konzernabschluss der SELEX Sistemi Integrati S.p.A., Rom/Italien, die einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen zum 31. Dezember 2012 aufstellt, einbezogen. Dieser ist am Sitz der Selex Sistemi Integrati S.p.A. in Rom erhältlich und wird auf der Webseite registroimprese.it offengelegt.

Dieser Konzernabschluss wird seinerseits in den Konzernabschluss der Finmeccanica S.p.A., Rom/Italien, als größter Konzernkreis einbezogen. Dieser ist am Sitz der Finmeccanica erhältlich und wird ebenfalls auf der Webseite registroimprese.it offengelegt.

Ausschüttungsgesperrte Beträge

Aufgrund der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände ist ein Betrag von EUR 1.374.316,87 für die Ausschüttung gesperrt.

Vorschlag für Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung empfiehlt, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 430 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Neuss, 19. August 2013

Selex Systems Integration GmbH

Geschäftsführung

Ulrich Nellen

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2012

Anschaffungskosten
1.1.2012
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2012
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände, die sich noch in der Entwicklung befinden 742.827,48 375.568,05 0,00 1.118.395,53
2. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände 332.511,34 0,00 0,00 332.511,34
3. Entgeltlich erworbene Software 1.391.265,05 21.556,44 0,00 1.412.821,49
4. Lizenzen an gewerblichen Schutzrechten 225.788,70 0,00 0,00 225.788,70
  2.692.392,57 397.124,49 0,00 3.089.517,06
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke und Bauten 6.995.543,74 0,00 0,00 6.995.543,74
2. Technische Anlagen und Maschinen 228.402,52 615.991,77 0,00 844.394,29
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.566.048,33 290.063,18 17.456,24 3.838.655,27
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 114.829,09 2.476,31 0,00 117.305,40
  10.904.823,68 908.531,26 17.456,24 11.795.898,70
  13.597.216,25 1.305.655,75 17.456,24 14.885.415,76
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2012
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2012
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände, die sich noch in der Entwicklung befinden 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände 10.088,00 66.502,00 0,00 76.590,00
3. Entgeltlich erworbene Software 534.270,10 237.753,00 0,00 772.023,10
4. Lizenzen an gewerblichen Schutzrechten 225.786,70 0,00 0,00 225.786,70
  770.144,80 304.255,00 0,00 1.074.399,80
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke und Bauten 1.568.730,26 142.643,00 0,00 1.711.373,26
2. Technische Anlagen und Maschinen 221.689,52 71.081,50 0,00 292.771,02
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.606.783,86 289.768,28 16.412,37 2.880.139,77
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  4.397.203,64 503.492,78 16.412,37 4.884.284,05
  5.167.348,44 807.747,78 16.412,37 5.958.683,85
Nettobuchwerte
31.12.2012
EUR
31.12.2011
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände, die sich noch in der Entwicklung befinden 1.118.395,53 742.827,48
2. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände 255.921,34 322.423,34
3. Entgeltlich erworbene Software 640.798,39 856.994,95
4. Lizenzen an gewerblichen Schutzrechten 2,00 2,00
  2.015.117,26 1.922.247,77
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten 5.284.170,48 5.426.813,48
2. Technische Anlagen und Maschinen 551.623,27 6.713,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 958.515,50 959.264,47
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 117.305,40 114.829,09
  6.911.614,65 6.507.620,04
  8.926.731,91 8.429.867,81

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012

Die Gesellschaft gehört im Geschäftsjahr 2012 weiterhin zum italienischen Finmeccanica Konzern. Die Eigentümerstruktur stellte sich im Geschäftsjahr wie folgt dar:

Finmeccanica S.p.A.
Italy

SELEX Electronic Systems S.p.A.
Italy

SELEX Elsag S.p.A.
Italy

SELEX Galileo S.p.A.
Italy

SELEX Sistemi Integrati S.p.A.
Italy

SELEX Sistemi Integra SubGroup

SELEX Systems Integration Ltd.
UK

Selex Systems Integration GmbH
Germany

SELEX Systems Integration Inc.
USA

Entwicklung der Branche

Der Markt für Wetterradare und angrenzende Systeme umfasst sowohl Ersatzbedarf als auch Erstbeschaffungen insbesondere in den Schwellenländern sowie Ergänzungsbeschaffungen zur Verbesserung der Abdeckungsgrade in den Industrieländern. Eigenen Untersuchungen zufolge wächst der Markt weiter stark, ist jedoch gleichzeitig von der mehrjährigen Dauer der Angebotsphasen und langwierigen Entscheidungsprozessen gekennzeichnet. Dies führt zu starken Schwankungen bei der Auftragsvergabe innerhalb eines Geschäftsjahres. lm Berichtsjahr wurden Aufträge im Gesamtwert von ca. EUR 120 Millionen in den für uns zugänglichen Märkten vergeben. China, Japan und Russland bleiben bei dieser Betrachtung außen vor, da diese für Ausländer nicht bzw. kaum zugänglich sind. Die Erwartung bzgl. Auftragseingänge für 2013 bleibt in der Größenordnung von EUR 100 Millionen - EUR 120 Millionen.

Unser Auftragseingang im Berichtsjahr beträgt rund EUR 60 Millionen, was mehr als eine Verdopplung des Vorjahreswertes darstellt. Gleichzeitig entspricht er auch dem Doppelten eines durchschnittlichen Jahresumsatzes.

Unter Berücksichtigung der uns bekannten Ausschreibungsergebnisse gehen wir damit weiterhin davon aus, mit deutlichem Abstand weltweiter Marktführer zu sein.

Der Wettbewerb ist je nach Systemtyp (C-Band, S-Band, X-Band und Systeme jenseits des reinen Wetterradarmarktes) unterschiedlich stark. Da wir die Nachfrage bei allen Gerätetypen bedienen, ist unsere Profitabilität in den einzelnen Aufträgen auch unterschiedlich.

Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Ertragslage

In 2012 erreichten wir ein deutlich positives Ergebnis und damit eine erhebliche Steigerung gegenüber dem Vorjahreswert. Dieses wurde in erster Linie durch höhere Umsatzerlöse und die damit verbundenen Deckungsbeiträge erzielt.

2012
TEUR
2011
TEUR
Veränderung
in %
Rohergebnis 17.381 16.664 4,3%
Personalaufwand -10.658 -9.713 9,7%
Abschreibungen -808 -650 24,3%
Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.045 -5.751 -12,3%
Finanzergebnis -431 -527 -18,2%
Außerordentliches Ergebnis 0 0  
Sonstige Steuern -9 -11 -18,2%
Ergebnis vor Ertragsteuern 430 12 3.483,3%
Körperschaftsteuer 0 0  
Gewerbeertragsteuer 0 0  
Latente Steuern 0 0  
Steuern betr. Vorjahre 0 0  
Jahresüberschuss 430 12 3.483,3%

Wie bereits in den Vorjahren sind nach wie vor in mehreren Projekten zeitliche Verzögerungen vorhanden. Diese sind fast ausschließlich durch Kunden verursacht, die die notwendige Infrastruktur nicht zeitgerecht zur Verfügung stellen konnten, was negative Auswirkungen sowohl auf die Umsatzrealisierung, die vom Erreichen der laut Vertrag vorgesehenen Meilensteine für den Gefahrenübergang abhängig ist, als auch auf das Jahresergebnis und den Cashflow hat.

Die Auswirkungen sind im Geschäftsjahr 2012 geringer als im Vorjahr, da ein größeres Volumen an Neuaufträgen mit kurzen Lieferzeiten ausgeführt wurde. Somit stieg das Rohergebnis im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 717 auf TEUR 17.381.

Gleichzeitig wurde jedoch auch der Bestand an unfertigen Erzeugnissen weiter erhöht.

Die Personalkosten erhöhten sich um TEUR 945 auf TEUR 10.658 aufgrund von Gehaltssteigerungen sowie einer leichten Zunahme des durchschnittlichen Mitarbeiterbestands.

Die Erhöhung der Abschreibungen um TEUR 158 auf TEUR 808 ist auf die Zugänge im Anlagevermögen im Geschäftsjahr und zum Ende des Vorjahres zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind aufgrund der im Vorjahr enthaltenen Zuführung zu den projektbezogenen Rückstellungen insgesamt um TEUR 706 auf TEUR 5.045 gesunken. Die Reisekosten stiegen dabei überproportional zu den Umsätzen aufgrund eines höheren Anteils von Vor-Ort-Leistungen an der Gesamtleistung des Unternehmens.

Das Finanzergebnis verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr leicht um TEUR 96 auf TEUR -431 aufgrund eines Rückgangs des durchschnittlich angewandten Zinssatzes.

Das Ergebnis vor Ertragssteuern stieg somit im Vergleich zum Vorjahr deutlich um TEUR 418 auf TEUR 430 an. Ertragssteuern fallen wie im Vorjahr aufgrund der bestehenden steuerlichen Verlustvorträge nicht an. Dieser wird durch das positive Jahresergebnis weiter reduziert. Gleichwohl bedingt er weiterhin einen Aktivüberhang latenter Steuern. Von dem Aktivierungswahlrecht wird wie in den Vorjahren jedoch kein Gebrauch gemacht.

Insgesamt konnte aufgrund der positiven Entwicklungen des Rohergebnisses und der insgesamt rückläufigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen trotz steigender Personalaufwendungen ein deutlich positives Jahresergebnis erzielt werden.

Für Konzernzwecke und die damit verbundene Konsolidierung ermitteln wir ebenfalls das Ergebnis nach IFRS. Dieses weicht aufgrund der unterschiedlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden hinsichtlich der unfertigen und fertigen Erzeugnisse, die entsprechend der Percentage of Completion Methode inklusive einer anteiligen Marge erfasst werden, deutlich von dem HGB-Ergebnis ab. Das EBIT nach IFRS fiel mit TEUR 2.520 besser als das EBIT nach HGB (TEUR 870) aus.

Vermögenslage

2012
TEUR
2011
TEUR
Veränderung
in %
Bilanzsumme 49.112 48.495 1,3%
Anlagevermögen 8.927 8.430 5,9%
Anlageintensität 18,2% 17,4%  
Erhaltene Anzahlungen 11.316 10.671 6,0%
Saldo Bankguthaben/-vbk. 2.473 1.038 138,2%
bereinigte Bilanzsumme 35.323 36.786 -4,0%
Eigenkapital 6.534 6.104 7,0%
bereinigte Eigenkapitalquote 18,50% 16,59% 11,5%
Darlehen 25.870 25.365 2,0%
Verbundene Unternehmen      
bereinigte Eigenkapitalquote bei Anrechnung Darlehen verbundener Unternehmen 91,7% 85,5% 7,3%

Die Anlagenintensität (Verhältnis von Anlagevermögen zu Bilanzsumme) ist aufgrund einer stärkeren Erhöhung des Anlagevermögens im Vergleich zur Bilanzsumme um 0,8 Prozentpunkte gestiegen.

Der Abnahme der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR -3.710, wobei die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in etwa konstant geblieben sind, steht eine deutliche Zunahme der Vorräte um TEUR +2.417 gegenüber. Diese betrifft zum überwiegenden Teil den Bestand an unfertigen Erzeugnissen (TEUR +1.347), während die Verringerung des Bestands an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen um TEUR -1.511 und die Zunahme der geleisteten Anzahlungen an Lieferanten um TEUR +1.999 einander etwa kompensierten. Gleichzeitig wurden die Rückstellungen um TEUR 1.235 reduziert, was im Wesentlichen auf gesunkene projektbezogene Rückstellungen zurückzuführen ist.

Es waren keine durch die Finanzkrise bedingten außerplanmäßigen Abschreibungen erforderlich und es gab keine Forderungsausfälle. Die Forderungen sind zudem zum überwiegenden Teil - mit Ausnahme von Geschäften mit der Muttergesellschaft - gegen Ausfälle versichert.

Das Eigenkapital erhöhte sich in Höhe des Jahresüberschusses. Die Bilanzsumme erhöhte sich im Verhältnis dazu geringer so dass sich die Eigenkapitalquote leicht von 12,59% auf 13,30% erhöht hat. Aufgrund der Besonderheiten in unserem Projektgeschäft, dass Fälligkeiten von Kundenzahlungen und Zeitpunkt der Umsatzrealisierung (Gefahrenübergang) deutlich auseinanderfallen können, ist der Forderungsbestand stets hoch, während gleichzeitig auch hohe erhaltene Anzahlungen in den Verbindlichkeiten enthalten sind. Ferner stehen Bankguthaben auf der Aktivseite der Finanzierung durch ein Gesellschafterdarlehen auf der Passivseite gegenüber. Unter Berücksichtigung der beiden Effekte aus erhaltenen Anzahlungen und flüssigen Mitteln ergibt sich eine bereinigte Eigenkapitalquote von 18,50% (im Vorjahr 16,59%). Bei zusätzlicher Anrechnung des Darlehens der Muttergesellschaft auf das Eigenkapital erhöhte sich die so bereinigte Eigenkapitalquote ebenfalls und betrug 91,74% (Vorjahr 85,54%).

Finanzlage

2012
TEUR
2011
TEUR
Jahresüberschuss 430 12
Abschreibungen 807 650
Gewinn (-)/Verlust (+) aus Anlagenabgängen 1 -11
Veränderungen der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände, Vorräte, RAP, Verbindlichkeiten und Rückstellungen (ohne Darlehen verbundene Unternehmen)(working capital) 997 -3.432
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit 2.235 -2.781

Der positive Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit ist zu etwa 45% auf Veränderungen des working capital zurückzuführen. Mit 36% tragen die Abschreibungen und mit 19% der Jahresüberschuss dazu bei.

Bedingt durch die kundenspezifischen Vertragsgestaltungen in Bezug auf die Zahlungsflüsse und teilweise Verzögerungen auf Kundenseite bei der Abnahmebereitschaft - auch durch die Finanzkrise - sind Forderungs- und Vorratsbestand nach wie vor hoch.

Im Berichtsjahr wurden, wie in den Vorjahren, keine Bankkredite in Anspruch genommen. Liquiditätsengpässe bestanden nicht und sind auch künftig nicht zu erwarten, da die notwendige Liquidität unverändert über ein Darlehen der Gesellschafterin zur Verfügung gestellt wird. Dieses wurde innerhalb des Geschäftsjahres mit Beträgen zwischen TEUR 24.405 und TEUR 29.727 in Anspruch genommen.

Der vertraglich vereinbarte Zinssatz basiert auf dem Ein-Monats-EURIBOR zuzüglich eines variablen Aufschlags. Der Zinssatz sank in der ersten Jahreshälfte stetig und erst ab November 2012 war ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen. Im Jahresmittel, bezogen auf die Inanspruchnahme, fiel der Zinssatz um rund 0,4 Prozentpunkte niedriger aus als im Vorjahr, so dass trotz der leicht erhöhten durchschnittlichen Darlehensinanspruchnahme der Zinsaufwand geringer ausfiel als im Vorjahr.

2012
TEUR
2011
TEUR
Veränderung
in %
Kassenbestand und Bankguthaben 2.473 1.038 138,2%
Verbindlichkeiten ohne Gesellschafterdarlehen 13.827 13.034 6,1%
Liquidität 1. Grades 17,9% 8,0%  
Summe Kassenbestand und Bankguthaben sowie Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 12.647 14.922 -15,2%
Verbindlichkeiten ohne Gesellschafterdarlehen 13.827 13.034 6,1%
Liquidität 2. Grades 91,5% 114,5%  

Die Liquidität 1. Grades (Quotient aus liquiden Mitteln und kurzfristigen Verbindlichkeiten) ist bedingt durch die Finanzierung über das Darlehen der Muttergesellschaft sehr gering. Sie fiel mit 17,9% zum Stichtag des Berichtsjahres jedoch deutlich höher aus als im Vorjahr (8,0%), was durch erhöhte Zahlungseingänge kurz vor dem Bilanzstichtag bedingt ist. Die Liquidität 2. Grades (liquide Mittel und Forderungen im Verhältnis zu kurzfristigen Verbindlichkeiten) nahm hingegen ab und beträgt 91,5% (Vorjahr 114,5%).

Das Gesellschafterdarlehen, dessen Rahmen EUR 26 Millionen beträgt, war am 31.12.2012 mit TEUR 25.870 (im Vorjahr TEUR 25.365) in Anspruch genommen. Darüber hinaus standen liquide Mittel in Höhe von TEUR 2.473 (im Vorjahr TEUR 1.038) zur Verfügung. Eine weitere Besserung der Liquiditätssituation erwarten wir im ersten Quartal 2013. Ausgehend von den Erfahrungen der Vergangenheit und der Bereitschaft der Muttergesellschaft, bei Notwendigkeit auch über die vereinbarte Linie hinaus Darlehenszahlungen zu leisten, erwarten wir auch in der Zukunft kein Liquiditätsrisiko für unsere Gesellschaft.

Die Gesellschaft verfügt über Avallinien von insgesamt TEUR 31.500, von denen am Stichtag TEUR 23.512 verwendet waren und TEUR 7.988 noch zur Verfügung standen. In Höhe von TEUR 12.000 handelt es sich um eine Linie bei der Commerzbank, für die eine Mitverpflichtung der SELEX Sistemi Integrati S.p.A., Rom/Italien, besteht. In Höhe von TEUR 9.500 stammt die Linie aus einer Umbrella Facility zwischen der Deutschen Bank, Mailand, und der Finmeccanica, Rom/Italien. In Höhe von TEUR 10.000 handelt es sich um eine Linie bei Euler Hermes, die mit einer Briefgrundschuld auf unser Betriebsgrundstück gesichert ist. Die Commerzbank hat ferner im Vorgriff auf eine vorgesehene Erhöhung der Linie auf TEUR 17.000 Anzahlungsgarantien in Höhe von insgesamt TEUR 2.338 ohne Anrechnung auf die bisherige Linie gegen Verpfändung der zugehörigen Anzahlungen herausgelegt. In diesem Zusammenhang waren am Stichtag 31.12.2012 Bankguthaben in Höhe von TEUR 376 an die Commerzbank verpfändet.

Insgesamt hat sich die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vor dem Hintergrund der Finanz- und EURO-Krise positiv entwickelt.

Personal

Die Mitarbeiterzahl zum 31. Dezember 2012 liegt mit 149 um rund 2% über der Vorjahreszahl (146).

Die Personalentwicklung und -struktur bis zum 31. Dezember 2012 lässt sich wie folgt darstellen:

Personal nach Geschlecht

Personal zum Jahresende

Personal nach Alter

Personal nach Ausbildungsniveau

Forschung und Entwicklung

Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen betrugen im Berichtsjahr TEUR 2.322 (im Vorjahr TEUR 2.655). Davon wurden TEUR 376 (im Vorjahr TEUR 515) als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert. TEUR 1.742 (im Vorjahr TEUR 2.002) betreffen Entwicklungen im Rahmen von bestehenden Aufträgen und TEUR 204 (im Vorjahr TEUR 138) Forschungen sowie nicht aktivierbare allgemeine, zukunftsgerichtete Entwicklungen. Schwerpunkte der Entwicklung lagen, wie im Vorjahr, neben dem SESAR-Programm in der Entwicklung von Software für neue Gerätetypen und -generationen sowie umfangreicher und integrierter Auswertungsmöglichkeiten für die Nutzer unserer Produkte.

Der Entwicklungsanteil an den gesamten Aufwendungen des Unternehmens ohne Zinsen, Steuern und außerordentliches Ergebnis beträgt rund 8,3% (im Vorjahr 9,3%).

Wir gehen davon aus, mit den abgeschlossenen und begonnenen Neuentwicklungen und insbesondere mit unseren Aktivitäten im Zusammenhang mit dem SESAR-Programm und zukünftig auch dem LuFo-Programm, unsere führende Position im Weltmarkt behaupten zu können.

Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung unserer Gesellschaft haben neben unserem breiten Produktspektrum auch unsere Produktqualität und Exklusivität, die wir durch kontinuierliche Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten aufrecht erhalten und weiter steigern werden.

So haben wir bereits vor Jahren begonnen, uns von einem Sensorproduzenten zu einem Komplettanbieter für komplexe meteorologische Systeme zu entwickeln. Im Gegensatz zu unseren Wettbewerbern sehen wir einen unserer wesentlichen Schwerpunkte im Bereich Airport Meteorologie. Wir investieren unter anderem durch die Beteiligung an dem multinationalen Forschungsprogramm SESAR langfristig in diesen Bereich. Im Berichtsjahr haben wir vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie einen Forschungsauftrag zur Verbesserung der Wetterinformation im Bereich Luftfahrt erhalten. Als Verbundführer in diesem Projekt kooperieren wir u.a. mit dem Deutschen Wetterdienst, der Deutschen Flugsicherung und mehreren Universitäten.

Da sich der Markt sichtbar in Richtung integrierte Systeme/Airport Meteorologie entwickelt, sehen wir uns hier besser aufgestellt als unsere direkten Wettbewerber, die im Wesentlichen reine Produzenten des Sensors Wetterradar sind.

In dem Markt, in dem wir unmittelbar agieren, verfügen wir über das breiteste Produktspektrum. Basierend auf unserer Kenntnis über die Fertigungstiefe der Wettbewerber schätzen wir ein, dass wir der Hersteller im Markt sind, der die meisten Schlüsselkomponenten seiner Systeme selbst entwickelt. Damit sind wir flexibler, bestimmen unser Innovationstempo selbst und sind weniger anfällig für Zusammenschlüsse im Zuliefermarkt bzw. besteht keine Abhängigkeit von diesem.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ablauf des Geschäftsjahres

Mit Wirkung vom 1. Januar 2013 hat es erneut eine Änderung in der Eigentümerstruktur gegeben. Diese stellt sich nun wie folgt dar:

Finmeccanica S.p.A.
Italy

Selex ES S.p.A.
Italy

Selex ES International Ltd.
U.K.

SELEX Communications GmbH
Germany

Selex ES Australia PTY Ltd.
Australia

SELEX Communications Inc.
U.S.A.

Selex Systems Integration Inc.
U.S.A.

Selex Systems Integration GmbH
Germany

In allen Fällen handelt es sich um 100%-Beteiligungen.

Ansonsten haben sich keine Ereignisse mit wesentlichen Auswirkungen auf unsere Gesellschaft nach Abschluss des Geschäftsjahres ergeben.

Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft

Risiken

Das aus unserer Sicht bedeutendste Risiko für die Gesellschaft ist das Wettbewerbsrisiko. Das Eindringen neuer Wettbewerber in den Markt bedeutet für uns die stete Herausforderung, unsere Marktposition zu behaupten. Dieser begegnen wir, indem wir den Entwicklungen des Marktes entsprechend unsere Schwerpunkte in den Wachstumsfeldern setzen sowie mit einer breiten Produktpalette und hoher Qualität der Produkte und Dienstleistungen.

In engem Zusammenhang mit unserer Wettbewerbsposition steht auch das Währungsrisiko. Insbesondere im reinen Wetterradarmarkt hängt unsere Wettbewerbsfähigkeit ganz entscheidend von der Wechselkursentwicklung EUR/USD ab. Ein starker Euro verschlechtert unsere Position bei der Auftragsvergabe erheblich und wirkt sich negativ auf die realisierbaren Deckungsbeiträge aus. Die besonders in den Sommermonaten des Berichtsjahres aufgetretene Euroschwäche stellt für uns insofern einen bedeutenden Vorteil dar. Das Währungsrisiko bei bestehenden Kundenverträgen in Fremdwährung sichern wir mit Devisentermingeschäften, die durch unsere Muttergesellschaft für die Selex Systems

Integration GmbH abgeschlossen und verwaltet werden, ab. Bezüglich weiterer Details zu diesen Devisentermingeschäften verweisen wir auf den Anhang zum Jahresabschluss des Berichtsjahres.

Ein Liquiditätsrisiko sehen wir für unsere Gesellschaft nur in sehr geringem Maße. Ungeachtet unserer im Berichtsjahr nicht wesentlich verbesserten Cashflow-Situation und der Tatsache, dass unsere Muttergesellschaft und Darlehensgeberin in Italien ansässig ist, werden uns weiterhin alle für die Auftragsfinanzierung notwendigen finanziellen Mittel konzernintern zur Verfügung gestellt. Insofern haben sich unsere Finanzierungsbedingungen trotz Finanzkrise und der daraus resultierenden geänderten Budgetlage unserer Kunden bzw. der Verschlechterung der Zahlungsbedingungen im Markt nicht verschlechtert. Die geringen Zinsen und die Verfügbarkeit entsprechend unserem Bedarf wirken dem Branchentrend entgegen und verschaffen uns so einen Wettbewerbsvorteil.

Auch ein Forderungsausfallrisiko besteht nur in geringem Maße, da unsere Kunden fast ausschließlich Behörden sind. Auslandsverträge - mit Ausnahme von Verträgen mit der Muttergesellschaft - versichern wir gleichwohl zum überwiegenden Teil gegen Forderungsausfälle, ungerechtfertigtes Ziehen von Bürgschaften und gegen politische Risiken. Ferner werden in Ländern mit geringerer Bonität Akkreditive, Teilzahlungen und/oder Fortschrittszahlungen vereinbart, so dass keine wesentlichen Forderungsausfallrisiken eingegangen werden. Wir gehen nicht von einer bedeutenden Erhöhung dieses Risikos für Kunden in Ländern der Euro-Zone, die die Hilfe des Euro-Rettungsschirms in Anspruch nehmen mussten oder starken Abwertungen ausgesetzt waren, aus. In Griechenland haben wir derzeit keine laufenden Verträge. Unsere Kunden in Irland und Italien sind staatliche Behörden, die über genehmigte Budgets in Höhe der bestehenden Verträge verfügen. Ein bestehender Auftrag in Island ist gegen Forderungsausfall versichert und bereits fast vollständig bezahlt. Außerdem handelt es sich hier um mobile Geräte, die im Falle von Nichtbezahlung leicht zurückzuführen wären. Unsere Leistungen in den genannten Ländern wurden im Wesentlichen entsprechend der erreichten vertraglichen Meilensteine bezahlt.

Gleichwohl bliebe eine eventuelle Insolvenz Griechenlands wahrscheinlich nicht ohne Auswirkungen für uns, da die anderen Euro-Länder als Gläubiger davon betroffen wären und sich damit auch die Liquiditätslage bestehender und potenzieller Kunden unseres Unternehmens verschlechtern würde. Insbesondere könnte dies zu Verschiebungen geplanter künftiger Aufträge oder auch zeitlichen Verzögerungen in bestehenden Projekten führen.

Chancen

In unserer guten Reputation und Position im Markt sehen wir eine wichtige Chance. Nach wie vor erhalten wir eine Vielzahl unserer Aufträge von Stammkunden im Rahmen von Optionen aus Altverträgen durch eingeschränkte Ausschreibung oder Direktbeauftragung. Dies basiert auf unserem ausgezeichneten Ruf im Markt bezüglich technischer Performance, seriöser Projektabwicklung und hoher Ersatzteil- und Servicequalität.

Unser breites Produktspektrum, insbesondere die Präsenz im Wachstumsmarkt Airport Meteorologie, stellen eine weitere bedeutende Chance dar. Durch die Kooperation mit einigen renommierten Wetterdiensten sind wir in der Lage, jegliche Wettervorhersagemodelle anzubieten.

Wir haben unsere erfolgreiche Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Universitäten und Forschungseinrichtungen im Berichtsjahr fortgesetzt.

Unser internationales Vertreternetz haben wir erweitert und in einigen Ländern erneuert.

Zusammenfassend gehen wir aufgrund der geschilderten Chancen davon aus, als weltweiter Marktführer überproportional am Marktwachstum partizipieren zu können.

Auftragslage und Ausblick

Der Auftragseingang im Berichtsjahr stellt ein absolutes Rekordergebnis in der Unternehmensgeschichte dar. Er beläuft sich auf rund EUR 60 Mio. und damit auf den Produktionswert der Gesellschaft von etwa zwei Jahren. Mehr als die Hälfte der Summe stellen zwei Großaufträge mit je einem indischen und einem brasilianischen Kunden dar.

Bedingt durch die zuvor beschriebenen zeitlichen Verzögerungen bei der Umsatzrealisierung aufgrund der vertraglich vereinbarten Gefahrenübergänge bei gleichzeitigen Verzögerungen in der Infrastrukturgestellung durch die Kunden war der Auftragsbestand bereits in der Vergangenheit sehr hoch. Aufgrund des hervorragenden Auftragseingangs, hat er sich im Geschäftsjahr weiter deutlich erhöht und beträgt jetzt über EUR 80 Mio. Auch reduziert um den Bestand an unfertigen und fertigen Erzeugnissen repräsentiert er rund zwei komplette Jahresproduktionen und garantiert damit bereits heute eine Vollauslastung über das Jahr 2013 hinaus.

Für 2013 erwarten wir aufgrund der nunmehr erfolgten Vergabe der Großaufträge in 2012 ein Absinken des Auftragseingangs zurück auf ein normales Niveau. Wir gehen davon aus, mit meteorologischen Produkten Aufträge im Wert von rund EUR 24 Mio. zu erreichen, womit insgesamt auch für das Jahr 2014 und darüber hinaus eine Vollauslastung erwartet wird. Zusätzliche Steigerungsmöglichkeiten sehen wir weiterhin im Bereich Business Development, in dem wir in 2013 mit einem Auftragsvolumen von EUR 4 - 5 Mio. rechnen.

Vor dem Hintergrund der geplanten Meilensteine in den bestehenden Kundenaufträgen rechnen wir mit einer erneuten Steigerung des Umsatzes und damit auch des Rohergebnisses um etwa 15% bei gleichzeitig beginnendem Abbau des hohen Vorratsbestands. Aufgrund der damit verbundenen Gewinnrealisierung sehen wir für 2013 ein um dieses Niveau höheres Jahresergebnis. Für das Geschäftsjahr 2014 rechnen wir mit einem Rohergebnis und einem Jahresergebnis auf dem Niveau des Jahres 2013.

Wir weisen darauf hin, dass die erwarteten Entwicklungen wesentlich von den tatsächlichen Entwicklungen abweichen können, wenn sich die unseren Erwartungen zugrunde liegenden Rahmenbedingungen anders entwickeln als angenommen.

 

Neuss, den 19. August 2013

Selex Systems Integration GmbH

Die Geschäftsführung

Ulrich Nellen

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Selex Systems Integration GmbH, Neuss, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Düsseldorf, den 19. August 2013

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Nölgen, Wirtschaftsprüfer

Meyer, Wirtschaftsprüferin

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

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