Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 36232
Vorher
Tele2 Telecommunication Services GmbHCommunication Services Tele2 GmbH
Eingetragen
29.7.1998
Branche
Wiederverkaufs- und Vermittlungstätigkeiten für die TelekommunikationSonstige Telekommunikation a. n. g.Leitungsgebundene Telekommunikation
Gegenstand
Die Erbringung von Telefon- und Datenkommunikationsleistungen sowie von ähnlichen Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Roland Zimmer
seit 8.12.2020
Geschäftsführer
Steffen von Alberti
seit 24.3.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

98.04% identifiziert1.96% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
Steffen von Alberti
94.12%
3.92%

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
STROTH Holding GmbH
Germany
100000
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

STROTH Telecom GmbH

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

BILANZ zum 31. Dezember 2024

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 100.462,55 153.981,88
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 6.062,37 14.959,41
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.732,51 13.794,88 15.585,04
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 25.000,00
2. sonstige Ausleihungen 25.000,00 50.000,00 0,00
Summe Anlagevermögen 164.257,43 209.526,33
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. fertige Erzeugnisse und Waren 254.621,94 357.645,84
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.047.129,83 4.428.051,42
2. Forderungen gegen Gesellschafter 7.600.723,78 6.800.681,78
3. sonstige Vermögensgegenstände 922.425,84 12.570.279,45 776.554,20
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.389.985,32 1.979.132,90
Summe Umlaufvermögen 15.214.886,71 14.342.066,14
C. Rechnungsabgrenzungsposten 246.447,81 117.106,99
D. Aktive latente Steuern 106.233,25 160.209,87
15.731.825,20 14.828.909,33

PASSIVA

Geschäftsiahr Vorjahr
Euro Euro Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 51.129,19 51.129,19
II. Kapitalrücklage 1.026.971,00 1.026.971,00
III. Gewinnrücklagen
1. andere Gewinnrücklagen 2.293.082,92 2.293.082,92
IV. Bilanzgewinn 4.436.781,65 2.829.500,53
- davon Gewinnvortrag Euro 2.829.500,53 (Euro 4.564.667,39)
Summe Eigenkapital 7.807.964,76 6.200.683,64
B. Rückstellungen
1. sonstige Rückstellungen 6.919.333,15 7.491.812,15
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 631.338,58 738.693,20
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 631.338,58 (Euro 738.693,20)
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 229.287,60 341.056,86
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 229.287,60 (Euro 341.056,86)
3. sonstige Verbindlichkeiten 143.901,11 56.663,48
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 143.901,11 (Euro 56.663,48) 1.004.527,29
15.731.825,20 14.828.909,33

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2024 bis 31.12.2024

STROTH Telecom GmbH

Düsseldorf

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
1. Umsatzerlöse 29.636.979,88 31.872.974,82
2. sonstige betriebliche Erträge 1.140.117,55 1.104.899,40
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 13.068.576,73 13.387.617,88
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.254.752,24 3.039.976,33
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 571.919,51 539.673,75
3.826.671,75 3.579.650,08
5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 83.263,11 83.298,41
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 11.347.736,26 10.732.015,54
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 42.888,99 140.404,51
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 6.968,56 6.940,22
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 176.929,37 562.117,28
10. Ergebnis nach Steuern 2.309.840,64 4.766.639,32
11. sonstige Steuern 2.559,52 1.806,17
12. Jahresüberschuss 2.307.281,12 4.764.833,15
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.829.500,53 4.564.667,39
14. Ausschüttung 700.000,00 6.500.000,01
15. Bilanzgewinn 4.436.781,65 2.829.500,53

Anhang für das Geschäftsjahr 2024

Allgemeine Hinweise

Die Gesellschaft ist im Geschäftsjahr 2024 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss der STROTH Telecom GmbH, Düsseldorf (Amtsgericht Düsseldorf, HRB 36232) wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Erleichterungsvorschriften nach §§ 276 HGB in Verbindung mit § 286 Abs. 3 HGB sowie § 288 Abs. 2 HGB wurden in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung haben wir in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer (drei bis zehn Jahre) um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Für erworbene Vermögensgegenstände, deren Nettoanschaffungskosten bis zu EUR 800 liegen, wurde aus Wesentlichkeitsgründen von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, diese im Zugangsjahr unmittelbar aufwandswirksam zu erfassen. Erworbene Vermögensgegenstände, deren Nettoanschaffungskosten von 801 EUR bis 1.000 EUR liegen, werden über ihre betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Anteile an verbundenen Unternehmen sind mit den Anschaffungskosten oder, bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung, mit den niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert.

Die Waren sind mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Kassenbestände und Bankguthaben sind jeweils zum Nennwert angesetzt.

Als Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Ende des Geschäftsjahres ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach Ende des Geschäftsjahres darstellen.

Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen gebildet, soweit dies nach § 274 HGB zulässig ist. Bei der Ermittlung latenter Steuerentlastungen werden die bestehenden steuerlichen Verlustvorträge nicht berücksichtigt.

Die Sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen in Höhe der allgemeinen Inflationsrate berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagengitter dargestellt (Anlage zum Anhang).

Die Beteiligungen gem. §285 Nr. 11 HGB gliedern sich wie folgt:

Name Sitz Höhe des Anteils Eigenkapital Ergebnis des Geschäftsjahres
TEuro TEuro
STROTH Beteiligung GmbH Düsseldorf 100 25.000 0

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Restlaufzeit der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände gegenüber Dritten gliedert sich wie folgt:

31.12.2024
TEuro
Restlauf < 1 Jahr 4.469
Restlaufzeit > 1 Jahr 500
Gesamt 4.969

Die Forderungen gegen Gesellschafter haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 800 TEuro erhöht. Diese Forderungen bestehen gegen die STROTH Holding GmbH in Höhe von 7.601 TEuro (Vorjahr: 6.801 TEuro).

Aktive latente Steuern §285 Nr. 30 HGB

31.12.2024 31.12.2023 Veränderung
Aktive latente Steuern 106 160 -54

Im Geschäftsjahr wirken sich keine passiven Latenzen aus unterschiedlichen Wertansätzen zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz aus (Vorjahr: 0 TEuro).

Stammkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 51.129,19 (100 TDM), ist in voller Höhe eingezahlt und wird zu 100 % von der STROTH Holding GmbH gehalten.

Das Eigenkapital entwickelte sich wie folgt:

Stand: 1. Januar 2024: 6.201 TEuro
Gewinnausschüttung in 2024: -700 TEuro
Jahresüberschuss 2024: 2.307 TEuro
Stand: 31. Dezember 2024: 7.808 TEuro

Der Jahresüberschuss 2023 wurde in Höhe von 4.765 TEuro wurde auf neue Rechnung vorgetragen. Darüber hinaus wurde eine Vorabausschüttung auf den Jahresüberschuss 2024 in Höhe von 700 TEuro gezahlt.

Ausschüttungssperre

Der für Ausschüttungen gesperrte Teil des Eigenkapitals zum 31. Dezember 2024 ermittelt sich wie folgt:

Überhang der aktiven über die passiven latenten Steuern 106 TEuro
= Ausschüttungsgesperrter Betrag nach § 268 Abs. 8 HGB 106 TEuro

Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen bestehen zum Bilanzstichtag für:

31.12.2024 Vorjahr
TEuro TEuro
Restrukturierung 4.096 3.703
Grundgebühren und Einmalkosten 1.358 1.980
Personal 355 354
Marketing 251 555
Verbindungsentgelte (zeitabhängig + Standleitungen) 174 277
Jahresabschlussprüfung und Beratung 30 43
Rückbauverpflichtung 0 14
Sonstige Rückstellungen Services und Diverse 655 566
6.919 7.492

Die sonstigen Rückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 573 TEuro gesunken.

Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (Vorjahr: 0 TEuro), die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 229 TEuro (Vorjahr: 341 TEuro) bestehen gegenüber der STROTH Holding GmbH.

Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen 56 TEuro (Vorjahr: 50 TEuro) auf Verbindlichkeiten aus Steuern und 3 TEuro (Vorjahr: 5 TEuro) auf Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen für die folgende Dauer:

31.12.2024 Vorjahr
TEuro TEuro
Verpflichtung im 1. Jahr 7.480 8.111
Verpflichtung von 1 bis 5 Jahren 1.954 2.451
Verpflichtung nach 5 Jahren 0 0
Gesamtverpflichtung 9.434 10.562

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen hauptsächlich aus den mit der Vodafone GmbH, Düsseldorf und der Telefönica Germany GmbH & Co. OHG, München abgeschlossenen Kooperationsverträgen, die die STROTH Telecom GmbH berechtigen, über die Mobilfunknetze der Partner erbrachte Mobilfunkdienstleistungen zu vertreiben.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

2024 Vorjahr
TEuro TEuro
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 819 387
Erträge aus Mahngebühren/Rücklastschriften 155 184
Erträge aus dem Verkauf von Forderungen 45 182
Übrige 121 352
1.140 1.105

Angaben zu § 285 Nr. 31 HGB

Die Kosten im Zusammenhang mit einem Sozialplan sind im Berichtsjahr in Höhe von 398 TEuro (Vorjahr 361 TEuro) unter den sonstigen Personalkosten erfasst.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 177 TEuro (Vorjahr: 562 TEuro) belaufen sich in Höhe von 123 TEuro (Vorjahr: 514 TEuro) auf Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer sowie in Höhe von 54 TEuro (Vorjahr: 49 TEuro) auf die Veränderung von aktiven latenten Steuern.

Angaben zu § 285 Nr. 3 HGB

Im Interesse eines besseren Forderungsmanagements und Cashflows wurden im Berichtsjahr monatlich revolvierende Verkäufe für uneinbringliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durchgeführt. Durch die Verkäufe konnten im Geschäftsjahr 2024 Erträge in Höhe von 45 TEuro (Vorjahr: 182 TEuro) erzielt werden.

Angaben zu § 285 Nr. 33 HGB

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.

Sonstige Angaben

Geschäftsführung § 285 Nr. 10 HGB

Die Geschäftsführung der Gesellschaft erfolgte durch:

01. Januar 2024 bis 31. Dezember 2024:

Herr Steffen von Alberti, Kaufmann, Korschenbroich

Herr Roland Zimmer, Kaufmann, Bottrop

Herr Thorsten von der Stück, Kaufmann, Krefeld

Alle Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit; sie vertreten die Gesellschaft gemeinsam mit einem anderen Geschäftsführer oder einem Prokuristen.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung § 285 Nr. 9

Auf den Ausweis der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 286 Absatz 4 HGB verzichtet.

Anzahl der Mitarbeiter § 285 Nr. 7

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug ohne die Geschäftsführung 44 Angestellte (Vorjahr: 40), davon keine Hilfskraft (Vorjahr: 0).

Haftungsverhältnisse gem. §268 Abs. 7 HGB i.V.m. §285 Nr. 27 HGB

Die Gesamtsumme der noch offenen Bürgschaften beträgt 500 TEuro (Vorjahr: 542 Teuro).

Angaben zu § 285 Nr. 34 HGB

Vorschlag für die Verwendung des Ergebnisses

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn des abgelaufenen Geschäftsjahres in Höhe von 4.437 TEuro auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Düsseldorf, den 10. April 2025

Steffen von Alberti

Roland Zimmer

Thorsten von der Stück

Bruttobuchwerte
Stand am 1.1.2024 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 233.030,71 0,00 0,00 233.030,71
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 235.564,23 1.800,00 55.780,60 181.583,63
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 205.810,30 11.194,20 134.897,17 82.107,33
441.374,53 12.994,20 190.677,77 263.690,96
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 0,00 0,00 25.000,00
2. sonstige Ausleihungen 0,00 25.000,00 0,00 25.000,00
25.000,00 25.000,00 0,00 50.000,00
699.405,24 37.994,20 190.677,77 546.721,67
kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2024 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 79.048,83 53.519,34 0,00 132.568,17
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 220.604,82 10.697,04 55.780,60 175.521,26
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 190.225,59 19.046,73 134.897,17 74.375,15
410.830,41 29.743,77 190.677,77 249.896,41
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
489.879,24 83.263,11 190.677,77 382.464,58
Nettobuchwerte
Stand am 31.12.2024 Stand am 31.12.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 100.462,54 153.981,88
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 6.062,37 14.959,41
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.732,18 15.584,71
13.794,55 30.544,12
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 25.000,00
2. sonstige Ausleihungen 25.000,00 0,00
50.000,00 25.000,00
164.257,09 209.526,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024

1. Grundlagen der Gesellschaft und Geschäftsmodell

Die Gesellschaft erbringt Telekommunikationsdienstleistungen an Endkunden basierend auf Festnetz- und Mobilfunktechnologie. Sie tritt dabei als sogenannter Service Provider ohne eigenes Netzwerk auf, arbeitet dabei mit verschiedenen Netzwerkbetreibern zusammen und handelt gegenüber dem Endkunden als Wiederverkäufer.

Sitz der Gesellschaft ist Düsseldorf. Weitere Niederlassungen existieren nicht. Die Aktivitäten der Gesellschaft erstrecken sich auf den deutschen Markt.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft ist 2024 das zweite Jahr in Folge geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt sank um 0,2 Prozent. 1 Die Prognosen für das Jahr 2024 lagen bei 0,5% (IWF) bzw. 0,2% im Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung 2

Bisher wurde an dieser Stelle die Entwicklung des deutschen Telekommunikationsmarktes an Hand der gemeinsamen jährlichen TK-Markt Studie von DIALOG CONSULT und VATM aufgezeigt. Anders als bisher wird die TK-Markt Studie 2024 allerdings nicht gegen Ende des Betrachtungszeitraums veröffentlicht, sondern erst im Frühjahr 2025. Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen geht die Gesellschaft für 2024 für den Festnetzmarkt von einer anhaltenden Stagnation der Umsätze und eines Rückgangs der Verbindungsminuten aus. Im Mobilfunkbereich erwarten wir Umsatz- und Sprachverkehrswachstum unter 1% im Vergleich zum Vorjahr. Lediglich die Nutzung der OTT-Anbieter (z.B. Whats-App, Skype etc.) dürfte weiter steigen.

1 https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/bip-rezession-100.html
2 https://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/konjunktur-iwf-erwartet-2024-nur-05-prozent-wachstum-fuer-deutschland/100009708.html

2.2. Geschäftsverlauf

Der Fokus der geschäftlichen Bemühungen liegt neben dem Erhalt der Kundenbasis, auch auf Neukundengewinnung. In Umsetzung dieser Strategie wurde nach dem Neuaufbau von Marketing und Vertrieb im Jahr 2022 im Jahr 2023 die neue Mobilfunkmarke "Amiva" entwickelt und am Markt platziert. Im Laufe des Geschäftsjahres wurde der Markenauftritt nochmals überarbeitet, um die Markenbotschaft "Einfach nachhaltige Kommunikation für alle" deutlicher in den Vordergrund zu rücken. In diesem Zusammenhang wurde die Vermarktung der seit Ende 2020 verwendeten Spendentarife eingestellt. Dabei entschied der Kunde, welche von vier gemeinnützigen Organisationen 3 wir monatlich wiederkehrend unterstützen sollen. So fließt der gewählten Organisation pro Kunde und Monat zwischen 0,50 EUR und 1 EUR zu. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 71 TEuro (Vorjahr 128 TEuro) an die Partnerorganisationen ausgezahlt. Auch wenn die Vermarktung der Spendentarife eingestellt wurde, werden selbstverständlich für alle laufenden Verträge weiterhin und über die gesamte Vertragslaufzeit hinweg die monatlichen Spendenbeträge an die jeweils gewählte Organisation abgeführt.

Seit Juli 2024 fokussiert die Gesellschaft ihr Engagement auf die Erzeugung erneuerbarer Energien. Hierbei investiert die Gesellschaft in dem Umfang in ein Re-Powering Projekt, also die Erneuerung bestehender Windkraftanlagen, so dass genug Öko-Strom erzeugt wird, um den Strombedarf zu decken, der der existierenden Kundenbasis bei der Nutzung der angebotenen TK-Dienste entsteht.

Ein weiterer Aspekt gesellschaftlicher Verantwortung liegt in der weitestgehenden Minimierung von Umweltemissionen und der Kompensation solcher Emissionen, die nicht vermeidbar sind oder außerhalb der Einflusssphäre der Gesellschaft liegen.

Bereits seit 2020 führen wir alte Mobilfunkgeräte unserer Kunden der Aufbereitung bzw. Verwertung durch unseren Partner green2B zu und stellen so sicher, dass noch gebrauchsfähige Geräte weiterverwendet und defekte Geräte fachgerecht recycelt werden. Ebenfalls seit 2020 setzen wir voll auf Elektromobilität, und unsere Firmenwagenflotte besteht zu 100% aus Elektrofahrzeugen und Plug-In-Hybriden. Seit dem gleichen Jahr wird der gesamte Strombedarf, sowohl für den eigenen Bürostandort als auch für externe Rechenzentren, aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt. Selbstverständlich stellen wir unsere Rechnungen bevorzugt elektronisch bereit. Dort, wo wir dennoch rechtlich gezwungen sind, Papierrechnungen zu produzieren und zu versenden, geschieht das seit Anfang 2022 klimaneutral.

Zur Verstetigung der hier gemachten Anstrengungen wurde ein Nachhaltigkeitsbeauftragter auf Geschäftsleitungsebene ernannt, der die bisherigen und mögliche neue Maßnahmen koordinieren und weiter vorantreiben wird. In konsequenter Umsetzung unserer Nachhaltigkeitsstrategie ist die Gesellschaft seit Oktober 2022 zertifiziert klimaneutral, und wir beabsichtigen, diese Zertifizierung für die Zukunft aufrechtzuerhalten.

3 SOS-Kinderdorf e.V., Tafel Deutschland e.V., Deutschland Forstet Auf gUG (haftungsbeschränkt) und die Initiative Deutschland summt!

Seit Anfang 2024 befindet sich die Gesellschaft im Prozess der B Corp Zertifizierung und hat Ende September 2024 sämtliche Unterlagen zur Bewerbung eingereicht. Seitdem laufen die Validierungs- und Verifizierungsprozesse, an deren erfolgreichem Ende - voraussichtlich im Frühjahr 2025 - der Erhalt der b Corp Zertifizierung stehen wird.

Ihre Angebote im Geschäftsbereich Mobilfunk realisiert die Gesellschaft in Zusammenarbeit mit der Vodafone GmbH, Düsseldorf und der Telefónica Germany GmbH Co. OHG, München. Hierbei werden dem Endkunden verschiedene Tarife angeboten, die vom Festnetzersatzprodukt bis hin zum 5G-Mobilfunk-Tarif reichen. Allen Angeboten gemein ist, dass sie auf Mobilfunktechnologie basieren, wobei ersteres eher von ehemaligen Festnetzkunden genutzt wird, während die LTE- und 5G-Angebote verstärkt von Neukunden nachgefragt werden, aber auch zur Kundenbindung an Bestandskunden verkauft werden. Der Kundenstamm im Geschäftsbereich Mobilfunk entwickelte sich im Berichtszeitraum erwartungsgemäß und sank nur noch sehr geringfügig auf 89 Tausend (Vorjahr: 90 Tausend). Die Gründe hierfür liegen neben dem herausfordernden Marktumfeld auch im Launch der neuen Mobilfunkmarke "Amiva", die erwartungsgemäß erst einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangen muss, bevor signifikant Neukunden gewonnen werden können. Dennoch gelang es im Berichtsjahr, den Rückgang der Kundenbasis Mobilfunk gegenüber dem Vorjahr nochmals zu verringern.

Im Geschäftsbereich Festnetz kooperiert die Gesellschaft mit der Plusnet GmbH & Co. KG, Köln. Hier umfasst das Angebot neben reinen Sprachdiensten (CPS, Carrier Pre-Selection und OCBC, Offenes Call-by-Call) auch kombinierte Sprach- und Datendienste (ULL, unbundled local loop). CPS und OCBC werden über technische Vorleistungen der Deutschen Telekom AG realisiert. Die Entwicklung der Kundenbasis für den Geschäftsbereich verlief auch hier erwartungsgemäß rückläufig auf sechs Tausend (Vorjahr: 72 Tausend). Grund für den sehr deutlichen Rückgang der Kundenbasis ist die Einstellung der für die reinen Sprachdienste CPS und OCBC notwendigen technischen Vordienstleistungen durch die Deutsche Telekom AG. Diese war bis 2019 regulatorisch zur Erbringung dieser Vordienstleistungen verpflichtet. Im Anschluss wurde die Fortsetzung durch eine Vereinbarung zwischen Branchenverbänden und Telekom geregelt. Diese lief jedoch nach einer Verlängerung Ende 2024 endgültig aus, so dass alle noch bestehenden Endkundenverträge zum 31.12.2024 beendet wurden. Die verbleibende Kundenbasis im Bereich Festnetz entfällt somit nunmehr ausschließlich auf das Produkt ULL.

Die wichtigsten Kennzahlen zur Steuerung des Unternehmens sind Umsatz, betriebliches Ergebnis und der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, sowie die Kundenzufriedenheit.

Die Gesellschaft erzielte einen Gesamtumsatz nach HGB von 29,6 Mio. Euro (Vorjahr: 31,9 Mio. Euro) und lag damit im prognostizierten Rahmen.

Das betriebliche Ergebnis lag bei 2,5 Mio. Euro und damit unter dem Vorjahreswert (4,8 Mio. Euro). Dieser Rückgang lag im geplanten Rahmen und war erwartungsgemäß vom Umsatzrückgang und den Aufwänden für Marketing und Vertrieb im Mobilfunkbereich, insbesondere für Entwicklung und Kommunikation der neuen Marke getrieben.

Für den dritten finanziellen Leistungsindikator, den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, wurde ebenfalls ein deutlicher Rückgang prognostiziert. Bedingt durch den Rückgang des betrieblichen Ergebnisses verringerte sich der Cashflow im Berichtszeitraum auf 1,1 Mio. Euro (Vorjahr: Mio. 4,7 Mio. Euro).

2.3. Lage der Gesellschaft

2.3.1. Ertragslage

Der Rohertrag verringerte sich von 19,2 Mio. Euro auf 17,7 Mio. Euro. Dies ist zurückzuführen auf einen geringeren Kundenstamm im Bereich Festnetz, der noch nicht durch Neukunden in anderen Bereichen kompensiert werden konnte

Die Materialeinsatzquote liegt im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöht bei 44% (Vorjahr 42%). Die sonstigen betriebliche Erträge beliefen sich auf 1,1 Mio. Euro vs. 1,1 Mio. im Vorjahr.

Der Personalaufwand (3,8 Mio. Euro; Vorjahr: 3,6 Mio. Euro) ist im Jahresvergleich leicht gestiegen, was durch mehr Personal im Bereich Marketing und Vertrieb bedingt ist.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (11,3 Mio. Euro; Vorjahr: 10,7 Mio. Euro) sind gestiegen. Wesentliche Treiber hierfür sind Marketing- und Vertriebsaktivitäten im Mobilfunkbereich.

Insgesamt erwirtschaftete die Gesellschaft ein positives Jahresergebnis von 2,3 Mio. Euro (Vorjahr: 4,8 Mio. Euro). Dieses positive Ergebnis setzt sich wie schon im Vorjahr aus positiven Beiträgen beider Geschäftsbereiche zusammen.

Wichtige Kennzahlen zur Ertragslage haben sich in einem Mehrperiodenvergleich wie folgt entwickelt (in TEuro):

2024 2023 2022 2021 2020
Rohertrag 17.709 19.590 22.154 23.776 28.284
Abschreibungen (ohne Finanzanlagen) 83 83 170 158 130
Finanzergebnis 36 134 -10 -124 84
Jahresergebnis 2.307 4.765 8.165 10.093 11.744
Anzahl Mitarbeiter 44 40 38 37 38
Anzahl Kunden in Tsd. 95 162 177 196 223

2.3.2. Finanzlage

Die Gesellschaft finanziert sich ausschließlich über Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit. Aus dem operativen Geschäft ergab sich für das Geschäftsjahr ein positiver Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 1,1 Mio. Euro (Vorjahr: 4,7 Mio. Euro). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit im Berichtsjahr lag bei -38 TEuro (Vorjahr: 15 TEuro). Gewinnausschüttungen an den Gesellschafter erfolgten in Höhe von 700 TEuro (Vorjahr: 6,5 Mio. Euro). Zusammenfassend ergibt sich somit folgendes Bild:

31.12.2024 Vorjahr
Mio. Euro Mio. Euro
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 1,1 4,6
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 0 0
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -0,7 -6,5
0,4 -1,9

2.3.3. Vermögenslage

Die Vermögenslage ist gekennzeichnet durch einen geringfügigen Rückgang der Rückstellungen um 0,6 Mio. Euro sowie einen Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung um 0,4. Mio. Euro Gegenläufig stiegen die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 Mio. Euro.

Insgesamt sind wir mit dem Geschäftsverlauf des Jahres 2024 insbesondere mit Blick auf das herausfordernde wirtschaftliche Umfeld zufrieden.

2.4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

2.4.1 Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Geschäftsführung steuert das Unternehmen nach finanziellen Kennzahlen. Die wichtigsten dieser Kennzahlen sind dabei Umsatz, betriebliches Ergebnis und der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, deren Entwicklung im Berichtszeitraum bereits im Rahmen der Erläuterung des Geschäftsverlaufs dargestellt wurde.

2.4.2. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Für die Gesellschaft bestehen die folgenden zentralen und bedeutsamen nichtfinanziellen Leistungsindikatoren:

Anzahl der Kunden - diese wird durch fortlaufende Messungen durch die Business Performance Systeme überwacht.

Die Anzahl der Kunden zum Ende des Berichtsjahres in Höhe von 95 Tausend hat sich im Vergleich zum Vorjahr (162 Tausend) reduziert. Analog zum Umsatzrückgang konnte hier durch die Maßnahmen im Rahmen der strategischen Neuausrichtung im Bereich Mobilfunk eine weitere Verlangsamung des Kundenrückgangs im Vergleich der Vorperioden erzielt werden. Durch die bereits im Geschäftsverlauf erläuterte Einstellung der Dienste CPS und OCBC zum Ende des Geschäftsjahres fiel der Kundenrückgang im Bereich Festnetz entsprechend höher aus als in den Vorjahren.

Für die Gesellschaft ist die Kundenzufriedenheit eine wichtige Kenngröße für den Geschäftserfolg. Diese wird im Unternehmen durch die Kennzahl CuVo (Customer Voice) gemessen. Diese Kennzahl wird dadurch ermittelt, dass die Kunden, die sich an den Kundenservice wenden, am Ende des Gesprächs befragt werden, wie zufrieden sie mit der Problemlösung waren. Gezählt werden hier die Antworten auf der Skala unter "sehr zufrieden" und "zufrieden". Die Anzahl der Antworten in diesem Bereich bezogen auf alle Antworten ergibt eine Prozentzahl, die die Gesellschaft CuVo nennt.

Der CuVo in 2024 in Höhe von 88% blieb im Vergleich zum Vorjahr auf sehr hohem Niveau stabil und erreicht damit auch den Zielwert.

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Geschäftsjahr 2024, ausgenommen Geschäftsführer, betrug 44 (Vorjahr: 40).

Die Personalpolitik der Gesellschaft ist durch eine Konzentration auf höher qualifiziertes Personal geprägt, um die hohe Effizienz der Arbeitsprozesse beizubehalten. Die Gesellschaft legt dabei großen Wert auf leistungsorientierte Bezahlung. Durch ein Vergütungssystem, welches variable Vergütungsbestandteile an die Unternehmensziele knüpft, wird sichergestellt, dass das Geschäft mit der größtmöglichen Effizienz geführt wird.

3. Prognose, Chancen und Risiken

3.1. Prognose

Für den Gesamtumsatz wird für das Geschäftsjahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang auf 25,7 Mio. Euro erwartet. Dieser resultiert aus dem Wegfall der Dienste CPS und OCBC im Bereich Festnetz, die zum Ende des Geschäftsjahres 2024 eingestellt wurden.

Für das betriebliche Ergebnis wird für 2025 ein deutlich niedrigerer Wert geplant, wobei der Rückgang im Wesentlichen vom Umsatzrückgang und dem veränderten Produktmix (maßgeblich bestimmt durch den Wegfall von CPS und OCBC) sowie den Kosten für Werbung und Neukundenakquise im Mobilfunkbereich getrieben wird. Derzeit planen wir mit einem Jahresergebnis von 1,4 Mio. Euro.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 2025 wird in vergleichbarem Maße gegenüber 2024 sinken.

Der nichtfinanzielle Leistungsindikator Anzahl Kunden wird im Jahr 2025 gegenüber 2024 voraussichtlich leicht steigen, da der nur noch geringe Kundenrückgang im Bereich Festnetz im Jahr 2025 durch Wachstum im Bereich Mobilfunk überkompensiert wird.

Die Kundenzufriedenheit, gemessen als CuVo, soll auch dieses Jahr mindestens stabil den Wert von 88% erreichen.

3.2. Risiken

Künftige Risiken, die sich nachteilig auf die Ertragslage auswirken könnten, liegen zum einen im Wettbewerb und in der technologischen Entwicklung. Durch den intensiven Wettbewerb im Mobilfunkbereich und durch weiteren Preisverfall in diesem Bereich könnten die geplante Kundenbindung sowie die Neukundenakquise erschwert werden. Inwieweit die Bemühungen einzelner Markteilnehmer, für höherwertige Tarife auch höhere Verkaufspreise zu realisieren, von Erfolg geprägt sein werden, bleibt abzuwarten. Im technologischen Bereich besteht für die Gesellschaft das Risiko, als Serviceprovider nicht schnell genug Zugriff auf die neuesten Tarifoptionen etc. zu bekommen.

Ein weiteres Risiko liegt in der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, insbesondere verbunden mit dem geringen erwarteten Wachstum und einer damit ggf. einhergehenden Zurückhaltung beim privaten Konsum. Sollte diese Zurückhaltung dazu führen, dass Ausgaben für ökologisch nachhaltige und sozial verantwortliche Produkte und Dienstleistungen zugunsten herkömmlicher (Billig-)Angebote nachlassen, könnte dies die Bemühungen der Gesellschaft erschweren, mit ihren klimaneutralen und sozial verantwortlichen Alternativen ausreichend Neukunden zu gewinnen, um die prognostizierte Entwicklung zu verwirklichen.

Das Risikomanagement ist als ein integraler Bestandteil aller Entscheidungen und Geschäftsprozesse der Gesellschaft verankert. Dadurch ist die Gesellschaft in der Lage, Risiken frühzeitig zu erkennen und entsprechend schnell zu reagieren. Durch eine hohe Planungsfrequenz ist sichergestellt, dass sowohl der Geschäftsführung als auch dem funktionalen Management zeitnah ein Gesamtbild über die aktuellen und zukünftigen Risiken vorliegt.

3.3. Chancen

Chancen für die Gesellschaft ergeben sich aus der Zurverfügungstellung von attraktiven Vorleistungsprodukten durch Vodafone und Telefonica, die es ermöglichen, Bestandskunden mit attraktiven Angeboten zu binden und gleichzeitig Neukunden zu gewinnen.

Im 4. Quartal 2024 hat die Gesellschaft ein Projekt zum Vertrieb von Glasfaseranschlüssen an Privathaushalte gestartet. Hierzu wurde ein Vertrag über Prozess- und Schnittstellenleistungen sowie weitere technische Vorleistungen und ein Vertriebspartnervertrag abgeschlossen. In dieser Zusammenarbeit liegt für die Gesellschaft die Chance, zukünftig neben Mobilfunk auch Glasfaser basierte Leistungen zu erbringen und so neue Kundengruppen zu erschließen.

Chancen für die Gesellschaft bieten sich außerdem im substanziellen Kundenstamm, der auch für den Vertrieb weiterer anderer Produkte genutzt werden kann, sowie im Partnernetzwerk, mit dem neue Vertriebswege erschlossen und neue Produktideen entwickelt und umgesetzt werden können.

 

Düsseldorf, den 10. April 2025

Steffen von Alberti

Roland Zimmer

Thorsten von der Stück

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die STROTH Telecom GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der STROTH Telecom GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der STROTH Telecom GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Vorstehenden Prüfungsbericht erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten (IDW PS 450 n.F.).

Die Verwendung des vorstehend wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts setzt unsere vorherige Zustimmung voraus.

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder Lageberichts in einer von den bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) erfordert unsere erneute Stellungnahme, soweit dabei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird. Wir weisen diesbezüglich auf § 328 HGB hin.

 

Krefeld, den 10. April 2025

Stieler GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Denis Hartenstein, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss wurde am 07. Mai 2025 festgestellt.

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