Iqony Technischer Service GmbH
Selbe AdresseIngenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Bernd Schmitt seit 19.1.2023 | Geschäftsführer |
Thomas Pohl seit 26.5.2020 | Prokura |
Verena Sievers seit 11.4.2019 | Prokura |
Horst Prinz seit 20.6.2013 | Prokura |
Rainer Borgmann seit 20.6.2013 | Geschäftsführer |
Torsten Klaus Koch seit 20.6.2013 | Prokura |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
STEAG Technischer Service GmbHEssenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die STEAG Technischer Service GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der STEAG Technischer Service GmbH, Essen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der STEAG Technischer Service GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 28. April 2022 Ernst
& Young GmbH
Glückselig, Wirtschaftsprüferin Hufnagel, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2021AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Amtsgericht Essen HRB 24697 Anhang für das Geschäftsjahr 2021I. Grundlagen des Jahresabschlusses A) Allgemeine Erläuterungen Der Abschluss der STEAG Technischer Service GmbH wird nach den Vorschriften des HGB in der für diesen Abschluss gültigen Fassung und des GmbHG aufgestellt. Der Abschluss wurde unverändert unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Jahresabschluss wird in Euro (€) aufgestellt, die Beträge werden in € angegeben. Die STEAG Technischer Service GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. B) Bilanzierung und Bewertung Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten einschließlich der Anschaffungsnebenkosten angesetzt und planmäßig über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Als Nutzungsdauer gelten grundsätzlich drei bis fünf Jahre. Geschäfts- oder Firmenwerte, die vor dem 31. Dezember 2015 aktiviert worden sind, werden über fünf Jahre abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung vorgenommen. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten einschließlich der Anschaffungsnebenkosten angesetzt. Die Herstellkosten der selbsterstellten Sachanlagen enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der Abschreibungen, soweit sie durch die Fertigung veranlasst sind, sowie angemessene Bestandteile der allgemeinen Verwaltungskosten, der Aufwendungen für soziale Einrichtungen, freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorge. Bis zum Geschäftsjahr 2009 angeschaffte Wirtschaftsgüter des abnutzbaren Sachanlagevermögens werden, soweit steuerlich zulässig, degressiv - mit Übergang auf die lineare Abschreibungsmethode - abgeschrieben. Für Neuzugänge ab dem Geschäftsjahr 2010 kommt dagegen ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Der Bemessung der Abschreibungen der einzelnen Sachanlagegruppen liegen folgende betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zugrunde:
Selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis zu einem Wert von 250,00 €, die der Abnutzung unterliegen, werden im Zeitpunkt ihres Zuganges als Aufwand erfasst. Anlagengegenstände, die vor dem 1. Januar 2018 angeschafft worden sind und deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten über 150,00 €, aber nicht über 1.000,00 € liegen, sind im Jahr ihres Zuganges in einen Jahressammelposten eingestellt. Anlagengegenstände, die am oder nach dem 1. Januar 2018 angeschafft worden sind, werden im Jahr ihres Zuganges in einen Jahressammelposten eingestellt, sofern deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten über 250,00 €, nicht aber über 1.000,00 € liegen. Diese Posten werden im Jahr der Bildung sowie in den folgenden vier Geschäftsjahren jeweils zu einem Fünftel abgeschrieben. Nach ihrer Vollabschreibung werden die Sammelposten ausgebucht. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder, bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen, zu niedrigeren beizulegenden Zeitwerten bilanziert. Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung von einheitlichen Bewertungsverfahren und Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Bestandsrisiken aus verminderter Verwertbarkeit, Lagerdauer o. ä. werden durch Abwertungen berücksichtigt. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der Gemeinkosten. Fremdkapitalzinsen zur Finanzierung der Herstellung eines Vermögensgegenstandes werden, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen, aktiviert. Für die Bewertung werden grundsätzlich Durchschnittswerte herangezogen. Die in den Vorräten enthaltenen unfertigen Leistungen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung von einheitlichen Bewertungsverfahren bewertet. Bestandsrisiken werden im Rahmen der verlustfreien Bewertung durch Abwertung berücksichtigt. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der Gemeinkosten. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert. Besonderen Risiken im Forderungsbestand wird durch Bildung von Wertberichtigungen Rechnung getragen. Unter den Flüssigen Mitteln sind Guthaben bei Kreditinstituten erfasst. Sie sind zum Nennwert bilanziert. Bestände in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Die Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken der handelsrechtlichen Vorschriften ausreichend Rechnung und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer ursprünglichen Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst. Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt gemäß § 253 Abs. 1 und 2 HGB nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren für Leistungszusagen (Projected-Unit-Credit-Methode). Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Entgelten und Renten berücksichtigt. Die Bewertung basiert auf den biometrischen Grundlagen der "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck. Für die Invalidisierungswahrscheinlichkeit gelten modifizierte Werte, die aus unternehmensspezifischen Faktoren abgeleitet werden. Die Pensionsrückstellungen sowie sonstige langfristige Personalrückstellungen für Jubiläum, Vorruhestand, Entgeltfortzahlung im Todesfall, Lebensarbeitszeit, Versorgungslohn statt Barlohn, Restrukturierung werden versicherungsmathematisch berechnet. Die Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen erfolgt unter Ausübung des Wahlrechts gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 und 3 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Jahre für eine angenommene Laufzeit von fünfzehn Jahren. Die Abzinsung der sonstigen langfristigen Personalrückstellungen erfolgt mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre, ebenfalls für eine angenommene Laufzeit von fünfzehn Jahren. Abweichend davon wird bei der Altersteilzeit eine Laufzeit von fünf Jahren unterstellt. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt unter Berücksichtigung eines Zinssatzes i. H. v. 1,87 % (Vorjahr 2,30 %), die der sonstigen langfristigen Personalrückstellungen i. H. v. 1,35 % (Vorjahr 1,60 %). Der Unterschiedsbetrag als Differenz aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn, resp. sieben Jahre, beläuft sich auf 9.659.651,00 € (Vorjahr 11.584.102,00 €). Die bei der versicherungsmathematischen Bewertung der Verpflichtungen zugrunde gelegten Prämissen sind der nachstehenden Tabelle zu entnehmen:
Gemäß Artikel 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wurde bis 2021 von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, den zum 1. Januar 2010 ermittelten Differenzbetrag der Pensionsrückstellungen zwischen dem zurückzustellenden Betrag nach altem Recht und nach BilMoG gleichmäßig auf fünfzehn Jahre zu verteilen. Im Geschäftsjahr erfolgte die Gesamtzuführung des noch nicht zugeführten Unterschiedsbetrags nach BilMoG von 675.030,00 € (Vorjahr 168.756,00 €). Die Zusagen für Lebensarbeitszeitkonten enthalten zwei Komponenten. Die erste Komponente umfasst die als Rückstellung bilanzierten Verpflichtungen für tarifliche Einmalzahlungen, Urlaub während der Freistellungsphase sowie die Schlussförderung. Die zweite Komponente beinhaltet die laufenden Arbeitnehmer- und Arbeitgebereinbringungen in ein individuelles Wertguthabenkonto, welches durch eine doppelseitige Treuhand insolvenzgesichert ist. Seit dem Geschäftsjahr 2020 erfolgt die Investition der bereitgestellten Mittel in eine Rückdeckungsversicherung, welche ebenfalls durch eine doppelseitige Treuhand insolvenzgesichert ist. Nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB sind die Vermögenswerte, die zur Insolvenzsicherung der Verpflichtungen aus dem Wertguthabenkonto bestimmt sind, mit diesen Verpflichtungen zu verrechnen. Entsprechend wird mit den dazugehörigen Aufwendungen und Erträgen aus Zinseffekten und aus dem zu verrechnenden Vermögen verfahren. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Die STEAG Technischer Service GmbH ist Organgesellschaft einer ertragsteuerlichen Organschaft. Die latenten Steuern werden bei dem Organträger ausgewiesen. Somit unterbleibt die Angabe nach § 285 Nr. 29 HGB. II. Erläuterung der Bilanz (1) Anlagevermögen Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Positionen des Anlagevermögens und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr sind im Anlagengitter gesondert dargestellt. (2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen im Wesentlichen mit 84.504.777,90 € (Vorjahr 63.853.288,91 €) das Guthaben der Gesellschaft aus der Cash-Pool Vereinbarung sowie mit 15.765.936,82 € (Vorjahr 27.233.687,52 €) die Forderung aus dem Ergebnisabführungsvertrag gegen den Gesellschafter STEAG GmbH. (3) Rückstellungen
Die Verpflichtungen für Lebensarbeitszeitkonten wurden gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit Forderungen aus Rückdeckungsversicherungen (Vorjahr: Wertpapieren des Anlagevermögens) wie folgt verrechnet:
Die historischen Anschaffungskosten der Vermögenswerte betrugen 1.402.780,00 € (Vorjahr 1.584.825,00 €). Zum Stichtag wurden die Vermögenswerte wie auch der Verpflichtungsumfang für die Langzeitkonten auf den beizulegenden Zeitwert verringert. Die Steuerrückstellungen betreffen ausschließlich Lohnsteuerrückstellungen. (4) Verbindlichkeiten
III. Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung (5) Umsatzerlöse Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen stellt sich wie folgt dar:
Die regionale Differenzierung der Umsatzerlöse stellt sich wie folgt dar:
(6) Sonstige betriebliche Erträge
(7) Personalaufwand Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt:
Zum Abschlussstichtag beschäftigt die Gesellschaft insgesamt 365 Mitarbeiter (Vorjahr 419 Mitarbeiter). Der Personalaufwand beinhaltet im Berichtszeitraum Aufwendungen aus der Zuführung von Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von 2.348.751,25 € (Vorjahr 19.172.385,00 €). Diese betreffen insbesondere Maßnahmen für den Anlagenservice an den Kraftwerksstandorten, der im Zusammenhang mit der Beendigung der Kohleverstromung konkret und zeitnah betroffen ist, sofern im Vorjahr die Anforderungen an die Rückstellungsbildung noch nicht erfüllt waren. Es wurden im Wesentlichen Aufwendungen aus vereinbarten Personalinstrumenten wie die Aufstockung von Anpassungsgeld, Abfindungen sowie weitere Sozialplanleistungen zurückgestellt. Für den langfristigen Teil der Rückstellungen wird mit einer Inanspruchnahme überwiegend im Zeitraum 2022 bis 2025 gerechnet. Die Aufwendungen stellen einen außergewöhnlichen Posten im Sinne des § 285 Nr. 31 HGB dar. (8) Sonstige betriebliche Aufwendungen
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen in Höhe von 675.030,00 € enthalten, die in Anwendung von Art. 67 Abs. 1 EGHGB aus der Zuführung der zum 1. Januar 2010 ermittelten Unterschiedsbeträge zu den Rückstellungen für Pensionen über den Zeitraum von fünfzehn Jahren resultieren. Im Geschäftsjahr wurde der noch bestehende Restbetrag vollständig zugeführt. Die Aufwendungen stellen einen außergewöhnlichen Posten im Sinne des § 285 Nr. 31 HGB dar. (9) Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages ausgeglichener Verlust Aufgrund des mit der STEAG GmbH geschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages wurde in der Berichtsperiode ein Verlust in Höhe von 15.765.936,82 € (Vorjahr 27.233.687,52 €) übernommen. IV. Sonstige Angaben (10) Periodenangaben Wirtschaftsprüferhonorare Auf die Angabe zum Honorar des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB wird verzichtet, da diese in den Konzernabschluss der KSBG Kommunale Beteiligungsgesellschaft GmbH & Co. KG, Essen, einfließt. (11) Sonstige finanzielle Verpflichtungen
(12) Nachtragsbericht Mit der jüngsten Anerkennung der Separatistengebiete Donezk und Luhansk als unabhängige Staaten und der beginnenden Militäroffensive in der Ukraine hat der russische Präsident Putin die diplomatischen Bemühungen abgebrochen und am Abend des 24. Februar 2022 einen Angriffskrieg auf die Ukraine begonnen. Infolgedessen haben sowohl die USA als auch die EU und einige weitere Länder massive Sanktionen verhängt bzw. sind dabei, diese sukzessive zu verschärfen. Die politische Lage ist unklar und ändert sich fortlaufend. Die STS hat die Effekte, die diese Entwicklungen auf die Gesellschaft haben könnten, aus heutiger Sicht analysiert. Zukünftige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft bleiben abzuwarten und können derzeit noch nicht quantifiziert werden. Die Geschäftsführung sieht aufgrund der Analysen die Fortführung des Unternehmens aktuell nicht gefährdet. (13) Organe der Gesellschaft Mitglieder der Geschäftsführung
Mitglieder des Aufsichtsrates
(14) Gesamtbezüge der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats Mit Bezug auf § 286 Abs. 4 HGB werden die Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung nicht angegeben. Die Bezüge der Geschäftsführer werden lediglich für ein Mitglied der Geschäftsführung von der Gesellschaft selbst getragen, das andere Mitglied erhält seine Bezüge von der Obergesellschaft. Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates betragen insgesamt 37.750,00 €. (15) Einbeziehung in den Konzernabschluss Die STEAG Technischer Service GmbH ist ein verbundenes Unternehmen der KSBG Kommunale Beteiligungsgesellschaft GmbH & Co. KG, Essen (KSBG), sowie deren unmittelbaren und mittelbaren Tochterunternehmen. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der KSBG für den größten Kreis und in den der STEAG GmbH, Essen, für den kleinsten Kreis von Unternehmen einbezogen. Der Konzernabschluss der STEAG GmbH ist ein freiwillig erstellter Konzernabschluss, der nicht im Bundesanzeiger veröffentlicht wird. Beide Konzernabschlüsse werden nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, die seitens der Europäischen Union in das Gemeinschaftsrecht übernommen wurden. Der Konzernabschluss der KSBG wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. (16) Anteilsbesitzliste Die Angaben zu den Beteiligungen beziehen sich jeweils auf den letzten festgestellten vorliegenden Jahresabschluss.
Essen, 30. März 2022 STEAG Technischer Service GmbH Die Geschäftsführung Gerhard Dewender Rainer Borgmann Entwicklung des Anlagevermögens für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Lagebericht zum 31. Dezember 2021A. Grundlagen der Gesellschaft Mit dem Ziel, die technisch-handwerklichen Dienstleistungsbereiche (Ausführungsservice) der STEAG GmbH, der STEAG Power Saar GmbH und der STEAG Energy Services GmbH in einer Gesellschaft zu bündeln, hat die STEAG GmbH als alleinige Gesellschafterin der STEAG 3. Beteiligungs-GmbH am 28. Mai 2013 beschlossen, die Firma sowie den Gegenstand des Unternehmens zu ändern und den Sitz der Gesellschaft von Hamburg nach Essen zu verlegen. Die entsprechenden Eintragungen erfolgten am 20. Juni 2013 im Handelsregister Essen unter B 24697. Die Gesellschaft hat die Erbringung von technischen und kaufmännischen Dienstleistungen für Unternehmen der Energiewirtschaft und der Industrie einschließlich der Arbeitnehmerüberlassung als Geschäftszweck. Auf Basis der langjährigen Erfahrung in der Instandhaltung eigener Kraftwerke und Netze wird dieses Wissen als handwerkliche Dienstleistungen auch fremden Dritten in der Energiewirtschaft und Industrie angeboten. Das Spektrum reicht dabei von mechanischen über elektrotechnische hin zu messtechnischen Dienstleistungen und wird durch entsprechende Ingenieurdienstleistungen abgerundet. Die Gesellschaft hatte zum 31. Dezember 2021 zwei Geschäftsführer. Es besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der alleinigen Gesellschafterin STEAG GmbH. In der STEAG Technischer Service GmbH (im weiteren STS oder Gesellschaft) waren zum 31.12.2021 365 Mitarbeiter beschäftigt. Des Weiteren hält die STS an der ReNeCt GmbH (Gesellschaft zur Zertifizierung von regenerativen Stromerzeugungsanlagen) eine Beteiligung von 50 %. B. Wirtschaftsbericht 1. Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf der STS zeigte zu Jahresbeginn die gleiche stabile Entwicklung wie in den Vorjahren. Die negativen Auswirkungen auf den internen Umsatz aufgrund der für 2021 in der Planung berücksichtigten Kraftwerksschließungen zeigten sich nicht wie erwartet. Vielmehr wurden die Kraftwerke für die bevorstehenden Einsätze (z. B. Saisonbetrieb) instandgesetzt. Dadurch konnte auch die in 2020 eingeführte Kurzarbeit beendet werden. Zudem kamen noch gegen Jahresende der verstärkte Einsatz der STEAG-Kraftwerke zur Versorgungssicherheit in Deutschland und die Nutzung des Preishochs an den Strombörsen hinzu, wodurch auch vermehrt Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten sowie Arbeiten zu Störungsbeseitigungen bei STS abgerufen wurden. Dahingegen konnte der externe Umsatz nicht wie geplant erreicht werden. Zum einen lag dies am verstärkten internen Einsatz und zum anderen an der weiterhin schwierigen Marktsituation für Claddingarbeiten. Leicht steigend zeigten sich die Umsätze aus den systemrelevanten Märkten. Dazu gehören die Betriebsführung von Stromnetzen, Arbeiten für Netzgesellschaften und für die Stahlindustrie sowie Leistungen rund um Energiewendeprodukte (z. B. e-Mobility). Die Corona Pandemie hat die STS in 2021 nur leicht getroffen (gestiegene Material- und Fremdpersonalkosten), größere Umsatz- und Ergebniseinbußen sind glücklicherweise ausgeblieben. In 2021 musste die STS weitere Rückstellungen für Restrukturierungsaufwendungen bilden, da die Auswirkungen des Kohleverstromungsbeendigungsgesetzes auch bei der STS zu einem Abbau von Arbeitsplätzen führten. Im Herbst wurde beschlossen, die ReNeCt GmbH (50 % Beteiligung der STS) in 2022 zu liquidieren. Trotz mehrfacher Anläufe konnte die Gesellschaft mit dem Geschäftskonzept (Aufbau netzunabhängiger Energiesysteme mit erneuerbaren Energien) keinen nennenswerten langfristigen Marktzugang etablieren. 2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Ertragslage
Der Gesamtumsatz 2021 lag mit 60,7 Mio. € um rd. 5,3 Mio. € unter dem Vorjahreswert und auch unter der Vorjahresprognose (Umsatzerwartung 69,0 Mio. €). Betrachtet man dagegen die Gesamtleistung, so ergibt sich ein anderes Bild. Dadurch, dass ein Großauftrag aufgrund von Projektverschiebungen beim Kunden noch nicht abgerechnet werden konnte, sind die Bestandsveränderungen entsprechend erhöht. Die Gesamtleistung liegt damit auf Vorjahresniveau. Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen mit 1,9 Mio. € um 0,3 Mio. € über den Werten des Vorjahres und stammen im Wesentlichen aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen. Der Materialaufwand korreliert grundsätzlich mit den Umsätzen und den Bestandsveränderungen (unfertige Aufträge) und liegt auf Vorjahresniveau. Der Personalaufwand in 2020 beinhaltet die Zuführung von Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen. In 2021 ist nur eine geringe weitere Zuführung für diesen Sachverhalt enthalten. Der Personalaufwand liegt daher um 14,2 Mio. € unter dem des Vorjahres und fast wieder auf dem der Mitarbeiteranzahl entsprechenden Normalniveau. Unter Berücksichtigung des Materialaufwandes von 24,1 Mio. €, eines Personalaufwands von 41,4 Mio. € (davon 2,3 Mio. € Zuführung für Restrukturierungsmaßnahmen), eines Finanzergebnisses von -8,8 Mio. €, sowie eines sonstigen betrieblichen Aufwandes von -9,9 Mio. € weist die Gesellschaft ein negatives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 15,8 Mio. € auf. Das negative Finanzergebnis von 8,8 Mio. € wurde wie in den Vorjahren maßgeblich durch die Zuführung von Rückstellungen für den Zinsaufwand und die Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen für Pensionen verursacht. Lässt man die weiteren Zuführungen für Restrukturierungsmaßnahmen (2,3 Mio. €) außer Betracht, zeigt sich das Ergebnis nach Steuern mit dem anhaltenden geringen Zinsniveau und dem daraus resultierenden Zinsaufwand aus den Pensionsrückstellungen um 3,0 Mio. € schlechter als prognostiziert (-10,5 Mio. €). Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages hat die STEAG GmbH den Jahresfehlbetrag vor Ergebnisabführung in Höhe von 15,8 Mio. € ausgeglichen. Vermögenslage Aktiva
Passiva
Die Bilanzsumme der STS beläuft sich auf 130,1 Mio. €. Die Investitionen im Jahr 2021 belaufen sich auf 2,7 Mio. € und wurden größtenteils (2,0 Mio. €) für den Ersatzneubau am Standort Luisenthal verwendet. Für die Neuanschaffung von Fahrzeugen, Werkzeugen und Maschinen sind 0,6 Mio. € angefallen. Der Anteil des Umlaufvermögens an der Bilanzsumme beträgt 95,6 % und besteht im Wesentlichen aus Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 102,5 Mio. €, die sich insbesondere in Forderungen aus Finanzbeziehungen in Höhe von 84,5 Mio. €, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2,2 Mio. € sowie Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von 15,8 Mio. € (- 11,5 Mio. € gegenüber dem Vorjahr) untergliedern. Die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2021 beträgt 1,7 %. Das Anlagevermögen ist mit 37,5 % durch Eigenkapital gedeckt. Die Rückstellungen in Höhe von 114,7 Mio. € werden im Wesentlichen durch die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 81,6 Mio. € geprägt (+ 11,5 Mio. € gegenüber Vorjahr aufgrund niedrigen Zinsniveaus). Die sonstigen Rückstellungen von 33,1 Mio. € beinhalten im Wesentlichen die Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen von 23,7 Mio. € (- 5,4 Mio. € gegenüber Vorjahr als Residualgröße aus Verbrauch und erneuter Zuführung von Rückstellungen im Rahmen der durch das Kohleverstromungsbeendigungsgesetz verursachten bedingten Veränderungen), kurz- und langfristige Verpflichtungen für den Belegschaftsbereich sowie übrige Rückstellungen. In der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage wurde zur Berechnung von Veränderungen und Kennzahlen mit den detaillierten Zahlen aus der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung gerechnet. Finanzlage Die Cash-Pool Forderungen der STS sind über das Cash-Pooling der STEAG GmbH in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen erfasst und betrugen zum Jahresabschluss 84,5 Mio. €. 3. Personal Zum 31. Dezember 2021 waren 365 Mitarbeiter in der STS beschäftigt (339 Tarifmitarbeiter, 22 AT-Mitarbeiter und 4 Leitende Angestellte). Zusätzlich befanden sich im Berichtszeitraum 44 Auszubildende in einem Ausbildungsverhältnis mit der STS. Für Weiterbildung und Weiterentwicklung der Mitarbeiter wird das Förderprogramm der STEAG GmbH genutzt. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht Strategie Neben unserem langfristigen Fokus, in der chemischen Industrie und in Müllverbrennungsanlagen erfolgsversprechende Alternativen zu finden, werden wir auch die Möglichkeiten nutzen, die der Energiemarkt zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit in Deutschland fordert (möglicher temporärer Weiterbetrieb von fossilen Kraftwerken). Die derzeitige Entwicklung zeigt, dass die bisherige Strategie der STS genau in die aktuellen und zukünftigen Anforderungen eines gesicherten Energiemarktes passt. Daher gelten die nachfolgend nochmals aufgeführten strategischen Ausrichtungen weiterhin. Wir werden die Marktsegmente in unseren Kernkompetenzen weiter ausbauen, neu aufgebaute Leistungsfelder weiterentwickeln und stabilisieren sowie den Markt nach zusätzlichen in unser Portfolio passenden Leistungsfeldern untersuchen. Die Entwicklungsmöglichkeiten bei Energiewendeprodukten (z. B. bei e-Mobility, intelligentem Messwesen) werden wir auch im Umfeld von bereits begonnenen Projekten weiter nutzen. So sehen wir uns neben dem reinen Ausbau von Ladeinfrastruktur zukünftig auch als herstellerunabhängiger Anbieter von Komplettlösungen (z. B. intelligente Ladezyklen, bidirektionales Laden etc.). Perspektivisch blicken wir weiterhin auch auf die Bereiche der kerntechnischen Anlagen und der Kraftwerks- und Industrieanlagen (Druckluft, Pumpen, Rohrleitungen, Armaturen, Wärmetauscher etc.). Ausblick Der Energiemarkt befindet sich nach wie vor in einer herausfordernden Umbruchphase. Der Ausbau der erneuerbaren Energien (Wind, Photovoltaik, Wasserstoff) und die damit verbundene Infrastruktur entwickelt sich langsamer als erforderlich. Durch den mit dem Kohleverstromungsbeendigungsgesetz (KVBG) beabsichtigten forcierten Rückgang des Einsatzes fossiler Kraftwerke und das Abschalten der Kernkraftwerke gerät der Energiemarkt zunehmend unter Druck. Zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit in Deutschland wird es daher Anpassungen bei dem beschrittenen Weg zur Energiewende geben müssen. Diese Anpassungen könnten zumindest temporär (temporärer Weiterbetrieb fossiler Kraftwerke) weiteres Marktpotenzial für die STS bieten. Das Marktumfeld für technische Dienstleistungen in der chemischen Industrie, in Müllverbrennungsanlagen und den Energiewendeprodukten zeigt sich weiterhin stabil und bietet somit die Möglichkeit, etwaig rückläufige Trends wieder zu kompensieren. Aufgrund dieser potenziell günstigen Marktkonstellation erwarten wir im Jahr 2022 einen Gesamtumsatz von rund 67,2 Mio. €. Die in 2021 eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen sollten in 2022 eine erste positive Ergebnisauswirkung zeigen. Daher erwarten wir trotz des weiterhin anhaltenden niedrigen Zinsniveaus und der dadurch verursachten Rückstellungszuführung für den Zinsaufwand und der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen für Pensionen für 2022 ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von -6,0 Mio. €. Im weiteren Planungszeitraum erwarten wir, dass sich das operative Ergebnis, unterstützt durch das Wachstum der Bereiche Mechanische Anlagen und Energieanlagen, weiter verbessern und den grundsätzlichen Aufwärtstrend verstärkt fortsetzen wird. In diesem Zeitraum ist aus dem Wachstumspotenzial und der dann erfolgten Restrukturierung von einer Verbesserung von ca. 5 Mio. € auszugehen. In dem von uns avisierten breiten Markt im Bereich der Energiewendeprodukte, insbesondere beim Service rund um die Infrastruktur der e-Mobility und bei den erforderlichen Dienstleistungen im Zuge der Nachkohleära, sehen wir uns weiterhin bestätigt. Wir werden in 2022 und den Folgejahren unsere Leistungen in diesen zukunftsweisenden Bedarfsumfeldern weiter ausbauen. Im Bereich der Mechanischen Anlagen können wir auf einem stabilen Basisgeschäft aufbauen, um die Chancen der zu erwartenden Anpassungen an die Energieversorgung zu nutzen und weitere Marktanteile in den Alternativbereichen zu erschließen. Daraus ableitend wird der Ausblick auf die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als positiv erachtet. In der Prognose noch nicht berücksichtigt sind die schwer abzuschätzenden Folgen des Ukraine-Konflikts. Sein weiterer Verlauf, die Sanktionen gegen Russland und ihre Rückwirkungen, insbesondere auf die europäische Energieversorgung können Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf haben. Die bei der Aufstellung des Lageberichts verfügbaren Schätzungen stammen noch aus der Zeit vor Ausbruch des Krieges. Sollten sich die Energiepreise wegen des Ukraine-Konflikts längerfristig auf extrem hohem Niveau bewegen, dürfte die konjunkturelle Dynamik aber wohl schwächer ausfallen. 2. Chancen- und Risikobericht Chancen- und Risikosituation der Gesellschaft Die Geschäftstätigkeit der STS birgt geschäftsübliche rechtliche Risiken aus Vertragsbeziehungen zu Kunden und Geschäftspartnern. Derzeit sind zwei rechtliche Auseinandersetzungen anhängend. Wir erwarten, dass diese noch in 2022 zu unseren Gunsten entschieden werden. Des Weiteren unterliegt die STS wie alle im Dienstleistungsbereich tätigen Firmen den typischen Risiken aus Angebot und Nachfrage. Grundsätzlich ist das Risiko vorhanden, dass sich der Marktzugang nicht wie geplant weiterentwickelt. Aufgrund des noch hohen Anteils konzerninterner Umsätze ergeben sich aus der Geschäftsentwicklung der STEAG GmbH sowohl Risiken (z. B. Stilllegungen von Kraftwerken) als auch mittelfristig Chancen für die STS (z. B. Fremdleistungsverdrängung bei STEAG-Töchtern). Im externen Markt sehen wir auch weiterhin Chancen bei Arbeiten in Müllverbrennungsanlagen im In- und Ausland (Ausbau des Bereichs Mechanische Anlagen zum Servicesystemanbieter), in der chemischen Industrie, im gemeinsamen Marktauftritt mit STEAG Energy Services, anderen Konzerngesellschaften und in Leistungen zu Energiewendeprodukten. Mit der jüngsten Anerkennung der Separatistengebiete Donezk und Luhansk als unabhängige Staaten und der Militäroffensive in der Ukraine hat der russische Präsident Putin die diplomatischen Bemühungen abgebrochen und am Abend des 24. Februar 2022 einen Angriffskrieg auf die Ukraine begonnen. Infolgedessen haben sowohl die USA als auch die EU und einige weitere Länder massive Sanktionen verhängt bzw. sind dabei, diese sukzessive zu verschärfen. Die politische Lage ist unklar und ändert sich fortlaufend. Die STEAG Technischer Service GmbH hat die Effekte, die diese Entwicklung auf die Gesellschaft haben könnte, aus heutiger Sicht analysiert. Zukünftige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der STEAG Technischer Service GmbH bleiben abzuwarten und können derzeit noch nicht quantifiziert werden. Die Geschäftsführung sieht aufgrund der Analysen die Fortführung des Unternehmens aktuell nicht gefährdet. Risikomanagement Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit ergeben sich für STS kontinuierlich Chancen und Risiken. Das Risikomanagement ist ein zentraler Bestandteil der Unternehmenssteuerung und dient der gezielten Sicherung bestehender und künftiger Erfolgspotenziale sowie der Vermeidung, Vorbeugung bzw. Gegensteuerung und Minimierung von Risiken. Die frühzeitige Erkennung und Realisierung von Chancen kann den Unternehmenserfolg erhöhen. Zur Gewährleistung eines effektiven Risikomanagements ist die STS in das Risikomanagementsystem des STEAG-Konzerns eingebunden. Dem verantwortungsbewussten Umgang mit Chancen und Risiken kommt dabei maßgebliche Bedeutung zu. Aus diesem Grund ist Risikomanagement Führungsaufgabe. Der Risikobeauftragte der STS koordiniert die jeweiligen Risikomanagementaktivitäten. Risikofrüherkennungssystem Der normative Rahmen des Risikomanagementsystems der STS wird durch konzernweite STEAG-Richtlinien geschaffen. Dabei bildet die Einbeziehung des Risikomanagementprozesses in die bestehenden Planungs-, Steuerungs-, Kontroll- und Berichterstattungsabläufe die Grundlage des Risikomanagementsystems. Dort werden neben den operativen und strategischen Risiken auch die den Risiken gegenüberstehenden Chancen regelmäßig und systematisch analysiert und kommuniziert. Das Risikomanagementsystem der STEAG GmbH setzt sich aus verschiedenen Elementen zusammen:
Essen, 30. März 2022 STEAG Technischer Service GmbH Die Geschäftsführung Gerhard Dewender Rainer Borgmann Sonstige Berichtsbestandteile Der Jahresabschluss wurde am 13. Mai 2022 festgestellt. 34. Aufsichtsratssitzung 12. Mai 2022 Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat der STEAG Technischer Service GmbH (STS) hat im zurückliegenden Geschäftsjahr die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und während der Berichtszeit die Geschäftsführung beaufsichtigt und beratend begleitet. In vier Sitzungen am 23. April, 24. Juni, 5. Oktober und am 8. Dezember 2021 hat sich der Aufsichtsrat mit allen für das Unternehmen relevanten Fragen befasst. Die Geschäftsführung hat den Aufsichtsrat regelmäßig über die Maßnahmen zum Arbeitsschutz, die Unfallzahlen, den Geschäftsverlauf und die Lage der Gesellschaft informiert. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats stand in regelmäßigem Kontakt mit der Geschäftsführung und wurde kontinuierlich über alle wichtigen Geschäftsvorfälle informiert. 2021 standen die strategische Weiterentwicklung der STS, die Forcierung des externen Geschäfts, der Future-Prozess (im STEAG-Konzern implementiertes Projekt zur Neuausrichtung und Kostensenkung), die Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie die Folgen des Kohleverstromungsbeendigungsgesetzes im Mittelpunkt der Beratungen. Im Bereich der Mechanischen Anlagen wurde über die weitere Schwerpunktverlagerung hin zu Leistungen für das Müll- und Biomasseanlagen Geschäft gesprochen. Im Bereich Anlagenservice wurde darüber informiert, dass die gegen Ende des Jahres stärkere Auslastung der STEAG-Kraftwerke gegenüber den geplanten Einsätzen zu erhöhtem Reparatur- und Wartungsaufwand durch die STS Anlagenservices Nord und Süd führte. Um die Kraftwerke im Anlagenbetrieb zu unterstützen, absolvierten mehrere Mitarbeiter der STS im Saarland einen Kesselwärterlehrgang und im Ruhrgebiet einen Betriebswärterlehrgang. Im Bereich Energieanlagen wurde unter anderem über die Ausweitung der Aktivitäten in den Bereichen Betriebsführung für die RAG und Messstellenbetrieb diskutiert und Aufträge akquiriert. Die Arbeitssicherheit und die Vermeidung von Unfällen bildeten einen weiteren Schwerpunkt der Beratungen. Der Aufsichtsrat wurde auch über die erfolgreiche Reauditierung nach DIN EN ISO 9001:2015 sowie die Rezertifizierungen der SCCP-Systeme (Mechanische Anlagen, Anlagenservice Nord) und das erfolgreiche zweite Überwachungsaudit des SCP-Systems des Bereichs Anlagenservice Nord informiert. 2021 standen auch weiterhin Maßnahmen zum Schutz der Arbeitnehmer im Zuge der Corona-Pandemie im Mittelpunkt der Beratungen. Die Vorgaben des STEAG-Krisenstabes wurden jeweils zeitnah umgesetzt. Der Jahresabschluss der STS zum 31. Dezember 2021 wurde durch die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (EY) geprüft. EY erteilte dem Abschluss den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Der Prüfungsbericht der Abschlussprüfer wurde allen Mitgliedern des Aufsichtsrats ausgehändigt.
Essen, 12.05.2022 Der Aufsichtsrat Dr. Ralf Schiele, Vorsitzender |
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