Rötzer Immobilien Development GmbH

Hafnerstraße 14, 92444 Rötz, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Regensburg HRB 15260
Eingetragen
25.2.2016
Branche
Bauträger für WohngebäudeBauträger für andere Gebäude und BauwerkeKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Gegenstand
An- und Verkauf von Grundstücken aller Art sowie Tätigkeit als Bauträger (Durchführung von Baumaßnahmen in eigenen Namen und für eigene Rechnung) sowie Tätigkeit als Generalunternehmer (Durchführung von Baumaßnahmen für fremde Rechnung, jedoch unter Beauftragung von Subunternehmen) sowie Tätigkeit als Baubetreuer (Durchführung von Baumaßnahmen in fremden Namen und für fremde Rechnung, wobei die Baumaßnahmen jedoch durch Subunternehmer auszuführen sind).

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Geschäftsführer
Prokura
Andreas Hacker
seit 25.2.2016
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
50.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Rötzer Immobilien Development GmbH

Rötz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Unsere Gesellschaft vertreibt und erstellt exklusive und hochwertige Wohn- und Geschäftsbauten.

2. Forschung und Entwicklung

Neben der laufenden kundenorientierten Weiterentwicklung aller unserer Geschäftsprozesse und Tätigkeiten wird keine explizite Forschung und Entwicklung betrieben.

II. Wirtschaftsbericht

1. Entwicklung des wirtschaftlichen Umfeldes

1.1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Die konjunkturelle Entwicklung kam im Jahr 2023 im weiterhin krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Als Hauptgründe für die Konjunkturschwäche sind auch weiterhin die hohen Energiepreise, die Inflation, die Schwäche wichtiger internationaler Wirtschaftspartner sowie die zahlreichen kriegerischen Konflikte zu nennen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) fiel nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3% niedriger aus als im Jahr 2022. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hierzu kamen die ungünstigen Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher.

Noch mit ihrer Frühjahrsprojektion 2024 hat die Bundesregierung mit einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes für 2024 von 0,3 % gerechnet. Allerdings haben führende Forschungsinstitute inzwischen die Konjunkturprognose deutlich gesenkt und rechnen auch für das Jahr 2024 mit einem Rückgang des Bruttoinlandproduktes von 0,1%. Neben der konjunkturellen Schwäche belastet auch der strukturelle Wandel die deutsche Wirtschaft. Dekarbonisierung, Digitalisierung, demografischer Wandel und auch der stärkere Wettbewerb mit Unternehmen aus China haben strukturelle Anpassungsprozesse ausgelöst, die die Wachstumsperspektiven der deutschen Wirtschaft dämpfen.

Im Jahr 2025 dürfte zwar eine langsame Erholung der deutschen Wirtschaft einsetzten. Aber an den Trend vor Ausbruch der Corona-Pandemie wird das Wirtschaftswachstum, nach Meinung der Experten, vermutlich auf absehbare Zeit nicht mehr anknüpfen können. Verschiedene Institute prognostizieren für die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2025 einen Zuwachs von 0,8%. Nach derzeitigen Prognosen soll dann ein stärkeres Wachstum von 1,3% im Jahr 2026 einsetzen.

1.2. Entwicklung der Branche

Das deutsche Bauhauptgewerbe verzeichnet im Jahr 2023, das zweite Jahr in Folge, einen preisbereinigten Rückgang des Bauvolumens in Höhe von 1,0 %. Insbesondere die höheren Zinsen drücken die Baunachfrage. Das trifft vor allem den Wohnungsbau. Im Zusammenspiel mit den gestiegenen Bau- und Materialpreisen stellt das hohe Zinsniveau das größte Risko dar. Der Umsatzeinbruch für den Wohnungsbau beträgt für das Jahr 2023 2,3 %. Für das Jahr 2024 erwartet das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR Analyse 1/2024) einen weiteren Umsatzrückgang in Höhe von 3,4 % bevor im Jahr 2025 die Neubautätigkeit wieder leicht zulegen wird (+ 0,4%).

2. Darstellung des Geschäftsverlaufes

Für unser Unternehmen verlief das abgelaufene Geschäftsjahr trotz des schwierigen Branchenumfeldes erfolgreich. Das Jahresergebnis und die Betriebsleistung waren erwartungsgemäß rückläufig, es wurde aber ein weiterhin positives Jahresergebnis von 123.200,86 Euro (Vorjahr 766.029,53 Euro) erzielt.

Vor dem Hintergrund der negativen Branchenentwicklung sehen wir die Geschäftsentwicklung damit als zufriedenstellend an.

Durch den deutschlandweiten Verkauf der Häuser konnte eine stabile Auftragslage erreicht werden.

Die zunehmende Konzentration des Vertriebs auf Ballungsräume wird zukünftig die Auftragslage bei einer angemessenen Gewinnspanne sichern.

3. Darstellung der Lage

3.1. Vermögenslage

Das Gesamtvermögen unserer Gesellschaft hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 4.104 TEuro auf 50.925 TEuro erhöht.

Unsere Kapitalstruktur zum 31. März 2024 ist durch einen Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme von 7,21 % (Vorjahr 7,58 %) gekennzeichnet.

Der Anlagendeckungsgrad erhöht sich dadurch auf 416,4 % (Vorjahr 391,8 %).

Die unfertigen Bauprojekte werden teilweise durch Anzahlungen und im Übrigen durch fristenadäquate Bankdarlehen abgedeckt. Die Grundstücke des Umlaufvermögens werden durch fristenadäquate Bankdarlehen finanziert. Auch das kurzfristige Fremdkapital ist durch entsprechendes kurzfristiges Vermögen (Forderungen, flüssige Mittel) finanziert.

Wir sind der Auffassung, dass unsere Vermögenslage positiv und stabil ist und sich durch geplante Thesaurierungen zukünftiger Gewinne weiter verbessern wird.

3.2. Investitionen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 10.070,82 Euro durchgeführt. Im Wesentlichen entfallen diese auf die Aktivierungen für Betriebsausstattung sowie geringwertige Wirtschaftsgüter. Die Finanzierung erfolgte durch erwirtschaftete Abschreibungen und Eigenmitteln.

3.3. Finanzlage

Es wurde im vergangenen Wirtschaftsjahr ein Cashflow in Höhe von 157.102,68 Euro (Vorjahr 801.655,31 Euro) erwirtschaftet (Gewinn zuzüglich Abschreibungen auf Anlagevermögen).

Durch fristenkongruente Finanzierung von Bauprojekten durch entsprechende Anzahlungen bzw. des langfristig gebundenen Vermögens durch Eigenkapital waren wir jederzeit in der Lage unsere Verpflichtungen fristgemäß zu erfüllen.

Wir rechnen damit, auch in Zukunft unsere finanziellen Verpflichtungen immer rechtzeitig erfüllen zu können.

3.4. Ertragslage

Die Ertragslage unserer Gesellschaft hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr verschlechtert. Die Gesamtleistung sank um 8.777 TEuro auf 14.938 TEuro und der Materialaufwand sank um 7.812 TEuro auf 11.299 TEuro. Somit verminderte sich der Rohgewinn um 966 TEuro auf 3.638 TEuro.

Das Jahresergebnis verminderte sich um 643 TEuro auf 123 TEuro.

3.5. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

• Betriebsergebnis (EBIT)

• Cash Flow (Jahresüberschuss + Abschreibungen) und

• Eigenkapitalquote

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Betriebsergebnis, Eigenkapitalquote und den Cashflow heran. Im abgelaufenen habe sich diese wie folgt entwickelt:

2023/24 2022/23 Differenz
Betriebsergebnis in T€ 1.801 2.130 -329
Cash Flow in T€ 157 802 -645
EK-Quote (in %) 7,21 7,58 -0,37

Wir gehen davon aus, dass im Geschäftsjahr 2024/2025 die finanziellen Leistungsindikatoren leicht verbessert werden können.

3.6. Mitarbeiterentwicklung

Die Zahl der Mitarbeiter ist im Durchschnitt mit 13 (Vorjahr 17) um vier Mitarbeiter gesunken.

III. Risikomanagementziele und -methoden

Als Finanzinstrumente werden in unserer Gesellschaft mit Bankguthaben, Anzahlungen, Forderungen und entsprechende Verbindlichkeiten nur die klassischen Instrumente genutzt. Derivative Finanzinstrumente o.ä. werden nicht genutzt.

Unsere Gesellschaft hat Maßnahmen getroffen, mit denen die Risikoerkennung, die Risikoanalyse und die Risikokommunikation sichergestellt werden. Insbesondere wird eine Unternehmensplanung erstellt auf deren Basis Umsatz-, Ertrags- und Liquiditätsrisiken beurteilt und in quartalsweisen Besprechungen mit dem steuerlichen- und betriebswirtschaftlichen Berater erörtert werden.

Zur Erfassung und Steuerung von Risiken existieren Instrumente, die permanent weiterentwickelt werden. Unser Unternehmen verfügt somit über umfangreiche Planungs- und Kontrollinstrumente, um Geschäftsrisiken frühzeitig zu erkennen und um wirksame Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Zu unserem internen Überwachungssystem gehören außerdem:

- der Einsatz zuverlässiger Software

- die Auswahl und Schulung qualifizierten Personals

- Abweichungsanalysen

- Arbeitsanweisungen

- Regelungen zur Vertretungsvollmacht

IV. Risiken und Chancen

Der Geschäftsverlauf der Gesellschaft ist abhängig von der konjunkturellen Entwicklung in der Baubranche und speziell im Segment des Wohnungs- bzw. Eigenheimbaus. Des Weiteren ist die Gesellschaft von weiteren durch sie selbst nicht beeinflussbaren Größen abhängig, wozu insbesondere auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen gehören.

Ertragsrisiken und Prognoserisiken ergeben sich aus den hohen Finanzierungskosten und der schwachen Konjunkturentwicklung in Deutschland.

Entsprechend den Zahlungsplänen mit den Bauherren finanziert sich die Gesellschaft auch über erhaltene Anzahlungen. Bei einem derzeit nicht zu erwartenden drastischen Auftragsrückgang kann eine neue Finanzierungsstruktur erforderlich sein.

Ein verbleibendes Risiko ist der branchenübliche Aufwand für eventuelle Mängelbeseitigungen.

Spezielle Risiken, die über das allgemeine Unternehmerrisiko und die allgemeinen Risiken eines Immobilienunternehmens hinausgehen, sind ansonsten nicht erkennbar.

V. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Die grundlegende Vertriebsstruktur der Gesellschaft besteht und wird schrittweise ausgebaut. Die Gesellschaft ist vorwiegend im Wohnungsbau tätig. Der derzeitige Auftragsvorlauf ist gut. Die gegenwärtige strategische Ausrichtung der Gesellschaft soll auch in Zukunft nicht wesentlich verändert werden.

Für das kommende Geschäftsjahr erwarten wir trotz des schwierigen Marktumfeldes nach unseren Planungsrechnungen eine leichte Steigerung der Umsatzerlöse und leicht verbessertes positives Ergebnis.

Prognoseunsicherheiten ergeben sich aus den gestiegenen Finanzierungskosten unserer Kunden und den sonstigen wirtschaftlichen Verwerfungen, die in Folge der vermehrt auftretenden kriegerischen Auseinandersetzungen entstanden sind.

Aufgrund unserer flexiblen und schlanken Kostenstruktur sind wir in der Lage auf konjunkturbedingte Umsatzschwankungen jederzeit adäquat zu reagieren.

VI. Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Rötz sowie Niederlassungen in Uehlfeld und München.

Bilanz

Aktiva

31.3.2024
EUR
31.3.2023
EUR
A. Anlagevermögen 882.040,56 905.871,56
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1,00 1,00
II. Sachanlagen 882.039,56 905.870,56
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 832.265,56 851.371,56
2. technische Anlagen und Maschinen 2.739,00 3.348,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 47.035,00 51.151,00
B. Umlaufvermögen 50.024.743,08 45.887.471,61
I. Vorräte 37.036.428,24 36.906.825,61
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.606.325,86 9.395.777,84
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 509.803,33 86.488,52
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 12.478.511,51 8.894.157,48
C. Rechnungsabgrenzungsposten 18.947,08 12.167,35
D. Aktive latente Steuern 0,00 15.441,90
Summe Aktiva 50.925.730,72 46.820.952,42

Passiva

31.3.2024
EUR
31.3.2023
EUR
A. Eigenkapital 3.672.812,32 3.549.611,46
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Gewinnvortrag 3.499.611,46 2.733.581,93
III. Jahresüberschuss 123.200,86 766.029,53
B. Rückstellungen 1.396.184,41 2.104.307,48
C. Verbindlichkeiten 45.855.157,49 41.167.033,48
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 42.104.840,49 39.175.997,83
2. sonstige Verbindlichkeiten 3.750.317,00 1.991.035,65
D. Passive latente Steuern 1.576,50
Summe Passiva 50.925.730,72 46.820.952,42

Gewinn- und Verlustrechnung

1.4.2023 - 31.3.2024
EUR
1.4.2022 - 31.3.2023
EUR
1. Rohergebnis 3.774.432,64 4.687.839,36
2. Personalaufwand 1.210.628,13 1.363.594,52
a) Löhne und Gehälter 994.433,22 1.101.245,31
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 216.194,91 262.349,21
davon für Altersversorgung 4.719,03 7.055,83
3. Abschreibungen 33.901,82 35.625,78
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 33.901,82 35.625,78
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 723.704,85 1.152.642,66
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 39,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.571.105,57 1.034.343,65
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 107.284,71 329.724,45
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 8.739,87
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 17.018,40
8. Ergebnis nach Steuern 127.846,56 771.908,30
9. sonstige Steuern 4.645,70 5.878,77
10. Jahresüberschuss 123.200,86 766.029,53

Anhang

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Rötzer Immobilien Development GmbH, Hafnerstraße 14, 92444 Rötz (Amtsgericht Regensburg HRB 15260) für das Geschäftsjahr vom 01. April 2023 bis 31. März 2024 wurde nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB (§§ 238 ff HGB) unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff HGB) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Vorschriften des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) gewählt.

Nach den in § 267 Abs. 2 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

2. Bilanzierung- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem vorangegangenen Geschäftsjahr unverändert beibehalten worden.

Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung war die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes (§ 253 Abs. 1 S. 1, Abs. 3 HGB). Bei den immateriellen Vermögensgegenständen und beweglichen Anlagegütern wurde die lineare Abschreibung gewählt.

Für die geringwertigen Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten 800,00 Euro nicht übersteigen, wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr die Sofortabschreibung in Anspruch genommen. Wirtschaftsgüter unter 250,00 Euro wurden aus Vereinfachungsgründen sofort als Betriebsausgabe erfasst.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Dabei wurden angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der Verwaltungsgemeinkosten mit einbezogen. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Zinsen des laufenden Geschäftsjahres wurden nicht in die Bewertung einbezogen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden mit ihrem Nennwert, vermindert um Einzel- und Pauschalwertberichtigungen, bewertet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert angesetzt.

Flüssige Mittel wurden zu Nominalwerten angesetzt (§ 253 Abs. 1 HGB).

Die Eigenkapitalpositionen wurden zum Nennwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen wurden mit dem nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Sie beinhalten alle bis zur Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 S. 1 HGB).

Sämtliche Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB).

3. Erläuterungen zur Bilanz

3.1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Höhe der Geschäftsjahresabschreibung je Posten ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Für die Abschreibungen der abnutzbaren immateriellen Vermögensgegenständen sowie der abnutzbaren Sachanlagen wurden die folgenden Nutzungsdauern zu Grunde gelegt:

Immaterielle Vermögensgegenstände 3 Jahre
Gebäude (Musterhaus) 33 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 13 Jahre

3.2. Vorräte

Für die in Ausführung befindlichen Bauaufträge wurden die Aufwendungen pro Bauvorhaben, auf separaten Konten, erfasst. Aktiviert wurden die Material- und Fertigungseinzelkosten, angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der Verwaltungsgemeinkosten. Zinsen wurden nicht in die Bewertung der Herstellkosten einbezogen.

Von den in Ausführung befindlichen Bauaufträgen wurden die erhaltenen Anzahlungen offen abgesetzt.

3.3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von 8.350,00 Euro (Vorjahr 8.750,00 Euro) ausgewiesen.

Die Forderungen und die übrigen sonstigen Vermögensgegenstände haben Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr.

Forderungen gegenüber Gesellschaftern

Es bestehen keine Forderungen gegenüber Gesellschaftern (Vorjahr 0,00 Euro) (§ 42 Abs. 3 GmbHG).

3.4. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Unter dem Posten Aktive Rechnungsabgrenzung sind Zahlungen bis zum Bilanzstichtag erfasst, die Aufwand für die folgenden Wirtschaftsjahre sind.

In den aktiven Rechnungsabgrenzungen sind keine Beträge für Disagien enthalten.

3.5. Aktive latente Steuern

Die latenten Steuern resultieren aus der unterschiedlichen Behandlung von verschiedenen Sachverhalten in der Handels- und Steuerbilanz. Es wurde ein Steuersatz von 30% der Bewertung zu Grunde gelegt. Bei diesen Sachverhalten handelt es sich um die Ausübung steuerlicher Wahlrechte bei der Abschreibung des Anlagevermögens, die Berechnung der Urlaubs- und Überstundenrückstellungen, der Rückstellung für Gewährleistungen, der Rückstellung für Aufbewahrungskosten und der Rückstellung für Betriebsprüfungen.

Die latenten Steuersalden entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:

01.04.2023 Veränderung 31.03.2024
aktive latente Steuer 3.013,80 € 417,00 € 3.430,80 €
passive latente Steuer 18.455,70 € -16.601,40 € 1.854,30 €
-15.441,90 € 17.018,40 € 1.576,50 €

3.6. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten (§ 268 Abs. 5 S. 1 HGB, § 285 Nr. 1 und Nr. 2 HGB) ergeben sich wie folgt:

davon mit einer Restlaufzeit
31.03.2024 bis 1 Jahr über 1 Jahr davon über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 42.104.840,49 € 71.027,27 € 42.033.813,22 € 0,00 €
Vorjahr 39.175.997,83 € 2.758.978,57 € 36.417.019,26 € 0,00 €
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 862.757,21 € 603.938,62 € 258.818,59 € 0,00 €
Vorjahr 892.017,62 € 720.359,19 € 171.658,43 € 0,00 €
sonstige Verbindlichkeiten 2.887.559,79 € 395.070,10 € 2.492.489,69 € 0,00 €
Vorjahr 1.099.018,03 € 310.694,83 € 788.323,20 € 0,00 €
Summe 45.855.157,49 € 1.070.035,99 € 44.785.121,50 € 0,00 €
Vorjahr 41.167.033,48 € 3.790.032,59 € 37.377.000,89 € 0,00 €

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 319.825,49 Euro (Vorjahr: 181.467,74 Euro) sowie Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit in Höhe von 6.937,43 Euro (Vorjahr: 6.648,59 Euro) enthalten.

Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte gesichert sind

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten, der durch Pfandrechte und ähnliche Rechte gesichert ist, beträgt 42.053.202,33 Euro. Die Besicherung erfolgte durch Grundschulden auf die Grundstücke des Umlaufvermögens, durch die Verpfändung von Kundenguthaben und durch Globalzession der Kaufpreisforderungen bei diesen Finanzierungen.

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter (Vorjahr 0,00 €) (§ 42 Abs. 3 GmbHG).

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.1. Aufgliederung von zusammengefassten Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

In dem Posten Steuern vom Einkommen und Ertrag sind Aufwendungen in Höhe von 17.018,40 Euro (Vorjahr - 8.739,87 Euro) aus der Anpassung der latenten Steuern enthalten

4.2. Ergebnisverwendung

Das Geschäftsjahr 2023/2024 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 123.200,86 Euro. Die Geschäftsführung schlägt vor, diesen auf laufende Rechnung vorzutragen.

5. Sonstige Pflichtangaben

5.1. Haftungsverhältnisse (§ 251 HGB)

Risiken aus Wechseln, Schecks und Gewährleistungsverträgen bestehen nicht. Es wurden keine Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten bestellt.

5.2. Größenabhängige Erleichterungen

Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen nach § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch.

5.3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Miet- und Pachtverträgen bestehen insgesamt Verpflichtungen in Höhe von 24T Euro, aus Leasingverträgen für PKW und E-Bikes bestehen Verpflichtungen in Höhe von insgesamt 131 T Euro.

5.4. Namen und Vergütungen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte durch Herrn Bernd Lechner (Dipl. Bau-Ing.) geführt.

Es wird von der Schutzvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

5.5. Gewährte Vorschüsse und Kredite an das Geschäftsführungsorgan

An das Geschäftsführungsorgan wurden keine Kredite und Vorschüsse gewährt.

5.6. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres in der Gesellschaft beschäftigt:

Arbeitnehmergruppe Zahl
Mitarbeiter im Vertrieb 1
Mitarbeiter in der Planung 4
Bauleiter 3
Verwaltungsangestellte 5

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt somit 13.

5.7. Nachtragsbericht

Berichtspflichtige Sachverhalten haben sich nicht ergeben.

Anlagenspiegel

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.04.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.931,38
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 5.931,38
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 876.625,26
2. technische Anlagen und Maschinen 6.089,21
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 132.554,23 10.070,82 39.119,71
Summe Sachanlagen 1.015.268,70 10.070,82 39.119,71
Summe Anlagevermögen 1.021.200,08 10.070,82 39.119,71
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.03.2024
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.931,38
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 5.931,38
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 876.625,26
2. technische Anlagen und Maschinen 6.089,21
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 103.505,34
Summe Sachanlagen 986.219,81
Summe Anlagevermögen 992.151,19
kumulierte Abschreibung 01.04.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.03.2024
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.930,38 5.930,38
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 5.930,38 5.930,38
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 25.253,70 19.106,00 44.359,70
2. technische Anlagen und Maschinen 2.741,21 609,00 3.350,21
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 81.403,23 14.186,82 39.119,71 56.470,34
Summe Sachanlagen 109.398,14 33.901,82 39.119,71 104.180,25
Summe Anlagevermögen 115.328,52 33.901,82 39.119,71 110.110,63
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.03.2024
EUR
Buchwert Vorjahr 31.03.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1,00 1,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1,00 1,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 832.265,56 851.371,56
2. technische Anlagen und Maschinen 2.739,00 3.348,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 47.035,00 51.151,00
Summe Sachanlagen 882.039,56 905.870,56
Summe Anlagevermögen 882.040,56 905.871,56

sonstige Berichtsbestandteile

 

Rötz, 03.12.2024

gez. Bernd Lechner

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 03.12.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

An die Rötzer Immobilien Development GmbH, Rötz

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Rötzer Immobilien Development GmbH, Rötz - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Rötzer Immobilien Development GmbH, Rötz für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Amberg, den 26. November 2024

HD BAYERN AUDIT AG
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Michael Strasser, Wirtschaftsprüfer

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