Helming Gebäudereinigung GmbH
Selbe AdresseAllgemeine Gebäudereinigung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Arthur Kuhlmann seit 2.7.2024 | Prokura |
Alexander Blum seit 25.4.2023 | Prokura |
Philipp Ernst Dr. Bringmann seit 2.8.2022 | Geschäftsführer |
Ferdinand Antonius Hartmann seit 30.4.2015 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Possehl Mittelstands-beteiligungen GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Schwarte Group GmbHEmsdettenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023eingetragen beim Amtsgericht Steinfurt im Handelsregister B unter der Nummer 10752BilanzAktiva
Passiva
1) Die geforderte Aufgliederung wird im
Anlagenspiegel dargestellt.
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis zum 31.12.2023Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der Schwarte Group GmbH, Emsdetten, für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Beachtung des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 2 i. V. m. Abs. 4 Satz 2 HGB) auf. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. Zugunsten eines verbesserten Einblicks in die Ertragslage wurde die Gewinn- und Verlustrechnung um den Posten "Ergebnis vor Steuern" erweitert. Abweichend zum Vorjahr werden die sonstigen Umsatzerlöse mit verbundenen Unternehmen (TEUR 1.032 / Vorjahr TEUR 1.295) unter Umsatzerlösen ausgewiesen und nicht wie im Vorjahr unter sonstige betriebliche Erträge. Die Änderung erfolgte vor dem Hintergrund der Umstellung auf umlagebasierte Erlösabrechnungen im Verbundbereich. Im Anhang wurden die größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften in Anspruch genommen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt - unverändert zum Vorjahr - nach den für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Fortführung des Unternehmens. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige - und falls erforderlich im Falle einer dauernden Wertminderung auch außerplanmäßige - Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Abschreibungsmethode vorgenommen. Im Berichtsjahr erfolgte eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von TEUR 91 aufgrund dauernder Wertminderung eines Vermögensgegenstandes. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände (ohne Patente, Markenrechte und Firmenwert) werden über einen Zeitraum von 2 bis 5 Jahren planmäßig abgeschrieben. Die Patente werden entsprechend ihrer verbleibenden Nutzungsdauer von 4 bis 16 Jahren und die Markenrechte über einen Zeitraum von 15 Jahren um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend ihrer Nutzungsdauer angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der linearen Abschreibungsmethode unter Zugrundelegung einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer zwischen 1 und 13 Jahren vorgenommen. Bei Gebäuden beträgt die Nutzungsdauer 9 bis 33 Jahre, bei Außenanlagen 19 Jahre. Zinsen für Fremdkapital werden bei keinem Posten des Anlagevermögens aktiviert. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis € 800 wurden im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben und als Abgang behandelt. Ausleihungen an verbundene Unternehmen werden zum Nennwert angesetzt. Für den Fall einer dauernden Wertminderung erfolgt eine Wertberichtigung. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgt zu den letzten Einstandspreisen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Neben Material- und Lohneinzelkosten sowie Sondereinzelkosten der Fertigung beinhalten sie auch angemessene Zuschläge für Material- und Fertigungsgemeinkosten. Zinsen für Fremdkapital werden nicht berücksichtigt. Zur verlustfreien Bewertung der Vorräte wurden niedrigere beizulegende Werte durch entsprechende Abwertungen berücksichtigt. Für Bestandsrisiken, die sich aus erhöhter Lagerdauer ergeben, wurde das Reichweitenverfahren angewandt. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden grundsätzlich gemäß § 268 Abs. 5 HGB offen von den Vorräten abgesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die geleisteten Anzahlungen auf Vorräte sind zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen in Höhe von 1 % des Nettobetrages Rechnung getragen. Flüssige Mittel werden zu Nennwerten bilanziert. Von dem Wahlrecht der Aktivierung latenter Steuern gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Das gezeichnete Kapital wurde zum Nennwert angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen passiviert. Die Ermittlung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgte unter Anwendung versicherungsmathematischer Methoden unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018G von Klaus Heubeck. Bei der Bewertung der Altersteilzeitrückstellung wird ein Gehaltstrend von 2,5 % (Vorjahr 2,5%) p.a. angenommen. Altersteilzeitrückstellungen werden mit einem laufzeitadäquaten Zinssatz von 0,99% (Vorjahr 0,45%) p.a. abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden - da ausschließlich kurzfristig - zum jeweiligen Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die Aufwendungen für Personalleasing (TEUR 30; Vorjahr TEUR 205) werden aufgrund konzerneinheitlicher Bilanzierungsvorschriften im Personalaufwand ausgewiesen. Bilanzerläuterungen A) Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter der Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel auf der Folgeseite dargestellt. Entwicklung des Anlagevermögens
B) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. In den Übrigen Forderungen sind Forderungen (Kautionen) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 97 (Vorjahr: TEUR 97) enthalten. C) Verbindlichkeiten Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte der Lieferanten. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 650 (Vorjahr: TEUR 1.092) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 6.837 (Vorjahr: TEUR 8.890) enthalten. Die Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. Die übrigen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung A) Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung Im Rohergebnis sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 18) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 19) enthalten. B) Erträge und Aufwendungen nach § 285 Nr. 31 HGB Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung in Höhe von TEUR 1.171 angefallen. Die außergewöhnlichen Aufwendungen resultieren aus außerplanmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände (Posten "Abschreibungen") sowie Rückbauverpflichtungen und Aufwendungen im Zusammenhang mit einer Betriebsänderung (Posten "sonstige betrieblichen Aufwendungen"). Sonstige Angaben A) Geschäftsführung Als Geschäftsführer sind bestellt:
Der ausgeübte Beruf entspricht ihrer Organstellung. Auf die Angabe von Geschäftsführerbezügen wird unter Bezug auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. B) Sonstige finanzielle Verpflichtungen
C) Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Am Bilanzstichtag bestanden Bürgschaftsverpflichtungen in Höhe von TEUR 200. Die Haftungsverhältnisse betreffen mit TEUR 200 solche zugunsten verbundener Unternehmen. Die verbundenen Unternehmen haben bis dato Zahlungsverpflichtungen eingehalten, so dass davon auszugeben ist, dass diese ihrer Verpflichtung auch weiterhin vertragsgemäß erfüllen werden. Mit einer Inanspruchnahme der Gesellschaft wird daher nicht gerechnet. D) Anzahl der Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter teilt sich wie folgt auf:
Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr durchschnittlich 0 (Vorjahr: 5) Leiharbeitnehmer beschäftigt. E) Konzernabschluss Es wird von der L. Possehl & Co. mit beschränkter Haftung mit Sitz in 23552 Lübeck, Beckergrube 38-52, ein Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen erstellt, in den die Schwarte Group GmbH zu 100 % einbezogen wird. Dieser wird im Unternehmensregister veröffentlicht. F) Nachtragsbericht Es haben sich keine berichtspflichtigen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 ergeben.
Emsdetten, 26. Januar 2024 Schwarte Group GmbH Ferdinand Hartmann, Geschäftsführer Dr.-Ing. Philipp Bringmann, Geschäftsführer Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis zum 31.12.2023A) Grundlagen des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist das Marketing, der Handel und Vertrieb, der Service, die Reparatur, das Ersatzteilgeschäft, die Produktion, die Beratung sowie sämtliche gewerbliche und handelsrechtliche Tätigkeiten in Bezug auf Produkte aus Edelstahl (CrNi) - insbesondere Transportfahrzeuge, Behälter bzw. Tanks sowie sämtliche dazugehörige Techniken und Technologien. Die Schwarte Group GmbH ist ein Unternehmen der Schwarte Group. Die Gesellschaft Schwarte Group GmbH ist an folgenden Standorten vertreten: Emsdetten (Fahrzeugbau) und Roßleben (Fahrzeugbau). Darüber hinaus komplettieren die Vertriebsgesellschaften in Österreich (Fahrzeugbau) und Dänemark (Fahrzeugbau; bis Ende 2023) sowie der Produktionsstandort in Polen (Koszalin - Fahrzeugbau) den Verbundbereich der Schwarte Group. Das Geschäftsmodell der Schwarte Group ist die Produktion von Fahrzeugen (Güllezubringer und Milchsammeltechnik). Soweit notwendig wird im Folgenden auch auf die einzelnen Standorte der Produktionsgesellschaften im Verbundbereich eingegangen. Die Schwarte Group GmbH bezieht Ihre Waren in Polen und vertreibt diese an Kunden in der Region Deutschland, Österreich und Schweiz (DACH) sowie Frankreich, Skandinavien und den Benelux- Ländern. Komplettiert wird das Produktportfolio der Schwarte Group GmbH am Standort Emsdetten mit der Durchführung von Reparaturen und Modernisierungen (z. B. nachträgliche Isolierung von Tankaufbauten) an Fahrzeugen sowie der Endmontage von Güllezubringern und Fahrzeugen zur Entsorgung anderer Biomassen. Die Schwarte Group GmbH gehört zur Lübecker Possehl-Gruppe, einem weltweit aufgestellten Mischkonzern. Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft betreffen die Umsatzerlöse sowie das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). B) Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 % niedriger als im Vorjahr 1. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland stagniert im Jahr 2023 aufgrund des nach wie vor krisengeprägten Umfelds. Die hohen Preise - trotz leicht rückläufiger Tendenz - dämpfen weiterhin die Konjunktur. Außerdem führen die steigenden Finanzierungskosten zu einer Abkühlung der Nachfrage im In- und Ausland. Insgesamt setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Nach den extremen Preisausschlägen im Vorjahr hat sich die Lage am Milchmarkt 2023 ein Stück weit normalisiert. Die Preise für Milchprodukte gaben im Vergleich zu ihren historischen Höchstmarken vom Frühjahr 2022 durchweg nach, blieben im langfristigen Vergleich aber in den meisten Segmenten überdurchschnittlich. Die Milchanlieferung stieg wieder leicht an, nachdem sie zwei Jahre in Folge gesunken war. Verglichen mit dem Allzeitrekord des Vorjahres sanken die Milcherzeugerpreise deutlich, erreichten mit rund 45,5 Cent je Kilogramm aber ihren historisch zweithöchsten Wert. In Hinblick auf das Jahr 2024 werden stabile Ergebnisse und vergleichsweise hohe Preise erwartet. Bei vergleichsweise niedrigen Milchbeständen wird erwartet, dass sich die Nachfrage stabil entwickelt und ein steigender Absatz die Preise stützt. 2. 2. Geschäftsverlauf Die Ergebnisgrößen der beiden Sparten Fahrzeug- und Behälterbau (seit 2022 keine Aktivitäten da gruppenintern übertragen) haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
* Der Ausweis der sonstigen Umsatzerlöse IC
erfolgt abweichend zum Vorjahr in den Umsatzerlösen
(TEUR 1.032 / VJ: TEUR 1.295)
Bis einschließlich 2021 betrieb das Unternehmen die beiden Sparten Behälterbau und Fahrzeugbau. Zu Beginn des Jahres 2022 wurde der Behälterbau (ausschließlich am Standort Roßleben / Thüringen) auf eine andere Konzerngesellschaft übertragen. Im Geschäftsjahr 2022 erfolgt diesbezüglich lediglich die Abwicklung eines Auftrages des Behälterbaus über die Schwarte Group GmbH. Der Standort Roßleben / Thüringen wurde im Zuge der Übertragung des Behälterbaus im Geschäftsjahr 2021 produktionstechnisch auf einen ausschließlichen Fahrzeugbaustandort umgestellt. Seit dem Jahr 2022 ist dieser komplett in den Fahrzeugbau integriert mit Schwerpunkt auf die Fertigung der Zubringer für Skandinavien. Im Laufe des Kalenderjahrs 2023 konnten am Standort Roßleben auch Kompetenzen für die Fertigung der Zubringer für den deutschen Markt aufgebaut werden. Insgesamt verlief für die Schwarte Group GmbH das Geschäftsjahr 2023 aufgrund des Jahresfehlbetrags unverändert nicht zufriedenstellend, auch wenn auf Basis der prognostizierten Umsatzsteigerungen das bereinigte EBIT deutlich besser im Vergleich zu unseren Prognosen für das Jahr 2023 sowie im Vergleich zu den letzten zwei vorangegangenen Geschäftsjahren ausgefallen ist. Das Geschäftsjahr 2023 verzeichnete ein negatives EBIT in Höhe von TEUR - 2.479 (Vorjahr TEUR -2.698). Im Rahmen des Vorjahresvergleiches ist zu berücksichtigen, dass im Geschäftsjahr 2023 belastende Sondereffekte in Höhe von TEUR 1.171 zu verzeichnen waren, die im Wesentlichen auf Wertkorrekturen im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände sowie auf Aufwendungen für Rückbauverpflichtungen und Verpflichtungen für die beschlossene und bereits eingeleitete Betriebsänderung am Standort in Emsdetten zurückzuführen sind. Das negative bereinigte EBIT des laufenden Geschäftsjahres hat sich somit im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.390 auf ein unverändert negatives bereinigtes EBIT in Höhe von TEUR -1.308 deutlich reduziert. Die Verbesserung des operativen Ergebnises vor Sondereffekten ist im Wesentlichen auf die höhere Gesamtleistung und daraus abgleitet auf einen höheren Rohertrag zurückzuführen. Die Lieferschwierigkeiten bei den Fahrgestellen haben sich bereits zu Beginn des Kalenderjahres 2023 größtenteils aufgelöst, sodass der Ausstoß in der Produktion auf das Niveau des Jahres 2021 gesteigert wurde. Zu Beginn des Jahres 2023 haben wir mit unseren Kunden Nachverhandlungen über die Verkaufspreise geführt, sodass wir die gestiegenen Materialkosten zumindest anteilig an unsere Kunden weitergeben konnten. Ferner wurden die Verkaufspreise grundsätzlich angehoben um die gestiegenen Material- und Energiekosten zu kompensieren. Der Auftragseingang in den ersten 7 Monaten des Geschäftsjahres 2023 war stabil auf hohem Niveau. Ab Mitte des 3. Quartal zeichnete sich eine Abkühlung der Nachfrage ab, die insbesondere auf die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland sowie auf den Anstieg der Finanzierungskosten zurückzuführen sind. Insgesamt konnte der relative Rohertrag gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert werden. Kostenseitig konnten die Personalaufwendungen um TEUR 453 reduziert werden. Trotz einer deutlichen Steigerung der Gesamtleistung und des Rohertrags konnte die Schwarte Group GmbH kein positives EBIT vor Sondereffekten erzielen. Ursächlich für das negative Ergebnis sind insbesondere Überkapazitäten und Ineffizienzen. Aus diesem Grund wurde Ende des Geschäftsjahres 2023 eine unternehmerische Entscheidung getroffen, den Mietvertrag am Standort in Emsdetten zu kündigen. Es ist geplant den Produktionsstandort in Emsdetten zu schließen und die Produktion der Zubringer an den Standort in Roßleben zu verlagern. Weitere Ausführungen sind im Prognosebericht enthalten. 3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 3.1. Ertragslage Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse +/- Bestandsveränderung) der Gesellschaft hat sich mit TEUR 27.485 gegenüber TEUR 23.999 im Vorjahr um ca. 14,5 % verbessert; die Entwicklung ist nahezu ausschließlich auf den gestiegenen Umsatz zurückzuführen. Die Erhöhung der Umsätze resultiert im Wesentlichen auf die Verfügbarkeit von Fahrgestellen, deren Lieferschwierigkeiten sich zu Beginn des Jahres 2023 größtenteils aufgelöst haben. Höhere Verkaufspreise haben ebenfalls zu einem positiven Effekt bei den Umsatzerlösen geführt. Im Berichtsjahr erfolgte eine Ausweisänderung, die den Umsatz um TEUR 1.032 erhöht hat; der korrespondierende Erlös ist in der Vorjahresperiode innerhalb des Posten "sonstiger betrieblicher Ertrag" ausgewiesen (TEUR 1.295). Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um TEUR 1.615 auf TEUR 158 im laufenden Geschäftsjahr gesunken (Vorjahr TEUR 1.773). Grund hierfür ist im Wesentlichen die vorgenannte Ausweisänderung eines Kontos von den sonstigen betrieblichen Erträgen in die Umsatzerlöse (TEUR 1.032 / Vorjahr TEUR 1.295) . Nach Bereinigung der Umgliederung ist ein Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge um TEUR 320 zu verzeichnen. Ursächlich für den Rückgang sind geringere periodenfremde Erträge (./. TEUR 198). Einhergehend mit der Erhöhung der Gesamtleistung (+14,5 %) hat sich der Materialaufwand im Vergleich zum Vorjahr nur um 2,3 % erhöht. Somit konnte der relative Rohertrag um rd. 4 %-Punkte gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Ursächlich für den Anstieg sind insbesondere höhere Verkaufspreise und Effizienzsteigerungen in der Produktion zu nennen. Der Personalaufwand ist mit TEUR 4.208 (Vorjahr TEUR 4.661) um ca. 10 % durch den Personalabbau sowie der Reduzierung der Ausgaben für in dieser Position ausgewiesene Leiharbeitskräfte gesunken. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist eine Erhöhung um TEUR 1.523 auf TEUR 3.842 zu verzeichnen. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf Aufwendungen für Rückbauverpflichtungen und Verpflichtungen für die beabsichtige Betriebsänderung am Standort in Emsdetten zurückzuführen. Das negative Zinsergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres hat sich aufgrund von Zinssatzanpassungen auf TEUR -226 (Vorjahr TEUR -166) um TEUR 60 erhöht. Insgesamt hat sich der Jahresfehlbetrag TEUR -2.723 (Vorjahr TEUR -2.873) reduziert. Zur finanziellen und bilanziellen Stärkung des Unternehmens hat die Gesellschafterin im Dezember 2023 eine weitere Einzahlung in die Kapitalrücklage von EUR 1,0 Mio. getätigt. 3.2. Finanzlage Die Schwarte Group GmbH war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit in der Lage, ihren fälligen Zahlungsverpflichtungen uneingeschränkt nachzukommen, da die Liquidität der Gesellschaft durch ein Cash- Pooling mit der Konzernobergesellschaft L. Possehl & Co. mbH in ausreichendem Maße gewährleistet wurde und wird. Die Verschuldung gegenüber L. Possehl & Co. mbH betrug zum Jahresende TEUR 6.837. Der Finanzmittelfonds bestehend aus Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten verringerte sich um TEUR 337 und betrug zum Jahresende TEUR 100. 3.3. Vermögenslage Die Bilanzsumme verringerte sich zum Stichtag auf TEUR 10.273 (Vorjahr: TEUR 13.510). Im Bereich des Anlagevermögens lagen die Abschreibungswerte (inklusive der außerplanmäßigen Abschreibungen in Höhe von TEUR 91) über den Investitionen des Geschäftsjahres. Zusätzlich wurde die Ausleihung an verbundene Unternehmen getilgt, sodass das Anlagevermögen insgesamt um TEUR 1.683 gesunken ist. Das Umlaufvermögen verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.530. Die Entwicklung resultiert aus der Reduzierung der Vorräte (./. TEUR 486) sowie der Reduzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (./. TEUR 253) und der Verringerung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen (./. TEUR 516). Die Reduzierung ist auf ein verbessertes Working-Capital-Management zurückzuführen. Auf der Passiva ist ein Rückgang der Verbindlichkeiten in Höhe TEUR 2.806 zu verzeichnen. Ursächlich für den Rückgang ist im Wesentlichen die Reduzierung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 2.495. Die Reduzierung ist insbesondere auf das verbesserte Working- Capital-Management sowie auf die Rückzahlung einer Ausleihung zurückzuführen. Im Bereich der Rückstellungen ist hingegen ein Anstieg um TEUR 1.292 zu verzeichnen. Dieser Anstieg ist insbesondere auf höhere Personalrückstellungen sowie Rückbauverpflichtungen und Verpflichtungen für die beabsichtige Betriebsänderung am Standort in Emsdetten zurückzuführen. C) Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht Die im Jahr 2023 begonnen Maßnahmen zur Konsolidierung werden auch im Geschäftsjahr 2024 fortgeführt. Der Fokus der Maßnahmen liegt dabei auf ein kontinuierliches Wachstum im Bereich der Milchfahrzeuge sowie den weiteren Aufbau unsere Marktposition in Frankreich und in Osteuropa. Im Vertrieb soll der Fokus auf den Abschluss von margenstarken Aufträgen liegen. Zusätzlich sind auch Maßnahmen für Kosteneinsparungen bei Material und Personal im Jahr 2024 angedacht. Neben Materialkosteneinsparungen sowie Produktivitätssteigerungen ist beabsichtigt durch die Schließung des Produktionsstandorts in Emsdetten Kosteneinsparungen zu erzielen. Hierfür wurden bereits erste Maßnahmen ergriffen, in dem der Mietvertrag zu Mitte des Jahres 2024 gekündigt wurde. Die Produktion der Zubringer soll in die Betriebsstätte Roßleben verlagert und die Reparaturarbeiten sollen durch einen externen Servicepartner angeboten werden. Das Aftersales- und Servicegeschäft sowie die Verwaltung sollen an einem kleineren Standort in Emsdetten fortgeführt werden. Die Veränderung am Standort in Emsdetten ist nötig, um den Geschäftsbetrieb der Schwarte Group GmbH zu sichern. Im Zusammenhang mit der Produktionsverlagerung der Zubringer in die Betriebsstätte Roßleben wird auch die Produktion der Zubringer für den skandinavischen Markt deutlich reduziert, um uns auf unser Kerngeschäft im DACH-Markt zu fokusieren. Das Ersatzteil- und Servicegeschäft in Skandinavien wird darüber hinaus ab dem 3. Quartal durch einen externen Servicepartner angeboten, der auch zukünftigt den Vertrieb der Neufahrzeuge für Dänemark übernehmen soll . Auch diese Maßnahmen führen zu weiteren Kosteneinsparungen im Jahr 2024. Aus den geplanten Änderungen erfolgt insgesamt keine Beeinträchtigung für unsere Kunden. Unter Berücksichtigung der geplanten Maßnahmen und der immer noch angespannten gesamtwirtschaftlichen Lage erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 auf Basis leicht rückläufiger Umsatzerlöse unverändert ein negatives EBIT, allerdings deutlich besser als das EBIT (./. TEUR 2.479) im Jahr 2023 und spürbar besser als das bereinigte EBIT (./. TEUR 1.308) des Geschäftsjahres 2023. Das EBIT wird durch die beabsichtige Betriebsänderung in den ersten zwei Quartalen zunächst negativ beeinflusst, da durch die Verlagerung der Produktion nach Roßleben und der Verlagerung des Reparaturgeschäfts an einen Servicepartner Ineffizienzen zu erwarten sind. Ebenso wirkt sich der doppelte Unterhalt des aufzulösenden und des neuen Standorts in Emsdetten negativ auf das EBIT aus. Nach Umsetzung der Maßnahmen im Jahr 2024 planen wir bereits für das Jahr 2025 mit einem Jahresüberschuss. Die finanzielle Stabilität der Schwarte Group GmbH ist durch die Einbindung in das Cash-Pooling der Possehl Gruppe unverändert gewährleistet. Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Erwartungen, Vermutungen und Prognosen der Geschäftsführung sowie den derzeit verfügbaren Informationen beruhen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. 2. Chancen- und Risikobericht Risiko- und Chancenmanagement-Systeme Die im Unternehmen eingesetzten Planungs-, Informations- und Kontrollsysteme erlauben uns eine zeitnahe Identifikation von Chancen und Risiken. In den Planungsprozessen werden konservative Annahmen getroffen und Chancen und Risiken in Betracht gezogen. Budgets und Forecasts werden regelmäßig dem Gesellschafter vorgelegt. Es werden Monatsabschlüsse und darauf basierende umfangreiche Analysen erstellt, die eine zeitnahe Feststellung von signifikanten Plan-Ist-Abweichungen ermöglichen. Aus den Analysen abgeleitete Maßnahmen werden in monatlichen Review-Meetings des Managements erörtert. Geopolitische Risiken Die geopolitischen Auseinandersetzungen zwischen Russland und der Ukraine und deren Folgewirkungen wirken sich weiterhin in Form erhöhter Energiepreise auf die Schwarte Group aus. Die Lieferengpässe der LKW-Hersteller und deren Zulieferer des Vorjahrs haben sich hingegen im Laufe des Jahres 2023 größtenteils aufgelöst. Vor dem Hintergrund der aktuell sehr schlecht einzuschätzenden geopolitischen Lage i. V. m. den damit verbundenen wirtschaftlichen Auswirkungen befinden wir uns als Schwarte Group weiterhin in einer Konsolidierungsphase im Hinblick auf die hieraus notwendigerweise einzuleitenden Maßnahmen. Absatzseitige Risiken und Chancen Grundsätzlich sehen wir nach wie vor unseren Markt als eine zukunftssichere Nische, in welcher wir einer der Marktführer sind und bleiben werden. Gleichwohl sehen wir uns aktuell - wie alle anderen Markbegleiter auch - großen Herausforderungen gegenübergestellt. Diesen gilt es mit den richtigen strategischen und operativen Maßnahmen entgegenzutreten. Durch den Bau von über 1.000 neuen Biogasanlagen in Frankreich sehen wir im Produktbereich Gülle- Zubringer einen Wachstumsmarkt und erkennen Parallelen zu dem Biogas-Boom in Deutschland in den Jahren 2012 - 2014, der sich auch in der Folgezeit als nachhaltig erwiesen hat. Vor dem Hintergrund der zuletzt stark gestiegenen Gaspreise sehen wir in diesem Bereich ein weiteres Wachstumspotenzial in den folgenden Jahren. Allerdings blieben die Absatzzahlen im Geschäftsjahr 2023 hinter den Erwartungen. Mit der Einführung eines speziell für den französischen Markt entwickelten Zubringers möchten wir weitere Marktanteile in Frankreich gewinnen. Zusätzlich konzentrieren wir uns auf die (Weiter-)Entwicklung der Fahrzeuge in der Sparte Milch, um auch in dem Segment weitere Marktanteile in Frankreich zu gewinnen. Durch unseren technologischen Vorsprung bei den Milch-Messanlagen sehen wir hohe Chancen bei der Erschließung bzw. Gewinnung von neuen Milchkunden. Neben dem französischen Markt schätzen wir Osteuropa als einen weiteren wesentlichen Wachstumsmarkt ein. Insbesondere im Baltikum verzeichnen wir eine hohe Nachfrage nach neuen Milch- Fahrzeugen. Darüber steigt auch die Nachfrage nach leistungsfähigen Milchmessanlagen, die wir bereits im DACH-Markt erfolgreich vertreiben. Im osteuropäischen Markt zeichnet sich somit ein Technologie-Upgrade ("Low-cost zu Stand-der-Technik") ab, sodass wir hohe Chancen bei der Erschließung des Marktes sehen. Risiken sehen wir durch höhere Belastungen, insbesondere durch die Erhöhung der Maut sowie durch die stufenweise Reduzierung der Agrardieselsubventionen und der beabsichtigten Streichung der Kfz-Steuer Befreiung für landwirtschaftliche Fahrzeuge, im operativen Geschäft unserer Kunden, die zu einer etwaigen Kaufzurückhaltung führen können. Darüber hinaus führte die Erhöhung des Leitzinssatzes im Jahr 2023 zu höheren Finanzierungskosten bei unseren Kunden, sodass bei weiteren Erhöhungen des Leitzinssatzes im Geschäftsjahr 2024 das Risiko einer weiteren Abkühlung der Nachfrage nach unseren Produkten nicht ausgeschlossen werden kann. Beschaffungsseitige Risiken Beschaffungsseitige Risiken ergeben sich insbesondere im Zusammenhang mit der aktuellen geopolitischen Krise und betreffen somit die bereits genannten Aspekte der gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise, damit einhergehende Risiken im Zusammenhang mit der sogenannten "Preis-Kosten Schere". Durch den Ausbau von Partnerschaften mit Schlüssellieferanten und den Abschluss von Rahmenverträgen (hier besonders bei den Edelstahlblechen) wird grundsätzlich versucht, mögliche Risiken in der Beschaffung zu minimieren. Risiken Finanzinstrumente In die Risikobetrachtung werden auch die verwendeten Finanzinstrumente einbezogen. Zu den verwendeten Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen die Forderungen und Verbindlichkeiten, die sich aus der laufenden Geschäftstätigkeit ergeben. Die Forderungen unterliegen einem Ausfallrisiko, das heißt dem Risiko, dass Geschäftspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen können und somit ein Ausfall der Forderung zu verzeichnen ist. Diesem Risiko wird über eine Beurteilung der Bonität der Kunden im Vorfeld des Eingehens einer Geschäftsbeziehung vorgesorgt und durch die laufende Überwachung entgegengewirkt. Damit wird das Risiko sowohl antizipativ als auch laufend in die Risikobeurteilung einbezogen. Daneben wird das Risiko bilanziell über Wertberichtigungen berücksichtigt. Auf den Einsatz derivativer Finanzinstrumente wird vollständig verzichtet. Chancen Digitalisierung und Innovation Die positive Entwicklung sowie das große Interesse unserer Kunden an der MilkMap hat zu der Entscheidung geführt, eine vollständig eigene und optimierte MilkMap (die sogenannte MilkMap 2.0) in Zusammenarbeit mit dem Possehl Startup "Possehl Analytics" zu entwickeln. Diese Entscheidung wurde vor allem vor dem Hintergrund getroffen, die Attraktivität des Produktes noch vor dem offiziellen Markt-Launch wesentlich zu optimieren und auch die Profitabilität der Anwendung für unser Unternehmen zu steigern. Die MilkMap 2.0 wurde im Jahr 2023 in den Markt eingeführt. Mit einer französischen Molkereigruppe mit ca. 190 Fahrzeuge konnten wir bereits einen großen Kunden gewinnen. Darüber hinaus gibt es weitere zahlreiche Interessenten, sodass wir davon ausgehen, dass wir im Geschäftsjahr 2024 weitere Kunden gewinnen werden. Chance Übernahme Lebensmittelsparte Bartec Die Muttergesellschaft der Schwarte Group GmbH, die PMB Prozesstechnologie GmbH, beabsichtigt die Lebensmittelsparte der Bartec Benke GmbH, dem wichtigsten Lieferanten der Schwarte Group im Bereich Mess- und Datentechnik, in 2024 herauszulösen und zu übernehmen. Nach erfolgtem Carve-out im ersten Quartal 2024 wird diese als Ultrakust GmbH firmieren. Es ist beabsichtigt die bereits bestehende Partnerschaft weiter auszubauen, insbesondere im Bereich der Forschung- & Entwicklung neuer Kundenlösungen. Durch diese Übernahme entstehen Synergien im Bereich Entwicklung und Technologie sowie im Produktportfolio. Risiken IT Zur stetigen Optimierung der IT-Sicherheit wurden neben den lokalen IT-Dienstleistern ein Cyber Security Unternehmen etabliert. Das Unternehmen wurde auf Konzernebene durch L. Possehl "eingeführt" bzw. steht den jeweiligen Gesellschaften der Possehl Gruppe über einen entsprechenden Dienstleistungsvertrag zur Verfügung. Risiken Fachkräftemangel Die Risiken erkennen wir vor allem bei Fachkräften in der Produktion und Entwicklung. Die für uns relevanten Märkte sind gekennzeichnet durch intensiven Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte sowie durch die Herausforderung, in der Öffentlichkeit als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Die Fluktuationsrisiken werden von uns vorausschauend identifiziert, um erfolgs- und geschäftskritische Kompetenzen im Unternehmen zu halten. Die Rekrutierung und das Binden von Fachkräften und Talenten gehören zu den höchsten Prioritäten in der Schwarte Group. Bestandsgefährdende Risiken sehen wir trotz der unverändert negativen Ertragslage und einer sich im Geschäftsjahr 2024 auf Basis unserer Planung abzeichnenden, unterjährigen bilanziellen Überschuldung nicht. Unsere Gesellschafterin hat die bilanzielle Solidität zum Stichtag der Schwarte Group GmbH durch eine weitere Einzahlung in die Kapitalrücklage von Mio. Euro 1,0 gestärkt. Eine Entscheidung über weitere Eigenkapitalmaßnahmen wird in Abstimmung mit der Gesellschafterin im letzten Quartal des Jahres 2024 getroffen. Des weiteren wurde von der L. Possehl, als alleiniger Finanzierungsgeber der Gesellschaft eine Kreditlinie gewährt, die die zukünftige Zahlungsfähigkeit der Schwarte Group GmbH sicherstellt. Weitere allgemeine Risiken werden, soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll, durch Versicherungen gedeckt. Das implementierte monatliche Berichtswesen ermöglicht es grundsätzlich, Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Dieses System werden wir fortlaufend weiter verbessern.
Emsdetten, 26. Januar 2024 Schwarte Group GmbH Ferdinand Hartmann, Geschäftsführer Dr.-Ing. Philipp Bringmann, Geschäftsführer Feststellung des Jahresabschlusses und Ergebnisverwendung Unsere alleinige Gesellschafterin, die PMB Prozesstechnologie GmbH, Lübeck, hat in der Gesellschafterversammlung vom 30. Mai 2024 den Jahresabschluss festgestellt und beschlossen, den Jahresfehlbetrag von € -2.723.303,46 gemeinsam mit dem Verlustvortrag von € -9.845.134,35 - zusammen € -12.568.437,81 - auf neue Rechnung vorzutragen. IN DEM VORSTEHENDEN ZUR OFFENLEGUNG BESTIMMTEN VERKÜRZTEN JAHRESABSCHLUSS WURDEN DIE GRÖBENABHÄNGIGEN ERLEICHTERUNGEN NACH § 327 HGB ZUTREFFEND IN ANSPRUCH GENOMMEN. ZU DEM VOLLSTÄNDIGEN JAHRESABSCHLUSS UND DEM LAGEBERICHT HABEN WIR FOLGENDEN BESTÄTIGUNGSVERMERK ERTEILT: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Schwarte Group GmbH, Emsdetten PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der Schwarte Group GmbH, Emsdetten - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Schwarte Group GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 22. Mai 2024 BDO
AG
gez. Winkler, Wirtschaftsprüfer gez. Wetzel, Wirtschaftsprüfer |
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