Reisemobile Schwarzenbek GmbH

Röntgenstraße 40, 21493 Schwarzenbek, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Lübeck HRB 15249 HL
Eingetragen
11.5.2011
Branche
Einzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder wenigerGroßhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehörGroßhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 t
Gegenstand
Handel mit Kraftfahrzeugen und Zubehör

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Mehdi Zadeh Ali
seit 20.10.2015
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

50.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Ramazan Ali Ali Zadeh
50.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Ramazan Ali Ali Zadeh
Rahel-Varnhagen-Weg 31, 21035 Hamburg
12.500 €
50.00%
Mehdi Ali Zadeh
12.500 €
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Reisemobile Schwarzenbek GmbH

Schwarzenbek

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1 Grundlagen des Unternehmens

Die Reisemobile Schwarzenbek GmbH (im Folgenden "Reisemobile" oder "Gesellschaft" genannt) ist ein familiengeführtes Unternehmen im Bereich des Reisemobilhandels. Wir beschäftigten Ende 2023 insgesamt 11 Mitarbeiter und hatten einen Jahresumsatz von ca. 25,4 Mio. EUR. Die Beschaffung der Fahrzeuge erfolgt hauptsächlich über Groß- und Einzelhändler, teilweise über private Fahrzeugveräußerungen, teilweise über Privatpersonen. Hauptabsatzmarkt des Unternehmens ist das Inland. Das Geschäftsmodell hat sich im Vergleich zum Vorjahr im Geschäftsjahr nicht geändert.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Branchensituation

Gemäß dem CIVD (Caravaning Industrie Verband e.V.) wächst die deutsche Freizeitfahrzeug-Industrie weiter und registriert aktuell wieder steigende Zahlen an Neuzulassungen. Die Branche blickt daher weiterhin optimistisch in die Zukunft. Die gestiegene Nachfrage nach Reisemobilen in Deutschland in den letzten Jahren hatte einen maßgeblichen Einfluss auf die positive Bestandsentwicklung.

2.2 Geschäftsentwicklung der Gesellschaft

Im Geschäftsjahr war der Geschäftsverlauf der Gesellschaft trotz andauerndem Krieg in der Ukraine positiv. Entgegen der prognostizierten Erwartung im Vorjahr ging der Umsatz im Vergleich leicht zurück und auch das Jahresergebnis liegt unter dem Ergebnis des Vorjahres. Beides resultiert aus einer geringeren Anzahl an verkauften Reisemobilen gegenüber dem Geschäftsjahr 2022.

Insgesamt sind wir mit der Entwicklung des Geschäftsjahres sehr zufrieden.

Das Ergebnis setzt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt zusammen:

2023 2022 Veränderung
in %
Operatives Ergebnis TEUR 1.220 TEUR 1.323 -8 %
Finanzergebnis TEUR -117 TEUR -52 125 %
Steuern vom Ertrag TEUR -328 TEUR -377 -13 %
Jahresergebnis TEUR 776 TEUR 894 -13 %

2.2.1 Ertragslage

Die Umsatzerlöse haben sich um 1,6 Mio. EUR von 27,0 Mio. EUR im Vorjahr auf 25,4 Mio. EUR im Geschäftsjahr verringert. Der Rückgang der Umsatzerlöse resultiert aus einem Rückgang bei der Anzahl der verkauften Reisemobile.

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

2023 2022 Veränderung
in %
Verkaufserlöse TEUR 25.342 TEUR 26.907 -6 %
Provisionserlöse TEUR 103 TEUR 126 -18 %
Erlösschmälerungen TEUR -12 TEUR -9 31 %
Summe TEUR 25.433 TEUR 27.024 -6 %

Insgesamt haben wir im Geschäftsjahr 454 Reisemobile verkauft (Vorjahr: 479).

Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen im Geschäftsjahr TEUR 386,6. Im Wesentlichen ergeben sich die sonstigen betrieblichen Erträge aus der Auflösung von Gewährleistungsrückstellungen, Versicherungsentschädigungen und den Sachbezügen des PKW-Eigenverbrauchs der den Mitarbeitern zur Verfügung gestellten Fahrzeugen.

Der Materialaufwand verringerte sich von TEUR 23.856 auf TEUR 22.110. Die Materialeinsatzquote bezogen auf die Gesamtleistung betrug 87 %.

Die Personalaufwendungen betragen TEUR 1.938 (Vorjahr: TEUR 1.604) und haben sich somit um TEUR 334 (um 21 %) im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Grund hierfür sind Gehaltserhöhungen und Tantiemezahlungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen TEUR 496 (Vorjahr: 413) und liegen um TEUR 83 (um 20 %) über dem Vorjahreswert.

2.2.2 Finanzlage

Im Jahr 2023 ist ein positiver Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von TEUR 830 erzielt worden. Dieser ergibt sich im Wesentlichen aus der Zunahme der Passiva (TEUR 892) sowie aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 776. Aus der Investitionstätigkeit ergab sich ein negativer Cashflow von TEUR 1.703 im Wesentlichen bedingt durch Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen. Der positive Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR 668 und wurde durch die Auszahlung von Krediten und gezahlten Zinsen erzielt. Aufgrund der mit den Banken langjährig festgeschriebenen Finanzierungsbedingungen standen ausreichend liquide Mittel zur Verfügung.

Die liquiden Mittel betragen zum 31.12.2023 TEUR 446.

2.2.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich am Bilanzstichtag um 2,4 Mio. EUR auf EUR 12,2 Mio. (Vorjahr: EUR 9,8 Mio.). Diese Veränderung resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung des Warenbestandes im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 693 Mio. auf EUR 9,3 Mio. und einer Erhöhung des Anlagevermögens um 1,7 Mio. EUR auf 1,9 Mio. EUR. Im Jahr 2023 wurde ein Grundstück erworben, auf dem ein neues Firmengebäude zum Verkauf und zur Ausstellung der Fahrzeuge errichtet werden soll.

Das Eigenkapital beträgt TEUR 5.708 (Vorjahr: TEUR 4.933). Die Eigenkapitalquote beträgt 47% (Vorjahr: 50%). Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt überwiegend durch liquide Mittel und Einkaufsfinanzierungen über Kreditinstitute. Zum Stichtag bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 4.156 (Vorjahr: TEUR 3.371). Davon sind Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.159 (Vorjahr: TEUR 2.666) mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr zu bewerten. Wir waren jederzeit in der Lage den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

2.2.4 Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt beschäftigte unsere Gesellschaft 10 Mitarbeiter (Vorjahr: 11 Mitarbeiter).

2.2.5 Beschaffungsmarkt

Unsere Gesellschaft bezieht ihre Reisemobile überwiegend von Großhändlern und privaten Verkäufern.

3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die Geschäftsführung beobachtet laufend die Marktentwicklung der Reisemobilbranche. So können mögliche Risiken erkannt und entsprechende Maßnahmen zur Risikominimierung ergriffen werden.

Soweit Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Wesentliche Risiken bei den Verbindlichkeiten bestehen nicht. Derivatgeschäfte wurden nicht getätigt.

Die wesentlichen Risiken können sich aus den Bereichen Branchenrisiko, Produktrisiko, Forderungsausfallrisiko- und Liquiditätsrisiko ergeben.

3.1.1 Branchenrisiko

Die weitere Entwicklung des Gesamtmarktes für Reisemobile wird als potenzielles Risiko angesehen. Die Anschaffung eines Reisemobiles hängt von der wirtschaftlichen Situation des Einzelnen ab. Sofern sich das verfügbare Einkommen des Einzelnen verändert, könnte sich dies direkt auf die bisherige Nachfrage auswirken. So kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich die andauernd hohen Lebenshaltungskosten zusätzlich auf die Nachfrage nach Reisemobilen auswirkt.

Ein bedeutendes Risiko besteht in kurzfristigen Verschärfungen von Gesetzen und Regulierungen, die deutlich erhöhte Investitionen sowie laufende Kosten nach sich ziehen, aber auch das Kundenverhalten ändern könnten. In Europa, Nordamerika und weiteren Ländern bestehen bereits mittel- bis langfristige Ziele zur Reduzierung von Verbrauch und CO 2 -Emissionen der Fahrzeuge. Dabei kann verändertes Kundenverhalten nicht nur durch neue Bestimmungen, sondern auch durch Veränderungen von Einstellungen, Werten, Umwelteinflüssen sowie Kraftstoff- und Energiepreisen induziert sein. Sollten sich Kraftstoffpreise weiterhin drastisch verteuern, könnte dies zu einem ungünstigen Kaufklima für Reisemobile beitragen.

Als zusätzliches Marktrisiko kommt eine restriktive und zurückhaltende Vergabe von Krediten durch die Banken an Händler von Freizeitfahrzeugen in Betracht. Eine Kürzung von Kreditlinien führt bei Händlern in der Konsequenz zur Bestandsgefährdung und zu Ausfallrisiken. Dieses Risiko könnte beträchtlich sein. Verschiedene Händler leiden ohnehin unter einer schwachen Liquiditäts- und Kapitalausstattung. Ein Ausfall von Handelsbetrieben könnte das Händlernetz und damit die Marktabdeckung, die Vertriebskraft und den Absatz wesentlich beeinträchtigen. Im Bereich der Elektromobilität, des autonomen Fahrens und der fortschreitenden Digitalisierung stehen Investitionen in Hardware, aber auch in Prozesse und Personalentwicklung an, die einen Umbruch im Reisemobilehandel mit sich bringen werden.

Den aufgezeigten Risiken begegnet die Geschäftsführung durch eine ständige Marktbeobachtung und Überwachung der Rentabilität der einzelnen Geschäftsvorfälle.

3.1.2 Produktrisiko

Das Risiko der Gewährleistungsinanspruchnahme wegen Fahrzeugmängeln wird dadurch verringert, dass die Gesellschaft eine eigene Werkstatt unterhält, die bei vom Kunden vorgetragenen Fahrzeugmängeln eine Reparatur ausführen kann. Dies führt zu einer zügigen und kostengünstigen Beseitigung von Produktmängeln, so dass eine streitige Auseinandersetzung mit Kunden im Regelfall vermieden werden kann.

3.1.3 Forderungsausfallrisiko

Das Forderungsausfallrisiko betrifft das Risiko, dass der Kunde seinen vertragsgemäßen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt.

Dieses Risiko wird als gering eingeordnet, da die tatsächliche Übergabe der Fahrzeuge erst erfolgt, wenn die Zahlung des Kaufpreises eingegangen ist oder die Finanzierungszusage einer Bank vorliegt. Zudem besteht bis zur vollständigen Bezahlung ein Eigentumsvorbehalt an den Fahrzeugen.

3.1.4 Liquiditätsrisiko

Die Gesellschaft hat sicherzustellen, dass die Zahlungsfähigkeit, insbesondere für die Einkaufsfinanzierung, jederzeit gegeben ist. Dies erfolgt im Wesentlichen durch eigene, liquide Mittel, Lieferantenverbindlichkeiten und Einkaufsfinanzierungen durch Kreditinstitute.

3.1.5 Gesamteinschätzung der Risikosituation

Der Geschäftsführung sind aktuell nach den derzeit bekannten Informationen keine Entwicklungen bekannt, die bestandsgefährdend oder geeignet sind, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich negativ zu beeinträchtigen.

Im Vergleich zum Vorjahr ergeben sich damit keine wesentlichen Veränderungen in der Risikoeinschätzung. Insbesondere liegen derzeit keine Risiken vor, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten.

3.2 Prognose und voraussichtliche Entwicklung

Insgesamt zeigt der Reisemobilmarkt aktuell eine unverändert hohe Nachfrage nach Reisemobilen. Diese Entwicklung lässt uns optimistisch in die Zukunft schauen. Insgesamt gehen wir daher auch für das Jahr 2024 von vergleichbaren Umsatzerlösen bei einem in etwa in gleicher Höhe erwarteten Ergebnis vor Steuern aus.

 

Schwarzenbek, 17. Oktober 2024

Herr Mehdi Ali Zadeh, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.891.182,70 192.948,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.488,00 4.889,00
1. Geschäfts- oder Firmenwert 3.488,00 4.889,00
II. Sachanlagen 1.887.694,70 188.059,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.666.570,70
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 221.124,00 188.059,00
B. Umlaufvermögen 10.253.116,29 9.589.925,01
I. Vorräte 9.255.415,40 8.562.103,09
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 551.656,19 376.872,86
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 446.044,70 650.949,06
C. Rechnungsabgrenzungsposten 30.435,00 4.582,00
Summe Aktiva 12.174.733,99 9.787.455,01

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 5.708.342,98 4.932.608,68
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 195.000,00 195.000,00
III. Gewinnvortrag 4.712.608,68 3.818.808,06
IV. Jahresüberschuss 775.734,30 893.800,62
B. Rückstellungen 842.587,00 681.672,00
C. Verbindlichkeiten 5.623.804,01 4.173.174,33
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.155.616,31 3.371.067,12
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.857.155,61 2.665.467,12
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2.298.460,70 705.600,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.120.097,68 381.272,02
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 392.710,18 381.272,02
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 727.387,50
3. sonstige Verbindlichkeiten 348.090,02 420.835,19
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 245.790,02 420.835,19
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 102.300,00
Summe Passiva 12.174.733,99 9.787.455,01

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 3.709.296,36 3.389.326,42
2. Personalaufwand 1.938.201,59 1.603.517,88
a) Löhne und Gehälter 1.784.100,30 1.483.232,23
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 154.101,29 120.285,65
davon für Altersversorgung 11.097,12 10.840,80
3. Abschreibungen 53.465,67 49.330,56
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 53.465,67 49.330,56
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 496.403,99 412.571,99
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 148,39 933,26
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 116.596,77 52.454,59
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 327.487,32 377.300,51
8. Ergebnis nach Steuern 777.289,41 895.084,15
9. sonstige Steuern 1.555,11 1.283,53
10. Jahresüberschuss 775.734,30 893.800,62

Anhang

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Reisemobile Schwarzenbek GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Schwarzenbek
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Lübeck
Register-Nr.: 15249

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 wurde unter Anwendung der handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Dabei wurden die allgemeinen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 238 bis 263 HGB) sowie die ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264- 289a HGB) beachtet.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen angesetzt.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen (Nutzungsdauer zwischen 3 und 15 Jahren) angesetzt. Die Zugänge an geringwertigen Wirtschaftsgütern mit einem Wert bis zu EUR 800,00 werden im Geschäftsjahr in voller Höhe abgeschrieben.

Das Vorratsvermögen wird zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips nach § 253 Abs. 4 HGB bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit den Nominalwerten angesetzt.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sowie die Kassenbestände sind mit den Nominalwerten angesetzt.

Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet worden und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres wurden beibehalten.

Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist dem folgendem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Der entgeltlich erworbene Firmenwert wurde aktiviert und über die individuell betriebliche Nutzungsdauer von 15 Jahren linear abgeschrieben. Dabei wurde bei der Schätzung der betrieblichen Lebensdauer des Unternehmens das Lebensalter des Gesellschafters von 55 Jahren bei Erwerb des Kundestamms im Jahr 2011 berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr sowie das Vorjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten sowie Ansprüche aus Gewährleistungen

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von EUR 1.120.097, 68 (Vorjahr: EUR 381.272,02).

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestanden zum 31. Dezember 2023 nicht.

Anlagenspiegel

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge Abgänge-
EUR
Abschreibungen Zuschreibungen- vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- Firmenwert 21.000,00 1.401,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 21.000,00 1.401,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 1.666.570,70
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 322.346,35 130.791,34 52.706,34
161.502,03-
Summe Sachanlagen 322.346,35 1.797.362,04 52.706,34
161.502,03-
Summe Anlagevermögen 343.346,35 1.797.362,04 54.107,34
161.502,03-
Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- Firmenwert 3.488,00 4.889,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 3.488,00 4.889,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.666.570,70 0,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 221.124,00 188.059,00
Summe Sachanlagen 1.887.694,70 188.059,00
Summe Anlagevermögen 1.891.182,70 192.948,00

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Sonstige Angaben

Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2023 war Herr Mehdi Ali Zadeh, Kaufmann.

Durchschnittlich wurden im Geschäftsjahr 10 Arbeitnehmer (Vorjahr: 11) beschäftigt, davon 9 vollzeitbeschäftigte- und 1 teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter.

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern vor den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 775.734,30 auf neue Rechnungen vorzutragen.

Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrags ergibt sich ein Betrag von EUR 5.488.342,98 der zu verwenden ist.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres: Der Ukraine-Krieg, der im Februar 2022 begann, dauert auch im Jahr 2024 an. Die mittel- und langfristigen Konsequenzen für die Weltwirtschaft, die deutsche Wirtschaft und unser Unternehmen sind zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Abschlusses nicht absehbar.

 

Schwarzenbek, 17. Oktober 2024

Die Geschäftsführung

sonstige Berichtsbestandteile

 

gez. Mehdi Ali Zadeh

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 19.03.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Reisemobile Schwarzenbek GmbH, Schwarzenbek:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Reisemobile Schwarzenbek GmbH, Schwarzenbek, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023, der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Reisemobile Schwarzenbek GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 11. Dezember 2024

NPP Niethammer, Posewang & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Stephan Buchert, Wirtschaftsprüfer

Sven Ole Raap, Wirtschaftsprüfer

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