TNG Technology Consulting GmbH
Beta-Straße 13, 85774 Unterföhring, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Endres seit 14.4.2021 | Geschäftsführer |
Robert Dr. Dahlke seit 10.8.2015 | Geschäftsführer |
Henrik Klagges seit 9.10.2001 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 25.10% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
TNG Technology Consulting GmbHUnterföhringJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231 Grundlagen der Gesellschaft 1.1 Die Firma Die TNG Technology Consulting GmbH (nachfolgend "TNG" oder die "Gesellschaft") ist eine wertegetriebene, partnerschaftliche Unternehmensberatung mit dem Fokus auf High End-Informationstechnik. Die Firma liefert Dienstleistungen in den drei Bereichen agile Softwareentwicklung, künstliche Intelligenz und DevOps / Cloud, die wir auch in Projekten kombinieren können. 1.2 Kunden und Konkurrenz Die Kunden von TNG sind große Konzerne und große Mittelständler, aber auch Startups. Sie sollen durch die Innovationskraft von TNG signifikante IT- Wettbewerbsvorteile erzielen. TNG steht innerhalb seines Kundenkreises regelmäßig im Wettbewerb mit den global agierenden ITK-Firmen (Informations- und Kommunikationstechnologie- Firmen). Um sowohl gegen diese als auch gegen die lokalen Mitbewerber zu bestehen, fokussiert sich TNG auf wirtschaftlich starke Kunden, zum Beispiel DAX-Konzerne oder internationale Großfirmen, etwa aus den USA, und geht mit ihnen langfristige Geschäftsbeziehungen ein. 1.3 Konservativere Strategie in 2023 Nachdem wir in den Jahren 2021 und 2022 unsere traditionell offensive Wachstumsstrategie verfolgen konnten, haben wir im Geschäftsjahr 2023 aufgrund der Rezessionstendenzen in Deutschland wieder auf eine konservativere Strategie zurückgeschaltet, z.B. bezüglich des Umfangs der Einstellung neuer Mitarbeiter. 1 1.4 Zweigniederlassungen und Tochtergesellschaften 1.4.1 Zweigniederlassungen Die TNG Technology Consulting GmbH verfügt über zwei Zweigniederlassungen in anderen Mitgliedsländern der Europäischen Union. Beide Zweigniederlassungen fokussieren sich auf das Erbringen von Dienstleistungen im Bereich IT-Consulting und Softwareentwicklung für das Mutterunternehmen, welches diese Leistungen im Rahmen von Kundenprojekten nutzt und weiterverkauft. Die Zweigniederlassungen haben außer zur Muttergesellschaft aktuell keine eigenen Kundenbeziehungen, können diese aber bei Gelegenheit entwickeln. Deren Verwaltungsaufgaben werden zum überwiegenden Teil von der deutschen Mutter übernommen.
TNG hat das Ziel, dass die Zweigniederlassungen weiter wachsen. 1.4.2 Tochtergesellschaften Gerade in Zielländern, die nicht Mitglied der Europäischen Union sind, verfolgt TNG die Strategie, eigene Tochterfirmen zu gründen, die in einer im Zielland üblichen Rechtsform bestehen. Die Tochterfirmen sind zu 100 % im Eigentum der deutschen TNG Technology Consulting GmbH. Sie werden von ihr strategisch und teils operativ gesteuert, verfügen aber auch über eine signifikante Autonomie und Selbstverantwortung. Zum Bilanzstichtag hatte TNG zwei Tochterfirmen, nämlich die bereits in Vorjahren bestandene Tochtergesellschaft in Australien sowie die im Geschäftsjahr 2023 in Oxford, Vereinigtes Königreich, neu gegründete TNG Technology Consulting UK Ltd.
2 Forschung und Entwicklung TNG stellt als "The Next Generation" an sich den Anspruch, im Markt für Informationstechnologiedienstleistungen technisch mit führend zu sein. Entsprechend werden bis zu 10 % aller geleisteten Arbeitsstunden der Forschung, Fortbildung und Entwicklung gewidmet, im Geschäftsjahr 2023 waren es wie im Vorjahr rund 8 %. Die TNG-Mitarbeiter konnten an vielen externen Fachkonferenzen und Schulungen teilnehmen. Rund 50 externe Experten und Vordenker waren zu Fachvorträgen und Workshops bei TNG eingeladen. Gut 45 Vorträge wurden durch TNGler außerhalb von TNG gehalten, teils im europäischen Ausland. Außerdem organisierte TNG wieder den Big Techday ("BTD") in München, eine IT-Konferenz mit internationalen Sprechern. Der größte Teil der 41 Vorträge erfolgte live vor Ort, und die Zahl der Vor-Ort-Teilnehmer stieg nach rund 1.200 im Vorjahr auf nun 1.500. Zusätzlich wurden die meisten Vorträge auch online übertragen. Viele neue Ideen wurden ausprobiert, sowohl im kleinen Rahmen, in Form von Praktikantenprojekten, als auch im großen Rahmen, bei Pilotprojekten, die wir als Schlüssellieferant für die Innovationsabteilungen mehrerer Konzerne durchführen durften. 3 Wirtschaftsbericht 3.1 Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft 3.1.1 Gesamtwirtschaft Laut dem Statistischen Bundesamt schrumpfte das deutsche Bruttoinlandsprodukt in 2023 preisbereinigt um 0,3 %. Damit konnte sich die deutsche Wirtschaft, auch im internationalen Vergleich, leider nicht gut behaupten. (Quelle: Statistisches Bundesamt, "Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen / Bruttoinlandsprodukt", Stand 23. Februar 2024, http://www.destatis.de). Auffällig war, dass das erste Quartal 2023 noch das beste BIP-Wachstum aufwies, das letzte Quartal dagegen das schlechteste, nämlich den größten Rückgang. 3.1.2 Branche Laut dem Branchenverband Bitkom wuchs das Geschäft mit IT-Dienstleistungen im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 5,1 %. Wie in den Vorjahren bereits typisch, war dieses Wachstum deutlich höher als das Wachstum der Gesamtwirtschaft (Quelle: BITKOM, "ITK-Marktzahlen", Januar 2024). Über den Jahresverlauf 2023 trübte sich die von TNG wahrgenommene Lage jedoch zunehmend ein, was zur Quartalsentwicklung des Bruttoinlandsprodukts passt. 3.2 Geschäftsverlauf 3.2.1 Umsatz- und Auftragsentwicklung TNG möchte sich bewusst so flexibel aufstellen, dass die Firma vom Kleinstprojekt mit 10 Consultingtagen bis hin zu Großaufträgen mit 135 gleichzeitig für einen Kunden aktiven Consultants alle von Kunden gewünschten Komplexitäten und Auftragsvolumina abdecken kann. TNG weiß aus der Erfahrung vergangener Wirtschaftskrisen, insbesondere aus den Jahren 2001 (Dotcom-Blase), 2008-2009 (Weltfinanzkrise) und 2020-2021ff (Coronapandemie), dass Kunden auch größere Projekte ohne Vorankündigung innerhalb weniger Tage beenden können. Dies kann sogar entgegen der bestehenden vertraglichen Beauftragung geschehen. Deshalb ist unsere Gesellschaft vorsorglich so organisiert, dass bei Bedarf sehr viel Zeit der Partner und Associate Partner auf die Akquise von Neugeschäft sowie auf die Sicherung des Bestandsgeschäfts fokussiert werden kann. Diese Akquisekompetenz und intensiven Akquisetätigkeiten hatten noch im Vorjahr für ein mit 23,8 % sehr großes Mitarbeiterwachstum gesorgt, welches durch den Vergleich der an den jeweiligen Bilanzstichtagen bestehenden Mitarbeiteranzahl ermittelt wird und einen nicht-finanziellen Leistungsindikator darstellt. Trotz der Aufrechterhaltung der hohen Akquiseintensität gelang uns im Geschäftsjahr 2023 nur ein Mitarbeiterwachstum von 10,4 % innerhalb der deutschen Gesellschaft und 11,1 % unter Einbezug aller Tochterunternehmen. Das Mitarbeiterwachstum lag damit leicht unterhalb unserer Prognose, welche wir für 2023 aufgrund der bereits sichtbaren Entlassungswellen im IT-Markt auf 10-18 % bei einem Mittelwert von 14 % angesetzt hatten. Zwar hätten wir wesentlich mehr Mitarbeiter einstellen können, da es sehr viele Bewerbungen gab. Aufgrund der sichtbaren Rezession in Deutschland haben wir aber bewusst stark bei den Einstellungen gebremst. Diese sehr dynamische, aktive Steuerung der Einstellungen geschah eng abgestimmt mit der Gewinnung von Neugeschäft und dem Ersatz für auslaufende Projekte. Dies geschah praktisch nahtlos, sodass keine oder nur minimale Auslastungslücken auftraten. TNG konnte sowohl alle neuen als auch die - aufgrund des Auslaufens bestehender Aufträge - freiwerdenden Consultants neuen, fakturierbaren Projekten zuordnen. Durch höhere Kundenachfrage und die gegenüber dem Vorjahr insgesamt höhere Zahl an TNG-Consultants bei gleichzeitiger hoher Auslastung stiegen auch die an Kunden verrechneten Stunden. Daher wuchs der Umsatz von T€ 95.773 im Vorjahr um 22,4 % auf T€ 117.235 im Geschäftsjahr 2023. Das Umsatzwachstum, welches einen finanziellen Leistungsindikator darstellt, lag somit am oberen Ende der Bandbreite unserer Prognose, welche wir mit 12 bis 22 % bei einem Mittelwert von etwa 17 % angesetzt hatten. Wie prognostiziert, fiel das Umsatzwachstum höher als das Mitarbeiterwachstum aus. Tatsächlich war der Effekt größer als prognostiziert, was auf gut verkauftes und fakturierbares Neugeschäft zu auskömmlichen Preisen, höher als im Bestandsgeschäft, sowie teilweise auf gestiegene Preise im einstelligen Prozentbereich beim Bestandsgeschäft zurückführen ist. Der Gewinn vor Steuern, welcher ebenfalls einen finanziellen Leistungsindikator darstellt, wuchs im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr und überproportional im Vergleich zum Umsatz. Er stieg im Vergleich zum Vorjahr von T€ 6.450 um T€ 4.067 entsprechend um 63,1% auf T€ 10.517. Das Gewinnwachstum fiel damit besser als die Prognose aus, sowohl für die Gesellschaft als auch für die gesamte Gruppe, die einen Gewinnanstieg proportional zum geplanten Umsatzanstieg vorsah. Zwar wurde ein höherer Wert als prognostiziert von der Geschäftsführung als erstrebenswert angesehen, um eine befürchtete, langfristige Margenerosion zu verhindern und eine Stärkung der Eigenkapitalbasis zu ermöglichen. Sie war aber nicht erwartet worden. Dass ein überproportionaler Gewinnanstieg tatsächlich erreicht wurde, liegt an einer Kombination vieler Einzelfaktoren. Zu den Einzelfaktoren gehören neben der hohen Auslastung unserer Consultants, dem gut verkauften Neugeschäft und den teilweise etwas gestiegenen Preisen für das Bestandsgeschäft auch Einsparungen und die Reduktion von Aufwendungen. Gespart wurde beispielsweise durch das Aufgeben teurer Mietflächen bei gleichzeitigem Anmieten wesentlich preiswerterer Flächen im Bestandsgebäude in Unterföhring, welche zudem für unsere Nutzungsszenarien, gerade die internen Techdays, als großzügig und sehr geeignet angesehen werden. Ebenso wurde bei unserem experimentellen Herbstretreat auf die Kosten geachtet, indem dieser in den eigenen Räumen in Unterföhring veranstaltet wurde. Durch das stark gebremste Einstellungstempo fielen auch die internen und externen personalbezogen Aufwendungen niedriger aus als geplant. Daneben waren die Rekrutierungsaufwendungen niedriger als im Vorjahr. In Summe sehen wir durch das Mitarbeiter- und Umsatzwachstum, welches auch in einem Rezessionsjahr wie 2023 noch jeweils zweistellig ausfiel, und durch den erhöhten Gewinn vor Steuern, welcher den prognostizierten Mittelwert übertraf, die postulierte Akquisitionskraft des Unternehmens in der Realität bestätigt. Die Lage der Gesellschaft wird daher als positiv beurteilt und mit dem Verlauf der Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2023 war die Geschäftsführung zufrieden. 3.2.2 Beschaffung Freiberufler oder andere Externe, zum Beispiel Outsourcer, werden durch TNG nicht aktiv gesucht und subkontrahiert, außer in relativ seltenen Sondersituationen, zum Beispiel wenn ein Kunde dies wünscht oder der Unterlieferant einen wichtigen Kapazitätsengpass beheben oder wertvolles Spezialwissen beisteuern kann. Solche Sonderwünsche traten auch im Geschäftsjahr 2023 kundenbedingt ein. TNG bezog, wie bereits im Vorjahr, nun auch im Geschäftsjahr 2023 zum zweiten Mal wesentliche Leistungen von ihrer australischen Tochterfirma TNG Technology Consulting ANZ Pty Ltd. Diese beliefen sich auf eine Höhe von T€ 2.562 nach vorjährig T€ 2.099. Von der im Laufe des Geschäftsjahres 2023 neu gegründeten Tochterfirma TNG Technology Consulting UK Ltd. wurden Leistungen in Höhe von T€ 81 bezogen. Dadurch erhöhten sich die Aufwendungen für bezogene Leistungen in absoluten Zahlen auf T€ 6.247 nach T€ 5.813 im Vorjahr. Da die gestiegene Auftragsleistung bzw. der Umsatzanstieg insgesamt jedoch verstärkt durch den Einsatz eigener Mitarbeiter realisiert wurden, verlief der Anstieg um 7,5% deutlich unterproportional im Vergleich zum Anstieg der Umsatzerlöse. In Relation zum Umsatz fiel daher die Quote der Aufwendungen für bezogene Leistungen von 6,1 % auf 5,3 % ab. Weitere Beschaffungen betrafen die üblichen standardisierten Massengüter wie Laptops, Smartphones und Büroeinrichtung. Zusätzlich führte die Gesellschaft ihre Pläne für Elektromobilität für die Mitarbeiter fort und beschaffte weitere Firmenfahrräder und Elektroautos, teils über Leasing, teils mittels Kauf. 3.2.3 Investitionen Als Dienstleistungsunternehmen investiert TNG hauptsächlich in Fortbildung und moderne Ausrüstung der Mitarbeiter. Bis zu 10 % der geleisteten Arbeitstage gehen in Forschung, Weiterbildung und Entwicklung, im Geschäftsjahr 2023 waren es rund 8 %. Zudem wurde im Vergleich zum Vorjahr verstärkt in eigene, hochspezialisierte Serverhardware für künstliche Intelligenz investiert. 3.2.4 Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben 3.2.4.1 Grundsätzliches Seit der Gründung in 2001 wurde TNG grundsätzlich aus seinen positiven Cashflows der laufenden Geschäftstätigkeit selbstfinanziert. Dies wird unterstützt durch ein eingezahltes Stammkapital von T€ 1.000, dessen Höhe durch die Gesellschafter als adäquat erachtet wird. Darüber hinaus geben die Gesellschafter umfangreiche Gesellschafterdarlehen an die Gesellschaft und tragen bei entsprechendem Finanzierungsbedarf Gewinne auf neue Rechnung vor. 3.2.4.2 Konkrete Maßnahmen in 2023 Auch im Geschäftsjahr 2023 wurde ein signifikanter Teil der Gewinne der Vorjahre zur Stärkung der Eigenkapitalbasis eingesetzt, um der gestiegenen Größe des Unternehmens gerecht zu werden. Konkret wurden nach einem Gewinnvortrag von T€ 5.000 im Vorjahr im Geschäftsjahr 2023 insgesamt Gewinne von T€ 6.500 (+T€ 1.500) aus Vorjahren auf neue Rechnung vorgetragen. Die bereits in Vorjahren gewährten Gesellschafterdarlehen wurden ebenfalls bewusst erhöht, nämlich um T€ 750 auf T€ 2.750 zum Bilanzstichtag 2023 nach T€ 2.000 im Vorjahr. Damit erhöhte sich die Summe aus Stammkapital, vorgetragenen Gewinnen und den nachrangigen Gesellschafterdarlehen von T€ 8.000 im Vorjahr auf nun T€ 10.250. Die TNG-Partner betrachten diese Summe von rund zehn Millionen Euro als ein sichtbares Zeichen des Commitments an die Firma. 3.2.5 Personal Im Professional Services-Bereich sind die Mitarbeiter das höchste Gut einer Firma. 3.2.5.1 Fluktuation Die Fluktuation wird bei TNG als die Zahl der im Geschäftsjahr 2023 ausgeschiedenen Stammmitarbeiter, d.h. Mitarbeiter, die nicht in der Probezeit sind, geteilt durch die Anzahl der zum Bilanzstichtag festangestellten Mitarbeiter berechnet. Die so berechnete Fluktuationsrate lag im Geschäftsjahr 2023 bei 5,5 % der Mitarbeiterzahl. Wir erachten diese Fluktuationsrate als sehr gut, sie liegt in der Nähe unseres langjährigen Mittels von zirka 5 %. Auch die absolute Zahl der Probezeitkündigungen von 4 im Geschäftsjahr 2023 betrachten wir als einen guten Wert. Die neuen Mitarbeiter scheinen somit gut an das Unternehmen gebunden zu sein. 3.2.5.2 Rekrutierung TNG betreibt einen aufwändigen Rekrutierungsprozess für die rund 2.300 Bewerber, die sich im Geschäftsjahr 2023 bei TNG bewarben. Dabei wird auf höchste Qualifikation geachtet, was sich im akademischen Hintergrund der Mitarbeiter zeigt. So verfügten zum Dezember 2023 99,9 % aller Mitarbeiter über einen Hochschulabschluss und rund 52,5 % über eine abgeschlossene Promotion, weitere 3,2 % hatten ihre Promotion noch in Arbeit. Es werden auch Praktikanten aus dem In- und Ausland beschäftigt, insbesondere von den Universitäten Oxford und Cambridge, welche je nach Präferenz vor Ort oder virtuell für uns arbeiten können. Durch die Einstellungen wuchs die Anzahl der Mitarbeiter zum Stichtag 31.12. von vorjährig 729 um 76 auf 805 festangestellte Mitarbeiter, also um rund 10,4 %. Unter Berücksichtigung unserer Tochtergesellschaften wuchs durch die Einstellungen die Anzahl der Mitarbeiter zum Stichtag 31.12. von vorjährig 739 um 82 auf 821 festangestellte Mitarbeiter, also um rund 11,1 %. 3.2.6 Wichtige Ereignisse des Geschäftsjahres 2023 Das Handeln von TNG im Geschäftsjahr 2023 bewegte sich im Spannungsfeld zwischen dem eigenen Erfolg und Expansionswillen bei sich gleichzeitig verschlechternden Marktbedingungen. Der über Jahre relativ rationale Markt für IT-Dienstleistungen hat sich eindeutig von einem Verkäufer- zu einem Käufermarkt gewandelt. Dies zeigte sich daran, dass von uns geschätzte Konkurrenzfirmen erhebliche wirtschaftliche Probleme bekamen, die sich dort in Einstellungsstopps oder zum Teil sogar betriebsbedingten Kündigungen äußerten. Da diese Konkurrenzfirmen teilweise bei denselben Kunden tätig sind wie wir, hat sich die Konkurrenzsituation weiter intensiviert. Die Kunden können sich dementsprechend leisten, in Bezug auf die angeforderten Fähigkeiten sehr wählerisch zu sein und gleichzeitig Preiszugeständnisse zu verlangen. Entsprechend hat TNG intensive Anstrengungen unternommen, die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu verteidigen oder gar auszubauen. Dazu gehört auch die Kostenkontrolle: TNG gab zum Ende Mai 2023 eine Teilmietfläche im Münchener Arabellapark auf und vergrößerte sich zu günstigeren Mietkonditionen am Firmenstandort in Unterföhring. Dadurch wird auch der Tatsache Rechnung getragen, dass sich die Arbeitsweisen durch Remote Work deutlich geändert haben und Firmenbüros oft zu großen Teilen seltener von Mitarbeitern benutzt werden oder gar leer stehen. Ein weiterer von uns gesehener Wettbewerbsvorteil, den TNG erhalten will, ist die standortübergreifende Vernetzung der Mitarbeiter in der zunehmend durch Remote Work virtualisierten und durch neue Standorte internationalisierten Firma. Zu den Events gehörten insbesondere drei firmeninterne Retreats zur technischen Innovation, zur strategischen Firmenweiterentwicklung und zum kundenspezifischem Prototypenbau. Es gab auch viele kleinere und regionalere Veranstaltungen. Um auf der Höhe der Zeit zu bleiben, investierten wir umfangreich in die Forschung und Entwicklung im Bereich der Künstlichen Intelligenz, insbesondere auch durch den Kauf eigener Hardware auf Basis von Nvidia H100-GPUs und durch Experimente und Produktentwicklungen mit Large Language Models. Aufgrund unserer Technologieaffinität investierten wir in ein TNG-Spinoff, welches im Umfeld von Non-fungible Tokens und der Chia-Blockchain tätig ist. Wir halten an dieser GmbH 25,1 % der Anteile. Die Internationalisierung des Geschäfts wurde weiter vorangetrieben, insbesondere durch die Gründung der TNG Technology Consulting UK Ltd. im Oxford Centre for Innovation. Die Gründung der TNG Technology Consulting Switzerland AG in der Schweiz wurde im Geschäftsjahr 2023 vorbereitet und im Januar 2024 auch vollzogen. Aufgrund der von uns gesehenen Wettbewerbsvorteile, der Aufwands- und Kostenkontrolle und der hohen Leistungsbereitschaft unserer Mitarbeiter gelang es TNG im Geschäftsjahr 2023, umfangreiche Aufträge bei Bestands- und Neukunden in diversen Branchen zu gewinnen. Die Anstrengungen der Mitarbeiter, des Managements sowie der Organe der Gesellschaft ermöglichten TNG, eine Inflationsprämie und im vierten Quartal 2023 erhebliche Weihnachtsprämien an die Mitarbeiter auszuzahlen. 3.3 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 3.3.1 Vermögenslage Die Bilanzsumme beträgt zum 31.12.2023 T€ 38.883 und ist gegenüber dem Vorjahresstichtag um T€ 9.363 gestiegen (+31,7 %). Anlagevermögen Auf der Aktivseite erhöhte sich das Anlagevermögen um T€ 1.069 auf T€ 3.234. Den Großteil daran machte die Geschäftsausstattung mit einer Zunahme von T€ 816 aus, vor allem weil umfangreich Hardware beschafft wurde. Dies geschah wegen der immer noch hohen Anzahl von Neueinstellungen, aber auch wegen des Einsatzes der neuen GPU-Server. Zudem erhöhte sich das Anlagevermögen aufgrund einer mit T€ 167 bilanzierten Beteiligung an einem neu gegründeten Startupunternehmen und aufgrund von gestiegenen Ausleihungen an verbundene Unternehmen. Gegenläufig wirkten sich die planmäßigen Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen (T€ 1.144) und außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen (T€ 82) aus. Umlaufvermögen und -intensität Das Umlaufvermögen beträgt T€ 34.463 (Vorjahr T€ 26.429). Die Umlaufintensität, also der Anteil des Umlaufvermögens zuzüglich der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten am Gesamtvermögen, hat sich gegenüber dem Vorjahr von 92,7 % auf 91,7 % leicht verringert. Die in Arbeit befindlichen Aufträge fielen mit T€ 16 nach T€ 17 im Vorjahr ähnlich niedrig aus. Dagegen stiegen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um T€ 7.298 auf T€ 23.243. Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen geht grundsätzlich mit der Erhöhung der Umsatzerlöse einher. Deren Anstieg fällt allerdings überproportional aus, unter anderem weil zum Ende des Kalenderjahres 2023 weniger intensives Cashmanagement betrieben wurde als im Vorjahr. In geringem Maße stiegen zum Bilanzstichtag die Guthaben bei Kreditinstituten, und zwar um T€ 576 (+5,7 %) auf T€ 10.712. Zurückzuführen ist diese Entwicklung vor allem auf die Zahlungsmittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten fiel mit einem Zugang um T€ 260 auf T€ 1.186 größer aus als in 2022 (T€ 926). Diese Entwicklung beruht vor allem auf gestiegenen Anzahlungen für die Nutzung von Lizenzen und firmeninterne Retreats. Eigenkapital Das Eigenkapital der TNG beträgt zum Bilanzstichtag T€ 15.013 (Vorjahr T€ 10.591). Daraus ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 38,6 % (Vorjahr 35,9 %). Die Erhöhung des Eigenkapitals um T€ 4.422 ergibt sich per Saldo aus der im Geschäftsjahr 2023 erfolgten Erhöhung des Gewinnvortrags um T€ 1.500 auf insgesamt jetzt T€ 6.500 sowie aus dem gegenüber dem Vorjahr um T€ 2.922 auf T€ 7.513 gestiegenen Jahresüberschuss unter Berücksichtigung der Gewinnausschüttungen an die Gesellschafter. Im Geschäftsjahr wurden Gewinnausschüttungen an die Gesellschafter in Höhe von T€ 3.091 vorgenommen, nach T€ 2.097 im Vorjahr. Die Erhöhung der Gewinnausschüttungen ist im Wesentlichen dadurch begründet, dass im Geschäftsjahr 2023 kein außergewöhnlich hoher Zuwachs des Gewinnvortrages (T€ 1.500) vorgenommen wurde, während dieser in 2022 T€ 2.250 betrug. Der besonders hohe Zuwachs des Gewinnvortrages in 2022 diente dazu, die in Folge des Ausscheidens eines Gründungspartners eingetretene Verminderung des Eigenkapitals zu kompensieren. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen erhöhten sich aufgrund gestiegener Steuerverpflichtungen in Folge des höheren Vorsteuerergebnisses um T€ 1.109 auf T€ 1.112. Die sonstigen Rückstellungen sind gegenüber dem Vorjahr um T€ 1.433 (25,8%) auf T€ 7.000 gewachsen. Den größten Anteil an diesem Anstieg hatten die Personalrückstellungen, für welche das Firmen- und Mitarbeiterwachstum ursächlich ist. Die Zunahme der personalbezogenen Rückstellungen für die bekannten Blöcke Resturlaub, Überstunden und Sabbaticals betrug T€ 1.272. Verbindlichkeiten Die gesamten Verbindlichkeiten stiegen um T€ 3.924 auf T€ 14.502, da sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+T€ 1.551) und die sonstigen Verbindlichkeiten (+T€ 1.557) insbesondere jene aus Steuern (+T€ 1.496), erhöht haben. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen aufgrund der Ausweitung der Geschäftstätigkeit sowie der Investitionen in das Anlagevermögen um T€ 1.511 auf T€ 2.304. Ebenfalls stiegen die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern, da die Gesellschafter die Darlehen, welche sie der Gesellschaft zum Bilanzstichtag zur Verfügung stellen, erhöhten, und zwar auf T€ 2.750 (Vorjahr T€ 2.000). Der Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten um T€ 1.557, ist vor allem auf gestiegene Lohnsteuerverpflichtungen im Zusammenhang mit dem Anstieg der Mitarbeiterzahl zurückzuführen. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betragen zum Bilanzstichtag T€ 1.256 (Vorjahr T€ 2.782). Zurückzuführen ist diese Entwicklung vor allem auf gesunkene Vorauszahlungen im Rahmen der Kundenverträge im Geschäftsjahr 2023. 3.3.2 Finanzlage Zum 31. Dezember 2023 weist der vorhandene Finanzmittelfonds, ausschließlich bestehend aus Guthaben bei Kreditinstituten, einen Bestand in Höhe von T€ 10.712 (Vorjahr T€ 10.136) aus. Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von T€ 5.204 (Vorjahr T€ 9.030) resultiert dabei im Wesentlichen mit T€ 8.739 (Vorjahr T€ 5.634) aus dem Jahresüberschuss zuzüglich Abschreibungen sowie in Höhe von T€ 1.525 aus einer Abnahme der passiven Rechnungsabgrenzung. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit in Höhe von T€ 2.295 (Vorjahr T€ 1.332) resultiert im Wesentlichen aus den Auszahlungen für Investitionen in Betriebs- und Geschäftsausstattung. Aus der Finanzierungstätigkeit ergibt sich ein Mittelabfluss in Höhe von T€ 2.333 (Vorjahr T€ 1.697). Er besteht im Wesentlichen aus den an die Gesellschafter abgeflossenen Ausschüttungen, verringert um die Erhöhung der Gesellschafterdarlehen. Insgesamt ergibt sich ein gegenüber dem Vorjahr um T€ 576 (+5,7 %) höherer Finanzmittelbestand zum 31. Dezember 2023. Die vorhandenen Mittel sind nach Einschätzung der Geschäftsführung ausreichend, um bestehende und künftige Zahlungs- beziehungsweise Tilgungsverpflichtungen vereinbarungsgemäß zu erfüllen. Aufgrund der Finanzierung mittels eines positiven Cash Flows aus der laufenden Geschäftstätigkeit, über Gesellschafterdarlehen sowie über vorgetragene Gewinne weist die Gesellschaft zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus. Es ist geplant, auch künftig die Verpflichtungen aus dem eigenen Finanzmittelfonds zu begleichen und keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aufzunehmen. 3.3.3 Ertragslage Die Ertragslage der Gesellschaft ist geprägt durch das Wachstum der Umsatzerlöse und der Ergebnisse der Gesellschaft, die - als Ausgleich für die während der Coronapandemie teils gesenkten - wieder etwas gestiegenen Verkaufspreise für unsere Leistungen, Kostenkontrolle, die durch die Inflation gestiegenen Gehälter und Vergütungen der Mitarbeiter, die bewusst sehr hohen Mitarbeiterboni und den intensiven Kundenfokus der Mitarbeiter. Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum um T€ 21.462 auf T€ 117.235 angestiegen. Das Umsatzwachstum als einer der finanziellen Leistungsindikatoren beträgt damit 22,4 %. Dieses ist im Wesentlichen auf die gestiegene Nachfrage unserer Kunden in allen unseren Geschäftsfeldern sowie auf die gestiegene Anzahl der TNG-Consultants und damit einhergehend die höhere Anzahl verrechneter Stunden bei Bestands- und Neukunden zurückzuführen, verbunden mit Preiserhöhungen im einstelligen Prozentbereich. Das Rohergebnis, definiert als Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderung und sonstiger betrieblicher Erträge abzüglich Materialaufwendungen, hat sich von T€ 92.037 im Vorjahr um T€ 21.527 (+23,4 %) auf T€ 113.564 verbessert. Dies geschah bei sonstigen betrieblichen Erträgen von T€ 2.578 (Vorjahr T€ 2.127), bei einer Bestandsverminderung von T€ 1 (Vorjahr T€ 49) und bei - durch einerseits gesunkenen Einsatz von Freiberuflern und anderen Externen, andererseits jedoch einem gestiegenen Bezug von Leistungen der Tochterfirmen in Australien und UK sowie durch gestiegenen Weiterverkauf von Softwarelizenzen - gestiegenen Aufwendungen für bezogene Leistungen von T€ 6.247 (Vorjahr T€ 5.813). Im Wesentlichen aufgrund des Personalwachstums von 10,4% in der Gesellschaft, welches einen nicht-finanziellen Leistungsindikator darstellt, sowie hoher Leistungsprämien für die Mitarbeiter, einer gezahlten Inflationsprämie und erheblichen Weihnachtsprämien für die Mitarbeiter stiegen die Personalaufwendungen um 22,2 % auf T€ 88.383 an (Vorjahr T€ 72.352). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind auf T€ 13.229 (Vorjahr T€ 11.932) weiter gestiegen, jedoch mit einem Anstieg um 10,9 % unterproportional im Vergleich zum Anstieg der Umsatzerlöse. Der Anstieg ist im Wesentlichen bedingt durch gestiegene Reisekosten sowie Firmenevents für Mitarbeiter, die Ausdruck dafür sind, dass die Firma ihre Mitarbeiter vernetzen und an der Zukunftssteuerung des Unternehmens beteiligen will. Damit ergibt sich unter Berücksichtigung der Abschreibungen in Höhe von T€ 1.227 (Vorjahr T€ 1.043) und des Zinsergebnisses (einschließlich der Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens) von T€ -271 (Vorjahr T€ -265) ein Gewinn vor Steuern (finanzieller Leistungsindikator) von T€ 10.517 (Vorjahr T€ 6.450) und entsprechend ein Plus von T€ 4.067 (+ 63,1 %). Nach Abzug der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von T€ 3.004 (Vorjahr T€ 1.859) ergibt sich ein gegenüber dem Vorjahr um T€ 2.922 (+63,6 %) erhöhter Jahresüberschuss von T€ 7.513 (Vorjahr T€ 4.591). 4 Risikobericht 4.1 Risikokategorien Um die Risiken kategorisieren zu können, haben wir diese in verschiedene Kategorien eingeteilt. Unter den Aspekten der Eintrittswahrscheinlichkeit und dem Schadensmaß ergeben sich folgende vier Risikostufen:
4.2 Risikoquellen 4.2.1 Künstliche Intelligenz Der Durchbruch der künstlichen Intelligenz, sowohl was ihre kognitive Kraft als auch ihre Ausbreitung in viele Lebensbereiche angeht, kündigte sich bereits seit längerem an. Deswegen hat TNG bereits seit mehreren Jahren die künstliche Intelligenz als eine der drei Hauptsäulen im Leistungsportfolio etabliert, neben der Softwareentwicklung und DevOps & Cloud. Außerdem unternahmen und unternehmen wir umfangreiche Forschungs- und Entwicklungsarbeiten auf dem Gebiet und sehen uns somit auf künftige Chancen und Herausforderungen vorbereitet. Dies ändert jedoch nichts daran, dass das Aufkommen alltags- und geschäftstauglicher Kl eine Disruption ersten Ranges ist, welche zu großen Marktveränderungen führen kann und sehr wahrscheinlich auch wird. Daher stufen wir dieses Risiko als groß ein. Unsere Strategie zum Umgang mit dieser beschleunigten Fundamentalveränderung ist, sie als Risiko und Chance zugleich zu verstehen. Wir arbeiten daran, kontrollierte Künstliche Intelligenz, die auf Unterstützung bei der Softwareentwicklung spezialisiert ist, zu finden und in geordneten Bahnen für unsere Kunden einzusetzen. Dazu investierten wir im Geschäftsjahr 2023 in KI-Forschung und -Hardware, was zur Gewinnung signifikanter neuer Kunden und Projekte im KI-Bereich maßgeblich beitrug. 4.2.2 Inflation Die Auswirkungen der hohen Inflationsraten der letzten Jahre in all unseren Märkten erschwert das unternehmerische Handeln in vielen Bereichen signifikant. Auch wenn die Inflationsrate im Jahr 2023 ungefähr gegenläufig zur aufziehenden Wirtschaftskrise sank, so war die Inflationsphase der Jahre 20212023 sehr schädlich und wirkt noch nach. Der sich verschlechternde Wert der Währungen sorgt dafür, dass Abmachungen aller Art, seien diese zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber, Vermieter und Mieter oder Kunde und Lieferant, einer permanenten Erosion ausgesetzt sind. Deswegen werden sie viel häufiger in Frage gestellt als in einem währungsstabilen Umfeld. Die negativen Folgen betreffen TNG direkt. Zum Beispiel sehen wir uns außerstande, mehrjährige Verträge mit Kunden abzuschließen, falls diese keine Klauseln zur inflationsabhängigen Preisanpassung oder zu anderen Methoden des Inflationsmanagements enthalten. Dies kann auch Projektverluste bedeuten, ein Risiko, das inzwischen auch wirklich bei TNG eingetreten ist. Wir wirken diesem Risiko durch eine Beurteilung aller relevanten Verträge in Bezug auf entsprechende Klauseln entgegen. Würde man die Inflationsprobleme ignorieren, so wäre das damit verbundene Risiko in Inflationsphasen wahrscheinlich bestandsgefährdend. Da TNG aber im Rahmen seiner strategischen Weltmodellierung die Inflation schon lange als kommendes oder latentes Problem identifiziert und sich konsequent darauf vorbereitet hatte, stufen wir das Risiko als mittel bis groß ein. Allerdings erzeugt das permanente Managen, welches zum Einhegen der Inflationsrisiken nötig ist, erhebliche Arbeitslast und Reibungsverluste, welche das Unternehmen - so wie auch unsere Geschäftspartner und die Gesamtwirtschaft - behindern. 4.2.3 Technische Projektabwicklung TNG setzt bei der Projektabwicklung auf agile Methoden. Die darin enthaltenen empirischen Prozesskontrollmodelle, zum Beispiel Scrum mit seinen Iterationen, sowie die hohen Qualitätsstandards, zum Beispiel der hohe Grad an Testautomatisierung, sorgen dafür, dass Störungen im laufenden Projektgeschäft früh erkannt werden und typischerweise rasch beherrschbar sind. Damit dieser wünschenswerte Zustand erhalten bleibt, beobachtet TNG die Consultingarbeiten intensiv und investiert weiterhin massiv in die Fortbildung der Mitarbeiter sowie die Weiterentwicklung der Arbeitsmethoden und Werkzeuge, zum Beispiel über die internen Techdays. Insgesamt ist dieses Risiko als klein bis mittel einzustufen. 4.2.4 Vertragsgestaltung Durch den Negativeffekt der Inflation ist es wesentlich schwieriger, langfristig sinnvolle Verträge abzuschließen. Dieser Effekt ist relativ neu und negativ. Wir managen ihn dadurch, keine langfristigen Verträge mehr abzuschließen, die keine Inflationsklauseln enthalten. Ausnahmen werden lediglich gemacht, wenn das Volumen klein und der Auftrag oder Kunde strategisch wichtig sind. Werkverträge und Festpreise enthalten große Risiken, denn es ist bei innovativen und/oder schwierigen IT-Projekten schwer und meistens nicht zielführend, vor Projektstart eine hundertprozentige Leistungsdefinition zu haben. Deswegen nehmen wir Festpreisaufträge nur selten an, und zwar nur bei begrenztem Volumen und nur bei Kunden, die auch Verständnis für die teils sprunghafte Natur von IT-Projekten haben. Ebenfalls riskant sind unrealistische Pönalen, über die Geschäftsrisiken der Kunden auf die Dienstleister abgewälzt werden sollen. Darüber hinaus verbirgt sich hinter Pönalen oft das Wunschdenken, dass durch Verträge eine hohe IT- Qualität erzwungen werden kann. Wir wirken diesem Risiko durch eine Beurteilung aller relevanten Verträge in Bezug auf entsprechende Klauseln entgegen. TNG unterschreibt Verträge, welche Klauseln in Bezug auf unrealistische Pönalen enthalten, nicht. Dasselbe gilt für andere nicht einhaltbare Rahmenbedingungen. Stattdessen versucht TNG, mit dem Kunden realistische Erwartungshaltungen zu erarbeiten und diese auf Wunsch auch zu kodifizieren. Bei den sehr großen Aufträgen, die TNG in den vergangenen Jahren gewonnen hat und auch in 2023 weiter fortführte, schätzen wir das Vertragsgestaltungsrisiko aufgrund des hohen Auftragsvolumens als groß ein. Über unser gesamtes Projektportfolio betrachtet stufen wir das Vertragsgestaltungsrisiko, anders als im Vorjahr, nun wieder als mittel und nicht mehr als groß ein. Grund für diese Rückstufung ist die zurückgegangene Inflation. 4.2.5 IT Security, Verlust von Intellectual Property, Datenschutz Durch die Arbeit von TNG entsteht Intellectual Property, welches im Normalfall ausschließlich den Kunden gehört. Außerdem erhält TNG durch die intensive Kundenzusammenarbeit Kenntnis über deren Geschäftsgeheimnisse. Um die komplexen und berechtigten Interessen der Kunden zu wahren, setzt TNG datensichernde Methoden und Technologien ein und schult die Mitarbeiter in diesen Bereichen. Dazu gehört insbesondere die in den TNG-Arbeitsverträgen vorgeschriebene Verschlüsselung, u.a. von Datenträgern und bestimmten E-Mails. Deswegen betreibt TNG für seine Mitarbeiter eine umfangreiche Public Key-Infrastruktur auf Basis von GnuPG (Gnu Privacy Guard). Außerdem wurde zusätzliche Sicherheitsinfrastruktur eingeführt oder ausgeweitet, zum Beispiel Hardwareschlüssel und 2-Faktor-Authentifizierung. Wo nötig, werden die Mitarbeiter zusätzlich verpflichtet, zum Beispiel auf das Fernmeldegeheimnis oder auf den Schutz personenbezogener Daten. Des Weiteren steigern die sorgfältige Personalauswahl, die geringe Fluktuation und die geringe Verwendung von Subunternehmern die Vertrauenswürdigkeit und Informationssicherheit. Durch die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) entstehen sowohl für die Kunden als auch für TNG selbst Haftungsrisiken bei Datenschutzverletzungen. Diese werden jedoch inzwischen in der Branche relativ gut verstanden. Deswegen schätzen wir das IP- und Datenschutzrisiko an sich als mittel ein. Allerdings zeigen die öffentlich bekannten, erfolgreichen Erpressungen von Cyberkriminellen, dass laufend hochprofessionelle Attacken gegen Unternehmen, kritische Infrastruktur und andere Ziele durchgeführt werden. Daher nehmen wir IT Security sehr ernst: Mitarbeiter, die IT Security- Zwischenfälle verursachen, müssen mit erheblichen Sanktionen bis hin zur Kündigung rechnen. Wir schätzen die kombinierten Risiken im Bereich IP, Datenschutz und IT Security unverändert als groß ein. 4.2.6 Risiken durch Remote Work Pandemie- und fortschrittsbedingt hat sich die Art, wie die TNG-Mitarbeiter ihre Arbeitsleistung erbringen, sehr geändert. Remote Work von zuhause aus ist die neue Regel, Arbeit im Büro seltener vorgesehen. Dies ist auch nach dem Abflauen der Pandemie so geblieben und wird von uns als das neue Normal angesehen. Die bis dato gemachten Erfahrungen sind so vielversprechend, dass wir die Arbeitsbedingungen für Remote Work inzwischen hinreichend kodifiziert haben. Durch eine entsprechende Remote Work-Vereinbarung können wir den Mitarbeitern gute Planungssicherheit bieten, mit der TNG seinen Mitarbeitern eine viel breitere Palette an Lebensentwürfen ermöglichen kann und will. Das Risiko der Vereinsamung einzelner Kollegen wiegen wir durch umfangreiche Einladungen und Firmenveranstaltungen weitgehend auf. Weiterhin verbleibt als größtes Risiko aus der Remote Work-Evolution die IT Security. Außerdem erhöht Remote Work zumindest vorübergehend das Risiko, dass man teure Büroflächen vorhält, die kaum genutzt werden. Auf dieses Risiko hat TNG bereits durch den Wechsel von Büroflächen reagiert. Insgesamt schätzen wir die Risiken aus dem Bereich Remote Work unverändert zum Vorjahr als mittel ein. 4.2.7 Risiken durch Internationalisierung TNG hat das Geschäft auch im Geschäftsjahr 2023 weiter stark internationalisiert. Insbesondere gründete TNG eine neue Tochterfirma in Oxford im Vereinigten Königreich. Die Betriebsstätte in Ungarn konnte um gut ein Viertel auf 29 Vollzeitkräfte zum Jahresende 2023 ausgebaut werden. TNG wird diesen Kurs fortsetzen. Damit einher gehen mehrere Risikoarten, die es vorher für die Gesellschaft nicht gab. So bewegt sich TNG bzw. ihre Tochterunternehmen nun in mehreren Rechtssystemen, was insbesondere beim Arbeitsrecht zu Unterschieden führt. Man muss Transferpreise bestimmen, es gibt Wechselkursrisiken und unterschiedliche Inflationsraten. Managementtechniken wie "Management by Walking Around" sind bei interkontinentalen Distanzen schwerer durchzuführen. TNG begegnet diesen Risiken durch eine Vielzahl an Maßnahmen. Wir entwickeln vor allem diejenigen Zielländer, für die wir bereits festangestellte Mitarbeiter haben, welche zu den Zielländern einen starken lokalen Bezug sowie Management-Fähigkeiten besitzen. Bei Fragen wie zum Beispiel Rechtsform und Steuern, die nicht in unseren Eigenkompetenzbereich der Technologieberatung fallen, ziehen wir lokale und internationale Dienstleister hinzu. Zum Kontakthalten mit internationalen TNG-Mitarbeitern und Kunden haben sich die neuen Videokonferenzsysteme, insbesondere Zoom, bewährt: Durch "Management by Zooming Around" kann man aus München morgens mit Melbourne sprechen und abends mit San Francisco. Um die internationale Expansion zu systematisieren und gemachte Erfahrungen weiter zu nutzen, hat TNG eine Internationalisierungsgruppe aufgebaut, in der die unterschiedlichen internen Abteilungen vertreten sind. In Summe betrachten wir die Risiken durch die Internationalisierung als mittel. Sollte der internationale Teil des Geschäfts von TNG weiter so stark wachsen, so können die Risiken auch groß werden. Demgegenüber stehen der Gewinn der hochinteressanten Menschen, die wir an anderen Orten der Welt finden und einstellen können, und die Zusammenarbeit mit ihnen. Diese sind das Risiko mehr als wert. 4.2.8 Finanzwirtschaftliche Risiken TNG hatte seit der Gründung nur selten Zahlungsausfälle von Kunden. Obwohl die Ausfälle langfristig nicht ins Gewicht fielen, ist TNG vorsichtig. Insbesondere achten wir auf ein diversifiziertes Portfolio aus namhaften Qualitätskunden sowie ein intensives Forderungsmanagement durch unser Finanzteam. In normalen Wirtschaftszeiten ist dieses Risiko als klein einzustufen. In Ausnahmezeiten wie der vergangenen Coronakrise oder während des Ukrainekrieges betrachten wir das Risiko als mittel, allerdings sehr stark nach Kunde differenziert. Zusätzlich zu dem Zahlungsausfallsrisiko entstand durch den Ukrainekrieg auch ein Zahlungsverkehrsrisiko, weil die komplexen und dem Wandel unterworfenen Sanktionsregelungen die Bezahlung von Zulieferern betreffen können. Fremdwährungsrisiken werden durch uns nicht abgesichert. Zurückzuführen ist dies darauf, dass unsere wesentlichen Geschäftstransaktionen nicht in Fremdwährung abgewickelt werden. Soweit bei Finanzanlagen Wertminderungen erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Möglichen Risiken durch Wertverluste werden durch eine laufende Analyse der Geschäftssituation der Tochtergesellschaften beurteilt. Wir setzen Mechanismen zur Risikoabwägung in den Bereichen Kredit, Markt, Länder und Investitionen ein. In diesem Zusammenhang werden mögliche Risiken in Bezug auf Marktpreisänderungs- und Liquiditätsrisiken sowie die Entwicklung zukünftiger Zahlungsströme analysiert und im Bedarfsfall erforderliche Maßnahmen ergriffen. Das Zinsniveau betrachten wir als geringes Risiko, da keine wesentlichen verzinslichten Verbindlichkeiten außerhalb des Gesellschafterkreises bestehen. Tatsächlich können wir das gestiegene Zinsniveau sogar nutzen und durch unterjähriges Cashmanagement Zinseinkünfte erzielen. Derivative Finanzinstrumente oder Kryptowährungen werden durch unsere Gesellschaft nicht eingesetzt, insofern besteht hier kein Risiko für uns. Insgesamt sehen wir die finanzwirtschaftlichen Risiken unverändert als gering an. 4.2.9 Kundenrisiken Insbesondere in Wirtschaftskrisenzeiten kann es passieren, dass TNG-Großkunden Aufträge aktiv beenden. Außerdem werden Projekte fertig, Lieferanten gewechselt oder externe Dienstleister wie TNG von unseren Kunden durch eigene Mitarbeiter ersetzt. Es hat sich gezeigt, dass gerade in Folge der Energiekrise mit weiterhin hohen Energiekosten und des Ukrainekriegs breit gestreute Bremseffekte über viele Branchen hinweg auftreten. Dazu kommt die spätestens seit der Jahreswende 2022/23 offenbar global stattfindende Entlassungswelle im IT-Sektor, welche auf eine breite Nachfrageverkleinerung nach IT-Leistungen hinweist. Um den negativen Effekten von Auftragsverlusten entgegenzuwirken, setzen wir einerseits auf ein diversifiziertes Kundenportfolio, um die Abhängigkeit von einzelnen Großkunden zu reduzieren, und legen andererseits einen ausgesprochenen Fokus auf Geschäftsakquise. Unter anderem deswegen wurden zwei Mitarbeiter zu neuen Associate Partnern berufen, wodurch sie nunmehr die Akquiseverantwortung für die Firma mittragen. Außerdem kann die Firma Projektausfälle finanziell abfedern, da sie durch die Gesellschafter mit einem hohen Eigenkapital, Gesellschafterdarlehen und auf neue Rechnung vorgetragenen Gewinnen ausgestattet ist. Zudem sind die variablen Gehälter der Mitarbeiter inklusive der Partner und Associate Partner an den Firmenerfolg gebunden, so dass in Krisenzeiten die Personalaufwendungen deutlich verringert werden könnten, ohne dass Verluste entstehen oder gar Mitarbeitern gekündigt werden müsste. In normalen Jahren haben wir dieses Risiko als mittel eingestuft, in wirtschaftlich schwächeren Jahren als groß. Seit dem Vorjahr schätzen wir das Risiko somit als groß ein, und führen diese Einschätzung auch 2023 fort. 4.2.10 Personalrisiken Falls Schlüsselpersonen das Unternehmen verlassen sollten, so werden sie aus dem umfangreichen Talentpool der Firma kurzfristig ersetzt. Sollten mehrere Personen gehen und die Kapazität dadurch vermindert werden, so vermindert TNG entsprechend die Akquiserate für das Neugeschäft. Beide Personalrisiken spielen bei der schon seit vielen Jahren und auch aktuell niedrigen Mitarbeiterfluktuation aber keine signifikante Rolle. Insgesamt ist dieses Risiko unverändert als klein einzustufen. 4.2.11 Regulatorische Risiken Die in Deutschland geltenden, komplexen Gesetze zur Regelung von Zeitarbeit und Werkverträgen erschweren die vertragliche und operative Abwicklung von Consultingaufträgen und verhindern diese in besonderen Fällen auch. Allerdings hat die IT-Branche einen modus vivendi im Umgang mit der Gesetzeslage gefunden, unter anderem durch Arbeitnehmerüberlassung und über agile Verträge. TNG hat selbst agile Verträge entworfen und bei Kunden eingesetzt. Deswegen bewerten wir das assoziierte Risiko als klein. Als neues regulatorisches Risiko ist inzwischen der EU AI Act (Artificial Intelligence Act der Europäischen Union) dazugekommen. Dieser ist komplex und teils sehr breit formuliert, was eine präzise Einschätzung bezüglich der Frage erschwert, was denn nun erlaubt ist und was nicht. Aufgrund der Bedeutung von KI allgemein und für das TNG-Projektgeschäft im Besonderen schätzen wir die regulatorischen Risiken inzwischen und anders als im Vorjahr als mittel ein. Tendenziell werden diese Risiken noch größer werden. 4.2.12 Wachstumsrisiken Eine besondere Herausforderung bleibt das Management des auch im Geschäftsjahr 2023 anhaltenden immer noch sehr signifikanten Firmenwachstums. In diesem Zusammenhang besteht das Risiko, dass interne Prozesse und Managementkapazitäten nicht in gleichem Maße wie die Mitarbeiterzahl oder der Umsatz wachsen können. Um diesem Risiko entgegenzuwirken und uns das hohe Wachstumstempo zu trauen, analysieren wir laufend die Auftragslage und die Akquisepipeline. Außerdem erweiterten wir den Kreis der Partner und Associate Partner von TNG von 8 auf 10, um mehr Managementkapazität bereitzustellen. Insgesamt ist das Wachstumsrisiko in normalen Zeiten, also so wie in 2019, als mittel einzustufen. In schwierigen Zeiten, also so wie im Jahr 2020, wäre es groß, wenn wir nicht etwas gebremst hätten. In 2021 lag das Wachstumsrisiko wieder im mittleren Bereich und war gut zu managen. Die Krisenkombination in Verbindung mit der beginnenden IT-Entlassungswelle führte in 2022 dazu, dass wir das Wachstumsrisiko im Jahresverlauf wieder als groß einstuften und auch das Wachstum etwas bremsten. Im Geschäftsjahr 2023 war die Lage mindestens so risikoreich wie im Vorjahr, was wir durch proaktives Bremsen gemanaged haben. Insgesamt stufen wir das Wachstumsrisiko weiterhin als groß ein. 4.2.13 Risiken aus Umwelt-, Sozial- und Governance-Angelegenheiten Die zunehmende Betonung der Umwelt-, Sozial- und Governance-Verantwortung und eine damit im Zusammenhang stehende Erwartungshaltung kann für uns neue Risiken bedeuten. Die Interessenvertreter erwarten eine proaktivere Reaktion auf Umwelt-, Sozial- und Governance-Angelegenheiten ("ESG"). In Reaktion auf diese höheren Erwartungen und die ab dem Geschäftsjahr 2025 geltenden regulatorischen Regelungen und damit verbundene Berichtspflichten könnten für uns höhere Aufwendungen entstehen und wir könnten neuen Risiken ausgesetzt sein. Sollten definierte Ziele aus den Bereichen ESG nicht erreicht werden oder unsere Berichterstattungen nicht den Anforderungen von Interessengruppen oder Standardsetzern entsprechen, könnte dies Auswirkungen auf unsere Reputation haben. Mittelfristig könnte dies dann auch Auswirkungen auf unser Geschäft sowie die Umsatzentwicklung, Betriebsergebnisse und Cashflows haben. Wir haben begonnen, Maßnahmen zur Identifizierung, Bewertung und Adressierung von Risiken aus Umwelt-, Sozial- und Governance-Angelegenheiten auf den Weg zu bringen. Auf Basis der bisher vorliegenden Informationen aus unseren begonnenen Maßnahmen und gestarteten internen Projekten bewerten wir die Risiken aus Umwelt-, Sozial- und Governance-Angelegenheiten gegenwärtig als gering. 4.2.14 Schwarze und graue Schwäne Nach der Theorie von Nassim Taleb können unvorhergesehene Großereignisse in der Welt auftreten, die massive Effekte haben, sogenannte "Schwarze Schwäne". Wenn sie zumindest teilweise erwartet werden können, wie zum Beispiel Erdbeben in Risikogebieten, bezeichnet man sie auch als "Graue Schwäne". Wie die Coronakrise - ein klassischer Grauer Schwan - in 2020 gezeigt hat, sind solche Ereignisse real. Je nach ihrer Natur strahlen sie auch in die anderen Risikokategorien aus, im Fall der Coronakrise und des in 2022 ausgebrochenen Ukrainekriegs vor allem in die der Kundenrisiken. Schwarze- und Graue-Schwan-Risiken können bestandsgefährdend sein. Wir sehen aktuell allerdings kein bestandsgefährdendes Risiko aus schwarzen und grauen Schwänen für unsere Gesellschaft. Die sich vollziehende Kl-Revolution wurde dabei schon weiter oben separat bewertet. 4.3 Risikomanagement Zusätzlich zu den bereits in 4.2 erläuterten Reaktionsmustern hat TNG weitere Wege zum Erkennen und Managen von Risiken. Diese sind unter anderem:
4.4 Zusammenfassung der Risikolage Bedingt durch das wesentliche Abflauen der Coronakrise, hatte sich vorübergehend eine gewisse Normalisierung des wirtschaftlichen Umfelds ergeben. Allerdings sind durch die im historischen Vergleich immer noch relativ hohen Inflationsraten und Energiekosten sowie durch geopolitische Entwicklungen wie dem andauernden Ukrainekrieg und den Spannungen im Nahen Osten neue Erschwernisse hinzugekommen, die sich noch dazu teilweise verstetigt haben. Dazu kommt eine ausgeprägte Wachstumsschwäche der deutschen Wirtschaft, gerade verglichen mit anderen OECD-Ländern. Da wir aber gegen bekannte Risiken vorbauen und gleichzeitig versuchen, die Erkenntnis- und Reaktionsfähigkeit der Firma hochzuhalten, halten wir die Risikolage zwar für groß, aber als unter Kontrolle. Dabei muss allerdings ein besonderes Augenmerk auf die weitere Entwicklung der künstlichen Intelligenz, die wirtschaftliche Stabilität unserer Großkunden und die allgemeine Wirtschaftslage in Deutschland gelegt werden. Durch unsere Strategieflexibilität, in Verbindung mit der nach unserer Beurteilung guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, sind wir der Auffassung, dass die nicht durch Versicherungen gedeckten Restrisiken auch bei ungünstiger Entwicklung durch die Gesellschaft getragen werden können. Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller oben genannten Risikofelder und Einzelrisiken. Die Einzelrisiken stellen, jeweils isoliert als auch konsolidiert betrachtet, aus heutiger Sicht keine Bestandsgefährdung des Unternehmens dar. 5 Chancenbericht Historisch gesehen sind die Umsatzerlöse der TNG immer gewachsen. Krisen überstand die Firma bis dato ebenfalls, sie zeigte dabei lediglich weniger Wachstum als in Normaljahren. Parallel zum Wachstum konnte sie ihre Unabhängigkeit erhalten und ihre Identität evolutionär weiterentwickeln, ohne ihre wissenschaftlich-technische Grundhaltung zu verlieren. Daher sehen wir große Chancen für unsere Gesellschaft, sowohl ihren Hauptweg weiter zu beschreiten als auch explorative Experimente zu wagen, besonders im Bereich der künstlichen Intelligenz. Hier ist TNG bereits so weit vorangeschritten, dass die Kl signifikanter Teil unseres Wissens- und Projektportfolios ist. Zusätzlich zum Mitgestalten der KI-Revolution möchten die Geschäftsführung, die Partner und die Associate Partner von TNG die Internationalisierung weiter vorantreiben und die Firma zu einem noch aktiveren, globalen Marktteilnehmer machen. 6 Diversität 6.1 Allgemeines Vorgehen Für Ansehen, Erfolg, Leistungserbringung und Karriere ist bei TNG das Geschlecht unerheblich. Jede und jeder darf so sein, wie sie oder er will, und wird danach beurteilt, was man als Person dann tatsächlich leistet. Gleichberechtigung ist das Ziel: Jede Person wird als unabhängiges, freies Individuum behandelt, das um seiner selbst willen wertgeschätzt und gut behandelt wird, nicht wegen irgendwelcher Gruppenzugehörigkeiten. Dies betrifft nicht nur das Geschlecht einer Person, sondern auch zum Beispiel Nationalität oder Glaubensrichtung eines Individuums. Jeder Person wird die Klaviatur der Firma zur Verfügung gestellt, wie die Person darauf spielt, unterscheidet sich entsprechend des eigenen Gestaltungswillens und der eigenen Lebenspläne. Dies ist die Begründung dafür, dass TNG keine besonderen Quotenvorgaben beschlossen hat, sondern die Mindestquote bestimmter Gruppen, inklusive der Frauenquote, für bestimmte Positionen auf null festgelegt hat. Zentral für uns ist ein klares Bekenntnis zur Chancengleichheit auf allen Ebenen in unserem Unternehmen und eine Orientierung an der Leistung jeder individuellen Person. Dies gilt auch für Quotenregelungen für die Geschäftsführung, die anderen Organe der Gesellschaft und die weiteren Führungsebenen. Wir haben die oben beschrieben Grundsätze historisch stets so gelebt. Sie wurden durch einstimmigen Gesellschafterbeschluss am 8. August 2022 auch schriftlich festgelegt. Die Geschäftsführung hat sich diesem Beschluss angeschlossen. Der aktuelle Frauenanteil von null Prozent in der Geschäftsführung ergibt sich daraus, dass diese Positionen aus einer historisch gewachsenen Gesellschafterstruktur besetzt wurden und der Kreis der Gesellschafter sich relativ langsam ändert. Der aktuelle Frauenanteil von null Prozent im dreiköpfigen Aufsichtsrat ergibt sich zum einen daraus, dass der Arbeitnehmervertreter im Wege einer freien, geheimen und demokratischen Wahl durch die Belegschaft bestimmt wurde. Zum anderen ergibt er sich dadurch, dass die Arbeitgebervertreter ebenfalls aus der historisch gewachsenen Gesellschafterstruktur besetzt wurden. 6.2 Aktuelle Maßzahlen für die Führungsebenen In der Geschäftsführung sind aktuell drei von drei Positionen durch Männer besetzt. Bei den internen Abteilungen gibt es aktuell fünf Leitungen und fünf stellvertretende Leitungen, von denen drei beziehungsweise fünf, insgesamt also acht von zehn, durch Frauen besetzt sind. 7 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor. 8 Prognosebericht Die Firma setzt ihr Wachstum, das 2023 bereits verlangsamt war, auch im Geschäftsjahr 2024 fort. Allerdings geschieht dies aufgrund des schwierigeren Marktumfelds bewusst und gesteuert nochmals ernsthaft langsamer als in Vorjahren. So stieg die Zahl der festangestellten Mitarbeiter der Gesellschaft von 804 am 31. Dezember 2023 auf 831 Anfang Juni 2024, inklusive der Tochterunternehmen betrachtet stieg die Zahl der festangestellten Mitarbeiter von 821 auf 849, ein Plus von jeweils 3,4 % in sechs Monaten. Dies ist für TNG im historischen Vergleich eine sehr niedrige Wachstumsrate. Grund für diese notwendige Vorsicht ist die schlechte Wirtschaftslage in Deutschland und der Wandel des IT-Servicegeschäfts von einem Verkäufer- zu einem Käufermarkt. Damit einher geht eine ausgeprägte Selektivität und Nachfrage der Kunden nach bereits erfahrenen Consultants, was die Möglichkeit für TNG stark reduziert, Berufseinsteiger auf Kundenprojekte einzuplanen und dort deren Fähigkeiten aufzubauen. Die für das Geschäftsjahr 2024 erwartete weitere Marktverschlechterung drückt sich auch darin aus, dass mindestens zwei unserer Großkunden jeweils Mitarbeiter entlassen müssen. Diese Entwicklung wurde in unserer Prognose ebenfalls berücksichtigt. Die im Geschäftsjahr 2023 im einstelligen Prozentbereich gestiegenen Verkaufspreise und die höhere Durchschnittsanzahl an Mitarbeitern wirken auch im Geschäftsjahr 2024 grundsätzlich weiter umsatzsteigernd. Die Preise werden sich aber wahrscheinlich schon im Jahresverlauf 2024 nicht halten lassen, sondern wieder erodieren. Zum einen müssen unsere Konkurrenten aggressive Preise machen, zum anderen fordern die Kunden, die teils selbst Mitarbeiter entlassen müssen, ein preisliches Entgegenkommen von uns oder stoppen Projekte ganz. Vor den genannten Hintergründen prognostizieren wir daher für das gesamte Geschäftsjahr 2024 nur noch ein Mitarbeiterwachstum von 4 bis 10 %, mit einem Mittelwert von etwa 7 %. Die neuen Mitarbeiter werden im In- und Ausland angeworben und sind teils auch rein englischsprachig. Das Umsatzwachstum prognostizieren wir in einer Bandbreite von 8 bis 20 % mit einem Mittelwert von 14 %, also deutlich höher als das Mitarbeiterwachstum. Der Mittelwert für den Umsatz liegt dabei gemäß unserer Prognose bei etwa 134 Millionen Euro für das Geschäftsjahr 2024, bei einer Bandbreite von 127 bis 141 Millionen Euro. Dabei prognostizieren wir, dass wir es schaffen, die Auslastung der Mitarbeiter sehr hochzuhalten. Für den Gewinn vor Steuern prognostizieren wir ein Wachstum proportional zum Wachstum der Umsatzerlöse oder knapp darunter. Es ist wie im Vorjahr von den Gesellschaftern geplant, einen wesentlichen Teil dieses Gewinns - nach Abzug der Steueraufwendungen - zur Stärkung der Eigenkapitalbasis zu verwenden, um der weiter steigenden Größe des Unternehmens sowie den gestiegenen Wirtschaftsrisiken gerecht zu werden. Trotz der schwierigen Kombination aus IT-Entlassungswelle, weiter vorhandener Inflation, fortdauerndem Ukrainekrieg, den Spannungen im Nahen Osten und den Sorgen unserer Kunden gehen wir als Hauptvariante von hinreichend positiven Rahmenbedingungen aus, um das Unternehmen entsprechend den oben dargestellten Erwartungen weiterentwickeln zu können. Wir prognostizieren daher, zumindest in 2024 ein akzeptables Wachstum erreichen zu können. Deshalb wurde auch schon im Januar 2024 eine allgemeine Gehaltserhöhung für alle Festangestellten vorgenommen. Bei den Büroflächen werden wir im Geschäftsjahr 2024 in Unterföhring unser Hauptquartiersgebäude vollständig mieten, in Karlsruhe und vermutlich Oxford die Flächen vergrößern. Bei der Internationalisierung des Geschäfts und der Organisation werden wir grundsätzlich zurückhaltend sein und vor allem die bereits gestarteten Länder weiterentwickeln. In den USA eruieren wir neue Geschäftsmöglichkeiten. Um auch 2025 und danach im Markt bestehen und gegebenenfalls auch wachsen zu können, werden wir bei genauer Kostenkontrolle unsere Stärken weiter nachschärfen und zusätzlich unseren Fokus auf Künstliche Intelligenz verstärken. Ein besonderes Augenmerk werden wir auf diejenigen Kunden haben, die wirtschaftliche Sorgen haben, um ihnen bei deren Lösung zu helfen, um dadurch auch selbst mit ihnen im Geschäft zu bleiben. Eine Wiederbeschleunigung des TNG-Wachstums im Geschäftsjahr 2025 erscheint uns zwar wünschenswert, aber zumindest gegenwärtig noch als unsicher. In Summe schauen wir, wenn auch etwas verhaltener als sonst, aber dennoch optimistisch in die Zukunft.
Unterföhring, den 9. Juli 2024 Henrik Klagges Dr. Robert Dahlke Thomas Endres Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
ANHANG1. Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Die Bilanz ist in Kontoform aufgestellt worden. Die in § 266 Abs. 2 und 3 HGB bezeichneten Posten sind gesondert und in der vorgeschriebenen Reihenfolge ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden. Die in § 275 Abs. 2 HGB bezeichneten Posten sind gesondert und in der vorgeschriebenen Reihenfolge ausgewiesen. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Das Geschäftsjahr der Gesellschaft entspricht dem Kalenderjahr. Der Jahresabschluss ist in Euro aufgestellt worden. 2. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDer Jahresabschluss wurde unverändert unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) aufgestellt, die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert zum Vorjahr angewendet: Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Bei den Anschaffungskosten wurden Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungspreisminderungen berücksichtigt. Die planmäßige Abschreibung wurde nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer (5 Jahre) der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Sachanlagen Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um die planmäßigen Abschreibungen vermindert. Bei den Anschaffungskosten wurden Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungspreisminderungen berücksichtigt. Die Herstellungskosten enthalten neben direkten Kosten auch systematisch zugerechnete Anteile der notwendigen Fertigungsgemeinkosten sowie Kosten der allgemeinen Verwaltung. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die planmäßige Abschreibung wurde nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer (zwischen 3 bis 13 Jahren) der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Anschaffungskosten von abnutzbaren beweglichen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Geschäftsjahr der Anschaffung in voller Höhe aufwandswirksam erfasst, wenn die Anschaffungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für den Vermögensgegenstand € 800,00 nicht übersteigen. Finanzanlagen Die Finanzanlagen sind zu den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am jeweiligen Abschlussstichtag bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen werden nur bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Anzahlungen für ein im Kalenderjahr 2024 neu gegründetes Tochterunternehmen geleistet. Zur Verbesserung der Aussagefähigkeit des Jahresabschlusses wurde unter den Finanzanlagen die Position "geleistete Anzahlungen auf Finanzanlagen" eingeführt. Vorräte Unfertige Leistungen wurden zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten nur die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Für das allgemeine Ausfallwagnis der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine Pauschalwertberichtigung i.H.v. 1,0 % des Nettoforderungsbestandes gebildet. Guthaben bei Kreditinstituten Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten wurden auf der Aktivseite Ausgaben bzw. auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellten. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital stimmt mit dem im Handelsregister eingetragenen Kapital überein. Der Ansatz erfolgte mit dem Nennbetrag. Der Ausweis und die Darstellung des Eigenkapitals erfolgen nach § 272 HGB. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen In den Steuerrückstellungen und Sonstigen Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und für das Geschäftsjahr oder früheren Geschäftsjahren zuzuordnende Aufwendungen sowie für drohende Verluste in angemessenem und ausreichendem Umfang individuelle Vorsorgen gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Langfristige Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen Zinssatz entsprechend der Laufzeit diskontiert. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Vom Abzinsungswahlrecht für kurzfristige Rückstellungen wurde kein Gebrauch gemacht. Effekte aus der Veränderung des Diskontierungszinssatzes werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern Bei der Berechnung der latenten Steuern wird das Temporary Konzept angewendet. Die latenten Steuern ergeben sich aufgrund von Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen im Anlagevermögen, in den Forderungen, den sonstigen Rückstellungen sowie den Verbindlichkeiten und werden im Fall eines Überhangs an passiven latenten Steuern angesetzt, wenn insgesamt von einer Steuerbelastung in künftigen Geschäftsjahren auszugehen ist. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragssteuersatzes der Gesellschaft von 30 %. Dieser umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Das Wahlrecht zur Aktivierung eines Überhanges an aktiven latenten Steuern nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde nicht ausgeübt. Umsatzrealisierung und Aufwendungen Umsatzerlöse aus Beratungs- und Unterstützungsleistungen, welche im Rahmen von geschlossenen Dienstverträgen erbracht werden, werden unter Beachtung des Realisationsprinzips nach erbrachter Leistung realisiert und ausgewiesen. Umsatzerlöse aus Leistungen, welche im Rahmen von geschlossenen Werkverträgen erbracht werden, werden nach erfolgter Kundenabnahme realisiert. Aufwendungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung periodengerecht erfasst. Forschungs- und Entwicklungskosten wurden in voller Höhe als Aufwand gebucht. Effekte aus der Veränderung des Diskontierungszinssatzes oder Zinseffekte einer geänderten Schätzung werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Währungsumrechnung Bilanzposten in fremder Währung werden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Folgebewertung bei kurzfristigen Bilanzposten erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtages. Langfristige Bilanzposten in Fremdwährung bestehen - wie im Vorjahr - nicht. 3. Erläuterung zur BilanzAnlagevermögen Eine von den historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist - unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres sowie einschließlich der kumulierten Abschreibung - im Anlagespiegel - als Anlage zum Anhang - dargestellt. Finanzanlagevermögen/Liste Anteilsbesitz Die TNG Technology Consulting GmbH ist an der TNG Technology Consulting ANZ Pty Ldt mit Sitz in Glen Iris/Australien zu 100 % beteiligt. Das Eigenkapital der Tochter zum 31.12.2023 beträgt € 71.127,10. Der Jahresüberschuss im Geschäftsjahr 2023 beträgt € 89.494,56. Die TNG Technology Consulting GmbH ist an der MintGarden GmbH mit Sitz in Erding zu 25,10 % beteiligt. Das Eigenkapital der MintGarden GmbH beträgt zum 31.12. 2023 € 112.603,37. Der Jahresfehlbetrag im Geschäftsjahr 2023 beträgt € 32.871,63. Die TNG Technology Consulting GmbH ist an der TNG Technology Consulting UK Ltd. mit Sitz in Oxford/UK zu 100 % beteiligt. Das negative Eigenkapital der Tochter zum 31.12.2023 beträgt € -105.252,41. Der Jahresfehlbetrag im Geschäftsjahr 2023 beträgt € -116.759,23. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Bei den Forderungen gegen verbundenen Unternehmen handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Eigenkapital Das Gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt gegenüber dem Vorjahr unverändert T€ 1.000. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Verpflichtungen aus Überstundenguthaben (T€ 3.605, VJ: T€ 2.798), ausstehenden Urlaubsansprüchen (T€ 1.842; VJ: T€ 1.539), Erfüllungsrückständen für Sabbatical (T€ 528; VJ: T€ 366), Gebühren und Beiträge (T€ 60; VJ: T€ 55 ), Gewährleistungs- und Kulanzverpflichtungen (T€ 0; VJ: T€ 100), Rückvergütungsansprüche (T€ 338; VJ: T€ 220), Jubiläen (T€ 357; VJ: T€ 284) und Abschluss- und Prüfungskosten (T€ 191; VJ: T€ 163) gebildet. Verbindlichkeiten Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Darlehensgewährung. 4. Erläuterung zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse lassen sich nach geographisch bestimmten Märkten und nach Tätigkeitbereichen wie folgt untergliedern:
Unter den Sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge von T€ 122 (VJ T€ 0) ausgewiesen. Diese resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen. Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte eine außerplanmäßige Abschreibung aufgrund einer voraussichtlich dauernden Wertminderung auf Beteiligungsbuchwert bezüglich der Anteile an der MintGarden GmbH in Höhe von T€ 82. 5. Sonstige PflichtangabenAbschlussprüferhonorar Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt T€ 86. Davon entfallen auf die Abschlussprüfung T€ 86. Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse bestehen aufgrund einer von TNG Consulting Technology GmbH gegenüber der TNG Technology Consulting UK Ltd, Oxford/UK abgegebenen und bis zum 02. Juli 2025 befristeten und auf 500.000 britische Pfund begrenzten Patronatserklärung. Aufgrund der Geschäftsentwicklung der Tochtergesellschaft gehen wir nicht von einer Inanspruchnahme der Patronatserklärung aus. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte in Form von Leasingverträgen bestehen in Höhe von T€ 227 für die Geschäftsjahre 2024 bis 2027:
Leasingverträge werden aus Praktikabilitätsgründen abgeschlossen und dienen insbesondere einer Streckung der notwendigen Ausgaben sowie einer Verringerung der längerfristigen Kapitalbindung und des Investitionsrisikos. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen resultieren aus den folgenden Mietverhältnissen:
Die Gesellschaft hat daneben zukünftige finanzielle Verpflichtungen aus bestehenden Softwarelizenzverträgen i.H.v. € 1.090.036,85 sowie aus bestehenden Wartungs- und Supportverträgen i.H.v. € 44.627,60. Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt für 2024 € 3.264.142,04 und für 2025 € 3.171.985,93. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 771 Arbeitnehmer beschäftigt, davon 55 in der Verwaltung und 716 im operativen Geschäft. Die Berechnung der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl erfolgte nach § 267 Abs. 5 HGB. Konzernverhältnisse sowie kleinster und größter Konsolidierungskreis Die Gesellschaft erstellt aufgrund der Inanspruchnahme der §§ 290 Abs. 5 i.V.m. 296 Abs. 2 HGB wegen untergeordneter Bedeutung der Tochtergesellschaften für die VFE-Lage keinen Konzernabschluss. Die Umsatzerlöse der Tochterunternehmen betragen lediglich 2,4 % des Umsatzes und deren Jahresergebnisse machen in Summe weniger als 1 % des Ergebnisses der TNG Technology Consulting GmbH aus. Daneben bestehen keine anderen Aspekte, die eine Konsolidierung erfordern. Organe der Gesellschaft Geschäftsführer der TNG Technology Consulting GmbH sind:
Dem Aufsichtsrat der TNG Technology Consulting GmbH gehörten die folgenden Personen an:
Von der Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht. Mindeststeuergesetz Basierend auf den von der OECD im Dezember 2021 veröffentlichten "Pillar Two Model Rules" hat die Europäische Union im Dezember 2022 eine Richtlinie zur Sicherstellung eines globalen Mindeststeuerniveaus für multinationale Unternehmensgruppen verabschiedet. Gesetze zur globalen Mindeststeuer wurden in mehreren Ländern erlassen, darunter auch in Deutschland. Die TNG Technology Consulting GmbH und ihre Tochtergesellschaften fallen nicht in den Anwendungsbereich dieser Regeln, da die gruppenweiten Umsatzerlöse gegenwärtig und auf absehbare Zeit den festgelegten Schwellenwert von Mio. € 750 unterschreiten. Vor diesem Hintergrund werden im Jahresabschluss der TNG Technology Consulting GmbH keine laufenden oder latenten Steueransprüche und -schulden mit Ertragssteuern aus den "Pillar Two" Regeln erfasst. 6. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag (Nachtragsbericht)Wesentliche berichtspflichtige Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor. 7. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von € 7.512.621,64 und dem Gewinnvortrag in Höhe von € 6.500.000,00 einen Betrag in Höhe von € 4.762.621,64 auszuschütten sowie den verbleibenden Betrag von € 9.250.000,00 auf neue Rechnung vorzutragen.
Unterföhring, den 9. Juli 2024 Henrik Klagges Dr. Robert Dahlke Thomas Endres Entwicklung des Anlagevermögens
Unterföhring, den 09. Juli 2024 gez. Henrik Klagges gez. Dr. Robert Dahlke gez. Thomas Endres BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die TNG Technology Consulting GmbH, Unterföhring Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der TNG Technology Consulting GmbH, Unterföhring, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TNG Technology Consulting GmbH, Unterföhring, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt 6. des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die in Abschnitt 6. des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 9. Juli 2024 Deloitte
GmbH
Jan Lehnhardt, Wirtschaftsprüfer Christian Booms, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats zum Geschäftsjahr 2023Sehr geehrte Damen und Herren, über seine Tätigkeit im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 erstattet der Aufsichtsrat folgenden Bericht: Nach der Vorbereitung im Geschäftsjahr 2022 hat der Aufsichtsrat in der Sitzung vom 1. Februar 2023 seine Geschäftsordnung verabschiedet. Besonderes Augenmerk des Aufsichtsrates lag anschließend auf der Prüfung des Jahresabschlusses. Nach eingehender Prüfung und Vorstellung durch den Wirtschaftsprüfer wurde der Jahresabschluss in der Bilanzsitzung am 12. Juli 2023 gebilligt. Der Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz und Gesellschaftsvertrag obliegenden Aufgaben umfassend wahrgenommen und die Geschäftsführung regelmäßig überwacht und beratend begleitet. Dabei standen im Geschäftsjahr 2023 aus Sicht des Aufsichtsrats folgende Themenbereiche im Vordergrund:
Im Geschäftsjahr 2023 ist der Aufsichtsrat zu zwei Sitzungen zusammengekommen. Bei den Sitzungen waren stets sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrats anwesend. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat mehrere weitere Besprechungen und Abstimmungen vorgenommen. In allen Sitzungen des Aufsichtsrats waren Mitglieder der Geschäftsführung anwesend. Zwischen den Sitzungen hat die Geschäftsführung den Aufsichtsrat oder seinen Vorsitzenden regelmäßig in Videokonferenzen, persönlichen Treffen oder per E-Mail über wesentliche Entwicklungen informiert und Entscheidungen vorab mit dem Aufsichtsrat, insbesondere dem Vorsitzenden, abgestimmt. Aus Sicht des Aufsichtsrats hat die Geschäftsführung damit ihre Berichts- und Informationspflichten gegenüber dem Aufsichtsrat im abgelaufenen Geschäftsjahr umfassend erfüllt und den Aufsichtsrat sowohl in den Aufsichtsratssitzungen als auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen laufend und umfassend über die Geschäftsentwicklung, die Lage der Gesellschaft und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert. Ausschüsse hat der Aufsichtsrat aufgrund seiner Größe nicht gebildet. Der Aufsichtsrat konnte sich im Geschäftsjahr 2023 bei den Beratungen zwischen Geschäftsführung und Aufsichtsrat und aufgrund der laufenden Information durch die Geschäftsführung und Gesellschafter von der Rechtmäßigkeit und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugen. Die Geschäftsführung hat entsprechend der Entwicklung des Unternehmens im abgelaufenen Geschäftsjahr die Organisation der TNG weiterentwickelt. Soweit für einzelne Maßnahmen der Geschäftsführung die Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlich war, wurden diese nach jeweils rechtzeitiger Information und Vorlage durch die Geschäftsführung vom Aufsichtsrat geprüft und die erforderliche Zustimmung erteilt. Der Aufsichtsrat kann damit feststellen, dass die Geschäftsführung ihn umfassend in die Lage versetzt hat, die Arbeit der Geschäftsführung laufend zu überwachen. Dabei ist der Aufsichtsrat zu der Überzeugung gelangt, dass die Geschäftsführung in jeder Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen erfüllt hat und keinen Anlass zu Beanstandungen durch den Aufsichtsrat gegeben hat. Daneben hat der Aufsichtsrat auch die Effizienz seiner eigenen Arbeit geprüft. In der Zusammensetzung des Aufsichtsrats gab es seit der Konstituierung keine weiteren Veränderungen. Den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss sowie den Lagebericht der TNG hat die Deloitte GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die genannten Unterlagen und den Prüfungsbericht der TNG lagen dem Aufsichtsrat zur Prüfung vor. Der Aufsichtsrat hat die vorgenannten Unterlagen und den Bericht der Abschlussprüfer in Vorbereitung auf die Sitzung vom 16. Juli 2024 durchgesehen und geprüft. In der Sitzung am 16. Juli 2024 wurde der Jahresabschluss sowie die Prüfungsberichte in Gegenwart des Abschlussprüfers erörtert. Der Aufsichtsrat kommt danach zu dem Ergebnis, dass der Jahresabschluss sowie der entsprechende Lagebericht ordnungsgemäß entsprechend der für den Abschluss geltenden Regeln aufgestellt wurde und ein zutreffendes Bild der Finanz- und Ertragslage der TNG darstellt. Auch die Durchsicht der Prüfungsberichte und die Erörterung mit den Abschlussprüfern führten zu keinen Beanstandungen oder Einwendungen des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Abschlussprüfer nach intensiver Behandlung zu und billigt den der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023. Der Jahresabschluss ist damit zugleich festgestellt. Ferner hat der Aufsichtsrat den Vorschlag der Geschäftsführung zur Verwendung des Bilanzgewinns der TNG für das Geschäftsjahr 2023 geprüft, der die Ausschüttung von 4.762.621,64 Euro vorsieht. Er stimmt nach eingehender Abwägung der Interessen, insbesondere der Interessen der Gesellschaft zur Finanzierung ihres Geschäftsbetriebs und des weiteren Wachstums der TNG einerseits und der Interessen der Gesellschafter an einer Auszahlung andererseits, dem Beschlussvorschlag zu und schließt sich diesem an. Der Aufsichtsrat dankt der Unternehmensleitung und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der TNG herzlich für die im Geschäftsjahr 2023 erbrachten Leistungen.
München, den 16.07.2024 Der Aufsichtsrat der TNG Technology Consulting GmbH Christoph Stock Eric Weikl Dr. Nils-Oliver Linden Beschluss über die Ergebnisverwendung:Mit Gesellschafterbeschluss vom 16. Juli 2024 wurde beschlossen, den Jahresüberschuss in Höhe von 4.762.621,64 EUR auszuschütten und den Gewinnvortrag in Höhe von 6.500.000,00 EUR sowie den Jahresüberschuss in Höhe von 2.750.000,00 EUR auf neue Rechnung vorzutragen. Angaben zur Feststellung: Mit Gesellschafterbeschluss vom 16. Juli 2024 wurde der Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt. |
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