Erste Abwicklungsanstalt

Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRA 20869
Eingetragen
23.12.2009
Branche
Kreditinstitute mit SonderaufgabenKreditinstitute des SparkassensektorsBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Der Abwicklungsanstalt obliegt die Aufgabe, von der WestLB AG, seit dem 02. Juli 2012 als Portigon AG firmierend (Portigon), und/oder ihren in- oder ausländischen Tochterunternehmen (zusammen die Portigon-Gruppe) zum Zwecke ihrer Stabilisierung und der Stabilisierung des Finanzmarktes Risikopositionen und nichtstrategienotwendige Geschäftsbereiche (übernommenes Vermögen) zu übernehmen und diese verlustminimierend abzuwickeln.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Nina van Bracht
seit 31.1.2024
Prokura
Christian Kothe
seit 31.1.2022
Prokura
Klaus Dr. Jürgens
seit 29.11.2021
Prokura
Silvia Wies
seit 2.10.2018
Prokura
Florence Bancel
seit 8.6.2018
Prokura
Gönül Alacayir
seit 8.6.2018
Prokura
Yvonne Carolin Hübl
seit 15.1.2018
Prokura
Yücel Yilmaz
seit 7.7.2017
Prokura
Christian Doppstadt
seit 7.7.2017
Vorstandsmitglied
Claudia Bauer
seit 10.10.2016
Prokura
Ronald Dr. Seidel
seit 8.6.2015
Prokura
Uwe Ahrens
seit 11.2.2015
Prokura
Sabine Bürgel
seit 6.6.2014
Prokura
Linda Hagen
seit 6.6.2014
Prokura
Dirk Zupp-Morianz
seit 6.6.2014
Prokura
Dirk Grandjean
seit 6.6.2014
Prokura
Sandra Jansen
seit 6.6.2014
Prokura
Tilmann Dr. Perger
seit 10.2.2014
Prokura
Oliver Walter
seit 10.12.2013
Prokura
Manfred Hübner
seit 4.6.2013
Prokura
Vorstandsmitglied
Henning Thomas
seit 4.6.2013
Prokura
Ingo Arpe
seit 4.6.2013
Prokura
Holger Nietmann
seit 1.3.2013
Prokura
Björn Erwart
seit 30.11.2012
Prokura
Helmut Weiß
seit 30.11.2012
Prokura
Prokura
Oliver Pfeifer
seit 30.11.2012
Prokura
Isabel Spitta
seit 30.11.2012
Prokura
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Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Erste Abwicklungsanstalt

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

FINANZBERICHT 2024

Aufgrund von Rundungen können sich bei Summen und Prozentangaben geringfügige Abweichungen zu den rechnerischen Werten ergeben.

Im Rahmen der Abwicklungstätigkeiten können sich einzelne Bilanz- und Ergebnispositionen erhöhen.

Zur besseren Lesbarkeit und Verständlichkeit wird das generische Maskulinum genutzt. Alle Geschlechter sind hiermit gleichermaßen gemeint.

Kennzahlen der EAA

Gewinn- und Verlustrechnung
in Mio. EUR
1.1.-31.12.2024 1.1.-31.12.2023
Zinsergebnis 56,3 31,4
Provisionsergebnis -20,1 -19,9
Nettoergebnis des Handelsbestands 9,0 3,6
Saldo sonstige Aufwendungen/Erträge 13,9 9,9
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen -50,2 -92,2
Ergebnis aus Finanzanlagen und Beteiligungen -14,9 -0,9
Ergebnis vor Risikovorsorge -6,0 -68,1
Kreditrisikovorsorge 3,8 68,1
Ergebnis vor Steuern -2,2 0,0
Steuern -0,2 -0,5
Jahresergebnis -2,4 -0,5
Bilanz
in Mrd. EUR
31.12.2024 31.12.2023
Bilanzsumme 13,0 13,8
Geschäftsvolumen 13,9 14,8
Kreditgeschäft 6,5 6,8
Handelsaktiva 3,4 3,7
Eigenkapital 0,7 0,7
Abwicklung 31.12.2024 31.12.2023
Bankbuch
Nominalwert (vor FX-Effekt) in Mrd. EUR 5,7 6,3
Portfolioabbau (gegenüber Vorjahresende) in Mrd. EUR -0,6 -1,3
Portfolioabbau (gegenüber Vorjahresende) in % -8,8 -17,3
Handelsbestand
Nominalwert (vor FX-Effekt) in Mrd. EUR 45,0 49,9
Portfolioabbau (gegenüber Vorjahresende) in Mrd. EUR -4,8 -6,7
Portfolioabbau (gegenüber Vorjahresende) in % -9,7 -11,8
Mitarbeiter 31.12.2024 31.12.2023
Anzahl der Mitarbeiter 56 67
Issuer Credit Ratings Kurzfrist-Rating Langfrist-Rating
Moody's Investors Service P-1 Aa1
Standard & Poor's A-1+ AA
Fitch Ratings F1+ AAA

Lagebericht für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024

Geschäftstätigkeit und Rahmenbedingungen
Geschäftstätigkeit der EAA

Die EAA agiert als Asset-Manager mit einem klaren, in ihrem Statut verankerten, öffentlichen Auftrag: Sie wickelt die von der ehemaligen WestLB AG (nunmehr Portigon AG) und ihren in- oder ausländischen Tochterunternehmen übernommenen Risikopositionen und nichtstrategienotwendigen Geschäftsbereiche (übernommenes Vermögen) wertschonend und risikominimierend ab. Dies dient der Stabilisierung des Finanzmarkts. Der Transfer der Risikopositionen und der nichtstrategienotwendigen Geschäftsbereiche der ehemaligen WestLB auf die EAA erfolgte in den Jahren 2009, 2010 (Erstbefüllung) und 2012 (Nachbefüllung).

Die EAA führt ihre Geschäfte nach kaufmännischen und wirtschaftlichen Grundsätzen unter Berücksichtigung ihres Abwicklungsziels und des Grundsatzes der Verlustminimierung. Sie gilt nicht als Kredit- oder Finanzdienstleistungsinstitut im Sinne des Kreditwesengesetzes, als Wertpapierdienstleistungsunternehmen im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes oder als Versicherungsunternehmen im Sinne des Versicherungsaufsichtsgesetzes. Sie betreibt gemäß ihrem Statut keine Geschäfte, die einer Zulassung nach der Richtlinie 2006/48/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 14. Juni 2006 oder der Richtlinie 2004/39/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 21. April 2004, zur Änderung der Richtlinien 85/611/EWG und 93/6/EWG des Rates und der Richtlinie 2000/12/EG des Europäischen Parlaments und des Rates und zur Aufhebung der Richtlinie 93/22/EWG des Rates in der jeweils geltenden Fassung bedürfen.

Die EAA unterliegt der Rechtsaufsicht durch die FMSA. Die BaFin beaufsichtigt die EAA hinsichtlich bankaufsichtsrechtlicher Bestimmungen, soweit diese auf die EAA anwendbar sind.

Grundlagen der Arbeit der EAA sind § 8a StFG, ihr Statut, die Geschäftsordnungen für den Verwaltungsrat und den Vorstand und deren jeweiligen Ausschuss beziehungsweise deren jeweilige Ausschüsse sowie die Risikostrategie und der Abwicklungsplan.

Der Abwicklungsplan beschreibt die beabsichtigten Abwicklungsmaßnahmen der EAA anhand einer Klassifizierung der Vermögenspositionen nach Teilportfolios (Cluster) und enthält einen Zeitplan für die vollständige Abwicklung des Vermögens innerhalb eines angemessenen Abwicklungszeitraums. Er wird mindestens vierteljährlich durch die EAA überprüft und gegebenenfalls angepasst, um insbesondere veränderte Umstände - zum Beispiel aktuelle Marktentwicklungen - zu berücksichtigen. Änderungen beziehungsweise Anpassungen des Abwicklungsplans erfolgen auf Basis eines vorherigen Beschlusses des Verwaltungsrats auf Antrag der EAA und bedürfen der Zustimmung der FMSA. In Abwicklungsberichten informiert die EAA die FMSA, ihren Verwaltungsrat und die an der EAA Beteiligten regelmäßig über den Ablauf der Abwicklung und die Umsetzung des Abwicklungsplans. Der Abwicklungsjahresbericht ist durch Beschluss des Verwaltungsrats festzustellen, bevor er bei der FMSA eingereicht wird.

Am Stammkapital der EAA sind das Land NRW mit rund 48,2%, der Rheinische Sparkassen-und Giroverband und der Sparkassenverband Westfalen-Lippe mit je rund 25,0% sowie der Landschaftsverband Rheinland und der Landschaftsverband Westfalen-Lippe mit je rund 0,9% beteiligt.

Organe der EAA sind der Vorstand, der Verwaltungsrat und die Trägerversammlung.

Der Vorstand der EAA besteht aus mindestens zwei Mitgliedern. Sie werden vom Verwaltungsrat mit Zustimmung der FMSA für höchstens fünf Jahre berufen; eine erneute Berufung ist zulässig. Der Vorstand führt die Geschäfte der EAA und vertritt sie gerichtlich und außergerichtlich.

Der Verwaltungsrat besteht aus zwölf Mitgliedern. Elf Mitglieder werden von der Trägerversammlung auf Vorschlag der jeweiligen Beteiligten ernannt. Ein Mitglied wird von der Bundesrepublik Deutschland - Finanzagentur GmbH, handelnd für den FMS, entsandt. Die Mitglieder wählen auf Vorschlag des Landes NRW einen Vorsitzenden und einen Stellvertreter. Der Verwaltungsrat berät den Vorstand der EAA und überwacht dessen Geschäftsführung; daneben obliegen ihm weitere, nach dem Statut zugewiesene Aufgaben.

Die Trägerversammlung setzt sich aus den am Stammkapital Beteiligten zusammen. Ihr obliegt unter anderem die Feststellung des Jahresabschlusses der EAA sowie die Entlastung der Mitglieder des Vorstands und des Verwaltungsrats.

Kapitalausstattung und Haftung

Das Stammkapital der EAA beträgt 500.000 EUR. Durch die Erstbefüllung entstand ein Eigenkapital von insgesamt rund 3,1 Mrd. EUR.

Im Rahmen der Nachbefüllung erhielt die EAA Eigenkapitalziehungsrechte in Höhe von 480 Mio. EUR. Diese Mittel werden die Haftungsbeteiligten der EAA und der FMS erforderlichenfalls nach festgelegten Teilbeträgen zur Verfügung stellen, falls das bilanzielle Eigenkapital einen Wert von 50 Mio. EUR unterschreiten sollte.

Für die Bonität der EAA ist - neben der Kapitalausstattung der EAA - die Verlustausgleichspflicht der Haftungsbeteiligten der EAA und des FMS von besonderer Bedeutung. Diese sind als Einzelschuldner gegenüber der EAA zum Ausgleich sämtlicher Verluste gemäß § 7 des Statuts der EAA nach Maßgabe der Regelungen des Statuts verpflichtet. Hierfür müssen sie der EAA Beträge in der Höhe und zu dem Zeitpunkt so zur Verfügung stellen, dass die EAA auch nach Verwendung ihres Eigenkapitals, dem liquide Mittel gegenüberstehen, jederzeit ihre fälligen Verbindlichkeiten begleichen kann. Die EAA ist verpflichtet, diesen Verlustausgleichsanspruch gegen die Haftungsbeteiligten und den FMS in dem Umfang und so rechtzeitig vor Eintritt einer drohenden Zahlungsunfähigkeit geltend zu machen, dass ihre Zahlungsfähigkeit zu jedem Zeitpunkt gewährleistet ist.

1 Zur Vereinfachung ist der Beitrag der Landschaftsverbände (Landschaftsverband Rheinland und Landschaftsverband Westfalen-Lippe) aufgrund der relativ geringen Quote in der Darstellung beim Land NRW enthalten.
2 Rheinischer Sparkassen- und Giroverband und Sparkassenverband Westfalen-Lippe jeweils zur Hälfte.
3 Ausfallhaftung durch das Land NRW.
4 Land NRW und FMS werden sich über die Aufteilung der hieraus entstandenen finanziellen Lasten untereinander auf der Grundlage des StFG verständigen.

Refinanzierung

Die Refinanzierung der EAA wurde bei der Erstbefüllung zunächst durch den nahezu vollständigen Transfer aller Emissionen und Einlagen der ehemaligen WestLB mit Gewährträgerhaftung dargestellt. In der Folgezeit nahm die EAA eigene Finanzmittel auf. Die EAA wird sich auch in Zukunft im Wesentlichen über die Begebung von Inhaberschuldverschreibungen und die kurzfristige Aufnahme von Finanzmitteln refinanzieren. Die Ratings der EAA entsprechen denen des Landes NRW. Das Risikogewicht kann entsprechend dem des Landes NRW angesetzt werden. Die EBA führt die EAA auf der Liste der öffentlichen Einrichtungen auf, für die gemäß Artikel 116 Abs. 4 CRR das Schuldnergewicht der relevanten regionalen Gebietskörperschaft (hier: Land NRW) angesetzt werden darf. Die guten Ratings von Moody's Investors Service, Standard & Poor's und Fitch Ratings sowie die Verlustausgleichspflicht der Haftungsbeteiligten und des FMS bilden die Basis für einen erfolgreichen Kapitalmarktauftritt der EAA.

Rechnungswesen

Die EAA stellt ihre Jahresabschlüsse nach HGB auf. Sie ist gemäß § 8a Abs. 1a Satz 3 StFG von der Erstellung von Konzernabschlüssen befreit. Die wesentlichen Beteiligungen - insbesondere die Erste EAA Anstalt öffentlichen Rechts & Co. KG - werden jedoch in die Abwicklungserfolgs- und Risikoplanung, die Risikoüberwachung sowie die Risikoberichterstattung einbezogen.

Organisation

Seit Beginn ihrer operativen Arbeit passt die EAA ihre Unternehmensstrukturen immer wieder an veränderte Rahmenbedingungen und Herausforderungen an. Die schrittweise Übernahme von milliardenschweren Portfolios stellte sie vor Herausforderungen beim Aufbau ihrer Organisation und bei der Rekrutierung von Experten. Der fortschreitende Abbau des Portfolios erfordert es, Kapazitäten und Kosten zu verringern, ohne jedoch das notwendige Know-how für eine erfolgreiche Abwicklung einzubüßen.

Hierzu hat die EAA im Rahmen ihrer langfristigen Dienstleisterstrategie die Erbringung von Portfolio-, IT- und Operations-Dienstleistungen weitgehend auf Dritte ausgelagert, mit dem Ziel, einerseits Kontinuität und Stabilität zu wahren und andererseits Flexibilität zu ermöglichen.

Die Anpassung der Organisations- und Kostenstrukturen aufgrund des fortschreitenden Portfolioabbaus ist elementarer Teil des Auftrags der EAA. Um auf eine flexible Servicerlandschaft zurückgreifen zu können, hat die EAA langfristige Serviceverträge mit einer maximalen Laufzeit (inklusive Verlängerungsoptionen) bis zum Jahr 2036 abgeschlossen.

In diesem Rahmen werden die Dienstleistungen für die Portfolioverwaltung von der BlackRock (Netherlands) B.V. - Frankfurt Branch, für die Finanzdaten-Services von der Accenture Banking Technology Solutions GmbH und für die ITK-Services von der ehemaligen matrix technology GmbH (nunmehr x1F Management & Technology Services GmbH) erbracht. Für die Compliance-Services ist nach wie vor die IBM Deutschland GmbH als Dienstleister beauftragt und die BlackRock Financial Management Inc. für die Structured Credit-Services. Ergänzend werden die Bankdienstleistungen Kontoführung und Zahlungsverkehr sowie die Verwahrung und Verwaltung der Wertpapierbestände von der J.P. Morgan SE - Frankfurt Branch als Hausbank der EAA bezogen.

Aufgrund der Bedeutung der ausgelagerten Tätigkeiten hat die EAA eine zentrale Stelle für eine integrierte Dienstleistersteuerung implementiert. Damit werden die Leistungsbeziehungen zwischen der EAA und ihren Dienstleistern in rechtlicher, inhaltlicher, prozessualer und monetärer Hinsicht systematisch überwacht und gesteuert.

Steuerungssystem

Die EAA erstellt regelmäßig, mindestens einmal jährlich, einen Abwicklungsplan und prüft diesen mindestens zum Ende eines jeden Geschäftsquartals auf Anpassungsbedarf. Der Abwicklungsplan beschreibt die beabsichtigten Abbaumaßnahmen inklusive des Zeitplans für die Abwicklung des Portfolios und die daraus resultierenden Implikationen für die Eigenkapital- und Finanzsituation der EAA.

Die wesentliche Steuerungsgröße der EAA ist der Rückgang des Nominalvolumens des Portfolios. Neben dem Volumenabbau sind weitere Steuerungsgrößen im Zusammenhang mit der Ertragslage relevant. Grundsätzliche Maßgaben sind gemäß § 5 Abs. 3 des Statuts der EAA die Verlustminimierung und die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit der EAA. Daher sind die Ertragssituation, die Eigenkapitalentwicklung und die Sicherstellung der jederzeitigen Liquidität weitere Kenngrößen der EAA. Entscheidungen der EAA werden in Bezug auf die genannten Steuerungsgrößen bewertet und ihr Beitrag wird an der Maßnahme zum Abwicklungserfolg gemessen.

Darüber hinaus kommt dem Verwaltungsaufwand eine besondere Bedeutung zu. Im Rahmen der Budgetplanung und des laufenden Kostencontrollings wird der geplante Volumenabbau kostenseitig gesteuert. Das Kostencontrolling hat innerhalb der EAA eine Schlüsselfunktion, da die Kompensation laufender Kosten durch profitables Neugeschäft in Abwicklungsanstalten aufgrund der gesetzlichen Vorschriften nicht möglich ist.

Neben der Planung wird die Steuerung durch ein laufendes Monitoring begleitet. Im Rahmen des Berichtswesens erhalten die Vorstandsmitglieder und Bereichsleiter regelmäßig eine Zusammenfassung aller getroffenen Portfoliomaßnahmen und der relevanten Daten in Bezug auf die Steuerungsgrößen der EAA. Dem Reporting kommt in Verbindung mit Soll-Ist-Abgleichen die Aufgabe zu, Abweichungen zum Abwicklungsplan aufzuzeigen, detailliert zu erläutern und hieraus entsprechende Handlungsempfehlungen abzuleiten.

Standortnetz der EAA

Der Sitz der EAA ist Düsseldorf. Darüber hinaus unterhält sie keine weiteren Standorte.

Die EAA ist an Tochtergesellschaften im In- und Ausland beteiligt, die selbst keine eigenen, aktiven Mitarbeiter beschäftigen.

Wirtschaftsbericht

Wirtschaftliches Umfeld

Im vierten Quartal 2024 gewann Donald Trump die Wahlen in den USA und wurde am 20. Januar 2025 als der 47. Präsident vereidigt. In Deutschland bildeten sich nach den Landtagswahlen im September 2024 in Thüringen, Sachsen und Brandenburg Regierungen unterschiedlicher Koalitionen - in zwei Fällen ohne parlamentarische Mehrheit. Daneben wurde der Deutsche Bundestag Ende 2024 vom Bundespräsidenten aufgelöst, nachdem zuvor der Bundeskanzler die Vertrauensfrage im Parlament verloren hatte. Infolgedessen wurden vorgezogene Neuwahlen auf den 23. Februar 2025 angesetzt. Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis vom Tag nach der Wahl gewannen CDU/CSU 208 Sitze im Deutschen Bundestag und könnten rein rechnerisch mit einer der beiden nächststärkeren Parteien, der AfD oder der SPD, eine Koalitionsregierung mit einer Parlamentsmehrheit bilden, wobei die CDU/CSU eine Koalition mit der AfD bereits ausgeschlossen hat. Eine wichtige Herausforderung der neuen Regierung dürfte in der Bekämpfung des wirtschaftlichen Abschwungs in Deutschland bestehen.

Ökonomisch verlief das vierte Quartal 2024 außerhalb Deutschlands ohne besondere Vorkommnisse. Der IWF schätzt in seinem World Economic Outlook vom Januar 2025 das globale Wachstum 2024 auf 3,2%. 2025 und 2026 soll es jeweils 3,3% betragen. Mit 1,9% beziehungsweise 1,8% sollen die "Advanced Economies" unterdurchschnittlich wachsen. Spitzenreiter in dieser Gruppe sind die USA (2,7%/2,1%), Schlusslicht ist Deutschland (0,3%/1,1%). Die weltweit höchsten Wachstumsraten werden 2025 und 2026 für Indien (jeweils 6,5%) und China (4,6%/4,5%) erwartet. Für die weltweite Inflation werden 4,2% für 2025 und 3,5% für 2026 erwartet, nach 5,7% im Jahr 2024.

Die wirtschaftspolitische Agenda der neugebildeten US-Regierung scheint die Bereitschaft zu höheren Einfuhrzöllen und niedrigeren Staatsausgaben sowie eine Abkehr vom Pariser Klimaabkommen zu umfassen. Dies setzt sich auch in regierungsunabhängigen Institutionen fort, zum Beispiel dem Austritt der Fed aus dem Network of Central Banks and Supervisors for Greening the Financial System. Der Offenmarktausschuss der Fed schätzt in seiner Vorhersage vom 18. Dezember 2024 das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in den USA für 2025 auf 2,1%, für 2026 auf 2,0% und für 2027 auf 1,9%. Im Jahr 2024 betrug das Wachstum 2,5%. Das Preisniveau auf Basis des Preisindex der persönlichen Konsumausgaben (Personal Consumption Expenditures Inflation) soll 2025 um 2,5%, 2026 um 2,1% und 2027 um 2,0% steigen, nach 2,4% im Jahr 2024.

Die EZB sagt für den Euroraum ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts für 2025 von 1,0%, für 2026 von 1,3% und für 2027 ebenfalls von 1,3% voraus. Tatsächlich wuchs das Bruttoinlandsprodukt nach Angaben von Eurostat 2024 um 1,1% gegenüber dem Vorjahr. Die Inflation, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (Harmonised Index of Consumer Prices), betrug 2,7% im Dezember 2024. Die Vorhersage der EZB beträgt 2,1% für 2025, 1,9% für 2026 und 2,0% für 2027.

In Deutschland ging das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2024 um 0,2% zurück. Der Jahreswirtschaftsbericht 2025 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz vom 29. Januar 2025 prognostiziert für 2025 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland von 0,3%, während die Herbstprojektion der Bundesregierung vom 9. Oktober 2024 für 2025 noch ein Wachstum von 1,1% voraussah. Die Deutsche Industrie- und Handelskammer erwartet in ihrer am 13. Februar 2025 veröffentlichten Konjunkturumfrage dagegen für 2025 einen weiteren Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,5%. Dabei sähen 60% der Unternehmen in den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen ihr größtes Geschäftsrisiko. Fast 40% der befragten Betriebe planten, ihre Investitionen zurückzufahren. Die Deutsche Industrie- und Handelskammer befürchtet, dass Deutschland eine weitere Deindustrialisierung drohe. Die Bundesregierung erwartete in ihrem Herbstgutachten eine Inflation von 2,2% für 2024, von 2,0% für 2025 und 1,9% für 2026. Tatsächlich betrug sie jeweils 2,8% im Dezember 2024 und Januar 2025.

Die Anzahl der beantragten Regelinsolvenzen stieg nach Angaben des Statistischen Bundesamts 2024 gegenüber dem Vorjahr um 16,8%, die der Unternehmensinsolvenzen im Oktober 2024 gegenüber dem Vorjahresmonat um 35,9%. Das damit verbundene Forderungsvolumen wuchs von 1,6 Mrd. EUR im Oktober 2023 auf 3,8 Mrd. EUR im Oktober 2024. Das Statistische Bundesamt weist darauf hin, dass die Anträge erst nach der ersten Entscheidung des Insolvenzgerichts in die Statistik einfließen. Der tatsächliche Zeitpunkt des Insolvenzantrags liegt in vielen Fällen annähernd drei Monate davor.

Wirtschaftliche Entwicklung im Überblick

Die wirtschaftliche Lage der EAA wurde im Geschäftsjahr 2024 im Wesentlichen durch ihren Abwicklungsauftrag bestimmt.

Die wesentliche Steuerungsgröße der EAA ist der Rückgang des Nominalvolumens des Portfolios. Das Bankbuch-Nominalvolumen verringerte sich um 8,8% auf 5,7 Mrd. EUR. Das Nominalvolumen des Handelsbestands sank im gleichen Zeitraum um 9,7% auf 45,0 Mrd. EUR.

Das Ergebnis nach Steuern von -2,4 Mio. EUR ist insbesondere durch den allgemeinen Verwaltungsaufwand von 50,2 Mio. EUR, das Provisionsergebnis von -20,1 Mio. EUR und das Ergebnis aus Finanzanlagen und Beteiligungen und die Nettoerträge aus der Kreditrisikovorsorge, die zusammen -11,1 Mio. EUR ausmachen, geprägt. Dem stehen im Wesentlichen das Zinsergebnis von 56,3 Mio. EUR, der Saldo aus sonstigen Aufwendungen und Erträgen von 13,9 Mio. EUR und das Nettoergebnis des Handelsbestands von 9,0 Mio. EUR gegenüber.

Die Bilanzsumme der EAA sank von 13,8 Mrd. EUR im Vorjahr auf 13,0 Mrd. EUR. Dies ist sowohl durch den Abbau des Bankbuchs als auch durch den Abbau des Handelsbestands begründet. Das Geschäftsvolumen, das auch außerbilanzielle Komponenten enthält, verringerte sich um 6,0% auf 13,9 (Vorjahr 14,8) Mrd. EUR.

Abwicklungsbericht

Die in diesem Kapitel erläuterten Werte und Entwicklungen werden regelmäßig an die FMSA und die Gremien der EAA berichtet. Sie beziehen sich auf das gesamte übernommene Vermögen, unabhängig davon, ob diese Werte im Einzelabschluss der EAA bilanziell oder außerbilanziell erfasst sind oder über Töchter gehalten werden (Durchschauprinzip).

Die Entwicklung der Nominalbeträge des Portfolios seit dem 1. Januar 2024 und die Überleitung zur Bilanzsumme der EAA zum 31. Dezember 2024 ergeben sich aus der folgenden Übersicht.

Überleitung des übertragenen Nominalvolumens zur Bilanzsumme

1 Angabe entspricht Buchwerten für Handelsbestands-Aktiva.
2 Enthält die Barreserve, Geldmarktgeschäfte, Barsicherheiten und EAA-gruppeninterne Kredite.

Nach der Steuerungslogik der EAA wird der Abwicklungsplanerfolg sowohl anhand der Reduzierung des Nominalvolumens vor Wechselkurseffekten (zu konstanten Wechselkursen per 31. Dezember 2011 für das Bankbuch beziehungsweise per 30. Juni 2012 für den Handelsbestand) als auch bezogen auf die Auswirkungen auf den Abwicklungsplan ermittelt. Dabei werden Verkaufserlöse, Buchwerte, Verlusterwartungen, Zinsertrag und der Refinanzierungsaufwand für diese Risikopositionen sowie Transaktionskosten berücksichtigt.

Abwicklungserfolg Bankbuch

Vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 verringerte sich das Bankbuch-Nominalvolumen von 6,3 Mrd. EUR auf 5,7 Mrd. EUR (zu Wechselkursen per 31. Dezember 2011). Das entspricht einem Nominalabbau von 0,6 Mrd. EUR (8,8%). Zu Wechselkursen per 31. Dezember 2024 beträgt das Volumen 6,1 Mrd. EUR. Seit dem 1. Januar 2012 verringerte sich das gesamte Bankbuch-Portfolio um 120,7 Mrd. EUR beziehungsweise 95,5%.

Nominalvolumen (zu Wechselkursen per 31.12.2011) Nominalvolumen (zu Wechselkursen per 31.12.2024)
Cluster Nominal 31.12.2024
Mio. EUR
Nominal 31.12.2023
Mio. EUR
Mio. EUR Veränderung zum 31.12.2023
in %
Nominal 31.12.2024
Mio. EUR
FX-Effekt 1
Mio. EUR
Structured Securities 1.862,0 2.172,3 -310,3 -14,3 2.099,2 237,1
Public Finance / FI 1.812,4 1.883,8 -71,5 -3,8 1.896,8 84,5
Other Assets 1.246,8 1.378,0 -131,2 -9,5 1.308,1 61,3
Legacy Liabilities 803,2 840,5 -37,4 -4,4 803,2 0,0
Gesamt 5.724,3 6.274,7 -550,3 -8,8 6.107,3 382,9

1 Durch Wechselkurseffekte bedingte Änderung des Nominalvolumens.
Hinweis: Zum Bilanzstichtag beträgt das gesamte NPL-Portfolio inklusive der Kredite an Tochterunternehmen zu aktuellen Wechselkursen 1,3 Mrd. EUR.

Der Rückgang im Cluster Structured Securities ist insbesondere auf planmäßige Teilrückzahlungen zurückzuführen.

Der Portfolioabbau in den restlichen Clustern ist bedingt durch Rückführungen.

Im Berichtszeitraum wurde ein Abwicklungsplan-Effekt von +4,9 Mio. EUR aus Verkäufen und vorzeitigen Rückführungen des Bankbuch-Portfolios erzielt. Aus sonstigen Maßnahmen entstand ein Abwicklungsplan-Effekt von -19,8 Mio. EUR. Dieser Effekt resultiert im Wesentlichen aus Risikovorsorgemaßnahmen.

Abwicklungserfolg Handelsbestand

Der Nominalwert des Handelsbestands stellt das den Derivaten zugrunde liegende Geschäftsvolumen und nicht das im Risiko stehende Engagement dar.

Das Handelsbestand-Portfolio beträgt per 31. Dezember 2024 nominal 45,0 Mrd. EUR. Insgesamt wurde im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 das Nominalvolumen des Handelsbestands um 4,8 Mrd. EUR beziehungsweise 9,7% (zu Wechselkursen per 30. Juni 2012) abgebaut. Seit der Übernahme hat sich der Handelsbestand nominal um 1.019,0 Mrd. EUR beziehungsweise 95,8% verringert.

Nominalvolumen (zu Wechselkursen per 30.6.2012) Nominalvolumen (zu Wechselkursen per 31.12.2024)
Nominal 31.12.2024
Mio. EUR
Nominal 31.12.2023
Mio. EUR
Mio. EUR Veränderung zum 31.12.2023
in %
Nominal 31.12.2024
Mio. EUR
FX-Effekt 1
Mio. EUR
Handelsbestand 45.039,9 49.874,0 -4.834,0 -9,7 46.325,7 1.285,7

1 Durch Wechselkurseffekte bedingte Änderung des Nominalvolumens.

Der Abbau mit einem Nominalrückgang von insgesamt 4,8 Mrd. EUR resultiert im Wesentlichen aus Fälligkeiten in Höhe von 5,0 Mrd. EUR, aus aktiven Maßnahmen in Höhe von 0,7 Mrd. EUR und aus gegenläufigen, bestandserhöhenden Hedgegeschäften in Höhe von 0,9 Mrd. EUR.

Lage der EAA

Ertragslage

Die Ertragslage der EAA ist durch das Zinsergebnis von 56,3 Mio. EUR, das Nettoergebnis des Handelsbestands von 9,0 Mio. EUR, den Saldo aus sonstigen Aufwendungen und Erträgen von 13,9 Mio. EUR, das negative Ergebnis aus Finanzanlagen und Beteiligungen und die Nettoerträge aus der Kreditrisikovorsorge, die zusammen -11,1 Mio. EUR ausmachen, sowie den allgemeinen Verwaltungsaufwand von 50,2 Mio. EUR und das Provisionsergebnis von -20,1 Mio. EUR geprägt. Der Personalaufwand beträgt 11,8 Mio. EUR. Die anderen Verwaltungsaufwendungen von 38,4 Mio. EUR bestehen hauptsächlich aus Aufwendungen für Dienstleistungen der verschiedenen Servicedienstleister.

Der Anstieg des Zinsergebnisses ergab sich durch Realisationseffekte der Eigenkapitalanlagen.

Das Provisionsergebnis ist im Wesentlichen auf den Aufwand aus der Bereitstellungsprovision für den Eigenkapitalziehungsrahmen zurückzuführen. Das Nettoergebnis des Handelsbestands liegt mit 9,0 Mio. EUR um 5,4 Mio. EUR über dem Ergebnis des Vorjahreszeitraums.

Insgesamt ergibt sich ein Ergebnis nach Steuern von -2,4 (Vorjahr -0,5) Mio. EUR.

Erfolgsrechnung

1.1.-31.12.2024 1.1.-31.12.2023 Veränderung
Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR in %
Zinsergebnis 56,3 31,4 24,9 79,3
Provisionsergebnis -20,1 -19,9 -0,2 -1,0
Nettoergebnis des Handelsbestands 9,0 3,6 5,4 >100
Saldo sonstige Aufwendungen/Erträge 13,9 9,9 4,0 40,4
Personalaufwand -11,8 -13,8 2,0 14,5
Andere Verwaltungsaufwendungen -38,4 -78,4 40,0 51,0
Ergebnis aus Finanzanlagen und Beteiligungen -14,9 -0,9 -14,0 >-100
Ergebnis vor Risikovorsorge -6,0 -68,1 62,1 91,2
Kreditrisikovorsorge 3,8 68,1 -64,3 -94,4
Ergebnis vor Steuern -2,2 -0,0 -2,2 >-100
Steuern -0,2 -0,5 0,3 60,0
Jahresergebnis -2,4 -0,5 -1,9 >-100
Verlustvortrag aus dem Vorjahr -2.363,0 -2.362,5 -0,5 -0,0
Bilanzverlust -2.365,4 -2.363,0 -2,4 -0,1

Zinsergebnis

Das Zinsergebnis liegt mit 56,3 (Vorjahr 31,4) Mio. EUR über dem Vorjahresniveau.

Im Zinsergebnis sind neben dem Zinsüberschuss (52,1 [Vorjahr 28,8] Mio. EUR) auch die laufenden Erträge aus Aktien, anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren, Beteiligungen und Anteilen an verbundenen Unternehmen (2,0 [Vorjahr 1,7] Mio. EUR) sowie die Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- und Teilgewinnabführungsverträgen (2,2 [Vorjahr 0,9] Mio. EUR) enthalten.

Die Zinserträge resultieren aus Kredit- und Geldmarktgeschäften in Höhe von 261,4 (Vorjahr 277,9) Mio. EUR sowie aus festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen in Höhe von 198,2 (Vorjahr 205,5) Mio. EUR.

Den Zinserträgen stehen Zinsaufwendungen von 407,5 (Vorjahr 454,6) Mio. EUR gegenüber.

Provisionsergebnis

Das Provisionsergebnis von -20,1 (Vorjahr -19,9) Mio. EUR ist im Wesentlichen auf die zu zahlende Bereitstellungsprovision für den Eigenkapitalziehungsrahmen zurückzuführen.

Nettoergebnis des Handelsbestands

Das Nettoergebnis des Handelsbestands beläuft sich auf 9,0 (Vorjahr 3,6) Mio. EUR und setzt sich aus dem Zins-, Devisen- und Bewertungsergebnis von 6,0 (Vorjahr -4,9) Mio. EUR sowie der Auflösung der Modellreserven von 3,0 (Vorjahr Auflösung 8,5) Mio. EUR zusammen.

Saldo sonstige Aufwendungen und Erträge

Der Saldo der sonstigen Aufwendungen und Erträge beträgt 13,9 (Vorjahr 9,9) Mio. EUR und ist im Wesentlichen durch ein positives Devisenergebnis in Höhe von 12,1 (Vorjahr Aufwand 0,2) Mio. EUR und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 2,0 (Vorjahr 10,9) Mio. EUR geprägt. Das positive Devisenergebnis ist im Wesentlichen auf die erheblichen USD-Schwankungen und das Cashflow-Hedging zurückzuführen.

Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 50,2 (Vorjahr 92,2) Mio. EUR. Davon entfielen 11,8 (Vorjahr 13,8) Mio. EUR auf Personalaufwendungen der EAA.

Die anderen Verwaltungsaufwendungen von 38,4 (Vorjahr 78,4) Mio. EUR resultierten in Höhe von 2,5 (Vorjahr 24,5) Mio. EUR aus den Serviceverträgen mit der EFS sowie in Höhe von 23,0 (Vorjahr 16,2) Mio. EUR aus den Serviceverträgen mit BlackRock, ABTS und XMT zur Unterstützung der EAA bei der Portfolioverwaltung und allen damit verbundenen Tätigkeiten. Zusätzlich waren im Vorjahr noch Umstellungskosten aus dem Transitionsprojekt in Höhe von 19,7 Mio. EUR angefallen.

Kreditrisikovorsorge

Die Kreditrisikovorsorge weist im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Nettoauflösung von 3,8 (Vorjahr Nettoauflösung 68,1) Mio. EUR auf. Die EAA hat allen erkennbaren Risiken in angemessener Form Rechnung getragen.

Ergebnis aus Finanzanlagen und Beteiligungen

Aus Finanzanlagen und Beteiligungen ergaben sich Nettoaufwendungen von insgesamt 14,9 (Vorjahr 0,9) Mio. EUR. Diese setzen sich aus Nettoaufwendungen aus Beteiligungen des Finanzanlagebestands von 16,4 Mio. EUR und Nettoerträgen aus Wertpapieren von 1,5 Mio. EUR zusammen. Die Erträge bei den Wertpapieren resultieren im Wesentlichen aus Auflösungen von Wertberichtigungen.

Das Ergebnis aus Beteiligungen resultiert im Wesentlichen aus der Übernahme des Verlusts der Erste EAA Anstalt öffentlichen Rechts & Co. KG (16,7 Mio. EUR) und aus Abschreibungen (0,3 Mio. EUR). Dem stehen Auskehrungen über den jeweiligen Buchwerten (0,5 Mio. EUR) gegenüber.

Steuern

Die Steuern setzen sich zusammen aus den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 0,2 (Vorjahr 0,5) Mio. EUR, bei denen es sich um ausländische Quellensteuern in Höhe von 0,1 (Vorjahr 0,5) Mio. EUR und Körperschaftsteuern in Höhe von 0,1 (Vorjahr 0,0) Mio. EUR handelt.

Jahresergebnis

Das Jahresergebnis beträgt -2,4 (Vorjahr -0,5) Mio. EUR und erhöht den Bilanzverlust, der auf neue Rechnung vorgetragen wird, auf 2.365,4 Mio. EUR.

Finanzlage und Emissionsaktivitäten

Wesentliche Aufgaben im Refinanzierungsprozess

Die EAA ist Emittentin von Wertpapieren und agiert zum Zweck der Refinanzierung und Abwicklungstätigkeit als unabhängige rechtliche Einheit mit einem eigenen Rating am Kapitalmarkt. Die EAA beauftragt Finanzinstitute mit dem Vertrieb ihrer Emissionen an geeignete Investoren.

Die strategischen Entscheidungen über Emissionsplan, Emissionsprogramme, Märkte und Preise werden durch das Management der EAA und das ALCO getroffen; als Berater wirken die beauftragten Finanzinstitute mit.

Im Vorfeld ihrer Emissionsmaßnahmen ermittelt die EAA in Vorbereitung auf die strategischen und operativen Entscheidungen den Liquiditätsbedarf unter Berücksichtigung der Fälligkeitsstruktur der Passiva sowie der Liquiditätszuflüsse aus Rückzahlungen und Verkäufen von Aktiva.

Die EAA definiert eine langfristige Emissionsstrategie, die regelmäßig - unterstützt durch Konsultation mit Kreditinstituten und Feedback von Investoren - überprüft und gegebenenfalls angepasst wird. Die Dokumentation für die Emissionsprogramme wird gemeinsam mit den beauftragten Finanzinstituten und externen Rechtsberatern erarbeitet.

Im Refinanzierungsprozess werden Zinsänderungs- und Fremdwährungsrisiken durch Hedging-Aktivitäten weitgehend abgesichert. Weitere Informationen zu den Marktpreisrisiken finden sich im Kapitel "Marktpreisrisiken".

Aktuelles Fundingvolumen

Zum Bilanzstichtag beträgt der Bestand an ausgegebenen Inhaberschuldverschreibungen, Schuldscheindarlehen und Commercial Paper nominal 8,2 Mrd. EUR. Darin enthalten ist das globale Commercial Paper-Programm mit einem Nominalbetrag im Gegenwert von 5,3 Mrd. EUR.

Im Berichtszeitraum wurde für die mittel- und langfristige Refinanzierung eine in Euro denominierte Neuemission mit einem Nominalvolumen von 0,5 Mrd. EUR begeben.

Im Rahmen des globalen Commercial Paper-Programms wurden im Berichtszeitraum Neuemissionen begeben, von denen zum Bilanzstichtag ein Nominalvolumen im Gegenwert von 5,3 Mrd. EUR im Umlauf war, davon 3,8 Mrd. USD (3,6 Mrd. EUR), 1,0 Mrd. GBP (1,2 Mrd. EUR) und 0,5 Mrd. EUR.

Zum Bilanzstichtag befinden sich keine von der EAA emittierten Wertpapiere im Bestand.

Im Berichtszeitraum verfügte die EAA jederzeit über eine ausreichende Liquidität, um allen Verbindlichkeiten fristgerecht nachzukommen.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der EAA zum Bilanzstichtag beträgt 13,0 (Vorjahr 13,8) Mrd. EUR. Inklusive außerbilanzieller Komponenten ergibt sich ein Geschäftsvolumen von 13,9 (Vorjahr 14,8) Mrd. EUR.

Bilanzposten Aktiva

31.12.2024 31.12.2023 Veränderung
Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR in %
Barreserve 0,0 0,0 0,0 -
Forderungen an Kreditinstitute 3.400,9 3.462,5 -61,6 -1,8
Forderungen an Kunden 2.229,1 2.380,2 -151,1 -6,3
Wertpapiere (soweit nicht Handelsbestand) 3.749,8 4.061,8 -312,0 -7,7
Handelsbestand 3.418,3 3.730,5 -312,2 -8,4
Beteiligungen/Anteile an verbundenen Unternehmen 27,6 28,3 -0,7 -2,5
Sonstige Aktiva 136,4 142,0 -5,6 -3,9
Bilanzsumme 12.962,1 13.805,3 -843,2 -6,1

Bilanzposten Passiva

31.12.2024 31.12.2023 Veränderung
Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR in %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.373,0 1.347,1 25,9 1,9
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 671,9 1.148,6 -476,7 -41,5
Verbriefte Verbindlichkeiten 7.327,4 7.409,2 -81,8 -1,1
Handelsbestand 2.848,1 3.145,1 -297,0 -9,4
Rückstellungen 49,8 54,5 -4,7 -8,6
Sonstige Passiva 41,1 47,6 -6,5 -13,7
Eigenkapital 650,8 653,2 -2,4 -0,4
Bilanzsumme 12.962,1 13.805,3 -843,2 -6,1
Eventualverbindlichkeiten 807,4 846,8 -39,4 -4,7
Andere Verpflichtungen/Kreditzusagen 91,8 101,7 -9,9 -9,7
Geschäftsvolumen 13.861,3 14.753,8 -892,5 -6,0

Kreditgeschäft

Das Kreditgeschäft besteht aus Forderungen, Auszahlungsverpflichtungen aus unwiderruflichen Kreditzusagen, Bürgschaften und Garantien. Zu den Forderungen gehören auch nicht börsenfähige Namensschuldverschreibungen und andere nicht börsenfähige Schuldverschreibungen.

Kreditgeschäft

31.12.2024 31.12.2023 Veränderung
Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR in %
Forderungen an Kreditinstitute 3.400,9 3.462,5 -61,6 -1,8
Forderungen an Kunden 2.229,1 2.380,2 -151,1 -6,3
Eventualverbindlichkeiten 807,4 846,8 -39,4 -4,7
Andere Verpflichtungen/Kreditzusagen 91,8 101,7 -9,9 -9,7
Kreditgeschäft 6.529,2 6.791,2 -262,0 -3,9

Die Forderungen an Kreditinstitute verminderten sich zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahresende um 61,6 Mio. EUR im Wesentlichen durch niedrigere gestellte Barsicherheiten (147,9 Mio. EUR), eine Minderung von Geldmarktgeschäften (69,4 Mio. EUR) und eine gegenläufige Erhöhung von Tagesgeldern (165,5 Mio. EUR).

Die Forderungen an Kunden reduzierten sich im Wesentlichen durch Tilgungen in Höhe von 151,9 Mio. EUR.

Wertpapiere

Der Wertpapierbestand verminderte sich gegenüber dem Vorjahresende durch Portfoliomaßnahmen und Tilgungen um 312,0 Mio. EUR. Die Liquiditätsreserve enthält keinen Bestand.

Die EAA hat weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr Wertpapierleihegeschäfte abgeschlossen.

Handelsbestand

Aktivische Handelsbestände werden mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich eines Risikoabschlags beziehungsweise passivische Handelsbestände zuzüglich eines Bewertungszuschlags in der Bilanz angesetzt. Die EAA weist zum Bilanzstichtag Handelsaktiva und -passiva mit einem Buchwert von 3,4 (Vorjahr 3,7) Mrd. EUR beziehungsweise 2,8 (Vorjahr 3,1) Mrd. EUR aus. Sie entfallen ausschließlich auf derivative Geschäfte.

Der Rückgang der Handelsaktiva und -passiva um jeweils 0,3 Mrd. EUR resultiert im Wesentlichen aus Bruttomarktbewertungen und Portfoliomaßnahmen.

Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen

Zum Bilanzstichtag betragen die Buchwerte der Beteiligungen 23,4 (Vorjahr 24,1) Mio. EUR und die der Anteile an verbundenen Unternehmen 4,2 (Vorjahr 4,2) Mio. EUR.

Die Buchwerte der Beteiligungen reduzierten sich im Wesentlichen durch die Kapitalrückführung einer Beteiligung (-1,0 Mio. EUR) und gegenläufigen Währungseffekten (+0,4 Mio. EUR). Die Buchwerte der Anteile an verbundenen Unternehmen sind nahezu unverändert.

Die Bilanzpositionen Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen enthalten auch Kapitalanteile aus Kreditrestrukturierungen (Debt-to-Equity Swap).

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden

Zum Bilanzstichtag betragen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1,4 (Vorjahr 1,3) Mrd. EUR. Hiervon entfallen 0,9 (Vorjahr 0,8) Mrd. EUR auf erhaltene Barsicherheiten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in Höhe von 0,7 (Vorjahr 1,1) Mrd. EUR bestehen im Wesentlichen aus begebenen Namensschuldverschreibungen in Höhe von 0,7 (Vorjahr 0,7) Mrd. EUR und Geldmarktgeschäften in Höhe von 0,0 (Vorjahr 0,4) Mrd. EUR.

Emissionsgeschäft

Der Bestand an verbrieften Verbindlichkeiten beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 7,3 (Vorjahr 7,4) Mrd. EUR.

Weitere Informationen zu den Emissionsaktivitäten finden sich im Kapitel "Finanzlage und Emissionsaktivitäten".

Rückstellungen

Die Höhe der Rückstellungen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 49,8 (Vorjahr 54,5) Mio. EUR. Der überwiegende Teil der bestehenden Rückstellungen entfällt auf die Abwicklungsaktivitäten. Für Risiken aus Rechtsstreitigkeiten wurde eine Vorsorge in Höhe von 0,2 Mio. EUR getroffen. Für weitere Informationen wird auf die Anhangangabe "Rückstellungen" verwiesen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der EAA beträgt zum Bilanzstichtag unverändert 500.000 EUR. Darüber hinaus ergab sich aus den ersten Übertragungen von Risikopositionen und nichtstrategienotwendigen Geschäftsbereichen der ehemaligen WestLB eine Kapitalrücklage in Höhe von 3.013,2 Mio. EUR.

Das handelsrechtliche Eigenkapital liegt zum Bilanzstichtag bei 650,8 (Vorjahr 653,2) Mio. EUR. Darin berücksichtigt sind neben dem Bilanzverlust andere Gewinnrücklagen in Höhe von 2,4 Mio. EUR, die aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren, deren Wertansatz sich aufgrund der durch das BilMoG geänderten Bewertung von Verpflichtungen verringert hat.

Zu weiteren Ausführungen zu den Veränderungen wird auf das Kapitel "Abwicklungsbericht" verwiesen.

Resümee der Geschäftslage

Die EAA erzielt ein erhöhtes Zinsergebnis im Wesentlichen durch Realisationseffekte der Eigenkapitalanlagen. Die Provisions- und Verwaltungsaufwendungen sowie das negative Ergebnis aus Finanzanlagen und Beteiligungen inklusive der Verlustübernahme führen insgesamt für das Geschäftsjahr 2024 zu einem Verlust.

Die Vermögenslage der EAA ist geordnet. Zum Bilanzstichtag beträgt das Eigenkapital 650,8 Mio. EUR. Liquidität war jederzeit in ausreichendem Maße vorhanden.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag sind nicht aufgetreten. Eine entsprechende Aussage ist im Anhang (Kapitel "Nachtragsbericht") enthalten.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Finanzielle Leistungsindikatoren

Da das Ziel der EAA der wertschonende und risikominimierende Abbau des übernommenen Vermögens ist, sind die für die interne Steuerung der EAA genutzten finanziellen Leistungsindikatoren nicht vergleichbar mit den üblicherweise von Kreditinstituten verwendeten finanziellen Leistungsindikatoren.

So steht beispielsweise die Eigenkapitalrendite nicht im Vordergrund der Geschäftsausrichtung. Die wesentliche Steuerungsgröße ist der Nominalabbau des Portfolios der EAA. Darüber hinaus sind weitere Kennziffern im Zusammenhang mit der Ertragslage von Bedeutung. Diese Kennziffern werden regelmäßig in absoluter und in relativer Darstellung in den Abwicklungsberichten aufgeführt. Die Ausgangsbasis für die Darstellung des Abbauerfolgs des Gesamtportfolios ist für das Bankbuch der 31. Dezember 2011 und für den Handelsbestand der 30. Juni 2012 (siehe hierzu auch das Kapitel "Abwicklungsbericht").

Die konkreten Ausprägungen sind in den Kapiteln "Abwicklungsbericht" und "Lage der EAA" dargestellt.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Mitarbeiter

Hochqualifizierte, motivierte, kreative und loyale Mitarbeiter, die sich insbesondere durch ihre Leistungsbereitschaft und Eigenverantwortung auszeichnen, sind ein entscheidender Erfolgsfaktor für die EAA.

Durch ihre Identifikation mit der EAA und ihr Engagement leisten die Mitarbeiter einen entscheidenden Beitrag zur Erfüllung des öffentlichen Auftrags der EAA. Dabei werden vorhandene Talente, Fähigkeiten und Potenziale durch ein hohes Maß an Eigenverantwortung sowie individuelle Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen gefordert und gefördert. Einmal jährlich führt der personalverantwortliche Leiter auf Wunsch des Mitarbeiters ein strukturiertes Personalentwicklungsgespräch. Ziel des Gesprächs ist zum einen die Leistungsbeurteilung des vergangenen Jahres und zum anderen die Festlegung einer Zielvereinbarung für die kommenden Monate.

Durch die Personalarbeit wird ein Umfeld geschaffen, in dem sich die Mitarbeiter, basierend auf ihrer derzeitigen Lebensphase, bestmöglich entwickeln und weiterqualifizieren können. Mit der Abwicklung des Portfolios hat die EAA einen komplexen öffentlichen Auftrag übernommen und stellt daher hohe Anforderungen an ihre Mitarbeiter. Zur Sicherung dieser Expertise werden unter anderem personalwirtschaftliche Maßnahmen wie bereichsübergreifende Projekte, Jobrotationen und Programme zur Entwicklung persönlicher Fähigkeiten angeboten.

Die EAA pflegt eine wertschätzende und leistungsorientierte Unternehmenskultur.

Zum 31. Dezember 2024 beschäftigte die EAA 56 Mitarbeiter (exklusive zweier Vorstandsmitglieder). Die Anzahl wurde im Vergleich zum Vorjahr (31. Dezember 2023: 67 Mitarbeiter exklusive zweier Vorstandsmitglieder) verringert. Die Entwicklung der Mitarbeiterzahlen stellt für die EAA einen nichtfinanziellen Leistungsindikator dar, der jährlich im Rahmen der Abwicklungsplanung einer Überprüfung unterzogen und gegebenenfalls auch unterjährig an die aktuellen Gegebenheiten angepasst wird.

Reputation und Akzeptanz

Als öffentlich-rechtliche Anstalt benötigt die EAA die Akzeptanz und das Vertrauen der Parlamente und der Öffentlichkeit, um ihren Auftrag erfolgreich umsetzen zu können. Auch mit Blick auf ihre Refinanzierungsmöglichkeiten am Kapitalmarkt misst sie ihrer öffentlichen Wahrnehmung besonderes Gewicht bei. Vor diesem Hintergrund sind mögliche Reputationsrisiken für die EAA von entsprechender Relevanz.

Diesen Risiken begegnet die EAA zum einen durch eine auf hohe Transparenz gerichtete Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Dazu gehören insbesondere die regelmäßigen Publikationen von Geschäfts- und Zwischenberichten oder aktuellen Informationen auf der EAA-Homepage.

Zum anderen fördern der Vorstand und die Mitarbeiter der EAA das Verständnis für die Besonderheiten des Abwicklungsauftrags durch die Kommunikation mit Multiplikatoren-Gruppen, etwa durch Gespräche mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft sowie Investoren.

Ihre Wahrnehmung und lokale Verankerung am Standort Düsseldorf fördert die EAA auch durch das soziale Engagement ihrer Mitarbeiter.

Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

Risikobericht

Ein gemeinsames Ziel der Haftungsbeteiligten, des FMS und der EAA ist es, das strategische Abwicklungsrisiko zu minimieren - also die Gefahr, ökonomisch negativ vom Abwicklungsplan abzuweichen und höhere Verluste aus der Portfolioabwicklung zu erleiden als geplant. Die EAA hat im Berichtszeitraum weitere Fortschritte bei der Umsetzung des Abwicklungsauftrags erzielt.

Die in diesem Kapitel erläuterten Werte und Entwicklungen werden im Rahmen der Beaufsichtigung der EAA regelmäßig an die FMSA berichtet. Sie beziehen sich auf das gesamte auf die EAA übertragene Vermögen, unabhängig davon, ob diese Werte im Einzelabschluss der EAA bilanziell oder außerbilanziell erfasst sind oder über Töchter gehalten werden (Durchschauprinzip).

Organisation des Risikomanagements

Die BaFin beaufsichtigt die EAA hinsichtlich bankaufsichtsrechtlicher Bestimmungen, soweit diese auf die EAA anwendbar sind. Die MaRisk werden von der EAA nahezu vollständig angewendet.

Die EAA unterscheidet sich von einer Geschäftsbank. Dies beeinflusst im Wesentlichen die Risikostrategie. Da die EAA kein Neugeschäft akquiriert, sondern lediglich in Ausnahmefällen im Rahmen von Restrukturierungen Kreditlinien erhöht beziehungsweise Liquiditätsmanagement betreibt, entfallen für die EAA solche Funktionen, die in eine banktypische Risikostrategie mit Neugeschäftssteuerung einbezogen werden. Weiterhin muss die EAA keine Kapitalunterlegungsvorschriften anwenden. Der Anspruch, den Abwicklungsauftrag ausschließlich auf der Basis des vorhandenen Eigenkapitals zu erfüllen und die darüber hinaus gehenden Eigenkapitalinstrumente und die Verlustausgleichspflicht nicht in Anspruch nehmen zu müssen, stellt eine erhebliche Herausforderung an die Qualität und die Leistungsfähigkeit des Risikomanagements dar.

Ziel des Risikomanagements der EAA ist es daher, das strategische Abwicklungsrisiko zu minimieren. Aufgabe des Risikomanagements ist es dabei, die Risiken für die EAA auf der Basis einer umfangreichen Risikoberichterstattung zu ermitteln, zu analysieren, zu steuern und zu überwachen.

Der Vorstand legt die Risikostrategie fest. Die Risikostrategie sowie die dort enthaltenen Grundsätze der Risikopolitik werden vom Prüfungs- und Risikoausschuss des Verwaltungsrats mit dem Vorstand erörtert. Auf Empfehlung des Prüfungs- und Risikoausschusses beschließt der Verwaltungsrat die in der Risikostrategie enthaltenen Grundsätze der Risikopolitik.

Die Gesamtrisikostrategie bildet das Rahmenwerk für die Risikosteuerung. Sie enthält die Grundsätze des Risikomanagements, definiert die wesentlichen Risikoarten und nennt Kernelemente der Risikomanagementprozesse. Sie wird durch spezifische Einzelrisikostrategien konkretisiert. Die wesentlichen Einzelstrategien bestehen für die Risikoarten Kredit-, Marktpreis-, Liquiditäts-, Lebensversicherungs- und operationelle Risiken (inklusive Reputations-, Rechts- und Steuerrisiken). Die Risikostrategien werden mindestens jährlich überprüft.

Um seine Verantwortung für die Risikosteuerung wahrzunehmen, hat der Vorstand eine unternehmens- und bereichsübergreifende Struktur aus verschiedenen Komitees implementiert. Die Komitees sind als Vorstandskomitees ständige Einrichtungen der EAA. Sie fungieren als zentrale Entscheidungs-, Steuerungs- und Informationsgremien für strategische Fragen des Portfoliomanagements und des Abwicklungsplans.

Die Komitees treffen Entscheidungen zu Risikostrategie und -methoden:

RiskCo - umfasst das Portfoliomanagement und insbesondere das Management von Kreditrisiken

ALCO - umfasst die Optimierung der Aktiv-/Passiv-Steuerung, das Monitoring und die operative Steuerung der Liquidität, der Refinanzierung, der Zins- und Fremdwährungsrisiken, des Handelsbestands sowie der operationellen Risiken (inklusive Reputations-, Rechts- und Steuerrisiken)

Der Bereich Risikocontrolling ist für die unabhängige Überwachung und Kommunikation der Risiken der EAA zuständig und hat insbesondere die folgenden Aufgaben:

Unterstützung der Geschäftsleitung in allen risikopolitischen Fragen, insbesondere bei der Entwicklung und Umsetzung der Risikostrategie sowie bei der Ausgestaltung eines Systems zur Begrenzung der Risiken,

Durchführung der Risikoinventur und Erstellung des Gesamtrisikoprofils sowie

Unterstützung der Geschäftsleitung bei der Einrichtung und Weiterentwicklung der Risikosteuerungs- und Risikocontrollingprozesse.

Der Bereich Risikocontrolling ist für die Überwachung der Marktpreis-, der Kontrahenten-und der Liquiditätsrisiken sowie der operationellen Risiken verantwortlich. Der Bereich Kreditrisikomanagement bildet die Marktfolge im Kreditgeschäft im Sinne der MaRisk. Insbesondere liegt in diesem Bereich die Kreditkompetenz. Ihm obliegen die Kreditrisikosteuerung und das Kreditrisikocontrolling. Die Bereiche Risikocontrolling und Kreditrisikomanagement überwachen und analysieren die Risikopositionen und die Auslastung der Limite und leiten - sofern erforderlich - risikomindernde Maßnahmen ein.

Das Risikomanagementsystem wird regelmäßig durch die Interne Revision der EAA überprüft.

Zum 1. März 2025 sind die Marktfolgebereiche Risikocontrolling und Kreditrisikomanagement zum neuen Marktfolgebereich "Risikocontrolling & Kreditrisikomanagement" organisatorisch zusammengelegt worden. Die Maßnahme dient der Sicherstellung einer effizienten organisatorischen Aufstellung vor dem Hintergrund des fortschreitenden planmäßigen Personalabbaus und entspricht den regulatorischen Anforderungen an die EAA.

Risikoberichterstattung

Risiken können nur nachhaltig gesteuert und überwacht werden, wenn sie transparent sind und die zugrunde liegenden Analyseergebnisse entscheidungsrelevant aufbereitet und kommuniziert werden. Aus diesem Grund gehört die Risikoberichterstattung zu den Kernaufgaben des Bereichs Risikocontrolling. Dabei werden die FMSA, die verantwortlichen Komitees, der Vorstand sowie der Verwaltungsrat und der Prüfungs- und Risikoausschuss regelmäßig über alle risiko- und ertragsrelevanten Entwicklungen informiert. Die Risikoberichterstattung ist Bestandteil des monatlichen Abwicklungsberichts und des vierteljährlichen Risikoberichts.

Der Vorstand unterrichtet den Verwaltungsrat und den Prüfungs- und Risikoausschuss regelmäßig mit Abwicklungsberichten und mit einer separaten, an die Informationsbedürfnisse der Gremien angepassten Risikoberichterstattung über die aktuelle Abwicklungs- und Gesamtrisikosituation der EAA.

Kreditrisiken

Die EAA unterscheidet bei den Kreditrisiken Ausfall-, Migrations-, Kontrahenten-, Emittenten-, Beteiligungs- und Länderrisiken:

Das Ausfallrisiko umfasst potenzielle Verluste, wenn ein Kreditnehmer vollständig oder teilweise unfähig oder unwillig ist, seinen vertraglichen Verpflichtungen nachzukommen, insbesondere der Verpflichtung zur Rückzahlung seines Kredits.

Das Migrationsrisiko umfasst rechnerisch ermittelte potenzielle Verluste, wenn sich infolge verschlechterter Bonität eines Kreditnehmers der erwartete Zins- und Tilgungsausfall seines Kredits erhöht.

Das Kontrahentenrisiko umfasst potenzielle Verluste aus dem Ausfall von Kontrahenten von Derivategeschäften beziehungsweise aus der Verschlechterung ihrer jeweiligen Bonität. Ebenfalls unter das Kontrahentenrisiko fällt das Settlementrisiko. Die Ermittlung des Kontrahentenrisikos erfolgt sowohl für das Bankbuch als auch für den Handelsbestand.

Das Emittentenrisiko umfasst potenzielle Verluste, die sich ergeben, wenn Emittenten von im Portfolio gehaltenen Wertpapieren ausfallen beziehungsweise wenn sich deren Bonität verschlechtert.

Das Beteiligungsrisiko umfasst potenzielle Verluste aus Dividendenausfällen, Abschreibungen, Veräußerungsverlusten und aus einer Reduktion der stillen Reserven aus Beteiligungen der EAA.

Das Länderrisiko umfasst die im Wesentlichen hoheitlich bedingte Unfähigkeit eines Kreditnehmers, seinen Verpflichtungen nachzukommen.

Analyse und Bewertung von Kreditrisiken

Das Risikocontrolling der EAA analysiert und überwacht zusammen mit dem Kreditrisikomanagement laufend das Kreditportfolio und dessen Ausfall- und Migrationsrisiken. Um die möglichen Folgen systemischer Krisen bewerten zu können, wird im Rahmen eines Stresstests regelmäßig überprüft, wie sich eine portfolioweite Verschlechterung der Ratings um mehrere Ratingstufen auf den erwarteten Verlust auswirken würde. Bezogen auf das Gesamtportfolio werden die Höhe der Risikovorsorge und ihre Entwicklung eingeschätzt. Im Rahmen der Erstellung des Abwicklungsplans werden zwei Stressszenarien für Adressenausfallrisiken sowie ein inverser Stresstest bezogen auf das Engagement in der Peripherie der Eurozone betrachtet. Ferner werden Konzentrationsrisiken in einzelnen Teilportfolios, Assetklassen und Regionen untersucht.

Die EAA beurteilt die Kreditrisiken sowohl bezogen auf das gesamte Portfolio als auch auf Einzelengagements. Kreditqualität und Ausfallwahrscheinlichkeit werden regelmäßig anhand von Bilanzanalysen und Ratings bewertet. In einem klar definierten Prozess werden problematische Engagements analysiert, Handlungsalternativen definiert und den nach der Kompetenzordnung der EAA zuständigen Personen oder Gremien zur Entscheidung vorgelegt. Auch die Ratings der nicht-leistungsgestörten Kredite werden regelmäßig (mindestens jährlich) überprüft und - sofern erforderlich - angepasst. Per 31. Dezember 2024 wurden alle Ratings des Bankbuchs im Rahmen des mindestens jährlichen Rhythmus überprüft. Zusätzlich werden im Rahmen von Cluster- und Portfolioanalysen große Einzelengagements gesondert dargestellt.

Zentraler Gegenstand der Portfolioanalyse sind auch Problemkredite. Sie werden intensiv beobachtet und aktiv bearbeitet. Mit der Watchlist steht ein Mechanismus zur Überwachung der Problemkredite und der Engagements in der Intensivbetreuung zur Verfügung. Weitere Details hierzu sind im Kapitel "Problemkredite und Risikovorsorge" aufgeführt. Die Angemessenheit einer Risikovorsorge wird durch die Analyse der Werthaltigkeit der Forderung, der zu erwartenden Cashflows und der bestehenden Sicherheiten ermittelt.

Steuerung von Kreditrisiken

Die wichtigsten Steuerungselemente für Kreditrisiken sind die Restrukturierung oder - soweit sich entsprechende Opportunitäten ergeben - der Verkauf von Krediten, letzterer unter Berücksichtigung des Abwicklungsplaneffekts. Darüber hinaus kann die EAA einzelne Engagements durch Kreditausfallversicherungen und Kreditderivate absichern.

Ausfallrisiken werden im Allgemeinen auf der Basis der Kreditlinien limitiert, die die Portigon vor dem Portfolioübergang zugesagt hatte. Erhöhungen sind nur im Ausnahmefall im Rahmen von Restrukturierungen zulässig, sofern sie zur Verlustminderung beitragen. Bei Teilrückzahlungen werden die zugesagten Linien und Limite entsprechend gekürzt.

Migrationsrisiken und Ratingverteilungen im Portfolio werden regelmäßig überwacht und an die zuständigen Gremien der EAA berichtet. Verschlechterte Kreditqualitäten werden durch Ratingherabstufungen abgebildet. Verschlechterte Ratings bei Einzelengagements werden im Rahmen des Kreditprozesses bewertet und die betroffenen Engagements auf mögliche Handlungsalternativen untersucht, zum Beispiel Restrukturierung oder Verkauf. Das Vorgehen gegenüber dem Kreditnehmer wird durch die jeweiligen Kompetenzträger gemäß Kompetenzordnung genehmigt.

Kontrahentenrisiken analysiert die EAA, indem sie die Engagements anhand von Ausfallberechnungen überwacht und bewertet. Die Methode zur Berechnung des Engagements für OTC-Derivate berücksichtigt Sicherheiten und Netting. Kontrahentenrisiken werden durch Rahmenverträge mit Netting und symmetrischen Besicherungen minimiert.

Emittentenrisiken aus dem Handelsbestand werden auf der Basis der im Rahmen der Nachbefüllung übernommenen Engagements gegenüber einzelnen Emittenten limitiert. Emittentenrisiken werden analog zu den Ausfallrisiken betrachtet und behandelt.

Kreditrisiken Bankbuch

Das Kreditrisiko für die EAA wird regelmäßig ausgewertet, um alle Adressenausfallrisiken im Portfolio zu identifizieren, zu analysieren, zu bewerten und zu steuern. Anhand verschiedener Parameter, wie zum Beispiel Risikoarten, Laufzeiten und Regionen, identifiziert die EAA Risikokonzentrationen.

Das Nominalvolumen des Bankbuch-Portfolios (im Wesentlichen bestehend aus Krediten und Wertpapieren) ist im Geschäftsjahr 2024 um 0,6 Mrd. EUR auf 5,7 Mrd. EUR zurückgegangen (auf der Basis konstanter Wechselkurse per 31. Dezember 2011). Detaillierte Angaben zum Abwicklungserfolg sind im Kapitel "Abwicklungsbericht" aufgeführt.

Die Qualität des Bankbuch-Portfolios schlägt sich in einem Investment Grade-Anteil (Ratingklassen 1-11) von rund 78% (31. Dezember 2023: 76%) nieder. Die EAA verwendet die Ratingskala der RSU GmbH & Co. KG. Die Festlegung des Investment Grade-Bereichs erfolgt über die jeweiligen Ausfallwahrscheinlichkeiten in Anlehnung an die Vorgaben des externen Ratinganbieters.

Die Überleitung der internen auf externe Ratings ist in der folgenden Tabelle dargestellt.

INTERN EAA EXTERN Fitch
1 AAA/AA+
2 3 AA/AA-
4 A+
5 A
6 A-
7 Investment Grade
8 BBB+
9 BBB
10
11 BBB-
12 BB+
13 BB
14
15 BB-
16 B+
17
18 B Non-Investment Grade
19
20 B-
21 CCC-C
22-24

Aufteilung Nominalvolumen nach Laufzeiten 1, 2

31.12.2024
Mio. EUR
31.12.2023
Mio. EUR
<= 5 J 956,1 1.004,5
> 5 J <= 10 J 1.501,6 1.421,9
> 10 J <= 20 J 2.891,1 2.837,5
> 20 J 375,5 1.010,8
Gesamt 5.724,3 6.274,7

1 Bei Vermögenswerten ohne feste beziehungsweise mit sehr langer Laufzeit: erwartetes Rückzahlungsprofil.
2 Ohne Berücksichtigung von Wechselkurseffekten (auf der Basis der Umtauschraten per 31. Dezember 2011).

Die Veränderungen in den Laufzeitenbändern ergeben sich größtenteils aus den laufzeitenbedingten Verschiebungen im Zeitablauf. Das Laufzeitenband größer 20 Jahre reduziert sich im Wesentlichen aufgrund eines Engagements aus dem Cluster Legacy Liabilities, welches in das Laufzeitband zehn bis 20 Jahre fällt. In diesem Laufzeitband erfolgten im Jahresverlauf größere Rückzahlungen aus Structured Securities Engagements.

Die sonstigen Veränderungen innerhalb der Laufzeitenbänder spiegeln die im Geschäftsjahr 2024 vorgenommenen Portfoliomaßnahmen und Amortisationen wider.

Aufteilung Nominalvolumen nach Regionen 1

31.12.2024
Mio. EUR
31.12.2023
Mio. EUR
EMEA 2.340,9 2.505,3
Amerika 2 1.927,8 2.241,0
Deutschland 1.395,4 1.468,1
APAC 60,2 60,3
Gesamt 5.724,3 6.274,7

1 Ohne Berücksichtigung von Wechselkurseffekten (auf der Basis der Umtauschraten per 31. Dezember 2011). Regionale Aufteilung auf der Basis der Kreditnehmer, beziehungsweise für Verbriefungen aus dem Hauptrisikoland des Assetpools.
2 Enthält 0,7 Mrd. EUR für die Phoenix B-Note, die durch das Land NRW garantiert ist.

Die regionale Aufteilung des Nominalvolumens hat sich insbesondere durch die Tilgungen der Phoenix A4-Note und der Student Loans gegenüber dem 31. Dezember 2023 leicht verändert.

Etwa 41% des Nominalvolumens (31. Dezember 2023: 40%) sind der EMEA-Region (ohne Deutschland) zuzuordnen. Auf Amerika entfallen rund 34% des Nominalvolumens (31. Dezember 2023: 36%). Der Anteil der deutschen Kreditnehmer beziehungsweise Garanten (Anteil am Portfolio rund 24%, 31. Dezember 2023: 23%) ist aufgrund der Tilgung der Phoenix A4-Note, relativ betrachtet, leicht gestiegen. Der Anteil der APAC-Region beträgt unverändert 1% (31. Dezember 2023: 1%).

Problemkredite und Risikovorsorge

Problembehaftete Kreditengagements unterliegen gemäß MaRisk einer besonderen Risikoüberwachung. Kreditengagements mit auffälligem Risikoprofil werden zur Überwachung in die Intensivbetreuung übernommen. Kreditengagements mit erhöhtem Risikoprofil oder bereits eingetretenen Leistungsstörungen sowie notleidende Kredite werden in die Problemkreditbearbeitung transferiert.

Die problembehafteten Kreditengagements werden zentral in der Watchlist erfasst. Sie ist wesentliche Grundlage für die Risikosteuerung und das Risikomanagement von Bonitätsrisiken. Die Watchlist ist als Frühwarnsystem gemäß MaRisk definiert. Sie dient zur Erfassung, Überwachung und Berichterstattung von Einzelkreditengagements, die ein auffälliges beziehungsweise erhöhtes Risikoprofil, erwartete oder bereits eingetretene Leistungsstörungen aufweisen oder für die eine spezifische Risikovorsorge gebildet wurde.

Die Aufnahme in die Watchlist erfolgt nach festgelegten Risikoindikatoren in verschiedenen Kategorien. Die in der Watchlist erfassten Informationen und Daten werden gepflegt, überwacht und regelmäßig berichtet, um eine enge Steuerung zu ermöglichen. Die Watchlist bildet darüber hinaus die Grundlage für die regelmäßige Berichterstattung an die Gremien der EAA und die FMSA über die aktuelle Risikolage dieser Kredite sowie die Risikovorsorgesituation.

Die Überprüfung der Werthaltigkeit der Forderungen erfolgt über die anlassbezogene sowie regelmäßige Durchführung eines "Impairment"-Tests (Prüfung, ob infolge einer eingetretenen oder drohenden Leistungsstörung eine Wertminderung der Forderung eingetreten ist und sich daraus ein Risikovorsorgebedarf ergibt). Die Bemessung einer gegebenenfalls erforderlichen Risikovorsorge erfolgt unter Berücksichtigung von Sicherheitenwerten, einer Unternehmensbewertung, einer Discounted Cashflow-Analyse oder beobachtbaren Marktpreisen. Sie wird regelmäßig überprüft.

Für das latente Kreditrisiko im Forderungsbestand bildet die EAA auf dem erwarteten Einjahres-Verlust basierende Pauschalwertberichtigungen. Die Berechnung erfolgt unter Verwendung einzelgeschäftsspezifischer Verlustquoten und Umrechnungsfaktoren sowie Ratings nach Berücksichtigung des Transferstopprisikos der Finanzierung. Hiermit kann auf eine separate Modellierung des Länderrisikos verzichtet werden. Für die Derivate des Bankbuchs erfolgt die Ermittlung der Pauschalwertberichtigung durch die Berechnung der CVA dieses Teilportfolios.

Verschlechterte Kreditqualitäten werden durch Ratingherabstufungen abgebildet.

Risikovorsorgeergebnis

Zuführung Wertbericht.
Mio. EUR
Auflösung Wertbericht.
Mio. EUR
Netto Wertbericht.
Mio. EUR
Sonst. Risikoaufw./ertrag
Mio. EUR
Risikovorsorgeergebnis
Mio. EUR
Akutes Adressenausfallrisiko -48,0 47,9 -0,1 2,4 2,3
Bonitätsrisiko -48,0 47,9 -0,1 2,4 2,3
Sonstiges Risiko - - - - -
Latentes Adressenausfallrisiko - 1,5 1,5 - 1,5
Gesamt -48,0 1 49,4 1,4 2,4 3,8

In den Sonstigen Risikoaufwendungen/-erträgen sind im Wesentlichen Eingänge aus abgeschriebenen Forderungen enthalten.

Phoenix

Die Tranchen der Phoenix Light SF DAC-Verbriefung bilden einen maßgeblichen Teil des strukturierten Kreditportfolios der EAA.

Der überwiegende Teil des von Phoenix verbrieften Portfolios ist in US-Dollar denominiert und bildet US-amerikanische Risiken mit einem Schwerpunkt auf dem dortigen Immobilienmarkt ab.

Kapitalstruktur Phoenix-Notes

Tranchen Betrag per 31.12.2024
in Mio.
Rechtliche Fälligkeit
Class A4 90,6 USD 9.2.2091
Class B 676,6 EUR 9.2.2091

Im Berichtszeitraum führten insbesondere Rückzahlungen der Phoenix A4-Note in Höhe von 85,3 Mio. EUR zu einem Rückgang des in Euro ausgewiesenen Nominalvolumens zum Bilanzstichtag auf 746,6 Mio. EUR (in konstanten Wechselkursen per 31. Dezember 2011). Gegenläufig wirkten sich die kapitalisierten Zinsen der Phoenix B-Note in Höhe von 11,8 Mio. EUR aus.

Unter Berücksichtigung des Ratings des Garantiegebers Land NRW ergibt sich ein Investment Grade-Rating (Ratingklassen 1-11) für die Phoenix B-Note. Die Garantie wurde bislang in Höhe von rund 4,3 Mrd. EUR in Anspruch genommen.

Neben dem laufenden Verkauf von Teilen des Portfolios bei sich bietenden Marktopportunitäten unterstützt die EAA weiterhin die in Phoenix involvierten Parteien bei Maßnahmen zur Optimierung des Portfolios. Diese Maßnahmen beinhalten sowohl Rechtsmaßnahmen in Bezug auf einzelne Wertpapiere des Portfolios als auch die Umstrukturierung von notleidenden Wertpapieren.

Kreditrisiken Handelsgeschäfte

Die Kreditrisiken aus Handelsgeschäften unterteilen sich in das Kontrahentenrisiko (Pre-Settlement- und Settlementrisiko) aus Derivategeschäften und das Emittentenrisiko aus Wertpapieren.

Alle Wertpapiere werden im Bankbuch gehalten. Die Ermittlung des Emittentenrisikos aus Wertpapieren basiert auf Buchwerten.

Da die EAA OTC-Derivate sowohl aus dem Handelsbestand als auch aus dem Bankbuch heraus tätigt und das Kontrahentenrisiko pro Kontrahent gemessen und gesteuert wird, beziehen sich die Ausführungen und Zahlenangaben auf Handelsbestand und Bankbuch.

Die Steuerung der Risiken erfolgt - gemäß einem etablierten Managementprozess - durch die Bereiche Treasury/Capital Markets als Marktbereich sowie Kreditrisikomanagement und Risikocontrolling als Marktfolgebereiche.

Zur Ermittlung der Wiedereindeckungsrisiken (Pre-Settlementrisiken) aus Derivategeschäften wird zwischen besicherten und unbesicherten Kontrahenten unterschieden. Für unbesicherte Kontrahenten wird der Marktwert zuzüglich eines regulatorischen Aufschlags als Wiedereindeckungsrisiko herangezogen. Für besicherte Kontrahenten werden Marktwert, Sicherheiten und VaR-Aufschlag als Wiedereindeckungsrisiko berechnet. Settlementrisiken werden mit den fälligen Zahlungen pro Valutatag berechnet. Kreditrisiken aus Handelsgeschäften werden täglich auf die entsprechenden Kreditlinien angerechnet. Risikomindernde Maßnahmen, zum Beispiel Close-out-Netting (Aufrechnung) und Sicherheiten im OTC-Derivategeschäft, werden so weit wie möglich eingesetzt. Aktives Hedging von Risikopositionen wird nur mit Kontrahenten mit entsprechenden Rahmenverträgen vorgenommen.

Das Adressenausfallrisiko aus OTC-Derivaten wird anhand des CVA handelsunabhängig bewertet. Dabei werden, sofern verfügbar, externe, gehandelte Credit Spreads zur Ermittlung der Ausfallwahrscheinlichkeiten verwendet. Auf der Basis des erwarteten zukünftigen Exposures und einer statistisch ermittelten Verlustquote (LGD) kann der erwartete Verlust als CVA berechnet werden. Das CVA im Handelsbestand betrug zum Bilanzstichtag 0,7 Mio. EUR (31. Dezember 2023: 1,0 Mio. EUR). Die Veränderung des CVA ist auf LGD-/Ratingänderungen und Marktschwankungen zurückzuführen.

Kontrahentenrisiken

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Risiken mit aktiven strategischen Kontrahenten.

31.12.2024 Exposure
Mio. EUR
31.12.2024 Limit
Mio. EUR
31.12.2023 Exposure
Mio. EUR
31.12.2023 Limit
Mio. EUR
Kreditrisiko - Geldmarktpositionen 1 2.124,0 3.599,0 2.189,0 3.599,0
Kontrahentenrisiko - OTC-Derivate (Pre-Settlement Risk) 167,1 1.730,0 210,0 1.730,0
Kontrahentenrisiko - Repos - 75,0 - 75,0

1 Alle Geldmarktgeschäfte mit Kontrahenten außerhalb der EAA-Gruppe haben eine maximale Laufzeit von bis zu zwölf Monaten.

Die Veränderungen im Kreditrisiko für Geldmarktpositionen zum Bilanzstichtag im Vergleich zum Jahresende 2023 basieren vorrangig auf einem aktiven Liquiditätsmanagement. Die Kontrahentenrisiken aus OTC-Derivaten resultieren aus Geschäften zur Liquiditätssteuerung (Fremdwährungsswaps) sowie aus Zinssicherungsinstrumenten (Zinsswaps).

Ausgewertet nach Risikoland ergeben sich folgende Länderkonzentrationen für Geldmarktpositionen, OTC-Derivate und Repos.

Geldmarktpositionen

Risikoland 31.12.2024 Exposure
Mio. EUR
31.12.2024 Limit
Mio. EUR
Deutschland 895,0 1.385,0
Frankreich 500,0 1.130,0
Schweiz 500,0 500,0
Andere Länder 229,0 584,0
Gesamt 2.124,0 3.599,0

OTC-Derivate

Risikoland 31.12.2024 Exposure
Mio. EUR
31.12.2024 Limit
Mio. EUR
Deutschland 117,0 990,0
Frankreich 43,0 690,0
Irland 7,1 50,0
Gesamt 167,1 1.730,0

Repos

Risikoland 31.12.2024 Exposure
Mio. EUR
31.12.2024 Limit
Mio. EUR
Frankreich - 65,0
Deutschland - 10,0
Gesamt - 75,0

Emittentenrisiken

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Emittentenrisiken des Bankbuchs, aufgeteilt nach Teilportfolios.

< 1 J
Mio. EUR
1-4 J
Mio. EUR
4-8 J
Mio. EUR
8-15 J
Mio. EUR
> 15 J
Mio. EUR
Gesamt Exposure
Mio. EUR
Public Finance 5,2 157,3 251,3 982,2 247,6 1.643,6
Financial Institutions - 9,0 - 1,5 16,9 27,4
Andere Wertpapiere 6,2 15,5 - 170,8 2.267,3 2.459,8
Gesamt 31.12.2024 11,4 181,8 251,3 1.154,5 2.531,8 4.130,8
Gesamt 31.12.2023 7,0 105,3 124,0 1.253,3 2.932,3 4.421,9

Die anderen Wertpapiere setzen sich insbesondere aus US-amerikanischen Student Loans zusammen.

Beteiligungsrisiken

Beteiligungsrisiken resultieren aus der Bereitstellung von Eigenkapital. Die Verantwortung für die Steuerung von Beteiligungen obliegt im Wesentlichen dem Beteiligungsmanagement im Bereich Recht & Compliance und dem Bereich Kreditrisikomanagement. Das Beteiligungscontrolling wird durch den Bereich Finanzen & Steuern unterstützt.

Von den der EAA zuzurechnenden Beteiligungen werden nominal 0,9 Mrd. EUR von Tochtergesellschaften, im Wesentlichen von der Erste EAA Anstalt öffentlichen Rechts & Co. KG, gehalten.

Die Erste EAA Anstalt öffentlichen Rechts & Co. KG hält über Personengesellschaften US-amerikanischen Rechts Portfolios von US-amerikanischen Lebensversicherungsverträgen. Die Gesellschaft wird vollständig durch die EAA refinanziert.

Im Rahmen durchgeführter Restrukturierungen geht die EAA situativ neue Beteiligungen ein, wenn dies für die Erhaltung von Vermögenswerten vorteilhaft ist (zum Beispiel bei Debt-to-Equity Swaps).

Marktpreisrisiken

Die EAA verfolgt eine Strategie der weitgehenden Minderung der Marktpreisrisiken. Das Marktpreisrisiko wird über ein System von Limiten gesteuert. Hierbei werden die Marktpreisrisiken des Handelsbestands und des Bankbuchs separat begrenzt. Die Marktrisikopositionen werden täglich durch den Bereich Treasury/Capital Markets gesteuert und durch den Bereich Risikocontrolling überwacht und analysiert.

Die EAA unterscheidet bei den Marktpreisrisiken Zinsänderungs-, Fremdwährungs-, Aktien- und Credit Spread-Risiken:

Das Zinsänderungsrisiko bezeichnet das Risiko, dass veränderte Marktzinsen das Zinsergebnis beziehungsweise den Barwert des Portfolios verringern.

Das Fremdwährungsrisiko bezeichnet das Risiko, dass veränderte Wechselkurse Verluste induzieren.

Das Aktienrisiko bezeichnet das Risiko von Verlusten aus Marktpreisänderungen am Aktienmarkt.

Das Credit Spread-Risiko bezeichnet die Wertschwankung von Wertpapieren, die sich aus einer Veränderung von Kreditrisikoprämien ergibt (zum Beispiel bei ausländischen Staatsanleihen im Public Finance-Portfolio).

Marktpreisrisiken des Bankbuchs

Aufgrund der Portfoliostruktur bestehen Zinsänderungs- und Fremdwährungsrisiken, die weitgehend abgesichert sind. Die Hedging-Aktivitäten der EAA konzentrieren sich aufgrund des Risikoprofils im Wesentlichen auf die Absicherung von zinsinduzierten Risiken und Fremdwährungsrisiken.

Diese Risiken werden durch fristen- beziehungsweise währungskongruente Refinanzierungen oder den Abschluss von Derivaten abgesichert.

Zinsänderungsrisiko

31.12.2024
TEUR
31.12.2023
TEUR
< 1 J 10,0 11,7
1-4 J 17,1 10,7
4-8 J -8,0 14,6
8-15 J 34,1 22,1
> 15 J 55,4 50,6
Gesamt 108,6 109,6

Das Zinsänderungsrisiko im Bankbuch wird als Veränderung des Barwerts bei einem Rückgang der Rendite um einen Basispunkt (Zinssensitivität PV01) gemessen.

Die Zinssensitivität PV01 liegt aufgrund von Steuerungs- und Laufzeiteffekten bei 108,6 TEUR (31. Dezember 2023: 109,6 TEUR). Die Auslastungen liegen innerhalb der Limite.

Fremdwährungsrisiko

31.12.2024
TEUR
31.12.2023
TEUR
AUD -737,1 -997,9
CAD 1.714,0 1.254,7
CHF 190,2 310,1
GBP -3.556,7 2.311,8
HKD 65,4 61,0
HUF - -19,9
JPY 2.557,7 2.647,1
PLN 54,4 53,6
USD -16.265,4 6.838,2
Gesamt -15.977,5 12.458,7

Die Ermittlung der Währungsposition basiert auf dem Konzept der besonderen Deckung nach § 340h HGB. Die Positionen in den verschiedenen Währungen liegen innerhalb der Limite. Sie ändern sich durch Marktschwankungen und im Rahmen des normalen Geschäftsbetriebs.

Die Abwicklungsstrategie zielt darauf ab, den intrinsischen Wert der Engagements zu realisieren. Kurzfristige Bewertungsveränderungen der Kapitalmärkte und damit zusammenhängende Credit Spread-Änderungen sind nicht Grundlage der Steuerung. Die Engagements werden überwacht, bei Bedarf werden Entscheidungen über einen Abbau von betroffenen Positionen herbeigeführt. Dementsprechend werden Credit Spread-Risiken nicht limitiert.

Marktpreisrisiken des Handelsbestands

Im Handelsbestand bestehen neben Zinsänderungs- auch Fremdwährungsrisiken. Der Handelsbestand umfasst nur Derivate. Das Risiko im Handelsbestand wird - wie marktüblich -auf Portfoliobasis abgesichert. Dadurch verbleiben Restrisiken, die sich durch Marktbewegungen und Entwicklungen im Portfolio verändern und dynamisch abgesichert werden (dynamische Hedgingstrategie).

Die EAA verwendet Risikosensitivitäten zur Überwachung und Risikolimitierung. Darüber hinaus wird eine Vielzahl von Stressszenarien zum Risikomanagement herangezogen. Historische und parametrische Stresstests werden täglich kalkuliert.

Zinsänderungsrisiko

31.12.2024
TEUR
31.12.2023
TEUR
< 1 J -13,1 -27,4
1-4 J 13,5 24,2
4-8 J -15,0 32,5
8-15 J 23,7 -29,4
> 15 J -27,4 -4,5
Gesamt -18,3 -4,6

Das Zinsänderungsrisiko im Handelsbestand wird als Veränderung des Barwerts bei einem Rückgang der Rendite um einen Basispunkt (Zinssensitivität PV01) gemessen.

Die Zinssensitivität PV01 liegt aufgrund von Steuerungs- und Laufzeiteffekten bei -18,3 TEUR (31. Dezember 2023: -4,6 TEUR). Die Auslastungen liegen innerhalb der Limite.

Liquiditätsrisiken

Die EAA unterscheidet taktische und strategische Liquiditätsrisiken.

Das taktische Liquiditätsrisiko ist das Risiko, kurzfristig - in einem Zeithorizont von bis zu einem Jahr - nicht über ausreichend Liquidität zu verfügen, um den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Das strategische Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, die notwendigen und im Refinanzierungsplan aufgeführten Refinanzierungsmaßnahmen nicht oder nicht vollständig am Markt umsetzen zu können.

In die Liquiditätsplanung und -steuerung werden verbundene Unternehmen der EAA einbezogen, um eine optimale Liquiditätsversorgung zu gewährleisten. Durch die Verlustausgleichspflicht der Haftungsbeteiligten sowie des FMS und deren Kreditwürdigkeit wird die EAA an den Kapitalmärkten positiv wahrgenommen. Daher besteht das Risiko weniger in Bezug auf die EAA-spezifischen Refinanzierungsmöglichkeiten als vielmehr im Auftreten einer systemischen Illiquidität des Marktes.

Zur Bewertung der Liquiditätssituation analysiert die EAA detailliert ihre Refinanzierungsposition, die Liquiditätsreserve und den Refinanzierungsbedarf. Die Passivseite wird dabei nach Typ, Volumen und Zeithorizont der Refinanzierungsinstrumente untersucht. Indem die erwarteten Zahlungsströme der Passivseite mit denen der Aktivseite unter Einbindung der Derivate kombiniert werden, erstellt die EAA monatlich eine Kapitalbindungsbilanz. Sie gibt Aufschluss über ihren Netto-Refinanzierungsbedarf. Die EAA betrachtet hier sowohl die taktische als auch die langfristige strategische Liquidität. Das taktische Liquiditätsrisiko wird regelmäßig durch Stresstests überprüft.

Um die Liquiditätsrisiken zu steuern und zu kontrollieren, hat die EAA ein enges Monitoring für die Umsetzung des Refinanzierungsplans eingeführt und hält eine Liquiditätsreserve vor. In eng begrenztem Rahmen dürfen kurzlaufende Wertpapiere höchster Bonität zur Aufrechterhaltung des notwendigen Umfangs der Liquiditätsreserve angekauft werden. Ein signifikanter Anteil der Aktiva der EAA ist in Fremdwährung (insbesondere in US-Dollar) mit längeren Laufzeiten investiert. Die Fremdwährungsaktiva werden über eine Mischung aus Fremdwährungsverbindlichkeiten, die über die Commercial Paper- und Debt Issuance-Programme emittiert werden, und über Verbindlichkeiten in Euro in Kombination mit lang- und mittelfristigen Cross Currency- und kurzfristigen Fremdwährungs-Swaps refinanziert.

Zum Bilanzstichtag zeigten die Stressszenarien ("Liquiditätskrise und Downgrade", "Liquiditätskrise und Downgrade USD") eine auskömmliche Nettoliquidität (definiert als die kumulierten Zahlungsströme).

Eine Limitierung des strategischen Liquiditätsrisikos sieht die EAA aufgrund des guten Ratings ihrer Haftungsbeteiligten und des FMS als nicht erforderlich an.

Lebensversicherungsrisiken

Das Lebensversicherungsrisiko wird als separate Risikoart betrachtet. Hierunter werden alle Risiken der Erste EAA Anstalt öffentlichen Rechts & Co. KG und der West Life Markets GmbH & Co. KG subsumiert.

Der überwiegende Teil des Risikos entfällt auf die sogenannten Life Settlement Engagements. Im Rahmen der Life Settlement Engagements finanziert die EAA Prämienzahlungen für US-amerikanische Lebensversicherungspolicen, deren Auszahlungen im Todesfall an die Erste EAA Anstalt öffentlichen Rechts & Co. KG fließen. Diese Policen sind in Töchtern der Erste EAA Anstalt öffentlichen Rechts & Co. KG gebündelt.

Die hier enthaltenen sogenannten Langlebigkeitsrisiken bestehen darin, dass die Versicherten länger leben als ursprünglich kalkuliert. Die Versicherungsprämien müssen insofern länger als prognostiziert gezahlt werden. Veränderungen in der Einschätzung der von der EAA zu tragenden Aufwendungen aus Langlebigkeitsrisiken gehen unter anderem auf Erhöhungen der Prämien durch die Versicherungsgesellschaften zurück. Die EAA ist der Auffassung, dass die Erhöhungen rechtlich unzulässig sind. Derzeit ist diesbezüglich noch eine Klage gegen einen Versicherungskonzern rechtshängig.

Das Langlebigkeitsrisiko ist auf den übernommenen Bestand begrenzt. Aufgrund der großen Anzahl der Policen, verbunden mit einem entsprechend hohen Finanzierungsvolumen und langen Restlaufzeiten, ist das Langlebigkeitsrisiko für die EAA ein wesentliches Risiko.

Die von der EAA engagierten Aktuare und Dienstleister liefern monatliche Analysen zu den Life Settlement Engagements. Auf Basis dieser Analysen überwacht die EAA laufend die relevanten Zahlungsströme und damit das Langlebigkeitsrisiko, so dass Abweichungen von der ursprünglichen Prognose identifiziert und bei der Bewertung berücksichtigt werden.

Neben dem Barwert der erwarteten Zahlungsströme (Prämien, Todesfallleistungen und Servicegebühren) aus den Policen wird auch der sogenannte Nettobarwert der Erste EAA Anstalt öffentlichen Rechts & Co. KG regelmäßig überwacht. Dieser berücksichtigt zusätzlich zu dem Barwert der erwarteten Cashflows die ausstehende Refinanzierung und die Barbestände.

Damit ist über den Zeitablauf eine Performancemessung für das gesamte Life Settlement Portfolio möglich.

Ein geringerer Teil des Risikos entfällt auf angekaufte deutsche Versicherungspolicen. Die West Life Markets GmbH & Co. KG hält deutsche Kapitallebensversicherungen sowie Rentenversicherungen (alle mit ausgeübtem Kapitalwahlrecht), deren Ablaufleistungen bei Erreichen des Ablaufdatums oder vorzeitig im Todesfall an die West Life Markets GmbH & Co. KG fließen.

Das Hauptrisiko für die West Life Markets GmbH & Co. KG besteht darin, dass die Schlussüberschüsse der Policen geringer als geplant ausfallen. Die Risiken werden jährlich im Rahmen der Abwicklungsplanerstellung analysiert und bewertet.

Operationelle Risiken

Die EAA unterscheidet operationelle Risiken innerhalb der EAA-Gruppe (inklusive ihrer Tochtergesellschaft EFS) und Risiken aus dem Outsourcing an Dienstleister.

Operationelle Risiken in der EAA umfassen sämtliche Risiken, die aus unangemessenen Reaktionen oder aus dem Versagen von internen Verfahren, Systemen und Personen resultieren, sowie Risiken infolge externer Ereignisse.

Outsourcing-Risiken in Bezug auf die Dienstleister bezeichnen mögliche Verluste aus der Vergabe von Dienstleistungen. Dies bezieht insbesondere mit ein, dass vertraglich vereinbarte Leistungen nicht beziehungsweise nicht in vereinbarter Qualität erbracht werden.

Operationelle Risiken entstehen zum einen durch von Mitarbeitern oder Dienstleistern verursachte Fehler bei der Geschäftsabwicklung oder durch Betrug, zum anderen durch die sie umgebende Umwelt wie zum Beispiel Computerkriminalität. Daher liegt das Management operationeller Risiken in der direkten Verantwortlichkeit der einzelnen Bereiche unter Führung der jeweiligen Bereichsleitung. Die Überwachung erfolgt durch das Risikocontrolling der EAA.

Operationelle Risiken innerhalb der EAA

Um operationelle Risiken zu vermeiden, hat das Management der EAA eine nachhaltige Risikokultur innerhalb der Organisation etabliert. Die Zuständigkeit für die Entwicklung und Einführung von Methoden zur Identifikation, Messung, Analyse, Überwachung und Berichterstattung operationeller und sonstiger Risiken liegt im Bereich Risikocontrolling der EAA.

Die Steuerung der operationellen Risiken erfolgt in der EAA und der EFS mit einheitlichen Methoden und Verfahren. Die operationellen Risiken anderer Dienstleister werden mit konsistenten Methoden gesteuert. Es erfolgt eine Aggregation zu einer Gesamtrisikosicht.

Der Schwerpunkt der Tätigkeit liegt auf der regelmäßigen Analyse und Identifikation von Schwachstellen und Optimierungsansätzen aller geschäftlichen Abläufe und Prozesse. Die EAA konzentriert sich darauf, materielle Einzelrisiken zu steuern beziehungsweise zu mindern. Dafür hat sie ein - nach Art und Umfang der operationellen Risiken notwendiges - internes System zur Erfassung und Messung der operationellen Risiken der gesamten EAA aufgebaut.

Die Sammlung von Schadensfällen und die einmal pro Jahr durchzuführende Risikoinventur sind Kernelemente der Messung von operationellen Risiken. Basierend auf den daraus gewonnenen Erkenntnissen werden entsprechende Maßnahmen beschlossen und umgesetzt.

Zum einen werden Schäden und Beinaheschäden erfasst und ausgewertet. Potenzielle oder eingetretene Schadensfälle werden bewertet. Neben der Dokumentation von Schadensfällen und Beinaheschäden liefert eine umfassende Ex-post-Analyse der Schadensfälle Informationen zu Schwachpunkten und ermöglicht, darauf aufbauend, die Einleitung von risikomindernden Maßnahmen.

Zum anderen werden im Rahmen einer jährlichen Risikoinventur Risiken identifiziert und ihre Bedeutung für die EAA abgeschätzt. Basierend auf den daraus gewonnenen Erkenntnissen werden risikomindernde Maßnahmen beschlossen und umgesetzt. Die Schadensfallsammlung und die Risikoinventur werden durch das Risikocontrolling durchgeführt. Die für die EAA relevanten Prozesse bei den Dienstleistern werden durch das jeweilige Operational Risk Management ebenfalls einer jährlichen Risikoinventur unterzogen. Die Ergebnisse werden an die EAA kommuniziert. Falls in diesen Prozessen Schadensfälle auftreten, werden sie ebenfalls an die EAA gemeldet, inklusive der hiermit verbundenen risikomindernden Maßnahmen und deren Status.

Die Risikoinventur der EAA für 2024 wurde zusammen mit der EFS sowie den zum Zeitpunkt der Risikoinventur wesentlichen Dienstleistern BlackRock (Netherlands) B.V. - Frankfurt Branch, BlackRock Financial Management Inc. und Accenture Banking Technology Solutions GmbH nach einem einheitlichen Verfahren in Form eines Risk Self Assessment durchgeführt.

Die Risikoinventur zeigte für die EAA sieben Bewertungsobjekte mit hohem Risiko (3%), welche ausschließlich in der Kategorie Personal identifiziert wurden. Die wesentlichen Gründe hierfür sind der fortschreitende Personalabbau und die gleichzeitig zunehmende Arbeitsbelastung bei den verbliebenen Mitarbeitern. Dieses Risiko wird bei Bedarf durch den Einsatz externer Mitarbeiter aufgefangen. 19% der Bewertungsobjekte sind durch mittlere, 78% durch geringe Risiken gekennzeichnet. Das Risiko in der EFS wird weiterhin als gering bewertet. Alle Dienstleister meldeten eine stabile Risikosituation.

Dienstleistersteuerung

Die Auslagerung wesentlicher Geschäftsprozesse erfordert die Steuerung und Überwachung der operativen Infrastruktur durch die EAA, um einen ordnungsgemäßen Geschäftsbetrieb sicherstellen zu können. Die Überwachungsanforderungen für die EAA sind weitreichend und ergeben sich sowohl aus der originären Aufgabe der EAA und der Rechenschaft gegenüber ihren Beteiligten und der FMSA als auch aus aufsichtsrechtlichen beziehungsweise gesetzlichen Anforderungen an die Transparenz, die Ordnungsmäßigkeit und die adäquaten Kontrollsysteme.

Ferner unterliegt die EAA den gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Vorschriften des § 25a KWG und wendet die MaRisk AT 9 (Auslagerung) beziehungsweise AT 4.3.1 Tz. 2 an, aus denen sich die Notwendigkeit einer Steuerung und Überwachung der ausgelagerten Aktivitäten ergibt.

Demzufolge ist ein adäquates Überwachungssystem ein zentraler Erfolgsfaktor für die EAA. Die EAA hat einen bedarfsgerechten Ansatz für die Strukturierung der Dienstleistersteuerung gewählt, um eine die Anforderungen erfüllende Struktur zu schaffen, den Spezifika ihres Geschäftsmodells und ihren Aufsichts- und Berichtspflichten gerecht zu werden sowie die operationellen Risiken aus der Auslagerungsbeziehung zu minimieren. Der gewählte Ansatz gewährleistet die breite Abdeckung unterschiedlichster Leistungen und Bewertungskriterien und führt diese über ein einfaches Analyseraster zusammen. Das Konzept der EAA vereint damit einen ganzheitlichen, integrierten, mehrdimensionalen und pragmatischen geschäftsprozess- und endproduktorientierten Steuerungsansatz mit einer flexiblen technischen Lösung.

Die EAA hat eine Dienstleistersteuerung zur Überwachung der Schnittstelle zwischen den oben genannten Dienstleistern und der EAA als Leistungsempfänger in inhaltlicher, formaler und qualitativer Hinsicht etabliert. Im Rahmen eines kontinuierlichen und zeitnahen Überwachungsprozesses stellt die EAA dadurch sicher, dass die in den Dienstleistungsvereinbarungen (Leistungsscheinen) definierten Anforderungen der EAA von den Dienstleistern in der vereinbarten Form erfüllt werden. In diesem Prozess werden die Outsourcingrisiken in der EAA erfasst und über eine Ampellogik bewertet. Der Überwachungs- und Bewertungsprozess erfolgt unterstützt durch ein Online-Bewertungssystem. Notwendige Leistungs- und Prozessanpassungen werden darüber hinaus im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses berücksichtigt.

Für die Daten- und IT-Sicherheit einschließlich der Rechenzentren hat die EAA mit ihren Servicedienstleistern sichernde Maßnahmen vereinbart, die fortlaufend überprüft und - soweit erforderlich - angepasst werden.

Das Geschäftsjahr 2024 zeigte keine erhöhten Risiken. Die Risikosituation in der EAA und bei den Dienstleistern ist stabil.

Sonstige Risiken

Reputationsrisiken

Reputationsrisiken bezeichnen die Gefahr, dass das Ansehen der EAA durch öffentliche Berichterstattung über die EAA oder über mit ihr im Zusammenhang stehende Vorgänge Schaden nehmen könnte.

Reputationsrisiken sind für die EAA aufgrund des öffentlichen Interesses besonders relevant. Auch im Hinblick auf die Refinanzierungsmöglichkeiten am Kapitalmarkt misst die EAA ihrer öffentlichen Wahrnehmung besonderes Gewicht bei.

Die EAA hat in ihrem "Code of Conduct" Verhaltensregeln für die Mitarbeiter festgelegt. Zur weiteren Minimierung der Reputationsrisiken führt die EAA ein tägliches Monitoring der gesamten öffentlichen Berichterstattung durch. Die Reputation der EAA wird von einer koordinierten Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit unterstützt.

Rechtsrisiken

Rechtsrisiken umfassen Risiken aus vertraglichen Vereinbarungen oder rechtlichen Rahmenbedingungen, die das Risiko von Schäden innerhalb und außerhalb der EAA mit sich bringen.

Die EAA unterliegt der Rechtsaufsicht der FMSA, die ihrerseits der Rechts- und Fachaufsicht des Bundesministeriums der Finanzen untersteht. Die FMSA stellt insbesondere sicher, dass die EAA die Vorgaben aus Gesetz und Statut einhält.

Seit April 2010 hatten behördliche Stellen in den USA und in der EU (insbesondere die BaFin) mögliches Fehlverhalten in den Handelsbereichen verschiedener Banken untersucht. Im Zusammenhang mit der Quotierung von Referenzzinssätzen haben die Untersuchungsergebnisse keine Anhaltspunkte für ein Fehlverhalten bei der ehemaligen WestLB ergeben; die Untersuchungen durch die BaFin und die US-amerikanischen Aufsichtsbehörden wurden ohne Maßnahmen gegen die Portigon beendet. Zudem wurde die Portigon, zusammen mit einer Vielzahl der auch in den USA tätigen Banken, in diesem Zusammenhang in den USA in verschiedenen sogenannten Sammelklagen sowie weiteren Individualklagen wegen angeblicher Manipulationshandlungen bei Referenzzinssatzkursen verklagt. Teilaspekte dieser Sammelklagen wurden unter anderem im Hinblick auf die Portigon erstinstanzlich wiederholt abgewiesen. Einige Kläger sind hiergegen in Berufung gegangen, die zu einer Zurückverweisung an die erste Instanz geführt hat. Eine abschließende Entscheidung erster Instanz steht noch aus. Zur Beendigung der Sammelklagen und der überwiegenden Mehrheit der Individualklagen hat sich die Portigon mit den jeweiligen Klägern auf dem Vergleichswege geeinigt. Die Portigon ist daneben nach wie vor davon überzeugt, dass ihr in Übereinstimmung mit den Untersuchungsergebnissen der Aufsichtsbehörden ein Fehlverhalten nicht vorgeworfen werden kann. Die EAA hat keinen Anlass, an der Einschätzung der Portigon zu zweifeln. Ferner wurde unter anderem der Portigon seitens behördlicher Stellen Fehlverhalten in den Handelsbereichen angelastet; hiergegen geht die Portigon rechtlich vor.

Für die gerichtlichen und außergerichtlichen Streitigkeiten hat die EAA, soweit erforderlich, bilanziell vorgesorgt und andere Maßnahmen eingeleitet.

Steuerrisiken

Steuerrisiken können sich aus Änderungen der steuerlichen Rechtsgrundlagen, der Rechtsprechung oder Fehlern bei der Rechtsanwendung sowie den besonderen steuerlichen Regelungen für Abwicklungsanstalten ergeben.

Für die Analyse und Steuerung steuerrechtlicher Risiken greift die EAA auf klar definierte Governance-Strukturen und -Prozesse zurück. Steuerrechtliche Risiken werden durch eine aktive Kommunikation mit Finanzbehörden und anderen staatlichen Stellen geklärt. Falls erforderlich, werden zur Beratung in rechtlichen und steuerrechtlichen Fragen externe Spezialisten eingesetzt.

Zusammenfassende Darstellung der Risikolage

Die EAA wurde errichtet, um Risikopositionen und nichtstrategienotwendige Geschäftsbereiche der ehemaligen WestLB und ihrer in- und ausländischen Tochterunternehmen zu übernehmen und nach Maßgabe eines Abwicklungsplans wertschonend und risikominimierend abzubauen. Zwischenzeitliche Wertschwankungen sind dabei von untergeordneter Bedeutung.

Insbesondere zu diesem Zweck wurden die Abwicklungsanstalten gemäß § 8a StFG von den Eigenkapitalvorschriften, der Verpflichtung zur Aufstellung von Konzernabschlüssen sowie anderen gesetzlichen Vorgaben befreit, die auf Geschäftsbanken Anwendung finden.

Bei ihrer Risikosteuerung strebt die EAA an, die aus der Abwicklung resultierenden Risiken zu reduzieren. Hierzu werden der Abwicklungserfolg und die Abweichung vom Abwicklungsplan laufend überwacht sowie mit den Vorgaben abgeglichen (siehe hierzu auch das Kapitel "Abwicklungsbericht").

Aufgrund des guten Ratings weist die EAA eine stabile Refinanzierungssituation auf. Zum Bilanzstichtag zeigten die Stressszenarien eine auskömmliche Nettoliquidität.

Die Marktpreisrisiken sind weitgehend begrenzt.

Die EAA verfügt über eine stringente Dienstleistersteuerung und ein internes Kontrollsystem, um operationelle Risiken zu steuern.

Langlebigkeitsrisiken als wesentlicher Teil der Lebensversicherungsrisiken bestehen darin, dass die Versicherten länger leben als ursprünglich kalkuliert oder die Versicherer die Prämien erhöhen. Weiterhin umfassen die Lebensversicherungsrisiken das Risiko, dass die Schlussüberschüsse der Policen geringer als geplant ausfallen. Die Lebensversicherungsrisiken sind auf den übernommenen Bestand begrenzt und werden regelmäßig analysiert.

Für alle bekannt gewordenen Risiken hat die EAA in ausreichendem Maße vorgesorgt. Für derzeit noch nicht absehbare Risiken steht zunächst das Eigenkapital - vor den Eigenkapitalinstrumenten und der Verlustausgleichspflicht - als Risikodeckungsmasse zur Verfügung.

Die Anforderungen an die Risikotragfähigkeit gemäß AT 4.1 MaRisk sind für die EAA nicht einschlägig. Stattdessen analysiert die EAA quartalsweise unter Verwendung des Abwicklungsplans sowie aktualisierter Variablen und Marktparameter die Entwicklung des Eigenkapitals der EAA bis zum Ende der Planungsperiode. Der Abwicklungsplan weist zum Ende der Planungsperiode ein positives Eigenkapital aus. Nur bei Eintritt adverser Szenarien mit aus heutiger Sicht geringer Eintrittswahrscheinlichkeit könnte sich bis zum Ende des Abwicklungsplanzeithorizonts ein Verlust ergeben, der über die Haftungsmechanismen ausgeglichen werden müsste.

Zusammenfassend sieht die EAA die von ihr übernommenen Risiken aufgrund ihrer Eigenkapitalausstattung sowie der bestehenden Garantie, Eigenkapitalinstrumente und Verlustausgleichspflicht der Haftungsbeteiligten und des FMS als ausreichend gedeckt an.

Die EAA wird weiterhin einen besonderen Fokus auf ein nachhaltiges und konsequentes Risikomanagement legen.

Chancenbericht

Die Fed beließ in ihrer bisher letzten Sitzung am 29. Januar 2025 die US-amerikanischen Leitzinsen auf 4,25% bis 4,5%. Die EZB verminderte ihre Leitzinsen am 30. Januar 2025 auf 2,75%, 2,90% beziehungsweise 3,15%. Das Asset Purchase Programme und das Pandemic Emergency Purchase Programme verringern sich, da Tilgungen nicht wieder angelegt werden.

Als Abwicklungsanstalt, ohne die Möglichkeit Neugeschäft abzuschließen, hat die EAA keine Möglichkeiten, Zinsänderungen und erhöhte Marktvolatilitäten zu nutzen. Aufgrund der weitgehend gegen Marktpreisrisiken geschlossenen Positionen sollten sich die Auswirkungen insgesamt, also auch im negativen Sinne, in Grenzen halten.

Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2025 wird ein Rückgang des Nominalvolumens des Bankbuchs sowohl durch aktive Maßnahmen als auch durch vertragliche Fälligkeiten auf rund 5 Mrd. EUR erwartet.

Die EAA verfolgt das Ziel, bis Ende 2026 über 96% des Bankbuchs per 31. Dezember 2011 (inklusive der Positionen aus der Nachbefüllung) abzubauen. Im Fokus der Abwicklungstätigkeit werden - wie bereits zuvor - Maßnahmen zum vorzeitigen Portfolioabbau und ein aktives Beteiligungsmanagement stehen.

Für das Geschäftsjahr 2025 wird ein Rückgang des Nominalvolumens des Handelsbestands auf leicht unter 44 Mrd. EUR erwartet. Die EAA hält an dem Ziel fest, das Nominalvolumen bis Ende 2026 um über 96% seit der Übertragung 2012 zu reduzieren. Die EAA wird weiter analysieren, inwiefern der Handelsbestand effektiv und kosteneffizient beschleunigt abgebaut werden kann, und gegebenenfalls vorhandene Möglichkeiten nutzen.

Bezüglich der Entwicklung der Nominalvolumen des Bankbuchs und des Handelsbestands ging die EAA im Vorjahr davon aus, dass diese im Geschäftsjahr 2024 auf rund 6 Mrd. EUR im Bankbuch und rund 48 Mrd. EUR im Handelsbestand zurückgehen würden. Diese Prognose konnte insbesondere durch aktive Maßnahmen übertroffen werden.

Die EAA rechnet für 2025 mit einer Summe aus Zinsergebnis, Provisionsergebnis sowie Ergebnis aus Finanzanlagen und Beteiligungen von voraussichtlich +2 Mio. EUR (inklusive Erträgen aus Dividenden) und damit unter Vorjahresniveau, da der fortschreitende Portfolioabbau zu deutlich geringeren Erträgen führen wird. Eine Prognose des Handels- und Risikovorsorgeergebnisses gestaltet sich angesichts der Unwägbarkeiten hinsichtlich der Entwicklung an den globalen Finanzmärkten und anderen Märkten schwierig. Die EAA behält ihre wertschonende Abbaustrategie bei. Aufgrund des mittlerweile deutlich verminderten Portfolios und damit einhergehender geringerer Erträge aus dem laufenden Geschäft sind auch in den nächsten Geschäftsjahren Verluste nicht auszuschließen und in der Abwicklungsplanung der EAA berücksichtigt.

Bezüglich der Entwicklung des Zinsergebnisses, des Provisionsergebnisses sowie des Ergebnisses aus Finanzanlagen und Beteiligungen ging die EAA im Vorjahr davon aus, dass es im Geschäftsjahr 2024 eine Reduzierung geben werde. Der tatsächliche Anstieg gegenüber dem Vorjahr betrug 11 Mio. EUR. Dieser signifikante Anstieg resultierte im Wesentlichen aus Realisationseffekten der Eigenkapitalanlagen, die die Effekte aus dem Portfolioabbau überkompensierten. Angesichts der Unwägbarkeiten hinsichtlich der Entwicklung an den globalen Finanz- und anderen Märkten wurde im Vorjahr auf eine Prognose der Entwicklung des Handels- und Risikovorsorgeergebnisses verzichtet.

Aufgrund der genannten Indikatoren ist eine weitere Ergebnisprognose für die kommenden Geschäftsjahre mit Unsicherheiten behaftet und nur bedingt verlässlich. Auf Basis der Abwicklungsplanung ist eine Inanspruchnahme des Eigenkapitalziehungsrahmens und der übernommenen Verlustausgleichspflicht jedoch aktuell nicht zu erwarten.

Die EAA verfolgt grundsätzlich einen opportunistischen Ansatz, indem sie für das Portfolio nach Möglichkeiten des vorzeitigen und werthaltigen Abbaus sucht und hierzu regelmäßig die Marktbedingungen und Ausstiegsmöglichkeiten analysiert.

Die Kreditrisikoprämien dürften einerseits von der wirtschaftlichen Erholung profitieren, andererseits angesichts der volatilen Zinsen unter Druck geraten. Derzeit ist nicht absehbar, welcher Effekt überwiegen wird. Die EAA geht jedoch davon aus, dass das Portfolio im Wesentlichen robust auf diese Veränderungen reagieren wird.

Zu den Aufgaben der EAA gehört es, das bisher gewonnene Know-how für den weiterhin erfolgreichen Abbau zu sichern. Doch die EAA muss parallel zum Rückgang des Portfolios auch Kosten senken und Personal einsparen. In diesem Spannungsfeld ist es eine Herausforderung für das Management, Spezialisten für verbliebene Aufgaben zu halten. Die EAA wird in den kommenden Jahren ihre Strukturen fortlaufend optimieren.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem in Bezug auf den Rechnungslegungsprozess

Ziel eines rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems (IKS/RMS) ist es, die Einhaltung der Standards und Vorschriften der Rechnungslegung sicherzustellen und die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung zu gewährleisten.

Neben der EAA haben im Rahmen der abgeschlossenen Serviceverträge die wesentlichen Dienstleister BlackRock, ABTS, XMT und IBM im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ein der Unternehmenstätigkeit der EAA angemessenes IKS und RMS implementiert. Das rechnungslegungsbezogene IKS/RMS umfasst im Wesentlichen Richtlinien und Prozesse, die eine angemessene Sicherheit für eine vollständige, zeitnahe, richtige und periodengerechte Erfassung und Buchung von Geschäftsvorfällen in Übereinstimmung mit den gesetzlichen und sonstigen Vorschriften bieten, um

eine die tatsächlichen Verhältnisse darstellende öffentliche Finanzberichterstattung sicherzustellen (Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung),

eine regelmäßige und zeitnahe Information der Entscheidungsträger und Gremien mit den für die Unternehmenssteuerung relevanten Rechnungslegungsdaten zu gewährleisten (interne Berichterstattung),

eine angemessene Sicherheit zu verschaffen, damit nicht genehmigte Anschaffungen und eine nicht genehmigte Nutzung oder Veräußerung von Vermögensgegenständen, die einen wesentlichen Einfluss auf die Rechnungslegung haben könnten, verhindert oder frühzeitig erkannt werden,

ein angemessenes Kontroll- und Dokumentationsumfeld bereitzustellen (zum Beispiel Funktionstrennung, Einhaltung festgelegter Genehmigungs- beziehungsweise Kompetenzstufen, Einhaltung des Vieraugenprinzips bei der Erfassung von Geschäftsvorfällen, geordnetes Belegwesen) und

die Archivierung und Datensicherung von Dokumenten und buchungsbegründenden Unterlagen zu regeln, die hinreichend detailliert, korrekt und angemessen Auskunft über Geschäftsbewegungen und die Verwendung von Vermögenswerten geben.

Das gesamte rechnungslegungsbezogene IKS/RMS wird fortlaufend durch die EAA überwacht. Bestehende fachliche und technische Kontrollen werden regelmäßig durch die Interne Revision der EAA (mit Unterstützung ihres externen Dienstleisters) und den Abschlussprüfer der EAA sowie, soweit es sich um Auslagerungen auf die Dienstleister BlackRock, ABTS, XMT und IBM handelt, durch deren Interne Revision und deren Abschlussprüfer geprüft.

Darüber hinaus überwacht die Interne Revision der EAA die Prüfungsaktivitäten bei den wesentlichen Dienstleistern auf Wirksamkeit und Angemessenheit und kann dort selbst Prüfungshandlungen durchführen.

Zudem sind die Rechnungslegungsprozesse in den allgemeinen Risikomanagementprozess hinsichtlich der operationellen Risiken der EAA eingebunden, um Fehler oder Fehlaussagen so weit wie möglich zu verhindern beziehungsweise frühzeitig aufzudecken. Sämtliche Prozesse sind in der schriftlich fixierten Ordnung der EAA dokumentiert und allen Mitarbeitern zugänglich.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind in elektronischen Handbüchern dokumentiert. Jahres-, Quartals- beziehungsweise Monatsabschlüsse werden nach einem abgestimmten Terminplan erstellt.

Die zeitnahe Umsetzung und Kommunikation neuer gesetzlicher und regulatorischer Anforderungen erfolgt, abhängig vom jeweiligen Umfang und von der Bedeutung für die EAA, unter anderem in Form von Projekten und durch schriftliche Anweisungen. Dabei werden alle relevanten Geschäftsbereiche und Managementebenen gemäß den internen Projektrichtlinien eingebunden.

Die Teilnahme von Mitarbeitern des Bereichs Finanzen & Steuern an den Sitzungen der relevanten Risiko- und Steuerungskomitees stellt sicher, dass strategische und risikobezogene Entwicklungen zeitnah in der Rechnungslegung beziehungsweise der Berichterstattung berücksichtigt werden. Transaktionen mit neuen Produkten oder in neuen Märkten, welche die EAA nur im Rahmen des Portfolioabbaus und nicht zum Betreiben von Neugeschäft tätigen darf, durchlaufen den dafür vorgesehenen Neuproduktprozess, in den der Bereich Finanzen & Steuern ebenfalls eingebunden ist.

Bilanz

Aktivseite

siehe Anhang Ziffer EUR EUR 31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
1. Barreserve
a) Guthaben bei Zentralnotenbanken 3.968 1 (4.163)
darunter:
bei der Deutschen Bundesbank EUR 3.968 (Vj.: EUR 4.163)
3.968 14.163
2. Forderungen an Kreditinstitute 4, 28
a) täglich fällig 1.159.303.340 (1.144.848.949)
b) andere Forderungen 2.241.583.592 (2.317.674.974)
3.400.886.932 3.462.523.923
3. Forderungen an Kunden 5, 28 2.229.092.311 2.380.158.368
darunter:
Kommunalkredite EUR 248.822.760 (Vj.: EUR 264.028.096)
4. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 7, 11, 14, 15, 28
a) Anleihen und Schuldverschreibungen
aa) von öffentlichen Emittenten 1.460.866.608 (1.468.535.723)
darunter:
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank EUR 935.565.992 (Vj.: EUR 935.308.002)
ab) von anderen Emittenten 2.288.940.230 (2.593.254.238)
darunter:
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank EUR 0 (Vj.: EUR 0)
3.749.806.838 4.061.789.962
5. Handelsbestand 8 3.418.324.726 3.730.527.295
6. Beteiligungen 9, 11 23.440.336 24.122.384
darunter:
an Kreditinstituten EUR 7.700.000 (Vj.: EUR 7.700.000)
7. Anteile an verbundenen Unternehmen 10, 11 4.194.667 4.194.669
8. Sonstige Vermögensgegenstände 12 101.875.381 107.708.572
9. Rechnungsabgrenzungsposten 13 34.430.239 34.237.967
Summe der Aktiva 12.962.055.398 13.805.267.303

Passivseite

siehe Anhang 31.12.2024 31.12.2023
Ziffer EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 16
a) täglich fällig 877.491.417 (839.957.676)
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 495.554.840 (507.179.673)
1.373.046.257 1.347.137.349
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 17
andere Verbindlichkeiten
a) täglich fällig 3.049.201 (5.056.830)
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 668.887.288 (1.143.580.981)
671.936.489 1.148.637.811
3. Verbriefte Verbindlichkeiten 18
a) begebene Schuldverschreibungen 2.055.404.612 (3.296.855.626)
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 5.272.044.471 (4.112.345.445)
darunter:
Geldmarktpapiere EUR 5.272.044.471 (Vj.: EUR 4.112.345.445)
7.327.449.083 7.409.201.071
4. Handelsbestand 19 2.848.139.703 3.145.147.199
5. Sonstige Verbindlichkeiten 20 25.959.575 29.926.119
6. Rechnungsabgrenzungsposten 21 14.940.083 17.553.000
7. Rückstellungen 22
a) Steuerrückstellungen 0 (0)
b) andere Rückstellungen 49.821.997 (54.487.067)
49.821.997 54.487.067
8. Eigenkapital 23
a) Eingefordertes Kapital
Gezeichnetes Kapital 500.000 (500.000)
abzüglich nicht eingeforderter ausstehender Einlagen 0 (0)
500.000 (500.000)
b) Kapitalrücklage 3.013.237.214 (3.013.237.214)
c) Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen 2.431.408 (2.431.408)
2.431.408 (2.431.408)
d) Bilanzverlust -2.365.406.411 (-2.362.990.935)
650.762.211 653.177.687
Summe der Passiva 12.962.055.398 13.805.267.303
1. Eventualverbindlichkeiten 24
a) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 807.407.742 (846.832.771)
807.407.742 846.832.771
2. Andere Verpflichtungen 24
a) Unwiderrufliche Kreditzusagen 91.771.368 (101.712.516)
91.771.368 101.712.516

Gewinn- und Verlustrechnung

siehe Anhang Ziffer EUR EUR 1.1.-31.12.2024
EUR
1.1.-31.12.2023
EUR
1. Zinserträge aus 26
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 261.425.711 (277.857.778)
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 198.223.395 (205.469.984)
459.649.106 (483.327.762)
2. Zinsaufwendungen 407.546.979 (454.570.746)
52.102.127 28.757.016
3. Laufende Erträge aus 26
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 0 (0)
b) Beteiligungen 1.953.048 (1.741.660)
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 0 (18)
1.953.048 1.741.678
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen 26 2.245.494 929.072
5. Provisionserträge 0 (9.247)
6. Provisionsaufwendungen 20.125.424 (19.913.690)
-20.125.424 -19.904.443
7. Nettoergebnis des Handelsbestands 26, 30 9.011.107 3.558.517
8. Sonstige betriebliche Erträge 26, 27 15.915.796 29.816.151
9. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 9.950.138 (11.825.447)
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 1.834.441 (1.997.484)
darunter:
für Altersversorgung EUR 871.087 (Vj.: EUR 827.370)
11.784.579 (13.822.931)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 38.410.773 (78.361.697)
50.195.352 92.184.628
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen 27 2.000.000 19.906.063
11. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 22, 28 3.793.459 68.143.454
12. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 11, 28 1.787.679 8.339.029
13. Aufwendungen aus Verlustübernahme 28 16.747.906 9.230.574
14. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -2.259.972 59.209
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 29 155.504 547.986
16. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 10 ausgewiesen 29 0 0
17. Jahresergebnis -2.415.476 -488.777
18. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -2.362.990.935 -2.362.502.158
19. Bilanzverlust -2.365.406.411 -2.362.990.935

Kapitalflussrechnung

1.1.-31.12.2024
EUR
1.1.-31.12.2023
EUR
1. +/- Periodenergebnis -2.415.476 -488.777
Im Periodenergebnis enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung auf den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
2. +/- Abschreibungen, Wertberichtigungen und Zuschreibungen auf Forderungen, Sach- und Finanzanlagen -4.922.623 -68.277.935
3. +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -4.665.070 -15.191.681
4. +/- Andere zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -12.295.028 -19.761.864
5. -/+ Gewinn/Verlust aus der Veräußerung von Gegenständen des Anlagevermögens 0 0
6. = Zwischensumme -24.298.197 -103.720.257
Veränderung des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus laufender Geschäftstätigkeit
7. -/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen an Kreditinstitute (soweit nicht Handelsbestand) 215.352.518 -1.520.970.575
8. -/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen an Kunden (soweit nicht Handelsbestand) 145.259.275 604.077.731
9. -/+ Zunahme/Abnahme Wertpapiere (soweit nicht Finanzanlagen und nicht Handelsbestand) 306.079.043 1.054.918.914
10. +/- Handelsaktiva 329.022.709 -154.154.892
11. -/+ Zunahme/Abnahme anderer Aktiva aus laufender Geschäftstätigkeit 6.895.085 273.671.827
12. +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (soweit nicht Handelsbestand) 26.351.276 -31.435.960
13. +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (soweit nicht Handelsbestand) -487.722.142 -436.214.658
14. +/- Zunahme/Abnahme Verbriefte Verbindlichkeiten -81.751.988 -1.587.704.243
15. +/- Handelspassiva -301.532.608 166.258.884
16. +/- Zunahme/Abnahme anderer Passiva aus laufender Geschäftstätigkeit -3.897.427 -4.957.624
17. +/- Zinsaufwendungen/Zinserträge -56.300.669 -31.427.766
18. +/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 155.504 547.986
19. + Erhaltene Zinszahlungen und Dividendenzahlungen 489.631.399 403.985.622
20. - Gezahlte Zinsen -398.318.951 -450.028.649
21. -/+ Ertragsteuerzahlungen -155.504 -547.986
22. = Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (Summe aus 6 bis 21) 164.769.323 -1.817.701.646
23. + Einzahlungen aus Abgängen des Finanzanlagevermögens 682.051 626.974
24. - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 96.258 69.166
25. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen 0 0
26. - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen 0 0
27. = Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Summe aus 23 bis 26) 778.309 696.140
28. +/- Mittelveränderungen aus sonstigem Kapital (Saldo) 0 0
29. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (Summe aus 28) 0 0
30. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe aus 22, 27, 29) 165.547.632 -1.817.005.506
31. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 366.471.724 2.183.477.230
32. = Finanzmittelfonds am Ende der Periode (Summe aus 30 bis 31) 532.019.356 366.471.724

Die Kapitalflussrechnung wird gemäß DRS 21 erstellt. Der Finanzmittelfonds beinhaltet die bei JPM und der Deutschen Bundesbank geführten laufenden Konten (Sichteinlagen). Weitere Finanzmittel im Sinne des DRS 21 existieren derzeit nicht.

Eigenkapitalspiegel

Bestand per 1.1.2024
EUR
Ergebnisverwendung
EUR
Bestand per 31.12.2024
EUR
Eingefordertes Kapital 500.000 0 500.000
Kapitalrücklage 3.013.237.214 0 3.013.237.214
Andere Gewinnrücklagen 2.431.408 0 2.431.408
Bilanzverlust -2.362.990.935 -2.415.476 -2.365.406.411
Handelsrechtliches Eigenkapital 653.177.687 -2.415.476 650.762.211
Bestand per 1.1.2023
EUR
Ergebnisverwendung
EUR
Bestand per 31.12.2023
EUR
Eingefordertes Kapital 500.000 0 500.000
Kapitalrücklage 3.013.237.214 0 3.013.237.214
Andere Gewinnrücklagen 2.431.408 0 2.431.408
Bilanzverlust -2.362.502.158 -488.777 -2.362.990.935
Handelsrechtliches Eigenkapital 653.666.464 -488.777 653.177.687

Anhang für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024

Allgemeine Angaben

1. Rechtlicher Rahmen der EAA

Die EAA ist eine organisatorisch und wirtschaftlich selbstständige, teilrechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts innerhalb der FMSA mit Sitz in Düsseldorf. Die EAA wurde am 11. Dezember 2009 von der FMSA errichtet und am 23. Dezember 2009 in das Handelsregister beim Amtsgericht Düsseldorf (HRA 20869) eingetragen.

Die EAA wickelt die von der ehemaligen WestLB und ihren in- oder ausländischen Tochterunternehmen übernommenen Risikopositionen und nichtstrategienotwendigen Geschäftsbereiche (übernommenes Vermögen) wertschonend und risikominimierend ab. Dies dient der Stabilisierung des Finanzmarkts. Der Transfer der Risikopositionen und der nichtstrategienotwendigen Geschäftsbereiche der ehemaligen WestLB auf die EAA erfolgte in den Jahren 2009, 2010 (Erstbefüllung) und 2012 (Nachbefüllung).

Die EAA führt ihre Geschäfte nach kaufmännischen und wirtschaftlichen Grundsätzen unter Berücksichtigung ihres Abwicklungsziels und des Grundsatzes der Verlustminimierung. Sie ist weder ein Kreditinstitut im Sinne des Kreditwesengesetzes noch betreibt sie erlaubnispflichtige Geschäfte im Sinne der EU-Richtlinie 2006/48/EG vom 14. Juni 2006. Sie unterliegt der Rechtsaufsicht durch die FMSA. Die BaFin beaufsichtigt die EAA hinsichtlich bankaufsichtsrechtlicher Bestimmungen, soweit diese auf die EAA anwendbar sind.

2. Aufstellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der EAA wurde gemäß § 8a Abs. 1a StFG in Verbindung mit den ergänzenden Regelungen des Statuts der EAA nach den Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften und der RechKredV aufgestellt; eine Konzernrechnungslegungspflicht besteht gemäß § 8a Abs. 1a Satz 3 StFG nicht. Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht werden können, erfolgen im Anhang.

Der Jahresabschluss wird beim Betreiber des Unternehmensregisters elektronisch eingereicht und im Unternehmensregister (www.unternehmensregister.de) bekannt gemacht.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bewertung der Vermögensgegenstände, der Verbindlichkeiten und der schwebenden Geschäfte erfolgt gemäß §§ 252 ff. und §§ 340 ff. HGB.

Forderungen werden mit ihrem Nennwert, vermindert um Disagien, ausgewiesen und, soweit erforderlich, um Wertberichtigungen vermindert. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert; die zugehörigen Disagien sind als aktive Rechnungsabgrenzungsposten erfasst. Agien zu Forderungen oder Verbindlichkeiten werden als aktivische beziehungsweise passivische Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Die zum Bilanzstichtag ermittelten anteiligen Zinsen werden mit der zugrunde liegenden Forderung oder Verbindlichkeit bilanziert. Die Abgrenzung der Agien und Disagien aus dem Emissions- und Darlehensgeschäft erfolgt nach der linearen Methode.

Erkennbaren Risiken im Kreditgeschäft wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen und Rückstellungen angemessen Rechnung getragen. Für das latente Kreditrisiko im Forderungsbestand bestehen Pauschalwertberichtigungen gemäß IDW RS BFA 7. Die Ermittlung der Pauschalwertberichtigungen erfolgt modellbasiert. Das Risiko aus Kreditvergaben an Kreditnehmer in Ländern mit akutem Transferrisiko berücksichtigt die EAA, indem sie die modellbasierte Ermittlung der Pauschalwertberichtigung auf Ratings nach Transferstopprisiko aufbaut. Hierzu wird ein Risikofaktor in Abhängigkeit des Länderratings entwickelt und in der Ausfallwahrscheinlichkeit des Kreditnehmers oder des Bürgen berücksichtigt.

Die Wertpapiere der Liquiditätsreserve werden nach dem strengen Niederstwertprinzip zu Börsen- beziehungsweise Marktpreisen oder niedrigeren Buchkursen bewertet. Die Wertpapiere, die wie Anlagevermögen behandelt werden (Finanzanlagebestand), werden zu Anschaffungskosten bewertet. Die Unterschiedsbeträge zwischen Anschaffungskosten und Rückzahlungsbetrag werden zeitanteilig erfolgswirksam vereinnahmt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Soweit Wertpapiere des Finanzanlagebestands unter Anwendung des gemilderten Niederstwertprinzips zu Werten bilanziert sind, die über den aktuellen Markt- oder Börsenwerten liegen, werden diese Unterschiede im Anhang angegeben. Diese Angabe verändert sich im Zeitablauf bestands-, aber auch zins- beziehungsweise kursinduziert.

Die strukturierten Finanzinstrumente werden gemäß der "IDW-Stellungnahme zur Rechnungslegung: Zur einheitlichen oder getrennten handelsrechtlichen Bilanzierung strukturierter Finanzinstrumente (IDW RS HFA 22)" bilanziert. Das Portfolio der strukturierten Wertpapiere besteht aus den Phoenix-Notes und weiteren Engagements.

Für die Bewertung der strukturierten Wertpapiere werden Preisangaben von BlackRock verwendet, die auf Basis von mit der EAA abgestimmten Bewertungsmethoden modelliert und einer EAA-internen Überprüfung unterzogen werden.

Auf der Ebene der zugrunde liegenden Transaktionen (Underlyings) werden objektive Informationen zu den Entwicklungen im verbrieften Portfolio anhand der jeweiligen Vertragsdokumentation und Portfolioberichte angewendet, um die erwarteten zukünftigen Zahlungsströme zu ermitteln und daraus mittels Abzinsung die entsprechenden Barwerte für den Bilanzansatz abzuleiten. Die Zahlungsstromerwartungen der zugrunde liegenden Transaktionen werden des Weiteren unter Beachtung der Verteilungsvorschriften (Wasserfall) der jeweiligen Gesamttransaktion (Phoenix-Notes) in ein Cashflow-Profil und in einem weiteren Schritt in einen Barwert der einzelnen Tranchen der Gesamttransaktion umgesetzt. Die Sachgerechtigkeit der Bewertungen in den Underlyings und Notes von Phoenix wird zusätzlich durch den EAA-internen Validierungsprozess verifiziert.

Für die im Handelsbestand ausgewiesenen derivativen Produkte werden die beizulegenden Zeitwerte zum Bilanzstichtag in einem ersten Schritt einzelgeschäftsbezogen und handelsunabhängig ermittelt. Die Bewertung erfolgt anhand von Börsen- oder Marktpreisen vom 31. Dezember 2024, für die aus Vereinfachungsgründen Mittelkurse verwendet werden, beziehungsweise mithilfe anerkannter Bewertungsmethoden; Anteilszinsen, Einmalzahlungen und Optionsprämien werden berücksichtigt. Sofern Börsen- beziehungsweise Marktpreise insbesondere bei derivativen Finanzinstrumenten nicht existieren, beziehungsweise nicht verlässlich feststellbar sind, werden die beizulegenden Zeitwerte auf der Basis von marktüblichen Preismodellen oder diskontierten Cashflows ermittelt.

Bei einigen auf der Grundlage eines Bewertungsmodells ermittelten Werten nimmt die EAA Bewertungsabschläge vor, da in diesen Fällen nicht alle Faktoren, die von den Marktteilnehmern in Erwägung gezogen werden, in den Modellen berücksichtigt sind. Hierbei handelt es sich insbesondere um Bewertungsabschläge für Bonitäts-, Modell- und Liquiditätsrisiken. Zudem waren Bewertungsabschläge aufgrund von rechtlichen Unsicherheiten erforderlich.

In Anwendung der risikoadjustierten Marktbewertungsmethode fasst die EAA in einem zweiten Schritt die zu beizulegenden Zeitwerten bilanzierten Handelsgeschäfte entsprechend der Risikosteuerung in den jeweiligen Geschäftsbereichen zu Portfolios zusammen. Die zusammengefassten Bewertungsergebnisse des Handelsbestands werden um das mit einem mathematischen Verfahren (Varianz-Kovarianz-Ansatz) berechnete Verlustpotenzial (VaR) gekürzt. Dabei sind die VaR-Abschläge, basierend auf den Berechnungsmethoden von BlackRock, so bemessen, dass ein statistisch zu erwartender Verlust aus offenen Handelspositionen bei einer Haltedauer von zehn Tagen mit einer Wahrscheinlichkeit von 99% ausgeglichen werden kann. Der der Berechnung zugrunde liegende Beobachtungszeitraum beträgt 250 Tage, gleichgewichtet vom Beobachtungsstichtag rückwirkend.

Im Einzelnen verwendet die EAA für die relevanten Produktkategorien die folgenden Bewertungsmethoden und -parameter. Liquide börsengehandelte Produkte (zum Beispiel Futures) werden mit ihren Börsenpreisen bewertet. Für viele nicht börsengehandelte (OTC-)Derivate gibt es standardisierte Spezifikationen (zum Beispiel Swaps, Caps, Swaptions) und Bewertungsverfahren (Black 76) sowie zuverlässige Marktquotierungen (Swapsätze, Cap-Volatilitäten). Sofern diese verfügbar sind, werden sie zur Bewertung herangezogen. Für exotische OTC-Derivate (zum Beispiel Bermudan Swaptions) werden von BlackRock entwickelte Modelle verwendet, die auf einem 2 Faktor-Shifted-Lognormal-Modell beruhen.

Bei der Bewertung der Derivate erfolgt die Diskontierung zukünftiger Cashflows für die wesentlichen Portfolios auf der Basis von Overnight-Sätzen ("OIS-Discounting").

Produkt Bewertungsmodell Bewertungsparameter
Zinsprodukte Standardswaps Barwertmethode Zinssätze
Exotische Swaps 2 Faktor-Shifted-Lognormal-Modell Zinssätze, Zinsvolatilitäten, Korrelationen
Forward Rate Agreements Barwertmethode Zinssätze
Standard-Caps, -Floors, -Collars Black 76 Zinssätze, Zinsvolatilitäten
Exotische Caps, Floors 2 Faktor-Shifted-Lognormal-Modell Zinssätze, Zinsvolatilitäten, Korrelationen
Europäische Standard-Swaptions Black 76 Zinssätze, Zinsvolatilitäten
Exotische Swaptions 2 Faktor-Shifted-Lognormal-Modell Zinssätze, Zinsvolatilitäten, Korrelationen
Währungsprodukte Währungsswaps Barwertmethode Zinssätze, Währungskurse
Optionen Black 76 Zinssätze, Währungskurse, Währungskursvolatilitäten
Forward-Zins-/Währungsswaps Barwertmethode Zinssätze, Währungskurse

Die insbesondere im Zusammenhang mit illiquiden Portfolios erforderlichen Annahmen und Schätzungen beruhen auf subjektiven Beurteilungen des Managements und sind daher mit Prognoseunsicherheiten behaftet. Auch wenn im Rahmen der Schätzungen auf verfügbare Informationen, historische Erfahrungen und andere Beurteilungsfaktoren zurückgegriffen wurde, können die tatsächlichen zukünftigen Ereignisse von den Schätzungen abweichen. Dies kann sich nicht unerheblich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken. Nach Ansicht der EAA sind die verwendeten Parameter sachgerecht und vertretbar.

Realisierte und unrealisierte Bewertungsergebnisse, laufende Zinsaufwendungen und -erträge, Dividendenerträge sowie Provisionsaufwendungen und -erträge aus Geschäften mit Finanzinstrumenten des Handelsbestands werden im Nettoergebnis des Handelsbestands ausgewiesen.

Finanzinstrumente des Handelsbestands werden im Bilanzposten Handelsbestand der Aktivbeziehungsweise Passivseite ausgewiesen.

Gestellte und erhaltene Barsicherheiten für Derivate werden entsprechend den externen Kontrahenten in den Forderungen an Kreditinstitute und Kunden sowie in den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr 2024 wurden keine Finanzinstrumente aus dem Handelsbestand gemäß § 340e Abs. 3 Satz 3 HGB umgegliedert; die EAA-internen Kriterien für die Einbeziehung von Finanzinstrumenten in den Handelsbestand wurden nicht geändert.

Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Erträge aus erhaltenen Gegenleistungen für die Übernahme von Risikopositionen aus Beteiligungen gemäß § 8a Abs. 4 Nr. 4 StFG werden im Provisionsergebnis ausgewiesen.

Pensions-, (Reverse) Repo- und Wertpapierleihegeschäfte werden nach den geltenden Grundsätzen des § 340b HGB ausgewiesen. Wenn aufgrund einer verbindlichen Rückübertragungsvereinbarung die EAA als Pensionsgeber beziehungsweise Verleiher wirtschaftlicher Eigentümer bleibt, wird das Wertpapier weiter aktiviert. Ein erhaltener Kaufpreis oder eine Barsicherheit wird unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten oder Kunden passiviert. Als Pensionsnehmer beziehungsweise Entleiher aktiviert die EAA lediglich den gezahlten Kaufpreis beziehungsweise die gegebene Barsicherheit.

Sachanlagen und entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer (bis maximal zwölf Jahre) abgeschrieben; geringwertige Wirtschaftsgüter schreibt die EAA im Jahr der Anschaffung voll ab.

Bei der Bewertung von Rückstellungen werden Kosten- und Preissteigerungen berücksichtigt. Die Abzinsung von Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt gemäß § 253 Abs. 2 HGB.

Die EAA steuert das allgemeine Zinsänderungsrisiko im Bankbuch zentral im Rahmen des Aktiv-Passivmanagements. Hierbei handelt es sich nicht um eine Bewertungseinheit im Sinne des § 254 HGB, sondern um einen Refinanzierungsverbund, bei dem die Aktivgeschäfte beziehungsweise finanziellen Vermögensgegenstände des Bankbuchs hinsichtlich ihrer Zinskomponente in ihrer Gesamtheit bewertet werden.

Die Währungsumrechnung für Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten erfolgt nach den Vorschriften der § 256a und § 340h HGB. Auf Fremdwährung lautende Vermögensgegenstände und Schulden sowie nicht abgewickelte Fremdwährungskassageschäfte und schwebende Geschäfte werden in jeder Währung gemäß § 340h HGB als besonders gedeckt eingestuft und mit den EZB-Referenzkursen vom 31. Dezember 2024 umgerechnet. Dementsprechend sind alle Aufwendungen und Erträge aus der Währungsumrechnung gemäß § 340h HGB erfasst. Bei schwebenden Devisentermingeschäften, die der Absicherung von zinstragenden Bilanzposten dienen, erfolgt eine Spaltung des Terminkurses in Kassakurs und Swapsatz. Die vereinbarten Swapbeträge werden zeitanteilig abgegrenzt. Ein im Saldo positives Ergebnis aus der einzelgeschäftsbezogenen Bewertung der schwebenden Devisengeschäfte wird unter den sonstigen Verbindlichkeiten und ein im Saldo negatives Ergebnis aus der einzelgeschäftsbezogenen Bewertung der schwebenden Devisengeschäfte wird unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen.

Die EAA hat in Ausübung des Ansatzwahlrechts bei einem bestehenden Aktivüberhang keine latenten Steuern aktiviert.

Gewinne sind nach § 14 des Statuts der EAA bis zur Auflösung und Schlussabrechnung zu thesaurieren.

Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

4. Forderungen an Kreditinstitute

31.12.2024
Mio. EUR
31.12.2023
Mio. EUR
Bilanzausweis 3.400,9 3.462,5
täglich fällig 1.159,3 1.144,8
mit Restlaufzeiten
- bis 3 Monate 2.241,6 2.317,7

5. Forderungen an Kunden

31.12.2024
Mio. EUR
31.12.2023
Mio. EUR
Bilanzausweis 2.229,1 2.380,2
darunter:
- an verbundene Unternehmen 992,6 1.035,2
mit Restlaufzeiten
- bis 3 Monate 178,8 191,9
- mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 310,1 312,8
- mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 774,7 811,2
- mehr als 5 Jahre 965,5 1.064,3

Zu den Forderungen gehören auch nicht börsenfähige Namensschuldverschreibungen und andere, nicht börsenfähige Schuldverschreibungen.

6. Durch Grundpfandrechte besicherte Forderungen

Zum Bilanzstichtag sowie zum Vorjahresende waren keine Forderungen durch Grundpfandrechte besichert.

7. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

31.12.2024
Mio. EUR
31.12.2023
Mio. EUR
Bilanzausweis 3.749,8 4.061,8
darunter:
Beträge, die im Folgejahr fällig werden 55,3 69,6
Zusammensetzung
- Anleihen und Schuldverschreibungen öffentlicher Emittenten 1.460,9 1.468,5
- Anleihen und Schuldverschreibungen anderer Emittenten 2.288,9 2.593,3
Zusammensetzung nach Börsenfähigkeit
- börsenfähige Wertpapiere 3.749,8 4.061,8
davon:
- börsennotiert 1.929,4 1.960,3
- nicht börsennotiert 1.820,4 2.101,5
Zusammensetzung nach Bestandsart
- Liquiditätsreserve - -
- Finanzanlagebestand 3.749,8 4.061,8

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere in Höhe von 3,7 (Vorjahr 4,1) Mrd. EUR sind Teil des Finanzanlagebestands. Zum Bilanzstichtag wurden Finanzanlagen mit einem Buchwert von 1,6 (Vorjahr 1,9) Mrd. EUR um 0,2 (Vorjahr 0,1) Mrd. EUR über ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt, da die EAA aufgrund ihrer langfristigen Abwicklungsstrategie und der erwarteten Wertentwicklung der Finanzanlagen davon ausgeht, Rückzahlungen mindestens in Höhe des Buchwerts zu erhalten. Der Unterschiedsbetrag entfällt im Wesentlichen auf strukturierte Kreditprodukte.

Die Finanzanlagen werden fristen- und währungskongruent refinanziert. Die EAA sichert diese auf Portfoliobasis gegen zins- und währungsinduzierte Wertveränderungen ab.

8. Handelsbestand

31.12.2024
Mio. EUR
31.12.2023
Mio. EUR
Bilanzausweis 3.418,3 3.730,5
davon:
- Derivative Finanzinstrumente 3.419,4 3.733,2
- Risikoabschlag gemäß § 340e Abs. 3 Satz 1 HGB -1,1 -2,7

9. Beteiligungen

31.12.2024
Mio. EUR
31.12.2023
Mio. EUR
Bilanzausweis 23,4 24,1
darunter:
- an Kreditinstituten 7,7 7,7
Zusammensetzung nach Börsenfähigkeit
- börsenfähige Wertpapiere 7,7 7,7
davon:
- nicht börsennotiert 7,7 7,7

10. Anteile an verbundenen Unternehmen

31.12.2024
Mio. EUR
31.12.2023
Mio. EUR
Bilanzausweis 4,2 4,2
Zusammensetzung nach Börsenfähigkeit
- börsenfähige Wertpapiere - 0,0
davon:
- nicht börsennotiert - 0,0

11. Anlagevermögen

1.1.2024 31.12.2024
Mio. EUR Anschaffungs-/ Herstellungskosten Zugänge Abgänge Umbuchungen Zuschreibungen Abschreibungen kumuliert
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere des Anlagevermögens 4.061,8 Nettoveränderung gemäß § 34 Abs. 3 Satz 2 RechKredV;
Beteiligungen 36,6 -328,5
Anteile an verbundenen Unternehmen 7,5
Mio. EUR 31.12.2024 Abschreibungen Geschäftsjahr 31.12.2024 Buchwert 31.12.2023 Buchwert
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere des Anlagevermögens 0,0 3.749,8 4.061,8
Beteiligungen 0,2 23,4 24,1
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,1 4,2 4,2

12. Sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2024
Mio. EUR
31.12.2023
Mio. EUR
Bilanzausweis 101,9 107,7
darunter:
- Ausgleichsposten aus der Devisenbewertung 97,1 100,9
- Steuererstattungsansprüche 2,5 5,9
- Forderungen aus Ergebnisübernahmen 2,2 0,9

13. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

31.12.2024
Mio. EUR
31.12.2023
Mio. EUR
Bilanzausweis 34,4 34,2
davon:
- Disagio aus dem Emissionsgeschäft 29,0 24,8
- Disagio aus Verbindlichkeiten 5,2 7,8
- Einmalzahlungen aus Swaps 0,2 0,4
- Sonstige - 1,2

14. Nachrangige Vermögensgegenstände

Nachrangige Vermögensgegenstände sind enthalten in:

31.12.2024
Mio. EUR
31.12.2023
Mio. EUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 358,4 358,8

15. In Pension gegebene Vermögensgegenstände

Zum Bilanzstichtag sowie zum Vorjahresende waren keine Vermögensgegenstände in Pension gegeben.

16. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

31.12.2024
Mio. EUR
31.12.2023
Mio. EUR
Bilanzausweis 1.373,0 1.347,1
täglich fällig 877,5 840,0
mit Restlaufzeiten
- bis 3 Monate 127,4 141,7
- mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 36,6 25,1
- mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 258,2 267,9
- mehr als 5 Jahre 73,3 72,4

17. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

31.12.2024
Mio. EUR
31.12.2023
Mio. EUR
Bilanzausweis 671,9 1.148,6
darunter:
- Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,3 0,5
Andere Verbindlichkeiten 671,9 1.148,6
davon:
- täglich fällig 3,0 5,1
mit Restlaufzeiten
- bis 3 Monate 23,4 454,7
- mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 76,0 13,4
- mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 474,5 520,4
- mehr als 5 Jahre 95,0 155,0

18. Verbriefte Verbindlichkeiten

31.12.2024
Mio. EUR
31.12.2023
Mio. EUR
Bilanzausweis 7.327,4 7.409,2
Begebene Schuldverschreibungen 2.055,4 3.296,9
darunter:
Beträge, die im Folgejahr fällig werden 82,8 1.831,9
Andere verbriefte Verbindlichkeiten 5.272,0 4.112,3
davon mit Restlaufzeiten:
- bis 3 Monate 5.031,4 3.561,5
- mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 240,6 550,8

19. Handelsbestand

31.12.2024
Mio. EUR
31.12.2023
Mio. EUR
Bilanzausweis 2.848,1 3.145,1
davon:
- Derivative Finanzinstrumente 2.848,1 3.145,1

20. Sonstige Verbindlichkeiten

31.12.2024
Mio. EUR
31.12.2023
Mio. EUR
Bilanzausweis 26,0 29,9
davon:
- Verbindlichkeiten aus Verlustübernahmen 16,7 9,2
- Sonstige 9,3 20,7

Die Position "Sonstige" enthält im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus noch nicht beglichenen Rechnungen sowie Verbindlichkeiten gegenüber Tochterunternehmen aufgrund steuerlicher Organschaften.

21. Passive Rechnungsabgrenzungsposten

31.12.2024
Mio. EUR
31.12.2023
Mio. EUR
Bilanzausweis 14,9 17,6
davon:
- Einmalzahlungen aus Swaps 14,9 17,6

22. Rückstellungen

Bestand Zuführung Aufzinsung Verbrauch Auflösung Sonstige Änderung
31.12.2023
Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR
Steuern - - - - - -
Andere Rückstellungen 54,5 5,2 - 8,2 2,0 0,3
- für Kredite 1,4 - - - - -
- für Beteiligungen 0,3 2,1 - 0,5 - 0,1
- für Prozesse 0,2 - - - - -
- im Personalbereich 0,1 - - 0,1 - -
- Sonstige 52,5 3,1 - 7,6 2,0 0,2
Gesamt 54,5 1 5,2 - 8,2 2,0 0,3
Endbestand 31.12.2024
Mio. EUR
Steuern -
Andere Rückstellungen 49,8
- für Kredite 1,4
- für Beteiligungen 2,0
- für Prozesse 0,2
- im Personalbereich -
- Sonstige 46,2
Gesamt 49,8

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Vorsorgebeträge für Risiken, die keinem anderen Rückstellungsposten zugeordnet werden können.

23. Eigenkapital

Zum Bilanzstichtag beträgt das gezeichnete Kapital der EAA 500.000 EUR.

Die Kapitalrücklage in Höhe von 3.013,2 Mio. EUR resultiert aus der Übertragung von Risikopositionen und nichtstrategienotwendigen Geschäftsbereichen der ehemaligen WestLB.

Die anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 2,4 Mio. EUR stammen aus der Auflösung von Rückstellungen, deren Wertansatz aufgrund der durch das BilMoG geänderten Bewertung von Verpflichtungen gemindert wurde.

Das Ergebnis zum Bilanzstichtag beträgt -2,4 Mio. EUR und erhöht den Bilanzverlust zum Bilanzstichtag auf 2.365,4 Mio. EUR.

24. Haftungsverhältnisse

Eventualverbindlichkeiten

Die Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 0,8 (Vorjahr 0,8) Mrd. EUR stammen im Wesentlichen aus Altverbindlichkeiten der WestImmo sowie aus Altverbindlichkeiten der Hamburg Commercial Bank AG (vormals HSH Nordbank AG). Zum Bilanzstichtag betrug das Volumen der Altverbindlichkeiten der WestImmo 0,5 (Vorjahr 0,6) Mrd. EUR.

Das Volumen der Altverbindlichkeiten geht aufgrund von Tilgungen kontinuierlich zurück. Durch einen zwischen der Aareal Bank AG und der WestImmo abgeschlossenen Abspaltungs- und Übernahmevertrag wurden alle wesentlichen bankbezogenen Aktiva und Passiva der WestImmo ab dem 30. Juni 2017 auf die Aareal Bank AG übertragen.

Für diese Haftungsverhältnisse ist der EAA im Einzelnen nicht bekannt, ob eine Inanspruchnahme erfolgen wird. Sofern sich hinreichend konkrete Erkenntnisse über einen Verlust aus einer zu erwartenden Inanspruchnahme ergeben, werden Rückstellungen gebildet.

Andere Verpflichtungen

Das Volumen in Höhe von 91,8 (Vorjahr 101,7) Mio. EUR resultiert aus dem Kreditgeschäft. Die EAA überprüft laufend, ob eine Rückstellung für drohende Verluste gebildet werden muss.

25. Fremdwährungsaktiva und -passiva

Auf Fremdwährung lautende bilanzielle Aktiva bestehen am Bilanzstichtag in Höhe von 3,3 (Vorjahr 3,6) Mrd. EUR, auf Fremdwährung lautende bilanzielle Passiva betragen 5,9 (Vorjahr 5,5) Mrd. EUR.

26. Geografische Aufteilung von Ertragskomponenten

Die wesentlichen Ertragskomponenten der Gewinn- und Verlustrechnung der EAA wurden auf den im Folgenden dargestellten geografischen Märkten erzielt.

Zinserträge 1.1.-31.12.2024
Mio. EUR
Laufende Erträge 1.1.-31.12.2024
Mio. EUR
Nettoergebnis des Handelsbestands 1.1.-31.12.2024
Mio. EUR
Sonstige betriebliche Erträge 1.1.-31.12.2024
Mio. EUR
Deutschland 156,1 3,0 9,0 15,9
Großbritannien 28,4 - - -
Übriges Europa 186,6 1,2 - -
Fernost und Australien 6,4 - - -
Nordamerika 82,1 - - -
GuV-Ausweis 459,611 4,2 9,0 15,9

Die geografische Zuordnung der Erträge erfolgt grundsätzlich nach dem Sitz des Geschäftspartners. Die laufenden Erträge enthalten auch die Erträge aus Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen, sofern diese anfallen.

27. Sonstige betriebliche und periodenfremde Aufwendungen und Erträge

Der Saldo der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge zum Bilanzstichtag setzt sich aus Aufwendungen in Höhe von 2,0 (Vorjahr 19,9) Mio. EUR und Erträgen in Höhe von 15,9 (Vorjahr 29,8) Mio. EUR zusammen.

In den Aufwendungen ist eine Zuführung zu den Rückstellungen in Höhe von 2,0 (Vorjahr 18,8) Mio. EUR enthalten. In den Erträgen sind das Ergebnis aus der Devisenbewertung in Höhe von 12,1 (Vorjahr Aufwand 0,2) Mio. EUR, einmalige Rechtskostenerstattungen in Höhe von 0,9 Mio. EUR, Erträge aus einer nachträglichen Kaufpreisanpassung in Höhe von 0,6 Mio. EUR und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 2,0 (Vorjahr 10,9) Mio. EUR enthalten.

28. Risikovorsorge

Abschreibungen und Wertberichtigungen gemäß § 340f Abs. 3 und § 340c Abs. 2 HGB

1.1.-31.12.2024
Mio. EUR
1.1.-31.12.2023
Mio. EUR
Risikovorsorge- und Finanzanlageergebnis inklusive Verlustübernahme (gemäß RechKredV) -11,1 67,2
Kredite und Wertpapiere Ertrag/Aufwand 3,8 68,1
davon: - Kredite 3,8 68,1
Beteiligungen und Wertpapiere Ertrag/Aufwand 1,8 8,3
davon: - Beteiligungen 0,3 7,4
- Wertpapiere 1,5 0,9
Aufwendungen aus Verlustübernahme -16,7 -9,2
Risikovorsorge- und Finanzanlageergebnis inklusive Verlustübernahme (gemäß Risikobericht) -11,1 67,2
Risikovorsorgeergebnis - Kreditgeschäft/Wertpapiere wegen Bonitätsrisiken 3,8 68,1
davon: - Kredite 3,8 68,1
Ergebnis aus Finanzanlagen, Beteiligungen und Verlustübernahme -14,9 -0,9

Die EAA nimmt grundsätzlich die Wahlrechte nach § 340f Abs. 3 HGB und § 340c Abs. 2 HGB in Anspruch. Gemäß § 340f Abs. 3 HGB dürfen Erträge und Aufwendungen aus der Bewertung im Kreditgeschäft mit Abschreibungen auf Wertpapiere sowie Erträgen aus Zuschreibungen zu Wertpapieren der Liquiditätsreserve kompensiert ausgewiesen werden. Der Nettoertrag beträgt 3,8 (Vorjahr Nettoertrag 68,1) Mio. EUR. Gemäß § 340c Abs. 2 HGB darf eine Kompensation der Aufwendungen für Beteiligungen, für Anteile an verbundenen Unternehmen sowie für Wertpapiere des Anlagebestands mit den entsprechenden Erträgen erfolgen. Insgesamt weist die EAA einen Nettoertrag von 1,8 (Vorjahr Nettoertrag 8,3) Mio. EUR als Risikoergebnis für Beteiligungen und Wertpapiere aus.

29. Steuern

Bei den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 155,5 (Vorjahr 548,0) TEUR handelt es sich um Körperschaftsteuern in Höhe von 96,0 (Vorjahr 0,0) TEUR und um ausländische Quellensteuern in Höhe von 59,5 (Vorjahr 548,0) TEUR.

Im aktuellen Geschäftsjahr und im Vorjahr sind keine sonstigen Steuern angefallen.

30. Devisenergebnis

Das Devisenergebnis aus Handelsgeschäften ist im Nettoergebnis des Handelsbestands enthalten. Durch eine produktbedingte Zerlegung komplexer Derivate wird der wesentliche Teil dieses Ergebnisses durch Erträge im übrigen Handelsergebnis ausgeglichen.

31. Honorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB betrug 1,5 (Vorjahr 1,5) Mio. EUR.

Der Abschlussprüfer erhielt für Abschlussprüfungsleistungen 1,5 (Vorjahr 1,5) Mio. EUR und für andere Bestätigungsleistungen im Zusammenhang mit einem Comfort Letter 23 (Vorjahr 29) TEUR.

Nicht-Prüfungsleistungen des Abschlussprüfers wurden vom Prüfungs- und Risikoausschuss gemäß Artikel 5 Abs. 4 Satz 1 der Verordnung (EU) Nr. 537/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. April 2014 gebilligt.

Die Angaben beziehen sich für die Abschlussprüfungsleistungen des Geschäftsjahres 2023 und 2024 und für den Comfort Letter des Geschäftsjahres 2024 auf die RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, für den Comfort Letter des Geschäftsjahres 2023 auf die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.

Sonstige Angaben

32. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Für eigene Verbindlichkeiten wurden im Geschäftsjahr 2024 folgende Sicherheiten gestellt:

Art der Sicherheit Bilanzposten der zu besichernden Verbindlichkeit 31.12.2024
Mio. EUR
31.12.2023
Mio. EUR
Gestellte Barsicherheiten Handelsbestand *) 689,9 829,5

*) Die EAA hat für Geschäfte, die im Kontext eines Rahmenvertrags nach der ISDA oder eines vergleichbaren Rahmenvertrags mit entsprechender Besicherungsabrede abgeschlossen wurden, Barsicherheiten gestellt. Bei der Bemessung der Barsicherheiten wird die Gesamtheit aller Geschäfte mit einem bestimmten Kontrahenten, die von dem Rahmenvertrag erfasst werden, berücksichtigt. Insofern werden Barsicherheiten für Geschäfte gestellt, deren Ausweis in der Bilanz in Abhängigkeit von ihrer Zuordnung zum Handels- oder Nichthandelsbestand und ihres Marktwerts erfolgt. Eine betragsmäßige Zuordnung der auf der Grundlage eines Rahmenvertrags gestellten Barsicherheiten zu bilanziellen Passiva ist nicht aussagekräftig. Für Barsicherheiten, die vom OTC-Derivate-Risikoübernahmevertrag erfasst werden, gilt dies entsprechend.

33. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Patronatserklärung

Die EAA hatte Patronatserklärungen für Verbindlichkeiten der WestImmo abgegeben, die bis zum 31. Mai 2015, dem Tag, an dem der Verkauf der WestImmo vollzogen wurde, entstanden. Diese Patronatserklärungen sind mit dem Absinken der Anteilsbesitzquote auf 0% mit Wirkung für die Zukunft erloschen. Die EAA haftet aus einer dieser Patronatserklärungen noch für die bis zum Vollzug des Verkaufs entstandenen Altverbindlichkeiten der WestImmo. Diese Altverbindlichkeiten werden unter den Eventualverbindlichkeiten ausgewiesen. Das Volumen verringert sich kontinuierlich aufgrund planmäßiger und außerplanmäßiger Tilgungen.

Gewährträgerhaftung

Die Gewährträgerhaftung der Portigon für Verbindlichkeiten der ehemaligen Rheinland-Pfalz Bank, Mainz, der ehemaligen HSH Nordbank AG (ab 4. Februar 2019 firmierend als Hamburg Commercial Bank AG), Hamburg, der DekaBank Deutsche Girozentrale, Frankfurt am Main und der WestImmo wurde 2012 im Wege der Abspaltung auf die EAA übertragen. Da Neuverbindlichkeiten dieser Institute nicht mehr der Gewährträgerhaftung unterliegen, verringert sich das Volumen der gedeckten Verbindlichkeiten durch die Rückführung zwischenzeitlich fälliger Beträge kontinuierlich.

Sonstige Haftungsverhältnisse

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Dienstleistungsverträgen, Mietverträgen sowie sonstigen Verpflichtungen in Höhe von insgesamt 112,2 (Vorjahr 142,0) Mio. EUR.

34. Termingeschäfte/derivative Produkte

Die EAA schließt Termingeschäfte beziehungsweise derivative Geschäfte folgender Art ab:

Zinsbezogene Produkte

Zinsswaps, Zinsfutures, Forward Rate Agreements, Zinscaps, Zinsfloors, Zinscollars, Swaptions und Zinsoptionen

Währungsbezogene Produkte

Zins-/Währungsswaps, Forward-Zins-/Währungsswaps, Devisentermingeschäfte und Devisenoptionsgeschäfte

Das Gesamtvolumen der Termingeschäfte und derivativen Geschäfte am Bilanzstichtag beträgt auf Basis von Nominalwerten 56,6 (Vorjahr 66,9) Mrd. EUR. Der Schwerpunkt liegt unverändert bei den zinsbezogenen Produkten, deren Anteil bei 87,9% (Vorjahr 85,1%) des Gesamtvolumens liegt.

Die Marktwerte der nicht börsengehandelten Derivate werden auf der Grundlage von finanzmathematischen Bewertungsmodellen sowie am Markt verfügbaren Bewertungsparametern (unter anderem Zinssätze, Zinsvolatilitäten und Währungskurse) bestimmt.

Zum 31. Dezember 2023 wurden die Nominalwerte der zinsbezogenen Produkte um 8.927,0 Mio. EUR und die der währungsbezogenen Produkte um 2.404,5 Mio. EUR zu hoch angegeben. In den folgenden Tabellen wurden diese Angaben entsprechend korrigiert.

Derivative Geschäfte - Darstellung der Stichtagsvolumen

Nominalwerte Positive Marktwerte Negative Marktwerte
31.12.2024
Mio. EUR
31.12.2023
Mio. EUR
31.12.2024
Mio. EUR
31.12.2023
Mio. EUR
31.12.2024
Mio. EUR
31.12.2023
Mio. EUR
Zinsbezogene Produkte 49.741,5 56.896,3 3.025,9 3.234,4 2.519,1 2.918,4
OTC-Produkte 49.741,5 56.896,3 3.025,9 3.234,4 2.519,1 2.918,4
Börsengehandelte Produkte - - - - - -
Währungsbezogene Produkte 6.839,8 9.959,8 652,5 847,4 585,5 604,7
OTC-Produkte 6.839,8 9.959,8 652,5 847,4 585,5 604,7
Gesamt 56.581,3 66.856,1 3.678,4 4.081,8 3.104,6 3.523,1
OTC-Produkte 56.581,3 66.856,1 3.678,4 4.081,8 3.104,6 3.523,1
Börsengehandelte Produkte - - - - - -

Die jahresdurchschnittlichen Nominalwerte der Termingeschäfte und derivativen Geschäfte lagen im Geschäftsjahr 2024 bei 61,2 (Vorjahr 76,5) Mrd. EUR.

Derivative Geschäfte - Darstellung der Durchschnittsvolumen

Nominalwerte Positive Marktwerte Negative Marktwerte
31.12.2024
Mio. EUR
31.12.2023
Mio. EUR
31.12.2024
Mio. EUR
31.12.2023
Mio. EUR
31.12.2024
Mio. EUR
31.12.2023
Mio. EUR
Zinsbezogene Produkte 52.689,1 64.766,0 3.039,0 3.233,2 2.629,6 2.960,8
OTC-Produkte 52.529,1 64.766,0 3.039,0 3.233,2 2.629,6 2.960,8
Börsengehandelte Produkte 160,0 - - - - -
Währungsbezogene Produkte 8.547,3 11.692,5 666,9 752,0 562,3 452,7
OTC-Produkte 8.547,3 11.692,5 666,9 752,0 562,3 452,7
Gesamt 61.236,4 76.458,5 3.705,9 3.985,2 3.191,9 3.413,5
OTC-Produkte 61.076,4 76.458,5 3.705,9 3.985,2 3.191,9 3.413,5
Börsengehandelte Produkte 160,0 - - - - -

Die Termingeschäfte und derivativen Geschäfte werden ausnahmslos zu Sicherungszwecken abgeschlossen.

Die erhaltenen und gezahlten Optionsprämien für derivative Finanzinstrumente des Nichthandelsbestands sind unter den Sonstigen Vermögensgegenständen beziehungsweise Sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Derivative Geschäfte - Fristengliederung

Zinsbezogene Produkte Währungsbezogene Produkte
31.12.2024
Mio. EUR
31.12.2023
Mio. EUR
31.12.2024
Mio. EUR
31.12.2023
Mio. EUR
mit Restlaufzeiten
- bis 3 Monate 1.833,1 4.858,9 58,3 1.041,4
- 3 Monate bis 1 Jahr 3.043,0 4.851,0 407,0 2.488,3
- 1 Jahr bis 5 Jahre 14.468,2 14.359,3 2.908,6 2.595,7
- über 5 Jahre 30.397,2 32.827,1 3.465,9 3.834,4
Gesamt 49.741,5 56.896,3 6.839,8 9.959,8

35. Anzahl der Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter im Berichtszeitraum betrug:

männlich weiblich insgesamt 1.1.-31.12.2024 insgesamt 1.1.-31.12.2023
Anzahl der Mitarbeiter 38 23 61 77

Zum Bilanzstichtag beschäftigte die EAA 52 (31. Dezember 2023: 61) Vollzeitarbeitskräfte

36. Beteiligte an der EAA

31.12.2024
in %
31.12.2023
in %
Land NRW 48,202 48,202
Rheinischer Sparkassen- und Giroverband 25,032 25,032
Sparkassenverband Westfalen-Lippe 25,032 25,032
Landschaftsverband Rheinland 0,867 0,867
Landschaftsverband Westfalen-Lippe 0,867 0,867
Gesamt 100,000 100,000

37. Mandate der Vorstandsmitglieder

Im Berichtszeitraum übte kein Mitglied des Vorstands der EAA ein Mandat in einem gesetzlich zu bildenden Aufsichtsgremium von großen Kapitalgesellschaften gemäß § 340a Abs. 4 Nr. 1 in Verbindung mit § 267 Abs. 3 HGB aus.

38. Mandate der Mitarbeiter

Im Berichtszeitraum übte kein Mitarbeiter der EAA ein Mandat in einem gesetzlich zu bildenden Aufsichtsgremium von großen Kapitalgesellschaften gemäß § 340a Abs. 4 Nr. 1 in Verbindung mit § 267 Abs. 3 HGB aus.

39. Organe der EAA

Mitglieder des Vorstands der EAA

Christian Doppstadt

Horst Küpker

Mitglieder des Verwaltungsrats der EAA

Dr. Dirk Günnewig

Vorsitzender

Staatssekretär im Ministerium der Finanzen des Landes NRW

Susanne Elsässer

Stellvertretende Vorsitzende

Leitende Ministerialrätin im Ministerium der Finanzen des Landes NRW

Michael Breuer

Präsident des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbands

Hans Buschmann

Stellvertretender Verbandsgeschäftsführer des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbands i.R.

Rolf Einmahl

Rechtsanwalt, Mitglied der Landschaftsversammlung des Landschaftsverbandes Rheinland

Henning Giesecke

Gesellschafter der GSW Capital Management GmbH,

Ehemaliger Risikovorstand der HypoVereinsbank AG und der UniCredit Group

Wilfried Groos

Sparkassendirektor a.D.

Frank Hellwig

CEO, Sonderbeauftragter der BaFin der OWH SE i.L.

Dr. Achim Kopf

Leiter des Bereichs Risikocontrolling der Bundesrepublik Deutschland - Finanzagentur GmbH

Dr. Georg Lunemann

Direktor des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe

Klaus Rupprath

Ehemaliger Bereichsleiter Kapitalmärkte der NRW.BANK

Jürgen Wannhoff

Vizepräsident und Mitglied des Vorstands des Sparkassenverbands Westfalen-Lippe

Trägerversammlung der EAA

Die Trägerversammlung setzt sich aus Vertretern der am Stammkapital Beteiligten zusammen (siehe hierzu Anhangangabe Nummer 36).

40. Bezüge der Organe

Die Bezüge der Mitglieder des Vorstands im Geschäftsjahr 2024 betrugen 1.005 (Vorjahr 1.005) TEUR.

Vergütung Vorstand

31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
Christian Doppstadt 475.000 475.000
Horst Küpker 450.000 450.000
925.000 925.000
Sachbezüge 21.121 21.121
Aufwendungen für Altersversorgung 58.754 58.754
Gesamt 1.004.875 1.004.875

Bei den Gesamtbezügen für alle Mitglieder des Verwaltungsrats und des Prüfungs- und Risikoausschusses in Höhe von netto 114 (Vorjahr 113) TEUR beziehungsweise brutto 124 (Vorjahr 125) TEUR handelt es sich um eine Aufwandsentschädigung, aufgeteilt in eine Grundvergütung und ein Sitzungsgeld je Teilnahme an Sitzungen des Verwaltungsrats und - sofern eine Mitgliedschaft besteht - an Sitzungen des Prüfungs- und Risikoausschusses.

Vergütung Verwaltungsrat

31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
Mitglied - von der Trägerversammlung ernannt
Dr. Dirk Günnewig 16.200 16.800
Susanne Elsässer 8.700 8.400
Michael Breuer 5.600 5.600
Hans Buschmann 14.300 13.050
Rolf Einmahl 5.600 5.600
Henning Giesecke 16.800 16.800
Wilfried Groos 5.600 5.900
Frank Hellwig 5.900 5.600
Dr. Georg Lunemann 5.900 5.600
Klaus Rupprath 11.800 11.200
Jürgen Wannhoff 11.200 12.958
Mitglied - von der Bundesrepublik Deutschland - Finanzagentur GmbH entsandt
Dr. Achim Kopf 5.900 5.900
Gesamt (netto) 113.500 113.408

Für den Verwaltungsrat und den Prüfungs- und Risikoausschuss ist die Höhe der Grundvergütung eines einfachen Mitglieds des Verwaltungsrats oder des Prüfungs- und Risikoausschusses und der Sitzungsgelder je Sitzung für Mitglieder des Verwaltungsrats oder des Prüfungs- und Risikoausschusses identisch. Die Grundvergütung des jeweiligen Vorsitzenden und stellvertretenden Vorsitzenden des Verwaltungsrats und des Prüfungs- und Risikoausschusses liegt höher. Die Trägerversammlung hat im Zusammenhang mit der Festsetzung der Gewährung der Aufwandsentschädigung beschlossen, dass Reisekosten der Mitglieder des Verwaltungsrats und des Prüfungs- und Risikoausschusses auf Antrag in üblicher Höhe individuell von der EAA erstattet werden.

Die Grundvergütungen werden gemäß Beschluss der Trägerversammlung bei einem unterjährigen Beginn der Mitgliedschaft im Verwaltungsrat und gegebenenfalls dem Prüfungs- und Risikoausschuss oder Ausscheiden aus dem Verwaltungsrat und gegebenenfalls dem Prüfungs- und Risikoausschuss zeitanteilig für jeden begonnenen Kalendermonat gewährt.

Etwaige bestehende Abführungspflichten für die Mandatsträger beziehungsweise erfolgte Abführungen bleiben unberücksichtigt. Die Zahlung der Umsatzsteuer durch die EAA ist abhängig von der jeweils gegebenen individuellen steuerlichen Situation.

Die Vertreter der Beteiligten in der Trägerversammlung erhalten keine Vergütung.

41. Kredite an Organe

Den Mitgliedern des Vorstands und des Verwaltungsrats der EAA wurden sowohl im Geschäftsjahr 2024 als auch im Vorjahr keine Vorschüsse und Kredite gewährt.

42. Angaben zum Anteilsbesitz

Ergänzende Angaben nach § 285 Nr. 11 und 11a sowie § 340a Abs. 4 Nr. 2 HGB

Anteile in Fremdwährung zum Stichtagskurs in EUR umgerechnet Angabe Kapitalanteil und Stimmrechte in %, Beträge in TEUR

Sonstiger Anteilsbesitz

Name und Sitz der Gesellschaft direkt (d) / indirekt (i) EAV ja (J) / nein (N) Stand Kapitalanteil Stimmrechte WKZ
Corsair III Financial Services Capital Partners L.P., Wilmington, USA d N k. A. 1,84 0,00
Corsair III Financial Services Offshore Capital Partners L.P., George Town, Kaimaninseln d N k. A. 1,84 0,00
DALS Sparkassen-Neubau Teltow-Fläming Verwaltung GmbH, Düsseldorf i N 31.12.2023 100,00 100,00 EUR
Deutsche Anlagen-Leasing Service Sparkassen-Neubau Teltow-Fläming GmbH & Co. KG, Aschheim i N 31.12.2023 78,49 78,60 EUR
EAA Charity LLP, Wilmington, USA i N 31.12.2023 100,00 100,00 USD
EAA DLP I LLP, Wilmington, USA i N 31.12.2023 100,00 100,00 USD
EAA DLP II LLP, Wilmington, USA i N 31.12.2023 100,00 100,00 USD
EAA DLP III LLP, Wilmington, USA i N 31.12.2023 100,00 100,00 USD
EAA Europa Holding GmbH, Düsseldorf d J 31.12.2023 100,00 100,00 EUR
EAA Greenwich LLP, Wilmington, USA i N 31.12.2023 100,00 100,00 USD
EAA LAT ABC LLP, Wilmington, USA i N 31.12.2023 100,00 100,00 USD
EAA LAT II LLP, Wilmington, USA i N 31.12.2023 100,00 100,00 USD
EAA LS Holdings LLC, Wilmington, USA i N 31.12.2023 100,00 100,00 USD
EAA PF LLP, Wilmington, USA i N 31.12.2023 100,00 100,00 USD
EAA Triskele LLP, Wilmington, USA i N 31.12.2023 100,00 100,00 USD
EAA US Holdings Corporation, Wilmington, USA d N 31.12.2023 100,00 100,00 USD
Erste EAA Anstalt öffentlichen Rechts & Co. KG, Düsseldorf d / i J 31.12.2023 100,00 100,00 EUR
Erste Financial Services GmbH, Düsseldorf d N 31.12.2023 100,00 100,00 EUR
Leasing Belgium N.V., Antwerpen, Belgien i N 31.12.2023 100,00 100,00 EUR
MCC SB Condo LLC, Wilmington, USA i N 31.12.2023 100,00 100,00 USD
MCC SB Unit 144 LLC, Indianapolis, USA i N 31.12.2023 100,00 100,00 USD
MCC SB Unit 145 LLC, Indianapolis, USA i N 31.12.2023 100,00 100,00 USD
MCC SB Unit 146 LLC, Indianapolis, USA i N 31.12.2023 100,00 100,00 USD
MCC SB Unit 147 LLC, Indianapolis, USA i N 31.12.2023 100,00 100,00 USD
MFC Holdco LLC, Dover, USA i N 31.12.2023 100,00 100,00 USD
MFC Real Estate LLC, Dover, USA i N 31.12.2023 100,00 100,00 USD
MFC SB BAR, LLC, Indianapolis, USA i N 31.12.2023 100,00 100,00 USD
Sechste EAA-Beteiligungs GmbH, Düsseldorf d N 31.12.2023 100,00 100,00 EUR
thyssenkrupp Electrical Steel GmbH, Gelsenkirchen d N 30.9.2023 0,42 0,42 EUR
thyssenkrupp Materials Processing Europe GmbH, Krefeld d N 30.9.2023 0,42 0,42 EUR
thyssenkrupp Materials Services GmbH, Essen d N 30.9.2023 0,16 0,16 EUR
ThyssenKrupp Rasselstein GmbH, Andernach d N 30.9.2023 0,50 0,50 EUR
TK Aufzugswerke GmbH, Neuhausen auf den Fildern d N 30.9.2023 0,50 0,50 EUR
West Life Markets GmbH & Co. KG, Düsseldorf d / i J 31.12.2023 100,00 100,00 EUR
West Merchant Limited, London, Großbritannien d N 31.12.2023 100,00 100,00 GBP
Westdeutsche ImmobilienHolding GmbH, Düsseldorf d J 31.12.2023 100,00 100,00 EUR
WestInvest Gesellschaft für Investmentfonds mbH, Düsseldorf i N 31.12.2023 0,00 0,00 EUR
Windmill Investments Limited, George Town, Kaimaninseln d N 31.12.2023 5,07 0,00 USD
WIV GmbH & Co. Beteiligungs KG, Frankfurt am Main d / i N 31.12.2023 5,10 5,10 EUR
Name und Sitz der Gesellschaft Eigenkapital Ergebnis
Corsair III Financial Services Capital Partners L.P., Wilmington, USA k. A. k. A.
Corsair III Financial Services Offshore Capital Partners L.P., George Town, Kaimaninseln k. A. k. A.
DALS Sparkassen-Neubau Teltow-Fläming Verwaltung GmbH, Düsseldorf 28 4
Deutsche Anlagen-Leasing Service Sparkassen-Neubau Teltow-Fläming GmbH & Co. KG, Aschheim 2.278 784
EAA Charity LLP, Wilmington, USA 28.324 1.007
EAA DLP I LLP, Wilmington, USA 81.235 -6.933
EAA DLP II LLP, Wilmington, USA 66.714 -2.397
EAA DLP III LLP, Wilmington, USA 124.561 6.337
EAA Europa Holding GmbH, Düsseldorf 4.076 0
EAA Greenwich LLP, Wilmington, USA 115.564 -7.310
EAA LAT ABC LLP, Wilmington, USA 132.309 -13.406
EAA LAT II LLP, Wilmington, USA 163.911 11.056
EAA LS Holdings LLC, Wilmington, USA 0 0
EAA PF LLP, Wilmington, USA 176.979 -19.128
EAA Triskele LLP, Wilmington, USA 158.114 23.937
EAA US Holdings Corporation, Wilmington, USA 763 394
Erste EAA Anstalt öffentlichen Rechts & Co. KG, Düsseldorf 49 0
Erste Financial Services GmbH, Düsseldorf 16.905 1.721
Leasing Belgium N.V., Antwerpen, Belgien 175 -28
MCC SB Condo LLC, Wilmington, USA 0 0
MCC SB Unit 144 LLC, Indianapolis, USA 0 0
MCC SB Unit 145 LLC, Indianapolis, USA 0 0
MCC SB Unit 146 LLC, Indianapolis, USA 0 0
MCC SB Unit 147 LLC, Indianapolis, USA 0 0
MFC Holdco LLC, Dover, USA 0 0
MFC Real Estate LLC, Dover, USA 0 0
MFC SB BAR, LLC, Indianapolis, USA 0 0
Sechste EAA-Beteiligungs GmbH, Düsseldorf 24 -1
thyssenkrupp Electrical Steel GmbH, Gelsenkirchen 96.622 0
thyssenkrupp Materials Processing Europe GmbH, Krefeld 61.880 0
thyssenkrupp Materials Services GmbH, Essen 745.235 0
ThyssenKrupp Rasselstein GmbH, Andernach 247.021 0
TK Aufzugswerke GmbH, Neuhausen auf den Fildern 13.951 0
West Life Markets GmbH & Co. KG, Düsseldorf 1.312 0
West Merchant Limited, London, Großbritannien 220 103
Westdeutsche ImmobilienHolding GmbH, Düsseldorf 5.539 0
WestInvest Gesellschaft für Investmentfonds mbH, Düsseldorf 11.339 0
Windmill Investments Limited, George Town, Kaimaninseln 39.741 -365
WIV GmbH & Co. Beteiligungs KG, Frankfurt am Main 12.796 696

Stimmanteil mehr als 5% (Große Kapitalgesellschaften)

Name und Sitz der Gesellschaft direkt (d) / indirekt (i) EAV ja (J) / nein (N) Stand Kapitalanteil Stimmrechte WKZ
Banco Finantia S.A., Lissabon, Portugal d N 31.12.2023 10,39 10,39 EUR
Name und Sitz der Gesellschaft Eigenkapital Ergebnis
Banco Finantia S.A., Lissabon, Portugal 448.910 10.352

Sonstige Personengesellschaften, bei denen die EAA unbeschränkt haftender Gesellschafter ist

Name und Sitz der Gesellschaft direkt (d) / indirekt (i) EAV ja (J) / nein (N) Stand Kapitalanteil Stimmrechte WKZ
GLB GmbH & Co. OHG, Frankfurt am Main d / i N 31.12.2023 15,47 15,47
Name und Sitz der Gesellschaft Eigenkapital Ergebnis
GLB GmbH & Co. OHG, Frankfurt am Main k. A. k. A.

Nachtragsbericht

Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag aufgetreten.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Anstalt vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Anstalt so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Anstalt beschrieben sind.

 

Düsseldorf, 18. März 2025

Erste Abwicklungsanstalt

Christian Doppstadt, Mitglied des Vorstands

Horst Küpker, Mitglied des Vorstands

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Erste Abwicklungsanstalt, Düsseldorf

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Erste Abwicklungsanstalt, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024, der Gewinn- und Verlustrechnung, der Kapitalflussrechnung und dem Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Erste Abwicklungsanstalt, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Anstalt zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Anstalt. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

Bewertung strukturierter Wertpapiere

Bewertung der Life Settlement Portfolios

Bewertung strukturierter Wertpapiere

Das Risiko für den Abschluss

Die Erste Abwicklungsanstalt, Düsseldorf, hat strukturierte Wertpapiere im Posten "Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere" im Umfang von EUR 1.930 Mio. bzw. 14,9 % der Bilanzsumme ausgewiesen. Zur Bewertung der strukturierten Wertpapiere wurden unter Mitwirkung der Erste Abwicklungsanstalt eigene Bewertungsmodelle entwickelt und verwendet, da keine Marktpreise verfügbar sind. Die Bewertung dieser strukturierten Wertpapiere erfolgt durch die BlackRock Financial Management Inc., Wilmington/USA. Die Ergebnisse werden von der Erste Abwicklungsanstalt einer Überprüfung unterzogen. Aufgrund der bei der Bewertung zu berücksichtigenden, erwarteten zukünftigen Zahlungsströme sowie der verwendeten Bewertungsparameter, die teilweise geschätzt werden müssen, sofern sie nicht am Markt beobachtbar sind, bestehen wesentliche Ermessensspielräume der gesetzlichen Vertreter bei der Bewertung der strukturierten Wertpapiere. Vor diesem Hintergrund war der Sachverhalt von besonderer Bedeutung für unsere Prüfung.

Die Angaben der Erste Abwicklungsanstalt zur Bilanzierung und Bewertung der strukturierten Wertpapiere sind in den Abschnitten 3 und 7 des Anhangs enthalten.

Prüferisches Vorgehen und Schlussfolgerungen

Im Rahmen der Jahresabschlussprüfung haben wir zunächst die Wirksamkeit des relevanten internen Kontrollsystems der BlackRock Financial Management Inc. sowie der Erste Abwicklungsanstalt zur Bewertung dieser Wertpapiere beurteilt. Dabei haben wir auch die diesbezügliche Aufbau- und Ablauforganisation sowie die IT-Systeme berücksichtigt. Dazu haben wir auch den Prüfungsbericht gemäß ISAE 3402 einer anderen Prüfungsgesellschaft über die Angemessenheit des internen Kontrollsystems der BlackRock Financial Management Inc. ausgewertet. Darüber hinaus haben wir die Bewertungsmodelle beurteilt und die wesentlichen für die Bewertung relevanten Parameter gewürdigt sowie stichprobenhaft eigene Nachbewertungen durchgeführt. Zu diesem Zweck haben wir auch unsere Bewertungsspezialisten einbezogen. Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsmodelle und -parameter stimmen insgesamt mit unseren Erwartungen überein und liegen auch innerhalb der aus unserer Sicht vertretbaren Bandbreiten.

Bewertung der Life Settlement Portfolios

Das Risiko für den Abschluss

Die Erste Abwicklungsanstalt, Düsseldorf, hält mittelbar über ihre Tochtergesellschaft Erste EAA Anstalt öffentlichen Rechts und Co. KG, Düsseldorf (Erste EAA), sämtliche Rechte und Pflichten aus US-amerikanischen Lebensversicherungspolicen, den sogenannten Life Settlement Portfolios. Die Erste Abwicklungsanstalt hat den Erwerb der Rechte und Pflichten aus den Lebensversicherungspolicen mit einem Darlehen an die Erste EAA finanziert und weist die daraus resultierende Forderung über EUR 975 Mio. bzw. 7,5 % der Bilanzsumme unter den "Forderungen an Kunden" aus. Das wirtschaftliche Eigentum an den Policen wird über Trust-Certificates vermittelt, die von Personengesellschaften nach US-amerikanischem Recht gehalten werden, bei denen es sich um Tochtergesellschaften der Erste EAA handelt. Die Anteile an der Erste EAA mit einem Buchwert von TEUR 25 weist die Erste Abwicklungsanstalt im Posten "Anteile an verbundenen Unternehmen" aus. Die Bewertung der Life Settlement Engagements erfolgt durch amerikanische Aktuare über eine Barwertermittlung auf Grundlage der Analyse der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme aus den zugrunde liegenden Versicherungsverträgen. Für die Erste Abwicklungsanstalt können insbesondere Risiken entstehen, wenn Versicherungsprämien aufgrund einer gestiegenen Lebenserwartung voraussichtlich länger gezahlt werden müssen als ursprünglich prognostiziert. Weitere Risiken resultieren aus gestiegenen Kosten der Versicherungsgesellschaften, die diese aufgrund von Vertragsklauseln in Form höherer Prämien weiterbelasten. Die Zulässigkeit und Angemessenheit dieser Weiterbelastungen wurde von der Erste Abwicklungsanstalt und ihren Tochtergesellschaften, in vier Fällen auch auf dem Klageweg, bestritten. Eine dieser Klagen ist aktuell noch rechtshängig. Vor diesem Hintergrund bestehen in der Bewertung der Life Settlement Portfolios wesentliche Ermessensspielräume, so dass dieser Sachverhalt von besonderer Bedeutung für unsere Prüfung war.

Die Angaben der Erste Abwicklungsanstalt zur Bilanzierung und Bewertung der Life Settlement Portfolios sind in den Abschnitten 3 und 5 des Anhangs sowie im Lagebericht im Abschnitt "Lebensversicherungsrisiken" enthalten.

Prüferisches Vorgehen und Schlussfolgerungen

Im Rahmen der Jahresabschlussprüfung haben wir zunächst die Angemessenheit und Wirksamkeit des relevanten internen Kontrollsystems zur Überprüfung der Bewertung der Life Settlement Portfolios beurteilt. Dabei haben wir auch die diesbezügliche Aufbau- und Ablauforganisation sowie die genutzten IT-Systeme berücksichtigt. Wir haben uns von der Unabhängigkeit und der Sachkunde des von der Erste Abwicklungsanstalt genutzten externen Dienstleisters überzeugt. Das Bewertungsmodell und die wesentlichen bewertungsrelevanten Parameter haben wir durch Analyse der Zahlungsströme beurteilt und die bei der Bewertung zugrunde liegenden Parameter mittels eines Backtestings nachvollzogen und, sofern möglich, mit marktüblichen Vergleichsdaten abgeglichen. Zudem haben wir in Stichproben eine Nachbewertung vorgenommen. Zur Nachberechnung und zur Beurteilung bewertungsrelevanter Parameter haben wir auch Spezialisten aus dem Bereich Versicherungsmathematik einbezogen. Hinsichtlich der von der Erste Abwicklungsanstalt eingereichten Klage haben wir uns den Sachstand durch die Mitarbeiter der Rechtsabteilung der Erste Abwicklungsanstalt sowie durch den verantwortlichen US-amerikanischen Rechtsanwalt darlegen lassen und die Einschätzung des erwarteten Ausgangs des Verfahrens gewürdigt. Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter stimmen insgesamt mit unseren Erwartungen überein und liegen innerhalb der aus unserer Sicht vertretbaren Bandbreiten. Die Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich des Klageverfahrens sind aus unserer Sicht hinreichend dokumentiert und begründet.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Verwaltungsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die erlangten sonstigen Informationen umfassen:

den Bericht des Verwaltungsrats,

die übrigen Teile des Geschäftsberichts, aber nicht den Jahresabschluss, nicht die inhaltlich geprüften Angaben im Lagebericht und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk und

die Versicherung nach § 264 Abs. 2 Satz 3 HGB zum Jahresabschluss und die Versicherung nach § 289 Abs. 1 Satz 5 HGB zum Lagebericht.

Für den Bericht des Verwaltungsrats ist der Verwaltungsrat verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Verwaltungsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Anstalt vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Anstalt zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Anstalt vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Anstalt zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Anstalt vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Anstalt bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Anstalt zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Anstalt ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Anstalt vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Anstalt.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von dem Verwaltungsrat am 10. April 2024 als Abschlussprüfer bestellt. Wir wurden am 18. April 2024 vom Verwaltungsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2023 als Abschlussprüfer der Erste Abwicklungsanstalt, Düsseldorf, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungs- und Risikoausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Ante Malic.

 

Köln, 19. März 2025

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Marc Lilienthal, Wirtschaftsprüfer

ppa. Ante Malic, Wirtschaftsprüfer

Abkürzungsverzeichnis

a.D. Außer Dienst
Abs. Absatz
ABTS Accenture Banking Technology Solutions GmbH, Potsdam
AfD Alternative für Deutschland
ALCO Asset Liability Committee
APAC Asia Pacific; Asiatisch-Pazifischer Wirtschaftsraum
AT Allgemeiner Teil
AUD Australischer Dollar
BaFin Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
BilMoG Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz
BlackRock BlackRock Financial Management Inc., Wilmington/USA
CAD Kanadischer Dollar
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands
CEO Chief Executive Officer
CHF Schweizer Franken
CRR Capital Requirements Regulation (Kapitaladäquanzverordnung)
CSU Christlich-Soziale Union in Bayern e.V.
CVA Credit valuation adjustments
DAC Designated Activity Company
DRS Deutscher Rechnungslegungsstandard
EAA Erste Abwicklungsanstalt, Düsseldorf
EAV Ergebnisabführungsvertrag
EBA European Banking Authority
EFS Erste Financial Services GmbH, Düsseldorf
EG Europäische Gemeinschaft
EMEA Europe, Middle East and Africa; Wirtschaftsraum Europa, Naher Osten und Afrika
EU Europäische Union
EUR Euro
Eurostat Statistisches Amt der Europäischen Union
EWG Europäische Wirtschaftsgemeinschaft
EZB Europäische Zentralbank
Fed US-Notenbank
ff. Und die folgenden
FI Financial Institutions
Fitch Fitch Ratings
FMS Finanzmarktstabilisierungsfonds
FMSA Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung
FX-Effekt Wechselkurseffekt
GBP Britisches Pfund (Pfund Sterling)
GuV Gewinn- und Verlustrechnung
HGB Handelsgesetzbuch
HKD Hongkong-Dollar
HUF Ungarischer Forint
HRA Handelsregister Abteilung A
i.R. Im Ruhestand
IBM IBM Deutschland GmbH, Ehningen
IDW Institut der Wirtschaftsprüfer
IKS/RMS Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem
IT Informationstechnologie
ITK Office-/IT- und Kommunikationsinfrastruktur
IWF Internationaler Währungsfonds
JPM J.P. Morgan SE - Frankfurt Branch, Frankfurt am Main
JPY Japanischer Yen
k. A. Keine Angabe
KWG Gesetz über das Kreditwesen (Kreditwesengesetz)
LGD Loss Given Default
MaRisk Mindestanforderungen an das Risikomanagement
Mio. Millionen
Mrd. Milliarden
NPL Non-Performing Loans (leistungsgestörte Kredite)
Nr. Nummer
NRW Nordrhein-Westfalen
OTC Over the counter
PLN Polnischer Zloty
Portigon Portigon AG, Düsseldorf (bis 2. Juli 2012 firmierend als WestLB AG)
RechKredV Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute
Repo Repurchase operation (Rückkaufvereinbarung)
RiskCo Risikokomitee
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands
StFG Gesetz zur Errichtung eines Finanzmarkt- und eines Wirtschaftsstabilisierungsfonds -Stabilisierungsfondsgesetz
TEUR Tausend Euro
Tz. Textziffer
US United States
USA Vereinigte Staaten von Amerika
USD US-Dollar
VaR Value at Risk
Vj. Vorjahr
WestImmo Westdeutsche ImmobilienBank AG, Mainz (ab 30. Juni 2017 firmierend als Westdeutsche Immobilien Servicing AG)
WestLB WestLB AG, Düsseldorf (ab 2. Juli 2012 firmierend als Portigon AG)
WKZ Währungskennzeichen
XMT x1F Management & Technology Services GmbH, München (bis 7. Januar 2025 firmierend als matrix technology GmbH)

Impressum

Erste Abwicklungsanstalt

Friedrichstraße 84

40217 Düsseldorf +49 211 91345 780

info@aa1.de

www.aa1.de

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