Geigle GmbH
78mBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Julia Maier seit 21.11.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 70.00% | |
| 30.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MAIREC Edelmetallgesellschaft mbHAlzenauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2023 bis zum 30.06.2024LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens a. Geschäftsmodell des Unternehmens Die MAIREC Edelmetallgesellschaft mbH (MAIREC) ist auf dem internationalen Markt von edelmetallhaltigen Abfällen tätig. Die Materialen bestehen überwiegend aus Auto- und Industriekatalysatoren, Elektronikschrott und edelmetallhaltigen Abfällen aus Industrieproduktionsprozessen. Dabei werden edelmetallhaltige Materialien hauptsächlich nach Analyse, sowie zu einem geringen Teil auch nach Bewertung durch die hauseigenen Experten angekauft. Zusätzlich werden bestimmte Materialien als reine Dienstleistung (Lohnveredelung) verarbeitet. In diesem Fall wird gegen eine Gebühr das veredelte Produkt (Edelmetalle) an die überwiegend industriellen Kunden zurückgeliefert. Sowohl die Nachfrage nach den Leistungen der Gesellschaft als auch die erzielbare Marge werden von den Edelmetallpreisen bzw. deren Veränderung im Zeitablauf mitbeeinflusst. Eine Spekulation auf Preisbewegungen der enthaltenen Edelmetalle wird dadurch ausgeschlossen, dass alle Einkäufe gleichzeitig durch Terminverkäufe abgesichert werden. Das Geschäftsrisiko liegt damit nicht in den Preisänderungen bei den Edelmetallen, sondern in der mengenmäßigen Auswirkung, die diese Bewegungen auf das Angebot von zu recycelnden Materialien durch die Kunden hat. Zum Geschäftsmodell der MAIREC gehört unter anderem eine schnelle Vergütung gegenüber den Kunden, um diesen zeitnah weitere Warenankäufe zu ermöglichen. Der hohe Wert der edelmetallhaltigen Materialien in Kombination mit einer zum Teil mehrmonatigen Dauer zur physischen Rückgewinnung der Edelmetalle auf Seite der Raffinerien resultiert in einem hohen Finanzbedarf für die Geschäftsabwicklung. b. Ziele und Strategie Zum Ende des Berichtszeitraums wurde der Bau der eigenen Raffinerie, Projekt "Theia", weitestgehend abgeschlossen. In der Raffinerie werden die Metalle Platin, Palladium und Rhodium aus Autokatalysatoren in Reinform zurückgewonnen. Dadurch verspricht sich die Gesellschaft die Wirtschaftlichkeit durch die deutliche Erweiterung der Wertschöpfungskette zu steigern. Es wird erwartet, dass die Inbetriebnahme der Raffinerie auch die Marktposition der Gesellschaft innerhalb des Marktes stärken wird. Im Vertrieb liegt der Schwerpunkt auf der Intensivierung der Internationalisierung des Kundenstamms. MAIREC hebt weiterhin seine Kernkompetenzen in der Bemusterung und Verarbeitung von gebrauchten Autokatalysatoren sowie Elektronikschrott hervor und erweitert nun sein Portfolio um die Selbstraffination von Platingruppenmetallen. Dies stellt eine klare Abhebung zu kleineren und mittelständischen Wettbewerbern dar, da sich MAIREC als Raffinerie und nicht mehr als Vorverarbeiter positioniert. Die Strategie umfasst zudem Prozessoptimierungen und Effizienzsteigerungen innerhalb der Organisation, insbesondere durch die Förderung der Digitalisierung in allen Abteilungen. c. Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft beschäftigt sich stets mit der Weiterentwicklung des Maschinenparks, der Produktionsprozesse, der Entwicklung neuer Verfahrenstechniken sowie der ständigen Optimierung der Wertschöpfungskette innerhalb des Recyclingprozesses. Insbesondere bei der eigenen Raffinerie, dem Projekt 'Theia', waren umfangreiche Forschungs- und Entwicklungsarbeiten erforderlich, einschließlich der präzisen Abstimmung von über 30 Prozessschritten, spezieller Analysetechnologien und eines nachhaltigen Kreislaufsystems, da weder die Maschinen noch die Prozesse "von der Stange" verfügbar sind. Die hohen Forschungsaufwendungen resultieren aus der Komplexität der Entwicklung, den notwendigen Tests und dem Ziel, einen effizienten, ressourcenschonenden und umweltfreundlichen Prozess zu schaffen. d. Innovation und Qualitätsmanagement Als Recyclingunternehmen für edelmetallhaltige Materialien und Produktionsrückstände steht immer das Umwelt- und Qualitätsmanagement im Vordergrund, welches nach DIN EN ISO 9001 und DIN EN ISO 14001 zertifiziert ist. MAIREC verarbeitet alle Materialien auf einem dafür nach BImSchG genehmigten Standard und ist als Entsorgungsfachbetrieb gemäß §§ 56 und 57 KrWG zertifiziert. Darüber hinaus wurde ein Energiemanagementsystem nach der Norm DIN EN ISO 50001 eingeführt. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Maßgeblich für den Wert der Materialien ist der Inhalt an Edelmetallen sowie deren Wert auf dem Weltmarkt. Bei steigenden Preisen steigt üblicherweise auch die angebotene Menge an zu recycelnden Materialien und umgekehrt. In der Berichtsperiode beeinflussten mehrere Faktoren die Nachfrage und Preisentwicklung von Edelmetallen. Wachsende Ängste vor einer weltweiten Rezession, die Bemühungen der Zentralbanken im Kampf gegen die Inflation sowie strukturelle Veränderungen im globalen Gebrauchtwagenmarkt trugen zu den Preisschwankungen bei. Zudem haben geopolitische Unruhen, insbesondere der anhaltende Ukrainekrieg, sowie Lieferkettenprobleme in der Automobilindustrie die weltwirtschaftliche Lage erheblich beeinflusst. Der Ukrainekrieg blieb im angelaufenen Geschäftsjahr ein zentrales geopolitisches Thema, mit weitreichenden Folgen für die Weltwirtschaft. Der Krieg hat insbesondere die Energiemärkte stark belastet, was zu weiterhin hohen Energiepreisen führte. Globale Lieferengpässe und die Auswirkungen des Konflikts treiben die Preise für viele Güter und Dienstleistungen nach oben. Gleichzeitig haben sich die Bemühungen der Zentralbanken, insbesondere der Europäischen Zentralbank (EZB) und der US-amerikanischen Federal Reserve zur Bekämpfung der Inflation durch Zinserhöhungen intensiviert. Diese Zinserhöhungen beeinflussen die weltweiten Kreditkosten und das Wirtschaftswachstum. Die Zinspolitik bleibt ein entscheidender Faktor für die Stabilität der globalen Wirtschaft, da sowohl Unternehmen als auch Verbraucher mit höheren Finanzierungskosten konfrontiert sind. Im Jahr 2024 erholt sich die weltweite Automobilproduktion langsam von den pandemiebedingten Engpässen und Lieferkettenstörungen. Gleichzeitig beschleunigt sich der Übergang zur Elektromobilität. Immer mehr Automobilhersteller investieren in die Produktion von Elektrofahrzeugen (EVs), was vor allem in Europa und Asien zu einem kräftigen Wachstum führt. Dieser Wandel in der Automobilindustrie hat langfristige Auswirkungen auf die globale Produktion und die Märkte für Rohstoffe, insbesondere Edelmetalle, die in der Herstellung von Batterien und Fahrzeugkomponenten verwendet werden. Im Jahresdurchschnitt ergaben sich im Vergleich zum Vorjahr folgende Entwicklungen: Während die Durchschnittspreise für Gold und Silber im Berichtszeitraum um 9 % bzw. 7 % stiegen, entwickelten sich die Preise für die in Autokatalysatoren enthaltenen Edelmetalle negativ: Platin -9 %, Palladium -42 % und Rhodium -63 %. 2. Geschäftsverlauf Das abgelaufene Geschäftsjahr 2023/2024 beinhaltete den Zeitraum vom 01. Juli 2023 bis 30. Juni 2024. Angelieferte Mengen Die Erholung der Automobilbranche auf das Niveau vor der Pandemie ist auch im Geschäftsjahr 2023/2024 nicht eingetreten. Die fehlenden Neuwagen führen zu einer längeren Nutzungsdauer von gebrauchten Kraftfahrzeugen und somit zu einem insgesamt niedrigeren Recyclingvolumen. Entsprechend konnte die Gesellschaft in der Berichtsperiode rund 26 % weniger Autokatalysatoren akquirieren als im Vorjahr. Im Bereich von Elektronikschrott wurde die Vorjahresmenge um 32 % unterschritten. Die Gesamtmenge liegt im Geschäftsjahr in Summe rund 24 % unter den Vorjahreswerten. Personalbestand Der Personalbestand hat sich aufgrund von Personalabbaumaßnahmen gegenüber dem Vorjahr um 17 % verringert. Die Personalkosten fielen um 17 % gegenüber dem Vorjahreswert. Sonstige Entwicklungen Die operative Tätigkeit wurde im Verlauf des Jahres durch die Lieferkettenproblematik beeinflusst. Der Konflikt im Nahen Osten und die Umleitung der Schiffe um das Kap der Guten Hoffnung, um Raketen-, Drohnen- und Bootsangriffen der jemenitischen Houthi-Miliz zu entgehen, anstelle der Durchfahrt durch den Suezkanal, führten vorübergehend zu Verzögerungen bei der Anlieferung durch den Kunden. Anlagen im Bau Der Bau der eigenen Raffinerie "Theia", in der die Platingruppenmetalle aus Auto- und Industriekatalysatoren gewonnen werden, ist im Berichtszeitraum weitestgehend abgeschlossen. Bedingt durch gestiegene Rohstoffpreise sowie allgemeine Preiserhöhungen und auch durch notwendige Umstellungen bei einigen Baubetrieben musste die Gesellschaft die gestiegenen Kosten und Verzögerungen für das Gesamtprojekt in Kauf nehmen. Die Mehrkosten wurden bereits durch das operative Geschäft sowie durch Eigenkapital gedeckt, sodass nicht zu erwarten ist, dass es in der Zukunft zu Liquiditätsengpässen kommen wird. 3. Lage a. Leistungsindikatoren Nachfolgend sind die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren, nach denen die Gesellschaft gesteuert wird, dargestellt:
b. Ertragslage Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023/2024 lagen mit 279,90 Mio. Euro 47 % unter dem Vorjahreswert (528,57 Mio. Euro). Der Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr lässt sich auf die enorm gefallenen Preise für Platin, Palladium und Rhodium in der Berichtsperiode sowie die geringeren angelieferten Mengen zurückführen. Infolgedessen wurde der im Vorjahreslagebericht erwartete leicht steigende Umsatz deutlich verfehlt. Sonstige betriebliche Erträge Als sonstige betriebliche Erträge sind 2,16 Mio. Euro angefallen (Vorjahr: 1,57 Mio. Euro). Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge lasst sich im Wesentlichen auf die bewilligten Forschungszulagen für die Wirtschaftsjahre 2020 bis 2023 für das Projekt "Theia" zurückführen. Materialaufwand Der Materialaufwand, der die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren umfasst, sank in der relevanten Periode ebenfalls aufgrund der Edelmetallpreise sowie des Mengenrückgangs um 48 % im Vergleich zum Vorjahr und betrug 243,90 Mio. Euro (Vorjahr: 468,08 Mio. Euro). Personalkosten Der Personalaufwand lag mit 7,60 Mio. Euro um 17 % unter dem Vorjahreswert (9,11 Mio. Euro). Das Unternehmen hat auf die rückläufigen Anliefermengen reagiert und entsprechende Personalmaßnahmen in Form von Personalkürzungen eingeleitet. EBITDA - (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) Die Gesellschaft verzeichnet im Geschäftsjahr ein positives, wenngleich unter Vorjahresniveau liegendes Ergebnis. Das EBITDA reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um 56 % auf 12,76 Mio. Euro (Vorjahr: 29,17 Mio. Euro). Das im Vorjahreslagebericht erwartete EBITDA in Höhe von mindestens 20 Mio. Euro wurde damit verfehlt. Abschreibungen Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen betrugen 0,77 Mio. Euro und lagen damit nur geringfügig unter Vorjahr (0,83 Mio. Euro). Es wurden Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens in Höhe von rund 6,61 Mio. Euro (Vorjahr 0 Mio. Euro) vorgenommen, die die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten. Diese betreffen Abschreibungen auf geleistete Anzahlungen in Höhe von 4.98 Mio. Euro sowie auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1,63 Mio. Euro. Diese Abschreibungen wurden aufgrund der niedrigeren zum Bilanzstichtag anzusetzenden beizulegenden Werte vorgenommen. Zinsergebnis Die Zinsbelastung ist im Berichtszeitraum von 2,50 Mio. Euro im Vorjahr auf 2,03 Mio. Euro gesunken, was einem Rückgang von lediglich 19 % entspricht. Dies steht im Gegensatz zu den ca. 47 % niedrigeren Umsätzen und dem ca. 47 % niedrigeren Kapitalbedarf als im Vorjahr (durchschnittliche Bankverbindlichkeiten in der Berichtsperiode: 35,81 Mio. Euro, Vorjahr: 67,28 Mio. Euro). Der relativ geringe Rückgang der Zinsbelastung ist vor allem auf die gleichzeitig gestiegenen Euribor (Durchschnitt 3-Monats-Euribor GJ 2023/2024 3,85%, Vorjahr: 1,91%) zurückzuführen. Zusätzlich haben die durch das Projekt Theia verursachten Zinsen zusammen mit den gestiegenen Bankzinsen die Ergebnissituation übermäßig belastet. Diese Entwicklung war besonders in Anbetracht der gesunkenen Mengen und Margen spürbar. So ist die Zinsaufwandsquote (definiert als Zinsergebnis dividiert durch den Rohertrag) von 5 % auf 7 % (um ca. 40 %) gestiegen. Ergebnis vor Steuern und Jahresüberschuss Das Ergebnis vor Ertragssteuern beträgt 3,35 Mio. Euro und liegt aufgrund des Umsatzrückgangs von rund 47 % sowie einmaliger außergewöhnlicher Aufwendungen deutlich unter dem Vorjahreswert von 25,83 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss beläuft sich auf 2,72 Mio. Euro. Die beiden genannten Faktoren führten zu einem Rückgang der Umsatzrendite, die nun bei 1,0 % liegt (Vorjahr: 3,5 %). c. Finanzlage Der Kapitalbedarf wird durch Darlehen gegenüber Kreditinstituten, überwiegend thesaurierte Jahresüberschüsse aus den Vorjahren sowie durch die Raffinerien gedeckt, die ihrerseits eine vorzeitige Abrechnung der Materialien ermöglichen. Derzeit ist die Liquiditätslage bedingt durch die gesunkenen Edelmetallpreise nach Ansicht der Gesellschaft entspannt und ausreichend Kapital für potenzielle Wachstumschancen vorhanden. Kassenbestand Der Kassenbestand inklusive der Guthaben bei Kreditinstituten lag zum Stichtag bei 0,73 Mio. Euro (Vorjahr: 0,70 Mio. Euro). Eigenkapital und Eigenkapitalquote Zum Bilanzstichtag belief sich das Eigenkapital auf 55,93 Mio. Euro. Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr (57,21 Mio. Euro) ist auf Ausschüttungen an die Gesellschafter aus dem Jahresüberschuss des Vorjahres und dem relativ niedrigen Jahresüberschuss der Berichtsperiode zurückzuführen. Trotz des Rückgangs des Eigenkapitals ist die Eigenkapitalquote aufgrund einer niedrigeren Bilanzsumme auf 51,58 % gestiegen (Vorjahr: 48,17 %), wobei im Vorjahreslagebericht ein leichter Rückgang prognostiziert wurde. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Bedingt durch minimale zeitliche Verzögerungen von Zahlungseingängen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bis kurz nach dem Bilanzstichtag, die zur Tilgung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten hätten verwendet werden sollen, lagen diese stichtagsbedingt mit 39,05 Mio. Euro über dem Vorjahreswert (36,97 Mio. Euro). Darin enthalten ist ein Darlehen für das Projekt "Theia" in Höhe von 7,62 Mio. Euro. Die Gesellschaft führte mit Wirkung zum 16. August 2023 eine Teilkündigung der Konsortialfinanzierung in Höhe von 30 Mio. Euro und eine weitere in Höhe von 10 Mio. Euro zum 15. März 2024 aus. Zum Bilanzstichtag bestehen zugesagte, aber nicht genutzte Darlehen in Höhe von 18,60 Mio. Euro (Vorjahr: 61,85 Mio. Euro). Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen 0,63 Mio. Euro und lagen somit unter dem Niveau des Vorjahres (1,56 Mio. Euro). Cashflow In den letzten Geschäftsjahren hatte die Gesellschaft den größten Teil des Gewinns thesauriert und das Eigenkapital eingesetzt, um die Inanspruchnahme von Fremdkapital während der Berichtsperiode zu verringern. Mit dem in der Berichtsperiode erzielten Cashflow aus dem operativen Geschäft, insbesondere bedingt durch den Abbau des Vorratsvermögens, konnten sowohl die hohen Zahlungen der Steuerverbindlichkeiten als auch die Investitionen in das Sachanlagevermögen aus eigenen Mitteln finanziert und die liquiden Mittel auf Vorjahresniveau gehalten werden. d. Vermögenslage Das Sachanlagevermögen lag im Geschäftsjahr 2023/2024 mit 29,39 Mio. Euro über dem Vorjahreswert (24,89 Mio. Euro). Die Anlagenzugänge sind überwiegend auf das Projekt "Theia" WET (die Nasschemie) zurückzuführen. Im Vermögen der Gesellschaft dominieren die Vorräte zuzüglich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, zusammen mit 70,41 Mio. Euro (Vorjahr: 92,34 Mio. Euro). Darin spiegelt sich der Charakter des Geschäfts mit hohem Handels- und Dienstleistungsanteil wider. Der Rückgang des Vorratsvermögens ist im Wesentlichen auf die niedrigeren Preise der für den Geschäftszweck der Gesellschaft relevanten Edelmetalle zurückzuführen. Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist lediglich stichtagsbedingt und auf minimale zeitliche Verzögerungen von Zahlungseingängen von Raffinieren bis wenige Tage nach dem Bilanzstichtag zurückzuführen. Der Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände ist im Wesentlichen bedingt durch höhere Steuerforderungen, den Ansprüchen aus Forschungszulagen sowie Kautionen. Auf der Passivseite verringerten sich die Rückstellungen im Vergleich zum Vorjahr (21,05 Mio. Euro) auf 10,54 Mio. Euro. Die Steuerrückstellungen wurden aufgrund Erlasse der jeweiligen Steuerbescheide und entsprechender Zahlungen in Anspruch genommen. Die wesentliche Ursache des gegenläufigen Anstiegs der sonstigen Rückstellungen ist insbesondere der Anstieg der Rückstellungen für nicht abgerechnete Leistungen auf 9,37 Mio. Euro (Vorjahr: 3,57 Mio. Euro). Diese Rückstellungen sind aufgrund von kurzfristigen Verkäufen der Edelmetalle entstanden, die den Kunden noch nicht vergütet worden sind. Im Geschäftsjahr 2023/2024 lag die Umlaufintensität bei 72,4 % und nahm gegenüber dem Vorjahr (79,0 %) um 6,6 % ab. Diese Veränderung ist auf den Anstieg des Anlagevermögens bedingt durch den Bau der eigenen Raffinerie "Theia" sowie den gesunkenen Wert des Vorratsvermögens zurückzuführen. Net Working Capital Bedingt durch das gesunkene Vorratsvermögen reduzierte sich das Net Working Capital aufgrund von gefallenen Edelmetallpreisen und dem Rückgang von Anliefermengen in der relevanten Periode um 30,7 % auf 60,40 Mio. Euro (Vorjahr: 87,20 Mio. Euro). Das Net Working Capital errechnet sich aus den Vorräten zuzüglich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Wert der Edelmetallleihe abzüglich Rückstellungen für nicht abgerechnete Leistungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Der im Vorjahreslagebericht prognostizierte Anstieg des Net Working Capital ist damit nicht eingetreten. e. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf sowie der Vermögens-, Finanz und Ertragslage Die wirtschaftliche Entwicklung in der Berichtsperiode wird insgesamt als durchwachsen bewertet. Die Margen waren stabil und es konnte ein EBITDA von 12,76 Mio. Euro mit einer EBITDA-Marge von 4,6 % erzielt werden (Vorjahr 5,5 %). Die Abschreibung auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens in Höhe von rund 6,61 Mio. Euro hat den Jahresüberschuss jedoch auf das niedrigste Niveau seit dem Geschäftsjahr 2018/2019 reduziert. Die Liquiditätslage war auf Jahressicht stabil und bot Raum für Optimierungspotenziale. Die Gesellschaft konnte in der Vergangenheit sämtlichen finanziellen Verpflichtungen in vollem Umfang nachkommen. Durch die stabile Finanzlage und die hohe Eigenkapitalquote sieht sich MAIREC auch weiterhin im Stande, den bestehenden und zukünftigen finanziellen Verbindlichkeiten rechtzeitig und uneingeschränkt nachzukommen. III. Prognosebericht Nach dem Abschlussstichtag sieht sich die Gesellschaft mit weiter im internationalen Vergleich hohen Geld-Zinssätzen und konstant niedrigen Mengen bei gleichzeitig aggressivem Wettbewerb im Bereich Autokatalysatoren konfrontiert. Die wirtschaftlichen Auswirkungen halten sich zum Geschäftsjahresbeginn aufgrund der weiterhin stabilen Margen in Grenzen. Die Gründe für die weiterhin angespannte weltwirtschaftliche Lage sind vielfältig. Hohe Inflationsraten, Rezessionsängste und eine schwächelnde Weltwirtschaft erschweren die Planung und Prognose der zukünftigen Geschäftsentwicklung. Zusätzlich wirken sich die Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten negativ aus. Die Folgen der US-Wahlen und des Auseinanderbrechens der Ampelkoalition sind derzeit noch nicht absehbar. Diese Entwicklungen werden die Branche auch im kommenden Geschäftsjahr weiter beschäftigen, da eine Entspannung vorerst nicht in Sicht ist. Die Gesellschaft ist zufriedenstellend in das neue Geschäftsjahr gestartet. Das budgetierte EBITDA konnte in den ersten Monaten des neuen Geschäftsjahres erreicht werden. Zukünftige Auswirkungen aufgrund von nationalen und internationalen politischen Anpassungen lassen sich aktuell nicht abschließend beurteilen. Für das laufende Geschäftsjahr geht MAIREC grundsätzlich von stabilen Preisen für Palladium und Rhodium sowie einem moderaten Preisanstieg für Platin aus. Diese Annahme wird durch die zukünftig strengeren Abgasnormen und den verstärkten Einsatz von Hybridfahrzeugen unterstützt. MAIREC rechnet in der Planung insgesamt mit steigenden Anliefermengen in Summe über alle Materialarten und damit im nächsten Schritt mit moderat höheren Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr. Die Inbetriebnahme der Raffinerie "Theia" wird im folgenden Geschäftsjahr zunächst das Jahresergebnis belasten und zu einem Anstieg der Kosten führen, welche in erster Linie auf den erhöhten Bedarf an Strom und diversen Verbrauchsmaterialien sowie Zuschlagsstoffe für den Raffinationsprozess zurückzuführen sind. Zusätzlich werden nach der Inbetriebnahme die Leasinggebühren sowie die Abschreibungen auf Sachanlagen das Ergebnis reduzieren. Aufgrund der gestiegenen Kosten im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme der eigenen Raffinerie erwartet das Unternehmen ein moderat sinkendes EBITDA. Das Net Working Capital wird voraussichtlich im unteren zweistelligen Prozentbereich steigen. Auch die Eigenkapitalquote soll im Verlauf des neuen Geschäftsjahres entsprechenden leichten Anstieg verzeichnen. Die Gesellschaft beobachtet die Marktentwicklung konsequent und sieht sich für mögliche Veränderungen des Marktumfeldes gut aufgestellt und vorbereitet. MAIREC geht von einer weiterhin profitablen Geschäftsentwicklung aus, wenn auch auf niedrigerem Margenniveau. Die Prognosen werden durch die Entwicklung in den ersten Monaten des neuen Geschäftsjahres bestätigt. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risiken Kurschwankungen bei Edelmetallen und Währungen Potenzielle geschäftstypische Risiken stellen die Edelmetallpreise und Währungskurse dar. Während die Gesellschaft den Kunden das Material in der Regel zeitnah nach Wertfeststellung (3-4 Tage nach Anlieferung) vergütet, benötigt der nachgelagerte Raffinationsprozess ca. 3-5 Monate, um die Edelmetalle wieder der Wertschöpfungskette zuzuführen. Die konsequente und grundsätzliche Absicherungspolitik der Edelmetalle und der zugehörigen Währung für jeden einzelnen An- und Verkauf durch sogenannte (Micro) Hedges und Termingeschäfte führt dazu, dass dieses Risiko in der Regel eliminiert wird, mit Ausnahme der bei der Gesellschaft verbleibenden Edelmetall-Marge. Das Risiko von Kursschwankungen bei Edelmetallen und Währungen wird dahingehend von der Gesellschaft als nicht sehr hoch angesehen. Recyclingmengen Ein potenzielles branchenspezifisches Risiko liegt typischerweise in einem signifikanten und dauerhaften Rückgang der Edelmetallpreise. Dies kann passieren, wenn beispielsweise die Produktion und der Absatz von Neufahrzeugen mit Verbrennungsmotor rückläufig ist. Dies führt in der Regel zu einem Rückgang des globalen Angebots an zu recycelnden Materialien, in erster Linie im Bereich Autokatalysatoren. Aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Entwicklungen, insbesondere in Osteuropa und den arabischen Staaten könnte es auch weiterhin zu den Lieferschwierigkeiten/-verzögerungen und/oder gar Ausfällen bei den Kunden (Schrotthändlern) kommen, was die Anliefermengen weiter negativ beeinflussen könnte. MAIREC steuert dieser Entwicklung durch den weiteren Ausbau des bestehenden internationalen Netzwerkes, der weiteren Intensivierung der internationalen Vertriebsaktivitäten sowie durch Investitionen in weitere Produktdiversifizierung entgegen. MAIREC stuft das Risiko durch einen möglichen signifikanten weiteren Rückgang der Recyclingmengen in existentielle Schwierigkeiten zu geraten als mäßig ein. Kostensteigerungen Durch das konsequente Kostenmanagement und kontinuierliche Optimierungen sowie Maßnahmen zur Effektivitätssteigerung, zum Beispiel durch weitere Digitalisierungsprojekte sieht sich die Gesellschaft in der Lage potenzielle Kostensteigerungen zumindest teilweise abzufedern und diesen entgegenzuwirken. Weiterhin wird durch Verhandlungen mit nachgelagerten Verarbeitern, Edelmetallhändlern sowie Finanzierungspartnern eine Grundlage geschaffen, die es der Gesellschaft erlaubt auch bei nicht umlegbaren Kosten weiterhin profitabel zu arbeiten. Finanzierungsrisiken, Zinssatz Das Finanzierungskonzept bestehend aus Konsortialfinanzierung sowie der Refinanzierung durch Raffinerien und Edelmetallhändler deckt den aktuellen Liquiditätsbedarf der Gesellschaft vollumfänglich. Die aktuelle Konsortialfinanzierung läuft am 30.03.2025 aus. Im Anschluss beabsichtigt die Gesellschaft, eine Finanzierung in gleichem Umfang abzuschließen, um auch künftig ausreichend Spielraum und Sicherheit für das Unternehmenswachstum zu gewährleisten. Dennoch besteht das Risiko, dass die geplante Neufinanzierung zu Konditionen abgeschlossen wird, die für die Gesellschaft nachteilig sind, was zu einer höheren finanziellen Belastung durch gestiegene Finanzierungskosten führen könnte. Es besteht weiter ein Risiko, dass nicht alle der bestehenden Banken oder nicht im erforderlichen Umfang für das neue Finanzierungskonzept gewonnen werden können. Sollte dies wider Erwarten der Fall sein, kann die Gesellschaft dennoch auf einem reduzierten Niveau operieren. Die gestiegenen Bankzinsen können nur bedingt an die Kunden weitergegeben werden, da ausländische Wettbewerber zum Teil in geringerem Ausmaß von diesen betroffen sind und so einen Wettbewerbsvorteil erlangen könnten. Ein weiteres Absinken des Zinsniveaus wird von der Gesellschaft als jeher wahrscheinlich angesehen. Zur Absicherung des Liquiditätsrisikos werden in regelmäßigen Abständen kurz- und mittelfristige Liquiditätspläne erstellt. Steigende Preise sowie steigende Anliefermengen können in Zukunft wieder zu einem erhöhten Liquiditätsbedarf führen. Insgesamt sieht die Gesellschaft das Liquiditätsrisiko als möglich an, bewertet es aufgrund der oben getroffenen Aussagen jedoch als nicht sehr hoch an. Einhaltung der Covenants Grundsätzlich besteht ein Risiko, dass die Finanzkennzahlen der Konsortialfinanzierung nicht eingehalten werden können. Dies würde zu einer sofortigen Fälligstellung des Kredits führen. Da diese in der abgelaufenen Periode zu jeder Zeit vollumfänglich eingehalten wurden und ein strenges Monitoring dieser erfolgt, sieht die Gesellschaft dieses Risiko als unwahrscheinlich und sehr gering an. Sonstige Risiken Unvorhersehbare Restrisiken auf die ganze Weltwirtschaft und somit auf die Ertragssituation der MAIREC in der Zukunft können jedoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Grundsätzlich ist die Branche im Wandel und unterliegt vielen Eventualitäten. Die weltweite Umstellung hin zu emissionsfreien Elektrofahrzeugen könnte langfristig Auswirkungen auf die Nachfrage nach PGMs haben, da Elektrofahrzeuge keinen Katalysator benötigen. Für die nächsten 3-5 Jahren wird dennoch von einer konstanten Nachfrage nach Platingruppenmetallen ausgegangen, da aufgrund der strengeren Emissionsvorschriften der Bedarf an PGMs für einzelne Katalysatoren zunächst steigen wird. Hybridfahrzeuge sind zudem mit einem Katalysator ausgestattet. Alternative Antriebsmethoden wie zum Beispiel Brennstoffzellen benötigen in der Produktion ebenfalls Platin. Trotz des Verbots für die Neuzulassung von Verbrennungsmotoren in der EU ab dem Jahr 2035 wird es auch darüber hinaus noch viele Jahre dauern, bis die letzten Katalysatoren recycelt werden. Zusätzlich kann es zu zeitlichen Verschiebungen bei der Umsetzung dieser Vorhaben kommen, da nicht alle Länder in der Lage sind die notwenige Technologie und Infrastruktur bis zum geforderten Zeitpunkt zu entwickeln. Außerhalb der EU und anderen großen Wirtschaftsnationen wird die Umsetzung solcher Maßnahmen deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen. Zusätzlich besteht das Risiko, dass sich die Verarbeitung des Materials bei Theia aufgrund von diversen Mängeln bzw. Optimierungsbedarf verzögert oder sich als nicht lukrativ erweist. Dies könnte zu einer Verschiebung der geplanten Umsatzerlöse führen, was wiederum zu ausbleibenden Zahlungen und einer längerfristigen Bindung von Kapital durch die Lagerung des hierfür vorgesehenen Materials führen könnte. Darüber hinaus könnte die Verzögerung mit zusätzlichen, nicht budgetierten Kosten verbunden sein. Die Gesellschaft überwacht die Profitabilität durch verschiedene Controllinginstrumente und sorgfältige Analysen. 2. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen die beschriebenen Micro Hedges, (Termingeschäfte), Forderungen, geleistete Anzahlungen, Verbindlichkeiten sowie Guthaben bei Kreditinstituten und Devisentermingeschäfte. Das Risiko eines möglichen Ausfalls von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird von MAIREC als eher mäßig eingeschätzt, kann jedoch in den derzeitigen volatilen Zeiten nicht völlig ausgeschlossen werden. Die Gesellschaft arbeitet mit renommierten internationalen Konzernen zusammen, die nach sorgfältiger Prüfung ihrer Bonität ausgewählt werden. Zusätzlich wird das Risiko durch die Streuung des Materials auf verschiedene Raffinerien weiter verringert. Soweit bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden angemessene Wertberichtigungen vorgenommen. Die Gesellschaft schätzt das Risiko einer mangelnden Werthaltigkeit von wesentlichen geleisteten Anzahlungen, wie es in der vergangenen Berichtsperiode aufgetreten ist, für die Zukunft als gering ein. Dies ist auf die Implementierung geeigneter Maßnahmen zurückzuführen, durch die das Risiko reduzieren werden soll. Ziel der Gesellschaft ist es, alle Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen. 3. Chancen Nach Inbetriebnahme der eigenen Raffinerie ergeben sich für die Gesellschaft vielfältige Chancen, die eigene Positionierung im Markt weiter auszubauen. Zu diesen gehören neben der Margensteigerung auch Marketing- bzw. Imagevorteile gegenüber der bisherigen, vor allem kleinen und mittelständischen Konkurrenz und damit einhergehend die Erwartung das geplante Volumen an zu recycelndem Material erzielen zu können. Identifizierte Potenziale werden in der Planung weiterhin fortwährend berücksichtigt, um eintretende Marktchancen zeitnah nutzen zu können. Diese ergeben sich insbesondere daraus, dass neue Märkte erschlossen werden und das Netzwerk an internationalen Kunden stetig erweitert wird. Dabei wird weiterhin gezielt in Vertriebsaktivitäten investiert. Aktuell weitet die Gesellschaft ihr Dienstleistungsangebot auf noch nicht erschlossene Regionen außerhalb Europas aus und festigt aktiv die Beziehung zu ihrem bereits bestehenden Kundenstamm. Die Ausweitung der Internationalisierung bietet große Marktpotentiale. Weitere Chancen liegen in der breiteren Diversifizierung des Recycling-Angebots, in welche die Gesellschaft schon seit geraumer Zeit verstärkt investiert. So setzt MAIREC unter anderem auf andere edelmetallhaltige Abfälle abseits der Autokatalysatoren. Im Verlauf des Geschäftsjahres wurden laufende Forschungsprojekte weiter vorangetrieben, die den nachhaltigen Erfolg sichern sollen. Die Gesellschaft sieht in den immer strikteren Abgasnormen mittelfristig weitere Chancen. Zuletzt machten Informationen zur Verschiebung und Entschärfung der Grenzwerte der Euro 7 Norm die Runde. Es bleibt also abzuwarten, ob durch die Einführung dieser, die Preise für die zur Katalysatoren-Herstellung benötigten Edelmetalle an Wert zulegen können. Grund hierfür ist die höhere Beladung der Katalysatoren Platingruppenmetallen und dem zufolge eine steigende Nachfrage seitens der Hersteller, um die geforderten Abgaswerte erfüllen zu können. Wenngleich der chinesische Markt die E-Mobilität stark fördert, steht auch dort die Abgasnorm China 6b vor der Einführung. Ebenfalls wird in der Hybridtechnologie im Vergleich zu reinen E-Fahrzeugen einen steigenden Bedarf an Platingruppenmetallen erwartet. Das niedrige Preisniveau der Platingruppenmetalle setzt in Kombination mit der konstant hohen Inflation in Südafrika die Minenbetreiber unter Druck. Je länger sich die Preise auf dem aktuellen Niveau befinden, desto wahrscheinlicher wird die Schließung von unrentablen Schächten. Dies würde zu einer geringeren Produktion führen, welche die Nachfrage nicht befriedigen kann und zu einem Preisanstieg führen würde. Infolgedessen sieht die Gesellschaft mittelfristig Chancen, den bestehenden Bedarf nach Platingruppenmetallen über die recycelten Edelmetallmengen zu decken. 4. Gesamtaussage zur Risiko- & Chancenbetrachtung Den genannten Risiken begegnet die Gesellschaft mit großer Aufmerksamkeit und Beobachtung. Insgesamt sieht sich MAIREC gut aufgestellt, um auf jegliche Risiken zu reagieren und die vorhandenen Potenziale weiter auszuschöpfen. Bedingt durch die Unternehmensstruktur ist es der Gesellschaft möglich zeitnah und schnell auf neu aufkommende Risiken zu reagieren und sich entsprechend neu zu positionieren. Durch den engen Austausch mit anderen Marktteilnehmern wie Raffinerien, Kunden und Edelmetallhändler lassen sich Tendenzen und Trends schnell aufdecken und erkennen, sodass auf diese entsprechend kurzfristig reagiert werden kann. Die aktuellen Risiken werden von der Geschäftsführung ernst genommen, jedoch als beherrschbar und, bedingt durch die bestehenden Mechanismen, als gering eingestuft. Die Vergangenheit hat zeigt, dass bestehende Mechanismen effektiv eingesetzt wurden und die Risiken für die Gesellschaft so minimiert werden konnten. V. Bericht über Zweigniederlassungen Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.
Alzenau, den 29. November 2024 Die Geschäftsführung BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben zum UnternehmenDie MAIREC Edelmetallgesellschaft mbH hat ihren Sitz in Alzenau. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Aschaffenburg unter HRB 8818 eingetragen. Das Geschäftsjahr ist abweichend vom Kalenderjahr jeweils der Zeitraum vom 1. Juli bis zum 30. Juni des Folgejahres. II. Angaben zu Inhalt und Gliederung des JahresabschlussesDie Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Absatz 3 HGB auf. Der vorliegende Jahresabschluss wurde grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen sowie unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Absatz 1, 266 ff. HGB). Der Jahresabschluss ist in Euro (EUR) aufgestellt. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. III. Angaben zu Bilanzierungs- und BewertungsmethodenIm Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet: Immaterielle Vermögensgegenstände Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare planmäßige Abschreibungen bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von in der Regel zwischen drei und fünf Jahren, bewertet. Sachanlagevermögen Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und soweit abnutzbar in den Folgeperioden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (3 bis 23 Jahre) linear abgeschrieben. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich analog die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung in voller Höhe als Aufwand erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 800 nicht übersteigen. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau sind zu ihrem Nennbetrag angesetzt. Zum Beginn der Nutzungsfähigkeit des Vermögensgegenstands im Anlagevermögen erfolgt eine Umbuchung innerhalb des Anlagevermögens in den entsprechenden Posten nebst entsprechend oben aufgeführter Folgebewertung. Finanzanlagen Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert wurden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen wurden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Ausleihungen sind grundsätzlich zum Nominalwert bilanziert. Dauerhaften Wertminderungen wird durch Wertberichtigungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert Rechnung getragen. Vorratsvermögen Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte grundsätzlich zu den Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Der Posten der fertigen Erzeugnisse und Waren, welcher ausschließlich als Waren eingestufte Vorräte beinhaltet, wird zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten zum Bilanzstichtag bewertet Forschungs- und Vertriebskosten sowie Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Die geleisteten Anzahlungen werden mit ihrem Nennbetrag bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten zum Bilanzstichtag bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nominalwerten angesetzt. Sofern Umstände bekannt werden, die Zweifel an der Einbringlichkeit der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände aufkommen lassen, werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird zusätzlich durch eine ausreichend bemessene Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Sonstige Vermögensgegenstände enthalten die Forderungen aus Steuererstattungsansprüchen, die erst mit Ablauf des Kalenderjahres rechtlich entstehen. Kasse und Bank Die flüssigen Mittel sind zu ihrem Nominalwert angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Bilanzstichtag für Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag. Die Bewertung erfolgt zu Nominalwerten. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Absatz 1 Satz 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Absatz 2 Satz 1 HGB). Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Währungsumrechnung Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sowie Guthaben bei und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag gemäß § 256a HGB umgerechnet. IV. Angaben zur BilanzImmaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagen Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände im Jahre 2023/2024 ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Restlaufzeiten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen alle unter einem Jahr. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten einen Betrag für Kautionen in Höhe von 129 TEUR (Vorjahr: 124 TEUR), der eine Restlaufzeit von über einem Jahr hat. Darüber hinaus werden Forderungen aus Verrechnungskonten gegenüber Gesellschafter in Höhe von 12 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) bilanziert. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert 100 TEUR und ist voll eingezahlt. Innerhalb des Geschäftsjahres kam es zu Ausschüttungen an die Gesellschafter aus dem Jahresüberschuss bzw. Gewinnvortrag des Vorjahres. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeiten Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind vollständig durch Sicherungsübereignungen bzw. Verpfändungen des Anlagevermögens und Umlaufvermögens besichert. Der unter dem Posten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesene Betrag ist teilweise durch üblichen Eigentumsvorbehalt von Lieferanten besichert. Im Vorjahr stellt sich der Verbindlichkeitenspiegel folgendermaßen dar:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind vollständig durch Sicherungsübereignungen bzw. Verpfändungen des Anlagevermögens und Umlaufvermögens besichert. Der unter dem Posten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesene Betrag ist teilweise durch üblichen Eigentumsvorbehalt von Lieferanten besichert. Temporäre Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen bestehen nicht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 30. Juni 2024 bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
Zweck und Vorteil dieser Miet- und Leasingvereinbarungen sind die Reduzierung von Kapitalbindung. Zum Bilanzstichtag bestanden Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB in Höhe von 333 TEUR. Bei dem obigen Haftungsverhältnis handelt es sich um gesamtschuldnerische Haftungen für zwei von der Commerzbank AG Frankfurt gegenüber der Maier GbR gewährten Darlehen. Diese Darlehen an die Maier GbR wurden für Immobilienerwerbe gewährt. Die Grundstücke werden von der Maier GbR an die MAIREC Edelmetallgesellschaft mbH vermietet. Die MAIREC Edelmetallgesellschaft mbH betreibt auf diesem Gelände ihren Betrieb. Hauptgesellschafter der Maier GbR sind die Gesellschafter der MAIREC Edelmetallgesellschaft mbH. Es wird nicht mit einer Inanspruchnahme aus diesem Haftungsverhältnis gerechnet, da die Gesellschaft ihren Verpflichtungen vollumfänglich aus eigenen Mitteln nachkommt. Finanzinstrumente Um Preisrisiken zu vermeiden, werden Einkäufe und Verkäufe von den im gelieferten Material enthalten Edelmetallen, zugleich - unter Berücksichtigung erwarteter Liefertermine - in Form von sogenannten Micro Hedges abgeschlossen. Soweit Preisfestlegungen im Einkauf und Verkauf in unterschiedlichen Währungen erfolgen müssen, werden diese durch ein entsprechendes Devisentermingeschäft glattgestellt. Durch die gleichzeitige Preisfestlegung im Einkauf und Verkauf sind die Bedingungen zu Bildung einer Bewertungseinheit gegeben; die Kontrakte werden jeweils zu Bewertungseinheiten in der Form von Micro Hedges zusammengefasst. Ihre jeweilige Effektivität wurde anhand der Critical Term Match Methode ermittelt. Damit wurde eine vollständige Wirksamkeit festgestellt. Alle Metalleinkaufskontrakte und Metallverkaufskontrakte werden jedoch durch Lieferung der entsprechenden Materialien erfüllt und sind damit nicht als "derivative Finanzinstrumente" zu bezeichnen. Über den Stichtag bestanden keine Devisentermingeschäfte (Vorjahr: 16.903 TUSD). Grundsätzlich werden diese Geschäfte in keinem Bilanzposten separat aufgeführt, da sie Teile von Bewertungseinheiten darstellen; sie werden nach der sogenannten Einfrierungsmethode abgebildet. V. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse in Höhe von 279.899 TEUR verteilen sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt:
Die Tätigkeitsbereiche der Gesellschaft unterscheiden sich untereinander nicht erheblich; so resultieren die Umsatzerlöse aus dem Recycling von edelmetallhaltigen Rückständen und Reststoffen, insbesondere aus Katalysatoren, Dieselpartikelfiltern, Lambdasonden, Industriekatalysatoren sowie Elektronikschrott. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 2.163 TEUR (im Vorjahr: 1.565 TEUR) und beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von 1.790 TEUR (im Vorjahr: 1.212 TEUR). Diese periodenfremden Erträge setzen sich im Geschäftsjahr im Wesentlichen aus bewilligten Forschungszulagen für die Wirtschaftsjahre 2020 bis 2023 für das Projekt "Theia" zusammen, die mit 1.486 TEUR (im Vorjahr: 0 TEUR) verbucht wurde. Zudem wurden Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von 82 TEUR (im Vorjahr: 232 TEUR) realisiert. Weiterhin wurden periodenfremde Erträge in Höhe von 221 TEUR (Vorjahr: 100 TEUR) unter anderem aus Prämienrückvergütungen und Stromsteuererstattungen ausgewiesen. Abschreibungen inklusive Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufsvermögens Es wurden Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens in Höhe von rund 6,6 TEUR (Vorjahr 0 Mio. Euro) vorgenommen, die die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten. Diese betreffen Abschreibungen auf geleistete Anzahlungen in Höhe von 4.976 TEUR sowie auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.634 TEUR. Diese Abschreibungen wurden aufgrund der niedrigeren zum Bilanzstichtag anzusetzenden beizulegenden Werte vorgenommen. Sie stellen aufgrund der Höhe sowie der Bedeutung für die Gesellschaft außergewöhnliche Aufwendungen im Sinne von § 285 Nr. 31 HGB dar. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 261 TEUR (Vorjahr: 251 TEUR) aus Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferung und Leistung sowie Nachbelastungen aus Vorjahren. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betragen 2.044 TEUR (Vorjahr: 2.519 TEUR). Enthalten sind im Wesentlichen Zinsaufwendungen für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. VI. Sonstige AngabenAnzahl der Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt 2023/2024 wurden 110 Mitarbeiter beschäftigt, davon 35 kaufmännische und 75 gewerbliche Arbeitnehmer. Geschäftsführung Im Geschäftsjahr 2023/2024 erfolgte die Geschäftsführung durch - Frau Diplom Betriebswirtin (FH) Julia Maier, Johannesberg Die Geschäftsführerin ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Schutzklausel gemäß § 286 Absatz 4 HGB wurde in Anspruch genommen. Geschäftsbeziehung zu nahestehenden Unternehmen Es bestehen Mietverhältnisse mit zwei nahestehenden Unternehmen mit einem Umfang von 1.087 TEUR (Vorjahr: 810 TEUR) sowie Beratungsdienstleistungen mit einem nahestehenden Unternehmen in Höhe von 176 TEUR (Vorjahr: 73 TEUR). Abschlussprüferhonorar Das im Geschäftsjahr 2023/2024 als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer setzt sich wie folgt zusammen:
Gewinnverwendung Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss nebst Gewinnvortrag vorzutragen. VII. Ereignisse nach dem AbschlussstichtagVorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres mit wesentlicher Auswirkung auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nicht eingetreten.
Alzenau, den 29. November 2024 gez. Julia Maier Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 03.06.2025 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die MAIREC Edelmetallgesellschaft mbH, Alzenau Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MAIREC Edelmetallgesellschaft mbH, Alzenau, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MAIREC Edelmetallgesellschaft mbH, Alzenau, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Aschaffenburg, den 29. November 2024 Florig
& Söhne GmbH
gez. Dr. Hans-Georg Florig, Wirtschaftsprüfer gez. ppa. Benedikt Goldschmidt, Wirtschaftsprüfer |
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