adjupharm
GmbH
Bad
Oldesloe
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
Adjupharm GmbH Bad Oldelsoe
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023
bis zum 31.12.2023 Lagebericht 2023
Adjupharm GmbH
A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen
1. Wirtschaftsbericht
Gesamtwirtschaftliche Lage und branchenbezogene
Rahmenbedingungen
Entwicklung der Gesamtwirtschaft
Die Wirtschaftsleistung (Bruttoinlandsproduktes / BIP)
im Jahr 2023 hat in Deutschland um 0,3 Prozent abgenommen.
Die gesamte wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam
auch im Jahr 2023, in einem nach wie vor krisengeprägten
Umfeld, ins Stocken. Trotz leichter Erholung, gab es nach wie
vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen, welche die
Konjunktur erneut dämpften. Hinzu kamen immer
ungünstigere Finanzierungsbedingungen durch steigende
Zinsen sowie geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland.
Laut dem Bundesministerium für Wirtschaft und dem
Statistischen Bundesamt, setzte sich die Erholung der
deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020
nicht weiter fort. Verglichen mit dem Jahr 2019, dem Jahr vor
Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um lediglich
0,7 % höher. Auch für das Jahr 2024 wird ein
geringes BIP-Wachstum um 0,2 Prozent erwartet. Das ist
weniger, als in der Herbstprojektion des Bundesministeriums
für Wirtschaft und Klimaschutz angenommen worden war.
Damals ging die Bundesregierung von einem BIP-Wachstum um 1,3
Prozent in diesem Jahr aus. Die deutsche Wirtschaft sei
gegenüber anderen großen westlichen
Volkswirtschaften aufgrund ihrer ehemals starken
Abhängigkeit von russischen Energielieferungen, dem
vergleichsweise hohen Industrieanteil an der
Wertschöpfung sowie der ausgeprägten
Außenhandelsorientierung stärker in ihrer
Entwicklung beeinträchtigt, heißt es im
Jahreswirtschaftsbericht.
Mit Ausblick auf das laufende Jahr sei ausgehend von
den Entwicklungen des vergangenen Jahres von einer
Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage auszugehen. Die
Inflation ist im Jahresverlauf deutlich zurückgegangen
und lag im Januar 2024 bei 2,9 Prozent. Für das laufende
Jahr wird mit einem Rückgang auf 2,8 Prozent gerechnet.
Entwicklung der Branche
Laut Jahresbericht 2023 des VCI (Verband der
chemisch-pharmazeutischen Industrie) waren die Einflüsse
der Gesamtwirtschaft stark zu spüren. Die
Produktionsleistung sank im Jahr 2023 um knapp 8% im
Vergleich zum Vorjahr und viele Anlagen waren nicht
ausgelastet. Einige mussten sogar vorübergehend
stillgelegt werden. Die Erzeugerpreise waren im
Jahresverlauf rückläufig, der Umsatz der Branche
sank um fast 14 Prozent auf 225 Milliarden Euro. Der Absatz
ging sowohl im Inland als auch im Ausland zurück.
International nicht wettbewerbsfähige Energie- und
Rohstoffpreise, steigende Bürokratiekosten sowie hohe
Steuern und Abgaben drückten auf die Gewinnmargen.
Über 50 Prozent der Mitgliedsunternehmen verzeichneten
nach dem Krisenjahr 2022 erneut Gewinnrückgänge.
Laut ifo-Konjunkturtest erwartet die Branche für
2024 keine wesentliche Verbesserung der Geschäftslage,
da noch keine konjunkturelle Erholung in Sicht ist. Es droht
weiterhin eine Rezession, wobei viele Industriebetriebe Ihre
Produktion drosseln werden.
2. Organisation der Adjupharm GmbH
Die Geschäftstätigkeit der Adjupharm GmbH
umfasst seit fast 30 Jahren die Herstellung und den Vertrieb
von Arzneimitteln und Medizinprodukten. Mit der
Übernahme durch die an der Börse (NASDAQ) notierten
I.M.C. Holdings Ltd im Jahre 2019, expandierte die Adjupharm
GmbH zusätzlich in die Produktion und den Handel von
medizinischen Cannabis Produkten. Seit Anpassung der
Gesetzeslage im Jahr 2017 sind Cannabisprodukte als
Arzneimittel in Deutschland zugelassen. Der noch junge Markt
wächst rapide. Die Adjupharm GmbH fokussiert sich
seitdem auf die Sparte medizinisches Cannabis. Das
Unternehmen importiert, produziert und vertreibt verschiedene
Cannabis Blüten und Cannabis Extrakte an
Großhändler und Apotheken in Deutschland. Aufgrund
der hohen Sicherheitsanforderungen des Bfarm
(Bundesministerium für Arzneimittel &
Medizinprodukte), wurde in die Erweiterung der
Geschäftsräume & Lagermöglichkeiten
investiert. Seitdem bietet das Unternehmen auch
Fulfillment-Leistungen sowie Beratung im Bereich Cannabis
bzw. Betäubungsmittel an. Es bestehen einige, teilweise
exklusive Vereinbarungen mit internationalen Lieferanten. Die
Produkte und Dienstleistungen werden deutschlandweit,
teilweise auch von Vertriebspartnern vertrieben. Das Personal
der Adjupharm GmbH besteht hauptsächlich aus sehr
erfahrenen Mitarbeitern aus der Pharma Branche.
B. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage
1. Geschäftsverlauf
-
Lage des UnternehmensIm Geschäftsjahr 2023 konnte
der positive Trend weiter geführt werden. Mit der
Inbetriebnahme des neuen Gebäudes und dem Erhalt
mehrerer pharmazeutischer Erlaubnisse, konnte das Portfolio
an Produkten und Dienstleistungen weiter ausgebaut werden.
Der Umsatz konnte in der Sparte Cannabis von TEUR
2.413,3 in 2022 auf TEUR 3.456,5 in 2023 um 69,82 %
gesteigert werden. Cannabis als Medizin etablierte sich bei
Ärzten und Apotheken weiter. Durch den Ausbau des
Produktportfolios und der wachsenden Zahl an Kunden, konnte
das Unternehmen effizienter werden. Die Kosten für
Personal sanken durch Umstrukturierung des Vertriebs und
Dienstleistern von TEUR 1.947,22 in 2022 auf TEUR 1.472,20 in
2023. Die Einsparungen schlugen sich deutlich im Ergebnis
nieder.
2. Ertragslage
Gegenüber dem Vorjahr (TEUR 2.647,9) haben sich die
Umsätze wie auch die Gesamtleistung um 73,25 % auf TEUR
3.614,7 erhöht, das entspricht einer Erhöhung um
TEUR 966,85. Der Umsatz entfiel insgesamt auf das Inland.Die
sonstigen betrieblichen Erträge betrugen im Zeitraum vom
1. Januar bis 31. Dezember 2023 TEUR 342,83 (i. Vj. TEUR
227,68). Es handelte sich im Wesentlichen um Erträge aus
Sachbezügen und Vermietung.
Im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
erhöhten die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe um 28,43 % von TEUR 1.952 auf TEUR 2.506. Die
Aufwendungen für bezogene Leistungen stieg von TEUR 152
im Vorjahr auf TEUR 190 im Zeitraum von vom 1. Januar bis 31.
Dezember 2023.
Die Raumkosten sind von TEUR 56,6 auf TEUR 32,7
gesunken und die Fahrzeugkosten sind von TEUR 125,2 auf TEUR
70,4 deutlich gesunken. Die Kosten für Werbung sind von
TEUR 227,8 im Vorjahr auf TEUR 43,1 erheblich gesunken. Die
Kosten für Fremdarbeiten im Vertrieb sind von TEUR 219,2
im Vorjahr auf TEUR 0,13 ebenfalls gesunken. Die Kosten
für externe Berater sind von TEUR 126,3 auf TEUR 0,4
gesunken.
Das EBITDA erhöhte sich deutlich von TEUR -2.400,9
im Vorjahr auf TEUR -775,6 im Berichtsjahr. Das EBIT
verbesserte sich von TEUR -2.548,9um TEUR 1.638,8 auf TEUR
-910,1. Das Geschäftsjahr schloss mit einem
Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 645,5 ab (i. Vj. TEUR
Jahresfehlbetrag 2.939,9).
3. Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme belief sich zum Bilanzstichtag auf TEUR
14.352,3 Sie hat sich gegenüber dem Vorjahr (TEUR
13.532,0) um 6,06% erhöht.Bei den immateriellen
Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 78,71
(i. Vj. TEUR 117,7) handelt es sich überwiegend um
Zulassungen und die Internet-Domain. Die Abschreibungen
betrugen TEUR 29,9 (i. Vj. TEUR 31,3)
Das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR
1.849,7 (i. Vj. TEUR 1.951,7) besteht überwiegend aus
Grundstück und Geschäftsbauten, Werkzeugen,
Produktionsgeräten und Betriebsausstattung. Im
abgelaufenen Jahr wurden TEUR 2,6 Werkzeuge und
Betriebsvorrichtungen und weitere Ausstattung investiert. Die
Abschreibungen betrugen TEUR 102,6 (i. Vj. TEUR 114,7).
Das Vorratsvermögen betrug zum 31. Dezember 2023
TEUR 865,8; das entspricht 6,03 % der Bilanzsumme (i. Vj.
8,8%). Es hat sich gegenüber dem Vorjahr (TEUR 1.186,0)
um TEUR 320,2 verringert. In den Vorräten enthalten sind
geleistete Anzahlungen in Höhe von TEUR 160,3 (i.Vj.
TEUR 330,1).
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sanken
gegenüber dem Vorjahr (TEUR 630,7) um TEUR 148,9 auf
TEUR 481,7. Durch den Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR
645,5 erhöhte sich der nicht durch Eigenkapital gedeckte
Kapitalfehlbetrag der Gesellschaft von TEUR 9.826,4 im
Vorjahr auf TEUR 9.180,9 zum Stichtag.
Steuerrückstellungen wurden in Höhe von TEUR
0,0 gebildet.
Die sonstigen Rückstellungen betragen TEUR 44,9
(i. Vj. TEUR 138,3). Die Rückstellungen für
Personalkosten bleiben mit TEUR 308,6 gegenüber dem
Vorjahr (TEUR 305,7) nahezu unverändert. Die
übrigen Rückstellungen haben sich gegenüber
dem Vorjahr auf TEUR 105,3 (i. Vj. TEUR 111,9) reduziert.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
gesunken gegenüber dem Vorjahr (TEUR 1.214,1) auf TEUR
694,0.
Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR
13.195,6 (i. Vj. TEUR 11.750,9 betreffen überwiegend
Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in
Höhe von TEUR 13.078,2 (i.Vj. TEUR 11.589,4) und
laufender Lohnsteuer und Umsatzsteuer in Höhe von TEUR
98,1.
Die Gesellschaft finanziert sich hauptsächlich
durch das Gesellschafterdarlehen, für welches der
Rangrücktritt hinter alle anderen Gläubiger der
Gesellschaft erklärt wurde. Die Finanzlage stellt sich
nach der Cashflow Rechnung gemäß dem Deutschen
Rechnungslegungsstandard Nr. 21 wie folgt dar:
Mittelabflüsse aus der laufenden
Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 843,5 und
Mittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit von
TEUR 66,2 und Mittelzuflüsse aus der
Finanzierungstätigkeit von TEUR 1.025,0 insgesamt
führte dies zu einer Zunahme des Finanzmittelfonds um
TEUR 247,7 auf TEUR 275,4. Es handelt sich um eine rein
stichtagsbezogene Betrachtung.
Der Finanzmittelfonds umfasst die flüssigen Mittel
TEUR 275,4 (Vorjahr TEUR 27,6).Die Gesellschaft kann
weiterhin ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen. Die
Zahlungen werden fristgerecht und in der Regel unter Nutzung
von Skonti vorgenommen.
C. Nachtragsbericht (Bericht über Ereignisse nach dem
Bilanzstichtag
Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse eingetreten,
die auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Auswirkungen haben.
D. Chancen- und Risikobericht
1. Risikobericht
Branchenrisiken
Durch die nicht vorhersehbaren Folgen des Ukraine
Krieges ist auch die Pharma Branche bzw. die Cannabis Branche
unter Preis- und Wettbewerbsdruck. Zusätzlich sind
regulatorische Hürden zu überwinden, da der Handel
mit Betäubungsmitteln nur unter strengen Bedingungen
durchführbar ist. Folgende Hürden bzw. Risiken
beschäftigen die Branche:
Die Produktion und der Handel mit Cannabisprodukten
wird weltweit als eine der größten neuen
Wirtschaftszweige gesehen. Weltweit erlauben immer mehr
Länder Cannabis als Arzneimittel, entkriminalisieren es
oder führen eine generelle Legalisierung durch, wobei
Cannabis dann als Genussmittel wie Tabak oder Alkohol
konsumiert wird. Nachdem fast zeitgleich die Legalisierung in
Kanada und einigen US Bundesstaaten erfolgt ist, sowie der
Anbau und/oder der Handel für medizinische Zwecke in
einigen europäischen Ländern erlaubt wurde, erlebte
die Branche in den Jahren 2015-2022 global ein starkes
Wachstum. Es wurden weltweit sehr große Anlagen
für die Produktion von Cannabis gebaut. Der Anbau von
Cannabis benötigt viel Energie und benötigt Zeit.
Daher ist der Anbau nicht in jedem Land lukrativ. Es
herrschte ausgerechnet in den Zeiten der Corona-Pandemie und
des Ukraine Krieges zeitweise ein Überangebot an
Produkten/Anbietern, teilweise lieferten die ersten Anlagen
auch noch nicht die gewünschte Produktqualität.
Über einen Zeitraum von zwei Jahren wurde der Verkauf
zusätzlich durch Lockdowns und die sinkende Kauflust
durch die Auswirkungen des Krieges erschwert.
In Deutschland benötigen Patienten ein Rezept um
Cannabis als Arzneimittel zu erhalten. Grundsätzlich
darf jeder Arzt in Deutschland solche Rezepte ausstellen.
Anfänglich waren es nur wenige spezialisierte
Ärzte, was auch das Wachstum in Deutschland
zunächst hemmte. Mittlerweile verschreiben viele
Ärzte Cannabis als Arzneimittel.
Für Produktion und der Handel mit medizinischem
Cannabis in Deutschland & international, werden eine
Vielzahl spezieller Erlaubnisse benötigt, sowie
Lagerräume mit sehr hohen Sicherheitsstandards und
sachkundiges Fachpersonal. Die Produkte müssen sehr hohe
Qualitätsstandards als Arzneimittel einhalten und einer
streng festgelegten Spezifikation für Wirkstoffgehalt
und Reinheit entsprechen. Laboruntersuchungen für jede
Charge sind verpflichtend. Es ist aktuell noch ein Markt
für spezialisierte Unternehmen mit einem hohen
Investitionsvolumen, was aber auch bedeutet, dass sobald man
die Hürden überwunden hat, sich einige Chancen
bieten.
2. ChancenberichtDie Adjupharm GmbH ist ein
langjähriger und sehr erfahrener Partner von
pharmazeutischen Unternehmen, Großhändlern und
Apotheken in Deutschland, weit über 30 Jahren. Die
I.M.C. Holdings Ltd. ist eines der weltweit führenden
Unternehmen in Anbau, Produktion und Vertrieb von
Cannabisprodukten, sowie einer der Pioniere in Israel, seit
über 15 Jahren. Der israelische Markt ist einer der
ältesten medizinischen Märkte, mit ähnlichen
Strukturen wie in Deutschland. Nach der Übernahme Anfang
2019 war die Adjupharm GmbH eines der ersten Unternehmen in
Deutschland, welches aufgrund der bereits bestehenden
Erlaubnisse und Knowhow, mehrere Cannabisprodukte in Verkehr
gebracht hat und seitdem konstant lieferfähig ist. Als
ein "First Mover" hat sich die Adjupharm GmbH darauf
fokussiert, eine gute Marktposition einzunehmen und bereits
ein breites Netzwerk an Lieferanten und Kunden. Dabei ist das
Unternehmen nicht abhängig von einzelnen Partnern,
sondern profitiert nachhaltig von einer Vielzahl
strategischer Partnerschaften. Der Warenbezug erfolgt durch
ein Netzwerk internationaler Lieferanten, welche unter
Anderem aus Kanada, Spanien, Portugal, Südafrika,
Dänemark und Niederlande liefern. Der Vertrieb erfolgt
durch Großhändler, Distributionspartner sowie
direkt an hunderte Apotheken deutschlandweit. Durch den
wachsenden Anspruch der Ärzte, Apotheken und Patienten
nach steigender Qualität und besserem Service, sind die
Anbieter von Cannabisprodukten gezwungen, ihre Qualität
ständig zu verbessern und Ihr Angebot zu erweitern.
Der Bedarf an Cannabisprodukten steigt stark an, da die
Produktverfügbarkeit in den Apotheken, die Anzahl der
verschreibenden Ärzte und somit auch die Anzahl an
Patienten zunimmt. Wenn man Deutschland mit weiter
entwickelten medizinische Märkte wie Israel, Kanada oder
Australien vergleicht, befindet sich Deutschland bis jetzt
nur am Anfang.
Zusätzlich entwickelt sich in Deutschland aktuell
ein noch größeres Potential für den
Wirtschaftszweig Cannabis, da die Bundesregierung in den
kommenden Jahren die Legalisierung plant. Die ersten
konkreten Schritte werden Anfang 2024 erwartet. In Kürze
soll ein Gesetzesentwurf veröffentlicht werden und eine
Abstimmung im Bundestag erfolgen. Die Legalisierung soll in
verschiedenen Stufen (Säulen) durchgeführt werden.
Zu Anfang soll Cannabis aus der Liste der
Betäubungsmittel gestrichen werden, Lockerungen im
Umgang mit Cannabis und bestimmte Formen von Anbau erlaubt
werden. Langfristig sollen Modellprojekte und Änderungen
im Gesetz dafür sorgen, dass in einigen Jahren eine
volle Legalisierung erfolgen kann, auch die Abgabe über
Geschäfte für den Freizeitmarkt. Sollte sich das
Gesetz, so wie von Experten vermutet durchsetzen, könnte
im Jahr 2024 auch medizinisches Cannabis den Status als
Betäubungsmittel verlieren und wahrscheinlich als
reguläres verschreibungspflichtiges Arzneimittel
re-klassifiziert werden. Dadurch würden viele
Hürden bei Verschreibung, Lagerung, Dokumentation usw.
wegfallen und die Anzahl an Verschreibungen für
medizinisches Cannabis dürften signifikant steigen.
Falls es langfristig zu einer kompletten Legalisierung kommt,
wäre Deutschland einer der weltweit größten
Märkte. Hochrechnungen der Bundesregierung und Experten
lassen auf einen Milliardenmarkt schließen.
Die Adjupharm GmbH ist gut positioniert für die
weitere Entwicklung und hat bereits Kooperationsanfragen
für verschiedene Projekte.
Aktuell fokussiert sich das Unternehmen aber weiterhin
auf den medizinischen Markt und baut konstant sein Angebot
and Produkten und Dienstleistungen aus.
Zahlen & Fakten
:
- Lagerkapazität Adjupharm GmbH
für bis zu 4 Tonnen Cannabisblüten.
- Umsatzerwartung Adjupharm 2024
beträgt ca. T€ 6.230
- Umsatzerwartung Adjupharm 2025
beträgt ca. T€ 10.890
- Break Even wird erwartet im Q2-2024
- Das Unternehmen soll ab Q3-2024 nachhaltig
profitabel arbeiten und voraussichtlich einen Gewinn von ca.
T€ 400 im Jahr 2024 erwirtschaften
- Anzahl Produkte aktuell 18 -> Anzahl
Produkte 2024 ca. 35 -> Anzahl Produkte 2025 ca. 60
3. GesamtaussageDie Adjupharm GmbH ist für die
Bewältigung der künftigen Risiken aus heutiger
Sicht gut gerüstet. Die Risikosituation wird im
Wesentlichen als kontrolliert und steuerbar
eingeschätzt. Die erfolgreich durchgeführten
Aufbau- & Investitionsmaßnahmen über die
letzten 3 Jahre, führt zusammen mit der konstanten
Steigerung der Umsätze zu einem stabilen
Kerngeschäft und somit zu einem positiven Ausblick in
die Zukunft. Weitere Prozessoptimierungen und
Restrukturierungsmaßnahmen führen zu einer
besseren Kostenstruktur und lassen auf eine baldige
Profitabilität schließen.Das Unternehmen ist
ausschließlich durch seine Gesellschafter finanziert
und es besteht eine Patronatserklärung durch die
Muttergesellschaft.
Wesentliche operative Risiken, die den Fortbestand der
Gesellschaft gefährden oder die Vermögens-, Finanz-
oder Ertragslage nachhaltig negativ beeinflussen
könnten, sind derzeit nicht erkennbar.
Bad Oldesloe, 19. Dezember
2024
gez.
Richard Balla
Ort, Datum Unterschrift
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
1.928.444,45 |
2.069.420,61 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
78.705,00 |
117.742,00 |
| II.
Sachanlagen |
1.849.739,45 |
1.951.678,61 |
| B.
Umlaufvermögen |
1.848.730,14 |
2.247.220,49 |
| I.
Vorräte |
865.782,05 |
1.186.029,76 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
707.590,92 |
1.033.582,65 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
275.357,17 |
27.608,08 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
17.484,10 |
34.526,31 |
| D.
Aktive latente Steuern |
731.248,60 |
|
| E.
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag |
9.826.387,87 |
9.180.866,43 |
| Aktiva |
14.352.295,16 |
13.532.033,84 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
0,00 |
0,00 |
| I.
Gezeichnetes Kapital |
25.000,00 |
25.000,00 |
| II.
Kapitalrücklage |
69.300,00 |
69.300,00 |
| III.
Bilanzverlust |
9.920.687,87 |
9.275.166,43 |
| davon
Verlustvortrag |
9.275.166,43 |
6.335.241,00 |
| IV.
nicht gedeckter Fehlbetrag |
9.826.387,87 |
9.180.866,43 |
| B.
Rückstellungen |
458.780,03 |
555.891,84 |
| C.
Verbindlichkeiten |
13.892.263,73 |
12.976.142,00 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
814.083,51 |
1.386.694,33 |
| davon
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
13.078.180,22 |
11.589.447,67 |
| davon
gegenüber Gesellschaftern |
13.078.180,22 |
11.589.447,67 |
| D.
Passive latente Steuern |
1.251,40 |
|
| Passiva |
14.352.295,16 |
13.532.033,84 |
Anhang
Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut
Registergericht
| Firmenname laut
Registergericht: |
adjupharm GmbH |
| Firmensitz laut
Registergericht: |
Bad Oldesloe |
| Registereintrag: |
Handelsregister |
| Registergericht: |
Lübeck |
| Register-Nr.: |
7521 |
Angaben zur Vermittlung eines besseren Einblicks in die
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Die nachfolgenden, zusätzlichen Angaben sind bei
der Beurteilung der wirtschaftlichen Lage zu beachten:
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu
Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung
unterlagen, um planmäßige Abschreibungen
vermindert.
Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um
planmäßige Abschreibungen vermindert.
Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach
der voraussichtlichen Nutzungsdauer der
Vermögensgegenstände linear und degressiv
vorgenommen.
Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am
Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.
Forderungen und Wertpapiere wurden unter
Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.
Die Steuerrückstellungen beinhalten die das
Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten
Steuern.
Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle
weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden
alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.
Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag
angesetzt.
Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden
Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen
übernommen werden.
Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht
statt.
Angaben zur Bilanz
Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit
größer einem Jahr
Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit
größer einem Jahr beträgt 0,00 EUR
(Vorjahr: 0,00 EUR).
Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5
Jahre und der Sicherungsrechte
Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit
einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt
0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR).
Angabe zu Restlaufzeitvermerken
Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit
bis zu einem Jahr beträgt 814.083,51 EUR (Vorjahr:
1.386.694,33 EUR).
Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit
größer einem Jahr beträgt
13.078.180,22 EUR (Vorjahr: 11.589.447,67 EUR).
Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber
Gesellschaftern
Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber
Gesellschaftern beläuft sich auf 13.078.180,22 EUR
(Vorjahr: 11.589.447,67 EUR). Die beherrschende
Gellschafterin hat gegenüber der Gesellschaft einen
Rangrücktritt erklärt, so dass keine bilanzielle
Überschuldung anzunehmen ist. Der Kapitalfehlbetrag
beruht auf Anlaufverlusten im Zusammenhang mit dem
Markteintritt.
Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen
finanziellen Verpflichtungen
Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten
bestehen in Höhe von 0,00 EUR sonstige finanzielle
Verpflichtungen.
Im Grundbuch ist eine Grundschuld in Höhe von
3.000.000,00 EUR zugunsten Dritter eingetragen.
Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende
Sachverhalte:
Anteilsoptionen für Mitarbeiter im Unternehmen.
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Sonstige Angaben
Durchschnittliche Zahl der während des
Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer
Die durchschnittliche Zahl der während des
Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten
Arbeitnehmer betrug 20,3.
Die beherrschende Gesellschafterin hat gegenüber
der Gesellschaft am 30.06.2022 eine Patronatserklärung
angegeben.
Unterschrift der Geschäftsführung
Bad Oldesloe, 19. Dezember
2024
|
gez. Richard Balla
|
Ort, Datum
|
Unterschrift
|
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 19.12.2024
festgestellt. |