Stammdaten

Register
Amtsgericht Lübeck HRB 7521 HL
Eingetragen
27.4.2006
Branche
Großhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenHerstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen ErzeugnissenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von pharmazeutischen Erzeugnissen, medizinischen Artikeln, Krankenhaus-, Dental- und Altenpflegebedarf
Gegenstand
die Herstellung, der Handel, der Im- und Export von Arzneimitteln, Medizinprodukten, Sanitätshausartikeln, Nahrungsergänzungsmitteln, Kosmetika und erforderlichen Zubehörs, Dienstleistungen in diesen Bereichen sowie der Qualitätssicherung, Registrierung oder Zulassung der genannten Produkte

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Richard Balla
seit 23.4.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

IMC Holdings Ltd.
Israel
22.505 €
90.00%

Bilanzkonten

Konzern- und Jahresabschlüsse

adjupharm GmbH

Bad Oldesloe

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Adjupharm GmbH Bad Oldelsoe
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 Lagebericht 2023
Adjupharm GmbH
A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1. Wirtschaftsbericht
Gesamtwirtschaftliche Lage und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Entwicklung der Gesamtwirtschaft
Die Wirtschaftsleistung (Bruttoinlandsproduktes / BIP) im Jahr 2023 hat in Deutschland um 0,3 Prozent abgenommen. Die gesamte wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam auch im Jahr 2023, in einem nach wie vor krisengeprägten Umfeld, ins Stocken. Trotz leichter Erholung, gab es nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen, welche die Konjunktur erneut dämpften. Hinzu kamen immer ungünstigere Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen sowie geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Laut dem Bundesministerium für Wirtschaft und dem Statistischen Bundesamt, setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Verglichen mit dem Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um lediglich 0,7 % höher. Auch für das Jahr 2024 wird ein geringes BIP-Wachstum um 0,2 Prozent erwartet. Das ist weniger, als in der Herbstprojektion des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz angenommen worden war. Damals ging die Bundesregierung von einem BIP-Wachstum um 1,3 Prozent in diesem Jahr aus. Die deutsche Wirtschaft sei gegenüber anderen großen westlichen Volkswirtschaften aufgrund ihrer ehemals starken Abhängigkeit von russischen Energielieferungen, dem vergleichsweise hohen Industrieanteil an der Wertschöpfung sowie der ausgeprägten Außenhandelsorientierung stärker in ihrer Entwicklung beeinträchtigt, heißt es im Jahreswirtschaftsbericht.
Mit Ausblick auf das laufende Jahr sei ausgehend von den Entwicklungen des vergangenen Jahres von einer Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage auszugehen. Die Inflation ist im Jahresverlauf deutlich zurückgegangen und lag im Januar 2024 bei 2,9 Prozent. Für das laufende Jahr wird mit einem Rückgang auf 2,8 Prozent gerechnet.
Entwicklung der Branche
Laut Jahresbericht 2023 des VCI (Verband der chemisch-pharmazeutischen Industrie) waren die Einflüsse der Gesamtwirtschaft stark zu spüren. Die Produktionsleistung sank im Jahr 2023 um knapp 8% im Vergleich zum Vorjahr und viele Anlagen waren nicht ausgelastet. Einige mussten sogar vorübergehend stillgelegt werden. Die Erzeugerpreise waren im Jahresverlauf rückläufig, der Umsatz der Branche sank um fast 14 Prozent auf 225 Milliarden Euro. Der Absatz ging sowohl im Inland als auch im Ausland zurück. International nicht wettbewerbsfähige Energie- und Rohstoffpreise, steigende Bürokratiekosten sowie hohe Steuern und Abgaben drückten auf die Gewinnmargen. Über 50 Prozent der Mitgliedsunternehmen verzeichneten nach dem Krisenjahr 2022 erneut Gewinnrückgänge.
Laut ifo-Konjunkturtest erwartet die Branche für 2024 keine wesentliche Verbesserung der Geschäftslage, da noch keine konjunkturelle Erholung in Sicht ist. Es droht weiterhin eine Rezession, wobei viele Industriebetriebe Ihre Produktion drosseln werden.

2. Organisation der Adjupharm GmbH

Die Geschäftstätigkeit der Adjupharm GmbH umfasst seit fast 30 Jahren die Herstellung und den Vertrieb von Arzneimitteln und Medizinprodukten. Mit der Übernahme durch die an der Börse (NASDAQ) notierten I.M.C. Holdings Ltd im Jahre 2019, expandierte die Adjupharm GmbH zusätzlich in die Produktion und den Handel von medizinischen Cannabis Produkten. Seit Anpassung der Gesetzeslage im Jahr 2017 sind Cannabisprodukte als Arzneimittel in Deutschland zugelassen. Der noch junge Markt wächst rapide. Die Adjupharm GmbH fokussiert sich seitdem auf die Sparte medizinisches Cannabis. Das Unternehmen importiert, produziert und vertreibt verschiedene Cannabis Blüten und Cannabis Extrakte an Großhändler und Apotheken in Deutschland. Aufgrund der hohen Sicherheitsanforderungen des Bfarm (Bundesministerium für Arzneimittel & Medizinprodukte), wurde in die Erweiterung der Geschäftsräume & Lagermöglichkeiten investiert. Seitdem bietet das Unternehmen auch Fulfillment-Leistungen sowie Beratung im Bereich Cannabis bzw. Betäubungsmittel an. Es bestehen einige, teilweise exklusive Vereinbarungen mit internationalen Lieferanten. Die Produkte und Dienstleistungen werden deutschlandweit, teilweise auch von Vertriebspartnern vertrieben. Das Personal der Adjupharm GmbH besteht hauptsächlich aus sehr erfahrenen Mitarbeitern aus der Pharma Branche.

B. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

1. Geschäftsverlauf - Lage des UnternehmensIm Geschäftsjahr 2023 konnte der positive Trend weiter geführt werden. Mit der Inbetriebnahme des neuen Gebäudes und dem Erhalt mehrerer pharmazeutischer Erlaubnisse, konnte das Portfolio an Produkten und Dienstleistungen weiter ausgebaut werden.
Der  Umsatz konnte in der Sparte Cannabis von TEUR 2.413,3 in 2022 auf TEUR 3.456,5 in 2023 um 69,82 % gesteigert werden. Cannabis als Medizin etablierte sich bei Ärzten und Apotheken weiter. Durch den Ausbau des Produktportfolios und der wachsenden Zahl an Kunden, konnte das Unternehmen effizienter werden. Die Kosten für Personal sanken durch Umstrukturierung des Vertriebs und Dienstleistern von TEUR 1.947,22 in 2022 auf TEUR 1.472,20 in 2023. Die Einsparungen schlugen sich deutlich im Ergebnis nieder.

2. Ertragslage

Gegenüber dem Vorjahr (TEUR 2.647,9) haben sich die Umsätze wie auch die Gesamtleistung um 73,25 % auf TEUR 3.614,7 erhöht, das entspricht einer Erhöhung um TEUR 966,85. Der Umsatz entfiel insgesamt auf das Inland.Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 TEUR 342,83 (i. Vj. TEUR 227,68). Es handelte sich im Wesentlichen um Erträge aus Sachbezügen und Vermietung.
Im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 erhöhten die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe um 28,43 % von TEUR 1.952 auf TEUR 2.506. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen stieg von TEUR 152 im Vorjahr auf TEUR 190 im Zeitraum von vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023.
Die Raumkosten sind von TEUR 56,6 auf TEUR 32,7 gesunken und die Fahrzeugkosten sind von TEUR 125,2 auf TEUR 70,4 deutlich gesunken. Die Kosten für Werbung sind von TEUR 227,8 im Vorjahr auf TEUR 43,1 erheblich gesunken. Die Kosten für Fremdarbeiten im Vertrieb sind von TEUR 219,2 im Vorjahr auf TEUR 0,13 ebenfalls gesunken. Die Kosten für externe Berater sind von TEUR 126,3 auf TEUR 0,4 gesunken.
Das EBITDA erhöhte sich deutlich von TEUR -2.400,9 im Vorjahr auf TEUR -775,6 im Berichtsjahr. Das EBIT verbesserte sich von TEUR -2.548,9um TEUR 1.638,8 auf TEUR -910,1. Das Geschäftsjahr schloss mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 645,5 ab (i. Vj. TEUR Jahresfehlbetrag 2.939,9).

3. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme belief sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 14.352,3 Sie hat sich gegenüber dem Vorjahr (TEUR 13.532,0) um 6,06% erhöht.Bei den immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 78,71 (i. Vj. TEUR 117,7) handelt es sich überwiegend um Zulassungen und die Internet-Domain. Die Abschreibungen betrugen TEUR 29,9 (i. Vj. TEUR 31,3)
Das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 1.849,7 (i. Vj. TEUR 1.951,7) besteht überwiegend aus Grundstück und Geschäftsbauten, Werkzeugen, Produktionsgeräten und Betriebsausstattung. Im abgelaufenen Jahr wurden TEUR 2,6 Werkzeuge und Betriebsvorrichtungen und weitere Ausstattung investiert. Die Abschreibungen betrugen TEUR 102,6 (i. Vj. TEUR 114,7).

Das Vorratsvermögen betrug zum 31. Dezember 2023 TEUR 865,8; das entspricht 6,03 % der Bilanzsumme (i. Vj. 8,8%). Es hat sich gegenüber dem Vorjahr (TEUR 1.186,0) um TEUR 320,2 verringert. In den Vorräten enthalten sind geleistete Anzahlungen in Höhe von TEUR 160,3 (i.Vj. TEUR 330,1).
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sanken gegenüber dem Vorjahr (TEUR 630,7) um TEUR 148,9 auf TEUR 481,7. Durch den Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 645,5 erhöhte sich der nicht durch Eigenkapital gedeckte Kapitalfehlbetrag der Gesellschaft von TEUR 9.826,4 im Vorjahr auf TEUR 9.180,9 zum Stichtag.
Steuerrückstellungen wurden in Höhe von TEUR 0,0 gebildet.
Die sonstigen Rückstellungen betragen TEUR 44,9 (i. Vj. TEUR 138,3). Die Rückstellungen für Personalkosten bleiben mit TEUR 308,6 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 305,7) nahezu unverändert. Die übrigen Rückstellungen haben sich gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 105,3 (i. Vj. TEUR 111,9) reduziert.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gesunken gegenüber dem Vorjahr (TEUR 1.214,1) auf TEUR 694,0.
Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 13.195,6 (i. Vj. TEUR 11.750,9 betreffen überwiegend Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 13.078,2 (i.Vj. TEUR 11.589,4) und laufender Lohnsteuer und Umsatzsteuer in Höhe von TEUR 98,1.
Die Gesellschaft finanziert sich hauptsächlich durch das Gesellschafterdarlehen, für welches der Rangrücktritt hinter alle anderen Gläubiger der Gesellschaft erklärt wurde. Die Finanzlage stellt sich nach der Cashflow Rechnung gemäß dem Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 21 wie folgt dar:
Mittelabflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 843,5 und Mittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit von TEUR 66,2 und Mittelzuflüsse aus der Finanzierungstätigkeit von TEUR 1.025,0 insgesamt führte dies zu einer Zunahme des Finanzmittelfonds um TEUR 247,7 auf TEUR 275,4. Es handelt sich um eine rein stichtagsbezogene Betrachtung.
Der Finanzmittelfonds umfasst die flüssigen Mittel TEUR 275,4 (Vorjahr TEUR 27,6).Die Gesellschaft kann weiterhin ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen. Die Zahlungen werden fristgerecht und in der Regel unter Nutzung von Skonti vorgenommen.

C. Nachtragsbericht (Bericht über Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse eingetreten, die auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Auswirkungen haben.

D. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht Branchenrisiken
Durch die nicht vorhersehbaren Folgen des Ukraine Krieges ist auch die Pharma Branche bzw. die Cannabis Branche unter Preis- und Wettbewerbsdruck. Zusätzlich sind regulatorische Hürden zu überwinden, da der Handel mit Betäubungsmitteln nur unter strengen Bedingungen durchführbar ist. Folgende Hürden bzw. Risiken beschäftigen die Branche:
Die Produktion und der Handel mit Cannabisprodukten wird weltweit als eine der größten neuen Wirtschaftszweige gesehen. Weltweit erlauben immer mehr Länder Cannabis als Arzneimittel, entkriminalisieren es oder führen eine generelle Legalisierung durch, wobei Cannabis dann als Genussmittel wie Tabak oder Alkohol konsumiert wird. Nachdem fast zeitgleich die Legalisierung in Kanada und einigen US Bundesstaaten erfolgt ist, sowie der Anbau und/oder der Handel für medizinische Zwecke in einigen europäischen Ländern erlaubt wurde, erlebte die Branche in den Jahren 2015-2022 global ein starkes Wachstum. Es wurden weltweit sehr große Anlagen für die Produktion von Cannabis gebaut. Der Anbau von Cannabis benötigt viel Energie und benötigt Zeit. Daher ist der Anbau nicht in jedem Land lukrativ. Es herrschte ausgerechnet in den Zeiten der Corona-Pandemie und des Ukraine Krieges zeitweise ein Überangebot an Produkten/Anbietern, teilweise lieferten die ersten Anlagen auch noch nicht die gewünschte Produktqualität. Über einen Zeitraum von zwei Jahren wurde der Verkauf zusätzlich durch Lockdowns und die sinkende Kauflust durch die Auswirkungen des Krieges erschwert.
In Deutschland benötigen Patienten ein Rezept um Cannabis als Arzneimittel zu erhalten. Grundsätzlich darf jeder Arzt in Deutschland solche Rezepte ausstellen. Anfänglich waren es nur wenige spezialisierte Ärzte, was auch das Wachstum in Deutschland zunächst hemmte. Mittlerweile verschreiben viele Ärzte Cannabis als Arzneimittel.
Für Produktion und der Handel mit medizinischem Cannabis in Deutschland & international, werden eine Vielzahl spezieller Erlaubnisse benötigt, sowie Lagerräume mit sehr hohen Sicherheitsstandards und sachkundiges Fachpersonal. Die Produkte müssen sehr hohe Qualitätsstandards als Arzneimittel einhalten und einer streng festgelegten Spezifikation für Wirkstoffgehalt und Reinheit entsprechen. Laboruntersuchungen für jede Charge sind verpflichtend. Es ist aktuell noch ein Markt für spezialisierte Unternehmen mit einem hohen Investitionsvolumen, was aber auch bedeutet, dass sobald man die Hürden überwunden hat, sich einige Chancen bieten.

2. ChancenberichtDie Adjupharm GmbH ist ein langjähriger und sehr erfahrener Partner von pharmazeutischen Unternehmen, Großhändlern und Apotheken in Deutschland, weit über 30 Jahren. Die I.M.C. Holdings Ltd. ist eines der weltweit führenden Unternehmen in Anbau, Produktion und Vertrieb von Cannabisprodukten, sowie einer der Pioniere in Israel, seit über 15 Jahren. Der israelische Markt ist einer der ältesten medizinischen Märkte, mit ähnlichen Strukturen wie in Deutschland. Nach der Übernahme Anfang 2019 war die Adjupharm GmbH eines der ersten Unternehmen in Deutschland, welches aufgrund der bereits bestehenden Erlaubnisse und Knowhow, mehrere Cannabisprodukte in Verkehr gebracht hat und seitdem konstant lieferfähig ist. Als ein "First Mover" hat sich die Adjupharm GmbH darauf fokussiert, eine gute Marktposition einzunehmen und bereits ein breites Netzwerk an Lieferanten und Kunden. Dabei ist das Unternehmen nicht abhängig von einzelnen Partnern, sondern profitiert nachhaltig von einer Vielzahl strategischer Partnerschaften. Der Warenbezug erfolgt durch ein Netzwerk internationaler Lieferanten, welche unter Anderem aus Kanada, Spanien, Portugal, Südafrika, Dänemark und Niederlande liefern. Der Vertrieb erfolgt durch Großhändler, Distributionspartner sowie direkt an hunderte Apotheken deutschlandweit. Durch den wachsenden Anspruch der Ärzte, Apotheken und Patienten nach steigender Qualität und besserem Service, sind die Anbieter von Cannabisprodukten gezwungen, ihre Qualität ständig zu verbessern und Ihr Angebot zu erweitern.
Der Bedarf an Cannabisprodukten steigt stark an, da die Produktverfügbarkeit in den Apotheken, die Anzahl der verschreibenden Ärzte und somit auch die Anzahl an Patienten zunimmt. Wenn man Deutschland mit weiter entwickelten medizinische Märkte wie Israel, Kanada oder Australien vergleicht, befindet sich Deutschland bis jetzt nur am Anfang.
Zusätzlich entwickelt sich in Deutschland aktuell ein noch größeres Potential für den Wirtschaftszweig Cannabis, da die Bundesregierung in den kommenden Jahren die Legalisierung plant. Die ersten konkreten Schritte werden Anfang 2024 erwartet. In Kürze soll ein Gesetzesentwurf veröffentlicht werden und eine Abstimmung im Bundestag erfolgen. Die Legalisierung soll in verschiedenen Stufen (Säulen) durchgeführt werden. Zu Anfang soll Cannabis aus der Liste der Betäubungsmittel gestrichen werden, Lockerungen im Umgang mit Cannabis und bestimmte Formen von Anbau erlaubt werden. Langfristig sollen Modellprojekte und Änderungen im Gesetz dafür sorgen, dass in einigen Jahren eine volle Legalisierung erfolgen kann, auch die Abgabe über Geschäfte für den Freizeitmarkt. Sollte sich das Gesetz, so wie von Experten vermutet durchsetzen, könnte im Jahr 2024 auch medizinisches Cannabis den Status als Betäubungsmittel verlieren und wahrscheinlich als reguläres verschreibungspflichtiges Arzneimittel re-klassifiziert werden. Dadurch würden viele Hürden bei Verschreibung, Lagerung, Dokumentation usw. wegfallen und die Anzahl an Verschreibungen für medizinisches Cannabis dürften signifikant steigen. Falls es langfristig zu einer kompletten Legalisierung kommt, wäre Deutschland einer der weltweit größten Märkte. Hochrechnungen der Bundesregierung und Experten lassen auf einen Milliardenmarkt schließen.
Die Adjupharm GmbH ist gut positioniert für die weitere Entwicklung und hat bereits Kooperationsanfragen für verschiedene Projekte.
Aktuell fokussiert sich das Unternehmen aber weiterhin auf den medizinischen Markt und baut konstant sein Angebot and Produkten und Dienstleistungen aus.

Zahlen & Fakten :
-  Lagerkapazität Adjupharm GmbH für bis zu 4 Tonnen Cannabisblüten.
-  Umsatzerwartung Adjupharm 2024 beträgt ca. T€ 6.230
-  Umsatzerwartung Adjupharm 2025 beträgt ca. T€ 10.890
-  Break Even wird erwartet im Q2-2024
-  Das Unternehmen soll ab Q3-2024 nachhaltig profitabel arbeiten und voraussichtlich einen Gewinn von ca. T€ 400 im Jahr 2024 erwirtschaften
-  Anzahl Produkte aktuell 18 -> Anzahl Produkte 2024 ca. 35 -> Anzahl Produkte 2025 ca. 60

3. GesamtaussageDie Adjupharm GmbH ist für die Bewältigung der künftigen Risiken aus heutiger Sicht gut gerüstet. Die Risikosituation wird im Wesentlichen als kontrolliert und steuerbar eingeschätzt. Die erfolgreich durchgeführten Aufbau- & Investitionsmaßnahmen über die letzten 3 Jahre, führt zusammen mit der konstanten Steigerung der Umsätze zu einem stabilen Kerngeschäft und somit zu einem positiven Ausblick in die Zukunft. Weitere Prozessoptimierungen und Restrukturierungsmaßnahmen führen zu einer besseren Kostenstruktur und lassen auf eine baldige Profitabilität schließen.Das Unternehmen ist ausschließlich durch seine Gesellschafter finanziert und es besteht eine Patronatserklärung durch die Muttergesellschaft.
Wesentliche operative Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden oder die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage nachhaltig negativ beeinflussen könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

 

Bad Oldesloe, 19. Dezember 2024

gez. Richard Balla


Ort, Datum Unterschrift

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.928.444,45 2.069.420,61
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 78.705,00 117.742,00
II. Sachanlagen 1.849.739,45 1.951.678,61
B. Umlaufvermögen 1.848.730,14 2.247.220,49
I. Vorräte 865.782,05 1.186.029,76
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 707.590,92 1.033.582,65
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 275.357,17 27.608,08
C. Rechnungsabgrenzungsposten 17.484,10 34.526,31
D. Aktive latente Steuern 731.248,60  
E. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 9.826.387,87 9.180.866,43
Aktiva 14.352.295,16 13.532.033,84

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 0,00 0,00
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 69.300,00 69.300,00
III. Bilanzverlust 9.920.687,87 9.275.166,43
davon Verlustvortrag 9.275.166,43 6.335.241,00
IV. nicht gedeckter Fehlbetrag 9.826.387,87 9.180.866,43
B. Rückstellungen 458.780,03 555.891,84
C. Verbindlichkeiten 13.892.263,73 12.976.142,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 814.083,51 1.386.694,33
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 13.078.180,22 11.589.447,67
davon gegenüber Gesellschaftern 13.078.180,22 11.589.447,67
D. Passive latente Steuern 1.251,40  
Passiva 14.352.295,16 13.532.033,84

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: adjupharm GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Bad Oldesloe
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Lübeck
Register-Nr.: 7521

Angaben zur Vermittlung eines besseren Einblicks in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die nachfolgenden, zusätzlichen Angaben sind bei der Beurteilung der wirtschaftlichen Lage zu beachten:

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR).

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt  0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR).

Angabe zu Restlaufzeitvermerken

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 814.083,51 EUR (Vorjahr: 1.386.694,33 EUR).

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 13.078.180,22 EUR (Vorjahr: 11.589.447,67 EUR).

Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 13.078.180,22 EUR (Vorjahr: 11.589.447,67 EUR). Die beherrschende Gellschafterin hat gegenüber der Gesellschaft einen Rangrücktritt erklärt, so dass keine bilanzielle Überschuldung anzunehmen ist. Der Kapitalfehlbetrag beruht auf Anlaufverlusten im Zusammenhang mit dem Markteintritt.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 0,00 EUR sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Grundbuch ist eine Grundschuld in Höhe von 3.000.000,00 EUR zugunsten Dritter eingetragen.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:
Anteilsoptionen für Mitarbeiter im Unternehmen.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 20,3.

Die beherrschende Gesellschafterin hat gegenüber der Gesellschaft am 30.06.2022 eine Patronatserklärung angegeben.

Unterschrift der Geschäftsführung



Bad Oldesloe, 19. Dezember 2024
gez. Richard Balla
Ort, Datum
Unterschrift

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 19.12.2024 festgestellt.

Nachrichten & Medien

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