Servicequadrat GmbH & Co. KGLiquidiert

64807 Dieburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Darmstadt HRA 83866
Eingetragen
19.2.2009

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Gesellschafter

2 Gesellschafter

Kommanditgesellschaft (KG)

Kommanditist
Germany
5.000 €

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Servicequadrat GmbH & Co. KG

Dieburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

Servicequadrat GmbH & Co. KG, Dieburg

1 Geschäft und Rahmenbedingungen

1.1 Unternehmensgegenstand

Am Gemeinschaftsunternehmen Servicequadrat GmbH & Co. KG sind als Kommanditisten beteiligt:

• die point S Deutschland Services GmbH mit Sitz in Ober-Ramstadt, und

• die team Reifen-Union GmbH + Co. TOP SERVICE TEAM KG mit Sitz in Isernhagen.

Persönlich haftende Gesellschafterin der Berichtsgesellschaft ist die Servicequadrat Verwaltungs GmbH mit Sitz in Dieburg.

Aufgabe der Gesellschaft ist es, die unabhängigen mittelständischen Reifenfachhandelsbetriebe, die mit der Gesellschaft vertraglich verbunden sind, zu stärken und zu erhalten, insbesondere auch durch die einheitliche Abwicklung und Abrechnung im Flotten- und Großkundengeschäft.

Für die Abwicklung der mit den Kunden der Servicequadrat vereinbarten Serviceleistungen sind derzeit knapp 1.100 Servicestationen vertraglich mit dem Berichtsunternehmen verbunden.

Die Abwicklung und Abrechnung erfolgt auf der Basis eines webbasierten Online-Reifenmanagements, auf das alle angebundenen Servicestationen zugreifen können. Die zentral verwalteten Daten führen zu elektronischen Abrechnungen mit den Kunden und den Servicestationen.

1.2 Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Aspekte

Die Servicequadrat GmbH & Co. KG ist mit ihren Servicepartnern im Automobilsektor im Bereich Reifen- und Autoservice tätig. Hauptzielgruppe sind überregional agierende PKW- und LKW-Flotten. Dieser Markt ist traditionell sehr stark von den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und den Zulassungszahlen des relevanten Flottenmarktes in Deutschland beeinflusst.

Der Gesamtfahrzeugbestand ist in 2021 um weitere 850.000 Fahrzeuge auf 66,7 Mio. Fahrzeuge angestiegen (Quelle: KBA).

Das Bruttoinlandsprodukt war im Jahr 2021 preisbereinigt um 2,7 % höher als im Jahr 2020 (Quelle: DESTATIS; Statistisches Bundesamt; Pressemitteilung Nr. 020 vom 14. Januar 2022). Der Reifenersatzmarkt konnte sich trotz Corona-bedingter geringerer Laufleistungen (z.B. aufgrund Homeoffice und vermehrter Digitalmeetings) und Halbleiterkrise stabil behaupten.

Der für die Servicequadrat GmbH & Co. KG bedeutende "relevante Flottenmarkt" ist im Berichtsjahr um -15,3 % im Vergleich zum Vorjahr gesunken (Quelle: Dataforce). Allerdings war dieses Segment deutlich stabiler als alle anderen Fahrzeugsegmente wie z.B. Fahrzeugbau, Privatmarkt, Fahrzeughandel etc. Das unterstreicht die Wichtigkeit dieses Marktsegmentes.

1.3 Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten

Im Berichtsjahr wurde das SQFS-Reifenmanagement in wesentlichen Punkten kontinuierlich weiterentwickelt.

Die elektronischen Schnittstellen für die Rechnungsübertragung und die Integration mit nachgelagerten Freigabesystemen sind dauerhafte Entwicklungsaufgaben.

2 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

2.1 Ertragslage

Das Rohergebnis des Berichtsjahres beträgt 2.240,2 T€ (Vorjahr 2.167,1 T€). Dies entspricht einer Ergebnisverbesserung um 3,4 % bzw. 73,1 T€. Die Umsatzerlöse gingen um 6,5 % zurück und der Materialaufwand verringerte sich um 6,8 %.

Maßgeblich für dieses Ergebnis waren die weiterhin nachhaltigen Auswirkungen der gesetzlich auferlegten Kontaktbeschränkungen (Homeoffice, Fahrer von Leasingfahrzeugen konnten keine Außendiensttermine vor Ort wahrnehmen und damit einhergehend geringere Reifenverschleiße und weniger verkaufter Reifen).

Der Personalaufwand erhöhte sich leicht um rd. 46,1 T€. Dieser erhöhte Personalaufwand resultiert weitestgehend aus einer zusätzlich gebildeten Rückstellung.

Im Berichtsjahr sind die sonstigen Betriebsaufwendungen gegenüber dem Vorjahr um 1,4 % gesunken.

Der Abschreibungsaufwand erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 20,7 % auf 261,6 T€. Maßgeblich hierfür ist eine höhere Abschreibung auf die Reifenmanagement-Software SQFS in Höhe von 50 TEUR aufgrund einer veränderten Restnutzungsdauer.

Das Geschäftsergebnis des Jahres 2021 beträgt 55,8 T€ (Vorjahr: 61,9 T€).

Die Ertragslage wird im Ergebnis positiv beurteilt.

2.2 Vergleich des tatsächlichen mit dem im Vorjahr prognostizierten Geschäftsverlaufs

Im Lagebericht 2020 hatten wir ein leicht positives Jahresergebnis prognostiziert. Mit dem erzielten Jahresüberschuss von 55,8 T€ ist das Geschäftsjahr von der Ertragslage her im Wesentlichen planmäßig verlaufen, obwohl das Geschäftsjahr 2021 durch anhaltende Corona-bedingte Beschränkungen und gleichzeitigem Halbleitermangel gekennzeichnet war.

2.3 Finanzlage

Das Finanzmanagement gewährleistet jederzeit die Zahlungsbereitschaft und gibt regelmäßig Auskunft über die Lage der Gesellschaft. Am Ende des Berichtszeitraums betrug der Finanzmittelbestand 853,9 T€ (Vorjahr: 1.727,8 T€). Dies entspricht 13,4 % (Vorjahr 18,0 %) der Bilanzsumme.

Der Finanzmittelfonds beinhaltet die in der Bilanz ausgewiesenen liquiden Mittel. In diesem Bestand sind nicht frei verfügbare Kautionskonten mit 30,6 T€ (Vorjahr 30,6 T€) enthalten. Die nachfolgend benannten Cashflows wurden im Berichtsjahr unter Beachtung des DRS 21 ermittelt und dargestellt.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug -857,0 T€.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug -7 T€. Er entfällt fast ausschließlich auf Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug -9,9 T€.

Die Servicequadrat GmbH & Co. KG verfügte in 2021 stets über ausreichend Liquidität.

2.4 Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich von 9.565,4 T€ auf 6.377,6 T€ verringert.

Das Anlagevermögen des Unternehmens macht 6,6 % (Vorjahr: 7,2 %) der bilanzierten Vermögensgegenstände aus. Es besteht im Wesentlichen aus Softwarekomponenten und Softwarelizenzen, die für den Hauptgeschäftsprozess eingesetzt werden. Selbstentwickelte Softwarekomponenten werden nicht bilanziert.

Der Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen und der Forderungsbestand gegenüber Gesellschaftern, soweit er laufende Geschäftsprozesse betrifft, beläuft sich auf 4.739,8 T€ (Vorjahr: 6.637,4 T€). Das sind 74,3 % (Vorjahr: 69,3 %) der Vermögengegenstände in der Bilanz.

Die Forderungen gegenüber den Flottenkunden werden grundsätzlich mit einem Selbstbehalt von 20 % kreditversichert. Für ausfallgefährdete Forderungen wird daher eine Einzelwertberichtigung von 20 % des Nettobetrages vorgenommen. Für das allgemeine Ausfallrisiko wird zusätzlich eine Pauschalwertberichtigung gebildet.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und verbundenen Unternehmen machen 7,5 % der Bilanzsumme aus (Vorjahr 4,2 %).

3 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Zusammenfassend kann die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Servicequadrat GmbH & Co. KG als stabil bezeichnet werden.

4 Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

4.1 Prognosebericht

Im laufenden Geschäftsjahr 2022 wird die Servicequadrat GmbH & Co. KG die vorhandenen Flottenkunden weiter stabil an das Unternehmen binden. Dies ist ein permanenter Prozess, dem im Wesentlichen die Abrechnungsqualität als Messgröße zugeordnet ist. In den Jahresgesprächen mit den Flottenkunden wird bestätigt, dass die Servicequadrat aufgrund ihrer geringen Reklamationsquote je Beleglauf ein vorderes Ranking belegt. Ebenso führen die Herstellerunabhängigkeit, das große Netzwerk von über 1.100 Servicestationen, die hohe Flexibilität und die Dienstleistungsstärke der inhabergeführten Betriebe zu einer starken Marktposition. Insbesondere die Herstellerunabhängigkeit ist die elementare Grundlage für die Fabrikatssteuerung. Damit ergibt sich eine gesicherte Lieferantenposition. An den anstehenden Ausschreibungen werden wir teilnehmen und erwarten aufgrund der Preis- und Qualitätspositionierung eine weitere Listung.

Zum Jahresende 2021 lag dem Geschäftsführer die Kündigung eines Kommanditisten mit Wirkung zum 31.12.2022 vor. Dennoch gehen wir von einer planmäßigen Fortführung des Geschäftsbetriebes aus; für das Geschäftsjahr 2022 sind keinerlei Auswirkungen zu erwarten. Der verbleibende Gesellschafter hat bis zum 31. März 2022 die Möglichkeit der Anschlusskündigung. Diese Anschlusskündigung wurde bisher nicht ausgesprochen. Die Anschlusskündigung des verbleibenden Gesellschafters würde die Liquidation der Gesellschaft zum 31.12.2022 auslösen, weshalb zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Lageberichts eine wesentliche Unsicherheit in Bezug auf die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft über den 31.12.2022 hinaus besteht (bestandsgefährdendes Risiko).

Die Bekämpfung der Pandemie bedingt durch das Coronavirus (SARS-CoV-2) wird auch für 2022 anhalten. Es werden Pandemiebedingt und auch aufgrund des anhaltenden Halbleitermangels weiterhin wirtschaftliche Auswirkungen auf Unternehmen, bspw. aufgrund von Einschränkungen in Produktion und Handel, zu erwarten sein. Im Hinblick auf die zukünftige Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen besteht aufgrund der genannten Faktoren (Pandemie und Halbleitermangel) eine Unsicherheit, weshalb die Prognosefähigkeit beeinträchtigt ist. Ebenso sind die Auswirkungen der kriegerischen Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine nicht absehbar (erhöhte Energiekosten, möglicher Einbruch der Wirtschaftsleistung etc.).

Für 2022 wird ein stabiler Umsatz auf Basis des Vorjahres erwartet. Mit einer signifikanten Erholung des Reifenmarktes im Flottensegment ist nach Einschätzung des Branchenverbandes BRV und der Verlagsgesellschaft für Business Information GmbH Dataforce nicht vor 2023 zu rechnen.

Für die weitere Optimierung der Abrechnungsprozesse werden wir die Voll- und Teilintegration der Belegerfassung am Point of Sale (POS) weiterentwickeln und hierdurch zu einer Degression der Kosten am POS und in der SQ Zentrale beitragen.

Die Geschäftsführung geht davon aus, dass für das Geschäftsjahr 2022 ebenfalls ein leicht positives Jahresergebnis erzielt werden kann.

4.2 Risikobericht

Ein internes Kontrollsystem ist installiert. Aus der operativen Geschäftstätigkeit ergeben sich keinerlei Risiken mit entscheidendem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Die Tatsache, dass der verbleibende Gesellschafter eine Anschlusskündigung zum 31.3.2022 aussprechen und die Liquidation des Unternehmens zum 31.12.2022 auslösen könnte, stellt für die Gesellschaft vorübergehend ein bestandsgefährdendes Risiko dar.

4.2.1 Umfeld und BranchenrisikenDie Servicequadrat GmbH & Co. KG bewegt sich gemeinsam mit ihren Servicepartnern in einem etablierten Geschäftsfeld mit Verbrauchsgütern im Automobilsektor. Die volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen beeinflussen im Wesentlichen das Segment der Nutzfahrzeugreifen, während die Entwicklung im Segment PKW-Reifen überwiegend durch den Fahrzeugbestand in der Bundesrepublik Deutschland bestimmt wird. Insofern ist im Regelfalle in diesem Segment mit vergleichsweise geringen Veränderungsraten im Hinblick auf den Absatz an den Endverbraucher zu rechnen.

4.2.2 Unternehmensstrategische RisikenAls Dienstleister im Großverbraucher- und Flottensegment liegen die Risiken in erster Linie in der Ausrichtung der Einkaufsstrategien der Großkunden. Die rechtzeitige Anpassung an diese Anforderungen in technischer und prozessualer Hinsicht wird die bestehenden Marktanteile sichern.

Mit der Konzentration auf der Nachfrageseite werden auch die Anforderungen an die Leistungsfähigkeit der Lieferanten steigen und dazu führen, dass Leistungs- und Qualitätsstandards dokumentiert nachgewiesen werden müssen.

4.2.3 PersonalrisikenMittelständische Unternehmen sind in verstärktem Maße von dem Leistungsvermögen ihrer Mitarbeiter abhängig. Dieser Abhängigkeit wird durch eine Aufgabenverteilung auf verschiedene Ressorts und eine ständige Überwachung Rechnung getragen.

4.2.4 Informationstechnische RisikenInformationstechnische Risiken liegen insbesondere in einem potenziellen Ausfall einzelner Systeme. Diesem Risiko begegnen wir dadurch, dass unsere verschiedenen Systeme bei unterschiedlichen Dienstleistern verteilt betreut werden.

4.2.5 Finanzwirtschaftliche RisikenDas Forderungsausfallrisiko wird durch eine bestehende Kreditversicherung ausreichend gedeckt. Durch die mit Rangrücktritt versehenen Gesellschafterdarlehen sind finanzwirtschaftliche Risiken gering zu beurteilen. Besondere Finanzinstrumente wurden im Berichtsjahr nicht genutzt, so dass hieraus keine Risiken entstehen können.

4.3 Chancenbericht

Unternehmerische Chancen werden durch die Geschäftsführung und die Gesellschaftergremien in regelmäßigen Strategieworkshops identifiziert und bewertet. Im Planungsprozess werden diese dann entsprechend aufgenommen.

Akquisitionschancen werden mit unseren Servicepartnern regelmäßig ausgelotet und vertrieblich bearbeitet. Notwendige Entwicklungen unserer EDV-Systeme werden in den Entwicklungsplan aufgenommen.

Im quantitativen und qualitativen Wachstum unseres Servicepartnernetzes sehen wir die Chance, unsere Marktabdeckung zu vergrößern. Weitere Segmente wie Flottenmanagement und Auto-Service werden das Dienstleistungsangebot zum Reifenservice ergänzend erweitern.

Bei der Bewertung von Chancen und Risiken wird ein ausgewogenes Verhältnis angestrebt.

 

Dieburg, 14. März 2022

gez. Karl-Heinz Kuhfuss, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen 423.255,00 677.787,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 388.138,00 637.942,00
II. Sachanlagen 7.617,00 12.345,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.617,00 12.345,00
III. Finanzanlagen 27.500,00 27.500,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 27.500,00 27.500,00
B. Umlaufvermögen 5.954.300,19 8.887.232,87
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.100.350,20 7.159.429,80
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 853.949,99 1.727.803,07
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 425,75
Bilanzsumme, Summe Aktiva 6.377.555,19 9.565.445,62

Passiva

   
31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Eigenkapital 37.500,00 37.500,00
I. Kapitalanteile der Kommanditisten 37.500,00 37.500,00
B. Rückstellungen 767.288,18 621.647,47
1. Steuerrückstellungen 4.709,00 2.276,00
2. sonstige Rückstellungen 762.579,18 619.371,47
C. Verbindlichkeiten 5.572.767,01 8.906.298,15
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.865.071,43 5.040.288,42
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.865.071,43 5.040.288,42
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 477.528,31 405.825,94
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 477.528,31 405.825,94
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.912,50 2.937,50
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 5.912,50 2.937,50
4. sonstige Verbindlichkeiten 2.224.254,77 3.457.246,29
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.224.254,77 3.457.246,29
Bilanzsumme, Summe Passiva 6.377.555,19 9.565.445,62

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1. Rohergebnis 2.240.190,79 2.167.177,09
2. Personalaufwand 1.003.624,79 957.484,89
a) Löhne und Gehälter 857.246,43 813.342,23
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 146.378,36 144.142,66
davon für Altersversorgung 771,72 771,72
3. Abschreibungen 261.556,49 216.820,38
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs 261.556,49 216.820,38
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 894.592,06 907.684,65
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 65,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 14.312,06 15.181,80
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 9.401,00 7.252,20
8. Ergebnis nach Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 56.704,39 62.818,17
9. sonstige Steuern 906,00 909,00
10. Jahresüberschuss 55.798,39 61.909,17

Ergebnisverwendung

1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
10. Jahresüberschuss 55.798,39 61.909,17
11. Gutschrift auf Gesellschafterdarlehenskonten 55.798,39 61.909,17
12. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 0,00 0,00

Anhang

Für die Offenlegung wurden die Erleichterungen des § 327 HGB in Anspruch genommen.

I. Allgemeine Angaben

Bei der Servicequadrat GmbH & Co. KG handelt es sich um eine mittelgroße Personenhandelsgesellschaft im Sinne des § 264a i. V. m. § 267 Abs. 2 des Handelsgesetzbuches (HGB). Die Servicequadrat GmbH & Co. KG hat Ihren Sitz in Dieburg und ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Darmstadt unter HRA 83866 eingetragen. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird auf Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten.

Erworbenes immaterielles Anlagevermögen und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Die Abschreibung im Zugangs- und Abgangsjahr erfolgt zeitanteilig. Die entgeltlich erworbene Software wird modulweise über 5 Jahre abgeschrieben. Grundlage der Nutzungsdauerschätzungen sind im Übrigen die Untergrenzen gemäß den Abschreibungstabellen der Finanzverwaltung. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen wurden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Anlagevermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis 250,00 € [im Einzelfall] werden im Jahr des Zugangs direkt als Aufwand erfasst. Für einzeln nutzbare Vermögensgegenstände im Anschaffungswert zwischen 250,00 € und 1.000,00 € wird ein Jahressammelposten gebildet. Dieser wird im Geschäftsjahr der Bildung und den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel abgeschrieben und dann in Abgang gebracht.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Wertberichtigungen waren nicht erforderlich.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zu Nennwerten abzüglich ausreichender Einzel- und Pauschalwertberichtigungen angesetzt. Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihren Nennwerten und die Verbindlichkeiten mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in angemessener Höhe. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Zum Jahresende 2021 lag dem Geschäftsführer die Kündigung eines Kommanditisten mit Wirkung zum 31.12.2022 vor. Dennoch gehen wir von einer planmäßigen Fortführung des Geschäftsbetriebes aus; für das Geschäftsjahr 2022 sind keinerlei Auswirkungen zu erwarten. Der verbleibende Gesellschafter hat bis zum 31. März 2022 die Möglichkeit der Anschlusskündigung. Diese Anschlusskündigung wurde bisher nicht ausgesprochen. Die Anschlusskündigung des verbleibenden Gesellschafters würde die Liquidation der Gesellschaft zum 31.12.2022 auslösen, weshalb zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Anhangs eine wesentliche Unsicherheit in Bezug auf die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft über den 31.12.2022 hinaus besteht (bestandsgefährdendes Risiko).

II. Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Entwicklung des Anlagevermögens und die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind im beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen die Beteiligung als alleinige Gesellschafterin der Servicequadrat Verwaltungs- GmbH, Dieburg.

Die bilanzierten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gehören mit zu den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

III. Nachtragsbericht

Die Auswirkungen der kriegerischen Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine sind derzeit noch nicht absehbar. Unter der Annahme, dass keine grundlegende Verschärfung der Gesamtsituation eintritt, sollte sich der Geschäftsverlauf der Servicequadrat im Jahr 2022 ähnlich zufriedenstellend zeigen wie 2021.

IV. Sonstige Angaben

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl belief sich im Geschäftsjahr 2021 auf 16,75 (Vorjahr: 17,75) Angestellte.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aufgrund von Pkw-Leasingverträgen mit einer Restlaufzeit von 18 Monaten mit einer Gesamtverpflichtung in Höhe von 11,2 T€. Die Leasingverträge dienen der Liquiditätsschonung und sind so gestaltet, dass das wirtschaftliche Eigentum beim Leasinggeber verbleibt.

Es bestehen jährliche Verpflichtungen aus Mietverträgen für Büroräume und Parkflächen in Höhe von 31,9 T€. Für die Nutzung von webbasierten Softwareanwendungen bestehen zudem jährliche Verpflichtungen aus Nutzungsgebühren in Höhe von 12 T€. Diese Verträge sind jährlich kündbar, sodass die Angabe von Verpflichtungen von mehr als einem Jahr entfällt.

Persönlich haftende Gesellschafterin (Komplementärin) der Servicequadrat GmbH & Co. KG ist die Servicequadrat Verwaltungs- GmbH, Dieburg. Das gezeichnete Kapital der Komplementärin beträgt 25,0 T€. Alle Geschäftsanteile werden von der Servicequadrat GmbH & Co. KG gehalten. Die Komplementärin weist in ihrem letzten vorliegenden Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 einen Jahresüberschuss von 0,91 T€ und ein Eigenkapital von 33,5 T€ aus.

Die Geschäftsführung wird durch die Komplementärin Servicequadrat Verwaltungs- GmbH, Dieburg, ausgeübt. Zum Geschäftsführer der Servicequadrat Verwaltungs- GmbH war im Berichtsjahr bis heute Herr Karl-Heinz Kuhfuss, Gernsheim, bestellt.

 

Dieburg, den 14. März 2022

gez. Karl-Heinz Kuhfuss, Geschäftsführer der Servicequadrat Verwaltungs- GmbH

Anlagespiegel

Historische Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 01.01.2021
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
Stand am 31.12.2021
A. Anlagevermögen          
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
  2.856.040,34 6.160,00 0,00 0,00 2.862.200,34
II. Sachanlagen          
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 196.728,41 864,49 0,00 0,00 197.592,90
III. Finanzanlagen          
Anteile an verbundenen Unternehmen 27.500,00 0,00 0,00 0,00 27.500,00
  3.080.268,75 7.024,49 0,00 0,00 3.087.293,24
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Stand am 01.01.2021
Abschreibungen Geschäftsjahr
Abschreibungen auf Abgänge
Stand am 31.12.2021
Stand am 31.12.2021
Stand am 31.12.2020
A. Anlagevermögen            
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
  2.218.098,34 255.964,00 0,00 2.474.062,34 388.138,00 637.942,00
II. Sachanlagen            
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 184.383,41 5.592,49 0,00 189.975,90 7.617,00 12.345,00
III. Finanzanlagen            
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 27.500,00 27.500,00
  2.402.481,75 216.854,49 0,00 2.619.336,24 467.957,00 677.787,00

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 26.04.2022 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Der vorstehende, zur Offenlefung bestimmte Jahresabschluss ist nach § 327 HGB verkürzt.

Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Servicequadrat GmbH & Co. KG, Dieburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Servicequadrat GmbH & Co. KG, Dieburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Servicequadrat GmbH & Co. KG, Dieburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf Angabe I im Anhang sowie die Angaben in Abschnitten 4.1 und 4.2 des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass einer der Kommanditisten die Kündigung des Gesellschaftsverhältnisses zum 31. Dezember 2022 ausgesprochen und der verbleibende Kommanditist die Möglichkeit einer Anschlusskündigung hat, welche die Liquidation der Gesellschaft zur Folge hätte. Wie in Angabe I und Abschnitten 4.1 und 4.2 dargelegt, deuten dieses Ereignis und diese Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Gummersbach, den 14. März 2022

dhpg Dr. Harzem & Partner mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Stamm, Wirtschaftsprüfer

gez. Bernhardt, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

31 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.