Bauvira GmbH
Selbe AdresseIngenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und Verkehrsanlagen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andreas Tempelmann seit 2.12.2009 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 33.33% | |
| 33.33% |
| Name | Anteil |
|---|---|
Ulrike und Hubert Tempelmann-Stiftung | 33.33% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Valentino Kaffee GmbHDorstenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022Valentino Kaffee GmbH, DorstenA. Grundlagen des Konzerns I. Geschäftsmodell des Konzerns Der Konzern fokussiert sich auf die Herstellung und den Vertrieb eigener wie fremder Markenprodukte im Röstkaffeebereich. Durch die permanente Optimierung der Produktionsressourcen sowie durch die Einführung von konsumentenrelevanten Verbesserungen stabilisieren wir unsere Marktposition in einem kompetitiven Wettbewerbsumfeld. Die Produktionsmengen veränderten sich gegenüber dem Vorjahr nur unwesentlich. II. Forschung und Entwicklung Der Konzern betreibt keine Forschung im eigentlichen Sinne. B. Wirtschaftsbericht I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Nach zwei vom Covid-Virus geprägten Jahren, konnten um Jahr 2022 zum ersten Mal die Vorsichtsmaßnahmen und die Regelungen zur Verhinderung weiterer Ausbreitung des Virus zurückgefahren werden. Dafür schockierte der Ende Februar 2022 begonnene Überfall Russlands auf die Ukraine die Weltgemeinschaft und sorgte in fast allen Bereichen für dramatische Veränderungen. Der Anfang des Jahres 2022 gedrosselte und dann im Sommer schließlich komplett gestoppte Import von russischem Erdgas sorgte für extreme Turbulenzen am Energiemarkt. Die dadurch ausgelöste "Gasmangellage" (Alarmstufe des Notfallplans) trieb die Preise für Erdgas im Jahr 2022 in bislang ungeahnte Höhen. Parallel dazu entwickelte sich - u.a. getrieben durch die Erdgasverstromung - der Strompreis und trieb auch diesen in die Höhe. Dieser Energiepreisschock veränderte schlagartig das Geschäftsklima in Deutschland. Auch wenn die aktuelle Geschäftslage sich nur geringfügig veränderte, sanken die Geschäftserwartungen innerhalb von einem Monat um 14%-Punkte. Nur der Lockdown 2020 hatte damals die Erwartungen noch schneller sinken lassen. Doch anders als beim Lockdown 2020 stiegen die Erwartungen im Laufe des Jahres 2022 erstmal nicht, sondern sanken bis Oktober 2022 Monat für Monat. Erst die Hoffnung auf ein Weihnachtsgeschäft sorgt Ende 2022 für eine bessere Stimmung in der deutschen Wirtschaft. Schaut man auf den Lebensmitteleinzelhandel (LEH), so hat sich dort das Umfeld in 2022 weiter verändert. Getrieben von den o.a. hohen Energiepreisen und den durch den Ukraine Krieg verletzlichen Lieferketten stiegen die Rohstoffpreise 2022 stark an. Die dadurch deutlich gestiegene Inflationsrate veränderte auch das Einkaufsverhalten in Deutschland. Während der Pandemie konnten die LEH Vollsortimenter deutliche Umsatzzuwächse verzeichnen, so waren es nun die Discounter die 2022 deutlich zulegen konnten. Das Heißgetränkesegment im LEH konnte umsatzmäßig im Jahr 2022 deutlich zulegen, wobei die Umsatzsteigerung allein auf die gestiegenen Rohkaffeepreise (und damit auch gestiegenen Röstkaffeepreise) zurückzuführen ist. Mengenmäßig verschob sich ein Teil des Kaffeekonsums nach den Pandemielockerungen wieder vom "zu Hause Konsum" in den "außer Haus Konsum", der um 45% ggü. 2021 zulegen konnte. II. Geschäftsverlauf und Lage 1. Allgemein Obwohl die Kaffeebörsen New York und London Ende 2021 auf ungewöhnlich hohem Niveau geschlossen haben, stiegen die Notierungen im Laufe des Jahres 2022 weiter an. Im August 2022 wurden neue Rekordnotierungen für Arabica erreicht und mit 5,29 €/kg die 5 € Marke deutlich übertroffen. Ab Anfang Oktober 2023 setze jedoch ein dramatischer Preisrutsch ein und die Börsennotierung sanken innerhalb von 5 Wochen um über 35%. Die Börse in London bewegte sich nach der Verdopplung des Preises im Jahr 2021 im Jahr 2022 deutlich weniger stark und eher seitwärts. Nach Ende der strengen Corona Schutzmaßnahmen kam es wie zu erwarten im Jahr 2022 zu einem Erholungseffekt im Außer-Haus Geschäft. Ein deutliches Wachstum (+45%) im außer Haus Geschäft gegenüber einem leichten Absatzrückgang im zu Hause Konsum (-5%). Der große, seit Jahren anhaltende Trend "weg vom Filterkaffee, hin zum Vollautomaten" setzte sich auch 2022 fort. Ganze Bohne konnte auch 2022 zulegen und gemahlener Kaffee verlor weiter Marktanteile und Menge. Besonders schwach entwickelten sich die Einzelportionen. Sowohl Kaffeepads als auch Kapseln verloren über 10% gegenüber dem Vorjahr. 2. Ertragslage Die Auftragslage des Konzerns ist weiterhin gut. Der Konzern ist als Lieferant des Lebensmitteleinzelhandels in Deutschland gut positioniert und partizipiert auch weiterhin am Wachstum der großen Handelsketten. Die Umsatzerlöse des Konzerns wuchsen aufgrund deutlich gestiegener Rohkaffeepreise im Jahr 2022 um über 30%. Die Produktionsmengen veränderten sich gegenüber dem Vorjahr nur unwesentlich. Die Ertragslage ist weiterhin positiv, wobei auch hier weiterhin ein sehr starker Druck auf den Margen besteht. Die sehr schnell und dramatisch gestiegenen Rohkaffeepreise sowie die deutlich gestiegenen Einkaufspreise aller anderen Materialien, drückten stark auf das Ergebnis. Die Weitergabe der gestiegenen Kosten an die Kunden erwies sich als sehr schwierig. Das Gesamtergebnis reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr deutlich. Die Anzahl der Beschäftigten betrug zum Jahresende 148 Mitarbeitende. 3. Finanzlage a. Kapitalstruktur Die Finanzlage des Konzerns ist stabil und kann weiterhin als gut bezeichnet werden. Die Bilanzsumme i.H.v. 60 Mio. € stieg wie erwartet gegenüber dem Vorjahr (55,6 Mio. €) hauptsächlich aufgrund der höheren Kaffeepreise sowie der gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Auf der Passivseite stiegen die Verbindlichkeiten gegenüber den Kreditinstituten deutlich. Dadurch erhöhte sich die Fremdkapitalquote gegenüber dem Vorjahr und die Eigenkapitalquote beträgt 23%. Wie in der Vergangenheit finanziert sich der Konzern überwiegend durch kurzfristige Kredite bei Banken. Der Konzern ist ausreichend finanziert und gut aufgestellt. b. Investitionen Die geplante Automatisierung mithilfe eines neuen Palettiersystems wurde planmäßig im Sommer 2022 installiert und in Betrieb genommen. Die Gasmangellage erforderte Umbaumaßnahmen und Investitionen, um bei einem kurzfristig eintretenden Gaslieferstopp auch weiterhin produktionsfähig zu bleiben. c. Liquidität Die Liquidität des Konzerns ist gesichert und stabil. Der Konzern verfügt über eine ausreichende Liquidität, um für die aktuellen Schwankungen des Geschäftes gewappnet zu sein. 4. Vermögenslage Die Vermögenslage des Konzerns ist stabil. Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr um ca. 7,6% gestiegen. Der Anteil der Sachanlagen an der Bilanzsumme ist mit 27 % gegenüber dem Vorjahr aufgrund hoher Abschreibungen gesunken. Die Finanzierung des Sachanlagevermögens erfolgt durch Eigenkapital und durch langfristige Verbindlichkeiten. III. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Die Geschäftsentwicklung wird hauptsächlich so gesteuert, dass eine langfristige Partnerschaft mit unseren Kunden entsteht, um ertragreiche Produkte und Konzepte mit unseren Kunden umzusetzen. Dabei steht mehr die positive Mengenentwicklung als der Umsatz im Vordergrund. Die Kundenstruktur des Unternehmens hat sich nicht wesentlich verändert.Eine positive Entwicklung gibt es auch bei den Mitarbeitenden. Die "durchschnittliche Beschäftigungsdauer" als Indikator für die Erfahrung und das "know-how" der Belegschaft ist im vergangenen Jahr deutlich angestiegen. C. Prognosebericht Die Hausse des Jahres 2022 scheint ihren Höhepunkt erreicht zu haben. Nach dem deutlichen Preisrückgang Ende 2022 und einem kurzen weiteren Rückgang der Börsennotierungen im Januar 2023, stiegen die Preise wieder etwas und pendeln nun in einem Korridor zwischen 3,40 und 4,15 €/kg Rohkaffee. Für 2023 erwarten wir stark schwankende Preise in diesem Korridor. Seit dem Höhepunkt der Energiekrise und den Rekordnotierungen im August 2022, sinken die Preise für Gas und Strom deutlich. Das aktuelle Energiepreisniveau hat in etwas das Niveau von 2021 erreicht, welches sich allerdings immer noch deutlich über dem Niveau der Jahres 2020 befindet. Die sonstigen Einkaufpreise sind aktuell weiterhin sehr hoch und Preisreduzierungen lassen sich nur sehr schwer erzielen. Eine Umsatzprognose ist aufgrund der starken Abhängigkeit des Umsatzes von den Rohkaffeenotierungen nicht möglich, stattdessen fokussieren wir uns auf die Mengenentwicklung. Auf der Absatzseite rechnen wir nach einem sehr turbulenten Jahr mit signifikanten Preissteigerungen für das Jahr 2023 mit einer eher schwierigen Geschäftsentwicklung. Insbesondere die hohe Inflationsrate könnte zu einer gewissen Verbraucherzurückhaltung und sinkenden Absätzen führen. D. Chancen- und Risikobericht I. Risikobericht Die Branchenentwicklung wird weiterhin als stabil angenommen, wobei die hohe Inflationsrate verbunden mit den hohen Kaffeepreisen ein Mengenrisiko darstellen könnte. Bislang zeigt das Konsumverhalten der Verbraucher keine nennenswerten Veränderungen, die einen Einfluss auf den Konzern haben. Der steigende Einkauf der Verbraucher beim Discount anstatt beim LEH ist aber ein Zeichen für die Preissensibilität und die Wechselbereitschaft der Kunden. Der Beschaffungsmarkt zeigt aus unserer Sicht keine außergewöhnlichen Risiken. Ein mögliches Risiko aus Warentermingeschäften wird durch entsprechende Parallelgeschäfte mit den Kunden ausgeglichen. Ein nennenswertes Wechselkursrisiko wird nicht gesehen. Weiterhin bestehend sind die Schwierigkeiten in Lieferketten, die sich nur sehr langsam aufzulösen scheinen. Mit Preissteigerungen für Packmaterialien und Maschinen ist nicht zu rechnen. Allerdings sind Preissenkungen im Einkauf auch nur sehr schleppend umzusetzen. Die Kaffeenotierungen verbleiben auch im ersten Halbjahr 2023 auf einem hohen Niveau. Robusta Notierungen haben neue Höchststände erreicht und die Arbitrage zwischen Arabica und Robusta reduziert sich wieder. Rechtsstreitigkeiten sind nicht anhängig. Sonstige wesentliche Risiken sind nicht bekannt. Wesentliche Risiken, die sich aus der Verwendung von Finanzinstrumenten ergeben könnten, werden nicht gesehen. Zu den im Konzern bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten. Ziel unseres Finanz- und Risikomanagements ist die Absicherung des Konzerns gegen finanzielle Risiken jeglicher Art, wobei wir eine konservative Risikopolitik verfolgen. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird unser Liquiditätsbedarf laufend überwacht und jeweils aktueller Änderungsbedarf zeitnah festgestellt. Dies dient als Basis für die Geldmitteldisposition. Seit Oktober 2022 erhöht die EZB als Folge der steigenden Inflationsrate den Leitzins. In 8 aufeinander folgenden Sitzungen hat die EZB den Leitzins auf nun 4,0 % erhöht. Dadurch sind die Zinskosten für die Kreditaufnahme deutlich gestiegen. II. Chancenbericht Chancen bieten sich für den Konzern sowohl im Segment der Einzelportionen, als auch durch die weiterhin wachsenden Marktanteile des Ganze-Bohne Segments am Gesamtkaffeemarkt. In beiden Wachstumsfeldern ist der Konzern gut aufgestellt. Die Investitionen bieten dem Konzern auch im Jahr 2023 weitere Möglichkeiten, am Gesamtmarkt positiv zu partizipieren. Es wird erwartet, dass die weiteren Investitionen in die Automatisierung im Jahr 2023 erste Erfolge zeigen und diese dem Konzern ermöglichen, weitere Kundenkreise zu bedienen und das Wachstum fortzusetzen.
Dorsten, den 23. August 2023 Valentino Kaffee GmbH gez. Andreas Tempelmann gez. Geschäftsführung KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022DorstenAKTIVA
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022Valentino Kaffee GmbH, DorstenI. Abgrenzung des Konsolidierungskreises und Konsolidierungsmethoden Die Valentino Kaffee GmbH mit Sitz in Dorsten ist im Handelsregister des Amtsgerichts Gelsenkirchen unter der Registernummer HRB 8597 eingetragen. Sie ist Mutterunternehmen eines Konzerns im Sinne von § 290 HGB. Die Gesellschaft war zum 1. Januar 2010 erstmals konzernrechnungslegungspflichtig gemäß § 290 HGB. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses wurden sämtliche Vorschriften des Handelsgesetzbuches beachtet. Der vorliegende Konzernabschluss der Valentino Kaffee GmbH wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht. 1. Abgrenzung des Konsolidierungskreises und Konzernabschlussstichtag Die Valentino Kaffee GmbH hält 100 % der Anteile an der Kaffeerösterei Hubert Tempelmann GmbH & Co. KG mit Sitz in Dorsten. Diese wird als konsolidierungspflichtiges Tochterunternehmen in den Konzern einbezogen. Darüber hinaus wird die Hubert Tempelmann Verwaltungs GmbH mit Sitz in Dorsten konsolidiert. Die Valentino Kaffee GmbH hat ohne Beteiligung am Kapital mittelbar über ihre Gesellschafter die Möglichkeit, die Geschäfts- und Finanzpolitik der Komplementärgesellschaft der Kaffeerösterei Hubert Tempelmann GmbH & Co. KG zu beherrschen. Der Konzernabschluss wird auf den Stichtag des Jahresabschlusses der Valentino Kaffee GmbH aufgestellt. Dies ist auch der Jahresabschlussstichtag der Kaffeerösterei Hubert Tempelmann GmbH & Co. KG und der Hubert Tempelmann Verwaltungs GmbH. 2. Konsolidierungsmethoden Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach den Grundsätzen der Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten der Beteiligung mit dem anteiligen Eigenkapital des konsolidierten Tochterunternehmens zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung. Das Eigenkapital wurde mit dem Betrag angesetzt, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten entspricht, der diesen an dem für die Verrechnung maßgeblichen Zeitpunkt beizulegen ist (§ 301 Abs. 1 S. 2 HGB). Soweit sich ein aktiver Unterschiedsbetrag ergab, wurde dieser, soweit möglich, stillen Reserven bzw. stillen Lasten in den bilanzierten Vermögensgegenständen aus den Einzelabschlüssen zugeordnet. Der darüber hinausgehende Betrag in Höhe von 1.987.043,97 € wurde als Geschäfts- oder Firmenwert unter den immateriellen Vermögensgegenständen aktiviert. Es handelt sich ausschließlich um einen Geschäfts- oder Firmenwert, der über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben wurde. Soweit die Valentino Kaffee GmbH keine Beteiligung an konsolidierten Unternehmen hält, wurde in Höhe des gesamten Vermögens ein Ausgleichsposten für "nicht beherrschende Anteile" im Eigenkapital gebildet. Bei der Schuldenkonsolidierung werden die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Unternehmen aufgerechnet. Im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung werden Erlöse und Erträge aus Geschäftsvorfällen zwischen den einbezogenen Unternehmen mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet. Sachverhalte, die zu einer Zwischenergebniseliminierung führen, liegen nicht vor. II. Erläuterungsbericht 1. Gliederung und Ausweis Die Gliederung der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach den §§ 266, 268, 275 und 277 i. V. m. § 298 HGB. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. 2. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend degressiv, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, im Fall abnutzbarer Sachanlagen vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen bewertet. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen auch Nebenkosten und nachträgliche Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Anschaffungs- oder Herstellungspreisminderungen werden abgesetzt. Auf Sachanlagen werden planmäßige degressive Abschreibungen vorgenommen. Dabei kommt grundsätzlich die degressive Abschreibungsmethode in Höhe von maximal 30 %, begrenzt auf das Dreifache einer linearen Abschreibung, zum Ansatz. Gebäude werden linear abgeschrieben. Die Abschreibungen der im Geschäftsjahr 2018 angeschafften Röstanlagebestandteile werden leistungsorientiert vorgenommen. Hierbei wird die tatsächliche Leistungsmenge eines Geschäftsjahres zur Gesamtleistung ins Verhältnis gesetzt. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände dauerhaft Ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Sofern die lineare Abschreibung zu höheren Beträgen als die degressive Abschreibung führt, wird ein Wechsel von der degressiven zu der linearen Abschreibung vorgenommen. Die Abschreibungen geringwertiger Vermögensgegenstände werden aus Wesentlich- und Wirtschaftlichkeitsgründen unter Berücksichtigung steuerlich zulässiger Vereinfachungsvorschriften vorgenommen. Abgänge werden zu Anschaffungskosten, gemindert um die aufgelaufenen Abschreibungen zum Zeitpunkt ihres Ausscheidens, ausgebucht. Geleistete Anzahlungen auf das Anlagevermögen und Anlagen im Bau werden mit ihren Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt. Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Anwendung der Durchschnittswertermittlungsmethode und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips. Die Herstellungskosten umfassen die Einzelkosten für Lohn und Material und unternehmensspezifische Gemeinkostenzuschläge für Material und Fertigung. Der Ansatz von Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erfolgt zu Nennwerten unter Abzug gebotener Wertberichtigungen; für das allgemeine Kreditrisiko bestehen pauschale Abschläge. Die flüssigen Mittel sind zu Nennwerten bilanziert. Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind im Voraus gezahlte Ausgaben abgegrenzt, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Bei der Bildung der Rückstellungen wurde den erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen angemessen Rechnung getragen. Sie sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet und ihrer Höhe nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bemessen. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung von der Deutschen Bundesbank ermittelt und veröffentlicht wird, abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gemäß § 274 und § 306 HGB. Die bestehenden Differenzen beziehen sich auf die Vermögensgegenstände der Kaffeerösterei Hubert Tempelmann GmbH & Co. KG und wirken sich auf die von dieser zu tragenden Gewerbesteuer, wegen der steuerlichen Transparenz der Personengesellschaft zugleich aber auch auf die Körperschaftsteuer und den Solidaritätszuschlag der Muttergesellschaft aus. Zum 31.12.2022 ergaben sich folgende Differenzen:
Bei einem Gewerbesteuersatz von 17,85 %, der die unterschiedlichen Hebesätze der Gemeinden Dorsten (495 %) und Marl (530 %) berücksichtigt, sowie 15 % Körperschaftsteuer und 5,5 % Solidaritätszuschlag ergibt sich ein Konzernsteuersatz von 33,68 % und eine passive latente Steuer von 182.067,05 € (Vorjahr: 215.593,14 €). III. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Das Konzernanlagengitter ist dem Anhang als Anlage beigefügt. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Sie beinhalten im Folgejahr abzugsfähige Vorsteuer in Höhe von 108.730,63 € (Vorjahr 84.762,11 €). Im Konzernbilanzgewinn ist zum 31. Dezember 2021 ein Gewinnvortrag von 13.660.866,73 € enthalten. Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen gebildet für: Vergütungsverpflichtungen gegenüber Kunden Personalkosten (u.a. Sonderzahlungen, Urlaubsverpflichtungen) Jahresabschluss- und Betriebsprüfungskosten Verpflichtungen aus Retouren und Gewährleistungen Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gehen aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel hervor:
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 3.135.500,00 € durch ein Grundpfandrecht und 2.389.396,66 € durch Sicherungsübereignung bzw. Mietkauf von Maschinen besichert. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 1.795.123,46 € (Vorjahr: 1.417.276,59 €). Die wesentlichen Umsatzerlöse wurden im Inland erwirtschaftet. IV. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Im Jahre 2022 waren durchschnittlich beschäftigt:
Gesamthonorar des Abschlussprüfers Für die im Geschäftsjahr 2023 erbrachten Dienstleistungen des Abschlussprüfers wird ein Honorar in Höhe von T€ 20 erwartet. Das berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das abgeschlossene Geschäftsjahr 2022 umfasst das Honorar für die Einzel- und Konzernabschlussprüfung. Sonstige finanzielle Verpflichtung Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen ausschließlich innerhalb des laufenden operativen Geschäftsbetriebs. Mehrjährige Verpflichtungen führen voraussichtlich zu keinen höheren finanziellen Belastungen, wie sie auch bei Fortführung des Unternehmens aus laufenden Leistungsbezügen notwendig würden. Es bestehen somit keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage der Gesellschaft von wesentlicher Bedeutung sind. Inanspruchnahme von § 264b HGB Die vollständig in den Konzernabschluss einbezogene Tochtergesellschaft Kaffeerösterei Hubert Tempelmann GmbH & Co. KG macht für das Geschäftsjahr 2022 in Teilen von der Befreiungsvorschrift des § 264b HGB Gebrauch. Angaben zu den Gesellschaftsorganen Die Gesellschaft macht von der Schutzklausel des § 314 Abs. 3 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. Ergebnisverwendungsvorschlag des Mutterunternehmens (§ 314 Nr. 26 HGB)Die Valentino Kaffee GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2022 eine Jahresüberschuss in Höhe von EUR 244.057,18. Es erfolgte bereits eine Vorabsausschüttung in Höhe von EUR 290.000,00. Die Geschäftsführung schlägt daher wie bilanziert vor, den Differenzbetrag in Höhe von EUR 45.942,82 mit den Gewinnrücklagen zu verrechnen.
Dorsten, den 28. April 2023/14. August 2023 Valentino Kaffee GmbH gez. Andreas Tempelmann gez. Andreas Tempelmann
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022Valentino Kaffee GmbH, Dorsten
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Valentino Kaffee GmbH, Dorsten Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Valentino Kaffee GmbH, Dorsten, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Valentino Kaffee GmbH, Dorsten, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Recklinghausen, 20. September 2023 TC
Treuhand GmbH
Edwin Haverkamp, Wirtschaftsprüfer Phil Feldmann, Wirtschaftsprüfer Der Konzernabschluss wurde am 17.10.2023 gebilligt. |
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