Nitsche Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Kai Henrik Caron seit 4.11.2025 | Prokura |
Michael Wetzels seit 20.11.2019 | Geschäftsführer |
Matthias Schütz seit 11.10.2018 | Prokura |
Dietmar Weßler seit 16.10.2017 | Prokura |
Daniel Jacobs seit 27.11.2015 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
PAG International Ltd. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Autohaus Nitsche GmbHHeinsbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015Bilanz zum 31. Dezember 2015Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2015
Anhang für das Geschäftsjahr 2015A. VorbemerkungenDer Jahresabschluss der Autohaus Nitsche GmbH, Heinsberg, ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung sind entsprechend den Gliederungsschemata des § 266 und des § 275 HGB erstellt, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung - wie bisher - das Gesamtkostenverfahren zur Anwendung kommt. B. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind mit Ausnahme des Ausweises der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen, des gesonderten Ausweises der Geschäfts- und Vorführwagen sowie der Bewertung der Risiken aus der Rücknahme von Leasingfahrzeugen unverändert. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden im Gegensatz zum Vorjahr gemäß dem Wahlrecht nach § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt. Da die Gesellschaft mit Übernahme der Geschäftsanteile durch die Audi Zentrum Aachen Jacobs Automobile GmbH & Co. KG, Aachen, in die Jacobs-Gruppe eingegliedert wurde, wurde der Ausweis an die einheitliche Darstellung innerhalb der Jacobs-Gruppe angepasst. Der Ausweis in den Vorjahreszahlen wurde entsprechend geändert. Ebenfalls zum Zweck der einheitlichen Darstellung innerhalb der Jacobs-Gruppe wurde für Geschäfts- und Vorführwagen gemäß § 265 Abs. 5 HGB innerhalb des Anlagevermögens ein separater Posten gebildet. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst. Im Rahmen der im Geschäftsjahr abgeschlossenen steuerlichen Außenprüfung der Jahre 2012 bis 2014 wurde die in Analogie zum BMF-Schreiben vom 12. Oktober 2011 bezüglich der Rückkaufoption im Kfz-Handel erfolgte Ermittlung der Verbindlichkeit aus Leasingrückläufern auf Fälle der Selbstvermarktung beschränkt. Die Risiken aus der Rücknahmeverpflichtung sind durch die bestehende Verbindlichkeit unverändert angemessen abgedeckt. Die Anpassung führte im Geschäftsjahr zu einem Ertrag von TEUR 207. Die Verbindlichkeit für die Rücknahmeverpflichtung von Fahrzeugen aus Finanzierungsverträgen wurde vollständig aufgelöst und führte zu einem Ertrag in Höhe von TEUR 362. Anlagevermögen Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen grundsätzlich nach der linearen Methode auf der Basis der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 3 bis 15 Jahren. Die Abschreibungen auf Vorführwagen erfolgen auf der Basis einer Nutzungsdauer von sechs Jahren. Umlaufvermögen Die unter den Waren ausgewiesenen Fahrzeugbestände wurden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Sofern erforderlich, wurden Abschläge auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Bestände an Ersatzteilen und Zubehör sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten aktiviert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit Ausnahme des zum Barwert bewerteten, unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Körperschaftsteuerguthabens grundsätzlich zum Nennwert bewertet. Risikobehaftete und uneinbringliche Forderungen werden einzeln wertberichtigt bzw. abgeschrieben. Das allgemeine Ausfallrisiko wird bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch eine Pauschalwertberichtigung in angemessener Höhe berücksichtigt. Die liquiden Mittel werden mit dem Nominalbetrag angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten Rechnungsabgrenzungsposten sind in der Höhe der auf die Zeit nach dem Bilanzstichtag entfallenden Beträge gebildet. Rückstellungen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Eine Abzinsung erfolgte nicht. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen unverändert nicht. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern Von dem Wahlrecht zum Ansatz des aktiven latenten Steuerüberhangs aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht. C. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Zur Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den beigefügten Anlagenspiegel (Anlage 1 zum Anhang) verwiesen. Umlaufvermögen Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wir im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 6; Vorjahr: TEUR 0) resultieren vollständig aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Eigenkapital Das Stammkapital beträgt TEUR 500 (Vj.: TEUR 146). Die Erhöhung des Stammkapitals erfolgte durch Gesellschafterbeschluss vom 19. März 2015. Die Kapitalerhöhung wurde am 20. April 2015 in das Handelsregister eingetragen. Mit Gesellschafterbeschluss von 8. April 2015 wurden TEUR 1.000 und mit Gesellschafterbeschluss vom 23. Juli 2015 wurden TEUR 692 aus den Gewinnrücklagen ausgeschüttet. Die Gewinnrücklagen haben sich insgesamt wie folgt entwickelt:
Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Resturlaubs- und Überstundenansprüche, Garantie und Gewährleistung und Prüfungs- und Jahresabschlusskosten. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind aus dem beigefügten Verbindlichkeitenspiegel (Anlage 2 zum Anhang) zu entnehmen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind besichert durch Sicherungsübereignung des Bestandes an Lager- und Vorführwagen, des Gebrauchtwagenbestandes und des Bestandes an Ersatz- und Austauschteilen und Zubehör gemäß Raumsicherungsübereignungsvertrag sowie ferner durch Globalzession der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 117; Vorjahr: TEUR 0) betreffen ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten TEUR 30 (Vorjahr: TEUR 0) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter. Für Risiken aus der Rücknahme von Leasingfahrzeugen sind in den sonstigen Verbindlichkeiten TEUR 48 (Vorjahr: TEUR 260) in Analogie zum BMF-Schreiben vom 12. Oktober 2011 bezüglich der Rückkaufoption im Kfz-Handel enthalten. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse Für 326 mit Kunden abgeschlossene Leasingverträge über Fahrzeuge bestehen Rücknahmeverpflichtungen der Gesellschaft für die Fahrzeuge nach Ablauf der Vertragslaufzeiten; die Gesamtverpflichtung zum 31. Dezember 2015 beträgt TEUR 5.815. Daneben bestehen mit 766 Kunden abgeschlossene Finanzierungsverträge mit einer Gesamtverpflichtung in Höhe von TEUR 5.256. Im Fall einer Inanspruchnahme aus Garantiezusagen würden die betreffenden Fahrzeuge in das Eigentum der Unternehmen übergehen, Risiken aus der Verwertung sind auf Basis historischer Erfahrungswerte vernachlässigbar. Die Gesellschaft übt ihre Geschäftstätigkeit in gemieteten Räumlichkeiten aus. Die Gesamtverpflichtungen aus diesen Verträgen beläuft sich auf TEUR 2.200. Die jährlichen Aufwendungen betragen rd. TEUR 240. Daneben bestehen Leasing- und Mietverträge für Betriebs- und Geschäftsausstattung. Das Obligo für die Restlaufzeit der abgeschlossenen Verträge beträgt zum 31. Dezember 2015 TEUR 29. Das Bestellobligo aus zum Bilanzstichtag eingegangenen Fahrzeugkaufverträgen beträgt TEUR 1.179. Das Bestellobligo aus Anlageninvestitionen ist vernachlässigbar. Gegenüber der Volkswagen Bank GmbH, Braunschweig, besteht eine gesamtschuldnerische Haftung der Gesellschaft zusammen mit anderen Unternehmen der Jacobs-Gruppe für die gesamten für diese Unternehmen zum Stichtag bestehenden Bankverbindlichkeiten. Von denen der Gruppe bei diesem Kreditinstitut eingeräumten Kreditlinien in Höhe von Mio. EUR 118,0 waren zum 31. Dezember 2015 Mio. EUR 94,3 in Anspruch genommen (davon die Inanspruchnahme der Gesellschaft betreffend: Mio. EUR 2,7). Mit einer Inanspruchnahme hinsichtlich der gesamtschuldnerischen Haftung für die Kreditlinien wird aufgrund der stabilen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Jacobs-Gruppe und der positiven Erwartungen für die Geschäftsjahre 2016 und 2017 nicht gerechnet. D. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die im Inland erzielten Umsatzerlöse gliedern sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt:
Hierbei ist zu beachten, dass im Anlagevermögen bilanzierte Vorführwagen in der Gewinn- und Verlustrechnung bei der Veräußerung in den Umsatzerlösen und in den Aufwendungen für bezogene Waren gezeigt werden, da solche Transaktionen ihrem Wesen nach ebenfalls dem laufenden, operativen Geschäft zuzuordnen sind. Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen enthalten mit TEUR 581 (Vorjahr: TEUR 5) periodenfremde Erträge, die im Wesentlichen auf die ertragswirksame Ausbuchung von Verbindlichkeiten für Leasing- und Finanzierungsrückläufer mit TEUR 569 entfallen. Ferner sind wie im Vorjahr keine Erträge und Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnung enthalten. E. Sonstige AngabenErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von TEUR 520 auf neue Rechnung vorzutragen. Beschäftigte Mitarbeiterzahl im Jahresdurchschnitt:
Abschlussprüferhonorar Auf die Angabe des Gesamthonorars des Abschlussprüfers nach § 285 Nr. 17 HGB wurde verzichtet, da die Angabe im Konzernabschluss der Jacobs Holding GmbH, Aachen, enthalten ist. Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr die Herren:
Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird in Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da nur zwei Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhalten. Konzernverhältnisse Die Anteile an der Autohaus Nitsche GmbH, Heinsberg, wurden mit Wirkung zum 1. Mai 2015 von der Audizentrum Aachen Jacobs Automobile GmbH & Co. KG, Aachen, erworben. Die Audizentrum Aachen Jacobs Automobile GmbH & Co. KG, Aachen, ist wiederum ein Tochterunternehmen der Jacobs Holding GmbH, Aachen. Die Erstkonsolidierung in den Konzernabschluss der Jacobs Holding GmbH, Aachen, erfolgt ebenfalls zum 1. Mai 2015. Die Gesellschaft ist gemäß § 271 Abs. 2 i. V. m. § 290 HGB ein verbundenes Unternehmen zur Unternehmensgruppe der Penske Automotive Group Inc., Bloomfield Hills, Michigan, USA, und deren unmittelbaren und mittelbaren Tochterunternehmen. Die Penske Automotive Group Inc., Bloomfield Hills, Michigan, USA, erstellt den Konzernabschluss für den größten Kreis der Konzernunternehmen; dieser Konzernabschluss ist beim Sitz der Obergesellschaft hinterlegt und wird bei der amerikanischen Börsenaufsicht (SEC) eingereicht. Die Jacobs Holding GmbH, Aachen, erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Konzernunternehmen, der im Bundesanzeiger veröffentlicht wird.
Heinsberg, 31. Mai 2016 Autohaus Nitsche GmbH Gregor Nitsche, Geschäftsführer Werner Nitsche, Geschäftsführer Daniel Jacobs, Geschäftsführer Jens Werner, Geschäftsführer Lagebericht 2015Inhalt
I. Grundlagen der GesellschaftDie Autohaus Nitsche GmbH ist im Geschäftsjahr 2015 Teil der Jacobs-Unternehmensgruppe/Aachen geworden. Seit 90 Jahren steht der Name Jacobs in der Region Aachen, Düren und Heinsberg für Tradition, Erfahrung und Fortschritt in Sachen Fahrzeug und Fahrzeugtechnik. Die Unternehmen der Jacobs- Gruppe sind vertreten mit insgesamt 20 Autohäusern an 10 Standorten mit den Marken Audi, Volkswagen, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Škoda, Seat, Toyota, Kia und Citroën. Für alle unsere Premium-Marken wurden an den jeweiligen Standorten erstklassige Qualitäts- und Kompetenzzentren geschaffen. Die Autohaus Nitsche GmbH, Heinsberg, - im Folgenden auch Gesellschaft oder GmbH genannt- ist im Geschäftsjahr 2015 Teil der Jacobs-Unternehmensgruppe geworden und im Bereich Handel mit neuen und gebrauchten Automobilen und Ersatzteilen sowie der Erbringung von Reparaturleistungen für Kraftfahrzeuge tätig. Die Gesellschaft hat für die Marken Volkswagen PKW und Nutzfahrzeuge sowie Audi jeweils Händler- und Serviceverträge. Die Geschäftsführung wird von den Herren Gregor Nitsche und Werner Nitsche und seit 15.10.2015 bzw. 27.11.2015 auch von Jens Christian Werner und Daniel Jacobs ausgeübt. II. Wirtschaftsbericht1. Geschäft und Rahmenbedingungen Allgemeine Entwicklung Nach einem Weltwirtschaftswachstum von 2,7 % im Vorjahr lag der Zuwachs im Berichtsjahr mit 2,5 % knapp unter dem Vorjahreswert. Die höchsten Zuwächse konnten trotz rückläufiger Wachstumsraten wiederum in Asien erzielt werden. China erreichte ein Bruttoinlandsprodukt von 6,9 % (Vorjahr: 7,4 %) und blieb damit auch für die deutschen Premium Automarken ein wichtiger Absatzmarkt. In Westeuropa setzte sich das moderate Wachstum mit 1,6 % (Vorjahr: 1,3 %) bei gleichzeitigem Rückgang der Arbeitslosenquote von 10,7 % auf 10,1 % fort. Auf Grund der positiven Lage am Arbeitsmarkt und einer guten Verbraucherstimmung konnte in Deutschland ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von nahezu unverändert 1,5 % (Vorjahr: 1,6 %) erzielt werden. Automobilkonjunktur Der deutsche Automobilmarkt entwickelte sich im Bereich der Neuzulassungen mit einem Zuwachs von 5,6 % positiv und erreichte ein Volumen von insgesamt 3,2 Millionen PKW (Vorjahr: 3,0 Millionen). Hierbei ist eine gestiegene Nachfrage im gewerblichen Bereich zu verzeichnen, während der Privat-Anteil der PKW Neuzulassungen auf 34,2 % (Vorjahr: 36,2 %) nunmehr im sechsten Jahr schrumpfte. Der Anteil von alternativen Antriebsmodellen ist mit 12.363 Elektrofahrzeugen und 33.630 Hybridantrieben nach wie vor gering. Der Hauptanteil liegt weiterhin bei herkömmlichen Antrieben (Benzin 50,3 %, Diesel 48,0 %). Der Gebrauchtwagenmarkt erreichte 2015 mit 7,33 (Vorjahr: 7,07) Millionen Besitzumschreibungen eine Steigerung von 3,4 % (Vorjahr: -0,3 %). Ca. 95 % der PKW wurde dabei von privaten Haltern umgemeldet. Der Anteil der bis zu einem Jahr alten Fahrzeuge betrug ca. 19,6 %. (Alle Angaben laut Kraftfahrtbundesamt) 2. Geschäftsverlauf Aufgrund der guten Entwicklung am Arbeitsmarkt und der positiven Konsumentennachfrage insbesondere im gewerblichen und Großkundenbereich konnte das Wachstum der letzten Jahre fortgesetzt werden. Für das Geschäftsjahr 2015 sind dabei folgende Punkte hervorzuheben:
Insgesamt sind wir mit der Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2015 zufrieden; unsere gesetzten Ziele zur Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage haben wir übertroffen. Im Einzelnen möchten wir auf die nachfolgend dargestellten Sachverhalte hinweisen: 3. Lage a) Ertragslage Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr von TEUR 21.316 auf TEUR 20.862 zurückgegangen (- 2,1 %). Die Betriebsleistung konnte von TEUR 21.416 auf TEUR 21.593 (+0,8 %) insbesondere auf Grund des bereits angesprochenen Sondereffekts gesteigert werden. Die Materialintensität als Verhältnis zwischen den Materialaufwendungen und den Umsatzerlösen beträgt 80,6 % (Vorjahr: 79,7 %). Insgesamt verminderte sich das Rohergebnis von TEUR 4.337 um 6,7 % auf TEUR 4.048. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind auf TEUR 731 (Vorjahr: TEUR 100) gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf die teilweise Auflösung der Verbindlichkeiten für Rückläufer aus Leasing- und Finanzierungsverträgen in Höhe von TEUR 569 zurückzuführen. Der Personalaufwand hat sich im Wesentlichen bedingt durch geringere Rückstellungen für Tantiemezahlungen um TEUR 53 auf insgesamt TEUR 2.584 vermindert. Die Personalintensität ist mit 12,4 % nahezu unverändert. Die übrigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 71 oder 6,2 % gestiegen. Die Steigerung geht im Wesentlichen einher mit den erstmals angefallenen Aufwendungen für Konzerndienstleistungen und Leasing-Investitionen in 2015 gegenüberstehen. Das Finanzergebnis verbesserte sich von TEUR -69 auf TEUR -37 auf Grund des niedrigeren Zinsniveaus. Das Ergebnis vor Steuern beträgt TEUR 754 und liegt damit mit TEUR 401 oder 214 % über dem Vorjahresergebnis. Insgesamt wurde nach Steuern ein Jahresüberschuss von TEUR 520 nach TEUR 242 im Vorjahr erwirtschaftet. b) Finanzlage Das Stammkapital zum 31. Dezember 2015 wurde im Geschäftsjahr um TEUR 354 auf TEUR 500 erhöht. Die Eigenkapitalquote beträgt nach Gewinnausschüttungen an die Altgesellschafter 21,3 % zu 33,2 % im Vorjahr. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt größtenteils über kurzfristiges Fremdkapital. Die liquiden Mittel betrugen am Bilanzstichtag TEUR 229 nach TEUR 279 im Vorjahr. Das kurzfristige Fremdkapital ist unverändert durch das Umlaufvermögen (inkl. Geschäfts- und Vorführwagen) gedeckt. Insgesamt kann die Finanzlage als gut eingeschätzt werden, da die Eigenkapitalausstattung der Gesellschaft ausreichend ist und aus der operativen Geschäftstätigkeit Zahlungsmittelzuflüsse erzielt werden, mit denen notwendige Investitionen finanziert und allen anderen Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachgekommen werden konnte. c) Vermögenslage Die Bilanzsumme verminderte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 682 auf nunmehr TEUR 4.947 (Vorjahr: TEUR 5.629). Die Veränderung resultiert auf der Aktivseite im Wesentlichen aus zurückgeführten Fahrzeugbeständen und geringeren Bonusansprüchen gegenüber den Herstellern. Entsprechend hat sich auf der Passivseite das Eigenkapital durch die Gewinnausschüttungen trotz Erhöhung des Stammkapitals vermindert. Auf der Aktivseite werden 21,2 % (Vorjahr: 16,6 %) Anlage- und 78,8 % (Vorjahr: 83,4 %) Umlaufvermögen ausgewiesen. Der Anteil des Vorratsvermögens am Umlaufvermögen (Vorrätegrad) beträgt 67,2 % (Vorjahr: 60,4 %). Auf der Passivseite beträgt die Eigenkapitalquote auf Grund der oben beschriebenen Gründe 21,3 % (Vorjahr: 33,2 %) und der Anteil der Verbindlichkeiten an den sonstigen Passiva 88,6 % nach 91,1 % im Vorjahr. Insgesamt schätzen wir die allgemeine wirtschaftliche Lage der Gesellschaft als sehr gut ein. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Neben den für uns wesentlichen Steuerungsgrößen Umsatz und Ergebnis vor Steuern gibt es weitere Kennziffern, die für die Steuerung des Unternehmens von Bedeutung sind:
III. NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, haben sich nicht ergeben. IV. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht1. Prognosebericht Neben der persönlichen unternehmerischen Einschätzung stützen wir unsere Prognose für 2016 und 2017 auf Aussagen von Banken und Wirtschafts- und Branchenverbänden. Unter der Prämisse, dass die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland in den kommenden zwei Jahren einen ähnlichen Verlauf wie im abgelaufenen Geschäftsjahr nimmt, d.h. moderates Wachstum, stabiles Zinsniveau, niedrige Inflation, positive Arbeitsmarktsituation mit steigendem Konsumbedarf und verlässliche rechtliche und politische Rahmenbedingungen, gehen wir von einer leichten Steigerung unserer Stückzahlen und Umsätze im Service- und Ersatzteilbereich aus. Die Marke Audi wird 2016 zahlreiche Modelle erneuern und gleichzeitig das Produktportfolio mit besonderem Schwerpunkt auf SUV Modelle erweitern. Hier ist insbesondere die Markteinführung des Q2 zu erwähnen, der insbesondere die jüngere Kundschaft ansprechen soll. Nach der erfolgreichen Markteinführung des Q7 in 2015 folgen in 2016 Q7 e-tron quattro und als Flagschiff der SQ7. Des Weiteren werden die Baureihen A4 und Q5 erneuert. Auf den bereits in 2015 neu eingeführten A4 werden der A4 allroad quattro und der S4 als Limousine und Avant folgen. Auch die Marke Volkswagen wird im kommenden Geschäftsjahr ihre Modelloffensive fortsetzen, die Angebotspalette modernisieren und um attraktive neue Modelle erweitern. Zusätzlich wird das Produktportfolio um Fahrzeuge mit alternativen Antriebssystemen bestehend aus Gas- und Elektrovarianten erweitert. In 2016 wird die Markteinführung des erfolgreichen SUV Modells Tiguan erfolgen. Produktaufwertungen sind für Beetle, up! und Golf Cabrio vorgesehen. Die Beetle Familie wird durch den Beetle Dune erweitert. Durch kontinuierliche Verbesserung unserer internen Prozesse und deren genaue Beobachtung werden wir in der Lage sein, Profitabilität und Rentabilität (vor Sonderfaktoren) erneut leicht steigern zu können. Das geplante Jahresergebnis vor Steuern beträgt TEUR 366 bei einer Umsatzrendite vor Ertragsteuern von 1,7 %. Insofern erwarten wir für 2016 ebenfalls eine positive Ergebnisentwicklung. Nach der erfreulichen Entwicklung der Kundenzufriedenheit im Berichtsjahr gehen wir auch für 2016 davon aus, dass eine hohe bis sehr hohe Kundenzufriedenheit erreicht werden wird. 2. Risikobericht Die Geschäftsführung beobachtet die Marktentwicklung laufend und stimmt die Geschäftsstrategie auf kurzfristige Erfordernisse ab. Ferner nimmt sie die Analyse und Bewertung von Risiken sowie die Abstimmung von Maßnahmen zwischen den Einzelgesellschaften vor. Das Risikomanagementsystem basiert auf einem permanenten Berichtswesen aller operativen Gesellschaften an die Geschäftsführer der GmbH. Dadurch können potenzielle Risiken früh erkannt und entsprechende Maßnahmen und Kontrollen entwickelt werden. Nachdem am 18. September 2015 die US-amerikanische Umweltbehörde die Öffentlichkeit über Unregelmäßigkeiten bei Abgastests an VW Dieselmotoren informierte, teilte der Volkswagen Konzern am 22. September 2015 mit, dass Fahrzeuge mit Dieselmotoren vom Typ EA 189 mit insgesamt weltweit 11 Millionen Fahrzeugen betroffen seien. Das Risiko aus diesem Skandal ist zum Berichtszeitpunkt noch nicht absehbar. Das Management der Gesellschaft hat jedoch Vorsorge in alle Richtungen getroffen, um die möglichen Risiken gering zu halten, aber auch Chancen nutzen zu können. Die weiteren wesentlichen Risiken lassen sich dabei wie folgt gruppieren:
Umfeldrisiko Die weitere Entwicklung des Gesamtmarktes für Neuwagen und Gebrauchtwagen sowie die sich ständig verschärfende Wettbewerbsintensität wird als wesentliches potenzielles Risiko gesehen. Den Risiken trägt die Gesellschaft durch eine ständige Marktbeobachtung und Überwachung der Profitabilität einzelner Geschäfte Rechnung. Restwertrisiken bei Leasingfahrzeugen Das dem Leasinggeschäft inhärente Restwertrisiko resultiert aus einer negativen Abweichung zwischen dem bei Vertragsabschluss kalkulierten Restwert und dem Marktwert des Leasingfahrzeugs bei Verwertung nach Ablauf der vertraglich vereinbarten Leasingdauer. In einigen Märkten trägt dieses Restwertrisiko die Gesellschaft. Die operative Risikosteuerung erfolgt durch laufende Überwachung der Entwicklung der Gebrauchtwagenpreise mittels intern und extern zur Verfügung stehender Daten. Mit Hilfe von Restwertprognosen wird regelmäßig die Angemessenheit der Risikovorsorge sowie das Restwertrisikopotenzial überprüft. Im diesem Bereich konnte eine deutliche Reduzierung des Leasingrisikos durch die Tatsache erzielt werden, dass ein Großteil der Leasingrückläufer zum vereinbarten Rückgabewert an den Hersteller zurückgegeben werden kann. Der Volkswagen Konzern beteiligt sich für seine Marken in nicht unerheblichem Umfang an möglicher Weise entstehenden Verlusten durch unterschiedliche Restwertmodelle. Liquiditätsrisiken Das wichtigste finanzwirtschaftliche Ziel der Gesellschaft besteht darin, die Zahlungsfähigkeit und Einkaufsfinanzierung jederzeit sicherzustellen. Die Refinanzierung des Vorratsbestandes erfolgt dabei im Wesentlichen durch kurzfristige Bankkredite der Hersteller, die die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit einer regelmäßigen Überprüfung unterziehen. Die Gesellschaft überwacht sowohl den kurzfristigen Liquiditätsbedarf als auch die mittel- und langfristigen Abnahmeverpflichtungen und arbeitet an der Vorhaltung ausreichender Kreditlinien, um auch zukünftiges Wachstum realisieren zu können. Die Gesellschaft wurde im Berichtsjahr in das Cashpooling des Konzerns eingebunden, der den konzerninternen und -externen Zahlungsverkehr effizient gestaltet und das Finanzergebnis verbessert. Die Kontokorrentlinien wurden im Berichtsjahr nur temporär in Anspruch genommen. Adressenausfallrisiko Das Adressenausfallrisiko quantifiziert den unerwarteten Verlust, der entsteht, wenn ein Kreditnehmer seinen vertragsmäßigen Zahlungsverpflichtungen im Rahmen der Kreditvereinbarung nicht nachkommen kann. Zur Abdeckung des Adressenausfallrisikos wurde eine konservative Risikovorsorge gebildet. Gesamtaussage zur Risikosituation der Gesellschaft Der Gesellschaft liegen insgesamt nach den derzeit bekannten Informationen keine Entwicklungen vor, die bestandsgefährdend sein könnten oder geeignet sind, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachhaltig und wesentlich zu beeinträchtigen. Die Gesamtrisikosituation ergibt sich für aus den zuvor dargestellten wesentlichen Einzelrisiken, deren Beherrschung das Risikomanagement der Gesellschaft gewährleistet. 3. Chancenbericht Der Erfolg der Gesellschaft wird insbesondere von der wirtschaftlichen Entwicklung und dem Produktportfolio des Herstellers beeinflusst. Daneben können wir durch interne Maßnahmen neue Möglichkeiten entwickeln, die Entwicklung unseres Unternehmens positiv zu gestalten. Im Rahmen der Jahresplanung für 2016 wurden konkrete Ziele in allen Bereichen für Kosteneinsparungen definiert, die uns Chancen bieten, Prozesse zu verbessern und effizienter zu gestalten. Die bereits oben beschriebene Abgasthematik wird insbesondere im Aftersales-Bereich neue Chancen bieten. Dabei wurden bereits mit Ablauf des Berichtsjahres personelle und strukturelle Voraussetzungen geschaffen. Weitere Chancen sehen wir in dem Ausbau unsers Großkundengeschäfts und des Gebrauchtwagenhandels.
Aachen, 31. Mai 2016 Gregor Nitsche Werner Nitsche Jens Christian Werner Daniel Jacobs Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Autohaus Nitsche GmbH, Heinsberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der Autohaus Nitsche GmbH, Heinsberg, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, 5. August 2016 Deloitte
GmbH
Schöck, Wirtschaftsprüfer Böhmerle, Wirtschaftsprüfer |
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