Primondo Management Service GmbHLiquidiert

Nürnberger Straße 91, 90762 Fürth, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Fürth HRB 10407
Vorher
QuelleNeckermann Management Service GmbH
Eingetragen
23.11.2005
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für DritteVerwaltung von Wohngrundstücken, Wohngebäuden und Wohnungen für Dritte
Gegenstand
die Erbringung von Management-Dienstleistungen, insbesondere in der allgemeinen Administration, den Bereichen Rechnungswesen und Facility Management - insbesondere für die Quelle Aktiengesellschaft, Fürth, der Neckermann Versand AG, Frankfurt am Main, der QuelleNeckermann Spezialversand GmbH bzw. deren Rechtsnachfolger und deren Beteiligungsunternehmen entweder selbst oder durch Beteiligungsunternehmen.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Georg-Suso Dr. Sutter
seit 23.11.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Primondo GmbH, vormals firmierend als KARSTADT QUELLE Versand GmbH
Germany
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Primondo Management Service GmbH i.I.

Fürth

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.09.2010 bis zum 31.08.2011

Bilanz zum 31. August 2011

Aktiva

31.8.2010
EUR EUR TEUR
A. Umlaufvermögen      
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 129.025,98   129
2. Forderungen gegen ehemals verbundene Unternehmen 3.812.320,37   4.010
3. Sonstige Vermögensgegenstände 148.051,02   218
    4.089.297,37 4.357
II. Kassenbestand, Guthaben hei Kreditinstituten   4.627.685,18 4.572
    8.717.082,55 8.929
B. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag   25.150.631,45 25.153
-   33.867.714,00 34.082

Passiva

     
      31.8.2010
  EUR EUR TEUR
A, Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital   25.000,00 25
II. Verlustvortrag   25.177.500,41 -21.323
III. Jahresüberschuss (i.Vj. Jahresfehlbetrag)   1.868,96 -3,855
IV. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag   25.150.631,45 25.153
    0,00 0
B. Rückstellungen      
Sonstige Reckstellungen   10.186.982,02 10.295
C. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.143.973,57   2.180
2. Verbindlichkeiten gegenüber ehemals verbundenen Unternehmen 8.343.750,48   8.411
3. Sonstige Verbindlichkeiten 13.193.007,93   13.193
davon aus Steuern EUR 1.069.491,06 (i.Vj. TEUR 1.069)      
    23.680.731,98 23.784
    33.867.714,00 34.082

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. September 2010 bis 31. August 2011

1.9.2009- 31.8.2010
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 0,00   13.529
2. Sonstige betriebliche Erträge 263.874,89   471
    263.874,89 14.000
3. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter 0,00   11.489
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 0,00   1,191
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 278.042,57   5.183
    278.042,57 17.863
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   16.036,64 6
6. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   1.868,98 -3.857
7. Erstattete sonstige Steuern   0,00  
8. Jahresüberschuss (i.V. Jahresfehlbetrag)   1.868,96 -3.855

Anhang
für die Zeit vom 1. September 2010 bis 31. August 2011

Primondo Management Service GmbH i.l., Fürth

Allgemeine Angaben

Auf der Grundlage der Anmeldung der Insolvenz am 17. Juni 2009 hat das Amtsgericht Essen das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Gesellschaft zum 1. September 2009 eröffnet.

Da gemäß § 155 Abs. 2 InsO mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens ein neues Geschäftsjahr beginnt, war das Geschäftsjahr 2008/09 ein Rumpfgeschäftsjahr, das elf Monate umfasste und am 31. August 2009 endete. Gemäß § 240 Abs. 2 Satz 2 HGB darf die Dauer des Geschäftsjahres zwölf Monate nicht überschreiten. Das faktische Wahlrecht, durch die Einlegung eines weiteren Rumpfgeschäftsjahres zum satzungsmäßigen Geschäftsjahr (30. September) zurückzukehren, wurde nicht ausgeübt. Somit bleibt es beim Stichtag für den Jahresabschluss am 31. August des Jahres. Die Bewertung wurde zum 31. August 2009 auf Liquidationswerte umgestellt.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2010/11 wurde nach den Vorschriften des HGB und des GmbHG aufgestellt. Des Weiteren wurde die IDW Stellungnahme zur Abkehr von der Going-Concern Prämisse (IDW RS HFA 17 n.F.) berücksichtigt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB wurden bei der Aufstellung des Anhangs in Anspruch genommen.

Die Gesellschaft macht teilweise von dem Wahlrecht Gebrauch, Davon-Vermerke im Anhang anzugeben. Das Gliederungsschema der Bilanz wurde entsprechend § 265 HGB ergänzt.

Mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen. der Gesellschaft zum 1. September 2009 haben die direkten und indirekten Gesellschafter ihre Kontroll- ,und Verfügungsrechte über das Vermögen der Gesellschaft verloren. Ab diesem Zeitpunkt entfällt die Einbindung in einen Konzernabschluss und das Unternehmen ist auch nicht mehr verbundenes Unternehmen im Verhältnis zur Arcandor AG i.l., Essen, im Sinne des § 271 HGB. Die Erstellung eines Konzernabschlusses durch die Arcandor AG i.l., Essen, (größter Kreis von Unternehmen) entfällt. Gleiches gilt für die Gesellschafterin Primondo GmbH i.l., Essen, (kleinster Kreis von Unternehmen). Auch über das Vermögen der eigenen Tochtergesellschaft Primondo CC N.V. i.l., Temse, Belgien, kann insolvenzbedingt nicht mehr verfügt werden. Somit entfällt auch hier die Pflicht zur Erstellung eines Konzernabschlusses.

Obwohl der Konzernverbund wie gerade beschrieben mit Insolvenzeröffnung über das Vermögen der Gesellschaft aufgehoben ist, erfolgt der Ausweis der diesbezüglichen Forderungen und Verbindlichkeiten in der Bilanz weiterhin in einem gesonderten Posten zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung. Die Bezeichnung "ehemals verbundene Unternehmen" wird für den ehemaligen Konzernverbund verwendet.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Infolge des eröffneten Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Gesellschaft und der laufenden Abwicklung der Gesellschaft wurde die Annahme der Unternehmensfortführung bereits zum 31. August 2009 aufgegeben. Die Bewertung der Vermögensgegenstände erfolgt weiterhin unter Veräußerungsgesichtspunkten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bilanziert

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden auf den zwischenzeitlich erfolgten Zahlungseingang (niedrigerer beizulegender Wert) bewertet. Für weitere erkennbare Ausfallrisiken wurden individuelle Wertberichtigungen vorgenommen.

Forderungen gegen ehemals verbundene Unternehmen, über die das lnsolvenzverfahren eröffnet wurde, wurden, soweit sie vor der Insolvenz begründet sind, bereits zum 31. August 2009 auf die zum Erstellungszeitpunkt erwarteten Quoten abgewertet.

Für die sonstigen Vermögensgegenstände wurden erkennbare Ausfallrisiken durch individuelle Wertberichtigungen berücksichtigt.

Flüssige Mittel werden mit dem Nennwert angesetzt.

Mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 1. September 2009 ist der Pensionssicherungsverein (PSV) in die Pensionsverpflichtungen eingetreten. Die zum 31. August 2009 unter Pensionsrückstellungen ausgewiesenen Verpflichtungen wurden mit dem gesetzlichen Schuldeintritt des PSV zum 1. September 2009 in die sonstigen Verbindlichkeiten umgegliedert. Bezüglich des hierfür beim Karstadt Quelle Mitarbeitertrust e.V., Düsseldorf, (KQMT) hinterlegten Treuhandvermögens wurde ab diesem Zeitpunkt der Nettoausweis gewählt.

Dies erfolgt vor dem Hintergrund, dass die Höhe der berechtigten Ansprüche des PSV im Insolvenzverfahren um die tatsächliche Befriedigung aus dem Deckungsvermögen zu kürzen ist.

Für erkennbare Risiken und ungewisse Verpflichtungen werden in angemessenem Umfang Rückstellungen gebildet.

Schadenersatzpflichten aus insolvenzbedingt gekündigten langfristigen Mietverträgen werden entsprechend der Erfahrungen in Insolvenzverfahren mit 50% des angemeldeten Betrages bewertet. Dadurch wird der Schadensminimierungspflicht des Vermieters gegenüber dem Insolvenzverwalter Rechnung getragen.

Da die Abwicklung der Gesellschaft aufgrund der früheren Einbindung in den Primondo-Teilkonzern und in die Arcandor-Gruppe viele Jahre in Anspruch nehmen wird, wurden im Abschluss für das Rumpfgeschäftsjahr 2008/09 Rückstellungen nur für solche Sachverhalte gebildet, die Eingang in die Forderungstabelle gefunden haben bzw. im Zeitraum des vorläufigen Verfahrens begründet waren. Aufwendungen, die sich aus der über Jahre dauernden Abwicklungstätigkeit ergeben, wurden hingegen nicht antizipiert. Sie werden in laufender Rechnung erfasst.

Die aus dem nach Insolvenzeröffnung aufgestellten Sozialplan resultierende Masseverpflichtung wurde zum 31. August 2010 in Höhe des Betrages zugeführt, der sich nach den Regelungen des Sozialplans unter Berücksichtigung der Begrenzung des § 123 Ins0 ergibt.

Verpflichtungen aus der infolge der Insolvenz erfolgten Freisetzung von Mitarbeitern vor Ablauf der vertraglichen Kündigungsfrist (Verfrühungsschaden) wurden in Höhe der Anmeldungen zur Insolvenztabelle passiviert.

Die zur Insolvenztabelle seitens der Insolvenzgläubiger angemeldeten Zinsen und sonstigen Kosten wurden in Höhe von 1% der Insolvenzforderungen pauschal in den sonstigen Rückstellungen berücksichtigt. Wesentliche Einzelbeträge wurden separat erfasst.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Nennwert bilanziert. Im Verhältnis zur Insolvenztabelle gilt das im Lagebericht unter Punkt "5. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren Chancen und Risiken" ausgeführte.

Rechnerische Saldierungen im Ausweis der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber ehemals verbundenen Unternehmen in der Bilanz entfalten keine rechtliche Wirkung. Eine rechtlich mögliche Aufrechnungslage soll hiermit weder dokumentiert werden noch wurde eine solche in jedem Einzelfall geprüft.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der KQMT hält für die Altersversorgung der Mitarbeiter der Gesellschaft ein Treuhandvermögen. Gemäß den Regelungen des Treuhandvertrages hat der KQMT ein Sicherungsrecht aufgrund des Schuldbeitritts in Höhe des gehaltenen Treuhandvermögens (zum Zeitpunkt der Insolvenzeröffnung TEUR 7.250), den er zur Insolvenztabelle angemeldet hat.

Weitere Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen mit wesentlicher Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft bestehen am Abschlussstichtag nicht.

Erläuterungen zur Bilanz

AKTIVA

Anlagevermögen

Anteilsbesitz

Die Gesellschaft ist zu 99,9% an der Primondo CC N.V. i.l., Temse, Belgien, beteiligt. Zum 1. September 2009 wurde das Insolvenzverfahren über die Primondo CC N.V. i.l., Temse, Belgien, eröffnet. Der vorläufige Jahresabschluss zum 30. September 2011 zeigt ein negatives Eigenkapital von TEUR 42.972 und einen Jahresfehlbetrag für 2010/11 in Höhe von TEUR 50.471.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen besitzen wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen ehemals verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 3.812.320,37 (i.Vj. TEUR 4.010) sind in Höhe von EUR 3.596.937,88 (i.Vj. TEUR 3.795) sachlich den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zuzuordnen.

Die Forderungen gegen die Gesellschafterin Primondo, GmbH i.l., Essen, betragen abwertungsbedingt EUR 215.382,49 (i.Vj. TEUR 215).

PASSIVA

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt unverändert EUR 25.000,00.

Durch den Jahresüberschuss im Geschäftsjahr 2010/11 in Höhe von EUR 1.868,96 hat sich der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag auf EUR 25.150.631,45 zum 31. August 2011 verringert.

Rückstellungen

Bei den sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 10.187 (i.Vj. TEUR 10.298) handelt es sich im Wesentlichen um Rückstellungen gegenüber der Bundesagentur für Arbeit aus Insolvenzgeld (TEUR 4.789), für Sozialplanverpflichtungen (TEUR 3.577), um sonstige Personalrückstellungen (TEUR 643) sowie um Rückstellungen für Mietrisiken (TEUR 320) und ausstehende Rechnungen (TEUR 379).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten besitzen wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber ehemais verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 8.343.750,48 (i.Vj. TEUR 8.411) sind sachlich in Höhe von EUR 407.591,18 (i.Vj. TEUR 463) den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zuzuordnen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des Vorjahres wurden ausschließlich mit inländischen Konzernunternehmen erzielt. Sie beziehen sich auf Dienstleistungen in den Bereichen Personal, IT-Services, Finanz- und Rechnungswesen, Recht und Facility Management.

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Die periodenfremden Erträge des Vorjahres in Höhe von TEUR 37 betrafen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf sonstige Forderungen.

Die periodenfremden Aufwendungen betragen im Geschäftsjahr TEUR 7 (i.Vj. TEUR 26).

Sonstige Erläuterungen

Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt

Im Jahresdurchschnitt waren keine Arbeitnehmer beschäftigt.

Gesamthonorar Abschlussprüfer

Für das Geschäftsjahr 2010/11 wird beim Amtsgericht Fürth analog zu § 71 Abs. 3 GmbHG ein Antrag auf Befreiung von der Prüfungspflicht gestellt.

Gesetzlicher Vertreter/Insolvenzverwalter

Die Geschäftsführung oblag seit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens (seit dem 1. September 2009) dem Insolvenzverwalter Herrn Dr. Klaus Hubert Görg, Köln. Mit Wirkung zum 1. Dezember 2011 wurde Herr Rechtsanwalt Hans-Gerd H. Jauch, Köln, zum Insolvenzverwalter bestellt.

 

Fürth, den 29. August 2014

Hans-Gerd H. Jauch, insolvenzverwalter über das Vermögen der Pimondo Management Service GmbH i.l.

Lagebericht
für die Zeit vom 1. September 2010 bis 31. August 2011

Primondo Management Service GmbH i.l., Fürth

1. Insolvenzverfahren

Die Geschäftsführung der Gesellschaft hat in Folge der Anträge der wesentlichen Gesellschaften des Arcandor-Konzerns ihrerseits am 17. Juni 2009 Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Das Insolvenzverfahren wurde am 1. September 2009 wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung eröffnet. Zum lnsolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Dr. Klaus Hubert Görg, zum Sonder-insolvenzverwalter Rechtsanwalt Rolf Otto Neukirchen bestellt.

Der Geschäftsbetrieb der Gesellschaft wurde mit Wirkung zum 28. Februar 2010 eingestellt und seither werden nur noch abwickelnde Tätigkeiten ausgeführt.

Der Insolvenzverwalter hat mangels ausreichender liquider Mittel am 16. November 2009 gemäß § 207 InsO die drohende Masseunzulänglichkeit der Gesellschaft angezeigt. Die Masseunzulänglichkeit wurde durch Zahlung der Altmasseverbindlichkeiten zwischenzeitlich beseitigt.

Herr Dr. Klaus Hubert Görg hat im November 2011 um Entlassung aus dem Amt des Insolvenzverwalters gebeten. Mit Wirkung zum 1. Dezember 2011 hat das Amtsgericht Essen Herrn Rechtsanwalt Hans-Gerd H. Jauch zum Insolvenz-verwalter der Gesellschaft bestellt.

2. Geschäftstätigkeit und wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft erstreckte sich auf die Erbringung von zentralen Dienstleistungen für die Primondo-Gruppe, insbesondere in den Bereichen Personal, Recht/Schadensmanagement, Finanzen, Controlling und weiterer zentraler Dienste wie Facility Management. Hierfür unterhielt sie Shared Service Center an verschiedenen Standorten in Fürth. Seit der Einstellung der Geschäftstätigkeit am 28. Februar 2010 befindet sich die Gesellschaft in Abwicklung. Durch die Insolvenz und deren Folgen ist die Gesellschaft von der allgemeinen marktwirtschaftlichen Entwicklung vollständig abgekoppelt.

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Auf Grund der Einstellung des Geschäftsbetriebes in der Mitte des Geschäftsjahres 2009/10 ist ein Vergleich der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht mehr möglich.

Die Bilanzsumme beträgt zum 31. August 2011 TEUR 33.868 nach TEUR 34.082 im Vorjahr. Der wesentliche Posten auf der Aktivseite ist mit TEUR 25.151 (i.Vj. TEUR 25.153) der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag. Bereinigt um den nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag beträgt die Bilanzsumme TEUR 8.717 (i.Vj. TEUR 8.929).

Der Rückgang auf der Aktivseite betrifft im Wesentlichen Zahlungseingänge auf Forderungen gegen ehemals verbundene Unternehmen aus der Begleichung von Altmasseforderungen.

Die sonstigen Rückstellungen sind im Geschäftsjahr um TEUR 111 auf TEUR 10.187 gesunken. Dies ist im Wesentlichen in einem Rückgang der Rückstellungen für ausstehende Kostenrechnungen um TEUR 70 sowie der sonstigen Personalrückstellungen um TEUR 36 begründet.

Die Ertragslage des Geschäftsjahres 2010/11 ist weiterhin gekennzeichnet durch das Auslaufen des Geschäftsbetriebes in der ersten Hälfte des Vorjahres.

Bisher im Konzern verzinste Guthaben und Schulden wurden ab dem Zeitpunkt der Insolvenzeröffnung nicht mehr verzinst.

Im Geschäftsjahr wurde ein geringer Jahresüberschuss (TEUR 2) erwirtschaftet. Der Jahresfehlbetrag des Vorjahres in Höhe von TEUR 3.855 stellt das operative Ergebnis der Auslaufperiode dar.

4. Mitarbeiter

Allen zum Zeitpunkt der Insolvenzeröffnung beschäftigten 638 Angestellten musste im Rahmen der Betriebseinstellung gekündigt werden, sofern diese nicht infolge von Befristungen oder bereits zuvor ausgesprochenen Kündigungen ausgelaufen waren. Seither sind keine Mitarbeiter mehr bei der Gesellschaft beschäftigt.

5. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren Chancen und Risiken

Aufgrund des eröffneten Insolvenzverfahrens und der laufenden Abwicklung der Gesellschaft ergeben sich aus der bisherigen Geschäftstätigkeit keine wesentlichen Chancen. Nach erfolgter Verwertung des Vermögens und Begleichung der Kosten wird der Überschuss an die Insolvenzgläubiger ausgekehrt.

Teilweise zeigen die Anmeldungen der Gläubiger zur Insolvenztabelle einen von den in der Buchhaltung der Gesellschaft erfassten Werten abweichenden Betrag. Wesentliche Teile der Anmeldungen werden vom Insolvenzverwalter bestritten oder vorläufig bestritten. Es ist außerdem derzeit weiterhin möglich, Forderungen zur Tabelle anzumelden. Die Klärung der Anmeldungen wird nach den vorliegenden Kenntnissen längere Zeit in Anspruch nehmen. Dementsprechend besteht hier einerseits ein Risiko, dass Rückstellungen für nicht vollständig erfasste Verbindlichkeiten zu niedrig bemessen sind, und andererseits ein Risiko weiterer nicht erfasster Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten.

6. Verzicht auf die Einrichtung eines Überwachungssystems zur Erfassung der Chancen und Risiken

Da ein Überwachungs- und Risiko-Früherkennungs-System dazu dient, den Bestand der Gesellschaft zu sichern, sich die Gesellschaft jedoch bereits in der Insolvenz befindet, kann der Normzweck nicht mehr erreicht werden. Ein System zur Erfassung von Chancen und Risiken wurde daher im Geschäftsjahr nicht fortgeführt oder neu eingerichtet.

7. Weitere Abwicklung des Insolvenzverfahrens

Die Gesellschaft ist nicht mehr operativ tätig. Die Aktivitäten des Insolvenzverwalters konzentrieren sich auf die weitere Verwertung des Gesellschaftsvermögens und die Abwicklung der Gesellschaft. Hierbei sind insbesondere auch die gesellschaftsrechtlichen Verknüpfungen innerhalb des Primondo-Teilkonzerns sowie der Arcandor-Gruppe zu berücksichtigen. Die Abwicklung des Insolvenz-verfahrens wird sich voraussichtlich noch über mehrere Jahre erstrecken.

 

Fürth, den 29. August 2014

Hans-Gerd H. Jauch Insolvenzverwalter über das Vermögen der Primondo Management Service GmbH i.l.

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