Müller GmbH Formenbau
Am Mühlgraben 2, 35236 Breidenbach, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Markus Müller seit 6.9.2002 | Geschäftsführer |
Matthias Müller seit 6.9.2002 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Müller GmbH FormenbauBreidenbach-NiederdietenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen des Unternehmens Unsere Gesellschaft ist Hersteller von hochwertigen Prototyp- und Serienformen im Druckgussbereich. Wir fertigen unsere Produkte überwiegend für Zulieferer der Automobilindustrie. In Zusammenarbeit mit unseren Kunden entwickeln und verbessern wir die Produkte ständig weiter. Über diese kundenspezifische Entwicklung hinaus arbeiten wir kontinuierlich an der Optimierung der Produktionsabläufe und arbeiten an verfeinerten und innovativen Lösungen in der Produktion. 2. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das außenwirtschaftliche Umfeld Deutschlands ist stark eingetrübt. Hierzu haben die weltweite geldpolitische Straffung und die schleppende Entwicklung in China beigetragen. Von den USA gingen seit dem Frühjahr 2023 zwar positive außenwirtschaftliche Impulse aus, die Wirtschaftsleistung im Euro-Raum wuchs im 2. Quartal 2023 aber zum zweiten Mal in Folge nur geringfügig. Auch die chinesische Volkswirtschaft wuchs im Jahr 2023 bislang deutlich langsamer als in der Vergangenheit und weniger als nach Beendigung der Null-Covid-Politik erwartet. Die Inflation in Deutschland ist gemessen am nationalen Verbraucherpreisindex im Verlauf des Jahres 2023 deutlich zurückgegangen, von 8,7 % gegenüber dem Vorjahresmonat im Januar 2023 auf 4,5 % im September 2023. Dies ist größtenteils auf geringere Preissteigerungen bei den schwankungsanfälligen Gütergruppen Energie und Nahrungsmittel zurückzuführen. Die Kerninflation bleibt mit zuletzt 4,5 % jedoch weiterhin deutlich erhöht. International stellt die geopolitische Unsicherheit ein erhebliches Risiko für die Konjunktur dar. Sie liegt deutlich höher als im historischen Durchschnitt der Jahre bis 2021. Gründe hierfür sind der andauernde Krieg in der Ukraine und der Nahostkonflikt infolge des Terrorangriffs der Hamas auf Israel. Durch eine Ausweitung des Nahostkonflikts könnten insbesondere die Energiepreise erneut ansteigen. In Deutschland sind die schwierigen Haushaltsplanungen des Bundes ein Risiko. Ertragslage Der Bestand an Kundenaufträgen verzeichnet zum Jahresende einen leichten Anstieg von 23,5 Prozent auf TEUR 21.167. Unser Unternehmen konnte in 2023 erneut bei den Umsatzerlösen eine Steigerung von 10,7 Prozent zum Vorjahr erzielen. Der Bestand an unfertigen Erzeugnissen hat sich zum Vorjahr unwesentlich erhöht auf TEUR 6.190 (Vorjahr TEUR 6.188). Im Geschäftsjahr 2023 ist unsere Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr um 3,8 Prozent gestiegen. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren lagen um 10,4 Prozent niedriger als im Vorjahr, die Fremdleistungen sind um 1,6 Prozent zum Vorjahr gesunken. Der Rohertrag ist durch den erhöhten Umsatz und den niedrigeren Materialaufwand um 22,0 Prozent angestiegen. Die Zahl der in unserem Unternehmen beschäftigten Mitarbeiter (einschließlich Geschäftsführung und Auszubildende) ist mit durchschnittlich 79 Personen im Jahr 2023 um 4 Personen zum Vorjahr reduziert. Die nicht im Verhältnis gesunkenen Personalkosten hingegen sind auf eine Strukturverschiebung in den Personalkosten zurückzuführen. Die Kostenerhöhung beträgt in Summe TEUR 11. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um TEUR 134 erhöht. Das EBIT erfährt einen deutlichen Anstieg mit TEUR 2.531 und liegt im Berichtsjahr bei TEUR 5.770. Es wurde ein Jahresüberschuss von TEUR 4.234 erzielt. Damit lag das Ergebnis trotz der eher negativen Marktlage über unseren Erwartungen und wird positiv beurteilt. Finanzlage Durch den Jahresüberschuss von TEUR 4.234 hat sich das Eigenkapital auf TEUR 23.492 erhöht. Der Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital unserer Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag 88,1 Prozent und liegt somit 8,7 Prozentpunkte über dem des Vorjahres. Die Bilanzsumme hat sich um 9,9 Prozent erhöht. Insbesondere die niedrigeren Verbindlichkeiten haben das kurzfristige Fremdkapital um 28,1 Prozent gesenkt. In 2023 wurde die Investition in einen neuen Glühofen abgeschlossen. Insgeamt belaufen sich die Investitionen in das Anlagevermögen auf TEUR 329. Der Jahresüberschuss übersteigt den Aufbau von Working Capital, so dass in 2023 ein positiver Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von TEUR 5.545 erwirtschaftet wurde. Zusammen mit dem Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit von TEUR 1.072 und dem aufgrund von Darlehenstilgungen negativen Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von TEUR 576 hat sich der Finanzmittelfonds (= Bestand liquide Mittel) in 2023 um TEUR 3.897 auf TEUR 5.973 erhöht. Wir waren und sind jederzeit in der Lage, unseren Zahlungsverpflichtungen vollständig nachzukommen. Vermögenslage Die Bilanzsumme ist zum Bilanzstichtag um TEUR 2.402 auf TEUR 26.651 angestiegen. Auf der Aktivseite sind dabei die Vorräte durch niedrigere Anzahlungen von Kunden um TEUR 597, die liquiden Mittel um TEUR 3.897 und die aktiven latenten Steuern um TEUR 22 angestiegen. Dagegen sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 2.734 gesunken, die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind um TEUR 290 angestiegen, die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten verzeichnen einen Anstieg von TEUR 2. Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ist um TEUR 50 angestiegen. 3. Nachhaltigkeit Das Erreichen der finanziellen Ziele ist für uns eng mit den verschiedenen Facetten der Nachhaltigkeit verbunden, um unser unternehmerisches Handeln neben ökonomischen auch mit ökologischen und sozialen Rahmenbedingungen in Einklang zu bringen. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Stakeholdern - allen voran Kunden und Lieferanten, Mitarbeitern, Eigentümern und Kapitalgebern - sowie der verantwortungsbewusste Umgang mit der Umwelt nehmen daher einen besonderen Stellenwert in unserer Organisation und unseren Prozessen ein. Nachhaltige Unternehmensführung im Sinne einer guten und transparenten Corporate Governance erfordert das integre und rechtskonforme Verhalten aller Mitarbeiter der Müller GmbH Formenbau, damit langfristiger Unternehmenserfolg erreicht werden kann. Die Einhaltung von gesetzlichen und behördlichen Vorschriften sowie unternehmensintern geltende Kodizes und Richtlinien, hierzu gehört vor allem unser für alle Mitarbeiter geltender Verhaltenskodex, wird durch ein wirksames Compliance-Management-System gesichert. Da der Unternehmenserfolg zudem untrennbar mit dem Engagement von kreativen und motivierten Mitarbeitern verbunden ist, legen wir im Rahmen unserer Personalstrategie einen großen Wert auf ein attraktives Beschäftigungsumfeld unter gesunden und sicheren Arbeitsbedingungen, eine faire Bezahlung, gezielte Weiterbildungsangebote sowie eine gelebte Vielfalt und Chancengleichheit. Die Müller GmbH Formenbau ist zwar nicht verpflichtet gemäß §§ 289b, 315b HGB, den Lagebericht um eine so genannte nichtfinanzielle Erklärung zu erweitern. Jedoch sollen sich Aspekte im Sinne des § 289c HGB der unternehmensbezogenen Angaben zu Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelangen, zur Achtung der Menschenrechte sowie zur Bekämpfung von Korruption und Bestechung unmittelbar auf unsere nachhaltigkeitsrelevanten Aktivitäten in den zuvor skizzierten Handlungsfeldern auswirken. Der nichtfinanzielle Bericht ist integriert in unserem Nachhaltigkeitsbericht, in dem wir ausführlich über unsere nichtfinanzielle Leistung informieren. 4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Für das laufende Jahr prognostiziert der IWF für die Bundesrepublik das schwächste Wachstum der führenden westlichen G7-Industriestaaten. Der Fonds erwartet nun null Prozent Wachstum, das sind 0,2 Punkte weniger als im Juli 2024 vorausgesagt. Laut IWF ist Deutschland durch die Haushaltskonsolidierung und den starken Rückgang der Immobilienpreise belastet, auch seien strukturelle Probleme wie Fachkräftemangel und die Zurückhaltung der Konsumenten mit verantwortlich. Allerdings lassen das verbesserte konjunkturelle Umfeld und die Aufhellung der Indikatoren erwarten, dass die deutsche Wirtschaft in den Jahren 2024 und 2025 eine leichte Aufwärtsdynamik entwickelt, berichtet der Sachverständigenrat in seiner Frühjahresprognose. Insbesondere steigen wie im Euro-Raum die Realeinkommen an, was die privaten Konsumausgaben stützt. Die im Verlauf des Jahres 2024 günstiger werdenden Finanzierungsbedingungen dürften die Investitionen im Jahr 2025 anschieben. Die Fiskalpolitik dürfte angesichts eines geringeren finanziellen Spielraums als in den Vorjahren dagegen restriktiv wirken. Die Teuerung in Deutschland wird sich weiter verlangsamen. Der Sachverständigenrat Wirtschaft rechnet in den Jahren 2024 und 2025 mit einer Inflationsrate von 2,4 Prozent respektive 2,1 Prozent. Die steigenden Arbeitskosten und das geringe Produktivitätswachstum verlangsamen den weiteren Rückgang der Inflation. Das Wachstum der Automobilindustrie ist ebenfalls verhalten bis rückläufig. Verschiedene Autozulieferer haben geplante Investitionen insbesondere die Elektromobilität betreffend gestoppt beziehungsweise eingestellt. Andere Werke planen Schließungen für das kommende Jahr aufgrund des rückläufigen Absatzes. Nach wie vor ist die Gesamtwirtschaft sowie die Entwicklung der Automobilindustrie mit Unsicherheit behaftet, nicht zuletzt beeinflusst durch die Streichung der Förderung für E-Autos. Die durch politische Ereignisse beeinflusste konjunkturelle Entwicklung bleibt weiterhin neben den oben genannten Problemen auch für 2024 und die Folgejahre eine Risikogröße, mit der wir rechnen müssen. Entgegen der allgemeinen konjunkturellen Lage erwarten wir, dass wir uns auf dem Markt durchsetzen und unseren Umsatz und Jahresergebnis leicht steigern können. Wir sehen daher der Entwicklung für das kommende Jahr positiv entgegen. Wir planen alle strategisch wichtigen Ausgaben und Investitionen weiterhin zu tätigen und aus dem laufenden Cashflow zu finanzieren. Bei der regelmäßigen Beurteilung der Werthaltigkeit und des Ausfallrisikos von Forderungen und Finanzanlagen wurden keine wesentlichen Risiken festgestellt. Wir sehen unsere Möglichkeiten am Markt in kurzen Entscheidungswegen, einem optimierten Verwaltungsbereich mit modernster IT-Technik und einer guten Ausstattung unserer Produktionsanlagen. Unter Beachtung der uns gegenwärtig bekannten Fakten liegen jedoch keine darüber hinaus gehenden Risiken vor, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unseres Unternehmens wesentlich und nachhaltig beeinträchtigen können.
Breidenbach-Niederdieten, den 27. Dezember 2024 Geschäftsführung BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Müller GmbH Formenbau hat den Sitz in Breidenbach-Niederdieten und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Marburg unter HRB 2771. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften sowie des GmbHG aufgestellt. Wir sind nach den in § 267 Abs. 2 HGB bestimmten Größenmerkmalen eine mittelgroße Kapitalgesellschaft und haben den zur Offenlegung bestimmten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 unter Inanspruchnahme der für diese Gesellschaften bestehenden größenabhängigen Erleichterungen und vor Verwendung des Jahresergebnisses erstellt. Die ergänzenden Angaben zu den Restlaufzeiten von Forderungen und Verbindlichkeiten haben wir in den Anhang aufgenommen. II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden planmäßig bei einer voraussichtlichen Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren linear abgeschrieben. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und - bei außergewöhnlichen Wertminderungen - um außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Investitionszuschüsse sind mit den Anschaffungskosten der bezuschussten Vermögensgegenstände verrechnet. Für die Abschreibungen wurden Nutzungsdauers von 2 bis 33 Jahren zugrunde gelegt. Die planmäßigen Abschreibungen verteilen sich grundsätzlich linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer; für bis zur Einführung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes degressiv abgeschriebene Vermögensgegenstände wird diese Abschreibungsmethode beibehalten. Für maschinengebundene Werkzeuge ist ein Festwert gebildet. Geringwertige Anlagegüter werden entsprechend den steuerlichen Regelungen mit dem höchstzulässigen Betrag abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen in vollständiger Höhe Ausleihungen an Gesellschafter. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten bewertet. Für Altbestände und ungängige Teile wurden angemessene Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse erfolgte zu Herstellungskosten, in die neben Einzelkosten anteilige Gemeinkosten und Abschreibungen für das der Fertigung dienende Sachanlagevermögen einbezogen sind oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert. Geleistete und erhaltene Anzahlungen sind mit ihren Nettobeträgen ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind bestehende Risiken durch ausreichend bemessene Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt worden. Der Bestand an liquiden Mitteln ist zum Nominalwert aktiviert. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind mit dem Vorauszahlungsbetrag angesetzte Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Für den Überhang der aktiven latenten Steuern wurde das Wahlrecht zur Bildung eines entsprechenden Postens ausgeübt. Die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastungen sind mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Die Passivierung der Rückstellungen erfolgt zum nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag. Dabei wurden Rückstellungen für Pensionen nach der projected unit credit method auf der Basis der Heubeck-Richttafeln 2018 G ermittelt. Dabei wurden keine Entgelt- und Rentensteigerungen berücksichtigt. Die Rückstellungen für Pensionen wurden bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren mit dem dieser Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz von 1,82 % der sich aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren ergibt, abgezinst. Daraus ergab sich zum Bilanzstichtag ein Unterschiedsbetrag zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen 7 Geschäftsjahren ergibt, in Höhe von EUR 15.113,00 (31.12.2022: EUR 67.517,00). An die pensionsberechtigten Personen abgetretene Ansprüche aus Deckungsvermögen mit ihren Zeitwert von EUR 1.127.390,93 wurden nach § 246 Abs. 2 HGB in Höhe von EUR 889.595,00 mit den entsprechenden Rückstellungen für Pensionen verrechnet. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen EUR 1.027.887,80. Der sich nach Verrechnung ergebende übersteigende Betrag in Höhe von EUR 237.795,93 wurde auf der Aktivseite der Bilanz unter E. als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden außerdem Kapitalerträge und Wertsteigerungen des Deckungsvermögens von EUR 76.659,48 mit Aufwendungen aus der Beitragszuführung in Höhe von EUR 34.526,99 verrechnet. Erfolgswirkungen aus der Änderung des Abzinsungssatzes sind im operativen Ergebnis erfasst. Die Aufzinsungsbeträge für die Rückstellungen für Pensionen betragen in 2023 EUR 15.361,00. Die Steuerrückstellungen beinhalten erwartete Nachzahlungen an Ertragsteuern. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten alle bis zur Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken und Verpflichtungen. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten alle bis zur Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken und Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahren abgezinst. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Angaben zur Bilanz AnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens ist im nachfolgenden Anlagengitter dargestellt:
Umlaufvermögen Zu dem Posten Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände ergeben sich folgende ergänzenden Angaben:
Aktive latente Steuern Bei bilanzpostenbezogener Betrachtung entwickelten sich die aktiven und passiven Steuerlatenzen im Geschäftsjahr 2023 wie folgt:
Eigenkapital Durch die Verlängerung des Zeitraums für die Berechnung des Durchschnittszinssatzes bei der Bemessung der Rückstellungen für Pensionen von 7 auf 10 Jahre ergibt sich ein Unterschiedsbetrag zwischen der abgezinsten Rückstellung nach der bisherigen und der neuen Regelung in Höhe von EUR 15.113,00 (31.12.2022: EUR 67.517,00), der einer Ausschüttungssperre gem. § 253 Abs. 6 HGB unterliegt. Durch die Aktivierung latenter Steuern ermittelt sich mit EUR 126.100,00 (31.12.2022: EUR 104.100,00) eine Ausschüttungssperre gem. § 268 Abs. 8 Satz 2 HGB. Das Eigenkapital enthält aus der Zeitwertbilanzierung nach § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB einen Betrag von EUR 42.043,84 (31.12.2022: EUR 23.598,05). Darauf entfallen verrechnete passive latente Steuern von EUR 11.906,82. Der Saldo aus diesen Beträgen von EUR 30.137,02 unterliegt einer Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 Satz 3 HGB. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und weiteren Angaben ergeben sich aus der anschließenden Übersicht:
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus bestehenden wesentlichen Leasing- und Wartungsverträgen sowie aus sonstigen Pachtverträgen ergeben sich folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
Daneben besteht ein Pachtvertrag gegenüber einem verbundenen Unternehmen mit unbestimmter Laufzeit. Hieraus ergeben sich voraussichtliche jährliche Verpflichtungen von EUR 327.419,00 (31.12.2022: EUR 326.594,00). IV. Sonstige Angaben Anpassung von Vorjahresbeträgen Der unter den sozialen Abgaben und Aufwendungen enthaltene davon-Vermerk für Altersversorgung wurde im Vorjahr mit EUR 140.195,64 angegeben. Hierbei wurden die Arbeitgeberzuschüsse zur betrieblichen Altersvorsorge nicht berücksichtigt. Der Vorjahreswert ändert sich daher auf EUR 164.106,61. Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt:
Geschäftsführung Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2023 Matthias Müller, Breidenbach, und Markus Müller, Marburg. Die Geschäftsführer üben ihre Tätigkeit hauptberuflich aus. An einen Geschäftsführer sind im Vorjahr Kredite in Höhe von EUR 180.000,00 gewährt worden. Diese sind im Geschäftsjahr 2023 mit 1,1 % verzinst worden und wurden vollständig getilgt.
Breidenbach-Niederdieten, den 27. Dezember 2024 Geschäftsführung gez. Matthias Müller gez. Markus Müller Der Jahresüberschuss 2023 von 4.234.314,93 EUR wird mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr von 18.362.290,62 EUR verrechnet und auf neue Rechnung vorgetragen. sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 24.01.2025 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSVorstehender zur Offenlegung bestimmter Jahresabschluss nebst Lagebericht entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zum vollständigen Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und Lagebericht 2023 der Müller GmbH Formenbau, Breidenbach, haben wir den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Müller GmbH Formenbau Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Müller GmbH Formenbau - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Müller GmbH Formenbau für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Eschenburg, den 27. Dezember 2024 Siegwolf, Wirtschaftsprüfer |
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